Technisches Gebiet
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Von der Erfindung ist ein Verfahren zum Überwachen eines an einem Bahnsteig gelegenen Gleisabschnitts umfasst. Ferner ist von der Erfindung eine Bahnanlage mit einem Bahnsteig und einem an diesem liegenden Gleisabschnitt, umfasst. Ferner ist von der Erfindung ein Computerprogrammprodukt, enthaltend Programmbefehle, umfasst. Ferner ist von der Erfindung ein Computerlesbares Speichermedium, enthaltend Daten, umfasst.
Technischer Hintergrund
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Gemäß dem Stand der Technik ist es bekannt, Bahnsteige mithilfe von Kameras zu überwachen. Die Kamerabilder werden beispielsweise durch das Betriebspersonal eines Bahnbetreibers überwacht, sodass der Zugverkehr unterbrochen werden kann, wenn sich auf dem Gleisabschnitt, welcher sich entlang des Bahnsteigs erstreckt, ein Hindernis entdeckt wird. Als Hindernisse werden Objekte oder Lebewesen verstanden, deren Größe zu einer Kollision mit einem einfahrenden Zug führen würde. Hierbei handelt es sich um Fremdkörper auf dem betreffenden Gleisabschnitt, die vorzugsweise ausgehend vom Bahnsteig auf den Gleisabschnitt gelangen können.
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Aus dem erläuterten Stand der Technik ergibt sich das Problem, dass die manuelle Überwachung von Bahnsteigen personalaufwendig und damit kostenintensiv ist. Außerdem sind Fehleinschätzungen seitens des Personals nicht ausgeschlossen. Eine Automatisierung der Überwachung birgt jedoch das Problem, dass es sich bei der zu bewältigenden Aufgabe um ein sicherheitsrelevantes Thema (Sicherheit ist im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung im Sinne der Betriebssicherheit, auch Safety genannt, zu verstehen) handelt, sodass eine Automatisierung den Anforderungen an die Sicherheit im Bahnbetrieb genügen muss.
Zusammenfassung der Erfindung
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die beschriebenen Probleme im Stand der Technik zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe, ein Verfahren zum Überwachen eines an einem Bahnsteig gelegenen Gleisabschnitts anzugeben, mit dem eine Überwachung automatisiert werden kann und gleichzeitig ein hohes Sicherheitsniveau erreicht werden kann. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Fahrzeug, ein Computerprogrammprodukt und ein computerlesbares Speichermedium anzugeben, mit dem das verbesserte Verfahren durchführbar ist.
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Beschrieben wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Überwachen eines an einem Bahnsteig gelegenen Gleisabschnitts bei dem zum Überwachen der Gleisabschnitt von mehreren bildgebenden Sensoren erfasst wird.
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Als bildgebende Sensoren werden Sensoren verstanden, deren Messwerte in ein Bild der zu überwachenden Umgebung, also vorrangig des Gleisabschnitts und der Bahnsteigkante, umgewandelt werden können. Hierbei kann es sich beispielsweise um optische Kameras, Radar, Lidar und dergleichen handeln.
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Rechnergestützt oder computerimplementiert ist eine Vorrichtung, wenn diese eine Rechenumgebung aufweist, oder ein Verfahren, wenn eine Rechenumgebung mindestens einen Verfahrensschritt des Verfahrens ausführt.
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Eine Rechenumgebung ist eine IT-Infrastruktur, bestehend aus Funktionskomponenten wie Prozessoren, Speichereinheiten, Programmen und aus mit den Programmen zu verarbeitenden Daten, die zur Ausführung mindestens einer Applikation, die eine Aufgabe zu erfüllen hat, verwendet werden. Weitere Funktionskomponenten können aus Sensoren und Aktuatoren bestehen, welche eine Interaktion der Rechenumgebung mit der Außenwelt ermöglichen. Die IT-Infrastruktur kann auch als Netzwerk der genannten Funktionskomponenten organisiert sein.
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Recheninstanzen bilden innerhalb einer Rechenumgebung funktionale Einheiten aus, die Applikationen (gegeben beispielsweise durch eine Anzahl von Programmmodulen) zugeordnet werden können und diese ausführen können. Diese funktionalen Einheiten bilden bei der Ausführung der Applikation physikalisch (beispielsweise Computer, Prozessor) und/oder virtuell (beispielsweise Programmmodul) in sich geschlossene Systeme.
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Computer sind aus mehreren Funktionskomponenten bestehende elektronische Geräte mit Datenverarbeitungseigenschaften. Computer können beispielsweise Clients, Server, Handheld-Computer, Kommunikationsgeräte und andere elektronische Geräte zur Datenverarbeitung sein, die Prozessoren und Speichereinheiten aufweisen können und über Schnittstellen auch zu einem Netzwerk zusammengeschlossen sein können.
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Prozessoren können beispielsweise Wandler, Sensoren zur Erzeugung von Messsignalen oder elektronische Schaltungen sein. Bei einem Prozessor kann es sich um einen Hauptprozessor (engl. Central Processing Unit, CPU), einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller, oder einen digitalen Signalprozessor, möglicherweise in Kombination mit einer Speichereinheit zum Speichern von Programmbefehlen und Daten handeln. Auch kann unter einem Prozessor ein virtualisierter Prozessor oder eine Soft-CPU verstanden werden.
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Speichereinheiten können auf computerlesbaren Speichern in Form von Arbeitsspeichern (engl. Random-Access Memory, RAM) oder Datenspeichern (Festplatte oder Datenträger) ausgeführt sein.
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Programmmodule sind einzelne Software-Funktionseinheiten, die einen erfindungsgemäßen Programmablauf von Verfahrensschritten ermöglichen.
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Diese Software-Funktionseinheiten können in einem einzigen Computerprogramm oder in mehreren miteinander kommunizierenden Computerprogrammen verwirklicht sein. Die hierbei realisierten Schnittstellen können softwaretechnisch innerhalb eines einzigen Prozessors umgesetzt sein oder hardwaretechnisch, wenn mehrere Prozessoren zum Einsatz kommen.
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Schnittstellen können hardwaretechnisch, beispielsweise kabelgebunden oder als Funkverbindung, oder softwaretechnisch, beispielsweise als Interaktion zwischen einzelnen Programmmodulen eines oder mehrerer Computerprogramme, realisiert sein und dienen einem Austausch von Daten vorzugsweise in Form von digitalen Datensätzen oder analogen Signalen.
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Zur Vermeidung von Missverständnissen sei an dieser Stelle angemerkt, dass einzelne Anspruchsmerkmale mit kleinen lateinischen Buchstaben durchnummeriert werden, ohne dass dabei Rücksicht auf die Anspruchsnummerierung genommen wird. Dies bedeutet, dass jeder Buchstabe im gesamten Anspruchssatz nur einmal vorkommt, was eine eindeutige Adressierung der betreffenden Anspruchsmerkmale ohne Nennung der Anspruchsnummer ermöglicht. Deswegen kommt der Reihenfolge der Buchstaben jedoch keine Bedeutung zu.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass
- a) die Sensoren derart auf den Gleisabschnitt ausgerichtet sind, dass Bilder mit einer Überlappung erzeugbar sind, wobei infolge der Überlappung jeder Ort des Gleisabschnitts in mindestens zwei Bildern vorhanden ist,
- b) die erzeugten Bilder rechnergestützt auf Hindernisse im Gleisabschnitt hin analysiert werden,
- c) ein auf das Vorhandensein eines Hindernisses hinweisendes Signal erzeugt wird, wenn ein Hindernis durch das Analysieren erkannt wurde, und
- d) ein auf einen Fehler hinweisendes Signal erzeugt wird, wenn das Hindernis durch das Analysieren nur einmalig erkannt wurde.
