Messringelement für ein Messsystem für ein Mikromobilitätsfahrzeug, Messsystem und Mikromobilitätsfahrzeug Die vorliegende Erfindung betrifft ein Messringelement für ein Messsystem für ein Mikromobilitätsfahrzeug, ein Messsystem und ein Mikromobilitätsfahrzeug. Im Bereich der Mikromobilitätsfahrzeuge ist es nötig, die Rotationsgeschwindigkeit eines Rades solcher Fahrzeuge zu ermitteln, um somit auf die Geschwindigkeit des Fahrzeugs schließen zu können. Messsysteme, die zu diesem Zweck verwendet werden, sollten einen Manipulationsschutz aufweisen, so dass Manipulationen in Be- zug auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit des jeweiligen Mikromobilitätsfahrzeugs erschwert werden. Aus EP 3590812 A1 ist ein inkrementelles Messwegesystem für ein Fahrrad mit ei- nem Manipulationsschutz zur Ermittlung einer Rotationsgeschwindigkeit eines Rades des Fahrrads relativ zu einem Fixpunkt am Fahrrad bekannt. Der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zu Grunde, eine Alternative zu dem im Stand der Technik bekannten Messsystem vor- zuschlagen. Die vorliegende Erfindung schlägt ausgehend von der vorgenannten Aufgabe ein Messringelement für ein Messsystem für ein Mikromobilitätsfahrzeug mit den Merk- malen nach Anspruch 1, ein Messsystem mit den Merkmalen nach Anspruch 6 und ein Mikromobilitätsfahrzeug mit den Merkmalen nach Anspruch 7 vor. Weitere vorteil- hafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen gehen aus den Unteransprüchen hervor. Ein Messringelement für ein Messsystem für ein Mikromobilitätsfahrzeug zur Ermitt- lung einer Rotationsgeschwindigkeit eines Rades des Mikromobilitätsfahrzeugs weist eine Mehrzahl von voneinander beabstandeten Signalgebern auf. Das Messringele- ment ist dazu eingerichtet, an dem Rad des Mikromobilitätsfahrzeugs angeordnet zu sein. Jeder Signalgeber definiert eine Signalstrecke mit einer Signalstreckenlänge Die Signalgeber sind radial um eine Mittelachse des Messringelements angeordnet.
Das Messringelement weist ein Eichelement auf, wobei das Eichelement als materi- alfreie Ausnehmung des Messringelements ausgeformt ist, wobei das Eichelement zwischen zwei Signalgebern angeordnet ist. „Mikromobilitätsfahrzeug“ bezeichnet hierbei ein motorisiertes oder nicht motorisier- tes Kleinst- und Leichtfahrzeug, das sich durch seine kompakte und leichte Bauweise auszeichnet, und in erster Linie für den individuellen Personentransport konzipiert ist. Insbesondere umfassen Mikromobilitätsfahrzeuge Fahrzeuge mit elektrischem An- trieb oder Hilfsantrieb, wie beispielsweise E-Bikes, Pedelecs, S-Pedelecs, Velomo- bile, Cargobikes, E-Roller, Segways, etc. Mikromobilitätsfahrzeuge können einspu- rige, zweispurige oder mehrspurige Fahrzeuge sein. Das Messringelement kann, wenn dieses bei einem vorzugsweise inkrementellen Messsystem eines Mikromobilitätsfahrzeugs zum Einsatz kommt, koaxial zur Rotati- onsachse des Rades, dessen Rotationsgeschwindigkeit bestimmt werden soll, ange- ordnet werden, so dass dieses mit dem Rad mitrotiert. Das Messringelement weist ein Trägerlement auf, welches z. B. aus metallischem Material, aus einem Kunststoff- material, aus einem Faserkunststoffverbundmaterial oder aus anderem geeigneten Material ausgebildet sein kann. Das Trägerelement und somit das Messringelement ist dabei in Form eines vollen Kreisrings oder als Ringsegment, also als