BAUVERFAHREN UND ANORDNUNG ZUM DURCHFÜHREN EINES BAUPROJEKTS
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Durchführen eines Bauprojekts mit Erstellen von mehreren Gründungselementen an einer Baustelle mit tels mindestens eines Baugeräts gemäß dem Anspruch 1 beziehungsweise dem An spruch 11.
Aus der EP 3 533 932 B1 ist ein Verfahren und ein System zum Erstellen eines Gründungselementes im Boden mittels eines Baugeräts bekannt. Dabei wird mit ei nem Bodenbearbeitungswerkzeug ein Loch im Boden gebildet, in welchem das Gründungselement erstellt wird. Mittels einer Steuer- und Auswerteeinheit wird in Abhängigkeit von einer Bearbeitungstiefe mindestens eine Betriebsgröße des Bauge räts erfasst, welche sich abhängig von einer Bodenbeschaffenheit ändert. In der Steuer- und Auswerteeinheit ist ein zu erwartendes Bodenprofil eingegeben, welches einen Schichtaufbau des Bodens mit Bodenschichten von unterschiedlicher Boden beschaffenheit angibt. Durch die Steuer- und Auswerteeinheit wird die erfasste Be triebsgröße mit dem eingegebenen Bodenprofil in Korrelation gesetzt, um festzustel len, bei welcher Bearbeitungstiefe ein Übergang zwischen Bodenschichten unter schiedlicher Bodenbeschaffenheit vorliegt.
Bei diesem bekannten Verfahren können örtliche Schwankungen im Schichtaufbau des Bodens bei der Erstellung des Gründungselementes unmittelbar erfasst werden. Die Betriebsgröße kann dabei ein Vorschub oder ein Drehmoment sein, welche sich ändern, wenn beispielsweise ein Übergang von einerweichen Bodenschicht zu einer harten Bodenschicht vorliegt. Die Erfassung des konkreten örtlichen Bodenprofils beim Erstellen eines Gründungselementes ermöglicht so, etwa bei einem Bohrwerk-
zeug das Drehmoment und einen Vorschub anzupassen, so dass ein möglichst op timaler Bohrfortschritt erreicht werden kann.
Gründungselemente werden zumeist bei größeren Bauprojekten benötigt, also bei relativ großen Bauwerken, welche eine Gründung zur Aufnahme hoher Traglasten benötigen. Dies wird in der Regel dadurch erreicht, dass eine Vielzahl von Grün dungselementen, etwa Bohrpfähle, erstellt werden. Ein Bohrpfahl kann über seine Mantelreibung große Lasten in tiefere Bodenschichten ableiten.
Für eine Durchführung eines Bauprojektes ist ein termingerechtes Erstellen einer Gründung von maßgeblicher Bedeutung, da eine Gründung am Anfang eines Bau projektes steht. Zeitliche Verzögerungen bei der Gründung führen dazu, dass sich alle nachfolgenden Gewerke zeitlich verschieben. Eine Verzögerung bei der Erstel lung der Gründungselemente kann daher erhebliche zeitliche und auch wirtschaftli che Auswirkungen auf die Durchführung des gesamten Bauprojektes haben.
Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, ein Verfahren und eine Anordnung zum Durchführen eines Bauprojekts anzugeben, mit welchen Gründungselemente für ein Bauprojekt besonders effizient und zuverlässig erstellt werden können.
Die Aufgabe wird zum einen durch ein Bauverfahren mit den Merkmalen des An spruchs 1 und zum anderen durch eine Anordnung mit den Merkmalen des An spruchs 11 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.
Nach der Erfindung ist ein Bauverfahren zum Durchführen eines Bauprojektes mit Erstellen von mehreren Gründungselementen an einer Baustelle mittels mindestens einem Baugerät vorgesehen, wobei anhand von Informationen zu Ausgangsbedingungen, insbesondere zur Bo denbeschaffenheit, und dem mindestens einen Baugerät sowie von Vorgaben zu dem Bauprojekt mit den zu erstellenden Gründungselementen ein Verfah rensablauf mit Bestimmung von Herstellungsparametern für jedes zu erstel lende Gründungselement in einer Rechnereinheit festgelegt wird, basierend auf dem festgelegten Verfahrensablauf mit den festgelegten Her stellungsparametern mit dem Erstellen mindestens eines Gründungselemen tes begonnen wird,
während des Verfahrensablaufs Ist-Daten beim Erstellen der Gründungsele mente erfasst und der Rechnereinheit zugeleitet werden, die Rechnereinheit die erfassten Ist-Daten mit Soll-Daten zu dem festgelegten Verfahrensablauf vergleicht und bei relevanter Abweichung der Ist-Daten von den Soll-Daten durch die Rech nereinheit ein geänderter Verfahrensablauf mit geänderten Herstellungspara metern und/oder neuen Soll-Daten für die noch zu erstellenden Gründungs elemente ermittelt und an das mindestens eine Baugerät weitergeleitet wird.
