EP4777066A1 - Verfahren zur reparatur von haarschäden und zur kräftigung der inneren haarstruktur - Google Patents
Verfahren zur reparatur von haarschäden und zur kräftigung der inneren haarstrukturInfo
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- EP4777066A1 EP4777066A1 EP24773360.3A EP24773360A EP4777066A1 EP 4777066 A1 EP4777066 A1 EP 4777066A1 EP 24773360 A EP24773360 A EP 24773360A EP 4777066 A1 EP4777066 A1 EP 4777066A1
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Abstract
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur unter Verwendung einer Epsilon-Polylysin enthaltenden kosmetischen Zusammensetzung bereit.
Description
„Verfahren zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur“
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur unter Verwendung von Epsilon-Polylysin.
Es ist allgemein bekannt, dass chemische Behandlungen von menschlichem Haar aus modischen Gründen in vielen Fällen zu einer Schädigung der Haarstruktur führen. Eine chemische Behandlung, die mehr oder weniger stark schädigen kann, umfasst beispielsweise Dauerwellen, wiederholte Kaltwellen, Blondierungs- und Aufhellungsvorgänge und den Färbevorgang mit Oxidationsfarbstoffen, insbesondere bei gleichzeitiger Aufhellung. Haarschäden können auch durch Sonneneinstrahlung und Waschen verursacht werden. All diese Faktoren können auf verschiedenen Ebenen Schäden induzieren und die Haarstruktur verändern, was zu schwächerem Haar führt. Eine solche Schädigung äußert sich in einem Verlust des natürlichen Glanzes des Haares, einem unattraktiven, stumpfen Aussehen und im Falle eines größeren Schadens in einer Spaltung der Haarspitzen, einem Abbruch des Haares oder dem Auftreten kleiner Knoten im Haar.
Es wurden bereits Versuche unternommen, die Struktur von auf diese Weise geschädigtem Haar durch Behandlungen mit verschiedenen Mitteln zu verbessern, obwohl noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. So können mit herkömmlichen oder handelsüblichen Haarpflegeprodukten Haarfasern an ihrer Oberfläche und teilweise in ihrem Inneren repariert und dadurch sehr gute Pflegeeffekte erzielt werden. Diese Pflegevorteile sind aber oftmals nur gering, vorübergehend und nicht von langer Dauer, denn sie können sich wieder auswaschen. Eine häufige Pflegebehandlung ist demzufolge insbesondere bei stark vorgeschädigten Haarfasern erforderlich, was mitunter zur Folge haben kann, dass durch Überkonditionierung ein unerwünschter, sogenannter Built-Up-Effekt auftreten kann, der wiederum zu schweren und/oder fettigen Haaren führt.
Es wäre wünschenswert, solche innerstrukturellen Haarschäden zu verhindern oder das Haar Tag für Tag von dem Moment an stetig zu reparieren, an dem das Haar aus der Kopfhaut herauswächst, so dass ein Bruch des Haares verzögert, gelindert oder vermieden wird.
Frühere Versuche, Produkte oder Verfahren bereitzustellen, die zur Stärkung des Haares beitragen, waren nicht immer völlig zufriedenstellend, da ihre Verwendung oder Anwendung beispielsweise aufgrund von Formulierungsschwierigkeiten (wie Stabilität, Löslichkeit, pH-Wert-Verträglichkeit) eingeschränkt sein kann. Darüber hinaus basieren die bekannten Technologien meist auf synthetisch gewonnenen Inhaltsstoffen, welche aus Nachhaltigkeitsgründen von den Verbrauchern zunehmend weniger akzeptiert werden.
Die Bereitstellung eines Haarbehandlungsverfahrens zur Reparatur innerstruktureller Haarschäden sowie zur Kräftigung der inneren Haarstruktur ist daher ein relevantes Ziel auf dem Gebiet der
Haarkosmetik. Optimalerweise sollen in dem Haarbehandlungsverfahren nachhaltigere Zusammensetzungen und Wirkstoffe verwendet werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur gelöst, bei dem eine Epsilon-Polylysin enthaltende kosmetische Zusammensetzung auf das Haar aufgetragen und optional nach einer Einwirkungszeit von 5 Sekunden bis 60 Minuten ausgespült wird.
Epsilon-Polylysin ist ein biotechnologisch gewonnener multifunktionaler Wirkstoff, der bislang vor allem im asiatischen Raum als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Des Weiteren ist Epsilon- Polylysin für seine ausgezeichnete Antischuppenwirksamkeit - insbesondere in Kombination mit weiteren Antischuppenwirkstoffen (beispielsweise aus DE 102011079536, DE 102011079540) - sowie für seine Haarpflegewirkung (beispielsweise aus EP 2036536) bekannt.
Nicht beschrieben wurde bislang das Reparaturvermögen innerstruktureller Haarschäden durch Epsilon-Polylysin.
Es wurde nun gefunden, dass ein Zusatz von Epsilon-Polylysin in kosmetischen Haarbehandlungsmitteln Haaren außergewöhnlich gute Eigenschaften verleiht. Insbesondere weist Haar, das nach einem hierin definierten Verfahren behandelt wurde, eine stärkere innere Struktur auf, die sich in einer höheren Denaturierungstemperatur, einer erhöhten Zugfestigkeit und einer reduzierten Quellung in Wasser zeigt. Dies gilt insbesondere für Haarbehandlungsverfahren, die auf oxidativ geschädigtem Haar angewendet werden.
Epsilon-Polylysin wird biotechnologisch hergestellt, ist toxikologisch unbedenklich und biologisch abbaubar. In den kosmetischen Zusammensetzungen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt, gewährleistet es eine permanente Reparatur, indem es tief in die Haarfasern eindringt und dort durch chemische Vernetzung neue Mikrobindungen schafft. Das natürliche Keratin des Haares wird in den Fasern eingeschlossen und das Haar dauerhaft repariert.
Das hierin definierte Verfahren führt zu einem signifikanten Haarreparatureffekt, der mit einem Wirkstoff biotechnologischen Ursprungs erzielt werden kann.
Darüber hinaus führt das erfindungsgemäße Haarbehandlungsverfahren unter Verwendung eines Epsilon-Polylysin enthaltenden Shampoos zu einer signifikanten Kämmkraftreduzierung der Haarfasern.
Die vorliegende Erfindung stellt auch die Verwendung von Epsilon-Polylysin in kosmetischen Zusammensetzungen zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur bereit.
Die vorliegende Erfindung stellt auch eine kosmetische Zusammensetzung zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur bereit, die spezifische Mengen an Epsilon- Polylysin sowie mindestens eines weiteren Reparaturwirkstoffs für Haarfasern umfasst.
Die vorstehend zusammengefasste Erfindung wird nun detaillierter dargestellt.
Sofern nicht anders angegeben, sind alle in % ausgedrückten Mengen Gew.-% und werden bezogen auf das Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung ausgedrückt.
Unter einem für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren geeigneten „Epsilon-Polylysin“ wird ein Oligo- bzw. Homopolymeres der natürlichen Aminosäure Lysin verstanden, das aufgrund seiner Verknüpfung in e-Position auch als Epsilon-Polylysin bezeichnet wird.
Besonders bevorzugt wird unter „Epsilon-Polylysin“ im Sinne der vorliegenden Erfindung Epsilon- Poly-L-Iysin verstanden. Dabei handelt es sich um einen Polyelektrolyten, der in polaren Lösungsmitteln (wie beispielsweise Wasser) löslich ist. Für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren sind auch physiologisch verträgliche Salz- und Lösungsformen des Epsilon-Poly-L-Iysins geeignet.
Epsilon-Poly-L-Iysin ist durch bakterielle Fermentation erhältlich, beispielsweise aus dem Stamm Streptomyces albulus.
Epsilon-Poly-L-Lysin hat aufgrund seiner polykationischen Ladung eine hohe Affinität zu Haaren, die eine negative Nettoladung aufweisen.
Es wurde gefunden, dass für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere Epsilon-Poly-L-Lysin mit einer linearen Molekülstruktur und einem spezifischen Polymerisationsgrad geeignet ist.
Besonders geeignet sind Verbindungen der nachfolgenden Formel
in der n für ganze Zahlen von 2-50 steht.
