Extraktion von Extraktionsinformation aus einer Abtastinformation einer Oberfläche zur Verwendung mit einer Datenbank
Beschreibung
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen und Verfahren zur Positionsbestimmung einer Erfassungseinheit, basierend auf einem Abgleich von Extraktionsinformationen mit einer Datenbank. Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine bildbasierte Lokalisierung auf Böden mit Sprenkelung. Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf Verfahren zur Hinterlegung von Extraktionsinformation in einer Datenbank.
Die Lokalisierung im freien Raum stellt einen wichtigen Grundbaustein für den Betrieb von mobilen Robotern dar. Für den effizienten und sicheren Betrieb von mobilen Robotern, beispielsweise in Sortieranlagen, sollten die Roboter in der Lage sein, die eigene Position zuverlässig festzustellen. Eine mögliche Herausforderung besteht dabei in einer sich verändernden Umgebung, wenn sich beispielsweise Positionen von Regalen oder anderen Hindernissen verändern. Darüber hinaus besteht ein Interesse daran, Roboter mit immer größeren Geschwindigkeiten zu betreiben, beispielsweise um Sortiervorgänge schneller abzuschließen. Solche Rahmenbedingungen stellen hohe Anforderungen an entsprechende Roboter und zugehörige Lokalisationsverfahren.
Stand der Technik
Bisherige Ansätze zur Lokalisierung von Robotern sind sehr unterschiedlich. Es gibt sogar einige Fälle, in denen das Problem der Lokalisierung durch intelligente Spurführung ("Line-Following") umgangen wird. Es kann unterschieden werden zwischen externer und interner Lokalisierung. Bei einer externen Lokalisierung kann ein System, welches sich außerhalb vom Roboter befindet, genutzt werden, wohingegen sich bei einer internen Lokalisierung die Sensorik auf dem Roboter selbst befinden kann.
Eine Möglichkeit zu Klassifikation von bestehenden internen Lokalisierungsverfahren kann anhand der genutzten Sensorik und ihrer Auswertung erfolgen. Bekannte Verfahren umfassen:
Funkbasierte Lokalisierungsverfahren: Hier wird auf unterschiedliche Arten und Weisen das Signal eines oder mehrerer Referenz-Sender genutzt, um eine relative Lokalisierung zu dem/den Referenz-Sender(n) herzustellen. Sofern die absolute Position der Sender bekannt ist, können diese Verfahren auch zur absolut- Positionierung verwendet werden. Funkbasierte Lösungen funktionieren Indoor wie Outdoor und unterscheiden sich unter anderem in der Verwendung des Modulationsverfahrens, Bandbreite, Frequenz, Anzahl der verwendeten Antennen (Stichwort: Ml MO), etc. Einer der bekanntesten Vertreter von funkbasierten Lokalisierungsverfahren ist vermutlich GPS, welches allerdings bevorzugt, oder beispielsweise nur Outdoor eingesetzt werden kann.
Lokalisierungsverfahren basierend auf Abstandsmessungen: Hiermit sind alle Verfahren gemeint, welche auf unterschiedliche Sensorik setzen, mit der sich Abstände messen lassen. Hierzu zählen u.a. Laser-Distanz-Sensoren, Ultraschall-Sensoren, Time-Of-Flight- Sensoren, Stereo- oder Tiefenkameras. Die Sensoren werden üblicherweise so eingesetzt, dass nicht bloß Abstandsinformationen zu einem einzelnen Messpunkt existieren, sondern für eine Vielzahl von (meist zusammenhängenden) Punkten. Hierfür kann oder beispielsweise muss je nach Art des Sensors mehr als eine Messung getätigt werden (Beispiel: Laser-Scanner mit Rotierendem Spiegel), oder mehr als ein Sensor zum Einsatz kommen (Beispiel: Ultraschall-Sensor-Array). Die Messpunkte können als eine Art Höhenprofil verstanden werden, welches mit einer Art Karte verglichen wird, aus welcher sich die Information rekonstruieren lässt, an welchen Positionen im Raum dieses Höhenprofil aufgenommen werden kann. Dabei kommen bspw. oftmals sog. SLAM ("Simultaneous Localization and Mapping" - dt: „Simultane Positionsbestimmung und Kartenerstellung“) Algorithmen zum Einsatz, welche den Prozess des Aufnehmens einer Karte ("Mapping" - dt.: „Kartierung“) und der Lokalisierung zusammenführen, wodurch sie ermöglichen, dass ein Agent sich in einer für ihn unbekannten Umgebung zurechtfinden kann.
Kamera- bzw. markerbasierte Lokalisierungsverfahren: Ähnlich wie bei den anderen beiden Varianten können hier die Position relativ zu bekannten Mustern in der Umgebung bestimmt werden, jedoch auf Basis von RGB-Kamera-Bildern und nicht auf Basis eines Höhenprofils oder Tiefenbildes. Dabei gibt es zum einen Verfahren, welche allein aus den Bildern der (unveränderten) Umgebung versuchen, Merkmale zu extrahieren und aus diesen eine Karte zu bauen (Beispiel: ORB-SLAM), zum anderen existiert eine Vielzahl von Verfahren, welche durch künstlich in die Umgebung eingefügte Marker arbeiten. Ähnlich wie bei den funkbasierten Lokalisierungsverfahren ist dem System selbst die Position der
Marker im Raum bekannt und die eigene Lokalisierung geschieht relativ zu den beobachteten Markern. Dies kann bspw. über Triangulation (Verrechnen der Positionen mehrerer Marker im Bild zueinander), über zusätzliche Tiefeninformation (bspw. über Stereo-Vision oder dem zusätzlichen Einsatz von TOF-Kameras (Time-of-Flight-Kameras, dt.: Flugzeit- Kamera)), oder über die Veränderung der Marker- Position im Bild über die Zeit geschehen. Marker, bspw. in Form von QR-Codes können dabei bspw. auf dem Boden aufgebracht sein.
Bei weiteren Verfahren kommen Bodenkameras zum Einsatz, unter Verwendung einer Kombination von optischem Fluss und Feature-basierter Erkennung.
Ferner können auch Kombinationen aus den oben beschriebenen Verfahren gebildet werden. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass Verfahren, Teile von Verfahren oder einzelne Merkmale aus dem Stand der Technik auch in Kombination mit den im Folgenden erläuterten, erfindungsgemäßen Konzept verwendet werden können.
Die Erfinder haben erkannt, dass bisherige Lösungen zur Lokalisierung von mobilen Robotern einige Nachteile aufweisen. So können Konzepte welche eine Spurführung nutzen, um das Problem der Lokalisierung zu umgehen nur schwer auf eine sich ändernde Umgebung reagieren. Funkbasierte Verfahren sind auf eine ausreichende Signalstärke angewiesen, sodass beispielsweise bei großen Industrieanlagen abschirmende Eigenschaften, beispielsweise von großen Metallflächen von Regalen oder Maschinen berücksichtigt werden müssen. Ferner kann eine solche Lokalisierung eine große Abhängigkeit von dem Referenzsender aufweisen, bei dessen Ausfall das gesamte System zum Erliegen kommen kann. Systeme basierend auf Abstandsmessung mit Mapping-Algorithmen können einen hohen Bedarf an Rechenleistung aufweisen, um die Karte aufzunehmen oder diese zu aktualisieren. Marker-basierte Verfahren sind wiederum auf im Vorhinein aufgebrachte Marker angewiesen, welche sich insbesondere im laufenden Betrieb abnutzen können, was zu Fehlern führen kann.
Daher besteht ein Bedarf nach einem verbesserten Lokalisierungskonzept.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin eine Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglicht einen verbesserten Kompromiss zwischen einer Geschwindigkeit der Lokalisierung, einem Rechenaufwand und einer Zuverlässigkeit der Lokalisierung zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Zusammenfassung der Erfindung
Die Erfinder haben erkannt, dass inhärente Merkmale einer Oberfläche, insbesondere von Böden auf denen die Fahrzeuge bewegt werden, eine hinreichend große Merkmalsfülle in zufälliger Verteilung aufweisen können, was für eine Lokalisierung genutzt werden kann. Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung beruhen auf dem Kerngedanken Extraktionsinformationen für solche inhärente Merkmale der Umgebung, in der beispielsweise navigiert werden soll, zu extrahieren und mit einer Datenbank abzugleichen, in welcher wiederum Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Umgebung hinterlegt sind, um durch den Abgleich eine Lokalisierung durchzuführen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst eine Vorrichtung eine Verarbeitungseinheit die ausgebildet ist, um eine, von einer Erfassungseinheit bereitgestellte, Abtastinformation von einer Abtastung einer Oberfläche zu erhalten, wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist. Ferner ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um eine Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation zu extrahieren und basierend auf der Extraktionsinformation einen Abgleich mit einer Datenbank auszuführen, wobei in der Datenbank Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche hinterlegt sind. Darüber hinaus die ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um basierend auf dem Abgleich die Position der Erfassungseinheit zu bestimmen.
Bei der Erfassungseinheit kann es sich beispielsweise um eine optische Erfassungseinheit handeln, zum Beispiel eine Kamera. Bei den inhärenten Merkmalen der Oberfläche kann es sich z. B. insbesondere um Merkmale handeln, welche eine stochastisch verteilte Eigenschaft der Oberfläche beschreiben, die also beispielsweise nicht bewusst oder organisiert oder vorherbestimmt in die Oberfläche eingebracht wurden. Ein inhärentes Merkmal kann dabei beispielsweise ein optisch erkennbares, unterscheidbares und über die Oberfläche hinweg variierendes, bevorzugt über lokal begrenzte veränderliche Einzelmerkmale der Oberfläche unterscheidbares Merkmal, etwa dem Material, das die Oberfläche aufweist oder als Träger dafür dient, umfassen. Bspw. handelt es sich dabei um eine Farbsprenkelung oder einen sonstigen Kontrastunterschied oder ein Höhenprofil einer Oberfläche. Die Ausbildung solcher Eigenschaften kann zufallsbedingt beim Herstel-
lungsprozess entstehen, im Gegensatz zur Verwendung von Markern, wie bspw. Messmarken oder QR-Codes, welche im Hinblick auf die vorliegende Erfindung nicht als inhärente Merkmale angesehen werden, da sie gezielt aufgebracht werden. Dadurch ermöglicht ein erfindungsgemäßes Konzept eine beispielsweise einfache Verwendung von vorherrschenden Eigenschaften der Umgebung, ohne kodierte Information einbringen zu müssen. Darüber hinaus ist durch die Bestimmung der Position mittels eines Abgleichs mit einer Datenbank die Bestimmung einer absoluten Position, bspw. bezüglich der Lage im Raum, möglich ohne zusätzlichen Abgleich mit einer Referenzposition oder bekannter eigener Starti nformation, wie beispielsweise bei integrierenden Verfahren, die Geschwindigkeiten oder Beschleunigungen messen. Dabei sei aber darauf hingewiesen, dass erfindungsgemäße Konzepte auch um derartige weitere Lokalisierungsverfahren oder Teilverfahren erweiterbar sind.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst ein System eine oder mehrere der zuvor und auch im Folgenden erläuterten Vorrichtung, die Oberfläche, welche das inhärente Merkmal aufweist, wobei die Vorrichtung bezüglich der Oberfläche beweglich angeordnet ist und ausgebildet ist, um eine Position der Erfassungseinheit bezüglich der Oberfläche zu bestimmen und die Datenbank.
