Beschreibung
Verfahren zum Reservieren einer Ladeeinrichtung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reservieren einer Ladeeinrichtung für ein Laden einer Fahrbatterie eines elektrisch antreibbaren Fahrzeugs sowie eine Reservierungseinrichtung . Bei elektrisch antreibbaren Fahrzeugen wird in einer Fahrbatterie (Akkumulator) die für den Fahrbetrieb benötigte
elektrische Energie gespeichert. Wenn die Fahrbatterie entladen ist, dann muss diese mittels einer Ladeeinrichtung wieder aufgeladen werden. Die Ladevorgänge dauern üblicherweise eine beträchtliche Zeit. Wenn ein Fahrzeug an einer Ladeeinrichtung aufgeladen werden soll, an der bereits ein anderes Fahrzeug aufgeladen wird, muss das später eintreffende Fahrzeug warten, bis der Ladevorgang des anderen Fahrzeugs abgeschlossen ist und das andere Fahrzeug die Ladeeinrichtung verlässt und damit Platz für das später eintreffende Fahrzeug macht. Solche Wartezeiten sind lästig und stehen der Akzeptanz von elektrisch antreibbaren Fahrzeugen entgegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung anzugeben, mit denen in einer komfortablen und zuverlässigen Art und Weise eine Ladeeinrichtung für ein elektrisch antreibbares Fahrzeug reserviert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren und eine Einrichtung nach den unabhängigen Patentansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und der Einrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß angegeben wird ein Verfahren zum Reservieren einer Ladeeinrichtung für ein Laden einer Fahrbatterie eines elektrisch antreibbaren Fahrzeugs, wobei diese Ladeeinrichtung zu einer Gruppe von mehreren Ladeeinrichtungen gehört, wobei bei dem Verfahren eine (z.B. von einem Nutzer des Fahr-
zeugs stammende) Reservierungsanfragenachricht, die eine Reservierungszeit und ein Kennzeichen der Gruppe enthält, bei einer Reservierungseinrichtung eintrifft, und bei der Reservierungseinrichtung eine Reservierung (beispielsweise in Form eines Reservierungsdatensatzes) für diese Reservierungszeit für die Gruppe gespeichert wird, wenn die Anzahl der für diese Reservierungszeit für die Gruppe bereits bei der Reservierungseinrichtung gespeicherten Reservierungen kleiner ist als eine vorgewählte Reservierungsanzahl für die Gruppe. Da- bei gibt die Reservierungsanzahl an, wie viele Ladeeinrichtungen der Gruppe maximal reserviert werden dürfen.
Hierbei ist besonders vorteilhaft, dass bei der Reservierungseinrichtung die Reservierung für die Gruppe gespeichert wird (und nicht für eine individuelle Ladeeinrichtung der Gruppe) . Dabei können so lange Reservierungen gespeichert werden, bis die Anzahl der gespeicherten Reservierungen gleich der Reservierungsanzahl ist. Das Verfahren kann so ausgestaltet sein, dass (z.B. von der
Reservierungseinrichtung) eine Reservierungsbestätigungsnach- richt an den Nutzer des Fahrzeugs abgesendet wird, wenn die Reservierung gespeichert wurde, wobei die Reservierungsbestä- tigungsnachricht die Information enthält, dass eine Reservie- rung für die Gruppe erfolgt ist. Mit dieser Reservierungsbe- stätigungsnachricht wird die Information übermittelt, dass die Reservierung für die Gruppe erfolgt ist, d. h. dass die Reservierung für die Gruppe erfolgreich verlaufen ist. Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass erst nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe (insbesondere nach einer erfolgreichen Authentifizierung des Fahrzeugs oder eines Nutzers des Fahrzeugs) eine der Ladeeinrichtungen der Gruppe ausgewählt wird und die Reservierung zu der ausgewähl- ten Ladeeinrichtung zugeordnet wird. Dabei wird vorteilhafterweise die ausgewählte Ladeeinrichtung erst zu einem relativ späten Zeitpunkt (nämlich nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe von Ladeeinrichtungen und nicht schon bei Eintref-
fen der Reservierungsanfragenachricht) zu der Reservierung zugeordnet. Dadurch ergibt sich ein flexibles Verfahren, weil bei der Auswahl der Ladeeinrichtung beispielsweise Ereignisse berücksichtigt werden können, die zwischen der Speicherung der Reservierung und dem Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe stattgefunden haben.
Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass eine Ladeeinrichtung der Gruppe ausgewählt wird, die zum Zeitpunkt der Auswahl unbelegt (fahrzeugfrei) ist. Damit wird die Reservierung zu einer unbelegten Ladeeinrichtung zugeordnet.
Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass den Ladeeinrichtungen der Gruppe jeweils mindestens ein Stellplatz, insbeson- dere mindestens zwei Stellplätze, zugeordnet ist und erst nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe ein der ausgewählten Ladeeinrichtung zugeordneter Stellplatz ausgewählt wird und die Reservierung zu dem ausgewählten Stellplatz zugeordnet wird. Hierbei ist insbesondere vorteilhaft, dass den Ladeeinrichtungen der Gruppe jeweils mindestens ein Stellplatz, insbesondere sogar mindestens zwei Stellplätze, zugeordnet sind. Wenn mehr Stellplätze als Ladeeinrichtungen vorhanden sind, ist es vorteilhafterweise sehr unwahrscheinlich, dass alle Stellplätze einer Ladeeinrichtung durch unberech- tigte Fahrzeuge (beispielsweise durch unberechtigt parkende Fahrzeuge) blockiert sind.
Weiterhin ist vorteilhaft, dass erst nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe ein Stellplatz ausgewählt wird und die Reservierung zu dem ausgewählten Stellplatz zugeordnet wird. Diese relativ späte Auswahl und Zuordnung des Stellplatzes ermöglicht ein flexibles Verfahren, bei dem auf unvorhersehbare Belegungen von Stellplätzen flexibel reagiert werden kann .
Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass ein Stellplatz ausgewählt wird, der zum Zeitpunkt der Auswahl unbelegt (fahrzeugfrei) ist. Also wird erst nach Eintreffen des Fahrzeugs
bei der Gruppe ein unbelegter Stellplatz ausgewählt und die Reservierzug zu diesem Stellplatz zugeordnet.
Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass (nachdem die Reser- vierung zu der ausgewählten Ladeeinrichtung zugeordnet ist, ) eine Zuordnungsnachricht für den Nutzer ausgegeben wird, wobei die Zuordnungsnachricht eine Kennung der ausgewählten Ladeeinrichtung und/oder eine Kennung des ausgewählten Stellplatzes enthält. Mit dieser Zuordnungsnachricht wird der Nut- zer über die ausgewählte Ladeeinrichtung und/oder über den ausgewählten Stellplatz informiert, so dass er beispielsweise das Fahrzeug zu dem ausgewählten Stellplatz und der ausgewählten Ladeeinrichtung fahren kann. Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass die Reservierungsanzahl kleiner ist als die Anzahl der zu der Gruppe gehörenden Ladeeinrichtungen. Bei einer derartigen Wahl der Reservierungsanzahl bleiben vorteilhafterweise stets Ladeeinrichtungen unreserviert, so dass an diesen Ladeeinrichtungen spontan (d. h. ohne vorherige Reservierung) Fahrzeuge aufgeladen werden können.
