Kochfeld mit einem Temperatursensor
Die Erfindung betrifft ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte, insbesondere aus Glaskeramik, unterhalb der zumindest ein Heizelement zur Erwärmung eines auf dem Kochfeld abstellbaren Gargefäßes angeordnet ist, mit einem Temperatursensor zum Erfassen der Temperatur der Kochfeldplatte.
Derartige Kochfeld platten werden verwendet, um ein möglichst genaues Ansteuern der für den Garprozess notwendigen bzw. erwünschten Temperatur zu erzielen. Zu diesem Zweck soll die der Kochfeldplatte zugeführte Heizenergie in Abhängigkeit der im Gargut tatsächlich vorliegenden Temperatur gesteuert werden. Als problematisch erweist sich die Erfassung der im Gargut vorliegenden Temperatur. Ihre Detektion wäre mit einem Sensor, der die Temperatur unmittelbar im Gargut aufnimmt, am sichersten und genausten zu erfassen. Eine dementsprechende Vorrichtung, die bei jedem Garvorgang erneut eingerichtet werden müsste, ist aber umständlich und aufwändig.
Aus dem Stand der Technik, z. B. aus der DE 100 06 953 A1 , sind Kochfelder der eingangs genannten Art bekannt. Anstelle einer Temperaturmessung unmittelbar im Gargut detektieren die dortigen Temperatursensor die Temperatur der Unterseite der Kochfeld platte und damit mittelbar die Temperatur des Bodens eines auf dem Kochfeld abgestellten Gargefäßes. Von der so ermittelten Temperatur wird auf diejenige des Gargutes im Gargefäß geschlossen. Damit die Messung des Temperatursensors möglichst wenig von den in der Kochfeld platte angeordneten Heizelementen beeinträchtigt wird, weisen moderne Glaskeramikkochplatten eine hohe Transmission und zugleich eine geringe Querleitfähigkeit auf. Außerdem ist im Kochfeld im Bereich des Temperatursensors eine Abschattung gegenüber den Heizelementen angeordnet. Laut VDE-Vorschriften ist eine Luft- bzw. Kriechstrecke zwischen spannungsführenden Teilen des Kochfeldes, also auch dem Temperatursensor, und der Kochfeldplatte einzuhalten. Damit wird bezweckt, dass es zu keinem Spannungsüberschlag zwischen dem Temperatursensor und einem auf dem Kochfeld abgestellten Gargefäß bei hoch erhitzter Kochfeld platte oder bei einem unbemerkten Bruch der Kochfeld platte kommen kann. Die Luft- bzw. Kriechstrecke hat vier Millimeter zu betragen, sofern der Temperatursensor mit einer Kleinspannung betrieben wird. Da eine Isolierung die Wärmeleitung zwischen der
Unterseite der Kochfeldplatte und dem Temperatursensor beeinträchtigen würde, schirmt der Stand der Technik den Temperatursensor gegenüber der Unterseite der Kochfeld platte mit einer metallischen Haube ab, die zwar an der Kochfeldplatte anliegt, aber geerdet ist. Ein Spannungsüberschlag kann somit nur von dem Temperatursensor auf die geerdete Haube erfolgen und bleibt damit für einen Bediener des Herdes gefahrlos.
Um den Anpressdruck bzw. die Anpressfläche der Haube und damit unter anderem die thermische Ankoppelung der Haube an die Unterseite der Kochfeld platte gewährleisten zu können, ist es weiter vorgesehen, dass die Haube entweder an der Außenumfangswand des Heizelements in verschiedenen Höhen abschraubbar ist oder mit einer Feder ausgestattet ist, um die Haube definiert an die Unterseite der Glaskeramik andrücken zu können. Um die verschiedenen elektrischen Anschlüsse des Kochfeldes, nämlich die der Heizelemente, eines Temperaturbegrenzers und des Temperatursensors so nahe wie sicherheitstechnisch erlaubt beieinander anordnen zu können, weist die Haube außerdem einen Aufnahmeabschnitt für den Temperatursensor und einen Montageabschnitt für die Befestigung des Elements am Heizelement auf, wobei der Montageabschnitt radial seitlich versetzt zum Aufnahmeabschnitt angeordnet ist.
Herstellungsbedingt sind Glaskeramik-Kochfeldplatten auf ihrer dem Heizelement zugewandten Seite im allgemeinen mit Noppen ausgebildet. Um die Temperatur an der Unterseite der Kochfeld platte durch den Temperatursensor nicht quasi punktförmig, sondern über einen größeren Flächenbereich integrierend zu erfassen, muss daher der Temperatursensor gemäß dem Stand der Technik mit einer besonders gestalteten Kontaktfläche an der Unterseite der Kochfeld platte ausgestattet sein.
Schließlich muss eine geeignete Befestigung der den Temperatursensor aufnehmenden Haube gewählt werden, damit die Haube bei einer mechanischen Belastung bzw. Bewegung der Kochfeldplatte nachgeben kann. Andernfalls wären durch eine zu steif anliegende Haube an der Kochfeldplatte Abplatzungen an der Unterseite der Platte oder gegebenenfalls auch deren Bruch zu befürchten.
