EP4702652A1 - Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle und bremsmotor mit elektromotor und bremsanordnung - Google Patents

Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle und bremsmotor mit elektromotor und bremsanordnung

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EP4702652A1
EP4702652A1 EP24711182.6A EP24711182A EP4702652A1 EP 4702652 A1 EP4702652 A1 EP 4702652A1 EP 24711182 A EP24711182 A EP 24711182A EP 4702652 A1 EP4702652 A1 EP 4702652A1
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EP
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brake
wire end
braking surface
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housing part
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EP24711182.6A
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Li Jinchang
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SEW Eurodrive GmbH and Co KG
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    • H02K7/10Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, wobei die Bremse vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben ist, wobei ein Bremsflächenteil der Bremse an einem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt sind.

Description

Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle und Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle und einen Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung.
Es ist allgemein bekannt, eine Bremsanordnung zum Abbremsen einer Welle, insbesondere Rotorwelle eines Elektromotors eines Bremsmotors, vorzusehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein sicheres und einfaches Herstellverfahren bei einer kompakten Bremsanordnung auszubilden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Bremsanordnung nach den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Wichtige Merkmale der Erfindung bei der Bremsanordnung sind, dass die Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle vorgesehen ist, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, wobei die Bremse einen mit der Welle drehfest verbundenen, in axialer Richtung bewegbaren Belagträger, insbesondere Bremsbelagträger, aufweist, wobei an einem ringartigen Bremsflächenteil der Bremse ein Ringblech befestigt ist, wobei elektrische Anschlussleitungen der Bremse, insbesondere zumindest auch, mittels des Ringblechs vom Belagträger, insbesondere axial, beabstandet sind, wobei das Ringblech radial innerhalb des Bremsflächenteils angeordnet ist und/oder wobei das Ringblech vom Bremsflächenteil radial umgeben ist, insbesondere wobei die Bremse mittels einer über die elektrischen Anschlussleitungen elektrisch bestrombaren Spule betätigbar ist.
Von Vorteil ist dabei, dass die Ohrenbereiche am Bremsflächenteil radial hervorstehen und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Somit ist das Reaktionsmoment der Bremse sowie die Reibwärme der Bremse über die Ohrenbereiche ans Gehäuseteil abgeführt.
Zwischen Bremse und Gehäuseteil ist also ein Ringspalt ausgebildet, der allerdings mehrfach unterbrochen wird, nämlich durch die Ohrenbereiche.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Ringblech einen nach radial außen erhobenen, insbesondere also hervorragenden, Sicherungsbereich auf, welcher axial zwischen den Anschlussleitungen und dem Belagträger angeordnet ist und/oder die Anschlussleitungen von dem Belagträger beabstandet. Von Vorteil ist dabei, dass der Sicherungsbereich mit weniger stark gekrümmt ausführbar ist als das restliche Ringblech. Somit ist eine hohe Sicherheit erreichbar, da in Umfangsrichtung ein weiter Umfangswinkelbereich schützbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Ringblech zwei, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Laschenbereiche auf, welche am Ringblech in radialer Richtung hervorstehen, insbesondere wobei in Gewindebohrungen des Bremsflächenteils eingeschraubte Schrauben durch die Laschenbereiche hindurchgehen, insbesondere und die Schraubenköpfe der Schrauben die Laschenbereiche an nach radial innen am Bremsflächenteil hervorragende Vorsprünge andrücken, insbesondere wobei die Laschenbereiche voneinander beabstandet sind. Von Vorteil ist dabei, dass eine stabile Befestigung des Ringblechs erreichbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Enden der Anschlussleitungen mit ersten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen versehen, die Enden von Versorgungsleitungen mit zweiten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen versehen sind, die ersten Aderendhülsen mit den zweiten Aderendhülsen verbunden sind, insbesondere steckverbunden sind. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Herstellung ermöglicht ist. Denn zuerst sind die Versorgungsleitungen durch die Kabelverschraubung führbar und danach die Bremse in das Gehäuseteil einschiebbar ist. Somit ist dann danach die Verbindung der axial herausragenden Enden der Anschlussleitungen mit den Enden der Versorgungsleitungen herstellbar.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der von dem Sicherungsbereich in Umfangsrichtung überdeckte Bereich den von den beiden Aderendhülsen in Umfangsrichtung überdeckten Bereich. Von Vorteil ist dabei, dass die Aderendhülsen am Eindringen in den Hubbereich, also Arbeitsbereich, des Belagträgers verhindert sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der von dem Sicherungsbereich überdeckte Radialabstandsbereich den von den beiden Aderendhülsen in Umfangsrichtung überdeckten Radialabstandsbereich. Von Vorteil ist dabei, dass der Sicherungsbereich auf demselben Radialabstand angeordnet ist wie die Aderendhülsen, sodass die Aderendhülsen nicht in den Arbeitsbereich des Belagträgers eindringen können.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ringachse des Ringblechs koaxial zur Drehachse der Welle ausgerichtet. Von Vorteil ist dabei, dass die Welle axial durch das Ringblech durchgeht und somit die Bremse aus axialer Richtung her kommend an die Welle ansetzbar und verbindbar ist. Insbesondere ist der Belagträger drehfest mit der Welle verbindbar.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Ringblech eben ausgebildet. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Herstellung als Stanzteil ausführbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist oder sind die Bremse und/oder das Bremsflächenteil vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben. Von Vorteil ist dabei, dass eine explosionsgeschützte Ausführung einfach ermöglicht ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an dem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt, wobei die Ohrenbereiche mit dem Gehäuseteil verbunden sind, insbesondere wobei die Ohrenbereiche jeweils mit einer jeweiligen Schraube ans Gehäuseteil angeschraubt sind, insbesondere wobei die jeweilige Schraube in eine axial gerichtete Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist, insbesondere wobei die radiale Richtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist und/oder die axiale Richtung sowie die Umfangsrichtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist. Von Vorteil ist dabei, dass bei Stromausfall die Bremse automatisch einfällt und nur zum Lüften der Bremse die Spule bestromt werden muss.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die nach radial innen hervorragenden Vorsprünge in Umfangsrichtung von den nach radial außen hervorragenden Ohrenbereiche beabstandet. Von Vorteil ist dabei, dass die zur Befestigung verwendeten Schrauben, welche durch die Laschenbereiche hindurchragen und in Gewindebohrungen des Bremsflächenteils eingeschraubt sind, nicht kollidieren mit dem Sicherungsbereich.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Bremsflächenteil mit einem Magnetkörper der Bremse verbunden, wobei eine elektrisch bestrombare Spule in einer ringförmigen Vertiefung des Magnetkörpers aufgenommen ist, wobei am Magnetkörper abgestützte Federelemente auf eine axial zwischen Belagträger und Magnetkörper angeordnete ferromagnetische Ankerscheibe drücken, wobei der Belagträger axial zwischen der Ankerscheibe und einer am Bremsflächenteil ausgebildeten Bremsfläche angeordnet sind, wobei die Ankerscheibe drehfest zum Magnetkörper angeordnet ist und axial verschiebbar ist, insbesondere indem am Magnetkörper befestigte Bolzen in axialer Richtung durch die Ankerscheibe durchgehen, insbesondere wobei bei Bestromung der Spule die Ankerscheibe entgegen der von den
Federelementen erzeugten Federkraft zum Magnetkörper hinbewegt wird und bei
Nichtbestromung der Spule die Federelemente die Ankerscheibe auf den Belagträger drücken, sodass der Belagträger auf seiner von der Ankerscheibe abgewandten Seite auf die Bremsfläche des Bremsflächenteils gedrückt wird. Von Vorteil ist dabei, dass bei Stromausfall die Bremse automatisch einfällt. Somit ist die Sicherheit erhöht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der von der Bremse und/oder von den Ohrenbereichen überdeckte Radialabstandsbereich von dem von dem Gehäuseteil überdeckten Radialabstandsbereich umfasst oder überlappt mit diesem. Von Vorteil ist dabei, dass die Ohrenbereiche durch axial gerichtete Schrauben verbindbar sind mit dem Gehäuseteil.