EP4774480A1 - Trockenbaudübel und verfahren zur montage des trockenbaudübels - Google Patents
Trockenbaudübel und verfahren zur montage des trockenbaudübelsInfo
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- EP4774480A1 EP4774480A1 EP24761608.9A EP24761608A EP4774480A1 EP 4774480 A1 EP4774480 A1 EP 4774480A1 EP 24761608 A EP24761608 A EP 24761608A EP 4774480 A1 EP4774480 A1 EP 4774480A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Trockenbaudübel (1) zum selbstbohrenden Einbringen in eine Gipskartonplatte sowie ein Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels (1). Der erfindungsgemäße Trockenbaudübel (1) weist einen Grundkörper (2) und ein Bohrelement (4) auf. Das Bohrelement (4) umfasst eine Bohrspitze (10) und ein Schneidenelement (11) mit einer Bohrschneide (15) sowie eine hohle, topfartige und nach vorne offene Bohrkrone (12), innerhalb der das Schneidenelement (11) angeordnet ist, wobei das Schneidenelement (11) nach vorn über die Bohrkrone (12) übersteht.
Description
Beschreibung
Trockenbaudübel und Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels
Die Erfindung betrifft einen T rockenbaudübel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels gemäß Anspruch 14.
Ein gattungsgemäßer Trockenbaudübel zum selbstbohrenden Einschrauben in eine Gipskartonplatte ist aus der Patentschrift US 7,762,751 B2 bekannt. Der Trockenbaudübel umfasst einen zylindrischen Grundkörper mit einem Außengewinde. Am vorderen Ende des Grundkörpers ist einstückig ein Bohrelement mit einer mittigen Bohrspitze und einer Bohrschneide mit zwei radial zu einer Längsachse von der Bohrspitze nach außen verlaufenden Schneidabschnitten angeordnet. Die Schneidabschnitte verlaufen zur Längsachse geneigt von der Bohrspitze vorne nach hinten nach außen von der Längsachse weg. Beim drehenden Einschrauben des Trockenbaudübels wird mit dem Bohrelement ein Bohrloch in die Gipskartonplatte gebohrt. Nach dem Bohren des Bohrlochs wird der bekannte Trockenbaudübel so weit in das Bohrloch eingeschraubt, bis ein Flansch, der am hinteren Ende des Grundkörpers umlaufend angeordnet ist, auf einer Außenseite der Gipskartonplatte anliegt. Zur Befestigung eines Anbauteils, wie beispielsweise eines Hakens, an der Gipskartonplatte wird das Anbauteil auf den Flansch aufgelegt und eine Schraube in einen Schraubkanal des Grundkörpers eingeschraubt. Dabei spreizt der Grundkörper in einem geschlitzten Bereich auf und teilt sich an einer Sollbruchstelle in einem vorderen Bereich des Grundkörpers in zwei Spreizkörper, die eine Rückseite der Gipskartonplatte hintergreifen, so dass der Trockenbaudübel, und somit das Anbauteil, fest und sicher an der Gipskartonplatte befestigt ist.
Aus dem Europäischen Patent EP 3 577 350 B1 ist ein weiterer Trockenbaudübel bekannt. Dieser Dübel weist ein Metallschwert als Bohrelement auf, das durch Umspritzen axial- und drehfest mit dem Grundkörper dieses Dübels verbunden ist. Auch dieses Bohrelement weist eine Bohrspitze und eine Bohrschneide mit zwei radial zu einer Längsachse nach außen verlaufenden Schneidabschnitten auf.
Zudem ist aus der Offenlegungsschrift DE 10 2020 107 225 A1 ein Trockenbaudübel bekannt, bei dem, im Unterschied zu den beiden oben beschriebenen Trockenbaudübeln, das
Bohrelement nicht dauerhaft fest mit dem Grundkörper verbunden ist. Bei diesem Trockenbaudübel wird ein wiederverwendbares Werkzeug zur Montage des Trockenbaudübels durch den Grundkörper hindurchgesteckt. Der über das vordere Ende des Grundkörpers nach vorne überstehende Teil des Werkzeugs bildet ein Schneidelement mit einer Bohrspitze und einem Schneidelement an seinem vorderen Ende, zum Bohren eines Bohrlochs in die Gipskartonplatte.
Aufgabe der Erfindung ist, einen Trockenbaudübel zum selbstbohrenden Einschrauben zu schaffen, dessen Montage verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Trockenbaudübel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels gemäß Anspruch 14 gelöst. Die abhängigen Ansprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung zum Gegenstand.
Der erfindungsgemäße Trockenbaudübel zum selbstbohrenden Einbringen in eine Gipskartonplatte weist einen Grundkörper und ein Bohrelement auf. Insbesondere weist der Trockenbaudübel zudem ein Außengewinde zum Einschneiden in die Gipskartonplatte auf, das am Grundkörper angeordnet ist, so dass der Trockenbaudübel selbstbohrend in die Gipskartonplatte eingeschraubt werden kann.