Die dargestellten Maßnahmen und Konstruktionen lassen erkennen, dass der Temperatursensor und seine Halterung im Heizelement gemäß dem Stand der Technik
nur mit großem Aufwand herzustellen und zu montieren sind und seine Konstruktion und Montage daher fehleranfällig sind.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Kochfeld anzugeben, das bei hoher Messgenauigkeit einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist und einen geringeren Montageaufwand fordert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Kochfeld der eingangs genannten Art gelöst, bei dem der Temperatursensor mit einem Abstand kontaktfrei gegenüber der Kochfeldplatte angeordnet ist. Kontaktfrei bedeutet dabei, dass der Temperatursensor keinen unmittelbaren und im übrigen zumindest keinen Wärme leitenden Kontakt zur Kochfeld platte hat. Die Erfindung wendet sich also ab von einer Konstruktion eines Kochfeldes, bei dem die Temperaturdetektion im Wege der Wärmeleitung erfolgt und der Temperatursensor daher zumindest mittelbar an der Unterseite der Kochfeld platte anliegen muss. Die Erfindung verfolgt vielmehr das Prinzip, statt einer Wärmeleitung eine thermische Kopplung im Wege der Wärmestrahlung herzustellen. Dies ermöglicht die kontaktfreie Anordnung des Temperatursensors gegenüber der Kochfeldplattenunterseite. Damit ist der Temperatursensor - zum Beispiel ein sogenannter PTC oder ein NTC - gegenüber Belastungen aus der Kochfeldplatte oder solchen, die auf die Kochfeld platte einwirken, geschützt. Denn mangels Anlage an der Kochfeldplatte können Belastungen nicht mehr an den Temperatursensor weitergeleitet werden. Der Temperatursensor wird also insbesondere nicht mehr durch Stoßbelastungen aus einer unbedachten Bedienung des Kochfeldes, zum Beispiel durch hartes Aufsetzen eines Kochtopfes, beeinträchtigt. Dies gewährleistet auch eine längere Lebensdauer des empfindlichen Temperatursensors.
Der Temperatursensor ist daher erfindungsgemäß von der Kochfeldplatte über einen Luftspalt beabstandet. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstand gezielt so bemessen, dass er als elektrischer Isolator zwischen dem Temperatursensor und der Kochfeldplatte dient. Abweichend vom Stand der Technik beschreitet die Erfindung also zudem den Weg der elektrischen Isolation des Temperatursensors gegenüber der Kochfeldplatte. In einer einfachen Ausführungsform dient dazu der Luftspalt zwischen Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeldplatte. Selbstverständlich lassen sich auch andere elektrisch nicht leitende Gase als Isolatoren
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verwenden. Für den gewöhnlichen Einsatzfall ist jedoch die Umgebungsluft der Kochplatte als Isolator ausreichend und am günstigsten verfügbar. Aufgrund des isolierenden Abstands zwischen Temperatursensor und Kochfeldplattenunterseite sind auch Maßnahmen zur Erdung des Temperatursensors - wie dies der Stand der Technik erfordert - entbehrlich.
Selbstverständlich müssen auch die Zuleitungen, die den Temperatursensor mit einer Betriebsspannung versorgen, gegenüber der Kochfeldplatte isoliert werden. Im Folgenden werden sie jedoch nicht mehr gesondert erwähnt, sondern sollen von dem Begriff „Temperatursensor" mit umfasst sein.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Temperatursensor einen Abstand von mindestens 4 Millimeter gegenüber der Kochfeldplattenunterseite auf. Um zuverlässig eine isolierende Wirkung zu erreichen, sind diese Abstände spannungsführender Elemente laut VDE-Richtlinien vorgeschrieben. Sie stellen sicher, dass es zu keinem Spannungsüberschlag vom Temperatursensor auf die Kochfeldplatte bzw. auf ein darauf abgestelltes Gargefäß kommt.
Der Temperatursensor kann selbsttragend konstruiert sein oder von einem Sensorträger im erforderlichen Abstand von der Kochfeld platte gehalten werden. Der Sensorträger kann etwa nach der Art eines Dreibeins aus thermisch nichtleitendem Material gebildet sein. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Temperatursensor an einem vorzugsweise plattenförmigen Sensorträger angeordnet, der eine der Unterseite der Kochfeldplatte zugewandte Oberseite und eine ihr abgewandte Unterseite aufweist. Dies ermöglicht eine einfache Definition des Abstandes, den der Temperatursensor einzuhalten hat, über die Befestigung des Sensorträgers im Kochfeld und führt folglich zu einer geringen Fehleranfälligkeit bei der Montage des Temperatursensors. Sensorträger und Temperatursensor bilden außerdem eine größere Einheit, die demzufolge bei der Montage leichter zu handhaben, vormontierbar und vorab testbar sowie leichter austauschbar ist.
Auch bei der Auswahl des Sensorträgermaterials sind die Sicherheitsvorschriften gemäß VDE bezüglich der Mindestabstände zu berücksichtigen. Daher ist es vorteilhaft, wenn der Sensorträger aus einem elektrisch isolierenden Material besteht. Damit ist
ausgeschlossen, dass der Sensorträger beim vorgeschriebenen Abstand zwischen dem Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeldplatte elektrisch berücksichtigt werden muss. Vielmehr unterstützt der Sensorträger eine elektrische Isolation des Temperatursensors gegenüber der Unterseite der Kochfeldplatte.
Vorzugsweise ist der Temperatursensor auf der Unterseite des Sensorträgers angeordnet, so dass die Dicke des Sensorträgers bei der Bemessung des notwendigen Abstandes mit berücksichtigt werden kann. Damit kann ein besonders platzsparender Aufbau erzielt werden, weil der Sensorträger eine Doppelfunktion übernimmt, nämlich einerseits die der definierten Halterung des Temperatursensors und andererseits die Funktion eines Bestandteils der elektrischen Isolierung. Der Sensorträger nutzt folglich zumindest einen Teil desjenigen Raumes aus, der durch den Luftspalt zwischen Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeldplatte gebildet wird.
Nach einer besonders zu bevorzugenden Ausführungsform ist der Sensorträger so gebildet bzw. angeordnet, dass er durch seine Form und/oder Abmessungen einen Luft¬ bzw. Kriechweg für Strom zwischen dem Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeldplatte definiert, der den Mindestwert gemäß VDE-Richtlinie von vier Millimetern nicht unterschreitet. Dazu ist der Temperatursensor auf der Unterseite des Sensorträgers angeordnet. Der Sensorträger umfasst außerdem einen Rand, der allseits über den Temperatursensor übersteht, und ist so ausgebildet und angeordnet, dass der Abstand von etwa 4 mm eingehalten ist.