Ein Grundgedanke der Erfindung liegt darin, die bei der Planung des Bauprojektes vorhandenen Informationen zu Ausgangsbedingungen, insbesondere zur Bodenbe schaffenheit, und dem mindestens einen vorgesehenen Baugerät sowie zu den Vor gaben zu dem Bauprojekt und den sich daraus ergebenden Herstellungsparametern für die zu erstellenden Gründungselemente in einer Rechnereinheit als Soll-Daten zu hinterlegen. Die Vorgaben können dabei eine Herstellungszeit oder ein Herstellungs termine sowie Vorgaben zu den Gründungselementen sein. Während der Erstellung der einzelnen Gründungselemente für das Bauprojekt werden Ist-Daten erfasst und der Rechnereinheit zugeleitet. In der Rechnereinheit können die Ist-Daten mit den Soll-Daten noch während des laufenden Verfahrens verglichen werden, wobei insbe sondere relevante Abweichungen festgestellt werden können. Diese relevanten Ab weichungen können beispielsweise eine andere Bodenbeschaffenheit, etwa ein un erwarteter felsiger Untergrund oder auch weichere Bodenschichten sein. Diese Än derungen können insbesondere zu Änderungen in der Herstellungszeit der Grün dungselemente führen, was durch die Rechnereinheit berechnet werden kann. In einem solchen Fall können von der Rechnereinheit Änderungen der Herstellungspa rameter einschließlich einer Änderung des einzusetzenden Baugerätes oder der ein zusetzenden Werkzeuge ermittelt und vorgeschlagen werden, damit Zielvorgaben zu dem Bauprojekt eingehalten werden können, insbesondere ein vorgegebener Her stellungstermin. Auch können Zielvorgaben als neue Soll-Daten angepasst werden. So kann schnell auf Änderungen reagiert und insbesondere ein termingerechter Ab schluss der Gründungsarbeiten mit Erstellen der Gründungselemente und damit ein termingerechter Ablauf des Bauprojektes erreicht werden.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Gründungselemente durch Bohren mit einem Bohrgerät und/oder Fräsen mit einer Schlitzwandfräse erstellt werden. Hierbei können insbe sondre Bohrpfähle oder Schlitzwandsegmente im Boden erstellt werden, welche ins besondere durch Auffüllen eines durch Bohren oder Fräsen erstellten Lochs mit einer aushärtbaren Masse, gegebenenfalls mit einem oder mehreren Armierungselemen ten, gebildet werden. Derartige Gründungselemente können besonders hohe Bau werkslasten in tiefere Bodenschichten ableiten. Allerdings sind diese besonders trag fähigen Gründungselemente aufwändig in der Erstellung, wobei bei unerwarteten Änderungen zu den Vorgaben, also etwa vorgegebenen Umgebungsbedingungen, insbesondere zur Bodenbeschaffenheit und zum Bodenaufbau, relativ leicht größere Änderungen im Bearbeitungsaufwand und damit in der Bearbeitungszeit auftreten können.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können somit diese Gründungselemente be sonders effizient und zuverlässig hergestellt werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es vorgesehen, dass die Herstellungsparameter ein Drehmoment, eine Vorschub kraft, eine Vorschubgeschwindigkeit, eine Werkzeugstandzeit und/oder die Auswahl und/oder einen Wechsel eines Werkzeugs umfassen. Die Herstellungsparameter können dabei nicht nur zum Erzielen einer möglichst wirtschaftlichen oder ver schleißarmen Bodenbearbeitung eingestellt werden, sondern auch um gegebenen falls einen vorgegebenen Erstellungstermin einzuhalten. Bei aufgetretenen Verzöge rungen kann zum Erreichen der Zielvorgabe insbesondere der Vorschub oder das Drehmoment erhöht werden, selbst wenn dies eine optimale Werkzeugstandzeit be einträchtigt. Dies kann insbesondere dann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn ein nicht termingerechtes Erstellen zu Konventionalstrafen in dem Bauprojekt führen würde. Grundsätzlich kann dabei auch eine Änderung des Werkzeuges oder auch eine Än derung des Baugerätes, etwa der Einsatz eines leistungsfähigeren Baugerätes, vor gesehen sein.
Sollten sich in umgekehrter Weise leichtere Bearbeitungsverhältnisse ergeben, kön nen die Herstellungsparameter so wie gegebenenfalls die weiteren Gegebenheiten
so geändert werden, dass eine energiesparsamere, verschleißärmere oder in sonsti ger Weise kostengünstigere Bearbeitung erreicht werden.
Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit kann nach einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht werden, dass die Vorgaben zu dem Bauprojekt eine Anzahl, eine Lage, Dimensionen und/oder eine Tragfähigkeit der Gründungselemente sowie An gaben zu Erstellungszeiten, Erstellungsterminen und/oder Erstellungskosten umfas sen. Es kann so eine besonders zielgerichtete Projektdurchführung erreicht werden. Insbesondere kann bei einer im Verlauf des Verfahrens festgestellten signifikanten Änderung der Bodentragfähigkeit als Umgebungsbedingung auch eine Anzahl, eine Lage und insbesondere Dimensionen des Gründungselementes, also Vorgaben zum Gründungselement selbst, geändert werden, insbesondere eine Tiefe eines zu erstel lenden Gründungselementes. Insbesondere bei einer verminderten Tragfähigkeit des Bodens können so die Gründungselementen in effizienter Weise angepasst werden, um eine sichere Projektdurchführung mit Erreichen von Zielvorgaben zu gewährleis ten. Insbesondere können die Herstellungsparameter unter Berücksichtigung der Erstellungszeiten der Gründungselemente, der Erstellungstermine für das Bauprojekt und Teilen des Bauprojektes sowie von Erstellungskosten berücksichtigt werden.
