EP4750626A1 - VERFAHREN UND ANLAGE ZUM MESSEN EINES ZUR HERSTELLUNG EINER LINSE VORGESEHENEN GIEßPAKETS, VERFAHREN UND ANLAGE ZUM PRÜFEN DES GIEßPAKETS SOWIE VERFAHREN UND ANLAGE ZUR HERSTELLUNG WENIGSTENS EINER LINSE - Google Patents

VERFAHREN UND ANLAGE ZUM MESSEN EINES ZUR HERSTELLUNG EINER LINSE VORGESEHENEN GIEßPAKETS, VERFAHREN UND ANLAGE ZUM PRÜFEN DES GIEßPAKETS SOWIE VERFAHREN UND ANLAGE ZUR HERSTELLUNG WENIGSTENS EINER LINSE

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EP4750626A1
EP4750626A1 EP24795119.7A EP24795119A EP4750626A1 EP 4750626 A1 EP4750626 A1 EP 4750626A1 EP 24795119 A EP24795119 A EP 24795119A EP 4750626 A1 EP4750626 A1 EP 4750626A1
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EP
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casting
casting package
lens
distance
parameter value
Prior art date
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EP24795119.7A
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Helmut Rauch
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Rodenstock GmbH
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Abstract

Ein Verfahren zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets umfasst die Schritte: Bereitstellen (S10) des Gießpakets, welches ein erstes Gießpaketteil (11) und ein zweites Gießpaketteil (12) aufweist, welches relativ zu dem ersten Gießpaketteil derart gehaltert ist, dass zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ein Hohlraum (14) ausgebildet ist; und Ermitteln (S20) eines Spaltparameterwerts, wobei das Ermitteln des Spaltparameterwertes ein Ermitteln eines ersten Abstands zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an einer ersten Stelle des Hohlraums umfasst und der Spaltparameterwert von diesem ersten Abstand abhängt. Ein Verfahren zum Prüfen des Gießpakets umfasst zusätzlich den Schritt: Prüfen (S30, S35) des Gießpakets auf Basis des Spaltparameterwerts. Ein Verfahren zur Herstellung wenigstens einer Linse umfasst zusätzlich die Schritte: Modifizieren (S55) des Gießpakets, falls der Spaltparameterwert ein vorgegebenes Modifikationskriterium erfüllt; und Befüllen (S45) des Hohlraums mit einem Gießharz; wobei die hergestellte Linse das ausgehärtete Gießharz aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Anlage zur Durchführung wenigstens eines dieser Verfahren.

Description

Beschreibung
Verfahren und Anlage zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, Verfahren und Anlage zum Prüfen des Gießpakets sowie Verfahren und Anlage zur Herstellung wenigstens einer Linse
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, ein Verfahren und eine Anlage zum Prüfen des Gießpakets sowie ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung wenigstens einer Linse.
Wird zum Herstellen einer Linse ein Hohlraum eines Gießpakets, der zwischen einem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildet ist, mit einem Gießharz befüllt, hängt die Qualität der Linse von der Genauigkeit ab, mit der der Hohlraum einen gewünschten Spalt aufweist.
Der tatsächliche Spalt kann, insbesondere aufgrund von Fertigungstoleranzen der Gießpaketteile und Montagetoleranzen beim Zusammenbau des Gießpakets, schwanken.
Abweichungen des tatsächlichen von dem gewünschten Spalt werden jedoch regelmäßig erst durch Messungen einer Linsendicke bzw. -stärke an der hergestellten und gegebenenfalls bearbeiteten Linse festgestellt, was dazu führen kann, dass eine hergestellte und gegebenenfalls bearbeitete Linse aufwändig nachbearbeitet oder entsorgt werden muss und damit teures Material und Produktionszeit verschwendet wurde.
Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es, die Herstellung von Linsen zu verbessern und/oder ein Messen bzw. Prüfen von Gießpaketen zu verbessern, die zur Herstellung von Linsen vorgesehen sind.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , 8 bzw. 9 gelöst. Anspruch 16 stellt eine Anlage unter Schutz, die zur Durchführung eines hier beschriebenen Verfahrens eingerichtet ist, vorzugsweise verwendet wird. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen. Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, nach einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Prüfen dieses zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer oder mehrerer Linsen, den Schritt:
Bereitstellen (je) eines Gießpakets (zur Herstellung der jeweiligen Linse), welches (jeweils)
- ein erstes Gießpaketteil, und
- ein zweites Gießpaketteil aufweist, wobei das zweite Gießpaketteil des bereitgestellten Gießpakets relativ zu dem ersten Gießpaketteil des Gießpakets derart, in einer Ausführung an dem ersten Gießpaketteil und/oder durch eine Halterung, in einer Weiterbildung durch die nachfolgend erläuterte Abdichtung oder eine von dieser verschiedene bzw. separate Haltevorrichtung, gehaltert ist, dass zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ein Hohlraum ausgebildet ist.
Die Linse ist bevorzugt eine ophthalmische Linse, besonders bevorzugt ein Brillenglas bzw. eine Linse hierfür. Für solche Linsen bzw. Gießpakete ist die vorliegende Erfindung, insbesondere aufgrund der entsprechenden Anforderungen an Präzision und wirtschaftliche Fertigung, besonders geeignet, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein.
In einer Ausführung sind, in einer Weiterbildung werden, das erste und zweite Gießpaketteil unter Berücksichtigung eines vorgegebenen ein- oder mehrdimensionalen Sollparameter(wert)s (für die Anordnung der beiden Gießpaketteile relativ zueinander) relativ zueinander angeordnet, in einer Ausführung mithilfe einer Gießpaketzusammenbauvorrichtung und/oder wenigstens teilweise automatisiert und/oder wenigstens teilweise manuell. Somit kann das Bereitstellen eines Gießpakets insbesondere das Anordnen der beiden Gießpaketteile relativ zueinander, vorzugsweise unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Sollparameter(wert)s, und/oder das Zuführen des Gießpakets mit den beiden Gießpaketteile und dem zwischen ihnen ausgebildeten Hohlraum umfassen. Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren zum Messen bzw. Prüfen bzw. zur Herstellung den Schritt:
- Ermitteln (je) eines ein- oder mehrdimensionalen Spaltparameterwerts (für das (jeweilige) Gießpaket), wobei dieses Ermitteln des Spaltparameterwertes ein Ermitteln eines ersten, vorzugsweise kürzesten, Abstands zwischen dem (jeweiligen) ersten und zweiten Gießpaketteil (des bereitgestellten Gießpakets), insbesondere einander bzw. dem Hohlraum zugewandter Oberflächen der Gießpaketteile, an einer ersten Stelle des Hohlraums umfasst und der Spaltparameterwert von diesem ersten Abstand abhängt, in einer Weiterbildung mit zunehmendem ersten Abstand zu- oder abnimmt.
Einer Ausführung der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde, die Spalthöhe des Hohlraums, von der die Qualität der hergestellten Linse abhängt, vorzugsweise bereits vor Befüllen des Hohlraums mit Gießharz, zu ermitteln. Auf diese Weise kann vorteilhaft ein mangelhaftes Gießpaket erkannt und gegebenenfalls aussortiert bzw. verworfen bzw. ein aktuelles Gießpaket und/oder ein nachfolgend( her- bzw. bereitgestellt)es Gießpaket nötigenfalls, vorzugsweise noch vor Befüllen des Hohlraums mit Gießharz, modifiziert und so die Wahrscheinlichkeit aufwändiger Nachbearbeitung oder Ausschuss reduziert und damit teures Material und Produktionszeit gespart werden.
