EP4784047A1 - Injektor mit einer in einer injektorspitze wendelförmig verlaufenden nut - Google Patents
Injektor mit einer in einer injektorspitze wendelförmig verlaufenden nutInfo
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- EP4784047A1 EP4784047A1 EP24786004.2A EP24786004A EP4784047A1 EP 4784047 A1 EP4784047 A1 EP 4784047A1 EP 24786004 A EP24786004 A EP 24786004A EP 4784047 A1 EP4784047 A1 EP 4784047A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Injektor (20) für ein Einführen einer Intraokularlinse (1) in ein Auge (10), mit einer Injektorachse (26), einem Injektorkörper (41), der eine Faltkammer (21) begrenzt und eine Injektorspitze (22) aufweist, die eine Öffnung (23) aufweist, und einem Kolben (42), der längsverlagerbar in dem Injektorkörper angeordnet ist und eingerichtet ist, die Intraokularlinse durch ein Verlagern des Kolbens in einer Einführrichtung (40) des Injektors aus der Faltkammer (21) in die Injektorspitze (22) und anschließend via die Öffnung (23) aus dem Injektor heraus zu befördern, wobei die Injektorspitze in dem Bereich der Öffnung (23) abgeschrägt ist, indem die Injektorspitze eine Stirnfläche (27) hat, die unmittelbar an die Öffnung angrenzt und deren Normale einen Stirnflächenwinkel mit der Injektorachse einschließt, der von 0° verschieden ist, wobei die Injektorspitze an ihrer Innenwand mindestens eine wendelförmige Nut (27) aufweist, die eingerichtet ist, die Intraokularlinse bei deren Durchgang durch die Injektorspitze in einer auf die Injektorachse bezogenen Injektorumfangsrichtung (44) zu verschwenken.
Description
Injektor mit einer in einer Injektorspitze wendelförmig verlaufenden Nut Die Erfindung betrifft einen Injektor für ein Einführen einer Intraokularlinse in ein Auge, wobei der Injektor eine Injektorspitze mit einer wendelförmig verlaufenden Nut aufweist. Eine Intraokularlinse kann beispielsweise bei einer Kataraktbehandlung die natürliche Linse eines Auges ersetzen. In einem anderen Beispiel kann die Intraokularlinse eine phake Intraokularlinse sein, die zusätzlich zu der natürlichen Linse in das Auge eingebracht wird, um insbesondere eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren. In Figur 1 ist ein Querschnitt einer beispielhaften Intraokularlinse 1 dargestellt. Die Intraokularlinse 1 kann konvex konkav ausgebildet sein und hat somit eine konvexe Seite 3 und eine konkave Seite 4. Zudem hat die Intraokularlinse 1 eine optische Achse 2, eine auf die optische Achse 2 bezogene Radialrichtung 6 und eine auf die optische Achse 2 bezogene Umfangsrichtung 7. Die Intraokularlinse 1 hat eine Haptik 5, welche bei dieser Ausführungsform eine Plattenhaptik ist, wobei die Haptik 5 ein erstes Längsende 8, das das Ende der Intraokularlinse 1 entgegen der Radialrichtung 6 bildet, und ein zweites Längsende 9 aufweist, das das Ende der Intraokularlinse 1 in der Radialrichtung 6 bildet. In Figuren 2 und 3 ist ein Injektor 20 dargestellt, mittels dem die phake Intraokularlinse 1 in ein Auge 10 eingeführt wird. Die phake Intraokularlinse 1 ist zwischen der natürlichen Linse 12 des Auges 10 und der Iris 13 des Auges 10 einzubringen. Dazu wird ein Schnitt in die Hornhaut 11 des Auges 10 eingebracht und eine Injektorspitze 22 wird via den Schnitt in das Auge 10 eingeführt. Der Injektor 20 weist einen Faltmechanismus auf, mittels dem die in einer Faltkammer 21 angeordnete Intraokularlinse 1 so gefaltet wird, dass der zum ersten Längsende 8 senkrecht angeordnete erste Seitenrand 80 und der zum zweiten Längsende 9 senkrecht angeordnete und von dem ersten Seitenrand 80 abgewandt angeordnete zweite Seitenrand
90 zueinander hin verlagert werden. Anschließend wird die Intraokularlinse 1 aus dem Injektor 20 heraus in das Auge 10 verlagert. Der Faltmechanismus weist einen ersten Flügel 30 auf, der von dem Auge 10 abgewandt anzuordnen ist, um eine Berührung des Gesichts durch den ersten Flügel 30 zu vermeiden, während die Intraokularlinse 1 in das Auge 10 eingeführt wird. In Figur 2 ist die Intraokularlinse 1, bevor sie gefaltet wird, so angeordnet, dass die konvexe Seite 3 einer Auflagefläche 210 in der Faltkammer 21 zugewandt angeordnet ist. Ein Betrachter sieht somit auf die konkave Seite 4, wenn er auf die in der Ladekammer 21 gelagerte Intraokularlinse 1 blickt. Dies führt dazu, dass die Intraokularlinse 1 anschließend auch so gefaltet wird, dass die konvexe Seite 3 der