„Selbstbohrendes Einbringen“ bedeutet, dass der erfindungsgemäße Trockenbaudübel geeignet ist, beim Einbringen in der Gipskartonplatte ein Bohrloch zu erstellen, in dem der Trockenbaudübel befestigt wird, insbesondere durch Einschrauben des Außengewindes. Das Erstellen des Bohrlochs und das Einbringen des Trockenbaudübels in das Bohrloch erfolgt in einem Montageschritt, also ohne planmäßige Unterbrechung und ohne Werkzeugwechsel. Hierzu wird der Trockenbaudübel mit seinem Bohrelement am vorderen Ende auf eine Sichtseite der Gipskartonplatte aufgesetzt. Dann wird der Trockenbaudübel, beispielsweise mit einem Akkuschrauber, um seine Längsachse gedreht und gegen die Gipskartonplatte gedrückt. Das Bohrelement schneidet dabei das Bohrloch in die Platte, in das der T rockenbaudübel eingebracht, insbesondere eingeschraubt, wird. Beim Einschrauben schneidet sich das Außengewinde im Bereich der Bohrlochwand in die Gipskartonplatte ein. Ein zweistufiges Setzen, mit Vorbohren des Bohrlochs und nachträglichem Einbringen, was zwei Montageschritte mit unterschiedlichen Werkzeugen und somit mehr Arbeits- und Zeitaufwand erfordert, wird dadurch vermieden.
Der Trockenbaudübel erstreckt sich von einem hinteren Ende zu einem vorderen Ende entlang einer Längsachse des Trockenbaudübels, die insbesondere auch die Längsachse des
Grundkörpers und die des Bohrelements ist. An seinem hinteren Ende, das insbesondere auch das hintere Ende des Trockenbaudübels bildet, kann der Grundkörper eine Werkzeugaufnahme für ein Drehwerkzeug aufweisen. Die Werkzeugaufnahme kann beispielsweise als Innensechskant oder als Kreuzschlitz ausgebildet sein. In die Werkzeugaufnahme kann ein korrespondierendes Werkzeug, beispielsweise ein Bit eines Akkuschraubers, zum Drehen des Trockenbaudübels um seine Längsachse beim selbstbohrenden Einbringen eingesetzt werden. Insbesondere weist der Trockenbaudübel an seinem hinteren Ende zudem einen Flansch auf, der insbesondere einstückig mit dem Grundkörper verbunden ist und der sich insbesondere über den gesamten Umfang des Grundkörpers erstreckt. Der Flansch dient zur Anlage an einer Sichtseite der Gipskartonplatte und verhindert, dass der Trockenbaudübel zu tief in die Gipskartonplatte eingeschraubt werden kann. Nach einer planmäßigen Montage ist der Flansch bündig mit der Sichtseite oder liegt auf dieser auf. Zudem kann der Flansch Druckkräfte auf die Gipskartonplatte übertragen, die von einem Anbauteil, das auf dem Flansch aufliegen kann, in den Trockenbaudübel eingetragen werden. Insbesondere ist in dem Grundkörper ein Schraubkanal angeordnet, der sich von der Werkzeugaufnahme zum vorderen Ende des Grundkörpers hin erstreckt. Der Schraubkanal verläuft insbesondere axial und konzentrisch zur Längsachse und kann den Grundkörper vollständig, bis zum vorderen Ende, durchdringen. Der Schraubkanal dient zur Aufnahme einer Schraube, mit der ein Anbauteil, beispielsweise ein Haken, in bekannter Weise am Trockenbaudübel und somit an der Gipskartonplatte befestigt werden kann. Zudem kann der Schraubkanal, sofern der Schraubkanal am vorderen Ende offen ist, ein Werkzeug aufnehmen, das das oder einen Teil des Bohrelements bildet, wie dies aus dem eingangs beschriebenen Stand der Technik vorbekannt ist.
Umfasst der Trockenbaudübel ein Außengewinde, so ist dies insbesondere mit einer Umfangsfläche des Grundkörpers axial- und drehfest verbunden, insbesondere einstückig, und umläuft die Längsachse des Trockenbaudübels wendeiförmig. Insbesondere ist der Grundkörper, das Außengewinde und, sofern vorhanden, der Flansch, einstückig im Spritzgussverfahren aus Kunststoff hergestellt. Das Außengewinde ist derart ausgebildet, dass es beim Eindrehen des Trockenbaudübels in das Bohrloch selbstständig in die Gipskartonplatte einschneidet. Dazu weist das Außengewinde insbesondere eine maximale Gewindehöhe auf, die dem 0,15-fachen bis 0,75-fachen, vorzugsweise dem 0,2-fachen bis 0,5-fachen des Außendurchmessers des Grundkörpers am hinteren Ende des Außengewindes entspricht.
Das Bohrelement ist am vorderen Ende des Grundkörpers angeordnet. Insbesondere ist das Bohrelement einstückig mit dem Grundkörper verbunden. Insbesondere ist das Bohrelement aus Kunststoff und gemeinsam und einstückig mit dem Grundkörper spritzgegossen, was eine einfache und kostengünstige Herstellung des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels ermöglicht.
