Verfahren zum Kontrollieren einer Anlage
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfah- ren zum Kontrollieren einer Anlage, eine Anordnung zum Kontrollieren einer Anlage und eine Anlage zum automatischen Handhaben von Gefäßen.
Beschreibung des Standes der Technik
[0002] Es sind unterschiedliche Maschinen oder Anlagen bekannt, die zum automatischen Handhaben von Gefäßen, wie bspw. von Flaschen, ausgebildet sind. Mit derartigen Anlagen ist es unter geringem Personalaufwand bspw. möglich, Gefäße, wie bspw. Flaschen zu füllen oder auch vor einem Befüllen zu reinigen. Weiterhin ist es denkbar, mit Hilfe derartiger Maschinen oder Anlagen, die jeweiligen Gefäße auf eine möglicherweise vorhandene Beschädigung oder Verschmutzung hin untersuchen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0003] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kon- trollieren einer Anlage, die zum automatischen Handhaben von Gefäßen, die zur Aufnahme von Schüttgut ausgebildet sind, konfiguriert ist und eine Anzahl Bearbeitungsstationen für die Gefäße aufweist. Bei Durchführung des Verfahrens werden Bearbeitungsstationen bei laufendem Betrieb der Anlage auf eine Funktionstüchtigkeit hin überprüft, wobei als funktionsuntüchtig identifizierte Bearbeitungsstationen jeweils für den laufenden Betrieb als Fehlstelle definiert und von einem weiteren Betrieb automatisch ausgeschlossen
werden. Eine Überprüfung von Bearbeitungsstationen und/oder Gefäßen auf deren Zustand kann anwenderbezogen und gezielt gesteuert erfolgen, so dass eine Bearbeitungsstation und/oder ein Gefäß zu einem geeigneten Zeitpunkt gezielt überprüft wird.
[0004] Das Verfahren kann für eine Anlage mit Bearbeitungsstationen ausgeführt werden, in denen Gefäße beim laufenden Betrieb angeordnet werden, bspw. kann das Verfahren für Bearbeitungsstationen, die zum Transport von Gefäßen ausgebildet sind, durchgeführt werden. Ferner kann das Verfahren für Bearbeitungsstationen ausgeführt werden, die bei laufendem Betrieb zur Beaufschlagung von Gefäßen ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich bspw. um Bearbeitungsstationen, die zum Reinigen, zum Füllen, zum Zudeckein und/oder zum Etikettieren von Gefäßen ausgebildet sind. Zum Füllen von Gefäßen ausgebildete Bearbeitungsstationen werden typischerweise als Einfüllstationen oder Einfüllvorrichtungen, die Ventile für in die Gefäße einzufüllendes Schüttgut aufweisen, bezeichnet.
[0005] Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren wird einer als Fehlstelle definierten Bearbeitungsstation bei laufendem Betrieb bzw. bei Fortsetzung des Betriebs der entsprechenden Anlage automatisch kein Gefäß zur Bearbeitung zugeführt, so dass durch diese Bearbeitungsstation fehlerhaft bearbeitete Gefäße, sei es bspw. unzureichend mit Schüttgut befüllte Gefäße oder unzureichend gereinigte Gefäße vermieden werden. Dies bedeutet wiederum, dass der Ausschuss an fehlerhaft bearbeiteten Gefäßen bei laufendem Betrieb erheblich reduziert werden kann.
[0006] Im Rahmen des Verfahrens kann eine als Fehlstelle definierte Bearbeitungsstation automatisch deakti-
viert werden, wenn in dieser kein Gefäß angeordnet ist. Im Fall einer Einfüllstation kann dabei bspw. das bzw. die entsprechenden Ventile der Einfüllstation außer Funktion gesetzt werden, so dass hierdurch kein Befüllen eines Gefä- ßes mit Schüttgut mehr möglich ist.
[0007] Als weitere Maßnahme kann über eine als Fehlstelle definierte Bearbeitungsstation ein Zustandsbericht bereitgestellt werden. Ferner kann diese Bearbeitungsstation zu einem definierbaren Zeitpunkt, insbesondere nach Be- endigung des Betriebs der Anlage gewartet werden. Der Zustandsbericht kann u. a. mit mindestens einem Sensor er- fasste Informationen zu der fehlerhaften Bearbeitungsstation umfassen und bei der Wartung entsprechend verwendet werden. Hierbei kann es sich u. a. um Informationen zu mecha- nischen und/oder elektronischen Mängeln von der jeweiligen Bearbeitungsstation handeln.
[0008] In einer Variante des Verfahrens kann in Abhängigkeit von Art und Anzahl von als Fehlstellen definierten Bearbeitungsstationen bei laufendem Betrieb mindestens ein Betriebsparameter der Anlage verändert werden. Dies kann u. a. bedeuten, dass als der mindestens eine Betriebsparameter eine Frequenz zur Bearbeitung der Gefäße geeignet ange- passt, typischerweise erhöht wird, wodurch bspw. eine Drehzahl der Anlage erhöht wird. Somit kann eine durch Außerbe- triebnahme fehlende Bearbeitungsstation in der Leistung der Anlage kompensiert werden, damit trotz Ausfalls der mindestens einen Bearbeitungsstation die gleiche Anzahl an Gefäßen beaufschlagt, bspw. befüllt, werden kann.
[0009] Es ist außerdem möglich, dass bei einer Über- prüfung der Funktionstüchtigkeit der Bearbeitungsstationen bei laufendem Betrieb der Anlage für ein an einer zu über-
prüfenden Bearbeitungsstation zu füllendes Gefäß nach dem Füllen eine Füllstandshöhe für das Schüttgut bestimmt und überprüft wird, ob sich die Füllstandshöhe innerhalb oder außerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs für diese Füllstandshöhe befindet. Dabei kann zum einen ein Gefäß aussortiert werden, falls sich die Füllstandshöhe außerhalb des Toleranzbereichs für die Füllstandshöhe befindet. Ferner ist vorgesehen, dass festgestellt wird, bei welcher Bearbeitungsstation das jeweilige Gefäß, dessen Füllstandshö- he sich außerhalb des Toleranzbereichs für die Füllstandshöhe befindet, gefüllt wurde, und dass diese Bearbeitungsstation als Fehlstelle definiert und vom weiteren Betrieb der Anlage automatisch ausgeschlossen wird. Dies kann auch rückwirkend erfolgen, wenn eine Kontrolle der Füllstandshö- he erst nach dem Füllen des Gefäßes erfolgt, wenn das Gefäß mindestens eine weitere Bearbeitungsstation durchlaufen hat, da auch dann nachvollziehbar ist, bei welcher Bearbeitungsstation das Gefäß gefüllt worden ist.
[0010] In Ausgestaltung des Verfahrens ist es möglich, Bearbeitungsstationen stichprobenartig auf die Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen. Generell ist es denkbar, dass bei laufendem Betrieb der Anlage eine Abfolge von Bearbeitungsschritten, die durch entsprechende Bearbeitungsstationen durchgeführt werden, in Bearbeitungsrunden zyk- lisch wiederholt wird. Zur stichprobenartigen Überprüfung der Bearbeitungsstationen wird nun vorgeschlagen, in einer Art Ablaufplan vorzugeben, in welcher der Bearbeitungsrunden welche Bearbeitungsstationen überprüft werden sollen. Dieser von einem Anwender geeignet vorgegebene Ablaufplan zur Probenentnahme anhand derer die die Proben bearbeiteten Bearbeitungsstationen auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden sollen, kann abrufbar hinterlegt werden. Bei laufen-
dem Betrieb der Anlage kann somit abgerufen werden, in welcher Bearbeitungsrunde welche Bearbeitungsstationen der Anzahl Bearbeitungsstationen auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen sind. Durch diese Maßnahme können zur Überprü- fung vorgesehene Bearbeitungsstationen gezielt ausgewählt werden, wobei die jeweilige Überprüfung ebenfalls bei einer gezielt ausgewählten Bearbeitungsrunde durchgeführt wird.
