DE8902206U1 - Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser - Google Patents
Einrichtung zur Denitrifikation von WasserInfo
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Description
* a a · · a &igr;
Pat 6036a Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser
Die Neuerung betrifft eine Einrichtung zur Denitrifikation von
Wasser, mit mindestens einem Becken, welches mit mindestens einem Tauchkörper, wie insbesondere einem Tauchtropf- oder einem
Scheibentauchkorper bzw. einem Tauchkörper mit Druckluftantrieb
ausgerüstet ist und von dem zu behandelnden Wasser durchströmt wird.
Durch die DE-OS 31 21 395 ist ein Verfahren und eine danach arbeitende Anlage zum Denitrifizieren von Wasser bekannt, wobei
das im Wasser enthaltene Nitrat mit Hilfe von denazifizierenden
Mikroorganismen biochemisch in Anwesentheit eines Kohlenstoffdonators reduziert wird. Dem zu behandelnden Wasser
wird e.-.n niederes gasförmiges Alkan zugesetzt. Das Wasser wird
anschließend mit das Alkan oxidierenden Mikroorganismen zur Entfernung des im Wasser befindlichen gelösten Nitrat-Sauerstoffes in Kontakt gebracht und überschüssiges Alkan als
Kohlenstoffdonator beim Denitrifizieren verwendet. Als Alkan -können Methan und Erdgas verwendet werden, wobei das
denitrifizierte Wasser mit Frischluft gespült wird. Eine Anlage zum Denitrifizieren von Wasser mit einem mit denitrifizierenden
Mikroorganismen besetzten Filterbett ist dadurch gekennzeichnet, daß dem Filterbett eine Dosiereinrichtung für niederes
gasförmiges Alkan und ein mit das Alkan oxidierenden Mikroorganismen besetztes Filterbett vorgeschaltet ist. Dem
Filterbett ist ein Rieslerbehälter mit Frischluftzufuhr nachgeschaltet. Die Nachteile dieses Verfahrens sowie der danach
arbeitenden Anlage sind im wesentlichen darin begründet, daß diese verhältnismäßig umfangreiche Verfahrensschritte benötigen,
um eine entsprechende Denitrifikation des Wassers mit"
anschließender Frischluftzufuhr herbeizuführen.
Ferner ist einem Aufsatz aus der Zeitschrift "Galvanotechnik" 78
(1987) Nr. 12, Seiten 3659 ff. eine mobile Abwasseranlage in Containerbauweise zu entnehmen. Innerhalb standardmäßiger
■ ·
I · · I BfC* ■ ·
Container sind Tauchtropfkörper in Form eines Zellrades angeordnet- wobei das Wasser die jeweilige Containerstufe in
Längsrichtung durchströmt. In Abhängigkeit der Abwassermenge können mehrere Container mit Zellrädern nebeneinander bzw.
hintereinander angeordnet werden. Durch diese Maßnahme ist eine biologische Reinigung von Abwasser möglich. Eine Denitrifikation
ist hier jedoch nicht vorgesehen.
Eine der biologischen Abwasserreinigung nachgesch&itete Stufe zur
Denitrifikation, wie sie beispielsweise in der DE-OS 31 21 395 beschrieben ist, würde eine unverhältnismäßig große Anlage ergeben, die vielfach aus Platzgründen nicht realisierbar ist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Einrichtung dahingehend weiterzubilden, daß mit einfachen Mitteln
eine optimale Denitrifikation bei wirtschaftlicher Nutzung gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest
ein Teil des Beckens bzw. des Tauchkörpers mittels einer einen Hohlraum zwischen sich und der &Ggr;-asseroberfläche bildenden
Abdeckung hermetisch gegen die Atmosphäre abgedichtet ist und daß von außen Gase, insbesondere Biogase, Alkane, Wasserstoffgas oder
Kohlendioxid über entsprechende Leitungen und Ventile in den Hohlraum einleitbar sind.
Vorzugsweise entspricht die Abdeckung etwa der äußeren Kontur des
Tauchkörpers und reicht mit ihren dem Wasser zugewandten Bereichen bis unter die Wasseroberfläche. In Abhängigkeit vom
Anwendungsfall kann die Abdeckung heb- und senkbar bzw. schwenkbar ausgebildet, sowie ggf. oberhalb des bzw. der Beckan
verfahrbar sein, um so an beliebiger Stelle eine Denitrifikation
vornehmen zu können.
Das durch den Tauchkörper in das Wasser eingetragene Gas di.ent
als Kohlenstoffdonator beim Vorgang der Denitrifikation.
Die Vorteile der Neuerung sind im wesentlichen darin begründet/ daß
- die Gesamtanlage lediglich eines geringen Bauaufwandes bedarf
- die Einrichtung nachrüstbar ist
- keine zusätzlichen Becken vonnöten sind
- eine intermittierende Betriebsweise realisierbar irt
- die Einrichtung bei Bedarf einsetzbar ist
- keine Verunreinigung des Wassers stattfindet
- eine vollständige Denitrifikation auch in Schwachlastphasen und
im Winter durchführbar ist
die GesamLanlage nur geringe Betriebskosten (Abdeckung + Gas)
verursacht.
