Beschreibung
Verfahren zum Betreiben einer Sendeeinrichtung für elektromagnetische Signale, Sendeeinrichtung, Detektionsvorrichtung und Fahrzeug
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Sendeeinrichtung für elektromagnetische Signale, bei dem wenigstens eine Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie versorgt wird zur Aussendung von elektromagnetischen Signalen, wobei ein Temperatureinfluss auf eine Sendeleistung der wenigstens einen Signalquelle kompensiert wird.
Ferner betrifft die Erfindung eine Sendeeinrichtung für elektromagnetische Signale, mit wenigstens einer elektrisch betriebenen Signalquelle zur Aussendung wenigstens eines elektromagnetischen Signals und mit wenigstens einem Mittel zur Kompensierung eines Temperatureinflusses auf eine Sendeleistung der wenigstens einen Signalquelle.
Außerdem betrifft die Erfindung eine Detektionsvorrichtung zur Überwachung wenigstens eines Überwachungsbereichs, mit wenigstens einer elektrisch betriebenen Signalquelle zur Aussendung wenigstens eines elektromagnetischen Signals, mit wenigstens einem Mittel zur Kompensierung eines Temperatureinflusses auf eine Sendeleistung der wenigstens einen Signalquelle, mit wenigstens einer Empfangseinrichtung zum Empfangen von reflektierten elektromagnetischen Signalen und zur Umwandlung in elektrische Größen und mit wenigstens einer Steuer- und Auswerteeinrichtung zur Steuerung der Detektionsvorrichtung und zur Auswertung von mit der wenigstens einen Empfangseinrichtung ermittelten elektrischen Größen.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit wenigstens einer Detektionsvorrichtung zu Überwachung wenigstens eines Überwachungsbereichs, wobei die wenigstens eine Detektionsvorrichtung aufweist wenigstens ein elektrisch betriebene Signalquelle zur Aussendung wenigstens eines elektromagnetischen Signals, wenigstens ein Mittel zur Kompensierung eines Temperatureinflusses auf eine Sendeleistung der wenigstens einen Signalquelle,
wenigstens eine Empfangseinrichtung zum Empfangen von reflektierten elektromagnetischen Signalen und zur Umwandlung in elektrische Größen und wenigstens eine Steuer- und Auswerteeinrichtungen zur Steuerung der Detektionsvorrichtung und zur Auswertung von mit der wenigstens einen Empfangseinrichtung ermittelten elektrischen Größen.
Stand der Technik
Aus der EP 1 039 597 B1 ist ein Verfahren zur Stabilisierung der optischen Ausgangsleistung (Lichtleistung) von Leuchtdioden und Laserdioden bekannt, wobei die Kombination aus Diodenstrom und Durchlassspannung als eindeutiges Maß für die von der Leuchtdiode oder Laserdiode ausgesandte Lichtleistung dient, wobei vorausgesetzt wird, dass unabhängig von der Temperatur bei konstanter Lichtleistung die Durchlassspannung eine Funktion des Diodenstroms ist, wobei die Funktion, durch die sich bei einer bestimmten konstanten Lichtleistung die Durchlassspannung aus dem Diodenstrom ergibt, durch Messungen von Diodenstrom und Durchlassspannung bei konstanter Lichtleistung bei verschiedenen Temperaturen ermittelt wird und wobei die Leuchtdiode oder Laserdiode zu deren Stabilisierung derart betrieben wird, dass der durch die Messung ermittelte funktionale Zusammenhang zwischen Durchlassspannung und Diodenstrom eingehalten wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren, eine Sendeeinrichtung, eine Detektionsvorrichtung und ein Fahrzeug der eingangs genannten Art zu gestalten, bei denen eine Kompensierung des Temperatureinflusses auf die Sendeleistung der wenigstens einen Signalquelle besser, insbesondere einfacher und/oder genauer, durchgeführt werden kann.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei dem Verfahren dadurch gelöst, dass zur Kompensierung des Temperatureinflusses eine Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals abhängig von wenigstens einer Temperaturgröße, welche eine Temperatur der wenigstens einen Signalquelle charakterisiert, angepasst wird.
Die Sendeenergie eines ausgesendeten elektromagnetischen Signals ist umso größer, je größer die Sendeleistung und je länger die Signaldauer ist, für die die Sendeleistung
ausgesendet wird. Bei vielen Signalquellen, insbesondere bei Lasern, ist eine Effizienz bezüglich der Sendeleistung abhängig von der Temperatur insbesondere der Signalquelle. Entsprechend verändert sich mit der Temperatur die Sendeleistung und somit auch die Sendeenergie eines ausgesendeten elektromagnetischen Signals.
Erfindungsgemäß wird, um den Temperatureinfluss auf die Sendeleistung und damit auf die Sendeenergie eines ausgesendeten elektromagnetischen Signals zu kompensieren, die Signaldauer des wenigstens einen elektromagnetischen Signals angepasst. Auf diese Weise wird eine temperaturabhängige Veränderungen der Sendeleistungen durch eine entsprechende Veränderung der Signaldauer kompensiert. So wird erreicht, dass die ausgesendete Sendeenergie von der Temperatur der wenigstens eine Signalquelle unabhängig ist.
Die Signaldauer wird abhängig von wenigstens einer Temperaturgröße angepasst. Die wenigstens eine Temperaturgröße charakterisiert eine Temperatur der wenigstens einen Signalquelle. Auf diese Weise kann durch geeignete Temperaturgrößen ein Maß für die Temperatur insbesondere der wenigstens einen Signalquelle ermittelt werden.