Grundsätzlich können die Ist-Daten bei der Durchführung des Bauverfahrens in jeder geeigneten Weise erfasst werden. Besonders zweckmäßig ist es nach einer Weiter bildung der Erfindung, dass die Ist-Daten durch mindestens eine Sensoreinrichtung an dem Bohrgerät und/oder durch mindestens eine ungebundene Sensoreinrichtung, welche unabhängig von einem Baugerät ist, erfasst werden.
Zur Datenerfassung können insbesondere die Sensoreinrichtungen eingesetzt wer den, welche an einem Baugerät bereits grundsätzlich vorhanden sind, so Sensoren zur Erfassung der Drehzahl, des Vorschubs, der Vorschubkraft, der Vorschubge schwindigkeit, der Leistung, des Energieverbrauchs etc. Alternativ oder zusätzlich können auch Sensoreinrichtungen unabhängig von dem Baugerät zum Einsatz kommen, mit welchen etwa ein Tiefenfortschritt optisch anhand der Lage eines Bohr gestänges erfasst werden kann.
Als Gründungselemente in Sinne der Erfindung sind grundsätzlich alle Elemente und Bauwerke verstehen, die im, am oder auf dem Boden erstellt werden. Diese dienen
vorzugsweise zur Erhöhung der Tragfestigkeit. Alternativ oder ergänzend können dies auch zur Umschließung einer Baugrube, zum Abdichten oder Absperren gegen über Wasser oder zu anderen Gründen dienen. Besonders bevorzugt ist es nach einer Variante der Erfindung, dass als Gründungselemente Gründungspfähle, Schlitzwandsegmente, Stütz- und Dichtwände, Dämme, Dichtsohlen, verdichtete Bo denbereiche, Bodenparameter und/oder Spundwandbohlen vorgesehen werden. Die Gründungselemente sind vorzugsweise gleich oder ähnlich ausgebildet.
Die Gründungselemente können dabei durch verschiedene Baugeräte einzeln oder in einem gemeinsamen Zusammenwirken erstellt werden. Alternativ oder ergänzend zu dem bereits genannten Bohrgeräten und Fräsen ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, dass die Gründungselemente unter Verwendung von Schlitzwandgreifern, Rüttlern und/oder maschinellen Schlagvorrichtungen, insbeson dere Dieselhämmern und Hydraulikhämmern, erstellt werden.
Die Vorgaben zu einem Bauprojekt können dabei die vorgegebenen Umgebungsbe dingungen an der Baustelle und insbesondere im Boden, technische Vorgaben durch die Bauplanung, insbesondere betreffend Auslegung, Tragfähigkeit und Dimensionie rung der Gründungselemente, sowie von Zielvorgaben durch die Projektplanung sein, insbesondere Herstellungszeiten, Herstellungstermine oder Herstellungskosten der Gründungselemente. Bei Eintreten von Änderungen zu diesen Vorgaben kann durch die Rechnereinheit ermittelt werden, welche Konsequenzen eine Änderung einer einzelnen Vorgabe bei unveränderten Herstellungsparametern, insbesondere auf Zielvorgaben, wie Herstellungszeit, Herstellungstermin oder Herstellungskoste, aber eventuell auch Tragfähigkeit haben werden. Soweit hierdurch eine relevante und für den korrekten Ablauf nicht gewünschte Abweichung festgestellt wird, können durch die Rechnereinheit eine oder mehrere geeignete Maßnahmen vorgeschlagen oder eingeleitet werden, um weiter alle oder einzelne Zielvorgaben zu erreichen.
Besonders bevorzugt ist es dabei, dass die Rechnereinheit eine Änderung von Her stellungsparametern, Werkzeugen und /oder Baugeräten ermittelt, mit welchen ein termingerechtes Erstellen des verbliebenen Gründungselemente erreicht wird. Hier bei können also die Herstellungszeit und der Herstellungstermin als maßgebliche Zielvorgaben zur Änderung und Anpassung der weiteren Parameter im Verfahrens ablauf dienen.
Weiter ist es vorteilhaft, dass die Ausgangsbedingungen die Bodenbeschaffenheit, behördliche Vorgaben, etwa zu Arbeitszeiten, Lärmemission, Umweltvorgaben, und/oder Witterungsbedingungen umfassen. Behördliche Vorgaben können etwa gesetzliche Regelungen oder Bestimmungen von Bau-, Arbeitsschutz oder Umwelt behörden mit Regelungen etwa zu Nacht- und Feiertagsarbeiten, zu maximalen Lärmpegeln, Betriebsdauern sowie Umweltauflagen sein. Diese sind im Verfahrens ablauf und der Planung hierzu zu berücksichtigen. Ausgangsbedingungen können auch Lieferbedingungen und Lieferzeiten zu Baustoffen umfassen. Bei Witterungs bedingungen kann berücksichtigt werden, dass etwa unterhalb oder oberhalb von bestimmten Außentemperaturen oder bei starken Winden sich Arbeitsbeschränkun gen ergeben können.
