Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle und Verfahren zu ihrer Herstellung
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle und ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Die Erfindung ist insbesondere auf dem Gebiet der Opto elektronik angesiedelt. Auch andere Anwendungen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Stand der Technik
Elmfangreiche Forschungen im Bereich der Photovoltaik (PV) auf Basis von Perowskit- Halbleitern im letzten Jahrzehnt führten zu einer rasanten Entwicklung. Insbesondere wur den bereits Wirkungsgrade von mehr als 25% für Perowskit-Einfachsolarzellen realisiert. Hybride organisch-anorganische Metallhalogenid-Perowskit-Halbleiter ziehen aufgrund ih rer außergewöhnlichen optoelektronischen Eigenschaften, wie ihren hohen Absorptionsko effizienten, ihren hohen Ladungsträgermobilitäten und ihren niedrigen Rekombinationsra ten, weiterhin eine enorme Aufmerksamkeit auf sich.
Eine einstellbare Bandlücke dieser Perowskite durch Variation einer Zusammensetzung des Halogenid-Anions in einer Perowskit-Kri stall Struktur ermöglicht grundsätzlich eine starke Lichtabsorption in einem breiten Spektralbereich. Mit geringen Materialkosten und einer breiten Palette an möglichen Abscheidungstechniken qualifizieren sich Perowskite grund sätzlich als vielversprechende Kandidaten für eine nächste Generation von Mehrfachsolar zellen. In Mehrfachsolarzellen werden mehrere Absorber kombiniert, womit der Wirkungs grad grundsätzlich weit über dem Wirkungsgrad von Einfachsolarzellen liegt. Daher sind Perowskite vor allem für diese Mehrfachsolarzellen interessant, da durch eine Kombination von etablierten Photovoltaik-Technologien, wie wafer-basierten Silizium- oder Kupfer-In- dium-Gallium-Diselenid Solarzellen, der Wirkungsgrad gesteigert werden kann. Damit sind die perowskitbasierten Solarzellen derzeit eine vielversprechende Technologie für den zu künftigen Photovoltaik-Markt.
Perowskit-Solarzellen zeigen somit grundsätzlich hohe Wirkungsgrade und sind grundsätz lich durch ihre guten optoelektronischen Eigenschaften ideal für Mehrfachsolarzellen geeig net.
Im Stand der Technik werden Einfachsolarzellen sowie Mehrfachsolarzellen auf Perowskit- Basis beschrieben.
US 10 229 791 B2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Perowskit-Solarzelle durch ein Nichtabscheidungsverfahren. Insbesondere umfasst das Verfahren ein Herstellen eines ersten Substrats durch ein Bilden einer Lochtransportschicht auf einer lichtabsorbie renden Schicht in einem halbgetrockneten Zustand und ein Druckbeaufschlagen und Trock nen eines zweiten Substrats mit einer dem ersten Substrat gegenüberliegenden Elektrode.
In der Veröffentlichung S.P. Dunfield et al., Curtailing perovskite processing limitations via lamination at the perovskite/perovskite interface, ACS Energy Lett. (2018), doi:10.1021/acsenergylett.8b00548, wird ein Verfahren beschrieben, bei welchem zwei transparente, leitfähige Oxid-/ Transportmaterial-/Perowskit-Halbstapel unabhängig vonei nander hergestellt werden und dann zusammen an der Perowskit / Perowskit-Grenzfläche laminiert werden.
WO 2017/200732 Al beschreibt eine Herstellung einer laminierten Struktur, indem ein ers tes Substrat mit einer Oxidschicht vom n-Typ auf einer ersten Oberfläche und ein zweites Substrat mit einer Oxidschicht vom p-Typ auf einer ersten Oberfläche bereitgestellt werden. Die erste Oberfläche des ersten Substrats, die erste Oberfläche des zweiten Substrats oder beide weisen eine flüssige Halogenidschicht auf. Das erste Substrat wird in Kontakt mit dem zweiten Substrat gedrückt, so dass die erste Oberfläche des ersten Substrats die erste Ober fläche des zweiten Substrats berührt. Die Halogenidschicht wird dann verfestigt, um die la minierte Struktur zu bilden.
WO 2019/173803 Al beschreibt ein Verfahren, welches ein Positionieren eines Stapels um fasst, der mindestens eine der folgenden Schichten zwischen einer ersten Oberfläche und einer zweiten Oberfläche aufweist: eine erste Perowskitschicht und/oder eine zweite Perowskitschicht; und Behandeln des Stapels für einen Zeitraum durch ein Erhitzen des Sta pels und/oder durch Druckbeaufschlagung des Stapels, wobei eine Vorrichtung, die die erste Oberfläche und die zweite Oberfläche aufweist, das Erwärmen und die Druckbeaufschlagen des Stapels bereitstellt.
In der Veröffentlichung H. Kanda et al., Interface Optoelectronics Engineering for Mechan- ically Stacked Tandem Solar Cells Based on Perovskite and Silicon, ACS Appl. Mater. In terfaces. (2016), doi:10.1021/acsami.6b07781, wird eine Entwicklung von photonischen Bauelementen mit antireflektiven Eigenschaften und von elektronischen Bauelementen zur Extraktion des Lochs unter Verwendung von 2,5 nm einer dünnen Au-Schicht für zwei- und vierterminale Tandem-Solarzellen unter Verwendung von CtENIEPbE-Perowskit (obere Zelle) und p-Typ-Einkri stall- Silizium beschrieben.
Generell können einzelne Schichten von Solarzellen oder Perowskit-basierte Mehrfachso larzellen, wie beispielsweise von einer Perowskit-Silizium-Mehrfachsolarzelle, durch ver schiedene Prozesse hergestellt werden. Dazu zählen beispielsweise Vakuum-Beschichtungs verfahren, Flüssigphasenprozesse sowie eine Kombination aus beiden. Das Aufbringen der Perowskitschicht in einer Perowskit-Solarzelle sowie weiterer Schichten auf die Silizium- Solarzelle kann durch eine sequenzielle Abfolge der Schichten erreicht werden.
US2020/0212243 Al beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer monolithischen Tan dem-Solarzelle, bei der eine Perowskit-Solarzelle auf eine Silizium-Solarzelle laminiert und gebunden wird. Gemäß der vorliegenden Offenbarung wird ein erster mikroporöser Präkur- sor-Dünnfilm durch ein Sputterverfahren auf einem Substrat mit einer ungleichmäßig struk turierten Textur gebildet, und dann wird ein Halogenid-Dünnfilm auf dem ersten mikropo rösen Präkursor-Dünnfilm gebildet, um eine Perowskit-Absorptionsschicht zu bilden, wobei eine Lichtreflektion verringert werden kann und wobei ein Lichtweg erhöht werden kann. Dementsprechend kann eine Lichtabsorptionsrate erhöht werden.
Durch eine Laminierung der Perowskitschicht der Perowskit-Solarzelle auf die Silizium- Solarzelle entfällt grundsätzlich eine Limitierung, die durch eine komplette sequenzielle Herstellung gegeben ist. Das Aufbringen von Schichten mittels eines Laminierungsprozes- ses ist grundsätzlich bereits bekannt für Verkapselungs-, Kontakt- und Ladungsträgertrans portschichten.
In Bezug auf die Laminierung von Perowskit-Solarzellen oder des Perowskit- Absorbers gibt es grundsätzlich mehrere Patente und Veröffentlichungen. Die Patente und Veröffentlichun gen behandeln grundsätzlich das Laminieren von einer Perowskitschicht auf eine andere Schicht für Perowskit-Solarzellen und das Laminieren von Perowskitschichten mit flüssigen Perowskit- oder Ladungstransportschichten.
EP 3 244 455 Al beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung, die einen an organischen/organischen Hybrid-Perowskit-Verbindungsfilm umfasst. Das Verfahren um fasst die folgenden Schritte: a) Laminieren einer ersten Struktur und einer zweiten Struktur, um einen Kontakt zwischen der ersten Oberflächenschicht und der zweiten Oberflächen schicht zu ermöglichen, wobei die erste Struktur eine erste Oberflächenschicht umfasst, die mindestens eines der Materialien i) bis v) aufweist, wobei die zweite Struktur eine zweite Oberflächenschicht umfasst, die unabhängig von der ersten Oberflächenschicht mindestens eines der Materialien i) bis v) aufweist; und b) Anwenden von Wärme und physikalischer Kraft auf das Laminat, wobei die erste Struktur und die zweite Struktur laminiert werden: i) eine anorganische/organische Hybridperowskitverbindung, ii) ein organisches Halogenid, iii) ein Metallhalogenid, iv) ein anorganischer/organi scher Hybrid-Perowskit-Verbindungs- vorläufer und v) ein Metallhalogenid- Vorläufer.
Weiterhin behandeln die Patente und Veröffentlichungen grundsätzlich eine Verknüpfung von einer Perowskitschicht auf eine andere Schicht für Per owskit- Solarzellen mit Hilfe eines transparenten leitfähigen Klebstoffs.
In der Veröffentlichung C.O. Ramirez Quiroz et al., Interface Molecular Engineering for Laminated Monolithic Perovskite/Silicon Tandem Solar Cells with 80.4% Fill Factor, Adv. Funct. Mater. (2019), doi: 10.1002/adfm.201901476, wird eine Mehrzweckverbindungs schicht auf Basis von Poly (3,4-ethylendioxythiophen) dotiert mit Poly (styrolsulfonat) (PE- DOT:PSS) und d-Sorbit für monolithische Perowskit/Silizium-Tandem-Solarzellen be schrieben.
In der Veröffentlichung I.Y. Choi et al., Two-terminal mechanical perovskite/silicon tandem solar cells with transparent conductive adhesives, Nano Energy. (2019), doi:10.1016/j.na- noen.2019.104044, wird eine neuartige mechanische Tandem-Solarzelle aus Perowskit und Silizium mit zwei Anschlüssen, beschrieben, welche durch ein Kleben einer Siliziumzelle verkehrt herum auf eine Perowskitzelle unter Verwendung eines transparenten leitfähigen Klebstoffs (TCA) hergestellt wird.
US 2016/0111223 Al beschreibt eine optoelektronische Vorrichtung. Die Vorrichtung um fasst: (a) eine obere Vorrichtungskomponente, umfassend: eine Gegenelektrode aus einem Metall, einem leitfähigen Oxid oder einer leitenden organischen Verbindung; (b) eine untere Vorrichtungskomponente, umfassend: ein Glas- oder polymeres Trägersubstrat, eine Arbeit selektrode, umfassend eine transparente leitende Beschichtung neben dem Glas- oder Poly mersubstrat, eine Blockierungsschicht, eine aktive Schicht, eine lochleitende Schicht, (c)
einen leitenden Klebstoff, der zwischen der oberen Vorrichtungskomponente und der unte ren oberen Vorrichtungskomponente angeordnet ist, und (d) eine Kontaktschicht zur Er leichterung der Injektion von Elektronen in die aktive Schicht zwischen und in Kontakt mit dem leitenden Klebstoff und der lochleitenden Schicht.
Weiterhin wird eine Laminierung von zwei unabhängig voneinander hergestellten Halbsta peln einer Perowskit-Solarzelle in der Veröffentlichung R. Schmager et al., Laminated Pero- vskite Photovoltaics: Enabling Novel Layer Combinations and Device Architectures, Adv. Funct. Mater. (2020), doi:10.1002/adfm.201907481, beschrieben.
Die relativ neue Technologie der Perowskit-basierten Solarzellen hat grundsätzlich noch ei nige Herausforderungen zu meistern, wie beispielsweise eine Gewährleistung einer verbes serten Langzeitstabilität sowie einer Stabilität bei hohen Temperaturen. Weiterhin ist eine Materialauswahl bei der sequenziellen Schichtabscheidung grundsätzlich limitiert durch Prozess- oder Materialinkompatibilitäten. Dies liegt grundsätzlich daran, dass sichergestellt werden muss, dass jede weitere Schicht, die aufgebracht wird, die vorherige nicht zerstört. Die Zerstörung kann grundsätzlich durch inkompatible Lösemittel, zu hohe Prozesstempe raturen oder mechanische Zerstörung durch Teilchen hoher Energie, wie beispielsweise bei der physikalischen Gasphasenabscheidung, herrühren.
Eine Laminierung mit einem leitfähigen transparenten Kleber bedarf grundsätzlich einer weiteren Schicht, die zusätzliche und/oder ungewollte optische und/oder elektrische Ver luste erzeugen kann. Eine Laminierung über eine “semi-“ getrocknete Lochtransportschicht schränkt den Prozess grundsätzlich durch die Auswahl an möglichen Lochtransportmateria lien ein. Da eine trockene und semi-getrocknete Schicht auf jeweils einer der Schichtstapel benötigt wird, kann grundsätzlich nur ein lösungsmittelbasierter Ansatz verwendet werden, welcher grundsätzlich Lösemittelinkompatibilitäten mit sich bringt. Die Laminierung einer nassen Perowskitschicht ist grundsätzlich schwer aufskalierbar. Die Laminierung von zwei Perowskitschichten benötigt grundsätzlich das Aufbringen des Perowskits auf beide Schicht stapel. Dies ist zum einen grundsätzlich aufwendiger/komplexer, und zum anderen schränkt es grundsätzlich wieder die Materialauswahl unter der Perowskit-Schicht ein.
Aufgabe der Erfindung
Ausgehend hiervon, besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Perowskit- basierte Mehrfachsolarzelle sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung bereitzustellen, welche die aufgeführten Nachteile und Einschränkungen des Standes der Technik zumindest teil weise überwinden. Insbesondere soll die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle und das
Verfahren zu ihrer Herstellung eine Langzeitstabilität von Perowskit-basierten Mehrfachsolarzellen erhöhen sowie neue Material- und Schichtkombinationen ermöglichen.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle und ein Verfahren zu ihrer Herstellung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Für weitere Einzelheiten wird auf die Merkmale der abhängigen Ansprüche, die übrige Beschrei bung und auf die Figuren verwiesen.
Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen" oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise ver wendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen, in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere Merkmale vor handen sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist B auf, "A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine Situation, in welcher A ausschließ lich aus B besteht), als auch auf die Situation, in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind, beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
Weiterhin wird daraufhingewiesen, dass die Begriffe „mindestens ein“ und „ein oder meh rere“ sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammen hang mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrü- cken sollen, dass das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Ein führung des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals oder Elementes wird der entsprechende Begriff „mindestens ein“ oder „ein oder mehrere“ in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe „vorzugsweise“, „insbesondere“, „beispiels weise“ oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, wel che durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsich tigt, durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unab hängigen Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen
wird, auch unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden Merkmale, welche durch „in einer Ausführungsform der Erfindung“ oder durch „in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung“ eingeleitet werden, als optionale Merk male verstanden, ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen Ansprüche eingeschränkt werden sollen. Weiterhin sollen durch diese ein leitenden Ausdrücke sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit an deren Merkmalen zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unan getastet bleiben.
Die Bezeichnungen "erste/r" und "zweite/r" sind als reine Beschreibungen anzusehen, ohne eine Reihenfolge oder Rangfolge anzugeben und beispielsweise ohne die Möglichkeit auszuschließen, dass mehrere Arten von ersten Elementen beziehungsweise zweiten Elementen oder jeweils genau eine Art vorgesehen sein kann. Weiterhin können zusätzliche Elemente, beispielsweise ein oder mehrere dritte Elemente vorhanden sein.
In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle beschrieben.
Das Verfahren kann die Verfahrensschritte, welche im Folgenden beschrieben werden, um fassen. Die Verfahrensschritte können insbesondere in der vorgegebenen Reihenfolge durch geführt werden. Eine andere Reihenfolge ist jedoch ebenfalls denkbar. Weiterhin können ein oder mehrere Verfahrensschritte gleichzeitig oder zeitlich überlappend durchgeführt wer den. Weiterhin können einer, mehrere oder alle der Verfahrensschritte einfach oder auch wiederholt durchgeführt werden. Das Verfahren kann darüber hinaus noch weitere Verfah rensschritte umfassen.
Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte: a) Herstellen eines ersten Schichtstapels, wobei der erste Schichtstapel mindestens ein Substrat, mindestens eine erste Elektrode und mindestens eine erste Schicht aufweist; b) Herstellen eines zweiten Schichtstapels, wobei der zweite Schichtstapel mindestens eine Absorberschicht und mindestens eine zweite Schicht aufweist.
Es wird in Schritt a) eine Perowskitschicht in den ersten Schichtstapel eingebracht oder es wird in Schritt b) die Perowskitschicht in den zweiten Schichtstapel eingebracht. Optional kann in Schritt a) eine Perowskitschicht in den ersten Schichtstapel eingebracht werden und in Schritt b) kann eine Perowskitschicht in den zweiten Schichtstapel eingebracht werden. Das Verfahren weist weiterhin die folgenden Schritte auf:
c) Aufbringen des ersten Schichtstapels auf den zweiten Schichtstapel; d) Laminieren des ersten Schichtstapels mit dem zweiten Schichtstapel, derart, dass sich mindestens eine Verbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer me chanischen, einer elektrischen Verbindung, zwischen dem ersten Schichtstapel und dem zweiten Schichtstapel ausbildet, wobei die Perowskit-basierte Mehrfachsolar zelle gebildet wird.
Die erste Schicht und die zweite Schicht sind jeweils ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Lochtransportschicht, einer Elektronentransportschicht, einer Pufferschicht, einer Rekombinationsschicht, einer Elektrodenschicht. Die Perowskitschicht bildet entweder eine Laminat ausbildende Schicht des ersten Schichtstapels oder des zweiten Schichtstapels aus.
Der zweite Schichtstapel kann weiterhin mindestens eine zweite Elektrode aufweisen.
Der erste oder zweite Schichtstapel kann eine Rekombinationsschicht aufweisen.
Der Begriff „Mehrfachsolarzelle“ bezeichnet eine Solarzelle, welche zwei oder mehr Absor berschichten, welche einfallendes Licht in elektrischen Strom umwandeln, aufweist. Die Ab sorberschichten können insbesondere übereinandergeschichtet sein. Die dem Licht zuge wandte oberste Absorberschicht absorbiert Licht mit einer kurzen Wellenlänge und lässt langwelligeres Licht hindurch. Die zweite darunter angeordnete Absorberschicht absorbiert wiederum einen Teil des Spektrums bis zu einer Grenzwellenlänge, welche bei Halbleitern durch eine sogenannte Bandlückenenergie bestimmt wird. Die Mehrfachsolarzelle kann da her auch als „Stapel-Solarzelle“ beschrieben werden. Insbesondere kann es sich um eine Mehrfachsolarzelle mit genau zwei Absorberschichten handeln. Die Mehrfachsolarzelle mit genau zwei Absorberschichten kann auch als Tandem-Solarzelle bezeichnet werden. Der Begriff „Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle“ bezeichnet daher grundsätzlich eine Mehr fachsolarzelle, wobei mindestens eine der Absorber schichten Perowskit aufweist. Die wei tere Absorberschicht kann insbesondere Silizium aufweisen. Darüber hinaus kann die wei tere Absorber Schicht eine Solarzelle, insbesondere eine Silizium-Solarzelle, sein oder um fassen. Weiterhin kann die weitere Absorberschicht Perowskit aufweisen. Weiterhin kann die weitere Absorberschicht eine organische oder anorganische Absorber- Schicht sein, wel che beispielsweise Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) umfasst. Auch andere Ausge staltungen sind grundsätzlich möglich. Weitere mögliche Materialien der weiteren Absor berschicht werden nachfolgend beschrieben.
Der Begriff „Schicht“ bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Element mit einer quaderför migen Form, dessen Ausdehnung in einer Dimension als Dicke bezeichnet wird. Die Schicht kann insbesondere eine Dicke im Nanometer-Bereich bis Mikrometer-Bereich aufweisen.
Insbesondere kann die Schicht eine Dicke bis 5 mih aufweisen. Die Schicht kann eine durch gängige Schicht sein. Alternativ kann die Schicht jedoch an ein oder mehreren Stellen un terbrochen sein, beispielsweise durch Vertiefungen oder Unterbrechungen. Die Schicht kann auf ein Substrat oder auf eine weitere Schicht abgeschieden oder aufgebracht werden. Bei spielhafte Herstellungsverfahren sind nachfolgend näher beschrieben.
Unter einem "Schichtstapel" ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung grundsätzlich eine Abfolge von mindestens zwei Schichten, welche direkt oder unter Zwischenschaltung einer oder mehrerer Zwischenschichten aufeinander aufgebracht sind, zu verstehen. Der Schicht stapel kann mehrere Schichten desselben Materials aufweisen. Weiterhin kann der Schicht stapel Schichten verschiedener Materialien aufweisen. Auch andere Ausführungsformen sind grundsätzlich denkbar. Der Schichtstapel kann insbesondere mindestens drei Schichten aufweisen. Auch eine andere Anzahl von Schichten ist grundsätzlich denkbar. Die Schichten können durch Grenzflächen voneinander abgegrenzt sein. Die Grenzflächen können planar oder texturiert sein. Der „Schichtstapel“ kann daher auch als „Schichtaufbau“ bezeichnet werden. Der Schichtstapel kann darüber hinaus auch andere Elemente als Schichten umfas sen. Insbesondere können, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, erste Elektrode und/o der die zweite Elektrode optional als Fingerelektrode, Gitter oder gitterartige Elektrode aus gebildet sein. Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode können insbesondere zwi schen Schichten des ersten Schichtstapels oder des zweiten Schichtstapels angeordnet sein.
Die Schichten des ersten Schichtstapels können übereinanderliegend angeordnet sein. Wei terhin können die Schichten des zweiten Schichtstapels übereinanderliegend angeordnet sein. Der Begriff „übereinanderliegend“ bezeichnet grundsätzlich eine Lage einer Oberflä che zu einer anderen Oberfläche, wobei die beiden Oberflächen gegenüberliegend angeord net sind. Insbesondere können die erste Oberfläche und die zweite Oberfläche in einem di rekten Kontakt zueinanderstehen. Insbesondere kann die zweite Schicht auf der ersten Schicht aufliegen, wobei sich die erste Oberfläche und die zweite Oberfläche zumindest teil weise berühren. In einer derartigen Anordnung kann die zweite Schicht beispielsweise klei nere Dimensionen, insbesondere eine kleinere Länge und/oder Breite, aufweisen als die erste Schicht oder umgekehrt. Dabei können Teile der zweiten Oberfläche von der ersten Schicht unbedeckt sein oder umgekehrt. Weiterhin können die erste Schicht und die zweite Schicht zueinander versetzt angeordnet sein, d.h. ein Teil der zweiten Schicht kann über einen Rand der ersten Schicht herausragen oder umgekehrt.
Das „Herstellen eines Schichtstapels“ bezeichnet grundsätzlich einen beliebigen Vorgang, welcher ein Abscheiden oder ein Aufbringen von ein oder mehreren Schichten des Schichtstapels auf ein Substrat oder auf eine andere Schicht umfassen kann. Insbesondere
kann mindestens ein Abscheidungsverfahren eingesetzt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, thermische Verdampfung, Rotations beschichtung, Rakelbeschichtung, Tintenstrahldruck, Sprühbeschichtung, Schlitzdüsenbe schichtung, Walzenbeschichtung, Tiefdruckverfahren, Atomlagenab Scheidung. Auch an dere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar. Insbesondere kann eine Schicht aus SnOx mittels Atomlagenabscheidung aufgebracht werden.
Der Begriff „Absorberschicht“ bezeichnet grundsätzlich eine beliebige Schicht, welche min destens eine Ladungsträger-erzeugenden Schicht aufweist.
Die Perowskitschicht kann als eine Absorberschicht eingerichtet sein. Der Begriff „Perowskitschichf ‘ bezeichnet grundsätzlich eine beliebige Schicht, welche Perowskit auf weist oder umfasst. Der Begriff „Perowskit“ bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Mate rial. Ein Beispiel sind 3D-Perowskite mit einer chemischen ABX3- Struktur, wobei X Iod, Brom oder Chlor (oder einer beliebigen Mischung dieser) entsprechen kann, wobei B Blei oder Zinn (oder einer beliebigen Mischung dieser) entsprechen kann, wobei A Methylam monium, Formamidinium, Caesium, Kalium oder Rubidium (oder einer beliebigen Mi schung dieser) entsprechen kann. Auch beliebige Abweichungen und Verunreinigungen von der genannten chemischen Struktur der 3D-Perowskite sind grundsätzlich beinhaltet. Ein weiteres Beispiel sind niederdimensionale Perowskite, deren chemische Struktur von der ABX3-Struktur abweicht und 2D-Materialien ausbilden. Die Perowskitschicht ist insbeson dere mittels mindestens eines Ab Scheidungsverfahrens herstellbar ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: thermische Verdampfung, Rotationsbeschichtung, Rakelbeschich tung, Tintenstrahldruck, Sprühbeschichtung, Schlitzdüsenbeschichtung, Walzenbeschich tung, Tiefdruckverfahren. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar. Insbe sondere kann die Perowskitschicht mittels mindestens eines Verfahrens auf den ersten Schichtstapel oder auf den zweiten Schichtstapel aufgebracht werden, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: thermische Verdampfung, Rotationsbeschichtung, Rakelbeschich tung, Tintenstrahldruck, Sprühbeschichtung, Schlitzdüsenbeschichtung, Walzenbeschich tung, Tiefdruckverfahren.
Wie oben ausgeführt, wird in Schritt a) die Perowskitschicht in den ersten Schichtstapel ein gebracht oder es wird in Schritt b) die Perowskitschicht in den zweiten Schichtstapel einge bracht. Der erste Schichtstapel oder der zweite Schichtstapel kann die Perowskitschicht auf- weisen. Der erste Schichtstapel kann mehrere Schichten aufweisen und eine der Schichten kann die Perowskitschicht sein. Der zweite Schichtstapel kann mehrere Schichten aufweisen
und eine der Schichten kann die Perowskitschicht sein. Optional können der erste Schicht stapel und/oder der zweite Schichtstapel jeweils mindestens eine weitere Perowskitschicht aufweisen.
Die Absorberschicht des zweiten Schichtstapels kann insbesondere Silizium aufweisen oder umfassen. Die Absorber Schicht des zweiten Schichtstapels kann daher auch als „Silizium- Schicht“ bezeichnet werden. Das Silizium kann insbesondere als monokristallines, polykri stallines oder amorphes Silizium mit einem p-n Übergang oder einem p-i-n Übergang vorliegen. Das Silizium kann entweder planar oder texturiert sein, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird. Darüber hinaus kann die Absorber Schicht des zweiten Schichtstapels eine Solarzelle, insbesondere eine Silizium-Solarzelle, sein oder umfassen. Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Der Begriff „Substrat“ bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges Element, mit der Eigenschaft, ein oder mehrere weitere Elemente zu tragen und welches dementsprechend eine mechani sche Stabilität aufweist. Das Substrat des ersten Schichtstapels kann insbesondere transpa rent ausgestaltet sein. Das Substrat des ersten Schichtstapels kann weiterhin als flexibles Substrat ausgebildet sein. Das Substrat des ersten Schichtstapels kann aus einem Polymer, insbesondere aus Polyethylenterephthalat (PET) und/oder Polyethylennaphthalat (PEN) und/oder Ethylen- Vinylacetat (EVA), hergestellt sein. Das Substrat des ersten Schichtstapels kann weiterhin aus einem Glas hergestellt sein. Das Glas kann eine Dicke von 5 pm bis 5 mm, insbesondere von 25 pm, aufweisen. Weiterhin kann das Substrat des ersten Schichtsta pels als starres Substrat ausgebildet sein, insbesondere als starres Substrat aus Glas.
Das Substrat kann eingerichtet sein für eine Verkapselung der Perowskit-basierten Mehr fachsolarzelle, insbesondere nach Durchführung des Schritts d). Durch eine sequentielle Herstellung kann nach Aufbringen aller optisch und elektrisch fünktionalen Schichten die Verkapselung eingerichtet sein, um die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle vor äußeren Einflüssen, wie Wasser, Sauerstoff und/oder reaktiven Stoffen, zu schützen. Durch die La- minierung kann das Substrat, insbesondere Glas oder eine Folie, bereits direkt nach dem Laminieren eine begrenzende Schicht bilden. Hierdurch ist grundsätzlich eine stark verein fachte Prozessschrittfolge möglich. Darüber hinaus kann grundsätzlich eine Stabilität der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle erhöht werden.
