EP2795537A1 - Bestimmung eines höhenprofils einer fahrzeugumgebung mittels einer 3d-kamera - Google Patents

Bestimmung eines höhenprofils einer fahrzeugumgebung mittels einer 3d-kamera

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EP2795537A1
EP2795537A1 EP12822964.8A EP12822964A EP2795537A1 EP 2795537 A1 EP2795537 A1 EP 2795537A1 EP 12822964 A EP12822964 A EP 12822964A EP 2795537 A1 EP2795537 A1 EP 2795537A1
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EP
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vehicle
camera
determined
height profile
jump
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EP12822964.8A
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Stefan Hegemann
Stefan Heinrich
Stefan LÜKE
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Continental Teves AG and Co OHG
Aumovio Microelectronic GmbH
Original Assignee
Conti Temic Microelectronic GmbH
Continental Teves AG and Co OHG
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Publication date
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    • G06TIMAGE DATA PROCESSING OR GENERATION, IN GENERAL
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    • G06TIMAGE DATA PROCESSING OR GENERATION, IN GENERAL
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    • G06V10/42Global feature extraction by analysis of the whole pattern, e.g. using frequency domain transformations or autocorrelation
    • G06V10/421Global feature extraction by analysis of the whole pattern, e.g. using frequency domain transformations or autocorrelation by analysing segments intersecting the pattern

Definitions

  • the 3D camera is preferably a stereo camera or a photonic mixer camera or PMD sensor.
  • the invention further comprises a device for determining a height profile of a vehicle environment.
  • a 3D camera and evaluation means for determining at least one jump in the course of the altitude of the surrounding surface transversely to the direction of travel of the vehicle are provided for this purpose.
  • a jump (7, 8) is detected in the height profile, the point / area can be supplied ⁇ arranged in a 2D image of a single image pickup unit of the stereo camera in the height map to a pixel / area.

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung eines Höhenprofils einer Fahrzeugumgebung mittels einer 3D-Kamera. Mit der 3D-Kamera wird mindestens ein Bild von der Umgebung des Fahrzeugs aufgenommen. Aus den Bilddaten der 3D-Kamera wird ermittelt, ob mindestens ein Sprung (7, 8) im Höhenverlauf (6) der Umgebungsoberfläche quer (2) zur Fahrtrichtung (1) des Fahrzeugs existiert.