Eine weitere vorteilhafte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Rechnereinheit anhand von erfassten Ist-Daten beim Verfahensablauf eine tatsächliche Bodenbeschaffenheit des Baugrunds ermittelt und mit den anfänglichen Informationen zur Bodenbeschaffenheit vergleicht und dass die Rechnereinheit eine Änderung zu Dimensionen, insbesondere zur Tiefe, der Anzahl und/oder der Art oder des Aufbaus der Gründungselemente ermittelt, damit Vorgaben zu den erstellten Gründungselementen, insbesondere eine vorgegebene Tragfähigkeit, erreicht wer den. Durch die Rechnereinheit können somit im Verlauf des Verfahrens auch unmit telbar Änderungen in den Vorgaben zur Auslegung der Gründungselemente ermittelt und nötigenfalls durchgeführt werden. Bei Feststellung weniger tragfähiger Boden verhältnisse können die Gründungselemente entsprechend geändert werden, wobei dann nötigenfalls auch eine Änderung der Herstellungsparameter und gegebenen falls auch des notwendigen Werkzeugs oder des Baugeräts ermittelt wird.
Beim Feststellen von tragfähigen Bodenverhältnissen können entsprechend kleinere oder weniger tragfähige Gründungselemente erstellt werden, was sich positiv auf die Herstellungskosten sowie die Herstellungszeit auswirken kann.
Die Erfindung umfasst weiter eine Anordnung zum Durchführen eines Bauprojektes mit Erstellen von mehreren Gründungselementen an einer Baustelle mittels mindes tens eines Baugerätes, insbesondere nach einem der zuvor beschriebenen Verfah ren, wobei eine Rechnereinheit vorgesehen und ausgebildet ist, anhand von Informa-
tionen zu Ausgangsbedingungen, insbesondere zur Bodenbeschaffenheit, und dem mindestens einen Baugerät sowie von Vorgaben zu dem Bauprojekt mit den zu er stellenden Gründungselementen einen Verfahrensablauf mit Bestimmung von Her stellungsparametern für jedes zu erstellende Gründungselement festzulegen, min destens eine Sensoreinrichtung vorgesehen und ausgebildet ist, während des Ver fahrensablaufs Ist-Daten beim Erstellen der Gründungselemente zu erfassen und der Rechnereinheit zuzuleiten, und die Rechnereinheit weiterhin ausgebildet ist, die er fassten Ist-Daten mit Soll-Daten zu dem festgelegten Verfahrensablauf zu verglei chen und bei relevanter Abweichung der Ist-Daten von den Soll-Daten durch die Rechnereinheit einen geänderten Verfahrensablauf mit geänderten Herstellungspa rametern und/oder neuen Soll-Daten für die noch zu erstellenden Gründungselemen te zu ermitteln und an das mindestens eine Baugerät weiterzuleiten.
Mit der Anordnung können insbesondere die zuvor beschriebenen Vorteile erreicht werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, dass die Rechnereinheit in einem Baugerät, in einer Leitstelle auf der Baustelle oder in einer entfernten Zentrale angeordnet ist. Grundsätzlich kann die Rechnereinheit auch als eine Cloud-Anwendung ausgestaltet sein, so dass kein konkreter Ort mehr gegeben ist, sofern eine entsprechende Datenverbindung zum Internet besteht.
Bei einer weiteren Ausführung der erfindungsgemäßen Anordnung ist es vorteilhaft, dass das mindestens eine Baugerät, insbesondere einer Tiefbaumaschine, zum Durchführen einer Baumaßnahme ausgebildet ist und eine maschineneigene Steu ereinheit umfasst, welche mit mindestens einem Sensor zum Erfassen von Daten und mindestens einem Aktor zum Betätigen des Baugeräts verbunden ist, dass min destens eine Nutzerstelle, welche von dem Baugerät beabstandet ist und zum Ein geben und/oder Ausgeben von Daten ausgebildet ist, wobei Daten zwischen dem mindestens einen Baugerät und der mindestens einen Nutzerstelle übertragbar sind, dass ein zentraler Netzwerkrechner mit mindestens einer ersten Schnittstelle für das mindestens eine Baugerät und mindestens einer zweiten Schnittstelle für die mindes tens eine Nutzerstelle vorgesehen ist, und dass über den Netzwerkrechner eine durchgehende Prozesskette bei der Datenverarbeitung und/oder Datenübertragung zwischen dem Baugerät und der Nutzerstelle gegeben ist.