Die wenigstens eine Temperaturgröße kann vorteilhafterweise mittels einem elektrischen Spannungswert und/oder einem elektrischen Stromwert realisiert werden. Auf diese Weise kann die wenigstens eine Temperaturgröße auf elektrischen Wege verarbeitet werden.
Vorteilhafterweise kann die wenigstens eine Temperaturgröße mit einem analogen Wert realisiert werden. Auf diese Weise kann die Temperaturgröße auf analogen Wege ermittelt und verarbeitet werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die wenigstens eine Temperaturgröße mit einem digitalen Wert realisiert werden. Auf diese Weise kann die wenigstens eine Temperaturgröße digital verarbeitet werden.
Für die erfindungsgemäße Kompensation des Temperatureinflusses ist keine Anpassung einer die elektrische Versorgungsenergie bereitstellenden Energiequelle, insbesondere einer Stromquelle, erforderlich. Mit der Erfindung kann ein Aufwand von Steu-
erfunktionen, insbesondere einer Treiberschaltung für die wenigstens eine Signalquelle, vereinfacht werden.
Zur Aussendung von elektromagnetischen Signalen wird die wenigstens eine Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie versorgt. Hierzu kann die wenigstens eine Signalquelle in einem Strompfad einer Energiequelle, insbesondere einer elektrischen Spannungsquelle, angeordnet sein. Die elektrische Versorgungsenergie ergibt sich aus der an die wenigstens eine Signalquelle angelegten elektrischen Spannung und dem durch die wenigstens eine Signalquelle fließenden elektrischen Strom.
Vorteilhafterweise können mit der wenigstens einen Signalquelle elektromagnetische Signale in Form von Lichtsignalen, insbesondere Lasersignalen, gesendet werden. Mit Lichtsignalen können unterschiedliche Funktionen, insbesondere Signal- Laufzeitmessungen, realisiert werden.
Vorteilhafterweise können mit der wenigstens einen Signalquelle gepulste elektromagnetische Signale gesendet werden. Mit gepulsten Signalen können Signal- Laufzeitmessungen besser durchgeführt werden.
Vorteilhafterweise kann die Sendeeinrichtung Teil einer Detektionsvorrichtung zur Überwachung wenigstens eines Überwachungsbereichs sein. Auf diese Weise kann der wenigstens eine Überwachungsbereich mit erfindungsgemäß ausgesendeten elektromagnetischen Signalen präziser, insbesondere reproduzierbar, abgetastet werden.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung nach einem Signal-Laufzeitverfahren, insbesondere einem Signalpuls-Laufzeitverfahren, arbeiten. Nach dem Signalpuls- Laufzeitverfahren arbeitende Detektionsvorrichtungen können als Time-of-Flight- System (TOF), indirektes Time-of-Flight-System (iTOF), Light-Detection-and-Ranging- System (LiDAR), Laser-Detection-and-Ranging-System (LaDAR) oder dergleichen ausgestaltet und bezeichnet werden.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung als scannendes System ausgestaltet sein. Dabei kann mit elektromagnetischen Signalen ein Überwachungsbereich abgetastet, also abgescannt, werden. Dazu können die Ausbreitungsrichtungen der elektro-
magnetischen Signale über den Überwachungsbereich verändert, insbesondere geschwenkt, werden. Hierbei kann wenigstens Signal-Umlenkeinrichtung, insbesondere eine Scaneinrichtung, eine Umlenkspiegeleinrichtung oder dergleichen, zum Einsatz kommen. Alternativ oder zusätzlich kann die Detektionsvorrichtung als sogenanntes Flash-System, insbesondere als Flash-LiDAR, ausgestaltet sein. Dabei können entsprechend aufgeweitete elektromagnetische Signale gleichzeitig einen größeren Teil des Überwachungsbereichs oder den gesamten Überwachungsbereich ausstrahlen.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung als laserbasiertes Entfernungsmesssystem ausgestaltet sein. Laserbasierte Entfernungsmesssysteme können Laser, insbesondere Diodenlaser, als Signalquellen aufweisen. Mit Lasern können insbesondere gepulste Laserstrahlen als elektromagnetische Signale gesendet werden. Mit Lasern können elektromagnetische Signale in für das menschliche Auge sichtbaren oder nicht sichtbaren Wellenlängenbereichen emittiert werden. Entsprechend können Empfänger der Detektionsvorrichtung für die Wellenlänge der ausgesendeten elektromagnetischen Signale ausgelegte Sensoren, insbesondere Punktsensoren, Zeilensensoren und/oder Flächensensoren, im Besonderen eine (Lawinen)fotodioden, Photodiodenzeilen, CCD- Sensoren, Active-Pixel-Sensoren, insbesondere CMOS-Sensoren oder dergleichen, aufweisen oder daraus bestehen. Laserbasierte Entfernungsmesssysteme können vorteilhafterweise als Laserscanner ausgestaltet sein. Mit Laserscannern können Überwa- chungsbereiche mit insbesondere gepulsten Lasersignalen, insbesondere Laserstrahlen, abgetastet werden.
Vorteilhafterweise kann die Erfindung bei Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, verwendet werden. Vorteilhafterweise kann die Erfindung bei Landfahrzeugen, insbesondere Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Bussen, Motorrädern oder dergleichen, Luftfahrzeugen, insbesondere Drohnen, und/oder Wasserfahrzeugen verwendet werden. Die Erfindung kann auch bei Fahrzeugen eingesetzt werden, die autonom oder wenigstens teilautonom betrieben werden können. Die Erfindung ist jedoch nicht beschränkt auf Fahrzeuge. Sie kann auch im stationären Betrieb, in der Robotik und/oder bei Maschinen, insbesondere Bau- oder Transportmaschinen, wie Kränen, Baggern oder dergleichen, eingesetzt werden.