Das Bohrelement kann aber auch durch Umspritzen mit dem Grundkörper axial- und drehtest verbunden oder als gesondertes Werkzeug durch den Grundkörper hindurchgesteckt sein, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Das Bohrelement umfasst eine Bohrspitze und ein Schneidenelement mit einer Bohrschneide. Die Bohrspitze bildet insbesondere das vordere Ende des Trockenbaudübels. Die Bohrschneide verläuft bezogen auf die Längsachse von radial innen nach radial außen, insbesondere von der Bohrspitze ausgehend, insbesondere bis zu einem radial äußeren Rand des Schneidenelements. Vorzugsweise geht die Bohrschneide an ihrem vorderen Ende in die Bohrspitze über, was ein Ansetzen der Bohrschneide an der Gipskartonplatte und ein punktgenaues Anbohren der Gipskartonplatte erleichtert. Die Bohrschneide kann gekrümmt verlaufen und muss die Längsachse nicht schneiden. Insbesondere verläuft die Bohrschneide gerade und insbesondere radial zur Längsachse, insbesondere in einer Axialebene zur Längsachse und geneigt zu einer Radialebene der Längsachse. Das Schneidenelement ist insbesondere plattenförmig, d. h., flächig eben, wobei die Bohrschneide vorne am Schneidenelement angeordnet ist. Vorzugsweise weist die Bohrschneide zwei Schneidabschnitte auf, die bezogen auf die Längsachse jeweils von radial innen nach radial außen verlaufen. Insbesondere liegen sich die beiden Schneidabschnitte, bezogen auf die Längsachse, gegenüber. Insbesondere liegen sie gemeinsam in einer Axialebene. Insbesondere sind die beiden Schneidabschnitte spiegelsymmetrisch zur Längsachse am Schneidenelement angeordnet. Insbesondere umfasst das Schneidenelement genau eine Bohrschneide mit genau zwei Schneidabschnitten.
Erfindungsgemäß weist das Bohrelement eine hohle, insbesondere topfartige und nach vorne offene, insbesondere hohlzylindrische Bohrkrone auf, innerhalb der das Schneidenelement angeordnet ist. Die Umfangswand der Bohrkrone ist in ihrer Mantelfläche geschlossen. Das heißt, sie weist keine Durchgangsöffnungen auf, die die Mantelfläche radial durchdringen, insbesondere keine fensterartigen Öffnungen. Insbesondere ist die die Mantelfläche der Bohrkrone über mindestens die Hälfte ihrer Längserstreckung als Hohlzylinder mit geschlossener Mantelfläche ohne Durchgangsöffnungen in radialer Richtung ausgeführt.
Die Bohrschneide des Schneidenelements steht nach vorne über das vordere Ende der Bohrkrone über, so dass sie vorlaufend zur Bohrkrone an einer Außenseite einer Gipskartonplatte angesetzt werden kann. Die Bohrkrone behindert somit ein punktgenaues Ansetzen nicht. Durch die Anordnung wird zudem erreicht, dass Material, das beim selbstbohrenden Einbringen des Trockenbaudübels in eine Gipskartonplatte abgetragen wird, also insbesondere Bohrmehl, von der Bohrkrone aufgenommen und dadurch der Austritt des Materials in die Umgebung verhindert wird.
Vorzugsweise ist das Schneidenelement im Bereich der Bohrschneide in einer Axialebene zur Längsachse dreiecksförmig ausgebildet. Insbesondere bildet der über die Bohrkrone überstehende Teil des Schneidenelements in einer Axialebene ein Dreieck. Insbesondere bildet in diesem Fall die Bohrspitze das vordere Ende beziehungsweise die vordere Ecke des dreiecksförmigen Bereichs des Schneidenelements. Diese Ausgestaltung des Schneidenelements hat sich in Kombination mit der hohlzylindrischen Bohrkrone als besonders vorteilhaft beim Bohren eines Bohrlochs in eine Gipskartonplatte erwiesen.
Weiterhin ist bevorzugt, dass die beiden Schneidabschnitte der Bohrschneide zur Längsachse geneigt sind, derart, dass sie in einer Axialebene zur Längsachse gemeinsam einen Spitzenwinkel von 30 Grad bis 120 Grad einschließen. Insbesondere liegt der Spitzenwinkel zwischen 45 Grad und 90 Grad, wodurch die Bohrschneide leicht in Gipskarton eindringen kann, aber doch stabil ist. Insbesondere ist jeder der Schneidabschnitte gegenüber der Längsachse gleich stark geneigt.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels weist die Bohrschneide einen Außendurchmesser auf, der kleiner als der Außendurchmesser der Bohrkrone ist. Insbesondere endet das Schneidenelement an einer Innenwand der hohlzylindrischen Bohrkrone, wobei die Bohrschneide vorzugsweise mit der Innenwand der hohlzylindrischen Bohrkrone verbunden ist, insbesondere einstückig. Die Bohrschneide kann im Bereich der Innenwand der hohlzylindrischen Bohrkrone nach vorn über die Bohrkrone überstehen. Insbesondere endet sie aber an der Innenwand auf der Höhe eines vorderen Endes der Bohrkrone oder die Bohrkrone steht nach vorne über das hintere Ende der Bohrschneide über, was den Transport des abgetragenen Materials in die hohlzylindrische Bohrkrone verbessert.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels bildet das Schneidenelement eine Wand, die einen Innenraum der hohlzylindrischen Bohrkrone in zwei Kammern unterteilt. Diese Ausgestaltungsform hat den Vorteil, dass das Schneidenelement, das insbesondere auf beiden Seiten einstückig mit der Innenwand der Bohrkrone verbunden ist, durch diese Anbindung stabilisiert ist, was die Robustheit des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels beim Bohren verbessert. Dabei behindert diese Ausgestaltung den Transport des abgetragenen Materials in den Innenraum der Bohrkrone nicht.
