Gebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Leiterplatte, auf ein
Kunststoffspritzteil mit einer Leiterplatte bzw. auf ein
Verfahren zu deren Herstellung.
Hintergrund der Erfindung
An Sensoren beispielsweise Vibrationssensoren und
Füllstandsmessgeräten ist an einem eigentlichen Sensorelement
ein Gehäuse angesetzt, wobei in dem Gehäuse elektronische
Komponenten zur Steuerung und/oder Auswertung von Signalen
des Sensors aufgenommen sind. Die elektronischen Komponenten
sitzen üblicherweise auf einer Leiterplatte, welche
Kontaktelemente zum Anschließen eines Gegenkontaktelements
aufweist. Das Gegenkontaktelement kann zu weiteren
Komponenten innerhalb dieser Anordnung oder zu einer externen
Anordnung führen. Wichtig ist, dass die elektronischen
Komponenten dicht umschlossen sind, d. h. zumeist
flüssigkeits- und staubdicht umschlossen sein sollen.
Bekannt ist eine Leiterplatte mit zumindest einem bzw.
mehreren Kontaktelementen zum Anschließen jeweils eines
Gegenkontaktelements, wobei das Kontaktelement an der
Leiterplatte befestigt ist. Um einen gewissen Schutz zu
bieten, ist auch das Umgießen von Leiterplatten mit einem
sogenannten "hotmelt"-Verguss bekannt, wobei die dabei
aufgetragene Kunststoffschicht nur bis 80°C
temperaturbeständig ist und weder hohe chemische noch hohe
mechanische Festigkeiten aufweist. Vor dem Umgießen werden
die Kontaktelemente an der Leiterplatte bzw. einem
entsprechenden Leitermaterial befestigt. Dies erfolgt
beispielsweise durch das Einpressen von durchstoßenden
Kontaktelementen oder durch Einkleben der durchstoßenden
Kontaktelemente, welche z. B. zur Adaption eines
kundenseitigen Steckers als Gegenkontaktelement benötigt
werden. Diese Leiterplatte dient innerhalb des Gehäuses
angeordnet zum Anschließen von Elektronikkomponenten für eine
Signalauswertung von beispielsweise einem
Füllstandsmessgerät, wobei die Elektronikkomponenten
ebenfalls in dem Gehäuse aufgenommen werden.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Leiterplatte
mit Kontaktelementen und einer Kunststoffschicht hinsichtlich
der Beständigkeit und des Schutzes gegenüber äußeren
Einflüssen zu verbessern.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Kunststoffspritzteil
mit einer solchen Leiterplatte auf einfache Art und Weise
herzustellen und zugleich einen verbesserten und insbesondere
dauerhafteren Schutz gegenüber äußeren Einflüssen zu
ermöglichen.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zum
Herstellen einer solchen Leiterplatte bzw. eines solchen
Kunststoffspritzteils vorzuschlagen, welches eine möglichst
einfache Herstellung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Leiterplatte bzw. einen
Träger mit zumindest einem Kontaktelement zum Anschließen
eines Gegenkontaktelements, wobei das Kontaktelement an der
Leiterplatte befestigt ist, und mit einer Kunststoffschicht,
welche auf zumindest einer Seite des Trägers bzw. der
Leiterplatte aufgebracht ist, wobei das Kontaktelement von
dem Träger aus durch die Kunststoffschicht hindurchführt und
aus dieser Kunststoffschicht zum Anschließen des
Gegenkontaktelements herausragt.
Außerdem wird die Aufgabe gelöst durch ein
Kunststoffspritzteil mit einem Träger bzw. einer
Leiterplatte, die zumindest ein Kontaktelement zum
Anschließen eines. Gegenkontaktelements aufweist, wobei das
Kontaktelement an dem Träger bzw. der Leiterplatte befestigt
ist, und mit einer Kunststoffschicht, welche auf zumindest
einer Seite des Trägers bzw. der Leiterplatte aufgebracht
ist, wobei das Kontaktelement von dem Träger bzw. der
Leiterplatte aus durch die Kunststoffschicht hindurchführt
und aus dieser Kunststoffschicht zum Anschließen des
Gegenkontaktelements herausragt.
Verfahrensgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren
zum teilweisen Umspritzen eines Trägers bzw. einer
Leiterplatte, die zumindest ein Kontaktelement aufweist,
wobei zum Umspritzen Kunststoff verwendet wird und wobei
verfahrensgemäß das Kontaktelement am Träger bzw. an der
Leiterplatte angelötet wird und danach der Träger bzw. die
Leiterplatte derart mit dem Kunststoff umspritzt wird, dass
das Kontaktelement von dem Träger bzw. der Leiterplatte aus
durch den Kunststoff führt und zum Anschließen eines
Gegenkontaktelements aus dem Kunststoff bzw. aus dessen
Oberfläche herausragt.
Gemäß einer Vielzahl besonders bevorzugter Ausführungsformen
ist diese Anordnung bzw. Verfahrensweise vorteilhaft
ausgestaltbar.
Vorteilhafterweise kann die Kunststoffschicht ein- oder
beidseitig auf den Träger aufgebracht sein bzw. werden.
Besonders bevorzugt wird eine Kunststoffschicht aus einem
thermoplastischen Material als Kunststoff mit einem
Schmelzpunkt höher 80°C, insbesondere höher 100°C, wobei ein
thermoplastisches Material mit einem Schmelzpunkt höher 350°C
besonders bevorzugt wird, da dies eine hitzefeste und
dauerhafte Abschirmung mit vorteilhaften
Kunststoffmaterialien ermöglicht. Vorteilhafterweise besteht
die Kunststoffschicht aus einem thermoplastischen Material
mit einer Spritzgusstemperatur zwischen etwa 250 bis 410 °C,
insbesondere zwischen 370° C und 410 °C, so dass ein Anlöten
des zumindest einen Kontaktelements an der Leiterplatte
mittels eines Hochtemperaturlots in Kombination mit dem
Aufspritzen einer solchen Kunststoffschicht ermöglicht wird.
Bevorzugt wird eine Leiterplatte, bei der das Kontaktelement
an der Leiterplatte angelötet ist bzw. in einer
Durchgangsöffnung der Leiterplatte eingelötet ist, da dies
eine besonders einfache Art der Befestigung ist, welche
außerdem eine gute Haltbarkeit gegen Verbiegen oder axiales
Verschieben bietet. Besonders bevorzugt wird, wenn das
Kontaktelement an der Leiterplatte mit einem
Hochtemperaturlot, insbesondere Hochtemperaturweichlot mit
einer Schmelztemperatur höher 200°C, insbesondere höher 230°C
angelötet ist bzw. wird. Dies ermöglicht ein anschließendes
Überspritzen der Leiterplatte und des Lots mit einem
thermoplastischen Material, welches eine Schmelztemperatur
höher als 200°C oder gar höher als 350°C aufweist und
optional eine Spritzgusstemperatur niedriger als der
Schmelztemperatur des Hochtemperaturlots aufweist.
Insbesondere für die Beschichtung mit einem thermoplastischen
Material wird vorteilhafterweise eine Leiterplatte aus einem
Epoxid-Glashartgewebe mit vernetztem Harzsystem verwendet.
Zum Verbinden des zumindest einen Kontaktelements mit einem
weiteren Kontaktelement oder sonstigen elektrischen oder
elektronischen Komponenten dienen in üblicher Art und Weise
Leiter bzw. Leiterbahnen, die auf der Oberfläche des Trägers
angeordnet sind. Vorteilhafterweise werden ein solcher Leiter
und ein dazu benachbarter Oberflächenbereich der Leiterplatte
von der Kunststoffschicht abgedeckt. Die Kunststoffschicht
muss somit nicht die gesamte Oberfläche der Leiterplatte
abdecken, sollte aber vorzugsweise wesentliche oder alle auf
der insbesondere außenseitigen Oberfläche der Leiterplatte
angeordneten elektronischen Komponenten und Leiter abdecken.