Die Detektionsvorrichtung kann vorteilhafterweise mit wenigstens einer elektronischen Steuervorrichtung eines Fahrzeugs oder einer Maschine, insbesondere einem Fahrerassistenzsystem, verbunden oder Teil einer solchen sein. Auf diese Weise kann wenigstens ein Teil der Funktionen des Fahrzeugs oder der Maschine autonom oder teilautonom ausgeführt werden.
Die Detektionsvorrichtung kann zur Erfassung von stehenden oder bewegten Objekten, insbesondere Fahrzeugen, Personen, Tieren, Pflanzen, Hindernissen, Fahrbahnunebenheiten, insbesondere Schlaglöchern oder Steinen, Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen, Freiräumen, insbesondere Parklücken, Niederschlag oder dergleichen, und/oder von Bewegungen und/oder Gesten eingesetzt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann die wenigstens eine Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie mit gepulstem Leistungsverlauf versorgt werden und/oder eine Versorgungsdauer der wenigstens einen Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie abhängig von der wenigstens einen Temperaturgröße angepasst werden zur Anpassung der Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals.
Vorteilhafterweise kann die wenigstens eine Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie mit gepulstem Leistungsverlauf versorgt werden. Dabei kann der gepulste Leistungsverlauf durch elektrische Strompulse realisiert werden. Hierzu kann ein elektrischer Versorgungspfad für die wenigstens eine Signalquelle gepulst geschaltet werden. Auf diese Weise kann eine einfache Spannungssteuerung und/oder Stromsteuerung für den Versorgungspfad verwendet werden, die lediglich zwischen einem Einschalt- und einem Ausschaltzustand gesteuert werden muss.
Alternativ oder zusätzlich kann die Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals über eine Versorgungsdauer der wenigstens einen Signalquelle mit elektrischer Versorgungsenergie abhängig von der wenigstens einen Temperaturgröße angepasst werden. Auf diese Weise kann die Signaldauer mittels der Steuerung der elektrischen Versorgungsenergie angepasst werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein elektromagnetisches Signal wenigstens einen
Signalpuls aufweisen. Auf diese Weise wird das elektromagnetische Signal für die Dauer des wenigstens einen Signalpulses ausgesendet.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein elektromagnetisches Signal eine Mehrzahl von Signalpulsen aufweisen, welche über die Signaldauer gesendet werden. Durch die Verwendung von gepulsten elektromagnetischen Signalen kann die Erwärmung der wenigstens einen Signalquelle beim Betrieb verringert werden. Die Signaldauer kann so auch über die Anzahl der Signalpulse angegeben werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann die elektrische Versorgungsenergie für die wenigstens eine Signalquelle mit wenigstens einem, insbesondere gepulsten, Triggersignal gesteuert werden und/oder eine Trigger-Signaldauer wenigstens eines Triggersignals zur Steuerung der elektrischen Versorgungsenergie für die wenigstens eine Signalquelle abhängig von der wenigstens einen Temperaturgröße angepasst werden.
Ein Triggersignal kann einfach, insbesondere digital, realisiert werden. Gepulste Triggersignale eignen sich zur gepulsten Aktivierung der wenigstens einen Signalquelle. Auf diese Weise können gepulste elektromagnetische Signale ausgesendet werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die Trigger-Signaldauer wenigstens eines Triggersignals abhängig von der wenigstens einen Temperaturgröße angepasst werden. Auf diese Weise kann die Signaldauer des elektromagnetischen Signals bereits aufseiten der Steuereinrichtung einfach vorgegeben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Triggersignal ein periodisches Signal, insbesondere ein Rechtecksignal, ein Dreiecksignal, ein sinusförmiges Signal, ein sägezahnförmiges Signal oder dergleichen, sein. Periodische Signale können einfach und reproduzierbar realisiert werden. Rechtecksignale, Dreiecksignale, sinusförmige Signale und sägezahnförmige Signale können einfach definiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann die Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals über die Anzahl von Pulsen eines gepulsten Leistungsverlaufs der elektrischen Versorgungsenergie ange-
passt werden und/oder die Signaldauer wenigstens einen elektromagnetischen Signals über die Anzahl von Pulsen eines gepulsten Triggersignals zur Steuerung der Versorgungsenergie für die wenigstens eine Signalquelle angepasst werden. Auf diese Weise kann insbesondere bei einem periodischem Leistungsverlauf der elektrischen Versorgungsenergie und/oder einem periodischen Triggersignal einfach die Signaldauer und damit die Ausgangsleistung der wenigstens einen Signalquelle angepasst werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann die Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals mittels wenigstens einer für die vorherrschende Temperatur vorgegebenen Korrekturgröße angepasst werden und/oder die Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals mittels einer für die vorliegende wenigstens eine Temperaturgröße vorgegebenen Korrekturgröße angepasst werden. Auf diese Weise kann einfach ein Zusammenhang zwischen der herrschenden Temperatur, respektive der wenigstens einen Temperaturgröße, und der zur Kompensierung des entsprechenden Temperatureinflusses erforderlichen Signaldauer realisiert werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Korrekturgröße ein Faktor sein, mit dem eine die Signaldauer vorgebende Größe, insbesondere eine vorgegebene Basis-Trigger- Signaldauer und/oder eine vorgegebene Basis-Signaldauer für das wenigstens eine elektromagnetisch Signal, angepasst werden kann.
