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Die Erfindung betrifft einen Verpackungsrohling für ein schalenförmiges Verpackungsunterteil nach den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1, ein einen solchen Verpackungsrohling umfassendes Verpackungsunterteil sowie eine Verpackung mit einem solchen Verpackungsunterteil.
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In jüngster Zeit gibt es eine Vielzahl an Initiativen, um den Anteil an Kunststoff in oder an Verpackungen, insbesondere Lebensmittelverpackungen, zu reduzieren und um die Recyclingfähigkeit der dabei eingesetzten Materialien zu erhöhen. Derzeit werden vor allem Kunststoffschalen als Verpackungsunterteil eingesetzt, um Lebensmittel zu verpacken. Diese auch als Tray bezeichneten Kunststoffschalen werden in der Regel aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) oder anderen zunächst formlosen Werkstoffen hergestellt. Naturgemäß weisen besonders Verpackungen für frische Lebensmittel einen recht kurzen Einsatzzeitraum auf. Mit Blick auf das spätere Recycling sind derartige Lebensmittelverpackungen insgesamt problematisch, da diese sich nur unter hohem Aufwand sortenrein trennen lassen. Viele der dabei eingesetzten Verpackungsmaterialien sind eingefärbt bzw. verschmutzt. Hierdurch ist deren stoffliche Verwertung in der Regel wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.
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Diese Kunststoffschalen werden üblicherweise mittels thermischen Tiefziehverfahrens in Form gebracht. Durch deren zu einer Seite hin offene Schalenform werden sie nach Befüllung mit einem Lebensmittel und dem optionalen Einbringen eines auf das jeweilige Lebensmittel abgestimmten Schutzgases mit einer Siegelfolie verschlossen. Diese können aus einer oder mehreren Schichten bestehen, wie beispielsweise einem Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH). Materialbedingt sind die aktuellen Verpackungsschalen zumeist unbedruckt, wobei die notwendigen Produktinformationen als Klebeetikett auf der Siegelfolie oder der Unterseite des Traybodens angebracht werden. Eine stoffliche Trennung von Klebeetikett und Folie ist nur mit hohem Aufwand möglich. Teile des geschilderten Problems ließen sich durch ein Verpackungsunterteil aus Karton lösen, der sich demgegenüber einfach bedrucken lässt. Die notwendige Dichtigkeit wird durch eine in das Verpackungsunterteil nachträglich eingebrachte Folienlage erreicht.
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So zeigt
DE 10 2020 129 037 A1 eine Verpackung für Lebensmittel, welche ein schalenförmiges Verpackungsunterteil aufweist. Das geformte Verpackungsunterteil basiert auf Papierfasern und stellt insofern eine Schale aus Karton oder Pappe dar. Eine nachträglich in das Verpackungsunterteil eingebrachte und dauerhaft aber lösbar mit dieser verbundene Folie bildet den ersten Teil eines Folienbeutels, welcher durch eine Oberfolie komplettiert wird. Hierzu weist das Verpackungsunterteil einen umlaufenden Rand auf, entlang dem die Unterfolie mit der Oberfolie verbunden ist.
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Aus
DE 10 2020 129 730 A1 geht eine Verpackung für Lebensmittel hervor, deren Verpackungsunterteil einen papierfaserbasierten Zuschnitt aufweist, durch dessen Faltung eine Schalenform gebildet wird. Anschließend wird mittels Druckluft eine Folie in den Schalenraum eingeblasen und mit dessen Boden sowie Seitenwänden verbunden.
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Aus
EP 2 441 697 A1 ist eine Verpackung bekannt, deren Verpackungsunterteil einen papierfaserbasierten Zuschnitt aufweist, durch dessen Faltung eine Schalenform gebildet wird. Anschließend wird mittels Niederdruck eine erwärmte Folie an den Boden sowie die Seitenwände des Verpackungsunterteils gedrückt und mit dessen Schalenraum verbunden.
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Aus
EP 3 693 284 A1 ist eine Verpackung zu entnehmen, deren Verpackungsunterteil einen papierfaserbasierten Zuschnitt aufweist, durch dessen Faltung eine Schalenform gebildet wird. Anschließend wird durch Thermoformen eine Folie in den Schalenraum eingebracht und mit dessen Boden sowie Seitenwänden verbunden.
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WO 2020/033352 A1 beschreibt eine Verpackung für Lebensmittel, deren Verpackungsunterteil einen zu einer Schalenform faltbaren Zuschnitt aus Kunststoff oder einem auf Papierfasern basierenden Material wie Karton oder Pappe aufweist. In das schalenförmige Verpackungsunterteil kann ein mit Mikrowellenenergie interagierendes Material eingebracht sein, welches eine Folie umfasst.
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Aus
DE 198 40 205 A1 geht eine Verpackung hervor, deren aus einem Faserstoff gebildetes Verpackungsunterteil eine mittels Formpressen erzeugte Schalenform aufweist. In das Verpackungsunterteil ist ein zuvor durch Tiefziehen erstellter und mit dem Schalenraum korrespondierender Einsatz aus wenigstens einer Kunststofffolie eingesetzt, dessen umlaufender Flansch mit einem umlaufenden Rand des Verpackungsunterteils verbunden ist.
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Die
DE 20 2018 006 468 U1 beschreibt ein durch Falten und Aufrichten eines papierfaserbasierten Verpackungsrohlings herstellbares Verpackungsunterteil. Der Verpackungsrohling weist mehrere endseitig offene Ausschnittbereiche auf, die jeweils in Verlängerung zweier benachbarter Seitenwandbereiche sowie der zugehörigen Randbereiche seines Zuschnitts gelegen sind. In dem Verpackungsunterteil ist eine an dessen Form angepasste Folienlage angeordnet, welche hierzu in das bereits gefaltete Verpackungsunterteil tiefgezogen oder tiefgedrückt wird.
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Die im Zusammenhang mit papierfaserbasierten Verpackungsunterteilen bekannten Verfahren sehen ein nachträgliches Einbringen der Folienlage in den bereits zu einem Verpackungsunterteil aufgerichteten Verpackungsrohling vor. Zur Anpassung an dessen jeweilige Innenkontur wird die Folienlage zum Teil stark gestreckt, so dass sie zumindest bereichsweise in ihrer Wandstärke reduziert ist. Um dennoch eine ausreichend dicke Wandstärke zu gewährleisten, werden insgesamt dickere Folienlagen verwendet, welche je nach Tiefe des Verpackungsunterteils eine Stärke von circa 100 Mikrometer (µm) besitzen. Insbesondere aufgrund der Folienstreckung sind die Tiefen der Verpackungsunterteile daher zumeist auf maximal 60 Millimeter (mm) beschränkt.
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Unabhängig davon sind mehrere Prozessschritte notwendig, um die Folienlage einzuziehen. Hierdurch ist die Anzahl der pro Zeiteinheit herstellbaren Verpackungsunterteile in Summe begrenzt, was zu entsprechend hohen Produktionskosten führt. Trotz der wesentlich einfacheren und besseren Recyclebarkeit derartiger Verpackungsunterteile haben diese sich daher nicht gegenüber den an sich problematischen Kunststofftrays durchsetzen können.
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Auch aus der
US 5 253 801 A geht ein Verpackungsunterteil aus einem papierfaserbasierten Verpackungsrohling hervor, dessen Zuschnitt umfangsseitig angeordnete und endseitig offene Ausschnittsbereiche besitzt. Zur Herstellung des Verpackungsunterteils werden der ebene Zuschnitt und eine Folienlage zunächst über einer Patrize angeordnet und dann gemeinsam durch eine Matrize in einen Formhohlraum der Patrize verlagert, so dass die Folienlage auf die Deckseite des bereits aufgerichteten Verpackungsunterteils laminierbar ist. Gemäß einer alternativen Herstellungsweise kann die Folienlage bereits an einer Deckseite des Zuschnitts befestigt oder auf diese laminiert sein und sich dabei über die Ausschnittsbereiche hinweg erstrecken.
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Insbesondere die jeden Ausschnittsbereich des Zuschnitts überspannenden Teile der Folienlage sind in Bezug auf deren Verhalten während des Faltens und Aufrichtens des Zuschnitts nur schwer zu kontrollieren. Auch die Anordnung der Folienlage auf dem bereits herausgetrennten Zuschnitt verlangt entweder deren vorherige oder nachträgliche Anpassung an die Kontur des Zuschnitts, was insgesamt zusätzliche Verarbeitungsschritte und erhöhten Aufwand bedeutet.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verpackungsrohling sowie ein daraus hergestelltes Verpackungsunterteil dahingehend weiterzuentwickeln, dass es trotz guter Recyclebarkeit wirtschaftlich herstellbar ist. Weiter soll ein Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung eines leicht recyclebaren Verpackungsrohlings sowie eines darauf basierenden Verpackungsunterteils geschaffen werden.
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Der gegenständliche Teil dieser Aufgabe wird durch einen Verpackungsrohling nach den Merkmalen von Anspruch 1 sowie ein Verpackungsunterteil gemäß den Merkmalen von Anspruch 10 gelöst. Die Lösung des verfahrensmäßigen Teils dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung eines Verpackungsunterteils gemäß Anspruch 14. Vorteilhafte Weiterbildung sind Inhalt der jeweils abhängigen Ansprüche.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass der Zuschnitt des Verpackungsrohlings einzelne Ausschnittsbereiche aufweisen kann. Bei den Ausschnittsbereichen handelt es sich um Durchgangsöffnungen, in denen das Material des Zuschnitts entfernt ist. Jeder dieser Ausschnittsbereiche ist vorzugsweise in Verlängerung zweier benachbarter Seitenwandbereiche und/ oder deren zugehöriger Randbereiche gelegen, so dass jeweils ein Ecksegment und eine das jeweilige Ecksegment mit dem Bodenbereich verbindende Eckwand ausgebildet wird. Durch das Vorhandensein der Ausschnittsbereiche wird ein überaus vorteilhaftes Verhalten des Verpackungsrohlings während seiner Faltung erreicht, insbesondere um das Verpackungsunterteil später entlang des jeweils zwischen zwei benachbarten Seitenwandbereichen gelegenen Eckbereichs sicher abzustützen und/oder abzudichten.