Erfindungsgemäß angegeben wird weiterhin eine Reservierungseinrichtung zum Reservieren einer Ladeeinrichtung für ein La- den einer Fahrbatterie eines elektrisch antreibbaren Fahrzeugs, wobei diese Ladeeinrichtung zu einer Gruppe von mehreren Ladeeinrichtungen gehört, wobei die Reservierungseinrichtung ausgebildet ist zum Empfangen einer (z.B. von einem Nutzer des Fahrzeugs stammenden) Reservierungsanfragenachricht, die eine Reservierungszeit und ein Kennzeichen der Gruppe enthält, und zum Speichern einer Reservierung (beispielsweise in Form eines Reservierungsdatensatzes) für diese Reservierungszeit für die Gruppe, wenn die Anzahl der für diese Reservierungszeit für die Gruppe bereits bei der Reservierungs- einrichtung gespeicherten Reservierungen kleiner ist als eine vorgewählte Reservierungsanzahl für die Gruppe. Dabei gibt die Reservierungsanzahl an, wie viele Ladeeinrichtungen der Gruppe maximal reserviert werden dürfen.
Diese Reservierungseinrichtung kann ausgebildet sein, eine Reservierungsbestätigungsnachricht an den Nutzer des Fahrzeugs abzusenden, wenn die Reservierung gespeichert wurde, wobei die Reservierungsbestätigungsnachricht die Information enthält, dass eine Reservierung erfolgt ist.
Diese Reservierungseinrichtung kann auch ausgebildet sein, erst nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe eine der Ladeeinrichtungen der Gruppe auszuwählen und die Reservierung zu der ausgewählten Ladeeinrichtung zuzuordnen.
Die Reservierungseinrichtung kann ausgebildet sein, eine Ladeeinrichtung der Gruppe auszuwählen, die zum Zeitpunkt der Auswahl unbelegt (fahrzeugfrei) ist.
Die Reservierungseinrichtung kann auch so ausgestaltet sein, dass den Ladeeinrichtungen der Gruppe jeweils mindestens ein Stellplatz, insbesondere mindestens zwei Stellplätze, zuge- ordnet ist und die Reservierungseinrichtung ausgebildet ist, erst nach Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe einen der ausgewählten Ladeeinrichtung zugeordneten Stellplatz auszuwählen und die Reservierung zu dem ausgewählten Stellplatz zuzuordnen .
Die Reservierungseinrichtung kann dabei so ausgestaltet sein, einen Stellplatz auszuwählen, der zum Zeitpunkt der Auswahl unbelegt (fahrzeugfrei) ist. Die Reservierungseinrichtung kann ausgestaltet sein, eine Zuordnungsnachricht für den Nutzer auszugeben, nachdem die Reservierung zu der ausgewählten Ladeeinrichtung zugeordnet ist, wobei die Zuordnungsnachricht eine Kennung der ausgewählten Ladeeinrichtung und/oder eine Kennung des ausgewähl- ten Stellplatzes enthält.
Die Reservierungseinrichtung kann auch so ausgestaltet sein, dass die Reservierungsanzahl kleiner ist als die Anzahl der zu der Gruppe gehörenden Ladeeinrichtungen. Die Reservierungseinrichtung weist ebenfalls die Vorteile auf, die oben im Zusammenhang mit dem Verfahren angegeben sind .
Erfindungsgemäß angegeben wird weiterhin ein Reservierungs- System mit einer Reservierungseinrichtung der vorstehend beschriebenen Art und mit einer Gruppe von mehreren Ladeeinrichtungen .
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei- spiels näher erläutert. Dazu ist in
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel mit zwölf Stellplätzen und mit einer Gruppe von sechs Ladeeinrichtungen und in Figur 2 ein Ausführungsbeispiel eines Systems mit einer
Gruppe von Ladeeinrichtungen und einer
Reservierungseinrichtung dargestellt .
In Figur 1 ist im oberen Teil eine erste Ladeeinrichtung 1, eine zweite Ladeeinrichtung 2, eine dritte Ladeeinrichtung 3, eine vierte Ladeeinrichtung 4, eine fünfte Ladeeinrichtung 5 und eine sechste Ladeeinrichtung 6 dargestellt. Diese Lade- einrichtungen 1 bis 6 bilden eine Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen. Jede Ladeeinrichtung ist zum Laden einer Fahrbatterie eines elektrisch antreibbaren Fahrzeugs vorgesehen. Mit den sechs Ladeeinrichtungen der Gruppe 8 können also gleichzeitig sechs elektrisch antreibbare Fahrzeuge aufgeladen werden.
