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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule, insbesondere einer Rüttelstopfsäule, aus einem schüttfähigen Material im Boden, mit einem Einbringrohr, welches zum Eintreiben in den Boden ausgebildet ist und an einem unteren Ende zumindest eine Materialaustrittsöffnung aufweist, einem Rüttelantrieb, welcher zum Versetzen des Einbringrohres in Rüttelschwingungen ausgebildet ist und insbesondere an einem unteren Bereich des Einbringrohres angeordnet ist, einem Aufnahmebunker, welcher zum Aufnehmen einer Menge an schüttfähigem Material ausgebildet und an einem oberen Bereich des Einbringrohres angeordnet ist, und einer Druckluftzuführeinrichtung zum Einleiten von Druckluft in das Innere des Einbringrohres, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Beschicken einer Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule, insbesondere einer Rüttelstopfsäule, mittels eines Trägergeräts, wobei das Trägergerät umfasst:
- ein Trägerfahrzeug,
- einen Mast, welcher an dem Trägerfahrzeug angeordnet und im Betrieb zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule im Wesentlichen vertikal angeordnet ist,
- einen Mastschlitten, welcher entlang des Mastes verfahrbar gelagert ist und an welchem die Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule angeordnet ist, und
- eine Beschickungseinrichtung zum Beschicken von schüttfähigem Material in einen Aufnahmebunker der Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule, wobei
- -- ein Beschickungsschlitten der Beschickungseinrichtung entlang des Mastes verfahren wird,
- -- ein am Beschickungsschlitten ausgebildeter Beschickungsraum schüttfähiges Material aufnimmt,
- -- eine an dem Beschickungsschlitten angeordnete Verschlusseinrichtung, welche den Beschickungsraum seitlich oder unten verschließt, zwischen einer geschlossenen Verfahrposition, in welcher der Beschickungsschlitten entlang des Mastes verfahrbar ist, und einer geöffneten Abgabeposition verstellt wird, in welcher schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum des Beschickungsschlittens in den Aufnahmebunker abgegeben wird, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
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Eine gattungsgemäße Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen einer Materialsäule im Boden gehen aus der
EP 0861944 A1 hervor. Die Vorrichtung weist ein Einbringrohr auf, welches mit einem am Einbringrohr angeordneten Antriebskopf in den Boden durch Rütteln eingetrieben wird. Nach Erreichen der Endtiefe wird das Einbringrohr rückgezogen, wobei in das freiwerdende Bohrloch schüttfähiges Material, etwa Kies oder Sand, aus einem oberen Aufnahmebunker durch das hohle Einbringrohr zum Bilden der Materialsäule im Boden eingeleitet wird. Hierbei kann Druckluft in das Einbringrohr von oben zugeführt werden, um einen Materialfluss aus den Einbringrohr zu unterstützen und sicherzustellen. Die Dichte der Materialsäule kann durch eine axiale Stopfbewegung des Einbringrohres und ein weiteres Rütteln erhöht werden, wodurch eine sogenannte Rüttelstopfsäule gebildet werden kann. Derartige Materialsäulen können zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Bodens, insbesondere eines Baugrundes, und/oder zur Verbesserung einer Drainage dienen.
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Bei der bekannten Vorrichtung ist zwischen dem oberen Aufnahmebunker und dem Einbringrohr eine Schleusentür angeordnet, mit welcher das Einbringrohr gegenüber dem oberen Aufnahmebunker druckdicht abschließbar ist. Auf diese Weise kann ein Druck innerhalb des Einbringrohrs aufgebaut und beibehalten werden, wenn der Aufnahmebunker offen ist, um diesen mit neuem schüttfähigen Material zu beladen. Das Beschicken des Aufnahmebunkers an dem Einbringrohr mit schüttfähigem Material erfolgt über einen Behälter, welcher an einem Hubseil vertikal verstellbar angehängt und gelagert ist.
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Verfahrensbedingt besteht für einen Maschinenbediener bei der Herstellung einer Materialsäule im Boden mit einer solchen Vorrichtung keine unmittelbare Sicht auf den Füllstand des Einbringrohres. Es ist daher nur schwer abschätzbar, ob sich zu viel, zu wenig oder ausreichend schüttfähiges Material in dem Einbringrohr befindet, um die gewünschte Materialsäule im Boden herzustellen. Dies erschwert ein effizientes Herstellen einer solchen Materialsäule und einen bedarfsgerechten Materialeinsatz.
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Zudem kann bei einem Auftreten von weicheren Bodenschichten oder von Bodenschichten mit Hohlräumen ein überraschender Mehrbedarf an schüttfähigem Material entstehen, welcher von einem theoretisch vorab berechneten Materialbedarf abweicht. Um eine ungenügende oder unvollständige Ausbildung der Materialsäule zu vermeiden, wird daher häufig gegenüber dem theoretisch berechneten Materialbedarf eine gewisse Überschussmenge in das Einbringrohr eingeführt. Da das Einbringrohr beim Erstellen der Rüttelstopfsäule grundsätzlich geleert wird, ergibt sich so häufig ein aus technischer Sicht unnötiger Mehrverbrauch, welcher zu erhöhten Kosten und Aufwand führt.
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Aus der
EP 1 580 325 B1 geht ein Aufnahmebunker für ein Einbringrohr hervor, wobei der Aufnahmebunker mit einer verschließbaren Klappe versehen ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung, ein Trägergerät hierfür und ein Verfahren anzugeben, welche zu einem besonders effizienten und wirtschaftlichen Herstellen einer Materialsäule im Boden beitragen.
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Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein Trägergerät mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinrichtung angeordnet ist, welche zum Erfassen eines Füllstandes an schüttfähigem Material bis in einen unteren Bereich des Einbringrohres ausgebildet ist, dass der Aufnahmebunker mit einem geschlossenen Gehäuse mit einer verschließbaren Zuführöffnung zur Zufuhr von schüttfähigem Material in den Aufnahmebunker ausgebildet ist, wobei die Zuführöffnung mittels einer Schließeinrichtung luftdicht verschließbar ist, und dass ein Durchgang zwischen dem Aufnahmebunker und dem darunter angeordneten Einbringrohr beim Einbringen des schüttfähigen Materials in den Boden offen ist, wobei der Füllstand an schüttfähigem Material in dem Einbringrohr durch die Sensoreinrichtung erfassbar ist.
