LU103476B1 - Kochsystem und Verfahren zum Betreiben - Google Patents

Kochsystem und Verfahren zum Betreiben

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Henrik Wilkens
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Miele & Cie
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Abstract

Kochsystem (100) umfassend eine Kochfeldeinrichtung (200), eine Dunstabzugshaube (300), ein Gargeschirr (1), eine Steuereinrichtung (50) und eine Kommunikationseinrichtung (60), welche über die Kommunikationseinrichtung (60) miteinander vernetzt sind und welche mittels der Steuereinrichtung (60) steuerbar sind. Das Gargeschirr (1) umfasst einen Gargeschirrgrundkörper (2), einen Deckel (3) und eine Elektronikeinrichtung (4), wobei der Gargeschirrgrundkörper einen Boden (5) und eine Wandung (6) umfasst, welche ein Aufnahmevolumen (7) begrenzen, welches über eine Gargeschirröffnung (8) zugänglich ist. Dabei umfasst die Elektronikleinrichtung (4) des Gargeschirrs (1) eine Deckeldetektion (9), welche dazu geeignet und ausgebildet ist, zu erkennen, ob der Deckel (3) die Gargeschirröffnung (8) verschließt, wobei die Dunstabzugshaube (300) basierend auf der Deckeldetektion (9) steuerbar ist. Bei dem Verfahren zum Betreiben eines solchen Kochsystems (1) wird eine Leistungsstufe der Dunstabzugshaube (300) abhängig von der Deckeldetektion (9) des Gargeschirrs (1) eingestellt. Fig. 1

Description

Beschreibung „Kochsystem und Verfahren zum Betreiben“
Die vorliegende Erfindung betrifft Kochsystem umfassend wenigstens eine Kochfeldeinrichtung, wenigstens eine Dunstabzugshaube, wenigstens ein Gargeschirr, wenigstens eine s Steuereinrichtung und wenigstens eine Kommunikationseinrichtung, wobei die
Kochfeldeinrichtung, die Dunstabzugshaube und/oder das Gargeschirr über die wenigstens eine Kommunikationseinrichtung miteinander vernetzt sind und wobei die Kochfeldeinrichtung, die Dunstabzugshaube und/oder das Gargeschirr mittels der wenigstens einen
Steuereinrichtung steuerbar sind. Das Gargeschirr umfasst wenigstens einen
Gargeschirrgrundkérper, wenigstens einen Deckel und wenigstens eine Elektronikeinrichtung, wobei der Gargeschirrgrundkörper wenigstens einen Boden und wenigstens eine Wandung umfasst, wobei durch den Boden und die Wandung wenigstens ein Aufnahmevolumen begrenzt wird, welches über wenigstens eine Gargeschirröffnung zugänglich ist. Die vorliegende
Erfindung betrifft ein weiterhin ein Gargeschirr, welches zum Betrieb in einem derartigen
Kochsystem geeignet ist und ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Kochsystems.
Kochsysteme umfassend ein Kochfeld, eine Dunstabzugshaube und ein Gargeschirr sind im
Stand der Technik in vielen Ausgestaltungen bekannt. Auch eine Vernetzung der einzelnen
Komponenten beispielswiese per Bluetooth ist bekannt.
Durch die Kommunikation der einzelnen Komponenten miteinander wird es unter anderem
Möglich, Kochprozesse zu automatisieren bzw. bestimmte Einstellungen an den einzelnen
Komponenten automatisiert vorzunehmen. So kann beispielsweise die Leistung der
Dunstabzugshaube basierend auf bzw. abhängig von der eingestellten Leistung an der
Kochfeldeinrichtung automatisch eingestellt werden.