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Die in dieser Erfindungsbeschreibung verwendeten Begriffe haben die folgende Bedeutung.
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Ist von einem Gleisabschnitt die Rede, so handelt es sich hierbei um die Gleisanlage, aufweisend einen Oberbau, bestehend hauptsächlich aus den Schienen und den Schwellen (außerdem beispielsweise Befestigungsmittel für die Schienen) sowie einen Unterbau, der den Untergrund für die Schwellen zur Verfügung stellt, beispielsweise eine Schüttung oder eine Betonunterlage. Es wird ohne weiteres deutlich, dass die genannten Komponenten des Gleisabschnitts einen Teil der sichtbaren Oberfläche bilden und somit auch im bildgebenden Verfahren abgebildet werden. Werden diese Komponenten jedoch durch ein Objekt verdeckt, so lässt sich dies in an sich bekannter Weise ermitteln, indem die durch das bildgebende Verfahren erzeugten Bilder ausgewertet werden. Hierbei kann sich das Verfahren beispielsweise einer rechnergestützt erzeugten künstlichen Intelligenz bedienen.
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Wenn im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung von einem Erfassen die Rede ist, so ist damit gemeint, dass der bildgebende Sensor den Gleisabschnitt abtastet (scannt) oder vorhandene von dem Gleisabschnitt ausgehende Strahlung misst. Dies kann beispielsweise optisch durch einen Bildsensor erfolgen aber auch durch Abtastung beispielsweise mittels Radar, wobei auch mithilfe einer Radarabtastung ein Bild erzeugt werden kann.
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Als Hindernisse werden im Sinne der Erfindung alle Objekte bezeichnet, deren Anwesenheit im Gleisabschnitt erfasst werden, ohne dass diese Körper sich dort befinden sollen oder dürfen. Als Beispiele seien Menschen, Tiere oder größere unbelebte Objekte zu nennen. Zu unbelebten Objekten werden auch Pflanzen oder Pflanzenteile gezählt, da diese sich nicht eigenständig bewegen können. Objekte, die zur Bahnanlage im weiteren Sinne gehören und den Gleisabschnitt bedecken, wie zum Beispiel Balisengehäuse, zählen nicht als Hindernisse.
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Ein auf ein Hindernis hinweisendes Signal ist aufgrund seiner Charakteristik dahingehend zu interpretieren, dass ein Fremdkörper im Gleisabschnitt erkannt wurde. Dieses soll im Folgenden auch kurz als Hindernissignal bezeichnet werden. Ein auf einen Fehler hinweisendes Signal ist aufgrund seiner Charakteristik dahingehend zu interpretieren, dass ein Fehler vorliegt, der dazu führt, dass ein Fremdkörper nur einmalig erkannt wurde. Ein Fehler muss deswegen vorliegen, weil die Überlappung der erzeugten Bilder ausreicht, damit jeder Ort des Gleisabschnitts in mindestens zwei Bildern vorhanden ist. Dies bedeutet jedoch auch, dass ein erkannter Fremdkörper die Entstehung von mindestens zwei Bildern beeinflusst. Wenn ein Fremdkörper somit nur einmal erkannt wurde, liegt mit Bezug auf den ordnungsgemäßen Ablauf des Verfahrens ein Fehler vor, der unterschiedliche Ursachen haben kann.
- 1) Ein Fremdkörper könnte so am Bildrand platziert sein, dass dieser nicht ganz abgebildet wird und infolgedessen nicht erkannt wird.
- 2) Die Bilderkennung in einem Bild könnte nicht gelungen sein, obwohl der Fremdkörper vollständig in dem Bild platziert ist.
- 3) Ein bildgebender Sensor könnte defekt sein, beispielsweise vollständig ausgefallen sein.
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Somit kann das Fehlersignal in mehrfacher Weise interpretiert werden und unterschiedliche Maßnahmen erforderlich machen. Die am Verfahren beteiligte Hardware sowie Software kann auf ihre ordnungsgemäße Funktion hin überprüft werden (eine Wartung kann beispielsweise angefordert werden). Außerdem ist das Vorhandensein eines Hindernisses wahrscheinlich, weswegen auch in diesem Fall gemäß dem Verfahrensschritt c) das Hindernissignal erzeugt wird. Mit anderen Worten wird die Tatsache, dass im Verfahrensschritten d) ein Fehlersignal erzeugt wird, nicht dahingehend interpretiert, dass ein gemäß Verfahrensschritt c) erzeugtes Hindernissignal zu Unrecht erzeugt wurde, auch wenn dieser Fall nicht ausgeschlossen werden kann. Im Interesse der Betriebssicherheit (Safety) wird im Zweifelsfalle so gehandelt, als ob das Hindernissignal zu Recht erzeugt wurde.
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Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die redundante Erzeugung von Hindernissignalen eine zusätzliche Ausfalloffenbarung für die am Verfahren beteiligte Hardware sowie Software fest in den Verfahrensablauf implementiert ist. Anders ausgedrückt muss bei einem ordnungsgemäßen Ablauf des Verfahrens ein Hindernissignal für den betreffenden Fremdkörper immer zweimal, also redundant erzeugt werden. Ist dies nicht der Fall, weist dies auf einen der oben genannten Fehler 1) bis 3) hin. Ein Teilausfall des Systems bewirkt daher, dass dieses noch zur Erkennung von Fremdkörpern im Gleisabschnitt verwendet werden kann. Dies wird dadurch bewirkt, dass auch die einmalige Erkennung eines Fremdkörpers als Hindernis, wie oben erklärt, zum Anlass genommen wird, ein Hindernissignal zu erzeugen. Gleichzeitig kann das Verfahren aber rechtzeitig instandgesetzt werden, sodass es im Normalfall nicht zu einem Komplettausfall kommt. Beispielsweise kann eine defekte Kamera ausgewechselt werden. Hierdurch steigt insgesamt die Betriebssicherheit des Verfahrens, sodass dieses vorteilhaft auch in sicherheitsrelevanten Anwendungen wie der hier vorliegenden Überwachung eines an einem Bahnsteig liegenden Gleisabschnitts verwendet werden kann. Idealerweise werden die für eine solche Aufgabe im Bahnbetrieb geltenden Sicherheitslevel SIL-1 und SIL-2 erreichbar.