Dieser Aspekt der der Erfindung beruht darauf, von einer direkten Verbindung zwi schen einer dem Baugerät, welche auch als Baumaschine bezeichnet werden kann, und einer Nutzerstelle abzugehen und einen zentralen Netzwerkrechner oder eine Netzwerkrechnereinheit zwischenzuschalten. Der zentrale Netzwerkrechner, welcher die Rechnereinheit sein kann, weist dabei mindestens eine erste Schnittstelle für die mindestens eine Baumaschine und mindestens eine zweite Schnittstelle für die min destens eine Nutzerstelle auf. Durch definierte Nutzerstellen kann so eine definierte und zuverlässige Datenübertragung einerseits zwischen der Baumaschine und dem Netzwerkrechner und andererseits der Nutzerstelle und dem Netzwerkrechner erfol gen. Weiterhin ist der Netzwerkrechner ausgebildet, eine durchgehende Prozessket te bei einer Datenverarbeitung und/oder Datenübertragung zwischen der Bauma schine und der Nutzerstelle zu gewährleisten. Dabei ist der Netzwerkrechner mit ei ner entsprechenden Software ausgestattet, welche eine direkte Datenübertragung zwischen der Nutzerstelle und der Baumaschine ermöglicht. Insbesondere können so Daten in Echtzeit oder nahezu in Echtzeit von der Baumaschine an die Nutzerstel le und insbesondere auch von einer oder mehreren Nutzerstellen zu der Baumaschi ne und vorzugsweise direkt auf die Steuerung der Baumaschine übertragen werden.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung kann so ein schneller und zuverlässiger Da tenaustausch zwischen mindestens einer Baumaschine und mindestens einer Nut zerstelle gewährleistet werden. Zudem ist die Anordnung ausgebildet, einen Daten austausch auch zu mehreren Baumaschinen und/oder mehreren Nutzerstellen zu gewährleisten. Ein effizienter, schneller Datenaustausch fördert einen effizienten Einsatz von Maschinen, Material und Personal auf einer Baustelle.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Netzwerk rechner mit der mindestens einen ersten Schnittstelle ausgebildet ist, Daten der Baumaschine zu empfangen, die Daten auf ein vorgegebenes Format für die Nutzer stelle zu normieren und an die Nutzerstelle weiterzuleiten und/oder dass die Netz werkrechner mit der mindestens einen zweiten Schnittstelle ausgebildet ist, Daten der Nutzerstelle zu empfangen, die Daten auf ein vorgegebenes Format für die Rechnereinheit der Baumaschine zu normieren und an die Baumaschine weiterzulei ten. Der Netzwerkrechner mit seinen Schnittstellen ist somit ausgebildet, empfange ne unterschiedliche Datenformate in einer notwendigen Weise zu transformieren, so
dass eine Datenübertragung in Echtzeit oder in quasi-Echtzeit, insbesondere mit ei nem Zeitversatz von unter 10 Sekunden, zwischen der Nutzerstelle und der Bauma schine erfolgen kann. Dies erlaubt eine durchgehende Prozesskette zwischen der Nutzerstelle und der Baumaschine, so dass Daten vorzugsweise unmittelbar in die Rechnereinheit der Baumaschine und insbesondere auch eine Steuerung übertragen werden können.
In umgekehrter Weise kann auch ein durchgehender schneller Datenfluss zwischen Baumaschine und Nutzerstelle gewährleistet sein, so dass etwa über die Rech nereinheit der Baumaschine Daten von Sensoren und Aktoren unmittelbar abgefragt und übertragen werden können. Auch eine Datenübertragung über die Rechnerein heit der Baumaschine an einen oder mehrere Aktoren ist von der Nutzerstelle aus vorzugsweise ermöglicht.
Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass die erste Schnittstelle und/oder die zweite Schnittstelle als eine programmierbare Schnittstelle ausgebildet sind. Die Schnittstellen sind vorzugsweise sogenannte API- Schnittstellen, welche für den jeweiligen Anwendungsfall programmiert werden kön nen. Die Schnittstellen können dabei separat zum Netzwerkrechner oder in diesen integriert ausgebildet sein. Für jede Baumaschine und/oder jede Nutzerstelle mit ei ner individuellen Software und Datenformat kann eine individuell angepasste Schnitt stelle eingerichtet sein.
Insbesondere kann für jede einzelne Baumaschine und/oder jeder Nutzerstelle ent sprechend der darauf vorhandenen Software und des jeweils benötigten Datenforma tes die Schnittstelle ausgebildet und programmiert sein. Dabei kann insbesondere jede Schnittstelle so ausgebildet sein, dass ein individuelles Datenformat von der Baumaschine oder der Nutzerstelle empfangen wird und zunächst auf ein internes Datenformat des Netzwerkrechners transformiert wird. Abhängig von dem gewünsch ten Adressaten kann dann über die zugehörige Schnittstelle zu dem Adressaten die ses interne Datenformat in das jeweils benötigte Datenformat der Baumaschine be ziehungsweise der Nutzerstelle transformiert und dann an den Adressaten weiterge sandt werden.
