FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT...e.V. 057PCT 0902
Laserresonator
Die Erfindung betrifft einen Laserresonator nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Läserresonators.
Derartige Laserresonatoren, die durch zwei oberflä¬ chenstrukturierte Endspiegel begrenzt sind, sind bei¬ spielsweise aus den Patentschriften US 5,454,004 und US 5,745,511 bekannt. Durch die oberflächenstruktu¬ rierten Endspiegel soll dabei erreicht werden, dass der Laserresonator eine Grundmode erhält, die eine, verglichen zu herkömmlichen Laserresonatoren bessere Ausnutzung des gepumpten Bereichs eines aktiven Medi- ums im Laserresonator zur Folge hat, und dass höhere Moden besser unterdrückt werden, um eine bessere Strahlqualität zu erreichen.
In der Regel bestehen Laserresonatoren aus zwei sich
einander gegenüberstehenden Spiegeln. Ein solcher Re¬ sonator bzw. ein entsprechender Laser hat transversa¬ le Moden einer Form, die sich aus Spiegelform und Spiegelabstand ergibt. In konventionellen Resonatoren werden meist sphärische und plane Spiegel verwendet. In herkömmlichen sphärischen Resonatoren werden bei¬ spielsweise sog. Gauß-Laguersche bzw. Gauß- Hermitesche Moden erzeugt. Welche und wie viele Moden anschwingen, hängt ab von Umlaufverlusten der Moden und einer in einem aktiven Medium des Lasers er¬ folgenden Verstärkung. Typischerweise besitzt eine gaußförmige Grundmode eine beste Strahlqualität und geringste Umlaufverluste, wogegen höhere Moden höhere UmlaufVerluste erfahren. Nachteile solcher konventio- nellen Resonatoren ist, dass die typischerweise an¬ schwingenden Moden eine im aktiven Medium auf einen Bereich nahe einer optischen Achse beschränkte Aus¬ dehnung haben und deswegen eine im aktiven Medium ge¬ speicherte Energie nicht vollständig verbraucht wer- den kann. Weiterhin ergeben sich in konventionellen
Resonatoren relativ geringe Unterschiede zwischen den Umlaufverlusten der verschiedenen Moden, so dass vie¬ le Moden anschwingen, was eine verschlechterte Strahlqualität mit sich bringt.
Wesentliche Anwendungsziele von Resonatoren mit ober¬ flächenstrukturierten Spiegeln, die von herkömmli¬ chen, beispielsweise sphärischen, Resonatoren abwei¬ chen, sind eine Erzeugung durch einen Nutzer defi- nierter Ausgangsstrahlprofile, insbesondere zum Zweck einer verbesserten Ausnutzung eines Pumpvolumens und damit einer erhöhten Ausgangsleistung, sowie eine Verbesserung der Strahlqualität durch eine Erhöhung der UmlaufVerluste höherer Moden. Durch die Verwen- düng oberflächenstrukturierter Spiegel wird also eine resonatorinterne Strahlformung möglich, beispielswei-
se eine gezielte Erzeugung einer super-gaußförmigen Grundmode, was den genannten Druckschriften und den darin zitierten Veröffentlichungen zufolge insbeson¬ dere im Zusammenhang mit Festkörperlasern, beispiels- weise Nd:YAG-Lasern, CC>2-Lasern und Halbleiterlasern bereits ausgiebig untersucht worden ist.
Die demnach bekannten gattungsgemäßen Laserresonato¬ ren sind allerdings mit einem entscheidenden Nachteil behaftet, der auch die Ursache dafür bildet, dass solche Laser trotz der offensichtlichen Vorteile bis¬ lang nicht kommerziell erhältlich sind. Der genannte Nachteil ergibt sich durch eine im Vergleich zu her¬ kömmlichen Resonatoren deutlich höhere Genauigkeits- anforderung bezüglich einer Justage, insbesondere ei¬ ner Relativjustage der beiden oberflächenstrukturier¬ ten Endspiegel. Damit verbunden ist ein nachteilig hoher Herstellungsaufwand, der bei einer Verwendung mehrerer oberflächenstrukturierter optischer Elemente zum Zweck einer gezielten Strahlformung im Laserreso¬ nator nach dem Stand der Technik unvermeidbar ist. Anders als bei herkömmlichen Resonatoren sind nämlich bei gattungsgemäßen Laserresonatoren nur äußerst ge¬ ringe Toleranzen zulässig, wenn die oberflächenstruk- turierten Endspiegel ihren Zweck einer gezielten
Strahlformung und Erzeugung einer bestimmten Grund¬ mode bei einer Unterdrückung höherer Moden erfüllen sollen. Da Laserresonatoren mit zwei oberflächen¬ strukturierten Endspiegeln im Allgemeinen nicht rota- tionssymmetrisch bezüglich einer optischen Achse sind, müssen die Endspiegel, anders als bei herkömm¬ lichen Resonatoren, bezüglich einer großen Anzahl von Freiheitsgraden zueinander justiert werden, nämlich in der Regel bezüglich eines Spiegelabstands, einer Translation in zwei lateralen Dimensionen, einer Ro¬ tation um die optische Achse und einer Verkippung in
zwei Dimensionen.
