Busknoten und Steuerungssystem zur Ansteuerung
einer Arbeitsvorrichtung
Die Erfindung betrifft einen Busknoten für eine elektrische Kopplung eines Bussystems mit einer Funktionsmodulanordnung, mit einer elektronischen Schaltung zur Wandlung von elektrischen Signalen zwischen einem vom Bussystem bereitgestellten Busprotokoll und einem von der Funktionsmodulanordnung bereitgestellten internen Kommunikationsprotokoll sowie mit einem ersten Kopplungsmittel für eine elektrische Verbindung der elektronischen Schaltung mit der Funktionsmodulanordnung und mit einem zweiten Kopplungsmittel für eine elektrische Verbindung der elektronischen Schaltung mit dem Bussystem. Ferner betrifft die Erfindung ein Steuerungssystem zur Ansteuerung einer Arbeitsvorrichtung.
Aus der DE 10 2006 030 706 AI sind ein System und ein Verfahren zur Steuerung von busvernetzten Geräten mit einem Gateway über einen offenen Feldbus bekannt. Es werden die datentechnische Vernetzung, die Teilnehmerkonfiguration der Geräte und die elektrische Versorgung mit Energie an die Geräte offenbart. Als typische Geräte werden industrielle Schaltgeräte, wie Schütze, MotorStarter, Leistungsschalter und Mess- Sensoren und ähnliche Geräte angegeben, wobei das System mindestens ein Gateway aufweist, welches zwischen einem offenen Feldbus und Aktoren geschaltet ist.
Die DE 102009033691 B3 offenbart eine Vorrichtung zur Übertragung von Daten zwischen einem seriellen Datenbus und Arbeitsmodulen, wobei der Datenbus an einen Busknoten in einem Busmodul angeschlossen ist, das wenigstens zwei serielle Kom- -Ullü ilü
Busknoten verbundenen oder in ihm integrierten Hub verbunden sind, wobei die Kommunikationsanschlüsse zum Anschluss der Arbeitsmodule und zur Spannungsversorgung derselben ausgebildet sind, und wobei wenigstens eines der Arbeitsmodule als Aktor- und/oder E/A-Modul ausgebildet ist, das einen Seriell - Parallel -Wandler zum parallelen Anschluss von Aktoren
und/oder einen Seriell-Parallel-Wandler zum parallelen Anschluss von E/A-Schnittstellen enthält, die das jeweilige Arbeitsmodul aufweist oder die mit ihm verbunden sind, wobei die seriellen Bindungen zwischen dem Hub und den Arbeitsmodu- len als Punkt -Zu-Punkt -Verbindungen ausgebildet sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Busknoten und ein Steuerungssystem zur Ansteuerung einer Arbeitsvorrichtung bereitzustellen, die verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Störsignalaussendung und/oder der Störsignaleinstrahlung aufweisen.
Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung für einen Busknoten der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass das erste Kopplungsmittel ein erstes Kontaktmittel umfasst, das für einen unmittelbaren elektrischen Kontakt mit einem Massenanschluss der Funktionsmodulanordnung ausgebildet ist.
Üblicherweise wird das Massepotential für den Busknoten über ein Buskabel, das zur Verbindung des Busknotens über das Bus- system mit einem Steuerungsmodul vorgesehen ist, oder durch individuelle Erdungspunkte an den jeweiligen Gehäusen bereit-
gestellt. Da das Buskabel je nach räumlicher Anordnung von Busknoten und Steuerungsmodul eine erhebliche Länge aufweisen kann und, insbesondere bei Bearbeitungsmaschinen, mechanischen Belastungen, beispielsweise durch Vibration, ausgesetzt ist, kann das Massepotential, das über das Buskabel an den Busknoten bereitgestellt wird, von einem Massepotential an der Funktionsmodulanordnung abweichen. Zudem kann durch äußere Einflüsse das an dem Steuerungsmodul anliegende und über das Buskabel an den Busknoten bereitgestellte Massepotential vom Massenpotential an der Funktionsmodulanordnung abweichen. Um eine Verbesserung der Störsignalaussendung und/oder der Störsignaleinstrahlung für den Busknoten zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, den Busknoten über das erste Kopplungsmittel, das für die elektrische Verbindung mit der Funktionsmodulanordnung ausgebildet ist und das ein erstes Kontaktmittel umfasst, in unmittelbaren elektrischen Kontakt mit einem Massenanschluss der Funktionsmodulanordnung zu bringen. Hierdurch ist sichergestellt, dass das am Busknoten anliegende Massepotential gleich dem Massepotential der Funktionsmodulanordnung ist, wodurch die unidirektionale oder bidirektionale Signalübertragung zwischen Busknoten und Funktionsmodulanordnung zu einer reduzierten Störsignalaussendung und zu einer erhöhten Störsignaleinstrahlungsfestigkeit führt .
