EP4750439A1 - Verbesserung der waschechtheit von mit oxidativen farbstoffen gefärbten keratinfasern durch versiegelung mit chitosan - Google Patents

Verbesserung der waschechtheit von mit oxidativen farbstoffen gefärbten keratinfasern durch versiegelung mit chitosan

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EP4750439A1
EP4750439A1 EP24731858.7A EP24731858A EP4750439A1 EP 4750439 A1 EP4750439 A1 EP 4750439A1 EP 24731858 A EP24731858 A EP 24731858A EP 4750439 A1 EP4750439 A1 EP 4750439A1
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EP
European Patent Office
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treatment agent
keratin fibers
agent
amino
chitosan
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Pending
Application number
EP24731858.7A
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Sabrina SEIFERT
Torsten LECHNER
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Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Publication date
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Abstract

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte: - Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches (F-1) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und (F-2) mindestens ein Oxidationsmittel, bevorzugt Wasserstoffperoxid, enthält, und - Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches (N-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.

Description

Verbesserung der Waschechtheit von mit oxidativen Farbstoffen gefärbten Keratinfasern durch Versiegelung mit Chitosan
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein kosmetisches Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die Anwendung eines Färbemittels, welches mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und ein Oxidationsmittel enthält, und die Anwendung eines Nachbehandlungsmittels, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
Ein zweiter Gegenstand ist ein Verfahren zur Verbesserung der Waschechtheit von gefärbten keratinischen Fasern, welche durch Anwendung eines Färbemittels enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und ein Oxidationsmittel gefärbt wurden, wobei ein Nachbehandlungsmittel auf den gefärbten keratinischen Fasern angewendet wird, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
Ein dritter Gegenstand ist die Verwendung des Nachbehandlungsmittels (N) zur Verbesserung der Waschechtheit von keratinischen Fasern, die mit einem Färbemittel enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und ein Oxidationsmittel gefärbt wurden.
Die Veränderung von Form und Farbe von keratinischem Material, insbesondere von menschlichen Haaren, stellt einen wichtigen Bereich der modernen Kosmetik dar. Zur Veränderung der Haarfarbe kennt der Fachmann je nach Anforderung an die Färbung diverse Färbesysteme. Für permanente, intensive Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften und guter Grauabdeckung werden üblicherweise Oxidationsfärbemittel verwendet. Solche Färbemittel enthalten Oxidationsfarbstoffvorprodukte, sogenannte Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten, die unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln wie beispielsweise Wasserstoffperoxid untereinander die eigentlichen Farbstoffe ausbilden. Oxidationsfärbemittel, vor allem Naturnuancen, zeichnen sich durch sehr langanhaltende Färbeergebnisse aus.
Doch trotz der großen Anzahl der bereits durchgeführten Optimierungsversuche besteht bei den Echtheitseigenschaften von oxidativ gefärbten Keratinfasern - insbesondere wenn diese in einer Modenuance im Rot- oder Rotbraun-Bereich gefärbt wurden - immer noch Verbesserungsbedarf. Vor allem die Waschechtheiten von Rot-, Kupfer- und Rotbraun-Nuancen können noch nicht als optimal eingestuft werden. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war daher die Bereitstellung von oxidativen Färbemitteln mit verbesserten Waschechtheiten. Insbesondere die Waschechtheit der mit oxidativen Färbemitteln erzeugten Rot-, Kupfer- und Rotbraun-Nuancen sollte verbessert werden.
Überraschenderweise hat sich nun herausgestellt, dass diese Aufgabe gelöst werden kann, wenn zur Färbung der keratinischen Fasern zunächst ein konventionelles, auf oxidativen Farbstoffen basierendes Färbemittel (F) angewendet wird und dann in einem Folgeschritt ein Nachbehandlungsmittel appliziert wird, dass mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:
- Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches
(F-1) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und
(F-2) mindestens ein Oxidationsmittel, bevorzugt Wasserstoffperoxid, enthält, und - Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches (N-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
Haare, die über das o.g. Verfahren gefärbt wurden, zeichneten sich durch ein intensives Farbergebnis mit verbesserter Waschechtheit aus. Zudem waren die so gefärbten Haare sehr gleichmäßig gefärbt und besaßen einen schönen, natürlichen Glanz, ohne sich fettig oder belegt anzufühlen.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt vor allem auch darin, dass der Anwender sein gewohntes Färbemittel in der bevorzugten Nuance weiterverwenden und durch Anwendung des Nachbehandlungsmittels dessen Waschechtheit verbessern kann. Insbesondere wenn das Nachbehandlungsmittel im Rahmen der üblichen Haarwäsche nach der Shampoonierung appliziert wird, kann der Anwender den Zeitraum bis zur nächsten Haarfärbung hinaus zögern. So erhält der Anwender die Möglichkeit, mit einer sehr schnellen, einfachen und komfortablen Anwendung die Haltbarkeit des Färbemittels zu verbessern, und er muss die Haare in Summe auch weniger oft färben. Da die im Nachbehandlungsmittel enthaltenen Chitosane bzw. die Chitosanderivate zudem natürlichen Ursprungs und biologisch abbaubar sind, stellt diese Form der Nachbehandlung eine sehr nachhaltige und umweltschonende Möglichkeit dar, die Menge an verbrauchten oxidativen Farbstoffen so gering wie möglich zu halten.
Im Rahmen einer Ausführungsform kann der Anmelder daher entweder ein sukzessives Färbeverfahren vornehmen, bei dem er die Keratinfasern mit dem oxidativen Färbemittel (F) färbt und diese dann, bevorzugt nachdem das Färbemittel (F) ausgespült wurde, mit dem Nachbehandlungsmittel (N) behandelt. Im Rahmen dieser Ausführungsform werden dem Anwender das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) bevorzugt gemeinsam in einer Umverpackung zur Verfügung stellt.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform kann der Anwender auch seine bereits gefärbten Keratinfasern mit dem Nachbehandlungsmittel behandeln. Bei dieser Form der Anwendung kann das Färbemittel ein übliches, kommerziell erworbenes oxidatives Färbemittel sein, und die Nachbehandlung kann, muss aber nicht zwingend direkt im Anschluss an die oxidative Färbung erfolgen. Innerhalb dieser Ausführungsform kann das Nachbehandlungsmittel mit entsprechender Gebrauchsanweisung auch als separates Produkt zur Verfügung gestellt werden.
Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Verbesserung der Waschechtheit von gefärbten keratinischen Fasern, welche durch Anwendung eines Färbemittels (F) enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) und mindestens ein Oxidationsmittel (F-2), bevorzugt Wasserstoffperoxid, gefärbt wurden, wobei ein Nachbehandlungsmittel (N) auf den gefärbten keratinischen Fasern angewendet wird, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) enthält.
Im Rahmen dieser Ausführungsform kann das Nachbehandlungsmittel beispielsweise in Form eines Shampoos konfektioniert werden, das bevorzugt regelmäßig zur Wäsche der gefärbten Keratinfasern verwendet wird, oder aber das Nachbehandlungsmittel wird, beispielsweise in Form eines Sprays, nach der Haarwäsche auf die gefärbten und gewaschenen Keratinfasern appliziert.
Keratinische Fasern
Unter keratinischen Fasern sind Haare, Wolle und Pelze zu verstehen. Ganz besonders bevorzugt wird unter keratinischen Fasern menschliche Haare verstanden.
Unter gefärbten keratinischen Fasern oder Haaren sind im Rahmen dieser Erfindung Keratinfasern zu verstehen, die zuvor mit einem oxidativen Färbemittel gefärbt wurden, welches mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und mindestens ein Oxidationsmittel enthält. Gefärbt bedeutet hierbei, dass die durch die Farbstoffe hervorgerufene Färbung noch sichtbar sein muss. Die durch die Farbstoffe erzeugte Färbung kann somit zwar - beispielsweise durch bereits erfolgte Haarwäschen - abgeschwächt sein, wird vom Anwender aber immer noch im Vergleich zum Farbton der Haare vor der Färbung als Farbverschiebung wahrgenommen. Die Farbverschiebung kann beispielsweise durch farbmetrische Vermessung der Keratinfasern oder Haare (Messung der Lab-Werte) vor und nach der Färbung (bzw. der Färbung und Wäsche) quantifiziert werden.
Färbemittel (F)
Vor der Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) werden die keratinischen Fasern, bevorzugt die menschlichen Haare, mit einem Färbemittel (F) gefärbt. Die Anwendung des Färbemittels (F) kann auf angefeuchteten oder trockenen keratinischen Fasern erfolgen. Die Anwendung oder Applikation kann zum Beispiel unter Zuhilfenahme eines Pinsels, einer Bürste oder eine Tülle erfolgen, oder der Anwender kann hierfür seine behandschuhte Hand zu Hilfe nehmen. Nach einer Einwirkzeit von 5 bis 60 Minuten, bevorzugt 10 bis 45 Minuten, kann das Färbemittel mit Wasser oder mit Wasser unter Zuhilfenahme eines Shampoos ausgespült werden. Bevorzugt wird das Färbemittel (F) ausgespült, bevor das Nachbehandlungsmittel (N) angewendet wird.
Unter dem oxidativen Färbemittel (F) ist das anwendungsbereite Färbemittel zu verstehen, das sowohl das oder die Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) und das Oxidationsmittel (F-2) enthält, bevorzugt auf einen alkalischen pH-Wert eingestellt ist und so in der Form, in der es vorliegt, auf die keratinischen Fasern appliziert werden kann.
Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) im Färbemittel
Das Färbemittel (F) enthält mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1). Unter die Oxidationsfarbstoffvorprodukte fallen Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Entwickler-Typ und vom Kuppler-Typ.
Gut geeignete Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Entwickler-Typ sind dabei ausgewählt aus mindestens einer Verbindung aus der Gruppe p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-(2-Hydroxy- ethyl)-p-phenylendiamin (alternativ auch als 2-(2,5-Diaminophenyl)ethanol bezeichnet), 2-(1 ,2- Dihydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Methoxymethyl- p-phenylendiamin, N-(4-Amino-3-methylphenyl)-N-[3-(1 H-imidazol-1-yl)propyl]amin, N,N'-Bis-(2- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)-1 ,3-diamino-propan-2-ol, Bis-(2-hydroxy-5-aminophenyl)- methan, 1 ,3-Bis-(2,5-diaminophenoxy)propan-2-ol, N,N’-Bis-(4-aminophenyl)-1 ,4-diazacycloheptan, 1 ,10-Bis-(2,5-diaminophenyl)-1 ,4,7,10-tetraoxadecan, p-Aminophenol, 4-Amino-3-methylphenol, 4- Amino-2-aminomethylphenol, 4-Amino-2-(1 ,2-dihydroxyethyl)phenol, 4-Amino-2-(diethylamino- methyl)phenol, 4,5-Diamino-1-(2-hydroxyethyl)pyrazol, 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, 4-Hydroxy- 2,5,6-triaminopyrimidin, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2,3-Diamino-6,7-dihydro-1 H,5H- pyrazolo[1 ,2-a]pyrazol-1-on sowie deren physiologisch verträglichen Salzen.
