EP4739515A1 - Laufstreifen für einen fahrzeugreifen - Google Patents

Laufstreifen für einen fahrzeugreifen

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EP4739515A1
EP4739515A1 EP24739093.3A EP24739093A EP4739515A1 EP 4739515 A1 EP4739515 A1 EP 4739515A1 EP 24739093 A EP24739093 A EP 24739093A EP 4739515 A1 EP4739515 A1 EP 4739515A1
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EP
European Patent Office
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groove
section
radially
flank
region
Prior art date
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Pending
Application number
EP24739093.3A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Andrej Proksa
Mario Korbas
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Continental Reifen Deutschland GmbH
Original Assignee
Continental Reifen Deutschland GmbH
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Laufstreifen für einen Fahrzeugreifen, wobei eine Profilrille mit einem radial oberen und einem radial unteren Bereich sowie mit einer ersten und einer zweiten Rillenflanke in dem Laufstreifen ausgebildet ist, wobei in dem radial oberen Bereich laterale Überhänge so an den Rillenflanken ausgebildet sind, dass eine Rillenbreite in dem radial oberen Bereich wenigstens entlang von Teilen einer Längserstreckung der Profilrille geringer als in dem radial unteren Bereich ist und wobei der radial untere Bereich asymmetrisch zu einer Radialrichtung ausgebildet ist. Der radial obere Bereich hat eine Rillenbreite, die sich entlang der Längserstreckung abwechselnd verengt und wieder aufweitet, wobei, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, die erste Rillenflanke in einem ersten Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profilrille in dem radial oberen Bereich in Richtung der zweiten Rillenflanke konvex und die zweite Rillenflanke in dem radial oberen Bereich des ersten Abschnitts in Richtung der ersten Rillenflanke konkav ausgebildet ist.

Description

Laufstreifen für einen Fahrzeugreifen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Laufstreifen für einen Fahrzeugreifen, wobei eine Profilrille mit einem radial oberen Bereich und einem radial unteren Bereich sowie mit einer ersten Rillenflanke und einer zweiten Rillenflanke in dem Laufstreifen ausgebildet ist, wobei in dem radial oberen Bereich der Profilrille laterale Überhänge so an den Rillenflanken ausgebildet sind, dass eine Rillenbreite der Profilrille in dem radial oberen Bereich wenigstens entlang von Teilen einer Längserstreckung der Profilrille geringer als in dem radial unteren Bereich der Profi Iri Ile ist und wobei, betrachtet in einer zur Längserstreckung senkrechten Schnittfläche, der radial untere Bereich asymmetrisch zu einer Radialrichtung ausgebildet ist.
Ein Fahrzeugreifen, insbesondere ein an einer Lenkachse eingesetzter Fahrzeugreifen, kann aus der Richtung einer axialen Außenseite stärker beansprucht werden als aus Richtung einer axialen Mitte. Eine asymmetrische Ausgestaltung eines Rillenquerschnitts kann in diesem Zusammenhang den Vorteil bieten, dass eine Quersteifigkeit zu den beiden Seiten der Profilri Ile unterschiedlich eingestellt werden kann. Weiterhin kann einer erhöhten Rissanfäl ligkeit auf einer axial nach außen gerichteten Seite der Profilrille durch eine geeignete asymmetrische Ausgestaltung insbesondere des Rillenbodens gezielt begegnet werden.
Laterale Überhänge in radial oberen Bereichen von Profilrillen haben den Vorteil, dass bei einem solchermaßen ausgestatteten Laufstreifen im Neuzustand an der Lauffläche mehr Material vorhanden ist als ohne die Überhänge, was zu einem besseren Trockengriff und einem langsameren Abrieb in Radialrichtung führen kann. Ein weiterer Vorteil einer geringeren Rillenbreite im radial oberen Bereich kann sein, dass sich die Rillenflanken an den lateralen Überhängen unter Belastung des Laufstreifens aneinander abstützen können, was zu einer verbesserten Steifigkeit führen kann. Dadurch, dass die Profilrille in dem radial unteren Bereich eine höhere Rillenbreite aufweist als in dem radial oberen Bereich mit den lateralen Überhängen, kann gleichzeitig eine gute Drainagefunktion sichergestellt werden. DE 102020 212 560 A1 stellt einen Fahrzeugluftreifen mit einem eine Profilierung aufweisenden Laufstreifen mit einer in Umfangsrichtung des Fahrzeugluftreifens verlaufenden Umfangsrille vor, wobei ein zweiter, radial innerer Rillenabschnitt gegenüber einem ersten Rillenabschnitt in Axialrichtung erweitert ist und wobei die Querschnittsfläche des zweiten Rillenabschnitts asymmetrisch zur Radialrichtung ausgebildet ist.
Profilrillen mit lateralen Überhängen können wegen der entsprechend verkleinerten Rillenöffnungen im Bereich der Lauffläche den Nachteil haben, dass sich die Nasseigenschaften verschlechtern. US 2021/0347209 A1 sieht zur Verbesserung der Nasseigenschaften ein Profil mit zwei Umfangsrillen vor, wobei wenigstens eine dieser Rillen als komplexe Rille mit alternierend zur Lauffläche hin offenen und zur Lauffläche hin verdeckten Hohlräumen ausgebildet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Laufstreifen für einen Fahrzeugreifen zu schaffen, der sowohl eine gute Steifigkeit und Lebensdauer als auch eine gute Nässeeignung, insbesondere einen guten Nassgriff aufweist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass sich die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich entlang der Längserstreckung abwechselnd verengt und wieder aufweitet, wobei, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, die erste Rillenflanke in einem ersten Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profilrille in dem radial oberen Bereich in Richtung der zweiten Rillenflanke konvex und die zweite Rillenflanke in dem radial oberen Bereich des ersten Abschnitts in Richtung der ersten Rillenflanke konkav ausgebildet ist.
