EP4702641A1 - Stator einer elektrischen maschine - Google Patents
Stator einer elektrischen maschineInfo
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Abstract
Stator einer elektrischen Maschine (2) mit einem Blechlamellen (8) umfassenden Statorpaket (3), an dem Statorzähne (4) und zwischen den Statorzähnen (4) liegende Statornuten (5) ausgebildet sind und das sich um eine Statorachse (7) erstreckt, und mit einer in den Statornuten (5) verlaufenden Statorwicklung (6), wobei im Statorpaket (3) zumindest ein Satz (13) von drei gegensätzlich verdrehten ersten Statorteilpaketen (3.1) zum Einklemmen der Statorwicklung (6) an Einklemmstellen (10) der Statornuten (5) vorgesehen ist, wobei zwei der ersten Statorteilpakete (3.1) des jeweiligen Satzes (13) in die eine Umfangsrichtung und das übrige erste Statorteilpaket (3.1) des Satzes (13) in die entgegengesetzte Richtung um die Statorachse (7) verdreht sind, wobei in den Statornuten (5) des Statorpakets (3) im Bereich der verdrehten ersten Statorteilpakete (3.1) Schutzmanschetten (11) vorgesehen sind, die die Statorwicklung (6) vor einer Beschädigung durch die verdrehten ersten Statorteilpakete (3.1) schützen und insbesondere elektrisch isolierend sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Schutzmanschetten (11) zumindest einen Kragen (12) aufweist, der gegenüber einem Nutabschnitt (11.1) der Schutzmanschette (11) abgewinkelt und zur axialen Abstützung an einem der Statorzähne (4) eines der ersten Statorteilpakete (3.1) vorgesehen ist.
Description
Beschreibung
Titel
Stator einer elektrischen Maschine
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Stator einer elektrischen Maschine nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist schon ein Stator einer elektrischen Maschine aus der DE102021204202 A1 bekannt, mit einem Blechlamellen umfassenden Statorpaket, an dem Statorzähne und zwischen den Statorzähnen liegende Statornuten ausgebildet sind und das sich um eine Statorachse erstreckt, und mit einer in den Statornuten verlaufenden Statorwicklung, wobei im Statorpaket zumindest ein Satz von drei gegensätzlich verdrehten ersten Statorteilpaketen zum Einklemmen der Statorwicklung an Einklemmstellen der Statornuten vorgesehen ist, wobei zwei der ersten Statorteilpakete des jeweiligen Satzes in die eine Umfangsrichtung und das übrige erste Statorteilpaket des Satzes in die entgegengesetzte Richtung um die Statorachse verdreht sind, wobei in den Statornuten des Statorpakets im Bereich der verdrehten ersten Statorteilpakete Schutzmanschetten vorgesehen sind, die die Statorwicklung vor einer Beschädigung durch die verdrehten ersten Statorteilpakete schützen.
Vorteile der Erfindung
Der erfindungsgemäße Stator der elektrischen Maschine mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die Montage der Schutzmanschetten vereinfacht wird, indem die Schutzmanschetten in die Statornuten eines Statorteilpakets oder eines Satzes von Statorteilpaketen einsteckbar sind und beim Einstecken in eine definierte axiale Position gebracht und dort gehalten werden. Dies wird erfindungsgemäß erreicht, indem zumindest eine der Schutzmanschetten zumindest einen Kragen aufweist, der zur axialen Abstützung an einem der Statorzähne eines der ersten Statorteilpakete vorgesehen und gegenüber einem Nutabschnitt der Schutzmanschette abgewinkelt ist.
Da die Schutzmanschetten in axialer Richtung sicher im Statorpaket fixiert sind, können die Leiter oder Leiterbündel der Statorwicklung mit geringer Spielpassung oder
mit Presspassung in die Schutzmanschetten eingefügt und durchgesteckt werden, so dass ein hoher Nutfüllfaktor in den Statornuten erreichbar ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Stators der elektrischen Maschine möglich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführung ist der Kragen der jeweiligen Schutzmanschette an zumindest einer Flankenseite, die einer Zahnflanke der jeweiligen Statornut zugewandt ist, und/oder an einer die Flankenseiten verbindenden Schmalseite ausgebildet. Der Kragen der jeweiligen Schutzmanschette kann auch ein ringförmig umlaufender Kragen sein.