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Ein erster Aspekt der Erfindung liegt darin, mittels einer Sensoreinrichtung den Füllstand an schüttfähigem Material nicht allein in dem Aufnahmebunker, sondern in dem Einbringrohr insgesamt zu überwachen. Somit kann insbesondere auch zum Abschluss der Erstellung einer Materialsäule im Boden ein aktueller Füllstand auch am unteren Ende des Einbringrohres erfasst und von einem Maschinenbediener oder einer Steuerung überwacht werden. Erfindungsgemäß ist die Sensoreinrichtung derart angeordnet und ausgebildet, dass diese einen Füllstand auch bis in einen unteren Bereich des Einbringrohres erfassen kann. Hierdurch kann etwa sichergestellt werden, dass bei einem zu geringen Füllstand noch rechtzeitig eine ausreichende Menge an schüttfähigem Material dem Einbringrohr zugeführt wird. Es kann so eine Materialsäule im Boden effizient und mit höher Qualität hergestellt werden.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Durchgang zwischen dem Aufnahmebunker und dem darunter angeordneten Einbringrohr während des Einbringens des schüttfähigen Materials in den Boden offen, so dass der Füllstand in dem Einbringrohr während der Verfahrensdurchführung erfasst werden kann. Insbesondere ist die Sensoreinrichtung in dem Aufnahmebunker oberhalb des Einbringrohrs angeordnet.
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Um hierbei eine ausreichende Druckluftzuführung und einen ausreichenden Aufbau von Überdruck in dem Einbringrohr sicherzustellen, ist auch bei einem Entfall einer Schleusentür am Durchgang zwischen dem Aufnahmebunker und dem Einbringrohr ein ausreichend dichter Druckraum dadurch gebildet, dass der Aufnahmebunker mit einem geschlossenen Gehäuse mit einer verschließbaren Zuführöffnung ausgebildet ist, wobei die Zuführöffnung mittels einer Schließeinrichtung luftdicht verschließbar ist. Die Zuführöffnung, welche eine Tür oder eine Klappe umfassen kann, dient zum Zuführen des schüttfähigen Materials in den Aufnahmebunker. Durch die Gestaltung des vorzugsweise trichterförmigen Aufnahmebunkers kann zusätzlich zu dem Aufnahmevolumen des Einbringrohres eine weitergehende Menge an schüttfähigem Material am Einbringrohr vorgehalten und bereitgestellt werden.
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Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann insbesondere eine bedarfsgerechte Menge an schüttfähigem Material in dem Einbringrohr und dem Aufnahmebunker bereitgehalten und der Verbrauch an schüttfähigem Material während des Erstellens der Materialsäule zuverlässig überwacht werden.
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Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist es bevorzugt, dass die Schließeinrichtung an dem Aufnahmebunker eine Öffnungsklappe aufweist, welche mittels eines Verstellantriebes zwischen einer Öffnungsposition zur Zufuhr von schüttfähigem Material in den Aufnahmebunker und einer Verschlussposition verstellbar ist, in welcher der Aufnahmebunker luftdicht verschlossen ist. Mittels einer verstellbaren Öffnungsklappe kann ein Öffnen und insbesondere auch wieder ein luft- oder druckdichtes Verschließen des Aufnahmebunkers zuverlässig sichergestellt werden. Das Verstellen der Öffnungsklappe kann passiv über eine Federvorspannung oder aktiv erfolgen, vorzugsweise mittels eines Verstellantriebes. Dieser kann einen Drehantrieb oder mindestens ein axiales Stellorgan aufweisen, insbesondere einen Hydraulikzylinder oder einen Pneumatikzylinder. Als Drehantrieb kann insbesondere ein Elektromotor angeordnet sein, welcher über ein entsprechendes Getriebe die Öffnungsklappe verstellen kann.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft, dass die Druckluftzuführeinrichtung eine Leitungsanordnung mit einer oder mehreren Zuführöffnungen aufweist, welche in den Aufnahmebunker und/oder das Einbringrohr münden. Die Druckluftzuführeinrichtung ist insbesondere mit einer Druckluftquelle an der Vorrichtung und insbesondere an einem Trägergerät verbunden. Die Druckluftquelle kann insbesondere ein Kompressor und/oder ein Druckspeicher sein.
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Beim Eintreiben des Einbringrohres in den Boden kann ein Innendruck erzeugt werden, welcher einem Eindringen von Bodenmaterial durch eine untere Materialaustrittsöffnung an dem Einbringrohr entgegenwirkt. Beim Einbringen oder Eintreiben des Einbringrohres in den Boden kann dieses vorzugsweise bereits mit dem schüttfähigen Material befüllt oder auch noch unbefüllt sein. Durch die Zuführung von Druckluft beim Rückziehen des Einbringrohres aus dem Boden kann ein Ausbringen des schüttfähigen Materials aus dem Einbringrohr in das entstandene Bohrloch unterstützt werden. Innerhalb des Einbringrohres kann ein Überdruck erzeugt werden, vorzugsweise zwischen 1 bar bis 10 bar.