Vorteilhafterweise kann für den Betrieb bei einer optimalen Temperatur eine Basis- Signaldauer und/oder eine Basis-Trigger-Signaldauer vorgegeben werden, welche eine gewünschte Sendeenergie für elektromagnetische Signale liefert. Die Basis- Signaldauer und/oder die Basis-Trigger-Signaldauer kann bei Abweichungen von der optimalen Temperatur mit der zu der tatsächlich vorherrschenden Temperatur gehörenden Korrekturgröße insbesondere durch Multiplikation angepasst werden. Falls sich bei einer von der optimalen Temperatur abweichenden Temperatur die Effizienz der Signalquelle und damit die Signalausgangsleistung verringert, kann mit der passenden Korrekturgröße die Basis-Signaldauer und/oder die Basis-Trigger-Signaldauer multipliziert werden, und dadurch die Signaldauer beziehungsweise die Trigger-Signaldauer verlängert werden.
Vorteilhafterweise kann ein Zusammenhang zwischen der Temperatur, insbesondere der wenigstens einen Temperaturgröße, und wenigstens einer Korrekturgröße in einer Umsetzungstabelle (Lookup-table) insbesondere für die wenigstens eine Signalquelle vorab gespeichert werden. So sind die Korrekturgrößen schnell ermittelbar.
Der Zusammenhang zwischen der Temperatur, insbesondere der wenigstens einen Temperaturgröße, und wenigstens einer Korrekturgröße, insbesondere wenigstens eine Umsetzungstabelle, kann vorteilhafterweise in einem entsprechenden Speichermedium der wenigstens einen Sendeeinrichtung und/oder der Detektionsvorrichtung hinterlegt sein. Vorteilhafterweise kann ein für die Signalquelle bekannter Zusammenhang vorgegeben werden.
Alternativ oder zusätzlich kann der Zusammenhang mittels wenigstens einer Testmessung, insbesondere am Ende der Produktionslinie, ermittelt werden. Auf diese Weise kann der Zusammenhang einfach bestimmt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann wenigstens eine Temperaturgröße während des Betriebs der wenigstens einen Sendeeinrichtung ermittelt werden und/oder wenigstens eine Temperaturgröße mit wenigstens einem Sensor ermittelt werden und/oder wenigstens eine Temperaturgröße aus wenigstens einer Versorgungsenergiegröße, insbesondere einem Versorgungsstrom und/oder einer Versorgungsspannung, zur Versorgung der wenigstens einen Signalquelle ermittelt werden.
Während des Betriebs der wenigstens einen Sendeeinrichtung kann die wenigstens eine Temperaturgröße ermittelt werden, welche die aktuelle Temperatur charakterisiert.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens eine Temperaturgröße mit wenigstens einem Sensor ermittelt werden. Auf diese Weise kann die wenigstens einen Temperaturgröße direkt ermittelt werden.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens eine Temperaturgröße aus wenigstens einer
Versorgungsenergiegröße ermittelt werden. Auf diese Weise kann auf einen separaten Temperatursensor verzichtet werden. Die wenigstens eine Temperaturgröße kann vorteilhafterweise aus einem Versorgungsstrom für die wenigstens eine Signalquelle und/oder aus einer Versorgungsspannung ermittelt werden.
Ferner wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei der Sendeeinrichtung dadurch gelöst, dass die Sendeeinrichtung wenigstens ein Mittel aufweist zur Anpassung einer Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals abhängig von wenigstens einer eine Temperatur der wenigstens einen Signalquelle charakterisierenden Temperaturgröße.
Erfindungsgemäß kann mit wenigstens einem Mittel die Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals abhängig von einer die Temperatur der wenigstens eine Signalquelle charakterisierenden Temperaturgröße angepasst werden.
Vorteilhafterweise weist die Sendeeinrichtung und/oder eine Detektionsvorrichtung mit der Sendeeinrichtung wenigstens ein Mittel auf zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Mittel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, insbesondere zur Anpassung einer Signaldauer abhängig von wenigstens einer Temperatur, auf softwaremäßigen und/oder hardwaremäßigen Wege insbesondere mit der Sendeeinrichtung und/oder der Sendeeinrichtung umfassenden Detektionsvorrichtung realisiert sein. Auf diese Weise können ohnehin vorhandene Bauteile und/oder Funktionen zur Realisierung der Erfindung verwendet werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann in wenigstens einem Energieversorgungspfad der wenigstens einen Signalquelle wenigstens ein insbesondere triggerbares Steuerelement, insbesondere wenigstens ein Transistor, angeordnet sein und/oder wenigstens ein Signalgenerator vorgesehen sein zum Erzeugen wenigstens eines Triggersignals zum Steuern wenigstens eines Steuerelements, welches sich in wenigstens einem Energieversorgungspfad der wenigstens einen Signalquelle befindet.
Mit einem Steuerelement kann der wenigstens eine Energieversorgungspfad der wenigstens einen Signalquelle gesteuert, insbesondere geschlossen und geöffnet, werden.
Ein triggerbares Steuerelement kann mittels Triggersignalen zum Schließen und Öffnen des Energieversorgungspfades angesteuert werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Steuerelement wenigstens einen Transistor aufweisen oder daraus bestehen. Ein Transistor kann einfach mit Triggersignalen gesteuert, insbesondere geschaltet, werden.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Signalgenerator vorgesehen sein. Mit einem Signalgenerator können Triggersignale erzeugt werden. Die Triggersignale können an das wenigstens eine Steuerelement übermittelt werden.
