EP4702731A1 - Verfahren und vorrichtung zum verbinden von rechnern - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum verbinden von rechnern

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EP4702731A1
EP4702731A1 EP24718800.6A EP24718800A EP4702731A1 EP 4702731 A1 EP4702731 A1 EP 4702731A1 EP 24718800 A EP24718800 A EP 24718800A EP 4702731 A1 EP4702731 A1 EP 4702731A1
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EP
European Patent Office
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application
connection
communication connection
requirements
computer
Prior art date
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Pending
Application number
EP24718800.6A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Marcel Ely Gomes
Thorsten Larsen-Vefring
Klaus Bauer
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Trumpf Werkzeugmaschinen SE and Co KG
Original Assignee
Trumpf Werkzeugmaschinen SE and Co KG
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Publication date
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Publication of EP4702731A1 publication Critical patent/EP4702731A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L69/00Network arrangements, protocols or services independent of the application payload and not provided for in the other groups of this subclass
    • H04L69/14Multichannel or multilink protocols
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L65/00Network arrangements, protocols or services for supporting real-time applications in data packet communication
    • H04L65/1066Session management
    • H04L65/1069Session establishment or de-establishment
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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    • HELECTRICITY
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    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Computer implementiertes Verfahren zum Verbinden eines ersten Rechners (2) und eines zweiten Rechners (3) über eine erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder eine zweite Kommunikationsverbindung (5), wobei die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) eine Verbindung des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) ermöglichen, wobei die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft (11) aufweisen, wobei auf dem ersten Rechner (2) zumindest eine Anwendung (20) ausgeführt wird, wobei die erste Anwendung (20) zumindest zwei Anwendungsvarianten (21, 22) mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anwendungsvarianten (21, 22) eine Priorisierungsreihenfolge (40) aufweisen, mit den Schritten: • a) Auswahl (7) der Anwendungsvariante (21, 22) mit der höchsten Priorität (41), • b) Prüfen (8) ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) von einer der Kommunikationsverbindungen (4, 5) erfüllt werden, • c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante (21,22) von keiner Kommunikationsverbindung (4, 5) erfüllt werden, wird die Anwendungsvariante (21, 22) mit der nächstniedrigeren Priorität (42) ausgewählt (9) und das Verfahren ab Schritt b) wiederholt, d) Verbinden (10) des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) über die erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder die zweite Kommunikationsverbindung (5), sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) erfüllt werden.

Description

Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Rechnern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden eines ersten Rechners und eines zweiten Rechners.
Weiter betrifft die Erfindung eine Verbindungsvorrichtung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Weiter betrifft die Erfindung ein System zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Aus der WO 00/22788 Al ist eine Vorrichtung zur Auswahl einer Kommunikationsverbindung bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, welches die Auswahl einer Kommunikationsverbindung verbessert.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein computerimplementiertes Verfahren zum Verbinden eines ersten Rechners und eines zweiten Rechners über eine erste Kommunikationsverbindung und/oder eine zweite Kommunikationsverbindung, wobei die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung eine Verbindung des ersten Rechners und des zweiten Rechners ermöglichen, wobei die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft aufweisen, wobei auf dem ersten Rechner zumindest eine Anwendung ausgeführt wird, wobei die erste Anwendung zumindest zwei Anwendungsvarianten mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft aufweist, wobei die Anwendungsvarianten eine Priorisierungsreihenfolge aufweisen, mit den Schritten: a) Auswahl der Anwendungsvariante mit der höchsten Priorität, b) Prüfen ob die Anforderungen der ausgewählten von einer der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von keiner Kommunikationsverbindung erfüllt werden, wird die Anwendungsvariante mit der nächstniedrigeren Priorität ausgewählt und das Verfahren ab Schritt b) wiederholt, d) Verbinden des ersten Rechners und des zweiten Rechners über die erste Kommunikationsverbindung und/oder die zweite Kommunikationsverbindung, sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft erfüllt werden.
Über welche Kommunikationsverbindung die Verbindung zwischen dem ersten Rechner und dem zweiten Rechner hergestellt wird, hängt also von den Anforderungen der Anwendung ab. Die Anwendung bietet dabei zumindest zwei Anwendungsvarianten mit unterschiedlichen Anforderungen. Die Anwendungsvarianten können bspw. für die erste Anwendungsvariante ein Minimalbetrieb und für die zweite Anwendungsvariante ein Optimalbetrieb sein. Die Anwendungsvarianten haben dabei eine Prioritätsreihenfolge. Bspw. kann der Optimalbetrieb eine höhere Priorität aufweisen als der Minimalbetrieb. Die Verbindung wird also bevorzugt passend zum Optimalbetrieb hergestellt. Falls die Anforderungen des Optimalbetriebs nicht erfüllt werden können, wird die Verbindung passend zum Minimalbetrieb hergestellt.
Die Anforderungen der Anwendungsvarianten an die Verbindungseigenschaft können je nach Kategorie ein Mindestwert oder ein Maximalwert sein. Die Verbindungseigenschaft der Kommunikationsverbindung soll also größer oder gleich dem Mindestwert und kleiner oder gleich dem Maximalwert sein.