Besonders vorteilhaft ist, wenn das jeweilige erste Statorteilpaket an zumindest einer der beiden Stirnseiten zumindest eine Endlamelle umfasst, deren Nut-Konturen bezüglich der übrigen Lamellen zurückversetzt sind zum Bilden eines Bauraums zum Aufnehmen des Kragens der jeweiligen Schutzmanschette. Alternativ oder zusätzlich kann der Kragen der jeweiligen Schutzmanschette zwischen Lamellen des Statorpakets eingeklemmt sein. Auf diese Weise wird die Schutzmanschette über den Kragen zuverlässig am Statorpaket fixiert.
Weiterhin vorteilhaft ist, wenn die Kragen von mehreren, insbesondere allen Schutzmanschetten eines der ersten Statorteilpakete oder eines Satzes von ersten Statorteilpaketen einstückig verbunden sind unter Bildung einer Schutzmanschetten- Einheit, wobei die Schutzmanschetten-Einheit einen Lamellenabschnitt zur Verbindung der Schutzmanschetten aufweist, wobei der Lamellenabschnitt der Schutzmanschetten-Einheit in einer Ebene zwischen zwei Lamellen des Statorpakets ausgebildet ist. Auf diese Weise wird die Montage der Schutzmanschetten vereinfacht, da weniger Teile am Statorpaket zu montieren sind.
Sehr vorteilhaft ist es, wenn die jeweilige Schutzmanschette sich in axialer Richtung gemäß einer ersten Variante nur in einem der ersten Statorteilpakete des jeweiligen Satzes oder sich gemäß einer zweiten Variante in allen ersten Statorteilpaketen des Satzes erstreckt. Die Schutzmanschetten gemäß der ersten Variante müssen beim Verdrehen der ersten Statorteilpakete nicht verformt werden. Die Schutzmanschetten gemäß der zweiten Variante müssen eine Verformung beim Verdrehen der ersten
Statorteilpakete aufnehmen können, haben aber den Vorteil, dass weniger Teile am Statorpaket montiert werden müssen. Außerdem muss in der Variante mit zurückversetzten Nutkonturen in den Endlamellen weniger Eisen an den Endlamellen der ersten Statorteilpakete entfallen.
Desweiteren vorteilhaft ist, wenn die Schutzmanschetten in Umfangsrichtung geschlossen oder mit Schlitzung unterbrochen ausgebildet sind, wobei die Schlitzung insbesondere an in axialer Richtung verlaufenden Kanten der Schutzmanschetten vorgesehen ist. Die geschlossen ausgeführten Schutzmanschetten haben den Vorteil, dass diese sehr formstabil sind und sich leicht montieren lassen. Die geschlitzt ausgeführten Schutzmanschetten haben den Vorteil, dass sich die Leiterbündel der Statorwicklung leichter in die Schutzmanschetten einfügen oder durchstecken lassen, insbesondere wenn die Schutzmanschetten mit Entformungsschrägen hergestellt sind.
Nach einer vorteilhaften Ausführung kann der Nutabschnitt der Schutzmanschetten entsprechend der Form der Statornuten ausgebildet sein, insbesondere im Querschnitt trapezförmig, rechteckförmig, hülsenförmig, teil-trapezförmig, teil-rechteckförmig oder U-förmig.
Darüber hinaus vorteilhaft ist, wenn der Werkstoff der jeweiligen Schutzmanschette ein Kunststoff, insbesondere ein Elastomer oder thermoplastisches Elastomer, oder eine Keramik ist. Auf diese Weise werden die Zahnflanken der verdrehten ersten Statorteilpakete mit einem elektrisch isolierenden Werkstoff bedeckt. Über die Schutzmanschetten werden die Einklemmkräfte auf die Statorwicklung ausgeübt. Bei einem elastischen Kunststoff für die Schutzmanschetten wird vermieden, dass die Leiter der Statorwicklung an den Einklemmstellen durch die Einklemmkräfte aufgrund des Verdrehens der ersten Statorteilpakete beschädigt werden.
