DE746229C - Verfahren zum Nachweis von Undichtheiten an unterirdischen Rohrleitungen, insbesondere an Wasserrohrleitungen - Google Patents

Verfahren zum Nachweis von Undichtheiten an unterirdischen Rohrleitungen, insbesondere an Wasserrohrleitungen

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DE746229C
DE746229C DEA94924D DEA0094924D DE746229C DE 746229 C DE746229 C DE 746229C DE A94924 D DEA94924 D DE A94924D DE A0094924 D DEA0094924 D DE A0094924D DE 746229 C DE746229 C DE 746229C
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DEA94924D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Ambronn
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RICHARD AMBRONN DR
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RICHARD AMBRONN DR
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M3/00Investigating fluid-tightness of structures
    • G01M3/02Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
    • G01M3/04Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
    • G01M3/24Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using infrasonic, sonic or ultrasonic vibrations
    • G01M3/243Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using infrasonic, sonic or ultrasonic vibrations for pipes

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Abstract

Nachweis von Undichtheiten an unterirdischen Wasserrohrleitungen mittels Abhorchgeräten unter Verstärkung des an der Schadensstelle hervorgebrachten Geräusches durch Einleiten von komprimiertem Gas in die Leitung.

Description

  • Verfahren zum Nachweis von Undichtheiten an unterirdischen Rohrleitungen, insbesondere an Wasserrohrleitungen In älteren Rohrleitungen, insbesondere in Wasserleitungsnetzen, treten Rohrbrüche und sonstige Undichtheiten auf, durch die der unter Druck stehende Rohnnhalt nach außen austritt.
  • Wenn diese Rohrleitungen in die Erde eingegraben sind, so i.st die Überwachung äußerst erschwert, und man kann im allgemeinen erst dann Gegenmaßnahmen gegen Schädigungen ergreifen, wenn bereits erhebliche Flü!ssigkeitsaustritte erfolgen, die zu erheblichen Differenzen zwischen den in das Rohrnetz eingelassenen Flüssigkeitsmengen und den durch die Zählapparate an den Austrittsstellen gemessenen Austrittsmengen führen.
  • Die zur Aufsuchung Ider Schadenstellen notwendigen Aufgrabungen sind sehr kostspielig, und man hat infolgedessen Geräte konstruiert, Idie die Aufsuchung der Undichiliten durch Abhorchen mittels Horchgeräte (Geofone) von der Erdoberfläche aus ermöglichen.
  • Diese Geofone sind entweder rein mechanisch oder elelctromechanisch konstruiert. Für das hier zu beschreibende Verfahren ist es völlig gleichgültig, was für ein Abhorchgerät benutzt wird.
  • Meistens aiber kann man mit diesen Geräten nur größere Schäden erkennen, da andernfalls das Geräusch, das durch die aus den Rohren austretende Flüssigkeit erzeugt wird, nicht stark genug ist, um mit dem Geofon wahrgenommen zu werden bzw. in den allgemeinen Bodengeräuschen anderer Herkunft verborgen bleibt.
  • Dieser Nachteil macht sich besonders bemerkbar bei der Untersuchung von dünnrohrigen Anschlußleitungen, ,die in Wasserleitungssystemen das Wasser von den Hauptrohren in die einzelnen Häuser hineinleiten.
  • Diese Rohre sind verhältnismäßig dünn, aber aus mannigfachen Gründen besonders starken Korrosionseinwirkungen unterworfen. Wenn auch die aus kleineren Schäden dieser Anschlußrohre austretenden Wassermengen im einzelnen oft nur unerheblich sind, so summieren sie sich doch durch ,die große Zahl dieser Anschlußleitungen in größeren Wasserleitungsntzen oft zu sehr beträchtlichen Gesamtmengen, die imstande sind, die Wirtschaftlichkeit einer Wasserversogungsanlage ernstlich zu gefährden.
  • Es ist daher wichting. eine Methode zu finden, mittels der man die an sich so bequeme Anwendung der Abhorchgeräte (Geofone) auch für solche kleineren Schadenstellen erweitern kann.
