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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Hörgeräts sowie ein Hörgerät. Das Hörgerät umfasst ein Mikrofon und einen Hörer, die mittels einer Signalverarbeitungseinheit signaltechnisch verbunden sind.
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Personen, die unter einer Verminderung des Hörvermögens leiden, verwenden üblicherweise ein Hörhilfegerät, das ein Hörgerät ist. Hierbei wird meist mittels eines Mikrofons, also eines elektromechanischen Schallwandlers, ein Umgebungsschall in ein elektrisches (Audio-/Schall-)Signal gewandelt, sodass ein Eingangssignal bereitgestellt wird. Das Eingangssignal wird mittels einer Verstärkerschaltung bearbeitet und mittels eines weiteren elektromechanischen Wandlers in Form eines Hörers in den Gehörgang der Person eingeleitet. Meist erfolgt zudem eine Bearbeitung des erfassten Eingangssignals in Abhängigkeit der Verminderung des Hörvermögens, wofür üblicherweise eine Signalverarbeitungseinheit verwendet wird, die die Verstärkerschaltung umfassen kann.
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Hierfür wird üblicherweise zunächst bei einem Audiologen ermittelt, welche Frequenzen des unveränderten Eingangssignals von dem Nutzer lediglich vermindert wahrgenommen werden können. Bei diesen Frequenzen wird bei normaler Nutzung des Hörgeräts dann mittels der Signalverarbeitungseinheit die jeweilige Amplitude erhöht, sodass diese Anteile des Eingangssignals verstärkt werden. Jedoch ist es auch möglich, dass bestimmte Frequenzen von einem Nutzer überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden können, meist vergleichsweise hohe Frequenzen. In diesem Fall erfolgt mittels der Signalverarbeitungseinheit eine Verschiebung der entsprechenden Anteile des Eingangssignals zu tieferen Frequenzen, was auch als Kompression bezeichnet wird.
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Bei sämtlichen diesen Verfahren erfolgt lediglich eine Linderung oder Abänderung von Symptomen. Jedoch werden die zugrunde liegenden physiologischen Veränderungen des Nutzers, die zu der Verminderung des Hörvermögens führen, nicht berücksichtigt. Somit ist eine Leistungsfähigkeit dieser Verfahren prinzipiell eingeschränkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders geeignetes Verfahren zum Betrieb eines Hörgeräts sowie ein besonders geeignetes Hörgerät anzugeben, wobei insbesondere eine Leistungsfähigkeit erhöht ist.
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Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Hörgeräts durch die Merkmale des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Das Verfahren dient dem Betrieb eines Hörgeräts. Beispielsweise ist das Hörgerät ein Kopfhörer oder umfasst einen Kopfhörer, und das Hörgerät ist zum Beispiel ein Headset. Besonders bevorzugt ist das Hörgerät jedoch ein Hörhilfegerät. Das Hörhilfegerät dient der Unterstützung einer unter einer Verminderung des Hörvermögens leidenden Person. Mit anderen Worten ist das Hörhilfegerät ein medizinisches Gerät, mittels dessen beispielsweise ein partieller Hörverlust ausgeglichen wird. Das Hörhilfegerät ist beispielsweise ein "Receiver-in-the-canal"-Hörhilfegerät (RIC; Ex-Hörer-Hörhilfegerät), ein Im-Ohr-Hörhilfegerät, wie ein "in-the-ear"-Hörhilfegerät, ein "in-the-canal"-Hörhilfegerät (ITC) oder ein "complete-in-canal"-Hörhilfegerät (CIC), eine Hörbrille oder ein Taschenhörhilfegerät. Alternativ ist das Hörhilfegerät ein Hinter-dem-Ohr-Hörhilfegerät ("Behind-the-Ear"-Hörhilfegerät), das hinter einer Ohrmuschel getragen wird.
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Das Hörgerät ist vorgesehen und eingerichtet, am menschlichen Körper getragen zu werden. Mit anderen Worten umfasst das Hörgerät bevorzugt eine Haltevorrichtung, mittels deren eine Befestigung am menschlichen Körper möglich ist. Sofern es sich bei dem Hörgerät um ein Hörhilfegerät handelt, ist das Hörgerät vorgesehen und eingerichtet, beispielsweise hinter dem Ohr oder innerhalb eines Gehörgangs angeordnet zu werden. Insbesondere ist das Hörgerät kabellos und dafür vorgesehen und eingerichtet, zumindest teilweise in einen Gehörgang eingeführt zu werden.
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Das Hörgerät umfasst ein Mikrofon, das dem Erfassen von Schall dient. Insbesondere wird bei Betrieb mittels des Mikrofons ein Umgebungsschall, also Schallwellen, erfasst, oder zumindest ein Teil hiervon. Das Mikrofon ist zweckmäßigerweise zumindest teilweise innerhalb eines Gehäuses des Hörgeräts angeordnet und somit zumindest teilweise geschützt. Bei dem Mikrofon handelt es sich geeigneterweise um einen elektromechanischen Schallwandler. Das Mikrofon weist beispielsweise lediglich eine einzige Mikrofoneinheit oder mehrere Mikrofoneinheiten auf, die miteinander wechselwirken. Jede der Mikrofoneinheiten weist zweckmäßigerweise eine Membran auf, die anhand von Schallwellen in Schwingungen versetzt wird, wobei die Schwingungen mittels eines entsprechenden Aufnahmegeräts, wie eines Magneten, der in einer Spule bewegt wird, in ein elektrisches Signal gewandelt wird. Alternativ hierzu sind die Mikrofoneinheiten kapazitiv ausgestaltet, und es wird der Umstand ausgenutzt, dass sich eine anliegende elektrische Spannung verändert, wenn sich die Distanz der Membran zu einer statischen Fläche der Mikrofoneinheit ändert. Dabei liegt die elektrische Spannung insbesondere zwischen der Membran und der statischen Fläche an. Die Mikrofoneinheiten sind vorzugsweise omnidirektional ausgestaltet. Auf diese oder andere Weise ist es zumindest möglich, mittels des Mikrofons ein Eingangssignal zu erzeugen oder zumindest bereitzustellen, das auf dem auf das Mikrofon auftreffendem Schall, nämlich insbesondere dem Umgebungsschall, basiert.