Mehr bevorzugt steht n für ganze Zahlen von 10-40 und insbesondere von 25-35.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Epsilon-Poly-L-Lysin mit der zuvor definierten linearen Molekülstruktur - im Vergleich zu Polylysin mit dendritischer Struktur - viel besser und tiefer in die Cuticula und den äußeren Haarkortex eindringen kann. Dadurch wird der reparierende und haarstärkende Effekt verstärkt.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind erfindungsgemäße Verfahren oder Verwendungen dadurch gekennzeichnet, dass Epsilon-Polylysin eine lineare Molekülstruktur aufweist, und dass es 2 bis 50, bevorzugt mit 10 bis 40 und insbesondere mit 25 bis 35 Lysin-Einheiten aufweist.
In bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren unter Verwendung Epsilon-Poly-L-Lysin enthaltender kosmetischer Zusammensetzungen wird Epsilon-Poly-L-Lysin vorzugsweise innerhalb engerer Mengenbereiche eingesetzt. Eine geeignete Einsatzmenge an Epsilon-Poly-L-Lysin (bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen kosmetischen Zusammensetzung) ist vorzugsweise 0,001 bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt 0,0025 bis 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,005 bis 5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,0075 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 1 Gew.-%.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind erfindungsgemäße Verfahren oder Verwendungen dadurch gekennzeichnet, dass die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,001 bis 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin enthält.
Hinsichtlich der Art der kosmetischen Zusammensetzungen, in denen Epsilon-Poly-L-Lysin für die Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden kann, bestehen keine prinzipiellen Einschränkungen. Geeignete Konfektionierungsformen sind beispielsweise Cremes, Lotionen, Lösungen, Wässer, Emulsionen wie W/O-, O/W-, PIT-Emulsionen (Emulsionen nach der Lehre der Phaseninversion, PIT genannt), Mikroemulsionen und multiple Emulsionen, grobe, instabile, ein oder mehrphasige Schüttelmixturen, Gele, Sprays, Aerosole, Schaumaerosole, doch auch feste Formen wie Pulver, Granulate oder Stücke (bars).
Für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren geeignete kosmetische Zusammensetzungen enthalten Epsilon-Poly-L-Lysin vorzugsweise in einem kosmetischen Träger.
Als kosmetischer Träger für die kosmetischen Zusammensetzungen kommt beispielsweise eine wässrige oder wässrig-alkoholische Basis in Frage.
Als alkoholische Komponente kommen dabei niedere Alkanole sowie Polyole wie Propylenglykol und Glycerin zum Einsatz. Ethanol und Isopropanol sind bevorzugte Alkohole. Wasser und Alkohol können in der wässrig-alkoholischen Basis in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 20 bis 90 : 1 vorliegen. Wasser sowie wässrig-alkoholische Mischungen, die bis zu 50 Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-%, Alkohol, bezogen auf das Gemisch Alkohol/Wasser, enthalten, können bevorzugte Grundlagen sein.
Der pH-Wert der kosmetischen Zusammensetzungen kann prinzipiell einen Wert im Bereich 2 - 11 aufweisen. Er liegt bevorzugt zwischen 2 und 7, wobei Werte von 3 bis 5 besonders bevorzugt sind.
Zur Einstellung dieses pH-Wertes kann praktisch jede für kosmetische Zwecke verwendbare Säure oder Base verwendet werden. Üblicherweise werden als Säuren Genusssäuren verwendet. Unter Genusssäuren werden solche Säuren verstanden, die im Rahmen der üblichen Nahrungsaufnahme aufgenommen werden und positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Genusssäuren sind beispielsweise Essigsäure, Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Ascorbinsäure und Gluconsäure. Im Rahmen der Erfindung ist die Verwendung von Zitronensäure und/oder Milchsäure besonders bevorzugt.
Bevorzugte Basen sind Ammoniak, Alkalimetallhydroxide, Monoethanolamin, Triethanolamin sowie N,N,N‘,N‘-Tetrakis-(2-hydroxypropyl)-ethylendiamin.
Kosmetische Zusammensetzungen, in denen Epsilon-Poly-L-Lysin für die Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden kann, können in festen oder flüssigen Ausführungsformen vorliegen, beispielsweise als kosmetische Reinigungszusammensetzung für die Kopfhaut und/oder das Haar, wie Reinigungspulver oder -granulate, Seifenstücke, Reinigungstücher, poröse Körper (feste Reinigungsschäume), flüssige Haarshampoos, 2-in-1 -Haarpflegeshampoos, Antischuppenshampoos, Haarfärbeshampoos, Haarreinigungsspülungen oder deren Kombinationen, kosmetische Pflegezusammensetzung (Conditioner) für die Kopfhaut und/oder das Haar, wie beispielsweise Haarspülungen, Haarkuren, Haarpackungen, Haar-Tonics, Haarseren, ethanolische oder wässrige Tinkturen etc. oder deren Kombinationen, welche sowohl als Leave-on- als auch als Rinse-off-Zusammensetzungen vorliegen können, kosmetische Zusammensetzung für die temporäre oder dauerhafte Verformung oder Fixierung von Haaren, wie beispielsweise Haarsprays, Dauerwell-Fixierlösungen, Haarfestiger, Haarlegemittel, Haarstyling-Zubereitungen, Fönwell-Lotionen, Schaumfestiger, Haargele, Haarwachse oder deren Kombinationen, temporäre oder permanente Haarfärbemittel.
Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Verfahren, bei denen Epsilon-Poly- L-Lysin umfassende, kosmetische Rinse-off- oder Leave-on-Zusammensetzungen für die Pflege von Haaren und/oder der Kopfhaut verwendet werden.
Darunter werden innerhalb dieser Ausführungsform vorzugsweise flüssige Haarpflegeshampoos oder Haarkonditioniermittel, wie Haarspülungen, Haarkuren, Essenzen, Lotionen, Seren, Tonics, Haarspitzenfluids, die in flüssiger Form oder als Pulver Feststück (Solid) vorliegen können, sowie Sprays, Gele oder Wachse verstanden.
Erfindungsgemäße Verfahren, bei denen Epsilon-Poly-L-Lysin in auf der Kopfhaut und/oder dem Haar verbleibenden kosmetischen Zusammensetzungen (Leave-on-Zubereitungen) eingesetzt wird,
haben sich als besonders wirksam erwiesen und können daher bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lehre darstellen. Unter auf der Kopfhaut und dem Haar verbleibend werden im Sinne der vorliegenden Erfindung solche Zubereitungen verstanden, die nicht im Rahmen der Behandlung nach einem Zeitraum von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde mit Hilfe von Wasser oder einer wässrigen Lösung wieder von der Kopfhaut ab- oder aus dem Haar ausgespült werden. Vielmehr verbleiben die Zubereitungen bis zur nächsten Wäsche auf der Kopfhaut oder dem Haar.
Eine bevorzugte Ausführungsform umfasst erfindungsgemäße Verfahren, bei denen Epsilon-Poly-L- Lysin in Haarconditionern verwendet wird. Diese Zubereitungen können nach Ablauf einer Einwirkungszeit mit Wasser oder einem zumindest überwiegend wasserhaltigen Mittel ausgespült werden; es kann jedoch bevorzugt sein, wenn sie - wie oben ausgeführt - auf dem Haar belassen werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform umfasst erfindungsgemäße Verfahren, bei denen Epsilon- Poly-L-Lysin in reinigenden Zusammensetzungen für die Kopfhaut und das Haar - wie einem Shampoo - eingesetzt wird.
Die jeweiligen kosmetischen Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise und je nach Anwendungszweck weitere Inhaltsstoffe.
