EP4732638A1 - Vorrichtung zur verbindung mit einem gehäuse - Google Patents
Vorrichtung zur verbindung mit einem gehäuseInfo
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- EP4732638A1 EP4732638A1 EP24733971.6A EP24733971A EP4732638A1 EP 4732638 A1 EP4732638 A1 EP 4732638A1 EP 24733971 A EP24733971 A EP 24733971A EP 4732638 A1 EP4732638 A1 EP 4732638A1
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Abstract
Vorrichtung (100) und System (300) zur Aufnahme einer mit elektrischen oder elektronischen Bauteilen bestückten Leiterplatte, umfassend einen ersten Gehäuseteil (110) zur Aufnahme der bestückten Leiterplatte, wobei Führungselemente (120) zur Aufnahme der Leiterplatte ausgebildet sind, wobei die Führungselemente (120) als Schlitz oder Nut und/oder als hochstehender Steg ausgebildet sind, einen zweiten Gehäuseteil (130) zur Abdeckung des ersten Gehäuseteils (110), wobei der zweite Gehäuseteil (130) auf dem ersten Gehäuseteil (110) werkzeuglos montierbar ist, und wobei der zweite Gehäuseteil (130) einen weiteren Steg (140) zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils (130) in Längsrichtung umfasst.
Description
Vorrichtung zur Verbindung mit einem Gehäuse
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme einer elektrischen Schaltung.
Dabei ist die Vorrichtung zur Verbindung mit einem weiteren Gehäuse ausgelegt, in dem weitere elektrische und/oder elektronische Komponenten enthalten sind, die einen Energiespeicher umfassen können. Die Vorrichtung kann dabei selbst als ein Gehäuse ausgebildet sein. Ein System aus Vorrichtung und weiterem Gehäuse kann ein Schaltungssystem bilden zum Einsatz in elektrischen Steuerungen oder dergleichen.
Bekannt sind Vorrichtungen, die eine Leiterplatte mit elektrischen und/oder elektronischen Komponenten aufnehmen, die mit Komponenten im weiteren Gehäuse in Verbindung stehen. Die elektrischen und/oder elektronischen Komponenten in dem weiteren Gehäuse können dabei als elektrischer Energiespeicher ausgebildet sein. Die in die Vorrichtung aufnehmbare Leiterplatte ist elektrisch mit den Komponenten im weiteren Gehäuse verbunden oder verbindbar. Eine durch die Leiterplatte und deren Komponenten gebildete elektrische Schaltung kann den Betrieb des Energiespeichers steuern und moderieren.
Separate mechanische Befestigungselemente der Vorrichtung können einer Befestigung der Leiterplatte dienen. Dabei können verschiedene Arten von Befestigungselementen zum Einsatz kommen, zum Beispiel Schrauben, Nieten, Klemmen oder dergleichen, die zumindest zum Teil einen Werkzeugeinsatz erfordern. Der Werkzeugeinsatz kann die Verwendung verschiedener Werkzeuge umfassen, wie zum Beispiel verschiedene Schraubendreher, Schraubenschlüssel, Lehren oder Nietwerkzeuge.
Weiter kann die elektrische Verbindung der Energiespeicher mit weiteren Komponenten einer Schalt- oder Steuereinrichtung über die in der Vorrichtung angeordnete Leiterplatte erfolgen, wobei die Leiterplatte dafür entsprechende Schnittstellenkomponenten aufweist. Korrespondierend zu den Schnittstellenkomponenten weist die Vorrichtung Durchbrüche und Aufnahmen aus.
Allerdings sind bei der Montage der Vorrichtung eine Vielzahl von Montageschritten nötig, um die mechanischen Komponenten der Vorrichtung und die Leiterplatte bestimmungsgemäß anzuordnen und zu fixieren. Insbesondere kann die Verwendung verschiedener Verbindungstechniken, gegebenenfalls in Verbindung mit verschiedenen Werkzeugen, die Montage aufwändig gestalten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Technik anzugeben, welche die Montage der Vorrichtung und der darin angeordneten Leiterplatte vereinfacht.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, sind im Folgenden unterteilweiser Bezugnahme auf die Figuren offenbart.
Ein erster Aspekt betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme einer mit elektrischen oder elektronischen Bauteilen bestückten Leiterplatte. Die Vorrichtung umfasst einen ersten Gehäuseteil zur Aufnahme der bestückten Leiterplatte. Führungselemente sind zur Aufnahme der Leiterplatte ausgebildet, wobei die Führungselemente als Schlitz oder Nut und/oder als hochstehender Steg ausgebildet sein können. Weiter umfasst die Vorrichtung einen zweiten Gehäuseteil zur Abdeckung des ersten Gehäuseteils. Der zweite Gehäuseteil ist auf dem ersten Gehäuseteil werkzeuglos montierbar. Der zweite Gehäuseteil umfasst einen weiteren Steg zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils in Längsrichtung.
Der erste Gehäuseteil (Grundgehäuseteil) kann dabei als Wanne ausgebildet sein, die zur Aufnahme der Leiterplatte geeignet ist. Dabei kann die Wanne die Führungselemente umfassen sowie Versteifungsrippen und Befestigungselemente für weitere aufzunehmende Bauteile oder Komponenten für einen späteren Betrieb als mechanische und elektrische Schnittstelle für einen anschließbaren elektrischen Energiespeicher. Es können auch Führungselemente für eine oder mehrere weitere Leiterplatten vorhanden sein. Die Leiterplatten können dabei über Führungsschienen seitlich und ergänzend oder alternativ über hochstehende Stege in Position gehalten werden.
Der zweite Gehäuseteil (Gehäusedeckel) kann auf seiner dem ersten Gehäuseteil im montierten Zustand abgewandten Außenseite eine flächige, glatte Oberfläche umfassen, die bis auf vorhandene Durchbrüche geschlossen ausgeführt ist. Neben der Oberfläche kann die Außenseite weitere Elemente umfassen, die rechtwinklig zu der Oberfläche angeordnet sein können und flächige, und ergänzend oder alternativ, gekrümmte Teilelemente umfassen können. Auf seiner Innenseite kann der zweite Gehäuseteil Führungselemente umfassen sowie Versteifungsrippen und/oder Befestigungselemente für zu montierende Bauelemente aufweisen. Die Versteifungsrippen können als einfacher Steg oder als doppelter Steg ausgeführt sein, wobei der doppelte Steg auch Querrippen zur Verbindung beider Stege umfassen kann. Dabei können die Stege eine Höhe entsprechend der Wandstärke der Gehäuseteile aufweisen. Alternativ oder ergänzend können die Stege auch eine vielfache Höhe der Wandstärke der Gehäuseteile aufweisen. Dabei können Querrippen zur Versteifung der Stege angeordnet sein, die sich mit zunehmender
Steghöhe verjüngen. Der weitere Steg kann in Längsrichtung parallel zu einer Schwenkachse des zweiten Gehäuseteils angeordnet sein und kann im Wesentlichen die Länge der Längsseite des zweiten Gehäuseteils aufweisen.
