Verfahren zur Ansteuerung von Leuchtmittelbetriebsgeräten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung von Leuchtmittelbetriebsgeräten gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Darüber hinaus betrifft die vorliegende
Erfindung ein Beleuchtungssystem zur Ansteuerung von wenigstens zwei Leuchtmitteln gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 2. Technisches Gebiet und Stand der Technik
Lichtsteuer- und Lichtmanagementsysteme haben sich als fester Bestandteil moderner Beleuchtungslösungen
etabliert. Leuchtmittelbetriebsgeräte moderner Bauart wie elektronische Vorschaltgeräte für Gasentladungslampen oder Betriebsgeräte für Leuchtdioden verfügen üblicherweise über Schnittstellen, über die extern Steuerbefehle an das Betriebsgerät übermittelt werden können. So kann durch entsprechende Steuersignale beispielsweise eine gewünschte Leuchtintensität (Dimm-stufe) des Leuchtmittels
eingestellt werden.
In der Beleuchtungsindustrie wurden verschiedene Standards für die Steuerung von Leuchtmittelbetriebsgeräten
entwickelt, die sich hinsichtlich ihrer Komplexität unterscheiden. Technologisch am fortschrittlichsten sind digitale Lösungen, wo das Leuchtmittelbetriebsgerät eine digitale Schnittstelle aufweist, über die digitale
Steuerbefehle von einer Kontrolleinheit zum - Leuchtmittelbetriebsgerät gesendet werden können.
Die Kommunikation kann dabei bidirektional erfolgen, d.h. das Leuchtmittelbetriebsgerat kann nicht nur Empfänger von Signalbefehlen sein, sondern auch als Sender von Signalen agieren. So kann beispielsweise das
Leuchtmittelbetriebsgerät aktiv einen Statusbericht an die Kontrolleinheit rückmeiden, wenn ein Fehler auftritt.
Für die Übermittlung der Signale sind aus dem Stand der Technik unterschiedlichste Wege bekannt: So ist
drahtgebundene Übermittlung (beispielsweise durch Nutzung der Spannungsversorgungsleitung (Powerline) oder
Verwendung eines von der Spannungsversorungsleitung separaten Leitungspaares) und drahtungebundene
Übermittlung (bspw. Funk, Infrarot) möglich.
Als Beispiel für die Steuerung von
Leuchtmittelbetriebsgeräten sei auf die sogenannte DSI- Technologie (Digital Serial Interface) und das sogenannte DALI -protokoll (digital adressable lighting interface) verwiesen. Im DALI-Standard wird ein umfangreicher
digitaler Steuerbefehlssatz zur Kommunikation mit dem Leuchtmittelbetriebsgerät zur Verfügung gestellt. In einem DALI-konformen Beleuchtungssystem sind neben dem
Leuchtmittelbetriebsgerät mit digitaler Schnittstelle eine zugehörige Buseinrichtung einschließlich einer digitalen Kontrolleinheit notwendig.
In vielen Fällen wünscht der Anwender eine weniger
aufwendige Technologie, die etwas günstiger ist, aber nichtsdestotrotz die wesentlichen Funktionalitäten zur Verfügung stellt.
So sind aus dem Stand der Technik auch Betriebsgeräte bekannt, bei denen an der digitalen Schnittstelle
(Steuereingang) wahlweise ein Digitalsignal oder ein mittels eines mit Netzspannung versorgten Tasters
erzeugtes Signal angelegt, werden kann. Möchte der Anwender die digitale Peripherie nicht verwenden, so kann optional der Digitalsteuereingang des Betriebsgeräts mittels
Tasterbetätigung angesteuert werden. Dabei wird beispielsweise die Zeitdauer sowie die
Wiederholrate der Tasterbetätigung als Signal zum Ein- und/oder Ausschalten oder zur Helligkeitsregelung (Dimmen) ausgewertet. Ein Beispiel für ein derartiges
Betriebsgerät, an dessen digitalen Steuereingang ein mittels eines mit Netzspannung versorgten Tasters oder
Schalters generiertes Signal anliegt, ist beispielsweise in DE 297 24 657 offenbart.
Bei bestimmten Leuchtmitteln wie beispielsweise
Hochdruckgasentladungslampen ist zudem ein rasch
aufeinanderfolgendes Aus- und Wiedereinschalten gar nicht möglich, da die Lampe zuerst abkühlen muss, bevor sie wiedergezündet werden kann. Darstellung der Erfindung ,
Die Aufgabe der Erfindung ist, die Ansteuerung von
Leuchtmittelbetriebsgeräten zu verbessern. Es soll im speziellen den Anforderungen Energieeffizienz und Schonung des Leuchtmittels Rechnung getragen werden.
