Energieaustauschvorrichtung elektrischer Energie zwischen zwei mobilen
Energiespeichersystemen
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Energieaustauschvorrichtung elektrischer Energie zwischen zwei mobilen Energiespeichersystemen in Fahrzeugen.
In vielen Elektrofahrzeugen einschließlich Einsteck-Elektrohybridfahrzeugen wird eine Fahrzeugbatterie in der Regel von einer Netzstromquelle wie z.B. einem öffentlichen oder privaten Netzzugang geladen, der Elektrizität und demnach elektrisch speicherbare Energie von einem elektrischen Netz emp-
fängt. Zum Laden wird ein Ladekabel verwendet, um die Netzstromquelle mit der Fahrzeugbatterie zu verbinden. Nach dem Herstellen der elektrischen Verbindung beginnt das Fahrzeugladesystem mit dem Laden der Fahrzeug batterie, bis die Batterie bis zu einem bestimmten gewünschter Ladezustand geladen ist. Um zum Beispiel Kosten zu reduzieren, kann ein Benutzer mit dem Ankoppeln eines Fahrzeuges solange warten, bis die Netztarife auf ei nem gewünschten Niveau sind, wie z. B. zu einem Nachtstromtarif während der Nachtzeit. Bei einer solchen Ladetopologie ist allerdings immer erforder lich, dass eine Kombination eines Netzanschlusses mit ausreichend hoher Netzkapazität für das Fahrzeug zur Verfügung steht.
Im Stand der Technik gibt es aber derzeit keine brauchbaren und effizienten Lösungen, wie einerseits ohne einen Anschluss an einer fest installierten d. h. immobilen Anbindung mit ausreichendem Ladespannungspegel eine Fahrzeugbatterie aufgeladen werden kann. So sind auch weitere Probleme im Stand der Technik bisher ungelöst, wie z. B. die Problematik, dass man aus einem ggf. vorhandenen Energiespeicher mit den herkömmlichen den Fahrzeugen beigefügten Ladekabeln, die an ei ner Wall-Box oder Ladesäule angeschlossen werden sollen, keine Energie in die vorhandene Bord-Batterie übertragen kann, da die technischen Voraus- Setzungen dazu fehlen. Bereits das Lademanagement würde einen Ladevor gang nicht zulassen.
Ein derzeit bestehendes und insgesamt unbefriedigend gelöstes Problem bei der Elektromobilität besteht aber darin, dass Ladesäulen nicht überall und schon gar nicht an gewünschten Parkpositionen verfügbar sind. Ebenfalls von Nachteil ist der Umstand, dass man als Besitzer oder Nutzer eines E-
Fahrzeugs darauf angewiesen ist, die gerade zum Zeitpunkt des Ladevor gangs angebotenen Stromtarife zahlen zu müssen, wenn ein Ladevorgang erforderlich ist.
Andererseits befinden sich an Orten ohne Ladesäule ggf. in näherer Umge bung weitere Elektrofahrzeuge, die gerade zu diesem Zeitpunkt einen Ener gieüberschuss aufweisen und die überschüssige Energie kostengünstiger als an einer nahegelegenen Ladesäule zur Verfügung stellen könnten. Denkbar ist auch eine Konstellation bei der das eine Fahrzeug eine Ladeniveau von z. B. 85% und das zweite Fahrzeug einen Ladezustand von 55% besitzt, wobei das erste Fahrzeug in Kürze eine große Distanz zurücklegen will und daher einen Ladezustand von 100% wünschenswert wäre, während das weitere Fahrzeug kurzfristig auch mit einem Ladeniveau von z. B. 40% auskommen würde.