Die für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren geeigneten kosmetischen Zusammensetzungen können Tensid(e) enthalten. In reinigenden Zusammensetzungen (üblicherweise Rinse-off-Zusammensetzungen) haben sich insbesondere anionische Tenside bewährt, in konditionierenden Zusammensetzungen (Rinse-off- oder Leave-on- Zusammensetzungen) sind kationische Tenside oft genutzte Inhaltsstoffe; amphotere und/oder nichtionische Tenside und/oder Emulgatoren werden aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften mit besonderem Vorteil sowohl in Reinigungs- als auch in Pflegezusammensetzungen eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren oder die erfindungsgemäße Verwendung dadurch gekennzeichnet, dass die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,1 bis 25 Gew.-% mindestens eines anionischen, amphoteren, zwitterionischen, nichtionischen oder kationischen Tensids oder Emulgators enthält.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform umfasst erfindungsgemäße Verfahren oder erfindungsgemäße Verwendungen, bei denen kosmetische Zusammensetzungen verwendet werden, die in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
0,1 - 25 Gew.-% mindestens eines anionischen, amphoteren, zwitterionischen, nichtionischen Tensids oder Mischungen davon enthalten.
Besonders bevorzugte kosmetische Zusammensetzungen, die als Reinigungszusammensetzung formuliert werden, enthalten > 50% mindestens eines anionischen Tensids (bezogen auf den Gesamttensidgehalt).
Als anionische Tenside und Emulgatoren eignen sich alle für die kosmetische Verwendung am menschlichen oder tierischen Körper geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe wie beispielsweise eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glycol- oder Polyglycolether-Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein.
Zu den besonders geeigneten anionischen Tensidtypen, die in kosmetischen Zusammensetzungen eingesetzt werden können, zählen beispielsweise: lineare und verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen (Seifen),
Ethercarbonsäuren der Formel R-O-(CH2-CH2O)X-CH2-COOH, in der R eine lineare oder e, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 16 ist, sowie deren physiologisch verträglichen Salze,
Acylsarcoside mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Sarcosinat-Tenside),
Acyltauride mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Taurat-Tenside),
Acylisethionate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Isethionat-Tenside),
Acylglutamate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Glutamat-Tenside) Sulfobernsteinsäuremono- und/oder -dialkylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremono-alkylpolyoxyethylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen (Sulfosuccinat-Tenside),
Alpha-Olefinsulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen (alpha-Olefinsulfonat-Tenside),
Alkylsulfate und/oder Alkylethersulfatsalze der Formel R-(OCH2CH2)n-O-SO3X, in der R bevorzugt eine geradkettige oder e, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 30 C- Atomen, x die Zahl 0 oder 1 bis 12 und X ein Alkali-, Erdalkali-, Ammonium- oder Alkanolaminion bedeutet,
Sulfonate ungesättigter Fettsäuren mit 8 bis 24 C-Atomen und 1 bis 6 Doppelbindungen,
Ester der Weinsäure und Zitronensäure mit Alkoholen, die Anlagerungsprodukte von etwa 2-15 Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen darstellen, und/oder
Alkyl- und/oder Alkenyletherphosphate der Formel R1-(OCH2CH2)n-O-P(OR2)O2X, in der R1 bevorzugt für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, R2 für Wasserstoff, einen Rest -(CH2CH20)nR1 oder X, n für Zahlen von 0 bis 10 und X für
Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder die Gruppe -NR3R4R5R6 steht, mit R3 bis R6 unabhängig voneinander stehend für einen Ci bis C4 -Kohlenwasserstoffrest.
Ganz besonders bevorzugt sind Alkylsulfat- und/oder Alkylethersulfatsalze, (Salze von) Ethercarbonsäuren, Sarcosinaten, Isethionaten, Tauraten, Sulfosuccinaten und/oder Alpha- Olefinsulfonaten, insbesondere Alkylsulfat- und/oder Alkylethersulfatsalze.
Insbesondere bevorzugt sind Alkyl(ether)sulfate der allgemeinen Formel R-(OCH2CH2)n-OSO3X, in der R eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 24 C- Atomen, n die Zahl 0 oder 1 bis 12, und X ein Alkali-, Erdalkali-, Ammonium- oder Alkanolaminion bedeutet.
Vorzugsweise enthalten kosmetische Zusammensetzungen, die als Reinigungszusammensetzungen konfektioniert werden, zusätzlich zu anionischen Tensiden 0 - 15%, besonders bevorzugt 0,25 - 12,5% und insbesondere 0,5 - 10% mindestens eines amphoteren bzw. zwitterionischen Tensids und/oder 0 - 15%, besonders bevorzugt 0,25 - 12,5% und insbesondere 0,5 - 10% mindestens eines nichtionischen Tensids (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung).
Geeignete zwitterionische bzw. amphotere Tenside sind solche, die sowohl eine kationische als auch eine anionische Ladung im Molekül tragen. Bevorzugt weisen amphotere Tenside mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine -COO- - oder -SO3- -Gruppe, neben einer bevorzugt C8-C24-Alkyl- oder -Acylgruppe, im Molekül auf. Ferner sind sie befähigt, innere Salze auszubilden. Besonders bevorzugte amphotere Tenside sind Betaine wie die N-Alkyl-N,N- dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyl-dimethylammoniumglycinat, N-Acyl- aminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinat, beispielsweise das Kokosacylaminopropyl- dimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxymethyl-3-hydroxyethyl-imidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxy- methylglycinat. Besonders bevorzugt sind die unter den INCI-Bezeichnungen Cocamidopropyl Betaine Lauramidopropyl Betaine, Cocoampho(di)acetate und/oder Lauroapho(di)acetate bekannten amphoteren oder zwitterionischen Tenside.
Geeignete nichtionische Tenside und/oder Emulgatoren können ausgewählt sein aus Aminoxiden wie beispielsweise den unter den INCI-Bezeichnungen Cocamine Oxide, Lauramine Oxide und Cocamidopropylaminoxid bekannten Verbindungen, Fettsäurealkanolamiden wie beispielsweise den unter den INCI-Bezeichnungen Cocamide MEA und Coamide DEA bekannten Verbindungen, Gemischen aus Alkyl-(oligo)-glucosiden und Fettalkoholen wie beispielsweise das im Handel erhältliche Produkt Montanov®68, Sterinen wie beispielsweise Zoosterinen und Phytosterinen, Phospholipiden, Alkyl(oligo)glycosiden wie beispielsweise die unter den INCI-Bezeichnungen
Caprylyl/Capryl Glucoside, Decyl Glucoside, Lauryl Glucoside und Coco Glucoside bekannten Verbindungen, alkoxylierten Estern wie die unter den INCI-Bezeichnungen PEG-7 Glyceryl Cocoate und PEG-40 Hydrogenated Castor bekannten Verbindungen, Polyglycerinestern und/oder deren Salzen.
Bevorzugt enthalten kosmetische Zusammensetzungen, die als Pflegezusammensetzung (Haarkonditioniermittel) formuliert werden, mindestens ein kationisches Tensid.
Erfindungsgemäß einsetzbar sind kationische Tenside vom Typ der quartären Ammoniumverbindungen, der Esterquats der Amidoamine oder Gemische davon.
Bevorzugte quaternäre Ammoniumverbindungen sind Ammoniumhalogenide, insbesondere Chloride und Bromide, wie Alkyltrimethylammoniumchloride, Dialkyldimethylammoniumchloride und Trialkylmethylammoniumchloride. Die langen Alkylketten dieser Tenside weisen bevorzugt 10 bis 18 Kohlenstoffatome auf, wie z. B. in Cetyltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylammonium- chlorid, Distearyldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylbenzyl- ammoniumchlorid und Tricetylmethylammoniumchlorid.
Unter geeigneten Amidoaminen sind beispielsweise Stearamidopropyl Dimethylamine, Cocamidopropyl Dimethylamine, Behenamidopropyl Dimethylamine, Brassicamidopropyl Dimethylamine oder Mischungen davon zu verstehen.
Unter geeigneten Esterquats sind beispielsweise Distearoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate, Dicocoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate, Dipalmitoylethyldimonium Chloride, Behenoyl PG Trimonium Chloride, Bis-(lsostearoyl/oleoyl lsopropyl)Dimonium Methosulfate oder Mischungen davon zu verstehen.
Weitere bevorzugte kationische Tenside sind die unter den INCI-Bezeichnungen Quaternium-27, Quaternium-83, Quaternium-87 und/oder Quaternium-91 bekannten Imidazolium-Verbindungen.
