Beschreibung
Verfahren zum Unterstützen eines Fahrers eines Kraftfahrzeugs bei einem Einparkvorgang und
Kraftfahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs, bei welchem ein Fahrer des Kraftfahrzeugs bei einem Einparkvorgang durch ein Ausgeben wenigstens eines Hinweises unterstützt wird. Hierbei wird dem Fahrer wenigstens eine Trajektorie kommuniziert, entlang welcher das Kraftfahrzeug in einem Zug in eine Zielposition bewegbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug zum Unterstützen eines Fahrers bei einem Einparkvorgang.
Die DE 102005 037468 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Unterstützung eines Einparkvorgangs eines Kraftfahrzeugs. Hierbei wird mittels einer Sensoranordnung des Kraftfahrzeugs eine quer zu dem Kraftfahrzeug angeordnete Parklücke vermessen und eine Einparkbahn des Kraftfahrzeugs in die Parklücke bestimmt. Auf einem Bildschirm einer Anzeigevorrichtung des Kraftfahrzeugs werden verschiedene infrage kommende Einparkbahnen dargestellt, und es ist ein Eingabemittel zur Auswahl einer der dargestellten Einparkbahnen als tatsächliche Einparkbahn vorgesehen. Des Weiteren ist eine Ausgabeeinrichtung zur Übermittlung von Hinweisen an einen Bediener des Kraftfahrzeugs zu einer das Kraftfahrzeug entlang der ausgewählten Einparkbahn in die Parklücke führenden Fahrzeugbedienung vorgesehen.
Als nachteilig ist hierbei der Umstand anzusehen, dass die Unterstützung des Bedieners oder Fahrers des Kraftfahrzeugs beim Einparkvorgang unzureichend ist.
Die DE 102005023 177 A1 beschreibt ein Verfahren zur Fahrunterstützung für ein Fahrzeug, bei welchem eine Zielposition des Fahrzeugs in die Fahrzeugumgebung eingetragen wird.
Mittels einer Eingabeeinheit kann die Zielposition in der Darstellung der Fahrzeugumgebung verschoben oder gedreht werden. Bei dem Verfahren kann vorgesehen sein, dass der Fahrer zwischen einem einzügigen Einparken und einem mehrzügigen Einparken auswählen kann.
Auch ein derartiges Verfahren weist Verbesserungspotential im Hinblick auf die Unterstützung des Fahrers beim Einparkvorgang auf.
Ein weiteres Verfahren zur Unterstützung eines Fahrers bei einem Einparkvorgang ist in der US 2014/0350804 A1 beschrieben.
Darüber hinaus können bei derzeit erhältlichen Kraftfahrzeugen Parkassistenzsysteme vorhanden sein, bei welchen der Fahrer selbst an einer Parklücke vorbeifährt, anhält und dann den Rückwärtsgang einlegt. Wenn der Fahrer in dem Kraftfahrzeug eine Parkassistenzfunktion des Systems aktiviert hat, so kann auf einer Anzeige des Kraftfahrzeugs der Hinweis erscheinen, dass noch keine Parklücke gefunden wurde oder dass zwar eine Parklücke gefunden wurde, aber von der Ist-Position des Kraftfahrzeugs aus das Kraftfahrzeug nicht in die Parklücke hinein bewegt werden kann. Des Weiteren kann dem Fahrer auf der Anzeige angezeigt werden, dass er nun eine Position erreicht hat, an welcher er den Rückwärtsgang einlegen sollte, um das Kraftfahrzeug in die Parklücke zu manövrieren.
Jedoch kann es bei einem derartigen Parkassistenzsystem Vorkommen, dass der Fahrer an einer Stelle anhält, von welcher aus nur ein Einparkvorgang in mehreren Zügen möglich ist.
Dies ist zum einen mühselig und zum anderen zeitaufwendiger als ein einzügiges Einparken, also ein Einparken in nur einem Zug.
Des Weiteren kann es Vorkommen, dass der Fahrer an einer Stelle anhält, von der aus überhaupt kein Einparken möglich ist, etwa weil aufgrund parkenderweiterer Kraftfahrzeuge oder dergleichen der Platz nicht ausreichend ist, um einen entsprechenden Lenkeinschlag lenkbarer Räder des Kraftfahrzeugs vorzunehmen. In einem solchen Fall kann dann auch keine Unterstützungsfunktion des Kraftfahrzeugs aktiviert werden, bei welcher das Kraftfahrzeug selbsttätig Lenkeinschläge der lenkbaren Räder des Kraftfahrzeugs vornimmt. Auch dies ist im Hinblick auf ein möglichst rasches Einparken nachteilig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welches ein besonders einfaches und rasches Einparken ermöglicht, und ein zur Durchführung eines solchen Verfahrens ausgebildetes Kraftfahrzeug anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen und in der nachfolgenden Beschreibung angegeben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs wird ein Fahrer des Kraftfahrzeugs bei einem Einparkvorgang durch ein Ausgeben wenigstens eines Hinweises unterstützt. Dem Fahrer wird wenigstens eine Trajektorie kommuniziert, entlang welcher das Kraftfahrzeug in einem Zug in eine Zielposition bewegbar ist. Bei dem Verfahren wird dann, wenn von einer Ist-Position des Kraftfahrzeugs aus zum Erreichen der Zielposition ein mehrzügiger Einparkvorgang vorzunehmen ist, dem Fahrer mittels einer Unterstützungseinrichtung des Kraftfahrzeugs eine von der Ist-Position verschiedene Startposition kommuniziert. Von der Startposition aus ist das Kraftfahrzeug in einem Zug in die Zielposition bewegbar.
Die Unterstützungseinrichtung sorgt also dafür, dass der Fahrer des Kraftfahrzeugs zuverlässig zu der Startposition gelangen kann, von welcher aus ein einzügiges und somit zeiteffizientes Parken möglich ist. Folglich ist durch das Verfahren ein besonders einfaches und rasches Einparken erreichbar.
Des Weiteren ermöglicht es das Verfahren, von der Startposition aus einen trainierten oder angelernten Einparkvorgang vorzunehmen, bei welchem das Kraftfahrzeug selbsttätig oder autonom eine Trajektorie abfährt, deren Parameter zuvor in einer entsprechenden Einrichtung des Kraftfahrzeugs abgespeichert wurden. Auch dies führt zu einer verbesserten Unterstützung des Fahrers bei dem Einparkvorgang.