Der Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, einen entsprechenden Laserresonator zu ent- wickeln, der den geschilderten Nachteil der Erforder¬ nisse einer ausgesprochen aufwendigen Justage vermei¬ det. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Laserre¬ sonators vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Laserresonator mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Hauptanspruchs sowie durch ein Ver- fahren mit den Merkmalen des Anspruchs 16. Vorteil¬ hafte Weiterentwicklungen und Ausgestaltungen der Er¬ findung ergeben sich mit den Merkmalen der Unteran¬ sprüche.
Die Ausführungen des Laserresonators in einer Weise, dass die zwei oberflächenstrukturierten Endspiegel auf einem gemeinsamen, also demselben Substrat ange¬ ordnet sind, was dadurch ermöglicht wird, 'dass der Laserresonator einen mittels mindestens eines weite- ren Spiegels gefalteten Strahlengang aufweist, bringt mehrere Vorteile mit sich. Dadurch, dass die Endspie¬ gel auf demselben Substrat angeordnet sind, haben diese relativ zueinander eine feste Orientierung. Insbesondere können die beiden Endspiegel bzw. diese Endspiegel charakterisierende Oberflächenstrukturen in einem einzigen Herstellungsprozess hergestellt werden, wodurch die relative Orientierung der beiden Endspiegel zueinander mit einer äußerst hohen Genau¬ igkeit definiert und realisiert werden kann. Eine nachteilige aufwendige nachträgliche Justage der bei¬ den Endspiegel relativ zueinander erübrigt sich da-
durch. Dabei ist zu beachten, dass für eine Justage des mindestens einen weiteren Spiegels, der benötigt wird, um den gefalteten Strahlengang zu realisieren, ein deutlich geringerer Aufwand erforderlich ist, weil ein solcher weiterer Spiegel in der Regel nur bezüglich dreier Freiheitsgrade (Abstand und Verkip¬ pung in zwei Richtungen) justiert werden muss. Da der mindestens eine weitere Spiegel keine nichttriviale Oberflächenstruktur aufweisen muss, fällt eine Trans- lation in Spiegelebene und eine Rotation um eine Spiegelnormale bei diesem nicht ins Gewicht.
Durch die vereinfachte Justage wird es ferner mög¬ lich, bei einem Laserresonator der hier vorgeschlage- nen Art verglichen zum Stand der Technik deutlich re¬ duzierte Toleranzen zu realisieren. Dadurch wiederum kann eine gewünschte Grundmode des Laserresonators mit höherer Präzision realisiert werden, wodurch sich beispielsweise eine bessere Raumausnutzung eines ak- tiven Mediums bzw. Pumpvolumens eines entsprechenden Lasers und damit eine höhere Leistungsausbeute errei¬ chen lässt. Aufgrund der leichteren und dadurch prä¬ ziseren Justage lässt sich schließlich auch eine bes¬ sere Unterdrückung höherer (insbesondere transversa- ler) Moden erreichen, womit sich eine bessere .Strahl¬ qualität ergibt.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines La¬ serresonators beschriebener Art sieht dementsprechend vor, dass eine Oberfläche des Substrats in zwei den Endspiegeln entsprechenden Bereichen in einem einzi¬ gen Herstellungsprozess durch Auftragen weiterer Schichten und/oder durch Abtragen von Oberflächen¬ schichten strukturiert wird. Ein solcher Herstel- lungsprozess kann auch mehrstufig sein (beispielswei¬ se durch ein sukzessives Abtragen mehrerer Oberflä-
chenschichten) . Entscheidend ist, dass die beiden Endspiegel jeweils in einem Arbeitsschritt bearbeitet werden, also insbesondere vorteilhafterweise ohne ein Umsetzen des Substrats zwischen oberflächenstruktu- rierenden Maßnahmen in den Bereichen der zwei End¬ spiegel. Besonders vorteilhaft ist es, die Endspiegel durch Laserlithographie herzustellen, was mit äußerst hoher Genauigkeit und verhältnismäßig geringem Auf¬ wand möglich ist. Zum Schutz von Oberflächenberei- chen, die nicht abgetragen werden sollen, können da¬ bei Masken verwendet werden. Zur Oberflächenstruktu- rierung der Endspiegel kann ferner auf alle Verfahren zurückgegriffen werden, die in den erwähnten Druck¬ schriften US 5,454,004 A und US 5,745,511 A beschrie- ben sind, wozu auf diese Druckschriften verwiesen wird, die in dieser Hinsicht als vollumfänglich in die vorliegende Schrift aufgenommen gelten sollen.
Als oberflächenstrukturiert sollen in der vorliegen- den Schrift solche Spiegel bezeichnet sein, die von einfachen Planspiegeln oder sphärischen Spiegeln ab¬ weichen. Vorzugsweise soll es sich dabei um Spiegel mit einer Oberflächenstruktur handeln, durch die der Laserresonator eine gewünschte Grundmode bei vorzugs- weise zugleich möglichst guter Unterdrückung höherer Moden erhält. Typischerweise wird eine entsprechende Oberflächenstruktur durch verglichen zu den Spiegel¬ abmessungen kleine Längenskalen charakterisiert sein. Bei der gewünschten (transversalen) Grundmode kann es sich mit Blick auf eine möglichst gute Raumausnutzung im aktiven Medium beispielsweise um eine super- gaußförmige Mode handeln.