Grundsätzlich ist die erfindungsgemäße Anordnung oder das erfindungsgemäße System bereits bei nur einer Baumaschine und nur einer Nutzerstelle sinnvoll an wendbar. Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Anordnung dann, wenn mehrere Baumaschinen und/oder mehrere Nutzerstellen vorgesehen sind. Bei einer Mehrzahl von Baumaschinen und Nutzerstellen können einzelne oder alle Bauma schinen und Nutzerstellen mit unterschiedlicher Software versehen sein, welche un terschiedliche Datenformate benötigen. Nach einer Anpassung der Schnittstellen an dem Netzwerkrechner für eine neue Baumaschine oder eine neue Nutzerstelle kann eine durchgehende Prozesskette sichergestellt werden.
Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, dass Baumaschinen mit unterschiedlichen Rechnereinheiten vorgesehen sind, welche unterschiedliche Formate für die Daten benötigten und/oder dass Nutzerstellen mit Rechnern vorgesehen sind, welche un terschiedliche Formate für die Daten benötigen, und dass die unterschiedlichen For mate durch unterschiedliche Schnittstellen für die einzelnen Baumaschinen und/oder Nutzerstellen normiert werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Daten auf dem Netzwerkrechner in einem einheitlichen Datenformat speicherbar sind. Grundsätzlich können Daten auch ohne ein dauerhaftes Abspeichern zwischen Baumaschine und Nutzerstelle übertragen werden. Bei einem vorzugsweise vorge sehenen dauerhaften Speichern von empfangenen Daten in dem Netzwerkrechner in einem einheitlichen internen Datenformat besteht die Möglichkeit, einen zentralen Datenbestand zu der Baustelle und zu den durchgeführten Baumaßnahmen vorzu sehen, auf welchem zu jedem Zeitpunkt alle Nutzerstellen und alle Baumaschinen zugreifen können. Flierdurch kann ein aktueller gemeinsamer Datenbestand und ein einheitliches Informationsniveau für alle Beteiligten an einer Baustelle, insbesondere für die Nutzerstellen und die Baumaschinen sowie deren Bedienern, erzielt werden. Zusätzlich kann eine zentrale Dokumentation zur Kommunikation und zum Ablauf der Baumaßnahmen vorzugsweise manipulationssicher vorgesehen sein.
Grundsätzlich kann eine beliebige Verbindung zwischen dem Netzwerkrechner und den Nutzerstellen und der Baumaschine eingerichtet sein. Insbesondere kann die Verbindung drahtlos oder drahtgebunden sein. Bevorzugt ist es nach einer Weiterbil dung der Erfindung, dass die mindestens eine Baumaschine und/oder die mindes-
tens eine Nutzerstelle mit dem Netzwerkrechner über eine Internetverbindung ver bunden ist. Dabei kann insbesondere eine sogenannte Cloud-Anwendung vorgese hen sein, wobei der Netzwerkrechner der Cloud zuzurechnen ist. Hierdurch kann in besonders einfacher Weise auch bei einer großen Entfernung zwischen den Bauma schinen und den Nutzerstellen eine einfache und zuverlässige Datenkommunikation sichergestellt werden. Insbesondere kann auch bei einer weltweiten Verteilung von Baustellen mit Baumaschinen und Nutzerstellen ein zuverlässiger Datenaustausch gewährleistet werden.
Besonders zweckmäßig ist es weiterhin nach einer Ausführungsform der Erfindung, dass die Rechnereinheit der Baumaschine und/oder ein Rechner der Nutzerstelle mit einer Browsersoftware versehen ist. Die Browsersoftware ermöglicht abgestimmt auf die jeweilige Hardware in der Rechnereinheit der Baumaschine beziehungsweise des Rechners der Nutzerstelle ein Anzeigen von Daten und Informationen auf einem Bildschirm der Rechnereinheit beziehungsweise des Rechners und ein Bearbeiten und Verarbeiten der Daten und Informationen durch die jeweilige Rechnereinheit der Baumaschine beziehungsweise den jeweiligen Rechner der Nutzerstelle. Die Brow sersoftware kann dabei auf die Daten in dem Netzwerkrechner zugreifen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung besteht darin, dass die Rechnereinheit der Baumaschine als eine Steuerung zum Steuern der Baumaschine ausgebildet ist und dass von der Nutzerstelle über den Netzwerkrechner unmittelbar Daten in die Steuerung übertragbar sind. Die Rechnereinheit der Baumaschine kann dabei so ausgebildet sein, dass eine unmittelbare Übernahme von Daten in eine Steuerung als Teil der Rechnereinheit der Baumaschine erst durch Bestätigung des Maschinenbedieners erfolgt. Beispielsweise können so bei der Erstellung einer Boh rung Dimensionsdaten, insbesondere zur Tiefe eines Bohrloches zur Erstellung eines Bohrpfahles von einer Nutzerstelle unmittelbar auf die Baumaschine übertragen wer den. Durch die Baumaschine kann dann die Bohrung bis zu der gewünschten Tiefe ausgeführt werden, wobei durch die Steuerung der Baumaschine bei Erreichen der vorgegebenen Bohrtiefe der weitere Bohrvorgang gestoppt wird. Darüber hinaus können auch Positionsdaten sowie alle weiteren relevanten Daten zur Durchführung einer Baumaßnahme von einer Nutzerstelle unmittelbar auf die Baumaschine über tragen werden. In umgekehrter Weise kann ein Datentransfer von der Steuerung der
Baumaschine zu der Nutzerstelle erfolgen, so dass etwa von einer Bauleitung der aktuelle Bearbeitungsstand bei der Durchführung einer Baumaßnahme erfasst und abgefragt werden kann. Zudem ist auch eine unmittelbare Protokollierung des Ar beitsablaufes der Baumaßnahme durch eine dritte Nutzerstelle möglich, so dass et wa von einer Bauleitung oder von einer Bauüberwachung eine manipulationssichere Dokumentation der Baumaßnahmen erfolgen kann.