Der erste Gehäuseteil und der zweite Gehäuseteil können aus Kunststoff gefertigt sein oder bestehen, zum Beispiel als Spritzgussteile ausgeführt sein. Die Gehäuseteile können dabei eine gewisse Elastizität aufweisen, sodass Rasthaken, Rastnasen oder ähnliche elastische Elemente als Elemente der Spritzgussteile ausführbar sind. Alternativ oder ergänzend können die Führungselemente Bestandteile der Spritzgussteile sein. Entsprechend können die Spritzgussteile alle notwendigen Ausprägungen oder Komponenten des ersten Gehäuseteils bzw. des zweiten Gehäuseteils umfassen, sodass eine Komplettierung des jeweiligen Spritzgussteils zu dem ersten bzw. zweiten Gehäuseteil entfällt.
Vorteilhaft können durch die wannenförmige Ausbildung des ersten Gehäuseteils einerseits und die Versteifung des zweiten Gehäuseteils durch den weiteren Steg andererseits zwei verwindungssteife Gehäuseteile ausgebildet werden, sodass deren zuverlässige mechanischer Verbindung durch angespritzte Verbindungselemente möglich ist.
In Ausführungsbeispielen kann der zweite Gehäuseteil eine erste Ausnehmung zur Durchführung von elektrischen Leitern umfassen.
Dabei kann die erste Ausnehmung an der Oberfläche des zweiten Gehäuseteils angeordnet sein. Die erste Ausnehmung kann allseits von der Oberfläche des zweiten Gehäuseteils umgeben sein.
Ergänzend oder alternativ kann die erste Ausnehmung auch an den weiteren Elementen der Außenseite angeordnet sein. Weiter ergänzend oder alternativ kann die erste Ausnehmung auch Teile der Oberfläche und damit verbundene Teile der weiteren Elemente umfassen. Die erste Ausnehmung kann zur Durchführung von mehreren Kabeln (d.h. isolierten Leitern) geeignet sein, die z.B. (beispielsweise entsprechend Nenngrößen der Batterien) für Spannungen von 12 V oder 24 V bis 48 V oder zwischen 400 V und 800 V Spannungen, oder Lade- oder Entladeströme von 1 A , 20 A oder 100 A, oder für Ladungskapazitäten der Batterien von 10 Ah bis 300 Ah, oder für Energiekapazitäten der Batterien von 50 Wh bis 50 kWh oder mehr (z.B. 128 kWh) ausgelegt sind.
Der elektrischen Energiespeicher kann auch als Batterie (oder Batterien) bezeichnet werden. Vorzugsweise kann der elektrischen Energiespeicher wiederaufladbar sein, d.h. Sekundärzellen umfassen.
Vorteilhaft können durch die erste Ausnehmung quer (beispielsweise rechtwinklig) zur Oberfläche (und optional auch zumindest temporär schräg) verlaufende Kabel ohne Beeinträchtigung durch mechanische Spannung oder Knicke in die zweite Gehäusehälfte eingeführt werden.
In weiteren Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil und ergänzend oder alternativ der zweite Gehäuseteil mit ersten Befestigungselementen untereinander verbindbar sein oder verbunden sein. Ergänzend oder alternativ kann der erste Gehäuseteil und ergänzend oder alternativ der zweite Gehäuseteil mit zweiten Befestigungselementen mit einem weiteren Gehäuse verbindbar sein oder verbunden sein.
Dabei können die ersten und ergänzend oder alternativ die zweiten Befestigungselemente als Rasthaken und Rastnasen ausgebildet sein, wobei die Rasthaken in korrespondierenden Rasthakenausnehmungen beim Zusammenfügen der Gehäuseteile und/oder des weiteren Gehäuses eingeführt werden. Rastnasen können als Federelemente ausgebildet sein, die hinter dem zu fixierenden Gehäuse (oder Gehäuseelement) einhaken (z.B. formschlüssig), sodass das zu fixierende Gehäuse auf der einen Seite durch Rasthaken und auf der gegenüberliegenden Seite durch Rastnasen fixiert ist.
So können zum Beispiel im ersten Gehäuseteil zur Befestigung des zweiten Gehäuseteils Rastnasen ausgebildet sein. Im ersten Gehäuseteil können weiter korrespondierende Rasthaken ausgebildet sein, die beim Zusammenfügen der ersten Gehäuseteils mit dem zweiten Gehäuseteil zusammen mit den Rastnasen die Gehäuseteile verrasten.
Weiter können am ersten Gehäuseteil oder alterativ oder ergänzend am zweiten Gehäuseteil Rasthaken und alterativ oder ergänzend Rastnasen zur Befestigung der Vorrichtung mit dem weiteren Gehäuse angeordnet sein. Das weitere Gehäuse kann dabei als Spritzgussteil aus Kunststoff oder als Blechgehäuse ausgeführt sein. Das weitere Gehäuse kann einen elektrischen Energiespeicher umfassen.
Vorteilhaft ist eine solche Verrastung werkzeuglos durchführbar, was die Montage vereinfacht, beschleunigt und verbilligt.
In anderen Ausführungsbeispielen können die zweiten Befestigungselemente Führungsschienen und alterativ oder ergänzend Rasthaken und alterativ oder ergänzend Rastnasen umfassen, die auf einer Halteplatte der Vorrichtung angeordnet sind, die von der Vorrichtung absteht, wenn der erste Gehäuseteil mit dem zweiten Gehäuseteil montiert ist.
Die zweiten Befestigungselemente können auf der Oberseite der Halteplatte, die dem ersten Gehäuseteil abgewendet ist, angeordnet sein. In diesem Fall kann die Halteplatte unter dem weiteren Gehäuse angeordnet werden. Alternativ können die zweiten Befestigungselemente auf der Unterseite der Halteplatte, die dem ersten Gehäuseteil zugewendet ist, angeordnet sein. In diesem Fall kann die Halteplatte im weiteren Gehäuse angeordnet werden, zum Beispiel auf dem der Vorrichtung zugewandten Boden des weiteren Gehäuses.