Die Priorität kann explizit angegeben sein oder implizit durch die Anforderungen. Bspw. kann für eine Anwendungsvariante mit strengerer Anforderung, insbesondere eine höhere Bandbreite und/oder eine niedrigere Latenz, eine höhere Priorität angenommen werden als für eine Anwendungsvariante mit schwächerer Anforderung. Alternativ kann für eine Anwendungsvariante mit niedrigen Kosten eine höhere Priorität angenommen werden als für eine Anwendungsvariante mit hohen Kosten. Bei gleicher Priorität kann die Reihenfolge zufällig bestimmt werden oder von einem anderen Parameter abhängen. Die Priorität kann über eine mathematische Funktion aus den Anforderungen, insbesondere aus einem Teil der Anforderungen, ganz besonders aus den Anforderungen für die Kosten, berechnet werden.
Die Kommunikationsverbindungen können bspw. Zugangsleitungen ins Internet sein. Die Verbindung zwischen dem ersten Rechner und dem zweiten Rechner wird dann über die Zugangsleitung und das Internet hergestellt. Solche Zugangsleitungen können bspw. unterschiedliche Technologien nutzen, bspw. Kupferkabel, Glasfaser oder Mobilfunk, und daher unterschiedliche Verbindungseigenschaften aufweisen. Auch bei gleicher Technologie können unterschiedliche Verbindungseigenschaften gegeben sein, bspw. durch unterschiedliche Anbieter oder unterschiedlich beschränkte Angebote desselben Anbieters. Die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung können daher auch unterschiedliche Angebote desselben Anbieters auf derselben Leitung sein.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung unterschiedliche Verbindungseigenschaften auf. Durch das Verfahren wird dann die zu der Anforderung der Anwendungsvariante passende Kommunikationsverbindung für die Verbindung genutzt.
Es versteht sich, dass das Verfahren auf eine beliebige Anzahl weiterer Kommunikationsverbindungen ausgedehnt werden kann.
Bevorzugt ist die erste Verbindungseigenschaft aus einer der folgenden Kategorien:
• Latenz
• Jitter
• Bandbreite
• Verfügbarkeit
• Kosten
Die Latenz wird typischerweise als Round-Trip-Time in Millisekunden (ms) angegeben. Der Jitter beschreibt die Schwankungsbreite der Latenz in Millisekunden (ms) und wird auch als „Packet delay variation" bezeichnet. Die Bandbreite wird typischerweise in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben. Die Verfügbarkeit wird typischerweise in Prozent angegeben. Die Kosten werden typischerweise in Euro pro Sekunde (Euro/s) oder Euro pro Gigabyte (Euro/GByte) angegeben. Die Anforderungen an die Verbindungseigenschaft können je nach Kategorie ein Mindestwert oder ein Maximalwert sein. Bspw. wird die Anforderung an die Bandbreite typischerweise ein Mindestwert sein und an die Latenz typischerweise ein Maximalwert.
Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt die Anforderungen zu erfüllen, so wird die kostengünstigste Möglichkeit gewählt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die erste Verbindungseigenschaft automatisiert bestimmt. Eine automatisierte Bestimmung ist insbesondere für die Kategorien Latenz, Jitter und Bandbreite durch den Versand von Testnachrichten über die Kommunikationsverbindung möglich. Bei anderen Kategorien wie Verfügbarkeit und Kosten sind die Verbindungseigenschaften bevorzugt vorab bekannt. Es versteht sich, dass auch die Verbindungseigenschaften der Kategorien Latenz, Jitter und Bandbreite vorab bekannt sein können.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung jeweils zumindest zwei Verbindungseigenschaften auf, und zumindest eine Anwendungsvariante weist zumindest zwei Anforderungen an unterschiedliche Verbindungseigenschaften auf. Durch die Beachtung von mehreren Verbindungseigenschaften wird die Auswahl der Kommunikationsverbindung passender zu den Anforderungen der Anwendung.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird auf dem ersten Rechner zumindest eine zweite Anwendung ausgeführt, wobei die zweite Anwendung zumindest eine Anwendungsvariante mit Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft aufweist, wobei die Anforderung der zweiten Anwendung mit der Anforderung der Anwendungsvarianten der ersten Anwendung zu kombinierten Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) für die kombinierten Anwendungsvarianten durchgeführt werden. Durch die Beachtung der Anforderung der zweiten Anwendung wird die Kommunikationsverbindung passend gewählt, sodass die Anforderungen beider Anwendungen erfüllt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die zweite Anwendung zumindest zwei Anwendungsvarianten mit Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft auf, wobei die Anforderungen der Anwendungsvarianten der zweiten Anwendung mit den Anforderungen der Anwendungsvarianten der ersten Anwendung zu kombinierten Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) für die kombinierten Anwendungsvarianten durchgeführt werden. Bei zwei oder mehr Anwendungen mit mehreren Anwendungsvarianten werden alle möglichen Kombinationen der Anwendungsvarianten betrachtet und in eine priorisierte Reihenfolge gebracht. Für die Kombinationen der Anwendungsvarianten wird dann in der Reihenfolge der Priorisierung geprüft, ob die Kommunikationsverbindungen die Anforderungen erfüllen können. Dadurch wird für beide Anwendungen eine passende Kommunikationsverbindung gewählt.