Als besonders gut zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung haben sich die Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) vom Entwicklertyp herausgestellt, die ausgewählt sind aus der Gruppe aus p-Toluylendiamin, 2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin, (2-Hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, p-Phenylendiamin, 4-Amino-3-methyl- phenol, p-Aminophenol, 4,5-Diamino-1-(2-hydroxyethyl)pyrazol und deren physiologisch verträglichen Salzen. Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F)) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) vom Entwicklertyp enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe aus p-Toluylen- diamin, 2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin, (2-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(2- hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, p-Phenylendiamin, 4-Amino-3-methylphenol, p-Aminophenol, 4,5- Diamino-1-(2-hydroxyethyl)pyrazol, 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin und deren physiologisch verträglichen Salzen.
Physiologisch verträgliche Salze sind die profanierten Oxidationsfarbstoffe, die zur Wahrung ihrer Elektroneutralität ein physiologisch verträgliches Gegenion besitzen. Als physiologisch verträgliche Gegenionen kommen beispielsweise Halogenidionen, Sulfationen, Hydrogensulfationen, Phosphationen, Methosulfat-ionen sowie organische Ionen wie Lactat-, Citrat-, Tartrat- und Acetationen in Betracht. Bevorzugt sind Halogenidionen, insbesondere Chlorid und Sulfat.
Besonders geeignete Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Kuppler-Typ sind ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird aus 3-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, 3-Amino-2-chlor-6-methyl- phenol, 2-Hydroxy-4-aminophenoxyethanol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-(2-Hydroxyethyl)- amino-2-methylphenol, 2,4-Dichlor-3-aminophenol, 2-Aminophenol, 3-Phenylendiamin, 2-(2,4- Diaminophenoxy)ethanol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan, 1-Methoxy-2-amino-4-(2- hydroxyethylamino)benzol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan, 2,6-Bis(2'-hydroxyethylamino)-1- methylbenzol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol, 2-({3-[(2- Hydroxyethyl)amino]-2-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4,5- dimethylphenyl}amino)ethanol, 2-[3-Morpholin-4-ylphenyl)amino]ethanol, 3-Amino-4-(2-methoxy- ethoxy)-5-methylphenylamin, 1-Amino-3-bis-(2-hydroxyethyl)aminobenzol, Resorcin, 2- Methylresorcin, 4-Chlorresorcin, 1 ,2,4-Trihydroxybenzol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 3-Amino-2- methylamino-6-methoxypyridin, 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 3,5-Diamino-2,6- dimethoxypyridin, 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on, 1-Naphthol, 1 ,5-Dihydroxynaphthalin, 2,7- Dihydroxynaphthalin, 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 1 ,8-Dihydroxynaphthalin, 4-Hydroxyindol, 6- Hydroxyindol, 7-Hydroxyindol, 4-Hydroxyindolin, 6-Hydroxyindolin, 7-Hydroxyindolin oder Gemischen dieser Verbindungen oder deren physiologisch verträglichen Salzen.
Im Rahmen einerweiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) vom Kupplertyp enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe aus 3-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, 3-Amino-2-chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy-4-amino- phenoxyethanol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-(2-Hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 2,4- Dichlor-3-aminophenol, 2-Aminophenol, 3-Phenylendiamin, Resorcin, 2-Methylresorcin, 4- Chlorresorcin, 2-(2,4-Diamino-phenoxy)ethanol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan, 1-Methoxy-2- amino-4-(2-hydroxyethylamino)benzol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan, 2,6-Bis(2'-hydroxyethyl- amino)-1 -methylbenzol, 1-Amino-3-bis-(2-hydroxyethyl)aminobenzol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 3- Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin, 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 3,5-Diamino-2,6- dimethoxypyridin, 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on, 1-Naphthol, 1 ,5-Dihydroxynaphthalin, 2,7- Dihydroxynaphthalin, 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 1 ,8-Dihydroxynaphthalin, 4-Hydroxyindol, 6- Hydroxyindol, 7-Hydroxyindol, 4-Hydroxy-indolin, 6-Hydroxyindolin, 7-Hydroxyindolin und deren physiologisch verträglichen Salzen.
Weiterhin besonders bevorzugt ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:
- Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches enthält:
(F-11) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt vom Entwicklertyp , das ausgewählt ist aus der Gruppe aus p-Toluylendiamin, 2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin, (2-Hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, p-Phenylendiamin, 4-Amino-3-methyl- phenol, p-Aminophenol, 4,5-Diamino-1-(2-hydroxyethyl)pyrazol und deren physiologisch verträglichen Salzen, und
(F-12) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt vom Kupplertyp, das ausgewählt ist aus der Gruppe aus 3-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, 3-Amino-2-chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy- 4-aminophenoxyethanol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-(2-Hydroxyethyl)-amino-2-methyl- phenol, 2,4-Dichlor-3-aminophenol, 2-Aminophenol, 3-Phenylendiamin, Resorcin, 2-Methylresorcin, 4-Chlorresorcin, 2-(2,4-Diamino-phenoxy)ethanol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan, 1-Methoxy- 2-amino-4-(2-hydroxyethylamino)benzol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan, 2,6-Bis(2'-hydroxy- ethylamino)-1 -methylbenzol, 1-Amino-3-bis-(2-hydroxyethyl)aminobenzol, 2-Amino-3-hydroxy- pyridin, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin, 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 3,5-Diamino- 2,6-dimethoxypyridin, 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on, 1-Naphthol, 1 ,5-Dihydroxynaphthalin, 2,7- Dihydroxynaphthalin, 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 1 ,8-Dihydroxynaphthalin, 4-Hydroxyindol, 6- Hydroxyindol, 7-Hydroxyindol, 4-Hydroxy-indolin, 6-Hydroxyindolin, 7-Hydroxyindolin und deren physiologisch verträglichen Salzen, und (F-2) Wasserstoffperoxid, und
- Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) enthält.
Die Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) (bzw. (F-11) und (F-12)) werden im Färbemittel bevorzugt in bestimmten Mengenbereichen eingesetzt. Bevorzugt enthält das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - ein oder mehrere Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-%. Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - ein oder mehrere Oxidationsfarbstoffvorprodukte (F-1) in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% enthält.
Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - ein oder mehrere Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Entwicklertyp (F-11) und/oder vom Kupplertyp (F-12) in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% enthält.
Oxidationsmittel (F-2) im Färbemittel
Das oxidative Färbemittel (F) enthält mindestens ein Oxidationsmittel (F-2). Bevorzugt wird als Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid und/oder eines seiner festen Anlagerungsprodukte an organische oder anorganische Verbindungen verwendet. Beispiele für solche Anlagerungsprodukte sind an Anlagerungsprodukte an Harnstoff, Melamin sowie Natriumborat.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird Wasserstoffperoxid selbst als wässrige Lösung verwendet. Die Konzentration einer Wasserstoffperoxid-Lösung im erfindungsgemäßen Mittel wird einerseits von den gesetzlichen Vorgaben und andererseits von dem gewünschten Effekt bestimmt; vorzugsweise werden 6 bis 12 Gew.-%ige Lösungen in Wasser verwendet.
Erfindungsgemäß bevorzugte oxidative Färbemittel (F) enthalten das Oxidationsmittel (F-2), insbesondere Wasserstoffperoxid, in einer Menge von 0,1 bis 20 Gew.-% bevorzugt 1 bis 12,5 Gew.- %, weiter bevorzugt 2,5 bis 10 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 3,0 bis 8,0 Gew.-% - bezogen auf das Gesamtgewicht des oxidativen Färbemittels.
Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - 0,1 bis 20 Gew.-% bevorzugt 1 bis 12,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 2,5 bis 10 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 3,0 bis 8,0 Gew.-% Wasserstoff-peroxid enthält.
Direktziehende Farbstoffe im Färbemittel (F) Als weiteren optionalen Bestandteil können die in den erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Färbemittel (F) zusätzlich auch mndestens einen direktziehenden Farbstoff enthalten. Hierbei handelt sich um Farbstoffe, die direkt auf das Haar aufziehen und keinen oxidativen Prozess zur Ausbildung der Farbe benötigen. Direktziehende Farbstoffe sind üblicherweise Nitrophenylendiamine, Nitroamino-phenole, Azofarbstoffe, Anthrachinone, Triarylmethanfarbstoffe oder Indophenole.
Die direktziehenden Farbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung besitzen eine Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 0,5 g/L und sind daher nicht als Pigmente anzusehen. Bevorzugt besitzen die direktziehenden Farbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 1 ,0 g/L.
Die Wasserlöslichkeit der direktziehenden Farbstoffe kann beispielsweise auf dem folgenden Weg bestimmt werden. 0,1 g des direktziehenden Farbstoffes werden in ein Becherglas gegeben. Es wird ein Rührfisch hinzugegeben. Dann werden 100 ml Wasser hinzugefügt. Diese Mischung wird auf einem Magnetrührer unter Rühren auf 25 °C erwärmt. Es wird für 60 Minuten gerührt. Danach wird die wässrige Mischung visuell beurteilt. Sind noch ungelöste Reste vorhanden, wird die Wassermenge - beispielsweise in Schritten von 10 ml - erhöht. Es wird solange Wasser zugegeben, bis sich die eingesetzte Farbstoffmenge komplett gelöst hat. Sofern sich die Farbstoff-Wasser- Mischung aufgrund der hohen Intensität des Farbstoffes nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Farbstoffen zurück, wird der Löslichkeitsversuch mit einer höheren Wassermenge wiederholt. Lösen sich 0,1 g des anionischen direktziehenden Farbstoffes bei 25 °C in 100 ml Wasser, so liegt die Löslichkeit des Farbstoffes bei 1 ,0 g/L.
Direktziehende Farbstoffe können in kationische, anionische und nichtionische direktziehende Farbstoffe unterteilt werden. Bei Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren konnten insbesondere mit nichtionischen und kationischen Farbstoffen (F-1) gute Farbergebnisse mit herausragenden Echtheitseigenschaften erzielt werden. Die stärkste Verbesserung der Waschechtheit konnte beobachtet werden, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) auf Haare aufgetragen wurde, die zuvor mit mindestens einem nichtionischen direktziehenden Farbstoff gefärbt wurden. Daher ist es ganz besonders bevorzugt, wenn das Färbemittel (F) zusätzlich mindestens einen nichtionischen direktziehenden Farbstoff enthält.