Wünschenswert ist eine stetige Verbesserung der automatisierten Prozesse, sodass beispielsweise die Leistung der Dunstabzugshaube möglichst exakt auf das aktuell benötigte
Maß eingestellt wird oder die Dunstabzugshaube sogar vollständig ausgeschaltet wird, sollte aktuell keine Notwendigkeit dazu bestehen, beispielsweise wenn ein Deckel auf dem
Gargeschirr aufliegt und derzeit kein bzw. kaum Wrasen aus dem Gargeschirr austritt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein eingangs beschriebenes Kochsystem zur Verfügung zu stellen, welches die zuvor beschriebene verbesserte Funktionalität wenigstens teilweise beinhaltet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kochsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Gargeschirr mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und durch ein Verfahren zum Betreiben eines Kochsystems mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Bevorzugte Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
Das erfindungsgemäße Kochsystem umfasst wenigstens eine Kochfeldeinrichtung, wenigstens eine Dunstabzugshaube, wenigstens ein Gargeschirr, wenigstens eine Steuereinrichtung und wenigstens eine Kommunikationseinrichtung. Dabei sind die Kochfeldeinrichtung, die
Dunstabzugshaube und/oder das Gargeschirr über die wenigstens eine 11 Kommunikationseinrichtung miteinander vernetzt, wobei die Kochfeldeinrichtung, die
Dunstabzugshaube und/oder das Gargeschirr mittels der wenigstens einen Steuereinrichtung steuerbar sind. Das Gargeschirr umfasst wenigstens einen Gargeschirrgrundkörper, wenigstens einen Deckel und wenigstens eine Elektronikeinrichtung, wobei der Gargeschirrgrundkörper wenigstens einen Boden und wenigstens eine Wandung umfasst, welche wenigstens ein ı5 Aufnahmevolumen begrenzen, welches über wenigstens eine Gargeschirröffnung zugänglich ist. Weiterhin umfasst die Elektronikeinrichtung des Gargeschirrs wenigstens eine
Deckeldetektion, welche dazu geeignet und ausgebildet ist, zu erkennen, ob der Deckel die
Gargeschirröffnung (vollständig) verschließt, wobei die Dunstabzugshaube basierend auf der
Deckeldetektion steuerbar ist.
Insbesondere ist bei einer solchen Ausgestaltung über das Vorhandensein bzw. das Erkennen des Abnehmens und/oder auch die teilweise Öffnung des Deckels die Leistung der
Dunstabzugshaube vorzugsweise automatisch beeinflussbar.
Die Deckeldetektion stellt insbesondere eine sogenannte Deckelerkennung dar bzw. ist dazu ausgebildet und eingerichtet zu erkennen, ob ein Deckel ganz, teilweise und/oder nicht aufgelegt ist. Dazu kann insbesondere wenigstens eine Sensorik zur Erkennung des Aufliegens eines Deckels vorgesehen sein.
Das Gargeschirr umfasst erfindungsgemäß wenigstens eine Elektronikeinrichtung, wobei das
Gargeschirr insbesondere als ein sogenanntes smartes Gargeschirr ausgebildet ist, welches insbesondere wenigstens einen Sensor zur Bestimmung der Temperatur umfasst. Dabei kann ein solches Gargerät insbesondere mehrere Sensoren vorgesehen umfassen, welche vorzugsweise in unterschiedlichen Höhen an der Wandung des Gargeschirrgrundkörpers und/oder auch an dem Boden angeordnet sein können.
Die Deckeldetektion kann ergänzt werden um eine Ansteuerung der Dunstabzugshaube, die abhängig von Betriebsparametern erfolgt, wie etwa einer aktuell vorliegenden Temperatur und/oder anderer vorliegender Sensorwerte. Diese Sensorwerte kombiniert mit der
Deckelerkennung können beispielsweise zur erfindungsgemäßen Ansteuerung führen.
Die Kommunikationseinrichtung kann vorzugsweise in die Steuereinrichtung integriert oder auch als separate Baugruppe ausgebildet sein. Grundsätzlich können sowohl die
Kochfeldeinrichtung als auch die Dunstabzugshaube und/oder das Gargeschirr jeweils selbst wenigstens eine Steuereinrichtung eine Kommunikationseinrichtung umfassen. Je nach
Ausgestaltung können auch verschiedene Komponenten eine gemeinsame Steuereinrichtung und/oder Kommunikationseinrichtung aufweisen.
Die Kochfeldeinrichtung ist insbesondere als induktives Kochfeld ausgebildet, welches vorzugsweise mehrere Kochzonen zum Aufstellen von Gargeschirr umfasst, wobei jede
Kochzone vorzugsweise mit einer bestimmten Anzahl an Induktionsspulen beheizbar ist.