In einer Ausführung weist das bereitgestellte Gießpaket beim Ermitteln des ersten Abstands, in einer Weiterbildung (auch) beim Ermitteln des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände, (bereits) eine Abdichtung des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildeten Hohlraums auf, wobei dieser Hohlraum vorzugsweise bei diesem Ermitteln noch nicht mit Gießharz befüllt (worden) ist. Mit anderen Worten wird in einer Ausführung das mit der Abdichtung bereitgestellte bzw. diese aufweisende Gießpaket gemessen, vorzugsweise vor dem Befüllen des Hohlraums mit Gießharz.
Hierdurch kann in einer Ausführung eine inkorrekte Spalthöhe, die sich mit bzw. (auch) infolge der Abdichtung ergibt, erkannt und hierauf entsprechend reagiert werden, insbesondere durch Modifikation bzw. Aussortieren des entsprechenden, bereits die Abdichtung aufweisenden, Gießpakets und/oder Modifikation nachfolgend( her- bzw. bereitgestellt)er Gießpakete. Somit kann das Bereitstellen eines Gießpakets insbesondere das Anbringen der Abdichtung umfassen.
In einer Ausführung weist das Gießpaket die Abdichtung des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildeten Hohlraums auf, wobei diese Abdichtung jedoch erst nach dem Ermitteln des ersten Abstands, in einer Weiterbildung (auch) nach dem Ermitteln des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände, ausgebildet wird und dieser Hohlraum vorzugsweise bei diesem Ermitteln noch nicht mit Gießharz befüllt (worden) ist. Mit anderen Worten wird in einer Ausführung das Gießpaket bereitgestellt und gemessen, bevor es mit der Abdichtung versehen wird bzw. diese aufweist, vorzugsweise vor dem Befüllen des Hohlraums mit Gießharz.
Hierdurch kann in einer Ausführung eine inkorrekte Spalthöhe besonders frühzeitig erkannt und hierauf entsprechend reagiert werden, insbesondere durch Modifikation bzw. Aussortieren des entsprechenden Gießpakets vor einem bzw. dem Hinzufügen der Abdichtung zu dem bereitgestellten Gießpaket.
Beide Ausführungen können auch derart miteinander kombiniert sein bzw. werden, dass zunächst der erste Abstand, in einer Weiterbildung (auch) der weitere Abstand bzw. einer oder mehrere der weiteren Abstände, ermittelt wird/werden, dann das Gießpaket gegebenenfalls modifiziert wird, (erst) dann die Abdichtung angeordnet bzw. angebracht wird, und danach erneut ein erster Abstand, in einer Weiterbildung (auch) ein oder mehrere weitere Abstände, ermittelt wird/werden, und dann das Gießpaket gegebenenfalls (erneut) modifiziert wird.
Die Abdichtung weist in einer Ausführung ein ein- oder mehrlagiges Dichtungsband auf, welches zur Herstellung mit dem ersten und zweiten Gießpaketteil, vorzugsweise stoffschlüssig, bevorzugt durch Klebstoff, wenigstens temporär verbunden ist bzw. wird.
Das Verfahren zum Prüfen umfasst entsprechend nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung den Schritt:
- Prüfen des Gießpakets auf Basis des (ermittelten) Spaltparameterwerts. Das Verfahren zur Herstellung umfasst entsprechend nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung die Schritte:
- Modifizieren des Gießpakets, falls der Spaltparameterwert ein vorgegebenes Modifikationskriterium erfüllt; und
- Befüllen des Hohlraums des, vorzugsweise die Abdichtung aufweisenden, Gießpakets mit einem Gießharz, vorzugsweise nach dem Ermitteln des Spaltparameterwerts, Prüfen des Gießpakets und gegebenenfalls Modifizieren des Gießpakets; wobei die hergestellte Linse das ausgehärtete Gießharz aufweist. Entsprechend wird in einer Ausführung der Hohlraum des Gießpakets ohne dieses Modifizieren mit dem Gießharz befüllt, falls der Spaltparameterwert ein vorgegebenes Akzeptanzkriterium erfüllt, insbesondere das Modifikationskriterium nicht erfüllt. Das Modifizieren des Gießpakets erfolgt in einer Ausführung vor und/oder nach dem Anordnen der Abdichtung. Mit anderen Worten wird in einer Ausführung das Gießpaket gegebenenfalls vor dem Anordnen der Abdichtung modifiziert und/oder das, gegebenenfalls vor dem Anordnen der Abdichtung ein- oder mehrfach modifizierte Gießpaket weist bei einem, gegebenenfalls erneuten, Ermitteln eines Spaltparameterwerts bereits die Abdichtung auf und wird gegebenenfalls (erneut) modifiziert. Dabei kann durch ein Modifizieren vor dem Anordnen der Abdichtung das Gießpaket vorteilhaft frühzeitig(er) und/oder einfach(er) modifiziert werden, durch ein Modifizieren nach dem Anordnen der Abdichtung insbesondere auch eine durch die bzw. mit der Abdichtung vorhandene fehlerhafte Spalthöhe korrigiert bzw. kompensiert werden.
Hierdurch kann in einer Ausführung die Qualität der hergestellten Linse(n) verbessert und/oder eine Nachbearbeitungs- und/oder eine Ausschussrate reduziert und damit Material und/oder Produktionszeit gespart werden. Ein Prüfen kann insbesondere ein Vergleichen des ermittelten Spaltparameterwerts mit vorgegebenen Sollwerten und/oder Toleranzbereichen und/oder Bewerten und/oder Klassifizieren des Gießpakets auf Basis des ermittelten Spaltparameterwerts, insbesondere des Vergleichens des ermittelten Spaltparameterwerts mit vorgegebenen Sollwerten und/oder Toleranzbereichen, umfassen, insbesondere sein.
In einer Ausführung härtet das Gießharz, mit dem der Hohlraum befüllt worden ist, aus, in einer Weiterbildung wird es ausgehärtet, insbesondere durch Temperieren und/oder Belichten. Somit kann ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer Ausführung ein Aushärten des Gießharzes, mit dem der Hohlraum befüllt (worden) ist, umfassen. Besonders vorteilhaft ist das Gießharz, mit dem der Hohlraum befüllt wird, ein hochviskoses Fluid und/oder weist wenigstens ein, insbesondere photochromies und/oder UV-härtendes, Polymer auf, kann insbesondere ein solches sein.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung bildet das ausgehärtete Gießharz eine Beschichtung, besonders bevorzugt eine, in einer bevorzugten Weiterbildung selbsttönende bzw. photochrome, Farbbeschichtung oder eine schmutzabweisende Beschichtung, eine Antireflexbeschichtung, Antikratzbeschichtung oder dergleichen. Vorzugsweise hierzu wird das ausgehärtete Gießharz, vorzugsweise vor, mit oder nach einem Entfernen der Abdichtung, von dem zweiten Gießpaketteil getrennt und die hergestellte Linse weist das mit dem ausgehärteten Gießharz, insbesondere stoffschlüssig bzw. durch Angießen, verbundene erste Gießpaketteil auf. Für solche Angussbeschichtungen ist die vorliegende Erfindung, insbesondere aufgrund der regelmäßig sehr dünnen Beschichtungen, besonders vorteilhaft. Entsprechend kann das erste Gießpaketteil insbesondere ein Grundkörper, vorzugsweise Grundglaskörper, besonders bevorzugt Grundkunststoffglaskörper, und/oder das zweite Gießpaketteil eine Formschale aufweisen, insbesondere sein, und das ausgehärtete Gießharz eine Beschichtung der Linse bzw. dieses Grundkörpers bilden.