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Die Anforderungen an die Zertifizierung sicherheitsrelevanter Anwendungen beispielsweise in der Bahntechnik sind sehr hoch. Gemäß der internationalen Norm IEC 61508 beziehungsweise spezifisch für den Bahnbereich gemäß der europäischen Norm EN 50129 werden für Sicherheitsfunktionen vier Sicherheits-Integritätslevel oder Englisch Safety Integrity Level (SIL) beziehungsweise Sicherheits-Anforderungsstufen für die geforderte funktionale Sicherheit (Safety) unterschieden. Hierbei stellt der Sicherheits-Integritätslevel 4 die höchste und der Sicherheits-Integritätslevel 1 die niedrigste Stufe der Sicherheits-Integrität dar. Der jeweilige Sicherheits-Integritätslevel beeinflusst das Vertrauensintervall eines Messwertes dahingehend, dass das Vertrauensintervall umso kleiner ist, je höher der Sicherheits-Integritätslevel ist, der seitens der jeweiligen Vorrichtung zu erfüllen ist. Die Dimension der funktionalen Sicherheit der verschiedenen Sicherheits-Integritätslevel lässt sich anschaulich mit der zu erwartenden Häufigkeit eines Ausfalls des sicherheitsrelevanten Systems MTBF (Mean Time Between Failures) beschreiben, wobei dies in Jahren (a) angegeben wird. Diese liegt bei SIL-1 im Bereich von 10 ... 100 a, bei SIL-2 im Bereich von 100 ... 1000 a, bei SIL-3 im Bereich von 1000 ... 10000 a, und bei SIL-4 im Bereich von 10000 ... 100000 a.
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Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung eine Bahnanlage mit einem Bahnsteig und einem an diesem liegenden Gleisabschnitt, wobei in der Bahnanlage eine Vielzahl von bildgebenden Sensoren zur Überwachung des Gleisabschnitts installiert sind.
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Gemäß diesem Aspekt ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Bahnanlage eine Rechenumgebung aufweist, die eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche durchzuführen. Die mit diesem Aspekt der Erfindung verbundenen Vorteile sind vorstehend bereits erläutert worden, wobei auf diese Vorteile verwiesen wird.
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Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Computerprogrammprodukt, enthaltend Programmbefehle, die durch eine Rechenumgebung ausführbar sind. Gemäß diesem Aspekt ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest die Schritte b), c) und d) des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 9 ausgeführt wird.
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Gemäß der Erfindung wird somit ein Programmmodule enthaltendes Computerprogrammprodukt mit Programmbefehlen beschrieben, wobei die Programmmodule in derselben Recheninstanz oder mehreren Recheninstanzen der Rechenumgebung laufen können. Mittels des Computerprogrammproduktes, das ein Computerprogramm oder mehrere Computerprogramme umfassen kann, sind jeweils das erfindungsgemäße Verfahren und/oder dessen Ausführungsbeispiele ausführbar und mit der Ausführung werden die vorstehend beschriebenen Vorteile erreicht.
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Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein computerlesbares Speichermedium, enthaltend Daten, welche als Datensätze vom Speichermedium gespeichert werden. Gemäß diesem Aspekt ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Datensätze das vorstehend beschriebene Computerprogrammprodukt nach dem letzten voranstehenden Anspruch ausführbar machen.
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Darüber hinaus wird somit eine Bereitstellungsvorrichtung zum Speichern und/oder Bereitstellen des Computerprogramms in Form eines computerlesbaren Speichermediums beschrieben. Die Bereitstellungsvorrichtung ist beispielsweise eine Speichereinheit, die das Computerprogramm speichert und zum Abruf bereitstellt. Alternativ oder zusätzlich ist die Bereitstellungsvorrichtung ein Netzwerkdienst, ein Computersystem, ein Serversystem, insbesondere ein verteiltes, beispielsweise cloudbasiertes Computersystem oder virtuelles Rechnersystem, welches das Computerprogramm auf einem computerlesbaren Speichermedium speichert und vorzugsweise in Form eines Datenstroms bereitstellt.
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Die Bereitstellung erfolgt in Form von Programmmodule beschreibenden Programmdatensätzen als Datei, insbesondere als Downloaddatei, oder als Datenstrom, insbesondere als Downloaddatenstrom, des Computerprogrammproduktes. Das Computerprogrammprodukt wird beispielsweise unter Verwendung der Bereitstellungsvorrichtung in eine Rechenumgebung übertragen, sodass das erfindungsgemäße Verfahren in einer Recheninstanz oder mehreren Recheninstanzen dieser Rechenumgebung zur Ausführung gebracht werden kann.
Ausgestaltungen der Erfindung
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Weiterbildungen der Erfindung beschreibende Varianten werden nachfolgend ohne Beschränkung des grundlegenden Gedankens der Erfindung erläutert.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass jeder der Sensoren entweder einer ersten Gruppe von Sensoren oder einer zweiten Gruppe von Sensoren angehört, wobei die erzeugten Bilder der ersten Gruppe jeweils in einem Grenzbereich mit jeweils benachbarten Bildern aneinandergrenzen und die erzeugten Bilder der zweiten Gruppe ebenfalls jeweils in einem Grenzbereich jeweils mit benachbarten Bildern aneinandergrenzen.
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Wenn im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung davon die Rede ist, dass Bilder aneinandergrenzen, dann ist hiermit gemeint, dass die Inhalte der Bilder, die einander benachbart sind, derart zueinander passen, dass ein lückenloses Gesamtbild entsteht. Im Fokus dieses Gesamtbildes steht der zu überwachende Gleisabschnitt, der auf diese Weise in jeder Gruppe der Bilder vollständig und lückenlos abgebildet ist. Der Grenzbereich der Bilder liegt somit am jeweiligen Rand dieser Bilder. Der Grenzbereich der Bilder ist anders ausgedrückt ein Verbindungsbereich zwischen benachbarten Bildern, durch den die Inhalte der Bilder lückenlos aneinandergefügt werden können. Auch wird zur Erzeugung der Bilder nicht zwangsläufig das gesamte Sensorergebnis verwendet. Auf Grund einer Anbringung der Sensoren kann eine die Ausrichtung des Sensors definierende Sensorachse schräg gegenüber dem Streckenabschnitt angeordnet sein. Anders ausgedrückt bildet der Streckenabschnitt eine an eine horizontale Ebene angenäherte Oberfläche aus, wobei die Sensorachse schräg, also nicht senkrecht, zu dieser horizontalen Ebene ausgerichtet ist. Aufgrund einer daraus folgenden perspektivischen Verzerrung in dem Sensorergebnis muss der durch den Sensor abgedeckte Bereich größer sein als der für den zu erfassenden Teil des Streckenabschnitts relevante Bereich. Zur Erzeugung des Bildes wird dieses sozusagen aus dem Sensorergebnis ausgeschnitten und enthält dann nur den für die Durchführung des Verfahrens relevanten Bereich. Rechnergestützte Algorithmen, die eine solche Ergänzung der Einzelbilder zu einem Gesamtbild ermöglichen, sind an sich allgemein bekannt und müssen daher an dieser Stelle nicht genauer erläutert werden.
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Als Grenzbereich kann somit der Randbereich der jeweils benachbarten Bilder bezeichnet werden, an denen diese an das jeweils angrenzende Bild angrenzen. Hierbei kann aus praktischen Gründen (Ausrichtung der Kameras in den Bahnhöfen) auch ein Überschneidungsbereich im Randbereich auftreten. Im Wesentlichen ist jedoch diese Ausgestaltung der Erfindung darauf ausgelegt, einen solchen Überschneidungsbereich nicht zur Erzeugung von redundanten Bildpunkten im Gesamtbild einer Gruppe von Bildern (d. h. der von der einen Gruppe von Sensoren erzeugten Bilder) zu nutzen. Vielmehr wird die andere Gruppe der Bilder zur Erzeugung der Redundanz verwendet.