Die genannte Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen
Ansprüche bilden den zentralen Gedanken in besonders vorteilhafter. Weise weiter.
Erfindungsgemäß wird auch ein Beleuchtungssystem zur
Ansteuerung von wenigstens einem Leuchtmittel
vorgeschlagen, aufweisend wenigstens ein Leuchtmittel, ein Betriebsgerät zum Betreiben des Leuchtmittels, wobei dem Betriebsgerät Signale zugeführt werden können, abhängig von den zugeführten Signal das Leuchtmittel mit einer bestimmten Helligkeit betrieben wird, das Betriebsgerät bei einem Wiedereinschalten das Leuchtmittel mit einem Helligkeitswert betreibt, die sich aus der Historie der vorherigen Signale ergibt.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Ansteuerung von elektronisch gesteuerten Leuchtmittelbetriebsgeräten vorgeschlagen. Typische Beispiele für ein derartiges Leuchtmittelbetriebsgerät sind elektronische
Vorschaltgeräte (EVG) für Gasentladungslampen oder
Betriebsgeräte für organische oder anorganische
Leuchtdioden. Erfindungsgemäß kann dieses Verfahren die folgenden
Schritte aufweisen:
- dem Betriebsgerät Signale zugeführt werden können, abhängig von den zugeführten Signal das Leuchtmittel mit einer bestimmten Helligkeit betrieben wird, - das Betriebsgerät bei einem Wiedereinschalten das
Leuchtmittel mit einer Helligkeit betreibt, die sich aus der Historie der vorherigen Signale ergibt.
Das Steuersignal am Leuchtmittelbetriebsgerät kann dabei von einem Taster erzeugt werden, der mit einem
Steuereingang des Leuchtmittelbetriebsgeräts verbunden ist.
Vorzugsweise sind die Dimmstufen (beispielsweise Ruhewert, Betriebssollwert) und die Dimmparameter einstellbar.
Die Helligkeitsänderung kann zusätzlich/alternativ an die Tageszeit angepasst werden.
In einer weiteren Ausführungsform kann eine Ermittlung der Tageszeit anhand der Erfassung, der Steuersignale erfolgen. Vorzugsweise ist die Auswertung der Steuersignale
(Auswertung des Schaltverhaltens) softwaremäßig
implementiert.
Erfindungsgemäß wird ein Computersoftware-Programmprodukt offenbart, dass ein Verfahren nach einem der
vorhergehenden Ansprüche unterstützt, wenn es auf einer Recheneinheit läuft.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, das zur Durchführung eines derartigen
Verfahrens ausgelegt ist.
Die. Erfindung bezieht sich auch auf ein Beleuchtungssystem zur Ansteuerung von elektronisch gesteuerten
Leuchtmittelbetriebsgeräten, wobei das Beleuchtungssystem wenigstens ein Leuchtmittelbetriebsgerät und wenigstens einen Taster aufweist.
Die Erfindung betrifft auch ein Beleuchtungssystem, bei dem zusätzlich oder alternativ zur Steuerung der
Helligkeit eine Steuerung der Farbe oder der
Farbtemperatur des Leuchtmittels über dem Betriebsgerät zugeführte Signale möglich ist, so dass bei einem
Wiedereinschalten das Leuchtmittel mit einer Farbe oder der Farbtemperatur betreibt, die sich aus der Historie der vorherigen Signale ergibt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der
vorliegenden Erfindung sollen nunmehr Bezug nehmend auf die beiden beigefügten Abbildungen erläutert werden. Fig. 1 zeigt eine Anordnung von einem
Leuchtmittelbetriebsgerät mit einem Bewegungsmelder.
Fig. 2 zeigt schematisch die Ausgestaltung eines
erfindungsgemäßen Betriebsgerätes für eine LED als
Leuchtmittel
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein
Beleuchtungssystem 10 aufweisend einen Taster T, ein
Betriebsgerät 2, sowie ein an einem Ausgang 3
angeschlossenen Leuchtmittel 4. Bei Leuchtmittel 4 kann es sich prinzipiell um jedes beliebige Leuchtmittel handeln, so beispielsweise um Gasentladungslampen oder um
organische bzw anorganische Leuchtdioden. Das dargestellte Leuchtmittelbetriebsgerät 2 verfügt über 3 Anschlüsse PE, L, N, die mit der Erde, dem Phasenleiter und dem
Nullleiter kontaktierbar sind. Das Betriebsgerät 2 verfügt darüber hinaus über eine Schnittstelle mit den Anschlüssen Dl und D2.
