Beschreibung
Verfahren zum Betreiben einer Bremssystemanordnung und Bremssystemanordnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Bremssystemanordnung sowie eine Bremssystemanordnung nach den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
In bisherigen Bremssystemen gibt es einerseits einen „by-Wire“ Modus, bei dem der Bremswunsch von der Betätigungseinrichtung zum Aktuator mittels Signalübertragung übermittelt wird. Andererseits gibt es eine hydraulische Rückfallebene, bei der z.B. der Bremswunsch mittels eines Linearaktuators über Ventile (hydraulischer Widerstand) an die Aktuatoren (hydraulische Kapazität) übertragen wird. In den genannten Systemen wird normalerweise im by-Wire Modus gebremst. In bestimmten Situationen kann eine Degradierung zur hydraulischen Rückfallebene erfolgen, um dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug bremsbar bleibt.
Der Punkt, an dem die Umschaltung erfolgt, wird durch bestimmte Kriterien ermittelt, welche teilweise eine sehr harte Grenze darstellen. Einflussfaktoren auf den Umschaltzeitpunkt können dabei u.a. die Umgebung (Spannung, Temperatur) sein oder die Nettostromverfügbarkeit. Unterschreitet die von dem Energiebordnetz bereitgestellte Spannung oder Strom einen Schwellwert, könnte beispielsweise das ABS und andere Funktionen abgeschaltet werden. Bei Überschreitung eines Temperatur-Schwellenwerts wird eine Reduzierung des maximalen Phasenstromes vorgenommen, wodurch sich dann eine verringerte Abgabeleistung ergibt. Zudem könnte eine Abweichung zwischen Soll- und Istdruck überwacht werden und eine Degradierung aktiviert werden, wenn die Systemgrenzen den aktuellen Druckanstieg/-abfall stören. Insgesamt wird oft Potential verschenkt - indem z.B. schon in die hydraulische Rückfallebene umgeschaltet wird, obwohl noch eine by-Wire Bremsung möglich gewesen wäre. Zudem ist eine Analyse, ob degradiert werden soll, nur bei Aktivierung der Bremse möglich.
So ist etwa aus der DE 102016215833 A1 ein Verfahren bekannt, dass ausgehend von dem aktuellen Arbeitspunkt des Aktuators das mögliche Maximalmoment bei aktueller Drehzahl und/oder die mögliche Maximaldrehzahl bei aktuellem Lastmoment berechnet. Aus der/den daraus ermittelten Stellreserve(n) wird abgeleitet, ob die Leistungsfähigkeit des Antriebs ausreicht, um eine angeforderte Systemfunktion weiter zur Verfügung stellen zu können. Bei diesem Verfahren wird demnach ausgehend von einem Arbeitspunkt des Aktuators die aktuelle Reserve anhand der Differenz zu einer Kennlinie bestimmt. In anderen Worten, ein Degradieren ist erst nach der Aktivierung der Bremse möglich.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, den Prozess der Degradierung zu verbessern, in jeder Situation die Betriebsart mit der höchsten Leistung zu wählen und unnötige Verschlechterungen und Verluste der Bremsleistung zu vermeiden.
Wünschenswert ist demnach ein Verfahren, welches schon vor Aktivierung der Bremse den möglichen Arbeitsbereich ermitteln kann.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Bremssystemanordnung, wobei die Bremssystemanordnung eine Auswerteeinrichtung, und Aktuatoren umfasst, wobei die Bremssystemanordnung in einem ersten Modus und in einem zweiten Modus betreibbar ist und der Betrieb der Bremssystemanordnung aus dem ersten Modus in den zweiten Modus degradierbar ist, wobei folgende Schritte durchgeführt werden:
- Bereitstellen von Eingangsdaten für die Auswerteeinrichtung,
- Auswerten der Eingangsdaten durch die Auswerteeinrichtung und
- Degradieren aus dem ersten Modus in den zweiten Modus entsprechend des Ergebnisses der Auswertung, wobei die Eingangsdaten eine Leistungskennlinie des ersten Modus ist und folgende Schritte zum Bereitstellen der Leistungskennlinie durchgeführt werden:
- Ermitteln einer Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie,
- Bereitstellen einer ersten modusabhängigen Kennlinie,
- Berechnen der Leistungskennlinie aus der Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie und der ersten modusabhängigen Kennlinie mittels mindestens einer mathematischen
Formel, wobei beim Schritt des Auswertens folgender Schritt durchgeführt wird:
- Vergleichen zwischen ermittelter möglicher Leistungsfähigkeit des ersten Modus gemäß der berechneten Leistungskennlinie und der Leistungsfähigkeit des zweiten Modus.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass elektromechanische Parameter in die Berechnung der Eingangsdaten einbezogen werden. Diese sind einfacher zu handhaben als die in bisherigen Systemen genutzten Eingangsdaten. Zudem ist durch die Erfindung nunmehr ein Degradieren vor der Aktivierung der Bremse möglich. Dies ist besonders vorteilhaft, da ein Degradieren während des Bremsvorgangs ein unangenehmes Gefühl für den Fahrer verursachen kann. Die Erfindung trägt somit dazu bei, dass in weniger Fällen eine Umschaltung während des Bremsvorgangs stattfindet.
