CND-Nerfahren zum Abscheiden mindestens einer III -N-Ν- Schicht auf einem Substrat
m-N-Ν-Schichten, insbesondere Galliumnitrit-Schichten haben eine große wirt- schaftliche Bedeutung. Wesentlich für die Abscheidung einer derartigen 113- V- Ν-Schichtistdie Verwendung eines gitterangepaßten Substrates. Galliumnitrit- Einkristalle mit niedriger Nersetzungsdichte und großem Durchmesser sind nicht verfügbar, da einkristalline Galliumnitrit^Substrate mit niedriger Nersetzungsdichte aus mehreren physikalischen und auch chemischen Gründen nur sehr schwer herstellbar sind. Man behilft sich in der Technik deshalb mit
Substraten einer anderen Zusammensetzung, deren kristalline Eigenschaften den Eigenschaften der Schicht möglichst nahe kommen. Zu diesen Substraten, die weitestgehend kristallographische Eigenschaften besitzen, die denen der darauf abzuscheidenden Schicht entsprechen, gehören Saphir und Siliciumkar- bid.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren in Richtung einer kostengünstigen Fertigung weiterzubilden.
Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
Gegenstand des Anspruches 1 ist zunächst und im Wesentlichen ein CVD- Verfahren zum Abscheiden mindestens einer IH-V-Ν-Schicht auf einem Substrat mit einer von der Zusammensetzung der Schicht abweichenden Zusammenset- zung. Um ein Anwachsen der Schicht zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn die kristallographischen Eigenschaften des Substrates zumindestens im Bereich der zu beschichtenden Oberfläche weitestgehend denen der darauf abzuscheidenden Schicht entsprechen. Wesentlich ist, dass das Substrat aus einem mechanischen Träger und einer darauf aufgebrachten Keimplatte besteht. Der
Träger zeichnet sich durch eine hohe thermische Leitfähigkeit aus und liefert gleichzeitig die mechanische Stabilität. Das Material des Trägers ist so gewählt, dass es die erforderliche mechanische Stabilität bei hohen Temperaturen und bei schnellen Temperaturänderungen besitzt. Auf dem mechanischen Träger ist die Keimplatte aufgebracht. Wesentlich an der Keimplatte ist die Bereitstellung einer Oberfläche zum Anwachsen der Schicht Die Keimplatte besitzt dazu die für das epitaktische Wachstum gewünschten Eigenschaften wie Gitterkonstante, thermische Leitfähigkeit, chemischen Eigenschaften, elektrischen Eigenschaften und andere kristallographischen Eigenschaften. Die Keimschicht kann sehr dünn sein. Grundsätzlich reicht es aus, wenn sie nur wenige Nanometer dick ist Die Dicke der Keimschicht kann aber auch mehr als 100 nm betragen und sogar bis zu 300 um. Diese Keimschicht wird bevorzugt auf den mechanischen Träger aufgeklebt. Hierzu dient vorzugsweise das Waferbondingverfah- ren. Es sind aber auch andere Verfahren denkbar. Vorzugsweise handelt es sich bei der Keimplatte um eine mehrkomponentige Keimplatte. Diese mehrkom- ponentige Keimplatte kann in einer Beschicht ngsanlage mit den entsprechenden Meßpunkten für wichtige Prozessparameter, beispielweise Temperatur, Oberflächeneigenschaften mit einem Gruppe DI-N-Verbindungsleiter beschichtet werden. Der Träger kann aus Silicium bestehen. Es ist aber auch denkbar, ihn aus Metall zu fertigen. Eine Dicke zwischen 100 nm und 300 um wird als vorteilhaft angesehen. Bevorzugt besteht der Träger aus einem (100) SiKcium- Kristall. Als Keimplatte kann ein (111) Süicium-Kristall verwendet werden. Der (100) Suicium-Träger kann mit einer Keimschicht nicht nur aus (111) Silicium versehen sein. Es ist auch vorgesehen, als Keimschicht Süiciumkarbid, Galli- umnitrit oder LGO bzw. LAO zu verwenden. Eine GalliumnitritKeimschicht kann im HVPE- Verfahren mit niedriger Versetzungsdichte hergestellt werden. Ganz allgemein ist es von Vorteil, wenn die Keimschicht im MOCVD- Verfahren hergestellt wird.