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) zusätzlich mindestens einen direktziehenden Farbstoff, bevorzugt mindestens einen nichtionischen direktziehenden Farbstoff, enthält. Als nichtionische direktziehende Farbstoffe eignen sich zum Beispiel nichtionische Nitro- und Chinonfarbstoffe und neutrale Azofarbstoffe. Besonders gut geeignete nichtionische direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsnamen HC Yellow 2, HC Yellow 4, HC Yellow 5, HC Yellow 6, HC Yellow 12, HC Orange 1 , Disperse Orange 3, HC Red 1 , HC Red 3, HC Red 10, HC Red 11 , HC Red 13, HC Red BN, HC Blue 2, HC Blue 11 , HC Blue 12, Disperse Blue 3, HC Violet 1 , Disperse Violet 1 , Disperse Violet 4, Disperse Black 9 bekannten Verbindungen, sowie 1 ,4-Diamino-2-nitrobenzol, 2-Amino-4-nitrophenol, 1 ,4-Bis-(2-hydroxyethyl)- amino-2-nitrobenzol, 3-Nitro-4-(2-hydroxyethyl)-aminophenol, 2-(2-Hydroxyethyl)amino-4,6-dinitro- phenol, 4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-1 -methylbenzol, 1-Amino-4-(2-hydroxyethyl)-amino-5- chlor-2-nitrobenzol, 4-Amino-3-nitrophenol, 1-(2'-Ureidoethyl)amino-4-nitrobenzol, 2-[(4-Amino-2- nitrophenyl)amino]-benzoesäure, 6-Nitro-1 ,2,3,4-tetrahydrochinoxalin, 2-Hydroxy-1 ,4-naphtho- chinon, Pikraminsäure und deren Salze, 2-Amino-6-chloro-4-nitrophenol, 4-Ethylamino-3-nitro- benzoesäure und 2-Chlor-6-ethylamino-4-nitrophenol.
Geeignete kationische direktziehende Farbstoffe sind HC Blue 16, Basic Blue 7, Basic Blue 26, Basic Violet 2 und Basic Violet 14, Basic Yellow 57, Basic Red 76, Basic Blue 16, Basic Blue 347 (Cationic Blue 347 / Dystar), HC Blue No. 16, Basic Blue 99, Basic Brown 16, Basic Brown 17, Yellow 87, Basic Orange 31 und Basic Red 51 .
Geeignete anionische direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsnamen Bromphenolblau, Tetrabromphenolblau, Acid Yellow 1 , Yellow 10, Acid Yellow 23, Acid Yellow 36, Acid Orange 7, Acid Red 33, Acid Red 52, Pigment Red 57:1 , Acid Blue 7, Acid Green 50, Acid Violet 43, Acid Black 1 und Acid Black 52 bekannten Verbindungen.
Der oder die direktziehenden Farbstoffe können je nach erwünschter Farbintensität in verschiedenen Mengen im Färbemittel (F) eingesetzt werden. Besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% enthielt.
In einer weiteren Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe (F-1) in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 1 ,5 Gew.-% enthält. weitere Inhaltsstoffe im Färbemittel (F) Zusätzlich zu dem oder den direktziehenden Farbstoffen (F-1) kann das Färbemittel (F) optional auch noch weitere Inhaltsstoffe enthalten.
Färbe- und Aufhellprozesse auf Keratinfasern laufen üblicherweise im alkalischen Milieu ab. Um die Keratinfasern und auch die Haut so weit wie möglich zu schonen, ist die Einstellung eines zu hohen pH-Wertes jedoch nicht wünschenswert. Daher ist es bevorzugt, wenn der pH-Wert des anwendungsbereiten Mittels zwischen 6 und 12, insbesondere zwischen 7 und 10,5, liegt. Bei den pH- Werten im Sinne der vorliegenden Erfindung handelt es sich um pH-Werte, die bei einer Temperatur von 22 °C gemessen wurden.
Erfindungsgemäß einsetzbare, organische Alkalisierungsmittel werden bevorzugt ausgewählt aus Alkanolaminen aus primären, sekundären oder tertiären Aminen mit einem C2-C6-Alkylgrundkörper, der mindestens eine Hydroxylgruppe trägt. Besonders bevorzugte Alkanolamine werden ausgewählt aus der Gruppe 2-Aminoethan-1-ol (Monoethanolamin), 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2- methyl-propan-1 ,3-diol und Triethanolamin. Es hat sich aber im Rahmen der Untersuchungen zur vorliegenden Erfindung herausgestellt, dass weiterhin erfindungsgemäß bevorzugte Mittel dadurch gekennzeichnet sind, dass sie zusätzlich ein anorganisches Alkalisierungsmittel enthalten. Das erfindungsgemäße, anorganische Alkalisierungsmittel wird bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird aus Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid, Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Natriumsilicat, Kaliumsilicat, Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat. Ganz besonders bevorzugt sind Natriumhydroxid und/oder Kaliumhydroxid. Die als erfindungsgemäßes Alkalisierungsmittel einsetzbaren basischen Aminosäuren werden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird aus L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin, L-Lysin, D-Lysin, D/L-Lysin, besonders bevorzugt L-Arginin, D-Arginin, D/L-Arginin als ein Alkalisierungsmittel im Sinne der Erfindung eingesetzt. Schließlich ist ein weiteres bevorzugtes Alkalisierungsmittel Ammoniak.
Ferner kann das Färbemittel (F) auch noch weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, wie beispielsweise kationische, nichtionische, amphotere, zwitterionische und/oder anionische Tenside, verdickende Polymere, filmbildende Polymere, Strukturanten wie Glucose, Maleinsäure und Milchsäure, haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Lecitin und Kephaline; Parfümöle, Dimethylisosorbid und Cyclodextrine; faserstrukturverbessernde Wirkstoffe, insbesondere Mono-, Di- und Oligosaccharide wie beispielsweise Glucose, Galactose, Fructose, Fruchtzucker und Lactose; Farbstoffe zum Anfärben des Mittels; Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine, Zink Omadine und Climbazol; Aminosäuren und Oligopeptide; Proteinhydrolysate auf tierischer und/oder pflanzlicher Basis, sowie in Form ihrer Fettsäure-Kondensationsprodukte oder gegebenenfalls anionisch oder kationisch modifizierten Derivate; Lichtschutzmittel und UV-Blocker; Wirkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Pantolacton, Allantoin, Pyrrolidinon- carbonsäuren und deren Salze sowie Bisabolol; Polyphenole, insbesondere Hydroxyzimtsäuren, 6,7-Dihydroxycumarine, Hydroxybenzoesäuren, Catechine, Tannine, Leukoanthocyanidine, Anthocyanidine, Flavanone, Flavone und Flavonole; Ceramide oder Pseudoceramide; Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen; Pflanzenextrakte; Fette und Wachse wie Fettalkohole, Bienenwachs, Montanwachs und Paraffine; Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbonate, Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate; Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere; Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3- distearat; sowie Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft.
Die Auswahl dieser weiteren Stoffe wird der Fachmann gemäß der gewünschten Eigenschaften der Mittel treffen. Bezüglich weiterer fakultativer Komponenten sowie der eingesetzten Mengen dieser Komponenten wird ausdrücklich auf die dem Fachmann bekannten einschlägigen Handbücher verwiesen. Die zusätzlichen Wirk- und Hilfsstoffe werden in den erfindungsgemäßen Zubereitungen bevorzugt in Mengen von jeweils 0,0001 bis 25 Gew.-%, insbesondere von 0,0005 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Mittels, eingesetzt.
Mittel zur Nachbehandlung
Im Anschluss an die Anwendung des oxidativen Färbemittels (F) wird das Nachbehandlungsmittel (N) auf den keratinischen Fasern angewendet. Das Nachbehandlungsmittel (N) enthält mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1), das sich in Form eines gleichmäßigen und glatten Films um die Oberfläche der gefärbten Keratinfasern legt und auf diese Weise das Auswaschen der im Rahmen des oxidativen Färbeprozesses gebildeten Farbstoffe verhindert.
Das Nachbehandlungsmittel (N) kann zum Beispiel auf die vom Auswaschen des Färbemittels (F) noch feuchten oder aber auf die getrockneten keratinischen Fasern aufgetragen werden. Zudem ist es auch möglich, das Nachbehandlungsmittel (N) nach dem Waschen der gefärbten keratinischen Fasern auf noch feuchte oder auf getrocknete keratinische Fasern aufzutragen.
Chitosane (N-1) im Nachbehandlunqsmittel (N)
Als wesentlichen Bestandteil enthält das im erfindungsgemäßen Verfahren angewendete Nachbehandlungsmittel mindestens ein Chitosan oder ein Derivat des Chitosans (N-1).
Chitosan, das auch als Poliglusam oder Poly-D-Glucosamin oder Polyglucosamin bezeichnet werden kann, ist ein natürlich vorkommendes Biopolymer, das sich vom - aus ß-1 ,4-glycosidisch verknüpften N-Acetylglucosaminresten (genau 2-Acetamido-2-desoxy-ß-D-glucopyranose-Resten) zusammen gesetzten - Chitin ableitet und damit wie dieses ein Polyaminosaccharid ist. Zur Herstellung von Chitosan wird Chitin deacetyliert, so dass das Molekül schließlich nur noch aus beispielsweise etwa 2000 linear miteinander verbundenen 2-Amino-2-desoxy-ß-D-glucopyranose- bzw. Glucosamin-Monomeren besteht. Chitosan trägt die CAS-Nummer 9012-76-4. Zur Herstellung von Chitosan geht man vorzugsweise von dem in den Schalentieren oder Krustentieren enthaltenen Chitin aus. Das Chitosan wird technisch aus Chitin durch Deacetylierung gewonnen. Dies kann zum Beispiel durch (heiße) Natronlauge oder enzymatisch erfolgen. Beide Prozesse werden technisch genutzt, mengenmäßig steht die alkalische Prozedur eindeutig im Vordergrund. Der Grad der resultierenden Deacetylierung kann erheblich variieren: Die Deacetylierung kann vollständig oder teilweise erfolgen, woraus eine Verteilung stark deacetylierter neben wenig deacetylierten Bereichen oder eine homogene Deacetylierungsverteilung resultieren kann. Gleichzeitig kann aufgrund dieses chemischen Eingriffes die Kettenlänge des Polymers abnehmen (Depolymerisation). Das Molekulargewicht des Chitosans kann über ein weites Spektrum verteilt sein, beispielsweise von 20.000 bis ca. 5 Millionen g/mol.