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Nach einer bevorzugten Weiterbildung des grundsätzlichen Erfindungsgedankens kann jeder dieser Ausschnittsbereiche zumindest bereichsweise durch einen Teil des ihm zugehörigen Ecksegments und die diesem Ecksegment zugehörige Eckwand begrenzt sein. In vorteilhafter Weise kann jede Eckwand zwischen zwei Ausschnittsbereichen eingeschlossen sein, so dass ein Teil jedes Ecksegments zusammen mit der ihm zugehörigen Eckwand und einem dem Ecksegment sowie der Eckwand unmittelbar benachbarten Seitenwandbereich einen Ausschnittsbereich zumindest bereichsweise begrenzen. Vorzugsweise können die Ausschnittsbereiche jeweils eine L-Form oder C-Form aufweisen. Jede Eckwand kann zwei Flügelabschnitte besitzen, welche sich dann jeweils in einen der, insbesondere zwei, dem entsprechenden Ecksegment oder dessen Eckwand zugehörigen Ausschnittsbereiche hinein erstrecken. Die Flügelabschnitte sind jeweils entlang einer Flügelfaltlinie gegenüber der zugehörigen Eckwand faltbar. Durch die Anordnung der Eckwände mitsamt ihren Flügelabschnitten wird ein ebenfalls vorteilhaftes Verhalten des Verpackungsrohlings während seiner Faltung erreicht, insbesondere um das Verpackungsunterteil später entlang des jeweils zwischen zwei benachbarten Seitenwandbereichen gelegenen Eckbereichs sicher abzustützen und/oder abzudichten.
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In vorteilhafter Weise kann der Randbereich des einem Ausschnittsbereich zugehörigen Seitenwandbereichs jeweils einen an diesen Ausschnittsbereich angrenzenden Auslegerbereich besitzen. Grundsätzlich kann jedes Ecksegment durch jeweils einen Rahmenabschnitt entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Auslegerbereichs mit jeweils einem der beiden an jeweils einen Ausschnittsbereich angrenzenden Randbereiche verbunden ist. Hierdurch wird ein vorteilhaftes Verhalten des Verpackungsrohlings während seiner Faltung erreicht, insbesondere um das Verpackungsunterteil später entlang des jeweils zwischen zwei benachbarten Seitenwandbereichen gelegenen Eckbereichs sicher abzustützen und/oder abzudichten.
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Gemäß einer hierauf aufbauenden Weiterbildung können die beiden einem Ecksegment zugehörigen Rahmenabschnitte zusammen mit diesem Ecksegment jeweils einen Eckrahmen bilden. Die beiden Rahmenabschnitte jedes Eckrahmens können dann jeweils entlang einer Segmentfaltlinie gegenüber dem zugehörige Ecksegment faltbar sein. Zudem sind die beiden Rahmenabschnitte eines Eckrahmens dann auch jeweils entlang einer Abschnittsfaltlinie gegenüber dem zugehörigen Auslegerbereich faltbar. Hierdurch wird erreicht, dass sich während der Faltung des Verpackungsrohlings eine Auf- und anschließende Abwärtsbewegung des jeweiligen Ecksegments einstellt, wodurch insbesondere der den jeweiligen Ausschnittsbereich überspannende Teil der Folienlage vorteilhaft über den gesamten Faltvorgang hinweg geführt wird.
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Die Eckwände können sich in besonders bevorzugter Weise jeweils zwischen dem Bodenbereich und dem Ecksegment eines Eckrahmens beim Falten in die gewünschte Form bringen. Dabei sind die Eckwände jeweils entlang einer ersten Eckfaltlinie gegenüber dem Bodenbereich und entlang einer zweiten Eckfaltlinie gegenüber dem zugehörigen Ecksegment faltbar.
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Im Rahmen der Erfindung wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Flügelfaltlinie eines Flügelabschnitts einer Eckwand und die Bodenfaltlinie des zugehörigen Seitenwandbereichs einen Winkel von größer 90° zwischen sich einschließen. Auf diese Weise verlaufen die Seitenwandbereiche in Kombination mit den Eckwänden im gefalteten Zustand des Verpackungsrohlings nicht senkrecht zum Bodenbereich, sondern schräg. Mit anderen Worten nimmt die Öffnungsweite des aus dem Verpackungsrohling faltbaren Verpackungsunterteils - ausgehend vom Bodenbereich - zum Randbereich der Seitenwandbereiche hin zu, so dass ein Verklemmen einer in dem schalenförmigen Verpackungsunterteil angeordneten Ware sicher vermieden wird.
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Vorzugsweise kann die erste Eckfaltlinie einer Eckwand und wenigstens eine der an diese angren-zenden Bodenfaltlinien einen Winkel von größer 90° zwischen sich einschließen. Durch die Kombination aus, insbesondere jeweils insgesamt vier, Seitenwandbereichen und Eckwänden ist so die Ausbildung eines achteckigen Schalenraums für ein hieraus herstellbares Verpackungsunterteil ermöglicht.
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Nach der Erfindung können die Flügelabschnitte wenigstens einer Eckwand, bevorzugt jeder Eckwand, jeweils mindestens zwei den zugehörigen Ausschnittsbereich zumindest teilweise begrenzende Kante aufweisen, wobei die einem Ecksegment eines Eckrahmens zugewandten Kanten der beiden Flügelabschnitte einer Eckwand jeweils einen Winkel von zwischen 90° und 180° zwischen sich einschließen können. Bevorzugt kann besagter Winkel zwischen 145° und 175° oder zwischen 150° und 170° betragen. Hierdurch ist im aufgestellten Zustand der Seitenwandbereiche und der Eckwände des Verpackungsrohlings in vorteilhafter Weise sicherzustellen, dass die Flügelabschnitte der Eckwand nur bis zur Ebene der Randfaltlinien und damit nicht über die gegenüber den Seitenwandbereichen angewinkelten Randbereiche hinausragen.
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Grundsätzlich ist vorgesehen, dass der Zuschnitt wenigstens ein Merkmal aufweisen kann, welches zumindest teilweise auf mindestens eine Prägung oder/und eine Rillung oder/und eine Perforation oder/und eine Ritzung zurückzuführen ist. So kann der Zuschnitt beispielsweise einen mittels Prägung ausgestalteten Bereich aufweisen, welcher der optischen Gestaltung dient oder/und ein Reservoir für die Ansammlung von Flüssigkeit bilden kann. Alternativ oder ergänzend kann wenigstens eine der Faltlinien zumindest teilweise auf mindestens eine durch Prägung oder/und eine Rillung oder/und eine Perforation oder/und eine Ritzung zurückzuführende Ausgestaltung ausgebildet sein. So können wenigstens einige der Faltlinien vorgeprägt sein. Durch Rillen können sogenannte Kanalnuten hergestellt werden, an denen die Materialfasern des dem Zuschnitt zugrundeliegenden Flächenmaterials geschwächt werden, um den Biegewiderstand gezielt reduzieren zu können. Vorzugsweise kann ein Zuschnitt aus insbesondere dickem Material genutet und/oder gerillt sein, um eine scharfe Knickkante zu erhalten, so dass das Material nicht unkontrolliert entlang der so gebildeten Faltlinie brechen kann.
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Nach einer besonders bevorzugten Weiterbildung des grundsätzlichen Erfindungsgedankens kann wenigstens eine Deckseite des ebenen Zuschnitts des Verpackungsrohlings mit zumindest einer Folienlage laminiert ist. Mit anderen Worten ist die Folienlage hierbei nicht in das bereits insbesondere durch Faltung umgeformte Verpackungsunterteil nachträglich eingebracht, sondern auf den noch ungefalteten Verpackungsrohling aufgebracht. Der sich hieraus ergebende Vorteil liegt vor allem darin begründet, dass die Folienlage nunmehr keine große Streckung erfahren muss, wodurch sich deren Wandstärke ansonsten stark reduzieren kann. Hierdurch kann eine dünnere Folienlage verwendet werden, was bereits die Materialkosten für den Verpackungsrohling senkt. In vorteilhafter Weise kann bereits mindestens eine Deckseite des Flächenmaterials mit wenigstens einer Folienlage zumindest teilweise kaschiert sein, bevor wenigstens ein Zuschnitt aus dem so kaschierten Flächenmaterial herausgetrennt wird.
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Bei dem Werkstoff für die Folienbahn kann es sich beispielsweise um Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder Polyethylenterephthalat (PET) handeln. Selbstverständlich können hierfür auch Mehrschichtverbundfolien zum Einsatz kommen, deren Barrierewirkung durch spezielle Schichten wie zum Beispiel aus Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH) nochmals verbessert ist.