Der erste Gehäuseteil kann zuerst mit dem weiteren Gehäuse montiert werden. Anschließend kann der zweite Gehäuseteil montiert werden. Dieses zweite Teil kann dabei so ausgebildet sein, dass es eine weitere Verbindung zum weiteren Gehäuse ermöglicht unabhängig von den Befestigungselementen auf der Halteplatte. Diese können ebenfalls als Rasthaken und korrespondierende Rastnasen ausgebildet sein.
Vorteilhaft kann so die Verbindung der Vorrichtung mit dem weiteren Gehäuse verbessert werden und die weitere Verbindung zum weiteren Gehäuse kann zusätzlich zur Sicherung dienen, falls Rastnasen brechen.
In Ausführungsbeispielen kann das weitere Gehäuse als Batteriegehäuse ausgeführt sein. Optional kann die erste Ausnehmung zumindest zum Teil dem weiteren Gehäuse zugewandt sein, wenn das weitere Gehäuse mit dem zweiten Gehäuseteil montiert ist.
Das weitere Gehäuse kann korrespondierend zur Anordnung der ersten Ausnehmung im zweiten Gehäuseteil eine Ausnehmung zur Durchführung der Kabel zwischen Vorrichtung und weiterem Gehäuse aufweisen. Das weitere Gehäuse kann aus Blech bestehen. Im verbundenen Zustand der Vorrichtung und des weiteren Gehäuses sind die Ausnehmungen zumindest zum Teil abgedeckt, sodass sie von außen schwer zugänglich sind.
Vorteilhaft kann so ein geschützter Verlauf der Kabel zwischen Vorrichtung und dem weiteren Gehäuse erreicht werden.
In weiteren Ausführungsbeispielen können die sich im montierten Zustand berührenden Konturen des ersten Gehäuseteils und des zweiten Gehäuseteils dazu ausgebildet sein, ein geschlossenes Gehäuse zu bilden.
Der Schutz kann beispielsweise durch eine umfassende und parallele Konturführung sich berührenden Kanten des ersten Gehäuseteils (Grundgehäuseteil) und des zweiten Gehäuseteils (Gehäusedeckel) gegeben sein, wobei die sich berührenden Kanten staub- und feuchtigkeitsdicht ausgebildet sein können.
Vorteilhaft kann so die elektrische Schaltung der Leiterplatte vor Staub und Feuchtigkeit geschützt werden.
In anderen Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil und/oder der zweite Gehäuseteil Rasthaken umfassen zur Montage des ersten Gehäuseteils mit dem zweiten Gehäuseteil.
Die als Rasthaken ausgeführten Befestigungselemente sind Elemente des jeweiligen Spritzgussteils. Sie sind mit dem jeweiligen Gehäuseteil verbunden. Sie sind dabei elastisch federnd ausgeführt und können bei entsprechender Krafteinwirkung durch Verformung in dafür vorgesehene Rasthakenausnehmungen einrasten, bei der auch der zugehörige Gehäuseteil elastisch verformt werden kann. Nach Beendigung der Krafteinwirkung nehmen die Rasthaken ihre Ursprungsposition wieder ein und können so zusammen mit weiteren Rasthaken oder anderen Anschlagselementen, zum Beispiel Rastnasen, eine Verrastung des ersten Gehäuseteils mit dem zweiten Gehäuseteil bewirken. Ein Lösen der Verrastung ist durch die erneute Verformung der Rasthaken möglich. Die Rasthaken können eine Mehrzahl von Einrast- und Ausrastvorgängen durchführen ohne Schaden zu nehmen. Auch Rastnasen sind zur elastischen Bewegung ausgebildet.
Vorteilhaft kann so eine zuverlässige und preiswerte Verrastung der Gehäuseteile erreicht werden.
In Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil (Grundgehäuseteil) eine zweite Ausnehmung umfassen zur Aufnahme (z.B. mindestens) einer elektrischen Sicherung.
Die elektrische Sicherung kann dabei als Schmelzsicherung ausgeführt sein. Diese kann als zylindrische Bauform oder als flache Bauform mit Messerkontakten ausgeführt sein. Die zweite Ausnehmung erlaubt den Zugriff auf die Sicherung und deren Wechsel, wenn die Vorrichtung mit dem weiteren Gehäuse verbunden ist.
Vorteilhaft kann so ein Sicherungswechsel ohne Demontage von Vorrichtung und weiterem Gehäuse erfolgen.
In weiteren Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil (Grundgehäuseteil) eine dritte Ausnehmung umfassen zur Aufnahme einer Reservesicherung. Dabei kann die Kontur der dritten Ausnehmung der Kontur der weiteren Ausnehmung entsprechen.
Weiter kann eine Aufnahme für die Reservesicherung korrespondierend zur dritten Ausnehmung in den Abmaßen der Reservesicherung im ersten Gehäuseteil
vorgesehen sein, die zur mechanischen Halterung der Reservesicherung geeignet ist.
Vorteilhaft kann so ein Defekt der Sicherung einfach durch den Einsatz der bereitgestellten Reservesicherung behoben werden.
In anderen Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil eine vierte Ausnehmung umfassen zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen, die ihrerseits zum Anschluss von externen Drähten ausgeführt sind.
Die Kontaktelemente können Schraubklemmen sein, die einzeln oder als Block ausgeführt sein können. Die vierte Ausnehmung kann eine U-förmige Ausnehmung an einer äußeren Kante des ersten Gehäuseteils sein, sodass die elektrischen Kontaktelemente von oben eingesetzt werden können. Die fehlende Begrenzung der vierten Ausnehmung kann durch den montierten zweiten Gehäuseteil (Gehäusedeckel) gebildet sein.
Weiter kann der erste Gehäuseteil seitliche stabile Führungselemente an den Seiten des elektrischen Kontaktelements umfassen.
Vorteilhaft kann so eine stabile Halterung der elektrischen Kontaktelemente erreicht werden, die die Kontaktelemente mechanisch sichert.
In Ausführungsbeispielen können die vierte Ausnehmung und die erste Ausnehmung in korrespondierenden Positionen angeordnet sein.