Dabei kann die Vorrichtung insbesondere die Erfassungseinheit aufweisen, sodass die Vorrichtung, beispielsweise ausgebildet als mobiler Roboter, durch die Bestimmung der Position der Erfassungseinheit die eigene Position bestimmen kann. Das erfindungsgemäße Gesamtsystem kann beispielsweise als Teil einer Sortieranlage Anwendung finden, wobei die Oberfläche beispielsweise die Bodenoberfläche ist auf der sich mobile Roboter fortbewegen. Durch die offenbarungsgemäße schnelle und robuste Lokalisierung ist eine höhere Effizienz eines solchen Gesamtsystems, als beispielsweise bei bisherigen Lösungen, möglich.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Bestimmung einer Position einer Erfassungseinheit ein Erhalten einer Abtastinformation von der Erfassungseinheit, wobei die Abtastinformation eine Abtastung einer Oberfläche ist und wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist. Ferner umfasst das Verfahren ein Extrahieren einer Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation, ein Ausführen eines Abgleichs, basierend auf der Extraktionsinformation, mit einer Datenbank, wobei in der Datenbank Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Ober-
fläche hinterlegt sind und ein Bestimmen der Position der Erfassungseinheit, basierend auf dem Abgleich. Ein solches Verfahren ermöglicht eine schnelle und robuste Lokalisierung der Erfassungseinheit und bspw. insbesondere eine Lokalisierung ohne a priori Information über die eigenen Position.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Hinterlegung von Extraktionsinformation in einer Datenbank zur Verwendung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Erhalten einer Abtastinformation, wobei die Abtastinformation eine Abtastung einer Oberfläche ist und wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist. Ferner umfasst das Verfahren ein Extrahieren einer Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation und ein Hinterlegen der Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal der Oberfläche in der Datenbank.
Durch eine Hinterlegung der Extraktionsinformation in der Datenbank kann eine erfindungsgemäße Lokalisierung der Erfassungseinheit ermöglicht werden. Aufgrund der analogen Verarbeitung der Information, bspw. im Hinblick auf die Extraktion, eine optionale Verwendung von Schwellwerten für den Informationsgehalt, eine optionale Bestimmung von Deskriptoren sowie der Auswertung der Extraktionsinformation kann beispielsweise im Falle des Einsatzes von mobilen Robotern durch einen oder mehrere Roboter, deren Positionen bspw. durch zusätzliche Systeme genau bekannt sind, eine Kartierung der Umgebung, also beispielsweise der Oberfläche des Bodens, durchgeführt werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst ein Computerprogramm einen Programmcode zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, wenn das Programm auf einem Computer abläuft.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung die Erfassungseinheit, die ausgelegt ist, um die Abtastinformation bereitzustellen.
Die Integration der Erfassungseinheit in die Vorrichtung, welche beispielsweise als mobiler Roboter ausgebildet ist, ermöglicht eine Lokalisierung der Vorrichtung. Ferner kann eine definierte Anordnung der Erfassungseinheit auf der Vorrichtung zur Manipulation, beispielsweise Verbesserung der Abtastinformation verwendet werden, z. B. zur optischen Entzerrung der Abtastinformation bei bekannter Lage der Vorrichtung bezüglich der Oberfläche.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um basierend auf dem Abgleich mit der Datenbank die Lage der Erfassungseinheit im Raum bezüglich des inhärenten Merkmals der Oberfläche zu bestimmen.
Durch die Bestimmung der Lage, also beispielsweise der Ausrichtung, der Erfassungseinheit und damit zum Beispiel auch der Vorrichtung, kann eine übergeordnete Trajektorien- planung, beispielsweise mit Kollisionsvermeidung und Berechnung von möglichen Geschwindigkeiten ermöglicht werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um die Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal unter Berücksichtigung von optischen Eigenschaften der Erfassungseinheit aus der Abtastinformation zu extrahieren.
Die Berücksichtigung von optischen Eigenschaften der Erfassungseinheit, beispielsweise der Kamera kann zu einer Verbesserung der Qualität der Extraktionsinformation beitragen. Optische Eigenschaften können beispielsweise Brennweiten, Öffnungswinkel oder weitere Parameter, z. B. der verwendeten Linse umfassen. Ferner kann auch die Position und Ausrichtung der Erfassungseinheit bezüglich der Vorrichtung, für den Fall, dass die Vorrichtung die Erfassungseinheit aufweist, mitberücksichtigt werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um basierend auf einer Grobinformation über die Position der Erfassungseinheit im Raum, zum Zeitpunkt der Erfassung der Abtastinformation, einen ausgewählten Teil von Extraktionsinformationen der Datenbank auszuwählen und den ausgewählten Teil für den Abgleich zu verwenden.
Bei der Grobinformation kann es sich beispielsweise um die zuletzt bestimmte Position der Erfassungseinheit bzw. der Vorrichtung handeln. Durch eine solche bekannt Information, welche beispielsweise eine a priori Information für den aktuellen Verarbeitungsschritt bildet, kann ein Bereich der Datenbank ausgewählt werden, welcher für ein Abgleich infrage kommt, in anderen Worten, welcher Extraktionsinformationen von inhärenten Merkmalen beinhaltet, die bezüglich letzten Position der Erfassungseinheit von der Erfassungseinheit in diesem Verarbeitungsschritt erreicht werden können. Dadurch kann der
Rechenaufwand verringert werden und/oder eine Genauigkeit der Positionsinformation verbessert werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet ist, um aus der Abtastinformation einen Deskriptor als Teil der Extraktionsinformation zu bestimmen, der auf dem inhärenten Merkmal der Oberfläche basiert und um basierend auf dem Deskriptor einen Abgleich mit der Datenbank auszuführen, wobei in der Datenbank Deskriptoren für die Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche hinterlegt sind.
Bei den Deskriptoren kann es sich um eine mathematische Beschreibung eines inhärenten Merkmals oder eines Teils eines inhärenten Merkmals bspw. eines Teilmerkmals handeln. Für den Fall von Farbsprenkeln auf einer Bodenoberfläche können beispielsweise Deskriptoren berechnet werden, welche die Form der Farbsprenkel beschreiben. Dafür können beispielsweise Hu-Momente verwendet werden. Deskriptoren ermöglichen eine Klassifikation des inhärenten Merkmals, und ermöglichen somit einen besseren Abgleich mit der Datenbank, da der Deskriptor beispielsweise eine genauere Beschreibung des inhärenten Merkmals und damit z. B. eine sicherere Zuordnung zu hinterlegten Merkmalen ermöglicht. Ferner kann bspw. durch einen rotationsvarianten Deskriptor eine Lage des inhärenten Merkmals in Bezug auf die Erfassungseinheit bestimmt werden und damit die Lage der Erfassungseinheit selbst.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um einen rotationsinvarianten Deskriptor als Teil der Extraktionsinformation zu bestimmen, der auf dem inhärenten Merkmal der Oberfläche basiert.
Rotationsinvariante Deskriptoren können mit geringem Rechenaufwand, beispielsweise als Nebenprodukt einer Bildsegmentierung, bspw. im Zuge der Extraktion von Extraktionsinformation, bestimmt werden. Damit kann wiederum eine Klassifikation oder Beschreibung des inhärenten Merkmals ermöglicht werden, welche die Positionsbestimmung durch einen genaueren Abgleich mit der Datenbank verbessern kann.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet ist, um Deskriptoren zu bestimmen, welche Hu-Momente und/oder ORB- Features aufweisen.
Hu-Momente und/oder ORB-Features (ORB = Oriented Fast and Rotated BRIEF, Fachbegriff) bilden Beispiele für Deskriptoren, die mit geringem Rechenaufwand bestimmt werden können, sodass sie für den Einsatz in mobilen Roboter geeignet sind.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das inhärente Merkmal der Oberfläche ein stochastisch verteiltes Merkmal mit stochastischen Eigenschaften.
Bei dem stochastisch verteilten Merkmal kann es sich beispielsweise um ein Muster eines Bodens, auf dem sich mobile Roboter fortbewegen, mit verschiedenen Größen, Formen, Farben oder Strukturen handeln. Ferner kann es sich auch um das Höhenprofil der Oberfläche des Bodens handeln. Durch die Möglichkeit die Lokalisierung anhand solcher Merkmale durchzuführen, kann ein erfindungsgemäßes Konzept in einer Vielzahl von Umgebungen bzw. Applikationen eingesetzt werden, ohne besondere Vorbereitung wie beispielsweise das Aufbauen von Funkbarken oder das Anbringen von kodierter Information, zum Beispiel in Form von QR-Codes.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Information eine Beschreibung einer zufälligen Geometrie des stochastisch verteilten Merkmals angibt.
Durch die Erfassung einer zufälligen Geometrie des stochastisch verteilten Merkmals durch die Erfassungseinheit, kann beispielsweise durch die Beschreibung der Form der Geometrie und der Zuordnung bzw. dem Abgleich mit der Datenbank zusätzlich zu Position auch die Lage der Erfassungseinheit bestimmt werden. Ferner ermöglicht ein Datenbankabgleich der zufälligen Geometrie beispielsweise eine besonders robuste Klassifikation des inhärenten Merkmals und damit eine robuste Positionsbestimmung.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das stochastisch verteilte Merkmal eine zusammenhängende Fläche mit zufälligem Flächeninhalt und zufälliger äußerer Form auf und die Verarbeitungseinheit ist ausgebildet, um die Extraktionsinformation aufweisend eine Information über die zusammenhängende Fläche mit zufälligem Flächeninhalt und zufälliger äußerer Form zu extrahieren.
