Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren in einem Fahrzeug
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren in einem Fahrzeug, durch die Gegenstände in der Fahrzeugumgebung erkannt werden können.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE19949409A1 bekannt. Diese Vorrichtung zur Objektdetektierung weist wenigstens zwei an einem Kraftfahrzeug angebrachten, abstandsauflösenden Sensoren, deren Detektionsbereich sich wenigstens teilweise überlappen, auf, wobei relative Positionen möglicher detektierter Objekte bezüglich der Sensoren im Überlappungsbereich nach dem Triangulationsprinzip bestimmt werden, wobei mögliche Scheinobjekte, die durch die Objektbestimmung entstehen, durch dynamische Objektbeobachtungen ermittelt werden. Der Nachteil dieser Vorrichtung ist darin zu sehen, dass eine Vielzahl von Sensoren in der Fahrzeugkarosserie angebracht werden müssen. Hierzu ist eine Vielzahl von Aufnahmelöchern und ein hoher Verkabelungsaufwand der einzelnen Sensoren notwendig.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren zu schaffen, welche die Anordnung der Sensoren im Fahrzeug vereinfacht.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren sind mindestens ein erster und ein zweiter Umfeldsensor in einem gemeinsamen Gehäuse derart angeordnet, dass eine erste Mittelachse des Erfassungs-
bereiches des ersten Umfeldsensors in eine andere Richtung weist als eine zweite Mittelachse des Erfassungsbereiches des zweiten Umfeldsensors. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Montage- und Verkabelungsaufwand im Fahrzeug deutlich reduziert wird, da nur ein gemeinsames Gehäuse montiert und verkabelt werden muss. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es im Wesentlichen keine Überschneidungen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse gibt, da die Mittelachsen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren jeweils in eine andere Richtung weisen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse zueinander in einem vorgegebenen Winkel angeordnet werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 2 ist vorgesehen, dass eine dritte Mittelachse des Erfassungsbereiches eines dritten Umfeldsensors in eine andere Richtung weist, als die erste und die zweite Mittelachse. Der Vorteil der Weiterbildung ist darin zu sehen, dass ein dritter Umfeldsensor in dem gemeinsamen Gehäuse angeordnet werden kann und der Erfassungsbereich des dritten Umfeldsensors die Erfassungsbereiche des ersten und zweiten Umfeldsensors ergänzt. Insgesamt kann die Vorrichtung damit einen größeren Gesamt-Erfassungsbereich abdecken, welcher im Bereich von 180° liegt. Der Montage- und Verkabelungsaufwand kann durch den dritten Sensor im gemeinsamen Gehäuse weiter reduziert werden.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 3 ist vorgesehen, dass der Erfassungsbereich der Umfeldsensoren in einer von den Mittelachsen gebildeten Ebene jeweils zwischen zwei benachbarten Mittelachsen lückenlos zusammenführbar ist. Der Vorteil der Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Erfassung von Objekten innerhalb des Erfassungsbereiches lückenlos erfolgen kann und somit selbst kleinere Gegenstände erfasst werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 4 ist vorgesehen, dass die erste Mittelachse zur zweiten Mittelachse einen ersten Winkel und/oder die erste Mittelachse zur dritten Mittelachse einen zweiten Winkel aufweist, wobei der erste und/oder der zweite Winkel in einem Bereich von 15° bis 75° liegt. Der Vorteil der Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Winkelstellung der Mittelachsen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren je nach Erfassungsbereich des jeweiligen Umfeldsensors zueinander ausgerichtet werden können, damit sich ein lückenloser Gesamt-Erfassungsbereich der Vorrichtung ergibt.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 5 ist vorgesehen, dass der erste und/oder zweite Winkel in einem Bereich von 55° bis 65° liegt. Der Vorteil dieser Weiterbildung besteht darin, dass die Überlappungsbereiche der Erfassungsbereiches der einzelnen Umfeldsensoren besonders gering ausfallen oder die Erfassungsbereiche der jeweiligen Umfeldsensoren direkt aneinander angrenzen.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 6 ist vorgesehen, dass die erste Mittelachse des ersten Umfeldsensors im Wesentlichen senkrecht zur Fahrzeugkarosserie angeordnet ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass der Gesamt-Erfassungsbereich aus der Summe der Erfassungsbereiche aller Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse weitestgehend lückenlos erfolgt. Insbesondere bei der Verwendung von mindestens drei umfeidsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse iässt sich vorteilhafter weise ein Gesamt-Erfassungsbereich von mindestens 180° darstellen.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 7 ist vorgesehen, dass die erste Mittelachse des ersten Umfeldsensors einen dritten Winkel zu einer horizontalen Ebene aufweist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass eine Neigung zumindest des ersten Umfeldsensors zur Horizontalen möglich ist, um kleine Gegenstände im Nahbereich besonders gut und