Damit lässt sich die Luft- bzw. Kriechstrecke zwischen Temperatursensor und Unterseite der Kochfeldplatte nahezu beliebig beeinflussen. Bei einer Dicke des Sensorträgers von beispielsweise einem Millimeter und einem gegenüber einem mit Netzspannung betriebenen Temperatursensor überstehender Rand am Sensorträger von 5 Millimetern ist nur noch ein Abstand des Sensorträgers von mindestens 2 Millimetern gegenüber der Unterseite der Kochfeldplatte erforderlich. Auf diese Weise kann der Temperatursensor noch weiter an die Kochfeldplatte herangerückt werden, ohne die sicherheitstechnisch notwendigen und vorgeschriebenen Richtwerte zu unterschreiten.
Allerdings ist der Temperatursensor bei einer derartigen Anordnung der Wärmestrahlung der Unterseite der Kochfeldplatte zumindest nicht mehr direkt ausgesetzt. Damit ist der
Wärmeübergang per Wärmestrahlung jedenfalls eingeschränkt. Daher besteht der Sensorträger in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung aus einem Material, das Infrarot-Strahlung gut absorbiert. Alternativ ist er auf seiner der Kochfeldplattenunterseite zugewandten Oberseite mit einem derartigen Material beschichtet. Damit ist sichergestellt, dass die von der Unterseite der Kochfeldplatte abgegebene Strahlung vom Sensorträger aufgenommen wird, der deren Wärmeenergie auf dem Wege der Wärmeleitung an den Temperatursensor weitergibt. Außerdem kann mit dem flächenmäßig in der Regel größeren Sensorträger eine große Absorptionsfläche zur Verfügung gestellt werden, die die aufgenommene Energie an den flächenmäßig im Allgemeinen kleineren Temperatursensor weitergeben kann. Diese Konstruktion erweist sich nicht nur dann als vorteilhaft, wenn der Temperatursensor auf der der Kochfeldplattenunterseite abgewandten Seite des Sensorträgers angeordnet ist und somit die von der Kochfeldplattenunterseite abgegebene Strahlung nicht unmittelbar detektieren kann. Sie kann vielmehr auch dann vorteilhaft sein, wenn der Temperatursensor der Wärmestrahlung der Kochfeldplattenunterseite direkt ausgesetzt ist, weil auch dann eine größere Absorptionsfläche für Wärmestrahlung geschaffen ist. Bei einer großen Absorptionsfläche kann der Temperatursensor dann weniger empfindlich ausgebildet sein, was die Kosten für seine Herstellung verringert.
Als besonders vorteilhaftes Material für den Sensorträger hat sich Keramik herausgestellt, weil sie einerseits ein elektrischer Isolator ist und andererseits auch in geringer Dicke ausreichend stabil ist. Eine Dicke des Sensorträgers von etwa 0,8 Millimetern erweist sich als Optimum zwischen der Tragfähigkeit bzw. Montagefestigkeit des Sensorträgers einerseits und dem aufgebrachten Materialeinsatz und dem daraus folgenden Kostenaufwand andererseits.
Da der Temperatursensor auch während des Betriebs eines Kochfeldes einen Rückschluss auf die Temperatur am Boden eines Gargefäßes zulassen soll, ist er gegenüber Wärmeeinflüssen aus dem Heizelement bzw. den Heizelementen des Kochfeldes abzuschirmen. Dazu ist im Allgemeinen eine Abschattung des Temperatursensors vorgesehen. Das erfindungsgemäße Kochfeld kann jedoch auch dadurch vorteilhaft weitergebildet werden, dass der Sensorträger aus einem Material besteht, das Infrarot-Strahlung schlecht absorbiert beziehungsweise gut reflektiert, oder dass er auf seiner der Kochfeldplattenunterseite abgewandten Unterseite mit einem
derartigen Material beschichtet ist. Damit lässt sich der negative Einfluss des Heizelements auf das Messergebnis des Temperatursensors weiter reduzieren und der konstruktive Aufwand für die Abschattung des Temperatursensors zumindest verringern. Als derartige Beschichtung lässt sich beispielsweise eine Glaspassivierung nutzen.
Die Vorteile der beiden zuletzt genannten konstruktiven Maßnahmen, die den Sensorträger betreffen, lassen sich auch vorteilhaft miteinander kombinieren. Eine dementsprechende Ausgestaltungsform umfasst einen Sensorträger, der aus einem Infrarotstrahlung (IR) absorbierenden Material besteht und mit einer IR-reflektierenden Schicht auf seiner der Kochfeldplatte abgewandten Unterseite beschichtet ist. In diesem Fall kann der Temperatursensor sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite des Sensorträgers, dann sinnvoller Weise zwischen Beschichtung und Sensorträger, angeordnet sein. Umgekehrt kann als Sensorträgermaterial auch ein IR-reflektierendes Material dienen, und der Sensorträger ist auf seiner Oberseite mit einem IR- absorbierenden Material beschichtet. Der Temperatursensor ist dann vorteilhaft auf der Oberseite des Sensorträgers angeordnet.
Zur Verbesserung der Messgenauigkeit des Temperatursensors können nicht nur Maßnahmen zur Verringerung unerwünschter Einflüsse oder zur Verbesserung der Wärmeabsorption ergriffen werden, sondern auch solche, die die Wärmestrahlung zwischen Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeld platte begünstigen. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist daher die Unterseite der Kochfeld platte im Bereich des Temperatursensors mit einer im Infrarot-Wellenlängenbereich gut emittierenden Schichtung versehen. Mit der Verbesserung der Abstrahlungseigenschaften ist auch von der Seite der Kochfeldplatte her eine gute thermische Kopplung zum Temperatursensor hin gewährleistet.