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche .
Zweckmäßig ist es, wenn das zweite Kopplungsmittel ein zweites Kontaktmittel umfasst, das für eine Bereitstellung des am ersten Kontaktmittel anlegbaren Massepotentials der Funktionsmodulanordnung an das Bussystem ausgebildet ist . Hierdurch kann das Massepotential der Funktionsmodulanordnung auch an das Buskabel bereitgestellt werden, um die gewünschte Redu-
zierung der Störsignalaussendung und die Erhöhung der Stör- signaleinstrahlungsfestigkeit für den Busknoten zu erreichen.
Vorteilhaft ist es, wenn das Kontaktmittel als federelastische Kontaktzunge für eine Steckverbindung mit einem assepo- tential, insbesondere mit dem Masseanschluss der Funktionsmodulanordnung ausgebildet ist . Hierdurch kann eine einfache Kopplung zwischen dem Busknoten und der Funktionsmodulanordnung und/oder dem Buskabel erreicht werden. Die Kopplung wird vorzugsweise als Steckvorgang vorgenommen, dementsprechend sind die Kontaktmittel an der Funktionsmodulanordnung und am Busknoten als Steckerbinder ausgebildet.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Kontaktmittel mehrere, umlaufend angeordnete Kontaktzungen umfasst, um eine Abschirmwirkung zwischen dem Masseanschluss und der elektronischen Schaltung oder dem Massenan- schluss, der elektronischen Schaltung und dem zweiten Kopplungsmittel zu gewährleisten. Hierdurch werden eine weitere Reduzierung der Störsignalaussendung und/oder eine Erhöhung der Störsignaleinstrahlungsfestigkeit für den Busknoten er- reicht.
Bevorzugt ist das Kontaktmittel für eine Steckverbindung mit einer Schraubhülse eines Schraubsteckverbinders, insbesondere eines M8 -Steckverbinders oder eines M12- Steckverbinders, ausgebildet. Hierdurch kann der Busknoten in einfacher Weise, insbesondere mittels eines Steckvorgangs, mit einer Funktionsmodulanordnung verbunden werden. Bei dieser Kopplung von Busknoten und Schraubsteckverbinder der Funktionsmodulanordnung werden sowohl die Signalleitungen, die zur Übertragung der Signale gemäß dem internen Kommunikationsprotokoll benö- tigt werden, verbunden als auch die Masseverbindung hergestellt .
Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem zweiten Aspekt mit einem Steuerungssystem zur Ansteuerung einer Arbeitsvorrichtung gemäß dem Anspruch 5 gelöst . Das Steuerungssystem umfasst ein Steuerungsmodul zur Ausgabe von Steuerungsbefehlen an ein Eussystem, ein Bussystem zur Weiterleitung der Steuerungsbefehle, einen Busknoten zur Umsetzung von Steuerbefehlen gemäß einem Busprotokoll in Steuerbefehle gemäß einem internen Kommunikationsprotokoll einer Funktionsmodulanordnung sowie eine Funktionsmodulanordnung, die Ventilmodule zur AnSteuerung von fluidischen Aktoren und/oder elektrische
Schaltmodule zur Ansteuerung von elektrischen Aktoren
und/oder Eingangs -Ausgangsmodule für die Ansteuerung und/oder Überwachung von Sensoren umfasst, die jeweils anhand der vom internen Kommunikationsprotokoll bereitgestellten Steuerbefehle beeinflussbar sind, wobei die Funktionsmodulanordnung mit einem Massepotential, insbesondere mit einem Maschinengestell, koppelbar ist und eine Kontakteinrichtung für eine signalübertragende Kopplung zwischen Funktionsmodulanordnung und Busknoten umfasst, die einen Masseanschluss aufweist, der mit dem Massepotential verbunden ist und wobei der Busknoten an die Funktionsmodulanordnung ankoppelbar ausgebildet ist und ein erstes Kontaktmittel des Busknotens derart unmittelbar mit der Kontakteinrichtung verbunden ist, dass ein elektrischer Kontakt zwischen dem Masseanschluss der Funktionsmodulanordnung und dem Busknoten gewährleistet ist.