Insbesondere kann durch das Verfahren erreicht werden, dass etwa in einer engen Gasse und/oder bei durch andere Kraftfahrzeuge versperrter Gegenfahrbahn der Fahrer gezielt zu der Startposition geleitet werden kann, von welcher aus auch bei derartigen, erschwerten Bedingungen der einzügige Einparkvorgang durchführbar ist. Dadurch ist das Verfahren in besonders vielfältigen Situationen vorteilhaft ersetzbar.
Vorzugsweise ist mit einem Erreichen der Zielposition durch das Kraftfahrzeug der Einparkvorgang abgeschlossen. Dann gestaltet sich das Führen des Kraftfahrzeugs von der Startposition in dem einen Zug hin zu der etwa einer Abstellposition des Kraftfahrzeugs in einer Parklücke entsprechenden Zielposition besonders aufwandsarm.
Vorzugsweise unterstützt die Unterstützungseinrichtung durch das Ausgeben des wenigstens einen Hinweises den Fahrer dabei, mit dem Kraftfahrzeug die Startposition zu erreichen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Fahrer besonders zuverlässig und rasch die für den einzügigen Einparkvorgang günstige Startposition erreicht.
Vorzugsweise wird zum Ermitteln der Startposition von einer Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs wenigstens eine Abmessung des Kraftfahrzeugs berücksichtigt. Beispielsweise kann eine derartige Abmessung eine Länge, eine Breite, einen Radstand des Kraftfahrzeugs oder dergleichen umfassen. Derartige Geometriedaten des Kraftfahrzeugs sind beim Ermitteln der Startposition hilfreich.
Zusätzlich oder alternativ kann von der Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs ein maximal möglicher Lenkeinschlag zumindest eines lenkbaren Rads des Kraftfahrzeugs berücksichtigt werden. Auch dies ist im Hinblick auf die zuverlässige Ermittlung einer aussichtsreichen Startposition für den einzügigen Einparkvorgang vorteilhaft.
Des Weiteren können zum Ermitteln der Startposition Parameter wie ein beim Befahren der Trajektorie vorhandener Abstand des Kraftfahrzeugs von wenigstens einem in einer Umgebung des Kraftfahrzeugs angeordneten Hindernis und/oder wenigstens eine Abmessung einer Parklücke, in welcher sich das Kraftfahrzeug mit dem Erreichen der Zielposition befindet, von der Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs berücksichtigt werden. Auch derartige Parameter sind hilfreich für die Ermittlung der Startposition.
Vorzugsweise werden dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung eine Mehrzahl von Trajektorien kommuniziert, entlang welcher das Kraftfahrzeug jeweils in einem Zug in die Zielposition bewegbar ist. Hierbei wird die jeweilige Trajektorie einer Klasse zugeordnet, und dem Fahrer wird die Klasse kommuniziert, welcher die jeweilige T rajektorie zugehörig ist. Auf diese Weise erhält der Fahrer die Information, dass zum Erreichen der Zielposition prinzipiell unterschiedliche Trajektorien genutzt werden können. Dadurch ist eine besonders große Flexibilität im Hinblick auf das einzügige Einparken gegeben. Und durch die Zuordnung der Trajektorie zu einer jeweiligen Klasse erhält der Fahrer vorzugsweise Aufschluss darüber, wie die jeweilige Trajektorie etwa hinsichtlich einer Einfachheit des Einparkvorgangs zu bewerten ist. Dies ist für den Fahrer vorteilhaft, weil der Fahrer so feststellen kann, inwiefern ihm eine prinzipiell mögliche Trajektorie auch zusagt.
Vorzugsweise wird von einer Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs beim Zuordnen der jeweiligen Trajektorie zu der Klasse eine Größe wenigstens eines beim Befahren der Trajektorie vorzunehmenden Lenkeinschlags zumindest eines lenkbaren Rads des Kraftfahrzeugs berücksichtigt.
Zusätzlich oder alternativ wird von der Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs eine Anzahl von beim Befahren der Trajektorie vorzunehmenden Lenkeinschlägen zumindest eines lenkbaren Rads des Kraftfahrzeugs berücksichtigt. Derartige Parameter korrespondieren damit, wie einfach beziehungsweise komfortabel beziehungsweise effizient die jeweilige Trajektorie im Hinblick auf das Erreichen der Zielposition ist.
Zusätzlich oder alternativ können von der Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs beim Zuordnen der jeweiligen Trajektorie zu der Klasse Parameter wie ein beim Befahren der Trajektorie vorhandener Abstand des Kraftfahrzeugs von wenigstens einem in einer Umgebung des Kraftfahrzeugs angeordneten Hindernis und/oder eine Benutzung einer Fahrbahn, welche für wenigstens einen von dem Kraftfahrzeug verschiedenen Verkehrsteilnehmer vorgesehen ist, beim Befahren der Trajektorie und/oder eine Länge der Trajektorie berücksichtigt werden.
Auch derartige Parameter eignen sich gut für die Zuordnung der jeweiligen Trajektorie zu einer der Klassen. Denn auch derartige Parameter korrelieren damit, wie einfach sich das Befahren der Trajektorie gestaltet beziehungsweise wie rasch sich die Trajektorie zurücklegen lässt. Auch dies ist im Hinblick auf einen rasch und einfach durchzuführenden Einparkvorgang vorteilhaft.
Insbesondere kann der Fahrer anhand der Klasse, welcher die jeweilige Trajektorie zugeordnet ist, gut abschätzen, wie einfach sich von der Startposition aus der Einparkvorgang durchführen lässt. Dadurch kann der Fahrer eine zu seinen individuellen Vorlieben besonders gut passende Trajektorie nutzen beziehungsweise eine andere Startposition ansteuern, wenn die an dieser Startposition beginnende Trajektorie ihm für den Einparkvorgang günstiger oder einfacher zu sein scheint.