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Ferner weist das Hörgerät einen Hörer zum Ausgeben eines Ausgangssignals auf. Das Ausgangssignal ist hierbei insbesondere ein elektrisches Signal, und beispielsweise digital oder geeigneterweise analog ausgestaltete. Der Hörer ist vorzugsweise ein elektromechanischer Schallwandler, zum Beispiel ein Lautsprecher. Je nach Ausgestaltung des Hörgeräts ist im bestimmungsgemäßen Zustand der Hörer zumindest teilweise innerhalb eines Gehörgangs eines Nutzers des Hörgeräts, also einer Person, die auch als Träger bezeichnet wird, angeordnet oder zumindest akustisch mit diesem verbunden. Das Hörgerät dient insbesondere hauptsächlich dem Ausgeben des Ausgangssignals mittels des Hörers, wobei ein entsprechender Schall erstellt wird. Mit anderen Worten ist die Hauptfunktion des Hörgeräts bevorzugt das Ausgeben des Ausgangssignals.
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Das Hörgerät umfasst ferner eine Signalverarbeitungseinheit, mittels derer das Mikrofon und der Hörer signaltechnisch verbunden sind. Zweckmäßigerweise weist das Hörgerät einen Signalprozessor auf, der zum Beispiel die Signalverarbeitungseinheit bildet oder zumindest ein Bestandteil hiervon ist. Der Signalprozessor ist beispielsweise ein digitaler Signalprozessor (DSP) oder mittels analoger Komponenten realisiert. Mittels des Signalprozessors oder zumindest der Signalverarbeitungseinheit erfolgt insbesondere eine Anpassung des mittels des Mikrofons erstellten Eingangssignals. Zumindest ist die Signalverarbeitungseinheit hierfür geeignet, insbesondere vorgesehen und eingerichtet. Zweckmäßigerweise ist zwischen dem Mikrofon und der Signalverarbeitungseinheit, beispielsweise dem Signalprozessor, ein A/D-Wandler angeordnet, sofern der Signalprozessor als digitaler Signalprozessor ausgestaltet ist. Besonders bevorzugt umfasst das Hörgerät zusätzlich einen Verstärker, oder der Verstärker ist mittels der Signalverarbeitungseinheit zumindest teilweise gebildet. Beispielsweise ist der Verstärker signaltechnisch dem Signalprozessor vor- oder nachgeschaltet.
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Das Verfahren sieht vor, dass das Eingangssignal bereitgestellt wird. Hierfür wird insbesondere der auf das Mikrofon auftreffende Schall erfasst, sodass das Eingangssignal bereitgestellt wird. Mit anderen Worten wird das Eingangssignal mittels des Mikrofons bereitgestellt. Vorzugsweise basiert somit das Eingangssignal auf dem auftreffenden Schall. Alternativ hierzu weist das Hörgerät beispielsweise eine Kommunikationsvorrichtung auf, mittels derer das Eingangssignal empfangen wird. Dieses wurde beispielsweise von einem separaten Gerät, wie einem Mobiltelefon oder dergleichen erstellt und zu dem Hörgerät übertragen. In diesem Fall wird in die Kommunikationsvorrichtung zum Beispiel nach einem Bluetooth-Standard betrieben. Alternativ oder in Kombination hierzu ist die Kommunikationsvorrichtung zum induktiven Empfangen des Eingangssignals geeignet.
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In einem weiteren Arbeitsschritt wird ein Signalanteil aus dem Eingangssignal ausgewählt. Das Signalanteil weist hierbei eine bestimmte Frequenz auf. Beispielsweise umfasst der Signalanteil lediglich eine einzelne Frequenz oder besonders bevorzugt mehrere Frequenzen, sodass der Signalanteil ein bestimmtes Frequenzband aufweist. Somit seine Verarbeitung vereinfacht. Die Frequenzbänder sind zweckmäßigerweise vorgegeben, z.B. je nach Länge der (zeitlichen) Fenster, die für eine Frequenzanalyse verwendet werden. Insbesondere sind die Frequenzbänder mittels einer Filterbank vorgegeben. Vorzugsweise sind dabei jedoch die Frequenzen direkt benachbart zueinander angeordnet. Zusammenfassend ist der Signalanteil ein Bestandteil des Eingangssignals und weist die bestimmte Frequenz sowie eine bestimmte Amplitude auf.
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In einem weiteren Arbeitsschritt wird ein weiteres Signal bereitgestellt, das eine weitere bestimmte Frequenz aufweist. Zweckmäßigerweise weist das weitere Signal als weitere bestimmte Frequenz ein entsprechendes Frequenzband auf, also mehrere Frequenzen, die jedoch direkt zueinander benachbart zueinander sind. Dabei ist das weitere Signal vorzugsweise vergleichsweise schmalbandig. Das weitere Signal weist ferner eine weitere bestimmte Amplitude auf. Die weitere bestimmte Frequenz unterscheidet sich von der bestimmten Frequenz. Folglich ist auch die weitere bestimmte Frequenz kein Bestandteil des etwaigen Frequenzbandes des Signalanteils, sofern als bestimmte Frequenz das Frequenzband herangezogen wird.
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In einem weiteren Arbeitsschritt wird ein Ausgangssignal anhand des Signalanteils und des weiteren Signals erstellt. Folglich basiert das Ausgangssignal zumindest auf dem Signalanteil und dem weiteren Signal, sodass bei verändertem Signalanteil und/oder Weiterem Signal und auch das Ausgangssignal verändert ist. Insbesondere werden zum Erstellen des Ausgangssignals der Signalanteil und das weitere Signal zusammengefasst. Beispielsweise erfolgt eine Bearbeitung des Signalanteils und/oder des weiteren Signals, bevor diese zu dem Ausgangssignal zusammengefasst werden. Besonders bevorzugt werden in das Ausgangssignal noch weitere Anteile aufgenommen, insbesondere des Eingangssignals, sodass das Ausgangssignal zweckmäßigerweise im Wesentlichen alle Anteile des Eingangssignals umfasst, wobei hierbei insbesondere eine Bearbeitung der einzelnen Anteile erfolgt. Hierfür ist der Signalprozessor zweckmäßigerweise in Abhängigkeit eines Parametersatzes eingestellt. Mittels des Parametersatzes wird dabei eine Verstärkung in unterschiedlichen Frequenzbereichen vorgegeben, sodass Eingangssignal entsprechend bestimmter Vorgaben bearbeitet wird, insbesondere in Abhängigkeit eines Hörverlust des Trägers des Hörgeräts.
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In einem weiteren Arbeitsschritt wird das Ausgangssignal mittels des Hörers ausgegeben, sodass ein Schall erstellt wird. Mit anderen Worten werden Schallwellen erzeugt. Der Schall korrespondiert dabei zumindest teilweise zu dem Signalanteil und zu dem weiteren Signal. Folglich ist bei veränderten Signalanteil und/oder verändertem weiteren Signal auch der Schall verändert.