Description

Bestimmung eines Höhenprofils einer Fahrzeugumgebung mit- tels einer 3D-Kamera
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung eines Höhenprofils einer Fahrzeugumgebung mittels einer (räumlich auflösenden) 3D-Kamera.
Die DE 102009033219 AI zeigt ein Verfahren und eine Vor¬ richtung zur Ermittlung eines einem Fahrzeug vorausliegen- den Straßenprofils einer Fahrspur. Mittels einer Bilderfas¬ sungsvorrichtung bzw. aus Fahrzeugeigenbewegungsdaten wird ein Straßenhöhenprofil der dem Fahrzeug vorausliegenden Fahrspur ermittelt. Die Bilderfassungsvorrichtung kann hierbei eine Kamera sein, die im Frontbereich des Fahrzeugs fest angeordnet ist und zwei Bildaufnahmeeinheiten umfasst. In Abhängigkeit des ermittelten Straßenhöhenprofils kann eine aktive Fahrwerksregelung oder Verstelldämpfung geregelt werden. Es zeigt sich, dass das Verfahren und die Vorrichtung nach dem Stand der Technik Nachteile mit sich bringen, da die bekannte Berücksichtigung von Straßenhöhenprofilen der vo¬ rausliegenden Fahrspur nicht allen Fahrsituationen hinreichend Rücksicht trägt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung diese Nachteile zu überwinden und eine zuverlässigere Einschätzung für wei¬ tere Fahrsituationen zu erzielen. Die Aufgabe wird gelöst, indem mit einer 3D-Kamera mindes¬ tens ein Bild von der Umgebung des Fahrzeugs aufgenommen wird. Aus den Bilddaten der 3D-Kamera wird ermittelt, ob mindestens ein Sprung im Höhenverlauf der Umgebungsoberflä- che quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs existiert.
Aufgrund der Ermittlung von Sprüngen im Höhenverlauf quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs kann ein vollständiges Mo¬ dell von Fahrbahn und Fahrzeugumgebung ermittelt werden, wodurch fast alle Fahrsituationen zuverlässig eingeschätzt werden können. Insbesondere kann der befahrbare Bereich ermittelt werden bei Straßen bzw. Fahrbahnen, die durch erhabene Fahrbahnbegrenzungen begrenzt sind oder die von abschüssigem Gelände umgeben sind. Zur Ermittlung des Höhen- Verlaufs können insbesondere Daten der tiefenaufgelösten Bilddaten der 3D-Kamera (Disparitätsbild) in ein fahrzeug¬ festes Gitter überführt werden. Durch diese Transformation entsteht eine dreidimensionale Punktwolke. Basierend auf der 3D-Punktwolke kann eine Höhenkarte (Height Map) gene- riert werden. Dazu kann ein definierter Bereich vor dem Fahrzeug in eine vorgegebene Anzahl an Zellen unterteilt werden, wobei jeder Zelle ein Höhenwert zugeordnet wird. Dieser Höhenwert ist der höchste Wert der Punktwolke in der zugehörigen Zelle, welcher bevorzugt kleiner als 1,5 Meter ist. Diese Beschränkung nach oben dient insbesondere dazu, sehr hohe Objekte wie beispielsweise Brücken aus den Daten zu verwerfen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform wird der Höhenver- lauf entlang einer Mehrzahl von Linien quer zur Fahrtrich- tung ermittelt. Diese Linien werden auch als Scanlines be¬ zeichnet. Entlang dieser Linien wird der Höhenverlauf „ge¬ scannt". Der Höhenverlauf wird insbesondere entlang mehre¬ ren Linien quer zur Fahrtrichtung aus den Bilddaten der 3D- Kamera bzw. aus einer daraus erstellten Höhenkarte ermit¬ telt .
Vorteilhaft kann der Ermittlungsbereich, in dem der Höhenverlauf entlang der Mehrzahl von Linien quer zur Fahrtrichtung ermittelt wird, eingeschränkt werden in Abhängigkeit von bereits ermittelten Sprüngen im Höhenverlauf. Wird ein Höhensprung in einer Scanline detektiert, so kann ausgehend von diesem Höhensprung der flächige Suchansatz reduziert werden auf einen Ansatz, der in der Entfernung diese Information verwendet und auf einem verkleinerten Suchfeld arbeitet. Z.B. können Linienabschnitte zum Scannen verwendet werden, deren Mittelpunkt an der lateralen Position eines ermittelten Höhensprungs ist (z.B. von der benachbarten Scanline) und deren Breite z.B. einen Meter oder 50 cm beträgt. Somit können erhebliche Rechen-Ressourcen gespart werden .
Bevorzugt können ermittelte Sprünge im Höhenprofil der Fahrzeugumgebung (3D-Kanten-Informationen aus dem 3D- bzw. Tiefenbild) durch Kombination mit separat ermittelten Farb- und/oder Grauwertbildkanten präzisiert wird. Für die Auswertung der 3D-Bilddaten stehen prinzipiell drei Datenströme der 3D-Kamera zur Verfügung: das Bild, der optische Fluss und die Disparitätskarte (bzw. Disparitätsbild). Für diese bevorzugte Ausführungsform bilden die Disparitätskar- te und das 2D-Kamerabild die Basis. Ein 2D-Kamerabild kann bei einer Stereokamera sowohl das linke als auch das rechte Kameramodul liefern. Im Kamerabild können Kanten detektiert werden, die als möglicher Straßenrand in Frage kommen. Die- se Information ist alleine jedoch nicht immer