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Die Erfindung betrifft eine Scrollpumpe mit einem Stator, der ein Stator-Spiralbauteil umfasst, und einem Orbiter, der ein Orbiter-Spiralbauteil umfasst, das in das Stator-Spiralbauteil eingreift.
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Eine Scrollpumpe ist eine gegen Atmosphärendruck verdichtende Verdrängerpumpe, die sich unter anderem als Kompressor einsetzen lässt. Eine Scrollvakuumpumpe kann zur Erzeugung eines Vakuums in einem an den Gaseinlass angeschlossenen Rezipienten verwendet werden. Scrollvakuumpumpen werden auch als Spiralvakuumpumpen oder Spiralfördereinrichtungen bezeichnet.
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Eine Pumpstufe einer Scrollpumpe weist zwei ineinander verschachtelte bzw. ineinander gesteckte, beispielsweise archimedische Spiralzylinder auf, welche nachfolgend auch als Spiralbauteil bezeichnet werden. Jeder Spiralzylinder umfasst zumindest eine äquidistante Spiralwand mit einer an einer Stirnseite der Spiralwand vorgesehenen Trägerplatte, wobei die äußeren Windungen des Spiralzylinders, beispielsweise die zwei oder drei äußersten Windungen des Spiralzylinders, durch Wandabschnitte gebildet werden können, die vom Mittelpunkt der Spiralbauteile jeweils einen in Umfangsrichtung konstanten Abstand aufweisen. Auch wenn diese Wandabschnitte somit streng genommen keine Spiralabschnitte bilden, werden sie im vorliegenden Kontext dem Spiralbauteil zugerechnet und als Windungen derselben bezeichnet.
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Die Spiralzylinder sind dabei so ineinandergesteckt, dass die beiden Spiralzylinder abschnittsweise halbmond- bzw. sichelförmige Volumina umschließen. Eines der beiden Spiralbauteile ist dabei unbeweglich bzw. feststehend im Gehäuse der Pumpe angeordnet, wohingegen das andere Spiralbauteil mitsamt seiner Trägerplatte über einen Exzenterantrieb auf einer kreisförmigen Bahn bewegt werden kann, weshalb dieses bewegliche Spiralbauteil zusammen mit seiner Trägerplatte auch als Orbiter bezeichnet wird.
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Das bewegliche Spiralbauteil führt somit eine sogenannte zentralsymmetrische Oszillation aus, was auch als "Wobbeln" oder "Orbitieren" bezeichnet wird. Ein zwischen den Spiralzylindern eingeschlossenes halbmondförmiges Volumen wandert während des Orbitierens des beweglichen Spiralbauteils innerhalb der Spiralbauteile zunehmend nach innen, wodurch mittels des wandernden Volumens Prozessgas von einem radial außenliegenden Gaseinlass zu einem radial in der Spiralmitte befindlichen Gasauslass gefördert wird.
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An einer Stirnfläche der beweglichen Spirale bzw. des beweglichen Spiralzylinders, welche einer feststehenden Wand gegenübersteht, kann bei bekannten Scrollpumpen eine erste Dichtung angeordnet sein, die auch als Tip Seal bezeichnet wird. Bei einem Tip Seal handelt es sich beispielsweise um eine Kunststoffzusammensetzung, z.B. PTFE (Polytetrafluorethylen), mit einem rechteckigen Querschnitt. Ebenso kann an der Stirnfläche der feststehenden Spirale bzw. des feststehenden Spiralzylinders, welche einer beweglichen Wand zugewandt ist, eine zweite Dichtung vorgesehen sein, die ebenfalls als Tip Seal bezeichnet wird.
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Durch diese beiden Dichtungen bzw. Tip Seals lassen sich die von den Spiralzylindern eingeschlossenen, halbmondförmigen Volumina an den Stirnflächen der Spiralzylinder abdichten. Durch das Verschließen des Spalts zwischen den Spiralbauteilen verhindern die Tip Seals interne Rückströmungen innerhalb der Scrollpumpe bzw. innerhalb der Spiralkontur in axialer Richtung, so dass sich beispielsweise der mittels einer Scrollvakuumpumpe erreichbare Enddruck verringern lässt.
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Ein weiterer Vorteil der Tip Seals besteht darin, dass diese jeweils nur indirekt einen Kontakt zwischen dem beweglichen Spiralbauteil und dem feststehenden Spiralbauteil herstellen. Indirekt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Spiralbauteile selbst nicht berühren und dadurch kein Verschleiß an diesen auftritt. Ein Spalt zwischen den Spiralbauteilen wird mittels der Tip Seals in axialer Richtung abgeschlossen, die in einer Richtung senkrecht zur exzentrischen Drehbewegung des beweglichen Spiralbauteils verläuft. Mit anderen Worten berührt das jeweilige Tip Seal anstelle einer Stirnfläche der jeweiligen Spiralbauteile eine gegenüberliegende Wand.
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Durch den definierten Verschleiß der Tip Seals wird somit ein Verschleiß der Spiralbauteile verhindert, da keine Berührung zwischen diesen auftritt. Eine Berührung der Spiralbauteile könnte eine dauerhafte Beschädigung der Scrollpumpe hervorrufen und die Betriebssicherheit der Scrollpumpe verringern.
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Die Tip Seals erfordern jedoch einen aufwändigen Fertigungsprozess der Scrollpumpe, da eine Vertiefung bzw. Nut an den jeweiligen Stirnflächen der Spiralbauteile hergestellt werden muss, um das jeweilige Tip Seal in diese einzulegen. Bei diesem Vorgang müssen geringe Toleranzen eingehalten werden, wodurch die Kosten für die Fertigung der Scrollpumpe erhöht werden. Dies betrifft einerseits die Zerspanung der Nut bzw. Vertiefung und andererseits die Fertigung der jeweiligen Tip Seals an sich.
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Außerdem bewirkt der kontinuierliche Verschleiß der jeweiligen Tip Seals, dass Verschleißpartikel in das Pumpsystem der Scrollpumpe gelangen. Dadurch sind bekannte Scrollvakuumpumpen normalerweise für hochreine Vakuumanwendungen ungeeignet, da der Rezipient einer Vakuumanlage mit einer herkömmlichen Scrollvakuumpumpe durch die Verschleißpartikel verunreinigt werden könnte.
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Darüber hinaus können die Verschleißpartikel durch den Pumpvorgang aus einer Scrollpumpe heraus in die umgebende Atmosphäre gelangen und dort eine gewisse Staubbelastung hervorrufen. Eine solche Emission von Verschleißpartikeln sollte im Hinblick auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit vermieden werden.
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Da die Tip Seals zwar einen geringen, aber dennoch kontinuierlichen Verschleiß aufweisen, ist zusätzlich nach einer bestimmten Dauer eine Wartung der Scrollpumpe erforderlich, wobei die Betriebsdauer bis zur Wartung durch die Materialeigenschaften der Tip Seals festgelegt ist. Mit anderen Worten begrenzen die Tip Seals die Betriebsdauer, die bis zu einer Wartung der Scrollvakuumpumpe zur Verfügung steht.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Scrollpumpe zu schaffen, bei der auf Tip Seals und ähnliche Dichtungen zwischen Spiralbauteilen verzichtet werden kann und dennoch eine ausreichende Betriebssicherheit sowie ein geforderter Enddruck der Scrollpumpe erreichbar sind.
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Diese Aufgabe wird durch eine Scrollpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen angegeben.
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Die erfindungsgemäße Scrollpumpe, bei der es sich insbesondere um eine Scrollvakuumpumpe handelt, umfasst einen Stator, der ein Stator-Spiralbauteil umfasst, und einen Orbiter, der ein Orbiter-Spiralbauteil umfasst, das in das Stator-Spiralbauteil eingreift. Das Orbiter-Spiralbauteil ist ferner ausgebildet, bezogen auf den Stator eine exzentrische Bewegung um eine Drehachse herum auszuführen. Diese Drehachse definiert eine axiale Richtung innerhalb der Scrollpumpe. Das Stator-Spiralbauteil weist eine Stator-Stirnfläche auf, während das Orbiter-Spiralbauteil eine Orbiter-Stirnfläche aufweist, die der Stator-Stirnfläche in der axialen Richtung gegenüberliegt und von dieser beabstandet ist.
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An der Stator-Stirnfläche oder an der Orbiter-Stirnfläche ist erfindungsgemäß mindestens ein Abstandselement angeordnet, das über diejenige von der Stator-Stirnfläche oder der Orbiter-Stirnfläche, an der es angeordnet ist, in axialer Richtung hervorsteht. Das Abstandselement weist ferner in axialer Richtung bezogen auf die gegenüberliegende Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche einen vordefinierten Abstand auf, d.h. bezogen auf diejenige von der Stator-Stirnfläche oder der Orbiter-Stirnfläche, an der das Abstandselement nicht angeordnet ist. Das Abstandselement umfasst ein Material, das sich durch mindestens eine tribologische Eigenschaft von einem jeweiligen Material an der Stator-Stirnfläche und an der Orbiter-Stirnfläche unterscheidet.
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Die tribologische Eigenschaft kann sich beispielsweise auf die Härte und/oder den Gleitreibungskoeffizienten der Materialien beziehen. Beispielsweise kann das Abstandselement eine geringere Härte als das Material an derjenigen Fläche aufweisen, die dem Abstandselement gegenüberliegt, d.h. als das Material an der Stator-Stirnfläche oder an der Orbiter-Stirnfläche. Alternativ oder zusätzlich kann das Material des Abstandselements in Kombination mit dem Material der gegenüberliegenden Fläche einen geringeren Gleitreibungskoeffizienten als für den Fall aufweisen, dass das Material der gegenüberliegenden Fläche mit sich selbst interagieren würde.
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Aufgrund des mindestens einen Abstandselements können Tip Seals innerhalb der erfindungsgemäßen Scrollpumpe weggelassen werden. Die Scrollpumpe kann somit frei von einem Tip Seal sein. Dies bedeutet, dass eine solche Scrollpunpe zwischen dem Stator und dem Orbiter generell keine Dichtung in der Form eines Tip Seals aufweist, welche die jeweils gegenüberliegende Stirnfläche berührt. Die Scrollpumpe kann daher auch als Tip-Seallose Scrollpumpe bezeichnet werden.
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Bei einer solchen Tip-Seallosen Scrollpumpe werden die Nachteile vermieden, die eingangs näher beschrieben sind. Da in der Vakuumpumpe anstelle des permanenten Verschleißes von Tip Seals ein erheblich geringerer Verschleiß des Abstandselements auftritt, wenn dieses die gegenüberliegende Stirnfläche nur kurzzeitig berührt, wird die Betriebsdauer verlängert, die bis zu einer erforderlichen Wartung der Scrollpumpe zur Verfügung steht. Darüber hinaus können erheblich weniger oder nahezu keine Verschleißpartikel in das Pumpsystem der Scrollpumpe und in die umgebende Atmosphäre gelangen.