Diese kann so ausgelegt sein, dass über diese Anschlüsse dem Betriebsgerät digitale Befehle bspw. gemäß dem DALI- Standardprotokoll übermittelt werden können bzw das
Betriebsgerät Signale abschicken kann. Optional können die beiden Anschlüsse Dl und D2 so ausgebildet sein, dass
Signale durch die VersorgungsSpannung wie beispielsweise der Netzspannung oder auch Tastersignale übermittelt werden. In dem dargestellten Beispiel ist der Anschluss Dl mit dem Nullleiter N der Spannungsversorgung 5 verbunden.
Zwischen dem anderen Anschluss D2 des Betriebsgeräts 2 und dem Phasenleiter L der Spannungsversorgung 5 ist ein handelsüblicher Taster T geschaltet. Am Steuereingang D2 können nun im wesentlichen zwei unterschiedliche Signale anliegen, nämlich eines für die Erfassung einer Bewegung durch den Bewegungsmelder 1 sowie ein davon verschiedenes Signal für den Fall, das keine Bewegung am Bewegungsmelder 1 detektiert wird. Im dargestellten Beispiel liegt
folgende Definition vor: Wird der Taster T betätigt, so schließt dieser die Verbindung zwischen dem Phasenleiter L und dem Anschluss D2 kurz, sodass am Steuereingang D2 der Signalpegel des Phasenleiters L anliegt, ,1m anderen Fall, wenn der Taster T nicht betätigt wird, wird die Verbindung zwischen Phasenleiter L und dem Anschluss D2 unterbrochen, sodass am Anschluss D2 keine Spannung anliegt. Es sind natürlich andere Definitionen bzw. Kodierungen des
Tastersignals möglich.
Das Betriebsgerät 1 kann weiterhin verfügt darüber hinaus über eine weitere Schnittstelle mit den Anschlüssen D3 und D4 verfügen. An diese Schnittstelle kann beispielsweise ein Helligkeitssensor oder anderer Sensor oder aber auch ein Signal eines anderen Betriebsgerätes oder
Steuergerätes empfangen werden. Es kann auch möglich sein, dass über diese weitere Schnittstelle Signale gesendet werden können. Die jeweilige Nutzung bzw. Nutzungsweise dieser weiteren Schnittstelle kann programmierbar sein. Es kann aber auch möglich sein, an diese Schnittstelle direkt ein Leuchtmittel wie beispielsweise eine Leuchtdiode anzuschließen und anzusteuern.
Wird der Taster T betätigt, so liegt in diesem Beispiel die volle Netzversorgungsspannung an, wird der Taster T nicht betätigt, so liegt am Steuereingang des
Leuchtmittelbetriebsgeräts keine Spannung an.
Ändert sich nun . das Signal/die Spannung an der
Eingangsschnittstelle des Leuchtmittelbetriebsgeräts, so erfolgt ein Wechsel der Helligkeit.
Gemäß der Erfindung kann das Beleuchtungssystem zur
Ansteuerung von wenigstens einem Leuchtmittel so ausgelegt sein, dass dem Betriebsgerät Signale zugeführt werden können und abhängig von den zugeführten Signal das
Leuchtmittel mit einer bestimmten Helligkeit betrieben wird, wobei das Betriebsgerät bei einem Wiedereinschalten das Leuchtmittel mit einem Helligkeitswert betreibt, die sich aus der Historie der vorherigen Signale ergibt. Die Historie kann dabei insbesondere die Häufigkeit von bestimmten Helligkeitsstufen betreffen. Die Häufigkeit kann dabei beispielsweise anhand der Anzahl der
entsprechenden empfangenen ^Signale oder auch aus der
Zeitdauer für die am häufigsten gewählte Helligkeitsstufe .ermittelt werden.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Betriebsgerät 2 weist als zentrale Komponente eine Steuerschaltung 12 auf, welche alle Funktionen der Komponenten des Betriebsgerätes 2 steuert und überwacht . Insbesondere wird der Betrieb des Konverters 13 gesteuert und überwacht, insbesondere auch geregelt. Der Konverter 13 ist über Anschlüsse an das Stromversorgungsnetz 20 angeschlossen und nimmt die, zum Betrieb des Leuchtmittels erforderliche Energie auf.
