EP4721243A1 - KÜHLSYSTEM FÜR EIN ERREGERSYSTEM GROßER SCHENKELPOLMASCHINEN - Google Patents

KÜHLSYSTEM FÜR EIN ERREGERSYSTEM GROßER SCHENKELPOLMASCHINEN

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EP4721243A1
EP4721243A1 EP24730003.1A EP24730003A EP4721243A1 EP 4721243 A1 EP4721243 A1 EP 4721243A1 EP 24730003 A EP24730003 A EP 24730003A EP 4721243 A1 EP4721243 A1 EP 4721243A1
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EP
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obstacle
salient pole
pole machine
cavity
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EP24730003.1A
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Thilo Ferdinand DAUCH
Bastian DIEBEL
Markus Adam
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Voith Patent GmbH
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Voith Patent GmbH
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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    • H02K1/00Details of the magnetic circuit
    • H02K1/06Details of the magnetic circuit characterised by the shape, form or construction
    • H02K1/22Rotating parts of the magnetic circuit
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    • H02K1/24Rotor cores with salient poles ; Variable reluctance rotors

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Abstract

Kühlsystem für ein Erregersystem einer großen Schenkelpolmaschine, wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Polen (1), zwischen den Polen (1) angeordnete Pollücken (4), einen Rotorkranz (2) und wenigstens einen radial innerhalb des Rotorkranzes (2) angeordneten Hohlraum (6) umfasst, und wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Kanälen (5) umfasst, und wobei sich jeder Kanal (5) zwischen dem wenigstens einem Hohlraum (6) und einer Pollücke (4) erstreckt, und wobei während des Betriebes der Schenkelpolmaschine durch die Kanäle (5) Kühlmedium vom wenigsten einem Hohlraum (6) in die Pollücken (4) strömen kann, und wobei in wenigstens einem Teil der Kanäle (5) jeweils wenigstens ein Hindernis (7) angeordnet ist, welches so ausgebildet ist, dass sich während des Betriebs der Schenkelpolmaschine an einem Ausgang des zugehörigen Kanals (5) eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann.

Description

Kühlsystem für ein Erregersystem großer Schenkelpolmaschinen
Die Erfindung betrifft ein Kühlsystem für ein Erregersystem einer Schenkelpolmaschine, wobei ein fluides Kühlmedium, in der Regel Luft, die Kühlung der Erregerwicklung forciert. Derartige Schenkelpolmaschinen finden im allgemeinen als Generatoren oder Motorgeneratoren, insbesondere in Wasserkraftanlagen, Anwendung. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Nachrüstung einer bestehenden Schenkelpolmaschine.
Eine Schenkelpolmaschine umfasst einen Rotorkranz (engl. „rotor hm“), an welchem in radialer Richtung außen die Rotorpole des Erregersystems angeordnet sind. Der Rotorkranz besteht in der Regel aus Blechen, d.h. aus in axialer Richtung aufeinander gestapelten Metallscheiben, wobei jede Metallscheibe ein Segment der Kontur des Rotorkranzes abdeckt. Radial innerhalb des Rotorkranzes ist wenigstens ein Hohlraum angeordnet. In Umfangsrichtung zwischen den Rotorpolen erstrecken sich die sogenannten Pollücken. Zwischen dem oder den Hohlräumen und den Pollücken erstrecken sich eine Vielzahl von Kanälen. Die Rotorpole tragen die Wicklung des Erregersystems, welche während des Betriebs der Schenkelpolmaschine gekühlt werden muss. Dabei strömt das Kühlmedium von dem wenigstens einen Hohlraum durch die Kanäle in die Pollücken und dabei an der Wicklung des Erregersystems vorbei.
Kühlsysteme für Erregersysteme großer Schenkelpolmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart beispielsweise die WO 99/46848 A1 ein solches Kühlsystem. Der Hohlraum wird durch einen Hohlraum in der Rotorwelle gebildet. Als Besonderheit weisen die offenbarten Wicklungslagen des Erregersystems Öffnungen auf, die Strömungswege bilden, in denen das Kühlmedium radial nach außen geführt wird. Das Kühlmedium strömt dabei sowohl durch die Strömungswege als auch durch die Pollücken radial nach außen. In einer Ausführungsform des offenbarten Kühlsystems umfasst die Schenkelpolmaschine langgestreckte Verdrängungskörper, welche in den Pollücken angeordnet sind. Die Verdrängungskörper sind in axialer Richtung ausgerichtet und erstrecken sich über den größeren Teil der axialen Länge der Schenkel. Durch die Verdrängungskörper ist es möglich, die Kühlmittelgeschwindigkeit in den Pollücken und in den Strömungswegen zu erhöhen.