Auflagefläche 210 der Faltkammer 21 zugewandt angeordnet ist. Diese Orientierung führt jedoch dazu, dass die Intraokularlinse 1 mit der falschen Orientierung in das Auge 10 eingebracht wird, in der die konvexe Seite 3 der natürlichen Linse 12 zugewandt angeordnet ist, siehe gestrichelte Linie der Intraokularlinse 1 in Figur 2. In Figur 3 ist die Intraokularlinse 1, bevor sie gefaltet wird, so angeordnet, dass die konvexe Seite 3 einem in Richtung zur Faltkammer 21 blickenden Betrachter zugewandt angeordnet ist. Dies führt dazu, dass die Intraokularlinse 1 anschließend auch so gefaltet wird, dass die konvexe Seite 3 der Auflagefläche 210 in der Faltkammer abgewandt angeordnet ist. Dies bewirkt, dass die Intraokularlinse 1 mit der richtigen Orientierung in das Auge 10 gelangt, indem die konkave Seite 4 der natürlichen Linse 12 zugewandt angeordnet ist und sich somit optimal an die natürliche Linse 12 anschmiegen kann, siehe gestrichelte Linie der Intraokularlinse 1 in Figur 3. In diesem Fall steht die Intraokularlinse 1 jedoch während der Vorschubbewegung in der Injektorspitze 22 unter starken mechanischen Spannungen, die zu einer Beschädigung der Intraokularlinse 1 und/oder der Injektorspitze 22 führen können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Injektor für ein Einführen einer Intraokularlinse in ein Auge zu schaffen, wobei mit dem Injektor eine richtige Orientierung der Intraokularlinse in dem Auge erfolgt und starke mechanische Spannungen in der Intraokularlinse bei dem Einführen der Intraokularlinse in das Auge vermieden werden. Der erfindungsgemäße Injektor für ein Einführen einer Intraokularlinse in ein Auge weist eine Injektorachse, einen Injektorkörper und einen Kolben auf. Der Injektorkörper begrenzt eine Faltkammer und weist eine Injektorspitze auf, die eine Öffnung aufweist. Der Kolben ist längsverlagerbar in dem Injektorkörper angeordnet und eingerichtet, die Intraokularlinse durch ein Verlagern des Kolbens in einer Einführrichtung des Injektors aus der Faltkammer in die Injektorspitze und anschließend via die Öffnung aus dem Injektor heraus zu befördern. Die Injektorspitze ist in dem Bereich der Öffnung abgeschrägt, indem die Injektorspitze eine Stirnfläche hat, die unmittelbar an die Öffnung angrenzt und deren Normale einen Stirnflächenwinkel mit der Injektorachse einschließt, der von 0° verschieden ist. Die Injektorspitze weist an ihrer Innenwand mindestens eine wendelförmig verlaufende Nut auf, der eingerichtet ist, die Intraokularlinse bei deren Durchgang durch die Injektorspitze in einer auf die Injektorachse bezogenen Injektorumfangsrichtung zu verschwenken. In dem Fall, dass die Intraokularlinse nicht symmetrisch zu einer Spiegelebene ist, deren Normale parallel zu der optischen Achse der Intraokularlinse ist, kann die Intraokularlinse so in der Faltkammer angeordnet werden, dass die Intraokularlinse so gefaltet wird, dass mechanische Spannungen in der Intraokularlinse minimiert werden. Nachdem die Intraokularlinse gefaltet wurde, kann sie mittels des Kolbens in die Injektorspitze verlagert und via die Öffnung aus dem Injektor heraus befördert werden. Durch das Vorsehen der Nut kann die Intraokularlinse so verschwenkt werden, dass
die Intraokularlinse relativ so zu der Stirnfläche orientiert ist, dass die Intraokularlinse in einer richtigen Orientierung in das Auge eingebracht werden kann. Es ist bevorzugt, dass die Intraokularlinse eine Ausgangsorientierung, bevor die Intraokularlinse in die Injektorspitze verlagert ist, und eine Endorientierung hat, nachdem die Intraokularlinse aus der Injektorspitze heraus verlagert ist, wobei die mindestens eine Nut eingerichtet ist, die Intraokularlinse ausgehend von der Ausgangsorientierung in die Endorientierung um einen Intraokularlinsenwinkel um die Injektorachse zu verschwenken, der in einem Bereich von 90° bis 270° liegt. Besonders bevorzugt liegt der Intraokularlinsenwinkel in einem Bereich von 150° bis 210° oder in einem Bereich von 170° bis 190°. Die Stege überstreichen bevorzugt einen Winkelbereich um die Injektorachse von weniger als 360°, insbesondere einen Winkelbereich von maximal 330° oder maximal 270° oder maximal 180°. Die Injektorspitze und die mindestens eine Nut sind bevorzugt derart dimensioniert, dass während des Verlagerns des Kolbens in der Einführrichtung die Intraokularlinse in die mindestens eine Nut gelangt, anschließend