nicht voll- ständiger Kreisring, der einen Spalt aufweist, ausgeformt. Das Trägerlement trägt die Signalgeber und weist das Eichelement auf. Die Signalgeber und das Eichelement sind radial um die Mittelachse herum angeord- net, wobei die Mittelachse durch eine Rotationsachse des Rades definiert ist, wenn das Messringelement in einem Messsystem eines Mikromobilitätsfahrzeugs verwen- det wird. Beispielsweise können die Signalgeber zum Großteil rotationssymmetrisch um die Mittelachse angeordnet sein. Die Signalgeber sind beispielsweise erhaben zum Trägerelement ausgebildet, d. h. das Trägerelement definiert eine Ebene, auf welcher die Signalgeber angeordnet sind, so dass diese über diese Ebene hinausra- gen. Alternativ dazu sind die Signalgeber in das Trägerelement eingelassen, so dass die Signalgeber nicht über die Ebene hinausragen, die das Trägerelement definiert. Bis auf die zwei Signalgeber sind sämtliche Signalgeber vorzugsweise zueinander
äquidistant angeordnet. Die Abstände zwischen den einzelnen Signalgebern sind gleichförmig ausgebildet. Lediglich der Abstand zwischen den beiden Signalgebern, zwischen welchen das Eichelement angeordnet ist, ist verschieden von den übrigen Abständen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass eine Rotation des Rades des Mikromobilitätsfahrzeugs auf einfache Art und Weise detektiert werden kann. Jeder Signalgeber weist eine Signalstrecke auf und definiert diese. Jede Signalstre- cke ist in Form eines Kreissegments ausgebildet und weist eine Signalstreckenlänge auf. Die Signalstreckenlänge beeinflusst direkt die Auflösung des Sensorsignals, wel- ches durch das Abgreifen der Signalstrecke hervorgerufen wird. Jeder Signalgeber ist vorzugsweise aus einem magnetischem Material ausgebildet. Alternativ kann je- der Signalgeber aus einem nicht magnetischen Material ausgebildet sein. Die Signal- strecke der einzelnen Signalgeber kann mittels eines Sensorelements abgegriffen werden, wenn die das Messringelement in einem Messsystem eines Mikromobilitäts- fahrzeugs verwendet wird. Das Sensorelement kann beispielsweise als magneti- scher, induktiver, kapazitiver oder optischer Sensor, Hallsensor, oder Ultra- schallsensor ausgebildet sein. Insgesamt sind das Sensorelement und die Signalge- ber so zu wählen, dass diese miteinander kompatibel sind, so dass das Sensorele- ment die Signalgeber detektieren und die Signalstrecken abgreifen kann, z. B. ist ein Hallsensor kompatibel mit einem Signalgeber aus magnetischem Material. Das Eichelement ist ausgeformt als materialfreie Ausnehmung des Messringele- ments, wobei das Eichelement zwischen zwei Signalgebern angeordnet ist. Das Ei- chelement ist beispielsweise ausgebildet als Fenster oder Spalt im Trägerelement des Messringelements. Beispielsweise kann das Eichelement als der Spalt ausge- formt sein, wenn das Messringelement als Ringsegment ausgebildet ist. In anderen Worten wird das Eichelement durch das Fehlen wenigstens eines Signalgebers aus- geformt. Das Eichelement weist vorzugsweise den gleichen radialen Abstand zur Mit- telachse auf wie die Signalgeber. Das Eichelement weist eine Eichstrecke auf, die in Form eines Kreissegments ausgebildet ist und eine Eichstreckenlänge aufweist. Die Eichstrecke ist in anderen Worten eine „Nicht-Signalstrecke“, da diese aufgrund des Fehlens wenigstens eines Signalgebers festgelegt ist.