Bevorzugt werden die Prioritäten der kombinierten Anwendungsvarianten aus den Prioritäten der Anwendungsvarianten der zweiten Anwendung und den Prioritäten der Anwendungsvarianten der ersten Anwendung berechnet. Die Prioritäten können bspw. durch Addition der einzelnen Prioritäten berechnet werden. Bspw. können vier Anwendungsvarianten der ersten Anwendung die Prioritäten 9, 6, 3 und 0 aufweisen und drei Anwendungsvarianten der zweiten Anwendung die Prioritäten 8, 6 und 0 aufweisen. Für die kombinierten Anwendungsvarianten ergeben sich damit die Prioritäten 9+8, 9+6, 6+8, 6+6, 3+8, 3+6, 9+0, 0+8, 0+6, 6+0, 3+0 und 0+0. Im Falle von gleichen Prioritäten kann die Prioritätsreihenfolge von einem weiteren Parameter abhängen, bspw. von einer Priorität der Anwendung, oder zufällig festgelegt werden. Es versteht sich, dass andere Berechnungen möglich sind. Bspw. können Prioritäten multipliziert werden. Auch können Prioritäten der Anwendungen zusätzlich zu Prioritäten der Anwendungsvarianten in die Berechnung einfließen. In einer bevorzugten Ausgestaltung nutzt eine kombinierte Kommunikationsverbindung die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung und die Verbindungseigenschaften der kombinierten Kommunikationsverbindung werden aus den Verbindungseigenschaften der ersten Kommunikationsverbindung und der zweiten Kommunikationsverbindung berechnet, wobei die kombinierte Kommunikationsverbindung im Verfahren behandelt wird wie die erste oder zweite Kommunikationsverbindung.
Die Art der Berechnung der Verbindungseigenschaften der kombinierten Kommunikationsverbindung kann dabei von der Kategorie abhängen. Bspw. kann die Bandbreite der kombinierten Kommunikationsverbindung durch Addition der Bandbreite der ersten Kommunikationsverbindung und der Bandbreite der zweiten Kommunikationsverbindung berechnet werden. Bei der gleichzeitigen Nutzung der kombinierten Kommunikationsverbindung mit der ersten und/oder zweiten Kommunikationsverbindung ist zu beachten, dass sich die mögliche Bandbreite der kombinierten Kommunikationsverbindung um die auf der ersten und/oder zweiten Kommunikationsverbindung einer Anwendung zugeteilten Bandbreite verringert. Die Latenz der kombinierten Kommunikationsverbindung kann bspw. durch Bestimmung des Maximalwertes der Latenz der ersten Kommunikationsverbindung und der Latenz der zweiten Kommunikationsverbindung bestimmt werden. Ggf. kann auf den Maximalwert ein vorbestimmter Wert addiert werden zur Berechnung der Latenz der kombinierten Kommunikationsverbindung. Der vorbestimmte Wert trägt der Eigenschaft Rechnung, dass Daten, welche über die kombinierte Kommunikationsverbindung verschickt werden, zur Versendung über die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung aufgeteilt werden müssen und an der Gegenstelle wieder zusammengefügt werden müssen. Die Verfügbarkeit kann bspw. durch Multiplikation der Verfügbarkeit der ersten Kommunikationsverbindung und der Verfügbarkeit der zweiten Kommunikationsverbindung berechnet werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird auf dem zweiten Rechner eine dritte Anwendung ausgeführt, wobei die dritte Anwendung zumindest zwei Anwendungsvarianten mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft aufweist, wobei die Anforderungen der Anwendungsvarianten der dritten Anwendung mit den Anforderungen der Anwendungsvarianten der ersten Anwendung zu kombinierten Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die Verbindungsanforderungen zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) für die kombinierten Anwendungsvarianten durchgeführt werden.
Die Anforderungen der dritten Anwendung auf dem zweiten Rechner werden genauso behandelt wie die Anforderungen der zweiten Anwendung auf dem ersten Rechner. Durch die Beachtung der Anforderungen der dritten Anwendung auf dem zweiten Rechner, werden die Anforderungen auf beiden Seiten der Verbindung beachtet.
Die Erfindung betrifft auf eine Verbindungsvorrichtung zur Verbindung eines ersten Rechners und eines zweiten Rechners über eine erste Kommunikationsverbindung und/oder eine zweite Kommunikationsverbindung, wobei die Verbindungsvorrichtung mit der ersten Kommunikationsverbindung und der zweiten Kommunikationsverbindung verbunden ist, wobei die Verbindungsvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft der Kommunikationsverbindungen und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft von zumindest zwei Anwendungsvarianten einer ersten Anwendung mit einer Priorisierungsreihenfolge zu erhalten, wobei die Verbindungsvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist die folgenden Schritte durchzuführen : a) Auswahl der Anwendungsvariante mit der höchsten Priorität, b) Prüfen ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von einer der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von keiner Kommunikationsverbindung erfüllt werden, Auswählen der Anwendungsvariante mit der nächstniedrigeren Priorität und Wiederholen des Verfahrens ab Schritt b), d) Verbinden des ersten Rechners und des zweiten Rechners über die erste Kommunikationsverbindung und/oder die zweite Kommunikationsverbindung, sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft erfüllt werden. Die Verbindungsvorrichtung ermöglicht so eine Verbindung zwischen dem ersten Rechner und dem zweiten Rechner passend zu den Anforderungen der ersten Anwendung. Die Verbindungsvorrichtung kann bspw. als Router ausgeführt sein und dazu vorgesehen sein zwischen dem ersten Rechner und den beiden Kommunikationsverbindungen installiert zu werden. Alternativ kann die Verbindungsvorrichtung auch Teil des ersten Rechners sein. Es versteht sich, dass die Verbindungsvorrichtung bevorzugt die bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens umsetzen kann.