in der mindestens einen Nut gleitet und dadurch verschwenkt wird. Es ist bevorzugt, dass der Injektor einen Faltmechanismus aufweist, der eingerichtet ist, die Intraokularlinse durch ein Bringen des Faltmechanismus aus einem Faltmechanismusausgangszustand in einen Faltmechanismusendzustand in der Faltkammer zu falten, wobei der Faltmechanismus einen Vorsprung aufweist, dessen distales Ende in dem Faltmechanismusendzustand in einer auf die Injektorachse bezogenen Injektorradialrichtung von dem Injektor vorsteht. Die Injektorradialrichtung kann von innen nach außen orientiert sein, wodurch der Vorsprung nach außen von dem verbliebenen Injektor vorsteht. Indem die
Intraokularlinse in der Injektorspitze verschwenkt wird, kann der Injektor so ausgebildet werden, dass die Stirnfläche so relativ zu dem Vorsprung orientiert werden kann, dass der Vorsprung bei dem Einführen der Intraokularlinse in das Auge von dem Auge weg orientiert werden kann, wodurch ein Berühren des Patienten durch den Vorsprung vermieden werden kann. Die Injektorspitze weist bevorzugt eine maximal lange Randfaser und eine minimal kurze Randfaser auf, die in der Injektorumfangsrichtung abgewandt von dem Vorsprung angeordnet ist. Dies führt dazu, dass in dem Fall, dass bei dem Einführen der Intraokularlinse in das Auge der Vorsprung abgewandt von dem Auge angeordnet wird, die minimal kurze Randfaser weiter innen in dem Auge als die maximal lange Randfaser angeordnet ist. Dadurch wird die Intraokularlinse, wenn die Intraokularlinse die Öffnung verlässt, von der Hornhaut weg verlagert. Es ist bevorzugt, dass der Faltmechanismus einen Faltkeil aufweist, der durch ein Einführen des Faltkeils in die Faltkammer die Intraokularlinse faltet. Der Injektor kann einen Halter aufweisen, der den Faltkeil hält und den Vorsprung bildet. Der Faltkeil kann bei dem Einführen des Faltkeils in die Faltkammer die Intraokularlinse mittig kontaktieren und eindrücken, so dass zwei voneinander abgewandte und senkrecht zu der optischen Achse der Intraokularlinse außen liegende Enden der Intraokularlinse zueinander hin verlagern. In dem Faltmechanismusausgangszustand kann der Faltkeil beabstandet von der Intraokularlinse angeordnet sein. In dem Faltmechanismusendzustand kann der Faltkeil die Intraokularlinse kontaktieren und gefaltet haben. Alternativ ist es bevorzugt, dass der Faltmechanismus einen Schmetterlingsmechanismus aufweist, der einen ersten Flügel und einen zweiten Flügel aufweist, die eingerichtet sind, durch Schwenken um die Injektorachse in einen Kopplungszustand und damit in einen Faltmechanismusendzustand gebracht zu
werden, in dem der erste Flügel und der zweite Flügel in einer auf die Injektorachse bezogenen Injektorradialrichtung von dem Injektor gemeinsam vorstehen und den Vorsprung bilden. Die Intraokularlinse ist bevorzugt so in der Faltkammer angeordnet und orientiert, dass der Faltmechanismus die Intraokularlinse so faltet, dass die konvexe Seite einer Auflagefläche in der Faltkammer zugewandt angeordnet ist. Dadurch sind die mechanischen Spannungen in der Intraokularlinse besonders schwach. In dem Fall, dass der Faltmechanismus den Faltkeil aufweist, kann dazu die konkave Seite dem Faltkeil zugewandt angeordnet sein. Die Intraokularlinse ist bevorzugt eine phake Intraokularlinse. Alternativ bevorzugt ist die Intraokularlinse dazu vorgesehen, eine natürliche Linse des Auges zu ersetzen. Der Stirnflächenwinkel liegt bevorzugt in einem Bereich von 20° bis 70° oder von 30° bis 60° oder von 40° bis 50°. Es ist erfindungsgemäß, dass der Injektor eine Koordinate h, die in Richtung in der Injektorachse orientiert ist und mit abnehmendem Abstand zu der Öffnung größer wird, und für jede der Nuten einen jeweiligen Steg aufweist, wobei die Form des mindestens einen Stegs beschrieben ist durch eine Funktion Φ(h), die die Position des Stegs in der Injektorumfangsrichtung angibt, durch einen Radius r(h), der von der Injektorachse ausgeht und eine in der Injektorspitze angeordnete Passage beschreibt, die von der Intraokularlinse zu passieren ist, und durch eine Funktion m(h), die angibt, wie tief der Steg ausgehend von dem Radius r(h) in Richtung zu der Injektorachse hin vorsteht, wobei m(h)=0 bedeutet, dass der Steg nicht vorhanden ist. Φ(h) kann beispielsweise die Position desjenigen Teils, das an der Position h am weitesten nach innen vorsteht, des Stegs angeben.