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Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann mindestens eines der Ecksegmente wenigstens zwei Schnittmuster aufweisen. Als Schnittmuster wird vorliegend ein sich aus wenigstens einem Schnitt zusammensetzendes Muster verstanden. Die Schnittmuster dienen dazu, den durch die sich während des Faltens und Aufrichtens des Zuschnitts ändernden Längenverhältnisse erforderlichen zusätzlichen Folienbedarf auszugleichen. Der Schnitt oder wenigstens einer der Schnitte kann zumindest abschnittsweise geradlinig und/oder gekrümmt verlaufen. Selbstverständlich ist auch ein Schnittmuster aus mindestens einem zumindest abschnittsweise gerade verlaufenden Schnitt und einem wenigstens abschnittsweise gekrümmt verlaufenden Schnitt denkbar. Vorzugsweise kann jedes der Ecksegmente entsprechende Schnittmuster aufweisen. In jedem Fall sind die beiden Schnittmuster des, insbesondere jeweiligen, Ecksegments so angeordnet, dass von diesem eine Ecksegmentverstärkung und zwei Ecksegmentseitenbereiche zumindest bereichsweise abgegrenzt sind. Mit anderen Worten teilen die Schnittmuster einzelne Gebiete des Ecksegments ab, von denen eines als Ecksegmentverstärkung und zwei weitere jeweils als Ecksegmentseitenbereich dienen. Grundsätzlich sind die Schnittmuster wenigstens teilweise durch die Folienlage hindurch zumindest bereichsweise in den Zuschnitt eingebracht. Alternativ oder ergänzend können die Schnittmuster wenigstens teilweise durch eine, insbesondere die, auf eine Deckseite des Zuschnitts laminierte Folienlage hin-durch zumindest bereichsweise in den Zuschnitt eingebracht sein.
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Besagte Schnittmuster des oder jedes Ecksegments können bevorzugt von dessen Außenkante und den beiden ihm zugehörigen Ausschnittsbereichen beabstandet sein. Die Beabstandung der Schnittmuster ist derart ausgestaltet, dass an dem oder jedem Ecksegment zwei Gelenkstege ausgebildet sind, welche jeweils an einen der zugehörigen Ausschnittsbereiche angrenzen. Zudem sind auf diese Weise auch zwei Haltestege ausgebildet, welche jeweils an die Außenkante des oder des zugehörigen Eckrahmens angrenzen. Die beiden Haltestege des zugehörigen oder jedes Ecksegments sind dabei jeweils zwischen dessen Ecksegmentverstärkung und einem seiner beiden Ecksegmentseitenbereiche gelegen. Jeder Haltesteg dient als verbliebene Verbindung zwischen der Ecksegmentverstärkung und den beiden Ecksegmentseitenbereichen, welche durch die Schnittmuster bereits voneinander abgetrennt oder im weiteren Verlauf abtrennbar sind. Dabei ist jeder Haltesteg dazu vorgesehen, im Rahmen des Faltens und Aufrichtens des Zuschnitts zu brechen, wodurch eine dann bis zur Außenkante des, insbesondere jeweiligen, Eckrahmens reichende Trennung des Zuschnitts erfolgt. In diesem Zusammenhang erfüllt jeder der Gelenkstege die Funktion eines Gelenks, um das sich der jeweilige Ecksegmentseitenbereich beim Falten und Aufrichten des Zuschnitts drehen kann. Auf diese Weise ist eine sich sonst beim Falten und Aufrichten des Zuschnitts einstellende Dehnung der Folienlage ausgeschlossen oder zumindest auf ein Minimum reduziert.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann in vorteilhafter Weise zwischen den beiden Schnittmustern des oder jedes Ecksegments eine Ecksegmentfaltlinie angeordnet sein, entlang der die Ecksegmentverstärkung des oder des jeweiligen Ecksegments faltbar ist. Nach dem Falten und Aufrichten des Zuschnitts kann die jeweilige Ecksegmentverstärkung entlang der zugehörigen Ecksegmentfaltlinie um 180° geschwenkt werden, um nachfolgend mit Teilen des Zuschnitts, insbesondere von unten, beispielsweise per Ultraschall oder einem anderen Heißsiegelverfahren verschweißt zu werden. Hierdurch erhält das aus dem Verpackungsrohling herstellbare Verpackungsunterteil eine entsprechende zusätzliche Stabilität in dem oder dem jeweiligen Bereich.
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Nach einer weiteren möglichen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verpackungsrohlings kann jedes seiner Ecksegmente zwei Führungsarme besitzen, welche sich voneinander weg und/oder jeweils in Richtung eines der Ausschnittsbereiche erstrecken. In vorteilhafter Weise kann jeder dieser Führungsarme einen, vorzugsweise randseitigen, Einschnitt aufweisen. Der in einen Führungsarm eingebrachte Einschnitt dient dazu, dass beim Falten des Verpackungsrohlings zu einem Verpackungsunterteil und Aufrichten seiner Teile durch die dabei in seiner Folienlage entstehende Spannung an dieser Stelle ein Gelenk entsteht. Konkret spannt sich die Folienlage in dem Moment, wenn die Flügelabschnitte der Eckwände sich in Richtung eines Schalenraums des Verpackungsunterteils bewegen, wodurch die Führungsarme an die Randbereich der Seitenwandbereiche beziehungsweise den Siegelrand annäherbar sind.
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Der nunmehr vorgestellte erfindungsgemäße Verpackungsrohling weist bei gleichzeitig guter Recyclebarkeit eine überaus wirtschaftliche Herstellbarkeit auf. Insbesondere durch die vorzugsweise noch vor dessen Faltung aufgebrachte Folienlage kann auf die sonst üblichen und aufwendigen Prozesse zu deren nachträglicher Anbringung gänzlich verzichtet werden. Durch die bevorzugte Verwendung eines papierfaserbasierten Materials lässt sich dieses zudem einfach bedrucken oder/und beschriften, so dass die Notwendigkeit zur Anbringung von Aufklebern ebenfalls entfällt. Im Gegensatz zu den bekannten Kunststofftrays bietet der erfindungsgemäße Verpackungsrohling eine bessere Bedruckbarkeit, da als Ausgangsmaterial beispielsweise gut bedruckbarer Karton verwendet werden kann, wodurch sich deutliche Vorteile bei der Produktgestaltung ergeben. Insbesondere können Firmenlogos, Produkthinweise, Zutatenlisten, Zubereitungshinweise, Produktbarcodes und vieles mehr neben einer ansprechenden Produktpräsentation durch Werbetexte und Grafiken einer Deckseite des aus dem Flächenmaterial anschließend zu formenden schalenartigen Verpackungsunterteils aufgebracht werden. Im Ergebnis ist der Anteil an Kunststoff so auf ein Minimum reduziert, wobei der angestrebte Materialmix einen überaus hohen Grad an einfacher Recyclebarkeit der eingesetzten Materialien ermöglicht. In jedem Fall ist der erfindungsgemäße Verpackungsrohling innerhalb kürzester Zeit und mit nur wenig Aufwand herstellbar.
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Die Erfindung ist weiterhin auf ein Verpackungsunterteil gerichtet, welches einen wie zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verpackungsrohling umfasst. Die Seitenwandbereiche des Verpackungsrohlings sind dabei durch Falten jeweils entlang einer Bodenfaltlinie gegenüber dem Bodenbereich des Zuschnitts aufgestellt. Zudem sind auch dessen Eckwände durch Falten jeweils entlang einer ersten Eckfaltlinie gegenüber dem Bodenbereich des Zuschnitts aufgestellt, so dass eine Schalenform mit einem Schalenraum ausgebildet ist. Weiter sind, insbesondere die, zwei Flügelabschnitte jeder Eckwand gegenüber dieser jeweils entlang ihrer Flügelfaltlinie gegenüber den zugehörigen Seitenwandbereichen so gefaltet, dass die Flügelabschnitte jeder Eckwand jeweils vor einer dem Schalenraum zugewandten Innenseite eines benachbarten Seitenwandbereichs gelegen sind. Vorzugsweise kann dabei wenigstens einer der Flügelabschnitte einen zumindest bereichsweisen Kontakt mit der Innenseite des unmittelbar zu diesem benachbarten Seitenwandbereichs aufweisen.
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In vorteilhafter Weise können sowohl die durch das Aufstellen der Seitenwandbereiche den Eckrahmen angenäherten und jeweils entlang ihrer Randfaltenlinie gegenüber dem zugehörigen Seitenwandbereich gefalteten Randbereiche als auch die durch das Aufstellen der Eckwände den Randbereichen angenäherten und jeweils entlang ihrer zweiten Eckfaltlinie gegenüber der zugehörigen Eckwand gefalteten Ecksegmente gemeinsam zumindest bereichsweise einen umlaufenden Siegelrand bilden. Hierauf aufbauend wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn eine, insbesondere die, Folienlage jeweils in den Annäherungsbereichen zwischen einem Randbereich und einem Ecksegment miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, ist.
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Der sich hieraus ergebende Vorteil wurde bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verpackungsrohling näher erläutert, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen hierzu verwiesen wird.
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Vorzugsweise kann wenigstens eines der Ecksegmente und/oder mindestens einer der Auslegerbereiche des Zuschnitts zumindest teilweise entfernt sein. Hierbei kann noch etwas Material verbleiben und insofern überstehen, wodurch eine Öffnungshilfe für die spätere Verpackung gebildet sein kann. Auf diese Weise kann eine einfache Trennung eines in dem Verpackungsunterteil abgelegten Lebensmittels ermöglicht sein, indem die Öffnungshilfe ergriffen wird und so das in einem durch die Folienlage und eine damit verbundene Siegelfolie gebildeten "Foliensack" befindliche Lebensmittel einfach von dem papierfaserbasierten Teil des Verpackungsunterteils trennbar ist, insbesondere um eine einfache Mülltrennung zu gewährleisten.