Als korrespondierende Position wird eine fluchtende Position verstanden, bei der in Längsrichtung des ersten Gehäuseteils die äußeren Kanten der vierten Ausnehmung und der ersten Ausnehmung übereinstimmen oder sich entsprechen. Das Korrespondieren kann zum Beispiel das Einsetzen eines elektrischen Kontaktelements konstanter Breite in beide Ausnehmungen erlauben, wenn die vierte Ausnehmung im Boden des ersten Gehäuseteils angeordnet ist und die erste Ausnehmung in einer Seitenwand des ersten Gehäuseteils angeordnet ist. Das Einsetzen kann dabei von oben in den ersten Gehäuseteil erfolgen.
Vorteilhaft können so sichere elektrische Kontaktelemente mit einem Mehrfachzugang verwendet werden, wobei der eine Zugang die Einführung von Drähten erlauben kann und der andere Zugang die Verschraubung der Drähte erlauben kann.
In weiteren Ausführungsbeispielen kann der weitere Steg zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils (Gehäusedeckel) in Längsrichtung ein Herausfallen der
Leiterplatte verhindern. Alternativ oder ergänzend kann der weitere Steg dazu ausgebildet sein, an der aufgenommenen Leiterplatte anzuliegen.
Der weitere Steg führt durch seine oben genannte Ausbildung (einfacher Steg; doppelter Steg, gegebenenfalls mit Querrippen) und Anordnung (Längsrichtung parallel zu einer Schwenkachse des zweiten Gehäuseteils) zu einer Versteifung des zweiten Gehäuseteils. Dabei kann zur Verhinderung des Herausfallens der Leiterplatte der weitere Steg über der Leiterplatte angeordnet sein. Alternativ kann der weitere Steg auch abweichend von der Position über der Leiterplatte angeordnet sein. In diesem Fall hindert die versteifte Gehäusewand des zweiten Gehäuseteils (Gehäusedeckel) ein Herausfallen der Leiterplatte. Im alternativen Fall des Anliegens der Leiterplatte an dem weiteren Steg ist dieser über der Leiterplatte angeordnet.
Bei der Verhinderung des Rausfallens der Leiterplatte durch den zweiten Steg im zusammengebauten Zustand der Vorrichtung kann die im ersten Gehäuseteil angeordnete Leiterplatte Spiel zum zweiten Steg haben. Alternativ kann beim Anliegen des zweiten Stegs die Leiterplatte in der Vorrichtung fixiert sein.
Vorteilhaft sind so verschiedene Optimierungen der Vorrichtung möglich, entweder durch Vergrößerung der Toleranzen von Leiterplatte und Gehäuseteilen oder zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen mechanischen Schock.
In anderen Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil als Gehäusewanne ausgebildet sein. Alternativ oder ergänzend kann der zweite Gehäuseteil als Gehäusedeckel ausgebildet ist.
Eine Gehäusewanne, auch als Grundgehäuseteil bezeichnet, wird durch eine nach oben offene Wanne gebildet, die einen Gehäuseboden und daran anschließend Gehäuseseitenteile umfasst, die ausgehend vom Gehäuseboden sich in die gleiche Richtung erstrecken und an ihren entsprechenden Kanten mit dem Gehäuseboden und den benachbarten Gehäuseseitenteile verbunden sind. Die Gehäusewanne kann zur Aufnahme von Bauteilen bestimmt sein, beispielsweise dafür entsprechende Befestigungselemente, Führungsschienen und/oder Ausnehmungen und dergleichen mehr bieten. Weiter kann sie auch Befestigungselemente für den Gehäusedeckel und ergänzend oder alternativ für weitere Gehäuse, für Führungsschienen, Wandbefestigungen oder dergleichen umfassen.
Ein Gehäusedeckel schließt die Gehäusewanne ab, ähnlich wie ein Deckel einen Topf abschließt. Dabei können bei Gehäusedeckel und Gehäusewanne umfassende und parallele Konturführung sich berührender Kanten des Gehäusedeckels und der Gehäusewanne gegeben sein. Optional können sich berührende Kanten staub- und
feuchtigkeitsdicht ausgebildet sein. Der Gehäusedeckel kann Befestigungselemente für die Gehäusewanne und ergänzend oder alternativ für weitere Gehäuse, für Führungsschienen, Wandbefestigungen oder dergleichen umfassen.
Im montierten Zustand können Gehäusedeckel und Gehäusewanne die Vorrichtung bilden.
Vorteilhaft kann so die Anordnung von Bauteilen auf die Gehäusewanne beschränkt werden, was den Montageprozess vereinfacht.
In Ausführungsbeispielen kann der erste Gehäuseteil und alternativ oder ergänzend der zweite Gehäuseteil aus Kunststoff bestehen.
Der Kunststoff kann zur Verarbeitung in Spritzgussformen geeignet sein. Erweist in seiner typischen verarbeiteten Form, zum Beispiel als Gehäusedeckel oder Gehäusewanne, eine gewisse Elastizität auf, sodass bei der Montage eine Verwendung von angespritzten Befestigungselementen in Form von Rasthaken und zugehörigen Rastöffnungen, Rastnasen oder dergleichen möglich ist. Dabei wird durch Krafteinwirkung eine temporäre elastische Verformung der Komponenten bewirkt, die ein Zusammenführen oder Einführen der Rasthaken und der zugehörigen Rastöffnungen, die auch als Rasthakenausnehmungen bezeichnet werden können, Rastnasen oder dergleichen ermöglicht. Nach Entfall der Krafteinwirkung nehmen die Komponenten wieder ihre ursprüngliche Form an, sodass eine Verrastung der Gehäuseteile erfolgt. Die Verrastung erfolgt werkzeuglos.
Generell eignen sich für das Spritzgießen eine Vielzahl von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren. Dabei stehen für das Spritzgießen von technischen Kunststoffteilen Konstruktionskunststoffe zur Verfügung wie PA6, PA66, PBT, PES, POM und PSU.
Vorteilhaft kann so auf zusätzliche Befestigungselemente verzichtet werden, sodass die Montage vereinfacht und verbilligt wird.