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Da solche Tip Seals, wie der Name schon sagt, an jeweiligen Spitzen oder Enden von Spiralwänden innerhalb der Scrollpumpe angeordnet sind und eine Wand des gegenüberliegenden Spiralbauteils berühren, erfordern die Tip Seals enge Toleranzen bei der Fertigung. Dies betrifft einerseits die Abmessungen der Tip Seals an sich und andererseits die Abmessungen von Nuten oder Vertiefungen, in denen die Tip Seals angeordnet sind.
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Erfindungsgemäß kann das mindestens eine Abstandselement hingegen in einem beliebigen Bereich an der Stirnfläche eines der Spiralbauteile angeordnet sein, wobei die Stirnfläche zum Anordnen des Abstandselements sowohl die Spiralwände als auch Flächen an Trägerplatten umfasst, an denen die Spiralwände angebracht sind und die dem jeweils anderen Spiralbauteil gegenüberliegen. Dadurch bestehen für die Fertigung und das Anbringen des mindestens einen Abstandselements geringere Anforderungen an Toleranzen als bei der Fertigung und Anbringung von Tip Seals. Mit anderen Worten sind die Toleranzabstände, die bei der Fertigung und dem Einbau des Abstandselements einzuhalten sind, größer als bei der Fertigung und dem Einbau von Tip Seals. Dies ist auch dadurch bedingt, dass die Position des Abstandselements an der jeweiligen Stirnfläche flexibel ausgewählt werden kann, während die Position von Tip Seals durch deren inhärente Funktion als Dichtung festgelegt ist.
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Außerdem weisen Tip Seals eine lange und schnurförmige Kontur entlang des Spiralbauteils auf, an dem sie angebracht sind. Im Vergleich zu Tip Seals können für das Abstandselement der hier beschriebenen Scrollpumpe hingegen einfachere Konturen verwendet bzw. realisiert werden. Insgesamt ist die erfindungsgemäße Scrollpumpe mit mindestens einem Abstandselement daher leichter und kostengünstiger zu fertigen als bekannte Scrollpumpen mit Tip Seals.
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Da das Abstandselement in axialer Richtung über diejenige Stirnfläche des Stators oder Orbiters hervorsteht, an der es angeordnet ist, ist der vordefinierte Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Fläche kleiner als der Abstand zwischen der Stator-Stirnfläche und der Orbiter-Stirnfläche. Zwischen der Spitze der Spiralwand des jeweiligen Spiralbauteils und der gegenüberliegenden Trägerplatte des anderen Spiralbauteils muss stets ein solcher Spalt vorhanden sein, dass sich die jeweiligen Grundkörper des Stator-Spiralbauteils und des Orbiter-Spiralbauteils im Betrieb der Scrollpumpe nicht berühren.
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Andererseits muss ein solcher Spalt möglichst klein sein, d.h. eine möglichst geringe Breite aufweisen, um Rückströmungen innerhalb der Scrollpumpe zu verringern und einen vorgesehenen Enddruck der Scrollpumpe erreichen zu können. Die Spaltbreite zwischen dem Stator-Spiralbauteil und dem Orbiter-Spiralbauteil, d.h. beispielsweise zwischen der jeweiligen Spitze der jeweiligen Spiralwand und der Fläche der gegenüberliegenden Trägerplatte, sollte beispielsweise kleiner als 50 µm sein.
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Die Spaltbreite zwischen dem Stator-Spiralbauteil und dem Orbiter-Spiralbauteil kann sich jedoch während des Betriebs der Scrollpumpe kontinuierlich ändern. Eine solche Änderung hängt von der Druckverteilung und der Temperaturverteilung in den Spiralbauteilen sowie von weiteren Faktoren ab, beispielsweise von der Drehzahl der Scrollpumpe. Daher könnte eine Berührung der Spiralbauteile während des Betriebs der Scrollpumpe auftreten, obwohl die Spiralbauteile zunächst kontaktfrei montiert wurden und somit zwischen diesen im ausgeschalteten Zustand der Scrollpumpe kein Kontakt besteht.
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Das erfindungsgemäße Abstandselement ist daher dafür vorgesehen, eine definierte Berührung zwischen den Spiralbauteilen während des Betriebs der Scrollpumpe auf eine solche Weise zuzulassen, dass keine Berührung zwischen den Grundkörpern des Stator-Spiralbauteils und des Orbiter-Spiralbauteils auftritt. Stattdessen darf eine definierte kurzzeitige Berührung ausschließlich zwischen dem mindestens einen Abstandselement und der gegenüberliegenden Wand erfolgen.
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Ein Verschleiß tritt somit nicht an den Grundkörpern der Spiralbauteile, sondern an dem Abstandselement auf, das sich durch die mindestens eine tribologische Eigenschaft seines Materials von dem Material des Stator-Spiralbauteils und des Orbiter-Spiralbauteils unterscheidet. Wenn das Abstandselement beispielsweise eine geringere Härte als das Material der gegenüberliegenden Fläche aufweist und/oder zusammen mit der gegenüberliegenden Fläche ein tribologisches System mit verringertem Gleitreibungskoeffizienten bildet, tritt im Vergleich zu einer Berührung der Spiralbauteile an sich, d.h. im Vergleich zu einer Berührung von deren Grundkörpern, eine geringere Abnutzung an dem mindestens einen Abstandselement auf. Dadurch wird die Betriebsdauer zusätzlich verlängert, die für die Scrollpumpe zur Verfügung steht, bis eine Wartung erforderlich ist.
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Das mindestens eine Abstandselement kann als zusätzliches Element in einer Vertiefung oder Nut des Stator-Spiralbauteils angeordnet sein, die in die entsprechende Stirnfläche eingelassen ist. Das mindestens eine Abstandselement steht nach der Anbringung an dem Stator-Spiralbauteil oder dem Orbiter-Spiralbauteil beispielsweise um weniger als 0,1 mm bezogen auf die umgebende Fläche hervor.
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Wenn das Abstandselement in einer Vertiefung oder Nut des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils angeordnet ist, entspricht eine Außenkontur des Abstandselements insbesondere der Form der Vertiefung oder Nut. Darüber hinaus kann das Abstandselement ferner als einstückiges Vollelement aus einem Material hergestellt sein, das weicher ist bzw. eine geringere Härte aufweist als das Material der gegenüberliegenden Fläche an dem Stator-Spiralbauteil oder dem Orbiter-Spiralbauteil. Alternativ kann auch eine Beschichtung aus dem weicheren Material bzw. Material mit einer geringeren Härte auf einen Grundkörper aufgetragen werden, um das Abstandselement herzustellen.
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Gemäß einer Ausführungsform ist der vordefinierte Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche kleiner als ein Schwellenwert, der von einem Ziel-Enddruck der Scrollpumpe abhängt. Der Ziel-Enddruck der Scrollpumpe ist derjenige Druck, den die Scrollpumpe während des Betriebs bezogen auf ihre spezifische Anwendung erreichen soll. Wenn die Scrollpumpe als Scrollvakuumpumpe ausgebildet ist, ist der Ziel-Enddruck beispielsweise ein minimaler Druck bzw. Unterdruck, der für eine spezifische Anwendung der Pumpe erforderlich ist. Der Schwellenwert, der für den vordefinierten Abstand vorgesehen ist, kann ferner von weiteren Parametern wie z.B. der Temperatur der Scrollpumpe abhängen
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Wie vorstehend erwähnt, sollte eine Spaltbreite zwischen dem Stator-Spiralbauteil und dem Orbiter-Spiralbauteil möglichst gering sein, um Rückströmungen innerhalb der Scrollpumpe zu minimieren, und beispielsweise weniger als 50 µm betragen. Dies bedeutet, dass der vordefinierte Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche kleiner als die Spaltbreite zwischen dem Stator-Spiralbauteil und dem Orbiter-Spiralbauteil sein muss, um eine Berührung zwischen den Grundkörpern des Stator-Spiralbauteils und des Orbiter-Spiralbauteils zu verhindern.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die dem Abstandselement gegenüberliegende Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche einen Bereich auf, der sich von dem restlichen Spiralbauteil, d.h. dem Stator-Spiralbauteil oder Orbiter-Spiralbauteil, durch mindestens eine Materialeigenschaft unterscheidet. Beispielsweise kann eine Beschichtung auf die dem Abstandselement gegenüberliegende Stirnfläche aufgetragen sein, durch die sich die Stirnfläche im Bereich der Beschichtung beispielsweise bezüglich der Härte und/oder des Gleitreibungskoeffizienten von der restlichen Oberfläche des Stator-Spiralelements oder Orbiter-Spiralelements unterscheidet.
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Das Abstandselement kann in diesem Fall mit dem Bereich an der gegenüberliegenden Fläche ein tribologisches System bilden, das optimierte Gleiteigenschaften aufweist, beispielsweise eine Minimierung der spezifischen Verschleißrate oder des Gleitreibungskoeffizienten. Der Bereich an der gegenüberliegenden Fläche, mit dem das Abstandselement in Kontakt kommt, kann eine größere Härte und Festigkeit als das Abstandselement und auch als der Grundkörper des Spiralelements aufweisen, auf welches die Beschichtung aufgetragen ist. Dennoch kann die Beschichtung gute Gleiteigenschaften aufweisen, d.h. einen verringerten Gleitreibungskoeffizienten bezogen auf das Abstandselement im Vergleich zum Grundkörper des jeweiligen Spiralbauteils. Dies bedeutet, dass die Beschichtung beispielsweise eine geringere Oberflächenrauheit innerhalb des Bereichs an der gegenüberliegenden Stirnfläche aufweist, die mit dem Abstandselement in Kontakt kommen kann. Insbesondere können eine Aluminiumoxidkeramik, Gleitlacke mit Festschmierstoffzusätzen und Hartmetallbeschichtungen als Beschichtungen für den Bereich an der gegenüberliegenden Stirnfläche verwendet werden.
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Alternativ oder zusätzlich kann an der dem Abstandselement gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche ein Gegenelement angeordnet sein, welches über diejenige von der Stator-Stirnfläche oder der Orbiter-Stirnfläche, an der es angeordnet ist, in axialer Richtung hervorsteht und sich bezüglich mindestens einer Materialeigenschaft von derjenigen von der Stator-Stirnfläche oder der Orbiter-Stirnfläche unterscheidet, an der es angeordnet ist. Mit anderen Worten kann ein dem Abstandselement zugeordnetes Gegenelement an der gegenüberliegenden Stirnfläche des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils angebracht sein.