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Im bestimmungsgemäßen Zustand befindet sich dabei das Hörgerät vorzugsweise zumindest teilweise in einem Gehörgang des Nutzers, oder zumindest wird im bestimmungsgemäßen Zustand/bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Schall in den Gehörgang des Nutzers eingeleitet. Dort trifft der Schall auf eine Basilarmembran des Nutzers, die dem Erfassen des Schalls durch den Nutzer dient. Zusammenfassend ist somit das Hörgerät insbesondere derart ausgebildet, dass im bestimmungsgemäßen Zustand der Schall in den Gehörgang des Nutzers eingeleitet wird, und dort auf die Basilarmembran trifft. Dort befindenden sich Haarzellen, insbesondere die sogenannten äußere Haarzellen, die aufgrund des Schalls in Schwingung versetzt werden. Dabei weist die Basilarmembran unterschiedliche Bereiche auf, die unterschiedlichen Frequenzen zugeordnet sind. Bei dem auftreffenden Schall werden dabei vorwiegend die Haarzellen in Schwingung versetzt, die den Bereichen zugeordnet sind, deren Frequenz zu dem Schall, also den Schallwellen, korrespondiert. Mit anderen Worten ist bevorzugt das Hörgerät derart ausgebildet, dass im bestimmungsgemäßen Zustand der Schall in den Gehörgang des Nutzers eingeleitet wird, weswegen das Trommelfell in Schwingung gerät, und über eine Ankopplung im Mittelohr die Flüssigkeit in der Cochlea ebenso bewegt wird. Die Bewegungen der Flüssigkeit in der Cochlea erzeugen eine Bewegung der Basilarmembran, an die sowohl innere als auch äußere Haarzellen gekoppelt sind. Diese Haarzellen sind über Nervenfasern mit dem auditorischem System im Gehirn verbunden und transformieren eine mechanische Bewegung in Nervenimpulse.
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Wenn die Schwingung eine Amplitude oberhalb einer jeweils zugeordneten Hörschwelle aufweist, erfolgt eine entsprechende Stimulation der jeweils zugeordneten Nerven, sodass dem Nutzer der Schall mit der entsprechenden Frequenz bewusst wird. Mit anderen Worten werden zum Anregen der Haarzellen diese in Schwingung versetzt, sodass die zugeordneten Nerven stimuliert werden. Zusammenfassend ist mittels der Basilarmembran ein frequenzselektives Erfassen des Schalls durch den Nutzer möglich.
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Die äußeren Haarzellen sind dabei für die Leitung des Schalls ans Gehirn nicht direkt beteiligt, sondern die inneren Haarzellen. Die äußeren Haarzellen sind hauptsächlich dafür da, eine Bewegung der Basilarmembran zu verstärken (oder sogar zu verringern, wenn nötig). Kleine Bewegungen der Basilarmembran werden durch die äußeren Haarzellen verstärkt und in der örtlichen Ausdehnung (und somit in der Frequenz) stark limitiert, also es erfolgt eine verstärkte, jedoch sehr schmalbandige Bewegung der Basilarmembran. Diese verstärkte Bewegung wird dann durch die inneren Haarzellen registriert und ans Gehirn weitergeleitet.
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Bei einem Hörverlust ist die Anzahl der Haarzellen verringert. Daher werden die Nerven ebenfalls in einem verringerten Maße stimuliert, sodass teilweise keine Anregung mehr erfolgt. Dabei ist es möglich, dass die äußeren Haarzellen zwar geringfügig in eine Schwingung versetzt werden, wobei dies jedoch nicht ausreicht, um die zugeordneten Nerven zu stimulieren. Auch entfällt aufgrund der verringerten Anzahl eine gegenseitige Beeinflussung der Haarzellen, sodass bei auftreffendem Schall die Haarzellen unterschiedlicher Bereiche angeregt werden. Infolgedessen ist ein frequenzselektives Hören durch den Nutzer nicht mehr vollständig möglich.
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Das weitere Signal, ist hierbei derart ausgestaltet, dass sich, wenn das Hörgerät bestimmungsgemäß verwendet wird, erste Zeitintervalle und zweite Zeitintervalle ergeben. Insbesondere sind hierbei die Zeitintervalle derart ausgebildet, dass sich diese abwechseln. Mit anderen Worten folgt nach jedem ersten Zeitintervall jeweils ein zweites Zeitintervall sowie umgekehrt. Vorzugsweise sind hierbei sämtliche erste Zeitintervalle gleich lang und/oder sämtliche zweite Zeitintervalle sind gleich lang. Zum Beispiel ist dabei die Länge der ersten Zeitintervalle gleich der Länge der zweiten Zeitintervalle, oder deren Längen sind zueinander unterschiedlich.
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Während der ersten Zeitintervalle werden hierbei die der bestimmten Frequenz zugeordneten Haarzellen aufgrund einer Interferenz angeregt. Insbesondere erfolgt dabei die Interferenz des Teils des Schalls, der auf dem Signalanteil basiert, mit dem Teil des Schalls, der auf dem weiteren Signal basiert. Insbesondere überlagern sich während der ersten Zeitfenster die beiden Teile des Schalls in diesem Bereich konstruktiv. Folglich erfolgt eine verstärkte Anregung der Haarzellen dort, zumindest im Verglich zu dem Fall, wenn das weitere Signal kein Bestandteil des Ausgangssignals ist.
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Während der ersten Zeitintervalle hingegen unterbleibt aufgrund der Interferenz die Anregung der Haarzellen, die diesem Bereich zugeordnet sind. Mit anderen Worten erfolgt auch während der zweiten Zeitintervalle ein Einleiten des Schalls, der zu dem Signalanteil korrespondiert, jedoch werden die Haarzellen nicht angeregt. Insbesondere überlagern sich während der zweiten Zeitfensters die beiden Teile des Schalls in diesem Bereich destruktiv.
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Zusammenfassend erfolgt aufgrund des Vorhandenseins des weiteren Signals ein verstärktes Anregen der der bestimmten Frequenz zugeordneten Haarzellen während der ersten Zeitintervalle, und während der zweiten Zeitintervalle werden diese Haarzellen nicht angeregt. Somit werden die Haarzellen in den ersten Zeitfenster derart in Schwingung versetzt, dass die Amplitude der Schwingung größer als die jeweilige Hörschwelle ist. Während der zweiten Zeitfenster hingegen ist die Amplitude geringer als die zugeordnete Hörschwelle.
