EP4774438A1 - Haushaltgerät, verfahren und steuereinheit zum betreiben eines haushaltgeräts - Google Patents

Haushaltgerät, verfahren und steuereinheit zum betreiben eines haushaltgeräts

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EP4774438A1
EP4774438A1 EP24754640.1A EP24754640A EP4774438A1 EP 4774438 A1 EP4774438 A1 EP 4774438A1 EP 24754640 A EP24754640 A EP 24754640A EP 4774438 A1 EP4774438 A1 EP 4774438A1
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EP
European Patent Office
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household appliance
sensor
designed
storage device
receiving device
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Pending
Application number
EP24754640.1A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Gerald Streng
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Miele und Cie KG
Original Assignee
Miele und Cie KG
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Haushaltgerät, das einen Innenraum (110) zur Aufnahme von Textilien (105) und eine Tür (115) zum Verschließen des Innenraums (110) aufweist Ferner weist das Haushaltgerät eine Behandlungseinheit, eine Vorratseinrichtung (135), eine Aufnahmeeinrichtung (140), eine Schubeinrichtung (130) und einen Sensor (145) auf. Die Behandlungseinheit ist ausgebildet, um Textilien (105) in dem Innenraum (110) unter Verwendung von Frischwasser aus der Vorratseinrichtung (135) und/oder durch Abgeben von Brauchwasser in die Aufnahmeeinrichtung (140) zu behandeln. Die Vorratseinrichtung (135) ist zum Bevorraten von Frischwasser ausgebildet und die Aufnahmeeinrichtung (140) ist zum Aufnehmen von Brauchwasser ausgebildet. Die Schubeinrichtung (130) ist benachbart zu dem Innenraum (110) des Haushaltgeräts angeordnet oder anordenbar und ist ausgebildet, um die Vorratseinrichtung (135) und die Aufnahmeeinrichtung (140) aufzunehmen. Der ist ausgebildet, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung (135) und/oder der Aufnahmeeinrichtung (140) zu erfassen.

Description

Beschreibung
Haushaltgerät, Verfahren und Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgeräts
Die Erfindung betrifft ein Haushaltgerät, ein Verfahren und eine Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgeräts.
Die EP 3666963 B1 offenbart eine Gewebebehandlungsvorrichtung mit Sensoren, die in jedem Wassertank einen Messpunkt haben können. Dabei kann ein Messpunkt oberhalb des anderen angeordnet sein. In einem Frischwassertank kann unten gemessen werden, um einen Leerstand zu erkennen und im Brauchwassertank kann oben gemessen werden, um ein Überlaufen zu verhindern.
Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Haushaltgerät, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgeräts zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Haushaltgerät, ein Verfahren und durch eine Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgeräts mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass ein Haushaltgerät geschaffen wird, das einen Sensor aufweisen kann. Dies kann eine zuverlässige Funktionsweise des Haushaltgeräts ermöglichen.
Ein Haushaltgerät, das einen Innenraum zur Aufnahme von Textilien und eine Tür zum Verschließen des Innenraums aufweist, weist eine Behandlungseinheit, eine Vorratseinrichtung, eine Aufnahmeeinrichtung, eine Schubeinrichtung und einen Sensor auf. Die Behandlungseinheit ist ausgebildet, um Textilien in dem Innenraum unter Verwendung von Frischwasser aus der Vorratseinrichtung und/oder durch Abgeben von Brauchwasser in die Aufnahmeeinrichtung zu behandeln. Die Vorratseinrichtung ist zum Bevorraten von Frischwasser ausgebildet und die Aufnahmeeinrichtung ist zum Aufnehmen von Brauchwasser ausgebildet. Die Schubeinrichtung ist benachbart zu dem Innenraum des Haushaltgeräts angeordnet oder anordenbar und ist ausgebildet, um die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung aufzunehmen. Der Sensor ist ausgebildet, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung zu erfassen.