Durch das Verengen und Aufweiten kann ein guter Kompromiss zwischen Steifigkeit und Lebensdauer auf der einen Seite und Nasseigenschaften auf der anderen Seite gefunden werden. Durch die aufeinander abgestimmte konkave bzw. konvexe Ausgestaltung der Rillenflanken kann in effizienter Flächenausnutzung zusätzliche Kantenlänge geschaffen werden, was insbesondere den Nassgriff positiv beeinflussen kann. Die Erfindung kombiniert somit auf besondere Weise einen zur Längserstreckung senkrechten Rillenquerschnitt mit einem zur Radialrichtung senkrechten Querschnitt in einem radial oberen Bereich der Profilrille und erreicht hiermit ein hohes Niveau sowohl der Steifigkeit und Lebensdauer als auch des Nassgriffs des erfindungsgemäßen Laufstreifens.
Sofern die Richtungsbezeichnungen axial, in Axialrichtung, radial, in Radialrichtung und in Umfangsrichtung verwendet werden, beziehen sich diese auf den bestimmungsgemäß an einem Fahrzeugreifen angeordneten Laufstreifen mit wiederum bestimmungsgemäß an einem Fahrzeug angebrachtem Fahrzeugreifen. Hierin bezieht sich die Radialrichtung auf eine zur Rotationsachse des Fahrzeugreifens senkrechte und die Rotationsachse schneidende Richtung. In Radialrichtung nach innen bezieht sich auf die Orientierung, die in Radialrichtung der Rotationsachse zugewandt ist. In Radialrichtung nach außen bezieht sich auf die Orientierung, die in Radialrichtung von der Rotationsachse abgewandt ist. Die Umfangsrichtung bezeichnet die Richtung einer Rollbewegung um die Rotationsachse. Eine in Umfangsrichtung vordere Position am Fahrzeugreifen durchläuft bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs während einer 180° Umdrehung des Fahrzeugreifens früher einen minimalen Abstand zum Fahrbahnuntergrund als eine in Umfangsrichtung hintere Position. Die Axialrichtung bezieht sich auf eine Richtung parallel zur Drehachse. Axial nach innen zeigend bezieht sich dabei auf eine Orientierung, die einer Reifenäquatorebene bzw. einer Reifenäquatorlinie axial zugewandt ist. Die Reifenäquatorebene ist eine zur Rotationsachse des Fahrzeugreifens senkrechte Ebene, die durch die Mitte der axialen Breite des Fahrzeugreifens verläuft, wobei die Reifenäquatorlinie in der Reifenäquatorebene und auf der Oberfläche des Fahrzeugreifens verläuft. Als Querrichtung wird eine Richtung bezeichnet, die aus Komponenten der Radialrichtung und/oder der Axialrichtung besteht.
Insbesondere können die Umfangsrichtung und die Querrichtung auf einer Basisfläche des Fahrzeugreifens verlaufen. Die Basisfläche fällt zusammen mit jener glatten Oberfläche, welche der Fahrzeugreifen aufweisen würde, wenn keinerlei kleinskalige Profilelemente, wie etwa Rillen oder radial hervorstehende Rippen vorgesehen wären. Kleinskalige Profilelemente sind wenigstens in einer der drei Dimensionen Radialrichtung, Axialrichtung und Umfangsrichtung durch eine Abmessung und/oder durch einen Krümmungsradius gekennzeichnet, der kleiner oder gleich einer maximalen Profiltiefe in dem Fahrzeugreifen ist. Die Basisfläche bleibt konkret überall dort physisch erhalten, wo keine solchen Profilelemente vorgesehen sind. Die erhaltenen Abschnitte der Basisfläche können wenigstens teilweise für einen Kontakt mit einem Fahrbahnuntergrund bestimmt sein. Dort, wo beispielweise eine Rille durch einen Laufstreifen des Fahrzeugreifens verläuft, verläuft die Basisfläche als imaginäre Fläche oberhalb der Rille weiter; dort wo beispielsweise eine radial hervorstehende Rippe auf dem Laufstreifen angeordnet ist, verläuft die Basisfläche als imaginäre Fläche unter der radial hervorstehenden Rippe weiter.