Besonders bevorzugt ist es weiterhin, dass die Baumaschine eine GPS-Einheit zur Positionsbestimmung aufweist und die Rechnereinheit zum Erzeugen einer Karten darstellung auf einem Bildschirm der Baumaschine ausgebildet ist und dass von der Nutzerstelle Daten betreffend Elemente zu der Rechnereinheit übertragbar und un mittelbar in der Kartendarstellung auf dem Bildschirm der Baumaschine anzeigbar sind. Durch eine GPS-Einheit an der Baumaschine kann zunächst eine zuverlässige Positionsbestimmung und Positionsanzeige der Baumaschine in einer Karte erreicht werden. Die GPS-Daten können dabei mit einem baustelleneigenen Positionsbe stimmungssystem kombiniert sein, durch welches die Position der Baumaschine und gegebenenfalls weiterer Komponenten auf einer Baustelle mit besonders hoher Prä zision erfasst und bestimmt werden kann. Hierdurch kann eine sehr exakte Positi onsbestimmung in Kombination mit einem herkömmlichen GPS-System erreicht wer den. Bei einem solchen Gesamtsystem können Positionsdaten von der Nutzerstelle direkt auf die Baumaschine übertragen werden, so dass diese exakt an einer ge wünschten Bearbeitungsposition angeordnet werden kann. In umgekehrter Weise können zu durchgeführten Baumaßnahmen, etwa erstellten Gründungselementen wie Bohrpfählen oder Schlitzwänden, exakte Positionsdaten von der Baumaschine an eine Nutzerstelle übertragen werden.
Grundsätzlich kann eine Baumaschine im Sinne der Erfindung jede beliebige Bau maschine sein. Besonders bevorzugt ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass die mindestens eine Baumaschine ein Bohrgerät, insbesondere ein Pfahlbohr gerät oder ein Ankerbohrgerät, eine Schlitzwandfräse, ein Greifer, ein Rammgerät, ein Rüttler oder ein Kran ist. Insbesondere bei derartigen Tiefbaumaschinen werden unmittelbar im Boden Baumaßnahmen durchgeführt und insbesondere Gründungs elemente im Boden erstellt, für welche eine besonders exakte Ausführung und Posi tionsbestimmung gefordert ist.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein zentraler Netzwerkrechner mit mindestens einer ersten Schnittstelle für die mindestens eine Baumaschine und mindestens eine zweite Schnittstelle für die mindestens eine Nut zerstelle vorgesehen wird und dass über den Netzwerkrechner eine durchgehende Prozesskette bei der Datenverarbeitung und/oder Datenübertragung zwischen der Baumaschine und der Nutzerstelle gebildet wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere mit der zuvor beschriebenen Anordnung ausgeführt werden, wobei sich die zuvor beschriebenen Vorteile ergeben.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung besteht darin, dass Daten der Baumaschine von dem Netzwerkrechner empfangen, die Daten auf ein vorgegebe nes Format für die Nutzerstelle normiert und an die Nutzerstelle weitergeleitet wer den und/oder dass Daten der Nutzerstelle von dem Netzwerkrechner empfangen, die Daten auf ein vorgegebenes Format für die Rechnereinheit der Baumaschine nor miert und an die Baumaschine weitergeleitet werden. Hierfür ist der Netzwerkrechner insbesondere mit programmierbaren Schnittstellen ausgebildet, welche jeweils auf die individuelle Baumaschine und/oder die individuelle Nutzerstelle mit der jeweiligen Rechner- und Softwarestruktur angepasst sind. Vorzugsweise können dabei emp fangene Daten zunächst in ein internes einheitliches Datenformat übertragen wer den, welche dann zur Weiterleitung wieder in das gewünschte notwendige individuel le Datenformat der Baumaschine beziehungsweise der Nutzerstelle transformiert wird.
Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver fahrens, dass die Daten der Nutzerstelle über dem Netzwerkrechner unmittelbar auf eine Steuerung der Baumaschine übertragen werden. Flierdurch kann eine Steue rung der Baumaschine vereinfacht und für einen Maschinenbediener erleichtert wer den.
Grundsätzlich kann mit dem Verfahren jede beliebige Baumaßnahme durchgeführt werden. Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass als Baumaßnahme mindestens ein Gründungselement im Boden erstellt wird. Das Gründungselement kann ein Gründungspfahl, ein Schlitzwandsegment, eine Boden platte, ein HDI-Element, eine Verankerung oder Ähnliches sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles näher beschrieben, welches schematisch in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist.