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Zudem ist die Erfindung auf eine Verpackung, insbesondere Lebensmittelverpackung, mit einem wie zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verpackungsunterteil gerichtet. Hierbei ist die Folienlage des Verpackungsunterteils entlang seiner Randbereiche und wenigstens eines Teils der Ecksegmente umlaufend mit einer Siegelfolie zumindest teilweise verbunden, insbesondere verschweißt. Der sich hieraus ergebende Vorteil wurde bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verpackungsrohling und/oder dem erfindungsgemäßen Verpackungsunterteil näher erläutert, so dass zur Vermeidung von Wieder-holungen an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen hierzu verwiesen wird.
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Ein Verfahren, welches der Herstellung eines Verpackungsrohlings für ein Verpackungsunterteil dient, wobei es sich bei dem Verpackungsrohling in vorteilhafter Weise um den erfindungsgemäßen Verpackungsrohling handeln kann, könnte mit folgenden Schritten durchgeführt werden:
- Bereitstellen eines, insbesondere papierfaserbasierten, endlosen oder endlichen Flächenmaterials;
- Einbringen von Faltlinien in das Flächenmaterial;
- Entfernen von Ausschnittsbereichen aus dem Flächenmaterial vor, vorzugsweise während oder nach dem Einbringen der Faltlinien;
- zumindest teilweises Kaschieren mindestens einer Deckseite des Flächenmaterials mit wenigstens einer Folienlage, insbesondere unter Eingliederung einer zuvor wenigstens bereichsweise auf die Deckseite des Flächenmaterials aufgebrachten Trennschicht, vor, während oder vorzugsweise nach dem Entfernen der Ausschnittsbereiche und/oder dem Einbringen der Faltlinien;
- Heraustrennen wenigstens eines Zuschnitts aus dem kaschierten Flächenmaterial vor, während oder vorzugsweise nach dem Entfernen der Ausschnittsbereiche und/ oder dem Einbringen der Faltlinien.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens kann das Flächenmaterial, vorzugsweise vor dessen Kaschierung mit wenigstens einer Folienlage, zumindest bereichsweise be-druckt oder/und beschriftet werden. Alternativ oder ergänzend kann zumindest bereichsweise ein Haftvermittler, vorzugsweise ein Heißsiegellack, auf das Flächenmaterial aufgetragen werden, vorzugsweise vor dessen Kaschierung mit wenigstens einer Folienlage. Der Auftrag des Haftvermittlers kann vorzugsweise in wenigstens einem Bereich auf einer der mit einer Folienlage kaschierten oder noch zu kaschierenden Deckseite abgewandten Deckseite des Flächenmaterials erfolgen, welcher später zumindest Teil einer Unterseite des Siegelrandes ist. Auf diese Weise ist die, insbesondere jeweilige, Ecksegmentverstärkung vorteilhaft mit der Unterseite des Siegelrandes verbindbar.
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Letztlich ist die Erfindung auch auf ein Verfahren gerichtet, welches der Herstellung eines Verpackungsunterteils aus einem Verpackungsrohling dient. Bei dem Verpackungsrohling kann es sich um den erfindungsgemäßen Verpackungsrohling oder um den durch das zuvor rein beispielhaft beschriebene Verfahren herstellbaren Verpackungsrohling handeln. Jedenfalls umfasst das Verfahren die folgenden Schritte, wobei wenigstens zwei oder vorzugsweise alle dieser Schritte simultan ablaufen können:
- Aufstellen der Seitenwandbereiche durch deren Faltung gegenüber dem Bodenbereich entlang der Bodenfaltlinien sowie Aufstellen der Eckwände durch deren Faltung gegenüber dem Bodenbereich entlang ihrer ersten Eckfaltlinien unter Ausbildung eines Schalenraums;
- Falten der Randbereiche entlang der Randfaltenlinien gegenüber den zugehörigen Seitenwandbereichen vorzugsweise vor, während oder nach dem Aufstellen der Seitenwandbereiche sowie Falten der Ecksegmente entlang ihrer zweiten Eckfaltlinien gegenüber der zugehörigen Eckwand vorzugsweise vor, während oder nach dem Aufstellen der Eckwände;
- Faltung der Flügelabschnitte entlang ihrer Flügelfaltlinien gegenüber der jeweils zugehörigen Eckwand in Richtung des Schalenraums, insbesondere vor oder während des Aufstellens der Seitenwandbereiche und/oder der Eckwände;
- Verbinden, vorzugsweise Verschweißen, von sich, insbesondere während des Aufstellens der Seitenwandbereiche und/oder der Eckwände, im Bereich der Ausschnittsbereiche aus der Folienlage gebildeten Folienlaschen;
- zumindest teilweises Abtrennen von aus den Ecksegmenten und/oder den Auslegerbereichen gebildeten Überständen des Verpackungsrohlings, insbesondere unter Verbleib wenigstens einer Öffnungslasche, vor, während oder nach dem Verbinden der Folienlaschen.
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Nach einer bevorzugten Weiterbildung des vorstehenden Verfahrens kann nach dem Aufstellen der Seitenwandbereiche und/ oder der Eckwände und/oder dem Falten der Eckrahmen jede Ecksegmentverstärkung eines Ecksegments entlang der zugehörigen Ecksegmentfaltlinien gefaltet werden. Mit anderen Worten werden die Ecksegmentverstärkungen dabei entlang ihrer Ecksegmentfaltlinien so weit umgeklappt, bis diese einen zumindest teilweisen Kontakt mit einem, insbesondere der Deckseite abgewandten, Bereich des Siegelrandes aufweisen. Anschließend wird jede der Ecksegmentverstärkungen zumindest bereichsweise mit besagtem Bereich des Siegelrandes verbunden. Die jeweilige Verbindung kann vorzugsweise durch Verschweißen ausgebildet werden. In vorteilhafter Weise kann im Vorfeld zumindest teilweise ein Haftvermittler, vorzugsweise ein Heißsiegellack, auf die jeweiligen Bereiche des Siegelrandes aufgebracht worden sein, um die Ausbildung der einzelnen Verbindungen zu ermöglichen und/oder zu erleichtern.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann jeder Eckrahmen entlang der Abschnittsfaltlinien und Segmentfaltlinien unter zumindest teilweiser Eingliederung der Rahmenabschnitte jedes Ecksegments zwischen diesem und den zugehörigen Auslegerbereichen gefaltet werden. Dieser Vorgang kann vorzugsweise während des Aufstellens der Seitenwandbereiche und/ oder der Eckwände erfolgen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- einen erfindungsgemäßen Verpackungsrohling in einer Aufsicht,
- Figur 2 -
- eine erste alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verpackungsrohlings in einer Aufsicht,
- Figur 3 -
- eine zweite alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verpackungsrohlings in einer Aufsicht,
- Figur 4 -
- ein Flächenmaterial zur Herstellung des Verpackungsrohlings aus den Figuren 1 bis 3 in einer Aufsicht,
- Figur 5 -
- das Flächenmaterial aus Figur 4 nach einem ersten Herstellungsschritt in gleicher Darstellungsweise,
- Figur 6 -
- das Flächenmaterial aus Figur 4 nach einem zweiten Herstellungsschritt in gleicher Darstellungsweise,
- Figur 7 -
- das Flächenmaterial aus Figur 4 während eines dritten Herstellungsschritts in gleicher Darstellungsweise,
- Figur 8 -
- ein erfindungsgemäßes Verpackungsunterteil, hergestellt aus dem, vorzugsweise mit dem in den Figuren 4-7 angedeuteten Verfahren hergestellten, Verpackungsrohling aus Figur 1 in einer perspektivischen Darstellungsweise,
- Figur 9 -
- ein weiteres erfindungsgemäßes Verpackungsunterteil, hergestellt aus dem, vorzugsweise mit dem in den Figuren 4-7 angedeuteten Verfahren hergestellten, Verpackungsrohling aus Figur 2 in einer perspektivischen Darstellungsweise,
- Figur 10 -
- eine Vorrichtung zum Vorbrechen von Faltlinien des erfindungsgemäßen Verpackungsrohlings aus den Figuren 1 bis 3,
- Figur 11 -
- eine Vorrichtung zum Aufrichten des vorgebrochenen Verpackungsrohlings aus den Figuren 1 bis 3.
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Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Verpackungsrohling 1.1 in einer Aufsicht. Der Verpackungsrohling 1.1 dient als Basis für ein durch dessen Faltung herstellbares, insbesondere schalenförmiges, Verpackungsunterteil 100.1, so wie in Figur 8 ersichtlich. Der Verpackungsrohling 1.1 umfasst einen vorzugsweise papierfaserbasierten ebenen Zuschnitt 2.1, welcher einen Bodenbereich 3 und wenigstens vier den Bodenbereich 3 begrenzende Seitenwandbereiche 4a-4d aufweist. Jeder Seitenwandbereich 4a-4d ist durch eine Bodenfaltlinie F1-F4 von dem Bodenbereich 3 abgegrenzt, entlang denen der jeweilige Seitenwandbereich 4a-4d gegenüber dem Bodenbereich 3 faltbar ist. Jeder Seitenwandbereich 4a-4d besitzt einen freien Randbereich 5a-5d. Die Randbereiche 5a-5d sind jeweils durch eine Randfaltlinie F5-F8 von dem zugehörigen Seitenwandbereich 4a-4d abgegrenzt, so dass jeder Randbereich 5a-5d entlang einer Randfaltlinie F5-F8 gegenüber dem zugehörigen Seitenwandbereich 4a-4d faltbar ist. Wie durch die schwarz gemusterten, insbesondere karierten, Flächen angedeutet, sind jeweils in Verlängerung zweier benachbarter Seitenwandbereiche 4a-4d und deren zugehöriger Randbereiche 5a-5d zwei Ausschnittsbereich 6a-6h des Zuschnitts 2.1 gelegen, in welchen das Material des Zuschnitts 2.1 fehlt und insofern entsprechende Durchgangsöffnungen vorhanden sind. Durch das Entfernen des Materials innerhalb der Ausschnittsbereiche 6a-6h ist jeweils ein Ecksegment 9.1 ausgebildet. Zwischen jeweils zwei Ausschnittsbereichen 6a, 6b; 6c, 6d; 6e, 6f; 6g, 6h ist jeweils eine Eckwand 8 gelegen, welche das zugehörige Ecksegment 9.1 mit dem Bodenbereich 3 verbindet.