Ein zweiter Aspekt betrifft ein System zur Bereitstellung von elektrischer Energie, beispielsweise eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Das System umfasst eine Vorrichtung nach dem ersten Aspekt oder eines der zugehörigen Ausführungsbeispiele. Das System umfasst weiter eine Leiterplatte mit elektrischen und/oder elektronischen Komponenten, die in der Vorrichtung, insbesondere in der Gehäusewanne, angeordnet oder anordenbar ist. Die Leiterplatte ist werkzeuglos anordenbar. Weiter umfasst das System ein weiteres Gehäuse. Das weitere Gehäuse umfasst seinerseits einen elektrischen Energiespeicher (d.h. einen
Stromspeicher), zum Beispiel in Form einer elektrischen Batterie. Die Vorrichtung und das weitere Gehäuse sind (beispielsweise formschlüssig und/oder reversibel) mechanisch miteinander verbunden. Die Leiterplatte und der Stromspeicher sind elektrisch miteinander verbunden.
Das weitere Gehäuse kann dabei aus Blech gefertigt sein oder bestehen. Das weitere Gehäuse kann zu den Befestigungselementen der Halteplatte des ersten oder zweiten Gehäuseteils korrespondierende Befestigungselementen aufweisen zur Verrastung der Vorrichtung und des weiteren Gehäuses. Alternativ oder ergänzend kann das weitere Gehäuse zumindest in Teilen aus Kunststoff gefertigt sein oder bestehen.
Die elektrische Verbindung zwischen der Leiterplatte und dem Stromspeicher kann Drähte, Kabel und alternativ oder ergänzend Leitungen umfassen zur Übertragung elektrischer Energie und/oder Signalen (z.B. zur Spannungsmessung oder Temperaturmessung im Stromspeicher). Es kann im weiteren Gehäuse eine oder eine Mehrzahl von Batterien angeordnet sein, deren elektrische Anschlüsse (Batteriepole) im Falle einer Mehrzahl von Batterien einzeln mit Leiterplatte in der Vorrichtung verbunden sind. Weiter können noch elektrische Verbindungen zur Überwachung der Batterien Teil der elektrischen Verbindung sein, zum Beispiel zur Temperaturüberwachung der Batterien, zur Spannungsüberwachung einzelner Zellen der Batterie oder dergleichen mehr.
Weitervorzugsweise kann der Energiespeicher (d.h. der Stromspeicher, z.B. die Batterie) elektrochemische Zellen mit Lithiumeisen-Phosphat aufweisen oder als Reinblei-AGM (fachsprachlich: Absorbent Glass Mat) oder als Blei-AGM ausgebildet sein.
Das weitere Gehäuse kann weitere Befestigungsmittel umfassen, zum Beispiel zur Befestigung an einer Führungsschiene (beispielsweise an einer Tragschiene, insbesondere an einer Hutschiene), die ihrerseits in einem Schaltschrank angeordnet sein kann. Alternativ oder ergänzend können die Befestigungsmittel auch Komponenten zur Wandmontage umfassen.
Zumindest eine Ausnehmung des ersten Gehäuseteils und alternativ oder ergänzend des zweiten Gehäuseteils der Vorrichtung kann räumlich mit einer entsprechenden Ausnehmung im weiteren Gehäuse korrespondieren, sodass die Drähte, Kabel oder Leitungen zwischen der Vorrichtung und dem weiteren Gehäuse zweckmäßig angeordnet werden.
Vorteilhaft kann so eine kompakte Komponente gegen Spannungsschwankungen oder Spannungsausfälle bereitgestellt werden.
Detaillierte Beschreibung
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt,
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild eines zweiten Gehäuseteils einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem ergänzenden Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem anderen Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem alternativen Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem weiteren Ausführungsbeispiel,
Fig. 8 ein Prinzipschaltbild eines ersten Gehäuseteils einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem weiteren Ausführungsbeispiel,
Fig. 9 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem ergänzenden Ausführungsbeispiel,
Fig. 10 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt in einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel, und
Fig. 11 ein Prinzipschaltbild eines Systems gemäß einem zweiten Aspekt.
Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt. Die Vorrichtung 100 ist zur Aufnahme einer mit elektrischen oder elektronischen Bauteilen bestückten Leiterplatte geeignet. Die Vorrichtung umfasst einen ersten Gehäuseteil (Grundgehäuseteil) 110 zur Aufnahme der bestückten Leiterplatte. Die Führungselemente 120 sind zur Aufnahme der Leiterplatte ausgebildet. Die Führungselemente 120 sind als Schlitz und ergänzend oder alternativ als Nut und ergänzend oder alternativ als hochstehender Steg (nicht gezeigt) ausgebildet. Die Vorrichtung 100 umfasst weiter einen zweiten Gehäuseteil (Gehäusedeckel) 130 zur Abdeckung des ersten Gehäuseteils 110. Der zweite Gehäuseteil 130 ist auf dem ersten Gehäuseteil 110 werkzeuglos montierbar. Weiter umfasst der zweite Gehäuseteil 130 einen weiteren Steg 140 zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils 130 in Längsrichtung, parallel zu einer Schwenkachse des zweiten Gehäuseteils 110. Der weitere Steg 140 ist korrespondierend zu den Führungselementen 120 des ersten Gehäuseteils angeordnet, sodass die Leiterplatte im zusammengebauten Zustand der Gehäuseteile allseitig umgeben ist. Alternativ kann der weitere Steg 140 auch abweichend von den Führungselementen 120 des ersten Gehäuseteils 110 angeordnet sein, sodass die Leiterplatte im zusammengebauten Zustand der Gehäuseteile nicht dem weitere Steg 140 gegenüberliegt.
Fig. 2 zeigt ein Prinzipschaltbild eines zweites Gehäuseteil 130 einer Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem Ausführungsbeispiel. Der zweite Gehäuseteil 130 der Vorrichtung 100 umfasst eine erste Ausnehmung 150 zur Durchführung von elektrischen Leitern. Die erste Ausnehmung ist dabei mittig in Längsrichtung des zweites Gehäuseteils angeordnet. Alternativ kann die erste Ausnehmung auch abweichend von der mittigen Anordnung platziert sein. Die erste Ausnehmung 150 und der weiteren Steg 140 sind dabei in Querrichtung des zweiten Gehäuseteils nebeneinander angeordnet.