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Das Gegenelement kann somit als zweites Abstandselement angesehen werden, das zusammen mit dem ihm gegenüberliegenden Abstandselement eine minimale Spaltbreite zwischen dem Stator-Spiralbauteil und dem Orbiter-Spiralbauteil festlegt. Im Betrieb der Scrollpumpe können sich das Abstandselement und das Gegenelement definiert kurzzeitig berühren, um dadurch eine Berührung der Grundkörper des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils auszuschließen. Mit anderen Worten kann ein axialer Abstand zwischen dem Abstandselement und dem Gegenelement kleiner als ein minimaler axialer Abstand zwischen der Stator-Stirnfläche und der Orbiter-Stirnfläche sein. Dadurch können sich das Abstandselement und Gegenelement im Betrieb der Scrollpumpe kurzzeitig berühren, bevor sich die Stator-Stirnfläche und die Orbiter-Stirnfläche berühren.
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Insbesondere kann ein Material des Abstandselements und ein Material des Gegenelements derart gewählt sein, dass das Abstandselement und das Gegenelement ein tribologisches System bilden, bei dem eine spezifische Verschleißrate und/oder ein Gleitreibungskoeffizient für diese geringer ist als für Materialien der Stator-Stirnfläche und der Orbiter-Stirnfläche. Das Abstandselement und das Gegenelement können darüber hinaus ein tribologisches System mit optimierten Gleiteigenschaften bilden, d.h. mit einer minimierten spezifischen Verschleißrate und/oder mit einem minimierten Gleitreibungskoeffizienten. Mit anderen Worten können die spezifische Verschleißrate und/oder der Gleitreibungskoeffizient eines solchen tribologischen Systems kleiner als ein vorbestimmter Schwellenwert sein und/oder in einem vordefinierten Bereich liegen.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfassen das Stator-Spiralbauteil und das Orbiter-Spiralbauteil jeweils ein Trägerelement und eine Spirale bzw. eine Spiralwand. Das Abstandselement ist bei dieser Ausführungsform in einer radialen Richtung, die rechtwinklig zu der axialen Richtung verläuft, außerhalb der jeweiligen Spirale des Stator-Spiralbauteils und des Orbiter-Spiralbauteils angeordnet. Dadurch kann sichergestellt werden, dass eine mögliche Berührung zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche des Stators oder des Orbiters in einem Bereich außerhalb der jeweiligen Spiralen stattfindet, so dass eine Beschädigung oder Verformung der Spiralen aufgrund einer solchen Berührung der Spiralen vermieden werden kann.
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Der Abstandselement kann bei einer solchen Anordnung außerhalb der Spiralen des Stators und des Orbiters als ein ringförmiges Bauteil geformt sein, das sich über den gesamten Umfang des Orbiters oder des Stators erstreckt. Alternativ können mehrere Ringsegmente vorgesehen sein, die sich in einer Umfangsrichtung um die Drehachse herum verteilt über den gesamten Umfang des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils erstrecken. Solche Ringsegmente können in regelmäßigen Winkelabständen angeordnet sein. Ferner können mehrere Abstandselemente als mehrere kreisförmige Bauteile ausgebildet sein, die in regelmäßigen Winkelabständen über den Umfang des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils verteilt sind.
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Die Oberfläche des Abstandselements, die mit der gegenüberliegenden Stirnflä-che des Stator-Spiralbauteils oder des Orbiter-Spiralbauteils in Berührung kommt, kann eben ausgebildet sein und parallel zu der gegenüberliegenden Fläche verlaufen. Alternativ sind jedoch andere Oberflächenkonturen für das Abstandselement möglich, beispielsweise eine konvexe Form.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform liegt zwischen dem Abstandselement und demjenigen von dem Stator-Spiralbauteil oder dem Orbiter-Spiralbauteil, an dem das Abstandselement angeordnet ist, eine lösbare kraftschlüssige Verbindung vor. Eine solche Verbindung kann beispielsweise als eine Schraubverbindung realisiert sein, bei der eine Schraubenbohrung in dem Stator-Spiralbauteil oder in dem Orbiter-Spiralbauteil vorgesehen ist, an dessen jeweiliger Stirnfläche das Abstandselement angebracht werden soll. Das Abstandselement weist in diesem Fall eine entsprechende Senkbohrung auf, so dass das Abstandselement durch die Schraubverbindung in der axialen Richtung gegen die Stirnfläche angepresst wird, an der es angebracht werden soll. Alternativ kann für die lösbare kraftschlüssige Verbindung ein Federsystem vorgesehen sein, bei welchem das Abstandselement durch mehrere Federn in einer radialen Richtung senkrecht zur axialen Richtung in der Nut oder Vertiefung, in der das Abstandselement angebracht werden soll, verpresst ist.
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Die lösbare kraftschlüssige Verbindung des Abstandselements mit dem entsprechenden Spiralbauteil hat den Vorteil, dass das Abstandselement ausgetauscht werden kann, während das restliche Spiralbauteil weiterhin verwendet werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist es ferner vorteilhaft, wenn das Material, das an der Oberfläche des Abstandselements dem Verschleiß ausgesetzt werden soll, als Beschichtung aufgetragen ist. Das Abstandselement kann in diesem Fall ausgetauscht werden, wenn es einen gewissen Verschleiß erfahren hat, und das Grundmaterial des Abstandselements kann aufbereitet und anschließend wieder verwendet werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Scrollpumpe zusätzlich eine Einstelleinrichtung, die ausgebildet ist, einen axialen Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche auf den vordefinierten Abstand zu regeln. Der vordefinierte Abstand ist bei dieser Ausführungsform somit ein Sollwert für den Abstand bzw. die Distanz zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche in axialer Richtung. Der axiale Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche kann als Istwert beispielsweise mit einer weiteren Einrichtung erfasst oder geschätzt werden, für welche im Folgenden einige Beispiele erläutert sind.
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Wenn das Abstandselement während des Betriebs der Scrollpumpe die gegenüberliegende Stirnfläche des Stators oder des Orbiters berührt, kann bei jeder Berührung das Maß bzw. die Distanz, mit der das Abstandselement über die Stirnfläche des Stators oder Orbiters hervorsteht, verringert werden. Dadurch kann das Abstandselement während des Betriebs der Scrollpumpe allmählich seine Funktionalität verlieren, so dass ein Austausch des Abstandselements erforderlich werden könnte.
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Mittels der Einstelleinrichtung, die den vordefinierten Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche wiederherstellen kann, indem die Distanz zwischen diesen nachgeregelt wird, kann jedoch der vordefinierte Abstand zwischen Abstandselement und gegenüberliegender Stirnfläche aufrechterhalten werden, obwohl das Abstandselement einem gewissen Verschleiß ausgesetzt ist. Dadurch können die Lebensdauer der Scrollpumpe und die Betriebsdauer, die bis zu einer erforderlichen Wartung zur Verfügung steht, verlängert werden.
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Die Einstelleinrichtung kann eine Druckkammer aufweisen, die derart in Verbindung mit dem Abstandselement angeordnet ist, dass die Druckkammer eine Kraft in der axialen Richtung auf das Abstandselement ausübt. Die Druckkammer kann beispielsweise in axialer Richtung hinter dem Abstandselement angeordnet sein, d.h. bezogen auf die Fläche des Abstandselements, die mit der gegenüberliegenden Stirnfläche in Berührung kommen kann, auf der gegenüberliegenden Seite bzw. Rückseite des Abstandselements.
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Das Abstandselement kann bei dieser Ausführungsform beispielsweise ein keilförmiges Profil aufweisen und in radialer Richtung senkrecht zu der axialen Richtung mittels eines Federsystems eingespannt sein. Federn dieses Federsystems können somit auf eine schräge Anlagefläche des Abstandselements einwirken und dadurch eine Kraft in radialer Richtung und in axialer Richtung auf das Abstandselement ausüben. Die axiale Kraft, die durch die Federn ausgeübt wird, wirkt als Gegenkraft zu der durch die Druckkammer ausgeübten Kraft, die aufgrund der Druckdifferenz zwischen der Druckkammer und dem Bereich auf der gegenüberliegenden Seite des Abstandselements entsteht. Dadurch entsteht ein Kräftegleichgewicht in axialer Richtung, durch welches das Abstandselement in einer gewünschten Position gehalten wird.
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Der Druck in der Druckkammer kann über ein regelbares Ventil eingestellt werden, dessen Öffnungsgrad in Abhängigkeit von einem erfassten Verschleiß und dem Anpressdruck der Federn gegeben sein kann. Wenn ein gewisser Verschleiß erreicht wird, kann der Druck bzw. eine Druckdifferenz über das Abstandselement hinweg erhöht werden, wodurch das Abstandselement in Richtung der gegenüberliegenden Stirnfläche verschoben und sein Abstand bezogen auf diese nachgeregelt wird, bis ein erneutes Kräftegleichgewicht mit der Federkraft erreicht ist.
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Bei dieser Ausführungsform muss die Druckkammer gegenüber einem Druck-oder Vakuumbereich der Scrollpumpe abgedichtet sein. Eine Zuleitung, über die Gas in die Druckkammer zugeführt wird, kann über die umgebende Atmosphäre, beispielsweise über einen Auslassbereich der Scrollpumpe, oder über einen integrierten Druckbehälter erfolgen.
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Die Einstelleinrichtung kann alternativ mindestens eine Justierschraube aufweisen, die mit dem Abstandselement funktional gekoppelt ist, um den vordefinierten Abstand in axialer Richtung zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche einzustellen. Bei einer solchen Ausführungsform ist das Abstandselement an einer speziellen Schraube montiert, die als Justierschraube bezeichnet wird und beispielsweise zwei Gewinde aufweist.
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Die zwei Gewinde können ein Montagegewinde umfassen, das sich an einem Ende der Justierschraube befindet, welches einem Schraubenkopf der Justierschraube gegenüberliegt, und mit dem Abstandselement verbunden ist. Ferner können die zwei Gewinde ein Feingewinde umfassen, welches mit einem Gegengewinde an dem Spiralbauteil in Eingriff steht, an dem das Abstandselement angeordnet ist. Mittels des Feingewindes lässt sich die axiale Position der Justierschraube und damit des Abstandselements präzise einstellen. Ein Durchmesser des Feingewindes ist insbesondere größer als ein Durchmesser des Montagegewindes. Für den jeweiligen Gewindegang der beiden Gewinde der Justierschraube ist ferner eine jeweilige Abdichtung erforderlich.
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Mit Hilfe der Justierschraube kann das Abstandselement manuell nachgestellt werden. Die Positionierung des Abstandselements mittels der Justierschraube kann ferner auch automatisch mittels eines zusätzlichen Werkzeugs erfolgen, um das Abstandselement während des Betriebs der Scrollvakuumpumpe nach Bedarf nachzustellen.