Weiterhin steuert er auch den Betrieb des Leuchtmittels, insbesondere die Helligkeit des Leuchtmittels. Als
Leuchtmittel ist eine Lampe (LED) 4 an den Konverter 13 des Betriebsgeräts 2 angeschlossen. Der Konverter 13 übernimmt sowohl die Aufgabe der korrekten Stromaufnahme aus dem Stromversorgungsnetz 20, welche durch die
Bestimmungen des Energieversorgers vorgegeben sein kann. Diese Aufgabe kann vor allem eine möglichst sinusförmige Stromaufnahme mit möglichst wenigen hochfrequenten
Störungen betreffen. Der Konverter 13 kann daher ein sogenanntes Filter zum Vermeiden von hochfrequenten
Störungen, die entweder aus dem Stromversorgungsnetz 20 kommen können oder aber durch den Konverter 13 erzeugt wurden, sowie eine Schaltung zur aktiven
Leistungsfaktorkorrektur enthalten. Außerdem stellt der Konverter 13 den ordnungsgemäßen
Betrieb der Lampe (LED) 4 sicher. Insbesondere kann er den Strom und / oder die Spannung durch die Lampe (LED) 4 einstellen oder auch regeln. In einer besonderen Ausführungsform kann der Konverter 13 auch als mehrstufiger Konverter ausgeführt werden, um die verschiedenen Aufgaben der auf die einzelnen Stufen des Konverters 13 aufzuteilen.
Vorteilhafterweise wird durch eine Stufe die korrekte
Stromaufnahme aus dem Stromversorgungsnetz 20
sichergestellt, eine nachfolgende Stufe steuert den
Betrieb der Lampe (LED) 4. Das Stromversorgungsnetz 20 kann eine niederfrequente WechselSpannung mit einer
Spannung von 230V oder eine Gleichspannung von 24V sein. Abhängig von der Art des Stromversorgungsnetzes 20 kann der Konverter 13 als DC-DC-Wandler oder als AC-DC-Wandler ausgebildet sein. In einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform kann der Konverter 13 einen
Energiespeicher (Cbus) enthalten, dieser kann durch einen Speicherkondensator oder auch eine wiederaufladbare
Batterie gebildet werden. Das Betriebsgerät 2 und das Steuergerät 10 sind
Bestandteil eines Beleuchtungssystems A.
Die Steuerschaltung 12 ist weiterhin mit der Schnittstelle 14 verbunden. Die Schnittstelle 14 ist mit der
Steuerleitung 21 verbunden.
Über die Steuerleitung 21 werden die von dem Steuergerät 10 gesendeten Signale übertragen. Diese Signale werden von der Schnittstelle 14 empfangen und an die Steuerschaltung. 12 weitergeleitet. Die Steuerschaltung 12 kann die Signale auswerten und abspeichern.
Gemäß den übermittelten Signalen kann die Steuerschaltung 12 den Betrieb der Lampe (LED) 4 durch den Konverter 13 steuern.
Die Steuerschaltung 12 kann auch den Betrieb der Lampe (LED) 4 und des Konverters 13 überwachen und im Falle eines Fehlers oder besonderen Ereignisses dieses Erkennen und über die Schnittstelle 14 und die Steuerleitung 21 einen entsprechenden Signal an das Steuergerät 10 senden. Zusätzlich können weitere Steuergeräte 11 an die
Steuerleitung 21 angeschlossen sein.
Die verschiedenen Steuergeräte 10 und 11 können
verschiedene Sensoren wie beispielsweise Bewegungs- oder Helligkeitssensoren aber auch durch einen Benutzer
steuerbare Aktoren wie beispielsweise Schalter, Taster oder auch berührungsempfindliche Bildschirme mit einem Benutzerinterface zur Beleuchtungssteuerung sein.
Die Steuerschaltung 12 kann einen Speicher 8 enthalten oder einen externen Speicher 8 ansteuern, der in dem
Betriebsgerät 2 vorhanden ist. Die Steuerleitung 21 ist vorteilhafterweise als
zweidrahtige Datenleitung ausgebildet, auf der
zeitdiskrete Signale, vorzugsweise digitale Signale oder Tastersignale , übertragen werden können.
Die Steuerleitung 21 kann' aber auch für eine Übertragung von anderen Signalen, die auf die Netzspannung aufsetzen oder für analöge Steuersignale (die Information ist in der Amplitude der übertragenen Spannung enthalten) , wie beispielsweise für eine 1-10V Schnittstelle, geeignet sein.