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Aufgrund des Verfahrens erfolgte somit, wenn der Signalanteil vorhanden ist, eine abwechselnde Anregung der zugeordneten Haarzellen, also eine entsprechende
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Stimulation der zugeordneten Nerven, sodass für den Nutzer eine Veränderung der Anregung registriert werden kann, was das Wahrnehmen des Signalanteils bzw. des darauf basierenden Schalls erleichtert. Hierbei ist keine vergleichsweise umfangreiche Verstärkung erforderlich, sodass einerseits eine Belastung für den Nutzer und andererseits ein Energieverbrauch des Hörgeräts im Vergleich zu anderen Verfahren verringert ist. Zudem erfolgt aufgrund des Verfahrens im Wesentlichen lediglich die Stimulation der der bestimmten Frequenz zugeordneten Haarzellen, weswegen für den Nutzer ein vergleichsweises genaues Unterscheiden des auf dem Signalanteil basierenden Schalls zu anderen Bestandteilen des Schalls ermöglicht ist. Mit anderen Worten ist aufgrund des Verfahrens es für den Nutzer möglich, einzelne Frequenzen zu unterscheiden, sodass dessen spektrale Auflösung verbessert und somit für diesen eine Verständlichkeit des Schalls erhöht ist.
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Das Einführen von externen weiteren Signalen um eben die Überlagerung zu erzeugen kann somit insbesondere zu weniger Maskierung und dadurch zu einer besseren Selektivität führen, weil eben die Signalinformation in verschiedenen Zeitintervallen "sauberer" ist (und in anderen "verschwommener"). Ferner kann es insbesondere sein, dass das Gehirn dadurch die Momente der Klarheit verwenden kann um in den sauberen Lücken mehr Information herauszuziehen.
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Bei dem Verfahren ist der Nutzer kein Bestandteil des Verfahrens, jedoch ist zweckmäßigerweise die Bereitstellung des weiteren Signals auf den Nutzer angepasst. Zusammenfassend wird das weitere Signal insbesondere in Abhängigkeit des Nutzers oder zumindest einer typischen Position des Hörgeräts bezüglich der Basilarmembran angepasst, weswegen die Position der jeweiligen Interferenzen, insbesondere der vollständig konstruktiven /destruktiven der Schallwellen, die auf dem Signalanteil und dem weiteren Signal basieren, stets in dem gewünschten Bereich der Basilarmembran erfolgt.
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Beispielsweise wird in das Verfahren in der Zeitdomäne durchgeführt. Besonders bevorzugt jedoch wird zur Durchführung des Verfahrens zumindest teilweise eine Frequenzanalyse durchgeführt, wofür beispielsweise eine Fouriertransformation herangezogen wird. Besonders bevorzugt wird somit das Verfahren zumindest teilweise in der Frequenzdomäne durchgeführt. Zweckmäßigerweise umfasst die Signalverarbeitungseinheit eine Filterbank, mittels derer der Signalanteil ermittelt wird. Hierbei ist die Filterbank beispielsweise als lineare oder als logarithmische Filterbank ausgestaltet.
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Beispielsweise wird der Signalanteil stets in gleicher Art und Weise ausgewählt. Somit ist eine vergleichsweise umfangreiche Anpassung des Hörgeräts auf unterschiedliche Nutzer im Wesentlichen nicht erforderlich. Besonders bevorzugt jedoch wird der Signalanteil in Abhängigkeit eines Hörverlusts des Nutzers ausgewählt. Hierbei ist der Hörverlust, vorzugsweise eine Verringerung der Sensitivität des Nutzers in bestimmten Frequenzbereichen, insbesondere in dem Hörgerät hinterlegt, zweckmäßigerweise in der Signalverarbeitungseinheit. Der Hörverlust wird hierbei beispielsweise in einem separaten Verfahren ermittelt, zum Beispiel durch einen Audiologen. Aufgrund der Anpassung in Abhängigkeit des Hörverlusts erfolgen vorzugsweise entsprechende Interferenzen in einem Bereich der Basilarmembran, in denen die Haarzellen oder deren Anzahl dort verringert ist. Dahingegen ist das Ausbilden von entsprechenden Interferenzen in Bereichen, die noch eine vergleichsweise hohe Anzahl an Haarzellen aufweisen, weniger stark ausgebildet. Somit bleiben in dem Eingangssignal enthaltene Informationen erhalten, die anderweitig zumindest teilweise verfälscht würden. Somit seine Verständlichkeit erhöht.
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Besonders bevorzugt erfolgt wird der Signalanteil lediglich dann ausgewählt, wenn die Amplitude des Signalanteils größer als ein bestimmter Schwellwert ist. Falls die Amplitude geringer als der Schwellwert ist, ist der Signalanteil in dem Eingangssignal insbesondere lediglich aufgrund von Störgeräuschen und/oder von Rauschen vorhanden. Da in diesem Fall der Signalanteil nicht ausgewählt wird, ist somit das Störgeräusch nicht verstärkt in dem Schall vorhanden, sodass das Störgeräusch von dem Nutzer im Wesentlichen nicht wahrnehmbar ist. Somit ist ein Komfort erhöht.
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Beispielsweise wird lediglich ein einziger Signalanteil ausgewählt. Besonders bevorzugt jedoch werden mehrere Signalanteile ausgewählt, wobei die Signalanteil jeweils unterschiedliche bestimmte Frequenzen aufweisen. Dabei wird das Ausgangssignal anhand sämtlicher ausgewählter ausgewählte erstellt. Insbesondere ist hierbei zwischen den bestimmten Frequenzen ein vergleichsweise großer Abstand vorhanden. Somit erfolgen bei unterschiedlichen Bereichen eine entsprechende verstärkte Anregung und das Unterbleiben der Anregung, sodass die unterschiedlichen Frequenzen von dem Nutzer wahrnehmbar sind. Somit ist ein Komfort weiter erhöht. Beispielsweise sind dabei die den unterschiedlichen Signalanteil zugeordneten ersten und zweiten Zeitfenster gleichzeitig, oder diese sind zueinander zeitlich versetzt.
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Zum Beispiel wird das weitere Signal aus dem Eingangssignal ausgewählt und zweckmäßigerweise entsprechend angepasst. Somit erfolgen die entsprechenden Interferenzen lediglich dann, wenn das Eingangssignal bereits das weitere Signal aufweist. Besonders bevorzugt wird das weitere Signal synthetisch erzeugt, beispielsweise mittels eines Synthesizers, oder das weitere Signal ist in einem Speicher hinterlegt. Somit erfolgen die entsprechenden Interferenzen unabhängig davon, ob in dem Eingangssignal das weitere Signal vorhanden ist und unabhängig von etwaigen zeitlichen Veränderungen des weiteren Signals in dem Eingangssignal. Somit erfolgen die Interferenzen stets in gleicher Art und Weise, was den Komfort für den Nutzer erhöht.