[0011] Das bedeutet bspw. , dass zur Überprüfung von Einfüllstationen in Einfüllrunden, die im Ablaufplan vorge- geben sind, gezielt von ebenfalls im erstellten Ablaufplan vorgegebenen Einfüllstationen die dort jeweils zu befüllenden Gefäße nach ihrer jeweiligen Befüllung als Proben entnommen werden und deren jeweilige Befüllung überprüft wird. Funktionell gleichartige Bearbeitungsstationen können folg- lieh bei verschiedenen Bearbeitungsrunden überprüft werden. Dies bietet sich u. a. dann an, falls sich die Bearbeitungsstationen wie bspw. Einfüllstationen in unmittelbarer oder zumindest indirekter Nachbarschaft befinden. Somit kann bspw. eine Kollision von Gefäßen, die in benachbarten Bearbeitungsstationen beaufschlagt werden, bei deren Entnahme als Proben vermieden werden.
[0012] Gefäße, die unabhängig von der gezielt durchgeführten Probenentnahme anhand des Ablaufplans ferner als falsch befüllt identifiziert werden, weil bspw. eine Füll- Standshöhe des darin eingefüllten Schüttguts zu hoch oder zu niedrig ist, können bspw. durch eine Funktion „select rejeet" gezielt unabhängig von der laufenden Probeentnahme in einem separaten Schritt, d. h. bspw. durch ein separates Ausleitsystem, entnommen werden.
[0013] Eine Einfüllstation und somit ein Ventil, das das unzureichend gefüllte Gefäß gefüllt hat, kann leicht
identifiziert werden, da für jedes Gefäß eine genaue Zuordnung zu Bearbeitungsstationen, die das Gefäß beaufschlagen, vorgesehen ist. Unter Berücksichtigung dieser Zuordnung kann das falsch befüllende Ventil und somit die jeweilige Einfüllstation als Fehlstelle definiert werden und vom laufenden Betrieb ausgenommen werden.
[0014] Die Erfindung betrifft auch eine Anordnung zum Kontrollieren einer Anlage, wobei die Anlage zum automatischen Handhaben von Gefäßen, die zur Aufnahme von Schüttgut ausgebildet sind, konfiguriert ist und eine Anzahl Bearbeitungsstationen für die Gefäße aufweist. Die Anordnung ist dazu ausgebildet, Bearbeitungsstationen bei laufendem Betrieb der Anlage auf eine Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen, und als funktionsuntüchtig identifizierte Bearbei- tungsstationen für den laufenden Betrieb als Fehlstellen zu definieren und automatisch von einem weiteren Betrieb auszuschließen.
[0015] Diese Anordnung ist typischerweise, dazu ausgebildet ist, mindestens einen Schritt des voranstehend be- schriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen.
[0016] Die Anordnung kann u. a. mindestens einen Sensor aufweisen, der mindestens einer Bearbeitungsstation zugeordnet und dazu ausgebildet ist, einen Zustand eines Betriebsparameters der jeweiligen Bearbeitungsstationen und/oder einen Zustand eines an der Bearbeitungsstation zu bearbeitenden Gefäßes zu erfassen. Ein derartiger Sensor kann auch als Zusatzkomponente der Anlage ausgebildet sein und bei Durchführung des Verfahrens mit der Anordnung entsprechend zusammenwirken.
[0017] Ferner umfasst die Erfindung auch eine entsprechende Anlage, die zum automatischen Handhaben von Gefäßen ausgebildet ist und eine voranstehend beschriebene erfindungsgemäße Anordnung aufweist .
[0018] Diese Anlage ist in einer Variante dazu ausgebildet, Gefäße, die bspw. als Flaschen ausgebildet sind, automatisch zu handhaben. Mit der Anlage können üblicherweise auch andere Behälter oder Gebinde, die zur Aufnahme von Schüttgut geeignet sind, gehandhabt werden.
[0019] Die erfindungsgemäße Anlage ist dazu ausgebildet, einen Zustand der Gefäße zu kontrollieren und somit zu regeln und/oder zu steuern. Diese Anlage weist als eine Bearbeitungsstation u. a. mindestens eine Fördereinrichtung zum Transport von Gefäßen, mindestens eine Füllstation bzw. Füllvorrichtung mit Ventilen zum Füllen der Gefäße mit einem Schüttgut sowie mindestens einen Sensor zum Überprüfen eines Zustands bzw. einer Funktionstüchtigkeit mindestens einer Bearbeitungsstation und/oder eines Zustands mindestens eines Gefäßes auf.
[0020] Mit der mindestens einen Fördereinrichtung können die Gefäße innerhalb der Anlage zu verschiedenen Bearbeitungsstationen der Anlage transportiert werden. Ferner kann auch für mindestens eine Bearbeitungsstation der Anlage zusätzlich mindestens eine Fördereinrichtung vorgesehen sein, so dass die Gefäße bspw. während eines Füllvorgangs an der entsprechenden Bearbeitungsstation der Füllstation ebenfalls transportiert werden können.
[0021] Die erfindungsgemäße Anlage weist in weiterer
Ausgestaltung mindestens einen Sensor zum Überprüfen eines jeweiligen Zustands mindestens einer Bearbeitungsstation
und/oder eines oder mehrerer Gefäße auf . Dies umfasst die Maßnahme, mindestens eine Bearbeitungsstation und/oder ein Gefäß auf seine Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Dabei kann ermittelt werden, ob das Gefäß zum Füllen mit einem entsprechenden Schüttgut geeignet ist . Das Überprüfen des jeweiligen Zustands eines Gefäßes kann alternativ oder ergänzend auch die Maßnahme umfassen, wonach ein Inhalt bzw. ein von dem Gefäß umschlossener Raum überprüft wird. Hierbei kann ermittelt werden, bis zu welchem Grad das Gefäß mit Schüttgut gefüllt ist und/oder ob dieses Gefäß möglicherweise verunreinigt ist. Falls für ein Gefäß diagnostiziert wird, dass dieses für den Betrieb der Anlage nicht geeignet ist, kann eine Bearbeitungsstation, in der ein derartiges Gefäß angeordnet ist, als Fehlstelle definiert werden.
[0022] Außerdem kann die beschriebene Anlage als Bearbeitungsstation mindestens eine Füll- bzw. Einfüllvorrichtung zum Füllen der jeweiligen Gefäße mit dem Schüttgut umfassen. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Anlage als Bearbeitungsstation mindestens eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen der Gefäße aufweist. Üblicherweise wird das Reinigen der Gefäße vor einem Füllen oder einem Wiederbe- füllen der Gefäße vorgenommen.