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Zum Erfassen des Füllstandes kann die Sensoreinrichtung grundsätzlich jede geeignete Erfassungseinrichtung aufweisen. Bevorzugt ist es nach einer Ausführungsform der Erfindung, dass die Sensoreinrichtung einen Füllstandsensor umfasst, welcher insbesondere als ein Radarsensor, ein Ultraschallsensor und/oder ein Lasersensor ausgebildet ist. Mit einem Radarsensor oder einem Ultraschallsensor kann eine Abstandsmessung zwischen dem Füllstandsensor und einer Oberfläche des schüttfähigen Materials in dem Einbringrohr mittels Radarwellen oder Ultraschallwellen erfasst werden. Entsprechendes gilt für einen Lasersensor, wobei hierzu ein oder mehrere Laserlichtstrahlen verwendet werden. Insbesondere kann auch ein fächerförmiger Laserstrahl zur Erfassung einer oberen Füllstandfläche eingesetzt werden. Der jeweilige Füllstandsensor ist vorzugsweise an die geometrischen Gegebenheiten des Einbringrohrs bzw. des Aufnahmebunkers anzupassen und zu kalibrieren. Es können vorzugsweise zwei oder mehr unterschiedliche Sensortypen verbaut werden. Es können so durch Überlagerung verschiedener Erfassungsdaten besonders zuverlässige und genaue Füllstandsmessungen erzielt werden.
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Grundsätzlich kann ein einzelner Füllstandsensor ausreichend sein, um einen Füllstand in dem Einbringrohr und auch in dem Aufnahmebunker zu erfassen. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, dass in dem Aufnahmebunker mindestens ein weiterer Füllstandsensor zum Erfassen eines Füllstandes in dem Aufnahmebunker angeordnet ist, insbesondere eines maximalen Füllstandes in dem Aufnahmebunker. So kann insbesondere ein weiterer Füllstandsensor angeordnet sein, welcher ausschließlich zur Erfassung eines maximalen Füllstandes im Aufnahmebunker ausgebildet ist. Hierdurch kann eine Überfüllung des Aufnahmebunkers durch schüttfähiges Material frühzeitig erfasst und so besonders zuverlässig vermieden werden.
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Ein besonders effizienter Betrieb kann nach einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung dadurch erzielt werden, dass eine Steuereinheit angeordnet ist, welche mit der Sensoreinrichtung in Verbindung steht. Die Steuereinheit ist ausgebildet, ein Bewegen des Einbringrohrs und/oder ein Ausgeben von schüttfähigem Material in den Boden über die mindestens eine Materialaustrittsöffnung abhängig von einem von der Sensoreinrichtung erfassten Füllstand des schüttfähigen Materials in dem Einbringrohr zu steuern. Eine zuverlässige Erfassung des Füllstandes in dem Einbringrohr ermöglicht ein gesteuertes oder insbesondere auch geregeltes Bewegen des Einbringrohrs zusammen oder abhängig von einem Ausgeben von schüttfähigem Material in den Boden. So kann sichergestellt werden, dass etwa je laufendem Meter einer zu erstellenden Materialsäule eine Mindestmenge an schüttfähigem Material und/oder eine genaue Vorgabemenge und/oder eine Maximalmenge eingebracht wird. Dies erhöht eine gleichbleibende Qualität und Festigkeit der zu erstellenden Materialsäule im Boden.
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Insbesondere ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, dass die Steuereinheit ausgebildet ist, ein Erreichen eines unteren und/oder oberen Grenzfüllstandes von schüttfähigem Material in dem Einbringrohr festzustellen und dies einem Maschinenbediener anzuzeigen und/oder ein Beschicken von weiterem schüttfähigem Material in den Aufnahmebunker zu veranlassen beziehungsweise zu beenden. Es kann so insbesondere ein bedarfsgerechtes Beschicken von schüttfähigem Material in den Aufnahmebunker und in das Einbringrohr erreicht werden.
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Für eine Qualitätssicherung und eine Qualitätsüberwachung der zu erstellenden Materialsäule ist es nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung bevorzugt, dass die Steuereinheit ausgebildet ist, den aktuellen Ist-Füllstand an schüttfähigem Material in dem Einbringrohr über eine Tiefenlage des Einbringrohrs im Boden zu bestimmen und insbesondere abzuspeichern. Hierdurch kann besonders gut überwacht werden, in welcher Tiefenlage welche Menge an schüttfähigem Material ausgegeben worden ist. Dies lässt Rückschlüsse auf den Aufbau des Bodens zu, etwa zu einem Vorhandensein von weichen Bodenschichten oder Hohlräumen im Boden. Weiter kann ein unterschiedliches Einbringen des schüttfähigen Materials in einzelnen Tiefenlagen durchgeführt werden, etwa wenn weichere oder härtere Bodenschicht vorliegen. Auch kann eine ordnungsgemäße Erstellung einer Materialsäule im Boden überwacht und dokumentiert werden. Ein Speichern der erfassten Daten während der Herstellung der Materialsäule kann für einen späteren Nachweis der Qualität und für eine exakte Bestimmung der Festigkeit oder Tragfähigkeit der Materialsäule verwendet werden.
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Die Erfindung betrifft weiterhin ein Trägergerät für eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule, insbesondere einer Rüttelstopfsäule, mit
- einem Trägerfahrzeug,
- einem Mast, welcher an dem Trägerfahrzeug angeordnet und im Betrieb zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule im Wesentlichen vertikal angeordnet ist,
- einem Mastschlitten, welcher entlang des Mastes verfahrbar gelagert ist und an welchem die Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule angeordnet ist, und
- einer Beschickungseinrichtung zum Beschicken von schüttfähigem Material in einen Aufnahmebunker der Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule, wobei die Beschickungseinrichtung aufweist:
- -- einen Beschickungsschlitten, welcher entlang des Mastes verfahrbar ist,
- -- einen am Beschickungsschlitten ausgebildeten Beschickungsraum, welcher zum Aufnehmen von schüttfähigem Material ausgebildet ist,
- -- einer an dem Beschickungsschlitten angeordneten Verschlusseinrichtung, welche den Beschickungsraum seitlich oder unten verschließt und zwischen einer geschlossenen Verfahrposition, in welcher der Beschickungsschlitten entlang des Mastes verfahrbar ist, und einer geöffneten Abgabeposition verstellbar ist, in welcher schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum des Beschickungsschlittens in den Aufnahmebunker abgebbar ist,
wobei das Trägergerät dadurch gekennzeichnet ist,
- dass eine Messeinrichtung angeordnet ist, mit welcher eine Ist-Füllmenge und/oder eine Veränderung der Ist-Füllmenge an schüttfähigem Material in dem Beschickungsraum erfassbar ist,
- dass an der Verschlusseinrichtung ein Stellantrieb angeordnet ist, mit welchem die Verschlusseinrichtung definiert geöffnet und geschlossen werden kann, und
- dass eine Steuereinheit angeordnet ist, welche mit der Messeinrichtung und dem Stellantrieb in Verbindung steht und zum gesteuerten Zuführen einer bestimmten Menge an schüttfähigem Material aus dem Beschickungsraum der Beschickungseinrichtung in den Aufnahmebunker der Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule ausgebildet ist.