Alle beschriebenen Merkmale beziehen sich insbesondere auf einen Neuzustand des Laufstreifens. Die mit den Merkmalen des Hauptanspruchs erzielten Effekte können durch bevorzugte Ausführungsformen und Ausgestaltungen unterstützt und weiter verstärkt werden
Eine konvexe Ausbildung des lateralen Überhangs an der ersten Rillenflanke in Richtung der zweiten Rillenflanke kann gegeben sein, wenn in dem ersten Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profilrille der laterale Überhang ausschließlich von einem ersten Paar einen ersten Winkel einschließender Flankensegmente und/oder einem ersten gekrümmten Flankensegment begrenzt wird, wobei der erste Winkel einen Wert von mehr als 180° annimmt, bzw. wobei das erste gekrümmte Flankensegment konvex in Richtung der zweiten Rillenflanke gekrümmt ist. Analog liegt eine konkave Ausbildung des lateralen Überhangs an der zweiten Rillenflanke in Richtung der ersten Rillenflanke beispielsweise dann vor, wenn in dem ersten Abschnitt entlang der Längsrichtung der Profilrille der laterale Überhang ausschließlich von einem zweiten Paar einen zweiten Winkel einschließender Flankensegmente und/oder einem zweiten gekrümmten Flankensegment begrenzt wird, wobei der zweite Winkel einen Wert von weniger als 180° annimmt, bzw. wobei das zweite gekrümmte Flankensegment konkav in Richtung der ersten Rillenflanke gekrümmt ist. Hierbei werden der erste und zweite Winkel in einer zur Radialrichtung senkrechten Fläche gemessen und sind in Richtung der jeweils gegenüberliegenden Rillenflanke geöffnet, wobei Krümmungsachsen des ersten bzw. zweiten gekrümmten Flankensegments parallel zur Radialrichtung verlaufen.
Die lateralen Überhänge in dem ersten Abschnitt können zueinander komplementär konvex bzw. konkav sein. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn der erste und der zweite Winkel sich in Summe zu 360° ergänzen und um eine gemeinsame Richtung zentriert sind und/oder wenn dass das erste und zweite gekrümmte Flankensegment konzentrische Kreisbögen sind.
Die Profilrille ist vorzugsweise eine Umfangsrille, also eine Rille, die sich über den gesamten Umfang eines mit dem Laufstreifen ausgestatteten Fahrzeugreifens erstreckt und in sich selbst mündet. Dabei kann die Umfangsrille lokal von der Umfangsrichtung abweichen und beispielsweise zickzackförmig verlaufen.
Vorzugsweise weist der Querschnitt in dem radial unteren Bereich keine Knicke auf, sondern ist durchgehend durch wohldefinierte Tangenten beschreibbar. Weiter vorzugsweise sind alle Krümmungen in dem Querschnitt mit Krümmungsradien von mehr als 3 mm beschreibbar. Ein Übergang zum radial oberen Bereich muss hiervon nicht betroffen sein, sondern kann Abkantungen und/oder durch einen Krümmungsradius von weniger als 3 mm beschreibbare Krümmungen aufweisen.
Der radial untere Bereich der Profilrille kann auf unterschiedliche Art und Weise asymmetrisch zur Radialrichtung ausgebildet sein. Die Profilrille kann einen Rillengrund umfassen, wobei der Rillengrund in dem radial unteren Bereich der Profilrille in einem ersten gekrümmten Teilbereich in die erste Rillenflanke übergehen kann und in einem zweiten gekrümmten Teilbereich in die zweite Rillenflanke übergehen kann. Hierbei ist vorzugsweise ein minimaler den ersten gekrümmten Teilbereich charakterisierender Krümmungsradius kleiner als ein minimaler den zweiten gekrümmten Teilbereich charakterisierender Krümmungsradius. Wenn die gekrümmten Teilbereiche Kreisbögen sind, wird jeder gekrümmte Teilbereich nur durch jeweils einen Krümmungsradius charakterisiert, der dann jeweils als minimaler Krümmungsradius gilt. Vorzugsweise weist die zweite Rillenflanke hierbei nach axial außen und die erste Rillenflanke in Richtung des Reifenäquators. Durch eine geringere Krümmung auf der axialen Außenseite und eine damit verbundene geringere Rissanfälligkeit kann einer stärkeren Beanspruchung von dieser Seite des Laufstreifens Rechnung getragen werden. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt ein Verhältnis zwischen dem minimalen den ersten gekrümmten Teilbereich charakterisierenden Krümmungsradius und dem minimalen den zweiten gekrümmten Teilbereich charakterisierenden Krümmungsradius zwischen 0,3 und 0,7 und vorzugsweise zwischen 0,45 und 0,55. Der Rillenboden kann zwischen den gekrümmten Teilbereichen geradlinig verlaufen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Rillenboden zwischen den beiden gekrümmten Teilbereichen am Übergang in die Rillenflanken hingegen ebenfalls gekrümmt. Ein minimaler den Rillenboden charakterisierender Krümmungsradius kann in einem Verhältnis von 2 bis 3, vorzugsweise von 2,4 bis 2,6 zu dem den zweiten gekrümmten Teilbereich charakterisierenden Krümmungsradius stehen. In einer Ausführungsform lassen sich der erste gekrümmte Teilbereich, der zweite gekrümmte Teilbereich und der Rillenboden jeweils durch einen Kreisbogen beschreiben, wobei die Kreisbögen tangential ineinander übergehen und wobei der radial tiefste Punkt der Profilrille am Berührungspunkt zwischen dem ersten gekrümmten Teilbereich und dem Rillenboden gelegen ist.