Die Funktion Φ(h) ist erfindungsgemäß in einem ersten Endbereich, der von der Öffnung ausgeht, konstant und m(h) ist bevorzugt in dem ersten Endbereich größer als Null. Dadurch wird erreicht, dass die Intraokularlinse ohne einen Drall aus der Öffnung gelangt. Es ist bevorzugt, dass die Funktion m(h) ausgehend von einem Funktionswert von Null monoton steigt. Dadurch trifft die Intraokularlinse vorteilhaft nicht auf eine Stufe, wenn die Intraokularlinse auf den Steg trifft, wodurch ein Verhaken der Intraokularlinse an dem Steg vermieden wird. Die Funktion Φ(h) ist bevorzugt vollständig monoton steigend. Alternativ bevorzugt weist die Funktion Φ(h) ein lokales Maximum auf und fällt in einem zweiten Endbereich, der von der Öffnung ausgeht, ab, insbesondere monoton ab. Dadurch wird ein Verschwenken der Intraokularlinse entgegen der anfänglichen Verschwenkrichtung, d.h. entgegen die Umfangsrichtung, bewirkt, wodurch ein unkontrolliertes Verlassen der Intraokularlinse aus der Öffnung vermieden werden kann. Insbesondere erstreckt sich der zweite Endbereich von dem Maximum bis zu der Öffnung. Die Form der Passage ist bevorzugt beschrieben durch eine Funktion e(h), die ein Verhältnis von einer kurzen Halbachse einer Ellipse zu einer langen Halbachse der Ellipse ist, wobei die kurze Halbachse und die lange Halbachse an der Position h eine Ebene aufspannen, deren Normale parallel zu der Injektorachse ist. Dabei ist besonders bevorzugt, dass für die Funktion e(h) in einem dritten Endbereich, der von der Öffnung ausgeht, e(h)<1 gilt, insbesondere wobei die kurze Halbachse von der maximal langen Randfaser (24) zu der minimal kurzen Randfaser orientiert ist. Beispielsweise kann die e(hEnde) in einem Bereich von 0,5 bis 0,9 oder von 0,6 bis 0,8 liegen, wobei hEnde die Koordinate h an der Öffnung ist. Alternativ ist besonders bevorzugt, dass e(hEnde)=1 und hEnde die Koordinate h an der Öffnung ist.
Im Folgenden wird anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen die Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung eines Querschnittes durch eine Intraokularlinse, Figur 2 eine schematische Darstellung eines Querschnittes eines Auges und eines herkömmlichen Injektors, der in das Auge eingeführt ist, wobei eine konvexe Seite der Intraokularlinse einer Auflagefläche einer Faltkammer zugewandt ist, Figur 3 eine schematische Darstellung des Querschnittes aus Figur 2, wobei eine konkave Seite der Intraokularlinse der Auflagefläche der Faltkammer zugewandt ist, Figur 4 eine schematische Darstellung einer perspektivischen Ansicht eines erfindungsgemäßen Injektors, Figur 5 eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch den erfindungsgemäßen Injektor, Figur 6 eine schematische Darstellung einer perspektivischen Ansicht einer Injektorspitze des erfindungsgemäßen Injektors, Figur 7 eine Auftragung einer Funktion r(h), Figur 8 eine Auftragung einer Funktion Φ(h), Figur 9 eine Auftragung einer Funktion m(h), Figur 10 eine Auftragung einer Funktion e(h), Figur 11 eine Auftragung einer weiteren Funktion Φ(h), Figur 12 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Injektorspitze entgegen einer Einführrichtung des Injektors,
Figur 13 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine weitere Injektorspitze in der Einführrichtung und Figur 14 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf einen Kolben des Injektors entgegen der Einführrichtung. Wie es aus Figuren 4 bis 6 ersichtlich ist, weist ein Injektor 20 für ein Einführen einer Intraokularlinse 1 in ein Auge 10 eine Injektorachse 26, einen Injektorkörper 41 und einen Kolben 42 auf. Der Injektorkörper 41 begrenzt eine Faltkammer 21 und weist eine Injektorspitze 22 auf, die eine Öffnung 23 aufweist. Der Kolben 42 ist längsverlagerbar in dem Injektorkörper 41 angeordnet und eingerichtet, die Intraokularlinse 1 durch ein Verlagern des Kolbens 42 in einer Einführrichtung 40 des Injektors 20 aus der Faltkammer 21 in die Injektorspitze 22 und anschließend via die Öffnung 23 aus dem Injektor 20 heraus zu befördern. Die Injektorspitze 22 ist in dem Bereich der Öffnung 23 abgeschrägt, indem die Injektorspitze 22 eine Stirnfläche 27 hat, die unmittelbar an die Öffnung 23 angrenzt und deren Normale einen Stirnflächenwinkel mit der Injektorachse 26 einschließt, der von 0° verschieden ist. Die Injektorspitze 22 weist an ihrer Innenwand mindestens eine wendelförmig verlaufende Nut 27 auf, die eingerichtet ist, die Intraokularlinse 1 bei deren Durchgang durch die Injektorspitze 22 in einer auf die Injektorachse 26 bezogenen Injektorumfangsrichtung 44 zu verschwenken. Zu jeder der Nuten 27 kann jeweils ein Steg 28 vorgesehen sein, der die zugehörige Nut in der Injektorumfangsrichtung 44 begrenzt. Es ist denkbar, dass die Einführrichtung 40 parallel zu der Injektorachse 26 angeordnet ist und insbesondere mit der Injektorachse 26 zusammenfällt. Die Injektorspitze 22 und die mindestens eine Nut 27 können bevorzugt derart dimensioniert sein, dass während des Verlagerns des Kolbens 42 in der Einführrichtung 40 die Intraokularlinse 1 in die mindestens eine Nut 27 gelangt, anschließend in der mindestens einen Nut gleitet 27 und dadurch verschwenkt wird.