[0023] Im Rahmen des voranstehend beschriebenen erfin- dungsgemäßen Verfahrens ist u. a. ein Kontrollieren und somit Steuern und/oder Regeln der Anlage, die zum automatischen Handhaben von Gefäßen, die zur Aufnahme von Schüttgut ausgebildet sind, vorgesehen. Das Verfahren umfasst eine Anzahl von Verfahrensschritten, bspw. Prüfschritten zum Kontrollieren von Bearbeitungsstationen und/oder Gefäßen. Dabei können einzelne Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens als Zweige einer Baumstruktur vorkonfigu-
riert und logisch verknüpft dargestellt und bei entsprechender Aktivierung ausgeführt werden. Dabei ist jeder Zweig der Baumstruktur aus Algorithmen, d. h. aus Handlungsvorschriften gebildet. Mehrere Algorithmen sind typi- scherweise miteinander verknüpft und können bei einem Durchlauf des entsprechenden Zweigs entsprechend ausgeführt werden. Hierbei kann eine Handlungsvorschrift als Vorgabe zur Umsetzung eines entsprechenden Verfahrensschritts oder -teilschritts ausgebildet sein. In weiterer Ausgestaltung können Ebenen der Baumstruktur, wie bspw. eines entsprechenden Prüfbaums, hierarchisch gegliedert sein.
[0024] Bei einer Variante des Verfahrens wird einem Nutzer der zu kontrollierenden Anlage die Baumstruktur mit den Zweigen und Ebenen über eine Anzeigeeinrichtung einer geeigneten Vorrichtung, die mit der Anlage zusammenwirkt, dargestellt. Die Anzeigeeinrichtung kann dabei als Schnittstelle zwischen einem jeweiligen Nutzer der Anlage und der Anlage dienen, so dass der Nutzer eine durch die Anlage durchzuführende automatische Handhabe der Gefäße mit Hilfe der Anzeigeeinrichtung verfolgen, überwachen und ggf. auch beeinflussen kann. So ist es bspw. möglich, Bearbeitungsstationen, die bei Betrieb einen Fehler verursacht haben, gezielt auch manuell als Fehlstellen zu definieren und von einem weiteren Betrieb der Anlage gezielt auszuschließen. Letzteres kann jedoch auch automatisch erfolgen. Die beschriebene Anzeigeeinrichtung ist in der Regel als Anzeigefeld, bspw. Bildschirm, ausgebildet, mit dessen Hilfe die Verfahrensschritte bspw. als dargestellte Ebenen zu visua- lisieren sind. Die Anzeigeeinrichtung kann ferner auch zur akustischen Darstellung der Verfahrensschritte ausgebildet sein und somit einen Lautsprecher aufweisen.
[0025] Es ist möglich, dass eine Ausführung eines Algorithmus, als Teil eines entsprechenden Zweigs, d. h. eines entsprechenden Verfahrensschrittes von einer definierbaren Bedingung abhängig ist. Weiterhin können die Algo- rithmen in Kategorien unterteilt werden. Hierbei ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass jede Kategorie durch ein geeignetes Symbol gekennzeichnet wird, wobei ein derartiges Symbol an die Algorithmen der Kategorie vererbt und somit übertragen wird. Alternativ oder ergänzend kann eine Ebene der Baumstruktur zum Hinweis auf einen oder mehrere der jeweiligen Ebene zuordenbaren Algorithmen durch ein oder mehrere derartige Symbole repräsentiert und mit der Anzeigeeinrichtung entsprechend dargestellt werden. Üblicherweise werden mit der Anzeigeeinrichtung die einzelnen Ebenen der Baumstruktur dargestellt. Innerhalb einer dargestellten Ebene können andere Ebenen der Baumstruktur durch entsprechende Symbole, die bspw. auf Bedienobjekten oder Anzeigefeldern abgebildet sind, angezeigt werden.
[0026] Es ist auch möglich, dass Ergebnisse von jewei- ligen Verfahrensschritten und somit von Teilaufgaben dem Nutzer über die Anzeigeeinrichtung dargestellt werden. In weiterer Ausgestaltung kann ferner vorgesehen werden, dass zu mindestens einem Arbeitsschritt der Anlage anhand der Ergebnisse eine Statistik bereitgestellt wird. Dies eröff- net weiterhin die Möglichkeit, dass unter Nutzung mindestens eines Ergebnisses der Statistik, die für den mindestens einen Arbeitsschritt bereitgestellt wurde, mindestens ein Betriebsparameter für einen in Zukunft durchzuführenden Betrieb bzw. für mindestens einen Arbeitsschritt der Anlage eingestellt wird. Demnach können die in Zukunft durchzuführenden Arbeitsschritte im Rahmen des Betriebs unter Berücksichtigung bereits durchgeführter Arbeitsschritte angepasst
und somit bspw. optimiert werden. Dies erfolgt typischerweise unter Berücksichtigung von Bearbeitungsstationen, die als Fehlstellen definiert und bei Fortsetzung des Betriebs nicht verwendet werden, d. h. vom laufenden Betrieb ausge- schlössen werden.
[0027] Das Verfahren ist in Ausgestaltung für eine Anlage geeignet, die zum Kontrollieren, Reinigen und/oder zum Befüllen von Flaschen mit einer Flüssigkeit als Schüttbzw. Füllgut konfiguriert ist.
[0028] Im Rahmen des Verfahrens kann das Kontrollieren ein Steuern, ein Einstellen und/oder ein Regeln der jeweiligen Anlage umfassen. Die automatische Handhabe von Gefäßen und insbesondere von Flaschen umfasst bspw. das Kontrollieren der Gefäße auf Bruch und/oder das Füllen der Ge- fäße mit einem dazu vorgesehenen Schutt- bzw. Füllgut. Ferner kann auch vorgesehen sein, dass bei der Handhabe der Gefäße diese gereinigt werden.
[0029] Als Gefäße können von der Anlage bspw. Flaschen automatisch behandelt werden. Ein Füllen der Gefäße erfolgt allgemein mit Schüttgut, wobei ein derartiges Schüttgut als Flüssigkeit oder als schüttfähige Substanz, die eine Vielzahl von Teilchen umfasst, bspw. als ein Granulat oder Pulver, ausgebildet sein kann.
[0030] Darüber hinaus kann auch mindestens ein Einga- bemodul vorgesehen sein, das üblicherweise mit der Anordnung zusammenwirkt und es einem Nutzer ermöglicht, Daten, wie bspw. Betriebsparameter, einzugeben und das ferner dazu ausgebildet ist, seitens eines Nutzers so eingegebene Betriebsparameter an die jeweilige Anlage weiterzuleiten, so dass darüber bspw. mindestens ein Arbeitsschritt und somit
mindestens eine Funktion der Anlage gezielt gesteuert bzw. unmittelbar angepasst werden kann. Dies erfolgt u. a. unter Berücksichtigung der als Fehlstellen definierten Bearbeitungsstationen der Anlage. Das Eingabemodul kann u. a. Be- dienelemente bzw. Bedienknöpfe aufweisen, die von einem Nutzer der Anlage während des Betriebs betätigt werden können. Über das Eingabemodul kann auch eine Reihenfolge von Überprüfungen von Bearbeitungsstationen und/oder Gefäßen programmiert werden. Das bedeutet, dass über das Eingabemo- dul der voranstehend beschriebene Ablaufplan zur Probenentnahme eingegeben werden kann. Fehlerbehaftete Gefäße können automatisch und/oder durch Bedienen des Eingabemoduls gezielt aussortiert werden. Eine ein Ventil umfassende Einfüllstation, die für ein Gefäß bspw. durch falsches Befül- len, einen Fehler verursacht hat, kann u. a. durch das Eingabemodul auch manuell als Fehlstelle definiert werden.