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Bei einer anderen Implementierung wird bevorzugt das weitere Signal aus dem Eingangssignal ausgewählt, und die Phase gezielt anzupassen. In Abhängigkeit der Phase erfolgt dabei eine konstruktive oder destruktive Interferenz. Wenn diese Methode die gezielte Manipulation der Phasen der einzelnen Signalanteile vorweist, kann insbesondere auch gezielter das richtige "weitere Signal" ausgewählt und manipuliert werden, um bei der gewünschten Frequenz die konstruktiven/destruktiven Intervalle zu erzeugen.
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Unabhängig von der Art und Weise, wie das weitere Signal bereitgestellt wird, wird zweckmäßigerweise zur Erstellung der gewünschten Interferenzen die Phase des weiteren Signals geeignet angepasst. Alternativ oder in Kombination hierzu wird die Amplitude entsprechend angepasst. Vorzugsweise erfolgt das Anpassen der Amplitude und/oder der Frequenz des weiteren Signals in Abhängigkeit eines Hörverlust des Nutzers und/oder in Abhängigkeit der bestimmten Frequenz, insbesondere sofern mehrere Signalanteile mit unterschiedlichen bestimmten Frequenzen ausgewählt werden.
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Beispielsweise wird lediglich ein einziges weiteres Signal bereitgestellt. Somit ist die Anzahl an Interferenzen verringertes und die Ermittlung der einzelnen Interferenzen vereinfacht, sodass vergleichsweise wenig Hardwareressourcen zur Durchführung des Verfahrens erforderlich sind. Besonders bevorzugt jedoch werden mehrere weitere Signale bereitgestellt. Dabei werden sämtliche weitere Signale zur Erstellung des Ausgangssignals verwendet. Auf diese Weise ist das Bildend der Interferenzen an den gewünschten Stellen vereinfacht, also das lediglich eine verstärkte Anregung der Haarzellen in dem jeweiligen Bereich erfolgt bzw. die Anregung der Haarzellen unterbleibt. Zudem ist es aufgrund der mehreren weiteren Signale auch möglich, die Länge der Zeitfenster zu beeinflussen, sodass die Anregung der Haarzellen entsprechend einer jeweiligen Vorgabe verbessert erfolgen kann. Folglich kann der Signalanteil also der darauf basierende Schall, verbessert durch den Nutzer wahrgenommen werden. Vorzugsweise sind hierbei mehrere Signalanteile vorhanden, wobei jedem der Signalanteile zweckmäßigerweise zumindest eines der weiteren Signale zugeordnet ist.
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Beispielsweise wird die Amplitude des Signalanteils nicht verändert. Besonders bevorzugt jedoch wird diese zusätzlich angepasst, vorzugsweise in Abhängigkeit des Hörverlusts des Nutzers. Insbesondere wird der angepasste Signalanteil zu dem Ausgangssignal hinzugefügt, sodass in dem Ausgangssignal lediglich der angepasste Signalanteil vorhanden ist. Mit anderen Worten wird das Ausgangssignal anhand des angepassten Signalanteils erstellt. Somit ist es möglich, das Ausbilden der Interferenzen weiter zu verstärken und folglich eine Länge der ersten Zeitfenster zu vergrößern, während derer somit eine vergleichsweise starke Anregung der zugeordneten Haarzellen erfolgt. Somit ist der Signalanteil von dem Nutzer vergleichsweise gut wahrnehmbar. Alternativ oder in Kombination hierzu wird die Phase des Signalanteils entsprechend angepasst. Insbesondere wird hierbei der Signalanteil frequenzabhängig angepasst, vorzugsweise in Abhängigkeit des Nutzers. Infolgedessen ist es auch möglich, andere Gründe des Hörverlusts anhand des Verfahrens auszugleichen, sodass ein Komfort für Nutzer weiter erhöht und ein Einsatzbereich des Hörgeräts vergrößert ist.
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Beispielsweise ist die Abweichung der bestimmten Frequenzen von der weiteren bestimmten Frequenz konstant, also statisch. Mit anderen Worten ist, falls die bestimmte Frequenz vorgegeben ist, insbesondere aufgrund des Hörverlusts, auch die weitere bestimmte Frequenz vorgegeben. Folglich ist ein Bestimmen der sich ergebenden Interferenzen vereinfacht. Alternativ hierzu wird die Abweichung zwischen der bestimmten Frequenz und der weiteren bestimmten Frequenz in Abhängigkeit eines Parameters angepasst. Mit anderen Worten ist die Abweichung nicht statisch, und es beispielsweise möglich, dass die weitere bestimmte Frequenz in Abhängigkeit des Parameters kleiner oder größer als die bestimmte Frequenz ist. Somit wird insbesondere auch eine Länge der ersten / zweiten Zeitfenster in Abhängigkeit des Parameters verändert. Als Parameter wird beispielsweise das Vorhandensein von Störgeräuschen herangezogen und/oder ein Betriebsmodus des Hörgeräts.
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Zum Beispiel wird das weitere Signal stets bereitgestellt. Somit ist das Verhalten des Hörgeräts für den Nutzer stets prognostizierbar. Besonders bevorzugt jedoch wird das weitere Signal nicht bereitgestellt, wenn der Signalanteil als zu einem Störgeräusch gehörig klassifiziert wird. Mit anderen Worten erfolgt zunächst eine Klassifikation des Eingangssignals, wobei überprüft wird, ob der Signalanteil aufgrund des Störgeräuschs hervorgerufen wird. In diesem Fall wird das weitere Signal nicht erzeugt, weswegen das Störgeräusch für den Nutzer nicht oder lediglich in verringertem Maße wahrnehmbar ist. Somit ist für den Nutzer ein Komfort erhöht. Dahingegen wird das weitere Signal bereitgestellt, wenn der Signalanteil als nicht zu dem Störgeräusch gehörig klassifiziert wird, und insbesondere als ein Nutzgeräusch oder ein Teil des Nutzgeräuschs. Somit ist das Nutzgeräusch für den Nutzer verbessert wahrnehmbar.
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Das Hörgerät ist beispielsweise ein Headset oder besonders bevorzugt ein Hörhilfegerät. Zum Beispiel ist das Hörhilfegerät ein "Receiver-in-the-canal"-Hörhilfegerät (RIC; Ex-Hörer-Hörhilfegerät), ein Im-Ohr-Hörhilfegerät, wie ein "in-the-ear"-Hörhilfegerät, ein "in-the-canal"-Hörhilfegerät (ITC) oder ein "complete-in-canal"-Hörhilfegerät (CIC), eine Hörbrille oder ein Taschenhörhilfegerät. Alternativ ist das Hörhilfegerät ein Hinter-dem-Ohr-Hörhilfegerät ("Behind-the-Ear"-Hörhilfegerät), das hinter einer Ohrmuschel getragen wird.