Bei dem Steuerungsmodul kann es sich beispielsweise um eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) handeln, die für die Vorgabe von Steuerbefehlen an Komponenten der Arbeitsvorrichtung ausgebildet ist . Hierzu ist eine Kommunikation mit Aktoren und/oder Sensoren vorzusehen, die an der Arbeitsvorrichtung angeordnet sind und die die Steuerbefehle des Steuerungssystems umsetzen bzw. eine Rückkopplung von Auswirkungen
der Steuerbefehle an das Steuerungssystem ermöglichen. Bei der Arbeitsvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Bearbeitungsmaschine für Werkstücke handeln, die mit fluidisch und/oder elektrisch betreibbaren Aktoren und zugeordneten Sensoren ausgerichtet ist. Das Bussystem ermöglicht die Übertragung der Steuerbefehle zwischen dem Steuerungsmodul und der Funktionsmodulanordnung gemäß einem vorgegebenen Bus- protokoll, beispielsweise gemäß dem Profibus-Protokoll. Der Busknoten ist dazu vorgesehen, die im Busprotokoll enthaltenen Steuerbefehle in ein internes Kommunikationsprotokoll der Funktionsmodulanordnung umzusetzen und an diese bereitzustellen. Die Funktionsmodulanordnung umfasst mehrere Funktionsmodule, die dazu eingerichtet sind, anhand der bereitgestellten Steuerbefehle eine beispielsweise fluidische oder elektrische Ansteuerung von Aktoren und/oder ein Auslesen von Sensoren vorzunehmen und gegebenenfalls ermittelte Sensorsignale über das interne Kommunikationsportokoll an den Busknoten weiterzugeben. Für eine vorteilhafte Funktion der Funktionsmodulanordnung sowie zur Einhaltung der einschlägigen Vorschriften ist es vorgesehen, dass die Funktionsmodulanordnung mit einem Massepotential, beispielsweise eines Maschinenrahmens der Arbeitsvorrichtung, verbunden ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dieses Massepotential auch an den Busknoten bereitzustellen. Hierdurch liegen die elektrischen bzw. elektronischen Schaltungen in der Funktionsmodulanordnung und im Bus- knoten auf dem gleichen Massepotential, wodurch ein geringes Niveau für eine vom Busknoten ausgehende Störsignalaussendung und ein hohes Niveau für die Störsignaleinstrahlungsfestig- keit des Busknotens erzielt wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Busknoten auf die Funktionsmodulanordnung aufsteckbar ausgebildet ist. Hierdurch wird eine besonders
einfach handzuhabende mechanische und elektrische Kopplung zwischen Busknoten und Funktionsmodulanordnung erzielt.
Zweckmäßig ist es, wenn der asseanschluss an der Funktionsmodulanordnung als Schraubhülse eines Schraufosteckverbinders , insbesondere als Schraubhülse eines M8 -Steckverbinders oder eines M12 -Steckverbinders , ausgebildet ist. Derartige
Schraubsteckverbinder sind beispielsweise für eine mechanisch besonders belastbare Ankopplung eines mit einem korrespondierenden Stecker versehenen Kabels ausgebildet. Eine elektrische Verbindung zwischen den Signalleitungen eines Schraubsteckers und einer Schraubbuchse wird durch einen Steckverbinder hergestellt, die Bereitstellung des Massepotentials findet durch eine Schraubhülse und einen korrespondierenden Schraubring statt . Für den Anschluss von Bussystemen werden häufig M8- Steckverbinder oder M12 -Steckverbinder eingesetzt. Vorzugsweise ist in dem Busknoten eine auf die Außengeometrie der Schraubhülse angepasste Ausnehmung vorgesehen, so dass der Busknoten möglichst bündig auf die Oberfläche der Funktionsmodulanordnung aufgesteckt werden kann, wobei die Schraubhülse zumindest nahezu vollständig in der Ausnehmung aufgenommen ist .