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Eine Grundidee des erfindungsgemäßen Trägergerätes kann darin gesehen werden, eine Ist-Füllmenge und/oder die Veränderung der Ist-Füllmenge in dem Beschickungsraum des Beschickungsschlittens zu erfassen. Mittels einer Steuereinheit kann gesteuert eine bestimmte Menge an schüttfähigem Material aus dem Beschickungsraum am Beschickungsschlitten in den Aufnahmebunker einer Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule zugeführt werden, wobei die Abnahme an schüttfähigem Material in dem Beschickungsraum der Zuführmenge in den Aufnahmebunker entspricht.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung steuert die Steuereinheit eine Verschlusseinrichtung an dem Beschickungsraum. Die Verschlusseinrichtung wird zunächst geöffnet und bei Erreichen der vorgesehenen Abgabemenge wieder von der Steuereinheit geschlossen. Es kann so ein bedarfsgerechtes Füllen des Aufnahmebunkers durch die Beschickungseinrichtung erfolgen. Somit kann ein Einbringrohr mit besonders hoher Genauigkeit mit der benötigten Menge an schüttfähigem Material zum Herstellen einer Materialsäule im Boden versehen werden. Hierdurch wird ein effizientes und besonders wirtschaftliches Herstellen der Materialsäule im Boden ermöglicht.
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Grundsätzlich kann die Steuereinheit von einem Maschinenbediener manuell bedient werden, wobei über die Steuereinheit, etwa über einen Anzeigebildschirm, angezeigt wird, wenn die gewünschte Menge an schüttfähigem Material abgegeben ist. Ein effizienter automatischer Betrieb wird nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass durch die Steuereinheit eine definierte Füllmenge vorgebbar ist, welche von der Beschickungseinrichtung an schüttfähigem Material an den Aufnahmebunker abzugeben ist, und dass die Steuereinheit die Verschlusseinrichtung öffnet und abhängig von einer durch die Messeinrichtung erfassten Änderung der Ist-Füllmenge an schüttfähigem Material in dem Beschickungsraum wieder schließt, wenn die definierte Füllmenge an schüttfähigem Matetrial abgegeben ist. In der Steuereinheit ist ein entsprechendes automatisches Steuerprogramm hinterlegt, so dass ein automatisches und sehr genaues Abgeben von schüttfähigem Material aus der Beschickungseinrichtung in den Aufnahmebunker erfolgen kann.
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Zum Erfassen der Ist-Füllmenge in den Beschickungsraum kann grundsätzlich jede geeignete Messeinrichtung eingesetzt werden, etwa auch ein optischer Füllstandmesser, insbesondere mit einer Lasermesseinrichtung, oder auch eine optische Kamera mit einer geeigneten Bildauswertesoftware. Besonders bevorzugt ist es nach einer Ausführungsform der Erfindung, dass die Messeinrichtung zum Erfassen einer Gewichtskraft der Beschickungseinrichtung ausgebildet ist. Mit der Messeinrichtung kann so insbesondere eine Veränderung des Gewichts der Beschickungseinrichtung erfasst werden, wobei eine Abnahme der Gewichtskraft ein Maß dafür ist, wieviel schüttfähiges Material an den Aufnahmebunker abgegeben wird.
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Besonders zweckmäßig ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass der Beschickungsschlitten entlang einer Linearführung des Mastes geführt und mittels eines Hubseils am Mast verfahrbar ist. Das Hubseil ist insbesondere über den Mastkopf geführt und kann mittels einer Hubwinde zum Heben und Senken des Beschickungsschlittens bewegt werden. Bei bzw. nach einem nach-unten-Fahren des Beschickungsschlittens kann dieser etwa von einem Bagger oder einer anderen Vorrichtung mit schüttfähigem Material befüllt werden. Durch ein nach-oben-Fahren des Beschickungsschlittens zu einer Abgabeposition an den Aufnahmebunker kann dann ein entsprechendes Abgeben von schüttfähigem Material an den Aufnahmebunker erfolgen.
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Dabei ist es nach einer Ausführungsvariante der Erfindung besonders vorteilhaft, dass das Hubseil an dem Mast über eine Rolle geführt ist, an welcher die Messeinrichtung angeordnet ist, welche eine Gewichtskraft als ein Maß für die Ist-Füllmenge erfasst. Insbesondere an einer Achse der Rolle kann eine Kraftmesseinrichtung angeordnet sein, mit welcher die Last an der Rolle erfasst wird, welche von dem Gewicht des Beschickungsschlittens auf die Rolle ausgeübt wird. Somit kann über diese Kraftmesseinrichtung eine Veränderung des Gewichts der Beschickungseinrichtung besonders zuverlässig erfasst und festgestellt werden.