In einer ebenfalls vorteilhaften Ausführung wird das ausgehärtete Gießharz, vorzugsweise vor, mit oder nach einem Entfernen der Abdichtung, von dem ersten und zweiten Gießpaketteil getrennt, es kann insbesondere einen vorgenannten Grundkunststoffglaskörper bzw. ein sogenanntes Halbzeug bzw. Blank zur Herstellung eines Brillenglases oder dergleichen bilden. Entsprechend können das erste und zweite Gießpaketteil jeweils eine Formschale aufweisen, insbesondere sein.
In einer ebenfalls vorteilhaften Ausführung wird gegebenenfalls die Abdichtung entfernt und die hergestellte Linse weist das mit dem ausgehärteten Gießharz, insbesondere stoffschlüssig bzw. durch Angießen, verbundene erste Gießpaketteil und das mit dem ausgehärteten Gießharz, insbesondere stoffschlüssig bzw. durch Angießen, verbundene zweite Gießpaketteil auf. Entsprechend kann das ausgehärtete Gießharz eine Zwischenschicht der Linse bilden. Die solcherart hergestellte Linse, insbesondere also eine beschichtete Linse, ein Blank oder Grundglas oder eine Linse mit Zwischenschicht, wird in einer Ausführung noch bearbeitet, beispielsweise auf Basis einer Verschreibung und/oder (weiter) beschichtend und/oder materialabtragend und/oder trennend. Somit kann ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer Ausführung ein Bearbeiten der hergestellten Linse, die das ausgehärtete Gießharz aufweist, umfassen.
In einer Ausführung umfasst das Ermitteln des Spaltparameterwerts ein Ermitteln eines weiteren, vorzugsweise kürzesten, Abstands oder mehrerer weiterer, vorzugsweise kürzester, Abstände zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil (des jeweiligen Gießpakets), insbesondere einander bzw. dem Hohlraum zugewandter Oberflächen der Gießpaketteile, an (je) einer weiteren Stelle des Hohlraums, wobei der Spaltparameter auch von diesem weiteren Abstand bzw. diesen weiteren Abstände abhängt, in einer Weiterbildung mit zunehmendem weiteren Abstand bzw. weiteren Abständen zu- oder abnimmt. Dadurch kann die Signifikanz und/oder Zuverlässigkeit der Prüfung verbessert werden. Besonders vorteilhaft werden Abstände an drei oder mehr Stellen des Hohlraums ermittelt, die besonders vorteilhaft nicht auf einer Geraden liegen, da dadurch ein 3D-Mapping bzw. (auch) ein Erkennen einer für die Linse besonders relevanten prismatischen Verkippung bzw. Abstandsvariation möglich ist.
In einer Ausführung erfüllt der Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium, falls der erste Abstand (oder die Abweichung des ersten Abstands von einem vorgegebenen Sollwert) nicht in einem vorgegebenen (zulässigen) Bereich liegt bzw. ist das Modifikationskriterium derart vorgegeben. Dadurch kann eine besonders schnelle Prüfung durchgeführt werden.
In einer Ausführung erfüllt der Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium, falls der erste Abstand (oder die Abweichung des ersten Abstands von einem vorgegebenen Sollwert) nicht in einem vorgegebenen (zulässigen) Bereich liegt oder der weitere Abstand (oder die Abweichung des weiteren Abstands von einem vorgegebenen Sollwert) nicht in einem vorgegebenen (zulässigen) Bereich liegt bzw. ist das Modifikationskriterium derart vorgegeben. Dadurch kann eine zuverlässige(re) und/oder signifikante(re) Prüfung durchgeführt werden. In einer Ausführung erfüllt der Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium, falls der erste Abstand (oder die Abweichung des ersten Abstands von einem vorgegebenen Sollwert) oder wenigstens einer der weiteren Abstände (oder die Abweichung wenigstens eines der weiteren Abstände von einem vorgegebenen Sollwert) nicht in einem vorgegebenen (zulässigen) Bereich liegt bzw. ist das Modifikationskriterium derart vorgegeben. Dadurch kann eine (noch) zuverlässige(re) und/oder signifikante(re) Prüfung durchgeführt werden.
Für den ersten Abstand und den bzw. einen oder mehrere der weiteren Abstände können unterschiedliche Sollwerte und/oder zulässige Abweichungen bzw. Bereiche vorgegeben sein, wodurch unterschiedlichen, komplexe(re)n Geometrien besonders gut Rechnung getragen werden kann. Entsprechend kann der Spaltparameter(wert) ein mehrdimensionaler Parameter bzw. Wert und das Modifikationskriterium ein mehrdimensionales Kriterium sein, insbesondere der Spaltparameter(wert) die an den verschiedenen Stellen gemessenen Abstände angeben.
Gleichermaßen kann der Spaltparameter(wert) beispielsweise auch einen Mittelwert oder Maximalwert der gemessenen Abstände oder einen Mittelwert oder Maximalwert der Abweichungen der gemessenen Abstände von Sollwerten angeben. Dadurch kann die Prüfung besonders rasch durchgeführt werden und zugleich besonders aussagefähig sein.
Ein zulässiger Bereich kann insbesondere auch durch Vorgabe eines entsprechend( komplementären unzulässigen Bereichs vorgegeben sein bzw. werden. Rein exemplarisch kann das Modifikationskriterium derart vorgegeben sein bzw. werden, dass der Spaltparameterwert das Modifikationskriterium erfüllt, falls die Abweichung des ersten Abstands von einem vorgegebenen Sollwert nicht in einem vorgegebenen zulässigen Bereich [a, b] liegt, oder derart, dass der Spaltparameterwert das Modifikationskriterium erfüllt, falls diese Abweichung in einem vorgegebenen unzulässigen Bereich [u, a[ ]b, v] liegt.
In einer Ausführung wird wenigstens ein Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil, insbesondere der erste Abstand oder der weitere Abstand bzw. wenigstens einer der weiteren Abstände, an einer Stelle in einem zentralen Bereich des Hohlraums ermittelt. Ein solcher Abstand kann besonders signifikant sein. Zusätzlich oder alternativ wird wenigstens ein Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil, insbesondere der erste Abstand oder der weitere Abstand bzw. einer oder mehrere der weiteren Abstände (jeweils), an einer Stelle in einem Randbereich des Hohlraums ermittelt, in einer vorteilhaften Weiterbildung zwei oder mehr dieser Abstände an unterschiedlichen Stellen im Randbereich des Hohlraums. Vorzugsweise sind zwei oder mehr benachbarte dieser Stellen im Randbereich gegeneinander (jeweils) um wenigstens 45° und/oder höchstens 135° versetzt. Solche Abstände können besonders gut ermittelt werden und/oder sensitiv bezüglich Montage- und/oder Fertigungstoleranzen sein.