Die Dunstabzugshaube kann vorzugsweise als hängende Dunstabzugshaube ausgebildet sein, welche beispielsweise oberhalb eines Kochfeldes an einer dahinter angeordneten Wand oder an einer darüber angeordneten Decke angeordnet ist. So kann beispielsweise eine ı5 Deckenhaube, eine Kopffreiheitshaube und/oder auch eine Einbauhaube in einem erfindungsgemaien Kochsystem verwendet werden. Je nach Ausgestaltung kann die
Dunstabzugshaube aber auch als Downdraftlüfter ausgebildet sein, welcher beispielsweise als separate Baugruppe hinter einem Kochfeld angeordnet sein kann oder auch als integrierter
Downdraftlüfter z. B. als sogenannter Muldenlüfter in einem Kochfeld integriert sein. Je nach
Ausgestaltung können auch mobile Dunstabzugshaube in dem erfindungsgemäfBen
Kochsystem eingesetzt werden.
Der Deckel verschließt das Aufnahmevolumen bzw. die Gargeschirréffnung im Wesentlichen dicht. Dabei ist hier die Art eines Deckels wie bei klassischen Gargeschirr bevorzugt, mit oder ohne Dichtung etc.
Die Deckeldetektion kann direkt einen Zustand ausgeben oder auch Rohdaten an eine andere
Steuereinrichtung weiterleiten, beispielsweise an die Kochfeldeinrichtung und/oder die
Dunstabzugshaube, wobei die entsprechende Steuereinrichtung dann aus den Daten einen
Zustand für den Deckel bzw. eine Deckelposition ermittelt.
Die Kommunikationseinrichtung umfasst vorzugsweise wenigstens einen
Kommunikationskanal, beispielsweise Bluetooth, WLAN, LAN, NFC und/oder dergleichen.
Das erfindungsgemäße Kochsystem bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist, dass durch die Detektion, ob ein Deckel ganz bzw. vollständig, je nach Ausgestaltung teilweise oder auch nicht aufliegt, die Dunstabzugshaube entsprechend gesteuert werden kann. Das führt dazu, dass die Dunstabzugshaube insbesondere beispielsweise vollständig ausgeschaltet werden kann, wenn ein vollständiges Aufliegen des Deckels durch die Deckeldetektion erkannt wird.
So können der Energieverbrauch und auch die Geräuschemissionen stark reduziert werden, da die Dunstabzugshaube nur noch betrieben werden muss, wenn erkannt wird, dass der Deckel nicht mehr vollständig auf dem Gargeschirr aufliegt bzw. die Gargeschirröffnung nicht vollständig verschlossen ist.
Dies führt dazu, dass beispielsweise Filter seltener getauscht werden müssen und auch
Wartungsintervalle, welche insbesondere über Betriebsstunden definiert werden, verlängert werden können.
So kann insbesondere auch erreicht werden, dass der gesamte Energieverbrauch der
Dunstabzugshaube derart reduziert wird, dass der Einsatz von mobilen Dunstabzugshauben, insbesondere auch kabellos betriebene Dunstabzugshauben, welche beispielsweise Uber ein
Induktionsfeld der Kochfeldeinrichtung mit Strom versorgt werden, eingesetzt werden kénnen. ı5 Bevorzugt kommuniziert das Gargeschirr direkt mit der Dunstabzugshaube und/oder über die
Kochfeldeinrichtung mit der Dunstabzugshaube. In beiden Varianten kann entweder über eine direkte Kommunikation zwischen Dunstabzugshaube und dem smarten Kochgeschirr bzw.
Gargeschirr oder Uber einen Zwischenschritt über die Kochfeldeinrichtung die Leistung der
Dunstabzugshaube entsprechend der erkannten Deckelposition betrieben werden.
Besonders bevorzugt umfasst die Deckeldetektion wenigstens ein Schalter. Uber einen Schalter kann besonders sicher und einfach erkannt werden, ob bzw. wie ein Deckel auf der
Gargeschirröffnung aufliegt bzw. ob die Öffnung vollständig, teilweise oder ganz verschlossen wird. Über einen solchen Schalter kann insbesondere eine direkte Detektion erfolgen, ob der
Deckel offen oder geschlossen ist.
In zweckmäßigen Ausgestaltungen ist der Schalter als mechanischer Schalter und/oder sensorischer Schalter ausgebildet. So kann beispielsweise ein Kontaktschalter vorgesehen sein. Je nach Ausgestaltung können aber auch Schalter wie beispielsweise ein Reed-Kontakt, eine Lichtschranke und/oder auch Magnetschalter verwendet werden.
