DE69831777T2 - Framework zur finanziellen Integration von Geschäftsapplikationen - Google Patents

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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
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    • G06F9/06Arrangements for program control, e.g. control units using stored programs, i.e. using an internal store of processing equipment to receive or retain programs
    • G06F9/46Multiprogramming arrangements
    • G06F9/465Distributed object oriented systems
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entwickeln eines Softwaresystems mittels der objektorientierten Technologie und Frameworks (Rahmenprogramme) zum Entwickeln einer Geschäftsanwendung.
  • Die vorliegende Patentanmeldung bezieht sich auf die folgenden gleichzeitig anhängigen Patentanmeldungen, die vom selben Anmelder am selben Tag eingereicht wurden:
    • – „A method of developing a software system using Object Oriented Technology" (US-Patentschrift 6 106 569 von Kathryn Bohrer et al.)
    • – „A method for using decoupled chain of responsibility" (US-Patentschrift 6 499 064 von Brent Carlson et al.)
    • – „Framework for business applications using cached aggregate and specification key" (US-Patentschrift 6 134 706 von James Carey et al.)
    • – „Software business objects in a multi-level organizational structure" (US-Patentschrift 6 134 706 von James Carey et al.)
    • – „Method of error handling in a framework" (US-Patentschrift 6 052 525 von Brent Carlson et al.)
    • – „A method of locating software objects in different containers" (US-Patentanmeldung US20020002632 von Anders Nilsson et al.)
  • BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
  • Zur Erhaltung oder Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit müssen in der ganzen Welt Unternehmen fast aller Geschäftsbereiche ihre Datenverarbeitungstechnik erneuern und auf den neuesten Stand bringen, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden und dadurch auf dem Markt erfolgreich tätig zu sein. Ein mit herkömmlicher Software ausgestattetes Datenverarbeitungssystem auf dem neuesten Stand zu halten, ist zumindest ein aufwändiges Unterfangen und stellt oft sogar ein unlösbares Problem dar. Die objektorientierte Technologie oder einfach Objekttechnologie, die oft als „OOT" oder einfach als „OT" abgekürzt wird, verfügt über das technische Potenzial zur Lösung der mit der Entwicklung, der Pflege und Erweiterung von Softwareanwendungen im Datennetz eines Unternehmens verbundenen Probleme und zur Gewährleistung des Zusammenwirkens und der Anpassungsfähigkeit verschiedener Anwendungen und Hardwareplattformen.
  • Als objektorientierte Technologie wird ein Verfahren zur Entwicklung von Betriebssystemsoftware wie auch Anwendungssoftware für ein Computersystem beschrieben. Im Gegensatz zur herkömmlichen, nichtobjektorientierten Softwareentwicklung zeichnet sich die objektorientierte Technologie dadurch aus, dass sie zur Softwareentwicklung vorgefertigte „Methoden" und „Objekte" umfasst und verwendet, welche mit Werkzeugen und Bauteilen zur Entwicklung eines Autos verglichen werden können.
  • Ähnlich wie bei der Entwicklung eines Autos, bei dem auch nicht jede benötigte Schraube einzeln entwickelt wird, sondern Standardschrauben verwendet werden, die jeweils durch Einkürzen auf die nötige Länge gebracht werden, stellt die objektorientierte Technologie bei der Softwareentwicklung eine „Klasse" als eine Art Softwarevorlage zur Verfügung, von der einzelne „Objekte" abgeleitet werden können. Diese Klassen werden normalerweise in einer Softwarebibliothek gespeichert, die auch als „Klassenbibliothek" bezeichnet wird. Eine Klassenbibliothek stellt einfach eine Sammlung verschiedener Klassen dar, die zusammen mit einem speziellen Dateiformat gespeichert werden; diese Sammlung wird als Bibliothek bezeichnet.