Der gesamte radial untere Bereich der Profilrille kann im zur Längserstreckung senkrechten Querschnitt durchgehend gekrümmt sein. Alternativ kann radial oberhalb des ersten gekrümmten Teilbereichs und/oder radial oberhalb des zweiten gekrümmten Teilbereichs innerhalb des radial unteren Bereichs ein geradliniger Teilbereich einer jeweiligen Rillenflanke anschließen. Insbesondere kann der Übergang zwischen dem ersten gekrümmten Teilbereich und einem geradlinigen Teilbereich der ersten Rillenflanke radial weiter unten erfolgen als der Übergang zwischen dem zweiten gekrümmten Teilbereich und einem geradlinigen Teilbereich der zweiten Rillenflanke. In einer Ausführungsform erfolgt in dem radial unteren Bereich der Profilrille ein Übergang von dem ersten gekrümmten Teilbereich in den geradlinigen Teilbereich der ersten Rillenflanke, nicht aber von dem zweiten gekrümmten Teilbereich in einen geradlinigen Teilbereich der zweiten Rillenflanke; mit anderen Worten kann sich der zweite gekrümmte Abschnitt in dem zur Längsrichtung senkrechten Querschnitt des radial unteren Bereichs der Profilrille bis zum Übergang in den radial oberen Bereich hinziehen, ohne dass in dem radial unteren Bereich ein geradliniger Teilbereich der zweiten Rillenflanke angeordnet wäre.
Die Rillenflanken weisen vorzugsweise Neigungswinkel gegenüber der Radialrichtung auf. Ein Neigungswinkel einer Rillenflanke kann auch lokal als Neigungswinkel einer Tangente an einem gekrümmten Teilbereich bestimmt werden. Neigungswinkel der Rillenflanken sind positiv, wenn sie sich nach radial oben und von der jeweils gegenüberliegenden Rillenflanke fortweisend öffnen, sodass eine V-förmige Rille beispielsweise zwei unter positiven Winkeln geneigte Rillenflanken aufweisen würde. Die Neigungswinkel der Rillenflanken in dem radial unteren Bereich sind vorzugsweise durchgehend positiv. Wenn die zweite Rillenflanke nach axial außen und die erste Rillenflanke in Richtung des Reifenäquators weist, kann eine Quersteifigkeit in axial äußerer Richtung gegenüber der axial inneren Richtung erhöht werden, indem ein minimaler Neigungswinkel der zweiten Rillenflanke in dem radial unteren Bereich größer gewählt wird als ein minimaler Neigungswinkel der ersten Rillenflanke in dem radial unteren Bereich. Auf diese Weise kann einer stärkeren Belastung des Laufstreifens von axial außen gezielt begegnet werden. Ein minimaler Neigungswinkel einer Rillenflanke in dem radial unteren Bereich ist vorzugsweise im Bereich eines geradlinigen Teilbereichs der Rillenflanke gegeben und/oder kann an einem radial oberen Ende des radial unteren Bereichs gegeben sein. Ein minimaler Neigungswinkel der ersten Rillenflanke in dem radial unteren Bereich und ein minimaler Neigungswinkel der zweiten Rillenflanke in dem radial unteren Bereich können in einem Verhältnis zwischen 1 :3 und 1 :2 stehen. Der minimale Neigungswinkel der ersten Rillenflanke in dem radial unteren Bereich kann zwischen 4° und 8° liegen.
Die Grenze zwischen dem radial oberen Bereich und dem radial unteren Bereich kann auf dem radialen Niveau eines radial unteren Endes der lateralen Überhänge definiert werden und/oder dort, wo die Rillenbreite von maximaler Profiltiefe kommend und in Richtung der Basisfläche blickend abzunehmen beginnt.
Zwischen den lateralen Überhängen im radial oberen Bereich und dem radial unteren Bereich können abgeschrägte Übergänge an den Rillenflanken ausgebildet sein. Wenn die Rillenbreite im Bereich der radialen Erstreckung der abgeschrägten Übergänge kleiner ist als in radial weiter unten gelegenen Positionen im radial unteren Bereich, können die abgeschrägten Übergänge dem radial oberen Bereich zugerechnet werden. Die abgeschrägten Übergänge können in einem zur Längserstreckung der Profilrille senkrechten Querschnitt Neigungswinkel gegenüber der Radialrichtung aufweisen, wobei die Neigungswinkel nach radial oben und zur jeweils gegenüberliegenden Rillenflanke hin geöffnet sind, sodass die abgeschrägten Übergänge den radial unteren Bereich überdachen. Ein Neigungswinkel kann, gemessen in der Mitte einer radialen Erstreckung bzw. einer Breitenerstreckung eines abgeschrägten Übergangs, zwischen 50° und 70° betragen. Radial oberhalb der abgeschrägten Übergänge können die lateralen Überhänge so ausgebildet sein, dass sich ein radialer Bereich konstanter Rillenbreite ergibt. Insbesondere können die Rillenflanken an den lateralen Überhängen in dem radialen Bereich konstanter Rillenbreite parallel zur Radialrichtung verlaufen. Ein radialer Erstreckungsanteil des radialen Bereichs konstanter Rillenbreite an dem radial oberen Bereich kann zwischen 0,1 und 0,5 betragen.
An den lateralen Überhängen an den Rillenflanken im radial oberen Bereich können Fasen als Übergänge zu der Basisfläche des Laufstreifens ausgebildet sein. Die Fasen können Neigungswinkel mit der Radialrichtung einschließen, wobei die Neigungswinkel radial nach außen und von der jeweils gegenüberliegenden Rillenflanke fortweisend geöffnet sind, sodass die Rillenbreite im radialen Erstreckungsbereich der Fasen nach radial außen zunimmt. Ein Neigungswinkel kann, gemessen in der Mitte einer radialen Erstreckung bzw. einer Breitenerstreckung einer Fase, zwischen 20° und 40° betragen.