Bevorzugt umfasst die Deckeldetektion wenigstens eine Sensoreinrichtung. Dabei wird durch eine derartige Sensoreinrichtung insbesondere eine indirekte Detektion bereitgestellt, wobei vorzugsweise über eine Art Auswertung überprüft wird, ob ein Deckel aufliegt, teilweise aufliegt oder nicht aufgesetzt ist. Dabei können bevorzugt über die erfassten Sensordaten
Rückschlüsse über das Vorhandensein bzw. das Auffliegen eines Deckels gezogen.
In zweckmäßigen Weiterbildungen umfasst die Sensoreinrichtung wenigstens einen
Temperatursensor, insbesondere auf einer Außenseite der Wandung des s Gargeschirrgrundkdrpers. So ist es beispielsweise möglich, dass über einen Temperatursensor an der Außenseite der Wandung des Gargeschirrgrundkörpers erkannt wird, ob der Deckel aufgelegt ist. Dann wird an der Außenseite der Wandung durch den stärker austretenden
Wrasen bei geöffnetem Deckel die Temperatur erhöhen, sodass auf das Abnehmen bzw.
Anheben des Deckels geschlossen werden kann. Je nach Veränderung der Temperaturkurve kann man beispielsweise auch bei mehreren Sensoren über den Umfang verteilt erkannt werden, ob der Deckel vollständig abgehoben wurde oder ob der Deckel beispielsweise nur an einer Seite hochgekippt wurde.
Bevorzugt sind mehrere Schalter und/oder Sensoreinrichtung vorgesehen, welche insbesondere über den Umfang der Gargeschirröffnung (im Wesentlichen gleichmäßig verteilt) vorgesehen sind. Insbesondere bei einer solchen Ausstattung kann erkannt werden, ob ein teilweises Anliegen bzw. Aufliegen des Deckels vorliegt oder ob der Deckel vollständig aufliegt oder abgenommen ist.
Bevorzugt ist die Dunstabzugshaube als mobile Dunstabzugshaube ausgebildet. Eine solche
Dunstabzugshaube kann insbesondere je nach Anforderung auf oder neben das Kochfeld gestellt werden, um an bestimmten Tôpfen oder auch allgemein Dunst abzusaugen. Dabei ist insbesondere bevorzugt, dass eine nicht kabelgebundene mobile Dunstabzugshaube verwendet werden wird, welche beispielsweise auf einer sogenannten WPC-Ki Zone (WPC =
Wireless Power Consortium) auf dem Kochfeld aufsteht und darüber betrieben werden kann.
Vorzugsweise wird die mobile Dunstabzugshaube über eine kabellose Schnittstelle mit Energie versorgt. Der Vorteil beim Betreiben einer derartigen mobilen Dunstabzugshaube, deren
Leistung eine Deckeldeckdetektion angepasst wird, ist, dass beispielsweise Filter nicht zu schnell getauscht werden müssen und auch der Energiebedarf niedriger ist, sodass wie zuvor ausgeführt auch der Betrieb einer nicht kabelgebundenen mobilen Dunstabzugshaube möglich wird.
Erfindungsgemäß ist auch ein Gargeschirr, wie es zuvor beschrieben wurde.
Dabei bietet auch das erfindungsgemäße Gargeschirr die Vorteile, wie sie zuvor schon zu dem erfindungsgemäßen Kochsystem beschrieben wurden.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Betreiben eines Kochsystems, wie es zuvor beschrieben wurde. Dabei wird eine Leistungsstufe der Dunstabzugshaube abhängig von der
Deckeldetektion des Gargeschirrs eingestellt. Dabei ist insbesondere bevorzugt, dass die
Leistungsstufe geändert oder die Dunstabzugshaube vollständig an- bzw. ausgestellt wird.
Dabei wird unter einer Leistungsstufe insbesondere eine bestimmte Leistung der
Dunstabzugshaube verstanden.
Auch das erfindungsgemäße Verfahren bietet die Vorteile, wie sie zuvor schon zu dem erfindungsgemäßen Kochsystem und dem erfindungsgemäßen Gargeschirr beschrieben wurden.
Bevorzugt wird die Leistungsstufe der Dunstabzugshaube nach dem Erkennen des Öffnens des
Deckels auf einen Wert eingestellt, der vor dem Schließen bzw. Aufsetzen des Deckels eingestellt war. So kann bei einem längeren Kochprozess beispielsweise komfortabel automatisch eine geeignete Leistungsstufe automatisch wieder eingestellt werden, welche vorzugsweise zu einem früheren Zeitpunkt von einem Benutzer händisch ausgewählt wurde. ı5 Besonders bevorzugt wird die Dunstabzugshaube nach dem Erkennen des Öffnens des
Deckels auf eine mittlere Leistungsstufe eingestellt. Die ist eine weitere Option der Einstellung der Leistungsstufe bei dem Erkennen des Öffnens des Deckels, sodass eine mittlere bzw. typische Leistungsstufe für eine erwartende Menge an austretenden Wrasen eingestellt wird.