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Alternativ kann die Einstelleinrichtung mindestens einen Aktor aufweisen, der mit dem Abstandselement funktional gekoppelt und ausgebildet ist, eine axiale Position des Abstandselements einzustellen. Ein solcher Aktor kann Bestandteil eines Regelkreises sein. Der Verschleiß des Abstandselements kann erfasst werden, indem der axiale Abstand zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche erfasst wird. Eine Differenz zwischen dem erfassten axialen Abstand und dem vordefinierten Abstand, d.h. zwischen Ist- und Sollwert, kann ein Stellsignal für den Aktor festlegen, so dass dieser die axiale Position des Abstandselements anhand des Stellsignals und daher in Abhängigkeit von dem erfassten Verschleiß des Abstandselements nachregelt. Wenn die Position des Aktors erfasst wird, kann anhand dieser Position ermittelt werden, wann der Verschleiß des Abstandselements ein vorgegebenes Maß überschreitet und das Abstandselement ausgetauscht werden sollte. Als Aktor kann beispielsweise ein Bimetall-, ein elektrischer oder ein Piezoaktor verwendet werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Scrollpumpe ferner eine Nachweiseinrichtung, die ausgebildet ist, eine jeweilige Berührung zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche nachzuweisen und eine Anzahl der Berührungen zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche zu erfassen. Mittels der Nachweiseinrichtung kann der Verschleiß des Abstandselements erfasst werden, der von der Anzahl der Berührungen zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche abhängt und beispielsweise zu der Anzahl der Berührungen proportional ist. Durch das Erfassen des Verschleißes des Abstandselements anhand der Berührungen zwischen Abstandselement und gegenüberliegender Fläche kann eine noch zur Verfügung stehende Betriebsdauer der Scrollpumpe bis zu einer erforderlichen Wartung bestimmt werden. Eine Wartung der Scrollpumpe kann beispielsweise erforderlich sein, wenn die Anzahl der Berührungen zwischen Abstandselement und gegenüberliegender Stirnfläche einen vorbestimmten Wert überschreitet.
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Ferner kann die Nachweiseinrichtung ausgebildet sein, die Berührung zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche anhand eines Schaltvorgangs nachzuweisen, der durch die Berührung ausgelöst wird. Bei einem solchen Schaltvorgang kann es sich um einen elektrischen Schaltvorgang oder um einen mechanischem Schaltvorgang handeln, z.B. um einen ähnlichen Schaltvorgang wie bei einem taktilen Schalter.
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Beispielsweise kann ein elektrischer Kontakt zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche oder Orbiter-Stirnfläche nachgewiesen werden. Zu diesem Zweck können elektrische Kontakte an dem Abstandselement und an der gegenüberliegenden Stirnfläche angebracht sein, so dass bei einer Berührung ein Kurzschluss zwischen diesen beiden Kontakten auftritt. Dadurch kann die Anzahl der Berührungen erfasst werden, oder es kann die über den Kontakt geflossene Ladung kumulativ erfasst werden, die ein Maß für den Verschleiß des Abstandselements darstellen kann.
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Alternativ kann entweder das Abstandselement oder das gegenüberliegende Spiralbauteil einen isolierten Bereich an der jeweiligen Stirnfläche aufweisen, so dass eine entsprechende Oberfläche isoliert ist. Wenn der isolierte Bereich aufgrund des Verschleißes zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil nach einer bestimmten Anzahl von Berührungen zwischen diesen abgetragen ist, kann ein elektrischer Kontakt auftreten, der ein gewisses Maß an Verschleiß angibt. In diesem Fall kann eine Warnung ausgegeben werden, damit eine entsprechende Wartung der Scrollpumpe durchgeführt werden kann.
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Ferner kann die Nachweiseinrichtung einen Beschleunigungssensor und/oder einen berührungslosen Wegsensor umfassen. In einem regulären Betrieb der Scrollpumpe ohne Berührung zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Stirnfläche kann ein gewisses, relativ geringes Maß an Vibrationen auftreten, welches ein Bezugsniveau für den Beschleunigungssensor bildet. Bei einer Berührung zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil treten jedoch verstärkte Vibrationen auf, die mittels des Beschleunigungssensors aufgezeichnet werden können. Wenn ein vorgegebener Wert für eine Schwingungsbeschleunigung bzw. Schwingungsgeschwindigkeit überschritten wird, die mittels des Beschleunigungssensors erfasst werden kann, kann eine Berührung zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil nachgewiesen werden. Zusätzlich oder alternativ kann der berührungslose Wegsensor mittels eines Messkopfs den axialen Abstand zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil erfassen. Dadurch können wiederum Berührungen zwischen diesen detektiert werden, um den Verschleiß zwischen Abstandselement und gegenüberliegendem Spiralbauteil zu bestimmen.
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Ferner kann die Nachweiseinrichtung ausgebildet sein, bestimmte Betriebsparameter der Scrollpumpe zu erfassen, um anhand dieser Betriebsparameter eine axiale Spaltbreite bzw. den axialen Abstand zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil zu approximieren bzw. zu schätzen. Beispielsweise kann sich der axiale Abstand bei einer Änderung des Ansaugdrucks, bei einer Ausdehnung der Spiralbauteile infolge einer Erwärmung oder bei einer Änderung der Antriebsdrehzahl des Orbiters der Scrollpumpe ändern. Die Ände-rung dieser Größen kann beispielsweise über eine mathematische Funktion mit der Änderung der Spaltbreite bzw. axialen Distanz in Beziehung gesetzt und approximiert werden. Sobald die axiale Spaltbreite ein vorbestimmtes Maß unterschreitet, wird angenommen, dass eine Berührung zwischen dem Abstandselement und dem gegenüberliegenden Spiralbauteil aufgetreten ist.
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Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand vorteilhafter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- eine bekannte Scrollvakuumpumpe in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 2
- einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Scrollvakuumpumpe,
- Fig. 3
- mögliche Ausgestaltungen eines Abstandselements,
- Fig. 4
- eine Anordnung des Abstandselements an einer Trägerplatte eines Spiralbauteils,
- Fig. 5
- eine Befestigung des Abstandselements mittels Federn,
- Fig. 6
- eine Befestigung des Abstandselements mittels Schraube,
- Fig. 7
- eine erfindungsgemäße Scrollpumpe mit einer Einrichtung zum Nachweisen und Zählen von Berührungen zwischen dem Abstandselement und der gegenüberliegenden Fläche,
- Fig. 8
- ein Abstandselement mit Nachregelung seines axialen Abstands mittels Druckkammer,
- Fig. 9
- ein Abstandselement mit Nachregelung seines axialen Abstands mittels Justierschraube und
- Fig. 10
- ein Abstandselement mit Nachregelung seines axialen Abstands mittels eines Aktors.
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Die Fig. 1 zeigt eine als Scrollpumpe 10 ausgebildete Vakuumpumpe. Diese umfasst ein erstes Gehäuseelement 12 und ein damit über Schrauben 15 verbundenes zweites Gehäuseelement 14, wobei das zweite Gehäuseelement 14 eine pumpaktive Struktur aufweist, nämlich eine feststehende Spiralwand bzw. Spirale 16. Das zweite Gehäuseelement 14 bildet also ein feststehendes Spiralbauteil bzw. einen Stator der Scrollvakuumpumpe 10. Die Spiralwand 16 wirkt mit einer Spiralwand bzw. Spirale 18 zusammen, die an einer beweglichen Trägerplatte 20 ausgebildet ist und zusammen mit dieser den Orbiter 21 der Scrollvakuumpumpe 10 bildet, der zum Erzeugen einer Pumpwirkung über eine Exzenterwelle 22 exzentrisch angetrieben wird. Dadurch wird ein zu pumpendes Prozessgas von einem Einlass 24, welcher in dem ersten Gehäuseelement 12 definiert ist, zu einem Auslass 26 gefördert, welcher in dem zweiten Gehäuseelement 14 definiert ist.
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Die äußeren beiden Windungen der Spiralwand 18 werden durch Wandabschnitte gebildet, die vom Mittelpunkt der Spiralen 18 jeweils einen in Umfangsrichtung konstanten Abstand aufweisen. Auch wenn diese Wandabschnitte somit streng genommen keine Spiralabschnitte bilden, werden sie im Kontext der vorliegenden Erfindung der Spirale 18 zugerechnet und als Windungen derselben bezeichnet. Die Prinzipien der vorliegenden Erfindung gelten jedoch gleichermaßen für Ausgestaltungen, bei denen sich die Spiralwindungen vom Mittelpunkt der Spirale in Richtung ihres freien Endes kontinuierlich aufweiten.
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Die Exzenterwelle 22 wird durch einen Elektromotor 28 angetrieben und durch zwei Wälzlager 30 gelagert. Die Exzenterwelle 22 umfasst einen exzentrisch zu ihrer Rotationsachse angeordneten Exzenterzapfen 32, der über ein weiteres Wälzlager 34 seine exzentrische Auslenkung an das bewegliche Spiralbauteil 20 überträgt.
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An der beweglichen Trägerplatte 20 ist zur Abdichtung des Antriebs außerdem ein in Fig. 1 linksseitiges erstes Ende eines Wellbalgs 36 befestigt, dessen rechtsseitiges zweites Ende am Gehäusegrund des ersten Gehäuseelement 12 befestigt ist. Das linksseitige erste Ende des Wellbalgs 36 folgt der Auslenkung der beweglichen Trägerplatte 20. Der die Exzenterwelle 22 umgebende Wellbalg 36 ist biegsam, jedoch in sich torsionssteif ausgebildet und verhindert somit aufgrund der Tatsache, dass er einerseits an der Trägerplatte 20 und andererseits an dem ersten Gehäuseelement 12 befestigt ist, dass sich die Trägerplatte 20 bzw. der Orbiter 21 um sich selbst drehen kann.
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Die Scrollvakuumpumpe 10 umfasst ferner einen Lüfter 38 zur Erzeugung eines Kühlluftstromes 46. Für diesen Kühlluftstrom 46 ist eine Luftleithaube 40 vorgesehen, an der auch der Lüfter 38 befestigt ist. Die Luftleithaube 40 und die Gehäuseelemente 12 und 14 sind derart geformt, dass der Kühlluftstrom 46 im Wesentlichen das gesamte Pumpengehäuse umströmt und somit eine gute Kühlleistung erreicht.