Weiterhin ist bevorzugt, dass der Innenraum der Bohrkrone zum Grundkörper hin geschlossen ist. Dadurch wird verhindert, dass das abgetragene Material vom Innenraum durch den
Grundkörper hindurch nach außen, zum Anwender bzw. in einen Bereich, beispielsweise einen Wohnbereich, von dem aus der Trockenbaudübel in die Gipskartonplatte eingebracht wird, gelangt.
Die Bohrkrone weist eine zylindermantelförmige Außenfläche und/oder eine konische Außenfläche auf. Die Außenfläche kann aus einem einzigen zylindermantelförmigen oder konischen Abschnitt bestehen oder aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt sein, beispielsweise einem zylindermantelförmigen und einem konischen Abschnitt. „Konisch“ meint hier insbesondere eine kegelstumpfförmige Mantelfläche. Der Begriff „konisch“ soll hier aber auch Pyramidenstümpfe und allgemein gekrümmte Flächen, deren Querschnittsfläche sich nach vorn entlang der Längsachse verringert, einschließen. Bevorzugt ist allerdings eine kegelstumpfförmige Mantelfläche, die zwischen 2 Grad und 10 Grad zur Längsachse geneigt ist.
Vorzugsweise weist die Bohrkrone mindestens ein Fräselement an ihrer Außenfläche auf, das beim Bohren des Bohrlochs das Bohrloch schneidend und/oder fräsend aufweitet. Insbesondere sind mindestens zwei nutartige Taschen als Fräselemente ausgebildet. Die Taschen erstrecken sich insbesondere von axial vorne nach axial hinten, insbesondere über die gesamte Länge der Bohrkrone. Sie verbessern das Schneidverhalten der Bohrkrone und dienen ebenfalls zur Aufnahme von abgetragenem Material, falls dieses nicht nach innen, in den Innenraum der Bohrkrone, transportiert wird.
Die Bohrkrone selbst ist vorzugsweise als Lochsäge, das heißt als eine die Längsachse umlaufende Sägeschneide ausgebildet, die mindestens zwei Sägezähne aufweist. Die Sägezähne sind insbesondere drehsymmetrisch zur Längsachse angeordnet, insbesondere vier bis acht, insbesondere sechs Stück. Die vorderen Enden der Sägezähne bilden das vordere Ende der Bohrkrone. Um zu gewährleisten, dass Material, das mit den Sägezähnen beim Bohren des Bohrlochs in die Gipskartonplatte abgetragen wird, in den Innenraum der Bohrkrone gelangt, sind die vorderen Enden der Sägezähne, die die Schneidflächen der Sägezähne bilden, nach innen geneigt. Das heißt, dass die Schneidflächen der Sägezähne von außen vorne nach innen hinten verlaufen.
Insbesondere ist der Grundkörper geschlitzt, das heißt, er weist mindestens einen Schlitz auf, der den Grundkörper radial vollständig durchdringt. Insbesondere verläuft der Schlitz in einem vorderen Abschnitt des Schlitzes quer zur Längsachse. Insbesondere verläuft der Schlitz in einem hinteren Bereich des Schlitzes gerade, insbesondere parallel zur Längsachse, und in einem vorderen Bereich quer zur Längsachse, was ein gutes Aufspreizverhalten beim Einschrauben einer Schraube in den Schraubkanal ermöglicht. Der Schlitz bildet am Grundkörper zwei
Spreizkörper aus, die insbesondere durch eine Solltrennstelle miteinander verbunden sind, insbesondere am vorderen Ende des Schlitzes. Der Schlitz verläuft nicht über die gesamte Länge des Grundkörpers und insbesondere nicht bis zu seinem vorderen Ende, so dass abgetragenes Material, das von der Bohrkrone aufgenommen wurde, nicht in den Schlitz und vom Schlitz nach außen gelangen kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels wird eine Befestigungsanordnung hergestellt, die den Trockenbaudübel und eine Gipskartonplatte umfasst. Dabei wird beim Einschrauben des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels in die Gipskartonplatte zunächst mit dem Schneidenelement des Bohrelements ein Bohrloch oder ein Teil eines Bohrlochs in die Gipskartonplatte gebohrt und nachfolgend mit der Bohrkrone des Bohrelements, insbesondere mit Schneidzähnen, das Bohrloch nachgeschnitten. Abgetragenes Material, das beim Bohren und Nachschneiden des Bohrlochs anfällt, wird dabei vorzugsweise in einem Innenraum der Bohrkrone aufgenommen, zumindest Teile des Materials, das somit nicht nach außen, in einen Bereich gelangen kann, von dem aus ein Anwender den erfindungsgemäßen Trockenbaudübel in die Gipskartonplatte einbringt. Zu Beginn der Montage kann die Bohrspitze und insbesondere zudem ein vorderer Teil des Schneidenelements in die Gipskartonplatte eingedrückt werden. Der Abstand zwischen Bohrkrone und Gipskartonplatte wird dadurch möglichst klein gehalten. Material, das beim Bohren abgetragen wird, kann daher nur in dem kurzen Zeitraum, bis die Bohrkrone an der Gipskartonplatte anliegt, nach außen treten. Bevorzugt ist daher, dass das Bohrelement derart ausgestaltet ist, dass es möglichst weit in die Gipskartonplatte eingedrückt werden kann, möglichst so weit, dass die Bohrkrone zu Beginn des Bohrvorgangs bereits an der Gipskartonplatte anliegt.
Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen, Ausführungen und Ausgestaltungen der Erfindung, sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in einer Figur gezeichneten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen oder gezeichneten Kombination, sondern auch in grundsätzlich beliebigen anderen Kombinationen oder aber einzeln verwendbar. Es sind Ausführungen der Erfindung möglich, die nicht alle Merkmale eines abhängigen Anspruchs aufweisen. Auch können einzelne Merkmale eines Anspruchs durch andere offenbarte Merkmale oder Merkmalskombinationen ersetzt werden. Ausführungen der Erfindung, die nicht alle Merkmale des Ausführungsbeispiels aufweisen, sind möglich.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 einen ersten erfindungsgemäßen Trockenbaudübel in einer perspektivischen Ansicht;
Figur 2 den ersten erfindungsgemäßen Trockenbaudübel in einer Seitenansicht;
Figur 3 den gegenüber der Figur 3 um die Längsachse gedrehten ersten erfindungsgemäßen Trockenbaudübel in einer Seitenansicht;
Figur 4 das Bohrelement des ersten erfindungsgemäßen Trockenbaudübels in einer ersten perspektivischen Ansicht;
Figur 5 das Bohrelement des ersten erfindungsgemäßen Trockenbaudübels in einer gegenüber der Figur 4 gedrehten zweiten perspektivischen Ansicht; und
Figur 6 einen zweiten erfindungsgemäßen Trockenbaudübel in einer Seitenansicht.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen versehen.
In den Figuren 1 bis 5 ist ein erfindungsgemäßer Trockenbaudübel 1 zum selbstbohrenden Einschrauben in eine nicht dargestellte Gipskartonplatte dargestellt. Der erfindungsgemäße T rockenbaudübel 1 weist einen Grundkörper 2, ein Außengewinde 3 und ein Bohrelement 4 auf.
Der Trockenbaudübel 1 erstreckt sich von einem hinteren Ende zu einem vorderen Ende entlang einer Längsachse 5, die auch die Längsachse 5 des Grundkörpers 2 und des Bohrelements 4 ist. An seinem hinteren Ende weist der Grundkörper 2 eine Werkzeugaufnahme 6 für ein Drehwerkzeug (nicht dargestellt) auf, beispielsweise eine Aufnahme für einen Kreuzschlitz-Bit. An die Werkzeugaufnahme 6 schließt sich im Inneren des Grundkörpers 2 in Richtung der Längsachse 5 nach vorne zum Bohrelement 4 hin ein Schraubkanal an, der den Grundkörper 2 im Ausführungsbeispiel aber in seiner Länge nicht vollständig durchdringt, sondern mit einem den Grundkörper 2 radial zur Längsachse 5 durchdringenden Schlitz 7 in einem Abstand vor dem vorderen Ende des Grundkörpers 2 endet. In den Schraubkanal kann zum Befestigen eines Anbauteils wie beispielsweise eines Hakens (nicht dargestellt), eine Schraube (nicht dargestellt) eingeschraubt werden.
Der Grundkörper 2 weist im Wesentlichen über seine gesamte Länge einen unrunden, prismatischen Querschnitt auf. Die Grundform des Grundkörpers 2 ist ein Prisma mit sechs ebenen Seitenflächen. Am hinteren Ende des Grundkörpers 2 ist ein umlaufender Flansch 8 angeordnet, der umfangseitig sechs gerade Seiten aufweist und mehrere parallel verlaufende Drehsicherungsrippen 9 an seiner Vorderseite. Nach einer planmäßigen Montage des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels 1 in eine Gipskartonplatte liegt der Flansch 8 mit seiner Unterseite auf einer Sichtseite der Gipskartonplatte an und dient als Auflagefläche für das Anbauteil. Um zu verhindern, dass bei einer Demontage des Anbauteils, bei der die Schraube aus dem Schraubkanal herausgeschraubt wird, der Trockenbaudübel 1 mit der Schraube mitdreht und dabei ungewollt aus dem Bohrloch herausgedreht wird, schneiden die Drehsicherungsrippen 9 im planmäßig montierten Zustand in die Sichtseite der Gipskartonplatte ein.