Ganz besonders bevorzugt enthalten kosmetische Zusammensetzungen, die als Pflegezusammensetzung (Haarkonditioniermittel) formuliert werden, kationische Tenside aus der Gruppe der quartären Ammoniumverbindungen und/oder der Esterquats und/oder der Amidoamine.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform umfasst erfindungsgemäße Verfahren oder erfindungsgemäße Verwendungen, bei denen kosmetische Zusammensetzungen verwendet werden, die in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
0,05 bis 10 Gew.-% mindestens eines kationischen Tensids enthalten.
Zur Steigerung der Pflegeeigenschaften kann es weiterhin von Vorteil sein, wenn im erfindungsgemäßen Verfahren eine kosmetische Zusammensetzung verwendet wird, die neben Epsilon-Polylysin mindestens einen Haarpflegewirkstoff in einem Gewichtsanteil von 0 - 50 Gew.-% am Gesamtgewicht der jeweiligen Zusammensetzung enthält. Mehr bevorzugt sind Einsatzmengen
von 0,01 - 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,05 - 25 Gew.-% und insbesondere von 0,01 - 20 Gew.-%.
Der mindestens eine Haarpflegewirkstoff kann vorzugsweise ausgewählt sein aus a) Ölen b) Proteinhydrolysaten c) Proteolipiden d) Vitaminen e) kationischen Polymeren f) oder Mischungen davon.
Ein Zusatz eines oder mehrerer Haarpflegestoffe a) - e) zu den kosmetischen Zusammensetzungen bietet den Vorteil, dass das erfindungsgemäße Verfahren neben der Reparatur geschädigter Haarfasern und der Kräftigung der inneren Haarstruktur auch zum optisch und haptisch wahrnehmbaren äußeren Pflegeeffekt der Haarfasern beitragen kann. Unter äußerem Pflegeeffekt wird insbesondere mehr Glätte, Glanz, Geschmeidigkeit und Volumen verstanden. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass das erfindungsgemäße Haarbehandlungsverfahren unter Verwendung eines Epsilon-Polylysin und ggfs. eines oder mehrerer Wirkstoffe a) - e) enthaltenden Shampoos zu einer signifikanten Kämmkraftreduzierung der Haarfasern führt.
Unter geeigneten Ölen a) werden natürliche, mineralische oder synthetische Öle, Fette, Wachse oder Mischungen davon verstanden.
Zur Gruppe geeigneter natürlicher (pflanzlicher) Öle werden üblicherweise Triglyceride und Mischungen von Triglyceriden verstanden. Bevorzugte natürliche Öle sind Kokosnussöl, (süßes) Mandelöl, Walnussöl, Pfirsichkernöl, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Teebaumöl (Tea Tree Oil), Sojaöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Tsubakiöl, Nachtkerzenöl, Reiskleieöl, Palmkernöl, Mangokernöl, Wiesenschaumkrautöl, Distelöl, Macadamianussöl, Traubenkernöl, Amaranthsamenöl, Tamanuöl, Perillaöl, Arganöl, Bambusöl, Olivenöl, Weizenkeimöl, Kürbiskernöl, Malvenöl, Haselnussöl, Safloröl, Canolaöl, Sasanquaöl, Jojobaöl, Rambutanöl, Kakaoabutter, Murumurubutter und/oder Shea-Butter. Als mineralische Öle kommen insbesondere Mineralöle, Paraffin- und Isoparaffinöle sowie synthetische Kohlenwasserstoffe zum Einsatz. Ein Beispiel für einen einsetzbaren Kohlenwasserstoff ist beispielsweise das als Handelsprodukt erhältliche 1 ,3-Di-(2-ethylhexyl)- cyclohexan (Cetiol® S) oder Mischungen mittelkettiger Alkane (wie Cetiol® Ultimate).
Als geeignete Ölkomponmente kann weiterhin ein Dialkylether dienen. Einsetzbare Dialkylether sind insbesondere Di-n-alkylether mit insgesamt zwischen 12 bis 36 C-Atomen, insbesondere 12 bis 24 C-Atomen, wie beispielsweise Di-n-octylether, Di-n-decylether, Din-nonylether, Di-n-undecylether, Di-n-dodecylether, n-Hexyl-n-octylether, n-Octyl-n-decylether, n-Decyl-n-undecylether, n-Undecyl-n- dodecylether und n-Hexyl-n-undecylether sowie Di-tert.-butylether, Di-iso-pentylether, Di-3-
ethyldecylether, tert.-Butyl-n-octylether, iso-Pentyl-n-octylether und 2-Methylpentyl-n-octylether. Besonders bevorzugt ist der Di-n-octylether, der im Handel unter der Bezeichnung Cetiol® OE erhältlich ist.
Als synthetische Öle kommen bevorzugt Silikonverbindungen in Betracht. Silikone bewirken auf Keratinfasern, insbesondere auf Haaren, ausgezeichnete konditionierende Eigenschaften. Insbesondere bewirken sie eine bessere Kämmbarkeit von Haaren in nassem und trockenem Zustand und wirken sich in vielen Fällen positiv auf den Haargriff und die Weichheit der Haare aus. Geeignete Silikone können ausgewählt sein unter:
(i) Polyalkylsiloxanen, Polyarylsiloxanen, Polyalkylarylsiloxanen, die flüchtig oder nicht flüchtig, geradkettig, oder cyclisch, verzweigt oder nicht verzweigt sind;
(ii) Polysiloxanen, die in ihrer allgemeinen Struktur eine oder mehrere organofunktionelle Gruppen enthalten, die ausgewählt sind unter: a) substituierten oder unsubstituierten aminierten Gruppen; b) (per)fluorierten Gruppen; c) Thiolgruppen; d) Carboxylatgruppen; e) hydroxylierten Gruppen; f) alkoxylierten Gruppen; g) Acyloxyalkylgruppen; h) amphoteren Gruppen; i) Bisulfitgruppen; j) Hydroxyacylaminogruppen; k) Carboxygruppen; l) Sulfonsäuregruppen; und m) Sulfat- oder Thiosulfatgruppen;
(iii) linearen Polysiloxan(A)- Polyoxyalkylen(B)- Blockcopoylmeren vom Typ (A-B)n mit n > 3;
(iv) gepfropften Siliconpolymeren mit nicht siliconhaltigem, organischen Grundgerüst, die aus einer organischen Hauptkette bestehen, welche aus organischen Monomeren gebildet wird, die kein Silicon enthalten, auf die in der Kette sowie gegebenenfalls an mindestens einem Kettenende mindestens ein Polysiloxanmakromer gepfropft wurde;
(v) gepfropften Siliconpolymeren mit Polysiloxan- Grundgerüst, auf das nicht siliconhaltige, organische Monomere gepfropft wurden, die eine Polysiloxan-Hauptkette aufweisen, auf die in der Kette sowie gegebenenfalls an mindestens einem ihrer Enden mindestens ein organisches Makromer gepfropft wurde, das kein Silicon enthält;
(vi) oder deren Gemischen.
Unter Fetten sind Fettsäuren, Fettalkohole sowie natürliche und synthetische Wachse zu verstehen, welche sowohl in fester Form als auch flüssig in wässriger Dispersion vorliegen können.
Als Fettsäuren können lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte Fettsäuren mit 6 - 30 Kohlenstoffatomen, bevorzugt mit 10 - 22 Kohlenstoffatomen, eingesetzt werden.
Als Fettalkohole können gesättigte, ein- oder mehrfach ungesättigte, lineare oder unverzweigte Fettalkohole mit Ce - C30-, bevorzugt C10 - C22- und ganz besonders bevorzugt C12 - C22- Kohlenstoffatomen, eingesetzt werden.
Als natürliche oder synthetische Wachse können feste Paraffine oder Isoparaffine, Carnaubawachse, Bienenwachse, Candelillawachse, Ozokerite, Ceresin, Walrat, Sonnenblumenwachs, gehärtete Wachse wie beispielsweise Hydrogenated Castor Oil, Fruchtwachse wie beispielsweise Apfelwachs oder Citruswachs, Microwachse aus PE- oder PP eingesetzt werden.