sicher erkennen zu können. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn die Vorrichtung in einem Abstand von mehr als 60cm gegenüber der Fahrbahnoberfläche angeordnet ist. Die erste Mittelachse kann gegenüber der horizontalen Ebene derart geneigt werden, dass ein ca. 60cm hoher Gegenstand in einem Abstand von weniger als 1 m zur Fahrzeugkarosserie erkannt werden kann. Ein weiterer Vorteil der Weiterbildung besteht darin, dass mit einer Winkelstellung der ersten Mittelachse zur Horizontalen die Durchfahrtshöhe bzw. Gegenstände im Dachbereich des Fahrzeuges erkannt werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 8 ist vorgesehen, dass der dritte Winkel in einem Bereich von 5° bis 20° liegt. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Erkennung von Gegenständen sowohl im Nahbereich des Fahrzeuges als auch eine ausreichende Weite des Erfassungsbereichs sichergestellt ist.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 9 ist vorgesehen, dass die Umfeldsensoren austauschbar in dem Gehäuse angeordnet sind. Der Vorteil dieser Weiterbildung besteht darin, dass die Umfeldsensoren bei einem Defekt oder dgl. mit einfachen Mitteln ausgetauscht werden können, ohne die Vorrichtung oder die Verkabelung der Umfeldsensoren zu beschädigen oder zu zerstören. Für jeden Umfeldsensor ist ein bewegbares und abgedichtetes Steckergehäuse zur elektrischen Kontaktierung der Umfeldsensoren in dem Gehäuse der Vorrichtung angeordnet. Die einzelnen Steckergehäuse sind zumindest soweit bewegbar, dass die Umfeldsensoren vor oder nach dem Einbau in das Gehäuse der Vorrichtung mit dem jeweiligen Steckergehäuse einfach, sicher und wasserdicht kontaktiert werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 10 ist vorgesehen, dass einer der Umfeldsensoren derart gedreht in dem Gehäuse angeordnet ist, dass die Öffnung für eine elektrische Steckverbindung des gedrehten Umfeld-
sensors in die entgegen gesetzte Richtung der Öffnung für die Steckverbindung des anderen Umfeldsensors oder der anderen Umfeldsensoren zeigt. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Vorrichtung besonders klein und kompakt ausgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch unsymmetrische Umfeldsensoren in der Vorrichtung verwendet werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 1 1 ist vorgesehen, dass die elektrische Verbindung der einzelnen Umfeldsensoren innerhalb des Gehäuses zusammenführbar ist und an einer gemeinsamen Steckverbindung des Gehäuses kontaktierbar ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass der Verkabelungs- und Montageaufwand der Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren in einem Fahrzeug wesentlich reduziert wird, da nur ein einziges Gehäuse verbaut werden muss und eine einzige Steckverbindung kontaktiert werden braucht. Die Bewegbarkeit der einzelnen Steckergehäuse innerhalb des Gehäuses der Vorrichtung wird dadurch erreicht, dass die jeweiligen Steckergehäuse zumindest ein für die Bewegbarkeit erforderlichen Kabelabschnitt aufweisen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Verkabelung der einzelnen Umfeldsensoren innerhalb des Gehäuses vor Umwelteinflüssen und mechanischen Beeinträchtigungen geschützt ist.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 12 ist vorgesehen, dass die elektrische Verbindung der Umfeldsensoren innerhalb des Gehäuses mit einer Vergussmasse vergießbar ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Kontaktierung der Umfeldsensoren von der gemeinsamen Steckverbindung am Gehäuse der Vorrichtung zu den Kabelenden der einzelnen und bewegbaren Steckergehäusen durch die Vergussmasse vor Umwelteinflüssen geschützt ist und eine Korrosion dieser verhindert wird.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 13 ist vorgesehen, dass ein Innenraum des Gehäuses eine Verbindung zur Atmosphäre aufweist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass der Innenraum des Gehäuses der Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren besonders kostengünstig ausgeführt werden kann, da keine Dichtung und keine Atmungsmembran oder dgl. notwendig ist.