  • Bei der objektorientierten Technologie ist unter einem „Objekt" eine in sich geschlossene Softwareeinheit zu verstehen, die aus zugehörigen Daten und Prozeduren besteht. Daten sind Informationen oder Speicherplätze in einem Computerprogramm zur Speicherung von Informationen, z.B. ein Name oder eine Inventarnummer. Prozeduren sind Teile eines Programms, welche den Computer zu bestimmten Aktionen veranlassen, z.B. die Teile eines Programms zum Ausführen von Berechnungen oder der Teil eines Programms zum Speichern von Daten auf einer Speicherplatte. Bei der objektorientierten Technologie werden die Prozeduren eines Objekts als „Methode" bezeichnet.
  • Die Idee von einem Objekt als in sich geschlossene Softwareeinheit mit den dazugehörigen Daten und Prozeduren stellt einen neuartigen Weg in der Softwareentwicklung dar. Bei der nichtobjektorientierten Software ist der größte Teil der Daten für ein gesamtes Programm am Programmanfang zusammen aufgeführt, und die Prozeduren bedienen sich aus dieser gemeinsamen Datensammlung. Dieses herkömmliche Verfahren funktionierte zwar ganz gut bei kleineren Programmen, sobald jedoch eine Softwareeinheit größer und etwas komplexer wurde, konnte man kaum noch erkennen, welche Prozedur welche Daten verwendet. Dadurch wurden die Fehlersuche und Änderungen von herkömmlichen Softwareprogrammen ziemlich schwierig und aufwändig.
  • Bei der objektorientierten Technologie ist es im Allgemeinen einfacher, Fehler in objektorientierter Software zu suchen sowie die Software zu pflegen und zu erweitern. Die verbreitetsten objektorientierten Programmiersprachen sind wahrscheinlich „C++", „JAVA" und „Smalltalk". Die Idee, sowohl Daten als auch Methoden in einem Objekt unterzubringen, wird als „Kapselung" bezeichnet. Ein Teil der Idee der Kapselung besteht darin, dass ein Objekt auf vorhersagbare Weise mit anderen Objekten kommuniziert, also eine vorhersagbare „Schnittstelle", die mitunter auch als Methodenvereinbarung bezeichnet wird.
  • Geht man von einer unveränderten Schnittstelle aus, können der Code oder die Methoden im Objekt geändert werden, ohne dass die Wechselwirkung anderer Objekte mit diesem Objekt beeinträchtigt wird. Zum Beispiel hat ein Objekt STEUERBERECHNUNG eine vorhersagbare Schnittstelle zur Verwendung durch GEHALTSZAHLUNG-Objekte. Bleibt diese Schnittstelle unverändert, kann der Programmcode im Objekt STEUERBERECHNUNG bei Änderungen in der Steuergesetzgebung im Einzelnen verändert werden, wobei die anderen Objekte im Lohnsystem keine Kenntnis von diesen Änderungen haben müssen.
  • Bei der objektorientierten Technologie soll der Begriff „Vererbung" ausdrücken, dass ein Objekt einen Teil seiner Verhaltensweisen und Daten von einem anderen Objekt erben kann, wenn z.B. ein Arbeitnehmer ein Personentyp ist, kann ein Objekt MITARBEITER sowohl Eigenschaften von einem Objekt PERSON erben, zum Beispiel, dass es einen Namen, ein Geburtsdatum und Adressdaten enthält, als auch Methoden zum Aktualisieren und Anzeigen dieser Daten.
  • Obwohl ein Objekt einige seiner Eigenschaften von anderen Objekten erbt, kann und wird dieses Objekt normalerweise auch seine eigenen, nicht vererbten Eigenschaften haben, z.B. kann ein Objekt PERSON zwar eine vererbbare Methode zum Anzeigen der Adresse der Person enthalten, höchstwahrscheinlich aber keine Methode zum Anzeigen der bisher erhaltenen Gehaltszahlungen, da nicht alle Personen Gehalt erhalten. Da ein Objekt MITARBEITER diese Methode nicht von einem Objekt PERSON erben kann, muss es zum Anzeigen der bisher erhaltenen Gehaltszahlungen eine eigene Methode definieren.