Die CN 205791875 U offenbart ein weiteres Kühlsystem. Die Schenkelpolmaschine umfasst einen Rotorhalter, welcher aus zwei Scheiben besteht. Zwischen den beiden Scheiben ist der Hohlraum angeordnet. Die Wicklungslagen sind hinterlüftet ausgebildet, d.h. zwischen Polschaft und Wicklung sind Kühlkanäle angeordnet. Die offenbarte Schenkelpolmaschine umfasst ferner Luftführungsblätter (6), welche in den Kanälen des Rotorkranzes angeordnet sind. Die Luftführungsblätter umfassen 2 bis 3 Luftauslässe, wobei die beiden äußeren Luftauslässe so angeordnet sind, dass Luft in die Kühlkanäle der Wicklungen geführt wird. Wenn ein dritter Luftauslass vorgesehen ist, dann ist dieser in der Mitte der beiden anderen Luftauslässe angeordnet. Durch den dritten Luftauslass kann Luft in die betreffende Pollücke strömen.
Die CN 216872984 U offenbart ein weiteres Kühlsystem. Die Schenkelpolmaschine umfasst einen sternförmigen Rotorträger (16). Der Hohlraum ist im Rotorträger angeordnet. Die offenbarte Schenkelpolmaschine umfasst Luftführungselemente, welche mit ihrer Wurzel am Rotorkranz befestigt sind. Die Luftführungselemente erfüllen eine ähnliche Funktion wie die Verdrängungskörper der WO 99/46848 A1. Allerdings weisen die Wicklungen in der CN 216872984 U keine Öffnungen auf, welche Strömungswege bilden.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein alternativ aufgebautes Kühlsystem für ein Erregersystem einer Schenkelpolmaschine anzugeben, welches gute Kühleigenschaften aufweist und ohne Verdrängungskörper in den Pollücken oder spezielle Strömungswege in oder an den Wicklungslagen auskommt. Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit welchen bestehende Schenkelpolmaschinen erfindungsgemäß nachgerüstet werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ausführung entsprechend dem unabhängigen Anspruch gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung finden sich in den Unteransprüchen. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
Fig.1 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine in einer ersten Ausführungsform Fig.2 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine in einer weiteren Ausführungsform
Fig.3 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine in einer weiteren Ausführungsform
Fig.4 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine in einer weiteren Ausführungsform
Fig.5 Kanaleinsatz
Fig.6 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine mit einem Kanaleinsatz Fig.7 Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine mit einem Kanaleinsatz
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Schenkelpolmaschine. Der Ausschnitt zeigt die Schenkelpolmaschine im Bereich einer Pollücke und im Bereich eines Kanals, welcher die Pollücke mit Kühlmedium versorgt. Die Darstellung von Figur 1 zeigt einen Schnitt senkrecht zur Drehachse der Schenkelpolmaschine. Die Pollücke ist mit 4 bezeichnet und ist zwischen zwei Polen angeordnet, von denen einer mit 1 bezeichnet ist. Radial außen ist ein Stator angeordnet, welcher mit 3 bezeichnet ist. Die Pole 1 sind mit einem Rotorkranz verbunden, welcher mit 2 bezeichnet ist. Radial innerhalb des Rotorkranzes 2 ist ein Hohlraum angeordnet, welcher mit 6 bezeichnet ist. Zwischen dem Hohlraum 6 und der Pollücke 4 erstreckt sich ein Kanal, welcher mit 5 bezeichnet ist. Durch den Kanal 5 strömt während des Betriebes der Schenkelpolmaschine Kühlmedium vom Hohlraum 6 in die Pollücke 4, um die Wicklung des Erregersystems zu kühlen. Die Wicklung des Erregersystems ist an den Polen 1 angeordnet und in Figur 1 nur schematisch angedeutet. Die in Figur 1 dargestellte Anordnung ist aus dem Stand der Technik bekannt (z.B. aus der WO 99/46848 A1 in Fig. 1 ). Sie kann auch in erfindungsgemäßen Schenkelpolmaschinen zum Einsatz kommen, da es genügt, dass nur ein Teil der Kanäle 5 abweichend von der Darstellung von Figur 1 ausgebildet ist. Die vom Stand der Technik abweichenden Ausführungsformen werden in den folgenden Figuren beschrieben.