Weitere geeignete Fettstoffe sind beispielsweise
Esteröle, worunter Ester von Ce - C30 - Fettsäuren mit C2 - C30 - Fettalkohlen zu verstehen sind. Beispiele für besonders geeignete Esteröle sind Isopropylmyristat (Rilanit® IPM), lsononansäure-C16-18-alkylester (Cetiol® SN), 2-Ethylhexylpalmitat (Cegesoft® 24), Stearinsäure-2-ethylhexylester (Cetiol® 868), Cetylpalmitat, Cetyloleat, Glycerintricaprylat, KokosfettalkoholcaprinatZ-caprylat (Cetiol® LC), n-Butylstearat, Oleylerucat (Cetiol® J 600), Isopropylpalmitat (Rilanit® IPP), Oleyl Oleate (Cetiol®), Laurinsäurehexylester (Cetiol® A), Di-n- butyladipat (Cetiol® B), Myristylmyristat (Cetiol® MM), Cetearyl Isononanoate (Cetiol® SN), Ölsäuredecylester (Cetiol® V)
Dicarbonsäureester wie Di-n-butyladipat, Di-(2-ethylhexyl)-adipat, Di-(2-ethylhexyl)-succinat und Di-isotridecylacelaat sowie Diolester wie Ethylenglykol-dioleat, Ethylenglykol-di-isotridecanoat, Propylenglykol-di(2-ethylhexanoat), Propylenglykol-di-isostearat, Propylenglykol-di-pelargonat, Butandiol-di-isostearat, Neopentylglykoldicaprylat, symmetrische, unsymmetrische oder cyclische Ester der Kohlensäure mit Fettalkoholen wie Glycerin carbon at oder Dicaprylylcarbonat (Cetiol® CC) ethoxylierte oder nicht ethoxylierte Mono,- Di- und Trifettsäureester von gesättigten und/oder ungesättigten linearen und/oder en Fettsäuren mit Glycerin, wie beispielsweise Monomuls® 90- 018, Monomuls® 90-L12, Cetiol® HE oder Cutina® MD.
Der Gewichtsanteil von Ölen, Fetten und/oder Wachsen am Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzungen kann vorzugsweise 0 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 25 Gew.- % und insbesondere 0,05 bis 15 Gew.-% betragen.
Unter Proteinhydrolysaten b) sind im Sinne der vorliegenden Erfindung Abbauprodukte von Proteinen, welche durch saure, basische oder enzymatische Reaktion hergestellt werden, zu verstehen. Aufgrund des Herstellungsprozesses weisen Proteinhydrolysate eine Verteilung des Molekulargewichtes auf.
Geeignete Proteinhydrolysate b) können pflanzlichen, tierischen, marinen oder synthetischen Ursprungs sein.
Bevorzugte Proteinhydrolysate pflanzlichen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysaten. Solche Produkte sind beispielsweise unter den Warenzeichen Gluadin® (Cognis), DiaMin® (Diamalt), Lexein® (Inolex), Hydrosoy® (Croda), Hydrolupin® (Croda), Hydrosesame® (Croda), Hydrotritium® (Croda), Crotein® (Croda) und Puricare® LS 9658 von der Fa. Laboratoires Serobiologiques erhältlich.
Bevorzugte Proteinhydrolysate tierischen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysaten, die auch in Form von Salzen vorliegen können. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Warenzeichen Dehylan® (Cognis), Promois® (Interorgana), Collapuron® (Cognis), Nutrilan® (Cognis), Gelita-Sol® (Deutsche Gelatine Fabriken Stoess & Co), Lexein® (Inolex), ProSina® (Croda) und Kerasol® (Croda) vertrieben.
Bevorzugte Proteinhydrolysate maritimen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Kollagenhydrolysaten von Fischen oder Algen, aus Proteinhydrolysaten von Muscheln und aus Perlenhydrolysaten. Beispiele für Perlenextrakte sind die Handelsprodukte Pearl Protein Extract BG® oder Crodarom® Pearl.
Besonders bevorzugte Proteinhydrolysate b) sind
Hydrolysiertes Keratin,
Hydrolysiertes Kollagen,
Hydrolysiertes Seidenprotein,
Hydrolysiertes Kaschmirprotein,
Hydrolysiertes Weizenprotein,
Hydrolysiertes Sojaprotein,
Hydrolysiertes Erbsenprotein,
Hydrolysiertes Hanfsamenprotein,
Hydrolysiertes Baumwollsamenprotein, Hydrolysiertes Reisprotein.
Weiterhin sind kationisierte Proteinhydrolysate im Sinne der vorliegenden Erfindung zu den Proteinhydrolysaten b) zu zählen, wobei das zugrundeliegende Proteinhydrolysat jeweils aus denselben Quellen stammt, wie zuvor ausgeführt.
Der Gewichtsanteil von Proteinhydrolysaten b) am Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzungen kann vorzugsweise 0 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.- % und insbesondere 0,01 bis 3 Gew.-% betragen.
Unter Proteolipiden c) sind im Sinne der vorliegenden Erfindung Verbindungen der allgemeinen
Formeln (II) oder (III) zu verstehen,
R'-X-R" Formel (II)
[R'-X-R"]+ Z- Formel (III) wobei
R' eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte funktionelle Kohlenwasserstoffgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellt (einschließlich Gemischen solcher R'-Gruppen, wie sie beispielsweise in Naturstoffen wie Kokosnussöl enthalten sind).
R" ein Protein, ein Peptid oder ein Proteinhydrolysat darstellt,
Z ein physiologisch verträgliches Anion darstellt
- X -C(O)O- oder -N+(R'"2)-RIV- oder -N(RIII)RIV- oder -C(O)-N(RV)RVI darstellt,
R1" -(CH2)X-CH3 darstellt, wobei x 0-22 ist, und
RIV -CH2-CH(OH)-CH2- oder -(CH2)x- darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren -OH-Gruppen, wobei x = 0-22 ist;
Rv und RVI unabhängig voneinander -H oder -(CH2)x-CH3 darstellen, wobei x = 0-22 ist; mit der Maßgabe, dass R" Keratin oder ein Keratinhydrolysat darstellt, wenn X -C(O)O- darstellt.
Wenn X -C(O)O- oder -N(R'")RIV- oder -C(O)-N(RV)RVI darstellt, ist die Verbindung ungeladen und es gilt Formel (II). Wenn X -N+(R'"2)-RIV- darstellt, d.h., der Stickstoff quaternisiert ist, ist ein Gegenion vorhanden und es gilt die Formel (III). Das Gegenion ist jedes geeignete physiologisch verträgliche Anion wie ein Halogenid. Ein bevorzugtes Kation ist Chlorid.
Geeigneter ist, dass das oder jedes Proteolipid die Formel (IVA) aufweist:
wobei
R', R1", R" und Z wie zuvor definiert sind, m = 1 bis 10, und
Y für -H oder -OH steht.
R" kann ein Protein sein. Alternativ kann R" ein Peptid sein. R" kann auch ein Proteinhydrolysat sein. Vorzugsweise ist R" ein Proteinhydrolysat. Ein solches Proteinhydrolysat kann auf Keratin basieren, d.h. auf einem Keratinhydrolysat. Alternativ kann R" ein Hydrolysat auf pflanzlicher Basis sein.
Bevorzugte Beispiele für Proteolipide c) sind unter anderem:
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Keratin,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Kollagen,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Seidenprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Kaschmirprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Reisprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Weizenprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Sojaprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Erbsenprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Baumwollsamenprotein,
Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Hanfsamenprotein,
Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Keratin,
Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Kollagen,
Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Seidenprotein,
Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Kaschmirprotein,
Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Reisprotein, Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Sojaprotein, Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Weizenprotein, Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Erbsenprotein Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Baumwollsamenprotein, Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Hanfsamenprotein,
Der Gewichtsanteil von Proteolipiden c) am Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzungen kann vorzugsweise 0 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 3 Gew.-% betragen.