[0031] Die beschriebene erfindungsgemäße Anordnung ist dazu ausgebildet, sämtliche Schritte des vorgestellten erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Dabei können ein- zelne Schritte dieses Verfahrens auch von einzelnen Komponenten der Anordnung durchgeführt werden. Weiterhin können Funktionen der Anordnung oder Funktionen von einzelnen Komponenten der Anordnung als Schritte des Verfahrens konfiguriert sein.
[0032] Mit einem Computerprogramm mit Programmcodemitteln können alle Schritte eines beschriebenen Verfahrens durchgeführt werden, wenn das Computerprogramm auf einem Computer oder einer entsprechenden Recheneinheit, insbesondere in einer erfindungsgemäßen Anordnung, ausgeführt wird.
[0033] Ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, die auf einem computerlesbaren Datenträger gespei-
chert sind, ist zum Durchführen aller Schritte eines beschriebenen Verfahrens ausgebildet, wenn das Computerprogramm auf einem Computer oder einer entsprechenden Recheneinheit, insbesondere in einer erfindungsgemäßen Anordnung, ausgeführt wird.
[0034] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung .
[0035] Es versteht sich, dass die voranstehend genann- ten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0036] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ausführlich beschrieben.
Kurzbeschreibυng der Zeichnungen
Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Topolo- gie einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage.
Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage.
Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage.
Figur 4 zeigt in schematischer Darstellung eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage.
Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung ein Beispiel für ein Ergebnis einer Diagnose, wie es im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt wird.
Figur 6 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Statistik, wie sie im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt wird.
Figur 7 zeigt eine erste Detailstatistik zu der anhand von Figur 6 vorgestellten Statistik.
Figur 8 zeigt in schematischer Darstellung eine zweite Detailstatistik.
Figur 9 zeigt eine Darstellung von anhand der bereits vorgestellten Detailstatistiken detektierten Fehlern in schematischer Darstellung.
Figur 10 zeigt in schematischer Darstellung Details zu einem im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführenden Verfahrensschritts.
Figur 11 zeigt in schematischer Darstellung eine Zusammenfassung einer Baumstruktur, wie sie gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen werden kann.
Figur 12 zeigt in schematischer Darstellung ein Bei- spiel für einen Stichproben- bzw. Samplingmodus, der im
Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitgestellt wird.
Ausführliche Beschreibung
[0037] Die Figuren werden zusammenhängend und über- greifend beschrieben, gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Komponenten.
[0038] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Topologie einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage 2. Die Anlage 2 umfasst mehrere als Kameras ausgebil- dete Sensoren 4, mindestens eine als Aktor 6 ausgebildete Bearbeitungsstation zum Beaufschlagen von Gefäßen, drei Recheneinheiten 8, sowie eine Ausführungsform einer Vorrichtung 10, die jeweils mittels geeigneter Symbole kenntlich gemacht sind. Diese Vorrichtung 10 umfasst eine als Monitor ausgebildete Anzeigeeinrichtung 12 sowie eine Speichereinrichtung 14, die zum Verarbeiten und Speichern von Daten, die während einer Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei Betrieb der Anlage 2 generiert werden, ausgebildet ist .
[0039] Durch die Topologie der Anlage 2 wird einem Anwender bzw. Nutzer und somit bspw. einem Servicetechniker für die Anlage eine "Ein-Blick-Diagnose einer entsprechenden Anwendung" bereitgestellt, die dem Nutzer eine Übersicht über den Aufbau der Anlage 2 und somit eines entspre- chenden Systems bietet. Zur Umsetzung einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dem Anwender auch ein Überblick über einen Zustand von Bearbeitungsstationen der Anlage 2 bereitgestellt. Somit kann der Anwender bei laufendem Betrieb der Anlage 2 auf defekte Bearbeitungsstatio-
nen, die als Fehlstellen definiert werden, hingewiesen werden.
[0040] Die Figuren 2 und 3 zeigen zwei Ausführungsformen von Anlagen 172, 174 die zum automatischen Handhaben von Gefäßen 176 konfiguriert sind. Dabei umfassen beide Anlagen 172, 174 als eine erste Bearbeitungsstation eine Fördervorrichtung 178, eine als Klammerstern 180 ausgebildete zweite Bearbeitungsstation, mit dem ein kreisförmiger Transport der Gefäße 176 durchführbar ist, sowie eine Füll- Vorrichtung 182 als dritte Bearbeitungsstation. Die beiden Anlagen 172, 174 unterscheiden sich im Detail durch Fördermodule der jeweiligen Fördervorrichtung 178. Dabei ist ein Fördermodul der ersten Anlage 172 aus Figur 2 als eine Einlaufschnecke 184 ausgebildet.
[0041] Das Fördermodul der zweiten Anlage 174 aus Figur 3 umfasst zwei parallel zueinander angeordnete Laufbänder 186, zwischen denen ein zu transportierendes Gefäß 176 während des Transports eingeklemmt wird. Durch Vorsehen der Laufbänder 186 kann eine Geschwindigkeit, mit der die Gefä- ße 178 dem Klammerstern 180 zugeführt werden, reguliert werden. Bei Verlangsamen der Geschwindigkeit werden nicht allen Aufnahmestationen des Klammersterns 180 Gefäße 176 zugeführt und somit zwischen mit Gefäßen 176 besetzten Aufnahmestationen des Klammersterns 180 Lücken geschaffen. Durch Bereitstellen derartiger Lücken werden weiterhin nur ausgewählte Ventile der Füllvorrichtung 182 mit Gefäßen 176 bestückt. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, als Fehlstelle definierte Ventile von dem Betrieb u. a. dadurch auszuschließen, dass diesen Ventilen keine Gefäße 176 zuge- führt werden.
[0042] Eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage 175 ist in der Figur 4 schematisch dargestellt. Diese Anlage 175 umfasst als Bearbeitungsstationen eine als Einlauf ausgebildete Fördervorrichtung 178a, einen zuführenden Klammerstern 180a, eine Füllvorrichtung 182, einen ausführenden Klammerstern 180b sowie eine als Auslauf ausgebildete Fördervorrichtung 178b. Bei Betrieb dieser Anlage 175, werden leere Gefäße 176 über die Fördervorrichtung 178a und den zuführenden Klammerstern 180a der Füll- Vorrichtung 182 zugeführt. Die als Füllvorrichtung 182 ausgebildete Bearbeitungsstation umfasst eine Anzahl weiterer Bearbeitungsstationen, die Ventile zum Füllen der Gefäße 176 umfassen. Üblicherweise umfasst die Füllvorrichtung 182 einige Dutzend, in der Regel ca. 100 Ventile. Die in der Füllvorrichtung 182 mit Schüttgut bzw. Füllmaterial gefüllten Gefäße 176 werden nach erfolgtem Befüllen dem ausführenden Klammerstern 180b und weiterhin der als Auslauf ausgebildeten Fördervorrichtung 178b zugeführt.