Derivate des Chitosans sind Verbindungen mit Chitosan-Grundstruktur, bei welchen mindestens ein Teil der vorhandenen funktionellen Gruppen chemisch modifiziert wurde. Die Derivate des Chitosans besitzen ebenfalls eine Poly-D-Glucosamin- oder Polyglucosamin-Struktur.
Sehr gut geeignet ist beispielsweise ein Chitosan mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Chitosan (N-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält.
Ein Chitosan mit einem Molgewicht von 100.000 bis 300.000 g/mol kann beispielsweise von der Firma Sigma Aldrich kommerziell erworben werden.
Ein Chitosan mit geringerem Molgewicht von 10.000 bis 30.000 g/mol (bzw. Dalton) ist beispielweise von der Firme Firma BioLog Heppe (Kraeber) in pharmazeutischer Reinheit käuflich erhältlich. Der Deacetylierungsgrad dieses Chitosans liegt bei 88 - 95 %. Ein Chitosan in Form seines Hydrochlorids kann als veganes Chitosan von der Firma Sandream Impact bezogen werden. Das Hydrochlorid des Chitosans ist ein erfindungsgemäßes Chitosan- Derivat.
Chitosan 027 is ein geeignetes, käuflich zu erwerbendes und hochmolekulares Chitosan von der Firma Polymar, das ein Molgewicht von 100.000 - 2.000.000 g/mol besitzt.
Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das erfindungsgemäße Nachbehandlungsmittel das oder die Chitosane und/oder Chitosanderivate (N-1) in bestimmten Mengenbereichen enhält. Besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Nachbehandlungsmittel - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,0 Gew.-% enthielt.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,0 Gew.-% enthält.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Chitosane (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,0 Gew.-% enthält. organische und/oder anorganische Säuren (N-2) im Nachbehandlunqsmittel
Als weiteren optionalen Bestandteil (N-2) kann das im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Nachbehandlungsmittel (N) mindestens eine organische und/oder anorganische Säure (N-2) enthalten.
Durch den Einsatz einer oder mehrere Säuren kann der pH-Wert des Nachbehandlungsmittels (N) gesenkt werden, wodurch das Chitosan ganz oder anteilig profaniert wird und besser in Lösung geht. Makroskopisch wird die Protonierung des Chitosans in Wasser als Quellung wahrgenommen, aus der sich bei Einstellung des bevorzugten bzw. besonders bevorzugten pH-Wertes ein besonders gleichmäßiger und dünner Film auf den gefärbten Keratinfasern wie Haaren ablagert. Es hat sich gezeigt, dass die Haltbarkeit des Films umso besser ist, je gleichmäßiger der Film sich auf den Haaren ausbildet. Mit Ausbildung eines besonders gleichmäßigen Films konnten so auch Färbungen mit besonders guter Waschechtheit erhalten werden. Darüber hinaus führt das Vorhandensein des oder der Säuren (N-2) im Nachbehandlungsmittel auch dazu, dass das Chitosan einen besonders dünnen Film auf den Haaren ausbilden kann. Vergleichende Arbeiten haben gezeigt, dass ein gleichmäßig dünner Film zu einer besseren Widerstandfähigkeit gegenüber äußeren mechanischen Einwirkungen besitzt.
Besonders gut geeignete organische Säuren sind beispielsweise Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure.
Auch Ameisensäure und Propansäure sind geeignete Säuren (N-2).
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) eine oder mehrere organische Säuren (N-2) aus der Gruppe aus Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure enthält.
Essigsäure löst Chitosan besonders gut und führt zu ganz besonders dünnen und gleichmäßigen Filmen, daher ist ein Nachbehandlungsmittel (N) enthaltend Essigsäure ganz besonders bevorzugt.
Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) Essigsäure (N-2) enthält.
Durch Einsatz des oder der Säuren in den geeigneten Mengen kann der pH-Wert des Nachbehandlungsmittels auf den gewünschten pH-Wertebereich eingestellt werden. Besonders dünne und gleichmäßige Filme wurden erhalten, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) auf einen pH-Wert im Bereich von 2,0 bis 7,5, bevorzugt von 3,0 bis 7,0, weiter bevorzugt von 3,5 bis 6,5 und ganz besonders bevorzugt von 4,0 bis 6,0 eingestellt wurde.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) einen pH-Wert von 2,0 bis 7,5, bevorzugt von 3,0 bis 7,0, weiter bevorzugt von 3,5 bis 6,5 und ganz besonders bevorzugt von 4,0 bis 6,0 besitzt.
Wassergehalt im Nachbehandlunqsmittel (N)
Um die gleichmäßige Verteilung des Films weiter zu unterstützen, hat es sich darüber hinaus als besonders vorteilhaft herausgestellt, den Wassergehalt des Nachbehandlungsmittels (N) auf einen Bereich von 50,0 bis 99,5 Gew.-%, bevorzugt 65,0 bis 99,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 80,0 bis 99,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 90,0 bis 99,5 Gew.-% einzustellen.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - 50,0 bis 99,5 Gew.-%, bevorzugt 65,0 bis 99,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 80,0 bis 99,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 90,0 bis 99,5 Gew.- % Wasser (N-3) enthält.
Zudem wurden auch dann besonders gute Ergebnisse erhalten, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) Wasser und Säuren in einem bestimmten Gewichtsverhältnis enthielt. Es hat sich als besonders bevorzugt herausgestellt, das Gewichtsverhältnis des im Nachbehandlungsmittel (N) enthaltenen Wassers (N-3) zu den Säuren (N-2), d.h. das Gewichtsverhältnis (N-3)/(N-2), auf einen Wert von 1000 bis 10, bevorzugt von 500 bis 40, weiter bevorzugt von 200 bis 60 und ganz besonders bevorzugt von 150 bis 85 einzustellen.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis des im Nachbehandlungsmittel (N) enthaltenen Wassers (N-3) zu den Säuren (N-2), d.h. das Gewichtsverhältnis (N-3)/(N-2), bei einem Wert von 1000 bis 10, bevorzugt von 500 bis 40, weiter bevorzugt von 200 bis 60 und ganz besonders bevorzugt von 150 bis 85 liegt.
Menqenanteil der Bestandteile (N-1), (N-2) und (N-3) im Nachbehandlunqsmittel (N)
Im Rahmen der zu dieser Erfindung führenden Arbeiten wurden mikroskopische Aufnahmen gemacht, die gezeigt haben, dass ein dünner, gleichmäßiger Film auf den Keratinfasern eine besonders gute Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einwirkungen wie mechanischer Reibung oder Haarwäschen besitzt. Je glatter und geschlossener der Film ist, desto weniger Angriffsfläche besitzt er gegenüber einer äußeren Krafteinwirkung. Ist der Film erst an einer Stelle aufgebrochen, so kann er durch die ständige Bewegung der Keratinfasern sehr schnell komplett abgelöst werden.
Hierbei wurde herausgefunden, dass die mit dem Nachbehandlungsmittel (N) erzeugten Filme besonders dann sehr dünn, gleichmäßig und stabil waren, wenn das Nachbehandlungsmittel zu einem großen Anteil aus den Bestanteilen (N-1), (N-2) und (N-3) bestand. Eine Vermutung geht dahin, dass weitere Bestandteile die Gleichmäßigkeit des Filmes stören könnten, weil sie sich in den Film einlagern, an dieser Stelle den Film schwächen oder eine Angriffsfläche für äußere Krafteinwirkung bilden könnten. Aus diesem Grund ist es ganz besonders bevorzugt, wenn die Bestandteile (N-1), (N-2) und (N-3) zusammen in einen Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99 Gew.-% im Nachbehandlungsmittel (N) enthalten sind. Wenn die Bestandteile (N-1), (N-2) und (N-3) zusammen in einen Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-% im Nachbehandlungsmittel enthalten sind, dann besteht das Nachbehandlungsmittel - bezogen auf sein Gesamtgewicht - zu mindestens 90 Gew.-% aus den Bestandteilen (N-1), (N-2) und (N-3). Anders ausgedrückt sind in diesem Fall andere Substanzen oder Inhaltsstoffe, die von (N-1) bis (N-3) verschieden sind, nur in einem Mengenanteil von maximal 10 Gew.-%, bevorzugt aber in noch geringeren Mengenanteilen, im Nachbehandlungsmittel (N) enthalten.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) die Bestandteile (N-1), (N-2) und (N-3) zusammen in einem Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99 Gew.-% enthält.
Verzicht auf Lösungsmittel im Nachbehandlunqsmittel (N)
Weiterhin hat es sich auch als bevorzugt erwiesen, wenn dem Nachbehandlungsmittel (N) keine von Wasser verschiedenen Lösungsmittel zugesetzt werden. Auch hier wurde beobachtet, dass der auf den Keratinfasern erzeugte Filme sehr dünn und gleichmäßig war, wenn das Färbemittel kein Lösungsmittel aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol und/oder Polyethylenglycolen enthielt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) im Wesentlichen frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und/oder Polyethylenglycolen.
Manche Rohstoffe mögen eines oder mehrere der o.g. Lösungsmittel in geringen Mengen als Nebenbestandteil enthalten, so dass, wenn dieser Rohstoff eingesetzt werden soll, marginale Mengen dieses Lösungsmittels mit eingeschleppt werden. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Anwesenheit solch geringer Mengen an Lösungsmittel die Filmbildung nicht übermäßig beeinträchtigt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) im Wesentlichen frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und Polyethylenglycolen.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und Polyethylenglycolen.
Ethanol besitzt die Cas-Nummer 64-17-5.
Isopropanol wird alternativ auch als 2-Propanol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 67-63-0.
1 .2-Propylenglycol wird alternativ auch als 1 ,2-Propandiol bezeichnet wird und trägt die CAS- Nummern 57-55-6 [(RS)-1 ,2-Dihydroxypropan], 4254-14-2 [(R)-1 ,2-Dihydroxypropan] und 4254-15- 3 [(S)-1 ,2-Dihydroxypropan],
1 .3-Propandiol oder 1 ,3-Dihihydroxypropan besitzt die CAS-Nummer 504-63-2.
Glycerin wird alternativ auch als 1 ,2,3-Propantriol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 56-81-5. 1 -Butanol kann alternativ auch als n-Butanol oder Butylalkohol bezeichnet werden und besitzt die CAS-Nummer 71-36-3.
Phenoxyethanol besitzt die Cas-Nummer 122-99-6.
Benzylalkohol wird auch als Phenylmethanol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 100-51 -6.