Wegen der Sicherheitsvorschriften bezüglich der Vermeidung eines Spannungsüberschlags zwischen dem Temperatursensor und dem auf der Kochfeldplatte abgestellten Garbehälter kommt der Befestigung des Temperatursensors besondere Bedeutung zu. Sie soll einerseits stabil und dauerhaft sein und andererseits leicht und fehlerfrei montiert werden können. Für das erfindungsgemäße Kochfeld ist es außerdem wichtig, dass die Befestigung den geforderten Mindestabstand zwischen dem Temperatursensor und der Unterseite der Kochfeldplatte sicherstellt. Als Befestigungsart
kommen beispielsweise Verschrauben, Vernieten oder Verkleben in Frage. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Sensorträger in dem Heizelement befestigt, in dem er zwischen einem Rand des Heizelements und der Kochfeld platte in eine Vertiefung im Rand eingesteckt und/oder am Rand mit einem Riegel festgeklemmt ist. Mit der Anordnung der Vertiefung, zum Beispiel durch Einfräsen einer Nut in einen Rand der Abschattung, wird auf einfache Weise die erforderliche Position des Sensorträgers zur Einhaltung des Mindestabstandes definiert. Zusätzlich oder alternativ dazu kann der Sensorträger zum Beispiel an einem gegenüberliegenden Rand der Abschattung mit einem Riegel zwischen der Kochfeldplatte und dem Rand verklemmt werden. Dazu kann eine der Kochfeldplatte zugewandte Stirnfläche des Randes mit dieser einen Spalt bilden, in den der Sensorträger eingeschoben wird. Nach Ablage des Sensorträgers mit einem Randbereich auf der Stirnfläche wird der Sensorträger in seiner vorgesehenen Position festgelegt, indem der Spalt mit einem Riegel verschlossen wird, der den Sensorträger zwischen sich und der Stirnfläche des Randes einklemmt.
Der Boden des Gargefäßes ist häufig konkav gewölbt, so dass er im kalten Zustand häufig nur in einem Randbereich des Kochfeldes und somit des Heizelements in einer Ringfläche auf der Kochfeldplatte aufliegt, während er im zentralen Restbereich durch einen Luftspalt von der Kochfeld platte beabstandet ist. Daher werden Temperatursensor im Allgemeinen an einem Rand des Heizelements angeordnet.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens zwei, vorzugsweise drei Temperatursensor am Rand der Kochfeld platte gleichmäßig über deren Umfang verteilt angeordnet. Die von den Temperatursensom erfassten Werte werden einer der Steuerung des Kochfeldes zugeordneten Software zugeleitet, die daraus einen Mittelwert bildet. Dadurch ist eine zuverlässige Erfassung der Temperatur des Bodens des Garbehälters gewährleistet. Mit drei Sensoren ist ein Optimum hinsichtlich einer sinnvollen Mittelwertbildung einerseits und dem Kostenaufwand für die Anordnung und die Verschaltung der Sensoren andererseits gefunden.
Ein weiterer Einfluss, der sich negativ auf das Messergebnis des Temperatursensors auswirken kann, ist der Zutritt von Feuchtigkeit. Der Temperatursensor und seine Zuleiter sind zweckentsprechend starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Insbesondere in einer feuchten Umgebung ist es daher nicht zu vermeiden, dass sich bei Abkühlung auf
den erwärmten Teilen Feuchtigkeit niederschlägt. Sind die Zuleiter zum Beispiel durch Einbrennen einer pastöse Platinmasse hergestellt, so kann es bei Feuchtigkeitszutritt zu Ablösungen kommen. Die Gefahr des Feuchtigkeitsniederschlags besteht umso mehr, als eine im Allgemeinen verwendete Isolierung des Heizelements gegenüber der Kochfeld platte stark hygroskopisch ist. Die darin gespeicherte Feuchtigkeit wird bei starker Erwärmung an die Umgebungsluft auch innerhalb des Heizelements abgegeben und schlägt sich bei Abkühlung innerhalb des Heizelements nieder. Davon ist somit auch der Temperatursensor betroffen. Nach einer letzten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Temperatursensor daher mit einer Beschichtung, vorzugsweise einer Glaspassivierungsschicht gegen Feuchtigkeitsaufnahme versehen. Sie kann im Siebdruckverfahren auf dem Temperatursensor aufgebracht werden und seine Zuleitungen mit einschließen.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren beispielhaft noch näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Ausschnitt einer Schnittansicht eines Kochfeldes nach dem
Stand der Technik,
Figur 2 eine vergleichbare Schnittansicht der Erfindung,
Figur 3 eine Schnittansicht entlang der Linie IM-III in Figur 2,
Figur 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Figur 3,
Figuren 5 a bis c Befestigungsmöglichkeiten eines Sensorträgers im Bereich einer
Abschattung des Heizelements,
Figur 6a und b eine alternative Anordnung eines Sensorträgers,
Figur 7 eine Schnittansicht durch einen Sensorträger und
Figur 8 eine Anordnungsmöglichkeit von Temperatursensom an einem
Heizelement.
Ein Kochfeld 1 weist gemäß Figur 1 eine Kochfeld platte 2 auf, die aus Glaskeramik besteht. Unterhalb der Kochfeld platte 2 ist ein Heizelement 3 zur Erwärmung eines auf dem Kochfeld 1 abstellbaren Gargefäßes 4 angeordnet. Bei dem Gargefäß 4 handelt es sich um eine Bratpfanne oder dergleichen, bei dem Gargut im wesentlichen auf einem Boden 5 des Gargefäßes 4 liegend erwärmt wird, also nicht zusätzlich auch über die Wärmeleitung von Seitenwänden erhitzt wird, wie zum Beispiel eine Flüssigkeit in einem Kochtopf.