Zusammenhängende Flächen mit zufälligen Flächeninhalt zufälliger äußerer Form finden sich in einer Vielzahl von industriell genutzten Bodenoberflächen, beispielsweise in Form von Farbsprenkelungen oder anderen Mustern, sodass ein erfindungsgemäßes Verfahren
durch die Extraktion von Extraktionsinformation in einer Vielzahl bestehender Anlagen, bspw. ohne bauliche Veränderungen, eingesetzt werden kann.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Verarbeitungseinheit ein stochastisches Filter auf und die Verarbeitungseinheit ist ausgebildet, um mittels des stochastischen Filters eine Filterung der bestimmten Position der Erfassungseinheit durchzuführen, um eine gefilterte Position der Erfassungseinheit zu bestimmen.
Durch den Einsatz von stochastischen Filtern kann beispielsweise insbesondere unter Verwendung einer bekannten Startposition oder Position der Erfassungseinheit in einem vorherigen Verarbeitungsschrittes, beispielsweise der Grobinformation, die Bestimmung der Position der Erfassungseinheit weiter verbessert werden. Ferner können über Filter wie Beispiel Kalman-Filter auch weitere Informationen, beispielsweise aus Beschleuni- gungs-, oder Lagesensoren, beispielsweise für eine verbesserte oder redundante Positionsbestimmung, verwendet werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das inhärente Merkmal der Oberfläche eine Vielzahl von Teilmerkmalen auf und die Verarbeitungseinheit ist ausgebildet, um für jedes Teilmerkmal der Vielzahl von Teilmerkmalen einen Satz von Teilextraktionsinformationen zu extrahieren, und um aus jedem Satz von Teilextraktionsinformationen einen Wert zu bestimmen, wobei der Wert mit einem Informationsgehalt des zu dem Satz von Teilextraktionsinformationen zugehörigen Teilmerkmals assoziiert ist. Ferner ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um jeden Wert mit einem Schwellwert zu vergleichen und diejenigen Sätze von Teilextraktionsinformationen, für deren zugehöriges Teilmerkmal der bestimmte Wert den Schwellwert zumindest erreicht, auszuwählen und den Abgleich mit der Datenbank basierend auf den ausgewählten Sätzen von Teilextraktionsinformationen auszuführen.
Bei Teilmerkmalen kann es sich beispielsweise um einzelne Höhenzüge oder Muster der Oberfläche, beispielsweise Bodenoberfläche handeln. Für jedes Teilmerkmal kann wiederum eine Vielzahl von Teilextraktionsinformationen extrahiert werden, welche eine Beschreibung des Teilmerkmals im Hinblick auf einen Abgleich mit der Datenbank ermöglichen. Im Fall der Farbsprenkelung eines Bodens kann es sich bei dem Teilmerkmal um einen einzelnen Farbsprenkel handeln und bei den Sätzen von Teilextraktionsinformationen um Informationen über Position, Farbe, Form und weitere Eigenschaften eines Farbsprenkels. Dabei kann das zuvor beschriebene inhärente Merkmal insbesondere die Viel-
zahl von Teilmerkmalen umfassen. Konkret kann beispielsweise die Farbsprenkelung der Bodenoberfläche als Ganzes das inhärente Merkmal bilden wobei jeder einzelne Farbsprenkel ein Teilmerkmal bildet. Dabei sei aber darauf hingewiesen, dass das inhärente Merkmal aber auch nur durch einen Teilaspekt der Abtastinformation gebildet sein kann, wie beispielsweise einen einzelnen Farbsprenkel. Durch die differenzierte Auswertung der Abtastinformation der Umgebung bzw. der Oberfläche steht eine Vielzahl von Informationen zum Abgleich mit der Datenbank zur Verfügung, was beispielsweise zu einer genaueren Bestimmung der Position der Erfassungseinheit führen kann. Der Schwellwertvergleich ermöglicht die Verringerung des Rechenaufwands, da beispielsweise nur solche Teilextraktionsinformationen von Teilmerkmalen für den Abgleich mit der Datenbank herangezogen werden, welche einen hohen Informationsgehalt aufweisen, sodass die Gefahr von Uneindeutigkeiten verringert werden kann. Ferner kann die Berechnung auf Kandidaten konzentriert werden, für die gute, unterscheidbare Ergebnisse erwartet werden, was einen geringen Rechenaufwand ermöglicht.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um für jedes Teilmerkmal der Vielzahl von Teilmerkmalen einen Deskriptor als Teil des Satzes von Teilextraktionsinformationen zu bestimmen und basierend auf den bestimmten Deskriptoren einen Abgleich mit der Datenbank auszuführen, wobei in der Datenbank Deskriptoren für die Vielzahl von Teilmerkmalen hinterlegt sind.
Analog zur Bestimmung von Deskriptoren für das inhärente Merkmal, kann auch für jedes Teilmerkmal ein Deskriptor bestimmt werden, welcher wiederum zur Klassifikation bzw. Beschreibung des Teilmerkmals herangezogen werden kann, um die Positionsbestimmung durch den Abgleich mit der Datenbank zu verbessern.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um die Sätze von Teilextraktionsinformationen, basierend auf der Auftrittswahrscheinlichkeit der zugehörigen Teilmerkmale auszuwählen.
Durch die Auswahl von Sätzen von Teilextraktionsinformationen, deren zugehöriges Teilmerkmal eine geringe Auftrittswahrscheinlichkeit aufweist, kann der Rechenaufwand gering ausfallen, da nur eine geringe Zahl von Teilextraktionsinformationen mit der Datenbank abgeglichen wird. Zusätzlich können entsprechende Teilmerkmale durch die geringere Auftrittswahrscheinlichkeit eindeutiger einer Position der Erfassungseinheit zugeordnet werden, was die Positionsbestimmung genau und/oder robust machen kann.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um aus jedem Satz von Teilextraktionsinformationen eine Auftrittswahrscheinlichkeit des zughörigen Teilmerkmals als Wert für den Informationsgehalt zu bestimmen.
Durch die Verwendung der Auftrittswahrscheinlichkeit zur Bestimmung des Informationsgehalts ist erfindungsgemäß eine bspw. einfache und gut interpretierbare Möglichkeit geschaffen, die Auswahl der Sätze von Teilextraktionsinformationen durchzuführen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um aus den ausgewählten Sätzen von Teilextraktionsinformationen eine Punktewolke zu bestimmen und den Abgleich mit der Datenbank auf Basis eines Point- Cloud-Matching-Verfahrens oder Algorithmus auszuführen.
Durch die Sätze von Teilextraktionsinformationen und den Positionen der Teilmerkmale, welche Teil der Teilextraktionsinformationen sein können, kann eine zugehörige Punktewolke bestimmt werden und zum Abgleich mit der Datenbank verwendet werden. Dabei kann auf eine Vielzahl von möglichen Umsetzungen von Point-Cloud-Matching- Algorithmen zurückgegriffen werden, wodurch je nach verfügbarer Rechenleistung und Architektur, also beispielsweise der Berechnung der Position eines mobilen Roboters durch den Roboter selbst oder eine zentrale Recheneinheit, ein guter Kompromiss zwischen Berechnungsgeschwindigkeit, Rechenaufwand und Genauigkeit getroffen werden kann.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet ist, um den Abgleich mit der Datenbank auf Basis zumindest eines der Verfahren Iterative-Closest-Point, Kernel-Correlation und RANSAC (engl.: random sample consensus, Übereinstimmung mit einer zufälligen Stichprobe) auszuführen.
Entsprechende Verfahren können mit geringem Rechenaufwand in mobilen Verarbeitungseinheiten eingesetzt werden. Ferner ermöglichen sie einen ausreichend genauen Abgleich mit der Datenbank, welche die Navigation von autonomen Robotern ermöglichen kann.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um die Abtastinformation als ein Bild von einer Kamera als Erfassungseinheit zu erhalten, wobei das Bild eine Abtastung einer Bodenoberfläche ist und wobei das Bild eine Information über einen Bildhintergrund und einen Bildvordergrund aufweist, wobei der Bildvordergrund eine Information über eine Vielzahl von Farbsprenkel des Bodens aufweist. Ferner ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um die Information über den Bildvordergrund aus dem Bild zu extrahieren und für jeden Farbsprenkel der Vielzahl von Farbsprenkeln einen Satz von Teilextraktionsinformationen aus der extrahierten Information des Bildvordergrunds zu extrahieren, wobei der Satz von Teilextraktionsinformationen Informationen über eine Position und zumindest eines aus einer Form, einer Farbe und eines Flächenparameters des zugehörigen Farbsprenkels aufweist.
Außerdem ist die Verarbeitungseinheit bspw. ausgebildet, um aus jedem Satz von Teilextraktionsinformationen einen Wert zu bestimmen, wobei der Wert mit der Auftrittswahrscheinlichkeit des zu dem Satz von Teilextraktionsinformationen zugehörigen Farbsprenkels assoziiert ist, und um jeden Wert mit einem Schwellwert zu vergleichen und diejenigen Sätze von Teilextraktionsinformationen, für deren zugehörigen Farbsprenkel der bestimmte Wert den Schwellwert zumindest erreicht, auszuwählen. Darüber hinaus ist die Verarbeitungseinheit des Ausführungsbeispiels ausgebildet, um eine Punktewolke aus den ausgewählten Sätzen von Teilextraktionsinformationen zu bestimmen, welche eine Information über die Positionen der zugehörigen Farbsprenkel aufweist und um basierend auf der Punktewolke und den ausgewählten Sätzen von Teilextraktionsinformationen einen Abgleich mit der Datenbank auszuführen, wobei in der Datenbank eine vorbestimmte Punktewolke aus Positionen von Farbsprenkeln der Bodenoberfläche und korrespondierende Sätze von Teilextraktionsinformationen hinterlegt sind. Zusätzlich ist die Verarbeitungseinheit ausgebildet, um basierend auf dem Abgleich die Position der Kamera zu bestimmen.
Dabei kann die Informationen über die Position des Farbsprenkels eine Informationen über die Position in einem Referenzsystem der Erfassungseinheit sein. Ferner ermöglicht die Verwendung einer RGB-Kamera eine bspw. einfache Extraktion von Teilextraktionsinformationen welche eine Information über die Farbe eines zugehörigen Farbsprenkels aufweist. Zusätzlich können Deskriptoren beispielsweise zur weiteren Klassifikation der Farbsprenkel, beispielsweise im Hinblick auf ihre Form, berechnet werden und der Abgleich mit der Datenbank bezüglich einer Vielzahl von Deskriptoren, welche in der Daten-
bank hinterlegt sind durchgeführt werden. Das Konzept ermöglicht eine robuste und genaue Lokalisierung der Kameraposition auf einer Bodenoberfläche.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Vorrichtung ein automatisch und/oder autonom fahrendes Fahrzeug und die Verarbeitungseinheit ist ausgebildet, um das automatisch fahrende Fahrzeug zu lokalisieren.