Betrachtet man nun die Vielzahl von verfügbaren Elektrofahrzeugen, die ge genseitig elektrische Energie austauschen könnten, so fehlt es an einer technischen Einrichtung, wie elektrische Energie abhängig von den unter schiedlichen Ladekonstellationen zwischen mobilen Energiespeichern in Fahrzeugen übertragen werden kann. Dabei sind insbesondere keine techni schen Vorrichtungen verfügbar, welche die folgenden Konstellationen abde cken: a) Übertragen der elektrischen Energie von einem ersten mobilen Energie speicher eines ersten Fahrzeugs mit einem höheren Spannungs- oder Ladepegel zu einem zweiten mobilen Energiespeicher eines zweiten
Fahrzeugs mit einem niedrigere Spannungs- oder Ladepegel; b) Übertragen der elektrischen Energie von einem ersten mobilen Energie speicher eines ersten Fahrzeugs mit einem niedrigeren Spannungs- oder Ladepegel zu einem zweiten mobilen Energiespeicher eines zweiten Fahrzeugs mit einem höheren Spannungs- oder Ladepegel; c) Übertragen der elektrischen Energie von einem ersten mobilen Energie speicher eines ersten Fahrzeugs zu einem zweiten mobilen Energiespeicher eines zweiten Fahrzeugs bei dem während des Energieübertra-
gungsvorgangs der Pegel von einem höheren zu einem niedrigeren Pe gel überwechselt und umgekehrt (z. B. anfänglich 1. Fahrzeug 60% La depegel und das 2. Fahrzeug 40% Ladepegel, wobei der Endzustand genau umgekehrt ist, so dass sich beim Überschreiten der 50% zu 50% Konstellation die Situation ergibt, dass nun das Fahrzeug mit dem höhe ren Lade- oder Spannungspegel von einem Fahrzeug mit niedrigerem Lade- oder Spannungspegel weiter geladen werden soll. Diese Situation stellt sich bei einer Ladesäule nie, da Netzspannungsseitig immer aus reichend hohe Ladekapazität und Ladespannung zur Verfügung steht. d) Erfassen und Abrechnen der übertragenen elektrischen Energie zwi schen den beteiligten Fahrzeugen zu variablen, insbesondere einseitig bestimmbaren Stromtarifen. So kann ein Fahrzeug mit hoher Ladekapa zität als Stromanbieter agieren und zu eigenen Stromtarifen anderen Fahrzeugnutzern Strom mobil anbieten. Derzeit ist im Stand der Technik keine Lösung verfügbar, um die zuvor ge nannten Ziele zu erreichen. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrun de, vorgenannte Nachteile im Stand der Technik zu überwinden und eine Energieaustauschvorrichtung vorzuschlagen, mit der elektrische Energie zwischen zwei mobilen Energiespeichersystemen in Fahrzeugen auf Ab- rechnungsbasis übertragen werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird hierzu eine Energieaustauschvorrichtung vorgesehen, die ausgebildet ist, elektrische Energie zwischen zwei mobilen Energiespei- chersystemen (z. B. Fahrzeugbatterien zum Antrieb von E-Motoren) in Fahr zeugen zu übertragen, umfassend eine elektrische Verbindungsleitung, an dessen Enden je ein elektrischer Fahrzeugverbinder angebracht ist, um eine elektrische Verbindung mit einer jeweiligen Ladebuchse an einem der jewei-
ligen Fahrzeuge herzustellen, sowie eine vorzugsweise schaltungstechnisch zwischen den beiden Fahrzeugverbindern angebrachte Steuerungseinrich tung, die ausgebildet ist, einen elektrischen Energieübertragungsvorgang zwischen den Energiespeichersystemen zu steuern. Erfindungsgemäß ist die Energieaustauschvorrichtung ferner mit einem Energieerfassungsmodul aus gebildet, welches die zwischen den Energiespeichersystemen übertragene elektrische Energie DE sowie dessen Übertragungsrichtung erfasst und da raus Daten generiert, um diese an einer integrierten oder externen Anzeige einrichtung darstellen zu können. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Energieaustauschvorrichtung als eine bi-direktionale Energieübertragungseinrichtung ausgebildet, die somit unabhängig von der Frage, welcher Fahrzeugverbinder an welchem Fahr zeug eingesteckt ist, wahlweise elektrische Energie von dem einen zu dem anderen Fahrzeug oder umgekehrt übertragen kann. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird ein System aus einer Energieaustauschvorrichtung und Adapterstecker zum Anschluss der Fahr zeugverbinder der Energieaustauschvorrichtung an das Fahrzeug ausge führt. Auf diese Weise lassen sich mit einer Energieaustauschvorrichtung auch Fahrzeuge unterschiedlicher Fiersteiler und Ausführung energetisch miteinander zum Energieaustausch koppeln.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Energieaustauschvorrichtung einstückig und somit gebrauchsfertig ausgebildet ist. Dies erspart, dem An wender mühevolle Anschluss- und Verkabelungsaufwand. Flierzu ist die komplette Steuerungstechnik in einem Kabelsatz zur Ausbildung der Ener- gieaustauschvorrichtung integriert.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass mit der Energieaustauschvorrichtung auch elektrische Energie von Fahrzeugen mit einem niedrigeren Ladeniveau an Fahrzeuge mit einem hö-
heren Ladeniveau übertragen werden können. Hierzu weist die Steuerung mit Vorteil wenigstens einen elektronische Spannungswandler bzw. einen DC/DC-Wandler auf, um das jeweilige Spannungsniveau auf der Eingangs seite bzw. an der Abnahmeseite geeignet anzuheben oder abzusenken. Wei- ter Vorteilhaft ist das Vorsehen eines Gleichspannungszwischenkreises zum Puffern der elektrischen Energie übereinen Zwischenkreiskondensator. Er gänzend kann nach dem Gleichspannungszwischenkreis eine weiterer Spannungswandler vorgesehen sein, wobei jeweils der eingangsseitig ange ordnete Spannungswandler primär zur Spannungswandlung vorgesehen ist. Weiter vorteilhaft wird ein Erfassungsmodul, vorzugsweise in der Steue rungseinrichtung integriert, vorgesehen ist, welches ausgebildet ist, um elekt rische und/oder physikalische Eigenschaften der angeschlossenen Energie speichersystemen zu erfassen und davon abhängig den Energieübertra gungsvorgang zwischen den Energiespeichersystemen zu steuern. Weiter vorteilhaft ist die Verknüpfung mit einem drahtgebundenen oder drahtlos ver bundenen Kommunikationsmodul, auf das an späterer Stelle noch genauer eingegangen wird, welches über eine oder mehrere Kommunikationsleitungen oder durch eine Power Line Communication mit den angeschlossenen Einheiten kommunizieren kann. Um die Energieübertragung und den Lade- bzw. Entladevorgang optimiert zu steuern, gehören zu den erfassbaren elektrischen und/oder physikalischen Eigenschaften der angeschlossenen Energiespeichersystemen, die vom Er fassungsmodul erfasst werden, mindestens das Spannungsniveau und/oder das Ladeniveau und/oder die zur Verfügung stehende elektrische Energie im jeweiligen Energiespeicher.
In einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ferner ein Stromerfassungsmodul, vorzugsweise ein Stromzähler vor gesehen ist, um den von einem Energiespeichersystem auf das jeweils ande-
re Energiespeichersystem fließenden bzw. übertragenen Strom bzw die übertragene elektrische Leistung in kW quantitativ zu erfassen.
Weiter vorteilhaft ist eine Benutzerschnittstelle, um technische Parameter für die Übertragung einzugeben, wie z. B. die maximal zu übertragende Leistung in kW.
Weiter ist mit Vorteil vorgesehen, dass eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, welche aus der zwischen den Energiespeichersystemen übertragenen elektrische Energie DE einen Wert, insbesondere einen wirtschaftlich mess baren Wert z. B. in einer auswählbaren Währung ermittelt, um diese an einer integrierten oder externen Anzeigeeinrichtung darstellen zu können. Auf die se Weise können nach dem Übertragungsvorgang von einer bestimmten elektrischen Leistung in kW den Benutzern angezeigt werden, welcher Wert sich dahinter verbirgt (z. B. 10 kW übertragen für 2 EUR).