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Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer Füllstopfsäule aus einem schüttfähigem Material im Boden, mit einem Einbringrohr, welches zum Eintreiben in den Boden ausgebildet ist und an einem unteren Ende zumindest eine Materialaustrittsöffnung aufweist, und einem Aufnahmebunker, welcher an einem oberen Bereich des Einbringrohres angeordnet ist, wobei
- das Einbringrohr in den Boden eingetrieben wird,
- über den Aufnahmebunker das Einbringrohr mit einer Menge an schüttfähigem Material befüllt wird und
- das schüttfähige Material über die mindestens eine Materialaustrittsöffnung am Einbringrohr in den Boden ausgegeben wird, wobei mittels eines Rüttelantriebes das Einbringrohr in Rüttelschwingungen versetzt wird und mittels einer Druckluftzuführeinrichtung Druckluft in das Innere des Einbringrohres zum Unterstützen des Materialflusses im Einbringrohr eingeleitet wird,
wobei vorgesehen ist,
- dass im Bereich des Aufnahmebunkers eine Sensoreinrichtung angeordnet ist, mit welcher ein Füllstand an schüttfähigem Material bis in einen unteren Bereich des Einbringrohres erfasst werden kann,
- dass der Aufnahmebunker mit einem geschlossenen Gehäuse mit einer verschließbaren Zuführöffnung zur Zufuhr von schüttfähigem Material in den Aufnahmebunker ausgebildet ist, wobei bei einer Einleitung von Druckluft mittels der Druckluftzuführeinrichtung die Zuführöffnung mittels einer Öffnungsklappe luftdicht verschlossen wird, und
- dass beim Einbringen des schüttfähigen Materials in den Boden der Füllstand an schüttfähigem Material in dem Einbringrohr durch die Sensoreinrichtung erfasst wird, wobei ein Durchgang zwischen dem Aufnahmebunker und dem darunter angeordneten Einbringrohr beim Einbringen des schüttfähigen Materials in den Boden offen ist
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Mit dem Verfahren können die zuvor beschriebenen Vorteile bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt werden. Das Verfahren kann insbesondere durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule, insbesondere einer Rüttelstopfsäule aus einem schüttfähigen Material im Boden, ausgeführt werden.
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Die Erfindung betrifft schließlich noch ein Verfahren zum Beschicken einer Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule, insbesondere einer Rüttelstopfsäule, mittels eines erfindungsgemäßen Trägergeräts, wobei das Trägergerät umfasst:
- ein Trägerfahrzeug,
- einen Mast, welcher an dem Trägerfahrzeug angeordnet und im Betrieb zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule im Wesentlichen vertikal angeordnet ist,
- einen Mastschlitten, welcher entlang des Mastes verfahrbar gelagert ist und an welchem die Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule angeordnet ist, und
- eine Beschickungseinrichtung zum Beschicken von schüttfähigem Material in einen Aufnahmebunker der Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule, wobei
- -- ein Beschickungsschlitten der Beschickungseinrichtung entlang des Mastes verfahren wird,
- -- ein am Beschickungsschlitten ausgebildeter Beschickungsraum schüttfähiges Material aufnimmt,
- -- eine an dem Beschickungsschlitten angeordnete Verschlusseinrichtung, welche den Beschickungsraum seitlich oder unten verschließt, zwischen einer geschlossenen Verfahrposition, in welcher der Beschickungsschlitten entlang des Mastes verfahrbar ist, und einer geöffneten Abgabeposition verstellt wird, in welcher schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum des Beschickungsschlittens in den Aufnahmebunker abgeben wird,
wobei vorgesehen ist,
- dass mittels einer Messeinrichtung eine Ist-Füllmenge und/oder eine Veränderung der Ist-Füllmenge an schüttfähigem Material in dem Beschickungsraum erfasst wird,
- dass die Verschlusseinrichtung mittels eines Stellantriebes von einer Steuereinheit definiert geöffnet und geschlossen wird, und
- dass eine Steuereinheit mit der Messeinrichtung und dem Stellantrieb in Verbindung steht und ein Zuführen einer bestimmten Menge an schüttfähigem
Material aus dem Beschickungsraum der Beschickungseinrichtung in den Aufnahmebunker der Vorrichtung zum Herstellen einer Rüttelstopfsäule steuert.
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Mit dem Verfahren können die zuvor beschriebenen Vorteile bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt werden. Das Verfahren kann insbesondere durch das erfindungsgemäße Trägergerät ausgeführt werden.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter beschrieben, welche schematisch in den Zeichnungen dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- Ein Trägergerät mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule in Seitenansicht;
- Figuren 2 - 4
- Detailansichten zu einem Beschickungsschlitten des Trägergerätes nach Figur 1 in verschiedenen Betriebszuständen;
- Figur 5
- eine Detail-Querschnittsansicht zu dem Beschickungsschlitten gemäß Figur 1 beim Beschicken einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 6
- eine alternative Ausgestaltung zum Beschickungsschlitten entsprechend der Darstellung von Figur 5;
- Figur 7
- eine Detailansicht zu einer Öffnungsklappe an einem Aufnahmebunker einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 8
- schematische Darstellung zu einer ersten Sensoranordnung an einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 9
- eine Ansicht zu einer zweiten Sensoranordnung bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 10
- eine mögliche Bildschirmdarstellung zu einer Steuereinheit bei der Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Figur 11
- eine weitere Bildschirmansicht entsprechend Figur 10.
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Ein erfindungsgemäßes Trägergerät 10 mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 50 zum Herstellen einer Materialsäule im Boden ist stark schematisiert in Figur 1 dargestellt. Das Trägergerät 10 weist ein Trägerfahrzeug 12 mit einem Mast 20 auf. Das Trägerfahrzeug 12 kann ein Raupenfahrwerk 14 umfassen, auf welchem ein Oberwagen 16, vorzugsweise drehbar, gelagert sein kann. Der Mast 20 kann vorzugsweise über einen Anlenkmechanismus 18 verstellbar an dem Trägerfahrzeug 12 gelagert sein. Im Betrieb kann der Mast 20 vorzugsweise im Wesentlichen vertikal gerichtet sein, wobei der Mast 20 über den Anlenkmechanismus 18 in einem anderen Anstellwinkel oder zu Transportzwecken auch horizontal angeordnet sein kann.