Das Außengewinde 3 ist einstückig mit der Umfangsfläche des Grundkörpers 2 verbunden. Es umläuft die Längsachse 5 wendeiförmig und ist als eine Art Spitzgewinde zum Einschneiden in die Gipskartonplatte ausgeführt. Das Außengewinde 3 weist eine maximale Gewindehöhe auf, die etwa dem 0,4-fachen des Außendurchmessers des Grundkörpers 2 am hinteren Ende des Außengewindes 3 entspricht.
An das vordere Ende des Grundkörpers 2 schließt sich das Bohrelement 4 an. Das Bohrelement 4 umfasst eine Bohrspitze 10, ein Schneidenelement 11 und eine hohle, topfartige und nach vorne offene, hier hohlzylindrische Bohrkrone 12, innerhalb der das Schneidenelement 11 angeordnet ist.
Die Bohrspitze 10 bildet das vordere Ende des Trockenbaudübels 1. Sie ist als Kegel 13 ausgeführt, der in einen Zylinder 14 des Schneidenelements 11 übergeht. Kegel 13 und Zylinder 14 verlaufen konzentrisch zur Längsachse 5. Die Bohrspitze 10 ist einstückig mit dem Schneidenelement 11. An seinem vorderen Ende weist das Schneidenelement 11 eine Bohrschneide 15 mit einem ersten Schneidabschnitt 16 und einem zweiten Schneidabschnitt 17 auf. Die beiden Schneidabschnitte 16, 17 verlaufen bezogen auf die Längsachse 5 und ausgehend von der Bohrspitze 10 von radial innen nach radial außen und von vorne nach hinten, sie sind also zur Längsachse 5 nach vorne geneigt. Die vorderen Enden der beiden Schneidabschnitte 16, 17 gehen in die Bohrspitze 10 über. Die äußeren, hinteren Enden der beiden Schneidabschnitte 16, 17 gehen einstückig in eine Innenwand 18 der hohlzylindrischen Bohrkrone 12 über, sodass die Bohrschneide 15 mit der Innenwand 18 verbunden ist. Die Bohrschneide 15 steht nach vorne über das vordere Ende der Bohrkrone 12 über.
Der überstehende Teil der Bohrschneide 15 bildet, wie dies in Figur 2 zu sehen ist, in einer Axialebene zur Längsachse 5 eine dreiecksförmige Fläche, im Ausführungsbeispiel in der Form eines gleichschenkligen Dreiecks. Dabei bilden die beiden Schneidabschnitte 16, 17 die gleichen Schenkel des Dreiecks, die sich in der Bohrspitze 10, die die vordere Ecke des Dreiecks bildet, treffen. Die beiden Schneidabschnitte 16, 17 sind zur Längsachse 5 geneigt und zu dieser symmetrisch ausgebildet. Sie schließen gemeinsam einen Spitzenwinkel 19 des Schneidenelements 11 ein, der im Ausführungsbeispiel 80 Grad beträgt. Die Länge der Grundseite des Dreiecks entspricht einem Außendurchmesser der Bohrschneide 15, der somit kleiner als der Außendurchmesser der Bohrkrone 12 ist.
Die Bohrkrone 12 selbst ist als Lochsäge mit einer ringförmigen Sägeschneide 20 mit sechs Sägezähnen 21 ausgebildet, deren Wand zylinderförmig und in ihrer Mantelfläche geschlossen ausgebildet ist. Die vorderen Enden der Sägezähne 21 bilden das vordere Ende der Bohrkrone 12. Jeder Sägezahn 21 weist eine Schneidfläche 22 auf, die nach innen geneigt ist, um Material wie Bohrmehl, das beim Bohren abgetragen wird, in einen Innenraum 23 der hohlzylindrischen Bohrkrone 12 zu leiten. Dieser Innenraum 23 der Bohrkrone 12 ist zum Grundkörper 2 hin geschlossen, so dass Material, das beim Bohren eines Bohrlochs in einer Gipskartonplatte vom Schneidenelement 11 und/oder von den Sägezähnen 21 der Bohrkrone 12 abgetragen wird, im Innenraum 23 der Bohrkrone 12 aufgenommen wird, ohne dass dieses Material nach hinten in den Schlitz 7 und über die Werkzeugaufnahme 6 aus dem Trockenbaudübel 1 austreten kann. Das überstehende Dreieck des Schneidenelements 11 geht im Innenraum 23 der Bohrkrone 12 in eine Wand 24 des Schneidenelements 11 über, die einen Innenraum 23 der Bohrkrone 12 in zwei Kammern unterteilt. An ihrer zylindermantelförmigen Außenfläche weist die Bohrkrone 12 sechs nutartige Taschen 25 mit V-förmigem Querschnitt auf, die sich nach hinten in Umfangsrichtung verengen und an ihren vorderen Enden jeweils zwischen zwei Sägezähnen 21 beginnen. Diese nutartigen Taschen 25 sind Fräselemente und verbessern das Schneidverhalten der Bohrkrone 12. Zudem können die Taschen 25 abgetragenes Material aufnehmen und in das Bohrloch hinein transportieren.