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Dadurch, dass es zwei Gruppen von Bildern gibt, die für sich genommen jeweils eine lückenlose Erfassung des Gleisabschnitts beinhalten, ist die bereits vorstehend erläuterte Redundanz der Abbildung einzelner Bildelemente gewährleistet, und zwar jeweils einmal in der ersten Gruppe und einmal in der zweiten Gruppe. Dies schließt selbstverständlich nicht aus, dass auch eine dritte Gruppe oder weitere Gruppen von Bildern erzeugt werden können, sodass eine dreifache oder sogar mehrfache Redundanz erzeugt wird.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass durch Zuordnung der Sensoren jeweils zur ersten Gruppe und zur zweiten Gruppe die Erzeugung der Redundanz bei der Erfassung von Objekten in den Bildern gut gesteuert werden kann. Die Abbildung dieser Objekte erfolgt dann in jeder Gruppe von Bildern genau einmal, also bei der Anwendung einer ersten Gruppe und einer zweiten Gruppe genau zweimal. Dies vereinfacht das Verfahren, mit dem die Erforderlichkeit von Fehlersignalen ermittelt wird. Außerdem lässt sich vorteilhaft das Auftreten eines Fehlers mit einer vergleichsweise hohen Sicherheit ermitteln.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass jedes Bild in einen Zentralbereich und in einen diesen Zentralbereich zumindest teilweise umgebenden Randbereich aufgeteilt wird, wobei
- e) als Hindernissignal ein Warnsignal erzeugt wird, wenn ein Hindernis in dem Randbereich erkannt wurde und
- f) als Hindernissignal ein Alarmsignal erzeugt wird, wenn ein Hindernis im Zentralbereich erkannt wurde.
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Unter einem Warnsignal ist ein Signal zu verstehen, welches mit dem Ziel erzeugt wird, auf eine potenzielle Gefahrenlage hinzuweisen. Das Warnsignal soll damit einen weiteren Prüfungsvorgang auslösen oder auch nur eine erhöhte Alarmbereitschaft, beispielsweise beim Zugführer. Demgegenüber ist ein Alarmsignal ein Signal, das mit Blick auf die erforderliche Sicherheit des Bahnbetriebs eine sofortige Sicherheitsmaßnahme erfordert. Dies kann vorzugsweise durch eine automatische Zwangsbremsung des Fahrzeugs oder eine durch den Zugführer eingeleitete Notbremsung erfolgen.
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Hierbei ist gut nachvollziehbar, dass ein Eindringen eines potenziellen Hindernisses in den Randbereich (noch) keinen sicherheitskritischen Vorfall provoziert. Dies könnte beispielsweise durch eine Hand eines Passagiers geschehen, welcher zu nah an der Bahnsteinkante steht und seine Hand über letztere hinausstreckt. Demgegenüber würde beispielsweise eine Person auf dem Gleis im sicherheitsrelevanten Zentralbereich erfasst werden und das erzeugte Alarmsignal eine sofortige Maßnahme einleiten bzw. erfordern.
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Die aufgeführten Beispiele machen deutlich, dass ein Randbereich einen (noch) nicht sicherheitskritischen Bereich des Bahnsteigs inklusive Gleisabschnitt abdecken muss, während der Zentralbereich den kompletten Bereich abdecken muss, in dem erkannte Hindernisse eine sofortige Sicherheitsmaßnahme erfordern. Einen Randbereich gibt es nicht notwendigerweise an allen Kanten des erzeugten Bildes. Von besonderem Vorteil ist, wie das oben gezeigte Beispiel deutlich macht, ein Randbereich, der die Bahnsteigkante erfasst. Die der Bahnsteigkante gegenüberliegende Seite des Gleisabschnittes kann ebenfalls durch einen Randbereich zusätzlich abgesichert werden, wenn beispielsweise ein weiteres Gleis mit einer gegenüberliegenden Bahnsteigkante vorhanden ist. Schließlich können auch von dort Hindernisse auf das Gleis gelangen. Wenn die dem Bahnsteig gegenüberliegende Kante durch einen Zaun gesichert ist oder auf dem Bahnsteig Bahnsteigtüren vorgesehen sind, kann auf die genannten Randbereiche in den Bildern verzichtet werden.
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Ein Randbereich, der den oben bereits erläuterten Grenzbereich beinhaltet, kann definiert werden, um bei Überschneidungen benachbarter Bilder die Wahrscheinlichkeit eines Auslösens von fehlerhaften Alarmsignalen zu verringern.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass Das Einrichten von Randbereichen eine Möglichkeit schafft, dass das erfindungsgemäße Verfahren empfindlicher, d. h. früher, auf (potentielle) Hindernisse im Gleisabschnitt reagiert und damit beispielsweise den Zugführer in Alarmbereitschaft versetzt. Andererseits wird durch die höhere Empfindlichkeit des Verfahrens nicht immer gleich ein Alarm und daraus folgend eine Sicherheitsmaßnahme abgeleitet, die im Falle eines "Fehlalarms" den Zugverkehr unnötigerweise beeinträchtigen würde.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass die Sensoren derart auf den Gleisabschnitt ausgerichtet werden, dass sich die jeweiligen Randbereiche der Bilder zwischen den jeweiligen Zentralbereichen der Bilder und der Bahnsteigkante erstrecken.
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Wenn alle Bilder den Zwischenraum zwischen dem Gleis und der Bahnsteigkante in Form eines Randbereichs erfassen, ist es vorteilhaft möglich, die gesamte Bahnsteigkante hinsichtlich einer potenziellen Gefahr durch Eintauchen von Hindernissen aus Richtung des Bahnsteigs zu überwachen. Vorteilhaft kann auch die Bahnsteigkante selbst und sogar ein an diese Bahnsteigkante angrenzender Sicherheitsstreifen des Bahnsteigs mit in den Randbereich integriert werden (vorausgesetzt, dass die genannten Bildelemente durch die Sensoren auch erfasst werden).
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass für jeden Randbereich mindestens ein Vektor definiert wird, der eine Richtung angibt, in die sich ein Hindernis in den durch das Bild abgedeckten Teil des Gleisabschnittes hineinbewegen kann.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass mittels der Vektoren einfacher und schneller eingeschätzt werden kann, ob identifizierte Objekte als Gefährdung in Form eines (potentiellen) Hindernisses zu bewerten sind oder nicht.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass gefundene Hindernisse durch eine rechnergestützte Verarbeitung der Bilddaten durch einen umhüllenden Körper ergänzt werden, und
- g) das Volumen des Körpers berechnet wird und
- h) die Lage einer Projektion des Körpers auf den Gleisabschnitt berechnet wird.
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Es wird angenommen, dass aus dem Kamerabild und ggf. zusätzlichen Sensorinformationen z. B. Lidar, IR etc. zu jedem Objekt, das sich in der Nähe des Bereichs aufhält, ein einhüllender Körper gefunden werden kann, bei stehenden Personen z. B. ein Zylinder, bei anderen Objekten ein Quader o. ä. Dies impliziert eine grobe Klassifikation des Objekts. Genauso kann wieder ein Vektor mit möglichen Bewegungsrichtungen zu geordnet werden, z. B. kann sich ein Zug mit oder entgegen der Fahrtrichtung bewegen, aber nicht nach rechts oder links bezogen auf die Fahrtrichtung.