Ein Digitalsignal kann beispielsweise mit einer niedrigen Gleichspannung übertragen werden. Über die Steuerleitung 21 wird beispielweise eine Datenübertragung gemäß DALI Standard übertragen.
Die Schnittstelle 14 und das Steuergerät 10 sind in der Lage, Signale gemäß dem DALI Standard zu empfangen. Gemäß der Erfindung ist es jedoch möglich, alternativ zu der Datenübertragung gemäß der standardisierten Übertragung 5 eine Übertragung mit anderen Parametern zu wählen.
Durch die Fähigkeit zur Datenübertragung gemäß DALI
Standard sowohl des Betriebsgerätes 2 als auch des
Steuergerätes 10 kann eine sehr hohe Kompatibilität für
10 die Komponenten des Beleuchtungssystems erzielt werden.
Dadurch steht dem Benutzer eine große Anzahl an .
verschiedenen Steuer- und Betriebsgeräten von
verschiedenen Anbietern und für verschiedene
Anwendungszwecke zur Verfügung, die je nach Bedarf durch
15 den Benutzer für ein entsprechendes Beleuchtungssystem
ausgewählt werden können.
Entsprechend der Erfindung kann über die Steuerleitung 21 eine weitere, von dem DALI Standard abweichende
20 Übertragungsart übertragen werden.
Beispielweise können digitale Signale . gemäß einem anderen digitalen Protokoll wie beispielsweise DSI übertragen werden, es können aber auch andere zeitdiskrete Signale ,25 wie beispielsweise Tastersignale übertragen werden.
In einer einfachen Ausführungsform kann ein Taster über die Steuerleitung 21 an die Schnittstelle 14 angeschlossen werden.
•30 Durch Betätigung des Tasters können zeitdiskrete Signale erzeugt werden, welche von der Schnittstelle 14 empfangen und ausgewertet werden können.
Die Steuerleitung 21 kann dabei beispielsweise durch die Schnittstelle 14 oder über eine externe Spannung wie beispielsweise wie eine Netzspannung gespeist werden. Im Falle dieses Ausführungsbeispiels liest die
Steuerschaltung 12 die Signale, die von dem Steuergerät 10 über die Steuerleitung 21 übertragen werden, aus der
Schnittstelle 14 aus. Dabei kann die Steuerschaltung 12. die empfangenen Signale in dem Speicher 8
Zwischenspeichern und anhand ihrer Übertragungsrate analysieren. Die Übertragungsrate wird durch die Bitlänge der einzelnen Bestandteile der Signale definiert.
Der Wechsel zwischen den Helligkeitswerten kann nicht nur in einem einzigen Schritt erfolgen. Es ist möglich, dass das Betriebsgerät zwischenzeitlich einen oder mehrere mittlere Helligkeitsstufen DS_1,..., DS_N ansteuert und auf diesen eine bestimmte Zeitdauer verweilt. Somit kann es auch möglich sein, sehr preisgünstige Betriebsgeräte bereitzustellen, die zwar nicht eine fließende
Helligkeitsänderung beherrschen, aber im Sinne der
Energieeinsparung zwischen mehreren Helligkeitsstufen wechseln können. Entsprechend den vorgegebenen Helligkeitsstufen können verschiedene Betriebsparameter im Betriebsgerät angepasst werden, wie beispielsweise der Lampenstrom oder die
Heizleistung. Es kann sich bei dem über die Schnittstelle zugeführten Signal auch um ein Signal eines Bewegungsmelders oder eines Relais handeln.
Über die Schnittstelle des Betriebsgerätes kann eine
Kommunikation mittels digitaler Signale möglich sein.
Über die Schnittstelle des Betriebsgerätes können
Tastersignale empfangen werden.
Es kann aber auch die Versorgungsleitung an sich (die speisende Netzleitung) . zur Übertragung der Signale genutzt werden, in diesem Fall übernimmt das Stromversorgungsnetz 20 gleichzeitig die Funktion der Steuerleitung 21. Dabei kann es sich beispielsweise um einer Form der Power Line; Communcation (PLC) handeln oder es kann die
Spannungsversorgung kurzzeitig unterbrochen werden, um somit Signale zu übertragen. In letzterem Fall kann beispielsweise die Anzahl der kurzzeitigen Unterbrechungen eine Information über die gewünschte Helligkeitsstufe beinhalten und somit das Signal zur Vorgabe der Helligkeit bilden. Ein Leuchtmittel kann über eine weitere Schnittstelle des Betriebsgerätes angesteuert werden, über die alternativ auch Daten übertragen werden können.
