EP4724283A1 - Radnabe, bremsscheibe und radnabensystem - Google Patents

Radnabe, bremsscheibe und radnabensystem

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EP4724283A1
EP4724283A1 EP25732945.8A EP25732945A EP4724283A1 EP 4724283 A1 EP4724283 A1 EP 4724283A1 EP 25732945 A EP25732945 A EP 25732945A EP 4724283 A1 EP4724283 A1 EP 4724283A1
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EP
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wheel hub
brake disc
mounting structures
mounting
rotation
Prior art date
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Pending
Application number
EP25732945.8A
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Petr Tukac
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SAF Holland GmbH
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SAF Holland GmbH
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Radnabe (1), insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend Montagestrukturen (4) für eine Bremsscheibe (2), wobei die Montagestrukturen (4) uneinheitlich zueinander ausgebildet sind, wobei die Radnabe (1) dazu ausgebildet ist, sich um eine Drehachse (A) zu drehen.

Description

SAF-HOLLAND GmbH
Radnabe, Bremsscheibe und Radnabensystem
Die Erfindung betrifft eine Radnabe, eine Bremsscheibe und ein Radnabensystem, insbesondere jeweils für ein Nutzfahrzeug.
Radnaben, Bremsscheiben sowie deren Befestigung aneinander sind aus dem Stand der Technik bekannt. Insbesondere werden Bremsscheiben in der Regel drehfest mit der Radnabe verbunden, z.B. durch Verschrauben der Radnabe mit der Bremsscheibe. Radnabe sowie Bremsscheibe rotieren dabei im Betrieb typischerweise um eine Radachse und in einer Bremssituation dient die Bremsscheibe, z.B. in Zusammenwirkung mit Bremsbacken, dem Verzögern bzw. Anhalten dieser Rotation. Problematisch kann dabei die Montage der Bremsscheibe mit der Radnabe sein. Beispielsweise kann es potentiell zu Verwechslungen der Bremsscheibe bei der Montage kommen oder es könnte, z.B. aus preislichen oder logistischen Gründen, eine alternative Bremsscheibe ausgewählt werden, welche tatsächlich aber weniger gut geeignet bzw. passend oder überhaupt nicht geeignet bzw. passend für die jeweilige Radnabe ist als die eigentlich vorgesehene Bremsscheibe.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Radnabe bzw. eine Bremsscheibe bereitzustellen, welche Fehler oder ungünstige Entscheidungen des Monteurs bei der Montage verringern kann, um so insbesondere die Sicherheit zu steigern. Diese Aufgabe wird mit einer Radnabe gemäß dem Anspruch 1 , mit einer Bremsscheibe gemäß dem Anspruch 2 und mit einem Radnabensystem gemäß dem Anspruch 15 gelöst. Weitere Merkmale, Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüchen, der Beschreibung sowie aus den Figuren.
Erfindungsgemäß ist eine Radnabe, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend Montagestrukturen für eine Bremsscheibe. Die Montagestrukturen sind dabei uneinheitlich zueinander ausgebildet und die Radnabe ist dazu ausgebildet, sich um eine Drehachse zu drehen. Die Radnabe kann einstückig ausgebildet sein, insbesondere als Einheit zusammen mit ihren Montagestrukturen einstückig ausgebildet sein. Ein Nutzfahrzeug im Sinne der Erfindung ist insbesondere ein Fahrzeug, welches ein zulässiges Gesamtgewicht von über 3,5 t, bevorzugt von über 7,5 1, besonders bevorzugt von über 15 t aufweist. Das Nutzfahrzeug kann zusätzlich oder alternativ insbesondere ein straßentaugliches und/oder ein straßengebundenes Fahrzeug sein. Die Montagestrukturen sind insbesondere dazu ausgestaltet, eine Befestigung der Bremsscheibe an die Radnabe zu ermöglichen. Die Montagestrukturen können vorzugsweise dazu ausgestaltet sein, die Bremsscheibe drehfest an der Radnabe zu befestigen. Die Montagestrukturen können beispielsweise Löcher, insbesondere Schraubenlöcher, sein oder umfassen. Die Löcher können Durchgangslöcher und/oder Sacklöcher sein. Beispielsweise kann zumindest ein Loch ein Durchgangsloch sein und/oder zumindest ein weiteres Loch kann ein Sackloch sein. Die Montagestrukturen, insbesondere die Löcher, können ein Innengewinde umfassen bzw. aufweisen. Die Montagestrukturen können beabstandet zueinander ausgebildet sein. Die Montagestrukturen können vorzugsweise an ihrer jeweiligen Position auf der Radnabe fixiert sein. Die Montagestrukturen sind uneinheitlich zueinander ausgebildet. Uneinheitlich im Sinne der Erfindung kann dabei insbesondere bedeuten, dass zumindest eine der Montagestrukturen uneinheitlich zu zumindest einer weiteren Montagestruktur ausgebildet ist. Beispielsweise können mehrere erste Montagestrukturen einheitlich zueinander sein, wobei aber zumindest eine weitere Montagestruktur uneinheitlich zu diesen ersten Montagestrukturen ausgebildet ist. Mit anderen Worten kann im Sinne der Erfindung das Vorhandensein einer Montagestruktur, die nicht einheitlich zu jeder weiteren Montagestruktur ist, genügen, um die Gesamtheit der Montagestrukturen als uneinheitlich zueinander zu definieren. „Uneinheitlich“ kann dabei beispielsweise bedeuten, dass die Form bzw. Gestalt einer Montagestruktur unterschiedlich zu der Form bzw. Gestalt einer weiteren Montagestruktur ist. Beispielsweise kann sich die Form und/oder Flächengröße eines Querschnitts, z.B. des Öffnungsquerschnitts eines Lochs, zumindest zweier Montagestrukturen unterscheiden. Alternativ oder zusätzlich kann „uneinheitlich“ über die Positionierung der Montagestrukturen definiert sein. Zumindest zwei Montagestrukturen können sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Axialposition, ihrer Radialposition und/oder ihrer Kreisumfangsposition unterscheiden. Im Rahmen dieser Erfindung ist die Axialposition die Position entlang einer Axialrichtung, die Radialposition ist die Position entlang einer Radialrichtung und