Die Erfindung betrifft auch ein System, umfassend einen ersten Rechner, einen zweiten Rechner, eine erste Kommunikationsverbindung, eine zweite Kommunikationsverbindung und eine Verbindungsvorrichtung, wobei über die Kommunikationsverbindungen jeweils der erste Rechner und der zweite Rechner miteinander verbunden werden können, wobei die Verbindungsvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist eine Verbindung zwischen dem ersten Rechner und dem zweiten Rechner über die erste Kommunikationsverbindung und/oder die zweite Kommunikationsverbindung herzustellen, wobei die erste Kommunikationsverbindung und die zweite Kommunikationsverbindung jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft aufweisen, wobei der erste Rechner dazu vorgesehen und eingerichtet ist zumindest eine Anwendung auszuführen, wobei die erste Anwendung zumindest zwei Anwendungsvarianten mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft aufweist, wobei die Anwendungsvarianten eine Priorisierungsreihenfolge aufweisen, wobei die Verbindungsvorrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet ist die folgenden Schritte durchzuführen: a) Auswahl der Anwendungsvariante mit der höchsten Priorität, b) Prüfen ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von einer der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von keiner Kommunikationsverbindung erfüllt werden, Auswählen der Anwendungsvariante mit der nächstniedrigeren Priorität und Wiederholen des Verfahrens ab Schritt b), d) Verbinden des ersten Rechners und des zweiten Rechners über die erste Kommunikationsverbindung und/oder die zweite Kommunikationsverbindung, sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft erfüllt werden.
Es versteht sich, dass es nicht unter allen möglichen Leitungs und Anforderungen eine Lösung geben muss.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems;
Fig. 2 einen Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 3 eine weitere schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems;
Fig. 4 Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindung aus Fig. 3; und
Fig. 5 Anforderungen der Anwendungen aus Fig. 3.
Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in sämtlichen Ausführungsbeispielen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems 1. Das System 1 umfasst einen ersten Rechner 2, einen zweiten Rechner 3, eine erste Kommunikationsverbindung 4, eine zweite Kommunikationsverbindung 5 und eine Verbindungsvorrichtung 6. Die Verbindungsvorrichtung 6 ist in diesem Beispiel direkt mit dem ersten Rechner 2 und über die erste Kommunikationsverbindung 4 und die zweite Kommunikationsverbindung 5 mit dem zweiten Rechner 3 verbunden. Die Verbindungsvorrichtung 6 ist dazu vorgesehen und eingerichtet den ersten Rechner 2 über die erste Kommunikationsverbindung 4 und/oder die zweite Kommunikationsverbindung 5 mit dem zweiten Rechner 3 zu verbinden. Die erste Kommunikationsverbindung 4 und die zweite Kommunikationsverbindung 5 weisen jeweils eine erste Verbindungseigenschaft 11, hier die Bandbreite, auf. Die erste Kommunikationsverbindung 4 weist eine Bandbreite von 20Mbit/s auf und die zweite Kommunikationsverbindung 5 weist eine Bandbreite von 30Mbit/s auf. Auf dem ersten Rechner 2 wird eine erste Anwendung 20 ausgeführt. Die erste Anwendung 20 weist eine erste Anwendungsvariante 21 und eine zweite Anwendungsvariante 22 auf. Die Anwendungsvarianten 21, 22 weisen eine Priorisierungsreihenfolge 40 auf. Dabei ist die Priorität 42 der ersten Anwendungsvariante 21 mit dem Wert 0 niedriger als die Priorität 41 der zweiten Anwendungsvarianten 22 mit dem Wert 1. Die zweite Anwendungsvarianten 22 weist also die höchste Priorität 41 auf. Die Anwendungsvarianten weisen unterschiedliche Anforderungen 24 an die erste Verbindungseigenschaften 11 der Kommunikationsverbindung 4, 5 auf. Die erste Anwendungsvariante 21 weist eine Anforderung 25 von 25Mbit/s an die Bandbreite der Kommunikationsverbindung auf. Die zweite Anwendungsvariante 22 weist eine Anforderung 26 von 100Mbit/s an die Bandbreite der Kommunikationsverbindung auf.
Die Funktionsweise der Verbindungsvorrichtung 6 wird im Folgenden in Zusammenhang mit Fig. 2 gezeigt. In Fig. 2 ist ein Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt. In einem ersten Schritt 7 wird die Anwendungsvariante mit der höchsten Priorität ausgewählt. In dem Beispiel aus Fig.l wählt die Verbindungsvorrichtung 6 die zweite Anwendungsvariante 22 der ersten Anwendung 20, da diese eine höhere Priorität 40 hat als die erste Anwendungsvariante 21. In einem zweiten Schritt 8 wird geprüft, ob die Anforderungen 24 der ausgewählten Anwendungsvariante 22 von einer der Kommunikationsverbindungen 4, 5 erfüllt werden. Im Beispiel aus Fig. 1 ist die Anforderung 26 eine Bandbreite von 100Mbit/s. Diese Anforderung wird weder von der ersten Kommunikationsverbindung 4, noch von der zweiten Kommunikationsverbindung 5 erfüllt. Auch eine Verbindung über beide Kommunikationsverbindungen würde die Anforderung nicht erfüllen. In einem dritten Schritt 9 wird daher die Anwendungsvariante mit der nächstniedrigeren Priorität ausgewählt. Im Beispiel aus Fig. 1 wird also die erste Anwendungsvariante 21 ausgewählt Das Verfahren wird dann ab dem zweiten Schritt 8 wiederholt und geprüft, ob die Anforderungen 24 der ausgewählten Anwendungsvariante 21 von einer der Kommunikationsverbindungen 4, 5 erfüllt werden. Im Beispiel aus Fig. 1 ist die Anforderung 25 der ersten Anwendungsvariante 21 eine Bandbreite von 25Mbit/s. Die Anforderung 25 wird von der ersten Kommunikationsverbindung 4 nicht erfüllt. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 erfüllt die Anforderung 25. Der dritte Schritt 9 wird daher übersprungen und in einem vierten Schritt 10 der erste Rechner 2 und der zweite Rechner 3 über die zweite Kommunikationsverbindung 5 verbunden. Die Rechner 2, 3 werden so über eine Kommunikationsverbindung 5 verbunden, welche die Anforderung 25 der gewählten Anwendungsvarianten 21 erfüllt. Da die Verbindungsvorrichtung 6 hier vom ersten Rechner 2 getrennt ist, teilt die Verbindungsvorrichtung 6 dem ersten Rechner 2 mit welche Eigenschaften die Kommunikationsverbindung hat, über welche die Verbindung zum zweiten Rechner hergestellt wird.