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Die Scrollvakuumpumpe 10 umfasst ferner ein Elektronikgehäuse 42, in dem eine Steuerungseinrichtung und Leistungselektronikkomponenten zum Antrieb des Mo-tors 28 angeordnet sind. Das Elektronikgehäuse 42 bildet außerdem einen Standfuß der Pumpe 10. Zwischen dem Elektronikgehäuse 42 und dem ersten Gehäuseelement 12 ist ein Kanal 44 ausgebildet, durch den der vom Lüfter 38 erzeugte Luftstrom 46 am ersten Gehäuseelement 12 und auch am Elektronikgehäuse 42 entlanggeführt wird, sodass beide wirksam gekühlt werden.
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Die Scrollvakuumpumpe 10 umfasst ferner einen Ansaugbereich 48, der fluidtechnisch mit dem Einlass 24 und mit dem pumpaktiven Bereich der Spiralen 16, 18 in Verbindung steht.
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Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Abschnitts einer erfindungsgemäßen Vakuumpumpe, die als Scrollpumpe 200 ausgebildet ist. Im Abschnitt von Fig. 2 sind ein Stator-Spiralbauteil 210, das eine Trägerplatte bzw. ein Trägerelement 212 und eine Spirale 214 umfasst, und ein Orbiter-Spiralbauteil 220 dargestellt, das eine Trägerplatte 222 und eine Spirale 224 umfasst. Abgesehen von der Ausgestaltung der Spiralbauteile 210, 220 ist die Scrollpumpe 200 der Scrollpumpe 10 von Fig. 1 sehr ähnlich, so dass die Beschreibung von Fig. 1 auch für die Scrollpumpe 200 gültig ist.
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Die Spirale 214 kann auch als Statorspirale bezeichnet werden, während die Spirale 224 als Orbiterspirale bezeichnet werden kann. Ebenso können die beiden Trägerplatten 212, 222 als Stator-Trägerplatte 212 bzw. als Orbiter-Trägerplatte 222 bezeichnet werden. Die beiden Spiralen 214, 224 bilden einen pumpaktiven Bereich 230, in welchem die Orbiterspirale 224 eine orbitierende Bewegung gegenüber der Statorspirale 214 ausführt.
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Das Stator-Spiralbauteil 210 weist ferner eine Stator-Stirnfläche 216 auf, während das Orbiter-Spiralbauteil 220 eine Orbiter-Stirnfläche 226 aufweist. Im Betrieb der Scrollpumpe 200 führt das Orbiter-Spiralbauteil 220 eine orbitierende Bewegung um eine Drehachse 232 herum aus, die sozusagen die Mittelachse für diese orbitierende Bewegung definiert. Die Drehachse 232 definiert ferner eine axiale Richtung, in der sich die Wände der Spiralen 214, 224 gegeneinander erstrecken. Die Stator-Stirnfläche 216 und die Orbiter-Stirnfläche 226 erstrecken sich hingegen senkrecht zu der axialen Richtung, die durch die Drehachse 232 definiert ist, in einer radialen Richtung.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Scrollpumpe 200 ist an der Orbiter-Stirnfläche 226 ein Abstandselement 240 angeordnet, das in einer Nut bzw. Vertiefung 228 des Orbiter-Spiralbauteils 220 angebracht ist. Das Abstandselement 240 steht über die Orbiter-Stirnfläche 226 in axialer Richtung hervor, und zwar jedoch um weniger als 0,1 mm.
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Das Stator-Spiralbauteil 210 weist ebenfalls eine Nut oder Vertiefung 218 auf, in der ein Gegenelement 250 angebracht ist. Das Gegenelement 250 ist somit in der Stator-Stirnfläche 216 ausgebildet, so dass eine dem Abstandselement 240 zugewandte Oberfläche des Gegenelements 250 einen Teil der Stator-Stirnfläche 216 darstellt. Mit anderen Worten erstreckt sich die Stator-Stirnfläche 216 auch über das Gegenelement 250.
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Zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 ist ein Spalt mit einer Breite h1 in axialer Richtung ausgebildet. Diese Spaltbreite h1 ist jedoch kleiner als eine Spaltbreite h2, die ein Spalt zwischen der Orbiter-Stirnfläche 226 und einer Spitze der gegenüberliegenden Stator-Spirale 214 in axialer Richtung aufweist. Die gleiche Spaltbreite h2 liegt in axialer Richtung zwischen der OrbiterSpirale 224 bzw. deren Spitze und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche 218 vor (vgl. Fig. 2).
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Eine Besonderheit der erfindungsgemäßen Scrollpumpe 200 besteht darin, dass an den jeweiligen axialen Spitzen der Statorspirale 214 und der Orbiterspirale 224 keine Dichtungen angebracht sind, die bei bekannten Scrollpumpe auch als Tip Seals bezeichnet werden. Die Tip Seals stellen bei bekannten Scrollpumpen indirekt einen Kontakt zwischen den jeweiligen Spiralbauteilen her. Indirekt bedeutet in diesem Fall, dass zwischen den jeweiligen Grundkörpern der Spiralbauteile kein mechanischer Kontakt besteht, sondern nur zwischen den jeweiligen Tip Seals, das an der axialen Spitze der jeweiligen Spirale angebracht ist und der gegenüberliegenden Stirnfläche des Orbiters oder des Stators. Durch die Tip Seals wird der Spalt zwischen den Spiralbauteilen verschlossen und das Volumen innerhalb der Spiralen gegenüber dem Außenbereich abgedichtet. Interne Rückströmungen innerhalb der Spiralkontur werden somit durch die Tip Seals verhindert. Dadurch kann ein gewünschter Enddruck der bekannten Scrollpumpen erreicht werden.
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Bei der erfindungsgemäßen Scrollpumpe 200 hingegen, bei der keine Tip Seals vorgesehen sind, muss die Spaltbreite h2 zwischen der Spitze der jeweiligen Spirale 214, 224 und der gegenüberliegenden Stirnfläche 216, 226 hinreichend klein sein, um den gewünschten Enddruck der Scrollpumpe 200 erreichen zu können. In praktischen Anwendungen sollte die Spaltbreite h2 kleiner als 50 µm sein.
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Die Spaltbreite h2 zwischen dem Stator-Spiralbauteil 210 und dem Orbiter-Spiralbauteil 220 kann sich während des Betriebs der Scrollpumpe 200 kontinuierlich ändern. Diese Änderung hängt von einer Druckverteilung und einer Temperaturverteilung innerhalb der Spiralbauteile 210, 220 sowie von weiteren Faktoren ab, beispielsweise von der Drehzahl der Scrollpumpe 200. Aufgrund der Änderung der Spaltbreite h2 während des Betriebs der Scrollpumpe 200 kann folglich wegen geringen Spaltbreite h2 von weniger als 50 µm im Betrieb der Scrollpumpe 200 eine Berührung zwischen den Spiralbauteilen 210, 220 auftreten, obwohl die Spiralbauteile zunächst, d.h. bei ausgeschalteter Scrollpumpe 200, kontaktfrei montiert wurden und zwischen diesen ursprünglich kein Kontakt besteht.
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Bei der erfindungsgemäßen Scrollpumpe 200 sollte jedoch während deren Betrieb kein Kontakt zwischen den Spiralbauteilen 210, 220 an sich auftreten, d.h. zwischen deren Grundkörpern, da ein solcher Kontakt zu einer dauerhaften Beschädigung der Spiralbauteile 210, 220 führen könnte. Um einen solchen Kontakt zwischen dem Stator-Spiralbauteil 210 und dem Orbiter-Spiralbauteil 220 zu verhindern, sind bei der Ausführungsform der Scrollpumpe 200, die in Fig. 2 dargestellt ist, das Abstandselement 240 und das Gegenelement 250 vorgesehen, zwischen denen in axialer Richtung der vordefinierte Abstand bzw. die Spaltbreite h1 besteht, der bzw. die geringer als die Spaltbreite h2 zwischen der jeweiligen Spitze der Spiralen 214, 224 und der gegenüberliegenden Stirnfläche 216, 226 ist.
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Während des Betriebs der Scrollpumpe 200 tritt daher zunächst ein Kontakt zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 auf, bevor ein Kontakt zwischen den jeweiligen Grundkörpern der Spiralbauteile 210, 220 über die Spaltbreite h2 hinweg auftreten kann. Anstelle der Berührung zwischen den Spiralbauteilen 210, 220 wird somit eine definierte Berührung in axialer Richtung zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 zugelassen. Dadurch tritt zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 während des Betriebs der Scrollpumpe 200 ein definierter Verschleiß auf.
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Um den Verschleiß zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 zu minimieren, umfasst das Abstandselement 240 ein Material, das sich durch mindestens eine tribologische Eigenschaft von einem jeweiligen Material an der Stator-Stirnfläche 216 und an der Orbiter-Stirnfläche 226 unterscheidet. Wenn der jeweilige Grundkörper des Stator-Spiralbauteils 210 und des Orbiter-Spiralbauteils 220 beispielsweise aus hart anodisiertem Aluminium besteht, umfasst das Abstandselement 240 einen weicheren Werkstoff, d.h. ein Material mit einer geringeren Härte als die Spiralbauteile 210, 220.
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Das Material des Abstandselements 240 kann beispielsweise ein Polymer umfassen. Im Gegensatz dazu kann das Gegenelement 250 ein Material aufweisen, das eine größere Härte als das Material des Abstandselements 240 aufweist. Das Gegenelement 250 kann beispielsweise aus einem keramischen Werkstoff bestehen. Die Materialien des Abstandselements 240 und des Gegenelements 250 sind jedoch derart gewählt, dass diese beiden Elemente ein tribologisches System mit optimierten Gleiteigenschaften bilden, um dadurch eine spezifische Verschleißrate bzw. den Gleitreibungskoeffizienten zwischen diesen zu minimieren.
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Die Emissionen von Verschleißpartikeln, die während des Betriebs der Scrollpumpe 200 durch eine Berührung des Abstandselements 240 mit dem Gegenelement 250 auftreten, sind im Vergleich zu bekannten Scrollpumpen mit Tip Seals erheblich verringert, da zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 nur eine gelegentliche Berührung sozusagen als "Ausnahmefall" auftritt. Während des größten Teils der Betriebsdauer wird hingegen die Spaltbreite h1 zwischen Abstandselement 240 und Gegenelement 250 aufrechterhalten. Außerdem trägt die Wahl der Materialien des Abstandselements 240 und des Gegenelements 250 aufgrund deren tribologischer Eigenschaften zu einer Verringerung der Emissionen von Verschleißpartikeln bei.
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Bei der Auswahl des Materials für das Abstandselement 240 kommen, wie bereits erwähnt, Materialien mit geringer Härte bzw. geringer Festigkeit in Kombination mit guten Gleiteigenschaften in Frage. Das Material des Abstandselements 240 kann daher auch als Opfermaterial bezeichnet, da es eher verschleißt bzw. schneller abgetragen wird als das Material der gegenüberliegenden Fläche des Gegenelements 250.