Besonders bevorzugt werden Ausführungsformen, bei denen die
Leiterplatte bzw. der Träger eine Durchgangsbohrung
aufweisen, an bzw. in welcher das Kontaktelement angelötet
ist, wobei auf den beiden einander gegenüberliegenden
Oberflächen der Leiterplatte im Bereich der Durchgangsbohrung
eine solche Kunststoffschicht aufgebracht ist bzw.
aufgebracht wird. Insbesondere beim Aufbringen bzw.
Aufspritzen der Kunststoffschicht unter hohem Druck wird
durch das beidseitige, insbesondere gleichzeitig beidseitige
Aufspritzen des Kuststoffs eine Beschädigung des Lots im
Bereich der Durchgangsbohrung vermieden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Schnittansicht einer Leiterplatte
mit eingesetzten Kontaktelementen, wobei die
Leiterplatte teilweise mit Kunststoff umspritzt
ist;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 1 in
teilweiser Schnittdarstellung; und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Gehäuseteils mit
einer in Kunststoff eingespritzten Leiterplatte,
wobei der Kunststoff zugleich zum Ausbilden einer
Gehäusewand verwendet ist.
Detaillierte Beschreibung eines erfinderischen
Ausführungsbeispiels
Wie aus den Figuren 1 - 3 ersichtlich, sind an einer
Leiterplatte 1 Kontaktelemente 2 befestigt. Die
Kontaktelemente 2 sind mit einem vorderseitigen Endabschnitt
20 durch jeweils eine Durchgangsöffnung 10 in der
Leiterplatte bzw. dem Trägermaterial 1 hindurchgeführt. Zur
Befestigung sind die Kontaktelemente 2 in den
Durchgangsöffnungen 10 mit Lot 11 festgelötet. Das Lot 10
ragt teilweise in die Durchgangsöffnung 10 hinein oder auch
durch diese zur anderen Seite der Leiterplatte 1 hindurch.
Als Lot wird vorzugsweise ein Hochtemperaturlot verwendet.
Die Kontaktelemente 2 dienen in Art von Kontaktstiften zum
Anschließen eines Gegenkontakt 21, beispielsweise eines
Gegenkontakts 21 in Art einer Buchse, welche auf das
Kontaktelement 2 aufgesteckt wird. Um an dem Gegenkontakt 21
angeschlossenen elektronische Komponenten mit weiteren
elektronischen Komponenten zu verbinden, sind die
Kontaktelemente 2 über das Lot 11 mit einer Leiterbahn als
Leiter 12 verbunden, wobei die Leiterbahn 12 in üblicher Art
und Weise auf der Oberfläche der Leiterplatte 1 angeordnet
und befestigt ist. An die Leiterbahn 12 können elektronische
Komponenten angeschlossen sein, welche direkt auf der
Leiterplatte 1 angeordnet und ggf. umspritzt sind. Bei der
dargestellten Ausführungsform sind an die Leiterbahnen 12
weitere Kontaktelemente 2* angeschlossen. Diese weiteren
Kontaktelemente 2* dienen wiederum als Kontaktstifte zum
Anschluss entsprechender Gegenkontaktelemente.
Die Anordnung aus der Leiterplatte 1 bzw. dem Träger und den
daran befestigten Kontaktelementen 2, 2* ist mit einem
Kunststoff 3 zumindest teilweise umspritzt. Der Kunststoff
ist bei der dargestellten Ausführungsform als unterseitige
Kunststoffschicht 30 auf eine erste Seitenfläche der
Leiterplatte 1 aufgespritzt, wobei diese Seitenfläche der
Leiterplatte 1 vollständig von der unterseitigen
Kunststoffschicht 30 überzogen ist. Außerdem ist auf die
gegenüberliegende Seite der Leiterplatte 1 abschnittsweise
eine oberseitige Kunststoffschicht 31 aufgebracht bzw.
aufgespritzt. Wie dargestellt, deckt die oberseitige
Kunststoffschicht 31 Bereiche der Leiterplatte 1 ab, in
welchen sich elektrische Komponenten wie die Kontaktelemente
2 sowie die Durchgangsöffnungen 10 zu der gegenüberliegenden
Seite der Leiterplatte 1 befinden.