In Fig. 3 ist eine weitere schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems 1 dargestellt. Im Folgenden werden nur die Unterschiede zu Fig. 1 beschrieben. Auf dem ersten Rechner 2 wird in diesem Beispiel neben der ersten Anwendung 20 mit einer ersten Anwendungsvariante 21 und einer zweiten Anwendungsvariante 22, eine zweite Anwendung 30 mit einer ersten Anwendungsvariante 31 und einer zweiten Anwendungsvariante 32 ausgeführt. Auf dem zweiten Rechner 30 wird eine dritte Anwendung 35 mit einer ersten Anwendungsvariante 36 und einer zweiten Anwendungsvariante 37 ausgeführt. Die Verbindungsvorrichtung 6 ist über eine erste Kommunikationsverbindung 4, eine zweite Kommunikationsverbindung 5 und eine dritte Kommunikationsverbindung 70 mit dem Internet 71 verbunden. Der zweite Rechner 3 ist über eine vierte Kommunikationsverbindung 72 mit dem Internet verbunden. Die Verbindungsvorrichtung 6 kann den ersten Rechner 2 über die erste, zweite und/oder dritte Kommunikationsverbindung mit dem Internet 71 und so mit dem zweiten Rechner 3 verbinden.
In Fig. 4 sind Verbindungseigenschaften der ersten, zweiten und dritten Kommunikationsverbindung aus Fig. 3 dargestellt. Für die drei Kommunikationsverbindungen werden fünf Verbindungseigenschaften betrachtet. Die erste Verbindungseigenschaft 11 ist die Bandbreite. Die erste Kommunikationsverbindung 4 hat für die erste Verbindungseigenschaft 11 den Wert 25 Mbit/s. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 hat für die erste Verbindungseigenschaft 11 den Wert 100 Mbit/s und die dritte Kommunikationsverbindung 70 hat für die erste Verbindungseigenschaft 11 den Wert 50 Mbit/s. Die Bandbreiten der einzelnen Kommunikationsverbindungen wurden in diesem Beispiel von der Verbindungsvorrichtung 6 durch Geschwindigkeitstests der einzelnen Kommunikationsverbindungen bestimmt. Die zweite Verbindungseigenschaft 12 ist die Latenz. Die erste Kommunikationsverbindung 4 hat für die zweite Verbindungseigenschaft 12 den Wert 30 ms. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 hat für die zweite Verbindungseigenschaft 12 den Wert 70 ms und die dritte Kommunikationsverbindung 70 hat für die zweite Verbindungseigenschaft 12 den Wert 50 ms. Werden mehrere Kommunikationsverbindungen gemeinsam als kombinierte Kommunikationsverbindung von einer Anwendungsvariante genutzt, ist zu beachten, dass sich die Latenz durch das Verteilen und Zusammenführen der Daten erhöhen kann.
Die dritte Verbindungseigenschaft 13 ist der Jitter. Die erste Kommunikationsverbindung 4 hat für die dritte Verbindungseigenschaft 13 den Wert 3 ms. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 hat für die dritte Verbindungseigenschaft 13 den Wert 5 ms und die dritte Kommunikationsverbindung 70 hat für die dritte Verbindungseigenschaft 13 den Wert 5 ms. Die Latenzen und Jitter der einzelnen Kommunikationsverbindungen wurden in diesem Beispiel von der Verbindungsvorrichtung 6 durch sogenannte „Ping"-Tests, welche die Round-Trip-Time von Kommunikationspaketen messen, der einzelnen Kommunikationsverbindungen bestimmt.
Die vierte Verbindungseigenschaft 14 ist die Verfügbarkeit. Die erste Kommunikationsverbindung 4 hat für die vierte Verbindungseigenschaft 14 den Wert 99,8%. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 hat für die vierte Verbindungseigenschaft 14 den Wert 99,99% und die dritte Kommunikationsverbindung 70 hat für die vierte Verbindungseigenschaft 14 den Wert 99,9%.
Die fünfte Verbindungseigenschaft 15 sind die Kosten. Die erste Kommunikationsverbindung 4 hat für die fünfte Verbindungseigenschaft 11 den Wert 0,20 Euro/GByte. Die zweite Kommunikationsverbindung 5 hat für die fünfte Verbindungseigenschaft 15 den Wert 1,00 Euro/GByte und die dritte Kommunikationsverbindung 70 hat für die fünfte Verbindungseigenschaft 15 den Wert 0,50 Euro/GByte. Die Verfügbarkeit und die Kosten der einzelnen Kommunikationsverbindungen sind in diesem Beispiele Werte die von den Anbietern der einzelnen Kommunikationsverbindungen vorgegeben sind.