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Das Hörgerät umfasst ein Mikrofon und einen Hörer, die mittels einer Signalverarbeitungseinheit signaltechnisch verbunden sind. Das Hörgerät ist gemäß dem Verfahren betrieben, bei dem ein Eingangssignal bereitgestellt wird, vorzugsweise mittels des Mikrofons. Ein eine bestimmte Frequenz aufweisender Signalanteil des Eingangssignals wird ausgewählt, und ein weiteres Signal mit einer weiteren bestimmten Frequenz wird bereitgestellt. Ein Ausgangssignal wird anhand des Signalanteils und des weiteren Signals erstellt, und das Ausgangssignal wird mittels des Hörers ausgegeben, sodass ein Schall erstellt wird. Dabei ist das weitere Signal derart ausgestaltet und wird zum Beispiel entsprechend erstellt/angepasst, dass sich erste Zeitintervalle und zweite Zeitintervalle ergeben. Während der ersten Zeitintervalle werden Haarzellen, die in einem der bestimmten Frequenz zugeordnetem Bereich einer Basilarmembran eines Nutzers zugeordnet sind, aufgrund einer Interferenz angeregt. Während der zweiten Zeitintervalle unterbleibt eine Anregung der Haarzellen. Beispielsweise wird das Verfahren zumindest teilweise mittels der Signalverarbeitungseinheit durchgeführt. Somit ist die Signalverarbeitungseinheit geeignet, insbesondere vorgesehen und eingerichtet, zumindest teilweise das Verfahren durchzuführen.
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Die im Zusammenhang mit dem Verfahren erläuterten Weiterbildungen und Vorteile sind sinngemäß auch auf das Hörgerät zu übertragen und umgekehrt.
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Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein Hörgerät,
- Fig. 2
- ein Verfahren zum Betrieb des Hörgeräts,
- Fig. 3
- ein vereinfachtes Frequenzspektrum eines bei dem Verfahren verwendeten Eingangssignals,
- Fig. 4
- ein vereinfachtes Frequenzspektrum eines mittels des Verfahrens erstellten Ausgangssignals,
- Fig. 5
- eine anhand eines Signalanteils und eine anhand eines weiteren Signals erstellte Schallwelle, und
- Fig. 6
- die Überlagerung der beiden Schallwellen.
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Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In Figur 1 ist schematisch ein Hörgerät 2 in Form eines Hörhilfegeräts gezeigt, das vorgesehen und eingerichtet ist, hinter einem Ohr eines Trägers (Benutzer, Hörgeräteträger, Nutzer) getragen zu werden. Mit anderen Worten handelt es sich um ein Hinter-dem-Ohr-Hörhilfegerät ("Behind-the-Ear" - Hörhilfegerät). Das Hörgerät 2 umfasst ein Gehäuse 4, das aus einem Kunststoff gefertigt ist. Innerhalb des Gehäuses 4 ist ein Mikrofon 6 mit zwei Mikrofoneinheiten 8 in Form von jeweils einem elektromechanischen Schallwandler angeordnet, die omnidirektional ausgestaltet sind. Indem ein zeitlicher Versatz zwischen den mittels der omnidirektionalen Mikrofoneinheiten 8 erfassten akustischen Signalen verändert wird, ist es ermöglicht, eine Richtcharakteristik des Mikrofons 6 zu verändern, sodass ein Richtmikrofon realisiert ist.
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Die beiden Mikrofoneinheiten 8, also das Mikrofon 6, sind mit einer Signalverarbeitungseinheit 10 signaltechnisch gekoppelt, die eine nicht näher gezeigte Verstärkerschaltung und einen Signalprozessor umfasst. Die Signalverarbeitungseinheit 10 ist ferner mittels Schaltungselementen gebildet, wie zum Beispiel elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen. Der Signalprozessor ist ein digitaler Signalprozessor (DSP) und über einen nicht näher dargestellten A/D-Wandler signaltechnisch mit den Mikrofoneinheiten 8 verbunden.
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Mit der Signalverarbeitungseinheit 10 ist ein Hörer 12 signaltechnisch gekoppelt. Somit sind das Mikrofon 6 und der Hörer 12 mittels der Signalverarbeitungseinheit 10 signaltechnisch verbunden. Mittels des Hörers 12, der ein elektromechanischer Schallwandler ist, wird bei Betrieb ein mittels der Signalverarbeitungseinheit 10 bereitgestelltes (elektrisches) Signal in Schallwellen gewandelt. Diese werden in einen Schallschlauch 14 eingeleitet, dessen eines Ende an dem Gehäuse 4 befestigt ist. Das andere Ende des Schallschlauchs 14 ist mittels eines Doms 16 umschlossen, der im bestimmungsgemäßen Zustand in einen Gehörgang 18 eines Nutzers des Hörgeräts 2, also des Trägers des Hörgeräts 2, angeordnet ist.
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In dem Gehörgang 18 des Nutzers befindet sich die Basilarmembran 20, die mehrere Bereiche 22 aufweist. Jedem dieser Bereiche 22 sind nicht näher dargestellte Haarzellen, sogenannte äußere Haarzellen, zugeordnet. Wenn Schallwellen in den Gehörgang 18 eintreten, versetzten diese die Haarzellen Schwingungen, wobei sich in demjenigen Bereich 22 eine maximale Amplitude der Schwingung ausbildet, der der Frequenz der Schallwellen zugeordnet ist. Hierbei ist die Amplitude der sich ausbildenden Schwingung auch abhängig von der Amplitude der Schallwelle. Falls die Schallwellen lediglich eine einzige Frequenz aufweisen, bildet sich lediglich in einem der Bereiche 22 das Maximum aus. Falls dahingegen die Schallwelle eine andere Frequenz aufweist, bildet sich das Maximum in einem anderen der Bereiche 22 aus. Wenn die Amplitude größer als eine jeweilige zugeordnete Hörschwelle ist, werden die dem jeweiligen Bereich 22 zugeordneten Nerven stimuliert, sodass der Nutzer die Schallwelle wahrnimmt. Anderenfalls unterbleibt eine Wahrnehmung der Schallwelle.