Diese Leistungsstufe kann dann vorzugsweise von einem Benutzer nachgeregelt werden.
Vorzugsweise werden eine Art des Gargeschirrs, ein Inhalt des Gargeschirrs und oder ein eingestelltes Programm der Kochfeldeinrichtung für das Gargeschirr bei der Einstellung der
Leistungsstufe der Dunstabzugshaube berücksichtigt, wenn das Abheben eines Deckels erkannt wird. Durch das Berücksichtigen (wenigstens eines) dieser Faktoren kann besonders gut bzw. genau eine automatische Anpassung der Leistungsstufe gewählt werden, da über die
Faktoren eine zu erwartende austretende Menge an Wrasen ermittelt werden kann.
Bevorzugt wird, wenn wenigstens zwei Gargeschirre verwendet werden, die Dunstabzugshaube abhängig von den jeweiligen Deckeldetektionen eingestellt. So ist insbesondere ein graduelles
Einstellen der Leistungsstufen abhängig von der Anzahl der auf der Kochfeldeinrichtung aktiv betriebenen Gargeschirre und deren Zustand möglich.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den
Ausführungsbeispielen, welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
In den Figuren zeigen:
Figur 1 eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Kochsystems in einer perspektivischen Ansicht; und
Figur 2 eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines weiteren erfindungsgemäßen Kochsystems in einer perspektivischen Ansicht.
In Figur 1 ist rein schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kochsystems 100 in einer teilperspektivischen Ansicht dargestellt.
Das hier gezeigte Kochsystem 100 umfasst eine Kochfeldeinrichtung 200, welches in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als Induktionskochfeld mit mehreren Kochzonen 201 ausgebildet ist. Dabei kann ein auf den jeweiligen Kochzonen 201 aufstehendes Gargeschirr 1 mit den jeweils darunter angeordneten Induktionsspulen 202 erhitzt werden.
Weiterhin umfasst die hier gezeigte Kochfeldeinrichtung 200 eine Bedieneinrichtung 203, wobei in diese hier auch eine eigene Steuereinrichtung 50 und eine eigene
Kommunikationseinrichtung 60 integriert sind. ı5 Das gezeigte erfindungsgemäße Kochsystem 100 umfasst weiterhin ein auf einer Kochzone 201 der Kochfeldeinrichtung 200 aufstehendes erfindungsgemäßes Gargeschirr 1 und eine hier oberhalb der Kochfeldeinrichtung 200 angeordnete Dunstabzugshaube 300.
Die Dunstabzugshaube 300 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als hängende
Dunstabzugshaube 300 ausgebildet, welche hier auch eine Bedieneinrichtung 302 umfasst, welche hier eine eigene Steuereinrichtung 50 und eine eigene Kommunikationseinrichtung 60 beinhaltet.
Das hier vorgesehene Gargeschirr 1 ist als sogenanntes smartes Gargeschirr 1 ausgebildet, welches hier mit Kochfeldeinrichtung 200 und der Dunstabzugshaube 300 kommunizieren kann.
Dazu umfasst das Gargeschirr 1 eine Elektronikeinrichtung 4, welche hier eine eigene
Steuereinrichtung 50 und eine eigene Kommunikationseinrichtung 60 umfasst.
Dabei umfasst das Gargeschirr 1 einen Gargeschirrgrundkôrper 2, welcher eine Wandung 6 und einen Boden 5 aufweist, welche zusammen ein Aufnahmevolumen 7 begrenzen. Auf die
Gargeschirréffnung 8 bzw. die Offnung des Aufnahmevolumens 7 ist hier ein Deckel 3 aufgesetzt.
Die Elektroeinrichtung 4 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel an der Außenseite 13 der Wandung 6 des Gargeschirrgrundkörpers 2 aufgenommen, wobei hier hinter der
Abdeckung 14 der Elektronikeinrichtung 4 mehrere Temperatursensoren an der Außenseite 13 der Wandung 6 und an dem Boden 5 des Gargeschirrgrundkörpers 2 angeordnet sind, um mit dem smarten Gargeschirr 1 bestimmte Kochprozess automatisiert vorzunehmen bzw. einen
Benutzer zu unterstützen.