In Fig. 5 sind die Anforderungen der Anwendungen aus Fig. 3 dargestellt. Die erste Anwendungsvariante 21 der ersten Anwendung 20 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 20 Mbit/s und als Anforderung an die zweite Verbindungseigenschaft 12 eine Latenz von höchstens 60 ms. Die zweite Anwendungsvariante 22 der ersten Anwendung 20 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s und als Anforderung an die zweite Verbindungseigenschaft 12 eine Latenz von höchstens 30 ms. Die Priorität der zweiten Anwendungsvariante 22 hat einen Wert von 2 und ist damit höher als die Priorität der ersten Anwendungsvariante mit einem Wert von 0.
Die erste Anwendungsvariante 31 der zweiten Anwendung 30 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 25 Mbit/s und die zweite Anwendungsvariante 32 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s . Die Priorität der zweiten Anwendungsvariante 32 hat einen Wert von 3 und ist damit höher als die Priorität der ersten Anwendungsvariante mit einem Wert von 0.
Die erste Anwendungsvariante 36 der dritten Anwendung 35 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 3 Mbit/s und als Anforderung an die fünfte Verbindungseigenschaft 15 Kosten von höchstens 0,50 Euro/s. Die zweite Anwendungsvariante 37 der dritten Anwendung 35 hat als Anforderung an die erste Verbindungseigenschaft 11 eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s und als Anforderung an die fünfte Verbindungseigenschaft 15 Kosten von höchstens 0,20 Euro/s. Die Priorität der zweiten Anwendungsvariante 22 hat einen Wert von 1 und ist damit höher als die Priorität der ersten Anwendungsvariante mit einem Wert von 0.
Es versteht sich, dass die Anforderungen Beispielhaft sind und die Anwendungsvarianten auch Anforderungen an die dritte und vierte Verbindungseigenschaft aufweisen können. Für die drei Anwendungen 20, 30, 35 mit jeweils zwei Anwendungsvarianten gibt es acht Kombinationsmöglichkeiten von Anwendungsvarianten. Im ersten Schritt 7 wird die Kombination von Anwendungsvarianten mit der höchsten Priorität ausgewählt. Im Beispiel von Fig. 5 ist dies die Kombination der zweiten Anwendungsvariante 22 der ersten Anwendung 22, der zweiten Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 und der zweiten Anwendungsvariante 37 der dritten Anwendung 35. Die Priorität dieser Kombination ergibt sich aus der Addition der Prioritäten der einzelnen Anwendungsvarianten und hat einen Wert von 6.
In einem zweiten Schritt 8 wird geprüft, ob die Anforderungen der Kombination von Anwendungsvarianten von den Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden. Die Anforderungen können von den in Fig. 3 dargestellten Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen nicht erfüllt werden, da die Anforderungen der zweiten Anwendungsvarianten 37 der dritten Anwendung 35 von einer Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s bei Kosten von höchstens 0,20 Euro/GByte weder von einer einzelnen Kommunikationsverbindung noch von einer Kombination erfüllt werden.
In einem dritten Schritt 9 wird die Kombination von Anwendungsvarianten mit der nächstniedrigeren Priorität ausgewählt. In diesem Beispiel ist das die Kombination der zweiten Anwendungsvariante 22 der ersten Anwendung 22, der zweiten Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 und der ersten Anwendungsvariante 36 der dritten Anwendung 35. Die Priorität dieser Kombination ergibt sich aus der Addition der Prioritäten der einzelnen Anwendungsvarianten und hat einen Wert von 5.
In einem zweiten Schritt 8 wird geprüft, ob die Anforderungen der Kombination von Anwendungsvarianten von den Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden. Die Anforderungen können von den in Fig. 3 dargestellten Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen nicht erfüllt werden, da die Anforderungen der zweiten Anwendungsvarianten 32 der ersten Anwendung 35 von einer Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s bei einer Latenz von höchstens 30 ms weder von einer einzelnen Kommunikationsverbindung noch von einer Kombination erfüllt werden.
In einem dritten Schritt 9 wird die Kombination von Anwendungsvarianten mit der nächstniedrigeren Priorität ausgewählt. In diesem Beispiel gibt es zwei Kombinationen mit der gleichen Priorität. Zum einen die Kombination der zweiten Anwendungsvariante 22 der ersten Anwendung 22, der ersten Anwendungsvariante 31 der zweiten Anwendung 30 und der zweiten Anwendungsvariante 37 der dritten Anwendung 35. Zum anderen die Kombination der ersten Anwendungsvariante 21 der ersten Anwendung 22, der zweiten Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 und der ersten Anwendungsvariante 36 der dritten Anwendung 35. Beide Kombinationen haben eine Priorität mit dem Wert 3. Per Zufall wird eine dieser Kombinationen ausgewählt und die andere ggf. in der nächsten Iteration geprüft. In diesem Beispiel wird zunächst die Kombination der ersten Anwendungsvariante 21 der ersten Anwendung 22, der zweiten Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 und der ersten Anwendungsvariante 36 der dritten Anwendung 35 geprüft.