Vorteilhafterweise kann die Sendeeinrichtung und/oder die die Sendeeinrichtung umfassende Detektionsvorrichtung wenigstens einen Signalgenerator aufweisen. Auf diese Weise kann ein kompakter Aufbau realisiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Sendeeinrichtung wenigstens ein Mittel aufweisen zur Realisierung einer die Signaldauer charakterisierenden Größe abhängig von der wenigstens einen Temperaturgröße.
Vorteilhafterweise kann die Signaldauer eines Triggersignals eine Größe sein, welche die Signaldauer des wenigstens einen elektromagnetischen Signals charakterisiert. Auf diese Weise kann die Signaldauer des wenigstens einen elektromagnetischen Signals mit dem Triggersignal vorgegeben werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die Anzahl von Pulsen eines Triggersignals eine die Signaldauer charakterisierende Größe sein. Auf diese Weise kann die Signaldauer des wenigstens einen elektromagnetischen Signals mit diskreten Werten vorgegeben werden.
Außerdem wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei der Detektionsvorrichtung dadurch gelöst, dass die Detektionsvorrichtung wenigstens ein Mittel aufweist zur Anpassung
einer Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals abhängig von wenigstens einer eine Temperatur der wenigstens einen Signalquelle charakterisierenden Temperaturgröße.
Je nach Anwendung der Detektionsvorrichtung, insbesondere als indirektes Time-of- Flight-System oder als andersartiges LiDAR-System, kann innerhalb einer Messung ein elektromagnetisches Signal, insbesondere ein Lichtsignal, mit mehreren Signalpulsen, insbesondere Lichtpulsen, ausgesendet werden, um eine definierte Sendeenergie, insbesondere eine definierte Lichtenergie, zu erzeugen.
Des Weiteren wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei dem Fahrzeug dadurch gelöst, dass die Detektionsvorrichtung wenigstens ein Mittel aufweist zur Anpassung einer Signaldauer wenigstens eines elektromagnetischen Signals abhängig von wenigstens einer eine Temperatur der wenigstens einen Signalquelle charakterisierenden Temperaturgröße.
Erfindungsgemäß weist das Fahrzeug wenigstens eine Detektionsvorrichtung auf, mit welcher ein Überwachungsbereich überwacht werden kann. Auf diese Weise können Objekte im Überwachungsbereich erfasst werden.
Vorteilhafterweise kann mit der wenigstens einen Detektionsvorrichtung wenigstens ein Überwachungsbereich außerhalb des Fahrzeugs und/oder innerhalb des Fahrzeugs insbesondere auf Objekte hin überwacht werden. Auf diese Weise kann können Informationen über Objekte in der Umgebung des Fahrzeugs beziehungsweise ihm Fahrzeug ermittelt werden.
Vorteilhafterweise kann das Fahrzeug wenigstens ein Fahrerassistenzsystem aufweisen. Mithilfe eines Fahrerassistenzsystems kann das Fahrzeug autonom oder teilautonom betrieben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Detektionsvorrichtung funktional mit wenigstens einem Fahrerassistenzsystem verbunden sein. Auf diese Weise können Informationen über einen Überwachungsbereich, insbesondere Objektinformationen, die mit der wenigstens einen Detektionsvorrichtung gewonnen werden, mit dem wenigstens einen
Fahrerassistenzsystem zur Steuerung eines autonomen oder teilautonomen Betrieb des Fahrzeuges herangezogen werden.
Im Übrigen gelten die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, der erfindungsgemäßen Sendeeinrichtung, der erfindungsgemäßen Detektionsvorrichtung und dem erfindungsgemäßen Fahrzeug und deren jeweiligen vorteilhaften Ausgestaltungen aufgezeigten Merkmale und Vorteile untereinander entsprechend und umgekehrt. Die einzelnen Merkmale und Vorteile können selbstverständlich untereinander kombiniert werden, wobei sich weitere vorteilhafte Wirkungen einstellen können, die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Der Fachmann wird die in der Zeichnung, der Beschreibung und den Ansprüchen in Kombination offenbarten Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen schematisch
Figur 1 ein Fahrzeug in der Vorderansicht, mit einem Fahrerassistenzsystem und einem LiDAR-System zur Erfassung von Objekten in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug;
Figur 2 ein Blockschaltbild des Fahrzeugs mit dem Fahrerassistenzsystem und dem LiDAR-System aus der Figur 1 ;
Figur 3 einen Schaltplan einer Sendeeinrichtung des LiDAR-Systems aus den Figuren 1 und 2 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 4 einen zeitlicher Verlauf eines Triggersignals mit einer Basis-Signaldauer zur Ansteuerung eines Lasers der Sendeeinrichtung aus Figur 3;
Figur 5 einen zeitlichen Verlauf des Triggersignals aus der Figur 4 mit der doppelten Basis-Signaldauer;
Figur 6 ein Diagramm, in dem die Effizienz des Lasers der Sendeeinrichtung aus der Figur 3 abhängig von der Temperatur des Lasers dargestellt ist;
Figur 7 ein Diagramm, in dem eine Abhängigkeit eines Korrekturfaktors, mit welchem die Temperaturabhängigkeit der Effizienz des Lasers aus der Figur
aus der Figur 3 kompensiert wird, von der Temperatur des Lasers dargestellt ist;
Figur 8 ein Diagramm, in dem die Laser-Sendeenergie eines mit dem Laser der Sendeeinrichtung aus der Figur 3 gesendeten Lasersignals abhängig von der Temperatur des Lasers dargestellt ist, wobei die Temperaturabhängigkeit der Effizienz mit dem temperaturabhängigen Korrekturfaktor entsprechend der Figur 7 kompensiert ist;
Figur 9 ein Diagramm, in den die Laser-Sendeenergie eines mit dem Laser der Sendeeinrichtung aus der Figur 3 gesendeten Lasersignals abhängig von der Temperatur des Lasers dargestellt ist, wobei Temperaturabhängigkeit der Effizienz nicht kompensiert ist;
Figur 10 einen Schaltplan einer Sendeeinrichtung des LiDAR-Systems aus den Figuren 1 und 2 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Ausführungsform(en) der Erfindung
In der Figur 1 ist ein Fahrzeug 10 beispielhaft in Form eines Personenkraftwagens in der Vorderansicht gezeigt.