Bei dem Parameter kann es sich beispielsweise um einen Füllstand der Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung handeln. Zusätzlich oder alternativ kann der Parameter ein Vorhandensein der Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung repräsentieren, sowie eine Programmprognose repräsentieren. Die Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung können von einem Nutzer händisch aus der Schubeinrichtung entnommen und eingesetzt werden. Das Haushaltgerät kann als ein Wäschepflegeschrank ausgebildet sein. Der Wäschepflegeschrank kann verschiedene Textilien wie Bettwäsche, Schuhe, Handschuhe reinigen und trocknen. Auf diese Weise können die Textilien von Verunreinigungen, wie beispielsweise Bakterien und Keimen, befreit werden. Das Behandeln der Textilien kann beispielsweise mit Dampf, einer Wärmepumpeneinrichtung oder mit Kaltplasma erfolgen.
Der Sensor kann eine erste Sensorfläche und eine zweite Sensorfläche aufweisen. Die erste Sensorfläche und/oder die zweite Sensorfläche können ausgebildet sein, um den Sensor mit der Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung zu kontaktieren, um den Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung und/oder der Aufnahmeeinrichtung erfassen zu können. Die erste Sensorfläche kann mit der Vorratseinrichtung kontaktieren und die zweite Sensorfläche kann mit der Aufnahmeeinrichtung kontaktieren. Somit kann der Parameter zuverlässig erfasst werden.
Der Sensor kann eine Kontaktfläche aufweisen, die ausgebildet sein kann, um einen Zustand der Schubeinrichtung zu erfassen. Bei der Kontaktfläche kann es sich um einen Reedkontakt handeln. Der erfasste Zustand kann eine geöffnete und eine geschlossene Schubeinrichtung repräsentieren.
Die Kontaktfläche kann zwischen der ersten Sensorfläche und der zweiten Sensorfläche angeordnet sein. Auf diese Weise kann der Sensor bauraumoptimiert hergestellt werden.
Der Sensor kann ausgebildet sein, um einen geschlossenen Zustand der Schubeinrichtung zu erkennen, wenn die Kontaktfläche in einem maximalen Abstand von einer Abtrenneinheit angeordnet ist. Die Abtrenneinheit kann eine Trennwand, beispielsweise zu einem Technikraum des Haushaltgeräts, repräsentieren.
Die Schubeinrichtung kann einen Vertiefungsabschnitt aufweisen, der ausgebildet sein kann, um die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung aufzunehmen. Der Vertiefungsabschnitt kann die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung zuverlässig und einfach aufnehmen. Die Vorratseinrichtung und die Aufnahmeeinrichtung können durch einen Nutzer einfach in den Vertiefungsabschnitt eingesetzt und aus dem Vertiefungsabschnitt entnommen werden. Der Sensor kann an einer Innenseite des Vertiefungsabschnitts angeordnet oder anordenbar sein. Auf diese Weise kann der Sensor vor Verunreinigungen und Beschädigungen geschützt werden. Zudem kann der Sensor platzsparend in dem Haushaltgerät angeordnet sein.
Der Sensor kann ausgebildet sein, um den Parameter unter Verwendung einer Kapazitätsmessung zu erfassen. Der hier vorgestellte Ansatz kann daher auch als kapazitive Wasserstandsmessung verstanden werden.
Das Haushaltgerät kann als ein Wäschepflegeschrank ausgebildet sein. Auch durch eine solche Ausführungsform können die Vorteile des hier beschriebenen Ansatzes sehr effizient realisiert werden.
Ein Verfahren zum Betreiben einer Ausführungsform eines hierin genannten Haushaltgeräts umfasst einen Schritt des Auswertens und einen Schritt des Ausgebens. Im Schritt des Auswertens wird ein über eine Schnittstelle von dem Sensor eingelesenes Parametersignal ausgewertet, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung zu erfassen. Im Schritt des Ausgebens wird das Parametersignal über eine Schnittstelle zu einer Anzeigeeinrichtung ausgegeben. Auch durch eine solche Ausführungsform können die Vorteile des hier beschriebenen Ansatzes sehr effizient realisiert werden.
Im Schritt des Ausgebens kann das Parametersignal zu einer Anzeigeeinrichtung des Haushaltgeräts und/oder zu einer Anzeigeeinrichtung von dem Haushaltgerät externen Mobileinrichtung ausgegeben werden. Bei der Mobileinrichtung kann es sich beispielsweise um ein Smartphone oder ein Tablet handeln.
Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Steuereinheit, die ausgebildet ist, um die Schritte einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante der Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden.
Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinheit einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein Steuersignal oder ein Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der Steuereinheit bereitgestellt werden kann. Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um die Ausgangssignale unter Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten Verarbeitungsvorschrift zu bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit dazu eine Logikschaltung, einen integrierten Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes Bauelement realisiert sein oder von einem diskreten Bauelement umfasst sein.
Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann. Wird das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer Steuereinheit ausgeführt, so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung, Umsetzung und/oder Ansteuerung der Schritte des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden.
Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgeräts beschrieben wird, kann der hier beschriebene Ansatz entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts;
Figur 2 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts;
Figur 3 eine Teildarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts;
Figur 4 eine Draufsichtsdarstellung einer Schubeinrichtung für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts;
Figur 5 eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts;
Figur 6 eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts;
Figur 7 eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts;
Figur 8 ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Betreiben eines Haushaltgeräts; und
Figur 9 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgeräts.
Figur 1 zeigt eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts 100. Das Haushaltgerät 100 ist beispielsweise als ein Wäschepflegeschrank ausgeführt und ausgebildet, um Textilien 105 zu Behandeln. Dazu weist das Haushaltgerät 100 einen Innenraum 110 auf, der ausgebildet ist, um die Textilien 105 aufzunehmen. Ferner weist das Haushaltgerät 100 eine Tür 115 zum Verschließen des Innenraums 110 auf. In Figur 1 ist die Tür 115 in einem geöffneten Zustand dargestellt, sodass der Innenraum 110 sowie die Textilien 105 sichtbar sind. In dem Innenraum 110 sind beispielsweise Kleiderbügel 120 angeordnet, auf denen Textilien 105, hier lediglich beispielhaft ein Handtuch, angeordnet oder anordenbar sind. Auf einer Innenseite der Tür 115 ist lediglich beispielhaft eine Aufhängevorrichtung 150 zum Aufhängen von beispielsweise Hosen angeordnet. Die Tür 115 lässt sich beispielsweise elektrisch öffnen und unterhalb des Textils 105 ist beispielsweise ein Kleiderständer 155 angeordnet.
Benachbart zu dem Innenraum 110 ist eine Schubeinrichtung 130 angeordnet. Die Schubeinrichtung 130 ist ausgebildet, um eine Vorratseinrichtung 135 und eine Aufnahmeeinrichtung 140 aufzunehmen. Die Vorratseinrichtung 135 ist ausgebildet, um Frischwasser zu bevorraten und die Aufnahmeeinrichtung 140 ist ausgebildet, um Brauchwasser aufzunehmen. Das Frischwasser wird zur Behandlung der Textilien 105 verwendet.
Dazu weist das Haushaltgerät 100 eine Behandlungseinheit 125 auf. Die Behandlungseinheit 125 ist zum Behandeln der Textilien 105 ausgebildet und nutzt dazu das Frischwasser aus der Vorratseinrichtung 135. Die Textilien 105 werden beispielsweise mittels Dampfs behandelt. Während und/oder nach der Behandlung der Textilien 105 fällt das Brauchwasser an, das in die Aufnahmeeinrichtung 140 gelangt.
Die Behandlungseinheit 125 ist lediglich beispielhaft in dem Innenraum 110 benachbart zu der Schubeinrichtung 130 angeordnet. Genauer gesagt ist die Behandlungseinheit 125 an einem Boden des Innenraums 110, oberhalb der Schubeinrichtung 130 angeordnet.
Für eine zuverlässige Behandlung der Textilien 105 ist es von Vorteil, wenn die Vorratseinrichtung 135 stets eine ausreichende Menge an Frischwasser bevorratet und wenn die Aufnahmeeinrichtung 140 ausreichend Kapazität zur Aufnahme des Brauchwassers aufweist.