Die Intraokularlinse 1 kann eine konvexe Seite 3 und eine konkave Seite 4 aufweisen (vergleiche Figur 1), die der konvexen Seite 3 abgewandt angeordnet ist und die eingerichtet sind, Licht durch Refraktion oder Diffraktion zu manipulieren, insbesondere zu bündeln, damit die Intraokularlinse 1 eine optische Abbildung durchführen kann. Bei der Intraokularlinse 1 kann es sich um eine phake Introakularlinse 1 oder um eine Intraokularlinse 1 handeln, die eingerichtet ist, eine natürliche Linse 12 des Auges 10 zu ersetzen. Beispielsweise kann der Stirnflächenwinkel in einem Bereich von 20° bis 70° oder von 30° bis 60° oder von 40° bis 50° liegen. Figur 4 zeigt, dass die Intraokularlinse 1 eine Ausgangsorientierung, bevor die Intraokularlinse 1 in die Injektorspitze 22 verlagert ist (in Figur 4 ist die Intraokuarlinse 1 in der Ausgangsorientierung in der Faltkammer 21 angeordnet dargestellt), und eine Endorientierung haben kann, nachdem die Intraokularlinse 1 aus der Injektorspitze 22 heraus verlagert ist (in Figur 4 ist die Intraokuarlinse 1 in der Endorientierung rechts der Injektorspitze 22 angeordnet dargestellt). Die mindestens eine Nut 27 kann eingerichtet sein, die Intraokularlinse 1 ausgehend von der Ausgangsorientierung in die Endorientierung um einen Intraokularlinsenwinkel um die Injektorachse 26 zu verschwenken, der in einem Bereich von 90° bis 270° liegt, wobei in Figur 4 ein Winkel von 180° dargestellt ist. Insbesondere kann der Intraokularlinsenwinkel in einem Bereich von 150° bis 210° oder in einem Bereich von 170° bis 190° liegen. Der Injektor 20 kann einen Faltmechanismus aufweisen, der eingerichtet ist, die Intraokularlinse 1 durch ein Bringen des Faltmechanismus aus einem Faltmechanismusausgangszustand in einen Faltmechanismusendzustand in der Faltkammer 21 zu falten, wobei der Faltmechanismus einen ersten Flügel 30 und einen zweiten Flügel 300 aufweist. Der erste Flügel 30 und/oder der zweite Flügel 300 können durch Schwenken um die
Injektorachse 26 miteinander gekoppelt werden, zum Beispiel durch Einrasten, und in einen Faltmechanismusendzustand gelangen, sodass der erste Flügel 30 und der zweite Flügel 300 in einer auf die Injektorachse 26 bezogenen Injektorradialrichtung 43 von dem Injektor 20 gemeinsam vorstehen und somit einen Vorsprung bilden. Die Injektorradialrichtung 43 kann von innen nach außen orientiert sein, wodurch der Vorsprung nach außen von dem verbliebenen Injektor 20 vorsteht. Der erste Flügel 30 kann starr angeordnet sein, sodass nur der zweite Flügel 300 zu dem ersten Flügel 30 hin geschwenkt werden kann. Der Injektor 20 kann aber auch so ausgebildet sein, dass sich der erste Flügel 30 und der zweite Flügel 300 aufeinander zubewegen lassen. Wie es aus Figur 5 ersichtlich ist, kann die Injektorspitze 22 eine maximal lange Randfaser 24 und eine minimal kurze Randfaser 25 aufweisen, die in der Injektorumfangsrichtung 44 abgewandt von dem Vorsprung angeordnet ist. Der Faltmechanismus kann einen Faltkeil aufweisen, der durch ein Einführen des Faltkeils in die Faltkammer 21 die Intraokularlinse 1 faltet. Der Injektor 20 kann einen Halter aufweisen, der den Faltkeil hält und den Vorsprung bildet. Die Intraokularlinse 1 kann so in der Faltkammer 21 angeordnet und orientiert sein, dass der Faltmechanismus die Intraokularlinse 1 so faltet, dass die konvexe Seite 3 einer Auflagerfläche in der Faltkammer 21 zugewandt angeordnet ist. Ist der Faltkeil vorgesehen, so kann dies beispielsweise erreicht werden, indem die konkave Seite 4 dem Faltkeil zugewandt angeordnet ist und der Faltkeil die konkave Seite 4 kontaktiert, wenn der Faltmechanismus von dem Faltmechanismusausgangszustand in den Faltmechanismusendzustand gebracht wird. Ist der Schmetterlingsmechanismmus vorgesehen, so kann dies beispielsweise erreicht werden, indem der erste Flügel 30 um die Injektorachse 26 zu dem zweiten Flügel 300 hin verschwenkt werden kann.