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Konkrete Beispiele für solche Materialien sind PTFE (Polytetrafluorethylen), PVDF (Polytetrafluorethylen), PEEK (Polyetheretherketon), ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer), PET-G (Polyethylenterephtalat-Glycol), Kohlenstoffgraphit sowie beliebige weitere thermoplastische Polymere mit zugesetzten Festschmierstoffen. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass das Abstandselement 240 einstückig aus einem Vollmaterial hergestellt ist. Alternativ kann das Abstandselement 240 jedoch auch aus einem beliebigen geeigneten Material als Grundkörper und einer Beschichtung aus den vorstehend genannten Materialien bestehen.
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Auf ähnliche Weise sollte das Gegenelement 250 oder allgemein ein Bereich an dem Stator-Spiralbauteil 210, mit dem das Abstandselement 240 in Berührung kommen kann, aus einem harten und festen Material bestehen und jedoch gleichzeitig gute Gleiteigenschaften aufweisen. Dies bedeutet, dass das Gegenelement 250 bzw. allgemein die dem Abstandselement 240 gegenüberliegende Fläche an dem Stator-Spiralbauteil 210 eine geringe Oberflächenrauheit aufweisen sollte. Als Vollmaterial oder für eine Beschichtung des Gegenelements 250 können beispielsweise eine Aluminiumoxidkeramik, Gleitlacke mit Festschmierstoffzusätzen sowie Hartmetallbeschichtungen gewählt werden.
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Fig. 3 zeigt mögliche Formen des Abstandselements 240, und zwar in Fig. 3A, 3B und 3C in Draufsicht sowie in Fig. 3D, 3E und 3F weitere Formen in einer Seiten-oder Schnittansicht. Fig. 4 zeigt hingegen eine Anordnung einer bestimmten Ausführungsform des Abstandselements 240 an der Orbiter-Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220.
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Das Abstandselement 240 kann in Draufsicht kreisförmig (Fig. 3A), im Wesentlichen rechteckig (Fig. 3B) oder ringförmig (Fig. 3C) ausgestaltet sein. Bei einer kreisförmigen Ausgestaltung 241 und einer nahezu rechteckigen Ausgestaltung 242 des Abstandselements 240 können mehrere Abstandselemente 240 über den Umfang der Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220 verteilt sein, wie dies beispielsweise in Fig. 4 dargestellt ist. Zwischen den jeweiligen Abstandselementen 240 besteht in der Darstellung von Fig. 4 ein konstanter Winkelabstand von etwa 90°. Die Darstellung von Fig. 4 entspricht einer Draufsicht auf die Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220 von Fig. 2, in der das obere und das untere Abstandselement 240 von Fig. 4 zu erkennen sind.
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Wenn das Abstandselement 240 ringförmig ausgebildet ist, wie in Fig. 3C dargestellt ist, erstreckt sich dieses über den gesamten Umfang der Orbiter-Stirnfläche 226. In dem Innenbereich der Ringform 243 des Abstandselements 240 befindet sich die Spirale 224 des Orbiter-Spiralbauteils.
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Fig. 3D zeigt eine Rechteckform 244 in der Seitenansicht des Abstandselements 240, während Fig. 3E eine konische Seitenansicht 245 und Fig. 3F eine trapezförmige Seitenansicht 246 des Abstandselements 240 zeigt. Im Falle des rechteckigen Querschnitts 244 von Fig. 3D ergibt sich somit für die kreisförmige Draufsicht 241 bzw. die im Wesentlichen rechteckige Draufsicht 242 von Fig. 3A bzw. Fig. 3B ein zylinderförmiges bzw. quaderförmiges Abstandselement 240.
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Bei den Ausführungsformen von Fig. 3D und Fig. 3F ist die Oberfläche des Abstandselements 240, die mit dem Gegenelement 250 in Kontakt kommen kann, eben ausgebildet, und sie verläuft parallel zu der Kontaktfläche an dem Gegenelement 250 bzw. an dem gegenüberliegenden Stator-Spiralbauteil 210 (vgl. Fig. 1). Bei der Ausführungsform mit dem konischen Querschnitt 245 von Fig. 3E hingegen ist die Kontur der Oberfläche des Abstandselements 240 konvex ausgebildet, so dass eine kleinere Fläche des Abstandselements 240 mit dem gegenüberliegenden Gegenelement 250 bzw. Stator-Spiralbauteil 210 in Berührung kommen kann als bei den Ausführungsformen von Fig. 3D und Fig. 3F.
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Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform des Orbiter-Spiralbauteils 220 sind die vier Abstandselemente 240 an der Orbiter-Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220 in einem Bereich der Orbiter-Trägerplatte 222 angeordnet, d.h. radial außerhalb der Orbiterspirale 224. Eine mögliche Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche 216 kann daher nur in einem Bereich außerhalb der Statorspirale 216 und der Orbiterspirale 226 stattfinden. Dadurch kann eine Beschädigung oder Verformung der Spiralen 216, 226 aufgrund einer Berührung zwischen diesen vermieden werden.
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Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ausführungsformen für die Befestigung des Abstandselements 240 in der Vertiefung oder Nut 228 des Orbiter-Spiralbauteils 220. Bei beiden Ausführungsformen besteht eine lösbare kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Abstandselement 240 und dem Orbiter-Spiralbauteil 220.
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Fig. 5A zeigt eine Draufsicht auf das Abstandselement 240, das mittels eines Federsystems in der Nut oder Vertiefung 228 an der Orbiter-Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220 befestigt ist. Fig. 5B zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig. 5A.
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Bei der Ausführungsform von Fig. 5A sind jeweils zwei Federn 510 in vier Erweiterungen der Nut 228 vorgesehen, wobei jeweilige Paare der Federn 510 auf ein jeweiliges Anschlagselement 520 einwirken, das jeweils mit dem Abstandselement 240 in Kontakt steht. Jeweils zwei Paare von Federn 510 wirken entgegengesetzt zueinander in einer radialen Richtung senkrecht zur vorstehend beschriebenen axialen Richtung innerhalb der Scrollpumpe 200 (vgl. Fig. 2), während zwei weitere Paare von Federn 510 zusammen mit entsprechenden Anschlagselementen 520 in einer Richtung senkrecht zu den zuvor genannten Paaren von Federn 510 wirken, d.h. in einer weiteren radialen Richtung, die zur ersten radialen Richtung senkrecht steht. Insgesamt wird das Abstandselement 240 somit durch vier Paare von Federn 510, die auf ein jeweiliges Anschlagselement 520 wirken, in zueinander senkrechten Richtungen eingespannt bzw. verpresst.
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Bei der Ausführungsform von Fig. 6 besteht hingegen eine Schraubverbindung zwischen dem Abstandselement 240 und dem Orbiter-Spiralbauteil 222. Fig. 6A zeigt wiederum eine Draufsicht auf das Abstandselement 240, das in der Nut oder Vertiefung 228 des Orbiter-Spiralbauteils 222 angeordnet ist. Fig. 6B zeigt wiederum eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von Fig. 6A.
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Das Orbiter-Spiralbauteil weist bei dieser Ausführungsform eine Schraubenbohrung 610 auf, während das Abstandselement 240 eine entsprechende Senkbohrung 620 aufweist. In den beiden Bohrungen 610, 620 ist eine Schraube 630 angebracht, um die lösbare kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Abstandselement 240 und dem Orbiter-Spiralbauteil 222 herzustellen. Aufgrund der lösbaren kraftschlüssigen Verbindung des Abstandselements 240 mit dem Orbiter-Spiralbauteil 222, wie diese in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, kann das Abstandselement 240 ausgetauscht werden, während das restliche Orbiter-Spiralbauteil 222 weiterhin verwendet werden kann.
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Darüber hinaus kann das Abstandselement 240 bei den Ausführungsformen von Fig. 5 und 6 derart ausgestaltet sein, dass es an seiner Oberfläche eine Beschichtung mit einem Material aufweist, die dem Verschleiß durch Berührungen mit der gegenüberliegenden Fläche des Gegenelements 250 oder allgemein des Stator-Spiralbauteils 210 ausgesetzt werden soll. Das Abstandselement 240 kann in einem solchen Fall ausgetauscht werden, wenn es einen gewissen Verschleiß erfahren hat, und das Grundmaterial des Abstandselements 240 kann aufbereitet und anschließend wieder verwendet werden.
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In Fig. 7 ist schematisch dargestellt, dass die erfindungsgemäße Scrollpumpe 200 ferner eine Nachweiseinrichtung 700 umfasst, die dafür vorgesehen ist, eine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 mit dem Gegenelement 250 (vgl. Fig. 2) oder allgemein mit der gegenüberliegenden Stator-Stirnfläche 216 des Stator-Spiralbauteils 210 nachzuweisen. Ferner ist die Nachweiseinrichtung 700 dafür vorgesehen, eine Anzahl solcher Berührungen zu ermitteln und anzuzeigen.
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Die Nachweiseinrichtung 700 umfasst eine Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 und eine Anzeigeeinheit 704. Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 steht über mehrere Kabelverbindungen mit Messeinrichtungen (nicht gezeigt) in Verbindung, die in und an der Scrollpumpe 200 angeordnet sind und ausgebildet sind, einen jeweiligen Betriebsparameter der Scrollpumpe 200 zu messen. Diese Messeinrichtungen für einen jeweiligen Betriebsparameter der Scrollpumpe 200 sind somit ein fester Bestandteil der Nachweiseinrichtung 700, da ohne diese Messeinrichtungen keine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und einer gegenüberliegenden Fläche an dem Gegenelement 250 oder einer anderen Fläche an dem Stator-Spiralbauteil 210 nachgewiesen werden kann.
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Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 weist mehrere Eingänge 710, 720, 730, 740 auf, die über eine jeweilige Kabelverbindung 712, 722, 732, 742 mit einer jeweiligen Messeinrichtung in oder an der Scrollpumpe 200 in Verbindung stehen. Der Eingang 710 und die entsprechende Kabelverbindung 712 sind zur Erfassung der Antriebsdrehzahl der Scrollpumpe vorgesehen. Die Kabelverbindung 712 steht daher mit einem Drehzahlmesser innerhalb der Scrollpumpe 200 in Verbindung, der die Drehzahl des Motors der Scrollpumpe 200 misst, beispielsweise des Motors 28 (vgl. Fig. 1). Der Eingang 720 der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 und die Kabelverbindung 722 sind zum Erfassen des Ansaugdrucks der Scrollpumpe vorgesehen. Die Kabelverbindung 722 steht daher mit einem Druckmessgerät in Verbindung, das ausgebildet ist, den Ansaugdruck im Bereich des Einlasses 24 (vgl. Fig. 1) der Scrollpumpe 200 zu messen. Die Kabelverbindung 732 steht mit einem Beschleunigungssensor (nicht dargestellt) in Verbindung, der in einem Innenraum der Scrollpumpe 200, d.h. innerhalb deren Gehäuse, angeordnet ist. Mittels des Beschleunigungssensors werden Schwingungen der Scrollpumpe 200 gemessen und eine entsprechende Information in der Form von Schwingungsdaten über den Eingang 730 an die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 übertragen. Der Eingang 740 der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 ist ferner zur Erfassung von Temperaturdaten der Scrollpumpe 200 vorgesehen. Daher steht die Kabelverbindung 742 mit einem oder mehreren Temperatursensoren an oder in der Scrollpumpe 200 in Verbindung.
