<Desc/Clms Page number 1>
Detektor für Radiotelegraphie.
Die Erfindung betrifft einen Detektor für Radiotelegraphie von hoher Empfindlichkeit, der ein gasgefülltes Rohr mit der üblichen Anode, einer Glühkathode und einem Gitter darstellt, wobei die Rohrwände und die davon eingeschlossenenen Teile tunlichst frei von beim Betriebe frei werdenden oder okkludierten Gasen sind, aber auch das im Rohr enthaltene Gas während der normalen Lebensdauer der Röhre nicht aufnehmen können.
Der Detektor gemäss der Erfindung ist empfindlicher als die bisherigen Gasdetektoren und ebenso verlässlich im Betrieb und reproduzierbar als die aus harten Röhren bestehenden Detektoren, bei welchen die Entlüftung so weit getrieben ist, dass die Gasionisation vernachlässigt werden kann und den Betrieb des Detektors nicht beeinflusst.
Das wesentliche Merkmal des vorliegenden Detektors besteht dann, dass die Spannung der Anode oder Platte gerade über der Ionisierungspannung des Gases gehalten wird und der Druck des Gases mit Rücksicht auf die Anodenspannung so bemessen ist, dass die Leitfähigkeit des Rohres mit den Ände-
EMI1.1
wo die Gasionisation vernachlässigt werden kann. Beträgt die Anoden-oder Plattenspannung 16 bis 23 Volt so ist der Gasdruck zwischen 15 und 75 . Hg zu halten.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 eine Empfängeranlage, die einen Detektor enthält, zur beispielsweisen Erläuterung der die Erfindung umfassenden Klasse von Vorrichtungen ; die Fig. 2,3 und 4 sind Diagramme, welche die elektrischen Zustandsgrössen des verbesserten Detektors kennzeichnen und Fig. 5 stellt eine Ausführungsform der erfindungsgemäss ausgestalteten Verstärkerröhre dar.
Nach Fig. 1 und 5 der Zeichnung umfasst die hier erläuterte Anordnung eine Elektronen aussendende Kathode 1, vorzugsweise aus Wolframdraht bestehend, die mittels einer Batterie 2 oder anderer geeigneter Mittel bis zur Glühhitze gebracht werden kann, eine aus Wolfram, Molybdän, Nickel oder anderem passenden Leitermaterial bestehende Anode") und ein Gitter 4, das in der besonderen, durch die Zeichnung erläuterten Ausführung bei der Erfindung aus einem über die Stützen-5, 6 gewickelten Draht besteht und zwischen Kathode und Anode gelegen ist.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung sind die stützenden und leitenden Drähte 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 in ein FÜsschen 1 : 2 eingeschmolzen, da am
EMI1.2
von denen nur zwei bei 14 gezeigt werden.
Als erster Schritt zur Entgasung der Vorrichtung wird der Glaskörper ausgepumpt, während man ihn auf mindetsens 3600 C erhitzt, praktisch eine so hohe Temperatur, als das Glas aushält, ohne eingedrückt zu werden, um dasselbe vom Gas zu befreien. Auch die Anode 3 wird vom eingeschlossenen Gas
EMI1.3
Pumpe. Zu diesem Zwecke wird die Kathode glühend gemacht und eine Spannung angelegt, um einen zwischen Kathode und Anode fliessenden Strom hervorzurufen, der nun das Gas austreibt. Sind Glasbirne und Elektroden genügend entgast, so lässt man ein wesentlich indifferentes Gas zum Ausfegen eintreten, z. B. ein Edelgas wie Argon, Helium oder Neon. Auch Stickstoff kann, wenn auch nicht ganz mit ebenso starker Wirkung benutzt werden.
Der Hohlkörper 13 wird zngesehmolzen, wenn der Gasdruck im Bereich von etwa 15 bis 75 Mikron liegt, je nach den geometrischen Verhältnissen der Elektroden. Bei
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Die Röhre kann auf die übliche Weise in einem Wellenempfangssystem als Detektor betrieben werden, z. B. so, wie es Fig. 1 veranschaulicht. Das Gitter 4 empfängt Signale von der Antenne. M, z. B. indem es mit der Sekundärwicklung ihres Transformators und dem Kondensator 20 in Reihe verbunden wird. Das andere Ende der Sekundärwicklung wird mit der Kathode 1 verbunden.
Der Wider- stand 23 kann im Nebenschluss mit dem Kondensator 20 geschaltet werden, während der Schalter 24 vorgesehen ist, um sowohl den Kondensator als auch den Widerstand kurz zu schliessen. Mit der Sekundär-
EMI2.1
empfänger 21, mit einer passenden Stromquelle, z. B. einer Batterie 22, in Reihe geschaltet.
Die Spannung der Batterie 22 im Anodenstromkreis wird etwas oberhalb der lonisierungsspannnng gehalten, aber wesentlich unter der Spannung bei der im Detektor die Gasionisierung so intensiv wird, dass eine Tendenz zur Bildung des blauen Glimmlichtes besteht. Vorteilhaft ist eine wirksame Anoden- spannun-von etea 18 bis 23 Yolt. Unter diesen Bedingungen weist der Detektor merklich höherer Empfindlichkeit gegenüber dem Vakuumdetektor vom Pliotron-Typ auf. Im Betrieb ändert man die Anodenspannung und den Strom des Glühdrahtes bis im Empfänger die maximale Zeichenstärke erhalten wird und die derart festgelegten besten Einstellungen erhalten sich über beträchtliche Zeitperioden beim Betrieb.
Die Empfindlichkeit ist der richtigen Beziehung zwischen Gasdruck und Betriebsspannung zuzuschreiben und bewirkt eine Regelung der Ionisation des Gasinhaltes, welche eine sehr scharfe Detektorwirkung der Röhre zur Folge hat. Fig. 2 und 3 veranschaulichen durch Diagramme die Vorteile einer Detektorröhre gemäss der Erfindung. In Fig. 2 stellt die Kurve 26 die Beziehung zwischen Anodenstrom (als Ordinaten aufgetragen) und Anodenspannung (als Abszisse aufgetragen) bei konstanter Gitterspannung für ein hochevakuiertes Rohr dar ; die Kurve 26a zeigt dieselbe Beziehung für ein Rohr mit einer
Gasfüllung von 0'1111, 1n Hg-Druck ; die Kurve 27 zeigt die gleiche Beziehung für ein Rohr gemäss der Erfindung.
EMI2.2
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.