Erfindungsgemäß ist eine Deckeldetektion 9 vorgesehen, welche in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel Schalter 10 umfasst, welche hier als mechanischer Schalter bzw. als
Kontaktschalter 15 ausgebildet sind.
Uber diese Schalter 10 bzw. die Deckeldetektion 9 kann über die Steuereinrichtung(en) 50 und die Kommunikationseinrichtung(en) 60 eine Steuerung der Dunstabzugshaube 300 bzw. der
Leistung der Dunstabzugshaube entsprechend der Deckelposition vorgenommen werden.
So ist es erfindungsgemäße möglich, dass die Leistung der Dunstabzugshaube 300 bei einem vollständig aufgesetzten Deckel 3 zumindest herabgesetzt wird oder dass die ı5 Dunstabzugshaube 300 sogar vollständig ausgestellt wird.
So kann einerseits der Stromverbrauch der Dunstabzugshaube reduziert werden. Es wird dadurch aber hier auch die Geräuschemission erheblich reduziert, insbesondere wenn das
Absaugen von Wrasen durch den vollständig aufliegenden Deckel 3 nicht notwendig ist. Wenn der Deckel 3 vollständig auf dem Gargeschirr 1 bzw. auf der Gargeschirröffnung 8 aufliegt, tritt
In der Regel derart wenig oder sogar gar kein Wrasen aus dem Gargeschirr 1 aus, dass die
Funktionalität der Dunstabzugshaube 3 nicht notwendig ist.
Je nach Ausgestaltung kann die Deckeldetektion 9 bzw. können die Schalter 10 über den
Umfang der Gargeschirröffnung 8 verteilt angeordnet sein, sodass je nach Ausgestaltung sogar erkannt werden kann, ob der Deckel 3 vollständig aufliegt, abgenommen ist oder auch nur in einem gewissen Teilbereich aufliegt.
In Figur 2 ist rein schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Kochsystems 100 dargestellt, welches vom Grundaufbau bzw. insbesondere von der
Funktionalität des Gargeschirrs 1 und der Kommunikation zwischen den einzelnen
Komponenten dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 im Wesentlichen entspricht.
Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist in Figur 2 gezeigt, dass die
Dunstabzugshaube 300 als mobile Dunstabzugshaube 301 ausgebildet ist.
Dabei kann die mobile Dunstabzugshaube 300 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel kabellos mit Energie versorgt werden, wozu eine entsprechende Spule 302 von der mobilen
Dunstabzugshaube 301 umfasst ist, welche auf einer entsprechenden WPC-Zone 204 der
Kochfeldeinrichtung 200 betrieben werden kann. So kann ohne ein störendes Kabel die mobile
Dunstabzugshaube 301 in dem Kochsystem betrieben werden.
Auch hier erfolgt die Kommunikation zwischen Gargeschirr 1 und Dunstabzugshaube 300 direkt oder je nach Ausgestaltung über die Kochfeldeinrichtung 200.
Das Gargeschirr 1 ist wie in dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel ausgebildet, wobei die
Deckeldetektion 9 auch hier über Schalter 10 realisiert ist.
Alternativ ist dargestellt, dass anstelle einer direkten Deckeldetektion 9 auch eine indirekte
Detektion beispielsweise über an der Außenseite 13 der Wandung 6 des
Gargeschirrgrundkörpers 2 angebrachte Sensoreinrichtungen 11 erfolgen kann.
Dabei sind die Sensoreinrichtung 11 hier als Temperatursensor 12 ausgebildet, sodass beim
Abheben des Deckels 3 der austretende Wrasen zu einer Temperaturänderung führt, welche ı5 durch die Temperatursensoren 12 erkannt wird.