Die Neuerung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung
dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 - Becken in Containerbauweise im Schnitt mit darin angeordnetem
Tauchtropfkörper in Form eines Zellrades
Fig. 2 — Escksn in Containerbauweise im Schnitt mit darin angeordnetem
Scheibontauchkorper
Fig. 3 - Becken in Containerbauweise imSchnitt mit darin angeordnetem
Tauchkörper mit Druckluftantrieb.
Figur 1 zeigt ein Becken 1 in Containerbauweise im Schnitt, welches von Wasser in Pfeilrichtung (Längsrichtung) durchströmt
wird. Das nitrathaltige Wasser ist hierbei mit 2 bezeichnet. Innerhalb des Beckens 1 ist mindestens ein um eine
Horizontalachse drehbarer Tauchtropfkörper 3 in Form eines Zellrades angeordnet. Der Tauchtropfkörper 3 ist im Bereich
seiner gesamten axialen Erstreckung von einer heb- und senkbaren Abdeckung 4 umgeben, deren Kontur etwa der des Tauchtropfkörpers
3 entspricht. Die Abdeckung 4 reicht mit ihren dem nitrathaltigen Wasser 2 zugewandten Enden 5,6 bis unter die Wasseroberfläche 7.
4 1 I III
Somit wird eine hermetische Abdichtung gegen die Atmosphäre (Umgebungsluft) hergestellt. In den sich zwischen der
Wasseroberfläche 7 und der den Tauchtropfkörper 3 umgebenden
Abeckung 4 bildenden Hohlraum 8 wird von außen ein beispielsweise in einem Behälter 9 vorgesehenes Gas (in diesem Fall Methan) über
Leitungen 10 und Ventile 11 eingeleitet. Dabei wird durch den sich aufbauenden Gegendruck im Bereich des Hohlraumes 8 nur
soviel Methan durch den Tauchtropfkörper 3 in das Wasser eingeleitet,
wie durch die mikrobiologischen Umsetzungsprozesse verbraucht wird. Das Methangas dient hierbei als
Kohlenstoffdonator beim Vorgang der Denitrifikation.
Figur 2 zeigt ebenfalls ein Becken 1 in Containerbauweise im Schnitt. Anstelle des Tauchtropfkörpers gem. Figur 1 ist hier ein
Scheibentauchkörper 12 im Becken 1 vorgesehen. Die Abdeckung 4 reicht mit ihren Endbereichen 5,G bis unter die Wasseroberfläche
7, so daß auch hier eine hermetische Abdichtung gegen die Atmosphäre erzeugt wird. Die Zufuhr des Gases erfolgt über das
Ventil 11.
Analog zu den Figuren 1 und 2 weist auch Figur 3 ein Becken i in
Containerbauweise auf. Der hier vorgesehene Tauchkörper 13 wird
mit Druckluft 14 betrieben. Auch hier reichen die Enden 5,6 der Abdeckung 4 bis unter die Wasseroberfläche.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser mit mindestens
einem Becken, welches mit mindestens einem Tauchkörper, wie insbesondere einem Tauchtrupf- oder Scheibentauchkörper bzw.
einem Tauchkörper mit Druckluftantrieb ausgerüstet ist und von dem zu behandelnden Wasser durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil des Beckens (1) bzw. des Tauchkörpers (12,13) mittels einer einen Hohlraum (8) zwischen
sich und der Wasseroberfläche (7) bildenden Abdeckung (4) hermetisch gegen die Atmosphäre abgedichtet ist, und daß von
außen (9) Gase, insbesondere Biogase, Alkane, Wasserstoffgas
oder Kohlendioxid, über entsprechende Leitungen (10) und Ventile (Ix) in den Hohlraum (8) einleitbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (4) etwa der äußeren Kontur des Tauchkörpers (12,13)
entspricht und mit ihren dem Wasser (2) zugewandten Bereichen (5,6) bis unter die Wasseroberfläche (7) reicht.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (4) heb- und senkbar bzw. achvinkbar
ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (4) oberhalb des bz*.. aer Becken (1)
verfahrbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8902206U DE8902206U1 (de) | 1989-02-24 | 1989-02-24 | Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8902206U DE8902206U1 (de) | 1989-02-24 | 1989-02-24 | Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser |
Publications (1)
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| DE8902206U1 true DE8902206U1 (de) | 1990-06-28 |
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ID=6836384
Family Applications (1)
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| DE8902206U Expired - Lifetime DE8902206U1 (de) | 1989-02-24 | 1989-02-24 | Einrichtung zur Denitrifikation von Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8902206U1 (de) |
-
1989
- 1989-02-24 DE DE8902206U patent/DE8902206U1/de not_active Expired - Lifetime
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