Das Substrat kann insbesondere ein farbiges Substrat sein. Das farbige Substrat kann insbe sondere eine Folie und/oder Glas aufweisen oder umfassen. Es kann somit eine Farbe oder eine visuelle Wahrnehmung der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle angepasst werden.
Perowskit-basierte Mehrfachsolarzellen mit farbigen Substraten können insbesondere in der gebäudeintegrierten Photovoltaik zum Einsatz kommen.
Das Substrat kann nach Durchführung des Schritts d) optional von der Perowskit-Silizium- Mehrfachsolarzelle entfernt werden. Beispielsweise kann auf dem Substrat eine Antiadhe- sivschicht aufgebracht sein, welche insbesondere für eine Entfernung des Substrats von der Perowskit-Silizium-Mehrfachsolarzelle eingerichtet sein kann.
Das Substrat und/oder mindestens eine Schicht des ersten Schichtstapels und/oder des zwei ten Schichtstapels kann mindestens eine raue Oberfläche aufweisen. Die raue Oberfläche kann durch den Herstellprozess entstehen. Die raue Oberfläche kann insbesondere eine quadratische Rauheit (englisch: root-mean-squared roughness ) von 1 nm bis 2 pm, insbe sondere von 50 nm bis 300 nm, aufweisen. Die raue Oberfläche kann weiterhin einen Ab stand zwischen einem höchsten und einem niedrigsten Punkt (englisch: Peak to Valley) von 1 nm bis 10 pm, insbesondere von 10 nm bis 1 pm, aufweisen. Das erfindungsgemäße Ver fahren kann diese Rauheit, die für bestimmte Herstellungsverfahren immanent sein kann, umgehen und kann daher einen Vorteil für industrielle Anwendungen darstellen. Besonders relevant kann dies beispielweise für CIGS-Bottom- Solarzellen, sein, welche durch das Her stellungsverfahren grundsätzlich eine raue Oberfläche aufweisen.
Weiterhin können das Substrat und/oder mindestens eine Schicht des ersten Schichtstapels und/oder des zweiten Schichtstapels mindestens eine texturierte Oberfläche mit mindestens einer Textur aufweisen. Die Textur kann durch einen Herstellungsprozess gezielt erzeugt werden. Die texturierte Oberfläche kann eine quadratische Rauheit (englisch: root-mean- squared roughness) von größer als 2 nm, insbesondere von größer als 250 nm aufweisen. Weiterhin kann die texturierte Oberfläche einen Abstand zwischen einem höchsten und ei nem niedrigsten Punkt (englisch: Peak to Valley) von 20 nm bis 100 pm, insbesondere von 500 nm bis 10 pm, aufweisen. Insbesondere kann eine dem Sonnenlicht ausgesetzte Außen seite der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle und/oder eine Rückseite der Perowskit-ba- sierten Mehrfachsolarzelle und/oder eine Oberfläche einer Schicht in einem Inneren der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle, insbesondere an einer Grenzfläche der Laminie- rung in der Perowskit-basierten Mehrfach-Solarzelle, die texturierte Oberfläche aufweisen. Insbesondere kann eine Oberfläche der Laminat ausbildenden Schicht des ersten Schichtsta pels und/oder eine Oberfläche der Laminat ausbildenden Schicht des zweiten Schichtstapels die texturierte Oberfläche sein. Von besonderem Interesse sind insbesondere ein- oder beid seitige texturierte Silizium-Solarzellen, deren Textur eine bessere Lichtkopplung, die die Absorption verbessern kann, ermöglicht. Somit können höhere Wirkungsgrade erzielt wer den.
Die Textur kann sowohl periodisch als auch zufällig erzeugt sein. Die Textur kann insbe sondere eine Vielzahl an Elementen aufweisen. Beispielsweise kann die Textur eine Nano- texturierung oder eine Mikrotexturierung sein. Unter dem Begriff „Nanotexturierung“ ist grundsätzlich eine beliebige Textur zu verstehen, bei welcher die Erhebungen und/oder Ver tiefungen der Oberfläche Abmessungen aufweisen, welche im Bereich von 1 oder mehreren Nanometern, insbesondere im Bereich von 10 nm bis 1000 nm, vorzugsweise im Bereich von 50 nm bis 800 nm, besonders bevorzugt im Bereich von 100 nm bis 500 nm, liegen. Unter dem Begriff „Mikrotexturierung“ ist grundsätzlich eine beliebige Textur zu verstehen, bei welcher die Erhebungen und/oder Vertiefungen der Oberfläche Abmessungen aufwei sen, welche im Bereich von 1 oder mehreren Mikrometern, insbesondere im Bereich von 2 pm bis 500 pm, vorzugsweise im Bereich von 5 pm bis 100 pm, besonders bevorzugt im Bereich von 10 pm bis 50 pm, liegen. Bei den Abmessungen kann es sich insbesondere um eine Höhe, eine Breite und/oder eine Tiefe der Erhebungen bzw. der Vertiefungen handeln. Die Elemente können als Erhebung auf einer Oberfläche einer Schicht des ersten Schichtsta pels und/oder des zweiten Schichtstapels ausgestaltet sein. Insbesondere kann es sich bei den Elementen um isolierte Elemente handeln, welche zu benachbarten Elementen einen Ab stand aufweisen. Die Elemente können zueinander berührungsfrei ausgestaltet sein. Alter nativ können sich die Elemente zumindest teilweise berühren. Die Elemente können insbe sondere mindestens eine Form aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Kegelform, insbesondere einer Kegelstumpfform; einer Tetraederform, insbesondere einer Pyramidenform; einer Zylinderform, insbesondere einer Kreiszylinderform oder elliptischen Zylinderform; einer Kugelform. Folglich kann die Textur mindestens eine Struktur aufwei sen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Kegelform, insbesondere einer Kegel- stumpfform; einer Tetraederform, insbesondere einer Pyramidenform; einer Zylinderform, insbesondere einer Kreiszylinderform oder elliptischen Zylinderform; einer Kugelform. Auch andere Ausführungsformen sind grundsätzlich denkbar. Die texturierte Oberfläche kann eine selbstreinigende Wirkung haben. Weiterhin kann die texturierte Oberfläche opti sche Eigenschaften der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle verbessern, insbesondere damit Licht effektiv absorbiert werden kann und hohe Wirkungsgrade der Perowskit-basier ten Mehrfachsolarzelle erreicht werden können.
Beispielsweise kann während des Schritts d) die mindestens eine Textur auf dem Substrat ausgebildet werden. Das Substrat kann eine Folie sein oder umfassen und mindestens eine Oberfläche der Folie kann während des Laminierens durch Heißprägen eine Textur erhalten. Es kann somit eine zusätzliche Funktionalität der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle ohne eine Durchführung eines zusätzlichen Prozessschritts erzielt werden. Die texturierte Oberfläche kann jedoch auch vor Durchführung des Schritts d) auf dem Substrat ausgebildet
werden. Es kann insbesondere eine texturierte Folie und/oder ein texturiertes Glas bereitge stellt werden.
Weiterhin können das Substrat und/oder mindestens eine Schicht des ersten Schichtstapels und/oder des zweiten Schichtstapels mindestens eine Oberfläche mit Defekten aufweisen. Die Defekte können insbesondere durch Imperfektionen der Herstellungsprozesse, der Be handlungsschritte oder durch Degradation entstehen. Die Defekte umfassen insbesondere Verunreinigungen, residuale Prozessmaterialien, Kratzer und/oder Fremdkörper, insbeson dere Staub und/oder Partikel. Das erfindungsgemäße Verfahren ist, insbesondere im Gegen satz zu konventionellen Herstellungsverfahren, grundsätzlich tolerant gegenüber Defekten und stellt daher einen Vorteil für eine industrielle Herstellung dar. Insbesondere kann eine Produktionsfehlerquote reduziert werden.
Insbesondere können ein oder mehrere weitere Schichten des ersten Schichtstapels und/oder des zweiten Schichtstapels die texturierte Oberfläche und/oder die raue Oberfläche aufwei sen. Bei den weiteren Schichten kann es sich insbesondere um Schichten handeln, welche eine Schichtdicke von größer als 5 pm, insbesondere von größer als 10 pm, aufweisen. Ins besondere kann es sich bei der weiteren Schicht um die Absorberschicht, insbesondere um die Solarzelle, handeln. Die Solarzelle kann ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus: einer Silizium-Solarzelle, einer Perowskit-Solarzelle. Auch andere Solarzellen sind denkbar. Weiterhin kann es sich bei der weiteren Schicht um die Perowskitschicht handeln.
Die texturierte Oberfläche einer Schicht bzw. des Substrats kann sich grundsätzlich durch ein Aufbringen von zusätzlichen Schichten, insbesondere von zusätzlichen Schichten mit einer Schichtdicke von kleiner als 5 pm, innerhalb des ersten Schichtstapels bzw. innerhalb des zweiten Schichtstapels fortsetzen.
Der Begriff „Elektrode“ bezeichnet grundsätzlich einen beliebigen Elektronen- und/oder Lochleiter, welcher in einem Zusammenspiel mit mindestens einer weiteren Elektrode steht, wobei sich zwischen je zwei dieser Elektroden ein Medium befindet, mit denen diese Elekt roden in Wechselwirkung stehen. Die Elektrode kann insbesondere mindestens ein elektrisch leitendes Material umfassen.
Die erste Elektrode des ersten Schichtstapels kann insbesondere transparent ausgebildet sein. Die erste Elektrode kann insbesondere mindestens ein transparentes leitfähiges Oxid auf- weisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Indium Zinnoxid (ITO), Indium Zinkoxid (IZO), Fluor dotiertes Zinnoxid (FTO), Wasserstoff dotiertes Indiumoxid (IO:H), alumini-
umdotiertes Zinkoxid (AZO). Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Weiter hin kann die erste Elektrode mindestens ein Metall aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Gold, Silber, Aluminium, Kupfer, Molybdän (Mo). Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die erste Elektrode kann insbesondere als Schicht ausgebildet sein. Die erste Elektrode kann insbesondere mittels mindestens eines Abscheidungsverfah rens hergestellt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Sputtern, Elektronen strahlverdampfen, thermisches Verdampfen. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätz lich denkbar.
Die zweite Elektrode des zweiten Schichtstapels kann insbesondere mindestens ein transpa rentes leitfähiges Oxid aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Indium Zinnoxid (ITO), Indium Zinkoxid (IZO), Fluor dotiertes Zinnoxid (FTO), Wasserstoff dotiertes Indiumoxid (IO:H), aluminiumdotiertes Zinkoxid (AZO). Weiterhin kann die zweite Elektrode mindestens ein Metall aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Gold, Silber, Aluminium, Kupfer. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die zweite Elektrode kann insbesondere eine Kombination von zwei oder mehreren Materi alien aufweisen. Die Kombination kann zwei oder mehrere Materialien aufeinander und/o- der zwei oder mehrere Materialien nebeneinander umfassen. Insbesondere kann die Kombi nation schmale Goldlinien auf einer durchgehenden ITO-Schicht umfassen. Die zweite Elektrode kann insbesondere als Schicht ausgebildet sein. Die zweite Elektrode kann insbe sondere mittels mindestens eines Abscheidungsverfahrens hergestellt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, thermisches Ver dampfen. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode können mindestens ein leitfähiges Oxid aufweisen und können eine Schichtdicke von 15 nm bis 300 nm, vorzugsweise von 50 nm bis 200 nm, besonders bevorzugt von 100 nm bis 150 nm, aufweisen. Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode können weiterhin mindestens ein Metall aufweisen und kön nen eine Schichtdicke von 10 nm bis 200 nm, vorzugsweise von 50 nm bis 100 nm aufwei sen.
Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode können jeweils als Schicht, insbesondere als Schicht des ersten Schichtstapels bzw. des zweiten Schichtstapels, ausgebildet sein. Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode können daher als Schichtelektrode ausgebildet sein. Die erste Elektrode und/oder die zweite Elektrode müssen jedoch nicht zwingend als Schicht ausgebildet sein. Alternativ können die erste Elektrode und/oder die zweite Elekt rode als Fingerelektrode, vorzugsweise als Fingerelektrode aus Silber (Ag), als Gitter oder
als gitterartige Elektrode ausgebildet sein. Auch andere Ausführungsformen sind grundsätz lich denkbar.
Der Begriff „Rekombinationsschicht“ bezeichnet grundsätzlich eine beliebige Schicht einer Solarzelle, in welcher eine Rekombination stattfindet, d.h. eine spontane Wiedervereinigung von Elektronen mit Loch. Die Rekombinationsschicht kann insbesondere mindestens ein transparentes leitfähiges Oxid aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Indium Zinnoxid (ITO), Indium Zinkoxid (IZO), Fluor dotiertes Zinnoxid (FTO), Wasserstoff dotiertes Indiumoxid (IO:H), aluminiumdotiertes Zinkoxid (AZO). Weiterhin kann die Re kombinationsschicht mindestens ein Metall aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Gold, Silber, Aluminium, Kupfer. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Rekombinationsschicht kann insbesondere eine Kombination von zwei oder mehreren Materialien aufweisen. Die Kombination kann zwei oder mehrere Materialien aufeinander und/oder zwei oder mehrere Materialien nebeneinander umfassen. Die Rekombinations schicht kann insbesondere mittels mindestens eines Ab Scheidungsverfahrens hergestellt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, thermisches Verdampfen. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar. Die Rekombinationsschicht kann mindestens ein leitfähiges Oxid aufweisen und kann eine Schichtdicke von 1 nm bis 100 nm, vorzugsweise von 5 nm bis 50 nm, besonders bevorzugt von 10 nm bis 20 nm, aufweisen. Die Rekombinationsschicht kann weiterhin mindestens ein Metall aufweisen und kann eine Schichtdicke von 1 nm bis 10 nm, vorzugsweise von 2 nm bis 5 nm aufweisen.