Eine Stelle des Hohlraums im Sinne der vorliegenden Erfindung kann in einer Ausführung einen radialen und/oder kürzesten Abstand zu einer Längs- und/oder optischen (Haupt)Achse durch eine Mitte der Linse und/oder einen Winkel zwischen einem Lot auf eine Längs- und/oder optische (Haupt)Achse durch eine Mitte der Linse und einem Referenzlot auf diese Achse oder kartesische Koordinaten in einer Ebene umfassen, insbesondere sein, die senkrecht zu einer Längs- und/oder optischen (Haupt)Achse durch eine Mitte der Linse und/oder in dem Hohlraum liegt.
In einem hier genannten zentralen Bereich des Hohlraums weisen alle Stellen bzw. Punkte einen radialen und/oder kürzesten Abstand zur Längs- und/oder optischen (Haupt)Achse durch eine Mitte der Linse auf, der höchstens gleich einem Drittel eines maximalen (radialen) Abstands eines Umfangs des Hohlraums von dieser Achse ist.
In einem hier genannten Randbereich des Hohlraums weisen alle Stellen bzw. Punkte einen radialen und/oder kürzesten Abstand zur Längs- und/oder optischen (Haupt)Achse durch eine Mitte der Linse auf, der mindestens gleich zwei Drittel eines maximalen (radialen) Abstands eines Umfangs des Hohlraums von dieser Achse ist. Mit anderen Worten ist bei einem kreisringartigen Hohlraum mit Außenradius R dessen Randbereich ein hierzu konzentrischer kreisringartiger Hohlraum mit Außenradius R und Innenradius 2R/3 und sein zentraler Bereich ein konzentrischer kreisartiger Bereich mit Außenradius R/3.
In einer Ausführung umfasst das Ermitteln von wenigstens zwei der Abständen ein Messen mithilfe desselben Messgeräts, vorzugsweise mittels Verschiebung und/oder Verdrehung des Messgeräts und Gießpakets relativ zueinander und/oder durch Abtasten, insbesondere Abrastern, der entsprechenden Stellen mithilfe des Messgeräts. Dadurch können in einer Ausführung zuverlässige(re) Messungen durchgeführt werden. In einer Ausführung wird zum Ermitteln von wenigstens zwei der Abstände, insbesondere nur oder auch, das Messgerät verstellt, insbesondere verschwenkt und/oder verschoben. Dadurch kann das Messgerät in einer Ausführung besonders vorteilhaft positioniert werden. Zusätzlich oder alternativ wird in einer Ausführung zum Ermitteln von wenigstens zwei der Abstände, insbesondere nur oder auch, das Gießpaket verstellt, insbesondere verschwenkt und/oder verschoben. Dadurch können Messgerät und Gießpaket in einer Ausführung besonders vorteilhaft relativ zueinander positioniert werden.
Zusätzlich oder alternativ umfasst das Ermitteln von wenigstens zwei der Abständen ein Messen von wenigstens einem der Abstände mithilfe eines (ersten) Messgeräts und ein, insbesondere simultanes oder nachfolgendes, Messen von wenigstens einem anderen der Abstände mithilfe eines (weiteren) Messgeräts, welches vorzugsweise von dem einen bzw. ersten Messgerät beabstandet ist. Dadurch können in einer Ausführung Messungen rasch(er) und/oder präzise(r) durchgeführt werden.
In einer Ausführung wird der erste Abstand und/oder der weitere Abstand bzw. einer oder mehrere der weiteren Abstände (jeweils) mithilfe eines, vorzugsweise desselben oder mehrerer, KonfokalsensorsAen gemessen. Entsprechend kann (wenigstens) ein hier genanntes Messgerät vorzugsweise (jeweils) einen Konfokalsensor aufweisen, insbesondere sein. Dadurch können in einer Ausführung Messungen rasch(er) und/oder präzise(r) durchgeführt werden.
In einer Ausführung umfasst das Ermitteln eines Abstandes, insbesondere des ersten Abstands und/oder des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände ein, vorzugsweise sensorisches, Messen, wobei das Messen in einer Weiterbildung ein optisches und/oder kontaktloses Messen und/oder ein Messen eines Abstandes zwischen einem Messgerät und einer, vorzugsweise hohlraumzugewandten, Oberfläche des ersten Gießpaketteils und eines Abstandes zwischen einem anderen Messgerät oder besonders bevorzugt diesem einem bzw. demselben Messgerät in derselben Pose und einer, vorzugsweise hohlraumzugewandten, Oberfläche des zweiten Gießpaketteils ist. Dadurch kann der Abstand in einer Ausführung besonders rasch, zuverlässig und/oder präzise gemessen werden. In einer Ausführung ist das erste Gießpaketteil zwischen dem Hohlraum und dem Messgerät zum Messen des Abstandes zwischen dem Messgerät und der Oberfläche des ersten Gießpaketteils angeordnet. Dies kann besonders vorteilhaft sein, wenn das erste Gießpaketteil ein Grundkörper ist, auf dem das ausgehärtete Gießharz eine Beschichtung bildet, da ein solcher Grundkörper mit einem optischen Messgerät gut durchblickt bzw. -strahlt werden kann, und/oder besonders vorteilhaft sein, wenn das zweite Gießpaketteil nicht bzw. nur teilweise transparent ist und zum Beispiel eine metallische Formschale ist.
In einer Ausführung ist das zweite Gießpaketteil zwischen dem Messgerät zum Messen des Abstandes zwischen dem Messgerät und der Oberfläche des ersten Gießpaketteils und dem Hohlraum angeordnet. Dies kann besonders vorteilhaft sein, wenn das zweite Gießpaketteil eine, vorzugsweise transparente, Formschale ist, da eine solche sehr dünn ausgebildet und dadurch mit einem Messgerät gut durchblickt bzw. -strahlt werden kann.
In einer Ausführung umfasst das Modifizieren des Gießpaktes eine Veränderung der Anordnung, insbesondere eines Abstands in Richtung einer optischen (Haupt)Achse der Linse, von erstem und zweitem Gießpaketteil zueinander, in einer bevorzugten Weiterbildung eine Veränderung eines für die(se) Anordnung von erstem und zweitem Gießpaketteil zueinander vorgegebenen ein- oder mehrdimensionalen Sollparameters und/oder auf Basis einer vorgegebenen Zuordnung (der Veränderung) zu dem ermittelten Spaltparameterwert, in einer Ausführung in tabellarischer Form, als Rechenvorschrift, mithilfe einer Datenbank oder dergleichen. Hierzu wird in einer Ausführung das Gießpaket wenigstens teilweise zerlegt und neu bereitgestellt, in einer Weiterbildung gegebenenfalls, sofern bereits vorhanden, die Abdichtung entfernt und nach Veränderung der Anordnung von erstem und zweitem Gießpaketteil zueinander eine neue Abdichtung angebracht bzw. die Abdichtung ausgetauscht bzw. die Abdichtung erst nach der (erfolgreichen) Modifikation ausgebildet bzw. angebracht, gegebenenfalls nach erneutem Prüfen des modifizierten Gießpakets, welches entsprechend in einer Ausführung bei wenigstens einem Ermitteln des ersten Abstands bzw. des bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände die Abdichtung noch nicht aufweist. Zusätzlich oder alternativ umfasst das Modifizieren des Gießpaktes in einer Ausführung einen Austausch des ersten Gießpaketteils und/oder des zweiten Gießpaketteils, insbesondere also auch ein Austausch des ganzen Gießpakets. Dadurch kann in einer Ausführung besonders einfach und/oder wirkungsvoll auf die Prüfung bzw. den ermittelten Spaltparameterwert reagiert werden.