Das Fahrzeug 10 verfügt über eine Detektionsvorrichtung beispielhaft in Form eines LiDAR-Systems 12. In Figur 2 ist ein Blockschaltbild des Fahrzeugs 10 mit dem LiDAR- System 12 gezeigt.
Das LiDAR-System 12 ist beispielhaft in der vorderen Stoßstange des Fahrzeugs 10 angeordnet. Mit dem LiDAR-System 12 kann ein Überwachungsbereich 14 in Fahrtrichtung 16 vor dem Fahrzeug 10 auf Objekte 18 hin überwacht werden. Das LiDAR- System 12 kann auch an anderer Stelle am Fahrzeug 10 angeordnet und anders ausgerichtet sein. Das LiDAR-System 12 kann auch in dem Fahrzeug 10 zur Überwachung eines Innenraums angeordnet sein. Mit dem LiDAR-System 12 können Objektinformationen, beispielsweise Entfernungen, Richtungen und Geschwindigkeiten von Objekten 18 relativ zum Fahrzeug 10 respektive zum LiDAR-System 12, oder entsprechende charakterisierende Größen ermittelt werden. Mit dem LiDAR-System 12 können auch Gesten beispielsweise von Personen erfasst werden.
Bei den Objekten 18 kann es sich um stehende oder bewegte Objekte, beispielsweise um andere Fahrzeuge, Personen, Tiere, Pflanzen, Hindernisse, Fahrbahnunebenheiten, beispielsweise Schlaglöcher oder Steine, Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen, Freiräume, Beispielweise Parklücken, Niederschlag oder dergleichen handeln.
Das LiDAR-System 12 ist mit einem Fahrerassistenzsystem 20 des Fahrzeugs 10 verbunden. Mit dem Fahrerassistenzsystem 20 kann das Fahrzeug 10 autonom oder teilautonom betrieben werden.
Das LiDAR-System 12 umfasst beispielhaft eine Sendeeinrichtung 22, eine Empfangseinrichtung 24 und eine Steuer- und Auswerteeinrichtung 26.
Die Funktionen der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26, der Sendeeinrichtung 22 und der Empfangseinrichtung 24 können wenigstens teilweise zentral oder dezentral realisiert sein. Teile der Funktionen und/oder entsprechende Bauteile der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 können auch in der Sendeeinrichtung 22 und/oder der Empfangseinrichtung 24 integriert sein und umgekehrt. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 und das Fahrerassistenzsystem 20 können auch teilweise kombiniert sein. Die Funktionen der Sendeeinrichtung 22, der Empfangseinrichtung 24 und der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 sind auf softwaremäßigem und hardwaremäßigem Wege realisiert.
In der Figur 3 ist ein Schaltplan einer Sendeeinrichtung 22 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 gezeigt.
Die Sendeeinrichtung 22 umfasst eine Signalquelle in Form eines Lasers 28, ein Steuerelement in Form eines Transistors 30 für einen Strompfad 32 des Lasers 28, einen Signalgenerator 34 zur Erzeugung von Triggersignalen 42 zum triggern des Steuerelements 30 und eine Temperaturerfassungseinrichtung 36 zur Erfassung einer Temperatur des Lasers 28.
Der Strompfad 32 bildet einen Energieversorgungspfad für den Laser 28. Der Strompfad 32 des Lasers 28 ist einerseits über das Steuerelement 30 mit der Masse 38 und andererseits mit einer Spannungsquelle 40 verbunden. Die Spannungsquelle 40 bildet
eine Energieversorgungseinrichtung, mit der der Laser 28 mit elektrischer Versorgungsenergie versorgt werden kann. Die Spannungsquelle 40 kann beispielsweise eine zentralen Spannungsversorgung des LiDAR-Systems 12 sein.
Die Basis des Transistors 30 ist mit einem Signalausgang des Signalgenerators 34 verbunden. Emitter und Kollektor des Transistors 30 befinden sich im Strompfad 32. Durch entsprechendes Ansteuern des Transistors 30 kann der Strompfad 32 geschlossen und geöffnet werden.
Ein Steuereingang des Signalgenerators 34 ist mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 verbunden. Über den Steuereingang kann der Signalgenerator 34 mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 zur Erzeugung von Triggersignalen 42 angesteuert werden. In der Figur 4 ist beispielhaft ein solches Triggersignal 42 mit der Basis- Signaldauer SDo dargestellt. Das Triggersignal 42 ist beispielhaft ein gepulstes Signal, beispielhaft ein Rechtecksignal. Figur 5 zeigt ein Triggersignal 42 mit der Signaldauer SDi beziehungsweise SD2.
Mit dem Triggersignal 42 wird der Transistor 30 gepulst angesteuert, sodass entsprechend der Strompfad 32 gepulst geschlossen wird. Der Laser 28 wird so mit elektrischer Versorgungsenergie mit gepulstem Leistungsverlauf versorgt. Entsprechend dem Pulsverlauf und der Signaldauer SD des Triggersignals 42 wird mit dem Laser 28 ein gepulstes Lasersignal 44 erzeugt. Das erzeugte gepulste Lasersignal 44 hat eine Signaldauer SD, die der Trigger-Signaldauer SD des Triggersignals 42 entspricht. Im Folgenden werden daher die Trigger-Signaldauer und die Signaldauer des Lasersignals 44 mit dem Bezugszeichen „SD“ bezeichnet.