Bezugszeichenliste LU103476 1 Gargeschirr 2 Gargeschirrgrundkörper 3 Deckel 4 Elektronikeinrichtung 5 Boden 6 Wandung 7 Aufnahmevolumen 8 Gargeschirréffnung 9 Deckeldetektion 10 Schalter 11 Sensoreinrichtung 12 Temperatursensor 13 Außenseite 14 Abdeckung 15 Kontaktschalter 50 Steuereinrichtung 60 Kommunikationseinrichtung 100 Kochsystem 200 Kochfeldeinrichtung 201 Kochzone 202 Induktionsspule 203 _Bedieneinrichtung 204 WPC-Zone 300 Dunstabzugshaube 301 mobile Dunstabzugshaube 302 Bedieneinrichtung 303 Spule

Claims (15)

Patentansprüche
1. Kochsystem (100) umfassend wenigstens eine Kochfeldeinrichtung (200), wenigstens eine Dunstabzugshaube (300), wenigstens ein Gargeschirr (1), wenigstens eine Steuereinrichtung (50) und wenigstens eine Kommunikationseinrichtung (60), wobei die Kochfeldeinrichtung (200), die Dunstabzugshaube (300) und/oder das Gargeschirr (1) über die wenigstens eine Kommunikationseinrichtung (60) miteinander vernetzt sind und wobei die Kochfeldeinrichtung (200), die Dunstabzugshaube (300) und/oder das Gargeschirr (1) mittels der wenigstens einen Steuereinrichtung (60) steuerbar sind, wobei das Gargeschirr (1) wenigstens einen Gargeschirrgrundkörper (2), wenigstens einen Deckel (3) und wenigstens eine Elektronikeinrichtung (4) umfasst, und wobei der Gargeschirrgrundkörper wenigstens einen Boden (5) und wenigstens eine Wandung (6) umfasst, wobei durch den Boden (5) und die Wandung (6) wenigstens ein Aufnahmevolumen (7) begrenzt wird, welches über wenigstens eine Gargeschirröffnung (8) zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikleinrichtung (4) des Gargeschirrs (1) wenigstens eine Deckeldetektion (9) umfasst, welche dazu geeignet und ausgebildet ist, zu erkennen, ob der Deckel (3) die Gargeschirröffnung (8) (vollständig) verschließt, und dass die Dunstabzugshaube (300) basierend auf der Deckeldetektion (9) steuerbar ist.
2. Kochsystem (1) nach Anspruch 1, wobei das Gargeschirr (1) direkt mit der Dunstabzugshaube (300) und/oder über die Kochfeldeinrichtung (200) mit der Dunstabzugshaube (300) kommuniziert.
3. Kochsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Deckeldetektion (9) wenigstens einen Schalter (10) umfasst.
4. Kochsystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Schalter (10) als mechanischer Schalter und/oder sensorischer Schalter ausgebildet ist.
5. Kochsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Deckeldetektion (9) wenigstens eine Sensoreinrichtung (11) umfasst.
6. Kochsystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Sensoreinrichtung (11) wenigstens einen Temperatursensor (12) umfasst, insbesondere auf einer Außenseite (13) der Wandung (6) des Gargeschirrgrundkörpers (2).
7. Kochsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, wobei mehrere Schalter (10) und/oder Sensoreinrichtungen (11) vorgesehen sind, welche insbesondere Uber den Umfang der Gargeschirrôffnung (8) (im Wesentlichen gleichmäßig verteilt) sind.
8. Kochsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dunstabzugshaube (300) als mobile Dunstabzugshaube (301) ausgeführt ist.
9. Kochsystem (1) nach Anspruch 8, wobei die mobile Dunstabzugshaube Uber eine kabellose Schnittstelle mit Energie versorgt ist.
10. Gargeschirr (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7.
11. Verfahren zum Betreiben eines Kochsystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leistungsstufe der Dunstabzugshaube (300) abhängig von der Deckeldetektion (9) des Gargeschirrs (1) eingestellt wird.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Leistungsstufe der Dunstabzugshaube (300) nach dem Erkennen des Offnens des Deckels (3) auf einen Wert eingestellt wird, der vor dem SchlieBen/Aufsetzen des Deckels (3) eingestellt war.
13. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dunstabzugshaube (300) nach dem Erkennen des Offnens des Deckels (3) auf eine mittlere Leistungsstufe eingestellt wird.
14. Verfahren nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Größe und/oder eine Art des Gargeschirrs (1), ein Inhalt des Gargeschirrs und/oder ein eingestelltes Programm für das Gargeschirr (1) bei der Einstellung der Leistungsstufe der Dunstabzugshaube (300) berücksichtig werden.
15. Verfahren nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei, wenn wenigstens zwei Gargeschirre verwendet werden, die Dunstabzugshaube (200) abhängig von den jeweiligen Deckeldetektionen (9) eingestellt wird.
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