die Kreisumfangsposition ist die Position entlang einer Kreisumfangsrichtung. Die Kreisumfangsrichtung kann dabei auch als Winkel- oder Umfangsrichtung bezeichnet werden. Die Axialrichtung verläuft parallel zu der Drehachse bzw. entspricht der Richtung der Drehachse. In anderen Worten können die Drehachse und die Axialrichtung dieselbe sein. Die Radialrichtung ist insbesondere die Richtung, die sich von einer Zentrumsachse der Radnabe, insbesondere von der Drehachse, radial nach außen erstreckt bzw. wegweist. Die Radialrichtung ist somit nicht auf eine einzige Richtung festgelegt, sondern beschreibt eine Menge von Richtungen, welche diese Voraussetzung erfüllen. Entsprechend kann die Radialposition dem radialen Abstand von der Zentrumsachse bzw. Drehachse entsprechen. In diesem Sinne können beispielsweise zwei Montagestrukturen, welche auf gegenüberliegenden Seiten der Drehachse und mit gleichem Abstand zu der Drehachse angeordnet sind, als Montagestrukturen mit gleicher Radialposition bezeichnet werden. Die Kreisumfangsrichtung kann durch den Verlauf eines Kreises, dessen Zentrum die Zentrumsachse bzw. die Drehachse ist und der eine Fläche einschließt, deren Normale parallel zu der Axialrichtung verläuft, definiert sein. Die Kreisumfangsrichtung kann dabei für jeden beliebigen Ort der Richtung einer Tangente an einem solchen Kreis entsprechen. Die Kreisumfangsposition kann somit als Winkelposition, insbesondere unabhängig von der Radialposition oder der Axialposition, bestimmt werden. Liegen mehrere bzw. alle Montagestrukturen auf einem gemeinsamen Umfangskreis, kann die Kreisumfangsposition dieser Montagestrukturen zusätzlich oder alternativ über die Position auf diesem Umfangskreis bestimmt werden. Ein Abstand in Kreisumfangsrichtung kann als Winkelabstand bestimmt werden. Liegen zwei Punkte bzw. zwei Montagestrukturen auf einem gemeinsamen Umfangskreis, so kann der Abstand in Kreisumfangsrichtung zusätzlich oder alternativ über die Länge des Umfangskreisabschnitts zwischen diesen beiden Punkten bzw. Montagestrukturen bestimmt werden. Die Position einer Montagestruktur kann anhand des geometrischen Mittelpunkts und/oder des Schwerpunkts der Montagestruktur definiert sein bzw. dem geometrischen Mittelpunkt und/oder dem Schwerpunkt der Montagestruktur entsprechen. Für jeden Ort ist somit eine Kreisumfangsrichtung und eine dazu senkrechte Radialrichtung definiert. Die Kreisumfangsrichtung und die Radialrichtung verlaufen jeweils senkrecht zu der Axialrichtung. Vorteilhafterweise kann durch die uneinheitliche Ausbildung der Montagestrukturen ein Montieren einer falschen und/oder ungeeigneten bzw. unpassenden Bremsscheibe verhinderbar sein. Weiterhin kann durch die uneinheitliche Ausbildung gegebenenfalls eine falsche, z.B. falsch gedrehte, Montage einer richtigen Bremsscheibe verhinderbar sein. Beispielsweise können die Montagestrukturen derart uneinheitlich angeordnet sein, dass eine zugehörige Bremsscheibe nur auf eine vorgesehene Weise an der Radnabe montiert werden kann. Die Radnabe kann vorzugsweise 2 bis 50, bevorzugt 3 bis 20, besonders bevorzugt 8 bis 12 Montagestrukturen umfassen. Beispielsweise kann die Radnabe 8, 10 oder 12 Montagestrukturen umfassen. 2 bis 50 Montagestrukturen können eine sichere Befestigung der Bremsscheibe an der Radnabe ermöglichen. 3 bis 20 Montagestrukturen können eine besonders sichere Befestigung ermöglichen und gleichzeitig den Montageaufwand verhältnismäßig geringhalten. 8 bis 12 Montagestrukturen können zusätzlich eine uneinheitliche Anordnung besonders zweckmäßig bzw. einfach ermöglichen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Bremsscheibe, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend Montagestrukturen für eine Anbindung an eine Radnabe, insbesondere eine Radnabe wie hierin (vorhergehend und/oder nachfol- gend) beschrieben, wobei die Montagestrukturen uneinheitlich zueinander ausgebildet sind, wobei die Bremsscheibe dazu ausgebildet ist, sich um eine Drehachse zu drehen. Alle im Zusammenhang mit der Radnabe beschriebenen Merkmale, Eigenschaften und Vorteile können analog auf die Bremsscheibe übertragen werden. Insbesondere ist die Bremsscheibe dazu ausgebildet, sich im Montagezustand um die gleiche Drehachse zu drehen wie die Radnabe. Die Montagestrukturen der Bremsscheibe können komplementär zu den Montagestrukturen der Radnabe ausgestaltet sein, insbesondere derart, dass eine Montage der Bremsscheibe an der Radnabe mittels sowohl der Montagestrukturen der Radnabe als auch der Montagestrukturen der Bremsscheibe und/oder durch ein Zusammenwirken der Montagestrukturen der Bremsscheibe und der Montagestrukturen der Radnabe erfolgt. Die Montagestrukturen der Bremsscheibe können derart angeordnet sein, dass in einer Montagepositionierung die Montagestrukturen der Bremsscheibe spiegelsymmetrisch zu den Montagestrukturen der Radnabe angeordnet sind, wobei die Spiegelung insbesondere an einer zwischen der Bremsscheibe und der Radnabe angeordneten Spiegelebene, deren Normale in Axialrichtung verläuft, stattfindet. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt können die Montagestrukturen der Bremsscheibe auch zu einander spiegelsymmetrisch angeordnet sein. Die Spiegelebene dieser Symmetrie kann dabei derart ausgebildet sein, dass diese Spiegelebene die Axialrichtung enthält. In anderen Worten kann die Spiegelebene daher durch die Axialrichtung und die Radialrichtung aufgespannt sein. Desweitem alternativ oder zusätzlich bevorzugt können die Montagestrukturen der Radnabe auch zu einander spiegelsymmetrisch angeordnet sein. Die Spiegelebene dieser Symmetrie kann dabei derart ausgebildet sein, dass diese Spiegelebene die Axialrichtung enthält. In anderen Worten kann die Spiegelebene daher durch die Axialrichtung und die Radialrichtung aufgespannt sein.