Außerdem vorteilhaft ist, wenn die Statornuten jeweils entlang eines Kühlpfads von einem Kühlmedium, insbesondere Öl, durchströmbar sind, wobei an den Schutzmanschetten Bypässe zur Strömungsumgehung der Einklemmstellen ausgeführt sind, insbesondere an einer der inneren Schmalseiten der Schutzmanschetten, speziell insbesondere an einer dem Statorjoch zugewandten oder abgewandten inneren Schmalseite. Auf diese Weise kann das Kühlmedium mit geringem Druckverlust an den Einklemmstellen vorbeigeleitet werden.
Vorteilhaft ist, wenn die Statorzähne über ein ringförmiges Statorjoch miteinander verbunden sind und jeweils ein dem Statorjoch abgewandtes Zahnende aufweisen, das insbesondere als Zahnkopf ausgebildet ist, wobei die Statornuten zwischen den jeweiligen Zahnenden gebildete Nutschlitze aufweisen, wobei an einer dem Statorjoch abgewandten Schmalseite der jeweiligen Schutzmanschette ein radial vorstehender Stegabschnitt ausgebildet ist, der in den jeweiligen Nutzschlitz hineinreicht und sich in axialer Richtung erstreckt. Auf diese Weise kann eine mäanderförmige Strömungsführung in den Nutspaltkanälen der Statornuten erreicht werden. Mit dem Stegabschnitt erfolgt ein lokales Verschließen des Nutschlitzes im Bereich einer Einklemmstelle, so dass die Strömung über einen Bypass im Nutgrund an der jeweiligen Einklemmstelle vorbei strömen muss. Dadurch wird eine bessere und/oder gleichmäßigere Kühlung der Leiter der Statorwicklung erreicht.
Weiter vorteilhaft ist, wenn im Statorpaket zumindest ein zweites Statorteilpaket vorgesehen ist, das zwischen ersten Statorteilpaketen eines Satzes von ersten Statorteilpaketen und/oder zwischen zwei Sätzen von ersten Statorteilpaketen angeordnet und in Umfangsrichtung derart ausgerichtet ist, dass die Leiter der Statorwicklung in jeder Statornut des zweiten Statorteilpakets entlang der Statornut mit Abstand zu den beiden Zahnflanken der Statornut verlaufen, wodurch Nutspaltkanäle in den Statornuten gebildet werden. Auf diese Weise kann das Kühlmedium mit geringem Druckverlust durch die Statornuten geleitet werden.
Zur Abdichtung der Nutschlitze kann am Innendurchmesser des Statorpakets eine Statorhülse vorgesehen sein.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine elektrische Maschine mit einem erfindungsgemäßen Stator.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig.1 eine Schnittansicht einer elektrischen Maschine mit einem Stator und einem Rotor,
Fig.2 eine Teilansicht eines Stators nach Fig.1 mit mehreren verdrehten ersten Statorteilpaketen, in deren Statornuten erfindungsgemäße Schutzmanschetten nach einem ersten Ausführungsbeispiel vorgesehen sind, Fig.3 ein einzelnes erstes Statorteilpaket nach Fig.2 mit erfindungsgemäßen Schutzmanschetten nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig.4 eine Teilansicht eines Stators nach Fig.1 mit mehreren noch unverdrehten ersten Statorteilpaketen, in deren Statornuten erfindungsgemäße Schutzmanschetten nach einem zweiten Ausführungsbeispiel vorgesehen sind,
Fig.5 eine erste Variante einer erfindungsgemäßen Schutzmanschette nach Fig.2 bis Fig.4,
Fig.6 eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Schutzmanschette nach Fig.2 bis Fig.4 und
Fig.7 eine weitere Ansicht der Schutzmanschette nach Fig.5.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Fig.1 zeigt eine Schnittansicht einer elektrischen Maschine mit einem Stator und einem Rotor.