Bevorzugt ist vorgesehen, dass das erste Kontaktmittel als federelastische Kontaktzunge, insbesondere als Gruppe umlaufend angeordneter Kontaktzungen, ausgebildet ist. Hierdurch wird beim Aufstecken des Busknotens auf die Funktionsmodulanordnung ohne weiteres Zutun eines Benutzers die gewünschte Masseverbindung zwischen der Funktionsmodulanordnung und dem Busknoten hergestellt. Vorzugsweise ist die wenigstens eine Kontaktzunge derart ausgebildet, dass sie auf einer Außenseite des, insbesondere als Schraubhülse ausgebildeten, Masseanschlusses anliegt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ventil- und/oder Schalt- und/oder Eingangs -/Ausgangmodule der Funktionsmodulanordnung in einer Aufreihungsrichtung aneinander aufgereiht sind und in der Aufreihungsrichtung ü .1
UU.
Hierdurch kann eine kompakte Anordnung der Funktionsmodule erreicht werden. Zudem wird dadurch eine Versorgung der einzelnen Funktionsmodule mit elektrischer Energie, mit einem oder mehreren Fluididen, insbesondere Druckluft, und mit den Signalen gemäß dem internen Kommunikationsprotokoll, erleichtert .
Zweckmäßig ist es, wenn die Funktionsmodulanordnung ein Anschlussmodul umfasst, das als elektrisches Bindeglied zwischen den Funktionsmodulen und dem Busknoten ausgebildet ist. Das Anschlussmodul dient einer zentralen Zufuhr von Versorgungsenergie, Fluid und Steuersignalen an die nachgelagert angeordneten Funktionsmodule und umfasst hierzu entsprechende Anschlussmittel wie wenigstens einen Versorgungsspannungsan- schluss und wenigstens einen Fluidanschluss sowie einen
Steckverbinder, insbesondere einen M8- Steckverbinder oder einen M12 -Steckverbinder, die für die Bereitstellung von Signalen an das interne Kommunikationsprotokoll der Funktionsmodulanordnung ausgebildet sind.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Hierbei zeigt:
Figur 1 Steuerungssystem für eine Bearbeitungsmaschine zur Ansteuerung von elektrischen und/oder fluidischen Aktoren,
Figur 2 eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht einer Funktionsmodulanordnung mit aufgesetztem Busknoten,
Figur 3 eine perspektivische Darstellung einer Funktionsmodulanordnung und
Figur 4 eine perspektivische Darstellung eines Schnittstellenbereichs eines Busknotens.
In der Figur 1 ist ein SteuerungsSystem 1 für eine nicht näher dargestellte Bearbeitungsmaschine schematisch dargestellt. Das Steuerungssystem 1 umfasst exemplarisch ein
Steuerungsmodul 2 zur Ausgabe von Steuerungsbefehlen an ein Bussystem 3. Bei dem Bussystem 5 kann es sich um ein für derartige Bearbeitungsmaschinen übliches Feldbussystem, exemplarisch mit einem Busprotokoll gemäß dem Profibus-Protokoll, handeln. Das Bussystem 3 steht über eine Busleitung, die beispielsweise als Buskabel 4 ausgebildet ist, mit einem Busknoten 5 in Verbindung. Der Busknoten 5 ist seinerseits elektrisch mit einer Funktionsmodulanordnung 6 verbunden, die mehrere Funktionsmodule 7, 8 und 9 umfasst. Dabei ist ein erstes Funktionsmodul als Anschlussmodul 7, ein zweites als Ventilmodul 8 und ein drittes als Eingangs -/Ausgangmodul 9 ausgebildet. Die Funktionsmodule 7, 8 und 9 sind längs einer Auf- reihungsachse 10 jeweils mit einander zugewandten Montageflächen 11 abdichtend aneinander gereiht und weisen jeweils längs der Aufreihungsachse 10 erstreckte, nicht näher dargestellte interne Fluidkanäle, Versorgungsleitungen und Signal - leitungen auf. Die Versorgungleitungen sind mit Versorgungsanschlüssen 11 verbunden, die am Anschlussmodul 7 ausgebildet sind und die die eine Bereitstellung von elektrischer Spannung, beispielsweise einer Niedervolt -Wechselspannung, an die übrigen Funktionsmodule 8 und 9 ermöglichen. Die Fluidkanäle sind mit den Fluidanschlüssen 12 verbunden, die am Anschlussmodul 7 ausgebildet sind. Exemplarisch ist ein erster Fluid- anschluss 12 als Druckluftanschluss und ein zweiter Fluidan- schluss 12 als Abluftanschluss ausgebildet.