Vorzugsweise wird dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung als der wenigstens eine Hinweis wenigstens ein Richtungspfeil auf einer Anzeige des Kraftfahrzeugs dargestellt und/oder wenigstens eine Empfehlung zum Betätigen einer Lenkhandhabe des Kraftfahrzeugs gegeben. Zusätzlich oder alternativ kann dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung auch ein akustischer Hinweis ausgegeben werden. Derartige Hinweise sind sowohl beim Befahren der Trajektorie als auch zum Erreichen der Zielposition hilfreich.
Zusätzlich oder alternativ wird dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung als der wenigstens eine Hinweis auf einer Anzeige des Kraftfahrzeugs die Startposition angezeigt. Beispielsweise kann die Startposition mittels eines Symbols wie etwa einer Zielfahne oder dergleichen auf der Anzeige markiert werden. Auf diese Weise wird dem Fahrer ein leicht
verständlicher Hinweis gegeben, wo sich die Startposition befindet, von welcher aus der Einparkvorgang in dem einen Zug und daher besonders rasch und einfach durchgeführt werden kann.
Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung als der wenigstens eine Hinweis auf einer Anzeige des Kraftfahrzeugs wenigstens ein Bereich in einer Umgebung des Kraftfahrzeugs dargestellt wird, innerhalb dessen sich die wenigstens eine Trajektorie befindet. So kann der Fahrer sehr gut nachvollziehbar darüber unterrichtet werden, von wo aus in der Umgebung des Kraftfahrzeugs bezogen auf die Ist-Position des Kraftfahrzeugs überhaupt einzügige Einparkvorgänge möglich sind. Dies ist für das anschließende Durchführen des einzügigen Einparkmanövers oder Einparkvorgangs vorteilhaft.
Insbesondere können in dem wenigstens einen Bereich die wenigstens eine Trajektorie und eine Zuordnung der wenigstens einen Trajektorie zu einer der Klassen kenntlich gemacht werden. Diesbezüglich kann etwa vorgesehen sein, dass der Bereich in Teilflächen unterteilt ist, welche einer jeweiligen Klasse entsprechen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Trajektorie als derjenigen Klasse zugehörig kenntlich gemacht, welche mit der Teilfläche korrespondiert, innerhalb welcher die jeweilige Trajektorie beginnt. Auf diese Weise ist die Zuordnung der innerhalb des Bereichs beginnenden Trajektorien zu den jeweiligen Klassen für den Fahrer besonders einfach nachvollziehbar.
Vorzugsweise unterstützt die Unterstützungseinrichtung durch das Ausgeben des wenigstens einen Hinweises den Fahrer beim Befahren der Trajektorie. Dadurch gestaltet sich der Einparkvorgang für den Fahrer sehr einfach, wenn der Fahrer den Einparkvorgang zumindest teilweise selbst durchführt, also wenn der Fahrer etwa Fahrmanöver wie ein Beschleunigen und/oder Abbremsen, ein Beibehalten einer (vorzugsweise geringen) Fahrgeschwindigkeit und/oder das Betätigen einer Lenkhandhabe des Kraftfahrzeugs oder dergleichen selber vornimmt.
Vorzugsweise wird der wenigstens eine Hinweis in ein mittels wenigstens einer Kamera des Kraftfahrzeugs aufgenommenes und dem Fahrer angezeigtes Bild eingeblendet. Durch eine derartige Nutzung der erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) kann dem Fahrer auf besonders intuitive Art und Weise der wenigstens eine Hinweis ausgegeben werden. Dies ist sowohl für eine Unterstützung des Fahrers zum Zwecke des Erreichens der Startposition als auch während des Befahrens der Trajektorie besonders hilfreich.
Zusätzlich oder alternativ kann der wenigstens eine Hinweis auf einer Anzeige eines Navigationssystems des Kraftfahrzeugs dargestellt werden. Denn etwa auf einem Bildschirm des Navigationssystems kann der Hinweis dem Fahrer sehr gut nachvollziehbar kommuniziert werden.
Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dem Fahrer den wenigstens einen Hinweis mittels eines Head-up-Displays (Head-up-Display = Kopf-oben-Anzeige) des Kraftfahrzeugs zu kommunizieren. Auch eine derartige Anzeige oder Anzeigeeinrichtung, bei welcher der Hinweis in das Sichtfeld des Fahrers eingeblendet wird, während dieser durch eine Frontscheibe des Kraftfahrzeugs blickt, ist zum Ausgeben des Hinweises an den Fahrer vorteilhaft verwendbar.
Vorzugsweise wird das Kraftfahrzeug von der Startposition aus mittels einer zum autonomen Führen des Kraftfahrzeugs ausgebildeten Steuerungseinrichtung des Kraftfahrzeugs in einem Zug in die Zielposition bewegt. Dann braucht der Fahrer nicht selber Handlungen vorzunehmen, um das Kraftfahrzeug entlang der Trajektorie in einem Zug in die Zielposition zu bewegen. Vielmehr sorgt die zum autonomen Führen des Kraftfahrzeugs ausgebildete Steuerungseinrichtung für entsprechende Lenkeinschläge zumindest eines lenkbaren Rads des Kraftfahrzeugs sowie für das Fortbewegen und Abbremsen des Kraftfahrzeugs während des Befahrens der Trajektorie und beim Erreichen der Zielposition. Dies macht das Verfahren für den Fahrer besonders aufwandsarm und komfortabel.
Vorzugsweise wird dem Fahrer von der Unterstützungseinrichtung die Startposition und/oder die wenigstens eine Trajektorie kommuniziert, wenn der Fahrer der Unterstützungseinrichtung mitteilt, dass ein Einparkvorgang vorgenommen werden soll. Beispielsweise kann der Fahrer durch Betätigen eines entsprechenden Bedienelements der Unterstützungseinrichtung mitteilen, dass er das Kraftfahrzeug in einer Parklücke abzustellen beabsichtigt. Daraufhin wird der Fahrer bereits beim Suchen der Parklücke von der Unterstützungseinrichtung unterstützt. So kann insbesondere dafür gesorgt werden, dass der Fahrer schon beim Vorbeifahren an einer Parklücke eine geeignete Halteposition als die Startposition erkennen und anfahren kann.
Daran anschließend kann der Einparkvorgang besonders gut und einfach durchgeführt werden.
Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn beispielsweise weitere Kraftfahrzeuge auf einer Gegenfahrbahn die zum Einparken zur Verfügung stehende Fläche beschränken und somit eine geeignete Startposition zum einzügigen Einparken durch den Fahrer alleine nicht leicht auffindbar ist. Folglich ist eine derartige Unterstützung des Fahrers besonders vorteilhaft.
Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug ist dazu ausgebildet, einen Fahrer des Kraftfahrzeugs bei einem Einparkvorgang durch ein Ausgeben wenigstens eines Hinweises zu unterstützen. Das Kraftfahrzeug ist weiter dazu ausgebildet, dem Fahrer wenigstens eine Trajektorie zu kommunizieren, entlang welcher das Kraftfahrzeug in einem Zug in eine Zielposition bewegbar ist. Das Kraftfahrzeug weist eine Unterstützungseinrichtung auf, welche dazu ausgebildet ist, dem Fahrer dann, wenn von einer Ist-Position des Kraftfahrzeugs aus zum Erreichen der Zielposition ein mehrzügiger Einparkvorgang vorzunehmen ist, eine von der Ist-Position verschiedene Startposition zu kommunizieren. Von der Startposition aus ist das Kraftfahrzeug in einem Zug in die Zielposition bewegbar. Folglich ist das Kraftfahrzeug zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet, sodass ein besonders einfacher und rascher Einparkvorgang mittels des Kraftfahrzeugs durchgeführt werden kann.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren beschriebenen Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen gelten auch für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug und umgekehrt.
Zu der Erfindung gehören demnach insbesondere auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs hier nicht noch einmal beschrieben.
Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:
Fig. 1 eine Situation, in welcher ein Kraftfahrzeug an Parkplätzen vorbeifährt, welche größtenteils bereits durch andere Kraftfahrzeuge belegt sind, wobei mittels geeigneter Sensoren des Kraftfahrzeugs gegebenenfalls vorhandene Parklücken vermessen werden;
Fig. 2 die Situation gemäß Fig. 1 , wobei von dem Kraftfahrzeug eine geeignete Parklücke aufgefunden wurde und von einer Auswerteeinrichtung des Kraftfahrzeugs Flächen um das Kraftfahrzeug herum bestimmt werden, von welchen aus ein einzügiges Einparkmanöver möglich ist;
Fig. 3 schematisch die Parklücke gemäß Fig. 2 sowie unterschiedlich markierte Teilflächen eines Bereichs, innerhalb dessen sich Startpositionen des Kraftfahrzeugs befinden, von welchen aus ein Einparken in einem Zug möglich ist, wobei die Teilflächen unterschiedlichen Klassen zugeordnet sind, welche mit einer Einfachheit des einzügigen Einparkvorgangs korrespondieren;
Fig. 4 die Unterstützung des Fahrers beim Einparkvorgang in einem Zug ausgehend von der in Fig. 2 gezeigten Situation;
Fig. 5 eine mögliche Variante, den Fahrer bei dem einzügigen Einparkvorgang zu unterstützen, indem das Kraftfahrzeug in ein mittels eines Kamerasystems des Kraftfahrzeugs aufgenommenes und auf einer Anzeige des Kraftfahrzeugs angezeigtes Bild oder Kamerabild eingeblendet wird;
Fig. 6 die Situation gemäß Fig. 5, wobei sich das in das Kamerabild eingeblendete Kraftfahrzeug außerhalb desjenigen Bereichs befindet, innerhalb dessen ein einzügiger Einparkvorgang möglich ist, wobei dem Fahrer durch Markieren einer Startposition innerhalb des Bereichs angezeigt wird, von wo aus er in einem Zug das Kraftfahrzeug in die Parklücke bewegen kann;
Fig. 7 die Anzeige des Kraftfahrzeugs, auf welcher das Kamerabild und das Kraftfahrzeug dargestellt sind, wobei sich das Kraftfahrzeug nun an der in Fig. 6 markierten Startposition befindet;
Fig. 8 das Darstellen eines Bereichs auf der Anzeige gemäß Fig. 5 bereits während der Parkplatzsuche beziehungsweise Parklückensuche, wobei von einer Startposition innerhalb dieses Bereichs aus ein Einparken in die Parklücke in einem Zug möglich ist;
Fig. 9 Situationen, bei welchen aufgrund einer durch weitere parkende Fahrzeuge belegten Fahrbahn einmal ein einzügiges Einparken nicht möglich ist und einmal das Einparken in einem Zug möglich ist; und
Fig. 10 schematisch das Kraftfahrzeug, welches zum Unterstützen des Fahrers bei dem einzügigen Einparkvorgang ausgebildet ist.
Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.
In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist ein Kraftfahrzeug 10 gezeigt, welches auf einer Fahrbahn 12 an parkenden Fahrzeugen 14 vorbeifährt, von welchen aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich einige mit einem Bezugszeichen versehen sind. Eine Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs 10, welches schematisch auch in Fig. 10 gezeigt ist, beim Vorbeifahren an den parkenden Fahrzeugen 14 ist in Fig. 1 durch einen Pfeil 16 veranschaulicht. Des Weiteren ist eine Gegenfahrbahn 18 dargestellt, welche von weiteren (nicht gezeigten) Fahrzeugen befahren werden kann.
Zwischen zwei der parkenden Fahrzeuge 14 befindet sich eine Parklücke 20. Beim Vorbeifahren an den Parkplätzen werden mittels geeigneter Sensoren des Kraftfahrzeugs 10 derartige Parklücken 20 vermessen.
In Fig. 1 ist eine Situation dargestellt, in welcher von dem Kraftfahrzeug 10 eine geeignete Parklücke 20 aufgefunden wurde, also eine Parklücke 20, deren Abmessungen es ermöglichen, das Kraftfahrzeug 10 dort abzustellen. Zu diesem Zweck werden von einer entsprechenden Einrichtung des Kraftfahrzeugs 10 von den Sensoren gelieferte Messwerte ausgewertet.