[0043] Außerdem umfasst die in Figur 4 dargestellte Anlage 175 eine Ausführungsform einer zum Kontrollieren dieser Anlage 175 ausgebildeten erfindungsgemäßen Anordnung 250. Diese Anordnung 250 umfasst einen ersten, als Kamera ausgebildeten Sensor 252, der der als Einlauf ausgebildeten Fördervorrichtung 178a zugeordnet ist, einen zweiten als Kamera ausgebildeten Sensor 254, der der Füllvorrichtung 182 zugeordnet ist, sowie einen dritten, ebenfalls als Kamera ausgebildeten Sensor 256, der der als Auslauf ausgebildeten Fördervorrichtung 178b zugeordnet ist. Mit den, den genannten Bearbeitungsstationen zugeordneten Sensoren 252, 254, 256 wird in Ausgestaltung des Verfahrens sensorisch ein Zustand einer jeweiligen Bearbeitungsstation, d. h. den beiden Fördervorrichtungen 178a, 178b und der Füll-
Vorrichtung 182 ermittelt. Ergänzend werden durch die Sensoren 252, 254, 256 weiterhin Zustände von Gefäßen 176, die innerhalb der genannten Bearbeitungsstationen beaufschlagt werden, erfasst. Dabei wird zumindest durch den dritten Sensor 256, der der als Auslauf ausgebildeten Fördervorrichtung 178b zugeordnet ist, nach erfolgtem Befüllen der Gefäße 176 eine Höhe eines Füllstands des in die Gefäße 176 abzufüllenden Schüttguts erfasst.
[0044] Nach erfolgter Ermittlung von Zuständen von Be- arbeitungsstationen und/oder Gefäßen 176 werden die erfass- ten Zustände durch die Anordnung 250 überprüft. Folglich wird auf Grundlage sensorisch erfasster Daten der Bearbeitungsstationen eine Entscheidung über deren Funktionstüchtigkeit getroffen.
[0045] Hinsichtlich der als Ventile ausgebildeten Bearbeitungsstationen der Füllvorrichtung 182 kann eine Überprüfung eines Zustands der jeweiligen Ventile während einer Bearbeitungsrunde gezielt erfolgen. Somit ist es möglich, benachbarte Ventile in unterschiedlichen Bearbeitungsrunden zu überprüfen. Im Fall der Füllvorrichtung 182 entspricht eine Bearbeitungsrunde einer Füllrunde, bei der sich die FüllVorrichtung 182 um 360° dreht, so dass jedes Ventil nach Beendigung einer Bearbeitungsrunde wieder jene Position innerhalb der Anlage 175 einnimmt, die es zu Beginn der Bearbeitungsrunde eingenommen hat. Insbesondere benachbarte Ventile können somit zu unterschiedlichen Bearbeitungsrunden überprüft werden, d. h. ein n-tes Ventil wird bei einer 1-ten Bearbeitungsrunde und ein n+l-tes Ventil wird bei einer m-ten Bearbeitungsrunde überprüft. Somit ist es mög- lieh, eine Kollision von Gefäßen 176, die von benachbarten Ventilen beaufschlagt werden und nach ihrem Befüllen zum Überprüfen der jeweiligen Ventile auszuleiten sind, zu ver-
hindern. Um eine Betriebssicherheit der Anlage 175 zu erhöhen, können sich zwischen zwei Ventilen, die bei unmittelbar aufeinander folgenden Bearbeitungsrunden kontrolliert und somit überprüft werden, beliebig viele andere Ventile befinden. Falls sich bei einer Überprüfung eines Ventils ergeben sollte, dass dieses fehlerhaft ist, so wird diese das Ventil umfassende Bearbeitungsstation als Fehlstelle definiert und vom laufenden Betrieb der Anlage 175 ausgeschlossen. Hierzu ist vorgesehen, dass der als Fehlstelle identifizierten Bearbeitungsstation bei Fortlauf des Betriebs kein Gefäß 176 zugeführt wird.
[0046] Außerdem umfasst die Anlage 175 ein erstes Ausleitsystem 258 und ein zweites Ausleitsystem 260. Hierbei umfasst jedes Ausleitsystem 258, 260 eine Sammelstation 262 die zur Aufnahme aussortierter Gefäße 176 ausgebildet ist. Der Anordnung 250 ist ein erstes Aussortiermodul 264 für das erste Ausleitsystem 258 und ein zweites Aussortiermodul 266 des zweiten Ausleitsystems 260 zugeordnet. Diese Aussortiermodule 264, 266 sind dazu ausgebildet, beaufschlagt durch die Anordnung 250, Gefäße 176 durch Verschieben aus der zweiten Fördervorrichtung 178b in die Sammel Stationen 262 zu überführen.
[0047] Dabei werden in die Sammelstation 262 des ersten Ausleitsystems 258 Gefäße 176 überführt, für die wäh- rend einer Kontrolle durch den Sensor 256 festgestellt wird, dass sich deren Höhe des Füllstands außerhalb eines vorgesehenen Toleranzbereichs befindet, so dass in derartige Gefäße 176 entweder zu viel Schüttgut oder zu wenig Schüttgut gefüllt wurde.
[0048] Das zweite Ausleitsystem 260 dient einer gezielten Probenentnahme, mit der eine weitere Überprüfung
eines Zustand von bereits gefüllten Gefäßen 176 vorgenommen wird.
[0049] Durch Bedienen einer Anzeigevorrichtung 268 wird es einem Nutzer der Anlage 175 ermöglicht, die Anord- nung 250 zu kontrollieren und demnach zu steuern und/oder zu regeln. Somit kann der Nutzer auswählen, welches Gefäß 176 aus welchem Ventil bzw. welcher Füllstelle der Füllvorrichtung 182 der Sammelstation 262 des zweiten Ausleitsystems 260 zu einer weiteren Überprüfung zugeführt wird. Ebenso ist es durch Bedienen der Anzeigevorrichtung 268 möglich, welche ein Ventil umfassende Bearbeitungsstation der Füllvorrichtung 182 bei welcher Füllrunde zur Überprüfung ausgewählt ist. Eine Auswahl kann hierzu individuell generiert, abgespeichert und abgerufen werden.
[0050] Gefäße 176, die nicht aussortiert werden, werden über die zweite, als Auslauf ausgebildete Fördervorrichtung 178b bspw. an eine nicht weiter dargestellte, als Etikettiermaschine ausgebildete Bearbeitungsstation transportiert und dort mit Etiketten versehen.
[0051] Ein Aussortieren von Gefäßen 176 kann durch ein Bedienobjekt („select reject") aktiviert werden. Dadurch werden jene Gefäße 176 ausgewählt und durch das erste Ausleitsystem 258 aussortiert, für die mit einem der vorgeschalteten Sensoren 254, 256 frühestens während dem Befül- len eines jeweiligen Gefäßes 176 und/oder nach erfolgtem Befüllen sensorisch ermittelt wird, dass das in dem jeweiligen Gefäß 176 abgefüllte Schüttgut eine falsche Füllstandhöhe aufweist. Da üblicherweise eine Zuordnung vorgesehen ist, welches Gefäß durch welche Bearbeitungsstation bei welchem Arbeitsgang beaufschlagt wird, kann zudem rückverfolgt werden, durch welches Ventil und somit durch wel-
che Bearbeitungsstation das Gefäß 176 falsch gefüllt worden ist. Das Ventil, durch welches das falsche Füllen erfolgt ist, wird automatisch oder durch Aktivierung des genannten Bedienobjekts („select reject") als Fehlstelle definiert.