Diese weitere Schnittstelle kann zum Anschluss eines
Sensors vorgesehen sein.
-Das Betriebsgerät kann abhängig von dem über eine weitere Schnittstelle zugeführten Signal das angeschlossene
Leuchtmittel ansteuern.
Bei einem Leuchtmittel kann es sich um eine organische oder anorganische Leuchtdiode (LED) und bei einem weiteren um eine Gasentladungslampe (Fluoreszenzlampe,
Hochdruckgasentladungslampe) handeln.
Das Leuchtmittel und das Betriebsgerät können innerhalb einer Leuchte angeordnet sein.
Bei dem Beleuchtungssystem kann die Ansteuerung des
Leuchtmittels in der (zeitlichen) Abfolge oder Richtung der Helligkeitsänderung abhängig von der Historie der vorherigen Signale der Helligkeitsänderungen erfolgen. So kann neben der sich aus der Historie der vorherigen
Signale ergebenden Helligkeit auch die Richtung der nächsten Helligkeitsänderung ergeben, die durch einen weiteren Signalempfang initiiert wird. Dies kann
beispielsweise bei einer Steuerung über Tastersignale angewendet werden, wobei nach dem Wiedereinsehalten die erste Richtung für eine Helligkeitsänderung anhand der Historie eingestellt werden kann. Wenn beispielsweise erfasst wurde, dass zwar eine niedrige Helligkeitsstufe in der Historie am häufigsten aufgetreten ist, aber meistens nach dem Wiedereinschalten heraufgedimmt (also in Richtung höherer Helligkeit geändert . wird) wurde, dann kann die erste Helligkeitsänderung auch in Richtung höhere
Helligkeit erfolgen, anstelle dass das Betriebsgerät zuerst herabdimmt und deswegen zweimal durch den Nutzer angesteuert werden muß, um wie gewollt heraufdimmen zu ' können.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante kann Betriebsgerät bei einem Wiedereinschalten des
Leuchtmit-tels mit einer Helligkeit betrieben werden, wobei Historie der vorherigen Signale entsprechend der Tageszeit (Tagesperiode) ausgewertet wird. So können verschiedene Helligkeitswerte bei einem Wiedereinschalten des
Leuchtmittels erreicht werden, und je nach Tageszeit ein Helligkeitswerte bei einem Wiedereinschalten des
Leuchtmittels verwendet/ausgewählt werden.
Über die Schnittstelle kann eine unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation zwischen den Betriebsgeräten ermöglicht werden. Das Betriebsgerät kann abhängig von der erfolgten
Kommunikation mit dem zweiten Betriebsgerät das
angeschlossene Leuchtmittel ansteuern.
Das Betriebsgerät kann abhängig von dem über eine weitere Schnittstelle zugeführten Signal das angeschlossene
Leuchtmittel ansteuern.
Bei dem Beleuchtungssystem kann die Ansteuerung des
Leuchtmittels in der (zeitlichen) Abfolge oder Richtung der Helligkeitsänderung abhängig von der Historie der vorherigen Signale der Helligkeitsänderungen erfolgen.
Zusammengefasst offenbart die Erfindung eine verbesserte Ansteuerung eines Leuchtmittelbetriebsgeräts , die sich dadurch auszeichnet, dass es sich flexibel und dynamisch an unterschiedliche Situationen anpassen kann.
Die Erfindung kann auch dahingehend genutzt werden, dass zusätzlich oder alternativ zur Steuerung der Helligkeit eine Steuerung der Farbe oder der Farbtemperatur des
Leuchtmittels über Betriebsgerät zugeführte Signale möglich ist, so dass bei einem Wiedereinschalten das
Leuchtmittel mit einer Farbe oder der Farbtemperatur betreibt, die sich aus der Historie der vorherigen Signale ergibt. Die Änderung der Farbe oder der Farbtemperatur kann beispielsweise bei einem Leuchtmittel angewendet werden, wo rote und weiße LED kombiniert angeordnet sind, und diese selektiv zur Einstellung der Farbe oder der
Farbtemperatur ansteuerbar sind. Es ist aber auch möglich, dass zwei - verschiedene Leuchtmittel wie beispielsweise rote LED mit einer Gasentladungslampe kombiniert werden und die Einstellung der Farbe oder der Farbtemperatur über die Helligkeitsänderung der roten LED gesteuert wird (bei Konstanthaltung der Helligkeit der Gasentladungslampe) .