Die Anzahl von Kanälen 5 zur Kühlung der Erregerwicklung kann sehr hoch sein. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn in jede Pollücke 40 oder mehr solche Kanäle 5 münden. Dabei sind die unterschiedlichen Kanäle 5, welche in ein und dieselbe Pollücke münden, in axialer Richtung nebeneinander angeordnet.
Die Erfinder haben erkannt, dass bei einem Kühlsystem, welches nur Kanäle gemäß der Ausführungsform von Figur 1 umfasst, es dazu kommt, dass sich aufgrund der stationären Zuströmung von Kühlmedium durch die Kanäle 5 zwischen den Kühlfinnen der Erregerwicklung stationäre Wirbelsysteme ausbilden, welche eine thermisch isolierende Wirkung zur Folge haben und welche daher den Wärmeübergang von den Windungen der Erregerwicklung in das Kühlmedium in der Pollücke herabsetzen. Außerdem legt sich durch die Rotation des Rotors im Betrieb die Strömung des Kühlmediums an eine Seite der Pole an, was zu einer verringerten Kühlung an der gegenüberliegenden Seite (der „Saugseite“) führt.
Die Erfinder schlagen daher eine Ausführungsform der Kanäle 5 vor, welche dazu führt, dass die Strömung des Kühlmediums am Auslass des Kanals 5 eine zeitlich variierende Fluktuation aufweist. Die erfindungsgemäßen Ausführungsformen zeichnen sich dadurch aus, dass im Kanal 5 wenigstens ein Hindernis angeordnet ist, welches so ausgebildet ist, dass sich während des Betriebs der Schenkelpolmaschine am Ausgang des Kanals 5 eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann. Infolge dieser Fluktuation entstehen kohärente Strukturen („Wirbelschleppen“), die stromab mit den stationären Wirbeln zwischen den Kühlfinnen interagieren und diese aus den Kavitäten ausspülen. Außerdem ergibt sich daraus auch eine verbesserte Kühlung an der Saugseite der Pole. Diese positiven Effekte stellen sich ein, obwohl durch das im Kanal angeordnete Hindernis vorderhand die Strömung des Kühlmediums behindert wird. Dabei ist die Form des Hindernisses nur insofern entscheidend, dass sie geeignet ist, dass sich durch das Hindernis eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann. Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform, welche sich von der aus dem Stand der Technik bekannten Anordnung gemäß Figur 1 dadurch unterscheidet, dass im Kanal 5 ein Hindernis angeordnet ist, welches mit 7 bezeichnet ist. Das Hindernis 7 hat die Form eines Zylinders. Ein so geformtes Hindernis verursacht eine Karman’sche Wirbelstraße, wie in Figur 2 durch den gewundenen Pfeil angedeutet wird.
Figur 3 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß Figur 3 hat das Hindernis 7 die Form eines Prismas mit dreieckiger Grundfläche. Durch diese Geometrie wird ein Wirbelnachlauf erzeugt, welcher durch die kleinen gekrümmten Pfeile angedeutet wird.
Weitere geeignete nicht in den Figuren gezeigte Formen von Hindernissen bestehen in Säulen mit rechteckiger oder trapezförmiger Grundfläche. Es sei erwähnt, dass die Hindernisse nicht zwingend mittig im Kanal angeordnet sein müssen. Die Hindernisse können auch außermittig platziert sein.
Figur 4 zeigt eine besonders vorteilhafte erfindungsgemäße Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß Figur 4 wird das Hindernis 7 dadurch gebildet, dass der Kanal 5 als fluidischer Oszillator ausgebildet ist. Dazu sind die seitlichen Wände des Kanals speziell ausgeformt. Außerdem befinden sich im Kanal zwei Hindernisse, welche so ausgebildet sind, dass durch sie die für den fluidischen Oszillator charakteristischen Feedback-Kanäle gebildet werden. Aus dem Stand der Technik sind auch fluidische Oszillatoren bekannt, die mehr als zwei Hindernisse aufweisen. Alle bekannten Formen von fluidischen Oszillatoren kommen für eine erfindungsgemäße Schenkelpolmaschine in Frage.