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Bremse eine elektrisch bestrombare Spule auf, der Anschlussleitungen radial aus der Bremse herausgeführt sind und in dem zwischen Bremse und Gehäuseteil angeordneten Ringspalt in axialer Richtung hervorragen. Von Vorteil ist dabei, dass beim Herstellen die Bremse in das Gehäuseteil in axialer Richtung eingeschoben werden kann und erst danach die Versorgungsleitungen, welche durch das Gehäuseteil in radialer Richtung hindurchragen, mit den Anschlussleitungen der Bremse verbunden werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Anschlussleitungen an ihren in den Ringspalt ragenden Enden mit ersten Aderendhülsen versehen, die mit zweiten Aderendhülsen steckverbunden sind. Von Vorteil ist dabei, dass die Versorgungsleitungen vor Einschieben der Bremse schon durch das Gehäuseteil hindurchführbar sind und die Anschlussleitungen erst danach mit den Versorgungsleitungen verbunden sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die zweiten Aderendhülsen an den jeweiligen Enden von jeweiligen Versorgungsleitungen angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass die ersten mit den zweiten Aderendhülsen in einfacher Weise durch Stecken verbindbar sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ragen die Versorgungsleitungen durch eine Kabelverschraubung hindurch, welche in eine durch das Gehäuseteil durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Versorgungsleitungen abgedichtet, insbesondere explosionssicher abgedichtet, mittels der Kabelverschraubung durch das Gehäuseteil hindurchgehen. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die ersten Aderendhülsen isoliert, insbesondere wobei die äußere Oberfläche der ersten Aderendhülsen von einer Isolationsschicht, insbesondere von einem elektrisch isolierenden Material, umgeben sind. Von Vorteil ist dabei, dass Kurzschlüsse vermeidbar sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Spule zwei, elektrisch miteinander in Reihe geschaltete Teilwicklungen auf, wobei der Mittelabgriff und die beiden äußeren Anschlüsse der beiden Teilwicklungen als jeweilige Anschlussleitung herausgeführt sind, so dass die Anzahl der Anschlussleitungen Drei beträgt, insbesondere und die Anzahl der Versorgungsleitungen ebenfalls Drei beträgt. Von Vorteil ist dabei, dass zum Lüften der Bremse anfänglich ein Strom sehr schnell aufbaubar ist, wobei nur eine der Teilwicklungen bestromt wird und somit eine niedrige Induktivität bereitgestellt wird. Danach ist dann ein kleinerer Strom verwendbar, der die gesamte Spule bestromt.
Wichtige Merkmale bei dem Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung sind, dass das Gehäuseteil mit einem Motorgehäuse des Elektromotors verbunden ist, sodass das Gehäuseteil mit dem Motorgehäuse die Bremse einhaust. Von Vorteil ist dabei, dass der Bremsmotor explosionsgeschützt ausführbar ist, da die Bremse von einem zusätzlichen Schutzgehäuse umgeben ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe. Die Erfindung wird nun anhand von schematischen Abbildungen näher erläutert:
In der Figur 1 ist ein erster Verfahrensschritt zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Bremsanordnung eines Bremsmotors in Draufsicht dargestellt, bevor die elektrischen Anschlussleitungen einer Spule, insbesondere Bremsspule, der Bremsanordnung mit Versorgungsleitungen verbunden werden.
In der Figur 2 ist ein zweiter Verfahrensschritt der Herstellung dargestellt, wobei die elektrischen Anschlussleitungen mit den Versorgungsleitungen verbunden sind.
In der Figur 3 ist ein Ringblech 4 der Bremsanordnung separat gezeigt.
In der Figur 4 sind eine mit einer ersten Aderendhülse 22 versehenen Anschlussleitung und eine mit einer zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung in einer ersten Blickrichtung in Schrägansicht dargestellt.
In der Figur 5 sind die mit der ersten Aderendhülse 22 versehenen Anschlussleitung und die mit der zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung in einer zweiten Blickrichtung in Schrägansicht dargestellt.
In der Figur 6 sind die mit der ersten Aderendhülse 22 versehenen Anschlussleitung und die mit der zweiten Aderendhülse 20 versehene Versorgungsleitung miteinander verbunden in Seitenansicht dargestellt.
Wie in den Figuren dargestellt, weist die Bremsanordnung ein Gehäuseteil 3 auf, in welche eine Bremse einmontiert ist. Vorzugsweise wird die Bremsanordnung an einen Elektromotor anmontiert zur Herstellung eines explosionsgeschützten Bremsmotors oder die Bremsanordnung wird an eine andere Komponente anmontiert, sodass die Bremsanordnung explosionsgeschützt betreibbar ist.