Die Temperaturerfassungseinrichtung 36 umfasst einen Temperatursensor, der in der Nähe des Lasers 28 angeordnet ist. Mit der Temperaturerfassungseinrichtung 36 kann eine die Temperatur des Lasers 28 charakterisierende Temperaturgröße, beispielsweise ein elektrischer Spannungswert oder ein digitaler Wert, ermittelt werden. Die Temperaturerfassungseinrichtung 36 ist mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 verbunden. Auf diese Weise können die ermittelten Temperaturgrößen an die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 übermittelt werden.
Der Laser 28 ist beispielhaft als Diodenlaser realisiert. Eine Lasereffizienz LE des Lasers 28 ist, wie beispielhaft in der Figur 6 gezeigt, abhängig von der Temperatur des Lasers 28. Die Lasereffizienz LE beeinflusst die Laser-Sendeenergie EL, also die Lichtenergie, eines gesendeten Lasersignals 44, wie in der Figur 9 gezeigt. Bei einer bezüglich der Lasereffizienz LE beispielhaft optimalen Temperatur To weist die Lasereffizienz LE ihr Maximum auf. Die Lasereffizienz LE verringert sich mit von der optimalen Temperatur To abweichender Temperatur, beispielsweise bis zu einer untere Grenztemperatur Ti einerseits und bis zu einer oberen Grenztemperatur T2 andererseits. Die untere Grenztemperatur Ti und die obere Grenztemperatur T2 sind beispielhafte Temperaturen, bei denen der Laser 28 üblicherweise betrieben werden kann. In der Figur 6 ist der Temperaturverlauf der Lasereffizienz LE beispielhaft etwa symmetrisch bezüglich der optimalen Temperatur To dargestellt. Der Temperaturverlauf der Lasereffizienz LE und entsprechend der Temperaturverlauf der Laser-Sendeenergie Ei kann auch eine andere Form haben.
Entsprechend des Temperaturverlaufs der Lasereffizienz LE nimmt die Laser- Sendeenergie EL, ausgehend von der optimalen Temperatur To, mit abweichender Temperatur jeweils ab. Der dem Temperaturverlauf der Lasereffizienz LE entsprechende Temperaturverlauf der Laser-Sendeenergie EL ist in der Figur 9 gezeigt. In der Figur 9 ist ein Diagramm, in dem die Laser-Sendeenergie EL eines mit dem Laser 28 gesendeten Sendesignals 44 abhängig von der Temperatur des Lasers 28 dargestellt ist.
Die Laser-Sendeenergie EL eines Lichtsignals 44 ist proportional zu dem Produkt aus der Laserausgangsleistung, der Signaldauer SD und des Tastgrades des Triggersignals 42. Das Triggersignal 42 ist beispielhaft ein Rechtecksignal mit einem Tastgrad von 50 %. Alternativ lässt sich die Laser-Sendeenergie EL für ein Lichtsignal 44 proportional zur Anzahl der Rechteckpulse des Triggersignals 42 innerhalb der Signaldauer SD darstellen. Ausgehend von der optimalen Temperatur To nimmt mit zunehmender oder abnehmender Temperatur des Lasers 28 bei gleichbleibender Signaldauer SD die Laser- Sendeenergie EL für das Lichtsignal 44, wie in der Figur 9 gezeigt, ab.
Um präzise und reproduzierbare Messungen mit dem LiDAR-System 12 durchführen zu können, ist es jedoch erforderlich, Lasersignale 44 mit möglichst konstanter Laser- Sendeenergie EL ZU senden. Dies wird bei dem beispielhaften LiDAR-System 12
dadurch erreicht, dass die Signaldauer SD des Lasersignals 44 abhängig von der Temperatur des Lasers 28, respektive der die Temperatur charakterisierenden Temperaturgröße, angepasst wird. Hierzu wird bei einer von der optimalen Temperatur To abweichenden Temperatur eine Basis-Signaldauer SDo mit einem Korrekturfaktor KF für die herrschende Temperatur korrigiert, beispielsweise multipliziert.
Die Basis-Signaldauer SDo kann beispielsweise so vorgegeben sein, dass bei der optimalen Temperatur To das Lasersignal 44 mit einer gewünschten, beispielsweise vorgegebenen, Laser-Sendeenergie ELO gesendet wird. Der Korrekturfaktor KF für die herrschende Temperatur wird beispielsweise aus einer Umsetzungstabelle entnommen. Der Zusammenhang zwischen den Korrekturfaktoren KF und der Temperatur wird beispielhaft auf Basis des bekannten oder im Vorfeld bestimmten Temperaturverlaufs der Lasereffizienz LE für den Laser 28 ermittelt.
Die Lasereffizienz LE ist für jeden Laser 28 individuell und kann vorab, beispielsweise im Rahmen von Testmessungen oder aus Spezifikationen des Herstellers, ermittelt werden. Der Verlauf der Lasereffizienz LE ist beispielsweise in einer Umsetzungstabelle in der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 hinterlegt.
Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 weist Mittel auf, mit denen aus dem beispielsweise in der Figur 6 gezeigten Temperaturverlauf der Lasereffizienz LE ein entsprechender Temperaturverlauf der Korrekturfaktoren KF, wie er in der Figur 7 gezeigt ist, ermittelt werden können. Alternativ kann der Temperaturverlauf der Korrekturfaktoren KF auch direkt in einer entsprechenden Umsetzungstabelle der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 hinterlegt sein.