Die oberflächenstrukturierten Endspiegel können refraktive Profile aufweisen, also stetige Profile. In der Regel wird ein mit Blick auf eine gewünschte
Grundmode errechnetes Spiegelprofil refraktiv sein. Von diesem Profil können ganzzahlige Vielfache der halben Wellenlänge abgezogen werden, womit sich ein äquivalentes, ebenfalls exaktes diffraktives Profil ergibt. Es ist auch möglich, Endspiegel mit diffrak- tiven Profilen zu verwenden, welche ein errechnetes refraktives oder diffraktives Spiegelprofil nur ap¬ proximieren. Ein Profil eines der beiden oder beider oberflächenstrukturierten Endspiegel kann also auch unstetig sein und beispielsweise nur aus einer endli¬ chen Anzahl verschiedener Niveaus bestehen.
Bei verschiedenen Ausführungen der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass einer der Endspiegel oder jeder Endspiegel auf einer dem Resonator zugewandten Seite verspiegelt, beispielsweise vergoldet oder mit einer anderen spiegelnden Schicht beschichtet, ist oder dass das Substrat zumindest in einem Bereich mindes¬ tens eines der Endspiegel auf einer dem Resonator ab- gewandten Seite verspiegelt ist. Im erstgenannten
Fall ist der jeweilige Endspiegel durch einen reflek¬ tierenden, oberflächenstrukturierten Bereich gegeben, während der oberflächenstrukturierte, den Endspiegel definierende Bereich im letztgenannten Fall transmis- siv ist, so dass eine Reflektion mit einem Durchtritt des Lichts durch das Substrat bis auf eine rückseiti¬ ge Oberfläche des Substrats verbunden ist. Mit Blick auf eine möglichst einfache Herstellung der Endspie¬ gel ist es vorteilhaft, wenn die entsprechende Seite des Substrats vollflächig verspiegelt, beispielsweise vergoldet oder mit einem anderen spiegelnden Material beschichtet, ist. Eine bei Laserresonatoren gewünsch¬ te gezielte lokale Phasenänderung lässt sich bei bei¬ den erläuterten Ausführungen der Endspiegel errei- chen. Die Realisierung vorteilhafter Grundmoden führt in der Regel zu Oberflächenstrukturen mit typischen
Längenskalen, die verglichen zu- einem Durchmesser des entsprechenden Endspiegels klein sind.
Ein besonders einfacher und daher vorteilhafter Auf- bau ergibt sich, wenn die zwei oberflächenstruktu¬ rierten Endspiegel nebeneinander auf einer Seite des Substrats angeordnet sind. In dem Fall kann es genü¬ gen, wenn der Laserresonator neben den beiden End¬ spiegeln genau einen weiteren Spiegel und einen mit- tels dieses Spiegels einfach gefalteten Strahlengang aufweist. Dabei kann es vorgesehen sein, dass der La¬ serresonator eine gegenüber einer Normalen des Sub¬ strats und/oder des weiteren Spiegels leicht geneig¬ te, beispielsweise um 0,5° und 2° geneigte, optische Achse hat, womit eine Anordnung der beiden Endspiegel nebeneinander bei einem ansonsten weitgehend symmet¬ rischen und übersichtlichen Aufbau möglich wird.
Alternativ wäre es natürlich auch möglich, eine FaI- tung des Strahlengangs durch beispielsweise zwei wei¬ tere, gegeneinander gekippte Spiegel zu realisieren. In dem "Fall könnten die zwei Endspiegel nebeneinander auf einem ebenen Substrat untergebracht werden und der Strahlengang so gewählt werden, dass der Laserre- sonator eine an zwei Stellen gefaltete, an den End¬ spiegeln jeweils zum Substrat orthogonale optische Achse hat. Diese Ausführung brächte den Vorteil mit sich, dass die Oberflächenstrukturen der beiden End¬ spiegel von einem entsprechenden Laserresonator nach dem Stand der Technik mit zwei einander gegenüberlie¬ genden Endspiegeln - eventuell nach einer einfachen Spiegelung - übernommen werden könnten.
Der weitere Spiegel kann je nach Ausführung als Plan- Spiegel ausgeführt sein oder eine gekrümmte, bei¬ spielsweise sphärisch gekrümmte, Oberfläche haben.
Bei einem typischen Aufbau mit einem nur einfach ge¬ falteten Strahlengang kann es vorteilhaft sein, wenn der weitere Spiegel konvex ausgeführt ist. Auch das Substrat kann ausführungsabhängig eine ebene oder ei- ne gekrümmte Oberfläche aufweisen, auf der die ober¬ flächenstrukturierten Endspiegel angeordnet sind. Hier kann es vorteilhaft sein, dass die dem Resonator zugewandte Oberfläche des Substrats konkav ausgeführt ist, damit in einfacher Weise eine gewünschte Grund- mode realisiert werden kann.