Der Injektor 1 kann eine Koordinate h, die in Richtung in der Injektorachse 26 orientiert ist und mit abnehmendem Abstand zu der Öffnung 23 größer wird (vergleiche Figur 5), und für jede der Nuten 27 einen jeweilige Steg 28 aufweisen (vergleiche Figuren 5 und 6). Zudem kann der Injektor 1 eine Koordinate x, die senkrecht zu der Koordinate h angeordnet ist, und eine Koordinate y aufweisen, die senkrecht zu den Koordinaten h und x angeordnet ist (siehe Figur 12). Die Form des mindestens einen Stegs 28 kann beschrieben sein durch eine Funktion Φ(h), die die Position des Stegs 28 in der Injektorumfangsrichtung 44 angibt (siehe Figuren 8 und 11), durch einen Radius r(h) (siehe Figur 7), der von der Injektorachse 26 ausgeht und eine in der Injektorspitze 22 angeordnete Passage 45 beschreibt, die von der Intraokularlinse 1 zu passieren ist (siehe Figur 5), und durch eine Funktion m(h) (siehe Figur 9), die angibt, wie tief der Steg 28 ausgehend von dem Radius r(h) in Richtung zu der Injektorachse 26 hin vorsteht (siehe Figur 5). Es ist denkbar, dass Φ in der Injektorumfangsrichtung 44 größer wird. Φ(h) kann beispielsweise die Position desjenigen Teils, das an der Position h am weitesten nach innen vorsteht, des Stegs 28 angeben. An den Funktionsargumenten, bei denen m(h)=0 ist, bedeutet dies, dass der Steg 28 nicht vorhanden sind. Zudem kann die Form der Passage 45 beschrieben sein durch eine Funktion e(h), die ein Verhältnis von einer kurzen Halbachse einer Ellipse zu einer langen Halbachse der Ellipse ist, wobei die kurze Halbachse und die lange Halbachse an der Position h eine Ebene aufspannen, deren Normale parallel zu der Injektorachse 26 ist. Ist e(h)=1, so bedeutet dies, dass die Passage 45 einen kreisförmigen Querschnitt hat, ist e(h)<1, so bedeutet dies, dass die Passage 45 einen elliptischen Querschnitt hat. hAnfang ist die erste Position, an der der Steg 28 ausgebildet ist. hEnde ist die Position an der Öffnung 23. Figur 7 zeigt, dass r(h) vollständig monoton fallend ausgebildet sein kann. r(hEnde) kann beispielsweise in einem Bereich von 1,0 mm bis 2,0 mm liegen. r(hAnfang) kann beispielsweise in einem Bereich von 3,0 mm bis 5,0 mm liegen.
Figuren 8 und 9 zeigen, dass die Funktion Φ(h) in einem ersten Endbereich, der von der Öffnung 23 ausgeht, konstant sein kann und m(h) in dem ersten Endbereich größer als Null sein kann. Dadurch ist der Steg 28 in dem vollständigen ersten Endbereich in Richtung der Injektorachse 26 orientiert. Der erste Endbereich kann in Richtung der Injektorachse 26 beispielsweise eine Erstreckung von länger als 1 mm und kürzer als 5 mm haben. Wie es aus Figur 9 ersichtlich ist, kann die Funktion m(h) ausgehend von einem Funktionswert von Null monoton ansteigen. Es ist außerdem denkbar, dass die Funktion m(h), nachdem sie monoton angestiegen ist, ein Maximum mmax erreicht und anschließend monoton abfällt. Es ist denkbar, dass m(hEnde)>0 ist, wie es in Figur 9 dargestellt ist, oder dass m(hEnde)=0 ist. In dem Fall, dass m(hEnde)>0 ist, kann m(hEnde) beispielsweise in einem Bereich von 0,05*mmax bis 0,7*mmax liegen. Figuren 8 und 11 zeigen, dass Φ(hEnde)-Φ(hAnfang)=π sein kann, wobei aber auch denkbar ist, dass Φ(hEnde)-Φ(hAnfang) in einem Bereich von 0,5*π (90°) bis 1,5*π (270°)oder von 0,75*π (135°) bis 1,25*π (225°) liegen kann. Figur 8 zeigt, dass die Funktion Φ(h) vollständig monoton steigend sein kann. Figur 11 zeigt, dass die Funktion Φ(h) zuerst monoton bis zu einem Maximum ansteigen kann und anschließend monoton bis zu hEnde abfallen kann. Wie es aus Figur 10 ersichtlich ist, kann für die Funktion e(h) in einem dritten Endbereich, der von der Öffnung 23 ausgeht, e(h)<1 gelten. Dabei kann die kurze Halbachse von der maximal langen Randfaser 24 zu der minimal kurzen Randfaser 25 orientiert sein. e(hEnde) kann in einem Bereich von 0,5 bis 0,9 oder von 0,6 bis 0,8 liegen. Alternativ ist denkbar, dass e(hEnde)=1 und insbesondere für die vollständige Funktion gilt e(h)=1 gilt. In Figur 12 sind eine erste Innenkontur 31 bis eine achte Innenkontur 38 der Injektorspitze 22 dargestellt, wobei die zweite Innenkontur 32 bis der achten Innenkontur 38 auch in