Eine Auswerteeinrichtung 22 des Kraftfahrzeugs 10 (vergleiche Fig. 10) bestimmt nun einen Bereich 24 (vergleiche Fig. 2) um das Kraftfahrzeug 10 herum, innerhalb dessen sich mögliche Startpositionen des Kraftfahrzeugs 10 befinden, von welchen aus ein einzügiges Einparkmanöver möglich ist. Mit anderen Worten sind innerhalb des in Fig. 2 schematisch gezeigten Bereichs 24, welcher mittels der Auswerteeinrichtung 22 des Kraftfahrzeugs 10 bestimmt wurde, eine Mehrzahl von Trajektorien vorhanden, entlang welcher das Kraftfahrzeug 10 in einem Zug in eine Zielposition bewegt werden kann. Eine beispielhafte derartige Trajektorie 26, welche sich innerhalb des Bereichs 24 befindet, ist in Fig. 4 schematisch dargestellt. Jedoch existieren innerhalb des Bereichs 24 eine Vielzahl derartiger Trajektorien 26, die einen einzügigen Einparkvorgang ermöglichen. Wenn sich das Kraftfahrzeug 10 also innerhalb des Bereichs 24 befindet, so ist kein mühseliges Hin und Her Manövrieren des
Kraftfahrzeugs 10 erforderlich, um das Kraftfahrzeug 10 in der Parklücke 20 an einer Zielposition abzustellen. Vielmehr kann von jeder Startposition innerhalb des Bereichs 24 aus die Zielposition in einem Zug erreicht werden. Bei dem Einparken in einem Zug kann ein an der Startposition einmal eingelegter Gang, also im vorliegend gezeigten Beispiel etwa ein Rückwärtsgang des Kraftfahrzeugs 10, unverändert beibehalten werden, bis die Zielposition in der Parklücke 20 erreicht ist. Demgegenüber ist bei einem Einparken in mehreren Zügen wenigstens ein Wechsel von etwa einem Rückwärtsgang in einen Vorwärtsgang oder umgekehrt erforderlich.
Die Möglichkeit des einzügigen Einparkens soll anhand von Fig. 3 erläutert werden. In Fig. 3 ist nämlich der Bereich 24 schematisch dargestellt, innerhalb dessen sich die Startpositionen befinden, von welchen aus ein einzügiger Einparkvorgang beziehungsweise ein einzügiges Einparkmanöver möglich ist. Mit anderen Worten kann das Kraftfahrzeug 10 dann in einem Zug in die Parklücke 20 bewegt werden, wenn sich das Kraftfahrzeug an irgendeiner Stelle dieses Bereichs 24 befindet.
Die Fläche beziehungsweise der Bereich 24 kann auch als Heatmap (Heatmap = Wärmekarte, Wärmebild) bezeichnet werden. Denn wie bei einem mittels einer Wärmebildkamera aufgenommenen Wärmebild sind gemäß Fig. 3 in dem Bereich 24 vorzugsweise unterschiedliche Teilflächen 28, 30, 32 voneinander unterscheidbar kenntlich gemacht. Beispielsweise können die Teilflächen 28, 30, 32 unterschiedliche Farben aufweisen, um voneinander unterscheidbar zu sein. Es sind jedoch auch andere Arten einer Darstellung der Teilflächen 28, 30, 32 möglich, um diese Teilflächen 28, 30, 32 voneinander unterscheidbar zu machen, beispielsweise die Verwendung unterschiedlicher Schraffuren und/oder die Darstellung unterschiedlich gestalteter jeweiliger Trajektorien 26, welche innerhalb einer der Teilflächen 28, 30, 32 beginnen.
Beispielsweise können durch erste, vergleichsweise dicke Pfeile innerhalb der ersten Teilfläche 28 Trajektorien kenntlich gemacht werden, entlang welcher das Kraftfahrzeug 10 besonders einfach in die Parklücke 20 manövriert werden kann. In den zweiten Teilflächen 30 vorhandene Pfeile können demgegenüber dünner ausgebildet sein oder sich auf andere Weise von den ersten Pfeilen unterscheiden, welche innerhalb der ersten Teilfläche 28 dargestellt sind. Und in den dritten Teilflächen 32 können weitere, nochmals dünnere Pfeile oder dergleichen wiederum Trajektorien kennzeichnen, entlang welcher das Kraftfahrzeug 10 bewegt werden kann, um in die Parklücke 20 zu gelangen. Die unterschiedlich Gestaltung des jeweiligen Pfeils macht so die Zugehörigkeit einer jeweiligen Trajektorie 26 zu einer bestimmten Klasse kenntlich.
Vorliegend soll jedoch aus Gründen der Veranschaulichung davon ausgegangen werden, dass die Teilflächen 28, 30, 32 des Bereichs 24 unterschiedlich gefärbt sind. Die Farbe der jeweiligen Teilfläche 28, 30, 32 entspricht hierbei der Zuordnung der Teilfläche 28, 30, 32 zu einer bestimmten Klasse.
Beispielsweise kann die in Fig. 3 gezeigte erste Teilfläche 28 grün dargestellt sein. Innerhalb der grünen Teilfläche 28 befinden sich vorzugsweise Trajektorien zum einzügigen Einparken des Kraftfahrzeugs 10, welche ein besonders komfortables, einfaches und effizientes Bewegen des Kraftfahrzeugs 10 in die Parklücke 20 zulassen.
Demgegenüber grenzen an die erste Teilfläche 28 seitlich die zweiten Teilflächen 30 an, welche beispielsweise gelb gefärbt beziehungsweise eine gelbe Farbe aufweisen können. Die gelbe Farbe der zweiten Teilflächen 30 weist darauf hin, dass bei einer Startposition des Kraftfahrzeugs 10 innerhalb der zweiten Teilflächen 30 zwar immer noch ein einzügiger Einparkvorgang möglich ist. Jedoch ist dies bereits etwas weniger komfortabel beziehungsweise einfach als dann, wenn sich die Startposition innerhalb der ersten Teilfläche 28 befindet.
An die zweiten Teilflächen 30 grenzen randlich weitere, dritte Teilflächen 32 an. Befindet sich das Kraftfahrzeug 10 auf einer dieser in Fig. 3 beispielhaft gezeigten dritten Teilflächen 32, so ist von einer entsprechenden Startposition des Kraftfahrzeugs 10 zwar ebenfalls ein einzügiger Einparkvorgang gerade eben noch möglich. Jedoch ist dies deutlich weniger komfortabel oder einfach als dies dann der Fall ist, wenn sich das Kraftfahrzeug 10 auf der ersten Teilfläche 28 befindet.