Wie bereits zuvor erläutert, ist mit Vorteil eine Kommunikationsschnittstelle vorgesehen, welche kommunikativ mit der Steuerungseinrichtung gekoppelt ist, um voreingestellte, veränderbare und/oder auswählbare System- Parameter (soweit für die Übertragung der elektrischen Energie und dessen Auswertung relevant), die von der Steuerungseinrichtung bei der Übertra gung und/oder Erfassung der übertragenen elektrischen Energie zur Steue- rung des Übertragungsvorgangs verwendet werden, durch einen Benutzer einzugeben oder zu verändern. So wird ein skalierbares System vorgeschla gen, bei dem zwischen den Verwendern vor Ort ggf. Anpassungen oder eine Auswahl über die Benutzerschnittstelle vorgenommen werden können, die den Ladevorgang entsprechend über die Steuerung beeinflussen. Als Para- meter sind wenigstens eine der folgenden Größen umfasst: die maximale zu übertragende Energiemenge und/oder der Stromtarif je kW und/oder der mi nimale Restladungspegel/Spannungspegel des Energiespeichers aus dem die elektrische Energie übertragen wird und/oder der maximale zulässige
Strom.
In einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung einen Prozessor umfasst, der ein Lade schema auf der Basis der erfassten elektrischen und/oder physikalischen Eigenschaften der angeschlossenen Energiespeichersystemen bestimmt und die Energieübertragung gemäß dieses Ladeschemas nach einer Freigabe durch den Benutzer erfolgt. Optional kann ergänzend auf Basis der von ei nem Benutzer über die Benutzerschnittstelle eingegebenen oder hinterlegten Parameter für die Steuerung das Ladeschema vom Prozessor entsprechend bestimmt werden.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft neben der Energie austauschvorrichtung auch das Verfahren zum Übertragen elektrischer Energie von einem ersten mobilen Energiespeichersystem in einem ersten elektrisch betriebenen Fahrzeug zu einem zweiten mobilen Energiespeicher- System in einem zweiten elektrisch betriebenen Fahrzeug mittels einer wie zuvor beschriebenen Energieaustauschvorrichtung mit den folgenden Schrit ten: a. Verbinden der Fahrzeugverbinder mit je einer Ladebuchse an je einem der beiden Fahrzeuge; b. Starten einer Übertragung von elektrischer Energie mittels der Steue rungseinrichtung; c. Erfassen der zwischen den Energiespeichersystemen übertragenen elektrischen Energie DE; d. Generieren von Daten als Äquivalent zur übertragenen elektrischen Energie DE, um diese an der integrierten oder externen Anzeigeeinrichtung darzustellen.
In einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ver fahrens ist vorgesehen, dass das Starten der Übertragung von elektrischer Energie in Schritt b) nach einer Benutzerabfrage und einer Freigabe durch einen Benutzer, vorzugsweise über eine Benutzer- oder Kommunikations- Schnittstelle erfolgt.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprü chen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Be schreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigten: Fig. 1 eine schematische Ansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels einer Energieaustauschvorrichtung und
Fig. 2 eine Steuerungseinrichtung.
Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 anhand eines lediglich beispielhaften Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Figur 1 sind beispielhaft zwei Fahrzeuge F1, F2 gezeigt. Die Fahrzeu ge F1 , F2 besitzen jeweils eine Ladebuchse L1 , L2, die mit einer Leitung mit je einer im Fahrzeug fest installierten Energiespeichersystem E1 , E2 verbun den sind. Die Ladebuchsen sind mit Vorteil diejenigen Ladebuchsen, an der das jeweilige Energiespeichersystem E1, E2 mit einer herkömmlichen an einem Netzt angeschlossene Ladesäule verbunden wird.