zuverlässig da die Kanten auch von Objekten stammen können, die nicht zur Gruppe der erhöhten oder abgesenkten Straßenränder wie z.B. Randsteine gehören (Teerfugen, Schatten, usw.). Sprünge im Höhenverlauf der Fahrzeugumgebung bewirken aber in aller Regel gleichzeitig Kanten im Farb-/Grauwertbild, das z.B. eine von zwei Bildaufnahmeeinheiten einer Stereokamera detektiert. Mittels eines Algorithmus zur Kantener¬ kennung aus den 2D-Bilddaten können diese Kanten als Farb- /Helligkeitsübergänge bestimmt werden, beispielsweise mit- tels eine Canny- oder Sobel-Operators . Diese Kanten, die anhand einer Intensitäts- bzw. Farbauswertung von Bildpunk¬ ten erkannt wurden, können z.B. mit typischen Eigenschaften von Randsteinstrukturen verglichen werden, um einen Fahrbahnrand mit verändertem Höhenniveau zu identifizieren, und bei der Bestimmung des Höhenprofils der Fahrzeugumgebung aus den 3D-Bilddaten berücksichtigt werden. Sie dienen beispielsweise der Präzisierung oder Plausibilisierung von Lage oder Klassifikation von Höhensprüngen. Insbesondere bei Stereokameras ist ja bekannt, welchem 3D-Bildpunkt bzw. welcher Disparitätskartenposition bzw. welchem Punkt in einer Höhenkarte ein 2D-Bildpunkt einer einzelnen Bildaufnahmeeinheit entspricht, der einer Kante zugeordnet wurde.
Für eine Zusammenführung der Daten aus beiden Methoden (Höhensprungerkennung aus 3D und Kantenerkennung aus 2D) gibt es grundsätzlich drei verschiedene Wege: a) beide Erkennungsverfahren arbeiten unabhängig voneinander und die Ergebnisse werden fusioniert,
b) die Höhensprungerkennung mittels Stereodaten erkennt, ob ein Randstein o.a. vorliegt, und es wird überprüft, ob eine passende Kante im Bild vorhanden ist, oder
c) es wird nach Kanten im 2D-Bild gesucht und an den Stellen, wo geeignete Kanten vorliegen, wird überprüft, ob in den tiefenaufgelösten Daten ein Höhensprung vorliegt. Das Vorgehen nach Methode b) bietet den Vorteil, dass nur nach tatsächlich erhöhte/abgesenkte Fahrbahnbegrenzungen als Kandidaten in Frage kommen.
Vorteilhaft umfasst die Kantenerkennung im 2D-Bild eine Vorverarbeitung (Datensynchronisation, Graubildwandlung und Rauschunterdrückung) und eine Durchführung einer Kontursu- che, bei der Kanten mittels eines Canny-Kantenoperators er¬ mittelt und dann in größere Entfernung nach vorne weiterverfolgt werden. Als Startpunkt dient das Ergebnis der be¬ reits aus den 3D-Bilddaten ermittelten Höhensprünge. Abschließend kann noch ein Konturmatching durchgeführt wer- den.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann mindestens ein Fahrbahnrand unter Berücksichtigung des mindestens einen ermittelten Sprungs im Höhenverlauf bestimmt werden.
Bevorzugt wird eine erhabene Fahrbahnbegrenzung wie insbe¬ sondere ein Bordstein bzw. Randstein aus einer vorgegebenen Mindesthöhe eines Sprungs im Höhenverlauf der Umgebungs- Oberfläche quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs erkannt. Hierzu kann vorteilhaft aus Fahrzeug- und/oder Umgebungsda¬ ten ermittelt wird, ob eine Kollision des Fahrzeugs mit ei¬ ner erhabenen Fahrbahnbegrenzung droht. Fahrzeugdaten sind hierbei Daten der Fahrzeugsensorik wie z.B. Drehzahlsensor, Inertialsensoren, Lenkwinkelsensor etc., die insbesondere eine Abschätzung oder Bestimmung der Trajektorie des eigenen Fahrzeugs ermöglichen. Umgebungsdaten sind hier Daten aus der Fahrzeugumgebung, die von Umgebungssensoren bzw. Kommunikationseinrichtungen etc. detektiert bzw. empfangen werden können. Auch die 3D-Kamera liefert Umgebungsdaten. Durch eine Analyse von Trajektorie mit Umgebungsdaten kann also ermittelt werden, ob eine Kollision des Fahrzeugs mit z.B. einem Bordstein droht. Aus der Höhe des Bordsteins (aus Sprung des Höhenverlaufs) kann zudem bestimmt werden, ob ein Überfahren möglich oder kritisch also nichtempfehlenswert ist. Falls eine Kollision droht (und ggfs. nicht¬ empfehlenswert ist) , kann eine Warnung an den Fahrer ausge¬ geben werden oder ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung er- folgen, durch den die Kollision verhindert wird. Der Eingriff kann insbesondere als Lenk- und/oder Bremseingriff erfolgen. Dadurch können Beschädigungen am Fahrzeug (z.B.: Felgen, Reifen vermieden werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Absenkung der an einen Fahrbahnrand angrenzenden Umgebung gegenüber der Fahrbahn aus einer vorgegebenen Mindesttiefe eines Sprungs erkannt. Aus Fahrzeug- und/oder Umgebungsdaten kann ermittelt werden, ob ein Abkommen des Fahrzeugs von der Fahrbahn droht. Falls ja, kann eine Warnung ausgegeben wer- den oder ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung erfolgen, um das Abkommen von der Fahrbahn zu verhindern. Dadurch kann das seitliche Abkommen von begrenzten Fahrbahnen verhindert werden .