Unter geeigneten Vitaminen d) werden Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen sowie deren Derivate aus den Gruppen A, B, C, E, F und H verstanden. Zur Gruppe der als Vitamin A bezeichneten Substanzen gehören das Retinol (Vitamin Ai) sowie das 3,4-Didehydroretinol (Vitamin A2). Das ß-Carotin ist das Provitamin des Retinols. Als Vitamin A-Komponente kommen beispielsweise Vitamin A-Säure und deren Ester, Vitamin A-Aldehyd und Vitamin A-Alkohol sowie dessen Ester wie das Paimitat und das Acetat in Betracht. Die Vitamin A-Komponente kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005-1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein. Zur Vitamin B-Gruppe oder zu dem Vitamin B-Komplex gehören u. a. o Vitamin Bi (Thiamin) o Vitamin B2 (Riboflavin) o Vitamin B3. Unter dieser Bezeichnung werden häufig die Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinsäureamid (Niacinamid) geführt. Bevorzugt ist Nicotinsäureamid, das in
kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein kann o Vitamin B5 (Pantothensäure, Panthenol und Pantolacton). Im Rahmen dieser Gruppe wird bevorzugt das Panthenol und/oder Pantolacton eingesetzt. Einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. Einzelne Vertreter sind beispielsweise das Panthenoltriacetat, der Panthenolmonoethylether und dessen Monoacetat sowie kationische Panthenolderivate. Die genannten Verbindungen des Vitamin Bs-Typs können in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,05-5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein. Mengen von 0,1 -2 Gew.-% sind besonders bevorzugt o Vitamin Be (Pyridoxin sowie Pyridoxamin und Pyridoxal) o Vitamin B7 - vgl. Vitamin H. Vitamin C (Ascorbinsäure). Vitamin C kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, eingesetzt werden. Die Verwendung in Form des Palmitinsäureesters, der Glucoside oder Phosphate kann bevorzugt sein. Die Verwendung in Kombination mit Tocopherolen kann ebenfalls bevorzugt sein. Vitamin E (Tocopherole, insbesondere a-Tocopherol). Tocopherol und seine Derivate, worunter insbesondere die Ester wie das Acetat, das Nicotinat, das Phosphat und das Succinat fallen, können in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005-1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein. Vitamin F. Unter dem Begriff „Vitamin F“ werden üblicherweise essentielle Fettsäuren, insbesondere Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure, verstanden. Vitamin H. Als Vitamin H wird die Verbindung (3aS,4S,6aR)-2-Oxohexahydrothienol[3,4- d]imidazol-4-valeriansäure bezeichnet, für die sich aber inzwischen der Trivialname Biotin durchgesetzt hat. Biotin kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,0001 bis 1 ,0 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gew.-% enthalten sein.
Besonders bevorzugt können die kosmetischen Zusammensetzungen Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, B, E und H enthalten. Panthenol, Pantolacton, Nicotinsäureamid und Vitamin-E-acetat sind besonders bevorzugt und können den kosmetischen Zusammensetzungen sowohl einzeln als auch in ihrer Kombination in den zuvor genannten Mengen zugesetzt werden.
Unter geeigneten kationischen Polymeren e) sind beispielsweise kationische Polysaccharid- Polymere zu verstehen.
Geeignete kationische Polysaccharid-Polymere können ausgewählt sein aus kationischen Celluloseverbindungen und/oder aus kationischen Guar-Derivaten.
Geeignete kationische Celluloseverbindungen tragen in mindestens einer Seitenkette mehr als eine permanente kationische Ladung. Bevorzugt sind quaternisierte Cellulosepolymere, die aus Hydroxy(C2-C4)alkylcellulosen hervorgehen, besonders bevorzugt aus Hydroxyethylcellulosen. Solche Polymere sind dem Fachmann bekannt und im Handel von verschiedenen Firmen erhältlich. Besonders bevorzugt sind die unter den INCI-Bezeichnungen Polyquaternium-4, Polyquaternium- 10, Polyquaternium-24, Polyquaternium-67 und/oder Polyquaternium-72 bekannten kationischen Cellulosederivate. Ganz besonders bevorzugt sind Polyquaternium-10, Polyquaternium-24 und/oder Polyquaternium-67 und insbesondere bevorzugt ist Polyquaternium-10.
Geeignete kationische Guar-Derivate sind kationische Hydroxyalkyl-Guar-Derivate, vorzugsweise kationisches Hydroxyethyltrimethylammonium-Guar und/oder kationisches Hydroxypropyltrimethylammonium-Guar mit mittleren Molekulargewichten zwischen 100.000 und 2.000.000 Dalton. Insbesondere bevorzugt sind die unter der INCI-Bezeichnung Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride und/oder Hydroxypropyl Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride bekannten kationischen Guar-Polymere mit einem Molekulargewicht (Gewichtsmittel) zwischen 200.000 und 1.600.000 Dalton. Die kationische Ladungsdichte dieser Guar-Polymere beträgt vorzugsweise mindestens 0,4 meq/g, bevorzugt mindestens 0,5 meq/g und insbesondere mindestens 0,6 meq/g. Ihr Stickstoffgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 1 ,1 bis 1 ,8 Gew.-% (bezogen auf ihr Gesamtgewicht).
Kationische Guar-Derivate, die unter der INCI-Bezeichnung Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride bekannt sind, sind dem Fachmann bekannt und beispielsweise unter den Handelsnamen Cosmedia® Guar, N-Hance® Jaguar® und/oder Polycare®von verschiedenen Anbietern erhältlich.
Weitere geeignete kationische Polymere für die Verwendung in den kosmetischen Zusammensetzungen können beispielsweise ausgewählt sein aus kationischen Polymeren mit den INCI-Bezeichnungen Polyquaternium-2, Polyquaternium-5, Polyquaternium-6, Polyquaternium- 7, Polyquaternium-11 , Polyquaternium-17, Polyquaternium-18, Polyquaternium- 22, Polyquaternium-27, Polyquaternium-37, Polyquaternium-39 sowie Mischungen davon. Kationische Polymere e) können in den kosmetischen Zusammensetzungen - bezogen auf deren Gesamtgewicht - in Mengen von 0,01 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 2 Gew.-% und insbesondere 0,1 bis 1 ,5 Gew.-% eingesetzt werden.
Es wurde gefunden, dass das erfindungsgemäße Verfahren noch weiter verbessert und damit die Reparaturwirkung der Haarfasern sowie deren innerstrukturelle Stärkung weiter intensiviert werden kann, wenn die kosmetischen Zusammensetzungen neben Epsilon-Polylysin mindestens einen weiteren Reparaturwirkstoff für Haarfasern enthalten.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform umfasst erfindungsgemäße Verfahren oder erfindungsgemäße Verwendungen, bei denen kosmetische Zusammensetzungen verwendet werden, die in einem kosmetischen Träger zusätzlich zu Epsilon-Polylysin - bezogen auf ihr
Gesamtgewicht - 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines zusätzlichen Reparaturwirkstoffs für Haarfasern enthalten.