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 14 ist vorgesehen, dass die Umfeldsensoren schwingungstechnisch von dem Gehäuse entkoppelt sind. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Schwingungen des Gehäuses auf die Umfeldsensoren zumindest gedämpft oder unterdrückt werden. Dies stellt die einwandfreie Funktionalität der Umfeldsensoren auch unter großen Schwingungsbelastungen des Gehäuses sicher.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 15 ist vorgesehen, dass die schwingungstechnische Entkopplung durch mindestens ein elastomeres Element erfolgt. Der Vorteil dieser Weiterbildung besteht darin, dass die schwingungstechnische Entkopplung mit einfachen und kostengünstigen Mitteln durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass das elastomere Element auch eine Dichtungsfunktion zwischen dem Gehäuse und einem Umfeldsensor übernehmen kann, um den Innenraum des Gehäuses vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 16 ist vorgesehen, dass das Gehäuse eine im Wesentlichen unterschiedliche Resonanzfrequenz wie die Abstrahlungsfrequenz der Umfeldsensoren aufweist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Resonanzfrequenz des Gehäuses sich deutlich von der Resonanzfrequenz der Umfeldsensorgehäuse und der Abstrahlfrequenz der Umfeldsensoren unterscheidet und somit Resonanzerscheinungen vermieden werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 17 ist vorgesehen, dass das Gehäuse Halterungen für mindestens einen ersten, zweiten und dritten Umfeldsensor aufweist, wobei mindestens eine Halterung im Gehäuse durch einen Dummy belegbar ist und/oder mindestens eine Öffnung im Gehäuse für einen Umfeldsensor durch einen Blindstopfen verschließbar ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass dasselbe Gehäuse für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden kann, was Kosten einspart. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Schwingungseigenschaften der Vorrichtung durch den Dummy nicht verändern. Ein Vorteil ist auch, dass der Innenraum des Gehäuses durch den Blindstopfen in der Öffnung vor Umwelteinflüssen geschützt wird.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 18 ist vorgesehen, dass das Gehäuse durch eine Rast-, Klebe- und/oder Schraubverbindung mit dem Fahrzeug verbindbar ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Vorrichtung zu Anordnung von Umfeldsensoren mit einfachen und kostengünstigen Mitteln am Fahrzeug angebracht werden kann. Die Montage ist bei einer Rastverbindung besonders einfach durchführbar. Ein weiterer Vorteil der Rast- oder Schraubverbindung ist, dass das Gehäuse ohne Beschädigung demontiert werden kann, um z.B. einen Umfeldsensor auszutauschen.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 19 ist vorgesehen, dass die zur Fahrzeugumgebung weisende Oberfläche des Gehäuses eine Weiienform aufweist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass das Gehäuse insbesondere im Bereich der Wellenform steifer ausgeführt werden kann. Es besteht dadurch die Möglichkeit Material einzusparen, was Kosten reduziert. Ein weiterer Vorteil der Wellenform ist, dass das Gehäuse besonders kompakt ausgeführt werden kann und die Wellenform an die Form und die Anordnung der Umfeldsensoren anpassbar ist. Insbesondere ist das Gehäuse zweiteilig ausführbar, wobei vorzugsweise der Gehäuse-
deckel des Gehäuses die Wellenform aufweist, um die Herstellung der Gehäuseteile zu vereinfachen und Kosten zu sparen.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 20 ist vorgesehen, dass die Wellenform jeweils mindestens einen Wellenanteil aufweist, der senkrecht zu jeweils einer der ersten, zweiten oder dritten Mittelachse der Umfeldsensoren ausgerichtet ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass der Erfassungsbereich der Umfeldsensoren durch die Gehäuseform nicht beeinflusst wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Haupt- Erfassungsbereich in direkter Umgebung der Mittelachse jedes einzelnen Umfeldsensors leicht erkennbar und von außen sichtbar ist, da die jeweilige Mittelachse des Erfassungsbereiches eines Umfeldsensors senkrecht zu einer bestimmten Fläche der Wellenform ausgerichtet ist.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 21 ist vorgesehen, dass der erste, zweite und/oder dritte Umfeldsensor ein Ultraschallsensor ist. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass Ultraschallsensoren kostengünstig sind, besonders kompakt sind, einfach zu kontaktieren sind und einen großen Erfassungswinkelbereich aufweisen.