Bei der Ausbildung der Vorrichtung als automatisch fahrendes Fahrzeug, kann insbesondere durch die Integration der Erfassungseinheit, welche in einer definierten Lage und Position auf dem Fahrzeug angebracht sein kann, durch die Bestimmung der Position der Erfassungseinheit eine Lokalisierung des Fahrzeugs erfolgen. Zu sicheren und effizienten Nutzung des automatisch fahrenden Fahrzeugs ermöglicht dabei die erfindungsgemäße Ausbildung des Fahrzeugs eine robuste und schnelle Lokalisierung.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Vorrichtung ein Roboterfahrzeug, etwa für ein Sortiersystem.
Ein Sortiersystem in Übereinstimmung mit Ausführungsbeispielen kann eine Vielzahl von Roboterfahrzeugen aufweisen, welche für einen effizienten und sicheren Betrieb vorzugsweise die eigene Position bestimmen können sollten. Durch eine erfindungsgemäße Lokalisierung können beispielsweise Sicherheitsabstände verringert werden, um den Sortierprozess zu beschleunigen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Hinterlegung von Extraktionsinformation in einer Datenbank ein Bestimmen eines Wertes, welcher mit einem Informationsgehalt des inhärenten Merkmals assoziiert ist und ein Vergleichen des Wertes mit einem Schwellwert, sowie ein Hinterlegen der Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal der Oberfläche in der Datenbank, sofern der bestimmte Wert des inhärenten Merkmals den Schwellwert zumindest erreicht.
Durch die Selektion von Extraktionsinformationen im Hinblick auf den Informationsgehalt des zugehörigen inhärenten Merkmals kann sowohl der Umfang der Datenbank, als auch der Rechenaufwand für den Abgleich mit der Datenbank bei beispielsweise gleichzeitig erhöhter Qualität der Positionsbestimmung aufgrund der Vermeidung von Uneinigkeit, verbessert werden.
Figurenkurzbeschreibung
Beispiele gemäß der vorliegenden Offenbarung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Hinsichtlich der dargestellten schematischen Figuren wird darauf hingewiesen, dass die dargestellten Funktionsblöcke sowohl als Elemente oder Merkmale der offenbarungsgemäßen Vorrichtung als auch als entsprechende Verfahrensschritte des offenbarungsgemäßen Verfahrens zu verstehen sind, und auch entsprechende Verfahrensschritte des offenbarungsgemäßen Verfahrens davon abgeleitet werden können. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2a ein Beispiel für eine Abtastinformation von einer Abtastung der Oberfläche und für die Extraktion von Information gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
Fig. 2b ein Beispiel für einen Abgleich mit der Datenbank gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine weitere Abtastinformation gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine Aufnahme eines Stücks Gummiboden mit Sprenkelung, welches sich für hierin beschriebene Ausführungsbeispiele eignet;
Fig. 5 eine beispielhafte Darstellung einer Segmentierung von Farbsprenkeln, in Form der farbigen „Blobs“ in einem Bild des Gummibodens aus Fig. 4, gemäß einem Ausführungsbeispiel;
Fig. 6 eine beispielhafte Darstellung einer Segmentierung nach einem Verwerfen von Blobs mit geringem Informationsgehalt gemäß einem Ausführungsbeispiel;
Fig. 7 eine schematische Gegenüberstellung einer beobachteten und zu referenzieren- de Punktwolke, die bspw. gemäß den Erläuterungen aus Fig. 6 erhalten werden kann und einer Referenzmenge umliegender Punkte;
Fig. 8 eine schematische Darstellung von Stichproben eines normalverteilten Fehlers einer gemäß einem Ausführungsbeispiel durchgeführten Lokalisierung;
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer zweimalig durch einen Roboters durchfahrenen Trajektorie in einer Ebene;
Fig. 10 eine schematische Darstellung eines Ergebnisses einer Lokalisierung in Übereinstimmung mit Ausführungsbeispielen ohne Filterung; und
Fig. 11 eine schematische Darstellung des Ergebnisses der Lokalisierung nach einer Filterung gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Detaillierte
der
den Fi
Bevor nachfolgend Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung im Detail anhand der Zeichnungen näher erläutert werden, wird darauf hingewiesen, dass identische, funktionsgleiche oder gleichwirkende Elemente, Objekte und/oder Strukturen in den unterschiedlichen Figuren mit den gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen versehen sind, so dass die in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellte Beschreibung dieser Elemente untereinander austauschbar ist bzw. aufeinander angewendet werden kann.
Nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiele werden im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Details beschrieben. Ausführungsbeispiele können jedoch auch ohne diese detaillierten Merkmale implementiert werden. Des Weiteren werden Ausführungsbeispiele der Verständlichkeit wegen unter Verwendung von Blockschaltbildern als Ersatz einer Detaildarstellung beschrieben. Ferner können Details und/oder Merkmale einzelner Ausführungsbeispiele ohne Weiteres mit einander kombiniert werden, solange es nicht explizit gegenteilig beschrieben ist.
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 100 mit einer Verarbeitungseinheit 110. Die Verarbeitungseinheit 110 kann einen Mikrokontroller aber auch einen Prozessor (central processing unit CPU) und/oder eine graphische Prozessoreinheit (graphical processor unit GPU) umfassen.
Die Vorrichtung 100 weißt optional eine Erfassungseinheit 120 auf. Die Erfassungseinheit umfasst bspw. eine Kamera wie eine Flächenkamera oder eine Zeilenkamera, kann aber auch zur anderweitigen, bevorzug optischen Abtastung der Oberfläche eingerichtet sein, etwa vermittels RADAR (Radio Detecting and Ranging) oder LiDAR (Light Detecting and Ranging). Die Verarbeitungseinheit 110 ist ausgebildet, um eine, von der Erfassungseinheit 120 bereitgestellte, Abtastinformation von einer Abtastung 120a einer Oberfläche 130 zu erhalten, wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist. Für den Fall, dass die Erfassungseinheit 120 nicht Teil der Vorrichtung ist, kann diese Information dennoch von einer solchen Einrichtung durch die Verarbeitungseinheit 110 erhalten werden, etwa durch optische oder funkbasierte Datenübertragung, durch ein drahtgebundenes Medium und/oder ein Speichermedium, was bspw. eine Lokalisierung im Nachhinein ermöglicht.
Die Verarbeitungseinrichtung 110 ist ausgebildet, um eine Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation zu extrahieren und basierend auf der Extraktionsinformation einen Abgleich mit einer Datenbank auszuführen, wobei in der Datenbank Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche hinterlegt sind. Zusätzlich weist die Verarbeitungseinheit 110 ein optionales stochastisches Filter 140 auf.
Als inhärentes Merkmal kann dabei beispielsweise ein vermittels der verwendeten Abtasttechnik erkennbares Merkmal verstanden werden, bspw. ein optisch erkennbares, unterscheidbares und über die Oberfläche hinweg variierendes, bevorzugt über lokal begrenzte veränderliche Einzelmerkmale der Oberfläche unterscheidbares Merkmal, etwa als Eigenschaft des Materials, das die Oberfläche aufweist oder zumindest hierfür als Träger dafür dient. So kann ein optische erkennbares Merkmal bspw. Teil des Trägers sein, wenn dieser noch lackiert ist und der Lack physikalisch die Oberfläche bildet, aber das Merkmal erkennbar lässt. Eine solche Unterscheidung ist für Ausführungsbeispiele nicht essenziel, so dass ein derartiger bspw. lackierter Träger immer noch als Oberfläche verstanden wird. Bspw. handelt es sich bei dem Merkmal um eine Farbsprenkelung oder einen sonstigen Kontrastunterschied und/oder ein Höhnprofil.
Darüber hinaus ist die Verarbeitungseinheit 100 ausgebildet, um basierend auf dem Abgleich die Position der Erfassungseinheit zu bestimmen. Bei der Vorrichtung kann es sich beispielsweise wie in Fig. 1 angedeutet um ein Fahrzeug wie einen mobilen Roboter han-
dein. Eine Ausbildung als Drohne, Automobil, oder anderes bspw. bewegliches Objekts, welches eine Lokalisierung ermöglichen soll, ist dabei ebenfalls möglich.
Anders als bekannte Verfahren ermöglichen es Ausführungsbeispiele, eine Lokalisierung der Erfassungseinheit basierend auf den der Oberfläche, etwa dem Boden, inhärenten Merkmale auszuführen, etwa indem eine Auswertung des optischen Flusses eine absolute Lokalisierung ermöglicht wird.
Die Verarbeitungseinheit 110 kann ferner ausgebildet sein, um die Lage der Erfassungseinheit im Raum bezüglich des inhärenten Merkmals der Oberfläche 130 zu bestimmen. Beispielsweise auf Grundlage einer bekannten, definierten Position der Erfassungseinheit 120 in Bezug auf die Bodenoberfläche und eine Erkennung einer Lage des inhärenten Merkmals bezüglich der Erfassungseinheit, z. B. über einen Datenbankabgleich mit rotati- onsvarianten Deskriptoren und/oder Point-Cloud-Matching. Zur weiteren Verbesserung können dabei insbesondere auch Eigenschaften der Erfassungseinheit, wie bspw. optische Eigenschaften der Erfassungseinheit 120, etwa der Kamera, berücksichtigt werden, um z. B. die Abtastinformation für die Auswertung bzw. Informationsextraktion aufzubereiten.
Die Verarbeitungseinheit kann bspw. ausgebildet sein, um ein erkanntes inhärentes Merkmal, ggf. als Ergebnis einer Vorverarbeitung, worauf noch eingegangen wird, mit der Datenbank abzugleichen, wobei in der Datenbank bspw. das Merkmal und eine zugeordnete Position, so dass basierend auf dem Abgleich die zugeordnete Position als Ergebnis des Abgleichs erhalten werden kann und die Lokalisierung so auf dem inhärenten Merkmal basiert. Vergleich mit bspw. QR-Codes kann dies eine erhebliche Reduzierung des Aufwands bedeuteten, da eben solche Codes nicht erst auf der Oberfläche aufgebracht werden müssen. Neben der Position kann auch eine Rotation der Erfassungseinheit aus dem Vergleich erhalten werden, etwa indem eine Entsprechende Referenzinformation zu dem gespeicherten Merkmal ebenfalls in der Datenbank hinterlegt ist.
Zur Verringerung von Rechenzeit kann die Verarbeitungseinheit 110 darüber hinaus eine Grobinformation über die Position der Erfassungseinheit berücksichtigen, bspw. die zuletzt bestimmte Position, um nur einen ausgewählten Teil der Datenbank für den Abgleich heranzuziehen. Alternativ oder zusätzlich können weitere Informationen genutzt werden, etwa eine Kenntnis, dass das Fahrzeug in einem bestimmten Abschnitt oder Sektor des Gesamtsystems lokalisiert ist, so dass bspw. lediglich diejenigen Datenbankeinträge für
einen Vergleich herangezogen werden, für die eine Übereinstimmung möglich oder in Anbetracht der Vorabinformation wahrscheinlich ist.