Besonders vorteilhafte weil aufwandsarm zu realisie¬ rende Ausführungen der Erfindung sehen vor, dass der weitere Spiegel durch eine Oberfläche eines im Laser- resonator angeordneten aktiven Mediums gegeben ist.
Diese Oberfläche kann eventuell verspiegelt sein. Ein einfacher Aufbau ergibt sich damit, weil auf ein zu¬ sätzliches Bauteil verzichtet werden kann.
Der Laserresonator kann in einem Bereich einer der beiden Endspiegel oder auch in einem Bereich des wei¬ teren Spiegels bzw. eines der weiteren Spiegel einen Auskoppelbereich aufweisen. Dazu kann eine Verspiege- lung in den entsprechenden Bereich ausgespart sein. Möglich ist es auch, den entsprechenden Endspiegel bzw. weiteren Spiegel so zu verspiegeln, dass auf¬ treffendes Licht nicht vollständig reflektiert wird. Der Auskoppelbereich kann dann eventuell genauso groß sein wie der entsprechende Endspiegel oder weitere Spiegel. Eine Auskoppelung durch den weiteren Spiegel bzw. einen der weiteren Spiegel kann besonders vor¬ teilhaft sein, weil dieser in der Regel keine nicht¬ triviale Oberflächenstruktur aufweist, womit sich e- ventuell unerwünschte Beugungen oder Brechungen aus- tretenden Lichts vermeiden lassen.
Die vorliegende Erfindung lässt sich sowohl auf sta¬ bile als auch auf instabile Resonatoren anwenden. Be¬ sondere Vorteile bringt die Erfindung für instabile Resonatoren mit sich, bei denen typischerweise zwei oberflächenstrukturierte Endspiegel erforderlich sind, um eine erwünschte Grundmode zu realisieren.
Eine besonders gute Unterdrückung höherer Moden lässt sich unter Umständen dadurch erreichen, dass das Sub- strat in einer Umgebung eines Endspiegels geschwärzt oder durch eine Blende abgedunkelt oder mit einer streuenden Oberflächenstruktur versehen ist. Dazu kann es vorgesehen sein, dass dieser Endspiegel auf einen Bereich beschränkt ist, innerhalb dessen die Grundmode des Laserresonators eine definierte Schwel¬ le, beispielsweise eine Schwelle von zwischen 0 % und 1 % einer maximalen Intensität der Grundmode, über¬ schreitet. Als streuende Oberflächenstruktur kann beispielsweise ein einfaches Gitter vorgesehen sein, dass sich unter Umständen leichter realisieren lässt als eine Schwärzung oder Abblendung, wobei aber ein ähnlicher Effekt erreicht wird, indem in der Umgebung des Endspiegels auftreffendes Licht aus den Strahlen¬ gang herausgebeugt wird. Zum Zwecke der besseren Rea- lisierung einer gewünschten Grundmode und einer bes¬ seren Unterdrückung höherer Moden kann es ferner vor¬ teilhaft sein, wenn im Strahlengang des Laserresona¬ tors mindestens eine weitere Phasenstruktur, Beu¬ gungsstruktur und/oder Apertur angeordnet ist. Dabei kann es sich um eine einfache Blende, eine gitterähn¬ liche Struktur oder auch ein optisches Element mit einer pseudo-zufälligen, örtlich schwankenden Phasen¬ verschiebung handeln. Insbesondere eine bessere Aus¬ nutzung des gepumpten Bereichs im aktiven Medium des entsprechenden Läsers lässt sich damit erreichen.
Wenn der Laserresonator in einem Laser mit longitudi- naler Anregung eingesetzt werden soll, kann es vor¬ teilhaft sein, dass eine Einkopplung vom Pumpstrah¬ lung durch den weiteren Spiegel bzw. einen der weite- ren Spiegel erfolgt. Da dieser, anders als die End¬ spiegel, in der Regel nicht oberflächenstrukturiert ist, wird dadurch eine schwer zu kontrollierende Beu¬ gung der Pumpstrahlung vermieden, womit sich die Pumpstrahlung besser fokussieren lässt und eine ge- genüber dem Stand der Technik räumlich optimierte An¬ regung des aktiven Mediums möglich wird.