In einer Weiterbildung wird für das modifizierte Gießpaket der Spaltparameterwert ermittelt, vorzugsweise in der gleichen Weise wie zuvor für das Gießpaket vor dem Modifizieren, das modifizierte Gießpaket auf Basis dieses (neu) ermittelten Spaltparameterwerts geprüft und das modifizierte Gießpaket erneut modifiziert, falls dieser (neu) ermittelte Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium (wieder) erfüllt, bevor gegebenenfalls die Abdichtung angebracht und/oder der Hohlraum des (gegebenenfalls mehrfach) modifizierten Gießpakets mit dem Gießharz befüllt wird. Mit anderen Worten kann das Modifizieren und (erneute) Prüfen ein- oder mehrfach wiederholt werden, bis der Spaltparameterwert des (gegebenenfalls mehrfach) modifizierten Gießpakets das Modifikationskriterium erfüllt. We an anderer Stelle ebenfalls erläutert, kann es auch zweckmäßig sein, zunächst den Spaltparameterwert des ohne Abdichtung bereitgestellten Gießpakets zu ermitteln, dieses gegebenenfalls ein- oder mehrfach, insbesondere auf Basis eines jeweils erneut ermittelten Spaltparameterwerts, zu modifizieren, dann die Abdichtung anzubringen und dann den Spaltparameterwert des nunmehr mit Abdichtung bereitgestellten Gießpakets zu ermitteln und dieses gegebenenfalls (erneut) ein- oder mehrfach, insbesondere auf Basis eines jeweils erneut ermittelten Spaltparameterwerts, zu modifizieren. Zusätzlich oder alternativ kann in einer Ausführung eine Fehlermeldung erfolgen, falls (auch) ein für ein modifiziertes Gießpaket ermittelter Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium erfüllt. Hierdurch kann in einer Ausführung die Qualität der hergestellten Linse(n) verbessert und/oder eine Nachbearbeitungs- und/oder eine Ausschussrate reduziert und damit Material und/oder Produktionszeit gespart werden.
In einer Ausführung wird der (jeweils) ermittelte Spaltparameterwert und/oder die Erfüllung des Modifikationskriteriums und/oder des nachfolgend beschriebenen Nachfolgermodifikationskriteriums signalisiert, in einer Weiterbildung visuell, vorzugsweise mittels eines Bildschirms, einer Kontrollleuchte oder dergleichen, und/oder an eine Bedienperson, die daraufhin gegebenenfalls das Modifizieren bzw. Aussortieren des Gießpakets veranlasst und/oder durchführt. In einer Ausführung umfasst das Verfahren zur Herstellung mehrerer Linsen die Schritte:
- Herstellen wenigstens einer ersten Linse nach einem hier beschriebenen Verfahren; und
- Herstellen wenigstens einer weiteren Linse, vorzugsweise ebenfalls nach einem hier beschriebenen Verfahren, wobei dieses Herstellen einer weiteren Linse (jeweils) umfasst:
- Bereitstellen eines weiteren Gießpakets, welches ein erstes Gießpaketteil und ein zweites Gießpaketteil aufweist, welches relativ zu diesem ersten Gießpaketteil derart gehaltert ist, dass zwischen diesem ersten und zweiten Gießpaketteil ein Hohlraum ausgebildet ist; und
- Befüllen dieses Hohlraums des weiteren Gießpakets, das hierzu vorzugsweise eine Abdichtung des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildeten Hohlraums aufweist, mit einem Gießharz; wobei ein vorgegebener ein- oder mehrdimensionaler Sollparameterwert für die Anordnung von diesem ersten und zweiten Gießpaketteil des wenigstens einen weiteren Gießpakets, in einer Ausführung auf Basis einer vorgegebenen Zuordnung zu dem für die wenigstens eine erste Linse ermittelten Spaltparameterwert, verändert wird, falls dieser für die wenigstens eine erste Linse ermittelte Spaltparameterwert ein vorgegebenes Nachfolgermodifikationskriterium erfüllt. Vorzugsweise gehören die erste(n) und weitere(n) Linse(n) zu demselben Produktionslos bzw. derselben Produktionscharge und/oder sind baugleich.
Dem liegt die Idee zugrunde, bei Erkennen einer Abweichung des Spaltparameterwerts bei der Prüfung wenigstens eines ersten Gießpakets bereits beim Bereitstellen des wenigstens einen weiteren Gießpakets hierauf entsprechend (kompensierend) zu reagieren. Entsprechend umfasst in einer Ausführung das Bereitstellen des weiteren Gießpakets bzw. der weiteren Gießpakete (jeweils) ein Anordnen der beiden Gießpaketteile relativ zueinander unter Berücksichtigung des veränderten Sollparameterwerts (für dieses Anordnen), in einer Ausführung mithilfe einer bzw. der Gießpaketzusammenbauvorrichtung und/oder wenigstens teilweise automatisiert und/oder wenigstens teilweise manuell. Somit kann das Bereitstellen des (jeweiligen) weiteren Gießpakets insbesondere dieses Anordnen der beiden Gießpaketteile relativ zueinander unter Berücksichtigung des veränderten Sollparameterwerts und/oder das Anbringen der Abdichtung umfassen, wobei das Anbringen der Abdichtung, wie bereits an anderer Stelle beschrieben, auch nach dem Ermitteln des ersten Abstands bzw. des bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände erfolgen kann.
Die Zuordnung zwischen dem für die erste(n) Linse(n) ermittelten Spaltparameterwert und dem veränderter Sollparameterwert für die weitere Linse kann insbesondere tabellarisch, als Rechenvorschrift, mithilfe einer Datenbank oder dergleichen und/oder derart vorgegeben sein, dass der Spaltparameterwert des weiteren Gießpakets voraussichtlich das Modifikationskriterium (bereits von vornherein) nicht erfüllt bzw. die Prüfung besteht.
Das Modifikationskriterium und das Nachfolgermodifikationskriterium können identisch sein, so dass bei Erfüllen des (Nachfolger)Modifikationskriteriums sowohl das aktuelle Gießpaket modifiziert als auch der Sollparameterwert für das wenigstens eine weitere Gießpaket verändert wird. In einer anderen Ausführung sind die beiden Kriterien unterschiedlich, vorzugsweise so vorgegeben, dass eine Menge von Spaltparameterwerten, die das Nachfolgermodifikationskriterium (bereits) erfüllen, das Modifikationskriterium (noch) nicht erfüllen bzw. das Modifikationskriterium nicht auch erfüllen, so dass zwar eine Veränderung des Sollparameterwerts für das weitere Gießpaket, nicht aber eine Modifikation des ersten Gießpakets veranlasst bzw. durchgeführt wird. Insbesondere kann das Nachfolgermodifikationskriterium derart vorgegeben sein, dass ein Spaltparameterwert dieses erfüllt, falls ein oder mehrere Abstände oder deren Abweichungen von vorgegebenen Sollwerten jeweils in einem vorgegebenen ersten Bereich liegen, und das Modifikationskriterium derart vorgegeben sein, dass ein Spaltparameterwert dieses erfüllt, falls ein oder mehrere Abstände oder deren Abweichungen von vorgegebenen Sollwerten jeweils in einem vorgegebenen größeren zweiten Bereich liegen, der vorzugsweise den ersten Bereich umfasst.