Hierzu weist das Haushaltgerät 100 einen Sensor 145 auf. Der Sensor 145 ist beispielsweise innerhalb der Schubeinrichtung 130 angeordnet und ausgebildet, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung 135 und der Aufnahmeeinrichtung 140 zu erfassen. In anderen Worten ausgedrückt erfasst der Sensor 145 einen Füllstand der Vorratseinrichtung 135 und/oder einen Füllstand der Aufnahmeeinrichtung 140. Zusätzlich oder alternativ erfasst der Sensor 145, ob die Vorratseinrichtung 135 und/oder die Aufnahmeeinrichtung 140 in der Schubeinrichtung 130 angeordnet sind. Zusätzlich oder alternativ ermittelt der Sensor 145 eine Programmprognose in Abhängigkeit des Füllstandes der Einrichtungen 135, 140, also ob ein ausgewähltes Behandlungsprogramm für die Textilien 105 ausreichend ist.
In anderen Worten ausgedrückt zeigt das Haushaltgerät 100, das auch als Wäschepflegeschrank bezeichnet werden kann, an, dass die Aufnahmeeinrichtung 140, die auch als Brauchwassertank bezeichnet werden kann, geleert bzw. die Vorratseinrichtung 135, die auch als Frischwassertank bezeichnet werden kann, aufzufüllen sind. Dabei ist sicherzustellen, dass die Aufnahmeeinrichtung 140 nicht überläuft und dass der Vorratseinrichtung 135 nicht leergesaugt ist, so dass die Frischwasserpumpe Luft fördert. Zusätzlich ist vor Programmstart eine Prognose möglich, ob die jeweils noch verfügbaren Kapazitäten in den Einrichtungen 135, 140 für das angewählte Programm ausreichen, so dass das Programm voraussichtlich nicht abgebrochen werden muss. Außerdem ist der Füllstand in den Einrichtungen 135, 140 in einer App anzeigbar. Neben der Erkennung des Wasserstandes ist auch zu erkennen, ob die Einrichtungen 135, 140 überhaupt eingesetzt sind, damit zum Beispiel Brauchwasser nicht in die Schubeinrichtung 130 läuft. Der hier vorgestellte Ansatz ermöglicht somit eine stufenlose Wasserstandsmessung, mit der alle beschriebenen Anforderungen erfüllbar sind. Zudem ist ein Vorhandensein der Einrichtungen 135, 140 auch im leeren Zustand, ohne Wasser in den Einrichtungen 135, 140, erkennbar.
Figur 2 zeigt eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts 100. Dabei ähnelt oder entspricht das Haushaltgerät 100 dem Haushaltsgerät aus Figur 1.
Gezeigt ist eine Innenansicht des Haushaltgeräts 100. Dabei weist das Haushaltgerät 100 beispielsweise eine Halteeinrichtung 235 zum Halten von Textilstücken wie beispielsweise Handschuhen und/oder Schuhen auf.
Die Behandlungseinheit 125 ist zwischen dem Innenraum 110 und einer Wärmepumpe 200 angeordnet. Die Wärmepumpe 200 weist einen Kondensator 205 und einen Verdampfer 210 auf. Zwischen dem Kondensator 205 und dem Verdampfer 210 ist beispielsweise ein Ventilator 215 angeordnet. Ein weiterer Ventilator 220 ist beispielsweise oberhalb des Textils 105 angeordnet, wobei eine Filtereinheit 225 benachbart zu dem weiteren Ventilator 220 angeordnet ist. Eine Steuereinheit 230 zum Betreiben des Haushaltgeräts 100 ist lediglich beispielhaft im Innenraum 110 des Haushaltgeräts 100 angeordnet.
In einem betriebsbereiten Zustand des Haushaltgeräts 100 wird beispielsweise mittels des weiteren Ventilators 215 Luft durch den Innenraum 110 zu dem Textil 105 geleitet. Das Textil 105 ist beispielsweise feucht. Durch die durch das Textil 105 geleitete Luft aus dem weiteren Ventilator 215 verdunstet das Wasser aus dem Textil 105 und wird von der Luft aufgenommen. Die Luft wird feucht und strömt in die Wärmepumpe 200. In der Wärmepumpe wird die feuchte warme Luft zunächst am Verdampfer 210 vorbeigeführt und dort abgekühlt. Nachfolgend wird die abgekühlte Luft mittels des Ventilators 215 zu dem Kondensator 205 geleitet. Der Kondensator 205 erwärmt die abgekühlte Luft und führt sie dem Innenraum 110 wieder zu. Eine Pfeilrichtung 240 zeigt lediglich beispielhaft den Verlauf der durch den Innenraum 110 strömenden Luft an.