Die Begriffe „Lochtransportschicht“ und „Elektronentransportschicht“ bezeichnen grund sätzlich beliebige Ladungstransportschichten, welche eine Bewegung der entsprechenden Ladungsträger ermöglichen. Die Lochtransportschicht kann mindestens ein organisches Ma terial aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Polymer, PTAA (poly[bis(4-phenyl)(2,4,6-trimethylphenyl)amine]), PEDOT :PSS (poly(ethylenedioxythio- phene):poly(styrene sulfonate)), Poly-TPD (poly[ N , N ’-bis(4-butylphenyl)- N , N ’- bis(phenyl)benzidine]), P3HT (poly(3-hexylthiophene)). Weiterhin kann die Lochtransport schicht mindestens ein Material basierend auf kleinen Molekülen, insbesondere Spiro-OMe- TAD (2,2',7,7'-tetraakis-(N,N-di-4-methoxyphenylamino)- 9,9'-spirobifluorene), aufwei sen. Weiterhin kann die Lochtransportschicht mindestens eine selbstorganisierende Mono schicht aufweisen ausgewählt aus der Gruppe: 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phos- phonsäure), (7)MeO-2PACz ([2-(3,6-dimethoxy-9H- carbazol-9-yl)ethyl] Phosphonsäure. Weiterhin kann die Lochtransportschicht mindestens ein anorganisches Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Metalloxid, insbesondere Kupferoxid (CuO), insbesondere Nickeloxid (NiO), Kuperiodid (Cul), Kupfer-thiocyanate (CuSCN),
wobei das anorganische Material kristallin ausgebildet sein oder Nanopartikel aufweisen kann. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Lochtransportschicht kann weiterhin dotiert sein mit einem der Materialien aus der Gruppe bestehend aus: Li-TFSI (Lithium bis(trifluoromethanesulfonyl)imide), TBP (4-tert-butylpyridine), FK209 (tris[2- ( 1 H-pyrazol- 1 -yl)-4-tert-butylpyridine] - cobalt(III), tri s [bi s(trifluoromethyl sul- fonyl)imide]), F4-TCNQ (2,3,5,6-tetrafluoro-7,7,8,8-tetracyanoquino-dimethane). Die Lochtransportschicht kann insbesondere eine Kombination von zwei oder mehreren Materi alien aufweisen. Die Kombination kann zwei oder mehrere Materialien aufeinander und/o- der zwei oder mehrere Materialien nebeneinander und/oder eine Mischung von zwei oder mehreren Materialien umfassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere mittels min destens eines Abscheidungsverfahrens hergestellt werden ausgewählt aus der Gruppe beste hend aus: Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, thermisches Verdampfen, Rotationsbe schichtung, Rakelbeschichtung, Tintenstrahldruck. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Die Elektronentransportschicht kann mindestens ein organisches Material aufweisen ausge wählt aus der Gruppe bestehend aus: PCBM (6,6-phenyl C61 butyric methyl ester), ICBA (indene-C60 bisadduct), C60. Weiterhin kann die Elektronentransportschicht mindestens ein anorganisches Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Me talloxid, insbesondere Zinnoxid (SnCh), insbesondere Titaniumoxid (Ti02), wobei das an organische Material kristallin ausgestaltet sein kann oder Nanopartikel aufweisen kann. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere eine Kombination von zwei oder mehreren Materialien aufweisen. Die Kom bination kann zwei oder mehrere Materialien aufeinander und/oder zwei oder mehrere Ma terialien nebeneinander und/oder eine Mischung von zwei oder mehreren Materialien um fassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere mittels mindestens eines Abschei dungsverfahrens hergestellt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, thermisches Verdampfen, Rotationsbeschichtung, Rakelbe schichtung, Tintenstrahl druck. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Die Elektronentransportschicht, die Lochtransportschicht können jeweils eine Schichtdicke aufweisen von 0 nm bis 500 nm, vorzugsweise von 10 nm bis 200 nm. Auch andere Dimen sionen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Weiterhin kann der erste Schichtstapel und/oder der zweite Schichtstapel ein oder mehrere Puffer schichten aufweisen. Die Pufferschicht kann mindestens ein Material aufweisen aus gewählt aus der Gruppe bestehend aus: Bathocuproin (BCP), Lithiumfluorid (LiF), Polyflu-
oren (PFN). Weiterhin kann die Pufferschicht mindestens ein anorganisches Material um fassend Nanopartikel aufweisen, wie beispielsweise basierend auf AI2O3, ZnO oder TiCh. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Pufferschicht kann insbesondere auf der Elektrontransportschicht und/oder auf der Lochtransportschicht aufgebracht werden. Auch andere Ausgestaltungen sind grundsätzlich denkbar.
Weiterhin kann die Pufferschicht ein Material der Lochtransportschicht oder ein Material der Elektronentransportschicht aufweisen. Die Pufferschicht kann insbesondere mindestens ein Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: PCBM (6,6-phenyl C61 butyric methyl ester); ICBA (indene-C60 bisadduct); C60; einem Metalloxid, insbesondere Zinnoxid (Sn02), insbesondere Titaniumoxid (Ti02). Das Metalloxid kann insbesondere kristallin ausgestaltet sein oder kann Nanopartikel aufweisen. Darüber hinaus kann die Puf ferschicht mindestens ein Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: ei nem Polymer, PTAA (poly[bis(4-phenyl)(2,4,6-trimethylphenyl)amine]), PEDOT:PSS (poly(ethylenedioxythiophene):poly(styrene sulfona-te)), Poly-TPD (poly[ N , N ’-bis(4- butylphenyl)- N , N ’-bis(phenyl)benzidine]), P3HT (poly(3-hexylthiophene)). Weiterhin kann die Pufferschicht mindestens ein Material basierend auf kleinen Molekülen, insbeson dere Spiro-OMeTAD (2,2',7,7'-tetraakis-(N,N-di-4-methoxyphenylamino)- 9,9'-spirobiflu- orene), aufweisen. Weiterhin kann die Pufferschicht mindestens eine selbstorganisierende Monoschicht aufweisen ausgewählt aus der Gruppe: 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phosphonsäure), (7)MeO-2PACz ([2-(3,6-dimethoxy-9H- carbazol-9-yl)ethyl] Phosphon- säure. Weiterhin kann die Pufferschicht mindestens ein anorganisches Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Metalloxid, insbesondere Kupferoxid (CuO), insbesondere Nickeloxid (NiO), Kuperiodid (Cul), Kupfer-thiocyanate (CuSCN), wobei das anorganische Material kristallin ausgebildet sein oder Nanopartikel aufweisen kann. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Pufferschicht kann weiterhin dotiert sein mit einem der Materialien aus der Gruppe bestehend aus: Li-TFSI (Lithium bis(trifluoromethanesulfonyl)imide), TBP (4-tert-butylpyridine), FK209 (tris[2-(lH-py- razol-l-yl)-4-tert-butyl pyridine]- cobalt(III), tris[bis(trifluoromethylsulfonyl)imide]), F4- TCNQ (2,3,5,6-tetrafluoro-7,7,8,8-tetracyanoquino-dimethane).
Die Pufferschicht kann eine Schichtdicke aufweisen von 0 nm bis 30 nm, vorzugsweise von 10 nm bis 20 nm. Auch andere Dimensionen sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Weiterhin kann der erste Schichtstapel und/oder der zweite Schichtstapel ein oder mehrere Passivierungsschichten aufweisen. Die Passivierungsschicht kann mindestens ein Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: PEAI/PEABr/PEACl (Phenylethylam-
monium Iodid/Bromid/Chlorid), OAI/OABr/OACl (Octylammonium Iodid/Bromid/Chlo- rid), BAI/BABr/BACl (Butylammonium Iodid/Bromid/Chlorid), LiF (Lithiumfluorid), PMMA (poly(methyl methacrylate)), AI2O3 (Aluminiumoxid), Lewis-Basen, Lewis-Säuren. Auch andere Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Passivierungsschicht kann bei spielsweise auf der Elektrontransportschicht und/oder auf der Lochtransportschicht aufge bracht werden. Auch andere Ausgestaltungen sind grundsätzlich denkbar. Die Passivie rungsschicht kann zur Oberflächenfunktionalisierung verwendet werden. Dadurch werden grundsätzlich chemische Eigenschaften der angrenzenden Schicht verändert. Die Passivie rungsschicht kann insbesondere mittels mindestens eines Ab Scheidungsverfahrens herge stellt werden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Rotationsbeschichtung, thermisches Verdampfen, Sputtern, Elektronenstrahlverdampfen, Rakelbeschichtung, Tintenstrahldruck. Auch andere Verfahren sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Die Passivierungsschicht kann eine Schichtdicke von 1 nm bis 10 nm, vorzugsweise von 2 nm bis 5 nm, aufweisen.
Wie oben ausgeführt, wird in Schritt c) der erste Schichtstapel auf den zweiten Schichtstapel aufgebracht. Der Begriff „Aufbringen“ bezeichnet in diesem Zusammenhang ein Überei nander! egen der beiden Schichtstapel.
Der erste Schichtstapel kann eine erste abschließende Schicht aufweisen. Der zweite Schichtstapel kann eine zweite abschließende Schicht aufweisen. Der Begriff „abschlie ßende Schicht“ bezeichnet grundsätzlich eine beliebige Schicht eines Schichtstapels oder eines Schichtaufbaus mit mehreren übereinanderliegenden Schichten, welche mit einer Längsseite der Schicht an eine äußere Umgebung des Schichtstapels oder des Schichtauf baus angrenzt. In Schritt c) kann der erste Schichtstapel auf dem zweiten Schichtstapel derart aufgebracht werden, dass die erste abschließende Schicht des ersten Schichtstapels und die zweite abschließende Schicht des zweiten Schichtstapels aufeinander aufliegen. Bezüglich des Begriffs „aufeinander aufliegen“ wird in analoger Weise auf die Definition des Begriffs „übereinanderliegend“ oben verwiesen.
Die Perowskitschicht kann die erste abschließende Schicht ausbilden und die Elektronen transportschicht oder die Lochtransportschicht kann die zweite abschließende Schicht aus bilden. Dies kann auch in umgekehrter Weise erfolgen, d.h. die Perowskitschicht kann die zweite abschließende Schicht ausbilden und die Elektronentransportschicht oder die Lochtransportschicht kann die erste abschließende Schicht ausbilden. Weiterhin können die erste abschließende Schicht oder die zweite abschließende Schicht jeweils Pufferschichten sein.
Es können die erste Schicht und/oder die zweite Schicht auf weitere Schichten des ersten Schichtstapels oder des zweiten Schichtstapels aufgebracht werden. Die erste Schicht und/o der die zweite Schicht müssen daher nicht zwingend auf die Perowskitschicht aufgebracht werden. Durch die Laminierung können die erste Schicht und/oder die zweite Schicht grund sätzlich auf die Perowskitschicht aufgebracht werden. Es können grundsätzlich anorganische Lochtransportschichten und/oder Elektronentransportschichten aus einer Vakuumphase her gestellt werden. Hier kann eine hohe Qualität sowie eine kompakte Beschaffenheit vorlie gen. Dies ist mit Materialien aus der Flüssigphase, welche beispielsweise Nanopartikel ver wenden und damit immer poröse Schichten erzeugen, grundsätzlich nicht oder nur bedingt möglich. Kompakte Schichten können grundsätzlich für eine Stabilität der Bauelementar chitektur beitragen. Weiterhin kann die Perowskitschicht auf die erste Schicht und/oder auf die zweite Schicht aufgebracht werden. Es sind jedoch auch andere Ausführungen denkbar.
Wie oben ausgeführt, wird in Schritt d) der erste Schichtstapel mit dem zweiten Schichtsta pel laminiert. Der Begriff „Laminieren“ bezeichnet grundsätzlich ein beliebiges stoffschlüs siges, thermisches Fügeverfahren von mindestens zwei Elementen, insbesondere ohne wei tere Hilfsmaterialien wie Klebstoffe. Die zwei Elemente können aufeinanderliegend in eine Heißpresse eingebracht werden und das Fügeverfahren kann unter Einwirkung von Tempe ratur und Druck ausgeführt werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Begriff „Laminieren“ insbesondere ein beliebiges stoffschlüssiges, thermisches Fügeverfah ren von der ersten abschließenden Sicht des ersten Schichtstapels mit der zweiten abschlie ßenden Schicht des zweiten Schichtstapels. Der Begriff „mechanische Verbindung“ bezeich net grundsätzlich eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren Elementen, derart, dass ein Voneinanderlösen der zwei oder mehreren Elemente in einem bestimmungsgemäßen Ge brauch der Elemente verhindert ist. Der Begriff „elektrische Verbindung“ bezeichnet grund sätzlich eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren Elementen, derart, dass ein elektri scher Kontakt zwischen den Elementen ausgebildet ist, d.h. dass ein Ladungsträger über ei nen Kontaktbereich zwischen den Elementen transportiert werden kann. Während des Schritts d) können grundsätzlich auch mehr als zwei Schichtstapel miteinander laminiert werden. Insbesondere können der erste Schichtstapel und der zweite Schichtstapel mit min destens einem weiteren Schichtstapel, insbesondere mindestens einem dritten Schichtstapel, während des Schritts d) laminiert werden.
Für die Laminierung können der erste Schichtstapel und der zweite Schichtstapel in eine Heißpresse eingebracht werden. Unter einer Einwirkung von Druck und Temperatur kann die Perowskitschicht rekristallisieren mit dem Ergebnis der mechanischen und elektrischen
Verbindung zwischen dem ersten Schichtstapel und dem zweiten Schichtstapel. Die Heiß presse kann eine erste Platte und eine zweite Platte aufweisen. Die erste Platte und die zweite Platte können bei einem Haltedruck, insbesondere von 5 MPa bis 20 MPa, zunächst erwärmt werden. Bei einem Erreichen einer Prozesstemperatur kann der Druck auf einen Prozess druck erhöht werden. Die Prozesstemperatur kann insbesondere zwischen 50 °C und 300 °C, insbesondere zwischen 60 °C und 150 °C, liegen. Der Prozessdruck kann insbesondere zwi schen 10 MPa und 250 MPa, insbesondere zwischen 20 MPa und 150 MPa, liegen. Der Prozess kann insbesondere über eine Dauer von 1 s bis 2 h, insbesondere von 5 min bis 30 min, erfolgen. Beispielsweise kann Schritt d) bei einer Prozesstemperatur von 90 °C, einem Prozessdruck von 80 MPa und bei einer Dauer von 10 min erfolgen. Anschließend kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle heruntergekühlt und der Druck abgebaut werden. Die Reihenfolge kann dabei variieren. Beispielsweise kann die Perowskit-basierte Mehrfachso larzelle zunächst heruntergekühlt und anschließend kann der Druck abgebaut werden. Alter nativ kann zunächst der Druck abgebaut werden und anschließend kann die Perowskit-ba sierte Mehrfachsolarzelle heruntergekühlt werden.