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Der Mast 20 ist vorzugsweise als ein Mäkler ausgebildet, wobei an der Vorderseite des Mastes 20 eine Linearführung 22 ausgebildet sein kann. Entlang des Mastes 20 kann ein Mastschlitten 24 mittels der Linearführung 22 verschiebbar geführt sein. Der Mastschlitten 24 kann über einen Stellantrieb verstellt werden, welcher vorzugsweise ein nicht dargestelltes Anlenkseil und eine Seilwinde umfassen kann.
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An dem Mastschlitten 24 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 50 zum Herstellen einer Materialsäule im Boden angebracht. Die Vorrichtung 50 weist ein längliches Einbringrohr 52 auf, an dessen oberem Ende ein trichterartig vergrößerter Aufnahmebunker 54 zum Aufnehmen von schüttfähigem Material zum Bilden einer Materialsäule im Boden ausgebildet ist. An einem unteren Endbereich des Einbringrohres 52 ist mindestens eine Materialaustrittsöffnung 56 ausgebildet, aus welcher das schüttfähige Material zum Bilden einer Materialsäule im Boden austreten kann. Weiterhin ist im unteren Bereich des Einbringrohres 52 oberhalb der Materialaustrittsöffnung 56 ein Rüttelantrieb 58 angeordnet, mit welchem das Einbringrohr 52 insgesamt in eine Rüttel- oder Schwingbewegung versetzt werden kann. Bei aktiviertem Rüttelantrieb 58 kann so die Vorrichtung 50 durch das Eigengewicht und/oder durch eine zusätzliche Krafteinwirkung über den Mastschlitten 24 vertikal in den Boden eingetrieben werden.
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Nach Erreichen einer Endtiefe wird das Einbringrohr 52 wieder rückgezogen, wobei über die Materialaustrittsöffnung 56 im Einbringrohr 52 befindliches Schüttgut, insbesondere Kies oder Sand, in den gebildeten Freiraum im Boden zum Bilden einer Materialsäule eingebracht werden kann. Der Materialfluss im Einbringrohr 52 kann durch gezieltes Einleiten von Druckluft aus einer Druckluftzuführeinrichtung 60 unterstützt werden. Durch eine weitere Rüttelbewegung und/oder ein zyklisches nach-unten-Verfahren (Stopfen) kann eine Verdichtung der gebildeten Materialsäule im Boden bewirkt werden, wobei die so gebildete Materialsäule auch als eine sogenannte Rüttelstopfsäule bezeichnet werden kann.
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Der grundsätzliche Aufbau einer Vorrichtung 50 sowie das grundsätzliche Verfahren zum Herstellen einer derartigen Materialsäule im Boden sind bekannt.
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Spätestens nach einem Eintreiben des Einbringrohres 52 in den Boden wird dieses über den Aufnahmebunker 54 mit schüttfähigem Material befüllt. Hierzu ist an dem Trägergerät 10 eine Beschickungseinrichtung 30 mit einem Beschickungsschlitten 32 angeordnet. Der Beschickungsschlitten 32 kann vorzugsweise ebenfalls an der Linearführung 22 am Mast 20 verschiebbar geführt sein. Zum Heben und Senken des Beschickungsschlittens 32 ist dieser mit einem Hubseil 26 verbunden, welches über mindestens eine Rolle 28 an einem Mastkopf 21 des Mastes 20 geführt ist und mit einer Seilwinde 27 in Verbindung steht.
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Zum Beladen eines Beschickungsraumes 34 des Beschickungsschlittens 32 wird der Beschickungsschlitten 32 entlang des Mastes 20 nach unten zu einer Beschickungsposition am oder nahe zum Boden bewegt. In dieser Position kann der Beschickungsraum 34 über eine Öffnung an seiner Oberseite, etwa über einen Radlader, mit schüttfähigem Material befüllt werden. Sodann wird der Beschickungsschlitten 32 mittels der Seilwinde 27 und dem Hubseil 26 nach oben zu einer Beschickungsposition im Bereich des Aufnahmebunkers 54 gefahren, wie nachfolgend noch genauer erläutert wird.
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Der Aufbau und die Funktionsweise der Beschickungseinrichtung werden nachfolgend näher in Zusammenhang mit den Figuren 2 bis 4 beschrieben.
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In Figur 2 ist die Beschickungseinrichtung 30 in einem Beschickungszustand dargestellt. An einem unteren Ende des Beschickungsraumes 34, welcher vorzugsweise ein sich trichterartig nach unten verjüngendes Gehäuse aufweisen kann, ist eine Schüttrinne 36 vorzugsweise mittels eines ersten Stellzylinders 37 nach unten und radial nach außen ausgefahren. Eine Verschlusseinrichtung 40 ist geöffnet, wobei eine Verschlussplatte 41 mittels eines Stellantriebes 42, welcher insbesondere einen zweiten Stellzylinder umfasst, nach oben gefahren und damit eine Abgabeöffnung am unteren Ende des Aufnahmeraumes 34 freigegeben ist. In diesem Zustand kann schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum 34 über die Schüttrinne 36 in einen hier nicht dargestellten Aufnahmebunker einer Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule im Boden abgegeben werden.
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Ein geschlossener Zustand der Beschickungseinrichtung 30 ist in Figur 3 gezeigt. In diesem Zustand ist die Schüttrinne 36 über den ersten Stellzylinder 37 wieder radial ein- und nach oben in eine Rückzugsposition gefahren. Mittels des Stellantriebes 42 ist die Verschlussplatte 41 nach unten in eine Verschlussposition gefahren, so dass der Beschickungsraum 34 nach unten geschlossen ist. In diesem geschlossenen Zustand kann die Beschickungsreinrichtung 30 entlang des Mastes verfahren und insbesondere zur Aufnahme von neuem schüttfähigen Material über den oben offenen Beschickungsraum 34 wieder beladen werden.
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Gemäß Figur 4 ist verdeutlicht, dass die Beschickungseinrichtung 30 einen Beschickungsschlitten 32 mit einem Grundschlitten aufweisen kann, an welchem der trichterartige Beschickungsraum 34 entlang einer Linearführung verstellbar ist. Hierdurch kann der Beschickungsraum 34 zu einem Aufnahmebunker feinjustiert werden, ohne dass der Beschickungsschlitten 32 gegenüber einem Mast 20 verfahren werden muss.