Vorteilhaft können herabgelassene und/oder abgesenkte Bord¬ steine aus sich in Fahrtrichtung ändernden Sprunghöhen aufgrund erhabener Fahrbahnbegrenzungen erkannt werden und daraus Einfahrten und/oder Auffahrten quer zur Fahrbahn erkannt werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform wird im Rahmen eines Anhalte- oder Einparkvorgangs mindestens ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung vorgenommen wird, durch den das Fahrzeug parallel zu und in einem vorgegebenen seitlichen Abstand zu einer erhabenen Fahrbahnbegrenzung abgestellt wird. Dem Fahrer kann also eine zumindest teilautonome Ein¬ parkhilfe durch Erkennung des seitlichen Bordsteins ermög¬ licht werden.
Bei Bussen oder anderen Kraftfahrzeugen zur Personenbeförderung kann durch die Erkennung des Bordsteins und eine Lenkunterstützung zur Vermeidung von Reifenschäden gleichzeitig ein optimaler Abstand zum Bordstein im angehaltenen Zustand erreicht werden. Den Fahrgästen wird dadurch der Ein- und Ausstieg deutlich erleichtert.
Die 3D-Kamera ist bevorzugt eine Stereokamera oder eine Photomischdetektor-Kamera bzw. PMD-Sensor. Die Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zur Bestimmung eines Höhenprofils einer Fahrzeugumgebung. Eine 3D- Kamera sowie Auswertemittel zum Bestimmen mindestens eines Sprungs im Höhenverlauf der Umgebungsoberfläche quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs sind hierzu vorgesehen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren und Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Linien quer zur Fahrtrichtung, entlang derer der Höhenverlauf der Umgebungsoberfläche des Fahrzeugs ermit¬ telt wird;
Fig. 2 Höhenverlauf der Umgebungsoberfläche des Fahrzeugs quer zur Fahrtrichtung.
In Fig. 1 ist das Scannen des Höhenverlaufs entlang von Linien (5) quer (2) zur Fahrtrichtung (1) des Fahrzeugs schematisch dargestellt. Eine linke (3) und rechte (4) erhabene Fahrbahnbegrenzung sind parallel zur Fahrbahn zu erkennen. Bei normaler Fahrt des Fahrzeugs verlaufen die erhabenen Fahrbahnbegrenzungen (3, 4) im Wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung (1) .
Ein beispielhafter Höhenverlauf (6) ist in Fig. 2 aufgetra- gen. Die Höhe h ist hierbei in Abhängigkeit von der (Quer-) Ablage a aufgetragen. Dieser Höhenverlauf (6) weist zwei Sprünge (7, 8) auf. Zwischen den beiden Sprüngen (7, 8) verläuft die Fahrbahn. Der linke Sprung (7) entspricht ei¬ ner erhabenen Fahrbahnbegrenzung (3), z.B. dem linken Bord- stein. Die Höhe des linken Bordsteins (3) kann hieraus di- rekt ermittelt werden. Dasselbe gilt für den rechten Sprung (8), der z.B. dem rechten Bordstein (4) zugeordnet werden kann . Bei einer Stereokamera als 3D-Kamera zur optischen (passi¬ ven) Erfassung des vor dem Fahrzeug liegenden Fahrzeugumfelds kann aus den tiefenaufgelösten Bilddaten bzw. dem Disparitätsbild) eine Höhenkarte (Height Map) dieses Fahr¬ zeugumfelds generiert werden. Entlang mehrerer Linien (5), die quer (5) zur Fahrtrichtung (1) liegen kann nun der Verlauf dieser Höhenkarte ausgewertet werden.
Sofern entlang mindestens einer dieser Linien ein Sprung (7, 8) im Höhenverlauf erkannt wird, kann der Punkt/Bereich in der Höhenkarte einem Bildpunkt/Bereich in einem 2D-Bild einer einzelnen Bildaufnahmeeinheit der Stereokamera zuge¬ ordnet werden.
Das Bild in Fig. 1 ohne die Querlinien zum Scannen könnte z.B. von einer einzelnen Bildaufnahmeeinheit der Stereoka- mera aufgenommen worden sein. Vor einer anschließenden Kantenerkennung im 2D-Bild kann zunächst eine Vorverarbeitung des Kamerabilds durchgeführt werden: Datensynchronisation, Graubildwandlung und Rauschunterdrückung. Als Startpunkt für die Kantenerkennung dient nun das Ergebnis (Bildpunkt oder Bereich) der bereits aus den 3D-Bilddaten ermittelten Höhensprünge. Von dort aus wird eine Kontursuche durchge¬ führt, bei der Kanten mittels eines Canny-Kantenoperators ermittelt werden. Die ermittelten Grauwert- (oder auch Farbwert- ) kanten können dabei bis in größere Entfernungen nach vorne (also ungefähr in Fahrtrichtung) weiterverfolgt werden. Abschließend kann noch ein Konturmatching durchgeführt werden, bei dem überprüft wird, ob die ermittelten Konturen zu einer Fahrbahnbegrenzung passen.
Diese Vorgehensweise bietet den Vorteil, dass eine Absiche¬ rung der potenziellen Fahrbahnbegrenzungen, die aus den SD- Bilddaten ermittelt wurden, erfolgt, wobei nur noch Bildbe¬ reich mit tatsächlich erhöhten/abgesenkten Fahrbahnbegrenzungen als Kandidaten in Frage kommen. Dazu müssen keine unnötigen Kantenerkennungen in Bildbereichen durchgeführt werden, wo gar keine Sprünge im Höhenverlauf erkannt wur¬ den .