Vorteilhafterweise sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe im Wesentlichen auf einem gemeinsamen Kreisumfang angeordnet, wobei der Kreisumfang insbesondere im Wesentlichen koaxial zu der Radnabe und/oder zu der Bremsscheibe ausgebildet ist. Eine Anordnung auf einem gemein- samen Kreisumfang kann eine besonders zuverlässige und/oder gleichmäßige Befestigung der Bremsscheibe an der Radnabe ermöglichen. „Im Wesentlichen“ kann in diesem Zusammenhang bedeuten, dass die Montagestrukturen sich bezüglich ihrer Radialposition und/oder bezüglich ihres Abstands in Radialrichtung von dem Schwerpunkt der Radnabe bzw. Bremsscheibe um nicht mehr als 21 %, bevorzugt nicht mehr als 12%, besonders bevorzugt um nicht mehr als 7%, untereinander unterscheiden. Alternativ oder zusätzlich kann „im Wesentlichen“ bedeuten, dass die Montagestrukturen im Rahmen einer konstruktionstechnischen Genauigkeit auf einem Kreisumfang angeordnet sind.
Gemäß einer Ausführungsform sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe hinsichtlich ihrer Position in einer Kreisumfangsrichtung uneinheitlich zueinander angeordnet. Mit anderen Worten kann es vorgesehen sein, dass die Winkelabstände zwischen den, insbesondere in positive und/oder negative Winkel- bzw. Umfangsrichtung bzw. Kreisumfangsrichtung jeweils zu einander nächstliegenden, Montagestrukturen uneinheitlich bzw. ungleich ausgebildet sind. In anderen Worten kann zumindest eine Montagestruktur der Radnabe und/oder der Bremsscheibe in positive Winkel- bzw. Umfangsrichtung bzw. Kreisumfangsrichtung einen größeren Abstand zu der nächsten Montagestruktur der Radnabe und/oder der Bremsscheibe aufweisen als in negative Winkel- bzw. Umfangsrichtung bzw. Kreisumfangsrichtung. Dieses Prinzip kann den Vorteil haben, dass einerseits ein Montieren einer nicht vorgesehenen Bremsscheibe verhinderbar sein kann und dass andererseits auch ein verdrehtes Anbringen einer vorgesehenen Bremsscheibe verhinderbar sein kann oder zumindest erschwert. Vorteilhafterweise kann sich ein Winkelabstand um die Drehachse zwischen einem ersten Paar in Kreisumfangsrichtung benachbarter Montagestrukturen von einem Winkelabstand zwischen einem zweiten Paar in Kreisumfangsrichtung benachbarter Montagestrukturen unterscheiden. Optional kann eine der Montagestrukturen des ersten Paars auch Teil des zweiten Paars sein. Der Winkelabstand des ersten Paars kann zu dem Winkelabstand des zweiten Paars vorzugsweise in einem Verhältnis von 0,016 bis 0,95, bevorzugt 0,09 bis 0,93, besonders bevorzugt 0,25 bis 0,92, stehen. Es können auch mehr als zwei Paare vorgesehen sein, welche sich jeweils hinsichtlich ihrer Winkelabstände unterscheiden. Beispielsweise können einige Paare einen Winkelabstand aufweisen, welcher einem mittleren Winkelabstand der Montagestrukturen entspricht und einige Paare weisen einen Winkelabstand auf, welcher von dem mittleren Winkelabstand abweicht. Insbesondere kann zumindest ein erstes Paar einen Winkelabstand aufweisen, welcher größer ist als der mittlere Winkelabstand, wobei zumindest ein zweites Paar einen Winkelabstand aufweist, welcher geringer ist als der mittlere Winkelabstand. Optional kann es vorgesehen sein, dass jedes Paar eine Winkelabstand aufweist, der von einem mittleren Winkelabstand verschieden ist. Ein mittlerer Winkelabstand kann insbesondere der Quotient aus einem vollen Kreisumfang bzw. 360°, und der Anzahl der Montagestrukturen sein. Gemäß einem Ausführungsbeispiel können 10 Montagestrukturen vorgesehen sein, wobei der mittlere Winkelabstand 36° ist. Beispielsweise können 7 bis 100 Prozent, bevorzugt 13 bis 87 Prozent, der Paare einen von einem mittleren Winkelabstand abweichenden Winkelabstand aufweisen, wobei die übrigen Paare einen dem mittleren Winkelabstand entsprechenden Winkelabstand aufweisen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel mit 10 Montagestrukturen können sechs Paare einen dem mittleren Winkelabstand entsprechenden Abstand aufweisen, wobei vier Paare einen von dem mittleren Winkelabstand abweichenden Winkelabstand aufweisen, insbesondere derart, dass zwei Paare einen größeren und zwei Paare einen geringeren Winkelabstand aufweisen. Vorzugsweise können die Paare, die von dem mittleren Winkelabstand abweichen, zu dem mittleren Winkelabstand in einem Verhältnis von 0,03 bis 0,98, bevorzugt 0,04 bis 0,96, besonders bevorzugt 0,06 bis 0,94, und/oder in einem Verhältnis von 1 ,03 bis 40 bevorzugt 1 ,04 bis 