Die Erfindung ermöglicht es, die Leistungsfähigkeit eines Aktuators der Bremse über den gesamten Arbeitsbereich zu ermitteln und so schon vor Aufruf einer Funktion entscheiden zu können, ob alle für diese Funktion notwendigen Arbeitspunkten angefahren werden können.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass die von einer Funktion benötigten Arbeitspunkte in Form einer Kennlinie aus Messdaten ermittelt werden können und so die notwendige Leistungsfähigkeit des Aktuators eindeutig beschrieben werden kann.
Umgekehrt kann auch die Leistungsfähigkeit bzw. das Verhalten eines Fahrers in der Rückfallebene des Bremssystems ermittelt werden, um eine Vergleichskennlinie als geeignetes Umschaltkriterium zu ermitteln.
Wird z.B. in einem Bremssystem der Fahrer identifiziert, könnte sogar ein individuelles Umschaltkriterium hinterlegt werden. Dies könnte wiederum bei einer „Kalibrierfahrt“ in der Rückfallebene eingelernt werden.
Bevorzugt wird die Leistungsfähigkeit des Aktuators bzw. der Aktuatoren an die Software weitergegeben, welche daraufhin die Degradierung einleiten kann. Dabei ist die Degradierungsstrategie anpassbar und auch eine Umverteilung des Verzögerungswunsches auf andere Aktuatoren (z.B. auf den elektronischen Antrieb oder die Einzelradlenkung) ist möglich.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird die erste modusabhängige Kennlinie bereitgestellt, indem die Ableitung einer zweiten modusabhängigen Kennlinie ermittelt wird.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der erste Modus ein By-Wire-Modus. Unter einem By-Wire-Modus ist hierbei zu verstehen, dass das Bremssystem so ausgelegt ist, dass die Betätigungs- und Stelleinrichtungen mechanisch voneinander entkoppelt sind und die Übertragung des Betätigungswunsches zwischen Betätigungseinrichtung und Aktuator (Stelleinrichtungen) mittels digitaler Signalübertragung erfolgt.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der zweite Modus ein hydraulischer Modus oder ein mechanischer Modus. Beim hydraulischen Modus ist das Bremssystem derart ausgebildet, dass der Betätigungswunsch hydraulisch übertragbar ist (hydraulisches Bremssystem). In diesem Fall sind bevorzugt nacheinander ein Linearaktuator, ein hydraulischer Widerstand (Ventile und Bremsleitungen) und der Aktuator bzw. die Aktuatoren miteinander verbunden.
Beim mechanischen Modus ist ein elektromechanisches Bremssystem vorgesehen, so dass der Betätigungswunsch elektrisch übertragen wird und die Aktuatoren mechanisch zuspannen - und damit die Bremse betätigen - können.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die erste modusabhängige Kennlinie eine Kennlinie, die vom zweiten Modus abhängig ist. Sie ist entweder eine Druck-Volumen-Kennlinie, wenn der zweite Modus ein hydraulischer Modus ist oder sie ist eine Kraft-Weg-Kennlinie, wenn der zweite Modus ein mechanischer Modus ist.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Leistungskennlinie als Druck-Druckgradienten-Kennlinie im Fall des hydraulischen Modus ausgebildet oder als Kraft-Kraftgradienten-Kennlinie im Fall des mechanischen Modus.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bestimmt die Auswerteeinrichtung fünf Arbeitspunkte auf der Leistungskennlinie. Anschließend wird analysiert, ob mindestens drei der fünf Arbeitspunkte auf der Leistungskennlinie von dem Bremssystem umgesetzt werden können. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird eine Degradierung vorgenommen, wenn ermittelt wurde, dass weniger als drei der fünf Arbeitspunkte auf der Leistungskennlinie umgesetzt werden können. Dadurch kann später degradiert werden als bisher möglich. Damit ist eine Bremsung im By-Wire-Modus über einen längeren Zeitraum gewährleistet als im Stand der Technik.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung werden für eine Bestimmung einer Strategie für die Degradierung folgende weitere Schritte durchgeführt:
- Berechnen von Druckabbaugradienten unter Einbeziehung von einem oder mehreren der folgenden Parameter: Erlaubte Rückspeiseleistung, Temperatur einer internen Energiesenke, erlaubte Phasenströme und
- Bestimmen der Strategie für die Degradierung auf Grundlage der berechneten Druckabbaugradienten.