Im unteren Teil der Figur 1 ist ein erster Stellplatz 21, einer zweiter Stellplatz 22, ein dritter Stellplatz 23, ein vierter Stellplatz 24, ein fünfter Stellplatz 25, ein sechs-
ter Stellplatz 26, ein siebenter Stellplatz 27, ein achter Stellplatz 28, ein neunter Stellplatz 29, ein zehnter Stellplatz 30, ein elfter Stellplatz 31 und ein zwölfter Stellplatz 32 dargestellt. Die Stellplätze 21 bis 32 bilden eine Gruppe von Stellplätzen. Die Stellplätze dieser Gruppe sind jeweils zu bestimmten Ladeeinrichtungen der Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen zugeordnet.
Im Ausführungsbeispiel sind jeder Ladeeinrichtung der Gruppe 8 jeweils zwei Stellplätze zugeordnet. So sind beispielsweise der erste Stellplatz 21 und der zweite Stellplatz 22der ersten Ladeeinrichtung 1 zugeordnet. Der dritte Stellplatz 23 und der vierte Stellplatz 24 sind der zweiten Ladeeinrichtung 2 zugeordnet. Der fünfte Stellplatz 25 und der sechste Stell- platz 26 sind der dritten Ladeeinrichtung 3 zugeordnet usw. Die jeweils zugeordneten Stellplätze sind räumlich bezüglich der jeweiligen Ladeeinrichtung so angeordnet, dass auf den zugeordneten Stellplätzen abgestellte Fahrzeuge mittels eines Anschlusskabels bequem mit der jeweiligen Ladeeinrichtung verbunden werden können, um die Fahrbatterien dieser Fahrzeuge aufzuladen. Im Ausführungsbeispiel befindet sich die Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen sowie die Gruppe der zugehörigen Stellplätze auf dem Parkplatz eines Supermarkts. Bei dem in Figur 1 dargestellten Beispiel kann also auf jede Ladeeinrichtung von zwei Stellplätzen aus zugegriffen werden. Dadurch können die Fahrzeuge auf den Stellplätzen auch länger parken als zum Aufladen unbedingt notwendig und die Ladeeinrichtungen können trotzdem gut ausgelastet werden. Im darge- stellten Beispiel können diese sechs Ladeeinrichtungen von den 12 Stellplätzen 21 bis 32 aus erreicht werden. Es können jedoch nur vier der Ladeeinrichtungen 1 bis 6 vorab reserviert werden. Somit bleiben immer zwei Ladeeinrichtungen für spontane Ladewünsche verfügbar. Die Übermenge der Stellplätze gegenüber der Anzahl der Ladeeinrichtungen lässt eine unerwünschte Blockierung aller Ladeeinrichtungen durch eine
Blockierung sämtlicher Stellplätze sehr unwahrscheinlich werden .
Der dritte Stellplatz 23 ist von einem elektrisch antreibbaren Fahrzeug 35 belegt. Dieses Fahrzeug 35 ist mittels eines Anschlusskabels 37 (eines sogenannten Ladekabels) elektrisch mit der zweiten Ladeeinrichtung 2 verbunden. Mittels dieses Anschlusskabels 37 wird eine Fahrbatterie 39 des Fahrzeugs 35 elektrisch aufgeladen.