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Wie zu erkennen, ist der sich in einer Längsrichtung X und einer Querrichtung Y erstreckende Zuschnitt 2.1 des Verpackungsrohlings 1.1 symmetrisch ausgestaltet, so dass dieser sowohl entlang der Längsrichtung X als auch entlang der Querrichtung Y gespiegelt ist. Durch die Längsrichtung X und die Querrichtung Y ist der Zuschnitt 2.1 in vier insofern deckungsgleiche Spiegelabschnitte unterteilt, so dass aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht alle Teile des Zuschnitts 2.1 mit Bezugszeichen versehen sind. Folglich gelten die in einem Spiegelabschnitt gelegenen und dort den Teilen des Zuschnitts 2.1 zugeordneten Bezugszeichen sinngemäß auch in den anderen Spiegelabschnitten.
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Jeder Ausschnittsbereich 6a-6h ist durch einen Teil des ihm zugehörigen Ecksegments 9.1 und eine dem jeweiligen Ecksegment 9.1 zugehörige Eckwand 8 begrenzt. Die Eckwände 8 sind jeweils entlang einer ersten Eckfaltlinie F9 gegenüber dem Bodenbereich 3 und entlang einer zweiten Eckfaltlinie F10 gegenüber einem zugehörigen Ecksegment 9.1 faltbar. Zudem besitzen die Eckwände 8 jeweils zwei voneinander abgewandte und sich in jeweils einen der Ausschnittsbereiche 6a-6h hinein erstreckende Flügelabschnitte 8a, 8b, welche jeweils entlang einer Flügelfaltlinie F11, F12 gegenüber der zugehörigen Eckwand 8 faltbar sind. Jeder Flügelabschnitt 8a, 8b weist zwei einen Winkel zwischen sich einschließende Kanten K1, K2; K3, K4 auf, welche einen Teil des zugehörigen Ausschnittsbereichs 6a-6h begrenzen. Hierdurch weisen die Ausschnittsbereiche 6a-6h jeweils eine im Wesentlichen L-förmige Ausgestaltung auf. Die Ecksegmente 9.1 besitzen jeweils eine wenigstens abschnittsweise gekrümmte Außenkante A1-A4. Jeder Randbereich 5a-5d eines einem Ausschnittsbereich 6a-6h zugehörigen Seitenwandbereichs 4a-4d besitzt jeweils einen an diesen Ausschnittsbereich 6a-6h angrenzenden Auslegerbereich 10a, 10b. Dabei ist jedes Ecksegment 9.1 durch jeweils einen Rahmenabschnitt 11a, 11b mit jeweils einem der beiden an jeweils einen Ausschnittsbereich 6a-6h angren-zenden Auslegerbereiche 10a, 10b verbunden. Die beiden jeweils einem Ecksegment 9.1 zugehörigen Rahmenabschnitte 11a, 11b bilden zusammen mit diesem Ecksegment 9.1 jeweils einen Eckrahmen 7a-7d. Dabei sind die Rahmenabschnitte 11a, 11b eines Eckrahmens 7a-7d jeweils entlang einer Segmentfaltlinie F13, F14 gegenüber dem zugehörigen Ecksegment 9.1 faltbar. Gleichzeitig sind die beiden Rahmenabschnitte 11a, 11b eines Eckrahmens 7a-7d auch entlang einer Abschnittsfaltlinie F15, F16 jeweils gegenüber dem zugehörigen Auslegerbereich 10a, 10b faltbar.
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Die Eckwände 8 erstrecken sich jeweils zwischen dem Bodenbereich 3 und einem der Ecksegmente 9.1, wobei die erste Eckfaltlinie F9 einer Eckwand 8 und wenigstens eine der an diese angrenzenden Bodenfaltlinien F1-F4 einen Winkel W1, W2 von größer 90° zwischen sich einschließen. Die einem Ecksegment 9.1 zugewandten Kanten K2, K4 der beiden Flügelabschnitte 8a, 8b einer Eckwand 8 schließen jeweils einen Winkel W3 zwischen 90° und 180° zwischen sich ein. Vorzugsweise kann der Wert des Winkels W3 zwischen 145° und 175° oder zwischen 150° und 170° betragen. Die jeweils einem Ausschnittsbereich 6a-6h zugewandten und diesen zumindest bereichsweise begrenzenden Kanten der Seitenwandbereiche 4a-4d schließen jeweils einen Winkel W4 von größer 90° zwischen sich und einer an diese Kante angrenzenden Bodenfaltlinien F1-F4 ein.
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In nicht näher erkennbarer Weise ist eine Deckseite D des ebenen Zuschnitts 2 mit zumindest einer Folienlage L laminiert.
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Figur 2 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 in Form eines ersten alternativen Verpackungsrohlings 1.2. Der hier ersichtliche Verpackungsrohling 1.2 unterscheidet sich im Bereich seiner Eckrahmen 7a-7d von dem Verpackungsrohling 1.1 aus Figur 1, so dass die zuvor näher beschriebenen Teile des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 auch in dem alternativen Verpackungsrohling 1.2 vorgesehen sind und daher auch die gleichen Bezugszeichen aufweisen. Für die Teile des hier in Rede stehenden Verpackungsrohlings 1.2 mit gleichem Bezugszeichen gilt somit auch das zu den Teilen des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 Gesagte.
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Ein wesentlicher Unterschied des alternativen Verpackungsrohlings 1.2 besteht vorliegend in jenen, in jedem seiner Ecksegmente 9.2 angeordneten Schnittmustern S1, S2. Jedes dieser Schnittmuster S1, S2 setzt sich aus miteinander verbundenen Schnitten zusammen, so dass jedes Schnittmuster S1, S2 rein beispielhaft eine im Wesentlichen λ- oder h-förmige Ausgestaltung aufweist. Hierdurch sind von jedem Ecksegment 9.2 eine Ecksegmentverstärkung 9a und zwei Ecksegmentseitenbereiche 9b, 9c zumindest bereichsweise abgegrenzt. Dabei liegt die jeweilige Ecksegmentverstärkung 9a jeweils zwischen den beiden ihr zugehörigen Ecksegmentseitenbereichen 9b, 9c. Jedes der Schnittmuster S1, S2 ist wenigstens teilweise durch die Folienlage L hindurch in den Zuschnitt 2.2 eingebracht. Die Schnittmuster S1, S2 jedes Ecksegments 9.2 sind derart sowohl von dessen Außenkante A1-A4 als auch von den ihm zugehörigen Ausschnittsbereichen 6a-6h beabstandet, dass die so verbliebenen Bereiche des Zuschnitts 2.1 keine diesen schwächende Schnitte aufweisen. Konkret sind auf diese Weise an jedem Ecksegment 9.2 zwei jeweils an einen der zugehörigen Ausschnittsbereich 6a-6h angrenzende Gelenkstege G1, G2 ausgebildet.
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Weiter sind hierdurch an jedem Ecksegment 9.2 zwei an dessen Außenkante A1-A4 angrenzende Haltestege H1, H2 ausgebildet, welche jeweils zwischen dessen Ecksegmentverstärkung 9a und einem seiner beiden Ecksegmentseitenbereiche 9b, 9c gelegen sind.
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Anders als beim Verpackungsrohling 1.1 aus Figur 1 besitzen die Ecksegmente 9.2 des alternativen Verpackungsrohlings 1.2 erkennbar zusätzlich jeweils eine Ecksegmentfaltlinie F17, entlang der die Ecksegmentverstärkung 9a des jeweiligen Ecksegments 9.2 faltbar ist.
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Figur 3 zeigt eine zusätzliche mögliche Ausgestaltung des Verpackungsrohlings 1.2 aus Figur 2 in Form eines zweiten alternativen Verpackungsrohlings 1.3. Der hier ersichtliche Verpackungsrohling 1.3 unterscheidet sich im Bereich seiner Ecksegmente 9.3 von dem Verpackungsrohling 1.2 aus Figur 2, so dass die zuvor näher beschriebenen Teile des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 auch in dem weiteren alternativen Verpackungsrohling 1.3 vorgesehen sind und daher auch die gleichen Bezugszeichen aufweisen. Für die Teile des hier in Rede stehenden Verpackungsrohlings 1.3 mit gleichem Bezugszeichen gilt somit auch das zu den Teilen des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 Gesagte.