Der erfindungsgemäße Stator 1 einer elektrischen Maschine 2 umfasst ein Statorpaket 3, an dem Statorzähne 4 und zwischen den Statorzähnen 4 liegende Statornuten 5 ausgebildet sind und das sich um eine Statorachse 7 erstreckt. Der Stator 1 umfasst außerdem eine in den Statornuten 5 verlaufende Statorwicklung 6. Das Statorpaket 3 ist aus einem Stapel von Lamellen 8, insbesondere Blechlamellen, gebildet.
Die Statorzähne 4 sind über ein ringförmiges Statorjoch 9 miteinander verbunden. Die Statornuten 5 haben jeweils einen dem Statorjoch 9 zugewandten Nutgrund 5g und einen dem Nutgrund 5g abgewandten und zwischen Zahnenden 4e gebildeten Nutschlitz 5s.
In den Statornuten 5 ist jeweils ein einziger Leiter 15 oder ein mehrere Leiter 15 umfassendes Leiterbündel 29, insbesondere ein Stapel von Flachdrahtleitern, zur Bildung der elektrischen Statorwicklung 6 vorgesehen.
Die elektrische Maschine 2 weist zusätzlich einen um die Statorachse 7 drehbaren Rotor 26 und ein Gehäuse 27 auf. Zwischen dem Stator 1 und dem Rotor 26 ist ein Luftspalt 28 ausgebildet.
Im Statorpaket 3 kann beispielsweise zumindest ein Versorgungspfad 30 ausgebildet sein, der zur Kühlmediumversorgung der Kühlpfade 17 vorgesehen ist und jeweils über einen Nut-Zulauf 5i in die Statornuten 5 mündet. In der jeweiligen Statornut 5 sind ausgehend vom jeweiligen Nut-Zulauf 5i beispielsweise zwei in entgegengesetzte Richtung verlaufende und insbesondere mäanderförmige Kühlpfade 17 vorgesehen, die an den Enden der jeweiligen Statornut 5 über einen Nut-Ablauf 5a als Freistrahl austreten.
Alternativ können die beiden Wickelköpfe der Statorwicklung 6 jeweils in einem entlang der gestrichelten Linien abgeschlossenen Wickelkopf-Kühlraum 31 des Gehäuses 27 angeordnet sein, wobei die beiden Wickelkopf-Kühlräume 31 mittels der durch die Statornuten 6 führenden und insbesondere mäanderförmigen Kühlpfade 15 miteinander strömungsverbunden sind.
Fig.2 zeigt eine Teilansicht eines Stators nach Fig.1 mit mehreren verdrehten ersten Statorteilpaketen, in deren Statornuten erfindungsgemäße Schutzmanschetten nach einem ersten Ausführungsbeispiel vorgesehen sind.
Im Statorpaket 3 ist zumindest ein Satz 13 von drei gegensätzlich um die Statorachse 7 verdrehten ersten Statorteilpaketen 3.1 zum Einklemmen der Statorwicklung 6 an Einklemmstellen 10 der Statornuten 5 vorgesehen. Zwei der ersten Statorteilpakete 3.1 des jeweiligen Satzes 13 sind dabei in die eine Umfangsrichtung um einen Verdrehwinkel t|) und das übrige erste Statorteilpaket 3.1 des Satzes 13 in die entgegengesetzte Richtung um den Verdrehwinkel t|) um die Statorachse 7 verdreht. Die Lamellen 8 des jeweiligen ersten Statorteilpakets 3.1 sind fest miteinander verbunden, insbesondere verklebt, stanzpaketiert, verschweißt oder verbacken.
Mit einem Satz 13 von ersten Statorteilpaketen 3.1 kann im Statorpaket 3 ein axialer Stützlagerbereich 14 gebildet werden. In jedem Stützlagerbereich 14 des Statorpakets
3 wird die Statorwicklung 6 in allen Statornuten 5 lokal an den Einklemmstellen 10 eingeklemmt. Die jeweilige Einklemmstelle 10 ist ein axialer Bereich in der jeweiligen Statornut 5. Nach dem Ausführungsbeispiel sind im Statorpaket 3 mehrere, beispielsweise zwei, drei oder vier, Stützlagerbereiche 14 vorgesehen, die beispielsweise in axialer Richtung voneinander beabstandet sind.