Neben den vorstehend beschriebenen Wirkstoffen können die für die Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren geeigneten kosmetischen Zusammensetzungen weiterhin einen oder mehrere Wirkstoffe aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen enthalten:
Farbstoffe, umfassend sowohl Farbstoffe zum Anfärben der Zusammensetzungen als auch Farbstoffe für die Färbung von Haaren, umfassend Oxidationsfarbstoffvorprodukte, direktziehende Farbstoffe, Naturfarbstoffe und Mischungen davon sowie ggfs. Oxidations- und Alkalisierungsmittel, UV-Filtersubstanzen Parfums
Verdickungsmittel wie beispielsweise Celluloseether, Xanthan-Gum, Sclerotium Gum, Succi- noglucane, Polygalactomannane, Pectine, Agar, Carragheen (Carrageenan), Traganth, Gummi arabicum, Karayagummi, Taragummi, Gellan, Gelatine, Propylenglycolalginat, Alginsäuren und deren Salze, Polyvinylpyrrolidone, Polyvinylalkohole, Polyacrylamide, physikalisch (z.B. durch Vorverkleisterung) und/oder chemisch modifizierten Stärken, Acrylsäure-Acrylat-Copolymere, Acrylsäure-Acrylamid-Copolymere, Acrylsäure- Vinylpyrrolidon-Copolymere, Acrylsäure- Vinylformamid-Copolymere, Polyacrylate und verzweigte Polymere aus Acrylsäure, Methacrylsäure sowie deren Salze
Komplexbildner wie beispielsweise EDTA
Antischuppenwirkstoffe wie beispielsweise Piroctone Olamine, Zink Pyrithion, Climbazol, Propandiol Caprylate
Filmbildende Polymere wie beispielsweise Polymere aus der Gruppe der Copolymere von Acrylsäure, der Copolymere der Methacrylsäure, der Homopolymere oder Copolymere von Acrylsäure-Estern, der Homopolymere oder Copolymere von Methacrylsäure-Estern, der Homopolymere oder Copolymere von Acrylsäureamiden, der Homopolymere oder Copolymere von Methacrylsäure-Amiden, der Copolymere des Vinylpyrrolidons, der Copolymere des Vinylalkohols, der Copolymere des Vinylacetats, der Homopolymere oder Copolymere des Ethylens, der Homopolymere oder Copolymere des Propylens, der Homopolymere oder Copolymere des Styrens, der Polyurethane, der Polyester und/oder der Polyamide. Spezifische geeignete Beispiele sind die Handelsprodukte Aculyn® 22, Aculyn® 28, Structure® 2001 , Structure® 3001 , Structure Plus®, Carbopol® 1342, 1382, Ultrez 20, Ultrez 21 , Amphomer®, Dermacryl® LT and 79, Luvitol® HSB, PVP (Luvitech® 17, 30, 60, 80, 85, 90, K 115), Luviskol® K 90, Luviskol® K 85, Luviskol® VA 64 und 73, Aquaflex® SF-40 Styleze® CC-10
Aminosäuren, vorzugsweise Alanin, Arginin, Cystein, Cystin, Glutaminsäure, Glycin, Lysin, Prolin, Serin, Methionin, Tyrosin sowie Mischungen davon
Perlglanzmittel und/oder Trübungsmittel
Keratinreduzierende Wirkstoffe wie Mercaptane, Thioglycolatsalze ggfs. in Kombination mit
Ammoniak oder Aminen organische Säuren wie Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäure, Weinsäure
Alkalisierungsmittel
Ceramide
Treibmittel
Konservierungsmittel.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine kosmetische Zusammensetzung, die in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines zusätzlichen Reparaturwirkstoffs für Haarfasern, ausgewählt aus a. Verbindungen der nachfolgenden Formeln (I) oder (II)
b. Verbindungen der nachfolgenden Formel (III) und/oder
R7-C(O)-CH(X)-R8 (III) c. anorganischen Lanthansalzen enthält, wobei in den Formeln (I), (II) und (III) o R1-R4 unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und Re unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe, eine Alkylarylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind; und o R1 -R4' unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und Re unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische
Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind, wobei ausgeschlossen wird, dass R5' und Re' gleichzeitig Wasserstoffe sind, o die aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, die alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, die Arylgruppe, die Alkylarylgruppe oder die heterocyclische Gruppe mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sind, o einer der Reste R7 oder R8 für H und der andere für eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen steht, wobei die Kohlenstoffkette gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxyl- oder Aminogruppen substituiert sein kann, und o X für -OH, -NH2, -CI, -Br, -I oder für die folgenden Gruppierungen steht: -O-(CH2)n- CH3, worin n die Zahlen 1 , 2, 3 oder 4 bedeutet, und -O-(CH2)m-OH, worin m die Zahlen 1 , 2 oder 3 bedeutet.
Die kosmetische Zusammensetzung ist für die Behandlung von geschädigten Haaren, insbesondere für die Behandlung von durch chemische Behandlungen wie beispielsweise Dauerwellen, Kaltwellen, Blondierungs- und Aufhellungsvorgänge, Färbevorgänge mit Oxidationsfarbstoffen, sowie durch Sonneneinstrahlung, häufiges Waschen und Trocknen unter großer Hitze verursachte Haarschäden geeignet.
Ihre Anwendung auf geschädigten Haaren - insbesondere auf durch oxidative Behandlungen geschädigten Haaren - führt zur Reparatur der Haarfasern durch chemische Vernetzung und der Schaffung neuer Mikrobindungen innerhalb der Haarfaser. Dadurch wird die innere Struktur der Haarfasern gestärkt.
Innerhalb dieser Ausführungsform ist es besonders bevorzugt, wenn die kosmetische Zusammensetzung in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens einer Verbindung der Formel (I) und mindestens einer Verbindung der Formel (II) umfasst.
Innerhalb dieser Ausführungsform ist es weiterhin besonders bevorzugt, wenn die kosmetische Zusammensetzung in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens einer Verbindung der Formel (III) umfasst.
Innerhalb dieser Ausführungsform ist es weiterhin besonders bevorzugt, wenn die kosmetische Zusammensetzung in einem kosmetischen Träger (bezogen auf ihr Gesamtgewicht)
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 bis 10 Gew.-% Lanthanchlorid umfasst.
Geeignete Verbindungen der Formeln (I) und (II) sind als Mischung bekannt. Eine Möglichkeit zu ihrer Herstellung wird beispielsweise in der Patentanmeldung US 2017/0007518 offenbart.
Vorzugsweise wird mindestens eine Verbindung der Formel (I) und mindestens eine Verbindung der Formel (II) in einem Molverhältnis von 0,1 :1 bis 99,9:1 , mehr bevorzugt 1 :99 bis 99:1 , besonders bevorzugt 20:80 bis 80:20 variiert werden. Ganz besonders bevorzugt beträgt das Molverhältnis von Verbindungen nach Formel (I) zu Verbindungen nach Formel (II) 40:60 bis 60:40.
Ganz besonders bevorzugt wird in den kosmetischen Zusammensetzungen eine Mischung von Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat in den zuvor genannten Molverhältnissen eingesetzt.
Solche Mischungen sind im Handel beispielsweise von der Firma Ashland unter der Handelsbezeichnung Fiberhance® bm erhältlich.
In besonders geeigneten Verbindungen nach Formel (III) steht einer der Reste R7, R8 für H und der andere für eine gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt sind Verbindungen nach Formel (III), in denen einer der Reste R7, R8 für H und der andere für eine Gruppe - (CH2)O-CH3 steht, worin o die Zahlen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeutet.
Ganz besonders bevorzugt steht einer der Reste R7 oder R8 für H und der andere für eine Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Heptyl- oder Octylgruppe, insbesondere für eine Hexylgruppe.
Weiterhin bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen nach Formel (III), in denen der Substituent X für eine Hydroxyl- oder für eine Aminogruppe steht.
Insbesondere bevorzugt steht X für eine Hydroxylgruppe.
Besonders bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen der allgemeinen Formel (III), in denen
• einer der Reste R7, R8 für H oder für eine Gruppe -(CH2)o-CH3 steht, worin o für die Zahlen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 steht, und
• X eine Hydroxylgruppe bedeutet.
Ganz besonders bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen der allgemeinen Formel (III), die ausgewählt sind aus alpha-Hydroxybutanal, alpha-Hydroxypentanal, alpha-Hydroxyhexanal, alpha- Hydroxyheptanal, alpha-Hydroxyoctanal, alpha-Hydroxybutanon, alpha-Hydroxypentanon, alpha- Hydroxyhexanon, alpha-Hydroxyheptanon, alpha-Hydroxyoctanon oder Mischungen davon.
Insbesondere bevorzugt sind alpha-Hydroxyoctanal, alpha-Hydroxyoctanon oder Mischungen davon enthalten.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem kosmetischen Träger - bezogen auf ihr Gesamtgewicht -
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 - 10 Gew.-%
a. einer Mischung aus Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat oder b. alpha-Hydroxyoctanal oder alpha-Hydroxyoctanon oder c. Lanthanchlorid oder d. beliebige Mischungen von a., b. und c. enthält.
Bezüglich bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzung gilt mutatis mutandis das zu dem erfindungsgemäßen Verfahren Gesagte.
Beispiele:
Die folgenden Haarbehandlungsmittel wurden hergestellt. Die Mengenangaben beziehen sich - sofern nicht anders angegeben - auf Gew.-%.