[0052] Mit der Anzeigeeinrichtung 268, die mit der Anordnung 250 unter Datenaustausch zusammenwirkt, können die in den Figuren 5 bis 12 dargestellten Benutzeroberflächen einem Nutzer der Anlage dargestellt werden. Somit wird es dem Benutzer ermöglicht, über die Vorrichtung 268 eine Funktion der Anlage 175 zu kontrollieren und demnach zu steuern und/oder zu regeln. Eine mit der Anzeigevorrichtung 268 durchführbare Kontrolle der Anlage 175 umfasst u. a. auch eine Überprüfung eines Zustands von Bearbeitungsstationen der Anlage 175 und/oder von Gefäßen 176, die durch Be- arbeitungsstationen der Anlage 175 beaufschlagt werden.
[0053] Bei Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Ventile umfassende Bearbeitungsstationen der Füll- vorrichtung 182, sofern diese als funktionsuntüchtig identifiziert werden, als Fehlstellen definiert. Somit kann ein Beschicken oder Nichtbeschicken von Ventilen mit Gefäßen 176 geregelt werden. Ventile, die als Fehlstellen definiert werden, werden im laufenden Betrieb nicht weiter mit Gefäßen 176 beschickt. Eine Reparatur von Fehlstellen wird üblicherweise nach Beendigung eines laufenden Betriebs der Anlage 175 durchgeführt. Somit ist es nicht erforderlich, die Anlage zur Behebung eines Fehlers in einer Bearbeitungsstation extra abzustellen. Je nachdem, wie viele Bearbeitungsstationen als Fehlstellen definiert und von einem laufenden Betrieb ausgeschlossen werden, kann weiterhin mindestens ein Betriebsparameter der Anlage 175 an eine Anzahl der als Fehlstellen definierten Bearbeitungsstationen angepasst werden. Somit ist es möglich, trotz Ausfalls von
Bearbeitungsstationen, möglicherweise von Ventilen der Füllvorrichtung 182, ein Produktionssoll für eine Anzahl abzufüllender Gefäße 176 aufrecht zu erhalten, indem als Betriebsparameter bspw. eine Frequenz zur Bearbeitung der Gefäße erhöht wird.
[0054] Der dritte Sensor 256 dient als Füllhöhenmess- brücke zur Überprüfung der Höhe des Füllstands des Schüttguts innerhalb eines abgefüllten Gefäßes 176. Die üblicherweise als Kameras ausgebildeten Sensoren 252, 254, 256 kön- nen als optische Kamerasysteme, Hochfrequenzleitwertmess- systeme, Gamma-Strahlenmessbrücken und/oder Röntgenstrah- lenmessbrücken ausgebildet sein, mit denen üblicherweise die Höhe des Füllstands unter Nutzung elektromagnetischer Wellen exakt bestimmt werden kann.
[0055] Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung ein mit einer Baumstruktur 20 dargestelltes Ergebnis 58 einer bei dem Verfahren durchgeführten Diagnose von Betriebsstationen und/oder Gefäßen bzw. Flaschen. Bei der hier gezeigten endgültigen Bewertung ("Final Evaluation") werden Ebe- nen der das Verfahren repräsentierenden Baumstruktur für das Steuergerät (ICU) , für einen Zustand der Bearbeitungs- stationen und/oder der Flaschen ("Bottles") sowie für die Attribute ("Attributes") nacheinander durchlaufen. Über ein erstes Anzeigeelement 60 kann zwischen einer Darstellung eines Füllzustands ("Fililevel"), einer Position eines Verschlusses ("Cap Position"), und einer Verschlußart ("Cap Type") gewählt werden. Ein zweites Anzeigeelement 62 zeigt an, dass es sich in der hier gezeigten beispielhaften Darstellung bei den im Rahmen des Verfahrens zu behandelnden Gefäßen bzw. Behältern ("Container") um Flaschen ("Bottles") handelt. Ein drittes Anzeigeelement 64 zeigt an, dass hier ein Füllzustand ("Fililevel") einer mit einer Flüssig-
keit gefüllten Flasche 66 ausgewählt ist. Als Ergebnis 58 wird hier nun für die Flasche 66 durch einen Pfeil 68 ein aus einer zuvor durchgeführten Auswertung resultierender Füllstand kenntlich gemacht, wobei eine Höhe des Füllstands durch eine Funktionstüchtigkeit einer zum Füllen der Flasche ausgebildeten Bearbeitungsstation bedingt ist.
[0056] Figur 6 zeigt in schematischer Darstellung eine allgemeine Statistik 70 in einer weiteren Ebene innerhalb der Baumstruktur 20. Dabei ist hier in einem ersten Anzei- gefeld 72 gezeigt, dass ein aktueller Zustand der Anlage, üblicherweise mindestens einer Bearbeitungsstation, als "in Ordnung" eingestuft ist ("maschine State is ok!") . Ein zweites Anzeigefeld 74 zeigt eine erste Übersicht, wonach insgesamt "null" Gefäße automatisch gehandhabt wurden, wo- bei "null" Gefäße als "gut" ("good") bezeichnet sowie "null" Gefäße als "schlecht" ("bad") beanstandet wurden. Ein zweites Anzeigefeld 74 gibt Auskunft über eine Anzahl "überfüllter Flaschen" ("overfilled bottles") , "ungenügend gefüllter" Flaschen ( "underfilled bottles") sowie "fehler- hafter Verschlüsse" ("cap fault") . Falls bei Handhabung der Gefäße ein Fehler auftreten sollte, kann das an einer mangelnden Funktionstüchtigkeit einer Bearbeitungsstation liegen.
[0057] Außerdem weist die Ebene, auf der die allgemei- ne Statistik 70 dargestellt ist, weitere Bedienobjekte 78, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98, 100, 102, 104, 106, 108, 110 mit verschiedenen Symbolen auf. Dabei ist auf dem Bedienobjekt 78 ein Verschluss abgebildet, so dass über dieses Bedienobjekt 78 ein Zustand eines Verschlusses über- prüft bzw. dargestellt werden kann. Das Bedienobjekt 80 steht für eine Überprüfung eines jeweiligen Füllstands einer Flasche. Über ein Bedienobjekt 82 kann Hilfe abgerufen
werden. Über ein Bedienobjekt 84, das hier eine Fahne darstellt, kann eine Sprache zur Darstellung und/oder Eingabe ausgewählt werden. Das Bedienobjekt 86, das hier einen Schraubenschlüssel darstellt, steht für eine durchzuführen- de Wartung oder Montage mindestens einer als funktionsuntüchtig definierten Bearbeitungsstation. Das Bedienobjekt 88 steht für eine optische Überprüfung einer Flasche. Das Bedienobjekt 90, auf dem zwei ineinandergreifende Zahnräder dargestellt sind, steht für auszuwählende Arbeitsschritte. Ein Bedienobjekt 92, auf dem zwei Personen abgebildet sind, steht für eine individuelle Auswahl eines Nutzers. Mit dem Bedienobjekt 94 ist es möglich, mit Umsetzung eines sogenannten Resets bislang dargestellte Betriebsparameter zurückzusetzen. Das Bedienobjekt 96 steht zum Schließen der hier gezeigten Statistik 70. Das Bedienobjekt 98 steht für eine Auswahl eines Nutzers. Mit dem Bedienobjekt 100 kann ebenfalls Hilfe abgerufen werden. Das Bedienobjekt 102 dient einer Speicherung von Betriebsparametern. Ein Bedienobjekt 104 dient zum Vergleich unterschiedlicher Bearbei- tungsstationen und/oder Gefäße und somit von Flaschen. Mit dem Bedienobjekt 106 ist es möglich, Alarm zu geben bzw. auszulösen. Mit dem Bedienobjekt 108 kann eine Balkenstatistik und mit dem Bedienobjekt 110 eine Statistik in Form eines Diagramms dargestellt werden.