  • Obwohl die objektorientierte Technologie das am weitesten entwickelte Verfahren zur Entwicklung, Pflege und Erweiterung von Softwareanwendungen sein dürfte, scheuen viele mit der Softwareentwicklung befasste Unternehmen die mit der Umstellung vorhandener Anwendungen und der Entwicklung neuer Anwendungen mit Hilfe der objektorientierten Technologie verbundenen Kosten und Risiken. Für diese Entwickler von Softwareanwendungen muss eine technische Grundlage für Softwareanwendungen geschaffen werden, die als Werkzeug der objektorientierten Technologie alle Entwickler bei der Entwicklung ganz neuer Softwareprodukte unterstützt. Diese technische Grundlage besteht aus Frameworks (Rahmenprogrammen), welche die Grundstruktur der Anwendung umfassen, die bisher von den Entwicklern der Softwareanwendung selbst entwickelt werden musste.
  • Bei der objektorientierten Technologie dient der Begriff „Framework" zur Beschreibung einer mehrfach verwendbaren Gruppe oder Sammlung von Klassen, die zusammengenommen eine allgemein benötigte Funktionalität ergeben, die von keiner der einzelnen Klassen im Framework bereitgestellt wird. Somit definiert ein Framework eine spezielle Verfahrensweise zur gemeinsamen Verwendung mehrerer Objekte bei der Bearbeitung einer oder mehrerer Tasks, die von keinem der einzelnen Objekte geleistet wird. Mit anderen Worten, ein Framework stellt ein mehrfach verwendbares, vordefiniertes und vorgefertigtes Bündel mehrerer Objekte zur Bearbeitung eines mehrfach auftretenden Programmierungsproblems dar.
  • Frameworks gestatten eine mehrfach verwendbare Beziehung zwischen Objekten festzuschreiben, sodass diese Objekte nicht immer wieder von Neuem für dieselben Beziehungen zusammengestellt werden müssen, wenn sie benötigt werden. Frameworks ermöglichen das Zusammenstellen mehrerer Objekte zu einer Gruppe, die eine Funktion ausführen kann, die auf der Ebene der vorhandenen Einzelobjekte auf keinen Fall möglich wäre. Zum Beispiel würde ein Framework DRUCKEN aus allen Objekten bestehen, die ein Programmierer benötigt, um einfach etwas auf einem Drucker auszudrucken, und möglicherweise Objekte zur Auswahl von Druckern, zum Hintergrunddrucken von der Festplatte oder zur Fehlererkennung wie beispielsweise „Papier alle". Ein Framework kann als Gruppe von Softwareobjekten angesehen werden, die als technische Grundlage für eine Softwareanwendung dienen können. Dies kann Geschäftsbereiche wie die Finanzbuchhaltung, die Logistik und den Vertrieb oder die Produktion betreffen. Ein Framework stellt zwar das Grundgerüst einer Softwareanwendung dar, ist normalerweise jedoch kein ausführbares Softwareprogramm.
  • E. GAMMA et al. geben in „Design Patterns: elements of reusable object-oriented software", Addison-Wesley, 1995, ISBN 0-201-63361-2, eine brauchbare Einführung in die objektorientierte Technologie im Allgemeinen sowie in die Entwicklung von Softwareelementen im Besonderen, insbesondere in Bezug auf die vorliegende Erfindung.
  • Mit Hilfe von Frameworks als technische Grundlage zur Entwicklung von Softwareanwendungen sollen die folgenden Probleme gelöst werden:
    Die Anwendungen sollen alle wesentlichen Hardwareplattformen und entsprechende Betriebssystemsoftware unterstützen, die auf dem Markt verfügbar sind. Die Anwendungen sollen den von Client-Server-Konfigurationen gestellten Anforderungen einschließlich den Anforderungen von grafischen Benutzeroberflächen und Fenstertechniken genügen. Ferner sollen die Anwendungen kompatibel mit dem Internet sein und Direktzugriff ermöglichen. Außerdem sollen die Anwendungen integrierte Lösungen für die installierte Software bieten.