24, besonders bevorzugt 1 ,06 bis 17,14 stehen. Von einem mittleren Winkelabstand abweichende Paare können in Kreisumfangsrichtung nebeneinander angeordnet sein. Alternativ können die von einem mittleren Winkelabstand abweichenden Paare nicht in Kreisumfangsrichtung nebeneinander angeordnet sein, insbesondere derart, dass zumindest ein Paar mit dem mittleren Winkelabstand zwischen zwei Paaren mit einem von dem mittleren Winkelabstand abweichenden Abstand angeordnet ist. In einem konkreten Ausführungsbeispiel können die Winkelabstände bei zehn Montagestrukturen 33°-39o-36o-36o-38o-34°- 36o-36°-36o-36° betragen. Mit anderen Worten können die abweichenden Paare beispielsweise auf Position 1 , 2, 5 und 6 in Kreisumfangsrichtung angeordnet sein. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Winkelabstände bei zehn Montagestrukturen 36o-39o-36o-36o-36o-36o-33o-36o-36o-36° betragen. Mit anderen Worten können die abweichenden Paare beispielsweise auf Position 2 und 7 in Kreisumfangsrichtung angeordnet sein. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Winkelabstände bei zehn Montagestrukturen 36o-39°-39o-39°- 39°-33o-33o-33o-33o-36° betragen. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Winkelabstände bei zehn Montagestrukturen 30°-30o-40o-40o-40o-40o-40°- 40°-30°-30° betragen. In diesem Ausführungsbeispiel weist keiner der Winkelabstände den mittleren Winkelabstand von 36° auf. Es kann vorgesehen sein, dass die Montagestrukturen zusätzlich in Radialrichtung uneinheitlich zueinander ausgebildet sind, sodass insbesondere die Montagestrukturen in Radialrichtung von dem Zentrum der Radnabe bzw. Bremsscheibe unterschiedlich stark beabstandet sind. Beispielsweise kann zumindest eine Montagestruktur radial nach außen versetzt sein. Alternativ bevorzugt weisen die Montagestrukturen von der Drehachse jedoch den gleichen Abstand in Radialrichtung auf, um die Fertigung der Radnabe bzw. der Bremsscheibe zu vereinfachen.
Bevorzugt sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe zumindest teilweise Anlageabschnitte und/oder Befestigungsstrukturen. Anlageabschnitte können Abschnitte der Radnabe oder Bremsscheibe sein, die dazu ausgebildet sind, dass an ihnen jeweils entsprechende Abschnitte der anderen aus Radnabe oder Bremsscheibe im montierten Zustand anliegen. Die Anlageabschnitte können dazu ausgestaltet sein, im montierten Zustand die Position der Bremsscheibe relativ zu der Radnabe zu stabilisieren. Befestigungsstrukturen können beispielsweise Bohrungen, optional Gewindebohrungen, sein, die für das Einführen oder Durchführen von Befestigungselementen, insbesondere Schrauben o- der Bolzen, ausgebildet sind. Die Anlageabschnitte können Kontaktflächen bzw. jeweils zumindest eine Kontaktfläche für die Radnabe und/oder für die Bremsscheibe umfassen und/oder die Befestigungsstrukturen können, insbesondere jeweils, zumindest ein Loch, insbesondere mit einem Innengewinde, umfassen. Zu- mindest eine Montagestruktur, vorzugsweise jede Montagestruktur, kann gleichzeitig einen Anlageabschnitt und eine Befestigungsstruktur umfassen. Vorteilhafterweise umgeben die Anlageabschnitte der oder einiger, insbesondere aller, Montagestrukturen die jeweilige Befestigungsstruktur der Montagestruktur. In anderen Worten kann die Befestigungsstruktur der Montagestruktur somit in den Anlageabschnitt der Montagestruktur eingebracht sein. Hierdurch kann eine besonders gute und homogene Flächenpressung bei der Montage bzw. dem Fixieren der Bremsscheibe an der Radnabe erreicht werden.
Vorteilhafterweise weisen die Anlageabschnitte eine zueinander uneinheitliche Erstreckung parallel zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse bzw. in Axialrichtung auf. Die Anlageabschnitte können in Axialrichtung unterschiedliche weit vorspringen bzw. vorragen, insbesondere hinsichtlich einer Anlagefläche der Anlageabschnitte und/oder hinsichtlich der Seite der Anlageabschnitte die zu der Anlage der jeweils anderen aus Radnabe oder Bremsscheibe vorgesehen ist. Vorteilhafterweise kann es vorgesehen sein, dass Anlageabschnitte der Radnabe und Anlageabschnitte der Bremsscheibe komplementär zueinander entgegengesetzt in Axialrichtung versetzt sind. Eine uneinheitliche Erstreckung kann es vorteilhafterweise ermöglichen, dass nicht-passende Radnaben und Bremsscheiben nicht zusammenfügbar sein können und/oder dass zusammenpassende Radnaben und Bremsscheiben nicht falsch verdreht zusammenfügbar sind.