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Die Berechnung des Volumens des Körpers dient dazu, zu bestimmen, ob der Körper als Hindernis klassifiziert werden muss. Beispielsweise wird ein kleines und/oder flaches Objekt auf dem Gleis problemlos vom einfahrenden Fahrzeug ohne eine Kollision überquert werden können. Dies gilt beispielsweise für Verpackungsmüll, der auf das Gleis geworfen wurde.
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Die Projektion des Körpers auf den Gleisabschnitt dient der Bewertung der Lage des Körpers auf dem Gleisabschnitt. Die Projektion des Körpers auf den Gleisabschnitt ist dabei einfacher zu bewerten als das Abbild des Körpers selbst. Hierdurch kann die Bewertung in einer horizontalen, näherungsweise zweidimensionalen, durch den Gleisabschnitt gebildeten Fläche erfolgen.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass das Gefährdungspotenzial eines identifizierten Objektes besser eingeschätzt und damit dessen Klassifizierung als Hindernis einfacher und mit einer höheren Sicherheit durchgeführt werden kann.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass eine Testroutine durchgeführt wird, wenn sich auf dem Gleisabschnitt ein Fahrzeug befindet.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass an einem Bahnsteig regelmäßig Fahrzeuge den Gleisabschnitt nutzen, um das Einsteigen und Aussteigen von Personen zu ermöglichen. Immer dann kann eine Testroutine durchgeführt werden. Dabei muss das Fahrzeug erkannt werden. Gleichzeitig kann untersucht werden, ob das Fahrzeug redundant von den jeweils betroffenen Sensoren gleichermaßen erfasst wird. So kann regelmäßig eine Überprüfung der Funktion des Verfahrens und der an dessen Durchführung beteiligten Hardwarekomponenten wie zum Beispiel den Sensoren durchgeführt werden. Dies steigert vorteilhaft die Sicherheit bei der Durchführung des Verfahrens, wobei durch die Testroutine eine Ausfalloffenbarung für Komponenten der an der Durchführung des Verfahrens beteiligten Komponenten ermöglicht wird.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass bei der Durchführung der Testroutine überprüft wird, ob als Objekt das Fahrzeug erkannt wurde.
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Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass bei einem einfahrenden Zug kein Warnsignal oder Alarmsignal ausgelöst werden muss, wenn das erkannte Objekt als Fahrzeug erkannt wird. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um einen nicht sicherheitskritischen Vorgang, der im Regelbetrieb regelmäßig auftritt. Wenn das Objekt als Zug erkannt werden kann, kann die Testroutine vorteilhaft gleichzeitig zum laufenden Betrieb des Verfahrens durchgeführt werden. Wenn ein Zug einfährt, ist es nämlich erforderlich, gleichzeitig den Regelbetrieb des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen, um Hindernisse auf dem Gleisabschnitt zu erkennen. Alternativ wäre es selbstverständlich auch möglich, im Testbetrieb (Ablauf der Testroutine) auf eine Überwachung durch das erfindungsgemäße Verfahren zu verzichten und stattdessen eine manuelle Überwachung, beispielsweise durch den Zugführer oder auch durch Bahnhofspersonal, welches die Bilder analysiert, durchzuführen.
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Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt, dass bei der Durchführung der Testroutine
- i) gezählt wird, wie oft alle Sensoren das Objekt als Fahrzeug erkannt haben, wobei m die Zahl der Erkennungen des Fahrzeugs ist,
- j) nur dann ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn die Zahl m kein Vielfaches einer Zahl n ist, wobei infolge der Überlappung jeder Ort des Gleisabschnitts in der Zahl von n Bildern vorhanden ist.
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Der Vorteil ist, dass eine Testroutine sehr einfach und mit hoher Rechengeschwindigkeit ausgeführt werden kann, wenn der Algorithmus zur Erzeugung eines Fehlersignals lediglich überprüfen muss, ob die Anzahl m der Ereignisse einer Erkennung des Fahrzeugs ein Vielfaches der die Redundanz bestimmenden mehrfach Abdeckung n des Gleisabschnitts durch die Sensoren ist. Anders ausgedrückt müssen alle redundanten Sensoren das Fahrzeug erkennen. Wenn die Anzahl m der Erkennung kein Vielfaches der Redundanz n ist, ist das ein sicherer Hinweis darauf, dass die Erkennung mittels eines der Sensoren nicht gelungen ist. Dies bewirkt dann die Erzeugung eines Fehlersignals, auf dessen Veranlassung hin beispielsweise eine Wartung des das Verfahren durchführenden Sicherheitssystems durchgeführt werden kann.
Exemplarische Ausführungsbeispiele der Zeichnung
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Gleiche oder sich entsprechende Zeichnungselemente sind in den einzelnen Figuren jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden nur insoweit mehrfach erläutert, wie sich Unterschiede zwischen den einzelnen Figuren ergeben.
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Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Varianten der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Komponenten auch mit den vorstehend beschriebenen Varianten der Erfindung kombinierbar.
- Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Bahnanlage mit ihren Wirkzusammenhängen zwischen den zum Einsatz kommenden Funktionskomponenten schematisch.
- Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Rechenumgebung für die Vorrichtung gemäß Figur 1 als Blockschaltbild der einzelnen Funktionskomponenten und der zwischen diesen ausgebildeten Schnittstellen, wobei einzelne Recheninstanzen Programmmodule ausführen, die jeweils in einem oder mehreren der beispielhaft dargestellten Computer ablaufen können und wobei die gezeigten Schnittstellen demgemäß softwaretechnisch in einem Computer oder hardwaretechnisch zwischen verschiedenen Computern ausgeführt sein können.
- Figur 3 und Figur 4 zeigen schematische Beispiele für Bilder eines Gleisabschnittes an einem Bahnsteig, die einander überlappen bzw. aneinander angrenzen, in einer Aufsicht von oben.
- Figur 5 zeigt schematisch ein Bild mit einem Zentralbereich und einem Randbereich und Menschen als Hindernissen in dreidimensionaler Darstellung schematisch.
- Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens als Flussdiagramm, wobei die gezeigten Verfahrensschritte einzeln oder in Gruppen durch Programmmodule verwirklicht sein können und wobei die Recheninstanzen und Schnittstellen gemäß Figur 2 beispielhaft angedeutet sind.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht betreffender Begriffe sind Personen mit männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechtsidentität gleichermaßen umfasst.
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Gemäß Figur 1 ist ein Bahnsteig BS und ein Gleis GL, auf dem ein Fahrzeug FZ in den Bahnsteig BS einfährt, dargestellt. Weiterhin gibt es eine Leitzentrale LZ, in der beispielsweise ein aktueller Ist-Fahrplan überwacht werden kann. Zwischen der Leitzentrale LZ, dem Fahrzeug FZ und dem Bahnsteig BS ist eine Kommunikation mittels Antennen AT über eine fünfte Schnittstelle S5, eine sechste Schnittstelle S6 und eine siebente Schnittstelle S7 möglich.
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Der Bahnsteig BS ist mit einem ersten Sensor SN1, einem zweiten Sensor SN2, einem dritten Sensor SN3 und einem vierten Sensor SN4 ausgestattet, bei denen sich es bei dem Beispiel gemäß Figur 1 um Überwachungskameras handelt. Diese überwachen einen Gleisabschnitt STA des Gleises GL, der sich vor dem Bahnsteig BS befindet. Wenn ein lebendiges Hindernis HD1 in Form eines Menschen oder ein unbelebtes Hindernis HD2 in Form eines Objektes auf dem Gleis GL befinden, wird dies durch die Sensoren erfasst.