[0058] Eine Detailstatistik 112 der Baumstruktur 20 ist in Figur 7 schematisch dargestellt. Auch hier sind diverse Bedienobjekte dargestellt. Dabei steht ein Bedienobjekt 114 für eine Balkenstatistik, mit einem Bedienobjekt 116, auf dem hier ein Pokal abgebildet ist, kann eine beste Bearbeitungsstation und somit ein bestes Ventil der Anlage ausgewählt werden, ein Bedienobjekt 118 dient einer Auswahl einer schlechtesten Bearbeitungsstation und somit eines
schlechtesten Ventils. Ein Bedienobjekt 120 steht für eine detaillierte Darstellung einer Bearbeitungsstation. Ein Bedienobjekt 122 repräsentiert eine Auswahl einer Bearbeitungsstation. Mit einem Bedienobjekt 124 kann eine zeitab- hängige Darstellung der Balkenstatistik ausgewählt und mit einem Bedienobjekt 126 Hilfe erfragt werden.
[0059] Unter den sieben Bedienobjekten 114, 116, 118, 120, 122, 124 und 126, die in einer ersten Reihe der Detailstatistik 112 dargestellt sind, ist eine zweite Reihe mit Bedienobjekten dargestellt, die links einen ersten Auswahlknopf 128 zur Auswahl eines Betriebsparameters und rechts einen zweiten Auswahlknopf 130, der ebenfalls zur Auswahl eines Betriebsparameters ausgebildet ist, aufweisen. Auf den weiteren Bedienobjekten 132, 134, 136, 138, 140 sind die Ziffern "24", "13", "8", "49" und "47" dargestellt. Diese genannten Ziffern stehen für verschiedene Bearbeitungsstationen, für die über diese Bedienobjekte 132, 134, 136, 138, 140 Statistiken ausgewählt dargestellt werden können, so dass eine Funktionstüchtigkeit dieser Bear- beitungspositionen überprüft wird.
[0060] Außerdem umfasst die Detailstatistik einen Filter mit vier übereinander angeordneten Bedienobjekten 142, 144, 146, und 148. Dabei zeigt das erste Bedienobjekt 142 eine von einer Bearbeitungsstation unzureichend gefüllte Flasche, ein zweites Bedienobjekt 144 eine von einer Bearbeitungsstation überfüllte Flasche, ein drittes Bedienobjekt 146 eine Uhr zur Anzeige einer Zeit und ein viertes Bedienobjekt 148 ein Kreuz zum Abruf der Darstellung der Detailstatistik 112.
[0061] Ein erstes Anzeigefeld 150 innerhalb der Detailstatistik zeigt eine Balkenstatistik zur Darstellung
unzureichend gefüllter Gefäße (schwarz) und überfüllter Gefäße (hell) in Abhängigkeit der Zeit. Ein zweites Anzeigefeld 152 zeigt ebenfalls in Abhängigkeit der Zeit ein Diagramm zu einem Betriebsparameter der Anlage.
[0062] Figur 8 zeigt ebenfalls die Detailstatistik 112 aus Figur 7, die nun mit einem Zusatzfeld 154 überblendet ist, wobei in diesem Zusatzfeld Erklärungen zu den anhand von Figur 7 bereits vorgestellten Bedienobjekten dargestellt sind. Dabei steht das Bedienobjekt 118 mit der mit Daumen nach unten zeigenden Hand für eine schlechteste Bearbeitungsstation und somit ein schlechtestes Ventil der Anlage ("show worst valves") . Das Bedienobjekt 122 steht für eine Auswahl einer auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfenden Bearbeitungsstation, hier für eine Ventilauswahl ("select valves") . Das Bedienobjekt 132 mit der Ziffer "47" steht für eine Ventilstatistik ("valve statistics") und somit für eine Statistik für Bearbeitungsstationen. Das Bedienobjekt 142 steht für eine Sortierung von Ventilen nach einer Anzahl von Überfüllungen durch funktionsuntüchtige Bearbeitungsstationen. Das Bedienobjekt 146 steht für eine Auswahl einer Zeitspanne ("select time span") . Das Bedienobjekt 148 steht für eine Fehlerstatistik ("show fault his- tory") . Das Bedienobjekt 144 steht ebenfalls für ein Sortieren der Bearbeitungsstationen und somit von Ventilen nach einer Anzahl der Überfüllungen. Das Bedienobjekt 148 steht für ein Abschalten eines Filters. Das Bedienobjekt 120 steht für eine Darstellung von Details einer ausgewählten Bearbeitungsstation, bspw. eines ausgewählten Ventils, und das Bedienobjekt 116 steht für eine Darstellung einer besten Bearbeitungsstation, bspw. eines besten Ventils.
[0063] Figur 9 zeigt in schematischer Darstellung eine Fehlerhistorie 160, wie sie im Rahmen der Baumstruktur 20
dargestellt wird. Dabei umfasst diese Fehlerhistorie 160 in einem ersten Anzeigefeld 162 drei Bedienobjekte 164, 166, 168, auf denen Pfeile abgebildet sind, und durch die ein Springen zwischen unterschiedlichen Ebenen innerhalb der Baumstruktur 20 möglich ist. Außerdem ist in diesem Anzeigefeld 162 ein aktuelles Datum, hier der 04. Mai 2008, angezeigt. In einem zweiten Anzeigefeld 170 ist die Fehlerhistorie 160 tabellarisch dargestellt. Dabei sind in einer ersten Spalte Zeitpunkte ("time"), in einer zweiten Spalte Rückweisungsgründe ("reason for rejection") , in einer dritten Spalte eine Nummer einer Bearbeitungsstation, hier eines Ventils ("valve"), in einer vierten Spalte eine Bezeichnung für ein Produkt ("product"), in einer fünften Spalte eine Geschwindigkeit ("speed") und in einer sechsten Spalte ein Name eines jeweiligen Nutzers ("user") dargestellt.
[0064] In der Fehlerhistorie 160 werden vier Zwischenfälle angezeigt. Dabei ergab sich ein erster Zwischenfall um 12:34 Uhr durch unzureichendes Abfüllen an einer Bear- beitungsstation, mit dem Ventil "89", um 12:45 Uhr kam es wieder zu einem unzureichenden Abfüllen ( "underfilled" ) an einer Bearbeitungsstation, mit dem Ventil "33", bei einem dritten Zwischenfall um 12:50 Uhr wurde ein fehlerhafter Verschluss ("cap") an einer Bearbeitungsstation, mit dem Ventil "45" angezeigt. Außerdem kam es um 13:01 Uhr zu einer Überfüllung ( "overfilled" ) an einer Bearbeitungsstation, mit dem Ventil "71". Alle vier Zwischenfälle ereigneten sich bei einem Abfüllen von Cola in 0,33 1 Gefäße ("coke 0,33 1") bei einer Geschwindigkeit von 50.000 Einheiten un- ter Beaufsichtigung des Nutzers Müller ("mueller") .