Übergänge zwischen dem radial unteren Bereich der Profilrille, den abgeschrägten Übergängen, dem radialen Bereich konstanter Rillenbreite und/oder den Fasen im radial oberen Bereich der Profilrille sind vorzugsweise jeweils verrundet, sodass vorzugsweise der gesamte Querschnitt der Profilrille in einer zur Längserstreckung senkrechten Schnittfläche durch wohldefinierte Tangenten beschreibbar ist.
Bevorzugt kann die erste Rillenflanke, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, in einem zweiten Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profilrille in dem radial oberen Bereich in Richtung der zweiten Rillenflanke konkav und die zweite Rillenflanke in dem radial oberen Bereich des zweiten Abschnitts in Richtung der ersten Rillenflanke konvex ausgebildet sein. Mit anderen Worten können der erste und der zweite Abschnitt gegenteilig komplementär zueinander ausgebildet sein, sodass sich aus den beiden Abschnitten entlang der Längserstreckung der Profilrille ein S-förmiger oder zickzackförmiger Verlauf zusammensetzen lässt.
Alternativ kann der zweite Abschnitt mit in Richtung der Längserstreckung geradlinigen Flanken ausgebildet sein. Die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des ersten Abschnitts kann größer sein als in dem radial oberen Bereich des zweiten Abschnitts. Insbesondere kann ein sich in dem radial oberen Bereich erfindungsgemäß verengender und wieder aufweitender Verlauf sich entlang der Längserstreckung der Profi Iri Ile aus Abschnitten nach Art des ersten und zweiten Abschnitts zusammensetzen lassen. Ein Verhältnis zwischen der Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des ersten Abschnitts und der Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des zweiten Abschnitts kann zwischen 2:1 und 10:1 , vorzugsweise zwischen 4:1 und 6:1 betragen. Die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des ersten Abschnitts kann zwischen 10 mm und 25 mm betragen.
Der erste Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profilrille kann eine erste Länge aufweisen und der zweite Abschnitt entlang der Längserstreckung der Profi Iri Ile kann eine zweite Länge aufweisen. In einer Ausführungsform können die erste und die zweite Länge einander gleichen. In einer alternativen Ausführungsform können die erste und die zweite Länge in einem Verhältnis von mehr als 5:4 oder weniger als 4:5 stehen. Wenn sich die Rillenbreiten in dem ersten und zweiten Abschnitt unterschieden, kann mit einem solchermaßen ungleichen Längenverhältnis eine gezielte Einstellung eines Negativanteils in der Lauffläche vorgenommen werden.
Der erste und der zweite Abschnitt können entlang der Längserstreckung durch einen Verjüngungsabschnitt miteinander verbunden sein, wobei die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des Verjüngungsabschnitts von dem ersten Abschnitt zu dem zweiten Abschnitt abnimmt. Auf diese Weise lässt sich ein kontinuierlicher Übergang zwischen verschiedenen Rillenbreiten in zwei benachbarten ersten und zweiten Abschnitten realisieren. Der erste Abschnitt, der Verjüngungsabschnitt und der zweite Abschnitt können durch einen Verbreiterungsabschnitt zu einem Quartett von Abschnitten ergänzt werden, wobei entlang der Längserstreckung der Profilrille mehrere gleichartige Quartette aneinandergereiht sind, wobei der Verbreiterungsabschnitt eines ersten Quartetts den zweiten Abschnitt des ersten Quartetts mit einem ersten Abschnitt eines zweiten Quartetts verbindet und wobei die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich des Verbreiterungsabschnitts von dem zweiten Abschnitt des ersten Quartetts zu dem ersten Abschnitt des zweiten Quartetts zunimmt. Die Längen der gleichartigen Quartette entlang der Längserstreckung der Profilrille können identisch sein oder im Rahmen einer an sich bekannten Variation einer Pitchlänge eines in dem Laufstreifen ausgebildeten Profils variieren. Eine Länge eines Quartetts von Abschnitten und eine Pitchlänge eines in dem Laufstreifen ausgebildeten Profils können vorzugsweise in einem Verhältnis von 1 :3 bis 1 :1 stehen.
Eine Rillenbreite in dem radial unteren Bereich kann entlang der Längserstreckung der Profilrille konstant sein oder zumindest eine geringere Variation aufweisen als die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich. Eine maximale Rillenbreite in dem radial unteren Bereich kann vorzugsweise zwischen 5 mm und 15 mm betragen. Durch eine entlang der Längserstreckung der Profilrille im Wesentlichen konstante Rillenbreite kann eine effiziente Entwässerungsfunktion im radial unteren Bereich sichergestellt werden.