Die ebenfalls nicht dargestellten, längs der Aufreihungsachse 10 durch die Funktionsmodule verlaufenden Signalleitungen ermöglichen eine Signalübertragung zwischen dem Busknoten 5 und den Funktionsmodulen 8 und 9. Dadurch können entsprechend einem internen Kommunikationsprotokoll Steuerungsbefehle des Steuerungsmoduls 2, die über das Bussystem 3, insbesondere über das Buskabel 4 an den Busknoten 5 bereitgestellt wurden, an die Funktionsmodule 8 und 9 weitergegeben werden. Mittels derartiger Steuerungsbefehle kann beispielsweise eine An- steuerung eines Ventilmoduls 8 erfolgen, um Fluid an einen angeschlossenen fluidischen Aktor 15 bereitzustellen. Ein gemäß dem internen Kommunikationsprotokoll an ein Eingangs- /Ausgangsmodul 9 bereitgestellter Steuerungsbefehl kann exemplarisch ein Auslesen eines Messwerts eines angeschlossenen Sensors 16 bewirken. Vorzugsweise wird das ausgelesene Sensorsignal vom Eingangs -/Ausgangsmodul 9 gemäß dem internen Kommunikationsprotokoll an den Busknoten 5 weitergeleitet, im Busknoten 5 in das Busprotokoll umgesetzt und von dort aus zur weiteren Verarbeitung an das Steuerungsmodul 2 bereitgestellt .
Für eine zuverlässige elektrische Funktion weist die Funktionsmodulanordnung 6 einen Masseanschluss 17 auf, der an ein Erdpotential, beispielsweise an ein geerdetes, metallisches und nicht näher dargestelltes Maschinengestell der nicht dargestellten Bearbeitungsmaschine angeschlossen ist. Vorteilhaft ist es, wenn der Busknoten 5 über einen nachstehend näher beschriebene und in den Figuren 2 und 4 dargestellten elektrischen Kontakt ebenfalls auf diesem Massepotential liegt, wie dies durch die Potentialgrenze 18 symbolisch dargestellt ist.
In der Figur 2 sind der Busknoten 5 und das Anschlussmodul 7 näher dargestellt. Das Anschlussmodul 7 weist an einer paral-
lel zur Darstellungsebene der Figur 2 ausgerichteten Montage- flache 19 zwei Fluidkanäle 20, mehrere Signalleitungen 21, zwei Versorgungsleitungen 22 und eine Masseleitung 23 auf. Die elektrischen Leitungen 21, 22, 23 weisen jeweils über die Montagefläche 19 erhaben abragende Kontaktstifte auf, die zur Aufnahme in entsprechenden Kontaktbuchsen eines an die Montagefläche anreihbaren Funktionsmoduls 8 oder 9 vorgesehen sind. Die Signalleitungen 22 und die Masseleitung 23 sind in dem Anschlussmodul 7 an einem in der Figur 3 dargestellten Schraubsteckverbinder 24 terminiert. Der Schraubsteckverbinder 24 ist exemplarisch an einer normal zur Montagefläche 19 ausgerichteten, in Figur 2 dargestellten Verbindungsfläche 25 angeordnet und umfasst eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht geschnitten dargestellte Schraubhülse 26. In der
Schraubhülse 26, die elektrisch mit der Masseleitung 23 verbunden ist, sind exemplarisch mehrere nicht näher dargestellte Steckerstifte und/oder Steckbuchsen ausgebildet, die mit den Signalleitungen 21 verbunden sind.