Die Figuren 2 bis 4 zeigen beispielhaft besonders vorteilhafte Formen von Hindernissen 7. Erfindungsgemäß kommen jedoch alle aus dem Stand der Technik bekannte Formen von Hindernissen 7 in Frage, welche geeignet sind, dass sich durch dieselben während des Betriebs der Schenkelpolmaschine am Ausgang des Kanals 5 eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann. Wie bereits oben erwähnt, müssen nicht alle Kanäle 5 Hindernisse 7 aufweisen. Es genügt, um den erfindungsgemäßen Effekt zu erzielen, wenn ein Teil der Kanäle 5 solche Hindernisse aufweist. Beispielsweise könnte jeder zweite Kanal ein erfindungsgemäßes Hindernis 7 aufweisen.
Die erfindungsgemäßen Hindernisse 7 können in die Kanäle 5 eingefügt werden, wenn der Rotorkranz 2 schichtweise aufgebaut wird. Dabei können die Hindernisse an die in axialer Richtung an die Kanäle 5 angrenzenden Teile des Rotorkranzes 2 angeklebt oder anderweitig daran befestigt werden. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die ein oder mehreren Hindernisse 7 eines Kanales den Teil einer Baugruppe bilden, welche im Folgenden als „Kanaleinsatz“ bezeichnet wird. Solche Kanaleinsätze können entweder beim Aufbau des Rotorkranzes 2 in entsprechende Aussparungen in demselben eingelegt werden, oder in die Kanäle eines bestehenden Rotorkranzes nachträglich eingeschoben werden, was die einfache Nachrüstung einer bestehenden Schenkelpolmaschine mit erfindungsgemäßen Hindernissen ermöglicht.
Figur 5 zeigt den Aufbau eines solchen Kanaleinsatzes am Beispiel eines fluidischen Oszillators. Im oberen Teil der Figur 5 ist ein lateraler Schnitt durch einen Kanaleinsatz dargestellt. Die Blickrichtung in Einbaulage des Kanaleinsatzes ist dabei die radiale Richtung Die unterschiedlichen Teile des Kanaleinsatzes sind dabei durch die Schnittlinien A-A und B-B gekennzeichnet. Im unteren Bereich der Figur 5 sind die entsprechenden Schnitte dargestellt. Die Blickrichtung in Einbaulage des Kanaleinsatzes ist dabei die axiale Richtung. Der Schnitt B-B verläuft in einem Bereich, den man als Deckel bezeichnen kann. In axialer Richtung bildet je ein Deckel den Abschluss des Kanaleinsatzes. Zwischen den beiden Deckeln ist ein Bereich angeordnet, welchen man als Zwischenlage bezeichnen könnte. Der Schnitt A-A verläuft in der Zwischenlage. Das wenigstens eine Hindernis ist Teil der Zwischenlage.
In lateraler Richtung schließt der in Figur 5 gezeigte Kanaleinsatz mit massiven Wänden ab, was bei einem fluidischen Oszillator von Vorteil ist, da die lateralen Wände gleichzeitig die laterale Außenkontur des Oszillators bilden. Bei anders geformten Hindernissen (z.B. wie die in Figur 2 oder 3 gezeigten Formen) kann auf laterale Wände verzichtet werden. Dann schließen sich die Außenkonturen der beiden Deckel an die entsprechenden Teile der Aussparungen im Rotorkranz an. In diesem Fall können zur Stabilisierung des Kanaleinsatzes diverse die beiden Deckel zusätzlich verbindenden Stege vorgesehen sein. Kanaleinsätze können vorteilhaft aus Kunststoff bestehen. Dabei kann ein Kanaleinsatz aus mehreren verbundenen Gussteilen aufgebaut sein, oder besonders vorteilhaft mit Hilfe eines additiven Fertigungsverfahren aus einem Stück hergestellt werden.