Werden bei der Verwendung des Messringelements in einem Messsystem eines Mik- romobilitätsfahrzeugs mittels des Sensorelements die Signalstrecken der Signalge- ber während der Rotation des Rades abgegriffen, wird mittels des Sensorelements auch die Eichstrecke detektiert. Ausgehend von den abgegriffenen Signalstrecken kann auf die Rotationsgeschwindigkeit des Rades geschlossen werden. Ausgehend von der detektierten Eichstrecke kann auf die tatsächliche Rotationsgeschwindigkeit des Rades geschlossen werden. Bei einer vollständigen Rotation des Rades des Mikromobilitätsfahrzeugs – und somit bei einer vollständigen Rotation des Messrin- gelements – passiert das Eichelement das Sensorelement genau ein Mal. Dadurch ist es möglich, eine tatsächliche Vollrotation des Rades festzustellen. Einer Manipula- tion des Messsignals und/oder einer fehlerhaften Übermittlung des Messsignals kann so entgegengewirkt werden. Nach einer weiterbildenden Ausführungsform definiert das Eichelement eine Eich- strecke, die eine Eichstreckenlänge aufweist, die verschieden ist von den Signalstre- ckenlängen der einzelnen Signalgeber. Dadurch ist gewährleistet, dass das Eichele- ment sicher detektiert werden kann. Einer fehlerhaften Detektion eines Zwischen- raums zwischen zwei Signalgebern als Eichelement kann somit vorgebeugt werden. Beispielsweise kann das Eichelement eine Eichstrecke aufweisen, die eine Eichstre- ckenlänge aufweist, die doppelt oder dreimal so lang ist, wie die Signalstreckenlänge der jeweiligen Signalstrecken der Signalgeber. Das Eichelement würde also bei- spielsweise eine dreifache „Nicht-Signalstrecke“ als Eichstreckenlänge aufweisen. Nach einer weiterbildenden Ausführungsform sind die Signalgeber sämtlich gleichför- mig zueinander ausgebildet. Sämtliche Signalgeber weisen somit dieselben Abmes- sungen und dasselbe Material auf. Dadurch kann gewährleistet werden, dass eine Rotation des Rades des Mikromobilitätsfahrzeugs auf einfache Art und Weise detek- tiert werden kann. Zudem ist dies bei der Herstellung des Messringelements vorteil- haft, da die Anzahl der Gleichteile erhöht wird. Nach einer weiterbildenden Ausführungsform unterliegen die Positionen der Signal- geber und des Eichelements auf dem Messringelement einer unregelmäßigen Win- kelteilung über einen Umfang des Messringelements. Die Winkelteilung entspricht
somit nicht 360° / Anzahl der Elemente. Im Gegensatz zu einer exakten Winkeltei- lung, die 360° / Anzahl der Elemente entspricht, ist es somit möglich, die Eichstre- ckenlänge beliebig lang und unabhängig von den Signalstreckenlängen der jeweili- gen Signalstrecken der Signalgeber zu gestalten. Über die unregelmäßige Winkeltei- lung ist es möglich, die Größenabweichung des Eichelements stärker zu variieren. Es müssen daher bei der Produktgestaltung keine groben Sprünge bezüglich der Eich- streckenlänge in Kauf genommen werden. Dadurch kann die Auflösung des Sensor- signals nach Bedarf gewählt werden. Ein Messsystem für ein Mikromobilitätsfahrzeug zur Ermittlung einer Rotationsge- schwindigkeit eines Rades des Mikromobilitätsfahrzeugs weist das Sensorelement auf, welches dazu eingerichtet ist, an einem stehenden Bauelement des Mikromobili- tätsfahrzeugs fixiert zu sein. Das Messsystem weist zusätzlich das Messringelement auf, welches an dem Rad des Mikromobilitätsfahrzeugs anordenbar ist, so dass das Messringelement mit dem Rad rotiert. Das Sensorelement ist zusätzlich dazu einge- richtet, bei einer