Figur 6 eingezeichnet sind. Anhand der ersten Innenkontur 31 bis zu der achten Innenkontur 38 ist erkennbar, dass zwei der Nuten 27 vorgesehen sein können, wobei auch denkbar ist, dass mehr als zwei der Nuten 27 vorgesehen sind. Die erste Innenkontur 31 bis zu der achten Innenkontur 38 können jeweils eine Mehrzahl an Zellen aufweisen, wobei jede der Zellen das größte sich nicht wiederholende Bauelement darstellt und die Zellen jeweils baugleich ausgebildet sind. In Figur 12 ist für die Innenkontur 32 eine erste Zelle I und eine zweite Zelle II eingezeichnet. Die Zellen können beispielsweise punktsymmetrisch ausgebildet sein oder nicht punktsymmetrisch ausgebildet sein. Es ist denkbar, dass der Kolben 42 verschwenkbar um die Einführrichtung 40 gelagert ist, damit der Kolben 42 dem Verschwenken der Intraokularlinse 1 folgen kann. In dem Fall, dass der Injektor 1 eingerichtet ist, den Kolben 42 durch ein Drehen des Kolbens 42 längszuverlagern, kann eine Übersetzung vorgesehen sein, die das der Intraokularlinse 1 zugewandte Längsende des Kolbens 42 synchron mit der Intraokularlinse 1 verschwenkt. Dies kann mittels eines Kurvengetriebes oder eines Planetengetriebes erfolgen. Das der Intraokularlinse 1 zugewandte Längsende des Kolbens 42 kann strukturiert sein, um die Intraokuarlinse 1 zu greifen. Beispielsweise kann der Kolben 42 dazu an seinem der Intraokularlinse 1 zugewandten Längsende eine Ausnehmung 46 oder mehrere Ausnehmungen 46 aufweisen, vergleiche Figur 14. Die Ausnehmung 46 oder die Ausnehmungen 46 können beispielsweise V-förmig ausgebildet sein (wie es in Figur 14 dargestellt ist). Sind die mehreren Ausnehmungen 46 vorgesehen, so können die Ausnehmungen 46 insbesondere sich kreuzend angeordnet sein, vergleiche Figur 14. Es ist denkbar, dass die Injektorspitze 22 an ihrer die Passage 45 begrenzenden Oberfläche eine Schmierbeschichtung aufweist. Die Beschichtung kann zum Beispiel Glycerinmonostearat, hydrophiles Polymer oder eine Seife aufweisen.
Es ist denkbar, die Injektorspitze 22 mittels eines Spritzgussverfahrens herzustellen. Dazu kann ein Werkzeug zum Durchführen des Spritzgussverfahrens einen verschwenkbaren Kern aufweisen. Um Hinterschneidungen in der Injekorspitze zu vermeiden, ist es denkbar, dass die Stege 28 einen Winkelbereich um die Injektorachse 26 von weniger als 360° überstreichen, insbesondere einen Winkelbereich von maximal 330° oder maximal 270° oder maximal 180°. Alternativ ist denkbar, die Injektorspitze 22 durch ein generatives Fertigungsverfahren herzustellen.
Bezugszeichenliste 1 Intraokularlinse 2 optische Achse 3 konvexe Seite 4 konkave Seite 5 Haptik 6 Radialrichtung 7 Umfangsrichtung 8 erstes Längsende 9 zweites Längsende 10 Auge 11 Hornhaut 12 natürliche Linse 13 Iris 20 Injektor 21 Faltkammer 22 Injektorspitze 23 Öffnung 24 maximal lange Randfaser 25 minimal kurze Randfaser 26 Injektorachse 27 Nut 28 Steg 30 erster Flügel 31 erste Innenkontur 32 zweite Innenkontur 33 dritte Innenkontur 34 vierte Innenkontur 35 fünfte Innenkontur 36 sechste Innenkontur 37 siebte Innenkontur 38 achte Innenkontur 40 Einführrichtung 41 Injektorkörper 42 Kolben 43 Injektorradialrichtung 44 Injektorumfangsrichtung
45 Passage 46 Ausnehmung 51 erste Flanke 52 zweite Flanke 80 erster Seitenrand 90 zweiter Seitenrand 210 Auflagefläche 300 zweiter Flügel h Koordinate in Richtung der Injektorachse x Koordinate y Koordinate r Radius Drehwinkel m Modulationstiefe e Exzentrität
Claims
Patentansprüche 1. Injektor für ein Einführen einer Intraokularlinse (1) in ein Auge (10), mit einer Injektorachse (26), einem Injektorkörper (41), der eine Faltkammer (21) begrenzt und eine Injektorspitze (22) aufweist, die eine Öffnung (23) aufweist, und einem Kolben (42), der längsverlagerbar in dem Injektorkörper (41) angeordnet ist und eingerichtet ist, die Intraokularlinse (1) durch ein Verlagern des Kolbens (42) in einer Einführrichtung (40) des Injektors (20) aus der Faltkammer (21) in die Injektorspitze (22) und anschließend via die Öffnung (23) aus dem Injektor (20) heraus zu befördern, wobei die Injektorspitze (22) in dem Bereich der Öffnung (23) abgeschrägt ist, indem die Injektorspitze (22) eine Stirnfläche (27) hat, die unmittelbar an die Öffnung (23) angrenzt und deren Normale einen Stirnflächenwinkel mit der Injektorachse (26) einschließt, der von 0° verschieden ist, wobei die Injektorspitze (22) an ihrer Innenwand mindestens eine wendelförmig verlaufende Nut (27) aufweist, die eingerichtet ist, die Intraokularlinse (1) bei deren Durchgang durch die Injektorspitze (22) in einer auf die Injektorachse (26) bezogenen Injektorumfangsrichtung (44) zu verschwenken, wobei der Injektor (1) eine Koordinate h, die in Richtung in der Injektorachse (26) orientiert ist und mit abnehmendem Abstand zu der Öffnung (23) größer wird, und für jede der Nuten (27) einen jeweiligen Steg (28) aufweist, wobei die Form des mindestens einen Stegs (28) beschrieben ist durch eine Funktion Φ(h), die die Position des Stegs (28) in der Injektorumfangsrichtung (44) angibt, durch einen Radius r(h), der von der Injektorachse (26) ausgeht und eine in der Injektorspitze (22) angeordnete Passage (45) beschreibt, die von der Intraokularlinse (1) zu passieren ist, und durch eine Funktion m(h), die angibt, wie tief der Steg (28) ausgehend von dem Radius r(h) in Richtung zu der Injektorachse (26) hin vorsteht, wobei m(h)=0 bedeutet, dass der Steg (28) nicht vorhanden ist, wobei die Funktion Φ(h) in einem ersten Endbereich, der von der Öffnung (23) ausgeht, konstant ist und m(h) in dem ersten Endbereich größer als Null ist.
2. Injektor gemäß Anspruch 1, wobei die Intraokularlinse (1) eine Ausgangsorientierung, bevor die Intraokularlinse (1) in die Injektorspitze (22) verlagert ist, und eine Endorientierung hat, nachdem die Intraokularlinse (1) aus der Injektorspitze (22) heraus verlagert ist, wobei die mindestens eine Nut (27) eingerichtet ist, die Intraokularlinse (1) ausgehend von der Ausgangsorientierung in die Endorientierung um einen Intraokularlinsenwinkel um die Injektorachse (26) zu verschwenken, der in einem Bereich von 90° bis 270° liegt. 3. Injektor gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Injektor (20) einen Faltmechanismus aufweist, der eingerichtet ist, die Intraokularlinse (1) durch ein Bringen des Faltmechanismus aus einem Faltmechanismusausgangszustand in einen Faltmechanismusendzustand in der Faltkammer (21) zu falten, wobei der Faltmechanismus einen Vorsprung aufweist, dessen distales Ende in dem Faltmechanismusendzustand in einer auf die Injektorachse (26) bezogenen Injektorradialrichtung (43) von dem Injektor (20) vorsteht. 4. Injektor gemäß Anspruch 3, wobei die Injektorspitze (22) eine maximal lange Randfaser (24) und eine minimal kurze Randfaser (25) aufweist, die in der Injektorumfangsrichtung (44) abgewandt von dem Vorsprung angeordnet ist. 5. Injektor gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei die Intraokularlinse (1) eine konvexe Seite (3) und eine konkave Seite (4) aufweist, die Licht für eine optische Abbildung der Intraokularlinse (1) durch Refraktion oder Diffraktion manipulieren, und so in der Faltkammer (21) angeordnet ist und orientiert ist, dass der Faltmechanismus die Intraokularlinse (1) so faltet, dass die konvexe Seite (3) einer Auflagefläche (210) in der Faltkammer (21) zugewandt angeordnet ist. 6. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Funktion m(h) ausgehend von einem Funktionswert von Null
monoton steigt, insbesondere wobei die Funktion Φ(h) vollständig monoton steigend ist. 7. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Funktion Φ(h) ein Maximum aufweist und in einem zweiten Endbereich, der von der Öffnung (23) ausgeht, abfällt, insbesondere monoton abfällt. 8. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Form der Passage (45) beschrieben ist durch eine Funktion e(h), die ein Verhältnis von einer kurzen Halbachse einer Ellipse zu einer langen Halbachse der Ellipse ist, wobei die kurze Halbachse und die lange Halbachse an der Position h eine Ebene aufspannen, deren Normale parallel zu der Injektorachse (26) ist, wobei für die Funktion e(h) in einem dritten Endbereich, der von der Öffnung (23) ausgeht, e(h)<1 gilt, insbesondere wobei die kurze Halbachse von der maximal langen Randfaser (24) zu der minimal kurzen Randfaser (25) orientiert ist.
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