Mithilfe des Korrekturfaktors KF, welche der herrschenden Temperatur, respektive der entsprechenden Temperaturgröße, zugeordnet ist, wird die erforderliche Signaldauer SD ermittelt, mit der die Temperaturabhängigkeit der Lasereffizienz LE kompensiert werden kann. Der Signalgenerator 34 wird für die ermittelte Signaldauer SD zum generieren des Triggersignals 42 angesteuert. Der Signalgenerator 34 seinerseits steuert den Transistor 30 mit dem Triggersignal 42, sodass der Laser 28 das entsprechend gepulste Lasersignal 44 über die Signaldauer SD mit der entsprechenden Laser- Sendeenergie EL aussendet.
Beispielhaft ist der Korrekturfaktor KF = 1 bei der optimalen Temperatur To. Er steigt zur unteren Grenztemperatur Ti und zur oberen Grenztemperatur T2 jeweils an bis zu dem Korrekturfaktor KF = 2. Dies bedeutet, dass beispielhaft bei Vorliegen der unteren Grenztemperatur Ti oder bei Vorliegen der oberen Grenztemperatur T2 die Basis- Signaldauer SDo des Triggersignals 42 und damit die Signaldauer des Lasersignals 44 jeweils, wie in der Figur 5 gezeigt, zu einer Signaldauer SD1 beziehungsweise SD2 verdoppelt wird. Durch die Anpassung der Signaldauer SD abhängig von der Temperaturgröße wird ein konstanter Temperaturverlauf für die Laser-Sendeenergie ELO erreicht, wie er in der Figur 8 gezeigt ist.
Das LiDAR-System 12 kann als scannendes LiDAR-System oder als Flash-LiDAR- System ausgestaltet sein. Die Sendeeinrichtung 22 kann optional wenigstens ein optisches System, beispielsweise eine optische Linse, aufweisen, mit dem die erzeugten Lasersignale 44 entsprechend beeinflusst, insbesondere aufgeweitet und/oder fokussiert werden können.
Ferner kann die Sendeeinrichtung 22 optional eine Signalumlenkeinrichtung, beispielsweise einen Spiegel, aufweisen, mit der die Lasersignale 44 in den Überwachungsbe- reich 14 gelenkt werden können. Umlenkend wirkende Teile der Signalumlenkeinrichtung können veränderbar, beispielsweise relativ zum Laser 28 schwenkbar oder drehbaren, sein. Auf diese Weise können die Ausbreitungsrichtungen der Lasersignale 44 geschwenkt und der Überwachungsbereich 14 abgetastet oder abgescannt werden. Die Lasersignale 44 werden mit der Sendeeinrichtung 22 in den Überwachungsbereich 14 gesendet.
Die an einem Objekt 18 in Richtung der Empfangseinrichtung 24 reflektierten Lasersignale 44 werden mit der Empfangseinrichtung 24 empfangen. Die Empfangseinrichtung 24 kann auf ihrer Eingangsseite optional eine Signalumlenkeinrichtung und/oder ein optisches System, beispielsweise eine optische Linse oder dergleichen, aufweisen, mit der die reflektierten Lasersignale 44 zu einem Empfänger der Empfangseinrichtung 24 umgelenkt werden können.
Der Empfänger der Empfangseinrichtung 24 kann beispielhaft als Punktsensor, Zeilen-
sensor oder Flächensensor, beispielsweise als (Lawinen)fotodiode, Photodiodenzeile, CCD-Sensor, Active-Pixel-Sensor, im Besonderen CMOS-Sensor oder dergleichen, ausgestaltet sein. Mit dem Empfänger werden die reflektierten Lasersignale 44 in elektrische Signale umgewandelt, welche an die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 übermittelt werden können.
Die elektrischen Signale werden mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 verarbeitet. Beispielsweise werden aus den elektrischen Signalen mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 Objektgrößen, beispielsweise Entfernungsgrößen, Richtungsgrößen und/oder Geschwindigkeitsgrößen, ermittelt, welche Entfernungen, Richtungen beziehungsweise Geschwindigkeiten von erfassten Objekten 18 relativ zum LiDAR-System 12 und/oder relativ zum Fahrzeug 10 charakterisieren.
Die ermittelten Objektgrößen werden mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 an das Fahrerassistenzsystem 20 übermittelt. Mit dem Fahrerassistenzsystem 20 werden die Objektgrößen verwendet, um das Fahrzeug 10 autonom oder teilweise autonom zu betreiben.
In der Figur 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Sendeeinrichtung 22 für das LiDAR-System aus den Figuren 1 und 2 gezeigt. Diejenigen Elemente, die zu denen des ersten Ausführungsbeispiels aus der Figur 3 ähnlich sind, sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Temperaturerfassungseinrichtung 36 statt eines Temperatursensors einen elektrischen Widerstand 46 und einen Messumformer 48 umfasst. Der elektrische Widerstand 46 ist in dem Strompfad 32 des Lasers 28 angeordnet. Mit dem Messumformer 48 wird die elektrische Spannung, welche bei geschlossenem Strompfad 32 an dem elektrischen Widerstand 46 anliegt, in ein entsprechendes Signal umgewandelt, welches eine Temperaturgröße realisiert, die die Temperatur des Lasers 28 charakterisiert. Die Temperaturgröße wird von dem Messumformer 48 an die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 übermittelt. Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 wird, analog zum ersten Ausführungsbeispiel, der Signalgenerator 34 angesteuert.