Rotation des Rades ausgehend von einem Abtasten der Signalstre- cken der Signalgeber und der Eichstrecke des Eichelements des Messringelements ein Sensorsignal auszugeben. Das Sensorelement und das Messringelement wurden bereits in der vorherigen Be- schreibung beschrieben. Das Messsystem ist als inkrementelles Messsystem ausge- bildet. Das Sensorelement wird, wenn das Messsystem in einem Mikromobilitätsfahr- zeug verwendet wird, an einem stehenden Bauelement des Mikromobilitätsfahrzeugs fixiert. Das stehende Bauelement nimmt nicht an der Rotationsbewegung des Rades des Mikromobilitätsfahrzeuges teil. Das stehende Bauelement kann beispielsweise als eine Karosserie, eine Gabel, ein Rahmen oder ein anderes geeignetes Bauele- ment des Mikromobilitätsfahrzeugs ausgebildet sein. Das stehende Bauelement sollte derart gewählt werden, dass das Sensorelement so befestigt werden kann, dass dieses die Signalgeber und das Eichelement während der Rotation des Rades ungehindert erfassen kann. Das Sensorelement generiert ein Sensorsignal, welches am Sensorelement abgegrif- fen werden kann. Das Sensorsignal kann beispielsweise im Anschluss ausgewertet
werden mittels einer Auswerteeinrichtung eines Steuergeräts des Mikromobilitäts- fahrzeugs. Das Sensorsignal wird dann generiert, wenn das Messringelement mit dem Rad des Mikromobilitätsfahrzeugs mitrotiert und die Signalgeber und das Eiche- lement am Sensorelement vorbeirotieren, wodurch es zu einer Wechselwirkung zwi- schen dem Sensorelement und den Signalgebern und dem Eichelement kommt. Ein Mikromobilitätsfahrzeug mit wenigstens einem Rad weist das Messsystem auf, das bereits in der vorherigen Beschreibung beschrieben wurde. Das Messringele- ment ist an dem Rad angeordnet, so dass das Messringelement mit dem Rad rotiert. Das Sensorelement ist an einem stehenden Bauelement des Mikromobilitätsfahr- zeugs fixiert, so dass die Signalstrecken der Signalgeber und die Eichstrecke des Ei- chelements des Messringelements mittels des Sensorelements abtastbar sind. Die Abtastung der Signalstrecken und der Eichstrecke erfolgt nur dann, wenn das Rad und somit auch das Messringelement rotiert. Dies wurde bereits in der vorherigen Beschreibung beschrieben. Anhand der im Folgenden erläuterten Figuren werden verschiedene Ausführungsbei- spiele und Details der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen beispielhaft: Fig.1 eine schematische Darstellung eines Mikromobilitätsfahrzeugs mit einem Messsystem nach einem Ausführungsbeispiel, Fig.2 eine schematische Darstellung eines Messringelements nach einem Ausfüh- rungsbeispiel, Fig.3 eine schematische Darstellung eines Messringelements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel, Fig.4 eine schematische Darstellung eines Messringelements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel, Fig.5 eine schematische Darstellung eines Messringelements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel.
Fig.1 zeigt eine schematische Darstellung eines Mikromobilitätsfahrzeugs 1 mit ei- nem Messsystem 5 nach einem Ausführungsbeispiel. Das Mikromobilitätsfahrzeug 1 ist hier beispielhaft als (S-) Pedelec dargestellt. Alternativ kann das Mikromobilitäts- fahrzeug 1 als E-Bike, Velomobil, Cargobike, E-Roller, Segway, oder als anderes Mikromobilitätsfahrzeug ausgebildet sein. Das Mikromobilitätsfahrzeug 1 weist zwei Räder 3 und ein stehendes Bauelement 10, z. B. eine Gabel, auf. Im Bereich des Vorderrades 3 ist das Messsystem 5 