  • Das Kernstück der meisten Geschäftsanwendungen ist insbesondere das Hauptbuch (General Ledger). Eines der von einer Geschäftsanwendung schwieriger zu lösenden Probleme besteht darin, wie mehreren unterschiedlichen Komponenten einer Geschäftsanwendung, z.B. Personal, Lagerverwaltung und Fertigung, die vielfach von verschiedenen Entwicklern entwickelt worden sein können, der Zugang zum Hauptbuch auf eine Weise ermöglicht wird, die auf die speziellen Anforderungen jeder Komponente zugeschnitten ist. Diese Aufgabe muss gelöst werden, während gleichzeitig mehrere Komponenten des Hauptbuchs, die ebenfalls von verschiedenen Entwicklern entwickelt worden sein können, mit dem Framework Hand in Hand arbeiten sollen. Das Framework muss auch solche Anwendungen unterstützen, die keine Komponente für das Hauptbuch zur Verfügung stellen, ohne dass die übrigen Komponenten der Anwendung überhaupt geändert werden müssen.
  • Außerdem muss ein Framework in der Lage sein, flexible Darstellungen einer Gruppe von verschiedenartigen Artikeln zu unterstützen.
  • Zwischen den zugehörigen Zahlen werden zumindest teilweise Darstellungsstandards für Klassen, Objekte, Beziehungen usw. verwendet, wie sie in „Object-Oriented Analysis and Design with Applications" von Grady Booch, zweite Auflage, The Bnejamin/Cummings Publishing Company, Ind., Redwood City, CA, USA, beschrieben werden.
  • In der Publikation „The Promise of Distributed Business Components" von T.D. Kythe, AT&T Technical Journal, Bd. 75, Nr. 2, 1. April 1996, S. 20 bis 28, werden die Vorteile des Ersetzens von individualisierter Software durch mehrfach verwendbare Komponenten erörtert, die einen Ausweg aus der Softwarekrise bedeuten können. Die objektorientierte Programmierung liefert Erkenntnisse darüber, wie Komponenten erstellt werden müssen. Da Komponenten in verteilten Umgebungen und mit wohldefinierten Schnittstellen eingesetzt werden müssen, werden als verteilte Objektarchitekturen die Architekturmodelle Object Management Group (Objektverwaltungsgruppe, OMG) und Common Object Request Broker (Vermittlung für allgemeine Objektanforderungen, CORBA) beschrieben, die mehrfach verwendbare Komponenten unterstützen. Für den Zugriff auf Geschäftssoftware und die in relationalen Datenbanken enthaltenen Daten ist ferner noch eine Überwachungseinheit für die Transaktionsbearbeitung erforderlich. Die Komponenten bestehen aus objektorientierten Frameworks, die auf Modelle des jeweiligen Problemkreises oder Geschäftsbereichs aufbauen.
  • AUFGABE DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine technische Grundlage für die Entwicklung von Softwareanwendungen mittels der objektorientierten Technologie bereitzustellen, durch welche die oben erörterten Probleme beseitigt werden können.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass mehreren unterschiedlichen Komponenten einer Geschäftsanwendung der Zugang zur Komponente „Hauptbuch" auf eine Weise ermöglicht wird, die auf die speziellen Anforderungen jeder Komponente zugeschnitten ist.
  • ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe mit den Verfahren und der Vorrichtung, die in den beiliegenden Hauptansprüchen dargelegt sind. In den Unteransprüchen sind spezielle Ausführungsarten der vorliegenden Erfindung beschrieben.
  • Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Framework bereit, das zur Entwicklung eines Softwaresystems, z.B. einer Geschäftsanwendung, verwendet wird, wobei dieses Framework die Finanzbuchhaltung integriert und aus den drei folgenden Hauptkomponenten besteht: Verwendung von Basisklassen zur Integration von nicht finanzrelevanten Komponenten, von Basisklassen zur Integration von finanzrelevanten oder Hauptbuchkomponenten und einer allgemeinen Datenumwandlungseinheit.