Figur 3 zeigt eine Teildarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Haushaltgeräts 100. Dabei ähnelt oder entspricht das Haushaltgerät 100 dem Haushaltsgerät aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren.
Die Tür 115 des Haushaltgeräts 100 ist geöffnet, sodass der Innenraum 110 sichtbar ist. Unterhalb des Innenraums 110 ist die Schubeinrichtung 130 ebenfalls in einem geöffneten Zustand gezeigt, sodass die Vorratseinrichtung 135 und die Aufnahmeeinrichtung 140 sichtbar sind. Die Einrichtungen 135, 140 weisen je einen Griff auf, wodurch sie einfach und schnell durch einen Nutzer entnehmbar und einsetzbar sind. Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist die Schubeinrichtung 130 einen Vertiefungsabschnitt 300 auf. Der Vertiefungsabschnitt 300 ist ausgebildet, um die Vorratseinrichtung 135 und die Aufnahmeeinrichtung 140 aufzunehmen.
Figur 4 zeigt eine Draufsichtsdarstellung einer Schubeinrichtung 130 für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts. Dabei ähnelt oder entspricht die Schubeinrichtung 130 der Schubeinrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren.
Die Vorratseinrichtung 135 und die Aufnahmeeinrichtung 140 sind in dem Vertiefungsabschnitt 300 angeordnet. Der Sensor 145 ist ebenfalls in dem Vertiefungsabschnitt 300 angeordnet, wobei der Sensor 145 benachbart zu den Einrichtungen 135, 140 angeordnet ist, um den Parameter zu erfassen. Genauer gesagt sind die Einrichtungen 135, 140 zwischen einer Schubladenfront 305 der Schubeinrichtung 130 und dem Sensor 145 angeordnet.
Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung 130 für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts. Dabei ähnelt oder entspricht die Schubeinrichtung 130 der Schubeinrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren. Genauer gesagt ähnelt die Schubeinrichtung 130 der Schubeinrichtung aus Figur 4, mit Ausnahme dessen, dass eine Frontalansicht in Richtung der Schubladenfront 305 gezeigt ist.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist der Sensor 145 eine erste Sensorfläche 500, eine zweite Sensorfläche 505 und eine zwischen den Sensorflächen 500, 505 angeordnete Kontaktfläche 510 auf. Die Sensorflächen 500, 505 sind beispielsweise ausgebildet, um den Sensor 145 mit der Vorratseinrichtung 135 und/oder der Aufnahmeeinrichtung 140 zu kontaktieren, um den Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung 135 und/oder der Aufnahmeeinrichtung 140 zu erfassen. Die erste Sensorfläche 500 kontaktiert beispielsweise mit der Vorratseinrichtung 135 und die zweite Sensorfläche 505 kontaktiert mit der Aufnahmeeinrichtung 140. Die Kontaktfläche 145 ist beispielsweise als ein Reedkontakt ausgebildet und ausgebildet, um einen Zustand der Schubeinrichtung 130 zu erfassen, also ob die Schubeinrichtung 130 geöffnet oder geschlossen ist. Dies kann auch als Statussensierung der Schubeinrichtung 130 bezeichnet werden.
In anderen Worten ausgedrückt ist der Sensor 145, der auch als Sensorplatine bezeichnet werden kann, in dem Vertiefungsabschnitt 300, der auch als Aufnahmen der Wasserbehälter bezeichnet werden kann, positioniert. Grundsätzlich sind alle Positionen des Sensors 145 möglich, von denen beide Einrichtungen 135,140 zugänglich sind: zwischen den Einrichtungen 135, 140, zwischen Front und Einrichtungen 135, 140 auf der Innenseite der Schubeinrichtung 130, die auch als Schublade bezeichnet werden kann. Diese Position hat den Vorteil, dass die Kontaktfläche 145, die auch als Reedkontakt bezeichnet werden kann, über die Nähe zu einer Abtrenneinheit, die auch als Abtrennblech bezeichnet werden kann, den Status der Schubeinrichtung 130 erkennen kann, siehe Figur 6.
Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung 130 für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts. Dabei ähnelt oder entspricht die Schubeinrichtung 130 der Schubeinrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren.
Der Sensor 145 ist beispielsweise an einer Innenseite des Vertiefungsabschnitts 300 angeordnet. Die Schubeinrichtung 130 ist in einem geschlossenen Zustand gezeigt und benachbart zu einer Abtrenneinheit 600 angeordnet. Bei der Abtrenneinheit 600 handelt es sich beispielsweise um eine Trennwand zu einem Technikraum des Haushaltgeräts. Die Kontaktfläche des Sensors 145 ist beispielsweise ausgebildet, um in dem geschlossenen Zustand der Schubeinrichtung 130 zu erkennen, wenn die Kontaktfläche in einem maximalen Abstand von der Abtrenneinheit 600 angeordnet ist.
Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Schubeinrichtung 130 für ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltgeräts. Dabei ähnelt oder entspricht die Schubeinrichtung 130 der Schubeinrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren.
Gezeigt ist die Schubeinrichtung 130 in Seitenansicht, die ein Funktionsprinzip einer kapazitiven Wasserstandsmessung zeigt. Der Sensor 145 ist ausgebildet, um den Parameter unter Verwendung einer Kapazitätsmessung zu erfassen. Dabei ist der Sensor 145, der auch als kapazitiver Sensor bezeichnet werden kann, beispielsweise außerhalb der Vorratseinrichtung 140 angeordnet. Der Sensor 145 erzeugt ein elektrisches Feld 705 in Richtung der Vorratseinrichtung 140. Die Sensorflächen erstrecken sich über die komplette Höhe möglicher Füllstände 700. Der Sensor 145 ist signalübertragungsfähig mit der Steuereinheit 230 verbunden.
Gemessen wird dann die Kapazitätsänderung. Die Kapazität hängt dabei vor allem von der Dielektrizitätszahl des Mediums ab, das sich in dem elektrischen Feld 105, beziehungsweise bei einem Kondensator zwischen den Leiterplatten befindet.
Dabei gilt: C = £ * A/d, C: Kapazität, £ : Dielektrizitätszahl, A: Fläche des Kondensators, d: Abstand der Kondensatorplatten
Die Dielektrizitätszahl von Luft und Wasser ist sehr unterschiedlich, das heißt, dass sich die Kapazität mit dem Wasserstand ändert. Aber auch das Material der Vorratseinrichtung 140 beeinflusst die Kapazität, so dass erkannt wird, ob überhaupt die Vorratseinrichtung 140 vorhanden ist.
Figur 8 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 800 zum Betreiben eines Haushaltgeräts. Das Haushaltgerät ähnelt oder entspricht dabei dem Haushaltgerät aus einer der hierin beschriebenen Figuren.
Das Verfahren 800 umfasst einen Schritt 805 des Auswertens und einen Schritt 810 des Ausgebens. Im Schritt 805 des Auswertens wird ein über eine Schnittstelle von dem Sensor eingelesenes Parametersignal ausgewertet, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung und der Aufnahmeeinrichtung zu erfassen. Im Schritt 810 des Ausgebens wird das Parametersignal über eine Schnittstelle zu einer Anzeigeeinrichtung ausgegeben. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird im Schritt 810 des Ausgebens das Parametersignal zu einer Anzeigeeinrichtung des Haushaltgeräts und/oder zu einer Anzeigeeinrichtung einer externen Mobileinrichtung ausgegeben.
Figur 9 zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit 230 zum Betreiben eines Haushaltgeräts. Die Steuereinheit 230 ist ausgebildet, um das Verfahren aus Figur 8 oder ein ähnliches Verfahren auszuführen.
Die Steuereinheit 230 weist eine Einheit 905 zum Auswerten und eine Einheit 910 zum Ausgeben auf. Die Einheit 905 zum Auswerten ist ausgebildet, um ein über eine Schnittstelle von dem Sensor eingelesenes Parametersignal 915 auszuwerten. Die Einheit 910 zum Ausgeben ist ausgebildet, um das Parametersignal 915 über eine Schnittstelle zu einer Anzeigeeinrichtung auszugeben.