angeordnet. Das Messsystem 5 kann alternativ dazu selbstverständlich auch am Hinterrad angeordnet werden. Das Messsystem 5 ist als inkrementelles Messsystem 5 ausgebildet. Das Messsys- tem 5 weist ein Messringelement 2 und ein mit dem Messringelement 2 kompatibles Sensorelement 4 auf. Das Messringelement 2 ist vorzugsweise nach einem der Aus- führungsbeispiele aus den Figuren 2 bis 5 ausgeformt. Das Messringelement 2 ist am Vorderrad 3 des Mikromobilitätsfahrzeugs 1 angeord- net, so dass dieses mit dem Rad 3 mitrotiert. Das Messringelement 2 ist auf der Rad- achse des Vorderrads 3 angebracht, wobei die Radachse koaxial zu einer Mittel- achse M des Messringelements 2 verläuft. Das Sensorelement 4 ist an der Gabel des Mikromobilitätsfahrzeugs 1 fixiert, wobei die Gabel ein stehendes Bauelement 10 des Mikromobilitätsfahrzeugs 1 darstellt. Rotiert nun das Rad 3 um die Achse, vollführt das Messringelement 2 dieselbe Rota- tionsbewegung. Das Messringelement 2 rotiert an dem Sensorelement 4 vorbei. Da- bei detektiert das Sensorelement 4 die Signalgeber 6, 6a und das Eichelement 8, die das Messringelement 2 aufweist. Das Sensorelement 4 greift die Signalstrecken 7 und die Eichstrecke 9 ab. Ausgehend davon generiert das Sensorelement 4 ein Sen- sorsignal, welches beispielsweise an ein Steuergerät der Mikromobilitätsfahrzeugs 1 weitergeleitet werden kann. Mittels des generierten Sensorsignals ist eine Bestim- mung der tatsächlichen Rotationsgeschwindigkeit des Rades 3 möglich. Fig.2 zeigt eine schematische Darstellung eines Messringelements 2 nach einem Ausführungsbeispiel. Das Messringelement 2 ist als Kreisring ausgebildet und weist
ein Trägerelement 11 auf, welches eine Mehrzahl an Signalgebern 6, 6a trägt und das Eichelement 8 aufweist. Zur besseren Übersicht sind nur drei Signalgeber mit Bezugszeichen versehen. Sämtliche Signalgeber 6, 6a sind gleichförmig zueinander ausgebildet. Das Eichelement 8 ist zwischen zwei Signalgebern 6a angeordnet und wird von diesen in radialer Richtung begrenzt. Sämtliche Signalgeber 6, außer die beiden Signalgeber 6a, zwischen welchen das Eichelement 8 angeordnet ist, sind äquidistant zueinander angeordnet, wobei zwischen jeweils zweien dieser Signalge- bern 6 ein materialfreier Zwischenraum 12 angeordnet ist. Die Zwischenräume 12 sind sämtlich gleichförmig zueinander ausgeformt. Die Zwischenräume 12 sind hier als Fenster ausgeformt, was bezüglich einer Masse des Messringelements vorteilhaft ist. Das Eichelement 8 und die Signalgeber 6, 6a sind auf dem Trägerelement 11 ra- dial um die Mittelachse M angeordnet. Die Signalgeber 6, 6a sind zu einem Großteil rotationssymmetrisch zur Mittelachse M angeordnet. Das Messringelement 2 weist insgesamt 23 Signalgeber 6, 6a auf. Jeder der Signal- geber 6, 6a weist eine Signalstrecke 7 auf, die eine gewisse Signalstreckenlänge aufweist. Die Signalstecken 7 sämtlicher Signalgeber 6, 6a weisen die gleiche Sig- nalstreckenlänge auf. Beispielsweise kann die Signalstreckenlänge ebenso groß sein wie der radiale Abstand zwischen zwei Signalgebern 6, zwischen welchen kein Ei- chelement angeordnet ist. Die Signalgeber 6, 6a sind vorzugsweise aus einem mag- netischen Material ausgeformt. Das Eichelement 8 weist eine Eichstrecke 9 auf, die einen Eichstreckenlänge auf- weist. Die Eichstreckenlänge ist länger ausgebildet als eine einzelne Signalstrecken- länge. Hier ist die Eichstreckenlänge so lang wie sie Summe einer Signalstrecken- länge und zweier Abstände zwischen zwei Signalgebern. Das Eichelement 8 ist als materialfreie Ausnehmung, nämlich als Fenster, in dem Trägerelement 11 ausge- formt. Das Eichelement 8 ersetzt in anderen Worten einen Signalgeber 6 inklusive zweier Zwischenräume 12. Die Eichstrecke 9 stellt in anderen Worten eine „Nicht- Signalstrecke“ dar. Die Positionen der Signalgeber 6, 6a und des Eichelements 8 unterliegen einer re- gelmäßigen Winkelteilung über den Umfang des Messringelements 2. Diese