Polyethylenglycole im Sinne der vorliegenden Erfindung sind bei Raumtemperatur (25 °C) flüssige Polymere der allgemeinen Summenformel C2nH4n+2On+i. Die Wiederholungseinheit des linear aufgebauten Polymers ist (-CH2-CH2-O-), mit einer molaren Masse von etwa 44 g-mol"1. Chemisch handelt es sich um einen Polyether. Unter Polyethylenglycolen werden somit Ethylenglycole der Formel (EG) verstanden wobei x für eine ganze Zahl von 2 bis 10000 steht.
Viskosität des Nachbehandlunqsmittels (N)
Bei den im Rahmen dieser Anmeldung durchgeführten Arbeiten hat sich gezeigt, dass auch dann besonders dünne Filme ausgebildet werden konnten, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) an sich dünnflüssig war und sich schnell und mit guter Spreitwirkung auf dem Keratin mate rial verteilte. Daher ist es weiterhin bevorzugt, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) eine Viskosität von 10 bis 10 000 mPas, bevorzugt von 10 bis 5 000 mPas, weiter bevorzugt von 100 bis 3 000 mPas und ganz besonders bevorzugt von 100 bis 2 000 mPas besitzt (22 °C / Brookfield-Viskosimeter / Spindel 3 / 30 Upm = Umdrehungen pro Minute).
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) eine Viskosität von 10 bis 10 000 mPas, bevorzugt von 10 bis 5 000 mPas, weiter bevorzugt von 100 bis 3 000 mPas und ganz besonders bevorzugt von 100 bis 2 000 mPas besitzt (22 °C / Brookfield- Viskosimeter/ Spindel 3 / 30 Upm).
Pigmente im Nachbehandlunqsmittel (N)
Optional kann das im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Pigment enthalten. Unter Pigmenten im Sinne der vorliegenden Erfindung werden farbgebende Verbindungen verstanden, welche bei 25 °C in Wasser eine Löslichkeit von weniger als 0,5 g/L, bevorzugt von weniger als 0,1 g/L, noch weiter bevorzugt von weniger als 0,05 g/L besitzen. Die Bestimmung der Wasserlöslichkeit kann beispielsweise mittels der nachfolgend beschriebenen Methode erfolgen: 0,5 g des Pigments werden in einem Becherglas abgewogen. Ein Rührfisch wird hinzugefügt. Dann wird ein Liter destilliertes Wasser hinzugegeben. Dieses Gemisch wird unter Rühren auf einem Magnetrührer für eine Stunde auf 25 °C erhitzt. Sind in der Mischung nach diesem Zeitraum noch ungelöste Bestandteile des Pigments sichtbar, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L. Sofern sich die Pigment-Wasser-Mischung aufgrund der hohen Intensität des gegebenenfalls feindispergiert vorliegenden Pigments nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Pigmenten zurück, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L.
Geeignete Farbpigmente können anorganischen und/oder organischen Ursprungs sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Pigment, bevorzugt mindestens ein Pigment aus der Gruppe aus anorganischen und/oder organischen Pigmenten, enthält.
Das oder die Pigmente färben den aus den Chitosanen gebildeten Film ein und können so eine zusätzliche Farbauffrischung oder - falls gewünscht - auch eine Nuancierung der zuvor oxidativ gefärbten Keratinfasern bewirken.
Bevorzugte Farbpigmente sind ausgewählt aus synthetischen oder natürlichen anorganischen Pigmenten. Anorganische Farbpigmente natürlichen Ursprungs können beispielsweise aus Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit hergestellt werden. Weiterhin können als anorganische Farbpigmente Schwarzpigmente wie z. B. Eisenoxidschwarz, Buntpigmente wie z. B. Ultramarin oder Eisenoxidrot sowie Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente eingesetzt werden.
Besonders geeignet sind farbige Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige Silicate, Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -chromate und/oder -molybdate. Insbesondere bevorzugte Farbpigmente sind schwarzes Eisenoxid (CI 77499), gelbes Eisenoxid (CI 77492), rotes und braunes Eisenoxid (CI 77491), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI77289), Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, CI77510) und/oder Carmine (Cochineal).
Erfindungsgemäß ebenfalls besonders bevorzugte Farbpigmente sind farbige Perlglanzpigmente. Diese basieren üblicherweise auf Mica- und/oder Glimmerbasis und können mit einem oder mehreren Metalloxiden beschichtet sein. Glimmer gehört zu den Schicht-Silicaten. Die wichtigsten Vertreter dieser Silicate sind Muscovit, Phlogopit, Paragonit, Biotit, Lepidolith und Margarit. Zur Herstellung der Perlglanzpigmente in Verbindung mit Metalloxiden wird der Glimmer, überwiegend Muscovit oder Phlogopit, mit einem Metalloxid beschichtet.
Alternativ zu natürlichem Glimmer kann auch ggfs. mit einem oder mehrere Metalloxide(en) beschichtetes, synthetisches Mica als Perlglanzpigment verwendet werden. Besonders bevorzugte Perlglanzpigmente basieren auf natürlichem oder synthetischem Mica (Glimmer) und sind mit einem oder mehreren der zuvor genannten Metalloxide beschichtet. Die Farbe der jeweiligen Pigmente kann durch Variation der Schichtdicke des oder der Metalloxids(e) variiert werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens anorganisches Pigment enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe der farbigen Metalloxide, Metallhydroxide, Metalloxid- hydrate, Silicate, Metallsulfide, komplexen Metallcyanide, Metallsulfate, Bronzepigmente und/oder aus farbigen Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit mindestens einem Metalloxid und/oder einem Metalloxychlorid beschichtet sind.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Pigment enthält, das ausgewählt ist aus Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit einem oder mehreren Metalloxiden aus der Gruppe aus Titandioxid (CI 77891), schwarzem Eisenoxid (CI 77499), gelbem Eisenoxid (CI 77492), rotem und/oder braunem Eisenoxid (CI 77491 , CI 77499), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI 77289), Chromoxid (CI 77288) und/oder Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, Cl 77510) beschichtet sind.
Beispiele für besonders geeignete Farbpigmente sind im Handel beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Rona®, Colorona®, Xirona®, Dichrona® und Timiron® von der Firma Merck, Ariabel® und Unipure® von der Firma Sensient, Prestige® von der Firma Eckart Cosmetic Colors und Sunshine® von der Firma Sunstar erhältlich. Ganz besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Colorona® sind beispielsweise:
Colorona Copper, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Passion Orange, Merck, Mica, CI 77491 (Iron Oxides), Alumina
Colorona Patina Silver, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Colorona RY, Merck, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 75470 (CARMINE)
Colorona Oriental Beige, Merck, MICA, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), CI 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Dark Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, FERRIC FERROCYANIDE
Colorona Chameleon, Merck, CI 77491 (IRON OXIDES), MICA
Colorona Aborigine Amber, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Colorona Blackstar Blue, Merck, CI 77499 (IRON OXIDES), MICA
Colorona Patagonian Purple, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM
DIOXIDE), CI 77510 (FERRIC FERROCYANIDE)
Colorona Red Brown, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Colorona Russet, Merck, CI 77491 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 77891 (IRON OXIDES)
Colorona Imperial Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (CI 77891), D&C RED NO. 30 (CI 73360)
Colorona Majestic Green, Merck, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 77288 (CHROMIUM OXIDE GREENS)
Colorona Light Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (CI 77891), FERRIC FERROCYANIDE (Cl 77510)
Colorona Red Gold, Merck, MICA, Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Gold Plus MP 25, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (Cl 77891), IRON OXIDES (Cl 77491)
Colorona Carmine Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, CARMINE
Colorona Blackstar Green, Merck, MICA, Cl 77499 (IRON OXIDES)
Colorona Bordeaux, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Bronze, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Bronze Fine, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Fine Gold MP 20, Merck, MICA, Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Sienna Fine, Merck, Cl 77491 (IRON OXIDES), MICA
Colorona Sienna, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Precious Gold, Merck, Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide), Silica, Cl 77491 (Iron oxides), Tin oxide
Colorona Sun Gold Sparkle MP 29, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, IRON OXIDES, MICA, Cl 77891 , Cl 77491 (EU)
Colorona Mica Black, Merck, Cl 77499 (Iron oxides), Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide)
Colorona Bright Gold, Merck, Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide), Cl 77491 (Iron oxides) Colorona Blackstar Gold, Merck, MICA, Cl 77499 (IRON OXIDES)
Weiterhin besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Xirona® sind beispielsweise:
Xirona Golden Sky, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide
Xirona Caribbean Blue, Merck, Mica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Silica, Tin Oxide
Xirona Kiwi Rose, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide
Xirona Magie Mauve, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide.
Zudem sind besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Unipure® beispielsweise:
Unipure Red LC 381 EM, Sensient CI 77491 (Iron Oxides), Silica
Unipure Black LC 989 EM, Sensient, CI 77499 (Iron Oxides), Silica
Unipure Yellow LC 182 EM, Sensient, CI 77492 (Iron Oxides), Silica
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform kann das erfindungsgemäße Nachbehandlungsmittel (N) auch ein oder mehrere organische Pigmente enthalten
Bei den erfindungsgemäßen organischen Pigmenten handelt es sich um entsprechend unlösliche, organische Farbstoffe oder Farblacke, die beispielsweise aus der Gruppe der Nitroso-, Nitro- Azo-, Xanthen-, Anthrachinon-, Isoindolinon-, Isoindolin-, Chinacridon-, Perinon-, Perylen- , Diketo- pyrrolopyorrol-, Indigo-, Thioindido-, Dioxazin-, und/oder Triarylmethan-Verbindungen ausgewählt sein können.
Als besonders gut geeignete organische Pigmente können beispielsweise Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11680, CI 11710, CI 15985, CI 19140, CI 20040, CI 21100, CI 21108, CI 47000, CI 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern CI 1 1725, CI 15510, CI 45370, CI 71105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915 und/oder CI 75470 genannt werden.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein organisches Pigment enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe aus Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 1 1680, CI 11710, CI 15985, CI 19140, Cl 20040, Cl 21100, Cl 21108, Cl 47000, Cl 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern C1 11725, CI 15510, CI 45370, CI 71 105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915 und/oder CI 75470.
Bei dem organischen Pigment kann es sich weiterhin auch um einen Farblack handeln. Unter der Bezeichnung Farblack wird im Sinn der Erfindung Partikel verstanden, welche eine Schicht aus absorbierten Farbstoffen umfassen, wobei die Einheit aus Partikel und Farbstoff unter den o.g. Bedingungen unlöslich ist. Bei den Partikeln kann es sich beispielsweise um anorganische Substrate handeln, die Aluminium, Silica, Calciumborosilkat, Calciumaluminiumborosilikat oder auch Aluminium sein können.