In Figur 2 ist ein Reservierungssystem 200 mit der Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen und mit einer Reservierungseinrichtung 201 dargestellt. Die Ladeeinrichtungen der Gruppe 8 und die (nicht dargestellten) zugehörigen Stellplätze übermitteln fortlaufend Informationen über ihre aktuelle Belegung an die Reservierungseinrichtung 201. Dadurch liegen bei der Reser- vierungseinrichtung 201 ständig aktuelle Informationen über die Belegung der Stellplätze und der Ladeeinrichtungen vor. Die Reservierungseinrichtung 201 kommuniziert im Ausführungsbeispiel lediglich mit der einen Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen. In anderen Ausführungsbeispielen kann die Reservierungs- einrichtung 201 aber natürlich auch mit mehreren Gruppen von Ladeeinrichtungen kommunizieren.
Die Reservierungseinrichtung 201 weist einen Reservierungsspeicher 203, einen Ladeeinrichtungsspeicher 206 und einen Stellplatzspeicher 209 auf. In dem Reservierungsspeicher 203 können Reservierungen für bestimmte Reservierungszeiten für die Gruppe 8 abgespeichert werden. In dem Ladeeinrichtungsspeicher 206 können Kennungen von Ladeeinrichtungen abgespeichert werden, welche den Reservierungen jeweils zugeordnet sind. In dem Stellplatzspeicher 209 können Kennungen von
Stellplätzen abgespeichert werden, welche den Reservierungen jeweils zugeordnet sind.
Die Reservierungseinrichtung 201 weist eine Konfigurations- schnittsteile 211 auf. Über die Konfigurationsschnittstelle 211 kann ein Betreiber der Reservierungseinrichtung die Reservierungseinrichtung konfigurieren, also beispielsweise Pa-
rameter vorgeben. Ein derartiger Parameter ist beispielsweise eine Reservierungsanzahl .
Die Reservierungsanzahl gibt an, wie viele Ladeeinrichtungen der Gruppe 8 maximal reserviert werden dürfen. Mittels der Konfiguration der Reservierungsanzahl kann ein Betreiber der Reservierungseinrichtung die Anzahl der reservierbaren Stellplätze bzw. das Verhältnis von reservierbaren zu nicht reservierbaren Stellplätzen bedarfsgerecht anpassen und bei Bedarf nachführen. In diesem Ausführungsbeispiel setzt der Betreiber die Reservierungsanzahl auf den Wert ,4'. Die Reservierungsanzahl mit dem Wert ,4' ist also kleiner als die Anzahl ,6' der sechs zu der Gruppe 8 gehörenden Ladeeinrichtungen. Die Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen stellt also eine Menge von La- deeinrichtungen bzw. einen Pool von Ladeeinrichtungen dar.
Von dieser Gruppe wird nur eine Untermenge zum vorherigen Reservieren freigegeben. Dies erfolgt über die Konfiguration der Reservierungsanzahl . Die Konfigurationsschnittstelle 211 ist im Ausführungsbei- spiel mit einem Rechner-Terminal 213 verbunden. Mittels dieses Rechner-Terminals 213 wird die Reservierungseinrichtung 201 durch den Betreiber konfiguriert. Im Folgenden wird ein beispielhafter Verfahrensablauf dargestellt. Das Fahrzeug 35 befindet sich - im Unterschied zur Figur 1 - noch nicht auf den Stellplätzen. Ein Nutzer 215 dieses Fahrzeugs (beispielsweise ein Fahrer 215 dieses Fahrzeugs) will mit dem Fahrzeug 35 zum Einkaufen fahren und möchte während des Einkaufens sein Fahrzeug aufladen. Ihm ist bekannt, dass sich auf dem Parkplatz des von ihm genutzten Supermarkts die Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen befindet.