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Eine Rechenumgebung RU, in der das erfindungsgemäße Verfahren abläuft, kann einer gemeinsamen Betrachtung von Figur 1 und Figur 2 entnommen werden. Die zum Einsatz kommenden Recheninstanzen und Funktionskomponenten interagieren durch Schnittstellen miteinander. Zu erkennen ist, das auf dem Bahnsteig BS ein erster Computer CP1 (vergleiche Figur 2) mit den Sensoren kommuniziert. In der Leitzentrale LZ kommt ein dritter Computer CP3 zum Einsatz und im Fahrzeug FZ ist ein zweiter Computer CP2 vorgesehen. Selbstverständlich können die durch die Leitzentrale LZ den Bahnsteig BS und den Fahrzeug FZ gebildeten Recheninstanzen auch mehrere Computer enthalten, von denen die in Figur 2 dargestellten lediglich beispielhaft zur Darstellung der Kommunikationsverbindungen dienen.
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Gemäß Figur 2 sind die jeweils Recheninstanzen bildenden Computer und Sensoren näher dargestellt. Bei dem ersten Computer CP1 ist ein erster Prozessor PR1 mit einer ersten Speichereinheit SE1 durch eine elfte Schnittstelle S11 verbunden. Bei dem zweiten Computer CP2 ist ein zweiter Prozessor PR2 mit einer zweiten Speichereinheit SE2 durch eine zwölfte Schnittstelle S12 verbunden. Bei dem dritten Computer CP3 ist ein dritter Prozessor PR3 mit einer dritten Speichereinheit SE3 durch eine 13. Schnittstelle S13 verbunden. Bei dem ersten Sensor SN1 ist ein fünfter Prozessor PR5 mit einer fünften Speichereinheit SE5 durch eine 15. Schnittstelle S15 verbunden. Bei dem zweiten Sensor SN2 ist ein sechster Prozessor PR6 mit einer sechsten Speichereinheit SE6 durch eine 16. Schnittstelle S16 verbunden. Bei dem dritten Sensor SN3 ist ein siebenter Prozessor PR7 mit einer siebenten Speichereinheit SE7 durch eine 17. Schnittstelle S17 verbunden. Bei dem vierten Sensor SN4 ist ein achter Prozessor PR8 mit einer achten Speichereinheit SE8 durch eine 18. Schnittstelle S18 verbunden.
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Einer Kombination aus Figur 1 und Figur 2 kann folgendes entnommen werden. Durch eine erste Schnittstelle S1 sind der fünfte Prozessor PR5 des ersten Sensors SN1 und der erste Prozessor PR1 des ersten Computers CP1 miteinander verbunden. Durch eine zweite Schnittstelle S2 sind der sechste Prozessor PR6 des zweiten Sensors SN2 und der erste Prozessor PR1 des ersten Computers CP1 miteinander verbunden. Durch eine dritte Schnittstelle S3 sind ein der siebente Prozessor PR7 des dritten Sensors SN3 und der erste Prozessor PR1 des ersten Computers CP1 miteinander verbunden. Durch eine vierte Schnittstelle S4 sind der achte Prozessor PR8 des vierten Sensors SN4 und der erste Prozessor PR1 des ersten Computers CP1 miteinander verbunden. Durch die fünfte Schnittstelle S5 sind der erste Prozessor PR1 und der zweite Prozessor PR2 miteinander verbunden. Durch die sechste Schnittstelle S6 sind zweite Prozessor PR2 und der dritte Prozessor PR3 miteinander verbunden. Durch die siebente Schnittstelle S7 sind der erste Prozessor PR1 und der zweite Prozessor PR2 miteinander verbunden.
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Ist im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung nur von Computern, Prozessoren, Speichereinheiten, Sensoren, Bildern oder Schnittstellen die Rede, beziehen sich die Angaben allgemein auf alle der vorstehend im Einzelnen benannten Computer, Prozessoren, Speichereinheiten, Sensoren, Bildern und weiteren Funktionskomponenten, die verbunden durch die Schnittstellen zur Bildung der Rechenumgebung RU beitragen.
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In den Figuren 3 und 4 lässt sich schematisch der Bahnsteig BS erkennen, durch dessen Länge der Gleisabschnitt STA auf dem Gleis GL definiert ist. Dieser Gleisabschnitt STA lässt sich in mehreren Bildern B1 ... B9 darstellen, wobei der tatsächliche Rand der durch die Sensoren aufgenommenen Oririnalbilder in den Figuren drei und vier nicht dargestellt ist. Es wird deutlich, dass aufgrund eines Bildwinkels a, der sich für die Sensoren ergibt, ein größeres Originalbild durch die Sensoren aufgenommen wird, als in Figur 3 und 4 angedeutet. Interessant ist jedoch jeweils nur der als Bild dargestellte Ausschnitt des Originalbildes, der zur Überwachung des Gleisabschnittes STA geeignet ist. Algorithmen zur Auswahl des entsprechenden Ausschnitts im Originalbild und zur Entzerrung des so erhaltenen Bildes sind an sich bekannt und werden an dieser Stelle nicht näher erläutert. Die Bilder B1 ... B9 werden mit Hilfe der Sensoren SN1 ... SN9 erzeugt (somit sind zusätzlich ein fünfter Sensor SN5, ein sechster Sensor SN6, ein siebenter Sensor SN7, ein achter Sensor SN8, und ein neunter Sensor SN9 vorgesehen, welche genauso aufgebaut sind, wie die in Figur 1 und Figur 2 dargestellten Sensoren).
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In Figur 3 bilden das erste Bild B1, das dritte Bild B3, das fünfte Bild B5 und das siebente Bild B7 eine erste Gruppe sowie das zweite Bild B2, das vierte Bild B4 und das sechste Bild B6 eine zweite Gruppe. Die benachbarten Bilder in der ersten Gruppe und die benachbarten Bilder in der zweiten Gruppe stoßen jeweils mit ihren relevanten Bildausschnitten direkt aneinander. Somit ist sowohl durch die erste Gruppe von Bildern als auch durch die zweite Gruppe von Bildern eine vollständige Überwachung des Gleisabschnittes STA möglich. Dadurch entsteht Redundanz, jeder interessierende Punkt auf dem Gleisabschnitt STA wird daher in zwei Bildern abgebildet. Dabei überlappen sich die Bilder aus der ersten Gruppe und die Bilder aus der zweiten Gruppe jeweils zur Hälfte.
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In Figur 4 bilden das erste Bild B1, das vierte Bild B4 und das siebente Bild B7 eine erste Gruppe sowie das zweite Bild B2, das fünfte Bild B5 und das sechste Bild B6 eine zweite Gruppe sowie das dritte Bild B3, das sechste Bild B6, und das neunte Bild eine dritte Gruppe. Hierdurch wird jede Stelle des Gleisabschnittes STA in drei Bildern dargestellt. Anders als in Figur 3 überlappen sich die Bilder gemäß Figur 4 nicht. Dies ist der Grund, dass die Darstellung der Bilder 1-3, der Bilder 4-6 und der Bilder 7-9 genau übereinanderliegen und daher in Figur 4 nicht einzeln zu erkennen sind. Um für die übereinander liegenden Bilder je einer Gruppe immer denselben Bildausschnitt α zu erhalten, sind jeweils der erste Sensor SN1, der zweite Sensor SN2 und der dritte Sensor SN3 sowie der vierte Sensor SN4, der fünfte Sensor SN5 und der sechstes Sensor SN6 sowie der siebente Sensor SN7, der achte Sensor SN8 und der neunte Sensor SN9 an einer Stelle des Bahnsteigs BS angeordnet.