Der Boden 5 ist zumindest im kalten Zustand konkav gewölbt, so dass er nur in einem Randbereich in einer Ringfläche auf der Kochfeldplatte 2 steht, während in dem von der Ringfläche eingeschlossenen zentralen Bereich des Bodens 5 ein Luftspalt zur Kochfeldplatte 2 besteht. Um die Temperatur des Garguts im Gargefäß 4 zuverlässig zu detektieren, richtet sich die Detektion auf den Boden 5 des Gargefäßes 4. Dazu ist ein Temperatursensor 6 im Randbereich des Heizelements 5 angeordnet. Er ist samt Zuleitungen mittels eines temperaturbeständigen und wärmeleitenden Keramikklebers 7 in einer metallischen Hülse 8 eingeklebt, die in möglichst großflächigem Kontakt mit der Unterseite der Kochfeldplatte 2 steht. Durch den großflächigen Kontakt wird die Temperatur des Bodens 5 im Wege der Wärmeleitung durch die Kochfeld platte 2 hindurch über die Hülse 8 auf den Temperatursensor 6 übertragen. Damit die Messergebnisse des Temperatursensors 6 nicht durch die Heizleistung von im Heizelement 3 angeordneten Bandheizleitern 9 beeinflusst werden, ist die metallische Hülse 8 durch einen Isolationsblock 10 gegenüber einem beheizbaren Innenraum 13 des Heizelements 3 abgeschattet. Zusammen mit einer Aufkantung 11 des Heizelements 3 bildet der Isolationsblock 10 eine Vertiefung 12, in welche die metallische Hülse 8 hineinragt. Sie liegt nicht vollständig auf dem Boden der Vertiefung 12 auf, damit sie bei einem Schlag auf die Kochfeldplatte 2 geringfügig nachgeben kann. Dadurch kann eine Beschädigung oder ein Bruch der Kochfeld platte 2 vermieden werden, insbesondere wenn sie aus Glas¬ oder Glaskeramikmaterial besteht.
Durch nicht dargestellte Federelemente wird im Stand der Technik mittels einer nicht unerheblichen Federkraft auf die Hülse 8 ein zuverlässiger wärmeleitender Kontakt zwischen ihr und der Kochfeld platte 2 hergestellt. Um eine ausreichende Kontaktfläche zwischen der Unterseite der Kochfeldplatte 2 und der Hülse 8 sicherzustellen, ist außerdem eine Wärmeleitpaste 14 zwischen Hülse 8 und der Kochfeld platte 2
angebracht. Sie ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Kochfeld platte 2 aus Glaskeramik besteht und daher herstellungsbedingt eine sehr raue genoppte Unterseite aufweist, an der die Hülse 8 nur punktuell anliegen würde.
Am Temperatursensor 6 liegt im Betrieb und damit unmittelbar unter der Kochfeldplatte 2 eine Kleinspannung, beispielsweise 5 bis 10 Volt, an. Laut VDE-Richtlinien sind daher Maßnahmen zu ergreifen, damit kein Spannungsüberschlag von dem Temperatursensor 6 auf das Gargefäß 4 erfolgen kann. Zu diesem Zweck ist der Temperatursensor 6 in der metallischen Hülse 8 untergebracht, und die metallische Hülse 8 durch einen nicht dargestellten Kontakt geerdet. Dadurch ist im bekannten Fall sichergestellt, dass es trotz wärmeleitender Anlage der elektrisch leitenden metallischen Hülse 8 und des darin befindlichen Temperatursensors 6 auch im Fall eines Bruchs der Kochfeld platte 2 nicht zu einem Spannungsüberschlag der am Temperatursensor 6 anliegenden Netzspannung auf das Gargefäß 4 über dem Temperatursensor 6 kommen kann.
In den Figuren 2, 3 und 4 ist eine erste Ausführungsform der Erfindung in drei Schnittansichten dargestellt. Die aus dem Stand der Technik bekannten Bestandteile sind mit denselben Bezugszeichen wie in Figur 1 versehen. Das Kochfeld 1 gemäß den Figuren 2, 3 und 4 umfasst demnach ebenfalls eine Kochfeld platte 2, unterhalb deren ein Heizelement 3 mit einem Bandheizleiter 9 sowie ein Isolationsblock 10 und eine Vertiefung 12 unmittelbar angrenzend an eine Aufkantung 11 des Heizelements 3 vorgesehen ist. Die Kochfeldplatte 2 liegt in dieser wie in den weiteren Ausführungsformen der Figuren 5 und 6 über eine nicht dargestellte Ringisolierung auf der Aufkantung 11 auf. Anstelle der Ringisolierung ist vereinfacht jeweils lediglich ein Spalt gelassen. In die Vertiefung 12 ragt eine Sensoranordnung 20 hinein, die einen plattenförmigen Sensorträger 21 , einen Temperatursensor 22, dessen Zuleiter 23 (Figur 4) und Anschlussdrähte 24 aufweist. Der Sensorträger 21 umfasst eine der Unterseite der Kochfeldplatte zugewandte Oberseite 25 und eine gegenüberliegende Unterseite 26, an der der Temperatursensor 22 und die Zuleiter 23 angebracht sind. Der detaillierte Aufbau der Sensoranordnung 20 wird bei Figur 7 näher beschrieben.
Die Zuleiter 23 sind über eine Verbindung 27 an die Anschlussdrähte 24 angebunden. Sie münden in einen nicht dargestellten Anschlussabschnitt, der bei der Montage der Sensoranordnung 20 an eine Stromversorgung angeschlossen wird. Der
Anschlussabschnitt ist in seiner Ausgestaltung im Übrigen nur noch an die Platzverhältnisse auf der Außenseite der Aufkantung 11 gebunden. In den dort zur Verfügung stehenden Montageraum ragen außerdem auch Anschlussabschnitte für den Bandheizleiter 9 und einen Temperaturbegrenzer. Um die Montage der Kochplatte 1 zu vereinfachen, werden sie so nahe wie sicherheitstechnisch möglich aneinander gerückt. Die Anschlussabschnitte für den Bandheizleiter 9 und die Sensoranordnung 20 können dazu in einem Bauteil kombiniert werden.