Als Farblack kann beispielsweise der Alizarin-Farblack eingesetzt werden.
Aufgrund ihrer ausgezeichneten Licht- und Temperaturbeständigkeit ist die Verwendung der zuvor genannten Pigmente in dem Nachbehandlungsmittel (N) des erfindungsgemäßen Verfahrens ganz besonders bevorzugt. Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die eingesetzten Pigmente eine bestimmte Teilchengröße aufweisen. Es ist daher erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn das mindestens eine Pigment eine mittlere Teilchengröße D50 von 1 ,0 bis 50 pm, vorzugsweise von 5,0 bis 45 pm, bevorzugt von 10 bis 40 pm, insbesondere von 14 bis 30 pm, aufweist. Die mittlere Teilchengröße D50 kann beispielsweise unter Verwendung von dynamischer Lichtstreuung (DLS) bestimmt werden.
Zur Färbung der Keratinfasern können auch Pigmente mit einer bestimmten Formgebung eingesetzt werden. Beispielsweise kann ein Pigment auf Basis eines lamellaren und/oder eines lentikulären Substratplättchens eingesetzt werden. Weiterhin ist auch die Färbung auf Basis eines Substratplättchens möglich, welches ein Vakuum metallisiertes Pigment umfasst.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Mittel dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein Pigment enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe der Pigmente auf Basis eines lamellaren Substratplättchens, der Pigmente auf Basis eines lentikulären Substratplättchens und der Vakuum metallisierten Pigmente.
Die Substratplättchen dieses Typs weisen eine durchschnittliche Dicke von höchstens 50 nm, vorzugsweise weniger als 30 nm, besonders bevorzugt höchstens 25 nm, beispielsweise höchstens 20 nm auf. Die durchschnittliche Dicke der Substratplättchen beträgt mindestens 1 nm, vorzugsweise mindestens 2,5 nm, besonders bevorzugt mindestens 5 nm, beispielsweise mindestens 10 nm. Bevorzugte Bereiche für die Dicke der Substratplättchen sind 2,5 bis 50 nm, 5 bis 50 nm, 10 bis 50 nm; 2,5 bis 30 nm, 5 bis 30 nm, 10 bis 30 nm; 2,5 bis 25 nm, 5 bis 25 nm, 10 bis 25 nm, 2,5 bis 20 nm, 5 bis 20 nm und 10 bis 20 nm. Vorzugsweise weist jedes Substrat-plättchen eine möglichst einheitliche Dicke auf. Durch die geringe Dicke der Substratplättchen weist das Pigment ein besonders hohes Deckvermögen auf.
Die Substratplättchen sind bevorzugt monolithisch aufgebaut. Monolithisch bedeutet in diesem Zusammenhang aus einer einzigen abgeschlossenen Einheit ohne Brüche, Schichtungen oder Einschlüsse bestehend, wobei jedoch innerhalb der Substratplättchen Gefügewechsel auftreten können. Die Substratplättchen sind vorzugsweise homogen aufgebaut, d.h. dass innerhalb der Plättchen kein Konzentrationsgradient auftritt. Insbesondere sind die Substratplättchen nicht schichtartig aufgebaut und weisen keine darin verteilten Teilchen oder Partikel auf.
Die Größe des Substratplättchens kann auf den jeweiligen Anwendungszweck, insbesondere dem gewünschten Effekt auf dem keratinischen Material, abgestimmt werden. In der Regel haben die Substratplättchen einen mittleren größten Durchmesser von etwa 2 bis 200 pm, insbesondere etwa 5 bis 100 pm.
In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Formfaktor (Aspect Ratio), ausgedrückt durch das Verhältnis der mittleren Größe zur durchschnittlichen Dicke, mindestens 80, vorzugsweise mindestens 200, mehr bevorzugt mindestens 500, besonders bevorzugt mehr als 750, beträgt. Dabei wird als mittlere Größe der un beschichteten Substratplättchen der d50-Wert der unbeschichteten Substratplättchen verstanden. Der d50- Wert wurde, soweit nicht anders angegeben, mit einem Gerät des Typs Sympatec Heios mit Quixel-Nassdispergierung bestimmt. Dabei wurde zur Probenvorbereitung die zu untersuchende Probe für eine Dauer von 3 Minuten in Isopropanol vordispergiert.
Die Substratplättchen können aus jedem Material, das in Plättchenform gebracht werden kann, aufgebaut sein.
Sie können natürlichen Ursprungs, aber auch synthetisch hergestellt sein. Materialien, aus denen die Substratplättchen aufgebaut sein können, sind beispielsweise Metalle und Metalllegierungen, Metalloxide, vorzugsweise Aluminiumoxid, anorganische Verbindungen und Mineralien wie Glimmer und (Halb)Edelsteine, sowie Kunststoffe. Vorzugsweise sind die Substratplättchen aus Metall(legierung)en aufgebaut.
Als Metall kommt jedes für metallische Glanzpigmente geeignete Metall in Betracht. Derartige Metalle sind unter anderem Eisen und Stahl, sowie alle lüft- und wasserbeständigen (Halb)metalle wie beispielsweise Platin, Zink, Chrom, Molybdän und Silicium, sowie deren Legierungen wie Aluminiumbronzen und Messing. Bevorzugte Metalle sind Aluminium, Kupfer, Silber und Gold. Bevorzugte Substratplättchen sind Aluminiumplättchen und Messingplättchen, wobei Substratplättchen aus Aluminium besonders bevorzugt sind.
Lamellare Substratplättchen zeichnen sich durch einen unregelmäßig strukturierten Rand aus und werden aufgrund ihres Erscheinungsbildes auch als "cornflakes" bezeichnet.
Aufgrund ihrer unregelmäßigen Struktur erzeugen Pigmente auf der Basis von lamellaren Substratplättchen einen hohen Anteil an Streulicht. Außerdem decken die Pigmente auf der Basis von lamellaren Substratplättchen die vorhandene Farbe eines keratinischen Materials nicht vollständig ab und es können beispielsweise Effekte analog zu einer natürlichen Ergrauung erzielt werden.
Lentikuläre (= linsenförmige) Substratplättchen weisen einen im Wesentlichen regelmäßigen runden Rand auf und werden aufgrund ihres Erscheinungsbildes auch als "silverdollars" bezeichnet. Aufgrund ihrer regelmäßigen Struktur überwiegt bei Pigmenten auf Basis von lentikulären Substratplättchen der Anteil des reflektierten Lichts.
Vakuum metallisierte Pigmente (vacuum metallized pigments, VMP) können beispielsweise durch das Freisetzen von Metallen, Metalllegierungen oder Metalloxiden von entsprechend beschichteten Folien gewonnen werden. Sie zeichnen sich durch eine besonders geringe Dicke der Substratplättchen im Bereich von 5 bis 50 nm und durch eine besonders glatte Oberfläche mit erhöhter Reflektivität aus. Substratplättchen, welche ein im Vakuum metallisiertes Pigment umfassen, werden im Rahmen dieser Anmeldung auch als VMP-Substratplättchen bezeichnet. VMP-Substratplättchen aus Aluminium können beispielsweise durch Freisetzen von Aluminium von metallisierten Folien gewonnen werden.
Die Substratplättchen aus Metall oder Metalllegierung können passiviert sein, beispielsweise durch Eloxieren (Oxidschicht) oder Chromatieren.
Un beschichtete lamellare, lentikuläre und/oder VPM-Substratplättchen, insbesondere solche aus Metall oder Metalllegierung, reflektieren das einfallende Licht in hohem Maße und erzeugen einen Hell-Dunkel-Flop. Diese haben sich zum Einsatz im Nachbehandlungsmittel als besonders bevorzugt erwiesen.
Geeignete Pigmente auf Basis eines lamellaren Substratplättchens umfassen beispielsweise die Pigmente der Reihe VISIONAIRE von Eckart.
Pigmente auf Basis eines lentikulären Substratplättchens sind beispielsweise unter der Bezeichnung Alegrace® Gorgeous von der Firma Schlenk Metallic Pigments GmbH erhältlich. Pigmente auf Basis eines Substratplättchens, welches ein Vakuum metallisiertes Pigment umfasst, sind beispielsweise unter der Bezeichnung Alegrace® Marvelous oder Alegrace® Aurous von der Firma Schlenk Metallic Pigments GmbH erhältlich.
Das bzw. die Pigmente werden bevorzugt in bestimmten Mengenbereichen im Mittel eingesetzt. Besonders gute Ergebnisse wurden erhalten, wenn das Nachbehandlungsmittel - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels - ein oder mehrere Pigmente in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 5,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 2,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,25 bis 1 ,5 Gew.-% enthielt.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Pigmente in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 5,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 2,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,25 bis 1 ,5 Gew.-% enthält.
Schritte im Verfahren
Das Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern, insbesondere der menschlichen Haare, umfasst die
- Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches
(F-1) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und
(F-2) mindestens ein Oxidationsmittel, bevorzugt Wasserstoffperoxid, enthält, und die - Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches (N-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
Das Verfahren zur Verbesserung der Waschechtheit von gefärbten keratinischen Fasern, welche durch Anwendung eines Färbemittels (F) enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) und mindestens ein Oxidationsmittel, bevorzugt Wasserstoffperoxid (F-2) gefärbt wurden, umfasst die Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den gefärbten keratinischen Faser, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) enthält.
In beiden im Prinzip gleich aufgebauten Verfahren wird zuerst das Färbemittel (F) auf den keratinischen Fasern anwendet, und danach erfolgt die Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N).
Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Färben der keratinischen Fasern bzw. zur Verbesserung der Waschechtheit der gefärbten keratinischen Fasern dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) vor dem Nachbehandlungsmittel (N) angewendet wird.
Das Auswaschen der oxidativ erzeugten Farbstoffe kann durch die Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) reduziert bzw. verhindert werden. Um diesen Effekt möglichst früh auszunutzen, wird das Nachbehandlungsmittels (N) daher bevorzugt entweder direkt nach Anwendung - und bevorzugt Auswaschen - des Färbemittels (F) oder aber vor, während oder nach der ersten Haarwäsche angewendet. Abhängig von den Gewohnheiten des Anwenders nimmt dieser die Haarwäsche üblicherweise alle ein bis vier Tage vor. Der Zeitraum zwischen der Anwendung des Färbemittels (F) und der Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) beträgt daher bevorzugt maximal 96 Stunden, weiter bevorzugt maximal 72 Stunden, noch weiter bevorzugt von maximal 48 Stunden, noch weiter bevorzugt von maximal 12 Stunden und ganz besonders bevorzugt von maximal 3 Stunden. Die besten Ergebnisse wurden erhalten, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) zum ersten Mal vor der ersten Haarwäsche der gefärbten Keratinfasern angewendet wurde.