Winkelteilung beträgt: 360° / (Anzahl der Signalgeber + Anzahl der durch das Eiche- lement ersetzten Signalgeber). Die Winkelteilung beträgt somit α = 360°/24 = 15°. Das heißt, dass jeder Signalgeber 6, 6a um 15° versetzt zu dem vorherigen Signal- geber 6, 6a angeordnet ist, ausgenommen die beiden Signalgeber 6a, zwischen wel- chen sich das Eichelement 8 befindet. Das Eichelement 8 ist direkt benachbart zu seinem vorlaufenden oder nachlaufenden Signalgeber 6a angeordnet. Fig.3 zeigt eine schematische Darstellung eines Messringelements 2 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Prinzipiell ist die Ausformung des Messringelements 2 sehr ähnlich zum Messringelement 2 aus Fig.2. Der Unterschied besteht lediglich in der Anzahl und Anordnung der Signalgeber 6, 6a sowie in der Ausformung des Ei- chelements 8. Mit der in Fig.3 gezeigten Ausformung des Messringelements 3 wird eine höhere Auflösung für das zu generierende Sensorsignal erreicht. Das Messringelement 2 weist insgesamt 55 Signalgeber 6, 6a auf. Jeder der Signal- geber 6, 6a weist eine Signalstrecke 7 auf, die eine gewisse Signalstreckenlänge aufweist. Die Signalstecken 7 sämtlicher Signalgeber 6, 6a weisen die gleiche Sig- nalstreckenlänge auf. Beispielsweise kann die Signalstreckenlänge ebenso groß sein wie der radiale Abstand, also der Zwischenraum 12, zwischen zwei Signalgebern 6, zwischen welchen kein Eichelement angeordnet ist. Die Signalgeber 6, 6a sind vor- zugsweise aus einem magnetischen Material ausgeformt. Das Eichelement 8 weist eine Eichstrecke 9 auf, die einen Eichstreckenlänge auf- weist. Die Eichstreckenlänge ist länger ausgebildet als eine einzelne Signalstrecken- länge. Hier ist die Eichstreckenlänge so lang wie sie Summe einer Signalstrecken- länge und zweier Abstände zwischen zwei Signalgebern. Das Eichelement 8 ist als materialfreie Ausnehmung, nämlich als Fenster, in dem Trägerelement 11 ausge- formt. Das Eichelement 8 ersetzt in anderen Worten einen Signalgeber 6 inklusive zweier Zwischenräume 12. Die Eichstrecke 9 stellt in anderen Worten eine „Nicht- Signalstrecke“ dar. Die Positionen der Signalgeber 6, 6a und des Eichelements 8 unterliegen einer re- gelmäßigen Winkelteilung über den Umfang des Messringelements 2. Diese
Winkelteilung beträgt: 360° / (Anzahl der Signalgeber + Anzahl der durch das Eiche- lement ersetzten Signalgeber). Die Winkelteilung beträgt somit α = 360°/56 = 6,43°. Das heißt, dass jeder Signalgeber 6, 6a um 6,43° versetzt zu dem vorherigen Signal- geber 6, 6a angeordnet ist, ausgenommen die beiden Signalgeber 6a, zwischen wel- chen sich das Eichelement 8 befindet. Das Eichelement 8 ist direkt benachbart zu seinem vorlaufenden oder nachlaufenden Signalgeber 6a angeordnet. Fig.4 zeigt eine schematische Darstellung eines Messringelements 2 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Prinzipiell ist die Ausformung des Messringelements 2 sehr ähnlich zum Messringelement 2 aus Fig.2 und Fig.3. Der Unterschied besteht lediglich in der Anzahl und