Zwischen den beiden Ladebuchsen L1, L2 ist eine Energieaustauschvorrich tung 1 vorgesehen. Die Energieaustauschvorrichtung 1 besteht aus einem Kabelsatz 10 aus Leitungen, an dessen Enden 10a, 10b je ein elektrischer Fahrzeugverbinder 20 angebracht ist, der in die jeweilige Ladebuchse L1, L2 eingesteckt ist, um eine elektrische Verbindung zwischen den Energiespei chersystem E1, E2 der Fahrzeuge F1, F2 herzustellen.
Die Energieaustauschvorrichtung 1 umfasst ferner eine zwischen den beiden Fahrzeugverbindern 20 angebrachte Steuerungseinrichtung 30, die (wie in Fig. 2 gezeigt) ausgebildet ist, einen elektrischen Energieübertragungsvorgang zwischen den Energiespeichersystemen E1, E2 zu steuern. Die Steue- rungseinrichtung 30 umfasst hierzu einen DC-DC-Wandler 31, einen Zwi schenkreis 32 mit einem Zwischenkreiskondensator 33, einen weiteren DC/DC-Wandler 34, ein Erfassungsmodul 40, das Stromerfassungsmodul 50, die Auswerteeinrichtung 60 und eine Kommunikationsschnittstelle 71 so wie ein Kommunikationsmodul 70. Das Stromerfassungsmodul 50 ist ausgebildet die zwischen den Energie speichersystemen E1, E2 übertragene elektrische Energie DE zu erfassen, um daraus Daten zu generieren, die an einer integrierten oder externen An zeigeeinrichtung A darstellbar sind. Die Anzeigeeinrichtung A kann dabei auch ein Smartphone sein, welches über eine APP mit der Steuerungsein- richtung 30 über eine oder die Kommunikationsschnittstelle 71 kommunizie ren kann.
Das Erfassungsmodul 40 hingegen ist ausgebildet, um elektrische und/oder physikalische Eigenschaften der angeschlossenen Energiespeichersystemen E1, E2 zu erfassen und diese Daten der Steuerung bereit zu stellen, um da- von abhängig den Energieübertragungsvorgang zwischen den Energiespei chersystemen E1, E2 entsprechend zu steuern.
Die Auswerteeinrichtung 60 ist ausgebildet, aus der zwischen den Energie speichersystemen E1, E2 übertragenen elektrischen Energie DE einen Wert, vorzugsweise einen Geldwert in einer auswählbaren Währung zu ermitteln, um diese an einer integrierten oder externen Anzeigeeinrichtung A darstellen zu können. Flierzu kann ein in der Steuerung vorgesehener Mikro-Prozessor verwendet werden. Der Mikroprozessor kann auch dazu dienen, ein optima les Ladeschema basierend auf detektierten System-Parameter zu bestim-
men, um einen entsprechend optimierten Ladevorgang zu erzielen. So kann z. B. das Ladeschema abgestimmt sein auf einen maximalen Ladestrom ab hängig von den aktuellen Umgebungsparametern und der aktuellen Leitungstemperatur. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steuerung dabei dyna- misch das Ladeschema bzw. das aktuelle Ladeprofil ändert und ggf. den La devorgang kontinuierlich anpasst. Steigt zum Beispiel die Temperatur beim Übertragen unzulässig hoch an, kann man über die Steuerung automatisiert über einen Abfragealgorithmus die Anpassung des Stromes und/oder ggf. der Ladespannung über den DC/DC-Spannungswandler vornehmen, so dass sich die übertragene elektrische Leistung pro Zeiteinheit reduziert. Diese An passung kann iterativ solange wiederholt werden, bis das optimale Lade schema so bestimmt wurde. Eine Anpassung kann insbesondere auch dann erforderlich werden, wenn ein Energiespeicher beim Entladen immer näher in die Richtung der Entladeschlussspannung kommt, die als die Spannung de- finiert ist, unterhalb der keine für die jeweilige Anwendung nutzbare Energie mehr entnommen werden kann. Bei Akkumulatoren ist es der Grenzwert der Spannung an den Zellen zur Tiefentladung. Liegt die Abschaltspannung für dem Entladeregler der Energieaustauschvorrichtung 1 über der Entlade schlussspannung des Akkumulators, so wird der Akkumulator nicht komplett entladen und die Kapazität kann nicht vollständig genutzt werden. Anderer seits sinkt die Spannung zuvor ab, und muss ggf. über den DC/DC-Wandler entsprechend angepasst werden, so dass eine Energieübertragung weiter ermöglicht wird.