  • Da die mangelhafte Wirksamkeit der Abhorchgeräte in solchen Fällen auf die Geringfügigkeit der durch die austretende Flüssigkeit insbesondere des austretenden Wassers, erzeugten Geräusche zurückzuführen ist, so wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Austrittsgeräusche der austreten!den Flüssigkeit dadurch zu verstärken, daß man in das beschädigte Rohr ein Gas unter Druck einpreßt, und zwar soll vorzugsweise dieser Druck höher sein als derjenige des Eigendruckes in den zu untersuchenden Rohrleitungsteilen. Das Gas, insbesondere die Luft, die in das Rohr hineingeleitet wird, drückt dann die Flüssigkeit zurück, so daß nach einiger Zeit aus der Schadenstelle nicht mehr Flüssigkeit, sondern das eingeleitete Gas austritt, das gegebenenfalls mit Resten der in dem Rohr enthaltenen Flüssigkeit vermengt ist.
  • Es ist klar, daß hierdurch eine erhebliche Verstärkung der Austrittsgeräusche eintreten wird. Denn einerseits ist der Druck jetzt höher geworden und andererseits wird das austretende Gas an sich schon ein stärkeres Geräusch hervorbringen, insbesondere dann, wenn es noch mit einzelnen Tropfen der Flüssigkeit vermischt ist. Hierdurch wird das Geräusch im Ohr auch besonders auffällig unterscheidbar gegenüber anderen an das Geofon aus dem Erdboden herankommenden Störgeräuschen.
  • Besonders bei der Untersuchung von Anschlußleitungen in Wasserversorgungsanlagen wird es im allgemeinen möglich sein, diese durch einen Absperrbahn unmittelbar hinter ihrer Anschlußstelle an der Hauptleitung abzusperren. Dann kann man den Druck in den Anschlußrohren erheblich erhöhen und dadurch die Geräusche an der Austrittsstelle noch besonders verstärken. In solchen Fällen wird das im Rohr befindliche Wasser bald nicht mehr mit der Luft vermischt bleiben, und es wird nur noch reine Luft austreten.
  • Es empfiehlt sich dann, die einzupressende Luft vorher durch ein Mischventil mit Wasser zu vermischen, so daß man sicher ist, daß an die Schadenstelle dauernd ein Gemisch von Luft und Wasser in geeigneter prozentualer Zusammensetzung gelangt.
  • In stark geneigten Rohrleitungen wird dieses Gemisch Neigung zeigen, sich zu entmischen, so daß man die Verhältnisse an der Schadenstelle nicht mehr beherrscht. In solchem Falle empfiehlt es sich, dein Gemisch einen Schaumbilder beizufügen, wodurch man die Möglichkeit erhält, Luft und Wasser in genügend genau abgemessenem Verhältnis an die Austrittsstelle heranzubringen, um dorf ein Maximum an Austrittgeräuschen hervorzubringen.
  • Eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit der so erzeugten Austrittsgeräusclle gegenüber an'deren Störgeräuschen, die sich im Erdboden ausbreiten und das Abhorchen mittels des Geofons erschweren, besteht darin, daß man den Ga- bzw. Gasflüssigkeitsstrom, den man in die zu untersuchenden Rohrleitungen einpreßt, nicht unter kontinuierlich gleiehem Druck einleitet, sonrlern stoßweise eintreten läßt, so daß auch die Geräusche von der Schadenstelle in einem entsprechenden Rhythmus abstrahlen.
  • Als Beispiel sei in der Abbildung das Verfahren in seiner Anwendung bei der Untersuchung einer Anschlußleitung näher erläutert, die von dem Hauptrohr eines Wasser leitungsnetzes in ein Haus führt.
  • Die Anschlußleitung ist gegen das Hauptrohr durch den Hahn I abschließbar. Hinter dem Eintritt der Anschlußleitung in das Haus, dessen Wand in der Abbildung schematisch eingezeichnet ist, ein Wassermesser WU zwischen zwei Ventilen 2 und 3 angeschlossen. Von dem Ventil 3 führt dann die Leitung zu den Zapfstellen in den verschiedenen Stockwerken des Hauses.
  • Die Anschlußleitung sei von Funkt 5 gestört. Dort tritt etwas Wasser aus. das aber in den umliegenden Kiesschichten versickert, so daß die Austrittsgeräusche nicht zu hören sind, zumal vielleicht in dem betreffenden Ortsteil der Druck des Netzes sowieso nur verhältnismäßig gering ist, was ja in ländlichen Anschlußnetzen sehr ofr der Fall ist.