Bspw. kann die Verarbeitungseinheit 110 einen Deskriptor als Teil der Extraktionsinformation zu bestimmen, der auf dem inhärenten Merkmal der Oberfläche basiert, um basierend auf dem Deskriptor einen Abgleich mit der Datenbank auszuführen. Ein solcher Deskriptor, also eine beschreibende Kennung, kann rotationsvariant sein, ist aber bevorzugt rotationsinvariant. Rotationsinvariante Deskriptoren können den Vorteil aufweisen, dass diese auch noch sicher, also bspw. mit hoher Zuverlässigkeit und/oder Genauigkeit, unter Verdrehung, also bspw. einer Verdrehung des zum Deskriptor zugehörigen Merkmals gegenüber einem in der Datenbank gespeicherten Deskriptor des selben, aber verdreht aufgenommenem Merkmals, erkannt oder zugeordnet werden können, z.B. bei dem Abgleich mit der Datenbank. Das bedeutet, selbst wenn eine Lokalisierung unter einem anderen Rotationswinkel zu einem Merkmal oder Teilmerkmal erfolgt, kann das Merkmal noch sicher anhand des Deskriptors erkannt werden. Bei Verwendung von rotationsinvarianten Deskriptoren kann erfindungsgemäß zur Bestimmung der Rotation oder zur Fein- Bestimmung der Lage der Erfassungseinheit ein Point-Cloud-Matching-Algorithmus verwendet werden. Ferner kann die Verarbeitungseinheit 110 aber auch ausgebildet sein, um basierend auf Kanten-Richtungs-Histogrammen (engl. HOG - “histogram of oriented gradients“) eine Extraktionsinformation über eine Rotation des inhärenten Merkmals und damit im Rückschluss, bspw. über eine bekannte Position und Lage der Erfassungseinheit bezüglich der Abtastinformation, auch eine Information über eine Rotation oder Lage der Erfassungseinheit zu bestimmen.
Das optionale stochastische Filter 140 kann zur Filterung der bestimmten Position der Erfassungseinheit verwendet werden, um eine gefilterte Position der Erfassungseinheit zu bestimmen, um bspw. die Positionsbestimmung zu verbessern.
Fig. 2a zeigt eine beispielhafte schematische Darstellung zur Illustration einer möglichen Verarbeitung einer Abtastinformation, die bspw. von einer Abtastung der Oberfläche herrührt und für die Extraktion von Information gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung herangezogen werden kann. Figur 2a zeigt eine Abtastinformation 210 einer Bodenoberfläche mit beispielhaften Farbsprenkeln, also farblichen Unterschieden in der Oberfläche, wie es bspw. von recycelten Gummiböden, die etwa als Unterlagen für Waschmaschinen verwendet werden können, bekannt ist.
Dabei bildet das inhärente Merkmal 220 bspw. die Gesamtheit der Farbsprenkel auf der Oberfläche und eine zugehörige Extraktionsinformation die Gesamtheit an hieraus extrahierter Information, beispielsweise umfassend globale oder relative Anordnung, eine Form, eine Farbe, eine Fläche und/oder eine Position aller Farbsprenkel oder eines Teils hiervon über die die Abtastinformation 210 eine Information aufweist.
Im gezeigten Fall weist das inhärente Merkmal 220 eine Vielzahl von Teilmerkmalen 220- 1, 220-2, 220-3 (und weitere) auf, etwa in Form der einzelnen Farbsprenkel. Dabei ist anzumerken, dass das Komplement, ein etwa einfarbiger Hintergrund, zumindest in Teilen vergleichbare Informationen aufweisen kann, etwa bezüglich der Form, der globalen oder relativen Anordnung der Sprenkel und/oder eine Fläche der Sprenkel, die mittels Separation als Ausschnitt des Hintergrunds betrachtet werden können. Für jeden Farbsprenkel kann jeweils ein Satz von Teilextraktionsinformationen 230, 240, 250 extrahiert werden. Als Beispiel ist die Extraktion für drei Teilmerkmale 220-1, 220-2, 220-3 gezeigt.
Für das Teilmerkmal 220-1 wird der Satz von Teilextraktionsinformationen 230 extrahiert, für das Teilmerkmal 220-2 wird der Satz von Teilextraktionsinformationen 240 extrahiert, Für das Teilmerkmal 220-3 wird der Satz von Teilextraktionsinformationen 250 extrahiert.
Die Teilextraktionsinformationen können jeweils wiederum zumindest Informationen 230- 1, 240-1, 250-1 über einen Satz umfassend Form, Farbe, einen Flächenparameter, und die Position des zugehörigen Teilmerkmals aufweisen, wobei die Inhalte der Aufzählung, die Reihenfolge und die Anzahl der unterschiedlichen Kategorien lediglich beispielhaft zu verstehen ist und die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise einschränkt. Diese Information kann in verschiedenen Formaten 230-2, 240-2, 250-2 gespeichert sein. So können diese Informationen beispielsweise Deskriptoren aufweisen, welche die Information über die Form beschreiben. Die Information über die Farbe kann beispielsweise über ein RGB Wert oder eine diskrete textuelle Information, wie beispielsweise „blau“ beschrieben werden. Ein Flächenparameter zur Beschreibung des Flächeninhalts kann beispielsweise ein einzelner Skalar, z. B. zi bilden. Die Position wiederum kann als ein Tupel von Koordinaten, z. B. (Pos xi, Pos yi) bestimmt werden.
Aus der Extraktionsinformation kann ein Wert bestimmt werden, der mit einem Informationsgehalt zu dem Satz von Teilextraktionsinformationen zugehörigen Teilmerkmals assoziiert ist. Entsprechend fig. 2a kann es sich dabei beispielsweise um einen Flächenparameter handeln. Bspw. kann angenommen werden, das große Farbsprenkel seltener vor-
kommen als kleine Farbsprenkel oder umgekehrt oder dass eine Farbe oder Form häufiger vertreten ist als eine andere. Durch ein Schwellwertvergleich 230-3, 240-3, 250-3 kann der notwendige Rechenaufwand zum folgenden abgleichen der Datenbank reduziert werden, durch eine Erhöhung des Informationsgehaltes der einzelnen ausgewählten Teilextraktionsinformationen. So wird beispielsweise Teilmerkmal 220-2 nicht berücksichtigt, da sein zugehöriger Flächenparameter Z2 nicht den zugehörigen Schwellwert 240-3 erfüllt. Dies kann auch so ausgedrückt werden, dass sehr wahrscheinliche, d. h., informationsarme Teilmerkmale vermittels des Schwellwertentscheids ausgeklammert oder gefiltert werden können.
Fig. 2b zeigt ein Beispiel für einen Abgleich mit der Datenbank gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung. Fig. 2b zeigt eine Repräsentation der Teilmerkmale der Abtastinformation 210 aus Fig. 2a mit Teilmerkmalen deren zugehörige Teilextraktionsinformation den Schwellwert erfüllt, in Block 220b. Die Datenbank 270 umfasst Extraktionsinformationen bzw. Teilextraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche bzw. von inhärenten Teilmerkmalen der Oberfläche. Jedem der gezeigten Teilmerkmale ist in der Datenbank 270 eine zugehörige (nicht dargestellte) Teilextraktionsinformation zugewiesen. Durch einen Abgleich, beispielsweise bezüglich der Anordnung und der jeweiligen Information der Teilextraktionsinformationen, können die Teilmerkmale 220b einer Information in der Datenbank 270 zugeordnet werden, um eine Position Erfassungseinheit zu bestimmen.
Bei Ausführungsbeispielen kann die Bestimmung der Position der Erfassungseinheit mittels des Abgleichs mit der Datenbank mehrere Schritte umfassen. Beispielsweise kann in einem ersten Schritt ein Satz von möglichen Positionen der Teilmerkmale durch den Abgleich der zugehörigen Teilextraktionsinformationen der Teilmerkale mit den Teilextraktionsinformationen der Datenbank erfolgen. Dadurch können bspw. mögliche Positionen der Teilmerkmale (bspw. Blobs) im Referenzfeld, also bspw. der gesamten kartografierten Oberfläche, bspw. Bodenoberfläche, bestimmt werden.
In einem weiteren Schritt kann anschließend ein Point-Cloud-Matching Algorithmus verwendet werden, um Uneindeutigkeiten bei der Bestimmung der Position entgegenzuwirken oder anders ausgedrückt aus dem Satz von möglichen Positionen die wahre oder zumindest eine wahrscheinliche Position der Teilmerkmale zu bestimmen.
Hierbei können auch zusätzliche Informationen berücksichtigt werden, etwa Positionen der Teilmerkmale zueinander. Beispielsweise können die fünf Formen der Figur 2b in anderer, ähnlicher Anordnung in der räumlichen Datenbank vorkommen, da bspw. ähnliche Teilmerkmale an anderen Orten kartographiert wurden. Hierbei kann es unter Umständen nicht ausreichend sein zu wissen, welche Teilextraktionsinformationen in der Aufnahme vorhanden sind. Daher kann es vorteilhaft oder bspw. notwendig sein die Anordnung der Elemente, also bspw. Farbsprenkel bzw. Blobs, zueinander zu berücksichtigen. Diese Information kann vom Point-Cloud-Matching-Algorithmus verarbeitet werden, bspw. um eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen gemäß der vorliegenden Erfindungen kann der weitere Schritt wegfallen. Bei Ausführungsbeispielen können Deskriptoren bestimmt werden, welche so eindeutig sind, dass bspw. der reine Look-Up in die Datenbank ausreichend ist für die Bestimmung der Position der Teilmerkmale und damit der Position der Erfassungseinheit.
Fig. 3 zeigt eine weitere Abtastinformation gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Fig. 3 zeigt eine Höhenprofil einer Abtastinformation einer Oberfläche, beispielsweise einer Bodenoberfläche, wobei Teilmerkmale 310 der Bodenoberfläche bspw. einzelne Erhebungen und/oder Vertiefungen des Bodens sind und wobei Teilextraktionsinformationen Höhen- bzw. Breiteninformationen 320 der Erhebungen aufweisen. Verstanden als Inselstruktur kann auch hier eine Fläche und/oder eine Form darüber hinaus aber auch eine Höhe alternativ oder zusätzlich zu einer Farbe herangezogen werden.