Bevorzugt sind die Montagestrukturen der Bremsscheibe und/oder der Radnabe hinsichtlich ihrer Position in der Radialrichtung uneinheitlich zueinander angeordnet, insbesondere derart, dass ein radialer Abstand der Montagestrukturen von der Drehachse der Radnabe und/oder der Bremsscheibe für die Montagestrukturen uneinheitlich ausgebildet sind. Mit anderen Worten können die Montagestrukturen hinsichtlich ihrer Radialposition uneinheitlich zueinander angeordnet sein. Vorteilhafterweise können zumindest zwei Montagestrukturen einen unterschiedlichen radialen Abstand von einer Drehachse der Radnabe und/oder der Bremsscheibe und/oder eine unterschiedliche Radialposition aufweisen. Der radiale Ab- stand von der Drehachse der Radnabe und/oder der Bremsscheibe zumindest einer ersten Montagestruktur kann zu dem radialen Abstand von der Drehachse der Radnabe und/oder der Bremsscheibe zumindest einer zweiten Montagestruktur in einem Verhältnis von 0,62 bis 0,95, bevorzugt 0,73 bis 0,93, besonders bevorzugt 0,79 bis 0,90 stehen.
Vorteilhafterweise sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe hinsichtlich ihrer Axialposition uneinheitlich zueinander angeordnet, insbesondere derart, dass zumindest zwei Montagestrukturen parallel zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse bzw. parallel zu der Axialrichtung versetzt zueinander angeordnet sind. Ein Versatz zumindest zweier Montagestrukturen in Axialrichtung kann zu einer maximalen Erstreckung der Radnabe und/oder der Bremsscheibe in Axialrichtung in einem Verhältnis von 0,17 bis 0,963, bevorzugt 0,48 bis 0,94, besonders bevorzugt, 0,75 bis 0,90 stehen. Vorteilhafterweise kann mit einer solchen Ausführung eine effizient herstellbare Uneinheitlichkeit der Montagestrukturen ermöglicht werden.
Die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe können in Axialrichtung unterschiedliche weit vorspringen bzw. vorragen. Vorteilhafterweise kann es vorgesehen sein, dass Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe komplementär zueinander entgegengesetzt in Axialrichtung versetzt sind bezogen auf eine Installationsposition von Radnabe und Bremsscheibe. Eine unterschiedliches vorspringen kann es vorteilhafterweise ermöglichen, dass nichtpassende Radnaben und Bremsscheiben aufgrund der variierenden Axialposition der Montagestrukturen nicht zusammenfügbar sein können bzw. nicht zur Anlage aneinander gebracht werden können und/oder dass zusammenpassende Radnaben und Bremsscheiben nicht falsch verdreht zusammenfügbar bzw. zur Anlage bringbar sind.
Vorteilhafterweise sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe derart ausgebildet, dass keine virtuelle Ebene durch den Mittelpunkt der Radnabe und/oder der Bremsscheibe existiert, durch die zwei virtuelle Hälften erzeugt werden, deren Montagestrukturen spiegelsymmetrisch zueinander sind. Insbesondere kann die virtuelle Ebene durch die Axialrichtung und die Radialrichtung aufgespannt sein. Vorteilhafterweise kann es durch das Fehlen einer solchen Symmetrie besonders sicher möglich sein, eine verdrehte Montage, insbesondere verdreht um 180°, zu verhindern.
Zweckmäßigerweise sind die Montagestrukturen der Bremsscheibe und/oder der Radnabe derart ausgebildet, dass eine virtuelle Ebene durch den Mittelpunkt der Radnabe und/oder der Bremsscheibe existiert, durch die zwei virtuelle Hälften erzeugt werden, deren Montagestrukturen spiegelsymmetrisch zueinander sind. Vorteilhafterweise kann mit dieser Ausgestaltung eine flexiblere Montage und/oder eine einfachere Herstellung ermöglicht werden.
Vorteilhafterweise ist eine Erstreckung der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe in Kreisumfangsrichtung und/oder in Radialrichtung uneinheitlich zueinander. Beispielsweise können Löcher mit uneinheitlichem Durchmesser vorgesehen sein. Insbesondere kann zumindest eine der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe eine andere Erstreckung in Kreisumfangsrichtung und/oder in Radialrichtung aufweisen als zumindest eine weitere der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe.
Insbesondere ist zumindest eine, bevorzugt sind zumindest zwei, der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe jeweils eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung. Alternativ oder zusätzlich umfasst zumindest eine, bevorzugt zumindest zwei, der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe jeweils zumindest eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung. Vorteilhafterweise kann zumindest eine erste der Bohrungen uneinheitlich, d.h. insbesondere anders, ausgebildet sein als zumindest eine zweite der Bohrungen. Eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung, kann eine besonders einfache Möglichkeit zur Fixierung der Bremsscheibe an der Radnabe sein. Vorteil- hafterweise kann durch eine uneinheitliche Ausgestaltung der Bohrungen eine einfach zu realisierende Möglichkeit bereitgestellt werden, um eine Verwechslung von Komponenten, insbesondere Bremsscheiben, zu vermeiden.