Schließlich kann es vorgesehen sein, dass sich auf dem Substrat außerhalb oberflächenstrukturierter Be- reiche, also typischerweise außerhalb der Endspiegel, eine zusätzliche verspiegelte Fläche befindet, die zusammen mit dem mindestens einen weiteren Spiegel einen Hilfsresonator bildet. Dieser Hilfsresonator, der typischerweise geringere Umlaufverluste haben wird als der eigentliche Laserresonator, kann in vor¬ teilhafter Weise zur Justage des Laserresonators ver¬ wendet werden. Das hängt damit zusammen, dass ein solcher Hilfsresonator typischerweise leichter an¬ spricht als der durch zwei oberflächenstrukturierte Endspiegel begrenzte Laserresonator. Die zusätzliche verspiegelte Fläche kann beispielsweise zwischen den zwei Endspiegeln auf dem Substrat angeordnet sein. In gleicher Weise wäre es auch denkbar, zwei zusätzliche verspiegelte Flächen zur Bildung eines Hilfsresona- tors vorzusehen, von denen jede neben einem der End¬ spiegel angeordnet sein könnte. Vorteilhafterweise sollte die zusätzliche verspiegelte Fläche bzw. jede der zusätzlichen verspiegelten Flächen abblendbar sein, um den Hilfsresonator nach Justage des Laserre- sonators auszuschalten. Das kann beispielsweise durch ein nachträgliches Schwärzen der entsprechenden Flä-
che bzw. Flächen geschehen.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung wer¬ den im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 5 erläu- tert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsge- mäßen Laserresonators als Längsschnitt und zum Vergleich einen entsprechenden Laserre¬ sonator in nicht gefalteter Form,
Fig. 2 in entsprechender Darstellung drei weitere Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer La¬ serresonatoren,
Fig. 3 einen erfindungsgemäßen Laserresonator in entsprechender Darstellung, ergänzt um eine Aufsicht auf eine Lichtaustrittsfläche so¬ wie eine Aufsicht auf zwei Endspiegels die¬ ses Laserresonators,
Fig. 4 in einer der Fig. 3 entsprechenden Dar- Stellung ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 5 einen weiteren erfindungsgemäßen Laserreso¬ nator mit doppelt gefaltetem Strahlengang sowie zum Vergleich einen entsprechenden
Laserresonator in ungefalteter Form.
Der in der Figur 1 a) gezeigte Laserresonator weist zwei oberflächenstrukturierte Endspiegel 1 und 2 auf, die nebeneinander auf einer Seite eines gemeinsamen Substrats angeordnet sind. Zusätzlich weist dieser
Laserresonator einen weiteren Spiegel 3 und damit ei¬ nen mittels dessen gefalteten Strahlengang auf. Bei dem weiteren Spiegel 3 handelt es sich um einen Plan¬ spiegel, wobei auch das genannte Substrat eben ausge- führt ist.
Zum Vergleich ist in der Fig. 1 b) ein entsprechender Laserresonator ohne den weiteren Spiegel 3 und dem¬ entsprechend mit einem nicht gefalteten Strahlengang gezeigt, der ansonsten zu dem in Fig. 1 a) gezeigten Resonator identische optische Eigenschaften hat. Zu erkennen ist, dass der Laserresonator eine gegenüber einer Normalen der beiden Endspiegel 1 und 2 um einen Winkel α geneigte optische Achse hat, wodurch eine einfache Faltung des Strahlengangs durch den zu den Endspiegeln 1 und 2 parallelen weiteren Spiegel 3 im Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 a) möglich wird. Der hier vergrößert dargestellte Winkel α hat realiter einer Wert von zwischen 0,5° und 5°. Eine als L ein- gezeichnete Baulänge des ungefalteten Resonators hal¬ biert sich bei dem erfindungsgemäßen Laserresonator aus Fig. 1 a) .
Der weitere Spiegel 3 ist bei dem abgebildeten erfin- dungsgemäßen Resonator als zusätzliches Bauteil aus¬ geführt. In gleicher Weise kann dieser weitere Spie¬ gel 3 auch durch eine dann vorzugsweise verspiegelte Oberfläche eines im Laserresonator angeordneten akti¬ ven Mediums gegeben sein.
In einem Bereich des in der Fig. 1 a) unter dem ers¬ ten Endspiegel 1 angeordneten Endspiegels 2 weist dieser Laserresonator einen Auskoppelbereich 4 auf, der, wie auch in den folgenden Figuren, durch einen austretendes Licht symbolisierenden Pfeil angedeutet ist. Der Auskoppelbereich 4 ist im vorliegenden Fall
durch eine nicht vollständig reflektierende Beschich- tung des Endspiegels realisiert. Bei einer anderen Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zum gleichen Zweck eine Verspiegelung des entspre- chenden Endspiegels 2 in einem Teilbereich ausgespart ist. In gleicher Weise könnte der Auskoppelbereich 4 auch durch den weiteren Spiegel 3 oder einen Teilbe¬ reich des weiteren Spiegels 3 gegeben sein. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es vorgesehen, dass eine Einkoppelung von Pumpstrahlung zur longitu- dinalen Anregung des Laserresonators durch den selbst nicht strukturierten weiteren Spiegel 3 hindurch er¬ folgt. Alternativ wäre auch eine Anregung durch einen der Endspiegel 1 oder 2 hindurch oder eine transver- sale Anregung des Laserresonators möglich.