Für die Form des Verlaufs der Profi Iri Ile entlang der Längserstreckung im radial unteren Bereich sind zwei alternative, jeweils vorteilhafte Ausführungen hervorzuheben: Gemäß einer ersten Alternative kann die Profilrille in dem radial unteren Bereich einen geradlinigen Verlauf aufweisen. In diesem Fall kann die Profilrille im radial oberen Bereich mit zwei zueinander gegenteilig komplementären Abschnitten entlang der Längserstreckung der Profilrille einen S-förmigen oder zickzackförmigen Verlauf annehmen und im Gegensatz hierzu im radial unteren Bereich geradlinig verlaufen. Auf diese Weise kann im radial oberen Bereich besonders viel Kantenlänge für einen guten Nassgriff bereitgestellt werden, während im radial unteren Bereich eine einfache und effiziente Drainage ermöglicht werden kann. Gemäß einer zweiten Alternative ist die ersten Rillenflanke, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, in dem radial unteren Bereich des ersten Abschnitts in Richtung der zweiten Rillenflanke konvex und die zweite Rillenflanke in dem radial unteren Bereich des ersten Abschnitts in Richtung der ersten Rillenflanke konkav ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich kann die erste Rillenflanke, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, in dem radial unteren Bereich des zweiten Abschnitts in Richtung der zweiten Rillenflanke konkav und die zweite Rillenflanke in dem radial unteren Bereich des zweiten Abschnitts in Richtung der ersten Rillenflanke konvex ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann die Profilrille in dem ersten Abschnitt und/oder dem zweiten Abschnitt im radial unteren Bereich eine ähnliche Grundform wie im radial oberen Bereich aufweisen und sich optional in der Rillenbreite von dem radial oberen Bereich unterscheiden. Auf diese Weise kann eine gute Kontinuität zwischen radial oberem und unterem Bereich gewährleistet werden, was Stabilität und Steifigkeit des Laufstreifens zuträglich sein kann.
Die Erfindung richtet sich außerdem auf einen Fahrzeugreifen mit einem vor- und/oder nachstehend beschriebenen Laufstreifen. Gemäß der Erfindung ausgeführte Fahrzeugreifen sind Reifen beliebiger Bauart, insbesondere Radialreifen, und Reifen beliebigen Typs, insbesondere Fahrzeugluftreifen für Kraftfahrzeuge, wie Personenkraftwagen, Light-Trucks oder Nutzfahrzeuge. Besonders vorteilhaft ist die Erfindung an Fahrzeugreifen für Lastkraftwagen im Fernverkehr einzusetzen.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand vorteilhafter Ausführungsformen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 schematisch und ausschnittsweise eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Laufstreifens,
Figur 2 schematisch eine Schnittansicht einer Profilrille gemäß der in Fig. 1 eingezeichneten Schnittlinie ll-ll,
Figur 3 schematisch und ausschnittsweise eine Draufsicht und eine Schnittansicht einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Laufstreifens,
Figur 4 schematisch eine auf einen radial unteren Bereich einer Profilrille konzentrierte Schnittansicht in einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Laufstreifens.
Figur 1 zeigt eine Profilrille 1 , die sich als Umfangsrille um eine in der Zeichnungsebene von oben nach unten verlaufenden Umfangsrichtung erstreckt. Die Axialrichtung verläuft in der Zeichnungsebene von links nach rechts, wobei eine axiale Außenseite rechts gelegen ist. Wie an dessen in der Draufsicht gemäß Fig. 1 teilweise verborgenden geradlinigen Konturen zu erkennen, verläuft ein Rillenboden 11 in der gezeigten Ausführungsform geradlinig entlang der Umfangsrichtung. In einem radial oberen Bereich 2 (vgl. auch Fig. 2) sind laterale Überhänge 6 so ausgebildet, dass in einem ersten Abschnitt 7 entlang der Längserstreckung der Profilrille eine erste Rillenflanke 4 in Richtung einer zweiten Rillenflanke 5 konvex und die zweite Rillenflanke 5 in Richtung der ersten Rillenflanke 4 konkav geformt ist. Die lateralen Überhänge 6 nehmen in einem Verjüngungsabschnitt 9 der Profilrille so zu, dass sich eine Rillenbreite in dem radial oberen Bereich 2 in Richtung eines zweiten Abschnitts 8 verringert. In dem zweiten Abschnitt 8 sind die lateralen Überhänge 6 so ausgebildet, dass die erste Rillenflanke 4 in Richtung der zweiten Rillenflanke 5 konkav und die zweite Rillenflanke 5 in Richtung der ersten Rillenflanke 4 konvex geformt ist. Die lateralen Überhänge nehmen in einem Verbreiterungsabschnitt 10 wieder ab, sodass die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich 2 in Richtung eines weiteren ersten Abschnitts 7a wieder zunimmt. Die vier Abschnitte 7, 8, 9, 10 formen gemeinsam ein Quartett, welches in seiner Grundform als exklusiver Baustein der Profilrille 1 dienen kann, wobei die Länge verschiedener aneinandergereihter Quartette mit einer Pitchlänge in dem Laufstreifen variieren kann.
Figur 2 zeigt eine Schnittansicht der Profilrille 1 in einer zur Umfangsrichtung senkrechten Schnittebene gemäß der in Fig. 1 markierten Position ll-ll. Der radial untere Bereich erstreckt sich zwischen einem Rillenboden 11 und dem radialen Beginn der lateralen Überhänge 6 an den Rillenflanken 4, 5, wo eine Rillenbreite nach radial außen abzunehmen beginnt. Der radial obere Bereich 2 erstreckt sich zwischen dem radial äußeren Ende des radial inneren Bereichs 3 und einer Basisfläche an der Lauffläche des Laufstreifens.