Um sicherzugehen, dass zu der von ihm gewünschten Einkaufs- zeit für sein Fahrzeug eine Ladeeinrichtung und ein Stellplatz verfügbar ist, nimmt er schon vor dem Einkauf mittels seines Kommunikationsendgerätes 218 (beispielsweise mittels eines Mobiltelefons 218) Kontakt mit der Reservierungsein-
richtung 201 auf. Mittels des Kommunikationsendgerätes 218 sendet er eine Reservierungsanfragenachricht 220 über ein Kommunikationsnetz 222 an die Reservierungseinrichtung 201. (Eine derartige Reservierungsanfragenachricht 220 kann der Nutzer aber auch mittels anderer Kommunikationsendgeräte an die Reservierungseinrichtung senden, beispielsweise mittels eines Smartphones, mittels eines internetfähigen Computers oder mittels eines herkömmlichen Telefons.) Die Reservierungsanfragenachricht enthält die gewünschte Reservierungszeit sowie ein Kennzeichen der Gruppe 8. Die Reservierungszeit ist im Ausführungsbeispiel der 16. Januar 2013 von 16:00 bis 18:00 Uhr. Diese Reservierungszeit kann auch als ein Zeitfenster oder Reservierungszeitfenster be- zeichnet werden. Das Kennzeichen der Gruppe 8 kann beispielsweise die Zeichenkette „Supermarkt XYZ" sein. Mit dieser Reservierungsanfragenachricht 220 übermittelt der Nutzer 215 also den Wunsch an die Reservierungseinrichtung 201, zu der Reservierungszeit bei der Gruppe 8 von Ladeeinrichtungen sein Fahrzeug 35 aufzuladen.
Die Reservierungseinrichtung 201 prüft zunächst, ob die Anzahl der für diese Reservierungszeit für diese Gruppe 8 bereits gespeicherten Reservierungen kleiner ist als die vorge- wählte Reservierungsanzahl. Im Ausführungsbeispiel wird angenommen, dass für diese Reservierungszeit noch keine Reservierungen gespeichert worden sind (die Anzahl der bereits gespeicherten Reservierungen ist also Null) und dass die Reservierungsanzahl 4 beträgt. Damit ist die Anzahl der für die Reservierungszeit für die Gruppe bereits gespeicherten Reservierungen kleiner als die vorgewählte Reservierungsanzahl . Somit wird eine Reservierung für diese Reservierungszeit für die Gruppe 8 bei der Reservierungseinrichtung 201 gespeichert. Dies geschieht, indem ein Reservierungsdatensatz in dem Reservierungsspeicher 203 abgespeichert wird.
Damit ist die Reservierung erfolgreich gespeichert. Daraufhin sendet die Reservierungseinrichtung 201 eine Reservierungs-
bestätigungsnachricht 224 an das Kommunikationsendgerät 218 des Nutzers 215 zurück. Diese Reservierungsbestätigungsnach- richt 224 enthält die Information, dass die Reservierung für die Gruppe zu der gewünschten Reservierungszeit erfolgt ist. Somit weiß der Nutzer, dass er zu der Reservierungszeit an einer der Ladeeinrichtungen der Gruppe 8 sein Fahrzeug aufladen kann. Er weiß jedoch noch nicht, welche Ladeeinrichtung der Gruppe 8 dies sein wird und auf welchem Stellplatz er dazu sein Fahrzeug abstellen muss .
Wenn zu der Reservierungszeit bereits die maximal zulässige Anzahl von Ladeeinrichtungen (gemäß der Reservierungsanzahl) reserviert ist, wird dies dem Nutzer mittels einer Reservie- rungsablehnungsnachricht mitgeteilt .
Zum Beginn der Reservierungszeit fährt der Nutzer 215 sein Fahrzeug 35 zu dem Parkplatz des Supermarkts und begibt sich zu der Reservierungseinrichtung 201. An einer Nutzerschnittstelle 230 der Reservierungseinrichtung 201 authentifiziert sich der Nutzer (Pfeil 232) . Diese Authentifizierung kann beispielsweise mittels eines RFID-Transponders , mittels einer Kreditkarte oder durch Eingabe einer Kennung der Reservierung (beispielsweise einer Reservierungsnummer) erfolgen. Die Authentifizierung kann auch mittels des Kommunikationsendge- räts 218 des Nutzers erfolgen. Der Zeitpunkt der Authentifizierung liegt also nach dem Eintreffen des Fahrzeugs bei der Gruppe von Ladeeinrichtungen.