Die Bremse weist ein Bremsflächenteil 1 auf, das eine axial durchgehende Ausnehmung aufweist. Eine in den Figuren nicht gezeigte Welle, insbesondere Rotorwelle, ragt durch das Bremsflächenteil 1 hindurch. Die axiale Richtung ist parallel zur Drehachse der Welle ausgerichtet. Die radiale Richtung und die Umfangsrichtung sind auf die Drehachse der Welle bezogen.
Eine von der Bremsanordnung abzubremsende Welle ragt durch die Ausnehmung hindurch.
Ein scheibenförmiger Bremsbelagträger weist eine Innenverzahnung auf, mit welcher er auf einen ringförmigen Mitnehmer aufgesteckt ist, sodass eine Außenverzahnung des Mitnehmers mit der Innenverzahnung in Eingriff ist. Der Mitnehmer ist mit der Welle drehfest verbunden, insbesondere mittels Passfederverbindung.
Der Bremsbelagträger ist mit dem Mitnehmer drehfest verbunden und in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Der Bremsbelagträger weist axial beidseitig Bremsbeläge auf oder ist insgesamt aus Bremsbelagmaterial hergestellt, also einstückig und/oder einteilig aus dem Bremsbelagmaterial hergestellt.
Eine ferromagnetische Ankerscheibe ist mit einem Magnetkörper, der die Spule in einer ringförmigen Vertiefung des Magnetkörpers aufnimmt, drehfest und in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Vorzugsweise ragen axial gerichtete Bolzen durch die Ankerscheibe hindurch, wobei die Bolzen mit dem Magnetkörper verbunden sind.
Der Magnetkörper ist vorzugsweise aus ferromagnetischem Material gefertigt.
Am Magnetkörper sind Federelemente abgestützt, welche auf die Ankerscheibe drücken.
In axialer Richtung ist die Ankerscheibe axial zwischen dem Bremsbelagträger und Magnetkörper angeordnet.
Der Bremsbelagträger ist axial zwischen der Ankerscheibe und einer am Bremsflächenteil bearbeiteten Bremsfläche angeordnet.
Das Bremsflächenteil bildet zusammen mit dem Magnetkörper entweder direkt oder mit einem ringförmigen Zwischenring ein Gehäuse, welches die Spule, die Ankerscheibe, die Federelemente sowie den Bremsbelagträger und den Mitnehmer einhaust. Zur Herstellung einer explosionsgeschützten Bauweise ist die Bremse in ein Gehäuseteil 3 einmontiert. Hierzu sind am Bremsflächenteil 1 nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt, welche mit einer jeweiligen Schraube 2 ans Gehäuseteil 3 angeschraubt sind.
Somit ist die Bremse als Ganzes im Innern des Gehäuseteils 3 angeordnet und somit ist die Bremsanordnung explosionsgeschützt ausführbar. Außerdem ist die gehäusebildende Funktion der Bremse mittels der quasi redundanten Gehäusefunktion des Gehäuseteils verbessert, insbesondere mit einer höheren Sicherheit ausgeführt.
Die Spule ist als Ringwicklung ausgeführt, deren Ringachse parallel zur axialen Richtung ausgerichtet ist.
Bei Bestromung der Spule wird die Ankerscheibe entgegen der von den Federelementen erzeugten Federkraft zum Magnetkörper hin gezogen, sodass der Bremsbelagträger zwischen der Bremsfläche und der Ankerscheibe axiales Spiel zur Verfügung hat.
Bei Nichtbestromung der Spule drücken die Federelemente die Ankerscheibe von dem Magnetkörper weg und somit zum Belagträger hin. Dabei wird der Bremsbelagträger von der Ankerscheibe auf die am Bremsflächenteil 1 ausgebildete Bremsfläche gedrückt. In diesem Fall ist die Bremse eingefallen und erzeugt Reibwärme, die hauptsächlich über das Bremsflächenteil 1 an das Gehäuseteil 3 abgeführt wird.
Die Bremse wird in das Gehäuseteil 3 in axialer Richtung eingeschoben.