Zur Montage des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels 1 zum Herstellen einer Befestigungsanordnung, die den Trockenbaudübel 1 und eine nicht dargestellte Gipskartonplatte umfasst, wird der erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 mit der Werkzeugaufnahme 6 auf einen Bit eines Drehwerkzeugs, beispielsweise eines Akkuschraubers (nicht dargestellt), aufgesteckt und mit der Bohrspitze 10 gegen eine Sichtseite der Gipskartonplatte gedrückt. Wird der erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 nun gedreht, so schneiden die zwei Schneidabschnitte 16, 17 des Schneidenelements 11 zunächst den Karton der Sichtseite der Gipskartonplatte auf und fräsen nachfolgend den Gips der Gipskartonplatte an, bis die Sägezähne 21 der
hohlzylindrischen Bohrkrone 12 in den Gips einschneiden. Die Bohrkrone 12 des Bohrelements
4 schneidet somit das Bohrloch nach, das mit dem Schneidenelement 11 des Bohrelements 4 in die Gipskartonplatte gebohrt wird. Das beim Bohren und Nachschneiden abgetragene Material, beispielsweise Bohrmehl, wird dabei zumindest teilweise von den schräg nach innen geneigten Schneidflächen 22 der Sägezähne 21 in den Innenraum 23 der Bohrkrone 12 geleitet. Durch die Aufnahme des abgetragenen Materials im Innenraum 23 der hohlzylindrischen Bohrkrone 12 kann nur wenig Material zur Sichtseite aus dem Bohrloch austreten und die Umgebung verunreinigen.
Nach der planmäßigen Montage des erfindungsgemäßen Trockenbaudübels 1 in der Gipskartonplatte kann nun ein nicht dargestelltes Anbauteil mit einer nicht dargestellten Schraube am Trockenbaudübel 1 befestigt werden. Hierzu wird die Schraube in den Schraubkanal eingeschraubt. Dabei gelangt die Schraube in den Bereich des Schraubkanals, in dem auch der Schlitz 7 angeordnet ist. Der Schlitz 7 verläuft in einem hinteren Abschnitt parallel zur Längsachse 5, in einem vorderen Abschnitt aber quer dazu und endet vor einer Sollbruchstelle 26, die im vorderen Abschnitt des Grundkörpers 2 ausgebildet ist. Trifft die Schraube, die in Richtung der Längsachse 5 in den Schraubkanal eingedreht wird, auf den quer verlaufenden Teil des Schlitzes 7, so werden die beiden Teile des Grundkörpers 2, die der Schlitz 7 teilt, radial zur Längsachse
5 auseinandergedrückt, wobei die Sollbruchstelle 26 bricht. Diese beiden Teile bilden einen ersten Spreizkörper und einen zweiten Spreizkörper, die durch das Aufspreizen gegen die Bohrlochwand gedrückt werden und/oder die Rückseite der Gipskartonplatte hintergreifen, wodurch der Sitz und der Halt des Trockenbaudübels 1 im Bohrloch verbessert wird. Im Bereich des Schlitzes 7 ist das Außengewinde 3 unterbrochen, sodass das Außengewinde 3 das Aufspreizen nicht behindert.
Der erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 lässt sich in einer Gipskartonplatte leicht montieren, wobei aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Trockenbaudübels 1 nur wenig abgetragenes Material, wie beispielsweise Bohrmehl, nach außen aus dem Bohrloch herausdringt.
Der erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 ist einstückig aus einem Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt, beispielsweise aus einem Polyamid. Somit ist das Bohrelement 4, der Flansch 8 und das Außengewinde 3 jeweils einstückig mit dem Grundkörper 2 verbunden. Es ist grundsätzlich auch möglich, beispielsweise das Bohrelement 4 oder Teile davon, beispielsweise das Schneidenelement 11 , aus einem anderen Werkstoff und oder einem anderen Kunststoff herzustellen. Beispielsweise kann das Schneidenelement 11 statt aus unverstärktem Polyamid aus einem harten, faserverstärkten Polyamid hergestellt und der gesamte
erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 in einem Zweikomponentenspritzgussverfahren gespritzt werden.
Der in Figur 6 dargestellte zweite erfindungsgemäße Trockenbaudübel 1 unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen durch die Ausbildung des Bohrelements 4, dessen beiden Schneidabschnitte 16, 17 einen Spitzenwinkel 19 von ungefähr 60 Grad einschließen. Dieser erfindungsgemäße T rockenbaudübel 1 kann daher bereits vor dem Bohren vom Anwender in die Gipskartonplatte eingedrückt und damit der Spalt zwischen Bohrkrone 12 und Gipskartonplatte, durch den abgetragenes Material nach außen gelangen kann, reduziert werden. Zudem ist die Außenfläche der Bohrkrone 12 nicht zylindermantelförmig, sondern konisch, hier in der Form des Mantels eines Kegelstumpfs, ausgebildet. Der Kegelstumpf ist im Ausführungsbeispiel drehsymmetrisch zur Längsachse 5 und seine Mantelfläche ist ungefähr 5 Grad zur Längsachse 5 geneigt, sie weist also einen Kegelwinkel von ungefähr 10 Grad auf. Damit weist die Bohrkrone 12 an ihrem vorderen Ende einen im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel verkleinerten Querschnitt auf, so dass beim Anbohren mit der Bohrkrone 12 auch weniger Material von der Gipskartonplatte gelöst wird. Das nachfolgende Aufweiten des Bohrlochs erfolgt dann mittels der als Fräselemente wirkenden Taschen 25 der Bohrkrone 12. Die Menge an abgetragenem Material, das bei der Montage des zweiten erfindungsgemäßen Trockenbaudübels 1 nach außen aus dem Bohrloch herausdringt, ist durch diese Ausgestaltung gegenüber dem Dübel des ersten Ausführungsbeispiels noch einmal reduziert.