In den Statornuten 5 des Statorpakets 3 sind im Bereich der verdrehten ersten Statorteilpakete 3.1 Schutzmanschetten 11 vorgesehen, die die Statorwicklung 6 vor einer Beschädigung durch die verdrehten ersten Statorteilpakete 3.1 schützen und die insbesondere elektrisch isolierend ausgeführt sind.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zumindest eine der Schutzmanschetten 11 zumindest einen Kragen 12 aufweist, der gegenüber einem Nutabschnitt 11.1 der Schutzmanschette 11 abgewinkelt ist. Der Kragen 12 stützt die Schutzmanschette 11 in axialer Richtung bezüglich der Statorachse 7 an einem der Statorzähne 4 eines der ersten Statorteilpakete 3.1 ab und bestimmt dadurch die axiale Position der Schutzmanschette 11 in der jeweiligen Statornut 5.
Im Statorpaket 3 kann nach Fig.2 und Fig.4 zumindest ein zweites Statorteilpaket 3.2 vorgesehen sein, das zwischen ersten Statorteilpaketen 3.1 eines Satzes 13 von ersten Statorteilpaketen 3.1 und/oder zwischen zwei Sätzen 13 von ersten Statorteilpaketen 3.1 angeordnet und in Umfangsrichtung derart ausgerichtet ist, dass die Leiter 15 der Statorwicklung 6 in jeder Statornut 5 des zweiten Statorteilpakets 3.2 entlang der jeweiligen Statornut 5 mit Abstand zu den beiden Zahnflanken 4f der Statornut 5 verlaufen, wodurch Nutspaltkanäle 23 in den Statornuten 5 gebildet werden. Die Lamellen 8 des jeweiligen zweiten Statorteilpakets 3.2 sind beispielsweise fest miteinander verbunden, insbesondere verklebt, stanzpaketiert, verschweißt oder verbacken.
Die Statornuten 5 sind jeweils entlang eines insbesondere mäanderförmigen Kühlpfads 17 von einem Kühlmedium, insbesondere Öl, durchströmbar. An den Schutzmanschetten 11 können Bypässe 24 zur Strömungsumgehung der Einklemmstellen 10 ausgeführt sein, insbesondere als Vertiefung oder Ausnehmung an einer der inneren Schmalseiten 22, speziell insbesondere an einer dem Statorjoch 9 zugewandten oder abgewandten inneren Schmalseite 22.
Zur Abdichtung der Nutschlitze 5s kann am Innendurchmesser des Statorpakets 3 eine Statorhülse 25 vorgesehen sein.
Fig.3 zeigt ein einzelnes erstes Statorteilpaket nach Fig.2 mit erfindungsgemäßen Schutzmanschetten nach einem ersten Ausführungsbeispiel.
Nach dem ersten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die jeweilige Schutzmanschette 11 in axialer Richtung nur in einem der ersten Statorteilpakete 3.1 eines Satzes 13.
Der Kragen 12 der jeweiligen Schutzmanschette 11 ist an zumindest einer Flankenseite 21 , die einer Zahnflanke 4f der jeweiligen Statornut 5 zugewandt ist, und/oder an einer die Flankenseiten 21 verbindenden Schmalseite 22 ausgebildet.
Das jeweilige erste Statorteilpaket 3.1 kann nach Fig.2 und Fig.3 an zumindest einer der beiden Stirnseiten zumindest eine Endlamelle 8e aufweisen, deren Nut-Konturen bezüglich der übrigen Lamellen 8 zurückversetzt sind zum Bilden eines Bauraums zum Aufnehmen des Kragens 12 der jeweiligen Schutzmanschette 11. Zusätzlich kann der Kragen 12 der jeweiligen Schutzmanschette 11 in axialer Richtung bezüglich der Statorachse 7 zwischen Lamellen 8 des Statorpakets 3 eingeklemmt sein.
Fig.4 zeigt eine Teilansicht eines Stators nach Fig.1 mit mehreren noch unverdrehten ersten Statorteilpaketen, in deren Statornuten erfindungsgemäße Schutzmanschetten nach einem zweiten Ausführungsbeispiel vorgesehen sind.