Damit wird der Zeitraum, in dem eine By-Wire-Bremsung möglich ist, noch erweitert.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird bei der Berechnung der Eingangsparameter die Trägheit des Motors oder eines Linearaktuators vernachlässigt. Weiter bevorzugt wird die Berechnung auf die Annahme gestützt, dass sich der Druck in allen Bremssätteln in gleicher Weise entwickelt. Damit ist es möglich, die maximale Dynamik des Druckaufbaus und Druckabbaus mittels der Beziehung zwischen dem Raddruck und seiner Zeitableitung zu beschreiben. Bevorzugt wird diese charakteristische Kurve dann mit verschiedenen Szenarien verglichen (z.B. Normalbremsfunktion (NBrake) mit reduzierter Spannung und Hydraulischer Rückfallebene). Damit wird vorteilhaft erreicht, dass in jeder Situation
der Modus mit der höchsten Leistung gewählt werden kann und somit verhindert wird, dass unnötige Degradationen mit einem Verlust an Bremsleistung stattfinden.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird die Leistungsfähigkeit des zweiten Modus gemessen und abgespeichert. Sie steht dann für die Berechnung der Leistungskennlinie zur Verfügung.
Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine Bremssystemanordnung, wobei die Bremssystemanordnung derart ausgebildet ist, dass das zuvor beschriebene Verfahren durchführbar ist.
Insgesamt hat die Erfindung folgende Vorteile:
- Es wird die Leistungsfähigkeit des Bremssystemsystems (inklusive Fahrereigenschaften) anhand von physikalischen Eigenschaften beschreibbar und damit vergleichbar gemacht. Dies kann z.B. auch für statistische Erhebungen und Probandentests genutzt werden.
- Die Umsetzung findet in einem Mikroprozessor statt und die Erfindung kann für das Degradationskonzept (Umschaltung von Funktionsmodi) genutzt werden
- Die Information kann als Rückführungsgröße für überlagerte Regelsysteme genutzt werden (Stellgrößenbegrenzung).
- Die Information kann als Rückführungsgröße für Begrenzung der erwarteten Leistung in Schleppfehlerüberwachungen genutzt werden.
- Die Information kann über die System leistungsfähigkeit an einer Schnittstelle bereitgestellt werden, z.B. für smart actuactors (z.B. wenn ein oder mehrere elektrohydraulische oder elektromechanische Bremsenaktuatoren als Black-Box von einem überlagerten System betrieben werden).
- Die Information der Leistungsfähigkeit der Einzelaktuatoren wird genutzt, um unterschiedliche Bremswirkung an verschiedenen Rädern nicht erst im Laufe der Bremsung zu erkennen. Außerdem kann eine Gesamtleistungsfähigkeit des Bremssystems abgeleitet werden.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand von Figuren.
In schematischer Darstellung zeigen beispielhaft:
Fig. 1 einen Teil der Komponenten eines elektrohydraulischen Bremssystems, Fig. 2 eine Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie (Motorkennlinie), Fig. 3 eine Volumen-Druck-Kennlinie der Aktuatoren,
Fig. 4 eine Kurve, welche die Ableitung der Volumen-Druck-Kennlinie aus Fig. 3 darstellt,
Fig. 5 eine Druck-Druckgradient-Kennlinie (Leistungskurve des Linearaktuators) und
Fig. 6 ein Ablaufdiagramm für das Verfahren.
Fig. 1 zeigt einen Teil der Komponenten eines elektrohydraulischen Bremssystems mit einem Linearaktuator 1 , Ventilen 3 und einem Aktuator 5, welche nacheinander geschaltet sind.
Fig. 2 zeigt eine Motorkennlinie mit der Drehzahl auf der X-Achse und dem Drehmoment auf der Y-Achse. Sie stellt einen Eingangsparameter für die Berechnung der Leistungskennlinie des ersten Modus dar.
Fig. 3 zeigt eine Volumen-Druck-Kennlinie der Aktuatoren und ist ebenfalls ein Eingangsparameter für die Berechnung der Leistungskennlinie des ersten Modus. Die Volumen-Druck-Kennlinie stellt eine Eigenschaft der Bremssättel dar und kann entweder dynamisch oder einmalig ermittelt werden. Bei einer einmaligen Ermittlung wird die Kennlinie abgespeichert und später für die Berechnung der Leistungskennlinie des ersten Modus herangezogen. Die Volumen-Druck-Kennlinie ist die zweite modusabhängige Kennlinie 102 (siehe Fig. 6).