Zum Ausbilden eines Gehäuses 33 ragt von dem Kunststoff, mit
welchem die Leiterplatte 1 umspritzt ist, Kunststoff seitlich
weg, welcher eine Seitenwand 32 ausbildet. Durch eine solche
Anordnung wird ein Gehäuse 33 zur Aufnahme von elektronischen
Komponenten ausgebildet, wobei die elektronischen Komponenten
innerhalb des durch die Leiterplatte 1 und die Seitenwand 32
gebildeten Raums aufgenommen werden. Der Anschluss solcher
elektronischer Komponenten erfolgt über die
Gegenkontaktelemente 21, welche an die Kontaktelemente 2
angeschlossen werden. Das derart ausgebildete Kunststoff-Spritzteil
bildet somit ein Gehäuse 33 aus, wobei sämtliche
elektronischen Komponenten einschließlich der Leiterplatte 1
vollständig von Kunststoff 3 umschlossen sind.
Um den Anschluss der Gegenkontaktelemente 21 an die
Kontaktelemente 2, 2* zu ermöglichen, erstrecken sich die
Kontaktelemente 2, 2* seitlich von der Leiterplatte 1 so weit
weg, dass die Kontaktelemente 2, 2* mit ihren außenseitigen
Endabschnitten aus dem Kunststoff 3, 30, 31 herausragen und
kontaktierbar sind. Verfahrensgemäß wird daher nach dem
Befestigen, insbesondere Anlöten der Kontaktelemente 2, 2* an
der Leiterplatte 1 der Kunststoff 3 so aufgespritzt, dass die
von der Leiterplatte 1 abgewandten Enden der Kontaktelemente
2, 2* ohne Kunststoffüberzug aus der entsprechenden
Kunststoffschicht 30, 31 herausragen.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der
Kunststoff 3 auf der Seite der Leiterplatte 1, welche dem
Raum zugewandt ist, der von der Seitenwand 30 umgrenzt wird,
nur in Bereichen auf die Leiterplatte 1 aufgespritzt, in
denen sich elektronische Komponenten, Kontaktelemente 2
und/oder Durchgangsöffnungen 10 befinden. Dabei erfolgt das
Aufspritzen der Kunststoffschicht 31, 30 im Bereich von
Durchgangsöffnungen 10 vorteilhafterweise nicht nur
beidseitig sondern auch zur gleichen Zeit, um Beschädigungen
des Lots 11 im Bereich der Durchgangsöffnungen 10 während des
Aufspritzens unter hohem Druck zu vermeiden.
Als Kunststoff wird bevorzugt ein thermoplastisches Material
verwendet, um eine besonders gute Dichtigkeit gegenüber
Flüssigkeiten und Staub zu erzielen und um zugleich ein gegen
mechanische Einwirkungen robustes Material für das Gehäuse 33
zu verwenden. Gemäß erster Versuche wurde als Kunststoff ein
Polyetherimid (PEI) verwendet. Natürlich kann auch ein
anderer Kunststoff insbesondere dieser Klasse zum Einsatz
kommen, beispielsweise PSU, PES, PPSU, PPS etc. Bei all
diesen Kunststoffen handelt es sich um Thermoplaste mit
besonders vorteilhaften Eigenschaften. Die Schmelztemperatur
liegt bei dem besonders bevorzugten Kunststoff je nach
Bauteilausführung, d. h. Dicke und Dimensionierung der
Gehäusewand 32 und Geometrie des Gehäuses vorzugsweise
zwischen 370°C und 410°C. Jedoch können auch andere
Kunststoffe mit höheren oder niedrigeren Schmelztemperaturen
eingesetzt werden. Bei dem bevorzugt verwendeten Kunststoff
PEI liegt die Spritztemperatur bei 370°C - 410°C. Gegenüber
dem hotmelt-Verfahren, bei welchem mit Niederdruck im Bereich
von 2 - 40 x 105 Pa und der Temperatur der Schmelze von ca.