Es kann Vorkommen, dass eine Trajektorie zum einzügigen Einparken des Kraftfahrzeugs 10 beispielsweise auf einer der dritten Teilflächen 32 beginnt, dann eine der zweiten Teilflächen 30 quert und schließlich innerhalb der ersten Teilfläche 28 zu der Zielposition in der Parklücke 20 führt. In einem solchen Fall wird diese Trajektorie vorzugsweise derjenigen Klasse zugeordnet, in welcher sich die dritte Teilfläche 32 befindet. In analoger Weise wird vorzugsweise eine Trajektorie, welche auf einer der zweiten Teilflächen 30 beginnt und dann innerhalb der ersten Teilfläche 28 zu der Zielposition in der Parklücke 20 führt, derjenigen Klasse zugeordnet, in welcher sich die zweite Teilfläche 30 befindet.
Es können von der Auswerteeinrichtung 22 eine Reihe von Kriterien herangezogen werden, welche bei der Zuordnung einer jeweiligen Trajektorie 26, welche den einzügigen Einparkvorgang, also das Bewegen des Kraftfahrzeugs 10 in die Parklücke 20 in einem Zug ermöglicht, zu einer jeweiligen Klasse berücksichtigt werden.
Beispielsweise können diese Kriterien möglichst geringe Lenkausschläge oder mit anderen Worten eine Größe wenigstens eines beim Befahren der Trajektorie 26 vorzunehmenden Lenkeinschlags von lenkbaren Rädern 34 (vergleiche Fig. 10) des Kraftfahrzeugs 10 umfassen. Des Weiteren kann als ein Kriterium zur Zuordnung der jeweiligen Trajektorie 26 zu einer der Klassen von der Auswerteeinrichtung 22 (vergleiche Fig. 10) des Kraftfahrzeugs 10 berücksichtigt werden, dass möglichst große Abstände von Hindernissen vorliegen sollen, welche sich in der Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 befinden. Als weiteres Kriterium kann von der Auswerteeinrichtung 22 berücksichtigt werden, dass die Gegenfahrbahn 18 nicht oder möglichst wenig befahren wird, wenn das Kraftfahrzeug 10 in die Parklücke 20 manövriert wird. Auch eine Anzahl von beim Befahren der Trajektorie 26 vorzunehmenden Lenkeinschlägen kann berücksichtigt werden, wenn die jeweilige Trajektorie 26 (vergleiche Fig. 4) von der Auswerteeinrichtung 22 einer der jeweiligen Klassen zugeordnet wird.
In dem anhand von Fig. 3 veranschaulichten Beispiel gilt für sämtliche (in Fig. 3 nicht gesondert dargestellten) Trajektorien 26, welche sich innerhalb der erste Teilfläche 28 befinden, dass diese Trajektorien im Hinblick auf den Komfort und die Einfachheit des Einparkvorgangs besonders günstig beziehungsweise optimal sind. Diese Trajektorien 26 sind somit der ersten oder besten Klasse zugeordnet. Befindet sich das Kraftfahrzeug auf einer der in Fig. 3 gelb dargestellten zweiten Teilflächen 30, so ist die Trajektorie 26 zwar nicht optimal, aber unter Berücksichtigung der vorstehend beispielhaft genannten Kriterien im Mittelfeld beziehungsweise einer mittleren oder zweiten Klasse zugeordnet.
Befindet sich das Kraftfahrzeug 10 demgegenüber auf einer der in Fig. 3 rot dargestellten dritten Teilflächen 32, so ist zwar noch ein einzügiger Einparkvorgang möglich, aber die Bewertung der Kriterien ist grenzwertig. Die entsprechenden Trajektorien sind somit einer dritten Klasse zugeordnet. Beispielsweise können hierbei vergleichsweise große Lenkausschläge erforderlich sein, und es müssen viele Lenkbewegungen vorgenommen werden oder es liegen vergleichsweise geringe Abstände zu Hindernissen in der Umgebung des Kraftfahrzeugs vor, beziehungsweise kann es zu einem deutlichen und lang anhaltenden Überfahren der Gegenfahrbahn 18 beim einzügigen Einparkvorgang kommen.
Außerhalb des Bereichs 24 befinden sich weitere Flächen 36, welche in Fig. 3 farblos, beispielsweise weiß, dargestellt sind. Befindet sich das Kraftfahrzeug 10 auf einer dieser Flächen 36, so ist kein einzügiger Einparkvorgang mehr möglich.
Eine in Fig. 10 stark schematisiert dargestellte Unterstützungseinrichtung 38 des Kraftfahrzeugs 10 unterstützt den Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 beim Einparkvorgang. Die Unterstützung kann durch Ausgeben von Hinweisen über eine Benutzerschnittstelle des Kraftfahrzeugs 10 erfolgen, beispielsweise durch Darstellen von Hinweisen auf einem in Fig. 5 gezeigten Bildschirm 40 des Kraftfahrzeugs 10 oder einer derartigen Anzeige.
So können auf dem Bildschirm 40 etwa Richtungspfeile dargestellt werden, oder es können auf dem Bildschirm 40 oder einer derartigen Anzeige Lenkempfehlungen ausgegeben werden. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, geeignete Flächen oder Bereiche auf dem Bildschirm 40 darzustellen, welche beim einzügigen Einparken mit dem Kraftfahrzeug 10 überfahren werden. Wie in Fig. 5 beispielhaft gezeigt, kann auf dem Bildschirm 40 insbesondere direkt die Heatmap beziehungsweise der Bereich 24 dargestellt werden, innerhalb dessen sich die Startpositionen befinden, von welchen aus das einzügige Einparken möglich ist. In dem auf dem Bildschirm 40 dargestellten Bereich 24 können dementsprechend beispielsweise die in Fig. 3 schematisch gezeigten Teilflächen 28, 30, 32 kenntlich gemacht werden.
Des Weiteren ist es möglich, eine Darstellungsform zu nutzen, bei welcher eine erweiterte Realität (Augmented Reality, AR) zum Einsatz kommt. So kann auf dem Bildschirm 40 ein Bild beziehungsweise Kamerabild oder Videobild dargestellt werden, welches mittels wenigstens einer Kamera 42 (vergleiche Fig. 10) des Kraftfahrzeugs 10 aufgenommen werden kann. In dieses Videobild kann das Kraftfahrzeug 10 durch Überlagerung eingeblendet werden, wie dies in Fig. 5 veranschaulicht ist. So sieht der auf den Bildschirm 40 blickende Fahrer nicht nur ein Bild oder Videobild der realen Umgebung, sondern in der realen Umgebung auch die Darstellung des eigenen Kraftfahrzeugs 10 sowie die Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 und den in diese Umgebung eingeblendeten Bereich 24.