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Der Beschickungszustand wird weiter in Zusammenhang mit Figur 5 beschrieben. Dabei befindet sich die Beschickungseinrichtung 30 mit dem befüllten Beschickungsraum 34 an einer definierten Beschickungsposition im Bereich des Aufnahmebunkers 54 an einem Einbringrohr 52. Der Darstellung von Figur 5 ist insbesondere zu entnehmen, dass ein Durchgang 55 zwischen dem Aufnahmebunker 54 und dem Einbringrohr 52 offen sein kann.
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Der Aufnahmebunker 54 ist mit einem grundsätzlich druck- oder luftdicht geschlossenen Gehäuse 66 ausgebildet, welches eine verschließbare Zuführöffnung 67 aufweist. Zum Öffnen und Schließen der Zuführöffnung ist eine Schließeinrichtung 75 mit einer klappbar angelenkten Öffnungsklappe 76 ausgebildet. Über einen Verstellantrieb 78, welcher insbesondere ein weiterer Stellzylinder sein kann, ist die Öffnungsklappe 76 zwischen der dargestellten, nach innen eingeschwenkten Öffnungsposition und einer Verschlussposition verstellbar, in welcher die Zuführöffnung 67 druck- oder luftdicht abgeschlossen ist.
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Bei der dargestellten Öffnungsposition kann die Schüttrinne 36 der Beschickungseinrichtung 34 ausgefahren und zur oder in die Zuführöffnung 67 eingefahren werden, wie in Figur 5 anschaulich zu sehen ist. Durch Öffnen des Beschickungsraumes 34 kann schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum 34 über die schräg nach unten gerichtete Schüttrinne in den Aufnahmebunker 54 und damit in das Einbringrohr 52 gelangen.
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Die Beschickungseinrichtung 30 ist an dem Hubseil 26 aufgehängt, welches über mindestens eine Rolle 28 am Mastkopf 21 des Mastes 20 geführt ist. Insbesondere an der Achse der Rolle 28 kann eine Messeinrichtung, insbesondere ein Kraftmessbolzen, angeordnet sein, so dass das sich beim Entladen des Beschickungsraumes 34 verringernde Gewicht der Beschickungseinrichtung 30 unmittelbar erfasst werden kann. Die Messeinrichtung steht in Verbindung mit einer nicht dargestellten Steuereinrichtung, durch welche bei Erreichen einer bestimmten Abgabemenge der Beschickungsvorgang gestoppt werden kann. Hierzu können über die Steuereinrichtung die Verschlusseinrichtung 40 betätigt und der Beschickungsraum 34 nach unten verschlossen werden. Eine gewisse, geringfügige Menge an schüttfähigem Material kann vorzugsweise direkt aus der Beschickungseinrichtung auf die herzustellende Säule aufgefüllt werden. Über die Messeinrichtung, insbesondere den Kraftmessbolzen am Hubseil, können Gewicht und Menge des Materials erfasst und zur Gesamtsäulenmenge in der Steuereinheit aufaddiert werden. Dies kann die Qualitätssicherung verbessern.
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Eine abgewandelte Anordnung einer Beschickungseinrichtung 30 ist schematisch in Figur 6 dargestellt. Insbesondere ist gezeigt, dass zum Beschicken des Aufnahmebunkers 54 die Schüttrinne 36 ausgefahren und in den Aufnahmebunker 54 eingefahren ist. Eine Öffnungsklappe 76 zum Zugang zum Innenraum des Aufnahmebunkers 54 kann dabei allein durch die Ausfahrbewegung der Schüttrinne 36 aufgedrückt und geöffnet werden. Bei Rückzug der Schüttrinne 36 kann die Öffnungsklappe 76 allein durch die Schwerkraft und/oder durch eine Federspannung in die Verschlussposition rückgestellt werden.
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Ein Detailansicht einer möglichen Schließeinrichtung 75 zum Öffnen und Schließen der Zuführöffnung 67 an dem Gehäuse 66 des Aufnahmebunkers 54 ist in Figur 7 verdeutlicht. Die Zuführöffnung 67 kann über eine plattenartige Öffnungsklappe 76 druck- und oder luftdicht verschlossen werden. Über einen Verstellantrieb 78, welcher als ein Stellzylinder ausgebildet sein kann, welcher pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch betrieben sein kann, kann die Öffnungsklappe 76 um ein oberes Schwenkgelenk nach innen in eine Öffnungsposition verstellt werden, wie in Figur 7 gezeigt ist. In dieser Öffnungsposition kann die Schüttrinne 36 der Beschickungseinrichtung 30 durch die Zufuhröffnung 67 am Gehäuse 66 des Aufnahmebunkers 54 eingeschoben und so schüttfähiges Material aus dem Beschickungsraum 34 übergeben werden.
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Ein Detail zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen einer Materialsäule ist in Figur 8 dargestellt. An einem oberen Bereich eines Aufnahmebunkers 54 einer Vorrichtung 50 ist eine Sensoreinrichtung 70 mit einem ersten Füllstandsensor 71 angeordnet. Die Sensoreinrichtung 70 ist zum Erfassen eines Füllstandes an schüttfähigem Material bis zu einer Unterseite eines hier nicht gezeigten Einbringrohres ausgebildet, welches unterhalb des Aufnahmebunkers 54 angeordnet und über einen Durchgang 55 verbunden ist. Mit der Sensorreinrichtung 70 und insbesondere dem ersten Füllstandsensor 71 kann aktuell ein Füllstand in dem Einbringrohr 52, dem Durchgang 55 und dem Aufnahmebunker 54 erfasst werden.