Die oberflächenstrukturierten Endspiegel 1 und 2 wei¬ sen im vorliegenden Fall diffraktive Profile mit ei¬ nem unstetigen Verlauf auf und sind auf einer dem Re- sonator zugewandten Seite (also in der Fig. 1 a) rechts) durch eine Goldbeschichtung verspiegelt. Al¬ ternativ wäre auch eine Auslegung eines Endspiegels 1 oder 2 oder beider Endspiegel 1 und 2 mit transmissi- ven oberflächenstrukturierten Bereichen möglich, wo- bei dann eine dem Resonator abgewandte Seite des Sub¬ strats durch eine entsprechende Beschichtung verspie¬ gelt sein könnte. Die Endspiegel 1 und 2 sind so strukturiert, dass der Laserresonator unter Berück¬ sichtigung optischer Eigenschaften des im Laserreso- nator angeordneten optischen Mediums eine definierte und gewünschte transversale Mode als Grundmode er¬ hält, während höhere Moden verhältnismäßig gut unter¬ drückt werden. Zu diesem Zweck können in gleicher Weise refraktiv strukturierte Endspiegel verwendet werden. Bei dem vorliegend beschriebenen Ausführungs¬ beispiel wurden theoretisch errechnete refraktive
Spiegelprofile jedoch durch diffraktive Profile mit annähernd gleichen Spiegeleigenschaften approximiert, wobei diese diffraktiven Profile dann durch Laserli¬ thographie in einem einzigen Herstellungsprozess auf einer Oberfläche des Substrats realisiert wurden. Au¬ ßer einem lokalen Abtragen von Oberflächenschichten des Substrats könnte auch ein Auftragen weiterer Schichten zur Realisierung der oberflächenstruktu¬ rierten Endspiegel 1 und 2 vorgesehen werden.
Andere Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfin¬ dung sind in den Figuren 2 a) bis 2 c) gezeigt. Wie¬ derkehrende Merkmale sind dabei, wie auch in den dar¬ auf folgenden Figuren, wieder mit den gleichen Be- zugszeichen versehen.
Bei dem in der Figur 2 a) gezeigten Laserresonator befindet sich zwischen den beiden oberflächenstruktu¬ rierten Endspiegeln 1 und 2 eine zusätzliche verspie- gelte Fläche 5 auf dem Substrat, das auch die End¬ spiegel 1 und 2 trägt. Diese zusätzliche verspiegelte Fläche 5 bildet zusammen mit dem dem Substrat gegen¬ über und zu diesem parallel angeordneten weiteren Spiegel 3 einen Hilfsresonator, mit dessen Hilfe der abgebildete Laserresonator justiert werden kann. Ein dabei zuerst anschwingender Bereich des Laserresona¬ tors ist in der Fig. 2 a) durch einen gestrichelten Doppelpfeil angedeutet. Die zusätzliche verspiegelte Fläche 5 ist, wie auch der weitere Spiegel 3, als Planspiegel ausgeführt. Es ist vorgesehen, dass die verspiegelte Fläche 5 nach einer Justage des Laserre¬ sonators geschwärzt oder abgedeckt wird, so dass dann nur noch der durch die oberflächenstrukturierten End¬ spiegel 1 und 2 und den weiteren Spiegel 3 gebildete eigentliche Resonator betrieben wird. Bezüglich der übrigen Merkmale entspricht der in der Fig. 2 a) ab-
gebildete Laserresonator dem zuvor beschriebenen Aus¬ führungsbeispiel.
In Fig. 2 b) ist ein ähnlicher Laserresonator ge- zeigt, der sich von dem anhand der Fig. 2 a) be¬ schriebenen Laserresonator dadurch unterscheidet, dass der weitere Spiegel 3 nicht als Planspiegel, sondern als sphärisch konkav gekrümmter Spiegel aus¬ geführt ist. Ähnliche Ausführungen sind denkbar, bei denen 'der weitere Spiegel 3 eine konvexe Krümmung aufweist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 2 c) gezeigt. Bei dem dort abgebildeten Laserresonator, der dem anhand der Fig. 1 a) beschriebenen Laserreso¬ nator ähnelt, ist der weitere Spiegel 3 wieder als Planspiegel ausgeführt. Dafür sind die beiden ober¬ flächenstrukturierten Endspiegel 1 und 2 auf einer sphärisch gekrümmten, konkaven Oberfläche des ent- sprechenden Substrats angeordnet.
Bei allen bislang erläuterten Ausführungsbeispielen kann es vorgesehen sein, dass das Substrat in einer Umgebung des Endspiegels 2, bei dem eine Auskoppelung von Laserlicht erfolgt, geschwärzt oder mit einer streuenden Oberflächenstruktur, wie beispielsweise einer Gitterstruktur versehen ist. Durch diese Schwärzung bzw. beugende Struktur, die bewirkt, dass der Endspiegel 2 auf einen Bereich beschränkt ist, innerhalb dessen die Grundmode eine definierte, bei¬ spielsweise zwischen 0 % und 1 % einer maximalen In¬ tensität liegende Schwelle überschreitet, wird eine besonders gute Unterdrückung höherer transversaler Moden erreicht. Zusätzlich oder alternativ können im Strahlengang der beschriebenen Laserresonatoren, also in einem Bereich zwischen den Endspiegeln 1 und 2 und
dem weiteren Spiegel 3, weitere Phasenstrukturen, Beugungsstrukturen und/oder Aperturen angeordnet sein, durch welche sich eine bessere Raumausnutzung im aktiven Medium des Laserresonators und eine besse- re Unterdrückung höherer Moden realisieren lassen.