Nach erfolgreicher Authentifizierung wählt die Reservierungs- einrichtung 201 eine Ladeeinrichtung der Gruppe 8 aus, die zum Zeitpunkt der Authentifizierung unbelegt (fahrzeugfrei) ist. Im Ausführungsbeispiel wählt die Reservierungseinrichtung 201 die zweite Ladeeinrichtung 2 aus. Die Reservierungseinrichtung 201 ordnet daraufhin die Reservierung des Nutzers 215 zu der zweiten Ladeeinrichtung 2 zu. Dies geschieht, indem eine Zuordnung zwischen dem in dem Reservierungsspeicher 203 abgespeicherten Reservierungsdatensatz und einer in dem Ladeeinrichtungsspeicher 206 abgespeicherten Kennung der
zweiten Ladeeinrichtung 2 erzeugt und gespeichert wird. (Wenn die zweite Ladeeinrichtung 2 jedoch schon belegt wäre, dann würde die Reservierungseinrichtung 201 eine noch unbelegte Ladeeinrichtung der Gruppe 8 auswählen, beispielsweise die dritte Ladeeinrichtung 3, und diese dritte Ladeeinrichtung 3 der Reservierung zuordnen. So kann die Reservierungseinrichtung 201 flexibel auf belegte Ladeeinrichtungen reagieren.)
Weiterhin wählt die Reservierungseinrichtung 201 einen Stell- platz aus, welcher der Ladeeinrichtung 2 zugeordnet ist und welcher zum Zeitpunkt der Authentifizierung unbelegt, d. h. fahrzeugfrei, ist. Im Ausführungsbeispiel wird der dritte Stellplatz 23 ausgewählt. Daraufhin ordnet die Reservierungseinrichtung 201 die Reservierung des Nutzers 215 dem dritten Stellplatz 23 zu. Dazu wird eine Zuordnung zwischen dem in dem Reservierungsspeicher 203 abgespeicherten Reservierungsdatensatz und einer in dem Stellplatzspeicher 209 abgespeicherten Kennung des dritten Stellplatzes 23 erzeugt und gespeichert. Zu diesem Zweck kann eine Zuordnung zwischen der in dem Ladeeinrichtungsspeicher 206 abgespeicherten Kennung der zweiten Ladeeinrichtung 2 und der in dem Stellplatzspeicher 209 abgespeicherten Kennung des dritten Stellplatzes 23 erzeugt und gespeichert werden. (Wenn der dritte Stellplatz 23 jedoch beispielsweise durch ein unberechtigt dort parken- des Fahrzeug blockiert wäre, dann würde die Reservierungseinrichtung 201 den noch freien vierten Stellplatz 24 auswählen und der Reservierung zuordnen. So kann die Reservierungseinrichtung 201 flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren. Solche Ereignisse können beispielsweise unberechtigt auf den Stellplätzen abgestellte Fahrzeuge sein oder Fahrzeuge, bei denen die Ladevorgänge länger dauern als erwartet.)
Daraufhin gibt die Reservierungseinrichtung 201 eine Zuordnungsnachricht 236 über die Nutzerschnittstelle 230 an den Nutzer 215 aus. Diese Zuordnungsnachricht 236 enthält eine Kennung der ausgewählten Ladeeinrichtung 2 und eine Kennung des ausgewählten Stellplatzes 23. Daraufhin weiß der Nutzer 215, dass er zur Reservierungszeit sein Fahrzeug an der zwei-
ten Ladeeinrichtung 2 unter Benutzung des dritten Stellplatzes 23 aufladen kann. Daraufhin fährt der Nutzer 215 sein Fahrzeug 35 zu dem dritten Stellplatz 23 und verbindet es mittels des Ladekabels 37 mit der zweiten Ladeeinrichtung 2. Damit ist der Zustand hergestellt, wie er in Figur 1 dargestellt ist. (Optional kann der Fahrer auch von einem Parkleitsystem zu dem ausgewählten Stellplatz geleitet werden.)