Nach dem zweiten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die jeweilige Schutzmanschette 11 in allen ersten Statorteilpaketen 3.1 des Satzes 13, also von Kragen 12 ausgehend in der jeweiligen Statornut 5 über alle ersten Statorteilpakete 3.1 des Satzes 13.
Nach einem zweiten Ausführungsbeispiel können die Kragen 12 von mehreren, insbesondere allen, Schutzmanschetten 11 eines der ersten Statorteilpakete 3.1 oder eines Satzes 13 von ersten Statorteilpaketen 3.1 einstückig verbunden sein unter Bildung einer Schutzmanschetten-Einheit 16. Die Schutzmanschetten-Einheit 16 hat einen Lamellenabschnitt 16.1 zur Verbindung der Schutzmanschetten 11. Der Lamellenabschnitt 16.1 der Schutzmanschetten-Einheit 16 ist in einer Ebene zwischen zwei Lamellen 8 des Statorpakets 3 angeordnet.
Die Schutzmanschetten 11 können nach Fig.5 in Umfangsrichtung geschlossen oder nach Fig.6 mit Schlitzung(en) 18 unterbrochen ausgebildet sein. Nach Fig.6 sind beispielsweise Schlitzungen 18 an in axialer Richtung verlaufenden Kanten 19 der Schutzmanschetten 11 vorgesehen.
Der Nutabschnitt 11.1 der Schutzmanschetten 11 ist beispielsweise entsprechend der Form der Statornuten 5 ausgebildet. Somit kann der Nutabschnitt 11 .1 der Schutzmanschetten 11 im Querschnitt trapezförmig, rechteckförmig, hülsenförmig und teil-trapezförmig, teil-rechteckförmig oder U-förmig ausgeführt sein.
Die Schutzmanschetten 11 können aus Kunststoff, insbesondere einem Elastomer oder einem thermoplastischen Elastomer, oder aus Keramik gefertigt sein.
Fig.7 zeigt eine weitere Ansicht der Schutzmanschette nach Fig.5. Die Schutzmanschetten 11 können an einer dem Statorjoch 9 abgewandten Schmalseite 22 einen radial vorstehenden Stegabschnitt 20 aufweisen, der in den jeweiligen Nutzschlitz 5s hineinreicht und sich in axialer Richtung erstreckt.
Claims
1 . Stator einer elektrischen Maschine (2) mit einem Blechlamellen (8) umfassenden Statorpaket (3), an dem Statorzähne (4) und zwischen den Statorzähnen (4) liegende Statornuten (5) ausgebildet sind und das sich um eine Statorachse (7) erstreckt, und mit einer in den Statornuten (5) verlaufenden Statorwicklung (6), wobei im Statorpaket (3) zumindest ein Satz (13) von drei gegensätzlich verdrehten ersten Statorteilpaketen (3.1) zum Einklemmen der Statorwicklung (6) an Einklemmstellen (10) der Statornuten (5) vorgesehen ist, wobei zwei der ersten Statorteilpakete (3.1) des jeweiligen Satzes (13) in die eine Umfangsrichtung und das übrige erste Statorteilpaket (3.1) des Satzes (13) in die entgegengesetzte Richtung um die Statorachse (7) verdreht sind, wobei in den Statornuten (5) des Statorpakets (3) im Bereich der verdrehten ersten Statorteilpakete (3.1) Schutzmanschetten (11) vorgesehen sind, die die Statorwicklung (6) vor einer Beschädigung durch die verdrehten ersten Statorteilpakete (3.1) schützen und insbesondere elektrisch isolierend sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Schutzmanschetten (11) zumindest einen Kragen (12) aufweist, der gegenüber einem Nutabschnitt (11.1) der Schutzmanschette (11) abgewinkelt und zur axialen Abstützung an einem der Statorzähne (4) eines der ersten Statorteilpakete (3.1) vorgesehen ist.
2. Stator nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (12) der jeweiligen Schutzmanschette (11) an zumindest einer Flankenseite (21), die einer Zahnflanke (4f) der jeweiligen Statornut (5) zugewandt ist, und/oder an einer die Flankenseiten (21) verbindenden Schmalseite (22) ausgebildet ist.
3. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige erste Statorteilpaket (3.1) an zumindest einer der beiden Stirnseiten zumindest eine Endlamelle (8e) umfasst, deren Nut-Konturen bezüglich der übrigen Lamellen (8) zurückversetzt sind zum Bilden eines Bauraums zum Aufnehmen des Kragens (12) der jeweiligen Schutzmanschette (11), und/oder dass der Kragen (12) der jeweiligen Schutzmanschette (11) zwischen Lamellen (8) des Statorpakets (3) eingeklemmt ist.
4. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kragen (12) von mehreren, insbesondere allen Schutzmanschetten (11) eines der ersten Statorteilpakete (3.1) oder eines Satzes (13) von ersten Statorteilpaketen (3.1) einstückig verbunden sind unter Bildung einer Schutzmanschetten-Einheit (16), wobei die Schutzmanschetten-Einheit (16) einen Lamellenabschnitt (16.1) zur Verbindung der Schutzmanschetten (11) aufweist, wobei der Lamellenabschnitt (16.1) der Schutzmanschetten-Einheit (16) in einer Ebene zwischen zwei Lamellen (8) des Statorpakets (3) ausgebildet ist.
5. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Schutzmanschette (11) sich in axialer Richtung nur in einem der ersten Statorteilpakete (3.1) des jeweiligen Satzes (13) oder sich in allen ersten Statorteilpaketen (3.1) des Satzes (13) erstreckt.
6. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzmanschetten (11) in Umfangsrichtung geschlossen oder mit Schlitzung (18) unterbrochen ausgebildet sind, wobei die Schlitzung (18) insbesondere an in axialer Richtung verlaufenden Kanten (19) der Schutzmanschetten (11) vorgesehen ist.
7. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutabschnitt (11.1) der Schutzmanschetten (11) entsprechend der Form der Statornuten (5) ausgebildet ist, insbesondere im Querschnitt trapezförmig, rechteckförmig, hülsenförmig, teil-trapezförmig, teil-rechteckförmig oder U-förmig.
8. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der jeweiligen Schutzmanschette (11) ein Kunststoff, insbesondere ein Elastomer oder thermoplastisches Elastomer, oder eine Keramik ist.
9. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorzähne (4) über ein ringförmiges Statorjoch (9) miteinander verbunden sind und jeweils ein dem Statorjoch (9) abgewandtes Zahnende (4e) aufweisen, das insbesondere als Zahnkopf ausgebildet ist, wobei die Statornuten (5) zwischen den jeweiligen Zahnenden (4e) gebildete Nutschlitze (5s) aufweisen, wobei an einer dem Statorjoch (9) abgewandten Schmalseite (22) der jeweiligen Schutzmanschette (11) ein radial vorstehender Stegabschnitt (20) ausgebildet ist,
der in den jeweiligen Nutzschlitz (5s) hineinreicht und sich in axialer Richtung erstreckt
10. Stator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Statornuten (5) jeweils entlang eines Kühlpfads (17) von einem Kühlmedium, insbesondere Öl, durchströmbar sind, wobei an den Schutzmanschetten (11) Bypässe (24) zur Strömungsumgehung der Einklemmstellen (10) ausgeführt sind, insbesondere an einer der inneren Schmalseiten (22) der Schutzmanschetten (11), speziell insbesondere an einer dem Statorjoch (9) zugewandten oder abgewandten inneren Schmalseite (22).
11 . Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Statorpaket (3) zumindest ein zweites Statorteilpaket (3.2) vorgesehen ist, das zwischen ersten Statorteilpaketen (3.1) eines Satzes (13) von ersten Statorteilpaketen (3.1) und/oder zwischen zwei Sätzen (13) von ersten Statorteilpaketen (3.1) angeordnet und in Umfangsrichtung derart ausgerichtet ist, dass die Leiter (15) der Statorwicklung (6) in jeder Statornut (5) des zweiten Statorteilpakets (3.2) entlang der Statornut (5) mit Abstand zu den beiden Zahnflanken (4f) der Statornut (5) verlaufen, wodurch Nutspaltkanäle (23) in den Statornuten (5) gebildet werden.
12. Elektrische Maschine (2) mit einem Stator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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