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In Figur 5 ist eines der in Figur 3 und 4 dargestellten Bilder dreidimensional (und damit vor einer Entzerrung) dargestellt. Es wird deutlich, dass sich das Bild in verschiedene Bereiche aufteilen lässt, nämlich in einen Zentralbereich ZB sowie einen Randbereich RB. Der Randbereich RB grenzt außen an den Zentralbereich ZB an, muss diesen jedoch nicht vollständig umgeben (auch wenn dies in dem gemäß Figur 5 dargestellten Beispiel der Fall ist). Vielmehr lässt sich der Randbereich RB wiederum in mehrere Segmente aufteilen, von denen nicht alle in dem Bild realisiert werden müssen. Es gibt ein bahnsteigseitiges Randsegment BRS sowie ein in dem Bahnsteig BS abgewandtes Randsegment ARS. Diese beiden Randsegmente verlaufen parallel zur Bahnsteigkante. Außerdem gibt es zwei übergangsseitige Randsegmente URS, die im rechten Winkel zur Bahnsteigkante ausgerichtet sind. Die übergangsseitigen Randsegmente URS definieren einen Grenzbereich, innerhalb dessen benachbarte Bilder, die eigentlich nahtlos ineinander übergehen sollen, überschneiden dürfen. Daher werden diese Randsegmente als übergangsseitige Randsegmente URS bezeichnet. Sie definieren sozusagen einen Toleranzbereich bei der Ausrichtung der Bilder, die sich nicht weiter überlappen dürfen als die Breite des übergangsseitigen Randsegmente URS es vorgibt. Der Toleranzbereich ist vorzugsweise so bemessen, dass vorgegebene zu erkennende Hindernisse größer sind (vorzugsweise mindestens doppelt so groß), als die Breite des den Toleranzbereich definierenden übergangsseitigen Randsegmentes URS, gemessen parallel zur Bahnsteigkante.
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In Figur 5 sind außerdem zwei Personen dargestellt, die lebendige Hindernisse HD1 bilden können. Es ist zu erkennen, dass eine der Personen mitten im Zentralbereich ZB steht. Die andere Person steht an der Bahnsteigkante und hält den Arm über die Bahnsteigkante hinaus, so dass dieser sich im bahnsteigseitigen Randsegment BRS befindet. Daher soll die Person im Zentralbereich ZB ein Alarmsignal auslösen, um den Zugverkehr am Bahnsteig BS zu unterbrechen, während die Person auf der Bahnsteigkante lediglich ein Warnsignal auslösen soll, um zum Beispiel die Aufmerksamkeit des Zugführers zu erhöhen.
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In Figur 5 ist auch schematisch dargestellt, wie die Beurteilung durch einen Algorithmus computergestützt erfolgen kann. Die lebendigen Hindernisse HD1 werden mittels Bildverarbeitung durch einen umhüllenden Körper UKP umgeben, in den diese jeweils hineinpassen. Im Beispiel gemäß Figur 5 handelt es sich bei den umhüllenden Körpern UKP um je einen Zylinder. Nun ist es möglich, eine Projektion PRJ des umhüllenden Körpers UKP auf das Bild und somit den Untergrund auszuführen. Diese ist in Figur 5 schraffiert dargestellt. Mittels der Projektion PRJ kann der Algorithmus eine Bewertung vornehmen, wo sich das Hindernis befindet. Nämlich, wie in Figur 5 dargestellt, in dem einen Fall mit der ganzen Projektionsfläche PRJ vollständig in dem Zentralbereich ZB und in dem anderen Fall lediglich mit einem Teil der Projektionsfläche PRJ in dem bahnsteigseitigen Randbereich RB.
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Im Folgenden soll das erfindungsgemäße Verfahren beispielhaft, wie im Flussdiagramm gemäß Figur 3 dargestellt, schrittweise erläutert werden, die von Funktionskomponenten und Recheninstanzen gemäß Figur 1 und 2 durchgeführt werden können. Rechnergestützte Schritte erfolgen in den nicht näher dargestellten Prozessoren.
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In einem ersten Schritt 1 erfolgt der Start des Verfahrens (kurz: START).
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In einem zweiten Schritt 2 erfolgt die Erfassung des Gleisabschnitts STA mithilfe der Sensoren (kurz: SCN). Hierbei kann bereits eine Bildverarbeitung erfolgen, um relevante Bilder aus den durch die Sensoren erzeugten Originalbilder zu erhalten (Auswahl von Bildausschnitten, gegebenenfalls Entzerrung). Es können aber auch die Originalbilder verwendet werden.
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In einem dritten Schritt 3 erfolgt eine Analyse der mit Hilfe der Sensoren erzeugten Bilder (kurz: ANL), um Hindernisse auf dem Gleisabschnitt STA zu erkennen. Gegebenenfalls können hierbei umhüllende Körper und Projektionsflächen erzeugt werden (vergleiche Figur fünf).
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In einem vierten Schritt 4 erfolgt eine Abfrage, ob ein Hindernis auf dem Gleisabschnitt STA erkannt wurde (kurz: OBS). Ist dies nicht der Fall, erfolgt eine Rekursion und es wird der Schritt 2 wiederholt. Ist dies jedoch der Fall, geht es weiter mit Schritt 5. Zu dem Zweck einer Hinderniserkennung werden in an sich bekannter Weise rechnergestützt die Bilder einer Bildverarbeitung unterzogen und die Bildinhalte mit Blick auf das Vorhandensein von Hindernissen analysiert (Anwendung bekannter Algorithmen zur Bildverarbeitung).
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In einem fünften Schritt 5 erfolgt eine weitere Abfrage, ob das erkannte Hindernis in einem Zentralbereich ZB des Bildes erkannt wurde (kurz: CEN?). Im Rahmen der Bildbearbeitung wird somit ein Bereich in dem Bild definiert, der als Zentralbereich ZB interpretiert wird. Wenn das Objekt zumindest teilweise im Zentralbereich ZB des Bildes ausgemacht wird, besteht eine Kollisionsgefahr von einfahrenden Zügen mit dem Hindernis, und es wird mit Schritt 7 fortgefahren. Wenn das Hindernis nicht in dem Zentralbereich ZB des Bildes erkannt wurde, bedeutet dies, dass das Hindernis vollständig in einem Randbereich RB des Bildes liegt, wobei der Randbereich RB sich nahtlos außen an den Zentralbereich ZB anschließt, und es geht weiter mit Schritt 6. Somit ergänzen sich der Zentralbereich ZB und der Randbereich RB des Bildes zu dem Auswertungsbereich im Bild, wobei der Auswertungsbereich nicht den kompletten Bildinhalt umfassen muss, wenn die Originalbilder verwendet werden. In den Originalbildern können nämlich auch Bestandteile enthalten sein, welche nicht auf Hindernisse untersucht werden müssen (beispielsweise ein Hintergrund hinter dem Gleisabschnitt STA oder der Vordergrund des Bahnsteigs BS, der außerhalb eines Sicherheitsabstandes von der Bahnsteigkante entfernt liegt). Diese werden dann nicht untersucht.