Fig. 3 zeigt ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem Ausführungsbeispiel. Es sind der erste Gehäuseteil 110 der Vorrichtung 100 und der zweite Gehäuseteil 130 der Vorrichtung 100 gezeigt. Der erste Gehäuseteil 110 und der zweite Gehäuseteil 130 sind mit ersten Befestigungselementen 160 untereinander verbindbar oder verbunden. Ergänzend oder alternativ sind der erste Gehäuseteil 110 der Vorrichtung 100 und ergänzend oder alternativ der zweite Gehäuseteil 130 der Vorrichtung 100 mit zweiten Befestigungselementen 170 mit einem weiteren Gehäuse 180 verbindbar oder verbunden (für den ersten Gehäuseteil 110 nicht gezeigt). Dabei sind die ersten Befestigungselemente 160 als Rechtecke dargestellt und können zum Beispiel als Rasthaken 210 und Rastnasen 220 ausgebildet sein, wobei die Rasthaken in korrespondierenden Rasthakenausnehmungen 210 fassen, wie oben bereits ausgeführt ist. Die ersten
Befestigungselemente 160 sind im ersten Gehäuseteil 1 10 und im zweiten Gehäuseteil 130 korrespondierend zueinander angeordnet, sodass die ersten Befestigungselemente 160 ineinander greifen oder Zusammenwirken, wenn der erste Gehäuseteil 1 10 und der zweite Gehäuseteil 130 miteinander zur Vorrichtung 100 montierbar sind oder montiert sind. So können die ersten Befestigungselemente 160 des ersten Gehäuseteils 1 10 als Rasthaken 210 ausgebildet sein. Die ersten Befestigungselemente 160 des zweiten Gehäuseteils 130 können als Rasthakenausnehmungen 210 ausgebildet sein. Die ersten Befestigungselemente 160 sind nahe der Enden der Längsseite des ersten Gehäuseteils 110 und des zweiten Gehäuseteils 130 angeordnet.
Die zweiten Befestigungselemente 170 sind als Kreise dargestellt. Sie können die gleichen oder vergleichbare Bauformen haben wie die ersten Befestigungselemente 160. Weiter können sie auch Führungsschienen 200 oder Leit- und Klemmdome und andere Bauformen umfassen. Die zweiten Befestigungselemente 170 sind ebenfalls im ersten Gehäuseteil 110 und im zweiten Gehäuseteil 130 (nicht gezeigt) angeordnet. Sie können alternativ auch nur in einem Gehäuseteil angeordnet sein. Im weiteren Gehäuse 180 sind dann die korrespondierenden Befestigungselemente 170 (nicht gezeigt) angeordnet.
Fig. 4 zeigt ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem ergänzenden Ausführungsbeispiel. Die gezeigte Vorrichtung 100 umfasst zweite Befestigungselemente 170, die als Führungsschienen 200 und alternativ oder ergänzend als Rastnasen 220 ausgebildet sind. Die Rastnasen 220 sind als Winkel dargestellt. Die Führungsschienen 200 und Rastnasen 220 sind auf einer Halteplatte 190 der Vorrichtung 100 angeordnet. Die Halteplatte 190 steht dabei von der Vorrichtung 100 ab, wenn der erste Gehäuseteil 1 10 mit dem zweiten Gehäuseteil 130 montiert ist. Die Halteplatte 190 kann dabei am ersten Gehäuseteil 1 10 angeordnet sein. Beispielhaft kann sie mit dem ersten Gehäuseteil 1 10 ein Spritzgussteil bilden. Alternativ kann die Halteplatte 190 am zweiten Gehäuseteil 130 angeordnet sein und mit diesem ein Spritzgussteil bilden.
Fig. 5 zeigt ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem anderen Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 100 ist zusammen mit dem verbindbaren weiteren Gehäuse 180 gezeigt. Das weitere Gehäuse 180 ist dabei als Batteriegehäuse ausgeführt. Optional ist die erste Ausnehmung 150 der Vorrichtung 100 dem weiteren Gehäuse 180 zumindest zum Teil zugewandt, wenn das weitere Gehäuse 180 mit dem zweiten Gehäuseteil 130 montiert ist. Die Halteplatte 190 ist an der Vorrichtung 100 seitlich angeordnet und wird vom weiteren Gehäuse 180 überdeckt.
Fig. 6 zeigt ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem alternativen Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 100 ist durch die Montage des ersten Gehäuseteils 110 mit dem zweiten Gehäuseteil 130 gebildet. Im montierten Zustand berühren sich die Konturen 205 des ersten Gehäuseteils 1 10 und des zweiten Gehäuseteils 130. Die Konturen sind dabei ausgebildet, ein geschlossenes Gehäuse zu bilden. Optional können die Konturen eine umfassende und parallele Konturführung der sich berührenden Kanten des ersten Gehäuseteils (Grundgehäuseteil) und des zweiten Gehäuseteils (Gehäusedeckel) ausbilden. Weiter optional können die sich berührenden Kanten staub- und feuchtigkeitsdicht ausgebildet sein.
Fig. 7 ist ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem weiteren Ausführungsbeispiel. Das als Vorrichtung 100 montierte erste Gehäuseteil 110 und alternativ oder ergänzend zweite Gehäuseteil 130 umfasst Rasthaken 210 zur Montage des ersten Gehäuseteils 1 10 mit dem zweiten Gehäuseteil 130. Die Rasthaken 210 sind als Winkel dargestellt. Die Ausformung von Rasthaken 210 ist allgemein bekannt und wird deshalb hier nicht weiter ausgeführt.
Fig. 8 ist ein Prinzipschaltbild eines ersten Gehäuseteils 110 der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem weiteren Ausführungsbeispiel. Der erste Gehäuseteil 1 10 umfasst eine zweite Ausnehmung 220 zur Aufnahme einer elektrischen Sicherung. Dabei kann die zweite Ausnehmung 220 so ausgeführt sein, dass bei einer Flachsicherung ein schlanker Sicherungskörper durch die zweite Ausnehmung 220 in den ersten Gehäuseteil 110 einführbar ist. Der breitere und höhere Sicherungskopf kann allerdings nicht einführbar sein wegen seiner größeren Ausdehnung. Die zweite Ausnehmung 220 ist dabei an einer Vorderseite des ersten Gehäuseteils 110 angeordnet, sodass auch beim Zusammenbau der Vorrichtung 100 mit dem weiteren Gehäuse 180 die zweite Ausnehmung 220 zur Bedienung, also zum Sicherungswechsel, zugänglich bleibt.
Optional kann der erste Gehäuseteil 1 10 eine dritte Ausnehmung 220 umfassen zur Aufnahme einer Reservesicherung. Die dritte Ausnehmung 220 ist dabei neben der zweiten Ausnehmung 220 an der Vorderseite des ersten Gehäuseteils 1 10 angeordnet und kann die Kontur und Dimension der zweiten Ausnehmung aufweisen. Dabei kann ergänzend eine mechanische Aufnahme für den Sicherungskörper der Reservesicherung im ersten Gehäuseteil 110 eingearbeitet sein (nicht gezeigt).