Figur 3 zeigt im linken Bildbereich eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Laufstreifens. In der Draufsicht ist eine in den Grundzügen von der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bekannte Gestaltung der lateralen Überhänge 6 im radial oberen Bereich 2 zu erkennen, wobei sich die Rillenbreite über einen ersten und zweiten Abschnitt 7, 8 sowie Verjüngungs- und Verbreiterungsabschnitten 9, 10 aufweitet bzw. verengt. Im Gegensatz zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform verläuft ein Rillenboden 11 bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform jedoch nicht geradlinig, sondern ähnlich wie die lateralen Überhänge 6 im radial oberen Bereich 2 geschwungen. Dies ist in der im rechten Bildbereich gezeigten Schnittansicht besser erkennbar, wobei die Schnittebene durch den radial unteren Bereich 3 verläuft und senkrecht auf der Radialrichtung steht. Demgemäß ist die ersten Rillenflanke 4 in dem radial unteren Bereich 3 des ersten Abschnitts 7 in Richtung der zweiten Rillenflanke 5 konvex und die zweite Rillenflanke 5 in dem radial unteren Bereich 3 des ersten Abschnitts 7 in Richtung der ersten Rillenflanke 4 konkav ausgebildet. Analog sind auch die Rillenflanken 4, 5 in dem zweiten Abschnitt 8 nach dem Grundmuster der lateralen Überhänge 6 im radial oberen Bereich 2 ausgeformt. Wie an den gegenüber der Rillenmitte in der Zeichnungsebene nach links, bzw. im Laufstreifen nach axial innen versetzten Konturen des Rillenbodens 11 zu erkennen, ist der radial untere Bereich asymmetrisch ausgestaltet.
Figur 4 zeigt anhand einer weiteren Ausführungsform eine asymmetrische Ausgestaltung des radial unteren Bereichs 3 einer Profilrille 1 in einer Schnittansicht, wobei die Schnittebene senkrecht auf der Umfangsrichtung steht. Die Darstellung ist insbesondere in Bezug den Übergang zum radial oberen Bereich 2 nur schematisch dargestellt und berücksichtigt beispielsweise keine ggf. vorteilhaften und/oder technisch notwendigen Verrundungen an den Übergängen in die lateralen Überhänge 6. Der Rillenboden 11 geht in einem ersten gekrümmten Teilbereich 12 in einen geradlinigen Teilbereich der ersten Rillenflanke 4 über und in einem zweiten gekrümmten Teilbereich 13 in einen geradlinigen Teilbereich der zweiten Rillenflanke 5 über. Ein den ersten gekrümmten Teilbereich 12 charakterisierender Krümmungsradius 14 ist kleiner als ein den zweiten gekrümmten Teilbereich 13 charakterisierender Krümmungsradius 15. In dem gezeigten Beispiel stehen die Radien 14, 15 in einem Verhältnis von 1 :2. Die Rillenflanken 4, 5 weisen Neigungswinkel 16, 17 gegenüber der Radialrichtung auf. Ein minimaler Neigungswinkel 16 der ersten Rillenflanke 4 in dem radial unteren Bereich 3 liegt an dem geradlinigen Teilbereich der ersten Rillenflanke 4 und ein minimaler Neigungswinkel 17 der zweiten Rillenflanke 5 in dem radial unteren Bereich 3 liegt in dem geradlinigen Teilbereich der zweiten Rillenflanke 5 vor. Die beiden minimalen Neigungswinkel 16, 17 stehen in dem gezeigten Beispiel in einem Verhältnis von ca. 2:5 Der Rillenboden 11 zwischen den beiden gekrümmten Teilbereichen 12, 13 ist in dem gezeigten Beispiel gekrümmt. Ein den Rillenboden 11 charakterisierender Krümmungsradius 19 ist in Fig. 4 nicht in vollständiger Länge dargestellt. Der Radius 19 steht in dem gezeigten Beispiel in einem Verhältnis von 2,5 zu dem den zweiten gekrümmten Teilbereich 13 charakterisierenden Krümmungsradius 15. Bezugszeichenliste
1 Profilrille
2 radial oberer Bereich
3 radial unterer Bereich
4 erste Rillenflanke
5 zweite Rillenflanke
6 laterale Überhänge
7 erster Abschnitt
8 zweiter Abschnitt
9 Verjüngungsabschnitt
10 Verbreiterungsabschnitt
11 > Rillenboden
12 erster gekrümmter Teilbereich
13 zweiter gekrümmter Teilbereich
14 minimaler den Teilbereich 12 charakterisierender Krümmungsradius
15 minimaler den Teilbereich 13 charakterisierender Krümmungsradius
16 minimaler Neigungswinkel der ersten Rillenflanke
17 minimaler Neigungswinkel der zweiten Rillenflanke
19 den Rillenboden charakterisierender Krümmungsradius

Claims

Patentansprüche
1. Laufstreifen für einen Fahrzeugreifen, wobei eine Profilrille (1 ) mit einem radial oberen Bereich (2) und einem radial unteren Bereich (3) sowie mit einer ersten Rillenflanke (4) und einer zweiten Rillenflanke (5) in dem Laufstreifen ausgebildet ist, wobei in dem radial oberen Bereich (2) der Profilrille (1 ) laterale Überhänge (6) so an den Rillenflanken (4, 5) ausgebildet sind, dass eine Rillenbreite der Profilrille (1 ) in dem radial oberen Bereich (2) wenigstens entlang von Teilen einer Längserstreckung der Profilrille (1 ) geringer als in dem radial unteren Bereich (3) der Profilrille (1 ) ist und wobei, betrachtet in einer zur Längserstreckung senkrechten Schnittfläche, der radial untere Bereich (3) asymmetrisch zu einer Radialrichtung ausgebildet ist, d a d u r c h g e k e n z e i c h n e t, dass sich die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich (2) entlang der Längserstreckung abwechselnd verengt und wieder aufweitet, wobei, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, die erste Rillenflanke (4) in einem ersten Abschnitt (7) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) in dem radial oberen Bereich (2) in Richtung der zweiten Rillenflanke (5) konvex und die zweite Rillenflanke (5) in dem radial oberen Bereich (2) des ersten Abschnitts (7) in Richtung der ersten Rillenflanke (4) konkav ausgebildet ist.
