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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 11073. FiRMA ADOLF FRANK IN HAMBURG.
Schloss für Handfeuerwaffen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Schloss für Handfeuerwaffen, namentlich für Kipplaufgewehre, bei welchem ein in Ruhe einstellbares Spannwerk für die Hähne vermieden ist ; die Hähne befinden sich vielmehr immer, solange nicht gefeuert wird, in einem solchen ungespaunten Zustande, dass sie durch äussere Stösse, Erschütterungen, sowie durch innere Stösse des Mechanismus nicht derart bewegt werden können, um eine Ent- l. bindung des Zündhütchens zu bewirken.
Jeder Hahn wird erst unmittelbar vor dem Schuss gespannt.
Kin Ausführungsbeispiel der neuen Schlosseinrichtung ist auf der zugehörigen Zeichnung in Anwendung auf ein Kipptaufgewehr mit einem inneren Verschlussriegel und äusserem Verschlusshebel dargestellt worden. Die neue Einrichtung kann aber auch für Handfeuer- waffen anderer Bauart benutzt werden.
Jeder Hahn ss ist wie üblich, drehbar im Schloss gelagert, hat aber kein feststell- bares Spannwork, sondern nur einen Arm b, über welchen das freie Ende der Abzugsstange c fasst, wenn der Hahn durch den vom Aussenhebel d betätigten Verschlussriegel e vom Zündhütchen entfernt festgestellt worden ist. In dieser durch Fig. 2 der Zeichnung veranschaulichten Stellung des Hahnes ist letzteres durch die Schlagfeder j'keineswegs in
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würde, falls sein Al m l) infolge einer Zerstörung von Schlossteilen über die Abzugsstange gelangen würde. Die Schlagfeder ist noch nicht oder nur ganz wenig gespannt, der Hahn wird aber von der Abzugsstange festgehalten, auch wenn der Verschlussriegel e wieder von ihm entfernt worden ist.
Der Hahn befindet sich daher nicht allein vom Zündhütchen entfernt, sondern auch in einer gleichsam toten Stellung, aus welcher er niemals auf das Zündhütchenschlagenkann.
Nur wenn der Abzug 9 zurückgezogen wird, dreht die Abzugsstange c den Hahn zurück und spannt dabei die Feder. 1 ; welche den Hahn gegen das Zündhütchen vorschnellt, wenn der Arm b die abwärts gezogene Abzugsstange verlässt. Fig. 3 zeigt den Hahn und Abzug in den gegenseitigen Stellungen kurz vor dem Vorschnellen des Hahnes.
Ist der Hahn vorgeschnellt, das Zündhütchen entzündet und der Schuss abgefeuert,
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wie Fig. 1 zeigt. Erst wenn der Hahn wieder durch den Verschluss der Waffe aus vom Zündhütchen etwas zurückgezogen wird, tritt sein Arm b unter die Abzugsstange c zurück (Fig. 2). Damit letzteres geschehen kann, ist das Ende der Abzugsstange derart z. B. federnd eingerichtet, dass es dem Arm b in dem Sinne ausweichen kann, dass der Arm von oben an dem Stangenende entlang sich zu bewegen und unter das Ende zu treten vermag.
Die dargestellte Ausführungsform zeigt eine solche Lagerung des Hahnes und des Abzuges, dass eine kurze Bewegung des Abzuges genügt, um den Hahn zu spannen und dann zum Entzünden des Zündhütchens freizugeben. Hahn und Abzug bilden zwischen ihren beiden Drehzapfen ein Stangcnpaar, und die Enden der beiden Stangen bund c beschreiben Kreisbögen ; deren beide Schnittstellen ziemlich nahe beieinander liegc ! l-
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Austrian PATENT LETTERING? 11073. ADOLF FRANK COMPANY IN HAMBURG.
Lock for handguns.
The subject matter of the present invention is a lock for handguns, namely for break-barrel rifles, in which a tensioning mechanism for the cocks that can be adjusted at rest is avoided; rather, the taps are always in such an unpunished state, as long as there is no firing, that they cannot be moved by external jolts, vibrations or internal jolts of the mechanism in such a way as to cause a discharge. to effect binding of the primer.
Each cock is only cocked immediately before the shot.
Kin embodiment of the new lock device has been shown in the accompanying drawing in application of a tilt-and-tip rifle with an inner locking bolt and an outer locking lever. The new device can also be used for other types of handguns.
Each cock ss is rotatably mounted in the lock as usual, but has no lockable tensioning mechanism, but only an arm b, via which the free end of the trigger bar c grips when the cock is removed from the primer by the locking bolt e actuated by the outer lever d has been established. In this position of the cock illustrated by FIG. 2 of the drawing, the latter is by no means in
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would if his Al m l) would get over the trigger bar as a result of the destruction of lock parts. The mainspring is not or only slightly tensioned, but the hammer is held in place by the trigger bar, even if the locking bolt e has been removed from it again.
The cock is therefore not only away from the primer, but also in a dead position from which it can never strike the primer.
Only when the trigger 9 is withdrawn does the trigger rod c turn the hammer back and thereby tension the spring. 1 ; which snaps the hammer against the primer when arm b leaves the downwardly pulled trigger rod. Fig. 3 shows the cock and trigger in the mutual positions just before the cock jumped forward.
Once the hammer has jumped, the primer is ignited and the shot is fired,
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as Fig. 1 shows. Only when the hammer is pulled back slightly from the primer by the breech of the weapon does its arm b step back under the trigger bar c (Fig. 2). So that the latter can happen, the end of the trigger rod is such. B. arranged resiliently that it can avoid the arm b in the sense that the arm can move from above along the rod end and step under the end.
The embodiment shown shows such a mounting of the tap and the trigger that a short movement of the trigger is sufficient to cock the tap and then release it to ignite the primer. The cock and trigger form a pair of rods between their two pivot pins, and the ends of the two rods c describe arcs of a circle; whose two interfaces are pretty close to each other! l-