In der in den Figuren 2, 3 und 4 dargestellten Sensoranordnung 20 ist der Temperatursensor 22 auf der der Kochfeld platte 2 abgewandten Unterseite der Sensoranordnung 20 angebracht. Als Temperatursensor 22 kommt ein an sich bekannter PT 500 oder ein PT 1000 zum Einsatz. Er wird ebenfalls mit einer Kleinspannung 5 bis 10 Volt betrieben. Die Sensoranordnung 20 ist durch eine nicht dargestellte und in den Figuren 5 a bis 5c näher erläuterte Befestigung derart innerhalb der Vertiefung 12 angeordnet, dass der Temperatursensor 22 einen genau definierten Abstand a zur Unterseite der Kochfeldplatte 2 einhält. Am Temperatursensor 22 liegt im Betrieb Kleinspannung an. Daher hat der Abstand a laut VDE-Richtlinien bei einer Betriebsspannung von 5 bis 10 Volt einen Wert von vier Millimetern zu betragen. Er wirkt als Isolator zwischen dem Temperatursensor 22 und der Kochfeldplatte 2 bzw. dem darauf abgestellten Gargefäß 4. Durch den Abstand a ist also sichergestellt, dass ein Spannungsüberschlag vom Temperatursensor 22 insbesondere auf das Gargefäß 4 ausgeschlossen ist. Da alle spannungsführenden Teile den Mindestabstand gemäß VDE- Richtlinien einhalten müssen, gilt er selbstverständlich auch für die Zuleiter 23 und die Anschlussdrähte 24. Sie werden im Folgenden nicht mehr separat erwähnt, sondern sollen in dieser Hinsicht von dem Begriff „Temperatursensor" mit umfasst sein.
Der Abstand a bewirkt außerdem, dass die Kochfeldplatte 2 bei einer Stoßbelastung einer Oberseite der Kochfeldplatte 2 im Bereich der Sensoranordnung 20 zumindest geringfügig nachgeben, also der Belastung ausweichen kann, ohne dabei von der Sensoranordnung 20 behindert zu werden. Die Belastung wird von einer nicht dargestellten Ringisolierung, über die die Kochfeldplatte 2 auf dem Heizelement 3 im Bereich der Aufkantung 11 aufliegt, aufgenommen. Somit ist die Gefahr einer Beschädigung der Kochfeldplatte 2 oder ihr Bruch in diesem Bereich ausgeschlossen. Außerdem schützt der Abstand a auch die Sensoranordnung 20 gegenüber Stoßbelastungen auf die Oberseite der
Kochfeldplatte 2, weil sie mit ihr nicht mehr in unmittelbarem Kontakt steht und aufgrund des Abstandes a die Stoßbelastungen nicht an sie weitergeleitet werden.
In der Draufsicht der Figur 4 sind die Anordnung des Temperatursensors 22 auf dem Sensorträger 21 und der Verlauf von Zuleitern 23 zu erkennen. Der Temperatursensor 22 nimmt einen Platz im vorderen Drittel des Sensorträgers 20 ein und ist über die Zuleiter 23 mit Anschlussdrähten 24 verbunden, die die Stromversorgung des Temperatursensors 22 sicherstellen. Als spannungsführende Teile halten die Zuleiter 23 den gemäß der VDE- Richtlinie geforderten Mindestabstand a ein, indem sie in naheliegender Weise auf derselben Seite des Sensorträgers 21 angeordnet sind wie der Temperatursensor 22. Weil sie eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen müssen, werden sie zum Beispiel als pastöse Platinmasse auf dem Sensorträger 21 aufgebracht und anschließend eingebrannt. Damit erhält man Zuleiter 23, die hoch korrosionsbeständig sind, weil sie aus einem inerten Material bestehen. Aufgrund ihrer Porosität ziehen sie allerdings Wasser an, was zur Ablösung der Zuleiter 23 vom Sensorträger 21 führen kann. Dagegen werden sie mit einer Glaspassivierung geschützt. Alternativ können sie aus aufgedampftem Metall bestehen, was allerdings ihre Herstellung verteuert.
Um einen dauerhaften elektrischen Kontakt zwischen den Zuleitern 23 und den Anschlussdrähten 24 sicherzustellen, wird ihre Verbindung 27 vorzugsweise in einem Kaltbereich, also außerhalb des Heizelements 3, oder im Bereich der nicht dargestellten Ringisolierung angeordnet, die zwischen der Aufkantung 11 und der Kochfeld platte 2 verläuft.
In den Figuren 5 a bis 5 c sind drei verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für die Sensoranordnung 20 beispielhaft dargestellt. Ein Isolationsblock 30 gemäß Figur 5a ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet, so dass er zwischen zwei ungleich langen Schenkeln 31, 32 eine Vertiefung 12 ausbildet. Auf der Stirnfläche 33 des kürzeren der beiden Schenkel 32 ist die Sensoranordnung 20 aufgelegt. Eine Stirnfläche 34 des längeren Schenkels 31 dient als Auflage für die Kochfeld platte 2. Die Differenz der Längen des längeren Schenkels 31 und des kürzeren Schenkels 32 definiert folglich den Mindestabstand a, den der Temperatursensor 22 gegenüber der Unterseite der Kochfeldplatte 2 einhalten muss. Damit ist also die genaue Lage des Temperatursensors 22 bzw. der Sensoranordnung 20 durch die Ausgestaltung des Isolationsblocks 30
definierbar. Zur Befestigung der Sensoranordnung 20 wird zwischen sie und die Unterseite der Kochfeldplatte 2 ein Riegel 35 eingeschoben. Die Sensoranordnung 20 wird in ihrer definierten Lage festgeklemmt, so dass sie frei auskragend in die Vertiefung 12 hineinragt. Da nicht nur der Temperatursensor 22 und seine Zuleiter 23, sondern auch die an den Zuleiter 23 anschließenden Anschlussdrähte 24 den Mindestabstand a von der Unterseite der Kochfeld platte 2 einhalten müssen, ist in der Aufkantung 11 des Heizelements 3 im Bereich des Isolationsblocks 30 ein Kanal 36 angeordnet, in dem die Anschlussdrähte 24 verlaufen.