Vorteilhafterweise ist eine Erstreckungsrichtung zumindest eines Teils der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe, insbesondere einer der Bohrungen, zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse bzw. zu der Axialrichtung geneigt. Mit anderen Worten kann es vorgesehen sein, dass zumindest eine der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe, beispielsweise zwei bis fünf Montagestrukturen, nicht parallel zu der Drehachse bzw. zu der Axialrichtung ausgerichtet ist. Die Neigung zu der Axialrichtung kann insbesondere in Richtung der Radialrichtung, in Richtung der Umfangsrichtung oder in einer Richtung mit Komponenten in Radialrichtung und Umfangsrichtung vorgesehen sein. Mit einer nicht parallelen Neigung der Montagestrukturen, insbesondere der Bohrungen, kann ein falsches Montieren besonders effektiv verhinderbar sein. Vorteilhafterweise kann eine Erstreckungsrichtung eines Teils zumindest einer weiteren der Montagestrukturen, insbesondere der Bohrung, parallel zu der Drehachse angeordnet sein. Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass zumindest einige weitere der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe parallel zu der Drehachse bzw. zu der Axialrichtung geneigt sind. Beispielsweise kann damit die Montage der Bremsscheibe an der Radnabe und/oder die Herstellung der Montagestrukturen erleichtert werden. Die Neigung des Teils der Montagestrukturen und/oder der zumindest einen der Montagestrukturen zu der Axialrichtung kann vorzugsweise zwischen 0,3° und 90°, bevorzugt zwischen 1 ,8° und 31 °, besonders bevorzugt zwischen 3° und 17° betragen.
Vorteilhafterweise weisen die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe, insbesondere die Bohrungen, zueinander uneinheitliche Querschnittsflächen aufweisen. Mit anderen Worten kann zumindest eine der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe eine andere Querschnittsfläche als zumindest eine weitere der Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe aufweisen. Die Querschnittsflächen können sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Form und/oder hinsichtlich ihrer Fläche unterscheiden. Insbesondere können Durchmesser der Querschnittsflächen zumindest zweier Montagestrukturen, jeweils der Radnabe und/oder der Bremsscheibe, verschieden zueinander ausgebildet sein. Der Durchmesser zumindest einer ersten Querschnittsfläche kann zu dem Durchmesser zumindest einer weiteren Querschnittsfläche in einem Verhältnis von 0,07 bis 0,93, bevorzugt 0,26 bis 0,76, besonders bevorzugt 0,32 bis 0,68 stehen. Mit dieser Ausführungsform kann eine besonders einfach herstellbare Uneinheitlichkeit erreichbar sein.
Vorteilhafterweise ist zumindest eine der Montagestrukturen an/in einer Nabenrippe der Radnabe ausgebildet, wobei die Montagestrukturen insbesondere jeweils entweder an/in einer Nabenrippe ausgebildet sind und/oder eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung, sind oder umfassen. Vorteilhafterweise kann eine Ausbildung an/in einer Nabenrippe eine besonders gute Integration der Montagestrukturen ermöglichen.
Zweckmäßigerweise sind 2 bis 30, bevorzugt 3 bis 20, besonders bevorzugt, 8 bis 12, Montagestrukturen an/in der Radnabe und/oder an/in der Bremsscheibe vorgesehen. Diese Anzahl kann besonders vorteilhaft für eine Befestigung sein, indem eine zuverlässige Fixierung mit einem überschaubaren Montageaufwand kombiniert werden kann und wobei gleichzeitig eine zuverlässige Unterscheidbarkeit durch eine Uneinheitlichkeit erreichbar sein kann.
Bevorzugt sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe vorstehende Stifte oder Vorsprünge und/oder Ausnehmungen. Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass eine aus Radnabe und Bremsscheibe, bevorzugt die Radnabe, Stifte umfasst und die andere aus Radnabe und Bremsscheibe, bevorzugt die Bremsscheibe, dazu komplementäre Ausnehmungen umfasst. Die Stifte und/oder die Ausnehmungen können uneinheitlich ausgebildet sein. Beispielsweise können die Stifte und/oder die Ausnehmungen hinsichtlich ihrer Erstreckung in Axialrichtung und/oder hinsichtlich ihres Durchmessers, insbesondere bemessen senkrecht zu der Axialrichtung, uneinheitlich sein. Zumindest ein erster Stift kann einen anderen Durchmesser aufweisen als zumindest ein zweiter Stift. Zusätzlich oder alternativ kann der zumindest eine erste Stift eine andere Erstreckung in Axialrichtung aufweisen als der zumindest eine zweite Stift. Die Stifte können beispielsweise in, insbesondere mit Schraubengewinde versehenen, Bohrungen fixiert sein. Die Stifte können Einkerbungen umfassen. Die Einkerbungen verschiedener Stifte können uneinheitlich ausgebildet sein. Die Ausnehmungen können zu den Einkerbungen entsprechende Vorsprünge aufweisen.
Bevorzugt sind die Montagestrukturen der Radnabe und/oder der Bremsscheibe der Art angeordnet, dass das Verhältnis des minimalsten Abstands der Montagestrukturen der Radnabe bzw. der Bremsscheibe in Radialrichtung zu der Drehachse zu dem maximalsten Abstand der Montagestrukturen der Radnabe bzw. der Bremsscheibe in Radialrichtung zu der Drehachse in einem Bereich von 0,492 bis 0,946, bevorzugt in einem Bereich von 0,654 bis 0,920, liegt. Sollte das Verhältnis in einem Bereich von 0,492 bis 0,946 liegen, so kann hierdurch eine besonders einfache Herstellung erfolgen. Sollte das Verhältnis jedoch in einem Bereich von 0,654 bis 0,920 liegen, so kann hierdurch erreicht werden, dass eine besonders kompakte Verbindung zwischen Bremsscheibe und Radnabe erhalten werden kann, sodass wertvoller Bauraum gespart werden kann.