Nach der Zuordnung der ausgewählten Ladeeinrichtung zu der Reservierung sendet die Reservierungseinrichtung 201 eine
Freischaltnachricht 240 an die ausgewählte Ladeeinrichtung, im Ausführungsbeispiel also an die zweite Ladeeinrichtung 2. Mit dieser Freischaltnachricht 240 wird die zweite Ladeeinrichtung 2 in einen ladebereiten Zustand versetzt.
Sobald das Fahrzeug 35 elektrisch mit der zweiten Ladeeinrichtung 2 mittels des Anschlusskabels verbunden ist, sendet die zweite Ladeeinrichtung 2 eine Belegungsnachricht 242 an die Reservierungseinrichtung 201. Mittels dieser Belegungs- nachricht wird die Reservierungseinrichtung 201 darüber informiert, dass die zweite Ladeeinrichtung 2 aktuell belegt ist. Somit ist die Reservierungseinrichtung 201 stets über die aktuelle Belegung der Ladeeinrichtungen informiert. Ebenso kann mit Hilfe von an den Stellplätzen angebrachten Sensoren jeweils ermittelt werden, ob ein Stellplatz belegt oder unbelegt ist. Auch diese Informationen werden von den Stellplätzen zu der Reservierungseinrichtung 201 übertragen, so dass die Reservierungseinrichtung 201 auch stets über die aktuelle Belegung der Stellplätze informiert ist.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel kann die Auswahl der Ladeeinrichtung der Gruppe und/oder die Auswahl des Stellplatzes auch dadurch erfolgen, dass der Nutzer 215 nach erfolg- reicher Authentifizierung das Fahrzeug zu einem freien Stellplatz fährt, dort abstellt und mittels eines Anschlusskabels elektrisch mit einer freien Ladeeinrichtung verbindet. Damit werden der Stellplatz und die Ladeeinrichtung implizit ausge-
wählt. Nach dieser implizit erfolgenden Auswahl der Ladeeinrichtung und/oder des Stellplatzes ordnet die Reservierungseinrichtung 209 die Reservierung wieder der ausgewählten Ladeeinrichtung und/oder dem ausgewählten Stellplatz zu.
Wenn im zweiten Ausführungsbeispiel der dritte Stellplatz 23 bereits durch ein unberechtigt dort parkendes Fahrzeug blockiert wäre, dann würde der Fahrer 215 den daneben liegenden, noch freien vierten Stellplatz 24 belegen und sein Fahr- zeug dort abstellen. Daraufhin würde die Reservierungseinrichtung 201 den vierten Stellplatz 24 auswählen und der Reservierung zuordnen. So kann flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse (wie beispielsweise auf den Stellplätzen bereits abgestellte Fahrzeuge) reagiert werden. Der übrige Ablauf des Verfahrens nach diesem zweiten Ausführungsbeispiel entspricht dem oben dargestellten Ablauf.
Mit dem beschriebenen Verfahren wird erreicht, dass ein Nutzer des Fahrzeugs bei einer erfolgreichen Reservierung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine unbelegte Ladeeinrichtung und einen zugehörigen unbelegten Stellplatz vorfindet. Somit wird vermieden, dass der Nutzer erst einen unberechtigt belegten Stellplatz räumen lassen muss oder im Extremfall sein Fahrzeug überhaupt nicht bei der Gruppe der Ladeeinrichtungen aufladen kann.
Es wurde ein Verfahren und eine Reservierungseinrichtung beschrieben, welche eine komfortable und zuverlässige Reservierung von Ladeeinrichtungen und zugehörigen Stellplätzen er- möglichen. Insbesondere kann bei der Reservierung flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise auf eine unberechtigte Belegung eines Stellplatzes, reagiert werden.