Der in Figur 5 gezeigte Kanaleinsatz ist so ausgebildet, dass er die in Figur 1 gezeigte Aussparung im Rotorkranz 2 komplett ausfüllen kann. In diesem Fall, d.h. wenn der Kanaleinsatz aus Figur 5 in die Anordnung von Figur 1 eingefügt würde, würde der Kanal, welcher den Hohlraum 6 mit der Pollücke 4 verbindet, ganz durch den fluidischen Oszillator des Kanaleinsatzes gebildet werden. Es sind auch andere Ausführungsformen denkbar, bei denen der Kanaleinsatz nur einen Teil der Aussparung im Rotorkranz ausfüllt. Dann wird der Kanal zwischen Hohlraum 6 und Pollücke 4 teilweise durch einen Teil der Aussparung und durch den Kanaleinsatz gebildet. Ohne Kanaleinsatz, d.h. wie beispielsweise in den Figuren 1 bis 3 gezeigt, wird der Kanal 5 komplett durch die jeweilige Aussparung im Rotorkranz 2 gebildet.
Figur 6 zeigt einen Kanaleinsatz in Einbaulage. Das Hindernis 7 ist dabei analog zu Figur 2 geformt. Die Verwendung eines Kanaleinsatzes bietet den Vorteil, dass der Kanal 5 durch den Kanaleinsatz über die äußere Kontur des Rotorkranzes 2 hinaus in radialer Richtung verlängert werden kann. Die Außenkontur des Rotorkranzes 2 ist durch die strichgepunktete Linie angedeutet. Dadurch kann auch das Hindernis 7 in radialer Richtung weiter außen angeordnet werden. Es liegt dadurch näher an den Windungen der Erregung. In der gezeigten Ausführungsform liegt das Hindernis 7 sogar komplett außerhalb der Kontur des Rotorkranzes 2. Da sich die von einem Hindernis 7 erzeugte Fluktuation mit dem Abstand zum Hindernis 7 abschwächt, kann der erwünschte Effekt mit Hilfe der in Figur 6 gezeigten Anordnung verbessert werden, da das Hindernis 7 näher an der Erregerwicklung angeordnet ist als in der vergleichbaren Ausführungsform gemäß Figur 2. In radialer Richtung außen stützt sich der Kanaleinsatz gegen Teile der Pole 1 ab, so dass der Kanaleinsatz nicht aufgrund der im Betrieb der Schenkelpolmaschine wirkenden Fliehkraft aus der Aussparung im Rotorkranz 2 herausrutschen kann. Eine Sicherung gegen das Herausrutschen könnte auch anders erfolgen, z.B. durch Einkleben oder durch eine andere geeignete Verbindung mit dem Rotorkranz 2. Oder durch eine Ausbildung des Kanaleinsatzes wie in Figur 7 dargestellt. Hier stützt sich der Kanaleinsatz mit Hilfe von Vorsprüngen an der Innenseite des Rotorkranzes 2 ab.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Nachrüstung einer bestehenden Schenkelpolmaschine umfasst den folgenden Schritt:
- Einschieben von je einem Kanaleinsatz in wenigstens einen Teil der vorhandenen Aussparungen im Rotorkranz 2 der Schenkelpolmaschine
Dabei bildet je ein in eine Aussparung eingeschobener Kanaleinsatz einen Kanal mit einem im Kanal angeordneten Hindernis, welches so ausgebildet ist, dass sich während des Betriebs der Schenkelpolmaschine an einem Ausgang des betreffenden Kanals eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann.
Für das Einschieben gibt es zwei Möglichkeiten. Die Kanaleinsätze können von außen, d.h. von der Pollücke 4 aus, oder von innen, d.h. vom Hohlraum 6 aus eingeschoben werden. Im ersten Fall muss wenigstens der Rotor aus dem Stator 3 ausgebaut werden. Im zweiten Fall muss der Hohlraum 6 ausreichend Platz bieten. Kanaleinsätze ohne Vorsprünge zum Abstützen, wie beispielsweise der in Figur 5 gezeigte Kanaleinsatz, können von beiden Seiten eingeschoben werden. Ein Kanaleinsatz wie in Figur 6 gezeigt kann nur von außen eingeschoben werden. Im Fall von Figur 6 müssten dazu auch die Pole 1 vom Rotorkranz 2 abgenommen werden. Ein Kanaleinsatz wie in Figur 7 gezeigt kann nur von innen eingeschoben werden. Das Einschieben von innen ist, falls anwendbar, dem Einschieben von außen vorzuziehen, da es deutlich weniger Aufwand erfordert.