[0065] Die hier gezeigte Fehlerhistorie 160 ermöglicht eine definierte Abfrage eines Ablaufs bspw. eines Prozesses
zum Befüllen von Behältern mit entsprechendem Schutt- bzw. Füllgut in entsprechend zu kontrollierenden Bearbeitungsstationen der Anlage. Dabei kann u. a. bspw. auch eine optimale Geschwindigkeit für ein jeweiliges Produkt ermittelt werden. Mit der Fehlerhistorie 160 ist es weiterhin möglich, für einzelne Bearbeitungsstationen und somit Ventile pro Produkt und Geschwindigkeit eine Offset -Korrektur eines Füllvolumens für ein Gefäß vorzunehmen. Dies umfasst die Maßnahmen, eine Frequenz zur Bearbeitung von Gefäßen durch Bearbeitungsstationen zu erhöhen, falls mindestens eine Bearbeitungsstation als Fehlstelle definiert und vom laufenden Betrieb der Anlage ausgeschlossen wurde. Ein Fehlen von Bearbeitungsstationen kann durch Erhöhen der Frequenz kompensiert werden. Es kann außerdem durch Bedienobjekte 164, 166, 168 ein Ausschluss bzw. eine Sperrung einzelner zum Füllen der Gefäße vorgesehener Bearbeitungsstationen bzw. Ventile erfolgen. Außerdem kann ein Verschließen eines fehlerhaften Gefäßes bzw. einer fehlerhaften Flasche durch eine vom Betrieb ausgeschlossenen Bearbeitungsstation unter- drückt und somit unterbunden werden.
[0066] Figur 10 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ebene 188 der Baumstruktur 20, über die ein durch eine fehlerhafte Bearbeitungsstation verursachter Flaschenbruch ( "bottleburst " ) dokumentiert wird. Diese Ebe- ne 188 umfasst ein erstes Anzeigefeld 190, mit dem angezeigt wird, bei welcher Bearbeitungsstation bzw. bei welchem Ventil der Flaschenbruch erfolgte; im hier gezeigten Beispiel handelt es sich um das fünfte Ventil . Ein zweites Anzeigefeld 192 dient einer Darstellung einer ersten Nach- barschaft, und somit direkt benachbarter Flaschen der gebrochenen Flasche. Ein drittes Anzeigefeld 194 dient einer Darstellung einer zweiten Nachbarschaft der zerbrochenen
Flasche, d. h. von Flaschen, die durch eine Flasche von der zerbrochenen Flasche beabstandet sind, und ein viertes Anzeigefeld 196 der Darstellung einer dritten Nachbarschaft der zerbrochenen Flasche und demnach Flaschen, die durch zwei Flaschen von der zerbrochenen Flasche beabstandet sind.
[0067] Mit Hilfe dieser in Figur 10 gezeigten Ebene 188 der Baumstruktur 20 kann eingestellt werden, wie lang die funktionsuntüchtige Bearbeitungsstation und somit ein Ventil, das bei der Flasche den Bruch hervorgerufen hat, und seine Nachbarventile ungenutzt bleiben. Somit ist ein Ausschalten der funktionsuntüchtigen Bearbeitungsstation bzw. des jeweiligen Ventils, oder ein Sperren einer Flaschenübernahme für die entsprechende Bearbeitungsstation möglich. Weiterhin ergibt sich die Möglichkeit einer statistischen Analyse des Flaschenbruchs im Hinblick auf verschiedene Betriebsparameter der Anlage, bspw. die Position, die Geschwindigkeit, die Bearbeitungsstationen oder das abgefüllte Produkt.
[0068] Eine Zusammenfassung 198 als eine weitere Ebene der Baumstruktur 20 ist in Figur 11 schematisch dargestellt. Dabei umfasst auch diese Zusammenfassung 198 mehrere Bedienobjekte 200, 202, 204, 206, 208 und 210. Mit den Bedienobjekten 200, 202, auf denen ein " + ■■- und ein "-"- Zeichen abgebildet sind, kann ein Zoom der Darstellung eingestellt werden. Außerdem dient Bedienobjekt 204 einem Öffnen eines Ordners, Bedienobjekt 206 einer Speicherung einer Datei und Bedienobjekt 208 zur Verwaltung einer Datei. Ein erstes Anzeigefeld 212 gibt an, bei welcher als Fertigungs- bahn ausgebildeten Bearbeitungsstation es bei dem Abfüllen der Gefäße durch Ventile zu einer Zurückweisung kam ("re- jection on lane 4") . Ein zweites Anzeigefeld 214 zeigt in
einer ersten Spalte einer tabellarischen Darstellung eine Nummer von Bearbeitungsstationen, hier von Ventilen, von 1 bis 11 sowie eine jeweils zugehörige Nummer von Umläufen oder Bearbeitungsrunden ("turn")/ bei der ein jeweiliges Ventil auf seine Funktionstüchtigkeit hin untersucht wird.
[0069] Mit der im zweiten Anzeigefeld 214 dargestellten tabellarischen Liste kann jeder Nutzer seine eigene "Samplingliste" bzw. Zusammenfassungsliste zusammenstellen und hinterlegen. Dabei kann in Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen sein, dass für verschiedene Füllertypen einer Anlage Vorlagen existieren.
[0070] Figur 12 zeigt in schematischer Darstellung einen Stichproben- bzw. Samplingmodus 216 als weitere Ebene der Baumstruktur 20. Dabei umfasst ein erstes Anzeigefeld 218 einen Startknopf 220 und einen Pausenknopf 222 sowie ein weiteres Bedienobjekt 224 zur Bereitstellung einer Hilfe. Mit dem Startknopf 220 kann eine Überprüfung von Bearbeitungsstationen gestartet werden. Mit dem Pausenknopf 222 ist es jederzeit möglich, die Überprüfung durch Drücken zu unterbrechen. Außerdem sind in dem Anzeigefeld 218 Parameter über einen Beginn der Zusammenfassung ("Start of samp- ling" , 07.12.08 um 12:01 Uhr) sowie eine Information über einen aktuellen Durchlauf der Zusammenfassung hier "15" dargestellt. In einem zweiten Anzeigefeld 226 sind mehrere Bedienobjekte 228, 230, 232, 234, 238, 240 und 242 dargestellt. Diese zuletzt genannten Bedienobjekte 228, 230, 232, 234, 238, 240, 242 stehen für unterschiedliche Ventile umfassende Bearbeitungsstationen der Anlage, wobei auf jedem dieser Bedienobjekte 228, 230, 232, 234, 238, 240, 242 eine jeweilige Nummer einer jeweiligen Bearbeitungsstation und demnach eines jeweiligen Ventils angezeigt ist. Durch Bedienen bzw. Aktivieren der Bedienobjekte 228, 230, 232,
234, 238, 240, 242 ist es möglich, eine jeweilige ein Ventil umfassende Bearbeitungsstation von der Produktion auszuschließen ("next valves to reject"), falls diese als Fehlstellen definiert sind.
[0071] Dieser Zusammenfassungsmodus 216, wie er in Figur 13 beispielhaft gezeigt ist, gibt dem Nutzer der Anlage die Möglichkeit, ein "Sampling" zu aktivieren und Gefäße zu kontrollieren.