Eine alternative Befestigungsmöglichkeit für eine Sensoranordnung 20 stellt Figur 5 b dar. Der dortige Isolationsblock 40 weist in einem Querschnitt ebenfalls eine U-förmige Gestalt mit einer Vertiefung 12 zwischen zwei ungleich langen Schenkeln 41 , 42 auf. Ähnlich wie in der vorher beschriebenen Anordnung definiert auch hier eine Stirnfläche 43 des kürzeren Schenkels 42 einen Mindestabstand a von der Unterseite der Kochfeld platte 2. Auf gleicher Höhe und ihr gegenüber ist am längeren Schenkel 41 eine Nut 44 zur Aufnahme eines vorderen Randes der Sensoranordnung 20 ausgebildet. Sie wirkt mit einer Fase 45 zusammen, die an einem Rand eines Klemmstücks 46 ausgebildet ist. Die Sensoranordnung 20 wird befestigt, indem sie zwischen Kochfeldplatte 2 und Isolationsblock 40 mit ihrem vorderen Rand 48 in die Nut 44 eingeschoben wird und mit dem gegenüber liegenden Rand 49 auf der Stirnfläche 43 abgelegt wird. Anschließend werden die Anschlussdrähte 24 in einen Anschlusskanal 47 eingelegt, der sowohl in den kürzeren Schenkel 42 als auch in die Aufkantung 11 eingefräst ist. Zur Befestigung der Sensoranordnung 20 wird nun das Klemmstück 46 zwischen der Kochfeldplatte 2 und der Aufkantung 11 bzw. dem Isolationsblock 40 eingeschoben. Dadurch wird die Sensoranordnung 20 zwischen der Nut 44 und der Fase 45 in ihrer bestimmungsgemäßen Lage eingeklemmt. Nur zur Verdeutlichung ist in der Figur 5b ein Spalt zwischen dem Klemmstück 46 und der Aufkantung 11 bzw. dem Schenkel 42 dargestellt, der im montierten Zustand der Sensoranordnung 20 nicht besteht.
In Figur 5 c ist eine weitere, ähnliche Befestigungsvariante dargestellt: Hier wird die Sensoranordnung 20 zwischen einer Nut 50 einerseits und zwei Fasen 51, 52, die jeweils an einem Rand der Aufkantung 11 bzw. einem Rand eines Klemmstücks 53 angeordnet sind, eingeklemmt. Es ist wiederum ein Anschlusskanal 54 in der Aufkantung 11 angeordnet, in dem die Anschlussdrähte 24 verlegt sind.
Figur 5 c zeigt darüber hinaus eine abweichende Gestaltung einer Abschattung für die Sensoranordnung 20: An der Aufkantung 11 ist eine balkonartige Auskragung 55 angeordnet, die wie die vorher beschriebenen Isolationsblöcke 30, 40 eine Vertiefung 12 ausbildet. Dadurch wird es möglich, den Bandheizleiter 9 bis an die Aufkantung 11 heranzuführen. Die Anordnung des Bandheizleiters 9 wird durch die Abschattung folglich nicht eingeschränkt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeigen die Figuren 6a und 6b jeweils in einer Schnittansicht. Ein Kochfeld 1 schließt in oben beschriebener Weise zwischen seinem Heizelement 3 und einer Kochfeld platte 2 einen durch Band heizleiter 9 beheizbaren Innenraum 13 ein. In den beheizbaren Innenraum 13 ragt eine Abschattung 90 hinein, die an einer Aufkantung 11 am Heizelement 3 balkonartig angeformt ist. Sie weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf und bildet auf ihrer der Kochfeldplatte 2 zugewandten Oberseite eine Vertiefung 91 aus. Die Vertiefung 91 ist an den drei Seiten, mit denen die Abschattung 90 - in der Draufsicht betrachtet - in den beheizbaren Innenraum 13 ragt, von Rändern 92 umgeben. An der vierten Seite, an der die Abschattung 90 an der Aufkantung 11 anliegt, setzt sich die Vertiefung 91 in eine Öffnung 93 in der Aufkantung 11 fort. An denjenigen Seiten der Ränder 92, die der Vertiefung 91 zugewandt sind, verläuft ein in der Draufsicht U-förmiger Absatz 94.
In der Vertiefung 91 und damit zwischen der Kochfeldplatte 2 und der Abschattung 90 ist eine Sensoranordnung 80 angeordnet. Sie umfasst einen Sensorträger 81 , auf dessen der Kochfeldplatte 2 abgewandten Unterseite ein Temperatursensor 82 befestigt ist. Er wird über Zuleiter 83 und Anschlussdrähte 84 mit Betriebsspannung versorgt. Der Temperatursensor 82 ist derart auf dem Sensorträger 81 angeordnet, dass der Sensorträger 81 allseits um den Temperatursensor 82 einen Rand 85 ausbildet, der mindestens die Breite b aufweist. Der Sensorträger 81 hat außerdem eine Material dicke d.
Die Sensoranordnung 80 erhält ihre bestimmungsgemäße Lage, indem sie mit dem Rand 85 des Sensorträgers 81 auf dem Absatz 94 der Vertiefung 91 abgelegt wird. Ist die Kochfeld platte 2 noch nicht montiert, so kann die Sensoranordnung 80 von einer Oberseite der Abschattung in die Vertiefung eingelegt werden. Die Vertiefung 91 ist in ihren Abmessungen so dimensioniert, dass die Sensoranordnung 80 sie nahezu
vollständig ausfüllt. Bei montierter Kochfeldplatte 2, z. B. bei einem Austausch der Sensoranordnung 80, wird sie über die Öffnung 93 in der Aufkantung 11, also seitlich in das Heizelement 3 unter die Kochfeldplatte 2 in die Vertiefung 91 der Abschattung 90 eingeschoben. Durch den umlaufenden Absatz 94 in der Vertiefung 91 ist dafür Sorge getragen, dass dabei der Temperatursensor 82 beschädigungsfrei Platz in der Vertiefung 91 findet.
Gemäß der Figur 6a liegt der Sensorträger 81 mit seinem Rand 85 auf dem Absatz 94 der Vertiefung 91. Der Absatz 94 umrahmt einen Boden 96 der Vertiefung 91 und dient als ein Abstandhalter für den Sensorträger 81. Gemäß der Figur 6a ist daher der auf dem Absatz 94 liegende Sensorträger 81 über einen geringfügigen Zwischenraum 97 vom Boden 96 der Vertiefung 91 beabstandet. Dabei ragt der an der Unterseite des Sensorträgers 81 angeordnete Temperatursensor 82 in den Zwischenraum 97, ohne den Boden 96 zu berühren.