In Fig. 5 ist dementsprechend eine 360-Grad-Ansicht des Kraftfahrzeugs 10 gezeigt, also die Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 in sämtlichen Richtungen um das Kraftfahrzeug 10 herum, wobei in diese Ansicht eine Darstellung des Kraftfahrzeugs 10 eingeblendet ist. Diese augmentierte Ansicht des 360-Grad-Kamerasystems, welcher das Kraftfahrzeug 10 überlagert ist, ist zum Unterstützen des Fahrers beim Einparkvorgang besonders hilfreich.
Es ist jedoch auch möglich, dass das Kraftfahrzeug 10 als eine der Kameras 42 eine Rückfahrkamera aufweist (vergleiche Fig. 10) und in ein von dieser Rückfahrkamera aufgenommenes Bild der Bereich 24 eingeblendet wird oder entsprechende Hinweise eingeblendet werden. Insbesondere in einem solchen Fall ist es auch nicht erforderlich, zusätzlich das Kraftfahrzeug 10 selber in das Kamerabild oder Videobild einzublenden.
Des Weiteren ist es möglich, ein Head-up-Display 44, also eine Kopf-oben-Anzeige, des Kraftfahrzeugs 10 zu nutzen (vergleiche Fig. 10), um dem Fahrer beim Einparkvorgang unterstützende Hinweise auszugeben. Mittels des Head-up-Displays 44 kann in ein Sichtfeld des durch eine Frontscheibe des Kraftfahrzeugs 10 blickenden Fahrers wenigstens ein Hinweis eingeblendet werden, welcher den Fahrer beim Einparkvorgang visuell unterstützt.
Es ist auch möglich, auf dem Bildschirm 40 oder einer derartigen Anzeige des Kraftfahrzeugs 10 das Kraftfahrzeug 10 in einer Vogelperspektive darzustellen und zusätzlich die Umgebung um das Kraftfahrzeug 10 herum. Auch in eine derartige Darstellung kann sehr gut und übersichtlich die Fläche beziehungsweise der Bereich 24 mit den Teilflächen 28, 30, 32 eingeblendet werden. Zusätzlich oder alternativ zu derartigen visuellen Unterstützungen kann der Fahrer auch durch akustische Anweisungen bei dem einzügigen Einparkvorgang von der Unterstützungseinrichtung 38 des Kraftfahrzeugs 10 unterstützt werden.
Dem Fahrer wird durch das Ausgeben des wenigstens einen Hinweises beispielsweise mitgeteilt, auf welcher T rajektorie 26 beziehungsweise innerhalb welcher der T eilflächen 28, 30, 32 er das Kraftfahrzeug 10 zu bewegen hat, um das Kraftfahrzeug 10 in einem Zug einzuparken.
In Fig. 6 ist eine Situation dargestellt, bei welcher sich das Kraftfahrzeug 10 außerhalb des Bereichs 24 befindet, also auf einer der Flächen 36 gemäß Fig. 3. Auch dies ist vorliegend auf dem Bildschirm 40 des Kraftfahrzeugs 10 visualisiert, welcher beispielsweise in einer Instrumententafel 46 des Kraftfahrzeugs 10 angeordnet sein kann. In diesem Fall kann die Unterstützungseinrichtung 38 dem Fahrer Hinweise beziehungsweise eine Fahranweisung kommunizieren, wie er einfach und möglichst schnell zurück auf eine geeignete Fläche innerhalb des Bereichs 24 gelangen kann, also auf eine der Teilflächen 28, 30, 32. Denn von diesen Teilflächen 28, 30, 32 aus ist das einzügige Einparken möglich.
Beispielsweise kann innerhalb des Bereichs 24 eine Fahne 48 oder dergleichen Symbol dargestellt werden, durch welche dem Fahrer eine für das einzügige Einparken geeignete
Startposition veranschaulicht wird. Auch die Fahne 48, welche bei der anhand von Fig. 6 beispielhaft veranschaulichten Variante der Unterstützungseinrichtung 38 die Startposition markiert, ist in der in Fig. 6 gezeigten Situation in dem Videobild dargestellt, welches auf dem Bildschirm 40 zu sehen ist. In diesem Videobild sind außerdem zumindest ein Ausschnitt der Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 und zusätzlich das Kraftfahrzeug 10 dargestellt.
In Fig. 7 ist die Situation dargestellt, in welcher der Fahrer das Kraftfahrzeug 10 in die Startposition bewegt hat, also an die Stelle innerhalb des Bereichs 24, an welcher sich die Fahne 48 oder ein derartiges Symbol befindet. Dementsprechend befindet sich das Kraftfahrzeug 10 nun an der Position der Fahne 48. Auch diese Situation wird dem Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 vorzugsweise auf dem Bildschirm 40 angezeigt, indem in die auf dem Bildschirm 40 zu sehende Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 sowohl das Kraftfahrzeug 10 als auch die Fahne 48 eingeblendet werden, welche in der Darstellung mit dem Kraftfahrzeug 10 überlappen oder sich auf einem Dach des Kraftfahrzeugs 10 befinden kann.
Die Fahne 48 kann insbesondere in einer anderen Farbe dargestellt werden, wenn das Kraftfahrzeug 10 diese Startposition gemäß Fig. 7 erreicht hat, also sich innerhalb des Bereichs 24 befindet, von welchem aus das einzügige Einparken möglich ist. Auf diese Weise kann dem Fahrer besonders gut veranschaulicht werden, dass sich das Kraftfahrzeug 10 nun an der geeigneten Startposition befindet, von welcher aus das Kraftfahrzeug 10 in einem Zug in die Parklücke 20 bewegt werden kann.