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Im regulären Betrieb der Scrollpumpe 200, in dem keine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und einer gegenüberliegenden Fläche des Gegenelements 250 bzw. des Stator-Spiralbauteils 210 auftreten sollte, liegt ein relativ geringes Maß an Vibrationen der Scrollpumpe 200 vor, welches als Bezugsniveau für den Beschleunigungssensor dient. Beispielsweise kann ein bestimmter Wert für eine Schwingungsbeschleunigung bzw. Schwingungsgeschwindigkeit während des regulären Betriebs mittels des Beschleunigungssensors erfasst und über die Kabelverbindung 732 und den Eingang 730 an die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 übertragen werden. Alternativ können zu erwartende Werte anderer, bekannter Scrollpumpen in der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 gespeichert sein und als Bezugsniveau dienen.
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Wenn eine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und dem gegenüberliegenden Stator-Spiralbauteil 210 bzw. dem Gegenelement 250 auftritt, treten verstärkte Vibrationen der Scrollpumpe 200 auf, die mittels des Beschleunigungssensors aufgezeichnet und über die Kabelverbindung 732 und den Eingang 730 durch die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 erfasst werden können. Anhand der über den Eingang 730 erfassten Daten ist in einem solchen Fall erkennbar, dass die Schwingungsbeschleunigung bzw. Schwingungsgeschwindigkeit, die mittels des Beschleunigungssensors erfasst wird, einen vorgegebenen Wert überschritten hat. Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 ist ferner dafür vorgesehen, die Anzahl solcher Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und dem gegenüberliegenden Stator-Spiralbauteil 210 bzw. mit dem Gegenelement 250 zu zählen. Ein Zähler innerhalb der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 wird jedes Mal dann erhöht, wenn eine solche Berührung nachgewiesen wird.
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Die Messdaten der weiteren Messeinrichtungen, d.h. die Antriebsdrehzahl, der Ansaugdruck und eine oder mehrere Temperaturen an oder in der Scrollpumpe 200, können zusätzlich verwendet werden, um eine axiale Spaltbreite bzw. einen axialen Abstand zwischen dem Abstandselement 240 und dem gegenüberliegenden Stator-Spiralbauteil 210 bzw. dem Gegenelement 250 zu approximieren bzw. zu schätzen. Bei einer Änderung der Antriebsdrehzahl, des Ansaugdrucks und/oder einer oder mehrerer der Temperaturen ändert sich nämlich dieser axiale Abstand h1 (vgl. Fig. 1) zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche an dem Gegenelement 250. Änderungen der Antriebsdrehzahl, des Ansaugdrucks und/oder der Temperaturen können über eine mathematische Funktion mit einer Änderung der Spaltbreite bzw. axialen Distanz zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche in Beziehung gesetzt und approximiert werden. Sobald die geschätzte axiale Spaltbreite ein vorbestimmtes Maß unterschreitet, wird angenommen, dass eine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und dem gegenüberliegenden Stator-Spiralbauteil 210 bzw. dem Gegenelement 250 aufgetreten ist.
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Die Anzahl solcher Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche an dem Gegenelement 250 bzw. dem Stator-Spiralbauteil 210 wird mittels der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 bestimmt, indem wiederum ein entsprechender Zähler bei dem Auftreten einer jeweiligen Berührung erhöht wird. Mittels der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 wird die Anzahl der Berührungen auf redundante Weise ermittelt, d.h. einerseits anhand der mittels des Beschleunigungssensors gemessenen und über die Kabelverbindung 732 sowie den Eingang 730 übertragenen Schwingungsdaten sowie andererseits anhand der Messdaten, die über die Kabelverbindungen 712, 722, 742 und die entsprechenden Eingänge 710, 720, 740 erfasst werden.
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Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 weist einen Ausgang 750 auf, der über eine Kabelverbindung 752 mit der Anzeigeeinheit 704 der Nachweiseinrichtung 700 in Verbindung steht. Die Anzeigeeinheit 704 umfasst eine Anzeige 760, welche die Anzahl der Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche seit der letzten Wartung der Scrollpumpe 200 ausgibt.
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Bei einer Wartung der Scrollpumpe 200 wird der Zähler der Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 dann auf Null zurückgesetzt, wenn das Abstandselement 240 während der Wartung ausgetauscht wird. Entsprechend der Anzahl der Berührun-gen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche ermittelt die Anzeigeeinheit 704 einen Zustand bzw. Status des Abstandselements 740, der mittels einer Statusanzeige 762 ausgegeben wird. Die Statusanzeige 762 umfasst drei Zustände, die den Verschleiß des Abstandselements 240 entsprechend der Anzahl der Berührungen mit der gegenüberliegenden Fläche widerspiegeln.
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Liegt die Anzahl der Berührungen unterhalb eines ersten vordefinierten Werts, ist das Abstandselement 240 aufgrund eines bisher geringen Verschleißes weiterhin betriebsbereit, so dass sich das Abstandselement 240 in einem ersten Zustand befindet, von der Statusanzeige 762 mit einer grünen Leuchte angezeigt wird. Überschreitet die Anzahl der Berührungen den ersten vordefinierten Wert, ist das Abstandselement 240 zwar weiterhin betriebsbereit, es sollte aber in absehbarer Zukunft eine Wartung der Scrollpumpe 200 durchgeführt werden, bei dem der Zustand des Abstandselements 240 überprüft werden sollte. Wenn der erste vordefinierte Wert für die Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche überschritten ist, gibt die Statusanzeige 762 einen entsprechenden Zustand mittels einer gelben Leuchte aus, wodurch eine Wartung der Scrollpumpe 200 empfohlen wird.
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Überschreitet die Anzahl der Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche jedoch auch einen zweiten vordefinierten Wert, der deutlich größer als der erste vordefinierte Wert ist, weist das Abstandselement 240 einen solchen Verschleiß auf, dass kein sicherer Betrieb der Scrollpumpe 200 gewährleistet ist. In diesem Fall sollte die Scrollpumpe 200 entweder manuell oder automatisch abgeschaltet werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Der entsprechende Zustand mit der Empfehlung, die Scrollpumpe 200 auszuschalten, wird mittels der Statusanzeige 762 mit einer roten Leuchte angezeigt.
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Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 der Nachweiseinrichtung 700 kann ferner mit weiteren Messeinrichtungen (in Fig. 7 nicht gezeigt) in Verbindung stehen, die an oder in der Scrollpumpe 200 angebracht, um eine Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und einer gegenüberliegenden Stirnfläche wie beispielsweise der Stirnfläche 216 des Stator-Spiralbauteils 210 nachzuweisen.
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Alternativ oder zusätzlich kann die Scrollpumpe 200 eine Messeinrichtung aufweisen, welche die Berührung zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 bzw. dem Spiralbauteil 210 anhand eines Schaltvorgangs nachweist, der durch die Berührung ausgelöst wird. Bei einem solchen Schaltvorgang kann es sich um einen elektrischen Schaltvorgang oder um einen mechanischem Schaltvorgang handeln, d.h. um einen ähnlichen Schaltvorgang wie bei einem taktilen Schalter.
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Die Messeinrichtung kann beispielsweise einen elektrischen Kontakt zwischen dem Abstandselement 240 und dem Gegenelement 250 bzw. dem Stator-Spiralbauteil 210 nachweisen. Zu diesem Zweck können elektrische Kontakte an dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche angebracht sein, so dass bei einer Berührung ein Kurzschluss zwischen den beiden Kontakten auftritt, wodurch eine Berührung unmittelbar nachweisbar ist. Um den Verschleiß des Abstandselements 240 zu erfassen, kann entweder die Anzahl der Berührungen bestimmt werden, oder es kann die über den Kontakt geflossene Ladung kumulativ gemessen werden, die ein Maß für den Verschleiß des Abstandselements 240 darstellt.
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Alternativ kann entweder das Abstandselement 240 oder die gegenüberliegende Fläche einen isolierten Bereich aufweisen, so dass eine entsprechende Oberfläche isoliert ist. Wenn dieser isolierte Bereich aufgrund des Verschleißes zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche aufgrund einer bestimmten Anzahl von Berührungen zwischen diesen abgetragen ist, kann wiederum ein elektrischer Kontakt auftreten, der somit ein gewisses Maß an Ver-schleiß angibt. Die Erfassungs- und Auswertungseinheit 702 ermittelt in diesem Fall direkt eine bestimmte Anzahl von Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche.
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Außerdem kann ein berührungsloser Wegsensor mittels eines Messkopfs den axialen Abstand zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche erfassen. Anhand dieses axialen Abstands können wiederum Berührungen zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche detektiert werden, um den Verschleiß zwischen diesen zu bestimmen.
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Wenn das Abstandselement 240 während des Betriebs der Scrollpumpe 200 die gegenüberliegende Stirnfläche 216 des Stator-Spiralbauteils oder des Gegenelements 250 berührt, verringert sich bei jeder Berührung das Maß bzw. die Distanz, mit der das Abstandselement 240 über die Stirnfläche 226 des Orbiter-Spiralbauteils 220 hinaussteht. Dadurch verringert sich die Differenz zwischen dem Abstand h1 und dem Abstand h2 (vgl. Fig. 2), so dass sich die Spiralbauteile 210, 220 bzw. deren Stirnflächen 216, 226 undefiniert berühren können, sobald diese Differenz einen bestimmten Wert unterschreitet. Folglich kann das Abstandselement 240 während des Betriebs der Scrollpumpe 200 allmählich seine Funktionalität verlieren, so dass ein Austausch des Abstandselements erforderlich werden könnte.
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Um dies zu verhindern, weist die Scrollpumpe 200 eine Einstelleinrichtung 800 auf, die dafür vorgesehen ist, einen axialen Abstand zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche des Gegenelements 250 bzw. des Stator-Spiralbauteils 210 auf einen vordefinierten Abstand einzustellen oder zu regeln. In Fig. 8 bis 11 sind vier verschiedene Ausführungsformen der Einstelleinrichtung 800 dargestellt.