1) Ausführungsbeispiele
Haarshampoo:
mit linearer Molekülstruktur und 25 bis 35 Lysin-Einheiten
Haarspülung:
mit linearer Molekülstruktur und 25 bis 35 Lysin-Einheiten
2) Wirkungsnachweise a) DSC-Messungen
Hintergrund:
Haar ist ein Keratin-haltiges Material, das eine komplexe morphologische Feinstruktur aufweist. Für mechanische oder thermische Untersuchungen kann die Struktur als zweiphasiger Filament / Matrix-Verbund-werkstoff vereinfacht werden, bei dem a-helikale Filamente in einer amorphen Matrix eingebettet sind. Diese beiden dominanten Verbindungen bestimmen weitgehend die mechanischen Eigenschaften von menschlichem
Haar. Die Werte der Spitzentemperatur geben Rückschlüsse auf die Schädigung oder Integrität der Matrix und a-Helix. Je lockerer (weniger vernetzt) die Matrix ist oder je kleiner die Kristalle der a-helikale Phase sind, desto niedriger ist die Spitzentemperatur.
Materialien:
Haarsträhnen: Alkinco 6634 (USA), natürliches, dunkles europäisches Haar
DSC-Pfannen
Vorbehandlung:
Es wurden drei Haarsträhnen verwendet, die mit SLES gereinigt wurden (ca. 3% aktive Substanz in deionisiertem Wasser, pH 6- 7). Danach wurden die Strähnen mit Ausnahme von der für die unbehandelte Referenz mit Blond Me Lift9+, Mischungsverhältnis 1 : 2 (Bleichpulver : Entwickler mit 9% H2O2 ) blondiert. 5 g der Mischung wurden pro g Haar für 45 min aufgetragen. Die Vorbehandlung wurde mindestens 48 Stunden vor der Anwendung des Mittels beendet.
Zusammensetzung und Verfahren zur Anwendung des Mittels:
Es wurde ein wässriges Mittel M1 , enthaltend 2% Epsilon-Polylysin, hergestellt. Der pH-Wert des Mittels betrug 6,5. Eine der blondierten Haarsträhnen wurde 60 Minuten lang bei Raumtemperatur in das Mittel M1 eingetaucht. Anschließend wurde die überschüssige Lösung abgewischt, die Strähne 1 Minute lang mit Leitungswasser gespült und schließlich zweimal für jeweils 1 Minute mit einer SLES-Lösung (10%; pH 4,5) shampooniert. Nach dem Ausspülen und Trocknen der Strähne wurden die DSC-Messungen aller drei Haarsträhnen durchgeführt.
Messung:
Alle drei Haarsträhnen (unbehandelt, blondiert, blondiert und mit der Lösung M1 behandelt) wurden jeweils in Schnipsel von ca. 1 mm Lände geschnitten. 12 Aliguots pro Referenz wurden in DSC-Pfannen gegeben. Nach dem Hinzufügen von 50 ml deionisiertem Wasser wurde jede Pfanne versiegelt. Die Messung wurde in einem Temperaturbereich von 100- 200° C mit einer Heizrate von 10 Kelvin pro min durchgeführt. Anschließend wurde die Denaturierungstemperatur (= Spitzentemperatur) bestimmt.
Ergebnisse:
Das Haarbehandlungsverfahren mit der Epsilon-Polylysin enthaltenden wässrigen Lösung führte zu einer signifikanten Erhöhung der Denaturierungstemperatur ultrablondierter Haarsträhnen.
b) Untersuchung der Adsorption und Penetration von zwei Polylysin-Polymeren in menschlichen Haarfasern mittels Fluoreszenz-Lifetime-Imaging-Mikroskopie (FLIM)
Es wurden zwei verschiedene Polylysin-Polymere (Poly-Lys-Typ-1 und Poly-Lys-Typ-2) untersucht.
Poly-Lys-Typ-1 ist dendritisch, umfasst 48 Lysin-Einheiten. 10 g Poly-Lys-Typ-1 wurden in Glycerin/Wasser gelöst (Molgewicht Poly-Lys-Typ-1 : 8600 g/mol).
Poly-Lys-Typ-2 ist linear, umfasst 30 Lysin-Einheiten. 10 g Poly-Lys-Typ-2 wurden in Wasser gelöst (Molgewicht Poly-Lys-Typ-2: 4000 - 4700 g/mol).
Für die FLIM-Studie wurden beide Polylysine mit Alexa647 NHS-Ester markiert (Alexa 647 NHS- Ester (Thermofischer) 2x1 mg; Molekulargewicht ca. 1300 g/mol).
Die FLIM-Bildaufnahmen der mit Poly-Lsy-Typ-2-Alexa behandelten Haare zeigen, dass die Fluoreszenz recht homogen entlang der Kutikula verteilt ist, was in solchen Fällen die Unterscheidung verschiedener Schichten der Kutikula ermöglicht. Es gibt auch einige Signale von Alexa, die aus Regionen innerhalb der Kortex kommen, insbesondere aus den Bereichen in der Nähe der Haut. Dies ist auch deutlich in den FLIM-Bildern zu sehen, aber auch im Lebensdauerhistogramm, wo ein Beitrag bei 1 ,5 ns deutlich ist (vgl. Fig. 2).
Dies deutet darauf hin, dass Poly-Lsy-Typ-2 Alexa effizienter durch die Kutikula dringen und in die Kortex eindringen kann als Poly-Lys-Typ-1 -Alexa-Moleküle (vgl. Fig. 1).
Claims
1. Verfahren zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur, dadurch gekennzeichnet, dass eine Epsilon-Polylysin enthaltende kosmetische Zusammensetzung auf das Haar aufgetragen und optional nach einer Einwirkungszeit von 5 Sekunden bis 60 Minuten ausgespült wird.
2. Verwendung von Epsilon-Polylysin in kosmetischen Zusammensetzungen zur Reparatur von Haarschäden und zur Kräftigung der inneren Haarstruktur.
3. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,001 bis 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin enthält.
4. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Epsilon- Polylysin eine lineare Molekülstruktur aufweist.
5. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Epsilon- Polylysin eine lineare Molekülstruktur mit 2 bis 50, bevorzugt mit 10 bis 40 und insbesondere mit 25 bis 35 Lysin-Einheiten aufweist.
6. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,1 bis 25 Gew.-% mindestens eines anionischen, amphoteren, zwitterionischen, nichtionischen oder kationischen Tensids oder Emulgators enthält.
7. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,01 bis 30 Gew.-% mindestens eines Haarpflegewirkstoffs enthält, ausgewählt aus der Gruppe der a) Öle b) Proteinhydrolysate c) Proteolipide d) Vitamine e) kationischen Polymeren f) oder Mischungen davon.
8. Verfahren oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die kosmetische Zusammensetzung - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines zusätzlichen Reparaturwirkstoffs für Haarfasern.
9. Kosmetische Zusammensetzung, enthaltend in einem kosmetischen Träger - bezogen auf das Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung -
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines zusätzlichen Reparaturwirkstoffs für Haarfasern, ausgewählt aus a. Verbindungen der nachfolgenden Formeln (I) oder (II)
b. Verbindungen der nachfolgenden Formel (III) und/oder R7-C(O)-CH(X)-R8 (III) c. anorganischen Lanthansalzen, wobei in den Formeln (I), (II) und (III) o R1-R4 unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und Re unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe, eine Alkylarylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind; und o R1 -R4' unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und Re unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind, wobei ausgeschlossen wird, dass R5' und Re' gleichzeitig Wasserstoffe sind, o die aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, die alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, die Arylgruppe, die Alkylarylgruppe oder die heterocyclische Gruppe mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sind,
o einer der Reste R7 oder R8 für H und der andere für eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen steht, wobei die Kohlenstoffkette gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxyl- oder Aminogruppen substituiert sein kann, und o X für -OH, -NH2, -CI, -Br, -I oder für die folgenden Gruppierungen steht: -O-(CH2)n- CH3, worin n die Zahlen 1 , 2, 3 oder 4 bedeutet, und -O-(CH2)m-OH, worin m die Zahlen 1 , 2 oder 3 bedeutet.
10. Kosmetische Zusammensetzung nach Anspruch 9, enthaltend in einem kosmetischen Träger - bezogen auf das Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung -
(i) 0,001 - 10 Gew.-% Epsilon-Polylysin und
(ii) 0,01 - 10 Gew.-% a. einer Mischung aus Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat oder b. alpha-Hydroxyoctanal oder alpha-Hydroxyoctanon oder c. Lanthanchlorid oder d. beliebige Mischungen von a., b. und c.
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