In einer Ausführung sind Sollwerte für Abstände und/oder für diese Abstände oder Abweichungen zwischen Sollwerten und Abständen vorgegebene (zulässige) Bereiche des Modifikationskriteriums und/oder des Nachfolgermodifikationskriteriums für verschiedene optische Werte und/oder Abmessungen, insbesondere Dicken, Durchmesser und/oder Krümmungen, der Linse, des Grundkörpers und/oder des ausgehärteten Gießharzes unterschiedlich vorgegeben. Dadurch kann jeweils besonders vorteilhaft komplexe(re)n Geometrien und/oder fertigungstechnischen und/oder optischen Randbedingungen Rechnung getragen werden.
Das Nachfolgermodifikationskriterium kann insbesondere auch umfassen, dass für zwei oder mehr erste Linsen ermittelte Spaltparameterwerte jeweils ein, vorzugsweise dasselbe, Nachfolgermodifikations-Teilkriterium erfüllen. Mit anderen Worten wird eine Veränderung des Sollparameterwerts für das bzw. die weitere(n) Gießpaket(e) (nur) dann veranlasst bzw. durchgeführt, wenn nicht nur beim Herstellen einer ersten Linse, sondern beim Herstellen einer vorgegebenen Mindestanzahl von ersten Linsen jeweils das Nachfolgermodifikations-Teilkriterium erfüllt ist. Dadurch kann eine Veränderung der Sollparameterwerte zuverlässiger durchgeführt werden.
Das Ermitteln des ersten Abstands und/oder des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände für das bzw. eines oder mehrere der Gießpakete und das hierauf basierende Prüfen erfolgt in einer Ausführung vor dem Befüllen mit Gießharz. Hierdurch kann insbesondere teures Gießharz gespart werden.
Das Ermitteln des ersten Abstands und/oder des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände für das bzw. eines oder mehrere der Gießpakete und das hierauf basierende Prüfen erfolgt in einer Ausführung nach dem Bereitstellen des Gießpakets, insbesondere der Anordnung der (jeweiligen) beiden Gießpaketteile relativ zueinander, und in einer Ausführung nach dem Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung und/oder, gegebenenfalls zusätzlich, vor dem Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung. Durch das Ermitteln nach dem Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung können insbesondere auch durch das Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung bewirkte Verschiebungen und/oder Verdrehungen der Gießpaketteile berücksichtigt werden, durch das Ermitteln vor dem Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung vorteilhaft frühzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen, insbesondere das entsprechende Gießpaket modifiziert bzw. aussortiert, werden.
Zusätzlich oder alternativ kann das Ermitteln des ersten Abstands und/oder des weiteren Abstands bzw. eines oder mehrerer der weiteren Abstände für das bzw. eines oder mehrere der Gießpakete und das hierauf basierende Prüfen in einer Ausführung beim Bereitstellen des Gießpakets, insbesondere (auch und/oder bereits) beim Anordnen der (jeweiligen) beiden Gießpaketteile relativ zueinander und/oder (auch und/oder bereits) vor und/oder beim Anordnen bzw. Ausbilden der (jeweiligen) Abdichtung erfolgen. Hierdurch können insbesondere Modifikationen (noch) frühzeitig(er) und damit einfach(er) durchgeführt werden.
Ein Spaltparameterwert, der in hier beschriebener Weise ermittelt wird bzw. worden ist, kann vorteilhafterweise zum Ermitteln eines Schrumpfs des Gießharzes, mit dem der Hohlraum befüllt wird bzw. worden ist, nach bzw. infolge des Aushärtens des Gießharzes verwendet werden. Dieser Schrumpf kann dann vorteilhaft bei der Dimensionierung weiterer Gießpakete, insbesondere deren Abstand zueinander bzw. des zwischen diesen gebildeten Hohlraums, berücksichtigt werden. Dies ist besonders bei polymerisierbaren Gießharzen zum Ausbilden einer zusätzlichen Schicht auf einem Grundkörper zum Ermitteln des Schrumpfs während der Polymerisation vorteilhaft. Auf diese Weise kann der Schrumpf berücksichtig werden, wodurch Linsen in verbesserter Weise, insbesondere mit reduziertem Materialeinsatz und daher vorteilhafterweise kostengünstig(er), herstellt werden können, da ohne Kenntnis des tatsächlichen Schrumpfs, insbesondere durch die Polymerisation, regelmäßig vorsorglich ein größerer Gießspalt als eigentlich erforderlich gewählt wird, um sicherzugehen, dass nach erfolgtem Aushärten bzw. Polymerisation eine ausreichend dicke Schicht ausgebildet wurde. Mit Kenntnis des Schrumpfs kann man die T oleranzgrenzen für den Gießspalt enger wählen und auf diese Weisen.
Entsprechend umfasst in einer Ausführung ein Verfahren zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets nach dem Ermitteln des Spaltparameterwertes, der in dieser Ausführung wenigstens einen, vorzugsweise kürzesten, Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil, insbesondere einander bzw. dem Hohlraum zugewandter Oberflächen der Gießpaketteile, an einer Stelle des Hohlraums, in einer Weiterbildung mehrere, vorzugsweise jeweils kürzeste, Abstände zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil, insbesondere einander bzw. dem Hohlraum zugewandter Oberflächen der Gießpaketteile, an verschiedenen Stellen des Hohlraums, angibt, die weiteren Schritte:
- Vergleichen einer ermittelten, vorzugsweise gemessenen, Wandstärke bzw. Dicke des ausgehärteten Gießharzes an der bzw. den Stelle(n) des Gießharzes, die der bzw. den Stelle(n) entspricht/entsprechend, an der der Abstand bzw. die Abstände zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ermittelt worden ist/sind; und
- Ermitteln eines, in einer Ausführung maximalen und/oder gemittelten, Schrumpf des Gießharzes aus der bzw. den Differenz(en) zwischen dem (jeweiligen) Abstand und der (jeweiligen) Wandstärke bzw. Dicke; wobei in einer Ausführung der solcherart ermittelte Schrumpf, gegebenenfalls unter Berücksichtigung entsprechender Toleranzen, bei der Dimensionierung weiterer Gießpakete, insbesondere deren Abstand zueinander bzw. des zwischen diesen gebildeten Hohlraums, berücksichtigt wird, in einer Weiterbildung der solcherart ermittelte Schrumpf einer Soll-Wandstärke bzw. Soll-Dicke des ausgehärteten Gießharzes hinzuaddiert und basierend hierauf ein Soll-Spaltmaß für den Hohlraum zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil des (jeweiligen) weiteren Gießpakets ermittelt wird. Ein Ermitteln bzw. Messen der Wandstärke bzw. Dicke kann insbesondere auch ein Messen einer Gesamtwandstärke bzw. -dicke eines Verbunds aus ausgehärtetem Gießharz und Gießpaketteilen und Abziehen einer ermittelten, vorzugsweise gemessenen, Wandstärke bzw. Dicke des bzw. der Gießpaketteile(s) umfassen und/oder einen Schritt des Verfahrens bilden.
Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist eine Anlage zum Messen eines Gießpakets (zur Herstellung einer Linse), in einer Weiterbildung eine Anlage zum Prüfen des Gießpakets, in einer Ausführung eine Anlage zur Herstellung einer oder mehrerer Linsen, insbesondere hard- und/oder software- bzw. programmtechnisch, zur Durchführung eines hier beschriebenen Verfahrens eingerichtet und weist eine Vorrichtung zum Ermitteln des ersten Abstands zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil des (jeweiligen) Gießpakets, gegebenenfalls auch des weiteren Abstands bzw. der weiteren Abstände, die in einer Ausführung das bzw. die Messgerät(e) umfasst, auf. Die Anlage weist in einer Ausführung Mittel, insbesondere Handhabungsmittel, zum Zuführen bzw. Bereitstellen des (jeweiligen) Gießpakets und/oder zum Weiter- bzw. Abtransport des gemessenen bzw. geprüften Gießpakets bzw. der hergestellten Linse auf. Die Anlage zur Herstellung weist in einer Ausführung eine Vorrichtung zum Befüllen des (jeweiligen) Hohlraums mit dem Gießharz sowie in einer Weiterbildung die Gießpaketzusammenbauvorrichtung auf.
In einer Ausführung werden ein oder mehrere, in einer Weiterbildung alle, Schritte des Verfahrens, insbesondere das Zuführen bzw. Bereitstellen des Gießpakets und/oder das Ermitteln des Spaltparameterwerts und/oder das Prüfen des Gießpakets und/oder das Befüllen des Hohlraums mit Gießharz und/oder das Modifizieren des Gießpakets und/oder das Verändern des Sollparameterwerts und/oder der Weiter- bzw. Abtransport des Gießpakets bzw. der Linse vollständig oder teilweise automatisiert durchgeführt, insbesondere durch die Anlage.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbeispielen. Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
Fig. 1 : eine Anlage zur Herstellung von Linsen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung, die eine Anlage zum Messen und Prüfen von Gießpaketen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung beinhaltet; und
Fig. 2: ein Verfahren zur Herstellung von Linsen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung, das ein Verfahren zum Messen und Prüfen von Gießpaketen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung beinhaltet.
Fig. 1 zeigt eine Anlage zur Herstellung von Linsen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung, die eine Anlage zum Messen und Prüfen von Gießpaketen nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung beinhaltet.
Die Anlage umfasst eine Zufuhr- und Gießpaketzusammenbauvorrichtung 1 , eine Vorrichtung zum Ermitteln von Abständen zwischen einem ersten Gießpaketteil 11 und einem zweiten Gießpaketteil 12 eines zu messenden bzw. prüfenden Gießpakets umfassend ein Messgerät in Form eines Konfokalsensors 21 , eine Halterung 22 für das Gießpaket und eine Verarbeitungs- und Anzeigevorrichtung 23, eine Vorrichtung 3 zum Befüllen eines zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil 11 , 12 ausgebildeten Hohlraums 14 mit einem Gießharz und eine Vorrichtung 4 zum Abtransport des Gießpakets.
In der Gießpaketzusammenbauvorrichtung 1 werden nacheinander Gießpakete bereitgestellt, die jeweils ein erstes Gießpaketteil 11 , ein zweites Gießpaketteil 12 und eine Abdichtung 13 des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil 11 , 12 ausgebildeten Hohlraums 14 aufweisen (Fig. 2: Schritt S10).
Bei und/oder nach dem Bereitstellen des jeweiligen Gießpakets, insbesondere bei und/oder nach dem Anordnen von dessen erstem und zweitem Gießpaketteil relativ zueinander und/oder vor, bei und/oder nach dem Anbringen bzw. Ausbilden der Abdichtung 13, wird (jeweils) mithilfe des Konfokalsensors 21 an vier Stellen im Randbereich und einer Stelle im zentralen Bereich des Gießpakets ein Abstand zwischen dem Konfokalsensor 21 und einer hohlraumzugewandten Oberfläche 11a des ersten Gießpaketteils und zugleich ein Abstand zwischen diesem Konfokalsensor 21 und einer hohlraumzugewandten Oberfläche 12a des zweiten Gießpaketteils gemessen, hieraus mithilfe der Verarbeitungs- und Anzeigevorrichtung 23, jeweils ein Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an der entsprechenden Stelle ermittelt (Fig. 2: Schritt S20) und geprüft (Fig. 2: Schritt S30), ob der jeweilige Abstand in einen zulässigen ersten Bereich liegt.
Ist dies für alle fünf Abstände des Gießpaktes der Fall (S30: „Y“), sind ein vorgegebenes Nachfolgermodifikationskriterium und ein vorgegebenes Modifikationskriterium beide nicht erfüllt bzw. ein Gießspalt zwischen den beiden Gießpaketteilen in Ordnung und der Hohlraum wird mit einem Gießharz befüllt (Fig. 2: Schritt S45).
Liegt wenigstens einer der Abstände nicht mehr in dem zulässigen ersten Bereich (S30: „N“), aber alle Abstände immer noch in einen (noch) zulässigen zweiten, größeren Bereich (S35: „Y“), ist zwar das Modifikationskriterium nicht erfüllt bzw. der Gießspalt zwischen den beiden Gießpaketteilen noch akzeptabel, aber das Nachfolgermodifikationskriterium ist erfüllt. Der Hohlraum wird daher ebenfalls mit Gießharz befüllt (Fig. 2: Schritt S45) und zusätzlich ein vorgegebener Sollparameterwert für weitere Gießpakete entsprechend kompensierend verändert (Fig. 2: Schritt S40). In einer Abwandlung erfolgt dies erst, wenn für eine gewisse Mindestanzahl größer eins jeweils wenigstens einer der Abstände nicht mehr in dem zulässigen ersten Bereich, aber immer noch in dem zulässigen zweiten Bereich liegt.
Liegt wenigstens einer der Abstände auch nicht mehr in dem zulässigen zweiten Bereich (S35: „N“), ist das vorgegebene Modifikationskriterium erfüllt bzw. der Gießspalt zwischen den beiden Gießpaketteilen nicht mehr akzeptabel und das aktuell geprüfte Gießpakete wird zunächst modifiziert (Fig. 2: Schritt S55) und dann erneut in vorstehend beschriebener Weise geprüft, bevor gegebenenfalls dann sein Hohlraum mit dem Gießharz befüllt wird (Fig. 2: Schritt S45). Zusätzlich kann auch hier der vorgegebene Sollparameterwert für weitere Gießpakete entsprechend kompensierend verändert werden (Fig. 2: Schritt S50). In einer nicht dargestellten Abwandlung erfolgt eine Fehlermeldung, falls auch ein bereits modifiziertes Gießpaket das Modifikationskriterium erfüllt.
Die Erfüllung des Modifikationskriteriums und/oder des Nachfolgermodifikationskriteriums wird mithilfe der Verarbeitungs- und Anzeigevorrichtung 23 signalisiert.
Im Ausführungsbeispiel sind Modifikationskriterium und Nachfolgermodifikationskriterium so vorgegeben, dass sie erfüllt sind, falls wenigstens einer der Abstände nicht mehr in einem entsprechend zulässigen vorgegebenen Bereich liegt. Hier sind diverse Abwandlungen möglich, beispielsweise können anstelle der Abstände Abweichungen der gemessenen Abstände von hierfür vorgegebenen Sollwerten verwendet werden, es kann ein Maximal- oder Mittelwert der Abstände bzw. Abweichungen verwendet werden oder dergleichen.
Gleichermaßen kann beispielsweise auch an mehr oder weniger Stellen gemessen werden, insbesondere auch nur an einer Stelle gemessen und dieser Abstand als Spaltparameterwert verwendet werden.
Zusätzlich oder alternativ kann in einer Abwandlung der Konfokalsensor 21 in die Gießpaketzusammenbauvorrichtung 1 integriert sein.