  • Um nun die Austrittsgeräusche des Wassers an der Schadenstelle S deutlicher werden zu lassen, wird vor dem Eintrittsventil 2 an die Anschlußleitung ein Druckschlauch über ein Ventil 4 angeschlossen, der zu der in der im nachfolgenden beispielsweise beschriebenen Einrichtung zur Herstellung eines Drud'-luft-Wasser-Gemisches führt, durch dessen Einpressen in die Anschlußleitung die Geräusche an der Schadenstelle S erheblich verstärkt werden sollen.
  • Bei dieser Einrichtung bedeutet P eine Luftpumpe, die von Hand durch einen Elektromotor oder einen kleinen Benizinmotorangetrieben werden mag. Über ein Ventil 6 führt eine Leitung in den Druckgasbehälter R und über das Ventil 8 in den Behälter F, in dem ein Gemisch von Wasser und Luft hergestellt wird.
  • Durch Schließen und offenen der beiden Ventile 5 und 7 kann dann entweder Luft aus dem Druckhehälter R oder ein Gemisch von Luft und Wasser aus dem Behälter F oder beides in Idie Anschlußleitung hineingedrückt werden.
  • In vielen Fällen ist es zweckmäßig, die Menge der in die Anschlußleitung hineinigepumpten Luft bzw. ,des Gemisches zu bestimmen, und zu diesem Zwecke sind beiden Leitungen Durchflußmengenzähler DMZ I bzw.
  • DMZ 2 eingefügt. Der Haupthahn g dient dazu, um nach entsprechender Einstellung sämtlicher übrigen Hähne gegebenenfalls Idiskontinuierlich Luft bzw. Luft-Wasser-Gem-isch in die beschädigte Leitung eintreten zu lassen.
  • In manchen Fällen wird es zweckmäßig sein, dem Gase ein stark riechendes oder chemisch besonders charakteristisch - wirkendes Gas beizumengen oder solches konzentriert zu benutzen, um über den Erdboden an der Austrittsstelle dieses durch den Geruch oder auf chemischem Wege leicht nachweisen zu können. Man kann dann auf diese Weise die vorher mit Hilfe des Geofons durchgeführte Ortsbestimmung der Sehadenstelle noch auf eine zweite unabhängige und besonders charakterische Weise nachprüfen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Nachweis von Undi chtheiten an unterirdischen Rohrleitungen, insbesondere an Wasserrohrleitungen, mittels Abhorchgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem durch die Schadenstelle austretenden Stofr, insbesondere Wasser, normalerweise hervorgebrachte Geräusch durch Einleiten von komprimiertem Gas, insb sondere komprimierter Luft, in die zu prüfende Leitung unter einem höher als der normale Innendruck in der zu prüfenden Leitung liegenden Druck verstärkt und Idadurch für das Abhorchgerät des Beobachters ,deutlicher hörbar gemacht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, da'durch gekennzeichnet, daß dem in die zu prüfende Rohrleitung einzudrückenden komprimierten Gase, insbesondere der kornprimierten Luft, Flüssigkeit, insbesondere die die Rohrleitung normalerweise erfüllende Flüssigkeit, durch ein Mischventil in kleinen, gleichmäßigen oder wechselnden Mengen beigemischt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung der in die zu prüfende Rohrleitung unter Druck eingeführten Gas-Flüssigkeits-Mischung, insbesondere Luft-Wasser-Mischung, dieser eine geringe Menge eines schaumbildenden Stoffes beigefügt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas bzw. die Gas-Flüssigkeits-Mischung diskontinuierlich in einzelnen Stößen von den jeweiligen Verhältnissen entsprechender Dauer und in entsprechenden zeitlichen Abständen in die zu prüfende Rohrleitung eingeführt wird.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
DEA94924D 1942-01-29 1942-01-29 Verfahren zum Nachweis von Undichtheiten an unterirdischen Rohrleitungen, insbesondere an Wasserrohrleitungen Expired DE746229C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116792692A (zh) * 2023-05-26 2023-09-22 中海石油舟山石化有限公司 一种埋地消防水线查漏方法

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CN116792692A (zh) * 2023-05-26 2023-09-22 中海石油舟山石化有限公司 一种埋地消防水线查漏方法

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