Wie oben ausgeführt, bildet die Perowskitschicht entweder die Laminat ausbildende Schicht des ersten Schichtstapels oder des zweiten Schichtstapels aus. Der Begriff „Laminat ausbil dende Schicht“ bezeichnet grundsätzlich eine Schicht des ersten Schichtstapels, welche un ter Einwirkung von Temperatur und Druck stoffschlüssig mit einer Schicht des zweiten Schichtstapels verbunden wird. Darüber hinaus kann der Begriff „Laminat ausbildende Schicht“ eine Schicht des zweiten Schichtstapels bezeichnen, welche unter Einwirkung von Temperatur und Druck stoffschlüssig mit einer Schicht des ersten Schichtstapels verbunden wird. In einem ersten Ausführungsbeispiel kann die Perowskitschicht die Laminat ausbil dende Schicht des ersten Schichtstapels ausbilden und die Laminat ausbildende Schicht des zweiten Schichtstapels kann keine Perowskitschicht sein. In einem zweiten Ausführungsbei spiel kann die Perowskitschicht die Laminat ausbildende Schicht des zweiten Schichtstapels ausbilden und die Laminat ausbildende Schicht des ersten Schichtstapels kann keine Perowskitschicht sein. Insbesondere kann die Laminat ausbildende Schicht die erste ab schließende Schicht des ersten Schichtstapels oder die zweite abschließende Schicht des zweiten Schichtstapels sein. Weiterhin kann die Laminat ausbildende Schicht die erste ab schließende Schicht des ersten Schichtstapels oder die zweite abschließende Schicht des zweiten Schichtstapels sein und kann eine Oberflächenbehandlung umfassen. Alternativ kann auf der Perowskitschicht eine weitere Schicht aufgebracht sein. Die weitere Schicht kann insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus: einer Pufferschicht, einer Passivierungsschicht. Auch weitere Ausführungsbeispiele sind grundsätzlich denkbar. Ins besondere kann die Perowskitschicht eine Schicht sein ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: der ersten abschließenden Schicht des ersten Schichtstapels; der zweiten abschließenden
Schicht des zweiten Schichtstapels; einer Schicht des ersten Schichtstapels, welche sich an die erste abschließende Schicht anschließt; einer Schicht des zweiten Schichtstapels, welche sich an die zweite abschließende Schicht anschließt. Die Schicht des ersten Schichtstapels, welche sich an die erste abschließende Schicht anschließt, und die Schicht des zweiten Schichtstapels, welche sich an die zweite abschließende Schicht anschließt, können auch als unter der ersten bzw. zweiten abschließenden Schicht liegende Schichten bezeichnet werden. Der erste Schichtstapel und/oder der zweite Schichtstapel können darüber hinaus optional noch weitere Perowskitschichten umfassen.
Durch ein mehrfaches Laminieren kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle in einer monolithischen (n+l)-Terminal Verschaltung hergestellt werden, wobei n einer Anzahl der Absorber- Schichten entspricht. So kann eine Serien- Verschaltung mit (n+1) Kontakten her gestellt werden. Eine Kontaktierung und/oder Verschaltung jeder Elektrode oder zwischen Elektroden kann durch ein Versetzen der Schichtstapel erfolgen. Auch andere Ansätze sind grundsätzlich denkbar.
Vor Durchführung des Schritts d) kann das Perowskit der Perowskitschicht in fester Phase vorliegen. Der Begriff „Phase“ bezeichnet dabei einen Aggregatzustand eines Stoffes, wel ches sich durch eine bloße Änderung von Temperatur und/oder Druck in einen anderen Ag gregatzustand umwandeln kann. Die Perowskitschicht kann daher eine feste Schicht sein. Weiterhin können weitere Schichten des ersten Schichtstapels, insbesondere die erste Elekt rode und/oder die erste Schicht, und/oder weitere Schichten des zweiten Schichtstapels, ins besondere die zweite Elektrode, und/oder die Absorberschicht, und/oder die Rekombinati onsschicht und/oder die Pufferschicht und/oder die zweite Schicht, vor Durchführung des Schritts d) in fester Phase vorliegen. Während des Schritts d) kann eine Verbindung zwi schen dem ersten Schichtstapel und dem zweiten Schichtstapel durch ein Rekristallisieren der festen Perowskitschicht erfolgen. Bei den Schritten a) bis d) kann es sich um kleberfreie Verfahrensschritte handeln. Der Begriff „kleberfreier Verfahrensschritt“ bezeichnet dabei grundsätzlich einen Verfahrensschritt, welcher ohne Verwendung oder Einsatz eines belie bigen Klebstoffs erfolgt. Auf eine Verwendung eines zusätzlichen Klebstoffs, auch als Zu satz in anderen Schichten des Stapels, kann verzichtet werden. Dadurch kann eine zusätzli che Klebstoffschicht entfallen. In der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle können insbe sondere nur optische und elektrische funktionale Schichten vorliegen. Zusätzliche optische, mechanische und/oder elektrische Verluste können daher grundsätzlich vermieden werden. Dies kann grundsätzlich zu einer hohen Stabilität der Perowskit-basierten Mehrfachsolar zelle führen. Weiterhin kann grundsätzlich der Wirkungsgrad der Perowskit-basierten Mehr fachsolarzelle erhöht werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann es sich somit um einen skalierbaren Prozess handeln, da keine Flüssigphase bei der Verbindung des ersten
Schichtstapels mit dem zweiten Schichtstapel vorliegt. Weiterhin kann eine einfache Bau elementstruktur vorliegen. Herstellungskosten können grundsätzlich reduziert werden.
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist grundsätzlich eine Herstellung von Perowskit-basierten Mehrfachsolarzellen mit unterschiedlichen Konfigurationen möglich. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht neue Konfigurationen des ersten Schichtsta pels und/oder des zweiten Schichtstapels, wie sie mit existierenden Verfahren grundsätzlich nicht zugänglich sind.
Durch das Laminieren können Elektronentransportschichten und/oder Lochtransportschich ten auch aus kompakten und/oder zusammenhängenden Schichten hergestellt werden. Ins besondere kann es sich bei den Schichten um nicht-poröse Schichten handeln. Insbesondere kann sich bei den Schichten nicht um Nano- und/oder Mikropartikel-basierte Schichten han deln. Es lassen sich insbesondere Kombinationen hersteilen, welche Perowskit, eine Elekt ronentransportschicht mit mindestens einem Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: SnCh, T1O2, Cadmium-Selen Quantenpunkte (CdxSey), Wolframoxid (WxOy), Stronti- umtitanat (SrTiCb), Zinnoxid (ZnO), sowie eine Lochtransportschicht mit mindestens einem weiteren Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Nickeloxid (NiOx), (Kupfer oxid) C O, Kupferthiocyanat (CuSCN), Kupferoxid (CuOx), Kupfer-Chrom-Oxid (Cu:CrOx), Molybdän(VI)-oxid (M0O3), Vanadiumoxid (VxOy), Nickelphthalocyanin (NiPc) aufweisen.
Es sind somit grundsätzlich neue Freiheitsgrade in der Prozessabfolge des Herstellungsver fahrens möglich. Darüber hinaus sind grundsätzlich schnellere Herstellungsprozessabfolgen möglich. Weiterhin können grundsätzlich niedrigere Prozesstemperaturen, bzw. ein niedri ger Energieeinsatz, mechanisch stabile Bauelemente und/oder stabile Bauelementarchitek turen erzielt werden.
Die Perowskitschicht kann eine Schichtdicke von 800 nm bis 10 pm, insbesondere von 1 pm bis 5 pm, aufweisen. Weiterhin kann die Perowskitschicht eine Schichtdicke von 50 nm bis 800 nm, insbesondere von 500 nm bis 600 nm, aufweisen. Durch eine dicke Perowskit schicht kann eine Textur bzw. eine Rauheit an einer Oberseite von der Absorberschicht aus geglichen werden und für eine zumindest nahezu vollständige Bedeckung sorgen. Dabei kann sich die Perowskitschicht der Textur der Absorber Schicht anpassen und kann an einer der Textur der Absorberschicht abgewandten Seite eine definierte/kontrollierte Textur, wie beispielsweise eine planare, eine raue oder eine strukturierte Textur, aufweisen. Es kann auf dem ersten Schichtstapel oder auf dem zweiten Schichtstapel eine dicke Perowskitschicht
aufgebracht werden, die sich im Laminierungsprozess der Textur der Absorber Schicht zu mindest nahezu ohne Fehlstellen anpasst. Dies ist mit anderen Verfahren grundsätzlich nicht möglich. Eine Lichtausbeute und/oder eine winkelabhängige Lichtausbeute und damit der Wirkungsgrad der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle können damit erhöht werden.
Zudem kann ein Schichtstapel grundsätzlich mehrfach laminiert werden. Insbesondere kann ein Schichtstapel mehrfach auf einen anderen Schichtstapel laminiert werden. Dazu kann ein Substrat, beispielsweise ein planarer Silizium-Wafer, ein planares Glas, oder ein anderes Substrat eingesetzt werden, auf dem beispielsweise eine Antihaftschicht aus Polydimethyl- siloxan (PDMS), Polytetrafluorethylen (PTFE), FTO, ITO, Sn02, NiOx aufgebracht werden kann. Auch weitere Schichten, von welchem sich der Schichtstapel als Einheit nach dem Laminieren wieder von der Antihaftschicht ablösen lässt, sind grundsätzlich möglich. Durch Mehrfachlaminieren von einem Schichtstapel auf einen weiteren Schichtstapel kann eine Mehrfachsolarzelle hergestellt werden, die beispielsweise mehr als zwei Absorber- Schich ten besitzen kann.
Die Perowskitschicht kann als eine planare Schicht ausgebildet werden. Insbesondere kann durch Laminieren einer ablösbaren Schicht auf die Perowskitschicht eine planare Ausbil dung der Perowskitschicht erzeugt werden. Eine Limitierung in der Prozessierung der Mehr fachsolarzelle durch eine raue Perowskitschicht kann somit vermieden werden.
Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann insbesondere mehr als zwei Absorber auf weisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle mit mehr als zwei Absorbern kann ins besondere mehr als zwei Schichtstapel aufweisen, welche miteinander laminiert werden. Ein Wirkungsgrad der Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann somit erhöht werden. Insbe sondere kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle mehr als zwei Absorber aufweisen. Auch andere Ausgestaltungen sind grundsätzlich denkbar. Beispielsweise kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle drei Absorber aufweisen, eine Perowskitschicht, eine erste Absorber Schicht und eine zweite Absorberschicht. Die erste und/oder die zweite Ab sorberschicht können ein Material aufweisen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Perowskit, kristallines oder amorphes Silizium, Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS), Cadmiumtellurid (CdTe), Gallium- Arsenid (GaAs), Germanium (Ge), Indiumgalliumar- senid (InGaAs), Indiumgalliumphosphid (InGaP). Auch andere Materialien sind grundsätz lich denkbar. Die Schichtstapel können insbesondere aufeinander angeordnet sein.
In einem weiteren Aspekt wird eine Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle vorgeschlagen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle umfasst mindestens einen ersten Schichtstapel. Der erste Schichtstapel weist mindestens eine erste Elektrode und mindestens eine erste
Schicht auf. Darüber hinaus kann der erste Schichtstapel mindestens ein Substrat aufweisen. Weiterhin umfasst die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle mindestens einen zweiten Schichtstapel. Der zweite Schichtstapel weist mindestens eine Absorber Schicht und mindes tens eine zweite Schicht auf. Darüber hinaus kann der zweite Schichtstapel mindestens eine zweite Elektrode aufweisen. Weiterhin kann der zweite Schichtstapel eine Rekombinations schicht aufweisen. Der erste Schichtstapel ist aufgebracht auf den zweiten Schichtstapel. Der erste Schichtstapel ist mit dem zweiten Schichtstapel derart laminiert, dass mindestens eine Verbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer mechanischen, einer elektri schen Verbindung zwischen dem ersten Schichtstapel und dem zweiten Schichtstapel aus bildet ist. Die erste Schicht und die zweite Schicht sind jeweils ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Lochtransportschicht, einer Elektronentransportschicht, einer Puffer schicht, einer Rekombinationsschicht, einer Elektrodenschicht. Der erste Schichtstapel oder der zweite Schichtstapel weist eine Perowskitschicht auf. Die Perowskitschicht bildet ent weder eine Laminat ausbildende Schicht des ersten Schichtstapels oder des zweiten Schichtstapels aus.
Die Perowskit-Silizium-Mehrfachsolarzelle ist herstellbar mit dem Verfahren zur Herstel lung einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle, wie es bereits beschrieben wurde oder im Folgenden noch beschrieben wird. Hinsichtlich weiterer Details zu Ausgestaltungen und Ausführungen der Perowskit-Silizium-Mehrfachsolarzelle kann daher in analoger Weise auf die obige und auf die folgende Beschreibung des Verfahrens zur Herstellung einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle verwiesen werden.