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Ein wesentlicher Unterschied des alternativen Verpackungsrohlings 1.3 besteht vorliegend darin, dass dieser keine geschlossenen Eckrahmen 7a-7d besitzt, so wie die Verpackungsrohlinge 1.1, 1.2 aus den Figuren 1 und 2. Im Gegenteil weisen die einzelnen Ecksegmente 9.3 hierbei keinerlei Verbindung zu den beiden jeweils benachbarten Randbereichen 5a-5d der Seitenwandbereiche 4a-4d auf. Zudem weisen die jeweilige Ecksegmentverstärkung 9a der einzelnen Ecksegmente 9.3 eine im Wesentlichen V-förmige Ausgestaltung auf. Wie zu erkennen, besitzt jedes der Ecksegmente 9.3 nunmehr zwei Führungsarme 9d, 9e, die sich jeweils in Richtung eines der Ausschnittsbereiche 6a-6h erstrecken und so voneinander weg weisen. Ersichtlich erstreckt sich die Folienlage L zwischen den Seitenwandbereichen 4a-4d mit ihren Randbereichen 5a-5d und den Eckwänden 8 mit ihren Ecksegmenten 9.3 über die einzelnen Ausschnittsbereiche 6a-6h hinweg. Anders als bei den Verpackungsrohlingen 1.1, 1.2 aus den Figuren 1 und 2 ist die Folienlage L dabei zwischen jedem Führungsarm 9d, 9e und dem zugehörigen Randbereich 5a-5d frei, so dass deren jeweiliger Randabschnitt in diesen Bereichen ungestützt verläuft. Jeder der Führungsarme 9d, 9e weist ersichtlich einen randseitigen Einschnitt S3, S4 auf, durch den jeweils ein Gelenk G3, G4 in den einzelnen Führungsarmen 9d, 9e ausgebildet ist. Beim hier nicht näher gezeigten Falten des Verpackungsrohlings 1.3 aus Figur 3 zu einem Verpackungsunterteil und Aufrichten seiner Teile sorgt die dabei in seiner Folienlage entstehende Spannung dafür, dass die Führungsarme 9d, 9e an ihrem jeweiligen Gelenk G3, G4 abwinkelbar sind, so dass diese an die Randbereich 5a-5d der Seitenwandbereiche 4a-4d angenähert werden können.
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Figuren 4 bis 7 sind einzelne Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des jeweiligen Verpackungsrohlings 1.1-1.3 aus den Figuren 1 bis 3 zu entnehmen; hierzu im Einzelnen:
Figur 4 zeigt zunächst die Aufsicht auf ein bereitgestelltes ebenes Flächenmaterial M. Das Flächenmaterial M ist bevorzugt papierfaserbasiert. Bei dem Flächenmaterial M kann es sich um einen Teil eines endlosen Materials handeln, beispielsweise eine Rollenware, oder um einen beispielsweise bereits abgetrennten und insofern endlichen Abschnitt. Bei dem Werkstoff des Flächenmaterials M kann es sich beispielsweise um Wellkarton, einen mit Vollkarton kaschierten Wellkarton oder um einen Vollkarton handeln. Alle verwendbaren Kartonarten können aus Recyclingmaterial, Frischfaserkarton oder aus Frisch-faserkarton mit Recyclinganteil hergestellt sein. Selbstverständlich sind auch andere Materialien möglich.
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Figur 5 ist ein optionaler Verfahrensschritt zu entnehmen, bei dem wenigstens ein Bereich des Flächenmaterials M mit einem Druck P oder/und einer Beschriftung ausgestattet wird. Hierfür kann jedes übliche Druckverfahren eingesetzt werden, wie beispielsweise Tief-, Sieb- oder Offsetdruck. Die Bedruckung von mit Vollkarton kaschiertem Wellkarton erfolgt verfahrensbedingt bevorzugt vor der Kaschierung des Flächenmaterials M. Die Anordnung eines Drucks P oder/und einer Beschriftung ist selbstverständlich beidseitig möglich. Vorliegend wird rein beispielhaft ein aus vier Drucken P bestehendes Muster dreifach aufgebracht, so dass am Ende - ebenfalls rein beispielhaft - insgesamt drei Zuschnitte 2.1-2.3 aus dem Flächenmaterial M entnommen werden können.
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Figur 6 zeigt das Flächenmaterial M aus Figur 4, in welches - vorliegend rein beispielhaft nach dem Anbringen der Drucke P - die Faltlinien F1-F16, F1-F17 eingebracht werden. Vorliegend sind diese in Figur 6 ohne Bezugszeichen durch unterbrochene Linien angedeutet. Ersichtlich wurden der Einfachheit halber nur drei den späteren Zuschnitt 2.1 des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 andeutende Muster an Faltlinien F1-F16 eingebracht. Diese rein beispielhafte Anordnung gilt selbstverständlich auch für die Einbringung der den späteren Zuschnitt 2.2, 2.3 der Verpackungsrohlinge 1.2, 1.3 aus den Figuren 2 und 3 andeutende Muster an Faltlinien F1-F17 oder eine Kombination hieraus, auch ohne konkret Darstellung in Figur 6 und Figur 7. Das Einbringen der Faltlinien F1-F16, F1-F17 kann beispielsweise durch Stanzung, Rillung, Perforation, Prägen und ggf. Anritzung des Flächenmaterials M erfolgen. Selbstverständlich kann hierbei auch ein Bereich des Flächenmaterial M geprägt werden, um beispielsweise eine gestalterische Maßnahme oder/und eine bestimmte Funktion des so umgeformten Bereichs zu erhalten. Vorzugsweise wird hierzu ein in der Verpackungsindustrie bekanntes Verfahren eingesetzt. In der Verpackungsindustrie kommen hierfür bevorzugt übliche Flachbettstanzen zum Einsatz. In jedem Fall werden in diesem Verfahrensschnitt die Ausschnittsbereichen 6a-6h aus dem Flächenmaterial M entfernt. Dies kann bevorzugt durch Stanzen erfolgen, so dass an diesen Stellen Durchbrüche innerhalb des Flächenmaterials M entstehen.
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Figur 7 ist der Verfahrensschritt des zumindest teilweisen Kaschierens einer Deckseite D des Flächenmaterials M mit wenigstens einer Folienlage L zu entnehmen. Vorliegend ist die Folienlage L durch eine Rollenware angedeutet. Hierzu kann ein übliches Bogen- oder Bahnkaschierverfahren eingesetzt werden, um eine Barriereschutzfunktion des Flächenmaterial M zu erzielen. Dabei kann es sich beispielsweise um Nasskaschieren, Trockenkaschieren, Wachskaschieren oder lösemittelfreies Kaschieren handeln. Zuvor kann eine Trennschicht, wie beispielsweise Lack, auf wenigstens einen Bereich des Flächenmaterials M aufgebracht werden, um das spätere Ablösen der Folienlage L von dem Flächenmaterial M zu erleichtern.
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Zeitgleich oder unabhängig von dem Anbringen der Drucke P kann - in nicht näher dargestellter Weise - auf wenigstens einem Bereich des Flächenmaterials M ein Haftvermittler angeordnet werden, welcher eine spätere Verbindung von Teilen der Zuschnitte 2.1-2.3 ermöglicht oder zumindest verbessert. Bei dem Haftvermittler kann es sich bevorzugt um einen Heißsiegellack handeln. Vorzugsweise kann der Haftvermittler dabei auf einer der Deckseite D abgewandten Deckseite des Flächenmaterials M angeordnet werden.
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Figur 8 ist ein aus einem Verpackungsrohling 1.1 gefertigtes Verpackungsunterteil 100.1 zu entnehmen. Hierfür wurde in nicht näher gezeigter Weise der Verpackungsrohling 1.1 zunächst aus dem mit der Folienlage L kaschierten Flächenmaterial M aus Figur 7 herausgetrennt. Wie zu erkennen, sind die Seitenwandbereiche 4a-4d des Verpackungsrohlings 1 nunmehr durch Falten jeweils entlang einer Bodenfaltlinie F1-F4 gegenüber dem Bodenbereich 3 des Zuschnitts 2.1 aufgestellt. Ebenso sind auch dessen Eckwände 8 ebenfalls durch Falten jeweils entlang einer ersten Eckfaltlinie F9 gegenüber dem Bodenbereich 3 des Zuschnitts 2.1 aufgestellt. Das Aufstellen der Seitenwandbereiche 4a-4d und der Eckwände 8 erfolgte unter Ausbildung eines sich in eine Hochrichtung Z erstreckenden Schalenraums R. Zudem sind jeweils beide Flügelabschnitte 8a, 8b jeder Eckwand 8 entlang ihrer Flügelfaltlinien F11, F12 gegenüber der ihr zugehörigen Eckwand 8 gefaltet. Hierdurch sind die Flügelabschnitte 8a, 8b jeder Eckwand 8 jeweils vor einer dem Schalenraum R zugewandten Innenseite eines unmittelbar benachbarten Seitenwandbereichs 4a-4d gelegen. Dabei kann wenigstens ein Flügelabschnitt 8a, 8b einen zumindest bereichsweisen Kontakt mit dem Seitenwandbereich 4a-4d aufweisen. Ferner sind durch das Aufstellen der Seitenwandbereiche 4a-4d die jeweils entlang ihrer Randfaltenlinie F5-F8 gegenüber dem zugehörigen Seitenwandbereich 4a-4d gefalteten Randbereiche 5a-5d den Eckrahmen 7a-7d angenähert. Durch das Aufstellen der Eckwände 8 sind auch die jeweils entlang ihrer zweiten Eckfaltlinie F10 gegenüber der zugehörigen Eckwand 8 gefalteten Ecksegmente 9.1 den Randbereichen 5a-5d angenähert. Die Randbereiche 5a-5d und die Ecksegmente 9.1 bilden so zumindest bereichsweise einen umlaufenden Siegelrand 12 aus. Dabei ist die Folienlage L jeweils in den Annäherungsbereichen zwischen einem Randbereich 5a-5d und einem Ecksegment 9.1 miteinander verbunden, insbesondere verschweißt.