200°C gearbeitet wird, erfolgt das Aufspritzen des
Kunststoffs gemäß dem bevorzugten Verfahren unter Drücken von
bis zu 1500 x 105 Pa und mehr.
Aufgrund der hohen Drücke beim Aufspritzen werden Bereiche
der Leiterplatte 1 mit Lötstellen, insbesondere mit Lot 11 im
Bereich von Durchgangsöffnungen 10 beidseitig umspritzt, d.
h. sowohl von der Ober- als auch von der Unterseite der
Leiterplatte 1 gleichzeitig, so dass Beschädigungen der
Lötstellen durch den hohen Spritzdruck vermieden werden.
Damit mit derart hohen Temperaturen gearbeitet werden kann,
wird bevorzugt ein Leiterplattenwerkstoff verwendet, welcher
eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweist. Vorteilhaft hat
sich dabei ein Epoxid-Glashartgewebe gezeigt, insbesondere
ein solches Epoxid-Glashartgewebe mit vernetztem Harzsystem
und mit einer Glasübergangstemperatur größer 150°C.
Wegen der sehr hohen Temperaturen der Kunststoffschmelze beim
Aufspritzen des Kunststoffs wird vorzugsweise ein
Hochtemperaturweichl.ot verwendet. Bevorzugt wird dabei ein
Hochtemperaturweichlot mit einer Schmelztemperatur höher
200°C, insbesondere höher 230°C oder 235°, bei dem besonders
bevorzugten Kunststoff. Aufgrund der kurzen Kontaktzeit mit
der heißen Schmelze und der raschen Abkühlung binnen Sekunden
wird das Lot nicht aufgeschmolzen oder zumindest nicht
vollständig aufgeschmolzen, obwohl die Kunststoffschmelze
wesentlich heißer ist.
Bei Verwendung anderer Materialien werden die Materialien der
übrigen Komponenten mit entsprechend geeigneten Werten
verwendet.
Halbleiterkomponenten, welche aufgrund der hohen Temperaturen
der Kunststoffschmelze beim Aufspritzen nicht komplett
umspritzt werden können, können vorteilhafterweise auf
Bereichen der Leiterplatte 1 angeordnet werden, welche von
Kunststoff nicht umspritzt sind. Insbesondere die
Kontaktelemente 2, 2*, die Leiter 12 und das Lot 11 können
jedoch aufgrund der ausreichenden Hitzebeständigkeit komplett
umspritzt werden.
Auf diese Art und Weise ist ein Kunststoffspritzteil als
Gehäuse 33 zum dichten Aufnehmen von elektronischen
Komponenten herstellbar. Nach dem Einsetzen elektronischer
Komponenten kann das Gehäuse durch einen entsprechenden
Deckel oder ein fortgesetztes Umspritzen mit einer
entsprechenden zusätzlichen Wandung aus Kunststoff dicht
geschlossen werden. Durch den Einsatz eines thermoplastischen
Kunststoffmaterials und das Umspritzen der Leiterplatte mit
den Kontaktelementen, welche innenseitig und außenseitig aus
dem Kunststoff herausragen, wird ein Gehäuse 33
bereitgestellt, welches auch hohen mechanischen Anforderungen
genügt. Die Kontaktelemente sind gegen Verbiegen oder axiales
Verschieben relativ zur Wand des Gehäuses gesichert. Außerdem
bietet das Gehäuse eine flüssigkeitsdichte und staubdichte
Ummantelung des Innenraums mit elektronischen Komponenten.
Vorteilhafterweise werden bei dieser Ausführung keine Kleber
oder Dichtmittel eingesetzt, welche Beständigkeitsprobleme
beim Einsatz des Gehäuses in Verbindung mit z. B. einem
Füllstandsmessgerät hervorrufen würden. Aufgrund der
einfachen Verfahrensweise ist auch eine kostengünstige
Fertigung des Kunststoff-Spritzteils mit der derart
umspritzten Leiterplatte möglich.