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In einem sechsten Schritt 6 erfolgt die Erzeugung eines Warnsignals und die Ausgabe des Warnsignals bzw. dessen Weiterverarbeitung in einem rechnergestützten Prozess (kurz: WRN). Dabei führt das Warnsignal nicht zu einer Unterbrechung des Zugverkehrs, weil keine unmittelbare Kollisionsgefahr besteht. Beispielsweise könnte das Warnsignal aber für einen Zugführer eines einfahrenden Zuges im Fahrstand ausgegeben werden, damit dieser in Bremsbereitschaft geht. Daher erfolgt auch eine Rekursion zum Schritt 2, d. h., dass weitere Bilder von dem Gleisabschnitt STA erzeugt werden.
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In einem siebenten Schritt 7 erfolgt eine weitere Abfrage, ob es sich bei dem erkannten Hindernis um einen Zug handelt (kurz: TRN?). Ein Zug ist gewöhnlich nicht als Hindernis zu interpretieren, weil es zum normalen Bahnbetrieb gehört, dass Züge an einem Bahnsteig BS vorfahren. In diesem Fall geht es weiter mit Schritt 11. Um sicherzugehen, dass der Zug planmäßig am Bahnsteig BS vorfahren darf, kann ein in Figur 6 nicht dargestellter Abgleich mit einem Fahrplan, insbesondere einem aktuellen Ist-Fahrplan zum Beispiel in der Leitzentrale LZ über die erste Schnittstelle S1 erfolgen. Wenn der Zug nicht planmäßig am Bahnsteig BS zu erwarten ist, kann ein Hindernissignal erzeugt werden, weil der unplanmäßige Zug für einen planmäßigen Zug ein Hindernis darstellen könnte.
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Wenn kein Zug erkannt werden konnte, bedeutet dies, dass es sich um ein anderes Hindernis handelt. Es besteht eine akute Kollisionsgefahr mit dem Hindernis. In diesem Fall geht es weiter mit Schritt 8. In diesem achten Schritt 8 erfolgt die Erzeugung eines Warnsignals, welches ausgegeben oder rechnerisch gestützt verarbeitet werden kann. (kurz: ALT).
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In einem neunten Schritt 9 erfolgt die Durchführung einer Sicherheitsmaßnahme (kurz: MSR). Diese kann beispielsweise darin bestehen, dass der Zug zwangsgebremst wird. Auch nachfolgende Züge müssen eventuell angehalten werden. Die Ableitung der Maßnahmen ist an sich bekannt und bedarf im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung daher keiner weiteren Erläuterung.
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In einem zehnten Schritt 10 erfolgt ein Beenden des Verfahrens (kurz: STOP). Wenn der Zugbetrieb wieder aufgenommen wird, kann auch das Verfahren mit Schritt 1 wieder gestartet werden.
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In einem elften Schritt 11 erfolgt die Abarbeitung einer Testroutine (kurz: TST). Diese Testroutine dient einer Ausfalloffenbarung für die Kameras und erhöht somit vorteilhaft das Sicherheitsniveau beim Ablauf des Verfahrens. Fehler im Ablauf des Verfahrens können auf diese Weise früh erkannt werden und beispielsweise zur Einleitung von Wartungsmaßnahmen genutzt werden, wobei der Betrieb wegen der Redundanz bei den eingesetzten Sensoren weiter laufen kann. Die Testroutine kann parallel zum Ablauf des Verfahrens gestartet werden, weswegen auch eine Rekursion zum Schritt zwei erfolgt.
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In einem zwölften Schritt 12 erfolgt eine Abfrage, ob die Zahl m der insgesamt durch alle Sensoren gefundenen Hindernisse geteilt durch die Redundanz n (bei einfacher Überlappung ist n = 1 usw.) eine natürliche Zahl N ergibt (kurz: m/n=N?). Ist dies der Fall, so ist es ein Hinweis darauf, dass alle Sensoren das Hindernis abgebildet haben. Natürlich könnten zwei Sensoren auf einmal ausgefallen sein, wobei dies nicht auffallen würde. Allerdings ist dieser Fall sehr viel unwahrscheinlicher, als dass ein Sensor ausfällt, weswegen die Abfrage die Sicherheit beim Ablauf des Verfahrens bereits wesentlich erhöht. Eine weitere Maßnahme ist nicht erforderlich.
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Wenn das Ergebnis jedoch keine natürliche Zahl ist, ist dies ein Hinweis darauf, dass ein Sensor fehlerhafte Ergebnisse erzielt hat oder ausgefallen ist. In einem 13. Schritt 13 erfolgt daher die Ausgabe eines Fehlersignals (kurz: ERR). Dieses Fehlersignal könnte beispielsweise verwendet werden, um die Wartung der Anlage zu initiieren. Wenn ein höheres Sicherheitsniveau verlangt wird, kann das Fehlersignal auch zum Anlass genommen werden, das Verfahren und den Zugbetrieb anzuhalten (nicht dargestellt).
Bezugszeichenliste
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- ARS
- abgewandtes Randsegment
- AT
- Antennen
- B1
- erstes Bild
- B2
- zweites Bild
- B3
- drittes Bild
- B4
- viertes Bild
- B5
- fünftes Bild
- B6
- sechstes Bild
- B7
- siebentes Bild
- BRS
- bahnsteigseitiges Randsegment
- BS
- Bahnsteig
- CP1
- erster Computer
- CP2
- zweiter Computer
- CP3
- dritter Computer
- FZ
- Fahrzeug
- GL
- Gleis
- HD1
- lebendiges Hindernis
- HD2
- unbelebtes Hindernis
- LZ
- Leitzentrale
- RB
- Randbereich
- PR1
- erster Prozessor
- PR2
- zweiter Prozessor
- PR3
- dritter Prozessor
- PR5
- fünfter Prozessor
- PR6
- sechster Prozessor
- PR7
- siebenter Prozessor
- PR8
- achter Prozessor
- PRJ
- Projektion
- RU
- Rechenumgebung
- S1
- erste Schnittstelle
- S11
- elfte Schnittstelle
- S12
- zwölfte Schnittstelle
- S13
- 13. Schnittstelle
- S15
- 15. Schnittstelle
- S16
- 16. Schnittstelle
- S17
- 17. Schnittstelle
- S18
- 18. Schnittstelle
- S1
- erste Schnittstelle
- S2
- zweite Schnittstelle
- S3
- dritte Schnittstelle
- S4
- vierte Schnittstelle
- S5
- fünfte Schnittstelle
- S6
- sechste Schnittstelle
- S7
- siebente Schnittstelle
- SE1
- erste Speichereinheit
- SE2
- zweite Speichereinheit
- SE3
- dritte Speichereinheit
- SE5
- fünfte Speichereinheit
- SE6
- sechste Speichereinheit
- SE7
- siebente Speichereinheit
- SE8
- achte Speichereinheit
- SN1
- erster Sensor
- SN2
- zweiter Sensor
- SN3
- dritter Sensor
- SN4
- vierter Sensor
- SN5
- fünfter Sensor
- SN6
- sechster Sensor
- SN7
- siebenter Sensor
- SN8
- achter Sensor
- SN9
- neunter Sensor
- STA
- Gleisabschnitt
- UKP
- umhüllende Körper
- URS
- übergangsseitige Randsegmente
- ZB
- Zentralbereich