In einem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle kann der erste Schichtstapel die erste Elektrode aufweisen. Insbesondere kann auf dem Substrat die erste Elektrode aufgebracht sein. Insbesondere kann das Substrat Glas, insbesondere flexibles Glas, umfassen. Insbesondere kann das Substrat eine Dicke von 50 pm bis 5 mm, insbeson dere von 100 pm bis 250 pm, aufweisen. Insbesondere kann die erste Elektrode Indiumzin noxid (ITO) umfassen. Insbesondere kann die erste Elektrode eine Dicke von 100 nm bis 500 nm, insbesondere von 120 nm bis 300 nm, aufweisen. Weiterhin kann der zweite Schichtstapel in dem Ausführungsbeispiel ein weiteres Substrat, die zweite Elektrode die Absorberschicht, sowie die zweite Schicht aufweisen, welche eine Rekombinationsschicht ist. Das weitere Substrat kann Glas umfassen. Insbesondere kann das weitere Substrat eine Dicke von 50 pm bis 5 mm, insbesondere von 1 mm, aufweisen. Die zweite Elektrode kann insbesondere Molybdän (Mo) umfassen. Die zweite Elektrode kann eine Dicke von 0,1 pm bis 2 pm, insbesondere von 0,2 pm bis 1 pm, aufweisen. Insbesondere kann die Absorber schicht eine Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) Solarzelle umfassen. Die CIGS So larzelle kann insbesondere eine Dicke von 1 pm bis 5 pm aufweisen. Eine Oberfläche der
CIGS Solarzelle kann insbesondere eine quadratische Rauheit von 1 nm bis 2 qm aufweisen. Die Oberfläche kann insbesondere eine dem weiteren Substrat abgewandte Oberfläche sein. Die zweite Schicht, insbesondere die Rekombinationsschicht, kann insbesondere auf der Oberfläche der CIGS Solarzelle aufliegen. Die zweite Schicht kann eine Dicke von 1 qm bis 5 qm aufweisen. Die Rekombinationsschicht kann insbesondere Indiumzinnoxid (ITO) um fassen. Die Rekombinationsschicht kann insbesondere eine Dicke von 15 nm bis 100 nm, insbesondere von 30 nm bis 70 nm, aufweisen.
In dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle können die ersten Schichtstapel und die zweiten Schichtstapel darüber hinaus jeweils noch weitere Schichten umfassen, insbesondere mindestens eine Perowskitschicht, insbesondere mit einer Dicke von 100 nm bis 2 qm, insbesondere von 300 nm bis 800 nm, mindestens eine Lochtransport schicht und/oder mindestens eine Elektronentransportschicht. Die Lochtransportschicht kann insbesondere Nickeloxid (NiOx) umfassen. Die Lochtransportschicht aus Nickeloxid (NiOx) kann insbesondere eine Dicke von 10 nm bis 50 nm, insbesondere von 20 nm bis 30 nm, aufweisen. Darüber hinaus kann die Lochtransportschicht insbesondere eine selbstorga nisierende Monoschicht umfassen, insbesondere 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phos- phonsäure). Die Lochtransportschicht aus 2PACz kann insbesondere auf der Lochtransport schicht aus Nickeloxid aufliegen und damit eine doppelte Lochtransportschicht bilden. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere Zinnoxid (SnOx) umfassen und insbesondere eine Dicke von 10 nm bis 50 nm, insbesondere von 30 nm bis 40 nm, aufweisen. Darüber hinaus kann die Elektronentransportschicht insbesondere Fullerene (C60) umfassen und ins besondere eine Dicke von 10 nm bis 30 nm, insbesondere von 20 nm bis 25 nm, aufweisen. Die Elektrontransportschicht aus Zinnoxid kann insbesondere auf der Elektrontransport schicht aus Fullerene aufliegen und damit eine doppelte Elektrontransportschicht bilden.
Beispielsweise kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolar zelle der erste Schichtstapel die Lochtransportschicht und die Perowskitschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbesondere auf der Lochtransportschicht aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Elektronentransportschicht umfassen. Die Elektronentransport schicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Elektronentransportschicht und die Perowskitschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbesondere auf der Elektronentransportschicht aufliegen. Der
zweite Schichtstapel kann die Lochtransportschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle erste Schichtstapel die Lochtransportschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann ins besondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Elektronen transportschicht sowie die Perowskitschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbe sondere auf der Elektronentransportschicht aufliegen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Elektronentransportschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Lochtransportschicht sowie die Perowskitschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbe sondere auf der Lochtransportschicht aufliegen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Lochtransportschicht sowie die Perowskitschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Die Perowskit schicht kann insbesondere auf der Lochtransportschicht aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Elektronentransportschicht sowie eine weitere Perowskitschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen. Die weitere Perowskitschicht insbesondere kann auf der Elektronentransportschicht aufliegen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Elektronentransportschicht sowie die Perowskitschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbesondere auf der Elektronentransportschicht aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Lochtransportschicht sowie die weitere Perowskitschicht um fassen. Die Lochtransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht auflie gen. Die weitere Perowskitschicht kann insbesondere auf der Lochtransportschicht auflie gen.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Lochtransportschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann ins besondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Elektronen transportschicht, die Perowskitschicht sowie die weitere Perowskitschicht umfassen. Die
Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen. Die Perowskitschicht kann insbesondere auf der Elektronentransportschicht aufliegen. Die wei tere Perowskitschicht insbesondere kann auf der Perowskitschicht aufliegen. Die Perowskit schicht und die weitere Perowskitschicht können insbesondere nacheinander durch sequen tielle Laminierung aufgebracht sein.
Alternativ kann in dem Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle der erste Schichtstapel die Elektronentransportschicht umfassen. Die Elektronentransportschicht kann insbesondere auf der ersten Elektrode aufliegen. Der zweite Schichtstapel kann die Lochtransportschicht, die Perowskitschicht sowie die weitere Perowskitschicht umfassen. Die Lochtransportschicht kann auf der Rekombinationsschicht aufliegen. Die Perowskit schicht kann insbesondere auf der Lochtransportschicht aufliegen. Die weitere Perowskit schicht kann insbesondere auf der Perowskitschicht aufliegen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle kann der erste Schichtstapel das Substrat, die erste Elektrode, zwei erste Schichten und die Perowskitschicht aufweisen. Insbesondere kann auf dem Substrat die erste Elektrode aufge bracht sein. Auf der ersten Elektrode können insbesondere die zwei ersten Schichten aufge bracht sein. Auf den zwei ersten Schichten kann insbesondere die Perowskitschicht aufge bracht sein. Bei den zwei ersten Schichten kann es sich insbesondere um Elektronentrans portschichten, insbesondere um zwei im Wesentlichen übereinanderliegenden Elektronen transportschichten, handeln.
Das Substrat kann insbesondere Polyethylennaphthalat (PEN) umfassen. Insbesondere kann das Substrat eine Folie aus Polyethylennaphthalat (PEN) sein oder umfassen. Das Substrat kann insbesondere eine Dicke von 125 pm aufweisen. Die erste Elektrode kann insbesondere Indium Zinnoxid (ITO) aufweisen. Die erste Elektrode kann insbesondere eine Dicke von 300 nm aufweisen.
Bei den zwei ersten Schichten kann es sich insbesondere um zwei Elektronentransport schichten, insbesondere um eine erste Elektronentransportschicht und um eine zweite Elekt ronentransportschicht, handeln. Die erste Elektronentransportschicht kann insbesondere Zinnoxid (SnOx) umfassen. Die erste Elektronentransportschicht kann insbesondere eine Di cke von 35 nm aufweisen. Die zweite Elektronentransportschicht kann insbesondere Fulle- rene (C60) umfassen. Die zweite Elektronentransportschicht kann insbesondere eine Dicke von 20 nm aufweisen.
Die Perowskitschicht kann insbesondere Cso.i(MAo.i7FAo.83)o.9Pb(Io.83Bro.i7)3 umfassen. Die Perowskitschicht insbesondere kann eine Dicke von 370 nm aufweisen.
Der zweite Schichtstapel kann insbesondere die zweite Elektrode, die Absorberschicht, so wie drei zweite Schichten aufweisen. Auf der zweiten Elektrode kann insbesondere die Ab sorberschicht aufgebracht sein. Auf der Absorberschicht können insbesondere die drei zwei ten Schichten aufgebracht sein. Bei den drei zweiten Schichten kann es sich insbesondere um zwei Lochtransportschichten und eine Rekombinationsschicht, insbesondere um drei im Wesentlichen übereinanderliegende zweite Schichten, handeln.
Die zweite Elektrode kann insbesondere Indium Zinnoxid (ITO) aufweisen. Die zweite Elektrode kann insbesondere eine Dicke von 70 nm aufweisen.
Die Absorberschicht kann insbesondere eine Silizium-Solarzelle umfassen. Die Silizium- Solarzelle kann insbesondere folgende Architektur aufweisen: a-Si:H<n>/a-Si:H<i>/c-Si wafer <n>/a-Si:H<i>/a-Si:H<p>. Dabei kann ein Heteroübergang vorliegen. Die Silizium- Solarzelle kann insbesondere beidseitig poliert sein. Die Silizium-Solarzelle kann insbeson dere eine Dicke von 280 pm aufweisen.
Auf der Absorberschicht kann insbesondere die Rekombinationsschicht aufliegen. Die Re kombinationsschicht kann insbesondere Indium Zinnoxid (ITO) umfassen. Die Rekombina tionsschicht kann insbesondere eine Dicke von 30 nm aufweisen.
Auf der Rekombinationsschicht können insbesondere die zwei Lochtransportschichten, ins besondere eine erste Lochtransportschicht und eine zweite Lochtransportschicht, aufliegen. Die erste Lochtransportschicht kann insbesondere auf der Rekombinationsschicht aufliegen und die zweite Lochtransportschicht kann insbesondere auf der ersten Lochtransportschicht aufliegen. Die erste Lochtransportschicht kann insbesondere Nickeloxid (NiOx) umfassen. Die erste Lochtransportschicht kann insbesondere eine Dicke von 20 nm aufweisen. Die zweite Lochtransportschicht kann insbesondere eine selbstorganisierende Monoschicht um fassen, insbesondere 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phosphonsäure).
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle kann das Substrat aus Glas hergestellt sein. Das Substrat kann eine Dicke von 1 mm aufweisen. Die erste Elektrode kann Indiumzinnoxid umfassen. Die erste Elektrode kann eine Dicke von 100 nm oder von 150 nm aufweisen. Die Elektronentransportschicht kann Zinnoxid (SnCh) umfassen. Die Elektronentransportschicht kann eine Dicke von 10 nm oder von 20
nm umfassen. Die Perowskitschicht kann eine Dicke von 350 nm oder von 700 nm aufwei sen. Die Lochtransportschicht kann PTAA (poly[bis(4-phenyl)(2,4,6-trimethylphenyl)a- mine]) umfassen und eine Dicke von 5nm oder von 10 nm aufweisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann eine weitere Lochtransportschicht aufweisen. Die weitere Lochtransportschicht kann Nickeloxid (NiOx) umfassen. Die weitere Lochtransportschicht kann eine Dicke von 10 nm oder von 20 nm aufweisen. Die Rekombinationsschicht kann Indiumzinnoxid umfassen. Die Rekombinationsschicht kann eine Dicke von 15 nm oder von 70 nm aufweisen. Weiterhin kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle eine Silizium- Solarzelle umfassen. Die Silizium-Solarzelle kann eine Dicke von 200pm oder von 300pm aufweisen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle kann das Substrat aus Glas hergestellt sein. Das Substrat kann eine Dicke von 1 mm aufweisen. Die erste Elektrode kann Indiumzinnoxid umfassen. Die erste Elektrode kann eine Dicke von 100 nm aufweisen. Die Elektronentransportschicht kann Zinnoxid (SnCh) umfassen. Die Elektronentransportschicht kann eine Dicke von 10 nm umfassen. Die Perowskitschicht kann eine Dicke von 350 nm aufweisen. Die Lochtransportschicht kann Nickel oxid (NiOx) umfassen. Die Lochtransportschicht kann eine Dicke von 10 nm aufweisen. Die Rekombi nationsschicht kann Indiumzinnoxid umfassen. Die Rekombinationsschicht kann eine Dicke von 15 nm aufweisen. Weiterhin kann die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle eine Sili zium-Solarzelle umfassen. Die Silizium-Solarzelle kann eine Dicke von 200 pm aufweisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann eine weitere Rekombinationsschicht auf- weisen. Die weitere Rekombinationsschicht kann Indiumzinnoxid umfassen. Die weitere Rekombinationsschicht kann eine Dicke von 15 nm aufweisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann die weitere Lochtransportschicht aufweisen. Die weitere Lochtransportschicht kann PTAA (poly[bis(4-phenyl)(2,4,6-trimethylphenyl)amine]) um fassen. Die weitere Lochtransportschicht kann eine Dicke von 5 nm aufweisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann eine Absorberschicht aufweisen. Die Absorber schicht kann Perowskit umfassen. Die Absorberschicht kann eine Dicke von 300 nm auf weisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann eine weitere Elektronentransport schicht aufweisen. Die weitere Elektronentransportschicht kann Zinnoxid (SnCh) umfassen. Die weitere Elektronentransportschicht kann eine Dicke von 10 nm aufweisen. Die zweite Elektrode kann Indiumzinnoxid umfassen. Die zweite Elektrode kann eine Dicke von 100 nm aufweisen. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle kann ein weiteres Substrat auf- weisen. Das weitere Substrat kann aus Polyethylennaphthalat hergestellt sein. Das weitere Substrat kann eine Dicke von 125 pm aufweisen.
Die vorgeschlagenen Vorrichtungen und die vorgeschlagenen Verfahren weisen gegenüber bekannten Vorrichtungen und Verfahren zahlreiche Vorteile auf.