Im Rahmen einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) vor dem Nachbehandlungsmittel (N) angewendet wird und dass zwischen der Anwendung des Färbemittels (F) und der Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) ein Zeitraum von maximal 96 Stunden, bevorzugt maximal 72 Stunden, weiter bevorzugt von maximal 48 Stunden, noch weiter bevorzugt von maximal 12 Stunden und ganz besonders bevorzugt von maximal 3 Stunden liegt.
Da das Nachbehandlungsmittel (N) wie zuvor beschrieben besonders bevorzugt als wasserreiche und/oder niedrig viskose Formulierung konfektioniert wird, kann es besonders gut in Form eines Sprays auf die keratinischen Fasern aufgesprüht werden.
In einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren deshalb dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) auf die keratinischen Fasern aufgesprüht wird.
So kann das Nachbehandlungsmittel (N) beispielsweise in einem Spenderbehälter mit Sprühventil zur Verfügung gestellt werden. Eine besonders feine Verteilung des Nachbehandlungsmittels (N) kann beispielsweise mit einem Aerosol-Spray erzielt werden. Aerosol-Sprays waren aufgrund ihrer bequemen Handhabung lange Zeit besonders beliebt. Aus Gründen der ökologischen Bedenklichkeit der Fluorkohlenwasserstoff-Treibgase und der Entflammbarkeit von z. B. Kohlenwasserstoffen und Dimethylether haben aber zunehmend auch treibgasfreie Spenderbehälter mit Sprühventilen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Solche Systeme haben bisher in Form der Ballonpumpen für die Parfümzerstäubung, der flexiblen "Squeeze-Bottle" und der starren Sprühflaschen mit Finger- oder Handhebelpumpen praktische Anwendungen gefunden. Zu den treibgasfreien Spraysystemen zählen darüber hinaus noch die Elastomer-Drucksprühsysteme, in denen ein Elastomer-Beutel in einem starren Gehäuse mit einem Sprühventil in Verbindung steht und mit einem flüssigen Produkt unter Druck abgefüllt ist. Dabei ist die Sprühdruck-Energie in dem Elastomer-Beutel gespeichert. Die größte Bedeutung haben bisher die Pump-Sprühflaschen mit Finger- oder Handpumpen erlangt. Diese Spenderbehälter mit Sprühventil können kommerziell von verschiedenen Anbietern käuflich erworben werden, zum Beispiel durchsichtige Glasflaschen (75 ml) mit Pumpzerstäuber-Aufsatz.
Nach dem Aufträgen kann das Nachbehandlungsmittel (N) für einen Zeitraum von beispielsweise 1 bis 60 Minuten, bevorzugt 5 bis 45 Minuten einwirken gelassen werden. Prinzipiell kann das Nachbehandlungsmittel (N) nach dem Einwirken wieder ausgespült werden. Eine besonders gute Verbesserung der Waschechtheit konnte allerdings erzielt werden, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) als leave-on Produkt konzipiert wurde, bei dem die noch mit dem Nachbehandlungsmittel (N) bedeckten keratinischen Fasern getrocknet wurden. Da das Nachbehandlungsmittel (N) bevorzugt einen hohen bis sehr hohen Wassergehalt besitzt, ist es von Vorteil, die Trocknungszeit durch eine Wärmebehandlung zu verkürzen.
In einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren deshalb gekennzeichnet durch das Erwärmen der mit dem Nachbehandlungsmittel (N) bedeckten keratinischen Fasern auf eine Temperatur von mehr als 40 °C.
Durch das Erwärmen wird die Verdunstung des im Nachbehandlungsmittel (N) vorhandenen Wassers beschleunigt, so dass der Chitosan-Film sich ausbilden kann. Da das Nachbehandlungsmittel vor dem Trocknen nicht ausgewaschen wird, ist das Verfahren in dieser Ausführungsform ein leave-on Färbeverfahren.
Unter einer Erwärmung oder Wärmebehandlung wird verstanden, dass das Keratinmaterial mit einem beheizten Gerät in Kontakt gebracht wird bzw. dieses beheizte Gerät auf oder an dem Keratin material angewendet wird. Weiterhin kann das Keratinmaterial zur Wärmebehandlung auch mit warmer/heißer Luft in Kontakt gebracht werden. Als Gerät kann zum Beispiel eine Haartrockner, ein Föhn, eine Wärmehaube, ein Glätteisen, ein Lockenbügeleisen oder eine Infrarotlampe angewendet werden.
Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung auf mehr als 40 °C durch Anwendung eines Haartrockners, eines Föhns, einer Wärmehaube, eines Glätteisens, eines Lockenbügeleisens oder einer Infrarotlampe erfolgt. Weiterhin wurde gefunden, dass es bevorzugt ist, wenn die Behandlungstemperatur während der Wärmebehandlung zwischen 40 °C bis 210 °C, bevorzugt von 40 °C bis 190 °C, weiter bevorzugt von 45 °C bis 170 °C, noch weiter bevorzugt von 45 °C bis 100 °C und ganz besonders bevorzugt von 50 °C bis 80 °C liegt. In anderen Worten hat es sich als besonders bevorzugt herausgestellt, wenn die Wärmebehandlung mit einem Gerät durchgeführt wird, das auf eine Temperatur 40 °C bis 210 °C, bevorzugt von 40 °C bis 190 °C, weiter bevorzugt von 45 °C bis 170 °C, noch weiter bevorzugt von 45 °C bis 100 °C und ganz besonders bevorzugt von 50 °C bis 80 °C erhitzt wird.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren gekennzeichnet durch das Erwärmen der mit dem Nachbehandlungsmittel (N) bedeckten keratinischen Fasern auf eine Temperatur von 40 °C bis 210 °C, bevorzugt von 40 °C bis 190 °C, weiter bevorzugt von 45 °C bis 170 °C, noch weiter bevorzugt von 45 °C bis 100 °C und ganz besonders bevorzugt von 50 °C bis 80 °C.
Die Dauer der Wärmebehandlung kann an den gewählten Temperaturbereich angepasst werden. So kann beispielsweise eine Wärmebehandlung über eine Dauer von 5 Sekunden bis 60 Minuten, bevorzugt von 15 Sekunden bis 45 Minuten, weiter bevorzugt von 15 Sekunden bis 30 Minuten und ganz besonders bevorzugt von 15 Sekunden bis 15 Minuten vorgenommen werden.
Im Zuge des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Keratinfasern vollständig einer Wärmebehandlung unterzogen werden, aber auch die Behandlung von Teilbereichen der Keratinfasern kann umfasst sein. Die vollständige Wärmebehandlung der Keratinfasern ist bevorzugt, d.h. bevorzugt werden alle keratinischen Fasern, auf welche auch das Nachbehandlungsmittel (N) appliziert wurde, mit Wärme behandelt.
Während der Wärmebehandlung bzw. dem Erhitzen können die Keratinfasern auch gekämmt oder gebürstet werden.
So können beispielsweise die Keratinfasern bzw. die Haare, ggf. unter Kämmen oder Bürsten, mit einem Föhn behandelt werden, der warme bzw. heiße Luft auf die Fasern bläst. Ganz besonders bevorzugt ist diese Luft 50 bis 80 °C warm. Oder aber das Keratin mate rial bzw. die Haare werden unter eine Infrarotlampe gehalten, die besonders bevorzugt auf eine Temperatur von 50 bis 80 °C eingestellt ist. Haare können zum Zweck der Wärmebehandlung auch zwischen zwei entsprechend temperierte Platten eines Glätteisens gepresst werden, wobei die Platten zugleich entlang der Faser bewegt werden können. Die Platten des Glätteisens können beispielsweise auf eine Temperatur von bis zu 210 °C eingestellt werden. Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung durch Anwendung eines Haartrockners, eines Föhns, einer Wärmehaube, eines Glätteisens, eines Lockenbügeleisens oder einer Infrarotlampe erfolgt.
Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren umfassend die folgenden Schritte
(1) Anwenden des Färbemittels (F), wie es zuvor beschrieben wurde, auf den keratinischen Fasern,
(2) Einwirken des in Schritt (1) angewendeten Färbemittels,
(3) Ausspülen des Färbemittels,
(4) Anwenden des Nachbehandlungsmittels (N), wie es zuvor beschrieben wurde, auf den gefärbten keratinischen Fasern, wobei die Anwendung bevorzugt in Form eines Sprays erfolgt,
(5) Einwirken des in Schritt (4) angewendeten Nachbehandlungsmittels (N), und
(6) Erwärmen der mit dem Nachbehandlungsmittel (N) bedeckten keratinischen Fasern auf eine Temperatur von mehr als 40 °C.
Bei dem besonders bevorzugten leave-on Verfahren wird das Nachbehandlungsmittel (N) auf den Keratinfasern angewendet bzw. auf die Fasern aufgesprüht (Schritt (4)), dann erfolgt das Einwirken (Schritt (5)). Während des Einwirkens verteilt sich das Nachbehandlungsmittel (N) gleichmäßig auf den Keratinfasern. Da das Nachbehandlungsmittel (N) in dieser Ausführungsform nicht mehr von den Keratinfasern ausgespült wird, kann der Zeitraum des Einwirkens nicht genau definiert werden, sondern dauert im Prinzip solange, bis das getrocknete Nachbehandlungsmittel (z.B. durch Haarwäschen oder mechanischen Abrieb) wieder von den Keratinfasern entfernt wird. Das Einwirken (Schritt (5)) und das Erwärmen bzw. Trocknen der Keratinfasern (Schritt (6)) können sich somit auch zeitlich überschneiden. Erfindungsgemäß kann das Einwirken des flüssigen Nachbehandlungsmittels zum Beispiel so lange dauern, bis das Nachbehandlungsmittel in Schritt (6) vollständig getrocknet ist, was abhängig von der Temperatur beispielsweise 5 bis 60 Minuten dauern kann. wiederholte Anwendung des Nachbehandlunqsmittels (N)
Ebenfalls gute Verbesserungen der Waschechtheit wurden beobachtet, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) wiederholt auf den gefärbten keratinischen Fasern angewendet wurde. Ein wiederholte Anwendung ist beispielsweise vor, während oder besonders bevorzugt nach jeder Haarwäsche denkbar. So kann der Anwender seine Haare wie gewohnt mit einem Shampoo waschen, das Shampoo ausspülen, dann das Nachbehandlungsmittel (N) auf die noch feuchten, angetrockneten oder trockenen Haare auftragen bzw. aufsprühen und danach die mit dem Nachbehandlungsmittel beaufschlagten Haare trocknen. Auch eine Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) nach jeder zweiten, dritten, vierten, fünften oder sechsten Haarwäsche ist erfindungsgemäß. Verbesserung der Waschechtheit
Die zuvor beschriebenen Nachbehandlungsmittel (N) werden zur Verbesserung der Waschechtheit von keratinischen Fasern, bzw. Haaren die mit einem oxidativen Färbemittel (F) gefärbt wurden, eingesetzt.