Ein Schwellwert zur Auswahl von Teilextraktionsinformationen bildet dabei bspw. eine Mindesthöhe 330, wobei das Beispiel auch in Tiefenrichtung invertierbar ist. Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung sind demnach nicht auf Bildinformationen und/oder Böden beschränkt. Ferner sind auch Umgebungsmerkmale verwendbar, die sich bspw. an einer Decke oder Wand der Umgebung befinden. Bspw. für die Ausbildung erfindungsgemäßer Drohnen ist im dreidimensionalen Raum einen Vielzahl von Extraktionsinformationen von inhärenten Merkmalen der Oberflächen der Umgebung extrahierbar.
Im Folgenden soll ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Offenbarung anhand der Figuren 4, 5 und 6 genauer beschrieben werden.
In Fig. 4 ist hierzu eine Aufnahme oder Ablichtung eines Stücks eines erwähnten Gummibodens mit Farbsprenkeln dargestellt, die bspw. das inhärente Merkmal 220 zumindest in Teilen darstellen kann.
Einen Aspekt dieses Ausführungsbeispiels bildet eine Erfassungseinheit in Form einer Kamera, welche auf die Oberfläche in Form des Bodens bzw. der Bodenoberfläche gerichtet ist und zur Lokalisierung versucht oder zusammen mit der Verarbeitungseinheit ausgebildet ist, um spezielle Merkmale aus dem aufgenommenen Stück Boden bzw. der Abtastinformation, welche eine Information die speziellen und/oder inhärenten Merkmale aufweist, zu extrahieren und mit einer Datenbank von Merkmalen, deren Position bekannt ist, zu vergleichen. Anders ausgedrückt werden durch die Kamera aus einer Information über ein inhärentes Merkmal, also beispielsweise den speziellen Merkmalen, Extraktionsinformationen extrahiert, um diese mit der Datenbank abzugleichen, wobei in der Datenbank Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche hinterlegt sind.
Dabei handelt es sich nicht wie bei den Marker-basierten Systemen um speziell angebrachte Merkmale - wie z. B. einen QR-Code - auf dem Boden, und auch nicht um ein SLAM ("Simultaneous Localization and Mapping" - dt: „Simultane Positionsbestimmung und Kartenerstellung“) Verfahren, welches aus dem Kamerabild selbstständig Merkmale extrahiert und diese kartographiert - wie z. B. beim ORB-SLAM (ORB = Oriented Fast and Rotated BRIEF, Fachbegriff).
Zum besseren Verständnis des erfindungsgemäßen Konzepts soll im Folgenden, z. B. losgelöst von der Algorithmik, näher auf ein Beispiel einer Bodenoberfläche eingegangen werden. Ein Standardverfahren für die Herstellung von Gummiböden wie den aus Fig. 4 verwendet Recyclingmaterial (bspw. EPDM-Granulat, EPDM - Ethylen-Propylen-Dien- (Monomer)), welches in Form von kleinen eingefärbten „Flocken“ mit in die Grundmasse gegeben wird. Die mit den Plastikgranulat vermengte Grundmasse wird dann entweder extrudiert und/oder gewalzt. Das Ergebnis dieses Prozesses sind bspw. Gummimatten (entweder zugeschnitten oder aufgerollt), welche ein gesprenkeltes Muster aufweisen. Das genaue Aussehen des Musters ist dabei abhängig von der Art und Menge des beigefügten Granulats, allerdings ist die entstehende "Sprenkelung" bspw. immer komplett zufällig, siehe Fig. 4. Die Sprenkel sind somit dem Boden inhärent und bilden gleichzeitig ob der Zufälligkeit eine Informationsquelle für die Lokalisierung. Dabei sei darauf hingewiesen, dass ein erfindungsgemäßes Verfahren nicht auf einen Klasse von Gummiböden
nach einem speziellen Herstellungsverfahren beschränkt ist; es können bspw. eine Vielzahl von Böden, welche z. B. ähnlich zu den hierin beschriebenen sind oder eine andere Zufälligkeit inhärenter Merkmale verwendet werden.
Eine Idee des Verfahrens gemäß diesem Ausführungsbeispiel besteht darin, dieses zufällige, beim Herstellungsprozess automatisch entstehende Sprenkel-Muster für eine Lokalisierung nutzbar zu machen. Dazu sehen Ausführungsbeispiele vor, nachfolgend beschriebenen Prozess der Bildverarbeitung zumindest in Teilen im Vorfeld auf der gesamten Bodenoberfläche, bzw. dem gesamten Boden, der für die Lokalisierung nutzbar gemacht werden soll, auszuführen, um eine Referenz-Datenbasis, z. B. zur Hinterlegung in der Datenbank, zu erhalten, da es sich hier nicht notwendigerweise um ein SLAM- Verfahren handelt. Die gesamte Verarbeitungspipeline kann aus den folgenden Bausteinen bestehen oder diese umfassen, welche nacheinander ausgeführt werden können:
Ein erster Schritt nach der Aufnahme des Bildes, der nicht notwendigerweise als erstes auszuführen ist, kann eine Segmentierung beinhalten, welche als Ziel hat, zusammenhängende Farbsegmente aus dem Bild herauszulösen. Diese zusammenhängenden farbigen Flächen können als "(Farb-)Blobs" oder Farbkleckse bezeichnet werden, siehe hierzu bspw. die Erläuterungen der inhärenten Merkmale 220-1 , 220-2 und 220-3 in Fig. 2a und Fig. 2b. Anders ausgedrückt kann bspw. im ersten Schritt zur Extraktion der Extraktionsinformation oder Teilextraktionsinformation das Bild segmentiert werden, bspw. um eine Extraktionsinformation über die Farbe der einzelnen Farbblobs zu extrahieren. In anderen Worten bildet die Segmentierung ein Beispiel für die Extraktion der Extraktionsinformation bzw. der Extraktion von Teilextraktionsinformation bspw. für ein Teilmerkmal eines einzelnen Farbblobs.
Ein System in Übereinstimmungen mit hierin beschriebenen Ausführungsbeispielen weist eine hierin beschriebene Vorrichtung und der Oberfläche, welche das inhärente Merkmal aufweist, auf; wobei die Vorrichtung bezüglich der Oberfläche beweglich angeordnet ist und ausgebildet ist, um eine Position der Erfassungseinheit bezüglich der Oberfläche zu bestimmen. Ferner weist das System die Datenbank auf.
Das Ergebnis einer solchen Segmentierung ist in Fig.5 zu sehen. Fig. 5 zeigt insofern eine Segmentierung von Farbsprenkeln, in Form der farbigen „Blobs“ im Bild.
Je nach Art des verwendeten Bodens, können hier unterschiedlich viele verschiedene Segmentierungsstufen zum Einsatz kommen. Im Beispiel von Fig. 4 und Fig. 5 besteht der Boden aus vier verschiedenen Farben - Rot, Grün, Blau, Schwarz - wobei die dominante, also beispielsweis überwiegende, Farbe (Schwarz) hier den Hintergrund darstellt. Das Ergebnis der Segmentierung sind in diesem Beispiel drei Binärbilder, welche gleichfarbige zusammenhängende Flächen ("Blobs") vom Rest trennen. Obwohl es möglich ist, eine Auswertung bspw. auch nur in einem Teilmengenraum hiervon, etwa unter Verwendung lediglich einer Farbe oder zweier Farben, auszuführen, bietet es Vorteile sämtliche Informationsquellen zu nutzen.
Um das Ganze für die weitere Verarbeitung nutzbarer bzw. rechen-unaufwändiger zu machen, wird ein bspw. Teil der im Bild vorhandenen Information verworfen. Der gezeigte Boden besitzt beispielhaft 30% EPDM-Partikel, jeweils 10% für Rot, Grün und Blau. Nach informationstheoretischen Grundlagen steckt also in den Farben die meiste Information, da der größte Anteil des Bodens (70%) Schwarz ist. Dabei sei darauf hingewiesen, dass eine solche Zusammensetzung des Bodens bzw. der Farbanteile hier lediglich als Beispiel zu Verdeutlichung dienen soll und Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung nicht auf derartige Beispiele beschränkt sind.
Nach den Grundlagen der Informationstheorie trägt ein Symbol am meisten Information, je geringer seine Auftrittswahrscheinlichkeit ist. Da in Anbetracht der Herstellung Blobs mit sehr großer Fläche, bspw. in der gezeigten Bodenoberfläche von Figuren 4 und 5 seltener vorkommen als Blobs mit kleiner Fläche, werden bspw. alle Blobs mit zu kleiner Fläche verworfen. Dieser Fakt muss dabei nicht für alle erfindungsgemäß verwendbaren Böden gelten. Es wäre gut möglich, dass sich dieses Verhältnis bei einem anderen Gummiboden genau umkehrt. Wichtig ist zu verstehen, dass das Aussieben oder Verwerfen von Blobs, bzw. anders formuliert das Auswählen von Teilmerkmalen bzw. deren zughörige Säte von Teilextraktionsinformationen, nicht zwangsweise auf Basis der beobachteten Pixelfläche geschehen muss, sondern z. B. optimalerweise nach Merkmalen oder Extraktionsinformationen bzw. Teilextraktionsinformationen zugehörig zu den Merkmalen geschieht, welche bspw. eindeutig sind und den Informationsgehalt der einzelnen Elemente verbessern und/oder maximieren. Eine Identifikation, welche Merkmale oder Schwellwerte sich eignen kann durch Betrachtung und/oder Auswertung der Oberfläche, etwa von Herstellungsprozessen oder durch Auswertung bereits existierender Böden festgestellt werden.
Das Ergebnis der zuvor beschriebenen Verarbeitung ist für alle drei Segmentierungen (R- G-B) in Fig. 6 zu sehen.
Fig. 6 zeigt die Darstellung der Segmentierung nach Verwerfen der Blobs mit geringem Informationsgehalt, so dass bspw. lediglich Merkmale 220-3 bis 220-11 zur Auswertung des Segments verbleiben, während andere, etwa die Merkmale 220-1 und/oder 220-2 unberücksichtigt oder ausgefiltert werden. Dabei sei angemerkt, dass auch ein Verbund von Merkmalen, etwa 220-9, 220-10 und 220-11 als kombinatorisches Merkmal betrachtet werden könnte. Anders ausgedrückt zeigt Fig. 6 Merkmale bzw. Teilmerkmale aus deren zugehörige Extraktionsinformation oder Sätzen von Teilextraktionsinformationen ein Wert bestimmt und mit einem Schwellwert verglichen wurde, wobei die bestimmten Werte der zugehörigen, ausgewählten Blobs den Schwellwert zumindest erfüllt haben.