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Bei Verlust von einigen der Haarzellen ist die Höhe des erreichbaren Maximums der Amplitude der Schwingung reduziert, sodass die Stimulation der entsprechenden Nervenzellen lediglich bei einer vergleichsweise großen Amplitude der jeweiligen Schallwelle erfolgt. Auch ist aufgrund einer verminderten Anzahl eine Wechselwirkung zwischen den Haarzellen verändert, sodass sich das Maximum nicht nur lediglich in dem der jeweiligen Frequenz zugeordnetem Bereich ausbildet, sondern auch in umliegenden Bereichen 22. Daher wird von dem Nutzer nicht nur lediglich eine einzige scharfe Frequenz wahrgenommen, was eine Verständlichkeit reduziert. Dies erfolgt beispielweise, wenn der Schall unterhalb einer Hörschwelle liegt, jedoch auch bei Pegeln oberhalb der Hörschwelle. Da die äußeren Haarzellen dazu beitragen, eine gute Frequenzselektivität zu gewährleisten, ist es deren Verlust, der zu einer breiteren Anregung der Basilarmembran 20 führt. Ein Hörverlust betrifft am häufigsten die äußeren Haarzellen. Da die äußeren Haarzellen einen aktiven Verstärkungsmechanismus haben ergibt sich dadurch ein nicht-lineares Verhalten der Basilarmembran-Anregung. Falls noch die inneren Haarzellen vorhanden sind, ist in diesen Bereichen die Verarbeitung im Innenohr linearer.
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Die Bestromung der Signalverarbeitungseinheit 10 erfolgt mittels einer in dem Gehäuse 4 angeordneten Batterie 24. Von der Signalverarbeitungseinheit 10 wird ein Teil der elektrischen Energie zu dem Mikrofon 6 sowie dem Hörer 12 geleitet. Dabei wird mittels der Signalverarbeitungseinheit 10 zumindest teilweise ein in Figur 2 dargestelltes Verfahren 26 zum Betrieb des Hörgeräts 2 durchgeführt. Mit anderen Worten ist das Hörgerät 2 gemäß dem Verfahren 26 betrieben. In einem ersten Arbeitsschritt 28 wird ein Eingangssignal 30 bereitgestellt. Das Eingangssignal 30 wird hierbei beispielsweise mittels des Mikrofons 6 erstellt und zu der Signalverarbeitungseinheit 10 geleitet, sodass dieses mittels der Signalverarbeitungseinheit 10 empfangen wird.
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In einem sich anschließenden zweiten Arbeitsschritt 32 wird eine Frequenzanalyse des Eingangssignals 30 durchgeführt, wofür eine Filterbank 34 des Signalprozessors der Signalverarbeitungseinheit 10 verwendet wird. Hierbei werden die einzelnen Frequenzen des Eingangssignals 30 sowie die zugehörigen Amplituden bestimmt, sodass ein Frequenzspektrum erstellt wird. Ferner wird eine Klassifikation der einzelnen Komponenten des Frequenzspektrums durchgeführt.
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In Figur 3 ist ein Beispiel eines entsprechenden Frequenzspektrums des Eingangssignals 30 dargestellt. Dieses weist zwei Signalanteile 36 auf, die aufgrund eines Nutzgeräusches vorhanden sind, also beispielsweise aufgrund von Sprache in dem mittels des Mikrofons 6 erfassten Schalls. Ferner weist das Eingangssignal 30 einen Restanteil 38 auf, der in dem dargestellten Beispiel ebenfalls aufgrund von Sprache bedingt ist, die in dem mittels des Mikrofons 6 erfassten Schall vorhanden ist.
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Die beiden Signalanteile 36 weisen jeweils eine bestimmte Frequenz 40, nämlich ein Frequenzband, auf, wobei die beiden bestimmten Frequenzen 40, die den unterschiedlichen Signalanteil 36 zugeordnet sind, unterschiedlich sind. In den diesen beiden bestimmten Frequenzen 40 zugeordneten Bereichen 22 der Basilarmembran 20 liegt eine Reduzierung der Haarzellen des Nutzers vor, die einen Hörverlust des Nutzers bedingt. Hierbei ist bei einem der beiden Bereiche 22 die Reduktion größer als bei dem anderen der beiden Bereiche 22. Die Frequenz des Restanteil 38 hingegen korrespondiert zu einem der Bereiche 22 der Basilarmembran 20, bei welchem keine oder lediglich eine geringe Reduzierung der Haarzellen vorhanden ist. Somit ist ein Hörvermögen des Nutzers bei dieser Frequenz nicht eingeschränkt.
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Die beiden Signalanteil 36 werden ausgewählt. Mit anderen Worten werden die Signalanteile 36 in Abhängigkeit des Hörverlusts des Nutzers ausgewählt, wohingegen der Restanteil 38 nicht ausgewählt wird, da bei der zugeordneten Frequenz kein Hörverlust vorliegt. Zusammenfassend werden somit mehrere, nämlich zwei, Signalanteile 36 ausgewählt, die die jeweilige bestimmte Frequenz 40 aufweisen, und die jeweils ein Bestandteil des Eingangssignals 30 sind.
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In einem dritten Arbeitsschritt 42 werden für jedes der ausgewählten Signalanteile 36 jeweils zwei weitere Signal 44 synthetisch erzeugt und somit bereitgestellt. Jedes der weiteren Signale 44 weist eine weitere bestimmte Frequenzen 46 auf. Zusammenfassend werden mehrere weitere Signalen 44, nämlich vier, bereitgestellt, wobei jeweils zwei davon einem der beiden Signalanteile 36 zugeordnet sind. Die weiteren bestimmten Frequenz 46 der jeweiligen weiteren Signale 44 unterscheiden sich dabei von der bestimmten Frequenz 40 des jeweils zugeordneten Signalanteils 36, wobei die Abweichung zwischen der bestimmten Frequenz 40 und den beiden weiteren bestimmten Frequenzen 46 in Abhängigkeit eines Parameters angepasst wird. In dem dargestellten Beispiel wird als Parameter die Anzahl der Restanteile 38 verwendet, oder beispielsweise eine Umgebungslautstärke und/oder das Vorhandensein eines Hintergrundgeräuschs. Auch ist es möglich, die jeweilige Abweichung anhand des Hörverlust des Nutzers zu bestimmen.
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Bei dem dargestellten Beispiel schließen sich die weiteren bestimmten Frequenzen 46 an die bestimmte Frequenz 40 des einen zugeordneten Signalanteils 36 direkt an, sodass das Frequenzband des Signalanteils 36 von den Frequenzbändern der zugeordneten weiteren Signale 44 eingerahmt ist, und diese direkt aneinander anschließen. Folglich ist eine der weiteren bestimmten Frequenzen 46 größer als die zugeordnete bestimmte Frequenz 40, und die andere weitere bestimmte Frequenz 46 ist geringer.
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Bei dem anderen Signalanteil 36 schließt sich das Frequenzband eines der weiteren Signals 44 direkt an. Das Frequenzband des anderen weiteren Signal 44 hingegen ist zu dem Frequenzband des zugeordneten Signalanteil 36 geringfügig beabstandet.