Gemäß Anspruch 22 ist vorgesehen, dass eine Vorrichtung zur Erkennung eines Objektes im Umfeld eines Fahrzeuges eine Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren aufweist, wobei mindestens ein erster und ein zweiter Umfeldsensor in einem gemeinsamen Gehäuse derart angeordnet sind, dass eine erste Mittelachse des Erfassungsbereiches des ersten Umfeldsensors in eine andere Richtung weist als die Mittelachse des Erfassungsbereiches des zweiten Umfeldsensors. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Montage- und Verkabelungsaufwand im Fahrzeug deutlich reduziert wird, da nur ein gemeinsames Gehäuse montiert und verkabelt werden muss. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es im Wesentlichen keine Überschneidungen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse gibt, da die Mittelachsen
der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren jeweils in eine andere Richtung weisen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse zueinander in einem vorgegebenen Winkel angeordnet werden können.
Gemäß Anspruch 23 ist vorgesehen, dass ein Fahrzeug mit einer Vorrichtung zur Erkennung eines Objektes im Umfeld des Fahrzeuges eine Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren aufweist, wobei mindestens ein erster und ein zweiter Umfeldsensor in einem gemeinsamen Gehäuse derart angeordnet sind, dass eine erste Mittelachse des Erfassungsbereiches des ersten Umfeldsensors in eine andere Richtung weist als die Mittelachse des Erfassungsbereiches des zweiten Umfeldsensors. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Montage- und Verkabelungsaufwand im Fahrzeug deutlich reduziert wird, da nur ein gemeinsames Gehäuse montiert und verkabelt werden muss. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es im Wesentlichen keine Überschneidungen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse gibt, da die Mittelachsen der Erfassungsbereiche der Umfeldsensoren jeweils in eine andere Richtung weisen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Umfeldsensoren in dem gemeinsamen Gehäuse zueinander in einem vorgegebenen Winkel angeordnet werden können.
Gemäß einer Weiterbildung nach Anspruch 24 ist vorgesehen, dass das Fahrzeug ein Nutzfahrzeug ist. Die Anordnung von einzelnen Umfeid- sensoren bei Nutzfahrzeugen ist aufgrund der Größe der Nutzfahrzeuge, insbesondere der Bauhöhe und der Baulänge, aufwendiger als bei Personenkraftwagen. Der Vorteil dieser Weiterbildung ist darin zu sehen, dass die Anordnung von Umfeldsensoren an einem Nutzfahrzeug mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren besonders einfach und kostengünstig möglich ist. Der Montage- und Verkabelungsaufwand wird erheblich reduziert, ohne den Erfassungsbereich
der Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren bzw. der Vorrichtung zur Erkennung eines Objektes im Umfeld des Nutzfahrzeuges zu reduzieren.
Ein Ausführungsbeispiel und weitere Vorteile der Erfindung werden im Zusammenhang mit den nachstehenden Figuren erläutert, darin zeigt:
Fig.1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur
Anordnung von Umfeldsensoren,
Fig.1 a eine schematische Darstellung der Vorrichtung,
Fig.2 eine Innenansicht der Vorrichtung,
Fig.3 eine schematische Draufsicht der Vorrichtung an einem
Fahrzeug,
Fig.4 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung an einem
Fahrzeug.
Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung (1 ) zur Anordnung von Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) in schematischer Darstellung. Die Vorrichtung (1 ) besteht aus einem Gehäuse (8) und einem Gehäusedeckel (26) sowie der darin angeordneten Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) und der elektrischen Kontaktierung der Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) mit einer gemeinsamen Steckverbindung (18). In dem Innenraum des Gehäuses (22) sind ein erster Umfeldsensor (2a), ein zweiter Umfeldsensor (2b) und ein dritter Umfeldsensor (2c) angeordnet. Die elektrische Verbindung der Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) erfolgt über eine am Gehäuse (8) angeordnete gemeinsame Steckverbindung (18). Die gemeinsame Steckverbindung (18) steht mit einer gemeinsamen, in der Figur 2 gezeigten, Leiterbahn (20) in Verbindung, welche von einer Vergussmasse (21 ) umschlossen wird, um die
Leiterbahn (20) vor Umfeldeinflüssen und Korrosion zu schützen und abzudichten. Von der gemeinsamen Leiterbahn (20) zweigt zu jedem Umfeldsensor (2a, 2b, 2c) jeweils eine Verbindungsleitung (54a, 54b, 54c) ab.
Der erste Umfeldsensor (2a) ist über eine erste Steckverbindung (16a) und eine erste Verbindungsleitung (54a) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) und der gemeinsamen Steckverbindung (18) verbunden. Der dritte Umfeldsensor (2c) ist über eine dritte Steckverbindung (16c) und eine dritte Verbindungsleitung (54c) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) und der gemeinsamen Steckverbindung (18) verbunden. Dabei weisen sowohl die erste Steckverbindung (16a) als auch die zweite Steckverbindung (16c) in eine gemeinsame Richtung. Die zweite Steckverbindung (16b) des zweiten Umfeldsensors (2b) weist in die entgegen gesetzte Richtung der ersten und dritten Steckverbindung (16a, 16c). Die zweite Steckverbindung (16b) steht über eine zweite Verbindungsleitung (54b) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) und der gemeinsamen Steckverbindung (18) in Verbindung.
Der erste Umfeldsensor (2a) weist eine erste Mittelachse (10a) des ersten Erfassungsbereiches (12a) auf. Die erste Mittelachse (10a) ist in einem ersten Winkel (α) gegenüber der zweiten Mittelachse (10b) des zweiten Erfassungsbereiches (12b) des zweiten Umfeldsensors (2b) angeordnet. Der dritte Umfeldsensor (2c) weist eine dritte Mittelachse (10c) des dritten Erfassungsbereiches (12c) auf, weiche in einem zweiten Winkel (ß) gegenüber der ersten Mittelachse (10a) des ersten Umfeldsensors (2a) angeordnet ist. Mit dieser Ausrichtung der Mittelachsen (10a, 10b, 10c) der Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) ist es möglich von einer gemeinsamen Vorrichtung (1 ) bzw. einem gemeinsamen Gehäuse (8) einen sehr großen Umfeldbereich eines Fahrzeuges (4) mittels Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) und deren Erfassungsbereichen (12a, 12b, 12c) lückenlos und großflächig zu überwachen.
Die Figur 1 a zeigt dieselbe Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren (1 ) wie die Figur 1 und beschreibt weitere Details dieser Vorrichtung (1 ). In dem gemeinsamen Gehäuse (8) sind ein erster Umfeldsensor (2a), ein zweiter Umfeldsensor (2b) und ein dritter Umfeldsensor (2c) angeordnet. Das Gehäuse (8) wird von einem wellenförmigen Gehäusedeckel (26) verschlossen. Der erste Umfeldsensor (2a) ist durch ein erstes elastomeres Element (56a) gegenüber dem Gehäusedeckel (26) schwingungstechnisch entkoppelt. Auch zwischen dem zweiten Umfeldsensor (2b) und dem Gehäusedeckel (26) sowie zwischen dem dritten Umfeldsensor (2c) und dem Gehäusedeckel (26) ist jeweils ein zweites und drittes elastomeres Element (56b, 56c) zur Dämpfung und schwingungstechnischen Entkopplung der Umfeldsensoren (2b, 2c) gegenüber dem Gehäuse (8) bzw. dem Gehäusedeckel (26) angeordnet.