Als nächstes kann für einen, mehrere oder alle Blobs ein rotationsinvarianter Feature- Deskriptor, bspw. als Teil der Extraktionsinformation bzw. der Teilextraktionsinformation gebildet werden. Hierfür kann bspw. auf die sog. Hu-Momente zurückgegriffen, welche vereinfacht gesagt eine mathematische Beschreibung der Form des Blobs darstellen können. An dieser Stelle können ggf. auch andere mathematische Deskriptoren verwendet werden, die Hu-Momente können allerdings algorithmisch sehr günstig sein, da sie im Zuge der Extraktion der Farbinformation als Nebenprodukt, oder anders ausgedrückt, quasi gratis aus der Segmentierung errechnet werden können.
Zu jedem Blob kann jetzt seine Position und seine Hu-Momente gespeichert werden. Der nächste Schritt kann wiederum auf einer anderen Abstraktionsebene durchgeführt werden Aus den ausgewählten Sätzen von Teilextraktionsinformationen kann nun eine Punktwolke bestimmt werden. So können die Positionen aller Blobs aller Segmentierungsstufen als eine Punktwolke aufgefasst werden. Über die Kameramatrix und dem z.B: bekannten Abstand zum Boden lässt sich die Position jedes Blobs von Pixelkoordinaten in Weltkoordinaten umrechnen - d.h. die Abstände der Punkte in der aus den Blobs gebildeten Punktwolke entsprechen den bspw. tatsächlichen oder absoluten physischen Abständen der Blobs auf dem Boden. Durch die Berücksichtigung weiterer optischer Eigenschaften der Erfassungseinheit in Form der Kamera, können auch weitere Verbesserungen der Extraktionsinformation aus der Abtastinformation erzielt werden.
Das Ziel ist es jetzt, die beobachtete Punktwolke des aufgenommenen Bildes an die Punktwolke, welche sich aus allen im Boden vorhandenen und in der Datenbank hinter-
legten, oder anders ausgedrückt vorher kartographierten, Blobs ergibt, zu fitten. Siehe hierfür Fig. 7.
Fig. 7 zeigt in einem linken Bildabschnitt eine beobachtete und zu referenzierende Punktwolke und eine Referenzmenge umliegender Punkte in einem rechten Bildabschnitt (rechts). Fig. 7 rechts kann dabei eine vereinfachte Darstellung eines Ausschnitts der Datenbank darstellen. Beispielhaft dargestellt ist eine übereinstimmende Gruppierung 46 von Farbblobs.
Das Fitten kann über einen Point-Cloud-Matching Algorithmus, bspw. "Iterative-Closest- Point" - kurz ICP umgesetzt werden. Das Verfahren ist dabei nicht auf die Verwendung des Iterative-Closest-Point Algorithmus beschränken; es gibt andere Algorithmen wie z. B. Kernel-Correlation oder RANSAC, welche ebenfalls zum fitting von Punktwolken verwendet werden können.
An dieser Stelle können jetzt wieder die vorher berechneten Deskriptoren, bspw. Feature- Deskriptoren zum Einsatz kommen, da ausgenutzt werden kann, dass ein Punkt aus der beobachteten Punktewolke auf einen Punkt in der Referenzwolke gefittet werden kann, wenn dieser sich a. Auf derselben Segmentierungsstufe befindet (sprich dieselbe Farbe hat) b. Einen geringen Abstand nach einer auf Basis der Feature-Deskriptoren arbeitenden Metrik besitzt (in Bezug auf die Hu-Momente einfach ausgedrückt: Eine ähnliche Form hat)
Dabei sei darauf hingewiesen, dass bspw. insbesondere bei weiteren Ausführungsbeispielen auch weitere (Teil-) Extraktionsinformationen zur Charakterisierung des (Teil-) Merkmals verwendet werden können und dementsprechend der Abgleich oder anders ausgedrückt das Fitting auch weitere Randbedingungen aufweisen kann.
Das Fitting der beobachteten Punktwolke an die Referenzdaten sorgt dafür, dass in einem Schritt nicht bloß die Position der Erfassungseinheit, also bspw. auch des Roboters im Raum bestimmt werden kann, sondern auch noch gleichzeitig seine Rotation oder Lage im Raum.
Im Folgenden wird anhand der Fig. 8, 9, 10 und 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Das Ausführungsbeispiel ermöglicht eine
Verbesserung der Positionsbestimmung mittels stochastischer Filter und kann bspw. insbesondere mit einer Bodenkamera als Erfassungseinheit verwendet werden.
Die erfindungsgemäße Idee dieses Ausführungsbeispiels, welches eine Weiterentwicklung zuvor beschriebener erfindungsgemäßer Konzepte bilden kann, soll dabei zunächst allgemeint erläutert werden.
Bei Lokalisierungsalgorithmen aller Art kann es zu Fehl-Lokalisierungen kommen. Es ist wünschenswert, im Zusammenhang mit vorliegenden Ausführungsbeispielen solche Fehler für den realen Einsatz zu minimieren, da z. B. im konkreten Anwendungsfall Roboter, der Roboter ansonsten sehr unruhig fahren würde, weil er kurz denkt, oder anders ausgedrückt die Lokalisierung kurzzeitig rückmeldet, dass der Roboter an eine andere Position gesprungen ist. Die Minimierung kann über eine statistische Filterung erfolgen, bei welcher der Fehler als eine Zufallsvariable mit bekannter Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion modelliert wird.
Das Filter kann rein aus den Daten über ein statistisches Modell arbeiten (z. B. beim “Recursive Least-Squares"-Filter) oder zusätzliche Informationen anderer Sensoren verwenden. In der Robotik hat es sich etabliert die Ergebnisse des Lokalisierungsalgorithmus mit Hilfe der Odometrie (bspw. in einfachen Worten: “Wie bin ich gefahren”) zu filtern, da diese Daten bspw. über eine Messung der Raddrehzahl leicht zu erhalten sind. Zwar können auch diese Messungen wieder fehlerhaft sein, aber da der Fehler des Sensors der Raddrehzahl in der Regel unkorreliert zu dem Fehler des Lokalisierungsalgorithmus ist, lassen sich beide Werte sinnvoll fusionieren um eine bessere Schätzung der aktuellen Position zu erhalten. Die beiden am häufigsten verwendeten Filter für diese Aufgabe sind das Kalman-Filter und das Partikel-Filter. Fig. 8 soll das Prinzip noch einmal grob verdeutlichen.
Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung von Stichproben 48 eines normalverteilten Fehlers der Lokalisierung bezogen auf Fehler (engl.: error) entlang zweier orthogonaler Richtungen X und Y.
Grundlegend kann eine Vielzahl von Filtern verwendet werden, in einigen Fällen kann die Art des verwendeten Filters bspw. sogar nicht wichtig sein. Für ein besseres Verständnis, warum eine Filterung des Ergebnisses Vorteile aufweisen kann, oder sogar wichtig ist wird im folgenden auf Figuren 9, 10 und 11 eingegangen.
Fig. 9 zeigt eine zweimalig durchfahrene Trajektorie 52 eines Roboters in einer Ebene. Die Einzelpunkte stellen die echte, reale Position des Fahrzeuges (“ground-truth”, dt.: Grundwahrheit) in der X-Y-Ebene, gemessen mit einem Motion-Capturing System (dt.: Bewegungs-Erfassung System) dar. Der Graph spiegelt die gefahrene Trajektorie (in Form eine Quer liegenden Sanduhr, welche zweimal durchfahren wurde) ohne zeitliche Komponente wieder.
Fig. 10 zeigt das Ergebnis einer Lokalisierung ohne Filterung. Dargestellt sind die Ergebnisse des Lokalisierungsalgorithmus. Man erkennt zwar noch deutlich die gefahrene Trajektorie als lokalisierte Trajektorie 54, allerdings sind auch Fehleschätzungen 56 gut erkennbar, die zu Lücken 58 in und/oder Ausreißer 62 auf der Trajektorie 54 führen können.
Fig. 11 zeigt das Ergebnis der Lokalisierung nach einer Filterung als eine gefilterte Trajektorie 64 basierend auf gefilterten Einzellokalisierungen. Die Daten sind zwar nicht so sauber, wie die ground-truth, d. h., es bestehen noch Abweichungen, allerdings sind auch keine wirklichen Ausreißer oder Lücken mehr vorhanden.
Es wird deutlich, dass die Verwendung zusätzlicher stochastischer Filter eine Verbesserung der Lokalisierung ermöglicht, bspw. insbesondere im Hinblick auf autonome Navigationsaufgaben. Für die Filterung kann zu Verbesserung der Positionsinformation auch auf die Odometrie eins erfindungsgemäßen Roboters zurückgegriffen werden. Damit können auch besonders sicherheitskritische, z. B. redundante Systeme geschaffen werden, bspw. um die Wahrscheinlichkeit von Fehllokalisationen und Unfällen zu verringern.
Ganz allgemein weisen Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung den Vorteil auf, dass erfindungsgemäße Verfahren ohne großen Kostenaufwand auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten, z. B. eines Roboters welcher die Erfassungseinheit aufweist, noch genau funktionieren kann (Ein aktueller Prototyp schafft bspw. 5 m/s). Dies kann bspw. den oder einen der wichtigsten Vorteile bilden. Dies liegt u.a. auch daran, dass die Berechnungszeiten der verwendeten Algorithmen sehr gering ausfallen, was einen weiteren Vorteil erfindungsgemäßer Vorrichtungen darstellt.
Die Bildsegmentierung und Berechnung der Feature-Deskriptoren bei Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung lässt sich hochparallelisiert, bspw. auf einer Grafikkarte berechnen, und die Algorithmen zum Point-Cloud-Matching können ebenfalls mit geringem Rechenaufwand ausgeführt werden (Beispiel für eine Größenordnung des Rechenaufwands: Ein beispielhafter Prototyp erreicht auf einem Nvidia® Jetson Board 50 Lokalisierungen pro Sekunde). Anders ausgedrückt können Algorithmen zum Point-Cloud- Matching wenig rechenintensiv sein.
Eine erfindungsgemäße bodenbasierte Lokalisierung hat allgemein den Vorteil (bspw. vor oder im Hinblick auf Lokalisierungen basierend auf der Umgebung), dass sie robust funktioniert, auch bei sich ändernden Umgebungen, wie bspw. einem automatisierten Warenlager.
Ein großer Vorteil, oder bspw. der größte Vorteil gegenüber bestehenden Lösungen kann sein, dass das erfindungsgemäße Verfahren (wie oben bereits erwähnt) auch bei hohen Geschwindigkeiten noch zuverlässig funktioniert.