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Figur 9 zeigt ein aus dem alternativen Verpackungsrohling 1.2 der Figur 2 gefertigtes Verpackungsunterteil 100.2. Zu dessen Aufbau gilt das bereits zuvor in Bezug auf das aus dem in Figur 1 ersichtlichen Verpackungsrohling 1.1 gefertigte Verpackungsunterteil 100.1 Gesagte. Selbstredend basiert das hier ersichtliche Verpackungsunterteil 100.2 auf dem entsprechenden Design des in Figur 2 dargestellten Zuschnitts 2.2, welcher hierzu ebenfalls in nicht näher gezeigter Weise zuvor aus dem mit der Folienlage L kaschierten Flächenmaterial M herausgetrennt wurde. Im Unterschied zu dem Verpackungsunterteil 100.1 aus Figur 7 weist das hier in Rede stehende Verpackungsunterteil 100.2 eine weitergehende Manipulation seiner Ecksegmente 9.2 auf. Konkret ist jede Ecksegmentverstärkung 9a der Ecksegmente 9.2 entlang ihrer Ecksegmentfaltlinie F17 so gefaltet, dass diese jeweils bis unter den Siegelrand 12 geklappt und von unten an diesem befestigt sind. Der Vorgang des Umklappens der Ecksegmentverstärkungen 9a ist in Figur 9 an dem - mit Bezug auf die Darstellung in Figur 9 - rechts gelegenen Eckrahmen 7b durch einen gekrümmten schwarzen Pfeil angedeutet, während die Ecksegmentverstärkungen 9a der übrigen Eckrahmen 7a, 7c, 7d bereits unter den Siegelrand 12 geklappt und befestigt, insofern also nicht mehr zu sehen sind.
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Für ein aus dem Verpackungsrohling 1.3 aus Figur 3 herstellbares Verpackungsunterteil gilt das zuvor zu Figur 9 Gesagte gleichermaßen, mit dem Unterschied, dass der jeweilige Bezug auf die Eckrahmen 7a-7d dann sinngemäß auf dessen Ecksegmente 9.3 anzuwenden ist.
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Figur 10 zeigt die perspektivische Darstellung einer Vorrichtung 200 in Form eines Vorbrechwerkzeugs, mit dem die Faltlinien F1-F16 des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 und die Faltlinien F1-F17 des Verpackungsrohlings 1.2 aus Figur 2 sowie dessen Schnittmuster S1, S2 und die Faltlinien F1-F17 des Verpackungsrohlings 1.3 aus Figur 3 vor dem Aufrichten des jeweiligen Zuschnitts 2.1-2.3 vorgebrochen werden können. Ersichtlich weist die Vorrichtung 200 ein Oberteil 201 und ein Unterteil 202 auf, zwischen denen der jeweilige Verpackungsrohling 1.2-1.3 in nicht näher gezeigter Weise positioniert werden kann, um bei - mit einem weißen Pfeil angedeuteter - Annäherung des Oberteils 201 und des Unterteils 202 relativ zueinander an den hierfür vorgesehenen Stellen und Bereichen entsprechend vorgebrochen zu werden. Durch das Vorbrechen bekommen die Seitenwandbereiche 4a-4d, die Randbereiche 5a-5d, die Eckwände 8, im Falle der Verpackungsrohlinge 1.2, 1.3 aus den Figuren 2 und 3 auch die Eckrahmen 7a-7d, die Flügelabschnitte 8a, 8b, die Auslegerbereiche 10a, 10b und die Rahmenabschnitte 11a, 11b des jeweiligen Verpackungsrohlings 1.1-1.3 bereits eine Orientierung für die bevorzugte Faltrichtung. Beim Vorbrechen der alternativen Verpackungsrohlinge 1.2, 1.3 gilt dies auch für deren Ecksegmentverstärkungen 9a. Grundsätzlich wird hierdurch der Faltwiderstand des jeweiligen Verpackungsrohlings 1.1-1.3 in Bezug auf die Faltrichtung seiner einzelnen Bereiche deutlich reduziert.
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Figur 11 zeigt eine weitere Vorrichtung 300 in Form eines Aufrichtwerkzeugs, welche Teil einer Aufrichtstation sein oder diese bilden kann. Erkennbar umfasst die Vorrichtung 300 ein Oberteil 301 und ein Unterteil 302. Zum Aufrichten wird der jeweilige vorgebrochen Verpackungsrohling 1.1-1.3 mit Saugern an eine Unterseite 301a des Oberteils 301 angesaugt und positioniert. Anschließend fährt das Oberteil 301 mit einer - durch einen dicken schwarzen Pfeil angedeuteten - vertikalen Bewegung in das Unterteil 302. Selbstverständlich ist hierfür auch eine Annäherung des Unterteils 302 an das Oberteil 301 oder eine gemeinsame Annäherung beider Teile 301, 302 denkbar. Vor dem Erreichen des Unterteils 302 mit dem Oberteil 301 treffen die Eckwände 8 des jeweiligen - hier nicht dargestellten - Verpackungsrohlings 1.1-1.3 auf diagonal angeordnete Führungen, welche hier ebenfalls nicht dargestellt sind. Besagte Führungen bewirken, dass die sich diagonal gegenüberliegenden Ecken des jeweiligen Verpackungsrohlings 1.1-1.3 in dessen Schalenraum R schwenken, bevor die Seitenwandbereiche 4a-4d durch das Oberteil 301 und das Unterteil 302 gefaltet werden. Bevor das Oberteil 301 seine Endposition in Bezug auf das Unterteil 302 erreicht, bewegen sich die nicht dargestellten Führungen - wie mit dünneren schwarzen Pfeilen lediglich angedeutet - aus dem Bereich des Oberteils 301 und des Unterteils 302 heraus, damit die Vorrichtung 300 geschlossen werden kann.
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Nachfolgend werden die einzelnen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Verpackungsunterteils 100.1 aus Figur 7 und des Verpackungsunterteils 100.2 aus Figur 8 - damit sinngemäß auch des auf dem zweiten alternativen Verpackungsrohling 1.3 basierenden Verpackungsunterteils - nochmals näher erläutert. Die einzelnen Schritte gelten für alle Formen der Verpackungsrohlinge 1.1-1.3, wobei im Falle des Verpackungsrohlings 1.1 aus Figur 1 die Schritte zum Umgang mit den an diesem nicht vorhandenen Ecksegmentverstärkungen 9a und im Falle des Verpackungsrohlings 1.3 aus Figur 3 etwaige Bezüge auf die Eckrahmen 7a-7d selbstredend entfallen; hierzu im Einzelnen:
Um die Formgebung des in Figur 8 dargestellten Verpackungsunterteils 100.1 und des in Figur 9 dargestellten Verpackungsunterteils 100.2 zu erhalten, wurde ein entsprechender Verpackungsrohling 1.1-1.3 in nicht näher gezeigter Weise in einer in Figur 10 dargestellten Vorrichtung 200 zunächst vorgebrochen, anschließend in einer in Figur 10 dargestellten Vorrichtung 300 aufgerichtet und durch Siegelung oder ein anderes Kunststoffverbindungsverfahren der Folienlage L am Siegelrand 12 fixiert. Diese Vorgänge laufen für beide erfindungsgemäßen Verpackungsrohlinge 1.1-1.3 in folgenden Schritten ab:
Zunächst wird der jeweilige Zuschnitt 2.1-2.3 aus einem hier nicht ersichtlichen Magazin vereinzelt und über Transportbänder oder eine andere Transporteinrichtung einer Vorbrechstation zugeführt. Die Vorbrechstation kann die Vorrichtung 200 aus Figur 10 in Form eines Vorbrechwerkzeugs umfassen oder als solche ausgebildet sein. In der Vorbrechstation werden alle Kartonsegmente einschließlich aller Untersegmente an den jeweiligen Faltlinien F1-F16, F1-F17 gegenüber dem Bodenbereich 3 bzw. den angrenzenden Kartonsegmenten zueinander abgewinkelt. Die Winkelung der Segmente zueinander beträgt idealerweise zwischen 150° und 170. Mit Bezug auf den alternativen Verpackungsrohling 1.2 aus Figur 2 können hierbei auch die einzelnen Schnittmuster S1, S2 der Eckrahmen 7a-7d aufgebrochen werden. Durch das Vorbrechen werden die Materialfasern an den Faltlinien F1-F16, F1-F17 geschwächt, sodass sich der jeweilige Zuschnitt 2.1-2.3 beim nachfolgenden Aufrichten automatisch in die gewünschte Form faltet. Anschließend wird der Zuschnitt 2.1-2.3 über einer Falteinrichtung positioniert. Die Falteinrichtung kann die Vorrichtung 300 aus Figur 11 in Form eines Aufrichtwerkzeugs umfassen oder als solche ausgebildet sein. Im nächsten Schritt wird der Aufrichtvorgang des schalenförmigen Verpackungsunterteils 100.1, 100.2 eingeleitet. Hierbei drückt ein Oberstempel, beispielsweise in Form des Oberteils 301 der Vorrichtung 300, den Zuschnitt 2.1-2.3 in eine Unterform (in Figur 11 durch einen schwarzen dicken Pfeil angedeutet). Mit einer vertikalen Bewegung wird der Bodenbereich 3 in seine spätere Position gebracht. Zeitgleich wird die Faltung der Flügelsegmente 8a, 8b und - mit Bezug auf die Verpackungsrohlinge 1.1, 1.2 aus den Figuren 1 und 2 - der Eckrahmen 7a-7d durch nicht näher dargestellte Faltfinger unterstützt. Die Faltfinger unterstützen die Faltung der jeweiligen Flügelabschnitte 8a, 8b jeder Eckwand 8; so können diese während der Faltbewegung beispielsweise mit nicht näher dargestellten Fingern nach oben gedrückt werden, damit sich die Flügelabschnitte 8a, 8b auf jeden Fall vor den dem Schalenraum R zugewandten Innenseiten der Seitenwandbereich 4a-4d befinden, sobald sich im Zuge des Aufstellens der Seitenwandbereich 4a-4d und der Eckwände 8 die Flügelabschnitte 8a, 8b und die Seitenwandbereich 4a-4d übereinander befinden, insbesondere schieben. Weiter unterstützen die Faltfinger das hier ebenfalls nicht gezeigte Falten des Zuschnitts 2.1, 2.2 entlang der Segmentfaltlinien F13, F14 und der Abschnittsfaltlinien F15, F16 an den einzelnen Eckrahmen 7a-7d.