Die Anschlussleitungen der Spule, insbesondere also die Endbereiche des Wicklungsdrahts, sind radial aus der Bremse herausgeführt und ragen, insbesondere radial zwischen der Bremse und dem Gehäuseteil 3, in axialer Richtung über die Bremse hervor.
Das Gehäuseteil 1 ist, wie in Figur 1 gezeigt, nach axial vorne offen zugänglich, solange nicht der Elektromotor mit dem Gehäuseteil verbunden wird oder mit einer anderen Komponente verbunden wird. In Figur 1 sind die Anschlussleitungen nicht dargestellt.
Zwischen dem Gehäuseteil 1 und der Bremse ist ein Ringspalt ausgebildet, der in Umfangsrichtung durch die radial hervorragenden Ohrenbereiche des Bremsflächenteils 1 unterbrochen ist.
Wie in Figur 2 dargestellt, sind die Anschlussleitungen aus axialer Richtung, insbesondere Blickrichtung der Figur 1 , zugänglich, da sie aus dem Ringspalt in Blickrichtung, insbesondere in axialer Richtung aus dem Bremsflächenteil 1 hervorragen.
Die Enden der Anschlussleitungen sind mit ersten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen 22 versehen.
Wie in Figur 2 gezeigt, wird eine Kabelverschraubung 21 in eine radial durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils 3 eingeschraubt, wobei ebenfalls mit Adernendhülsen 20 an ihren Enden versehene Versorgungsleitungen mittels der Kabeldurchführung von außen kommend durch die Kabelverschraubung und somit durch das Gehäuseteil durchgeführt werden.
Als letzter Verfahrensschritt für die Herstellung der Bremsanordnung werden die ersten Adernendhülsen 22 mit den zweiten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen 20 der Versorgungsleitungen verbunden
Auf die Außenseite desjenigen Oberflächenbereichs des Gehäuseteils 3, in welchem die durchgehende Gewindebohrung, in welche die Kabelverschraubung eingeschraubt ist, angeordnet ist, ist ein Anschlusskastenoberteil aufsetzbar, so dass die Versorgungsleitungen nicht direkt in die äußere Umgebung münden, sondern mit Anschlusselementen elektrisch und mechanisch verbunden sind, welche innerhalb des so gebildeten Anschlusskastens angeordnet sind. Von diesen Anschlusselementen aus führen dann weitere Versorgungsleitungen in die äußere Umgebung, insbesondere durch die Wandung des Anschlusskastenoberteils hindurch.
Nach Anmontieren des Elektromotors an das Gehäuseteil 3 sind die Anschlussleitungen von außen nicht mehr direkt zugänglich. Das Bremsflächenteil 1 ist hohl ausgeführt, insbesondere also ringartig. Der Belagträger 6 bewegt sich beim Lüften und beim Einfallen der Bremse in axialer Richtung hin und her. Da die Adernendhülsen (20, 22) an den Anschlussleitungen und Versorgungsleitungen hängen besteht die Gefahr, dass die Adernendhülsen (20, 22) in den genannten axialen Hubbereich des Belagträgers 6 gelangen. Zur Verhinderung eines solchen Risikos ist ein Ringblech 4 vorgesehen.
Das Ringblech 4 ist radial innerhalb des Bremsflächenteils 1 angeordnet. Insbesondere ist das Ringblech 4 mittels axial ausgerichteter, durch das Ringblech 4, insbesondere durch in Umfangsrichtung voneinander beabstandete, nach radial außen am Ringblech 4 hervorragende Laschenbereiche 31 , durchgehender Schrauben, die in Gewindebohrungen von nach radial innen am Bremsflächenteil 1 hervorragenden Vorsprüngen eingeschraubt sind, am Bremsflächenteil befestigt. Somit ist das Ringblech 4 axial zwischen den Adernendhülsen (20, 22) und dem Belagträger 6 angeordnet. Die Adernendhülsen (20, 22) sind somit von dem Belagträger 6 mittels des Ringblechs 4 beabstandet.
In dem von den Adernendhülsen (20, 22) überdeckten Umfangswinkelbereich weist das Ringblech 4 einen radial erhobenen Sicherungsbereich 31 auf. Der von dem Sicherunsgbereich 31 überdeckte Radialabstandsbereich umfasst den von den Adernendhülsen (20, 22) überdeckten Radialabstandsbereich. Der Sicherungsbereich 31 beabstandet die Adernendhülsen (20, 22) von dem Belagträger 6.