Ein weiterer Vorteil von erfindungsgemäßen Konzepten bspw. im Vergleich zu Marker basierten Ansätzen besteht darin, dass nicht Marker, bspw. QR-Codes zuerst einmal auf dem Boden angebracht werden, und bei zu starker Abnutzung erneuert werden müssen. Außerdem liefern Beispiele derartiger System keine "lückenlose" Lokalisierung, da zwischen den Markern, bspw. QR-Codes, keine Erkennung möglich ist. Dagegen ermöglicht ein erfindungsgemäßes Verfahren eine bspw. lückenlosen Lokalisierung mit bereits im Herstellungsverfahren der Oberfläche, bspw. des Bodens automatisch angebrachten Features.
Allgemein beruhen Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung auf dem Konzept Farbsprenkler, bspw. Blobs im Boden zu segmentieren, Deskriptoren, bspw. Feature Deskriptoren für die Farbsprenkel zu verwenden, einen Point-Cloud-Matching Algorithmus zu verwenden und vorher extrahierte Extraktionsinformation oder Teilextraktionsinformation bspw. vorher extrahierte Features beim Matching oder Fitting zu berücksichtigen.
Weitere Ausführungsbespiele können auf einer Segmentierung von roten, grünen und blauen Sprenklern, einer Segmentierung von Sprenklern in Gummiböden, einer Verwendung von Hu-Momenten als Feature-Deskriptoren, einer Verwendung des ICP als Point- Cloud-Matching-Algorithmus und einer Berücksichtigung der Hu-Momente im ICP-
Matching beruhen. Ferner können bspw. ORB-Features mit Kernel-Correlation anstelle von Hu-Momenten mit ICP eingesetzt werden
Ganz allgemein sind Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung technisch für grundlegend jede Form von mobilen Robotern verwendbar, welche für die Industrie eingesetzt werden. Die zuvor beschriebenen Gummiböden sind bspw. in vielen Applikationen, wie bereits erwähnt absoluter Standard und lassen sich z. B. perfekt als Boden in einer Industriehalle verwenden. Besonders aber wegen der Fähigkeit zur Lokalisierung bei sehr hohen Geschwindigkeiten bspw. gegenüber dem Stand der Technik eignet sich die beschriebene, erfindungsgemäße Vorgehensweise z. B. besonders für schnell fahrende mobile Roboter, die bspw. in fahrzeugbasierten Sortiersystemen zum Einsatz kommen können oder bei Transporten über längere Distanzen relevant sind.
Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Offenbarung können in ein SLAM Verfahren umgewandelt werden oder anders ausgedrückt für eine SLAM Verfahren verwendet werden. Der bspw. große Vorteil bei SLAM besteht darin, dass mit einer sich verändernden Umgebung umgegangen werden kann. Nehmen wir als Beispiel einen Raum, welcher einen Tisch mit Stühlen enthält. Die Position der Stühle kann sich über die Zeit hinweg verändern. SLAM-Verfahren re-mappen die neue Position der Stühle und behalten sie solange als Referenz, bis sie wieder geändert wird.
Ein Vorteil von erfindungsgemäßen Verfahren gegenüber SLAM Verfahren besteht allerdings darin, dass als Referenz inhärente Merkmale der Bodenoberfläche, also bspw. das bei der Herstellung des Gummibodens entstehende Sprenkelmuster verwendet wird, sodass erfindungsgemäß keine Notwendigkeit des permanenten remapping Prozesses besteht, da die Veränderungen auf dem Boden eher gering ausfallen und in einem Prozess separat von der Lokalisierung, ggf. sogar durch ein anderes Gerät / Fahrzeug ausgeführt werden kann (Bspw. um auf Abnutzungserscheinungen zu reagieren, welche nach mehreren Jahren auftreten können).
Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung umfassen eine Vorrichtung zur Positionsbestimmung einer Erfassungseinheit, welches ein internes Lokalisierungssystem bildet.
Ein Verfahren zur Bestimmung einer Position einer Erfassungseinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel weist folgende Schritte auf:
Erhalten einer Abtastinformation von der Erfassungseinheit, wobei die Abtastinformation eine Abtastung einer Oberfläche ist und wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist; und
Extrahieren einer Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation; und
Ausführen eines Abgleichs, basierend auf der Extraktionsinformation, mit einer Datenbank, wobei in der Datenbank Extraktionsinformationen für eine Vielzahl von inhärenten Merkmalen der Oberfläche hinterlegt sind; und
Bestimmen der Position der Erfassungseinheit, basierend auf dem Abgleich.
Ein Verfahren zur Hinterlegung von Extraktionsinformation in einer Datenbank zur Verwendung mit einer Vorrichtung gemäß hierin beschriebenen Ausführungsbeispielen umfasst folgende Schritte:
Erhalten einer Abtastinformation, wobei die Abtastinformation eine Abtastung einer Oberfläche ist und wobei die Abtastinformation eine Information über ein inhärentes Merkmal der Oberfläche aufweist; und
Extrahieren einer Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal aus der Abtastinformation; und
Hinterlegen der Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal der Oberfläche in der Datenbank.
Ein solches Verfahren umfasst optional ferner:
Bestimmen eines Wertes, welcher mit einem Informationsgehalt des inhärenten Merkmals assoziiert ist; und
Vergleichen des Wertes mit einem Schwellwert; und
Hinterlegen der Extraktionsinformation für das inhärente Merkmal der Oberfläche in der Datenbank, sofern der bestimmte Wert des inhärenten Merkmals den Schwellwert zumindest erreicht.
Alle hierin aufgeführten Aufzählungen der Materialien, Umwelteinflüsse, elektrischen Eigenschaften und optischen Eigenschaften sind hierbei als beispielhaft und nicht als abschließend anzusehen.
Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen, sodass ein Block oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist. Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar. Einige oder alle der Verfahrensschritte können durch einen Hardware-Apparat (oder unter Verwendung eines Hardware-Apparats), wie zum Beispiel einen Mikroprozessor, einen programmierbaren Computer oder eine elektronische Schaltung ausgeführt werden. Bei einigen Ausführungsbeispielen können einige oder mehrere der wichtigsten Verfahrensschritte durch einen solchen Apparat ausgeführt werden.
Je nach bestimmten Implementierungsanforderungen können Ausführungsbeispiele der Erfindung in Hardware oder in Software implementiert sein. Die Implementierung kann unter Verwendung eines digitalen Speichermediums, beispielsweise einer Floppy-Disk, einer DVD, einer Blu-ray Disc, einer CD, eines ROM, eines PROM, eines EPROM, eines EEPROM oder eines FLASH-Speichers, einer Festplatte oder eines anderen magnetischen oder optischen Speichers durchgeführt werden, auf dem elektronisch lesbare Steuersignale gespeichert sind, die mit einem programmierbaren Computersystem derart Zusammenwirken können oder Zusammenwirken, dass das jeweilige Verfahren durchgeführt wird. Deshalb kann das digitale Speichermedium computerlesbar sein.
Manche Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung umfassen also einen Datenträger, der elektronisch lesbare Steuersignale aufweist, die in der Lage sind, mit einem programmierbaren Computersystem derart zusammenzuwirken, dass eines der hierin beschriebenen Verfahren durchgeführt wird.
Allgemein können Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung als Computerprogrammprodukt mit einem Programmcode implementiert sein, wobei der Programmcode dahin gehend wirksam ist, eines der Verfahren durchzuführen, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem Computer abläuft.
Der Programmcode kann beispielsweise auch auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert sein.
Andere Ausführungsbeispiele umfassen das Computerprogramm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren, wobei das Computerprogramm auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert ist.
Mit anderen Worten ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens somit ein Computerprogramm, das einen Programmcode zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren aufweist, wenn das Computerprogramm auf einem Computer abläuft.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verfahren ist somit ein Datenträger (oder ein digitales Speichermedium oder ein computerlesbares Medium), auf dem das Computerprogramm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren aufgezeichnet ist. Der Datenträger, das digitale Speichermedium oder das computerlesbare Medium sind typischerweise gegenständlich und/oder nichtvergänglich bzw. nichtvorübergehend.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist somit ein Datenstrom oder eine Sequenz von Signalen, der bzw. die das Computerprogramm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren darstellt bzw. darstellen. Der Datenstrom oder die Sequenz von Signalen kann bzw. können beispielsweise dahin gehend konfiguriert sein, über eine Datenkommunikationsverbindung, beispielsweise über das Internet, transferiert zu werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel umfasst eine Verarbeitungseinrichtung, beispielsweise einen Computer oder ein programmierbares Logikbauelement, die dahin gehend konfiguriert oder angepasst ist, eines der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel umfasst einen Computer, auf dem das Computerprogramm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren installiert ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung umfasst eine Vorrichtung oder ein System, die bzw. das ausgelegt ist, um ein Computerprogramm zur Durchführung zumindest eines der hierin beschriebenen Verfahren zu einem Empfänger zu übertragen. Die Übertragung kann beispielsweise elektronisch oder optisch erfolgen. Der Empfänger kann beispielsweise ein Computer, ein Mobilgerät, ein Speichergerät oder eine ähnliche Vorrichtung sein. Die Vorrichtung oder das System kann beispielsweise einen Datei-Server zur Übertragung des Computerprogramms zu dem Empfänger umfassen.
Bei manchen Ausführungsbeispielen kann ein programmierbares Logikbauelement (beispielsweise ein feldprogrammierbares Gatterarray, ein FPGA) dazu verwendet werden, manche oder alle Funktionalitäten der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen. Bei manchen Ausführungsbeispielen kann ein feldprogrammierbares Gatterarray mit einem Mikroprozessor Zusammenwirken, um eines der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen. Allgemein werden die Verfahren bei einigen Ausführungsbeispielen seitens einer beliebigen Hardwarevorrichtung durchgeführt. Diese kann eine universell einsetzbare Hardware wie ein Computerprozessor (CPU) sein oder für das Verfahren spezifische Hardware, wie beispielsweise ein ASIC.
Die hierin beschriebenen Vorrichtungen können beispielsweise unter Verwendung eines Hardware-Apparats, oder unter Verwendung eines Computers, oder unter Verwendung einer Kombination eines Hardware-Apparats und eines Computers implementiert werden.
Die hierin beschriebenen Vorrichtungen, oder jedwede Komponenten der hierin beschriebenen Vorrichtungen können zumindest teilweise in Hardware und/oder in Software (Computerprogramm) implementiert sein.
Die hierin beschriebenen Verfahren können beispielsweise unter Verwendung eines Hardware-Apparats, oder unter Verwendung eines Computers, oder unter Verwendung einer Kombination eines Hardware-Apparats und eines Computers implementiert werden.
Die hierin beschriebenen Verfahren, oder jedwede Komponenten der hierin beschriebenen Verfahren können zumindest teilweise durch Hardware und/oder durch Software ausgeführt werden.
Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den
Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten, die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert wurden, beschränkt sei.