In einem zweiten Schritt 8 wird geprüft, ob die Anforderungen der Kombination von Anwendungsvarianten von den Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden. In diesem Beispiel gibt es verschiedene Möglichkeiten die Anforderungen mit den in Fig. 3 dargestellten Verbindungseigenschaften der Kommunikationsverbindungen zu erfüllen. Eine erste Möglichkeit ist die zweite Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 über die zweite Kommunikationsverbindung 5 zu verbinden und die erste Anwendungsvariante 26 der dritten Anwendung 35 über die dritte Kommunikationsverbindung 70 zu verbinden und die erste Anwendungsvariante 21 der ersten Anwendung 20 über die erste Kommunikationsverbindung 4 zu verbinden. Eine zweite Möglichkeit ist die zweite Anwendungsvariante 32 der zweiten Anwendung 30 über die zweite Kommunikationsverbindung 5 zu verbinden und die erste Anwendungsvariante 26 der dritten Anwendung 35 über die erste Kommunikationsverbindung 4 zu verbinden und die erste Anwendungsvariante 21 der ersten Anwendung 20 über die erste Kommunikationsverbindung 4 zu verbinden. Die zweite Möglichkeit erzeugt weniger Kosten, sodass die zweite Möglichkeit gewählt wird.
Da die Anforderungen der Anwendungsvarianten erfüllt werden, verbindet die Verbindungsvorrichtung 6 den ersten Rechner 2 und den zweiten Rechner 3 in einem vierten Schritt über die erste Kommunikationsverbindung 4 und die zweite Kommunikationsverbindung 5.
Bezugszeichenliste
1 System
2 erster Rechner
3 zweiter Rechner
4 erste Kommunikationsverbindung
5 zweite Kommunikationsverbindung
6 Verbindungsvorrichtung
7 Erster Schritt a)
8 Zweiter Schritt b)
9 Dritter Schritt c)
10 Vierter Schritt d)
11 erste Verbindungseigenschaft
12 zweite Verbindungseigenschaft
13 dritte Verbindungseigenschaft
14 vierte Verbindungseigenschaft
15 fünfte Verbindungseigenschaft
20 erste Anwendung
21 erste Anwendungsvariante der ersten Anwendung
22 zweite Anwendungsvariante der ersten Anwendung
24 Anforderungen der ersten Anwendung
25 Anforderungen der ersten Anwendungsvariante der ersten Anwendung
26 Anforderungen der zweiten Anwendungsvariante der ersten Anwendung
30 zweite Anwendung
31 erste Anwendungsvariante der zweiten Anwendung
32 erste Anwendungsvariante der zweiten Anwendung
33 Anforderungen der ersten Anwendungsvariante der zweiten Anwendung
34 Anforderungen der zweiten Anwendungsvariante der zweiten Anwendung
35 Dritte Anwendung
36 erste Anwendungsvariante der dritten Anwendung
37 zweite Anwendungsvariante der dritten Anwendung
38 Anforderungen der ersten Anwendungsvariante der dritten Anwendung
39 Anforderungen der zweiten Anwendungsvariante der dritten Anwendung
40 Priorisierungen der ersten Anwendung
41 höchste Priorisierung der ersten Anwendung 42 zweithöchste Priorisierung der ersten Anwendung
50 Priorisierungen der zweiten Anwendung
51 höchste Priorisierung der zweiten Anwendung
52 zweithöchste Priorisierung der zweiten Anwendung 60 Priorisierungen der dritten Anwendung
61 höchste Priorisierung der dritten Anwendung
62 zweithöchste Priorisierung der dritten Anwendung
70 dritte Kommunikationsverbindung
71 Internet 72 vierte Kommunikationsverbindung

Claims

Patentansprüche
1. Computer implementiertes Verfahren zum Verbinden eines ersten Rechners (2) und eines zweiten Rechners (3) über eine erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder eine zweite Kommunikationsverbindung (5), wobei die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) eine Verbindung des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) ermöglichen, wobei die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft (11) aufweisen, wobei auf dem ersten Rechner (2) zumindest eine Anwendung (20) ausgeführt wird, wobei die erste Anwendung (20) zumindest zwei Anwendungsvarianten (21, 22) mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anwendungsvarianten (21, 22) eine Priorisierungsreihenfolge (40) aufweisen, mit den Schritten: a) Auswahl (7) der Anwendungsvariante (21, 22) mit der höchsten Priorität (41), b) Prüfen (8) ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) von einer der Kommunikationsverbindungen (4, 5) erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante (21,22) von keiner Kommunikationsverbindung (4, 5) erfüllt werden, wird die Anwendungsvariante (21, 22) mit der nächstniedrigeren Priorität (42) ausgewählt (9) und das Verfahren ab Schritt b) wiederholt, d) Verbinden (10) des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) über die erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder die zweite Kommunikationsverbindung (5), sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) erfüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) unterschiedliche Verbindungseigenschaften (11, 12) aufweisen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungseigenschaft (21) aus einer der folgenden Kategorien ist:
• Latenz
• Jitter
• Bandbreite
• Verfügbarkeit
• Kosten