Nach dem Befüllen mit Gießharz kann in Schritt S45 ein Aushärten des Gießharzes und/oder ein Trennen des ausgehärteten Gießharzes von dem ersten und/oder zweiten Gießpaketteil erfolgen.
In der vorliegenden Offenbarung impliziert „weist ein X auf“ allgemein keine abschließende Aufzählung, sondern ist eine Kurzform von „weist wenigstens ein X auf“ und umfasst auch „weist zwei oder mehr X auf“ sowie „weist außer X auch Y auf“. Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden, sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist.
So können insbesondere ein oder mehrere weitere Sensoren, vorzugsweise Konfokalsensoren oder andere Sensoren, verwendet und/oder der Konfokalsensor 21 auch auf der in Fig. 1 unteren Seite des Gießpaktes bzw. zweiten Gießpaketteils 12 angeordnet sein, so dass das zweite Gießpaketteil 12 zwischen dem Hohlraum und dem Konfokalsensor 21 zum Messen des Abstandes zwischen dem Konfokalsensor 21 und der Oberfläche 11a des ersten Gießpaketteils 11 angeordnet wäre.
Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen ergibt.
Bezuqszeichenliste
1 Zufuhr- und Gießpaketzusammenbauvorrichtung
11 erstes Gießpaketteil
11a Oberfläche 12 zweites Gießpaketteil
12a Oberfläche
13 Abdichtung
14 Hohlraum
21 Konfokalsensor 22 Halterung
23 Verarbeitungs- und Anzeigevorrichtung
3 Vorrichtung zum Befüllen mit Gießharz
4 Vorrichtung zum Abtransport

Claims

Patentansprüche
1 . Verfahren zum Messen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, mit den Schritten:
- Bereitstellen (S10) des Gießpakets, welches
- ein erstes Gießpaketteil (11) und
- ein zweites Gießpaketteil (12) aufweist, welches relativ zu dem ersten Gießpaketteil derart gehaltert ist, dass zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ein Hohlraum (14) ausgebildet ist; und
- Ermitteln (S20) eines Spaltparameterwerts, wobei das Ermitteln des Spaltparameterwertes ein Ermitteln eines ersten Abstands zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an einer ersten Stelle des Hohlraums des bereitgestellten Gießpakets umfasst und der Spaltparameterwert von diesem ersten Abstand abhängt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das bereitgestellte Gießpaket beim Ermitteln des ersten Abstands eine Abdichtung (13) des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildeten Hohlraums (14) aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gießpaket eine Abdichtung (13) des zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil ausgebildeten Hohlraums (14) aufweist, welche nach dem Ermitteln des ersten Abstands ausgebildet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Ermitteln des Spaltparameterwerts ein Ermitteln wenigstens eines weiteren Abstands zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an einer weiteren Stelle des Hohlraums umfasst und der Spaltparameter auch von diesem weiteren Abstand abhängt; und/oder
- dass das Ermitteln eines Abstandes ein Messen umfasst, wobei das Messen ein optisches und/oder kontaktloses Messen und/oder ein Messen eines Abstandes zwischen einem Messgerät (21) und einer Oberfläche (11a) des ersten Gießpaketteils und eines Abstandes zwischen diesem oder einem anderen Messgerät und einer Oberfläche (12a) des zweiten Gießpaketteils ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gießpaketteil zwischen dem Hohlraum und dem Messgerät zum Messen des Abstandes zwischen dem Messgerät und der Oberfläche des ersten Gießpaketteils angeordnet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gießpaketteil zwischen dem Hohlraum und dem Messgerät zum Messen des Abstandes zwischen dem Messgerät und der Oberfläche des ersten Gießpaketteils angeordnet ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an einer Stelle in einem zentralen Bereich des Hohlraums und/oder wenigstens ein Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil an einer Stelle in einem Randbereich des Hohlraums ermittelt wird und/oder das Ermitteln von wenigstens zwei der Abständen ein Messen mithilfe desselben Messgeräts umfasst.
8. Verfahren zum Prüfen eines zur Herstellung einer Linse vorgesehenen Gießpakets, mit den Schritten:
- Messen des Gießpakets nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche; und
- Prüfen (S30, S35) des Gießpakets auf Basis des ermittelten Spaltparameterwerts.
9. Verfahren zur Herstellung wenigstens einer Linse, mit den Schritten:
- Prüfen eines Gießpakets nach einem Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch;
- Modifizieren (S55) des Gießpakets, falls der Spaltparameterwert ein vorgegebenes Modifikationskriterium erfüllt; und
- Befüllen (S45) des Hohlraums mit einem Gießharz; wobei die hergestellte Linse das ausgehärtete Gießharz aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgehärtete Gießharz von dem zweiten Gießpaketteil getrennt wird und die hergestellte Linse das mit dem ausgehärteten Gießharz verbundene erste Gießpaketteil aufweist.
11 . Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgehärtete Gießharz von dem ersten und zweiten Gießpaketteil getrennt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die hergestellte Linse das mit dem ausgehärteten Gießharz verbundene erste und zweite Gießpaketteil aufweist.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 - 12, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Modifizieren des Gießpaktes eine Veränderung der Anordnung von erstem und zweitem Gießpaketteil zueinander, insbesondere eines vorgegebenen Sollparameters hierfür und/oder auf Basis einer vorgegebenen Zuordnung zu dem ermittelten Spaltparameterwert, und/oder einen Austausch der Abdichtung und/oder des ersten Gießpaketteils und/oder des zweiten Gießpaketteils umfasst; und/oder
- dass für das modifizierte Gießpaket der Spaltparameterwert ermittelt, das modifizierte Gießpaket auf Basis dieses ermittelten Spaltparameterwerts geprüft und das modifizierte Gießpaket erneut modifiziert und/oder eine Fehlermeldung ausgegeben wird, falls dieser ermittelte Spaltparameterwert das vorgegebene Modifikationskriterium erfüllt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9-13, mit den Schritten:
- Herstellen wenigstens einer ersten Linse nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9-13; und
- Herstellen wenigstens einer weiteren Linse, das umfasst:
- Bereitstellen eines weiteren Gießpakets, welches ein erstes Gießpaketteil und ein zweites Gießpaketteil aufweist, welches relativ zu diesem ersten Gießpaketteil derart gehaltert ist, dass zwischen diesem ersten und zweiten Gießpaketteil ein Hohlraum ausgebildet ist; und
- Befüllen dieses Hohlraums mit einem Gießharz; wobei ein vorgegebener Sollparameterwert für die Anordnung von diesem ersten und zweiten Gießpaketteil des wenigstens einen weiteren Gießpakets, insbesondere auf Basis einer vorgegebenen Zuordnung zu dem für die wenigstens eine erste Linse ermittelten Spaltparameterwert, verändert wird, falls dieser für die wenigstens eine erste Linse ermittelte Spaltparameterwert ein vorgegebenes Nachfolgermodifikationskriterium erfüllt.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ermittelte Spaltparameterwert und/oder die Erfüllung des Modifikationskriteriums und/oder des Nachfolgermodifikationskriteriums signalisiert wird.
16. Anlage zum Messen eines Gießpakets zur Herstellung einer Linse, insbesondere zum Prüfen des Gießpakets, insbesondere zur Herstellung wenigstens einer Linse, wobei die Anlage zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche eingerichtet ist und eine Vorrichtung (21 , 23) zum Ermitteln des ersten Abstands zwischen dem ersten und zweiten Gießpaketteil (11 , 12) aufweist.
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