Die Wellenform des Gehäusedeckels (26) weist mindestens drei senkrechte Wellenanteile (34a, 34b, 34c) auf. Dabei ist der erste senkrechte Wellenanteil (34a) senkrecht zur ersten Mittelachse (10a) des ersten Umfeldsensors (2a) ausgerichtet. Der zweite senkrechte Wellenanteil (34b) ist senkrecht zur zweiten Mittelachse (10b) des zweiten Umfeldsensors (2b) ausgerichtet, wobei die zweite Mittelachse (10b) zu der ersten Mittelachse (10a) in einem ersten Winkel (α) angeordnet ist. Der dritte senkrechte Wellenanteil (34c) ist senkrecht zur dritten Mittelachse (10c) angeordnet. Dabei weist die dritte Mittelachse (10c) einen zweiten Winkel (ß) zur ersten Mittelachse (10a) auf.
Die Figur 2 zeigt eine schematische Draufsicht einer Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren (1 ) mit einem gemeinsamen Gehäuse (8) und einer daran angebrachten gemeinsamen Steckverbindung (18). In dem gemeinsamen Gehäuse (8) sind ein erster Umfeldsensor (2a), ein zweiter Umfeldsensor (2b), ein dritter Umfeldsensor (2c) angeordnet. Die Steckeröffnung des ersten Umfeldsensors (2a) und des dritten Umfeldsensors (2c)
weisen in eine andere Richtung als die Steckeröffnung des zweiten Umfeldsensors (2b).
Die gemeinsame Steckverbindung (18) ist über eine gemeinsame Verbindungsleitung (58) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) verbunden. Die gemeinsame Leiterbahn (20) steht über eine erste Verbindungsleitung (54a) und eine erste Steckverbindung (16a) mit dem ersten Umfeldsensor (2a) in Verbindung. Der zweite Umfeldsensor (2b) steht über eine zweite Steckverbindung (16b) und eine zweite Verbindungsleitung (54b) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) in Verbindung. Der dritte Umfeldsensor (2c) ist über eine dritte Steckverbindung (16c) und eine dritte Verbindungsleitung (54c) mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) verbunden. Da der Innenraum (22) des Gehäuses (8) mit der Atmosphäre in Verbindung steht, ist die gemeinsame Leiterbahn (20) vor Umwelteinflüssen von einer Vergussmasse (21 ) vollständig umgeben. Die gemeinsame Leiterbahn (20) kann alternativ durch einen gemeinsamen Kabelbaum ersetzt werden, welcher von der gemeinsamen Steckverbindung (18) zu den einzelnen Verbindungsleitungen (54a, 54b, 54c) und den ersten, zweiten und dritten Steckverbindungen (16a, 16b, 16c) abzweigt.
Der Innenraum (22) steht über eine erste Öffnung (24a), eine zweite Öffnung (24b) und/oder eine dritte Öffnung (24c) mit der Atmosphäre in Verbindung. Es ist aber auch möglich, eine andere Öffnung zur Verbindung des Innenraumes (22) mit der Atmosphäre zu verwenden. Die erste Mittelachse (10a) des ersten Umfeldsensors (2a) und die dritte Mittelachse (10c) des dritten Umfeldsensors (2c) sind auf einer gemeinsamen Ebene (14) angeordnet, um den ersten Erfassungsbereich (12a) und den dritten Erfassungsbereich (12c) lückenlos erfassen zu können.
Der zweite oder der dritte Umfeldsensor (12b, 12c) können durch einen Dummy ersetzt werden. In diesem Fall erfolgt keine Kontaktierung des Dummys mit der gemeinsamen Leiterbahn (20) bzw. der gemeinsamen
Steckverbindung (18). Die zweite oder dritte Öffnung (24b, 24c) im Gehäuse (8) kann, bei Verwendung eines Dummys, durch einen Blindtopfen z.B. in Form eines zweiten oder dritten elastomeren Elementes (54b, 54c) verschlossen werden.