Vorteilhafterweise weist die Radnabe eine Montageregion auf, insbesondere in Form eines Montageflanges. Die Montageregion ist dabei insbesondere als ein die Radnabe in Radialrichtung begrenzender Bereich ausgebildet. Der Montageflange ist, um eine mechanische Festigkeit zu erreichen, vorteilhafterweise als um laufender und/oder geschlossener Flange ausgebildet. Die Montageregion dient dabei der Verbindung mit einem Rad und weist insbesondere Montageöffnungen auf. Vorteilhafterweise sind diese Montageöffnungen dabei in Axialrichtung von den Montagestrukturen der Radnabe beabstandet und/oder als Durchgangsöffnungen ausgebildet. Um eine besonders sichere Festlegung eines Rades zu erreichen, sind die Montageöffnungen der Montageregion insbesondere derart ausgebildet, dass diese einen größeren Durchmesser aufweisen als der maximale oder der gemittelte Durchmesser der Befestigungsstrukturen der Montagestrukturen der Bremsscheibe und/oder der Radnabe.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Radnabensystem umfassend eine Radnabe und/oder eine Bremsscheibe gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche. Alle Vorteile und Merkmale der Radnabe und/oder der Bremsscheibe können analog auf das Radnabensystem übertragen werden und umgekehrt. Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass die Radnabe und die Bremsscheibe eine zueinander komplementär entsprechende Uneinheitlichkeit hinsichtlich der Ausgestaltung ihrer Montagestrukturen aufweisen.
Einzelne der oben genannten Merkmale und Ausführungsformen können miteinander kombiniert werden und die den einzelnen Merkmalen zugeordneten Vorteile gelten auch für eine Kombination dieser Merkmale. Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die Figuren. Einzelne in den gezeigten Ausführungsformen offenbarten Merkmale können auch in anderen Ausführungsformen eingesetzt werden, sofern dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Es zeigen:
Figur 1 eine Radnabe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 eine Radnabe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Figur 3 eine Radnabe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer Seitenansicht;
Figur 4 eine Radnabe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer Seitenansicht;
Figur 5 eine Radnabe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; Figur 6 eine Bremsscheibe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 7 ein Radnabensystem umfassend eine Radnabe und eine Bremsscheibe.
In Figur 1 ist eine Radnabe 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Die Radnabe 1 umfasst mehrere Montagestrukturen 4, welche hier in der Gestalt von Bohrungen ausgeführt sind. Einige der Montagestrukturen 4 sind in Kreisumfangsrichtung U und in einer zu der Axialrichtung A senkrechten Radialrichtung versetzt (gekennzeichnet durch schwarz ausgefüllte Kreise) verglichen mit anderen der Montagestrukturen 4 (weiße Kreise), welche hier die Normalstellung definieren. Bei den versetzten Montagestrukturen 4 ist durch eingezeichnete weiße Kreise die Normalstellung zusätzlich angedeutet. Die Montagestrukturen 4 sind jeweils an Nabenrippen 8 ausgebildet. Die Radnabe 1 kann durch eine virtuelle Ebene V in zwei Teile aufgeteilt werden, deren Verteilung der Montagestrukturen 4 im Wesentlichen gleich ist.
Figur 2 zeigt eine Radnabe 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen in Figur 1 dadurch, dass durch Aufteilen der Radnabe 1 in zwei Teile durch die virtuelle Ebene, zwei Teile erzeugt werden, welche unterschiedlich angeordnete Montagestrukturen 4 aufweisen.
Figur 3 zeigt eine Radnabe 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer Seitenansicht. Die Montagestrukturen 4 sind hier Bohrungen welche bezüglich der Axialrichtung A unterschiedlich geneigt sind. Zumindest eine Montagestruktur 4 ist hierbei gegenüber der Axialrichtung A gekippt, während zumindest eine weitere Montagestruktur 4 im Wesentlichen parallel zu der Axialrichtung A angeordnet ist.
Figur 4 zeigt eine Radnabe 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer Seitenansicht. Die Montagestrukturen 4 sind hierbei in Axialrichtung A uneinheitlich angeordnet bzw. versetzt. Die Montagestrukturen 4 können insbesondere Anlageabschnitte mit Kontaktflächen sein.
Figur 5 zeigt eine Radnabe 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Montagestrukturen 4 weisen hier einen uneinheitlichen Durchmesser auf. Speziell weist hier jede zweite Montagestruktur 4 einen geringeren Durchmesser auf als die übrigen Montagestrukturen 4. Alternativ können die Größenverhältnisse auch anders, insbesondere auch umgekehrt sein. Die Montagestrukturen 4 mit geringerem Durchmesser und/oder alle Montagestrukturen 4 können hier insbesondere Stifte sein. Alternativ können die Montagestrukturen 4 Löcher und/oder Vertiefungen sein, in die Stifte eingesetzt sind und/oder einsetzbar sind. Insbesondere können die eingesetzten Stifte entsprechend dem Durchmesser der Lö- cher/Vertiefungen ebenfalls verschiedene Durchmesser aufweisen. Zudem können optional die Montagestrukturen 4 mit geringerem Durchmesser und/oder die Stifte in den Montagestrukturen 4 mit geringerem Durchmesser in Axialrichtung A weniger hervorragen als die übrigen Montagestrukturen 4. Alternativ oder zusätzlich können Montagestrukturen 4 mit geringerem Durchmesser und/oder alle Montagestrukturen 4 und/oder einige Montagestrukturen Niete sein. Die Montagestrukturen 4 oder zumindest eine der Montagestrukturen 4 können ein Element und/oder eine Struktur sein oder mit einem Element und/oder einer Struktur kombiniert oder kombinierbar sein, die mit der Radnabe und/oder der Bremsscheibe befestigt ist und/oder dafür vorgesehen ist, mit der Radnabe und/oder der Bremsscheibe befestigt zu sein.