Der zwischen dem Sensorträger 81 und dem Boden 96 der Vertiefung 91 gebildete Zwischenraum 97 ist nahezu geschlossen. Einflüsse auf den Temperatursensor 82 aufgrund von aus dem hygroskopischen Isoliermaterial verdampfendem Wasser sind daher reduziert.
Auch bei der Anordnung des Temperatursensors 82 gemäß der Figur 6a bzw. 6b ist der Mindestabstand gemäß VDE-Richtlinien eingehalten. Er wird dadurch gewährleistet, dass der Sensorträger 81 aus einem elektrisch gut isolierenden Material, vorzugsweise aus Keramik, besteht. Damit stellt der direkte Abstand des Temperatursensors 82 von der Unterseite der Kochfeld platte 2 nicht mehr die kritische Größe dar. Vielmehr ist jetzt eine in Figur 6a dargestellte Kriechstrecke Ci, C2 maßgeblich, also derjenige Weg, den die Stromspannung vom Temperatursensor 82 am Sensorträger 81 vorbei zur Unterseite der Kochfeldplatte 2 nehmen müsste. Die Kriechstrecke Ci, C2 setzt sich zusammen aus einem Anteil Ci, der der Breite b des Randes 85 des Sensorträgers 81 entspricht, und einem Anteil C2 entsprechend der Dicke d. Sowohl die Breite b des Randes 85 als auch die Dicke d des Sensorträgers 81 sind so bemessen, dass ein Mindestmaß für die Kriechstrecke Ci, C2 von mindestens 4 mm gemäß VDE-Richtlinie eingehalten ist. Auf diese Weise kann die Sensoranordnung 80 besonders nahe an die Unterseite der Kochfeldplatte 2 herangerückt werden. Dies ermöglicht zum einen einen platzsparenden
Aufbau und zum anderen einen möglichst kurzen Übertragungsweg der Wärmestrahlung. Damit kann sich der Abstand zwischen der Unterseite der Kochfeld platte 2 und der Oberseite des Sensorträgers 81 auf einen Wert unter einen Millimeter reduzieren. Dieser Abstand ist einerseits ausreichend und andererseits notwendig, um Belastungen, die auf die Kochfeld platte 2 einwirken, von der empfindlichen Sensoranordnung 80 fernzuhalten. Um außerdem den Wärmeübergang von der Unterseite der Kochfeldplatte 2 über Wärmestrahlung auf die Sensoranordnung 80 zu verbessern, ist die Unterseite der Kochfeld platte 2 in dem Bereich, in dem sich die Sensoranordnung 80 befindet, mit einer im IR-Wellenlängenbereich besonders gut emittierenden Schicht 86 versehen.
Figur 7 bietet eine Schnittansicht durch eine Sensoranordnung 20: Ein Sensorträger 60 ist auf seiner Oberseite, die der Unterseite der Kochfeldplatte 2 zugewandt ist, mit einer Beschichtung 61 versehen, die Strahlung in einem Infrarot-Wellenlängenbereich gut absorbiert. Sie stellt folglich eine gute thermische Koppelung zwischen dem Sensorträger
60 und der Kochfeld platte 2 her. Der Sensorträger 60 weist auf seiner der Kochfeldplatte 2 abgewandten Unterseite einen Temperatursensor 62 auf, der die über die Beschichtung
61 über Wärmeleitung in den Sensorträger 60 eingekoppelte Wärmestrahlung detektiert. Der Temperatursensor 62 ist seinerseits wiederum mit einer Glaspassivierung 63 beschichtet, die verhindert, dass der Temperatursensor 62 bzw. seine Zuleiter Feuchtigkeit aufnehmen können. Als Schutz gegen Feuchtigkeit muss die Glaspassivierung 63 auch bei großen Temperaturschwankungen beständig gegen Rissbildung sein.
Figur 8 stellt eine prinzipielle Verteilung von Temperatursensorn 70 entlang dem Umfang eines Heizelements 3 dar. Demnach ist eine optimale Anordnung von drei Temperatursensorn 70 mit einem Winkelabstand von jeweils 120 0C untereinander als günstig anzusehen, weil diese Anordnung einerseits für eine gleichmäßige Erfassung der zu detektierenden Temperatur eines Gargefäßes verwendet werden kann und andererseits der Material- bzw. Kostenaufwand nicht übermäßig hoch ist.
Bezugszeichenliste
1 Kochfeld
2 Kochfeldplatte
3 Heizelement
4 Gargefäß
5 Boden des Gargefäßes
6 Temperatursensor
7 Keramikkleber
8 metallische Hülse
9 Bandheizleiter
10 Isolationsblock
11 Aufkantung des Heizelements 3
12 Vertiefung im Isolationsblock 10
13 Innenraum des Heizelements 3
14 Wärmeleitpaste
20 Sensoranordnung
21 Sensorträger
22 Temperatursensor
23 Zuleiter
24 Anschlussdrähte
25 Oberseite des Sensorträgers 21
26 Unterseite des Sensorträgers 21
27 Verbindung
30 Isolationsblock
31 längerer Schenkel
32 kürzerer Schenkel
33 Stirnfläche
34 Stirnfläche
35 Riegel
36 Anschlusskanal
40 Isolationsblock
41 längerer Schenkel
42 kürzerer Schenkel
43 Stirnflache
44 Nut
45 Fase
46 Klemmstück
47 Anschlusskanal
48 vorderer Rand
49 hinterer Rand
50 Nut
51 Fase
52 Fase
53 Klemmstück
54 Anschlusskanal
55 Auskragung
60 Sensorträger
61 Beschichtung
62 Temperatursensor
63 Glaspassivierung
70 Temperatursensor
80 Sensoranordnung
81 Sensorträger
82 Temperatursensor
83 Zuleiter
84 Anschlussdrähte
85 Rand des Sensorträgers 81
86 Beschichtung
90 Abschattung
91 Vertiefung
92 Kante der Vertiefung
93 Öffnung
94 Absatz a Mindestabstand b Breite des Randes 85
Ci1 C2 Kriechstrecke d Dicke des Sensorträgers 81