Dabei sind solche Phasen- bzw. Beugungsstrukturen und Aperturen selbstverständlich bei einer Berechnung der Profile der Endspiegel 1 und 2 zu berücksichtigen.
Ein Designbeispiel für einen Laserresonator in einer weiteren Ausführung der Erfindung ist in der Fig. 3 gezeigt. Diese Figur zeigt einen instabilen Nd:YAG- Resonator mit gaußförmiger Grundmode. Dieser Resona¬ tor ergibt sich durch einfache Faltung eines linearen Resonators mit einer optischen Achse, die gegenüber einer Normalen der Endspiegel 1 und 2 um einen Winkel von 0,75° geneigt ist.
Fig. 3 b) veranschaulicht eine Intensitätsverteilung der ausgekoppelten Grundmode auf einer Rückseite des Substrats, das die beiden Endspiegel 1 und 2 trägt. Die zwei Endspiegel 1 und 2 dieses La-serresonators selbst sind in Fig. 3 c) veranschaulicht. Zu erkennen ist dort ein Auskoppelbereich 4 des instabilen Reso- nators, der durch einen nicht verspiegelten und selbst nicht strukturierten Quadranten im Endspiegel 1 gegeben ist. Der weitere, zur Faltung des Laserre¬ sonators dienende Spiegel 3 ist im vorliegenden Fall wieder als Planspiegel ausgeführt. Angedeutet ist zu- sätzlich eine thermische Linse 6, die sich durch ein Aufheizen des Laserresonators und eines im Laserreso¬ nator angeordneten aktiven Mediums bei einem Betrieb des Laserresonators ergibt. Diese thermische Linse 6 hat im vorliegenden Fall eine Brennweite von 4 m und ist bei einer Berechnung der Endspiegel 1 und 2 be¬ rücksichtigen. Der abgebildete Nd:YAG-Resonator hat
eine Emissionswellenlänge von 1064 nm. In der Fig. 3 c) sind, außerhalb des Auskoppelbereichs 4 oberflä¬ chenstrukturierte Bereiche der Endspiegel 1 und 2 zu erkennen, auf denen berechnete Phasenverteilungen an-
5 gedeutet sind. Der abgebildete Resonator hat eine
Baulänge L/2 von 0,1 m und entspricht damit in seinem optischen Eigenschaften im Wesentlichen einem ent¬ sprechenden ungefalteten Resonator einer Länge von L = 0,2 m. Eingezeichnet ist in Fig. 3 c) schließlich
.0 auch eine Seitenlänge 7 der Endspiegel 1 und 2, die einen Betrag von 1,28 mm hat.
In einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellungsweise ist in Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der
L5 vorliegenden Erfindung abgebildet. Wieder handelt es sich um einen Nd:YAG-Resonator mit einer Emissions¬ wellenlänge von 1064 nm. Dieser Resonator weist, wie der zuvor anhand der Fig. 3 beschriebene Laserresona¬ tor, zwei Endspiegel 1 und 2 mit diffraktiver Ober- 0 fläche auf, ist aber abweichend als stabiler Resona¬ tor ausgeführt und weist eine Grundmode auf, die den griechischen Buchstaben π wiedergibt. Diese Grund¬ mode, die im Auskoppelbereich 4 im Endspiegel 2 aus¬ gekoppelt wird, bzw. deren Intensitätsverteilung ist 5 in der Fig. 4 b) veranschaulicht.
Bei dem in Fig. 4 a) abgebildeten Laserresonator hat der weitere Spiegel, der wieder als Planspiegel aus¬ geführt ist, einen Abstand von L/2 = 0,125 m von den
30 beiden Endspiegeln 1 und 2. Eingezeichnet ist wieder eine thermische Linse 6, die sich durch eine Erwär¬ mung des aktiven Mediums ergibt und die eine Brenn¬ weite von 4 m hat. Zwischen den Endspiegeln 1 und 2 ist, ähnlich den Laserresonatoren aus den Fign. 2 a)
35 und 2 b) , eine zusätzliche verspiegelte Fläche 5 an¬ geordnet, die plan und hochreflektierend ausgeführt
ist und mit dem weiteren Spiegel 3 zusammenwirkend einen leicht anspringenden Hilfsresonator zur Justage der Laserresonators bildet. Diese zusätzliche ver¬ spiegelte Fläche 5 ist auch in Fig. 4 c) zu erkennen, die eine Aufsicht auf das Substrat mit den beiden
Endspiegeln 1 und 2 zeigt. Zu erkennen ist in Fig. 4 c) auch eine berechnete Phasenverteilung der beiden oberflächenstrukturierten Endspiegel 1 und 2, die ei¬ ne Seitenlänge 7 von 3 mm haben. Es ist vorgesehen, dass die zusätzliche verspiegelte Fläche 5 nach einer Justage des Resonators beispielsweise mittels einer geeigneten Blende abgedunkelt wird. Der anhand der Fig. 4 erläuterte Laserresonator hat eine optische Achse, die gegenüber einer Normalen der Endspiegel 1 und 2 und des weiteren Spiegels 3 um etwa 1,16° ge¬ neigt ist. Gegenüber einem entsprechenden Laserreso¬ nator mit in herkömmlicher Weise nicht gefaltetem Strahlengang propagieren die im Resonator hin- und rücklaufenden optischen Felder hier, wie auch bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, nicht mehr parallel zu einer Normalen der Endspiegel 1 und 2 und/oder des weiteren Spiegels 3, sondern in einer demgegenüber um den genannten Winkel in lateraler Di¬ mension verkippten Richtung. Die Verkippung wird durch Änderung der optischen Funktion der struktu¬ rierten Spiegel bewirkt und kann im optischen Design des Resonators berücksichtigt werden.