Abschließend sei erwähnt, dass bei einer erfindungsgemäßen Schenkelpolmaschine unterschiedliche Formen von Hindernissen und/oder unterschiedlich ausgebildete Kanaleinsätze zum Einsatz kommen können, d.h. nicht alle Hindernisse bzw. Kanaleinsätze der betreffenden Schenkelpolmaschine haben ein und dieselbe Form oder Position.
Bezugszeichenliste
1 Pol
2 Rotorkranz 3 Stator
4 Pollücke
5 Kanal
6 Hohlraum
7 Hindernis

Claims

Patentansprüche
1 . Kühlsystem für ein Erregersystem einer großen Schenkelpolmaschine, wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Polen (1 ), zwischen den Polen (1 ) angeordnete Pollücken (4), einen Rotorkranz (2) und wenigstens einen radial innerhalb des Rotorkranzes (2) angeordneten Hohlraum (6) umfasst, und wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Kanälen (5) umfasst, und wobei sich jeder Kanal (5) zwischen dem wenigstens einem Hohlraum (6) und einer Pollücke (4) erstreckt, und wobei während des Betriebes der Schenkelpolmaschine durch die Kanäle (5) Kühlmedium vom wenigsten einem Hohlraum (6) in die Pollücken (4) strömen kann, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem Teil der Kanäle (5) jeweils wenigstens ein Hindernis (7) angeordnet ist, welches so ausgebildet ist, dass sich während des Betriebs der Schenkelpolmaschine an einem Ausgang des zugehörigen Kanals (5) eine zeitlich variierende Fluktuation des Kühlmediums ausbilden kann.
2. Kühlsystem nach Anspruch 1 , wobei das wenigstens eine Hindernis (7) die Form eines Zylinders hat.
3. Kühlsystem nach Anspruch 1 , wobei das wenigstens eine Hindernis (7) die Form eines Prismas mit dreieckiger Grundfläche hat.
4. Kühlsystem nach Anspruch 1 , wobei das wenigstens eine Hindernis (7) und der zugehörige Kanal (5) so ausgebildet sind, dass dieselben einen fluidischen Oszillator bilden.
5. Kühlsystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das wenigstens eine Hindernis (7) Teil eines Kanaleinsatzes ist, und wobei der Kanaleinsatz zwei in einer axialen Richtung außen liegende Deckel und eine zwischen den Deckeln angeordnete Zwischenlage umfasst, und wobei das Hindernis (7) Teil der Zwischenlage ist.
6. Kühlsystem nach Anspruch 5, wobei der Kanaleinsatz in radialer Richtung über eine Außenkontur des Rotorkranzes (2) hinausragt.
7. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei der Kanaleinsatz mit Hilfe eines additiven Fertigungsverfahren hergestellt worden ist.
8. Verfahren zur Nachrüstung einer bestehenden Schenkelpolmaschine, wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Polen (1 ), zwischen den Polen (1 ) angeordnete Pollücken (4), einen Rotorkranz (2) und wenigstens einen radial innerhalb des Rotorkranzes (2) angeordneten Hohlraum (6) umfasst, und wobei die Schenkelpolmaschine eine Vielzahl von Aussparungen umfasst, und wobei sich jede Aussparung zwischen wenigstens einem Hohlraum (6) und einer Pollücke (4) erstreckt, und wobei das Verfahren den folgenden Schritt umfasst:
- Einschieben von je einem Kanaleinsatz in wenigstens einen Teil der vorhandenen Aussparungen im Rotorkranz (2) der Schenkelpolmaschine; und wobei jeder Kanaleinsatz zwei in einer axialen Richtung außen liegende Deckel und eine zwischen den Deckeln angeordnete Zwischenlage umfasst, und wobei je ein in eine Aussparung eingeschobener Kanaleinsatz einen Kanal (5) mit einem im Kanal (5) angeordneten Hindernis (7) bildet, welches so ausgebildet ist, dass sich während des Betriebs der Schenkelpolmaschine an einem Ausgang des betreffenden Kanals (5) eine zeitlich variierende Fluktuation eines Kühlmediums ausbilden kann, und wobei das Hindernis (7) Teil der Zwischenlage des Kanaleinsatzes ist.
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