Die Beschichtung des derartig aufgebauten Substrates erfolgt in einer CVD- Vorrichtung und insbesondere in einer MOCVD-Beschichtungsanlage. In dieser Beschichtungsanlage werden Prozessgase, beispielsweise Arsin, Phosphin oder dergleichen als Träger der V-Komponente in eine Prozesskammer einge- bracht. Die HI-Komponenten werden als metallorganische Verbindungen in die Prozesskammer eingeleitet. Das Einleiten dieser Prozessgase erfolgt derart getrennt voneinander, dass eine Reaktion der Prozessgase untereinander in der Gasphase weitestgehend ausgeschlossen ist Das Kristallwachstum findet durch Zerlegung der Prozessgase auf der heissen Oberfläche des Substrates statt. Zusätzlich zu den Prozessgasen werden Trägergase (Wasserstoff, Stickstoff oder Edelgase) in die Prozesskammer eingeleitet. Das Wachstum von Galliumnitrit erfolgt in einem Temperaturbereich zwischen 1100 und 1200°C. In einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die eigentliche, aktive Schicht nicht unnriittelbar auf das Substrat bzw. die Keim- Schicht abgeschieden wird. Es ist vielmehr vorgesehen, dass zunächst eine Pufferschicht oder Pufferschichtenfolge auf die Keimplatte aufgebracht wird. Auch dies erfolgt im MOCVD- Verfahren. Die Pufferschicht kann aus AlGalnN bzw. AlGalnNSchichtfolgen bestehen. Die elektrischen Eigenschaften der Pufferschicht können unabhängig vom mechanischen Träger durch Dotierung einge- stellt w erden. Die Pufferschichten kö nnen bei unterschiedlichen Depo sitio n- stemperaturen abgeschieden werden, um etwaige Restverspannungen zwischen der mehrkomponentigen Keimplatte und der eigentlichen Schicht bzw. eigentlichen Schichtfolge für die Bauelemente abzubauen. Als Bauelemente, bei denen die eigentliche Schicht die aktive Schicht ist, kommen Transistorbau- elemente, lichtemittierende Bauelemente oder Detektorbauelemente in Betracht Bei der Herstellung von aktiven Schichten für Transistoren wird vorzugsweise eine Keimplatte aus dünnem Siliciumkarbid verwendet. Bei der Herstellung von aktiven Schichten für lichtemittierende Bauelemente können Keimplatten aus dünnem Silicium, Galliumnitrit, LAO oder LGO verwendet
werden. Für die Herstellung von aktiven Schichten von Detektoren wird als Keimplatte eine dünne einkristalline Platte verwendet. In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird als mechanischer Träger eine (lOO)-orientierte Silicium- Einkristallscheibe verwendet, deren Dicke 275 + 25 um beträgt. Auf die- sen mechanischen Träger wird eine Keimplatte aus Siliciumkarbid aufgebracht Dies erfolgt durch Waferbonding. Die Schichtdicke der Siliciumkarbid- Keimplatte beträgt im Ausführungsbeispiel 220 nm. Die Oberfläche der Silici- umkarbid-Keimplatte hat eine kristallographische Eigenschaft, die weitestgehend der von Galhumnitrit entspricht Bei einer Temperatur von 1190°C wird in einer Wasserstoffatmosphäre mit TMA1 und Ammoniak als Prozessgase zunächst eine AIN-Schicht abgeschieden. Die Dicke dieser ALN-Schicht beträgt etwa 70 bis 80 nm. Nach Absenken der Prozesstemperatur auf 1120°C wird auf dieser AIN-Schicht eine GaN-Schicht abgeschieden. Die GaN-Schicht besitzt eine Dicke zwischen 1 und 1,2 um. Der Wachstumsprozess kann in geeigneter Weise mittels optischer Sensoren überwacht werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel beginnt das Wachstum von A1N zweidimensional. Auf dieser AIN- Schicht wächst epitaktisch das GaN.
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offen- barung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/ beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.