2. Laufstreifen gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Rillenboden (11 ) der Profilrille (1 ) in einem ersten gekrümmten Teilbereich (12) in die erste Rillenflanke (4) übergeht und in einem zweiten gekrümmten Teilbereich (13) in die zweite Rillenflanke (5) übergeht, wobei ein minimaler den ersten gekrümmten Teilbereich (12) charakterisierender Krümmungsradius (14) kleiner ist als ein minimaler den zweiten gekrümmten Teilbereich (13) charakterisierender Krümmungsradius (15).
3. Laufstreifen gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis zwischen dem minimalen den ersten gekrümmten Teilbereich (12) charakterisierenden Krümmungsradius (14) und dem minimalen den zweiten gekrümmten Teilbereich (13) charakterisierenden Krümmungsradius (15) zwischen 0,3 und 0,7 beträgt.
4. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillenflanken (4, 5) Neigungswinkel (16, 17) gegenüber der Radialrichtung aufweisen, wobei ein minimaler Neigungswinkel (16) der ersten Rillenflanke (4) in dem radial unteren Bereich (3) und ein minimaler Neigungswinkel (17) der zweiten Rillenflanke (5) in dem radial unteren Bereich (3) in einem Verhältnis zwischen 1 :3 und 1 :2 stehen.
5. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, die erste Rillenflanke (4) in einem zweiten Abschnitt (8) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) in dem radial oberen Bereich (2) in Richtung der zweiten Rillenflanke (5) konkav und die zweite Rillenflanke (5) in dem radial oberen Bereich (2) des zweiten Abschnitts (8) in Richtung der ersten Rillenflanke (4) konvex ausgebildet ist.
6. Laufstreifen gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (7) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) eine erste Länge aufweist und dass der zweite Abschnitt (8) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) eine zweite Länge aufweist, wobei die erste und die zweite Länge in einem Verhältnis von mehr als 5:4 oder weniger als 4:5 zueinander stehen.
7. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich (2) des ersten Abschnitts (7) größer ist als in dem radial oberen Bereich (2) des zweiten Abschnitts (8).
8. Laufstreifen gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Abschnitt (7, 8) durch einen Verjüngungsabschnitt (9) miteinander verbunden sind, wobei die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich (2) des Verjüngungsabschnitts (9) von dem ersten Abschnitt (7) zu dem zweiten Abschnitt (8) abnimmt.
9. Laufstreifen gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (7), der Verjüngungsabschnitt (9) und der zweite Abschnitt (8) durch einen Verbreiterungsabschnitt (10) zu einem Quartett von Abschnitten (7, 8, 9, 10) ergänzt werden, wobei entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) mehrere gleichartige Quartetts aneinandergereiht sind, wobei der Verbreiterungsabschnitt (10) eines ersten Quartetts den zweiten Abschnitt (8) des ersten Quartetts mit einem ersten Abschnitt (7a) eines zweiten Quartetts verbindet und wobei die Rillenbreite in dem radial oberen Bereich (2) des Verbreiterungsabschnitts (10) von dem zweiten Abschnitt (8) des ersten Quartetts zu dem ersten Abschnitt (7a) des zweiten Quartetts zunimmt.
10. Laufstreifen gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge eines Quartetts von Abschnitten (7, 8, 9, 10) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) und eine Pitchlänge eines in dem Laufstreifen ausgebildeten Profils in einem Verhältnis von 1 :3 bis 1 :1 stehen.
11. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillenbreite in dem radial unteren Bereich (3) entlang der Längserstreckung der Profilrille (1 ) konstant ist.
12. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass eine maximale Rillenbreite in dem radial unteren Bereich (3) zwischen 5 mm und 15 mm beträgt.
13. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilrille (1 ) in dem radial unteren Bereich (3) einen geradlinigen Verlauf aufweist.
14. Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass, betrachtet in einer zur Radialrichtung senkrechten Schnittfläche, die ersten Rillenflanke (4) in dem radial unteren Bereich (3) des ersten Abschnitts (7) in Richtung der zweiten Rillenflanke (5) konvex und die zweite Rillenflanke (5) in dem radial unteren Bereich (3) des ersten Abschnitts (7) in Richtung der ersten Rillenflanke (4) konkav ausgebildet ist.
15. Fahrzeugreifen mit einem Laufstreifen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14.
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