Fig. 4 zeigt die Ableitung der Volumen-Druck-Kennlinie aus Fig. 3. Die Kennlinie aus Fig. 4 wird somit mittels Differentialrechnung bzw. mittels einer Ableitungsfunktion aus der Volumen-Druck-Kennlinie ermittelt. Sie stellt die erste modusabhängige Kennlinie 104 (siehe Fig. 6) dar.
Fig. 5 zeigt eine Druck-Druckgradient-Kennlinie, welche die Leistungskennlinie des ersten Modus, speziell des Linearaktuators, darstellt. Sie wird mittels einer Berechnung aus der Motorkennlinie (Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie) und der Ableitung der Volumen-Druck-Kennlinie ermittelt. Auf der X-Achse ist der Druck aufgetragen und auf der Y-Achse der Druckgradient.
Die Berechnung bei einem elektrohydraulischen Bremssystem kann dabei folgendermaßen aussehen:
In (2) kann dann (3) eingesetzt werden
Daraus entsteht dann:
Die Ableitung der Volumen-Druck-Kennlinie wird als
in (4) eingesetzt.
(3) kann zudem in (5) eingesetzt werden, wobei Pdrop in bar gemessen wird und
„25“ = 25 bar (10Λ5 Pa) bedeuten
(5) und (6) werden dann in (7) eingesetzt
(7) Pcaliper = PLAC - Pdrop
(7) kann dann ebenso in (4) eingesetzt werden.
Aus (7) folgt dann v=V(p)
In einem elektromechanischen Bremssystem kann die Berechnung folgendermaßen aussehen:
(10) F=F(x) oder (11) X=X(F)
(15) F = K · Min
(14) und (15) werden in (13) eingesetzt. Daraus wird (16):
Ist dabei die Ableitung der Kraft-Weg-Kennlinie.
Die jeweilige Leistungskennlinie (Druck-Druckgradient-Kennlinie oder Kraft-Kraftgradient-Kennlinie) ist die Leistungsfähigkeit des ersten Modus. Sie wird anschließend mit der Leistungsfähigkeit des zweiten Modus verglichen. Diese Leistungsfähigkeit des zweiten Modus wird entweder dynamisch ermittelt oder einmalig ermittelt und abgespeichert.
Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm des Verfahrens, in dem die bereits erklärten Schnitte noch einmal dargestellt werden.
Eine zweite modusabhängige Kennlinie 102 wird abgeleitet (Ableitung 104). Diese abgeleitete erste modusabhängige Kennlinie 104 geht zusammen mit einer Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie 100 in eine Berechnung 106 ein. Daraus entsteht eine Leistungskennlinie des ersten Modus 108 (Leistungsfähigkeit des ersten Modus). Diese wird mit einer Leistungsfähigkeit des zweiten Modus 110 verglichen
(Vergleich 112). Auf Grundlage des Ergebnisses des Vergleichs 112 kann dann eine Degradierung 114 des Bremssystems stattfinden bzw. eine Strategie für eine Degradierung kann erstellt und anschließend durchgeführt werden. Zudem kann noch der Schritt in den Ablauf mit einbezogen werden, dass fünf Punkte auf der Leistungskennlinie des ersten Modus definiert werden und ermittelt wird, ob mindestens drei der fünf Punkte in der aktuellen Konfiguration umsetzbar sind. Ist dies der Fall, findet keine Degradierung statt, so dass das System maximal lange im ersten Modus (by-Wire-Modus) operiert. Sind jedoch nur weniger als drei Punkte umsetzbar, findet eine Degradierung von Funktionen statt.
Insofern werden u.a. folgende Schritte zum Bereitstellen der Leistungskennlinie 108 durchgeführt:
- Ermitteln der Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie 100, - Ermitteln der Ableitung 104 von einer zweiten modusabhängigen Kennlinie 102,
- Berechnen der Leistungskennlinie 108 aus der Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie 100 und der Ableitung 104 der zweiten modusabhängigen Kennlinie 102 mittels mindestens einer mathematischen Formel.
Bezugszeichenliste:
1 Linearaktuator
3 Ventile
5 Aktuator
100 Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie
102 zweite modusabhängige Kennlinie
104 erste modusabhängige Kennlinie (Ableitung der zweiten modusabhängigen Kennlinie 102)
106 Berechnung
108 Leistungskennlinie des ersten Modus
110 Leistungsfähigkeit des zweiten Modus
112 Vergleich
114 Degradierung
Formellegende:
F = Kraft
V = Volumen p = Druck x = Weg ω = Drehzahl t = Zeit in = input (Eingang)
LAC = Linearaktuator
T = Temperatur
Caliper = Bremssattel
Drop = Druckabfall über Ventil
Pitch = Steigung
Area = Fläche q25 = Volumenfluss bei 25 bar Druckdifferenz
M = Drehmoment