Die Figur 3 zeigt ein Fahrzeug (4) mit zwei Gehäusen (8) mit Vorrichtungen zur Anordnung von Umfeldsensoren. Ein erstes Gehäuse (8) ist im Frontbereich des Fahrzeuges (4) und ein zweites Gehäuse (8) ist an der rechten Fahrzeugseite des Fahrzeuges (4) angeordnet. Das erste Gehäuse (8) im Frontbereich des Fahrzeuges weist drei Umfeldsensoren auf, wobei der erste Umfeldsensor eine erste Mittelachse (10a) mit einem ersten Erfassungsbereich (12a) aufweist. Die erste Mittelachse (10a) ist in einem ersten Winkel (α) von der zweiten Mittelachse (10b) des zweiten Umfeldsensors und in einem zweiten Winkel (ß) zur dritten Mittelachse (10c) des dritten Umfeldsensors angeordnet. Der zweite Umfeldsensor weist um die zweite Mittelachse (10b) einen zweiten Erfassungsbereich (12b) auf. Der dritte Erfassungsbereich (12c) ist um die dritte Mittelachse (10c) des dritten Umfeldsensors angeordnet. Dieselbe Anordnung der Mittelachsen (10a, 10b, 10c) und deren Erfassungsbereichen (12a, 12b, 12c) trifft auf das zweite Gehäuse (8) der Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren zu, welche mit ihrem Gehäuse (8) an der rechten Fahrzeugseite des Fahrzeuges (4) angeordnet ist.
Die Abstände zwischen den ersten Erfassungsbereichen (12a) und den zweiten bzw. dritten Erfassungsbereichen (12b, 12c) sind sehr klein und praktisch nicht von Bedeutung, so dass insgesamt ein lückenloser Erfassungsbereich des Gehäuses (8) der Vorrichtung zur Anordnung von Umfeldsensoren erzielt wird.
Bei der dargestellten Anordnung der Gehäuse (8) im Frontbereich und an der rechten Fahrzeugseite des Fahrzeuges (4) überschneiden sich der dritte Erfassungsbereich (12c) des Gehäuses (8) im Frontbereich und der zweite
Erfassungsbereich (12b) des Gehäuses (8) an der rechten Fahrzeugseite des Fahrzeuges (4). Es wäre auch möglich auf einen dieser beiden Erfassungsbereiche (12b, 12c) zu verzichten und die Gehäuse (8) entweder an der rechten Fahrzeugseite oder im Frontbereich des Fahrzeuges (4) seitlich zu verschieben und entsprechend dichter zueinander anzuordnen. Die Gehäuse (8) sind durch eine nicht gezeigte Schraubverbindung an dem Fahrzeug (4) befestigt. Die Verbindung zwischen dem Gehäuse (8) und dem Fahrzeug (4) kann auch durch eine Klebe- oder Rastverbindung erfolgen. Selbstverständlich ist es auch möglich, ein weiteres Gehäuse (8) mit mindestens zwei Umfeldsensoren an der linken Fahrzeugseite des Fahrzeuges (4) anzuordnen.
Die Figur 4 zeigt eine Frontansicht eines Fahrzeuges (4), welches auf einer ebenen Fahrbahnoberfläche (60) steht. An dem Fahrzeug (4) ist im Frontbereich ein Gehäuse (8) einer Vorrichtung (1 ) und im rechten Seitenbereich ein weiteres Gehäuse (8) einer Vorrichtung (1 ) zur Anordnung von Umfeldsensoren (2a, 2b, 2c) angeordnet. Das Gehäuse (8) im Seitenbereich des Fahrzeuges ist in einer Sensorhöhe (H) gegenüber der Fahrbahnoberfläche (60) an dem Fahrzeug (4) mittels einer nicht gezeigten Rastverbindung angeordnet.
Eine erste Mittelachse (10a) eines Umfeldsensors in dem Gehäuse (8) ist in einem dritten Winkel (γ) gegenüber einer horizontalen Ebene (15) angeordnet. In diesem Beispiel ist die horizontale Ebene (15) parallel zur ebenen Fahrbahnoberfläche (16) ausgerichtet. Durch die Neigung der ersten Mittelachse (10a) um den drittel Winkel (γ) ist es möglich, auch Gegenstände im Nahbereich des Fahrzeuges bzw. des Fahrzeugseitenbereiches zu erfassen. Dies trifft insbesondere auf Gegenstände (6) zu, welche eine Höhe (h) von ca. 0,5 - 1 m in einem Abstand (d) von ca. 0,5 - 1 m von der Fahrzeugseite bzw. der äußeren Fahrzeugkarosserie des Fahrzeuges (4) aufweisen. Damit ist es möglich
auch kleine Gegenstände, wie z. B. spielende Kinder oder dergleichen im Fahrzeugnahbereich sicher zu erfassen.