Figur 6 zeigt eine Bremsscheibe 2 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Bremsscheibe 2 weist dabei Montagestrukturen 4 auf, wobei einige der Montagestrukturen 4 als Ausnehmung 5 ausgebildet sind. Die hier gezeigte Bremsscheibe 2 kann insbesondere mit der in Figur 5 gezeigten Radnabe 1 kombinierbar sein. Die Ausnehmungen 5 können dabei für die Stifte der Radnabe 1 mit geringerem Durchmesser vorgesehen sein. Figur 7 zeigt ein Radnabensystem umfassend eine Radnabe 1 und eine Bremsscheibe 2. Sowohl die Radnabe 1 als auch die Bremsscheibe 2 weisen Montagestrukturen 4 auf. Die Montagestrukturen 4 der Bremsscheibe 2 als auch die Montagestrukturen 4 der Radnabe 1 sind jeweils uneinheitlich ausgebildet, jedoch derart, dass die Montagestrukturen 4 der Bremsscheibe 2 zu den Montagestrukturen 4 der Radnabe 1 passen.
Bezugszeichenliste: 1 Radnabe
2 Bremsscheibe
4 Montagestruktur
5 Ausnehmung
8 Nabenrippe A Axialrichtung und/oder Drehachse
U Kreisumfangsrichtung
V virtuelle Ebene

Claims

Ansprüche
1 . Radnabe (1 ), insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend Montagestrukturen (4) für eine Bremsscheibe (2), wobei die Montagestrukturen (4) uneinheitlich zueinander ausgebildet sind, wobei die Radnabe (1 ) dazu ausgebildet ist, sich um eine Drehachse (A) zu drehen.
2. Bremsscheibe (2), insbesondere für ein Nutzfahrzeug, umfassend Montagestrukturen (4) für eine Anbindung an eine Radnabe (1), insbesondere eine Radnabe (1 ) gemäß Anspruch 1 , wobei die Montagestrukturen (4) uneinheitlich zueinander ausgebildet sind, wobei die Bremsscheibe (2) dazu ausgebildet ist, sich um eine Drehachse (A) zu drehen.
3. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) hinsichtlich ihrer Position in einer Kreisumfangsrichtung uneinheitlich zueinander angeordnet sind.
4. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich ein Winkelabstand um die Drehachse (A) zwischen einem ersten Paar in Kreisumfangsrichtung (U) benachbarter Montagestrukturen (4) von einem Winkelabstand zwischen einem zweiten Paar in Kreisumfangsrichtung (U) benachbarter Montagestrukturen (4) unterscheidet.
5. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) zumindest teilweise Anlageabschnitte und/oder Befestigungsstrukturen sind.
6. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Anlageabschnitte eine zueinander uneinheitliche Erstreckung parallel zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse (A) bzw. in Axialrichtung (A) aufweisen.
7. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) hinsichtlich ihrer Position in einer Radialrichtung (R) uneinheitlich zueinander angeordnet sind, insbesondere derart, dass ein radialer Abstand der Montagestrukturen (4) von einer Drehachse (A) der Radnabe (1 ) und/oder der Bremsscheibe (2) für die Montagestrukturen (4) uneinheitlich ausgebildet ist.
8. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) hinsichtlich ihrer Axialposition uneinheitlich zueinander angeordnet sind, insbesondere derart, dass zumindest zwei Montagestrukturen (4) parallel zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse (A) versetzt zueinander angeordnet sind.
9. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) der Radnabe und/oder der Bremsscheibe
(2) in Axialrichtung (A) unterschiedliche weit vorspringen bzw. vorragen.
10. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Erstreckung der Montagestrukturen (4) der Radnabe (1 ) und/oder der Bremsscheibe (2) in Kreisumfangsrichtung (U) und/oder in Radialrichtung uneinheitlich zueinander ist.
11 . Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eine, bevorzugt zumindest zwei, der Montagestrukturen (4) jeweils eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung, ist und/oder zumindest eine Bohrung, insbesondere Durchgangsbohrung, umfasst.
12. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Erstreckungsrichtung zumindest eines Teils der Montagestrukturen (4), insbesondere zumindest einer der Bohrungen, zu der Erstreckungsrichtung der Drehachse (A) geneigt ist.
13. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß Anspruch 11 oder 12, wobei die Montagestrukturen (4), insbesondere die Bohrungen, zueinander uneinheitliche Querschnittsflächen aufweisen.
14. Radnabe (1 ) oder Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagestrukturen (4) der Radnabe (1 ) und/oder der Bremsscheibe (2) der Art angeordnet, dass das Verhältnis des minimalsten Abstands der Montagestrukturen (4) der Radnabe (1 ) bzw. der Bremsscheibe (2) in Radialrichtung zu der Drehachse (A) zu dem maximalsten Abstand der Montagestrukturen (4) der Radnabe (1 ) bzw. der Bremsscheibe (2) in Radialrichtung zu der Drehachse (A) in einem Bereich von 0,492 bis 0,946, bevorzugt in einem Bereich von 0,654 bis 0,920, liegt.
15. Radnabensystem umfassend eine Radnabe (1 ) und/oder eine Bremsscheibe (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
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