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Mit Bezug auf die alternativen Verpackungsrohlinge 1.2, 1.3 aus den Figuren 2 und 3 bedürfen deren Ecksegmentverstärkungen 9a einer weitergehenden Bearbeitung. Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, zeigt Figur 9 das Falten der Ecksegmentverstärkungen 9a entlang der zugehörigen Faltlinien F17, nachdem das Oberteil 301 und das Unterteil 302 der Vorrichtung 300 zusammenfahren wurden. Im Anschluss an das Umlegen der Ecksegmentverstärkungen 9a fahren nicht näher dargestellte Siegel- oder Ultraschallwerkzeuge, insbesondere vertikal, in einer Aufwärtsbewegung gegen die einzelnen Ecksegmentverstärkungen 9a und drücken diese von unten an den Siegelrand 12. Hierbei stützt sich der Siegelrand 12 an dem Oberteil 301 der Vorrichtung 300 ab. Durch Wärme und Druck erhitzt sich der auf den Verpackungsrohling 1.2, 1.3 aufgebrachte Haftvermittler und verbindet, vorzugsweise verschweißt, die Ecksegmentverstärkungen 9a mit dem Siegelrand 12.
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Optional besteht je nach Wärmeeinbringung grundsätzlich auch die Möglichkeit, die durch das vorgefaltete Ecksegment 9.1-9.3 des jeweiligen Zuschnitts 2.1-2.3 gebildete Folienschlaufe gleichzeitig mit der Oberseite des Siegelrandes 12 zu verbinden, vorzugsweise zu verschweißen. Die Verschweißung kann durch Heißsiegelung, Ultraschallschweißen oder ein sonst übliches Schweißverfahren erfolgen. Zur weiteren Stabilisierung ist es weiter möglich, auch die Flügelabschnitte 8a, 8b mittels Ultraschallschweißen mit den Seitenwandbereichen 4a, 4d zu verbinden. Durch das Verschweißen wird die Folienlage L in ihrer endgültigen Position fixiert. Im letzten Schritt werden die einzelnen Ecksegmente 9.1-9.3 des jeweiligen Zuschnitts 2.1-2.3 - im Falle der Verpackungsrohlinge 1.1, 1.2 aus den Figuren 1 und 2 - zusammen mit den Auslegerbereichen 10a, 10b sowie den Rahmenabschnitten 11a, 11b durch einen Stanzvorgang wenigstens teilweise abgetrennt und entfernt, vorzugsweise entlang jeweils einer in Figur 1 und in Figur 2 durch im Bereich des jeweiligen Eckrahmens 7a dünne unterbrochene Linien angedeuteten Trennlinie 101. Dieses kann in einer weiteren Bearbeitungsstation bzw. direkt in der Falteinrichtung oder nachfolgend erfolgen. Hierbei werden die in der Verpackungsmittelindustrie üblichen Stanztechniken eingesetzt. Die Stanzung kann bereits so erfolgen, dass sich Öffnungshilfen, beispielsweise in Form von Öffnungslaschen, ergeben, mit denen sich bei einer späteren Entsorgung die Folienlage L leicht von dem Flächenmaterial M, wie beispielsweise Karton, lösen lässt, um beide Materialien einer getrennten Entsorgung zuzuführen. Die fertigen Verpackungsunterteile 100.1, 100.2 können anschließend direkt dem Lebensmittelabfüllprozess zugeführt oder, beispielsweise gestapelt, für einen späteren Verpackungsprozess bereitgestellt werden.
Bezugszeichenliste:
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- 1.1 -
- Verpackungsrohling
- 1.2 -
- Verpackungsrohling
- 2.1 -
- Zuschnitt von 1.1
- 2.2 -
- Zuschnitt von 1.2
- 3 -
- Bodenbereich von 2.1 und 2.2
- 4a -
- Seitenwandbereich von 2.1 und 2.2
- 4b -
- Seitenwandbereich von 2.1 und 2.2
- 4c -
- Seitenwandbereich von 2.1 und 2.2
- 4d -
- Seitenwandbereich von 2.1 und 2.2
- 5a -
- Randbereich von 2.1 und 2.2 an 4a
- 5b -
- Randbereich von 2.1 und 2.2 an 4b
- 5c -
- Randbereich von 2.1 und 2.2 an 4c
- 5d -
- Randbereich von 2.1 und 2.2 an 4d
- 6a -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6b -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6c -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6d -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6e -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6f -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6g -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 6h -
- Ausschnittsbereich von 2.1 und 2.2
- 7a -
- Eckrahmen von 2.1 und 2.2
- 7b -
- Eckrahmen von 2.1 und 2.2
- 7c -
- Eckrahmen von 2.1 und 2.2
- 7d -
- Eckrahmen von 2.1 und 2.2
- 8 -
- Eckwand von 2.1 und 2.2
- 8a -
- Flügelabschnitt von 8
- 8b -
- Flügelabschnitt von 8
- 9.1 -
- Ecksegment von 7a bis 7d von 1.1
- 9.2 -
- Ecksegment von 7a bis 7d von 1.2
- 9a -
- Ecksegmentverstärkung von 9.2
- 9b -
- erster Ecksegmentseitenbereich von 9.2
- 9c -
- zweiter Ecksegmentseitenbereich von 9.2
- 9d -
- erster Führungsarm von 9.3
- 9e -
- zweiter Führungsarm von 9.3
- 10a -
- Auslegerbereich an 5c und 5d
- 10b -
- Auslegerbereich an 5a und 5b
- 11a -
- Rahmenabschnitt von 7a bis 7d
- 11b -
- Rahmenabschnitt von 7a bis 7d
- 12 -
- Siegelrand aus 5a bis 5d
- 100.1-
- Verpackungsunterteil
- 100.2-
- Verpackungsunterteil
- 101 -
- Trennlinie
- 200 -
- Vorrichtung, insbesondere Vorbrechwerkzeug
- 201 -
- Oberteil von 200
- 202 -
- Unterteil von 200
- 300 -
- Vorrichtung, insbesondere Aufrichtwerkzeug
- 301 -
- Oberteil von 300
- 301a -
- Unterseite von 301
- 302 -
- Unterteil von 300
- A1 -
- Außenkante von 9.1 und 9.2
- A2 -
- Außenkante von 9.1 und 9.2
- A3 -
- Außenkante von 9.1 und 9.2
- A4 -
- Außenkante von 9.1 und 9.2
- D -
- Deckseite von 2.1 und 2.2
- F1 -
- Bodenfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F2 -
- Bodenfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F3 -
- Bodenfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F4 -
- Bodenfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F5 -
- Randfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F6 -
- Randfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F7 -
- Randfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F8 -
- Randfaltlinie von 2.1 und 2.2
- F9 -
- Eckfaltlinie zwischen 3 und 8
- F10 -
- Eckfaltlinie zwischen 8 und 9.1 sowie 8 und 9.2
- F11 -
- Flügelfaltlinie von 8b
- F12 -
- Flügelfaltlinie von 8a
- F13 -
- Segmentfaltlinie von 7a bis 7d
- F14 -
- Segmentfaltlinie von 7a bis 7d
- F15 -
- Abschnittsfaltlinie von 7a bis 7d
- F16 -
- Abschnittsfaltlinie von 7a bis 7d
- F17 -
- Ecksegmentfaltlinie von 9.2
- G1 -
- erster Gelenksteg von 9.2
- G2 -
- zweiter Gelenksteg von 9.2
- G3 -
- Gelenk von 9d
- G4 -
- Gelenk von 9e
- H1 -
- erster Haltesteg von 9.2
- H2 -
- zweiter Haltesteg von 9.2
- K1 -
- Kante von 8a
- K2 -
- Kante von 8a
- K3 -
- Kante von 8b
- K4 -
- Kante von 8b
- FF -
- Verfahrbare Führung für Ecke
- L -
- Folienlage von 1.1 und 1.2
- M -
- Flächenmaterial
- P -
- Druck oder Beschriftung
- R -
- Schalenraum von 100.1 und 100.2
- S1 -
- erstes Schnittmuster von 9.2
- S2 -
- zweites Schnittmuster von 9.2
- S3 -
- Einschnitt in 9d
- S4 -
- Einschnitt in 9e
- W1 -
- Winkel
- W2 -
- Winkel
- W3 -
- Winkel
- W4 -
- Winkel
- X -
- Längsrichtung von 2.1 und 2.2
- WO -
- Aufrichtwerkzeug Oberteil
- WU -
- Aufrichtwerkzeug Unterteil
- Y -
- Querrichtung von 2.1 und 2.2
- Z -
- Hochrichtung von 100.1 und 100.2