Bezuqszeichenliste
Trockenbaudübel und Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels Trockenbaudübel Grundkörper Außengewinde Bohrelement Längsachse Werkzeugaufnahme Schlitz Flansch Drehsicherungsrippe Bohrspitze Schneidenelement Bohrkrone Kegel der Bohrspitze 10 Zylinder des Schneidenelements 11 Bohrschneide erster Schneidabschnitt der Bohrschneide 15 zweiter Schneidabschnitt der Bohrschneide 15 Innenwand der Bohrkrone 12 Spitzenwinkel des Schneidenelements 11 Sägeschneide der Bohrkrone 12 Sägezahn der Sägeschneide 20 Schneidfläche eines Sägezahns 21 Innenraum der Bohrkrone 12 Wand des Schneidenelements 11 Tasche der Bohrkrone 12 Sollbruchstelle
Claims
1. Trockenbaudübel (1) zum selbstbohrenden Einbringen in eine Gipskartonplatte, der einen Grundkörper (2) und ein Bohrelement (4) aufweist, wobei sich der Trockenbaudübel (1) von einem hinteren Ende zu einem vorderen Ende entlang einer Längsachse (5) erstreckt, wobei das Bohrelement (4) eine Bohrspitze (10) und ein Schneidenelement (11) mit einer Bohrschneide (15) umfasst, und wobei die Bohrschneide (15) bezogen auf die Längsachse (5) von radial innen nach radial außen verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrelement (4) eine hohle, topfartige und nach vorne offene Bohrkrone (12) aufweist, innerhalb der das Schneidenelement (11) angeordnet ist und dass die Bohrschneide (15) des Schneidenelements (11) nach vorn über das vordere Ende der Bohrkrone (12) übersteht.
2. Trockenbaudübel (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrschneide (15) zwei Schneidabschnitte (16, 17) aufweist, die bezogen auf die Längsachse (5) jeweils von radial innen nach radial außen verlaufen.
3. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidenelement (11) im Bereich der Bohrschneide (15) in einer Axialebene zur Längsachse (5) dreiecksförmig ausgebildet ist.
4. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrschneide (15) an ihrem vorderen Ende in die Bohrspitze (10) übergeht.
5. Trockenbaudübel (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das die beiden Schneidabschnitte (16, 17) zur Längsachse (5) geneigt sind, derart, dass sie in einer Axialebene zur Längsachse (5) gemeinsam einen Spitzenwinkel (19) zwischen 30 Grad und 120 Grad, insbesondere zwischen 45 Grad und 90 Grad, einschließen.
6. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Bohrschneide (15) einen Außendurchmesser aufweist, der kleiner als der Außendurchmesser der Bohrkrone (12) ist.
7. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrschneide (15) mit einer Innenwand (18) der hohlzylindrischen Bohrkrone (12) verbunden ist, insbesondere einstückig.
8. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidenelement (11) eine Wand (24) bildet, die einen Innenraum (23) der Bohrkrone (12) in zwei Kammern unterteilt.
9. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenraum (23) der Bohrkrone (12) zum Grundkörper (2) hin geschlossen ist.
10. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (12) eine zylindermantelförmige Außenfläche und/oder eine konische Außenfläche aufweist.
11. Trockenbaudübel (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (12) mindestens ein Fräselement an ihrer Außenfläche aufweist, insbesondere mindestens zwei nutartige Taschen (25).
12. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (12) als Lochsäge mit ringförmiger Sägeschneide (20) mit mindestens zwei Sägezähnen (21) ausgebildet ist.
13. Trockenbaudübel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidflächen (22) der Sägezähne (21) nach innen geneigt sind.
14. Verfahren zur Montage des Trockenbaudübels (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zum Herstellen einer Befestigungsanordnung, die den Trockenbaudübel (1) und eine Gipskartonplatte umfasst, wobei beim Einbringen des Trockenbaudübels (1) in die Gipskartonplatte zunächst mit dem Schneidenelement (11) des Bohrelements (4) ein Bohrloch in die Gipskartonplatte gebohrt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass nachfolgend mit der Bohrkrone (12) des Bohrelements (4) das Bohrloch nachgeschnitten wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass beim Bohren und Nachschneiden des Bohrlochs abgetragenes Material in einem Innenraum (23) der Bohrkrone (12) aufgenommen wird.
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