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Eine weitere mögliche Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 50 ist in Figur 9 verdeutlicht. Die Sensoreinrichtung 70 am oberen Ende des Aufnahmebunkers 54 weist zwei Füllstandsensoren 71, 72 auf. Der erste Füllstandsensor 71 kann den Füllstand in dem Aufnahmebunker 54, dem Durchgang 55 und insbesondere bis zu einem unteren Bereich des Einbringrohres 52 erfassen. Der erste Füllstandsensor 71 kann insbesondere ein Radarsensor oder ein Lasersensor sein, welcher einen etwa kegelförmigen Erfassungsbereich erzeugt, welcher schematisch in Figur 9 dargestellt ist.
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Es gilt allgemein, dass ein Erfassungsbereich des ersten Füllstandssensors 71 an die geometrischen Gegebenheiten des Einbringrohrs, insbesondere dessen Länge und Durchmesser, anzupassen und entsprechend zu kalibrieren ist.
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Zusätzlich kann die Sensoreinrichtung 70 bei dieser Ausführung einen zweiten Füllstandsensor 72 aufweisen, welcher zum Erfassen eines Füllstandes in dem Aufnahmebunker 54 ausgebildet ist. Hierdurch kann insbesondere ein maximaler Füllstand in dem Aufnahmebunker 54 zuverlässig erfasst werden. Der zweite Füllstandsensor 72 dient somit als eine Art Sicherung gegen ein Überfüllen des Aufnahmebunkers 54, wenn dieser aus einer Beschickungseinrichtung 30 mit schüttfähigem Material befüllt wird.
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In Figur 9 ist weiter eine mögliche Beschickungsposition verdeutlicht, bei welcher die Beschickungseinrichtung 30 mit dem Beschickungsschlitten 32 unmittelbar von unten an den Mastschlitten 24 herangefahren ist, an welchem die Vorrichtung 50 mit dem Einbringrohr 52 gelagert ist.
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Die von der Sensoreinrichtung 70 und/oder der Messeinrichtung, welche vorzugsweise an einer Rolle 28 am Mast 20 angeordnet ist, erfassten Daten können an eine Steuereinrichtung zur Überwachung und zur Steuerung des Betriebs der Vorrichtung 50 und des Verfahrens zum Herstellen einer Materialsäule geleitet werden. Die erfassten Daten und/oder Steuervorgänge können von der Steuereinrichtung über eine Anzeigeeinrichtung, insbesondere mindestens einen Bildschirm, einem Bediener der Vorrichtung angezeigt und visualisiert werden. In den Figuren 10 und 11 sind mögliche Arten einer Visualisierung auf einem Bildschirm dargestellt.
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Figur 10 zeigt eine mögliche Bildschirmdarstellung 80, bei welcher in einem rechten Bereich eine symbolische Skizze 81 der Vorrichtung 50 mit dem Einbringrohr 52 gezeigt ist. Über ein Symbol 82 für die Luftzufuhr wird dem Bediener angezeigt, ob die Druckluftzuführeinrichtung im Betrieb ist oder nicht. Über ein Symbol 83 für die Stellung der Öffnungsklappe wird dem Bediener bildlich angezeigt, ob die Öffnungsklappe an dem Aufnahmebunker 54 geöffnet oder geschlossen ist. In einem Feld für eine Druckanzeige 84 kann ein aktueller Betriebsdruck angegeben sein. Ein Füllstand an schüttfähigem Material kann dem Bediener sowohl als eine numerische Angabe als auch in der Skizze 81 als ein Füllstand in dem Einbringrohr 52 verbildlicht werden. In zwei Feldern kann eine Anzeige 86 zu einer Soll-Einbaumenge und zu einer Ist-Einbaumenge zum Herstellen der Materialsäule im Boden angezeigt sein.
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In einem linken Bereich der Bildschirmdarstellung 80 können verschiedene Einstellparameter in Anzeigen 87 numerisch angegeben sein. Die Einstellparameter können insbesondere einen Hydraulikdruck, einen Säulendurchmesser und eine Rohdichte des schüttfähigen Materials anzeigen. Vorzugsweise können über eine Einstellfunktion die Einstellparameter in diesen Feldern von dem Maschinenbediener eingegeben und geändert werden.
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In einem mittleren Bereich der Bildschirmdarstellung 80 kann eine Anzeige zur Säulenherstellung 88 angeführt sein, welche nachfolgend näher in Figur 11 angegeben ist.
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Eine Anzeige zur Säulenherstellung 88 gemäß Figur 11 kann eine Soll-Mengenanzeige 91 umfassen, in welcher für jede Tiefenlage eine einzubringende Menge an schüttfähigem Material bildlich verdeutlicht ist, wobei in der graphischen Darstellung eine Mindest-Einbringmenge (punktierte vertikale Linie) und eine Soll- oder Maximal-Einbringmenge (durchgehende vertikale Linie) angezeigt sind. In einer daneben angeordneten Ist-Mengenanzeige 92 können zu den entsprechenden Tiefenlagen die tatsächlich eingebrachten aktuellen Mengen an schüttfähigem Material bei der jeweiligen Tiefenlage angezeigt werden. Diese Anzeige ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Menge an schüttfähigem Material je Tiefenlage in mehreren Schritten, etwa beim Einbringen und beim Rückziehen oder bei sich wiederholenden Stopfvorgängen mit Rückziehen und Wiedereinbringen des Einbringrohres 52 in den Boden zugeführt werden. Wiederholungen von einem oder mehreren Verfahrensschritten können vordefiniert und durch die Steuereinheit ausgeführt werden, sollte beispielsweise die Einbaumenge oder der Hydraulikdruck an der Werkzeugspitze, etwa einer Rüttlerspitze, nicht erreicht werden.
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Weiterhin kann in einer Anzeige 93 eine Ist-Tiefe mit Bezug auf die Bodenoberfläche und in einer Anzeige 94 die verbliebene Resttiefe bis zum Erreichen der Zieltiefe angegeben werden. In einem weiteren Anzeigefeld 95 kann ein Betriebsdruck angezeigt werden, insbesondere ein Druck an der Rüttlerspitze.