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zur Bestimmung eines Höhenprofils einer
Fahrzeugumgebung mittels einer 3D-Kamera, wobei mit der 3D-Kamera mindestens ein Bild von der vor dem Fahrzeug liegenden Umgebung aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass
aus den Bilddaten der 3D-Kamera mindestens ein Sprung (7, 8) im Höhenverlauf (6) der Umgebungsoberfläche quer (2) zur Fahrtrichtung (1) des Fahrzeugs ermittelt wird .
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Höhenverlauf (6) entlang einer Mehrzahl von Linien (5) quer (2) zur Fahrtrichtung (1) ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Ermittlungsbereich, in dem der Höhenverlauf (6) entlang der Mehrzahl von Linien (5) quer (2) zur Fahrtrichtung (1) ermittelt wird, eingeschränkt wird in Abhängigkeit von bereits ermittelten Sprüngen (7, 8) im Höhenverlauf (6) .
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Kanten mittels eines Algorithmus zur Kantenerken¬ nung aus 2D-Bilddaten der 3D-Kamera bestimmt werden, die ein Färb- und/oder Grauwertbild darstellen, und diese Kanten berücksichtigt werden bei der Bestimmung des Höhenprofils der Fahrzeugumgebung aus den SD- Bilddaten .
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Fahrbahnrand unter Berücksichtigung des mindestens einen ermittelten Sprungs (7, 8) im Höhenverlauf (6) bestimmt wird.
Verfahren nach Anspruch 5, wobei eine erhabene Fahr¬ bahnbegrenzung (3, 4) aus einer vorgegebenen Mindest- höhe eines Sprungs (7, 8) im Höhenverlauf (6) erkannt wird .
Verfahren nach Anspruch 6, wobei aus Fahrzeug- und/oder Umgebungsdaten ermittelt wird, ob eine Kolli¬ sion des Fahrzeugs mit einer erhabenen Fahrbahnbegrenzung (3, 4) droht, und falls ja eine Warnung ausgege¬ ben wird oder ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung erfolgt, um die Kollision zu verhindern.
Verfahren nach Anspruch 5 bis 7, wobei eine Absenkung der angrenzenden Umgebung gegenüber der Fahrbahn aus einer vorgegebenen Mindesttiefe eines Sprungs (7, 8) erkannt wird, aus Fahrzeug- und/oder Umgebungsdaten ermittelt wird, ob ein Abkommen des Fahrzeugs von der Fahrbahn droht, und falls ja eine Warnung ausgegeben wird oder ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung erfolgt, um das Abkommen von der Fahrbahn zu verhindern.
Verfahren nach Anspruch 6 bis 8, wobei herabgelassene und/oder abgesenkte Bordsteine aus sich in Fahrtrichtung ändernden Sprunghöhen aufgrund erhabener Fahr- bahnbegrenzungen erkannt werden und daraus Einfahrten und/oder Auffahrten quer zur Fahrbahn erkannt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 6 bis 9, wobei im Rahmen eines Anhalte- oder Einparkvorgangs mindestens ein Eingriff in die Fahrzeugsteuerung vorgenommen wird, durch den das Fahrzeug parallel zu und in einem vorge¬ gebenen seitlichen Abstand zu einer erhabenen Fahrbahnbegrenzung (3, 4) abgestellt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 3D-Kamera eine Stereokamera ist.
12. Vorrichtung zur Bestimmung eines Höhenprofils einer Fahrzeugumgebung umfassend eine 3D-Kamera, dadurch gekennzeichnet, dass Auswertemittel zum Bestimmen min¬ destens eines Sprungs (7, 8) im Höhenverlauf (6) der Umgebungsoberfläche quer (2) zur Fahrtrichtung (1) des Fahrzeugs vorgesehen sind.
EP12822964.8A 2011-12-20 2012-12-17 Bestimmung eines höhenprofils einer fahrzeugumgebung mittels einer 3d-kamera Ceased EP2795537A1 (de)

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