Die schiefe Propagation der Felder ermöglicht eine Faltung des Laserresonators, wobei der als Faltungs¬ spiegel dienende zusätzliche Spiegel 3 hier im Ab¬ stand einer halben Resonatorlänge L/2 vom Substrat positioniert wird. Dadurch reduziert sich eine geo¬ metrische Länge des Lasers auf die Hälfte. Diese FaI- tung erlaubt eine lithographisch genau Positionierung der beiden oberflächenstrukturierten Endspiegel 1 und
2 auf einem einzigen Substrat in einem Herstellungs- prozess, d.h. unter exakt gleichen Herstellungsbedin¬ gungen. Die Endspiegel 1 und 2 sind in den lateralen Dimensionen (in Spiegelebene) sowie bezüglich einer Rotation um eine Spiegelnormale lithographisch genau (lateral < 0,1 μm, relative Rotation < 0,001°) zuein¬ ander positioniert. Durch die Faltung ist letztend¬ lich mit einer Reduzierung von Beugungsverlusten und einer Verbesserung des Resonatorverhaltens zu rech- nen.
Das beschriebene Prinzip lässt sich sowohl auf stabi¬ le Resonatoren als auch auf instabile Resonatoren mit beliebigen transversalen Grundmodenverteilungen an- wenden. Die Endspiegel 1 und 2 müssen nicht unbedingt mit diffraktiven Strukturen (d.h. als unstetige Ober¬ flächenprofile) ausgelegt sein, sondern können auch refraktiv, d.h. als glatte Oberflächenprofile ausge¬ führt sein. Das Prinzip lässt sich ferner ganz allge- mein auf Laser mit beliebigen aktiven Medien anwen¬ den. Der weitere Spiegel 3 kann nach den Gesagten als Planspiegel ausgeführt sein oder auch einen beliebi¬ gen Krümmungsradius besitzen.
Beispielsweise bei dem in der Fig. 4 gezeigten Laser¬ resonator ist ein Bereich zwischen den beiden ober¬ flächenstrukturierten Endspiegeln 1 und 2 unstruktu¬ riert und mit einer erhöhten Spiegelreflektivität ausgeführt, so dass in diesem Bereich, der die zu- sätzliche verspiegelte Fläche 5 bildet, ein leichtes Anschwingen des Lasers möglich ist, wodurch eine Ver¬ kippung des Substrats und des weiteren Spiegels 3 zu¬ einander justiert werden kann. Der durch die zusätz¬ liche verspiegelte Fläche 5 und den weiteren Spiegel 3 gebildete Hilfsresonator hat deutlich geringere Um¬ laufverluste als der eigentliche Resonator und wird
daher wie gesagt nach einer Justage des Resonators abgeblendet. Außerhalb der zusätzlichen verspiegelten Fläche 5 und der oberflächenstrukturierten Endspiegel 1 und 2 weist das Substrat eine einfache beugende Struktur auf, die eine bessere Unterdrückung höherer Moden bewirkt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schließlich in der Fig. 5 a) gezeigt. Wiederkehrende Merkmale sind hier wieder mit den gleichen Bezugszei¬ chen versehen und werden nicht mehr im Einzelnen er¬ läutert. Abweichend von den zuvor beschriebenen La¬ serresonatoren weist der hier gezeigte Laserresonator neben den beiden auf einem einzigen Substrat angeord- neten Endspiegeln 1 und 2 zwei weitere Spiegel 3 und einen mittels dieser Spiegel 3 zweifach gefalteten Strahlengang auf. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Strahlgeometrie, die es erlaubt, für die Endspiegel 1 und 2 Oberflächenstrukturen zu verwen- den, die in gleicher Form von einem entsprechenden herkömmlichen linearen Resonator bekannt sind. Ein solcher optisch äquivalenter linearer Laserresonator mit einem nicht gefalteten Strahlengang ist zum Ver¬ gleich in Fig. 5 b) dargestellt. Aus dem dort abge- bildeten herkömmlichen Resonator ergibt sich der er¬ findungsgemäße Laserresonator aus Fig. 5 a) in ein¬ facher Weise durch Hinzufügen der weiteren Spiegel 3, mittels derer der Strahlengang an zwei Stellen um je¬ weils einen rechten Winkel gefaltet wird.