Die einzige Figur zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Anordnung 10 mit einem Baugerät 20, welches zur Durchführung des erfindungsgemäßen Bauverfahrens drahtlos mit einer entfernten Rechnereinheit 12 in Verbindung steht. In die Rech nereinheit 12 können Informationen und Daten zu Vorgaben V zu dem Bauprojekt, insbesondere Informationen zur Bodenbeschaffenheit, dem mindestens einen einge setzten Baugerät 20 und zu den zu erstellenden Gründungselementen 5 eingegeben werden. Basierend auf diesen Vorgaben V können entsprechend einer Bauplanung Herstellungsparameter H für jedes zu erstellende Gründungselement 5 ermittelt und festgelegt werden. Die Herstellungsparameter H können dabei so festgelegt sein, dass die Gründungselemente 5 insgesamt zu einem bestimmten Herstellungstermin fertiggestellt sind. Die Herstellungsparameter H und alle notwendigen Daten zur Er stellung der Gründungselemente 5 im Verlauf eines Bauprojektes werden von der Rechnereinheit 12 zu einer nicht-dargestellten Steuereinheit des Baugerätes 20 übertragen.
Bei der dargestellten Anordnung 10 ist das Baugerät 20 als ein Bohrgerät mit einem Trägergerät 22 ausgebildet. Das Trägergerät 22 weist ein Raupenfahrwerk als Un terwagen 24 auf, auf welchem ein Oberwagen 26 mit einer Kabine 28 für den Ma schinenbediener drehbar gelagert ist. An dem Oberwagen 26 ist verschwenkbar ein Mast 31 mit einem Mastkopf 32 vertikal angebracht. Der Mast 31 ist als ein Mäkler ausgebildet, an dessen Vorderseite ein Schlitten 34 mit einem Bohrantrieb 36 für ein Bohrgestänge 38 vertikal verschiebbar gelagert ist. Das Bohrgestänge 38 ist als ein Kellygestänge ausgebildet, welches über ein Seil am Mastkopf 32 vertikal bewegbar aufgehängt ist.
An der Unterseite des Bohrgestänges 38 ist ein Werkzeug 40 angebracht, welches beispielhaft eine Bohrschnecke aufweist und über den Bohrantrieb 36 zum Erstellen eines Bohrloches für ein Gründungselement 5 drehend antriebbar ist.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Bauverfahrens sind mehrere Grün dungselemente 5 im Boden 2 zu erstellen. In der Zeichnung ist ein Zustand gezeigt, bei dem bereits zwei Gründungselemente 5 erstellt sind und ein drittes in Bearbei tung ist. Die Gründungselemente 5 können insbesondere Bohrpfähle sein, welche durch Einfüllen einer Betonsuspension in ein von dem Baugerät 20 erstelltes Bohr loch gebildet werden. Mit gestrichelter Linie ist ein weiteres Gründungselement 5 an gedeutet, welches aktuell von dem Baugerät 20 durch Einbringen des Werkzeugs 40 in den Boden 2 erzeugt wird. In der Zeichnung ist das das Werkzeug 40 zusammen mit dem Bohrantriebsschlitten auch in einer unteren Bearbeitungsposition dargestellt.
An dem Baugerät 20 ist eine Vielzahl von Sensoreinrichtungen 30 vorgesehen, wel che etwa zur Erfassung der Drehzahl, eines Vorschubs und weiterer Maschinenpa rameter unmittelbar in die Steuerung des Baugerätes 20 integriert sind. In der darge stellten Figur ist zur Veranschaulichung nur am Mastkopf 32 eine Sensoreinrichtung 30 dargestellt, mit welcher beispielsweise eine Lage des Bohrgestänges 38 als Maß für die erstellte Tiefe des Gründungselementes 5 erfasst werden kann.
Die von den Sensoreinrichtungen 30 erfassten Werte werden als Ist-Daten an die Rechnereinheit 12 gesandt, in welcher diese mit den Vorgaben V und den Herstel lungsparametern H als Soll-Daten verglichen werden können. Werden dabei durch die Rechnereinheit 12 relevante Abweichungen festgestellt, können geänderte Her stellungsparameter H ermittelt und an das Baugerät 20 weitergeleitet werden, um so bei der Herstellung weiterer Gründungselemente 5 im Boden 2 diese zu berücksich tigen. Insbesondere kann durch das erfindungsgemäße Bauverfahren sichergestellt werden, dass etwa bei einer sich ergebenden veränderten Bodenbeschaffenheit, die zu Verzögerungen des Herstellungszeitpunktes einzelner oder der Gründungsele mente 5 insgesamt führen könnt, Maßnahmen eingeleitet werden, um einen termin gerechten Abschluss der Gründungsarbeiten sicherzustellen. Hierbei können insbe sondere Drehzahl, Vorschub oder weitere Herstellungsparameter H verändert oder sogar ein Wechsel des Werkzeugs 40 oder des Baugerätes 20 insgesamt angezeigt und/oder eingeleitet werden.