Ein weiterer vorteilhafter Anwendungsfall soll mit Bezug auf Fig. 8 veranschaulicht werden. Beispielsweise kann die Unterstützungseinrichtung 38 den Fahrer bereits unterstützen, während er bei der Vorwärtsfahrt, also bei der Bewegung entlang des in Fig. 1 gezeigten Pfeils 16, auf der Suche nach einer Parklücke 20 ist. So kann bereits während dieser Vorwärtsfahrt eine geeignete Heatmap beziehungsweise der geeignete Bereich 24 insbesondere auf dem Bildschirm 40 dargestellt werden, von dem aus ein einzügiger Einparkvorgang in die Parklücke 20 ermöglicht ist. Auf diese Weise kann der Fahrer schon beim ersten Anhalten nach dem Vorbeifahren an der Parklücke 20 eine optimale Halteposition erkennen und diese Halteposition als Startposition anfahren. Denn immer dann, wenn sich das Kraftfahrzeug 10 innerhalb des Bereichs 24 befindet, befindet sich das Kraftfahrzeug 10 zugleich an einer geeigneten Startposition, von welcher aus das Kraftfahrzeug 10 in einem Zug in die Zielposition, also in die Parklücke 20 hinein, bewegt werden kann. Somit kann der darauffolgende Einparkvorgang bestmöglich durchgeführt werden.
Ein weiterer, mit Bezug auf Fig. 9 zu erläuternder Anwendungsfall ist beispielsweise dann gegeben, wenn sich weitere Fahrzeuge 50 auf der Gegenfahrbahn 18 (vergleiche Fig. 1) befinden. Derartige Fahrzeuge 50 können nämlich das Manövrieren mit dem Kraftfahrzeug 10 erschweren. Beispielsweise ist in Fig. 9 das Kraftfahrzeug 10 in einer ersten Position 52 gezeigt, von welcher aus kein einzügiger Einparkvorgang möglich ist. Denn aufgrund des Einschlagens der lenkbaren Räder 34 des Kraftfahrzeugs 10 würde es beim anschließenden Rückwärtsfahren des Kraftfahrzeugs 10 zu einer Kollision mit wenigstens einem der Fahrzeuge 50 kommen, welche sich auf der Gegenfahrbahn 18 befinden.
Des Weiteren ist in Fig. 9 eine weitere Position 54 des Kraftfahrzeugs 10 dargestellt, von welcher aus ein einzügiges Einparken in die Parklücke 20 problemlos möglich ist. Wenn sich das Kraftfahrzeug 10 somit an der Position 54 befindet, so handelt es sich bei dieser Position 54 um eine gute Startposition, insbesondere um eine optimale Startposition, welche sich vorzugsweise innerhalb der ersten Teilfläche 28 in dem Bereich 24 befindet, der in Fig. 3 dargestellt ist.
Es kann vorgesehen sein, dass beim Einparken der Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 eine Lenkhandhabe wie etwa ein Lenkrad 56 (vergleiche Fig. 10) des Kraftfahrzeugs 10 selbst betätigt und/oder ein Anfahren, Beschleunigen und Abbremsen des Kraftfahrzeugs 10 selbsttätig vornimmt, jedoch hierbei durch Hinweise unterstützt wird, welche von der Unterstützungseinrichtung 38 ausgegeben werden.
Es ist jedoch auch möglich, dass das Kraftfahrzeug 10 eine Steuerungseinrichtung 58 aufweist (vergleiche Fig. 10), welche zum autonomen Führen des Kraftfahrzeugs 10 ausgebildet ist. So kann die Steuerungseinrichtung 58 dafür sorgen, dass das Kraftfahrzeug 10 autonom von der sich innerhalb des Bereichs 24 befindenden Startposition in die Zielposition und somit in die Parklücke 20 bewegt wird, nachdem der Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 das Kraftfahrzeug 10 an die beispielsweise durch die Fahne 48 markierte Startposition gebracht beziehungsweise gefahren hat.
Der Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 kann also durch Hinweise beziehungsweise Anweisungen, welche von der Unterstützungseinrichtung 38 ausgegeben werden, dabei unterstützt werden, an diejenige Startposition zu gelangen, von welcher aus das Kraftfahrzeug 10 selbsttätig den einzügigen Einparkvorgang vornehmen kann. Bei einem solchen trainierten Parkvorgang kann insbesondere durch die wenigstens eine Kamera 42 des Kraftfahrzeugs 10 die Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 erfasst werden, um das Kraftfahrzeug 10 auf einer angelernten Trajektorie in
die Parkposition zu manövrieren. Der Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 kann also auch lediglich dabei unterstützt werden, diejenige Startposition zu erreichen, von welcher aus dann die Steuerungseinrichtung 58 das Kraftfahrzeug 10 in die Parklücke hinein manövriert, ohne dass hierfür der Fahrer des Kraftfahrzeugs 10 tätig zu werden braucht.
Die in Fig. 9 schematisch dargestellten Fahrzeuge 50 auf der Gegenfahrbahn 18 sowie die Fahrzeuge 14, welche an die Parklücke 20 angrenzen, sind beispielhaft für Hindernisse gezeigt, welche sich in der Umgebung des Kraftfahrzeugs 10 befinden können.
Des Weiteren ist aus Fig. 1 und Fig. 9 ersichtlich, dass das Verfahren zum Unterstützen des Fahrers sowohl beim Einparken des Kraftfahrzeugs 10 in eine quer zur Fahrtrichtung ausgerichtete Parklücke 20 als auch in eine parallel zur Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs 10 ausgerichtete Parklücke 20 zum Einsatz kommen kann. Denn in Fig. 1 ist die Parklücke 20 beispielhaft als Querparklücke gezeigt, und in Fig. 9 ist die Parklücke 20 beispielhaft als Längsparklücke gezeigt.
Insgesamt zeigen die Beispiele, wie durch das Kraftfahrzeug 10 ein System zum einzügigen Einparken mit einer AR- Unterstützung für eine optimale Startposition und eine Trajektorie 26 zum einzügigen Einparken realisiert werden kann.
Bezugszeichenliste Kraftfahrzeug Fahrbahn Fahrzeug Pfeil Gegenfahrbahn Parklücke Auswerteeinrichtung Bereich T rajektorie Teilfläche Teilfläche Teilfläche Rad Fläche Unterstützungseinrichtung Bildschirm Kamera Head-up-Display Instrumententafel Fahne Fahrzeug Position Position Lenkrad Steuerungseinrichtung