Die Kommunikationsschnittstelle 71, welche kommunikativ mit der Steue- rungseinrichtung 30 gekoppelt ist, ist vorgesehen, um voreingestellte, verän derbare und/oder auswählbare Parameter, die von der Steuerungseinrich tung bei der Übertragung und/oder Erfassung der übertragenen elektrischen Energie zur Steuerung des Übertragungsvorgangs verwendet werden, durch einen Benutzer einzugeben oder zu verändern. Hierzu ist das zuvor genann- te Kommunikationsmodul 70 vorgesehen, welches mit Vorteil mit einem
Smartphone über eine spezifische APP kommunizieren kann.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
So kann es vorgesehen sein, dass der oder die Spannungswandler auch in nerhalb des Fahrzeugs angeordnet sind, da diese nach dem Konzept der Erfindung lokal nicht zwangsläufig in der Box sein. Die Steuerungseinrich tung 30 umfasst daher nicht zwingend lokal die DC-DC-Wandler 31 , 34 und den Zwischenkreis 32, sondern kann in einer kostengünstigeren Variante die Wandler im Fahrzeug ansteuern. Somit sind die bereits im Fahrzeug vorhan denen Wandler Teil des Konzeptes der Energieaustauschvorrichtung bzw. einer entsprechenden Box, welche alle weiteren Bauteile enthält. Geht man davon aus, dass ein Fahrzeug in Zukunft eine Schnittstelle (bestenfalls eine standardisierte Schnittstelle) zur Verfügung stellt, kann man dieser nutzen und bedienen, um die Spannung an die Zwischenkreisspannung der Ener gieaustauschbox anzupassen.
Dadurch ergibt sich eine weitere Variante, nämlich bei Nutzung des Konzep tes, dass die Fahrzeuge bzw. ein Fahrzeug den DC-DC Wandler zur Verfü- gung stellt, ist ein Zwischenkreis nicht mehr zwingend erforderlich. Die Ener gieaustauschbox bzw. der Kabelsatz ist dann als ein Leistungsverbinder und ein Kommunikationsmodul ausgebildet, welches die Ladeleistung usw. von einem zum anderen Fahrzeug reguliert, womit die Energieaustauschvorrich tung sehr günstig herstellbar ist. Ebenso ist denkbar, dass die Leistungsverbindung nicht zwangsläufig HV
>60V im Sinne einer automobilen Applikation bedeutet. Eine Leistungsverbindung auf Basis von z.B. 48V ist ebenfalls denkbar. Hierfür sind die DC-DC Wandler in aller Regel bereits im Fahrzeug vorhanden. Damit wird eine wei-
tere Kostenreduktion möglich, indem der HVTeil entfallen kann.
Darüber hinaus kann ein Internetmodul mit Fernzugriff vorgesehen sein.
Das Ladeschema kann auch vom Energiespeicher, falls verfügbar, ausgewertet und eingestellt werden. Es kann Vorkommen, dass der Energiespei- eher im Fahrzeug eigene Vorgaben zum Entladen und Laden machen soll bzw. machen muss. Dabei wird von einer Lösung mit Zwischenkreis ausge gangen. Der bzw. die Wandler können weiterhin im Fahrzeug angeordnet sein oder alternativ in der Energieaustauschvorrichtung. Bei einer solchen Struktur können mehr als nur zwei Fahrzeuge miteinander verbunden wer- den. Jeder Anschluss an die Energieaustauschvorrichtung bzw. Box benötigt in der selbigen oder im Fahrzeug einen DC-DC Wandler. Damit können z. B. auch zwei Fahrzeuge ein drittes Fahrzeug laden.
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