Claims

Patentansprüche
1. Haushaltgerät (100), wobei das Haushaltgerät (100) einen Innenraum (110) zur Aufnahme von Textilien (105) und eine Tür (115) zum Verschließen des Innenraums (110) aufweist, wobei das Haushaltgerät die folgenden Merkmale aufweist: eine Behandlungseinheit (125), zum Behandeln von Textilien (105) in dem Innenraum (110) unter Verwendung von Frischwasser aus einer Vorratseinrichtung (135) und/oder durch Abgeben von Brauchwasser in eine Aufnahmeeinrichtung (140); die Vorratseinrichtung (135) zum Bevorraten von Frischwasser; die Aufnahmeeinrichtung (140) zum Aufnehmen von Brauchwasser; eine Schubeinrichtung (130), die benachbart zu dem Innenraum (110) des Haushaltgeräts (100) angeordnet oder anordenbar ist und ausgebildet ist, um die Vorratseinrichtung (135) und die Aufnahmeeinrichtung (140) aufzunehmen; und einen Sensor (145), der ausgebildet ist, um einen Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung (135) und/oder der Aufnahmeeinrichtung (140) zu erfassen.
2. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 1 , wobei der Sensor (145) eine erste Sensorfläche (500) und eine zweite Sensorfläche (505) aufweist, wobei die erste Sensorfläche (500) und/oder die zweite Sensorfläche (505) ausgebildet ist, um den Sensor (145) mit der Vorratseinrichtung (135) und/oder der Aufnahmeeinrichtung (140) zu kontaktieren, um den Parameter bezüglich der Vorratseinrichtung (135) und/oder der Aufnahmeeinrichtung (140) zu erfassen.
3. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Sensor (145) eine Kontaktfläche (510) aufweist, die ausgebildet ist, um einen Zustand der Schubeinrichtung (130) zu erfassen.
4. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 3, wobei die Kontaktfläche (510) zwischen der ersten Sensorfläche (500) und der zweiten Sensorfläche (505) angeordnet ist.
5. Haushaltgerät (100) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 4, wobei der Sensor (145) ausgebildet ist, um einen geschlossenen Zustand der Schubeinrichtung (130) zu erkennen, wenn die Kontaktfläche (510) in einem maximalen Abstand von einer Abtrenneinheit (600) angeordnet ist.
6. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schubeinrichtung (130) einen Vertiefungsabschnitt (300) aufweist, der ausgebildet ist, um die Vorratseinrichtung (135) und die Aufnahmeeinrichtung (140) aufzunehmen.
7. Haushaltgerät (100) gemäß Anspruch 6, wobei der Sensor (145) an einer Innenseite des Vertiefungsabschnitts (300) angeordnet oder anordenbar ist.
8. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Sensor (145) ausgebildet ist, um den Parameter unter Verwendung einer Kapazitätsmessung zu erfassen.
9. Haushaltgerät (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Haushaltgerät (100) als ein Wäschepflegeschrank ausgebildet ist.
10. Verfahren (800) zum Betreiben eines Haushaltgeräts (100) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 9, wobei das Verfahren (800) die folgenden Schritte umfasst:
Auswerten (805) eines über eine Schnittstelle von dem Sensor (145) eingelesenen Parametersignals (915), um einen Zustand der Vorratseinrichtung (135) und der Aufnahmeeinrichtung (140) zu erfassen; und
Ausgeben (810) des Parametersignals (915) über eine Schnittstelle zu einer Anzeigeeinrichtung.
11. Verfahren (800) gemäß Anspruch 10, wobei im Schritt (810) des Ausgebens das Parametersignal (915) zu einer Anzeigeeinrichtung des Haushaltgeräts (100) und/oder zu einer Anzeigeeinrichtung von dem Haushaltgerät (100) externen Mobileinrichtung ausgegeben wird.
12. Steuereinheit (230), die ausgebildet ist, um die Schritte (805, 810) des Verfahrens (800) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche 10 bis 11 in entsprechenden Einheiten (905, 910) auszuführen und/oder anzusteuern.
13. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens (800) nach einem der Ansprüche 10 bis 11, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Steuereinheit (230) gemäß Anspruch 12 ausgeführt wird.
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