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In dem dritten Arbeitsschritt 42 werden zudem die Amplitude der beiden Signalanteile 36 in Abhängigkeit des Hörverlust des Nutzers angepasst. In dem dargestellten Beispiel war die Amplitude der Signalanteil 36 des Eingangssignals 30 im Wesentlichen gleich groß. Aufgrund der Anpassung in Abhängigkeit des Hörverlusts des Nutzers ist in dem dargestellten Beispiel nach der Anpassung die Amplitude eines der beiden Signalanteil 36 größer, wobei jedoch beide Amplituden vergrö-ßert wurden.
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In einem sich anschließenden vierten Arbeitsschritt 48 werden die angepassten Signalanteile 36, die weiteren Signale 44 und der Restanteil 38 zu einem Ausgangssignal 50 zusammengefasst, sodass das Ausgangssignal 50 anhand der Signalanteile 36, die angepasst wurden, sowie der weiteren Signale 44 erstellt wird. Somit weist das Ausgangssignal 50 das in Figur 4 dargestellte Frequenzspektrum auf.
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In einem sich anschließenden fünften Arbeitsschritt 52 wird das Ausgangssignal 50 zu dem Hörer 12 geleitet, mittels dessen Schall in den Gehörgang ausgegeben wird, der aufgrund der Anordnung des Hörgeräts 2 im bestimmungsgemäßen Gebrauch, in den Gehörgang 18 eingeleitet wird. Folglich wird das Ausgangssignal 50 mittels des Hörers 12 ausgegeben, sodass der Schall erstellt wird. Insbesondere wird dabei das Ausgangssignal 50 zunächst in ein analoges Signal gewandelt, sodass das analoge Ausgangssignal 50 ausgegeben wird. Der Schall setzt sich hierbei aus unterschiedlichen Schallwellen zusammen und korrespondiert zu dem (angepassten) Signalanteil 36 sowie den weiteren Signalen 44. In einer nicht näher dargestellten Variante wird das Ausgangssignal 50 mittels eines Verstärkers zudem verstärkt.
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Der Schall trifft auf die Basilarmembran 20 des Nutzers, sodass eine Anregung der Bereiche 22 erfolgt. Die weiteren Signal 44 wurde dabei derart erstellt, dass erste Zeitintervalle 54 und zweite Zeitintervalle 56 gebildet werden. Hierfür wurden die weiteren bestimmten Frequenzen 46, die Phasen sowie die Amplituden der weiteren Signale 44 entsprechend gewählt. Die ersten Zeitintervalle 54 wechseln sich mit den zweiten Zeitintervallen 56 ab. Während der ersten. Zeitintervalle 54 werden die Haarzellen der Bereiche 22, die den bestimmten Frequenzen 40 der Signalanteile 36 zugeordnet sind, aufgrund einer Interferenz der Schallwellen, die zu den Signalanteilen 36 korrespondieren, mit den Schallwellen, die zu den weiteren Signalen 44 korrespondieren, angeregt. Dahingegen unterbleibt während der zweiten Zeitintervalle 56 die Anregung der dem gleichen Bereich 22 zugeordneten Haarzellen.
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In Figur 5 sind zur Erläuterung des Prinzips zwei Schallwellen 58 dargestellt, die eine zueinander abweichende Frequenz aufweisen. Zur vereinfachten Darstellung ist dabei die Amplitude der beiden Schallwellen 58 gleich groß gewählt.
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Die Überlagerung der beiden Schallwellen 58, also der resultierende Schall 60, ist in Figur 6 dargestellt. Aufgrund der Interferenz ergeben sich die ersten Zeitintervalle 54, während derer der Betrag des resultierenden Schalls 60 größer als eine Hörschwelle 62 ist. In diesem Fall erfolgt die ist eine Schwingung der Haarzellen groß genug, um die zugeordneten Nerven zu stimulieren. Mit anderen Worten werden die Haarzellen angeregt. Wenn der resultierende Schall 60 hingegen geringer als die Hörschwelle 62 ist, unterbleibt die Anregung, und ist eines der zweiten Zeitintervalle 56 gebildet. Aufgrund der abwechselnden Anregung der zugeordneten Haarzellen ist für den Nutzer der Schall vergleichsweise genau wahrnehmbar.
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Dabei sind die weiteren Signale 44 derart ausgestaltet, dass die Haarzellen des der jeweiligen zugeordneten bestimmten Frequenz 40 zugeordnete Bereichs 22 angeregt werden, jedoch nicht benachbarte Bereiche 22. Somit sind für den Nutzer die bestimmten Frequenzen 40, und somit der Signalanteile 36, vergleichsweise genau wahrnehmbar sowie der bestimmten Frequenz 40 zuordenbar. Folglich ist eine spektrale Auflösung beim Hören für den Nutzer vergrößert, trotz des Verlusts an Haarzellen.
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Die Signalanteile 36 werden in Abhängigkeit des Hörverlusts des Nutzers ausgewählt. Mit anderen Worten sind die bestimmten Frequenzen 40 denjenigen Bereichen 22 zugeordnet, bei denen ein Verlust an Haarzellen vorhanden ist. Wenn jedoch in dem zweiten Arbeitsschritt 32 der jeweilige Signalanteil 36 als zu einem Störgeräusch zugehörig klassifiziert werden, werden die zugeordneten weiteren Signale 44 nicht erzeugt. Somit ist das Störgeräusch für den Nutzer auch nicht verstärkt wahrnehmbar, weswegen ein Komfort erhöht ist.
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Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel beschriebene Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
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- 2
- Hörgerät
- 4
- Gehäuse
- 6
- Mikrofon
- 8
- Mikrofoneinheit
- 10
- Signalverarbeitungseinheit
- 12
- Hörer
- 14
- Schallschlauch
- 16
- Dom
- 18
- Gehörgang
- 20
- Basilarmembran
- 22
- Bereich
- 24
- Batterie
- 26
- Verfahren
- 28
- erster Arbeitsschritt
- 30
- Eingangssignal
- 32
- zweiter Arbeitsschritt
- 34
- Filterbank
- 36
- Signalanteil
- 38
- Restanteil
- 40
- bestimmte Frequenz
- 42
- dritter Arbeitsschritt
- 44
- weiteres Signal
- 46
- weitere bestimmte Frequenz
- 48
- vierter Arbeitsschritt
- 50
- Ausgangssignal
- 52
- fünfter Arbeitsschritt
- 54
- erstes Zeitintervall
- 56
- zweites Zeitintervall
- 58
- Schallwellen
- 60
- resultierender Schall
- 62
- Hörschwelle