Anordnung der Signalgeber 6, 6a sowie in der Ausfor- mung des Eichelements 8. Mit der in Fig.4 gezeigten Ausformung des Messringele- ments 3 wird eine höhere Auflösung für das zu generierende Sensorsignal erreicht. Das Messringelement 2 weist insgesamt 55 Signalgeber 6, 6a auf. Jeder der Signal- geber 6, 6a weist eine Signalstrecke 7 auf, die eine gewisse Signalstreckenlänge aufweist. Die Signalstecken 7 sämtlicher Signalgeber 6, 6a weisen die gleiche Sig- nalstreckenlänge auf. Die Signalgeber 6, 6a sind vorzugsweise aus einem magneti- schen Material ausgeformt. Das Eichelement 8 weist eine Eichstrecke 9 auf, die einen Eichstreckenlänge auf- weist. Die Eichstreckenlänge ist länger ausgebildet als eine einzelne Signalstrecken- länge. Hier ist die Eichstreckenlänge so lang wie sie Summe einer Signalstrecken- länge und zweier Abstände zwischen zwei Signalgebern. Das Eichelement 8 ist als materialfreie Ausnehmung, nämlich als Fenster, in dem Trägerelement 11 ausge- formt. Das Eichelement 8 ersetzt in anderen Worten einen Signalgeber 6 inklusive ei- nen Zwischenraum 12. Die Eichstrecke 9 stellt in anderen Worten eine „Nicht-Signal- strecke“ dar. Die Positionen der Signalgeber 6, 6a und des Eichelements 8 unterliegen einer unre- gelmäßigen Winkelteilung über den Umfang des Messringelements 2. Die Winkeltei- lung beträgt hier α = 6,5°. Das heißt, dass jeder Signalgeber 6, 6a um 6,5° versetzt zu dem vorherigen Signalgeber 6, 6a angeordnet ist, ausgenommen die beiden
Signalgeber 6a, zwischen welchen sich das Eichelement 8 befindet. Das Eichele- ment 8 ist direkt benachbart zu seinem vorlaufenden oder nachlaufenden Signalge- ber 6a angeordnet. Durch die unregelmäßige Winkelteilung ist es möglich, dass die Eichstreckenlänge der Eichstrecke 9 beliebig lang und unabhängig von den Signal- streckenlängen der jeweiligen Signalstrecken 7 der Signalgeber 6, 6a gestaltet wer- den kann. Über die unregelmäßige Winkelteilung ist es somit möglich, die Größenab- weichung des Eichelements 8 stärker zu variieren. Fig.5 zeigt eine schematische Darstellung eines Messringelements 2 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel. Prinzipiell ist die Ausformung des Messringelements 2 sehr ähnlich zum Messringelement 2 aus Fig.3. Die Signalgeber 6, 6a, die Anzahl der Signalgeber 6, 6a, die Anordnung der Signalgeber 6, 6a, die Signalstreckenlän- gen, die Eichstreckenlänge und die regelmäßige Winkelteilung sind ebenso ausge- formt wie in Fig.3. Der Unterschied besteht lediglich in der Ausformung des Eichele- ments 8 und in der Ausformung des Trägerelements 11. Das Trägerelement 11 und somit das gesamte Messringelement 2 ist als Ringsegment ausgeformt. Das Eichelement 8 ist als materialfreie Ausnehmung, nämlich als Spalt, in dem Trä- gerelement 11 ausgeformt. Das Eichelement 8 weist die Eichstrecke 9 auf, die die Eichstreckenlänge aufweist. Die Eichstreckenlänge entspricht der Eichstreckenlänge aus Fig.3. Die hier dargestellten Beispiele sind nur beispielhaft gewählt. Die Winkelteilung, die Anzahl der Signalgeber, die Signalstreckenlängen der Signalstrecken der Signalge- ber und die Eichstreckenlänge der Eichstrecke des Eichelement kann je nach Bedarf und gewünschter Auflösung angepasst werden.
Bezugszeichen 1 Mikromobilitätsfahrzeug 2 Messringelement 3 Rad 4 Sensorelement 5 Messsystem 6 Signalgeber 6a Signalgeber 7 Signalstrecke 8 Eichelement 9 Eichstrecke 10 stehendes Bauelement 11 Trägerelement 12 Zwischenraum M Mittelachse α Winkel