Vorliegend ist der Busknoten 5 in der Darstellung der Figur 2 unmittelbar auf den in der Figur 3 dargestellten Schraubsteckverbinder 24 aufgesteckt. In einem Gehäuse 30 des Busknotens 5 ist eine Ausnehmung 31 vorgesehen, die größer als eine räumliche Ausdehnung des in der Figur 3 dargestellten Schraubsteckverbinders 24 ausgeführt ist und somit ein vollständiges Eintauchen des Schraubsteckverbinders 24 in das Gehäuse 30 ermöglicht. An einer im Busknoten 5 vorgesehenen, nicht näher dargestellten Leiterplatte, auf der eine ebenfalls nicht näher dargestellte elektronische Schaltung des Busknotens 5 aufgebaut ist, ist ein aus isolierendem Material ausgebildeter, in der Figur 4 dargestellter Steckerzapfen 32 befestigt, in dem vorliegend fünf elektrisch leitende Steckbuchsen 38 angeordnet sind. Die Steckbuchsen 38 sind mit der
Leiterplatte elektrisch verbunden und stehen unmittelbar oder über eine nicht dargestellte, auf der Leiterplatte angeordnete und elektrisch zwischengeschaltete elektronische Schaltung mit den Signalleitungen 21 gemäß Figur 2 in Verbindung. Zudem ist gemäß der Darstellung der Figur 2 in einem Wandbereich der Ausnehmung 31 eine Kontaktfeder 33 aufgenommen, die als erstes Kontaktmittel zur elektrischen Kopplung der Leiterplatte im Busknoten 5 mit der Schraubhülse 26 des in Figur 3 näher dargestellten Schraubsteckverbinders 24 dient. Die Kontaktfeder 33 und der Steckerzapfen 32 bilden das Kopplungs- mittel für die Verbindung zwischen Busknoten 5 und Funktions- modulanordnung 6.
Exemplarisch ist die, vorzugsweise einstückig ausgeführte, metallische Kontaktfeder 33 an einem der Mündung der Ausnehmung 31 abgewandten Ende als Flachsteckkontakt 34 ausgebildet. Dieser Flachsteckkontakt 34 ist zwischen zwei elektrisch mit der Leiterplatte verbundenen, insbesondere mit der Leiterplatte verlöteten, Kontaktfedern 35 aufgenommen, so dass das an der Schraubhülse 26 des Schraubsteckverbinders 24 bereitstellbare Massepotential der Funktionsmodulanordnung 6 an den Busknoten 5 weitergegeben werden kann. Aufgrund der exemplarisch gewählten Ausgestaltung der Kontaktfeder 33 als um Wesentlichen U- förmige, aus einem Flachbandmaterial geformte Metallfeder wird ein zuverlässiger elektrischer Kontakt zwischen dem Busknoten 5 und dem Schraubsteckverbinder 24 der Funktionsmodulanordnung 6 erreicht, wobei der Busknoten 5 hierzu lediglich auf den Schraubsteckverbinder 24 der Funktionsmodulanordnung 6 aufgesteckt werden muss. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Kontaktfeder ist diese unmittelbar mit der Leiterplatte verbunden, insbesondere vercrimpt und/oder verlötet, oder steht in elektrischem Berührkontakt mit der Leiterplatte.
An einer der Funktionsmodulanordnung 6 abgewandten Oberfläche des Busknotens 5 ist ebenfalls ein Schraubsteckverbinder 36 angeordnet, der zum Anschluss des Buskabels 4 vorgesehen ist, wobei das Buskabel zusätzlich auch die elektrische Versorgung des Busknotens 5 und gegebenenfalls auch der Funk ionsrnodul- anordnung 6 übernehmen kann. Gemäß dem in den Figuren 2 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das an der Kontaktfeder 33 anliegende, von der Schraubhülse 26 des Schraubsteckverbinders 24 abgegriffene Massepotential bis an die Schraubhülse 37 des Schraubsteckverbinders 36 durchgeschleift.
Aus der Figur 3 geht eine schematische Darstellung der Funktionsmodulanordnung 6 hervor. Der Schraubsteckverbinder 24 ist an einer Oberseite des Anschlussmoduls 7 angebracht.
Aus der Figur 4 ist die im Gehäuse 30 des Busknotens 5 ausgebildete Ausnehmung 31 zu erkennen. Exemplarisch sind in der Ausnehmung 31 der Steckerzapfen 32 mit den exemplarisch fünf Steckbuchsen 38 sowie zwei benachbart zueinander angeordnete Kontaktfedern 33 ausgebildet. Benachbart zur Ausnehmung 31 sind an dem Gehäuse 30 ein angeformter Zentrierzapfen 39 sowie eine drehbar gelagerte Schraube 40 angeordnet, die für eine Aufnahme in einer korrespondierend ausgebildeten Ausnehmung 41 bzw. einer Gewindebohrung 42 im Anschlussmodul 7 vorgesehen sind und einer korrekten und zuverlässigen Kopplung zwischen Busknoten 5 und Anschlussmodul 7 dienen. Hierzu kann zusätzlich ein am Busknoten 5 angeformter Zentrierzapfen 43 und eine im Anschlussmodul 7 ausgebildete Ausnehmung 44 vorgesehen sein.