Weiter optional kann der erste Gehäuseteil 1 10 eine vierte Ausnehmung 240 umfassen zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen, die zum Anschluss von
Drähten ausgeführt sind. Die vierte Ausnehmung 240 ist dabei zwischen der ersten Ausnehmung 150 und der zweiten Ausnehmung 220 an der Vorderseite des ersten Gehäuseteils 110 angeordnet. Sie kann auch an anderer Stelle an der Vorderseite des ersten Gehäuseteils 110 angeordnet sein. Die vierte Ausnehmung 240 ist nach oben offen ausgeführt. Alternativ kann die vierte Ausnehmung 240 auch allseits geschlossen ausgeführt sein.
Fig. 9 zeigt ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem ergänzenden Ausführungsbeispiel. Dabei sind die vierte Ausnehmung 240 und die erste Ausnehmung 150 in korrespondierenden Positionen angeordnet. Die vierte Ausnehmung 240 und die erste Ausnehmung 150 fluchten miteinander. Mit anderen Worten kann ein Bauteil, zum Beispiel eine Schraubklemme mit gleicher Breite in die vierte Ausnehmung 240 und die erste Ausnehmung 150 eingesetzt werden und so gleichzeitig in beide Ausnehmungen fassen.
Fig. 10 zeigt ein Prinzipschaltbild der Vorrichtung 100 gemäß dem ersten Aspekt in einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel. Der erste Gehäuseteil 110 umfasst die Führungselemente 120 zur Aufnahme der Leiterplatte, die hier als Nut ausgebildet ist, an den Seitenwänden und der Unterseite innen. Der weitere Steg 140 des zweiten Gehäuseteils 130 der Vorrichtung 100 ist zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils 130 in Längsrichtung ausgebildet und derart angeordnet, dass ein Herausfallen der Leiterplatte verhindert wird. Dabei kann der weitere Steg 140 dazu ausgebildet sein, an der aufgenommenen Leiterplatte anzuliegen. Optional kann er ebenfalls als Nut ausgebildet sein. Alternativ kann der weitere Steg 140 auch neben der Leiterplattenposition angeordnet sein, wie oben bereits ausgeführt ist. In diesem Fall bewirkt er zumindest eine Versteifung des zweiten Gehäuseteils 130.
Der erste Gehäuseteil kann als Gehäusewanne ausgebildet sein. Der zweite Gehäuseteil 130 kann entsprechend als Gehäusedeckel ausgebildet sein. Weiter kann optional der erste Gehäuseteil 110 und alternativ oder ergänzend der zweite Gehäuseteil 130 aus Kunststoff bestehen, bevorzugt aus einem spritzgusstauglichen Kunststoff, wie oben weiter bereits ausgeführt ist.
Fig. 11 ist ein Prinzipschaltbild eines Systems 300 gemäß einem zweiten Aspekt. Das System 300 zur Bereitstellung von elektrischer Energie umfasst die Vorrichtung 100 nach dem ersten Aspekt und optional den zugehörigen Ausführungsbeispielen. Das System umfasst weiter eine Leiterplatte 125 mit elektrischen und/oder elektronischen Komponenten, die in der Vorrichtung 100 angeordnet ist. Eine aus der Leiterplatte 125 und den elektrischen und/oder elektronischen Komponenten gebildete elektrische oder elektronische Schaltung kann für verschiedene Typen und Parameter verschiedener Energiespeicher geeignet sein. Weiter umfasst das System
300 das weitere Gehäuse 180, wobei das weitere Gehäuse 180 seinerseits einen Stromspeicher 310 umfasst. Der Stromspeicher 310 kann als Batterie ausgebildet sein, die einen Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis bereitstellt. Alternativ oder ergänzend kann er auch als Akkumulator ausgebildet sein, der eine wiederaufladbare Batterie bildet. Entsprechend kann der Stromspeicher 310 als Lithiumeisen-Phosphat, als Reinblei-AGM (fachsprachlich: Absorbent Glass Mat) oder als Blei-AGM ausgebildet sein. Die Vorrichtung 100 und das weitere Gehäuse 180 sind mechanisch miteinander verbunden (nicht gezeigt). Die Leiterplatte 125 und der Stromspeicher 310 sind elektrisch miteinander verbunden (nicht gezeigt).
Mit anderen Worten lässt sich die Erfindung wie folgt beschreiben. Die erfinderische Vorrichtung 100 kann auch als eine universelle Anschlussbox für verschiedene Batteriegehäuse 180 verstanden werden.
Bekannte Lösungen zeigen ein Batteriegehäuse aus Metall, an dem ein zusätzliches Metallgehäuse montiert ist. Darin ist eine Leiterplatte befestigt. Im oberen Bereich des zusätzlichen Metallgehäuses wird die Leiterplatte über drei Schrauben mit dem Gehäuse montiert. Entsprechend ist eine Montage des zusätzlichen Metallgehäuses werkzeuggebunden, da Verbindungsmittel, zum Beispiel in Form von Schrauben, notwendig sind und entsprechende Schraubendreher verwendet werden müssen.
Dieses Vorgehen gestaltet sich aufwändig wegen der erforderlichen Komponenten und Arbeitsschritte. Die Aufgabe der Erfindung lässt sich in einer Vereinfachung der Montage beschreiben.
Erfinderisch wird die Montage der Leiterplatte werkzeuglos realisiert. Dabei entfällt das bekannte zusätzliche Gehäuse für die Leiterplatte aus Metall. Es wird durch ein Kunststoffgehäuse (Vorrichtung) 100 ersetzt. Dieses wird über Führungsschienen 200 und Rastnasen 220 mit dem Hauptbatteriegehäuse (weiteres Gehäuse) 180 verbunden. Je nach Ausführung können eine oder mehrere Leiterplatten in dem Kunststoffgehäuse (Vorrichtung) 100 angeordnet werden. Diese Leiterplatten werden über Führungselemente 120 in Position gehalten, wobei die Führungselemente 120 als Führungsschienen 200 seitlich und über hochstehende Stege ausgebildet sein können. Je nach Ausführung steht neben einer durch die zweite Ausnehmung 220 von außen steckbaren Sicherung sowie einer in der vierten Ausnehmung 240 anordenbare Anschlussklemme zusätzlich Platz für eine als eine dritte Ausnehmung 230 ausgeführte zusätzliche Parkposition für eine Reservesicherung zur Verfügung. Diese hat keine elektrische Anbindung und dient nur zur Aufbewahrung der Reservesicherung.