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Der vordefinierte Abstand ist bei diesen Ausführungsformen ein Sollwert für die Distanz zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Stirnfläche 216 in axialer Richtung (vgl. Fig. 2). Der tatsächliche axiale Abstand zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche kann als Istwert beispielsweise mit verschiedenen Messeinrichtungen erfasst werden, von denen einige bereits vorstehend im Zusammenhang mit der Nachweiseinrichtung 700 für die Berührung des Abstandselements 240 und der gegenüberliegenden Stirnfläche 216 erläutert sind.
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Bei der Ausführungsform von Fig. 8 umfasst die Nachstelleinrichtung 800 eine Druckkammer 810, die hinter dem Abstandselement 240 angeordnet ist, d.h. bezogen auf die Fläche des Abstandselements 240, die mit dem Gegenelement 250 oder dem Stator-Spiralbauteil 210 in Berührung kommen kann, auf der gegenüberliegenden Seite. Ein Druck p1 eines Gases in der Druckkammer 810 ist größer als ein Druck p2 auf der gegenüberliegenden Seite des Abstandselements 240, so dass die Druckkammer 810 eine Kraft 811 in axialer Richtung auf das Abstandselement 240 ausübt.
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Das Abstandselement 240 weist bei dieser Ausführungsform ein keilförmiges Profil mit einer abgeschrägten Fläche 812 auf, die mittels eines Federsystems eingespannt ist. Federn 814 des Federsystems wirken in radialer Richtung senkrecht zur axialen Richtung auf ein jeweiliges Anschlagselement 815, das eine schräge Anlagefläche aufweist. Die schräge Anlagefläche liegt an der abgeschrägten Fläche 812 des Abstandselements 240 mit keilförmigem Profil an.
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Durch die schräge Anlagefläche der Anschlagselemente 815 übt das Federsystem Kräfte 816 in axialer Richtung auf das Abstandselement 240 aus, die als Gegenkraft zu der Kraft 811 wirken, welche die Druckkammer 810 aufgrund der Druckdifferenz über das Abstandselement 240 auf dieses ausübt. Insgesamt entsteht ein Kräftegleichgewicht in axialer Richtung, durch welches das Abstandselement 240 in einer bestimmten Position gehalten wird. Der Druck p1 in der Druckkammer 810 und damit die Kraft 811 auf das Abstandselement 240 in axialer Richtung wird über ein regelbares Ventil 818 eingestellt. Der Öffnungsgrad des regelbaren Ventils 818 wird automatisch in Reaktion auf den Verschleiß des Abstandselements 240 eingestellt, beispielsweise anhand der Anzahl der Berührungen, welche die Nachweiseinrichtung 700 (vgl. Fig. 7) zwischen dem Abstandselement 240 und der gegenüberliegenden Fläche detektiert.
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Bei der Ausführungsform der Nachstelleinrichtung 800 von Fig. 8 wird der Druck p1 in der Druckkammer 810 somit entsprechend dem ermittelten Verschleiß des Abstandselements 240 oder anhand des Abstands zwischen der Stirnfläche des Abstandselements 240 und der gegenüberliegenden Stirnfläche 216 nachgeregelt und dadurch auf den vordefinierten Abstand eingestellt. Dies kann jedoch nur so lange erfolgen, wie der Verschleiß des Abstandselements 240 noch keinen kritischen Wert überschritten hat, der beispielsweise durch die Statusanzeige 762 der Anzeigeeinheit 704 (vgl. Fig. 7) angezeigt wird. Die Druckkammer 810 ist ferner gegenüber dem pumpaktiven Bereich der Scrollpumpe 200 bzw. dem Vakuumbereich innerhalb dieser abgedichtet, um Störungen im Betrieb der Scrollpumpe 200 zu vermeiden. Eine Zuleitung des Gases in die Druckkammer 810 erfolgt entweder aus der umgebenden Atmosphäre, beispielsweise aus dem Auslassbereich der Scrollpumpe 200, oder über einen integrierten Druckbehälter, der im Innenraum der Scrollpumpe 200 angeordnet ist.
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Bei der Ausführungsform von Fig. 9 weist die Nachstelleinrichtung 800 eine Justierschraube 820 auf, die zwei Gewinde 822, 824 umfasst. Das erste Gewinde oder Montagegewinde 822 befindet sich an einem Ende der Justierschraube 820, das einem Schraubenkopf 826 gegenüberliegt. Über das Montagegewinde 822 ist die Justierschraube 822 mit dem Abstandselement 240 verbunden, das ein entsprechendes Gewinde für das Montagegewinde 822 aufweist. Das zweite Gewinde oder Feingewinde 824 steht mit einem entsprechenden Gewinde in einer Bohrung innerhalb des Orbiter-Spiralbauteils 220 (vgl. Fig. 2) in Eingriff. Mittels des Feingewindes 824 wird die axiale Position der Justierschraube 822 und damit des Abstandselements 240 genau eingestellt. Der Durchmesser des Feingewindes 824 ist größer als der Durchmesser des Montagegewindes 822. Es ist erforderlich, dass die Gewindegänge des Montagegewindes 822 und des Feingewindes 824 gegenüber dem Vakuumbereich der Scrollpumpe 200 abgedichtet sind.
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Die Positionierung der Justierschraube 822 und damit des Abstandselements 240 kann manuell oder auch automatisch mit Hilfe eines zusätzlichen Werkzeugelements erfolgen. Mit Hilfe eines solchen Werkzeugelements wird die Justierschraube 820 bzw. deren Kopf 826 in Ansprechen auf den ermittelten Verschleiß bzw. die Anzahl der Berührungen (vgl. Fig. 7) des Abstandselements 240 mit der gegenüberliegenden Stirnfläche 216 automatisch geeignet eingestellt, um dadurch die axiale Position des Abstandselements 240 nachzuregeln. Der Bereich des Schraubenkopfs 826 der Justierschraube 820 ist gegenüber anderen Bereichen innerhalb der Scrollpumpe 200 mittels eines Abdichtelements 828 abgedichtet.
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Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform umfasst die Einstelleinrichtung 800 einen Aktor 830, der mit dem Abstandselement 240 funktional gekoppelt und dafür vorgesehen ist, die axiale Position des Abstandselements 240 einzustellen. Der Aktor 830 führt im Beispiel von Fig. 10 eine kapazitive Abstandsregelung durch und ist daher Teil eines Regelkreises. Wenn der Verschleiß des Abstandselements 240 oder dessen Distanz bezogen auf die gegenüberliegende Stirnfläche 216 erfasst wird, kann das entsprechende Messsignal als Stellsignal 832 für den Aktor 830 verwendet werden, um die axiale Position des Abstandselements 240 in Abhängigkeit von dem Stellsignal 832 und damit in Abhängigkeit von dem Verschleiß des Abstandselements 240 bzw. dessen Abstands bezogen auf die gegenüberliegende Fläche einzustellen. Wenn die momentane Position des Aktors 830 erfasst wird, kann anhand dieser Position bestimmt werden, wann das Abstandselement 240 überprüft oder ausgewechselt werden sollte. Beispiele verwendbarer Aktoren sind Bimetall-, elektrische oder Piezoaktoren.
Bezugszeichenliste
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- 10
- Scrollvakuumpumpe
- 12
- erstes Gehäuseelement
- 14
- zweites Gehäuseelement
- 15
- Schrauben
- 16
- Spiralwand/Spirale
- 18
- Spiralwand/Spirale
- 20
- Trägerplatte
- 21
- Orbiter
- 22
- Exzenterwelle
- 23
- Ringspalt
- 24
- Einlass
- 26
- Auslass
- 28
- Motor
- 30
- Wälzlager
- 32
- Exzenterzapfen
- 34
- Wälzlager
- 36
- Wellbalg
- 38
- Lüfter
- 40
- Luftleithaube
- 42
- Elektronikgehäuse
- 44
- Kanal
- 46
- Luftstrom
- 48
- Ansaugbereich
- 200
- Scrollpumpe
- 210
- Stator-Spiralbauteil
- 212
- Trägerplatte des Stators
- 214
- Spirale des Stators
- 216
- Stator-Stirnfläche
- 218
- Nut oder Vertiefung in der Stator-Stirnfläche
- 220
- Orbiter-Spiralbauteil
- 222
- Trägerplatte des Orbiter-Spiralbauteils
- 224
- Spirale des Orbiter-Spiralbauteils
- 226
- Orbiter-Stirnfläche
- 228
- Nut oder Vertiefung an der Orbiter-Stirnfläche
- 230
- pumpaktiver Spiralenbereich
- 232
- Drehachse
- 240
- Abstandselement
- 241
- Kreisform des Abstandselements
- 242
- Rechteckform des Abstandselements
- 243
- Ringform des Abstandselements
- 244
- rechteckiger Querschnitt des Abstandselements
- 245
- konischer Querschnitt des Abstandselements
- 246
- kreisförmiger Querschnitt des Abstandselements
- 250
- Gegenelement
- 510
- Feder
- 520
- Anschlagselement
- 610
- Schraubenbohrung im Spiralbauteil bzw. in dessen Trägerplatte
- 620
- Senkbohrung im Abstandselement
- 630
- Schraube
- 700
- Nachweiseinrichtung für die Berührung zwischen Abstandselement und gegenüberliegender Fläche
- 702
- Erfassungs- und Auswertungseinheit
- 704
- Anzeigeeinheit
- 710
- Eingang für Daten der Antriebsdrehzahl
- 712
- Kabelverbindung für Drehzahlmesser
- 720
- Eingang für Daten des Ansaugdrucks
- 722
- Kabelverbindung für Druckmessgerät
- 730
- Eingang für Daten des Beschleunigungssensors
- 732
- Kabelverbindung für den Beschleunigungssensor
- 740
- Eingang für Temperaturdaten
- 742
- Kabelverbindung für Temperatursensoren
- 750
- Ausgang
- 752
- Kabelverbindung zwischen Erfassungs- und Auswertungseinheit und Anzeigeeinheit
- 760
- Anzeige für die Anzahl der Berührungen zwischen Abstandselement und gegenüberliegender Fläche
- 762
- Statusanzeige für das Abstandselement
- 800
- Einstelleinrichtung für das Abstandselement
- 810
- Druckkammer
- 811
- durch die Druckkammer auf das Abstandselement ausgeübte axiale Kraft
- 812
- abgeschrägte Fläche des Abstandselements
- 814
- Feder
- 815
- Anschlagselement
- 816
- durch Federn ausgeübte axiale Kraft
- 818
- Gasventil
- 820
- Justierschraube
- 822
- Montagegewinde
- 824
- Feingewinde
- 826
- Schraubenkopf
- 828
- Dichtungselement
- 830
- Aktor
- 832
- Stellsignal