Unter der Waschechtheit einer oxidativen Farbnuance wird die farbliche Veränderung der mit dieser Nuance gefärbten Haarsträhne unter dem Einfluss von mehreren Haarwäschen verstanden. Bei dieser farblichen Veränderung kann es sich sowohl um eine Verschiebung der Farbe in Richtung eines anderen Farbtons als auch um das Verblassen der Färbung handeln. Beide Farbänderungen sind vom Anwender gleichermaßen unerwünscht. Farbnuancen mit guter Waschechtheit verändern sich farblich auch nach wiederholten Haarwäschen nicht oder kaum.
Unter einer Verbesserung der Waschechtheit wird im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden, dass keratinische Fasern, die zuvor mit dem oxidativen Färbemittel (F) gefärbt wurden, bei Anwendung des Nachbehandlungsmittel (N) nach einer definierten Anzahl von Haarwäschen noch eine höhere Farbintensität besitzen als ohne Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N).
Quantifiziert werden kann die Verbesserung der Waschechtheit beispielsweise durch farbmetrische Messungen (Messung der L-, a-, b-Werte) und Berechnung des Farbabstands. Je geringer der Farbabstand zwischen dem gewaschenen und dem nicht gewaschenen Haar ist, desto besser ist die Waschechtheit bzw. der Farberhalt.
Ein dritter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung eines Nachbehandlungsmittels (N), wie es bei der Beschreibung des ersten bzw. zweiten Erfindungsgegenstands im Detail offenbart wurde, zur Verbesserung der Waschechtheit von keratinischen Fasern, die mit einem Färbemittel enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) und mindestens ein Oxidationsmittel (F-2) gefärbt wurden.
Betreffend die weiteren bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verwendung gilt mutatis mutantis das zu den erfindungsgemäßen Verfahren gesagte. Beispiele
1 . Formulierungen
Es wurden die folgenden Färbemittel hergestellt (alle Angaben, sofern nichts anderes angegeben ist, in Gew.-%):
Es wurde das folgende Nachbehandlungsmittel hergestellt:
2. Anwendung
Die Färbecreme 1 und die Farbcreme 2 wurden unmittelbar vor der Anwendung mit der Oxidationsmittelzubereitung (OX) im Verhältnis 1 :1 zum anwendungsbereiten Färbemittel vermischt (F1 bzw. F2).
Die anwendungsbereiten Färbemittel (F1 = Farbcreme 1 + OX) bzw. (F2 = Farbcreme 2 + OX) wurden jeweils auf Haarsträhnen (Kerling Euronaturhaar weiß, Länge ca. 5 cm) appliziert. Hierfür wurden die Haarsträhnen angefeuchtet, dann wurde das Färbemittel aufgetragen (0,4 g Färbemittel pro 1 g Haarsträhne) und für 30 Minuten bei 30 °C einwirken gelassen. Danach wurden die Haarsträhnen für 1 Minute unter fließendem Wasser ausgespült.
Das Nachbehandlungsmittel wurde in eine durchsichtige Glasflasche (75 ml) mit Pumpzerstäuber- Aufsatz gefüllt, auf die gefärbten, noch handtuchfeuchten Haarsträhnen gesprüht (0,4 g Nachbehandlungsmittel pro 1 g Haarsträhne) und einmassiert.
Nach einer Einwirkzeit von 5 Minuten wurden die noch mit dem Nachbehandlungsmittel (N) beaufschlagten Strähnen bei 50 °C getrocknet. Danach wurden die Haarsträhnen farbmetrisch vermessen. 3. Messung der Waschechtheiten bei einmaliger Nachbehandlung
Im Anschluss and die Färbung und Nachbehandlung wurde jede gefärbte Strähne 6, 12 bzw. 24 manuellen Haarwäschen unterzogen. Für jede Haarwäsche wurde die Strähne angefeuchtet, dann wurde ein handelsübliches Shampoo (Schwarzkopf, Schauma 7 Kräuter) 25 Sekunden lang in die Strähne einmassiert (0,25 g Shampoo pro Gramm Haar). Im Anschluss daran wurde die Strähne 30 Sekunden lang mit lauwarmem Leitungswasser ausgewaschen und getrocknet. Jeweils nach 6, 12 und 24 Haarsträhnen wurden die Strähnen erneut farbmetrisch vermessen.
Als Vergleich wurden Haarsträhnen wie zuvor beschrieben mit dem Färbemittel (F1) bzw. (F2) behandelt, aber keiner Nachbehandlung unterzogen und dann 6, 12 bzw. 24 mal gewaschen.
Der für die Beurteilung des Farbabstands herangezogene dE-Wert ergibt sich aus den an der jeweiligen Strähne gemessenen L*a*b*-Farbmesswerten wie folgt: dE = [ (Li - Lo)2 + (ai - ao)2 + (bi - bo)2]1/2
Lo, ao und bo = Messwerte der gefärbten Strähne
Li, ai und bi = Messwerte der gefärbten und gewaschenen Strähne
Je größer der dE-Wert ist, desto größer ist der Farbabstand zwischen dem gefärbten Haar und dem gefärbten und gewaschenen Haar und desto stärker ist die Farbänderung (d.h. desto schlechter ist die Waschechtheit).
HW= Haarwäschen
Haarsträhnen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Nuance braunorange (F1) gefärbt wurden, zeigten im Vergleich zum Färbe verfahren ohne Nachbehandlung eine verbesserte Waschechtheit (geringerer dE-Wert). Dieser Effekt war sowohl nach 6 Haarwäschen (E2 versus V2), nach 12 Haarwäschen (E3 versus V3) als auch nach 24 Haarwäschen (E4 versus V4) sichtbar.
Haarsträhnen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Nuance hellbraun (F2) gefärbt wurden, zeigten im Vergleich zum Färbe verfahren ohne Nachbehandlung eine verbesserte Waschechtheit (geringerer dE-Wert). Dieser Effekt war sowohl nach 6 Haarwäschen (E6 versus V6), nach 12 Haarwäschen (E7 versus V7) als auch nach 24 Haarwäschen (E8 versus V8) sichtbar.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:
- Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches (F-1) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt und
(F-2) mindestens ein Oxidationsmittel, bevorzugt Wasserstoffperoxid, enthält, und - Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches (N-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat enthält.
2. Verfahren zur Verbesserung der Waschechtheit von gefärbten keratinischen Fasern, welche durch Anwendung eines Färbemittels (F) enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) und mindestens ein Oxidationsmittel (F-2), bevorzugt Wasserstoffperoxid, gefärbt wurden, wobei ein Nachbehandlungsmittel (N) auf den gefärbten keratinischen Fasern angewendet wird, welches mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) vom Entwicklertyp enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe aus p-Toluylendiamin, 2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin, (2-Hydroxy- ethyl)-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, p-Phenylendiamin, 4- Amino-3-methylphenol, p-Aminophenol, 4,5-Diamino-1-(2-hydroxyethyl)pyrazol, 2, 4,5,6- Tetraaminopyrimidin und deren physiologisch verträglichen Salzen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) vom Kupplertyp enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe aus 3-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, 3-Amino-2- chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy-4-aminophenoxyethanol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-(2-Hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 2,4-Dichlor-3-aminophenol, 2-Aminophenol, 3- Phenylendiamin, Resorcin, 2-Methylresorcin, 4-Chlorresorcin, 2-(2,4-Diamino-phenoxy)- ethanol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan, 1-Methoxy-2-amino-4-(2-hydroxyethylamino)- benzol, 1 ,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan, 2,6-Bis(2'-hydroxyethylamino)-1-methylbenzol, 1- Amino-3-bis-(2-hydroxyethyl)aminobenzol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 3-Amino-2- methylamino-6-methoxypyridin, 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 3,5-Diamino-2,6- dimethoxypyridin, 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on, 1-Naphthol, 1 ,5-Dihydroxynaphthalin, 2,7- Dihydroxynaphthalin, 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 1 ,8-Dihydroxynaphthalin, 4-Hydroxyindol, 6- Hydroxyindol, 7-Hydroxyindol, 4-Hydroxy-indolin, 6-Hydroxyindolin, 7-Hydroxyindolin und deren physiologisch verträglichen Salzen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (N-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,0 Gew.-% enthält.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) eine oder mehrere organische Säuren (N-2) aus der Gruppe aus Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - 50,0 bis 99,5 Gew.-%, bevorzugt 65,0 bis 99,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 80,0 bis 99,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 90,0 bis 99,5 Gew.-% Wasser (N-3) enthält.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) die Bestandteile (N-1), (N-2) und (N-3) zusammen in einem Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99,0 Gew.-% enthält.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) eine Viskosität von 10 bis 10 000 mPas, bevorzugt von 10 bis 5 000 mPas, weiter bevorzugt von 100 bis 3 000 mPas und ganz besonders bevorzugt von 100 bis 2 000 mPas besitzt (22 °C / Brookfield-Viskosimeter/ Spindel 3 / 30 Upm).
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Pigment, bevorzugt mindestens ein Pigment aus der Gruppe aus anorganischen und/oder organischen Pigmenten, enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) vordem Nachbehandlungsmittel (N) angewendet wird und dass zwischen der Anwendung des Färbemittels (F) und der Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) ein Zeitraum von maximal 96 Stunden, bevorzugt maximal 72 Stunden, weiter bevorzugt von maximal 48 Stunden, noch weiter bevorzugt von maximal 12 Stunden und ganz besonders bevorzugt von maximal 3 Stunden liegt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) auf die keratinischen Fasern aufgesprüht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend das Erwärmen der mit dem Nachbehandlungsmittel (N) bedeckten keratinischen Fasern auf eine Temperatur von mehr als 40 °C.
15. Verwendung eines Nachbehandlungsmittels (N), wie es in den Ansprüchen 1 bis 14 definiert wurde, zur Verbesserung der Waschechtheit von keratinischen Fasern, die mit einem Färbemittel enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt (F-1) und mindestens ein Oxidationsmittel (F-2) gefärbt wurden.
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