So können Materialinkompatibilitäten grundsätzlich reduziert werden, und es kann grund sätzlich eine Freiheit in der Wahl der Herstellungsprozesse der einzelnen Schichten gewon nen werden. Eine Limitierung in der Auswahl der Ladungstransportschichten, Elektroden und Rekombinationsschicht durch eine sequenzielle Herstellung kann entfallen. Es ist mög lich, den Perowskit-Absorber der Perowskit-Solarzelle auf eine Silizium-Solarzelle zu lami nieren und dadurch eine Tandem-Perowskit-Silizium-Solarzelle herzustellen. In den beiden separaten Schichtstapeln können wesentlich robustere und stabilere Oxid-Ladungsträger transportschichten eingebaut werden. Auch eine vergrößerte Auswahl von Materialien von weiteren Ladungsträgertransportschichten sowie von Elektroden-, Puffer-, Passivierungs,- Kontakt- und/oder Verkapselungsschichten kann ermöglicht werden. Elektroden-, Puffer- und/oder Passivierungsschichten können grundsätzlich unter der Perowskitschicht des ersten Schichtstapels und/oder des zweiten Schichtstapels mit höheren Temperaturen prozessiert werden. Eigenschaften der Elektroden-, Puffer- und/oder Passivierungsschichten, welche mit höheren Temperaturen prozessiert werden, können grundsätzlich im Vergleich zu Elekt roden-, Puffer- und/oder Passivierungsschichten, welche bei niedrigeren Temperaturen auf einem Schichtstapel prozessiert werden, verbessert sein. Es kann weiterhin grundsätzlich eine verbesserte Langzeitstabilität von Perowskit-basierten Mehrfachsolarzellen erzielt wer den.
Das Laminierungsverfahren ist grundsätzlich besonders geeignet für Aufskalierungspro zesse wie beispielsweise einer Rolle-zu-Rolle-Fertigung. Zudem kann eine Parallelisierung durch die getrennte Herstellung der Schichtstapel erreicht werden. Die größere Materialaus wahl bringt insbesondere eine größere Auswahl an möglichen Prozessen zur Herstellung der Schichten. Durch die Laminierung wird die Prozessauswahl vergrößert. Durch einen Einsatz von Materialien in fester Phase, insbesondere während des Laminierens, sind grundsätzlich skalierbare Prozesse möglich. Homogenitätsprobleme bei Flüssigphasenprozessen können damit vermieden werden. Mehrfachsolarzellen können grundsätzlich bei gleichzeitigem ho hen Durchsatz preiswert hergestellt werden.
Durch die Laminierung werden grundsätzlich neue Solarzellenarchitekturen möglich. Dies eröffnet grundsätzlich die Möglichkeit auf höhere Wirkungsgrade sowie eine verbesserte Stabilität.
Dass die Perowskitschicht entweder eine Laminat ausbildende Schicht des ersten Schichtsta pels oder des zweiten Schichtstapels ausbildet, führt grundsätzlich zu einer freien Material auswahl für die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle sowie zu einer freien Auswahl der Abscheidungsverfahren für die Abscheidung der Lochtransportschicht, der Elektronentrans portschicht, der Pufferschicht, der Rekombinationsschicht oder der Elektrode. Grundsätzlich kann auf die Perowskitschicht eine ladungsträgerselektive Schicht, insbesondere die Lochtransportschicht oder die Elektronentransportschicht, und eine Elektrode/Rekombinati onsschicht aufgebracht werden. Durch das Laminieren können die benötigten Schichten zeit lich betrachtet davor und/oder räumlich betrachtet unter der Perowskitschicht hergestellt werden. Dies kann grundsätzlich Inkompatibilitäten minimieren und eine Auswahl von mög lichen Materialien und/oder Herstellungsverfahren für die Schichten der Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle vergrößern. Zudem kann die Materialauswahl der weiteren Laminat aus bildenden Schicht grundsätzlich vergrößert werden, da diese nicht zwingend auf der Perowskitschicht hergestellt werden muss, sondern auf jeweils einem der zu laminierenden Schichtstapel appliziert werden kann.
Ausführungsformen der Erfindung
Weitere optionale Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfol genden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Figuren 1 A bis ID ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung einer Perowskit-ba- sierten Mehrfachsolarzelle;
Figuren 2A bis 2H exemplarische Ausführungsbeispiele des ersten Schichtstapels und des zweiten Schichtstapels;
Figur 3 ein exemplarisches Ausführungsbeispiel einer Perowskit-basierten
Mehrfachsolarzelle;
Figuren 4A und 4B ein weiteres exemplarisches Ausführungsbeispiel eines ersten Schichtstapels und eines zweiten Schichtstapels einer Perowskit-ba sierten Mehrfachsolarzelle (Figur 4A) und Messdaten des exemplari schen Ausführungsbeispiels (Figur 4B); und
Figuren 5A bis 5H weitere exemplarische Ausführungsbeispiele eines ersten Schichtsta pels und eines zweiten Schichtstapels einer Perowskit-basierten Mehr fachsolarzelle.
Figuren 1A bis ID zeigen ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle 110 ist in Figur IC dargestellt. Figur 1A zeigt einen ersten Schichtstapel 112 und einen zweiten Schichtstapel 114. Figur 1B zeigt das Laminieren des ersten Schichtstapels 112 und des zweiten Schichtstapels 114, und Figur ID zeigt ein exemplarisches Beispiel von Pro zessparametern in einer graphischen Auftragung.
Der erste Schichtstapel 112, wie in Figur 1A dargestellt, ist auf einem Substrat 116 aufge bracht. Der erste Schichtstapel 112 weist eine erste Elektrode 118 auf, welche als Schicht auf dem Substrat 116 ausgebildet sein kann. Weiterhin weist der erste Schichtstapel 112 eine erste Schicht 120 auf. Die erste Schicht 120 kann auf der ersten Elektrode 118 ausgebildet sein. Die erste Schicht 120 kann in diesem Ausführungsbeispiel eine Lochtransportschicht 122 sein. Weiterhin kann in diesem Ausführungsbeispiel der erste Schichtstapel 112 eine Perowskitschicht 124 aufweisen. Die Perowskitschicht 124 kann eine erste abschließende Schicht 126 des ersten Schichtstapels 112 ausbilden.
Der zweite Schichtstapel 114 kann eine zweite Elektrode 128 aufweisen. Weiterhin weist der zweite Schichtstapel 114 eine Absorberschicht 130 auf. Die Absorber Schicht 130 kann auf der zweiten Elektrode 128 ausgebildet sein. Weiterhin weist der zweite Schichtstapel 114 eine Rekombinationschicht 132 auf. Die Rekombinationschicht 132 kann auf der Ab sorberschicht 130 ausgebildet sein. Weiterhin weist der zweite Schichtstapel 114 eine zweite Schicht 134 auf. Die zweite Schicht 134 kann in diesem Ausfuhrungsbeispiel eine Elektro nentransportschicht 136 sein. Die zweite Schicht 134 kann auf der Rekombinationsschicht 132 ausgebildet sein. Die zweite Schicht 134 kann eine zweite abschließende Schicht 138 des zweiten Schichtstapels 114 ausbilden.
Wie in Figur 1B dargestellt, können für die Laminierung der erste Schichtstapel 112 und der zweite Schichtstapel 114 in eine Heißpresse eingebracht werden. Der erste Schichtstapel 112 und der zweite Schichtstapel 114 können derart aufeinander gebracht werden, dass die erste abschließende Schicht 126 des ersten Schichtstapels 112 und die zweite abschließende Schicht 138 des zweiten Schichtstapels 114 aufeinander aufliegen. In Figur 1B sind eine untere Platte 140 und eine obere Platte 142 der Heißpresse dargestellt. Unter Druck und Temperatur kann die Perowskitschicht rekristallisieren, und es kann sich eine mechanische und elektrische Verbindung zwischen dem ersten Schichtstapel 112 und dem zweiten Schichtstapel 114 ausbilden.
In Figur IC ist die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle 110 dargestellt. Einfallendes Licht ist schematisch mit Pfeil 144 dargestellt.
In Figur ID sind in beispielhafter Weise die Prozessparameter Temperatur T in °C und Druck in MPa in Abhängigkeit von der Zeit t in min graphisch dargestellt. Das Verfahren kann in drei Phasen unterteilt werden. In einer Aufheizphase 146 kann die Temperatur an- steigen. In einer Laminierungsphase 148, in welcher die Rekristallisation der Perowskit- schicht stattfindet, kann die Temperatur im Wesentlichen konstant gehalten werden. Zu Be ginn der Laminierungsphase 148 kann ein Druckanstieg erfolgen. In einer Abkühlphase 150 kann die Temperatur kontinuierlich sinken. Während der Abkühlphase 150 kann der Druck heruntergefahren werden.
Die Figuren 2A bis 2H zeigen exemplarische Ausführungsbeispiele des ersten Schichtsta pels 112 und des zweiten Schichtstapels 114. Der erste Schichtstapel 112 sowie der zweite Schichtstapel 114 entsprechen zumindest teilweise dem ersten Schichtstapel 112 sowie dem zweiten Schichtstapel 114 gemäß Figur 1 A, sodass auf die Beschreibung der Figur 1 A oben verwiesen werden kann.
Der erste Schichtstapel 112 weist in Figur 2A die Elektronentransportschicht 136 auf, und der zweite Schichtstapel 114 weist die Lochtransportschicht 122 auf. Die Lochtransport schicht 122 bildet die zweite abschließende Schicht 138. Die Perowskitschicht 124 bildet die erste abschließende Schicht 126 aus.
In Figur 2B weist der zweite Schichtstapel 114 die Perowskitschicht 124 auf. Die Perowskit schicht 124 bildet die zweite abschließende Schicht 138. Bei dem ersten Schichtstapel 112 bildet die Lochtransportschicht 122 die erste abschließende Schicht 126. Die Elektronen transportschicht 136 bildet die erste abschließende Schicht 126 aus.
Der erste Schichtstapel 112 und der zweite Schichtstapel 114 gemäß Figur 2C entsprechen zumindest weitgehend dem ersten Schichtstapel 112 sowie dem zweiten Schichtstapel 114 gemäß Figur 2B. Hier ist die erste Schicht 120 der Elektronentransportschicht 136 und die zweite Schicht 134 ist die Lochtransportschicht 122.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2D ist die zweite Schicht 134 die Elektronentrans portschicht 136, welche die zweite abschließende Schicht 138 ausbildet. Der erste Schicht stapel 112 weist zwei erste Schichten 120 auf, eine innenliegende Lochtransportschicht 122 und eine Pufferschicht 137. Die Pufferschicht 137 ist auf der Perowskitschicht 124 angeord net und bildet die erste abschließende Schicht 126.
Der erste Schichtstapel 112 und der zweite Schichtstapel 114 gemäß Figur 2E entsprechen zumindest weitgehend dem ersten Schichtstapel 112 sowie dem zweiten Schichtstapel 114 gemäß Figur 2D. Hier ist die zweite abschließende Schicht 138 die Lochtransportschicht 122. Der erste Schichtstapel 112 weist zwei erste Schichten 120 auf, eine innenliegende Elektronentransportschicht 136 und die Pufferschicht 137. Die Pufferschicht 137 ist auf der Perowskitschicht 124 angeordnet und bildet die erste abschließende Schicht 126.
In dem Ausfiihrungsbeispiel gemäß Figur 2F weist der erste Schichtstapel 112 die Elektro nentransportschicht 136 auf. Der zweite Schichtstapel 114 weist die Perowskitschicht 124 auf sowie zwei zweite Schichten 134, eine innenliegende Lochtransportschicht 122 und die Pufferschicht 137. Die Pufferschicht 137 bildet die zweite abschließende Schicht 138.
Der erste Schichtstapel 112 und der zweite Schichtstapel 114 gemäß Figur 2G entsprechen zumindest weitgehend dem ersten Schichtstapel 112 sowie dem zweiten Schichtstapel 114 gemäß Figur 2F. Hier ist die erste Schicht 120 die Lochtransportschicht 122. Der zweite Schichtstapel 114 weist die Perowskitschicht 124 auf sowie zwei zweite Schichten 134, eine innenliegende Elektronentransportschicht 136 und die Pufferschicht 137. Die Pufferschicht 137 bildet die zweite abschließende Schicht 138.
Der erste Schichtstapel 112 weist in Figur 2H die Lochtransportschicht 122 auf, und der zweite Schichtstapel 114 weist die Elektronentransportschicht 136 auf. Die Elektronentrans portschicht 136 bildet die zweite abschließende Schicht 138. Die Perowskitschicht 124 bildet die erste abschließende Schicht 126 aus.
Figur 3 zeigt ein exemplarisches Ausführungsbeispiel einer Perowskit-basierten Mehrfach solarzelle 110. Die Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle 110 weist eine zweite Elektrode 128 aus Silber auf mit einer Dicke von 100 nm. Unter einer Silizium-Solarzelle 152 ist die zweite Elektrode 128 aufgebracht. Die Silizium-Solarzelle 152 kann eine Dicke von ca. 300 pm aufweisen. Zwischen der zweiten Elektrode 128 und der Silizium-Solarzelle 152 kann sich eine ITO-Schicht mit einer Schichtdicke von 70 nm befinden (in Figur 3 nicht darge stellt). Auf der Silizium-Solarzelle 152 ist die Rekombinationsschicht 132 mit einer Dicke von 70 nm aufgebracht. Alternativ kann die Rekombinationsschicht 132 eine Dicke von 35 nm aufweisen. Die Rekombinationsschicht 132 kann Indium Zinnoxid umfassen. Auf der Rekombinationsschicht 132 ist eine Lochtransportschicht 122 aufgebracht aus Nickeloxid mit einer Dicke von 20 nm. Auf der Lochtransportschicht 122 ist eine weitere Lochtrans portschicht 122 aufgebracht aus Poly [bis (4-phenyl) (2,4,6-trim-thylphenyl) amin] mit einer Dicke von kleiner als 10 nm. Alternativ kann die weitere Lochtransportschicht 122 2PACz
([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phosphonsäure) aufweisen. Auf der weiteren Lochtransport schicht 122 ist die Perowskitschicht 124 aufgebracht mit einer Dicke von 370 nm. Auf der Perowskitschicht 124 ist die Elektronentransportschicht 136 aus Zinnoxid aufgebracht mit einer Dicke von 20 nm. Die erste Elektrode 118 ist aus Indium Zinnoxid hergestellt und weist eine Dicke von 100 nm bis 150 nm auf. Das Substrat 116 bildet eine Folie aus Po- lyethylennaphthalat mit einer Dicke von 125 pm.
Figur 4A zeigt ein weiteres exemplarisches Ausführungsbeispiel eines ersten Schichtstapels 112 und eines zweiten Schichtstapels 114 einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110.