Um die Leiterplatte 125 vor Schmutz, Feuchtigkeit und dem Herausfallen zu schützen, wird ein zweiter Gehäuseteil (Gehäusedeckel) 130 über Befestigungselemente, zum Beispiel in der Form von Rastnasen 220 mit dem Kunststoffgehäuse (Vorrichtung) 100 montiert. Dieser besitzt eine Ausnehmung 150, um die Leiterplatte mit den Batterieblöcken über Anschlusskabel zu verbinden.
Viele Vorteile der vorliegenden Erfindung sind aus der vorstehenden Beschreibung über die einzelnen Ausführungsformen hinaus ersichtlich, und es ist somit für Fachkundige erkennbar, dass verschiedene Änderungen hinsichtlich Form, Konstruktion, Material und Anordnung der Elemente im Rahmen der Erfindung realisierbar sind. Folglich ist die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle Ausführungsbeispiele, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen.
Bezugszeichen
100 Vorrichtung
110 Erster Gehäuseteil (Grundgehäuseteil)
120 Führungselemente Leiterplatte
125 Leiterplatte
130 Zweiter Gehäuseteil (Gehäusedeckel)
140 Weiterer Steg (im Gehäusedeckel)
150 Erste Ausnehmung (Kabel zur Batterie)
160 Erste Befestigungselemente (Vorrichtung)
170 Zweite Befestigungselemente (weiteres Gehäuse)
180 Weiteres Gehäuse (Batteriegehäuse)
190 Halteplatte (für Batteriegehäuse)
200 Führungsschiene
205 Berührende Kontur
210 Rasthaken / Rasthakenausnehmung
220 Rastnasen
220 Zweite Ausnehmung (Sicherung)
230 Dritte Ausnehmung (Reservesicherung)
240 Vierte Ausnehmung (Kontaktelemente)
300 System
310 Stromspeicher
Claims
1 . Vorrichtung (100) zur Aufnahme einer mit elektrischen oder elektronischen Bauteilen bestückten Leiterplatte, umfassend: einen ersten Gehäuseteil (110) zur Aufnahme der bestückten Leiterplatte, wobei Führungselemente (120) zur Aufnahme der Leiterplatte ausgebildet sind, wobei die Führungselemente (120) als Schlitz oder Nut und/oder als hochstehender Steg ausgebildet sind, und einen zweiten Gehäuseteil (130) zur Abdeckung des ersten Gehäuseteils (110), wobei der zweite Gehäuseteil (130) auf dem ersten Gehäuseteil (110) werkzeuglos montierbar ist, und wobei der zweite Gehäuseteil (130) einen weiteren Steg (140) zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils (130) in Längsrichtung umfasst.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 , wobei der zweite Gehäuseteil (130) eine erste Ausnehmung (150) zur Durchführung von elektrischen Leitern umfasst.
3. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Gehäuseteil (110) und/oder der zweite Gehäuseteil (130) mit ersten Befestigungselementen (160) untereinander verbindbar ist oder verbunden ist und/oder mit zweiten Befestigungselementen (170) mit einem weiteren Gehäuse (180) verbindbar ist oder verbunden ist.
4. Vorrichtung (100) nach Anspruch 3, wobei die zweiten Befestigungselemente (170) Führungsschienen (200) und/oder Rastnasen (220) umfassen, die auf einer Halteplatte (190) der Vorrichtung (100) angeordnet sind, die von der Vorrichtung (100) absteht, wenn der erste Gehäuseteil (110) mit dem zweiten Gehäuseteil (130) montiert ist.
5. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das weitere Gehäuse (180) als Batteriegehäuse ausgeführt ist, optional, wobei die erste Ausnehmung (150) dem weiteren Gehäuse (180) zumindest zum Teil zugewandt ist, wenn das weitere Gehäuse (180) mit dem zweiten Gehäuseteil (130) montiert ist.
6. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die sich im montierten Zustand berührenden Konturen (205) des ersten Gehäuseteils (110) und des zweiten Gehäuseteils (130) dazu ausgebildet sind, ein geschlossenes Gehäuse zu bilden.
7. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der erste Gehäuseteil (110) und/oder der zweite Gehäuseteil (130) Rasthaken (210) umfasst zur Montage des ersten Gehäuseteils (110) mit dem zweiten Gehäuseteil (130).
8. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der erste Gehäuseteil (110) eine zweite Ausnehmung (220) umfasst zur Aufnahme einer elektrischen Sicherung.
9. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der erste Gehäuseteil (110) eine dritte Ausnehmung (230) umfasst zur Aufnahme einer Reservesicherung, wobei die Kontur der dritten Ausnehmung der Kontur der zweiten Ausnehmung (220) entspricht.
10. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der erste Gehäuseteil (110) eine vierte Ausnehmung (240) umfasst zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen, die zum Anschluss von Drähten ausgeführt sind.
11 . Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 1 , wobei die vierte Ausnehmung (240) und die erste Ausnehmung (150) in korrespondierenden Positionen angeordnet sind.
12. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , wobei der weitere Steg (140) zur Versteifung des zweiten Gehäuseteils (130) in Längsrichtung ein Herausfallen der Leiterplatte verhindert und/oder dazu ausgebildet ist, an der aufgenommenen Leiterplatte anzuliegen.
13. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der erste Gehäuseteil (110) als Gehäusewanne ausgebildet ist und/oder wobei der zweite Gehäuseteil (130) als Gehäusedeckel ausgebildet ist.
14. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der erste Gehäuseteil (110) und/oder der zweite Gehäuseteil (130) aus Kunststoff bestehen.
15. System (300) zur Bereitstellung von elektrischer Energie, umfassend: eine Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, eine Leiterplatte (125) mit elektrischen und/oder elektronischen Komponenten, die in der Vorrichtung (100) angeordnet ist, und ein weiteres Gehäuse (180), wobei das weitere Gehäuse (180) einen Stromspeicher (310) umfasst, wobei die Vorrichtung (100) und das weitere Gehäuse (180) mechanisch verbunden sind, und wobei die Leiterplatte (125) und der Stromspeicher (310) elektrisch verbunden sind.
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