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungseigenschaft (21) automatisiert bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) jeweils zumindest zwei Verbindungseigenschaften (11, 12) aufweisen, und zumindest eine Anwendungsvariante (21, 22) zumindest zwei Anforderungen an unterschiedliche Verbindungseigenschaften (11, 12) aufweist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem ersten Rechner (2) zumindest eine zweite Anwendung (30) ausgeführt wird, wobei die zweite Anwendung (30) zumindest eine Anwendungsvariante (31) mit Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anforderung der zweiten Anwendung (30) mit den Anforderungen der Anwendungsvarianten (21, 22) der ersten Anwendung (20) zu einer Kombination von Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) (7, 8, 9, 10) für die Kombination Anwendungsvarianten durchgeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Anwendung (30) zumindest zwei Anwendungsvarianten (31, 32) mit Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anforderungen der Anwendungsvarianten (31, 32) der zweiten Anwendung (30) mit den Anforderungen der Anwendungsvarianten (21, 22) der ersten Anwendung (20) zu einer Kombination von Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) (7, 8, 9, 10) für die Kombination von Anwendungsvarianten durchgeführt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Prioritäten der Kombination von Anwendungsvarianten aus den Prioritäten (50) der Anwendungsvarianten (31) der zweiten Anwendung (30) und den Prioritäten (40) der Anwendungsvarianten (21, 22) der ersten Anwendung (20) berechnet werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine kombinierte Kommunikationsverbindung die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) nutzt und die Verbindungseigenschaften der kombinierten Kommunikationsverbindung aus den Verbindungseigenschaften (11, 12) der ersten Kommunikationsverbindung (4) und der zweiten Kommunikationsverbindung (5) berechnet werden, wobei die kombinierte Kommunikationsverbindung im Verfahren behandelt wird wie die erste oder zweite Kommunikationsverbindung.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem zweiten Rechner (3) eine dritte Anwendung (35) ausgeführt wird, wobei die dritte Anwendung (35) zumindest zwei Anwendungsvarianten (36, 37) mit unterschiedlichen Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anforderungen der Anwendungsvarianten (36, 37) der dritten Anwendung (35) mit den Anforderungen der Anwendungsvarianten (21, 22) der ersten Anwendung (20) zu einer Kombination von Anwendungsvarianten mit Prioritäten und Anforderungen an die Verbindungsanforderungen zusammengefasst werden, wobei die Schritte a) bis d) (7, 8, 9, 10) für die Kombination von Anwendungsvarianten durchgeführt werden.
11. erbindungsvorrichtung (6) zur Verbindung eines ersten Rechners (2) und eines zweiten Rechners (3) über eine erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder eine zweite Kommunikationsverbindung (5), wobei die Verbindungsvorrichtung (6) mit der ersten Kommunikationsverbindung (4) und der zweiten Kommunikationsverbindung (5) verbunden ist, wobei die Verbindungsvorrichtung (6) dazu vorgesehen und eingerichtet ist jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft (11) der Kommunikationsverbindungen (4, 5) und Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) von zumindest zwei Anwendungsvarianten (21, 22) einer ersten Anwendung (20) mit einer Priorisierungsreihenfolge (40) zu erhalten, wobei die Verbindungsvorrichtung (6) dazu vorgesehen und eingerichtet ist die folgenden Schritte durchzuführen: a) Auswahl (7) der Anwendungsvariante mit der höchsten Priorität, b) Prüfen (8) ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von einer der Kommunikationsverbindungen erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante von keiner Kommunikationsverbindung erfüllt werden, Auswählen (9) der Anwendungsvariante mit der nächstniedrigeren Priorität und Wiederholen des Verfahrens ab Schritt b), d) Verbinden (10) des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) über die erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder die zweite Kommunikationsverbindung (5), sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) erfüllt werden.
12. System (1), umfassend einen ersten Rechner (2), einen zweiten Rechner (3), eine erste Kommunikationsverbindung (4), eine zweite Kommunikationsverbindung (5) und eine Verbindungsvorrichtung (6), wobei über die Kommunikationsverbindungen (4, 5) jeweils der erste Rechner
(2) und der zweite Rechner (3) miteinander verbunden werden können, wobei die Verbindungsvorrichtung (6) dazu vorgesehen und eingerichtet ist eine Verbindung zwischen dem ersten Rechner (2) und dem zweiten Rechner
(3) über die erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder die zweite Kommunikationsverbindung (5) herzustellen, wobei die erste Kommunikationsverbindung (4) und die zweite Kommunikationsverbindung (5) jeweils zumindest eine erste Verbindungseigenschaft (11) aufweisen, wobei der erste Rechner (2) dazu vorgesehen und eingerichtet ist zumindest eine Anwendung (21) auszuführen, wobei die erste Anwendung (20) zumindest zwei Anwendungsvarianten (21, 22) mit unterschiedlichen Anforderungen (??)an die erste Verbindungseigenschaft (11) aufweist, wobei die Anwendungsvarianten (21, 22) eine Priorisierungsreihenfolge (40) aufweisen, wobei die Verbindungsvorrichtung (6) dazu vorgesehen und eingerichtet ist die folgenden Schritte durchzuführen: a) Auswahl (7) der Anwendungsvariante (21, 22) mit der höchsten Priorität (41), b) Prüfen (8) ob die Anforderungen der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) von einer der Kommunikationsverbindungen (5, 6) erfüllt werden, c) Wenn die Anforderungen (??) der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) von keiner Kommunikationsverbindung (4, 5) erfüllt werden, Auswählen (9) der Anwendungsvariante (21, 22) mit der nächstniedrigeren Priorität (42) und das Verfahren ab Schritt b) wiederholen, d) Verbinden (10) des ersten Rechners (2) und des zweiten Rechners (3) über die erste Kommunikationsverbindung (4) und/oder die zweite Kommunikationsverbindung (5), sodass die von der ausgewählten Anwendungsvariante (21, 22) geforderten Anforderungen an die erste Verbindungseigenschaft (11) erfüllt werden.
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