Der erste Schichtstapel 112 kann das Substrat 116, die erste Elektrode 118, zwei erste Schichten 120 und die Perowskitschicht 124 aufweisen. Auf dem Substrat 116 kann die erste Elektrode 118 aufgebracht sein. Auf der ersten Elektrode 118 können die zwei ersten Schich ten 120 aufgebracht sein. Auf den zwei ersten Schichten 120 kann die Perowskitschicht 124 aufgebracht sein. Bei den zwei ersten Schichten 120 kann es sich um Elektronentransport schichten 136, insbesondere um zwei im Wesentlichen übereinanderliegenden Elektronen transportschichten 136, handeln.
Das Substrat 116 kann Polyethylennaphthalat (PEN) umfassen. Insbesondere kann das Sub strat 116 eine Folie aus Polyethylennaphthalat (PEN) sein oder umfassen. Das Substrat 116 kann eine Dicke von 125 pm aufweisen.
Die erste Elektrode 118 kann Indium Zinnoxid (ITO) aufweisen. Die erste Elektrode 118 kann eine Dicke von 300 nm aufweisen.
Bei den zwei ersten Schichten 120 kann es sich um zwei Elektronentransportschichten 136, insbesondere um eine erste Elektronentransportschicht 154 und um eine zweite Elektronen transportschicht 156, handeln. Die erste Elektronentransportschicht 154 kann Zinnoxid (SnOx) umfassen. Die erste Elektronentransportschicht 154 kann eine Dicke von 35 nm auf- weisen. Die zweite Elektronentransportschicht 156 kann Fullerene (C60) umfassen. Die zweite Elektronentransportschicht 156 kann eine Dicke von 20 nm aufweisen.
Die Perowskitschicht 124 kann Cso.i(MAo.i7FAo.83)o.9Pb(Io.83Br0.i7)3 umfassen. Die Perowskit schicht 124 kann eine Dicke von 370 nm aufweisen.
Der zweite Schichtstapel 114 kann die zweite Elektrode 128, die Absorberschicht 130, sowie drei zweite Schichten 134 aufweisen. Auf der zweiten Elektrode 128 kann die Absorber-
Schicht 130 aufgebracht sein. Auf der Absorber Schicht 130 können die drei zweiten Schich ten 134 aufgebracht sein. Bei den drei zweiten Schichten 134 kann es sich eine Rekombina tionsschicht 132 und um zwei Lochtransportschichten 122, insbesondere um drei im We sentlichen übereinanderliegende zweite Schichten 134, handeln.
Die zweite Elektrode 128 kann Indium Zinnoxid (ITO) aufweisen. Die zweite Elektrode 128 kann eine Dicke von 70 nm aufweisen.
Die Absorberschicht 130 kann eine Silizium-Solarzelle 152 umfassen. Die Silizium-Solar zelle 152 kann folgende Architektur aufweisen: a-Si:H<n>/a-Si:H<i>/c-Si wafer <n>/a- Si:H<i>/a-Si:H<p>. Dabei kann ein Heteroübergang vorliegen. Die Silizium-Solarzelle 152 kann beidseitig poliert sein. Die Silizium-Solarzelle 152 kann eine Dicke von 280 pm auf- weisen.
Auf der Absorberschicht 130 kann die Rekombinationsschicht 132 aufliegen. Die Rekombi nationsschicht 132 kann Indiumzinnoxid (ITO) umfassen. Die Rekombinationsschicht 132 kann eine Dicke von 30 nm aufweisen.
Auf der Rekombinationsschicht 132 können die zwei Lochtransportschichten 122, insbeson dere eine erste Lochtransportschicht 158 und eine zweite Lochtransportschicht 160, auflie gen. Die erste Lochtransportschicht 158 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen und die zweite Lochtransportschicht 160 kann auf der ersten Lochtransportschicht 158 auf liegen. Die erste Lochtransportschicht 158 kann Nickeloxid (NiOx) umfassen. Die erste Lochtransportschicht 158 kann eine Dicke von 20 nm aufweisen. Die zweite Lochtransport schicht 160 kann eine selbstorganisierende Monoschicht umfassen, insbesondere 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phosphonsäure).
Die Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110 gemäß Figur 4A kann mit folgenden Lami- nierungsparametern hergestellt sein: 80 MPa, 90 °C, 5 min.
Die Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110 gemäß Figur 4A kann insbesondere eine laminierte monolithische Silizium / Perowskit Mehrfachsolarzelle sein. Die Perowskit-ba- sierte Mehrfachsolarzelle 110 gemäß Figur 4A kann einen Wirkungsgrad von 20.6 %, eine Leerlaufspannung von 1.75 V, eine Kurzschlussstromdichte von 16.0 mA/cm2 und einen Füllfaktor von 73.7 % aufweisen.
Figur 4B zeigt Messdaten des Ausfiihrungsbeispiels gemäß Figur 4A. Es ist einer Strom dichte J in mA/cm2 in Abhängigkeit einer Spannung U in V dargestellt. Die durchgezogene Linie zeigt eine Rückwärtsmessung, die gestrichelte Linie zeigt eine Vorwärtsmessung.
Aus der J-U Kurve können der oben beschriebene Wirkungsgrad von 20.6 %, die Leer laufspannung von 1.75 V, die Kurzschlussstromdichte von 16.0 mA/cm2 und der Füllfaktor von 73.7 % der einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110 gelesen werden. Der ma ximale Leistungspunkt liegt bei (1.45 V; 14.2mA/cm2) in Rückwärtsmessung, was einer Aus gangsleistung von 20,6mW/cm2 entspricht.
Die Leerlaufspannung der einer Perowskit-basierten Mehrfachsolarzelle 110 nähert sich der Spannungsaddition der beiden Perowskit- und Silizium-Solarzellen, was zeigt, dass beide Solarzellen zur Leistung beitragen.
Die Stromdichte-Spannungs-Charakteristik einschließlich der geringen Hysterese unter streicht, dass die Perowskitschicht 124 und Silizium-Solarzelle 152 trotz der hohen Tempe ratur und des hohen Drucks, die während des Laminierungsprozesses angewendet werden, von hoher Qualität sind und keine ernsthafte Verschlechterung zu erwarten ist.
Figuren 5A bis 5H zeigen weitere exemplarische Ausführungsbeispiele eines ersten Schichtstapels 112 und eines zweiten Schichtstapels 114 einer Perowskit-basierten Mehr fachsolarzelle 110.
In allen Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 5 A bis 5H kann der erste Schichtstapel 112 das Substrat 116 und die erste Elektrode 118 aufweisen. Auf dem Substrat 116 kann die erste Elektrode 118 aufgebracht sein. Das Substrat 116 kann Glas, insbesondere flexibles Glas, umfassen. Das Substrat 116 kann eine Dicke von 50 pm bis 5 mm, insbesondere von 100 pm bis 250 pm, aufweisen. Die erste Elektrode 118 kann Indiumzinnoxid (ITO) umfas sen. Die erste Elektrode 118 kann eine Dicke von 100 nm bis 500 nm insbesondere von 120 nm bis 300 nm, aufweisen.
In allen Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren 5A bis 5H kann der zweite Schichtstapel 114 ein weiteres Substrat 162, die zweite Elektrode 128, die Absorberschicht 130, sowie eine zweite Schicht 134 aufweisen, welche eine Rekombinationsschicht 132 ist.
Das weitere Substrat 162 kann Glas umfassen. Das weitere Substrat 162 kann eine Dicke von 50 pm bis 5 mm, insbesondere von 1 mm, aufweisen.
Die zweite Elektrode 128 kann insbesondere Molybdän (Mo) umfassen. Die zweite Elekt rode 128 kann eine Dicke von 0,1 mih bis 2 mih, insbesondere von 0,2 mih bis 1 mih, aufwei sen. Die zweite Elektrode 128 kann zwischen dem weiteren Substrat 162 oder der Absorber schicht 130 angeordnet sein.
Die Absorber Schicht 130 kann eine Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) Solarzelle 164 umfassen. Die CIGS Solarzelle 164 kann eine Dicke von 1 mih bis 5 mih aufweisen. Eine Oberfläche 168 der CIGS Solarzelle 164 kann eine quadratische Rauheit von 1 nm bis 2 mih aufweisen. Die Oberfläche 168 kann eine, dem weiteren Substrat 162 abgewandte Oberflä che sein. Die zweite Schicht 134, insbesondere die Rekombinationsschicht 132, kann auf der Oberfläche 168 der CIGS Solarzelle 164 mit einer Dicke von 1 gm bis 5 gm aufliegen.
Die Rekombinationsschicht 132 kann Indiumzinnoxid (ITO) umfassen. Die Rekombinati onsschicht 132 kann eine Dicke von 15 nm bis 100 nm, insbesondere von 30 nm bis 70 nm, aufweisen.
Die ersten Schichtstapel 122 und die zweiten Schichtstapel 114 der Ausführungsbeispiele gemäß der Figuren 5A bis 5H können darüber hinaus jeweils noch weitere Schichten umfas sen, insbesondere mindestens eine Perowskitschicht 124 mit einer Dicke von 100 nm bis 2 gm, insbesondere von 300 nm bis 800 nm, eine Lochtransportschicht 122 und eine Elektro nentransportschicht 136.
Die Lochtransportschicht 122 kann Nickeloxid (NiOx) umfassen. Die Lochtransportschicht 122 aus Nickeloxid (NiOx) kann eine Dicke von 10 nm bis 50 nm, insbesondere von 20 nm bis 30 nm, aufweisen. Darüber hinaus kann die Lochtransportschicht 122 eine selbstorgani sierende Monoschicht umfassen, insbesondere 2PACz ([2-(9H-carbazol-9-yl)ethyl] Phos- phonsäure).
Die Elektronentransportschicht 136 kann Zinnoxid (SnOx) umfassen und eine Dicke von 10 nm bis 50 nm, insbesondere von 30 nm bis 40 nm, aufweisen. Darüber hinaus kann die Elektronentransportschicht 136 Fullerene (C60) umfassen und eine Dicke von 10 nm bis 30 nm, insbesondere von 20 nm bis 25 nm aufweisen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5A kann der erste Schichtstapel 112 die Lochtransportschicht 122 und die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Lochtransportschicht 122 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5A der zweite Schichtstapel 114 die Elektronentransportschicht 136 umfassen. Die Elektronentransportschicht 136 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5B kann der erste Schichtstapel 112 die Elektro nentransportschicht 136 und die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Elektronentransport schicht 136 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Elektronentransportschicht 136 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5B der zweite Schichtstapel 114 die Lochtransportschicht 122 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der Rekom binationsschicht 132 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5C kann der erste Schichtstapel 112 die Lochtrans portschicht 122 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5C der zweite Schichtstapel 114 die Elektronentransportschicht 136 sowie die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Elektro nentransportschicht 136 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen. Die Perowskit schicht 124 kann auf der Elektronentransportschicht 136 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5D kann der erste Schichtstapel 112 die Elektro nentransportschicht 136 umfassen. Die Elektronentransportschicht 136 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5D der zweite Schichtstapel 114 die Lochtransportschicht 122 sowie die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Lochtransport schicht 122 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Lochtransportschicht 122 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5E kann der erste Schichtstapel 112 die Lochtrans portschicht 122 sowie die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Lochtransportschicht 122 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5E der zweite Schichtstapel 114 die Elektronentransportschicht 136 sowie eine weitere Perowskitschicht 166 umfassen. Die
Elektronentransportschicht 136 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen. Die wei tere Perowskitschicht 166 kann auf der Elektronentransportschicht 136 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5F kann der erste Schichtstapel 112 die Elektro nentransportschicht 136 sowie die Perowskitschicht 124 umfassen. Die Elektronentransport schicht 136 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Elektronentransportschicht 136 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5F der zweite Schichtstapel 114 die Lochtransportschicht 122 sowie die weitere Perowskitschicht 166 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der Rekombinationsschicht 132 aufliegen. Die weitere Perowskitschicht 166 kann auf der Lochtransportschicht 122 aufliegen.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5G kann der erste Schichtstapel 112 die Lochtransportschicht 122 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der ersten Elekt rode 118 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5G der zweite Schichtstapel 114 die Elektronentransportschicht 136, die Perowskitschicht 124 sowie die weitere Perowskit schicht 166 umfassen. Die Elektronentransportschicht 136 kann auf der Rekombinations schicht 132 aufliegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Elektronentransportschicht 136 aufliegen. Die weitere Perowskitschicht 166 kann auf der Perowskitschicht 124 auflie gen. Die Perowskitschicht 124 und die weitere Perowskitschicht 166 können nacheinander durch sequentielle Laminierung aufgebracht sein.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5H kann der erste Schichtstapel 112 die Elektro nentransportschicht 136 umfassen. Die Elektronentransportschicht 136 kann auf der ersten Elektrode 118 aufliegen.
Weiterhin kann in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5H der zweite Schichtstapel 114 die Lochtransportschicht 122, die Perowskitschicht 124 sowie die weitere Perowskitschicht 166 umfassen. Die Lochtransportschicht 122 kann auf der Rekombinationsschicht 132 auf liegen. Die Perowskitschicht 124 kann auf der Lochtransportschicht 122 aufliegen. Die wei tere Perowskitschicht 166 kann auf der Perowskitschicht 124 aufliegen.
Liste der Bezugszeichen
110 Perowskit-basierte Mehrfachsolarzelle
112 erster Schichtstapel
114 zweiter Schi chtstapel
116 Substrat
118 erste Elektrode
120 erste Schicht
122 Lochtransportschicht
124 Perowskitschicht
126 erste abschließende Schicht
128 zweite Elektrode
130 Absorber Schicht
132 Rekombinationsschicht
134 zweite Schicht
136 Elektronentransportschicht
137 Pufferschicht
138 zweite abschließende Schicht
140 untere Platte
142 obere Platte
144 Pfeil
146 Aufheizphase
148 Laminierungsphase
150 Abkühlphase
152 Silizium-Solarzelle
154 erste Elektronentransportschicht
156 zweite Elektronentransportschicht
158 erste Lochtransportschicht
160 zweite Lochtransportschicht
162 weiteres Substrat
164 CIGS Solarzelle
166 weitere Perowskitschicht
168 Oberfläche