Der Sicherungsbereich 30 ist in Umfangsrichtung von den Laschenbereichen 32 beabstandet.
Der Ringspalt ist in Umfangsrichtung mehrfach unterbrochen, nämlich durch die Ohrenbereiche des Bremsflächenteils 1.
Vorzugsweise sind die Adernendhülsen (20, 22) mittels Asbestdrähten am Ringblech 4 befestigt. Insbesondere umlaufen die Asbestdrähte hierzu sowohl das Ringblech 4 und auch die Adernendhülsen (20, 22). Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist das Bremsflächenteil 1 mit einem Lagerschild oder Lagerflansch verbunden, welcher ein Lager, insbesondere Wälzlager, der Welle aufnimmt. Insbesondere führen drei Anschlussleitungen von der Spule zu den Versorgungsleitungen, weil die Spule als geteilte Wicklung ausgeführt ist. Dabei ist zum Lüften der Bremsanordnung anfänglich nur eine erste Teilwicklung der Spule bestromt, da infolge der geringeren Induktivität ein Strom schneller aufbaubar ist. Später werden dann die erste Teilwicklung und eine dazu in Reihe geschaltete zweite Teilwicklung bestromt, wobei dann ein niedrigerer Strom für das dauerhafte Lüften der Bremse infolge der höheren Induktivität der in Reihe geschalteten beiden Teilwicklungen ausreichend ist.
Bezugszeichenliste
1 Bremsflächenteil 2 Schraube
3 Gehäuseteil
4 Ringblech
5 Klemmenkastenansatz, Anschlusskastenunterteil
6 Belagträger, ringartig 22 erste Aderendhülse
5 Klemmenkastenunterteil
20 zweite Aderendhülse
21 Kabelverschraubung
30 Sicherungsbereich 31 Laschenbereich

Claims

Patentansprüche:
1. Bremsanordnung, insbesondere für einen Elektromotor, zum Abbremsen einer Welle, wobei die Bremsanordnung eine Bremse und ein Gehäuseteil aufweist, wobei die Bremse einen mit der Welle drehfest verbundenen, in axialer Richtung bewegbaren Belagträger, insbesondere Bremsbelagträger, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an einem ringartigen Bremsflächenteil der Bremse ein Ringblech befestigt ist, wobei elektrische Anschlussleitungen der Bremse, insbesondere zumindest auch, mittels des Ringblechs vom Belagträger, insbesondere axial, beabstandet sind, wobei das Ringblech radial innerhalb des Bremsflächenteils angeordnet ist und/oder wobei das Ringblech vom Bremsflächenteil radial umgeben ist, insbesondere wobei die Bremse mittels einer über die elektrischen Anschlussleitungen elektrisch bestrombaren Spule betätigbar ist.
2. Bremsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Ringblech einen nach radial außen erhobenen Sicherungsbereich aufweist, welcher axial zwischen den Anschlussleitungen und dem Belagträger angeordnet ist und/oder die Anschlussleitungen von dem Belagträger beabstandet.
3. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringblech zwei, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Laschenbereiche aufweist, welche am Ringblech in radialer Richtung hervorstehen, insbesondere wobei in Gewindebohrungen des Bremsflächenteils eingeschraubte Schrauben durch die Laschenbereiche hindurchgehen, insbesondere und die Schraubenköpfe der Schrauben die Laschenbereiche an nach radial innen am Bremsflächenteil hervorragende Vorsprünge andrücken, insbesondere wobei die Laschenbereich voneinander beabstandet sind.
4. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Anschlussleitungen mit ersten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen versehen sind, die Enden von Versorgungsleitungen mit zweiten, insbesondere isolierten, Adernendhülsen versehen sind, die ersten Aderendhülsen mit den zweiten Aderendhülsen verbunden sind, insbesondere steckverbunden sind.
5. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Sicherungsbereich in Umfangsrichtung überdeckte Bereich den von den beiden Aderendhülsen in Umfangsrichtung überdeckten Bereich umfasst und/oder der von dem Sicherungsbereich überdeckte Radialabstandsbereich den von den beiden Aderendhülsen in Umfangsrichtung überdeckten Radialabstandsbereich umfasst.
6. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringachse des Ringblechs koaxial zur Drehachse der Welle ausgerichtet ist und/oder dass das Ringblech eben ausgebildet ist.
7. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse und/oder das Bremsflächenteil vom Gehäuseteil gehäusebildend umgeben ist oder sind.
8. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bremsflächenteil der Bremse nach radial außen hervorragende, in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Ohrenbereiche ausgeformt sind, wobei die Ohrenbereiche mit dem Gehäuseteil verbunden sind, insbesondere wobei die Ohrenbereiche jeweils mit einer jeweiligen Schraube ans Gehäuseteil angeschraubt sind, insbesondere wobei die jeweilige Schraube in eine axial gerichtete Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist, insbesondere wobei die radiale Richtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist und/oder die axiale Richtung sowie die Umfangsrichtung auf die Drehachse der Welle bezogen ist.
9. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nach radial innen hervorragenden Vorsprünge in Umfangsrichtung von den nach radial außen hervorragenden Ohrenbereiche beabstandet sind, und/oder dass der von der Bremse und/oder von den Ohrenbereichen überdeckte Radialabstandsbereich von dem von dem Gehäuseteil überdeckten Radialabstandsbereich umfasst ist oder mit diesem überlappt, und/oder dass die Bremse eine elektrisch bestrombare Spule aufweist, deren Anschlussleitungen radial aus der Bremse herausgeführt sind und in einem zwischen Bremse und Gehäuseteil angeordneten Ringspalt in axialer Richtung hervorragen.
10. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussleitungen an ihren Enden mit ersten Aderendhülsen versehen sind, die mit zweiten Aderendhülsen steckverbunden sind, und/oder dass die zweiten Aderendhülsen an den jeweiligen Enden von jeweiligen Versorgungsleitungen angeordnet sind.
11. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsleitungen durch eine Kabelverschraubung hindurchragen, welche in eine durch das Gehäuseteil durchgehende Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist.
12. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Aderendhülsen isoliert sind, insbesondere wobei die äußere Oberfläche der ersten Aderendhülsen von einer Isolationsschicht, insbesondere von einem elektrisch isolierenden Material, umgeben sind.
13. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule zwei, elektrisch miteinander in Reihe geschaltete Teilwicklungen aufweist, wobei der Mittelabgriff und die beiden äußeren Anschlüsse der beiden Teilwicklungen als jeweilige Anschlussleitung herausgeführt sind, so dass die Anzahl der Anschlussleitungen Drei beträgt, insbesondere und die Anzahl der Versorgungsleitungen ebenfalls Drei beträgt.
14. Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsflächenteil mit einem Magnetkörper der Bremse verbunden ist, wobei eine elektrisch bestrombare Spule in einer ringförmigen Vertiefung des Magnetkörpers aufgenommen ist, wobei am Magnetkörper abgestützte Federelemente auf eine axial zwischen Belagträger und Magnetkörper angeordnete ferromagnetische Ankerscheibe drücken, wobei der Belagträger axial zwischen der Ankerscheibe und einer am Bremsflächenteil ausgebildeten Bremsfläche angeordnet sind, wobei die Ankerscheibe drehfest zum Magnetkörper angeordnet ist und axial verschiebbar ist, insbesondere indem am Magnetkörper befestigte Bolzen in axialer Richtung durch die Ankerscheibe durchgehen, insbesondere wobei bei Bestromung der Spule die Ankerscheibe entgegen der von den Federelementen erzeugten Federkraft zum Magnetkörper hinbewegt wird und bei Nichtbestromung der Spule die Federelemente die Ankerscheibe auf den Belagträger drücken, sodass der Belagträger auf seiner von der Ankerscheibe abgewandten Seite auf die Bremsfläche des Bremsflächenteils gedrückt wird.
15. Bremsmotor mit Elektromotor und Bremsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil mit einem Motorgehäuse des Elektromotors verbunden ist, sodass das Gehäuseteil mit dem Motorgehäuse die Bremse einhaust.
EP24711182.6A 2023-04-28 2024-03-12 Bremsanordnung, insbesondere für einen elektromotor, zum abbremsen einer welle und bremsmotor mit elektromotor und bremsanordnung Pending EP4702652A1 (de)

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