  • Die vorliegende Erfindung kann leicht an jede Komponente einer speziellen Geschäftsanwendung angepasst werden. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung den Datenabgleich zwischen den Komponenten auf jeder vom Entwickler geforderten Komplexitätsstufe und stellt eine allgemeine Datenumwandlungseinheit bereit, deren Mechanismus voll funktionstüchtig ist, ohne dass der Entwickler eingreifen muss. Diese Datenumwandlungseinheit empfängt die unterschiedlichen Daten, die von den anderen Komponenten des Framework in Form von Exemplaren einer domänenspezifischen Klasse, zum Beispiel der Typen „Artikel", „Kunde" oder „Lager" für eine Komponente der Lagerverwaltung, geliefert wurden, und wandelt diese Daten in eine Form um, die mit der Schnittstelle des Framework „Hauptbuch" kompatibel ist, d.h. in Kategoriegruppen (Generic Dissection), die Kategorien von Buchungssätzen (Generic Posting Combination) enthalten, welche aus einem oder mehreren Exemplaren von allgemeinen Analysecodes (Generic Analysis Code) bestehen, die wiederum jeweils einer anderen allgemeinen Analysegruppe (Generic Analysis Group) zugeordnet sind. Die Datenumwandlungseinheit arbeitet auf unterster Ebene unabhängig von allen Komponenten der Hauptbuchanwendung und ermöglicht so, dass bei allen für das Framework entwickelten Komponenten der Hauptbuchanwendung die Basisfunktion einfach durch die höher entwickelte Funktion ersetzt werden kann.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 zeigt ein Vierebenenschema, aus welchem mittels der vorliegenden Erfindung eine Softwareanwendung entwickelt werden kann.
  • 2 zeigt die drei Hauptbereiche, aus denen das Framework „Finanzintegration" besteht.
  • 3 zeigt spezielle und standardmäßige Zuordnungsarten.
  • 4 zeigt den allgemeinen (generischen) Prozess der Journalerstellung.
  • 5 zeigt ein Beispiel für die Zuordnung einer Analysegruppe zu einem bestimmten allgemeinen Kategorietyp.
  • 6 zeigt ein komplexeres Beispiel mit zwei Typen von Kategoriegruppen, drei Analysegruppen und drei Kontenarten.
  • 7 zeigt ein Beispiel, bei dem die in 6 definierten Tabellen verwendet werden.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Die unter Zuhilfenahme des Gegenstands der vorliegenden Erfindung als Entwicklungswerkzeug entwickelten Softwareanwendungen lassen sich in vier Schichten gemäß 1 darstellen.
  • Die unterste Schicht ist die Basisschicht 101. Die Basisschicht 101 liefert und verwaltet die Schnittstelle zur Server-Hardware 111, auf der möglicherweise unterschiedliche Betriebssysteme wie beispielsweise OS/2, OS/400, AIX oder NT laufen können. Die Server-Hardware ist über ein Kommunikationsnetz 113 mit der Client-Hardware 112 verbunden. Auch auf der Client-Hardware 112 können möglicherweise unterschiedliche Betriebssysteme wie beispielsweise OS/2, NT oder AIX laufen. Die in 1 dargestellte Ausführungsart zeigt nur den Serverteil einer Client-Server-Anwendung.
  • Die Basisschicht 101 stellt die technische Grundlage für die Objekte der höheren Ebenen dar, wozu viele dem Betriebssystem nahe stehende Funktionen wie beispielsweise die Suche nach Objekten, das Verfolgen von Objektnamen, die Zugangskontrolle zu Objekten, das Lösen von Konflikten, das Sicherheitsmanagement und die Installation gehören. Die Basisschicht 101 beinhaltet auch die so genannten Objektmodellklassen (Object Model Class), die dem Softwareentwickler als einheitliches Modell zum Erstellen von Objekten zur Verfügung stehen, ohne dass dieser mit der Komplexität der zugrunde liegenden Infrastruktur konfrontiert wird. Die Basisschicht 101 kann als eine Art einfache Middleware angesehen werden, welche sich der von der Basisschicht 101 zur Verfügung gestellten Schnittstellenfunktionalität bedient und für die Anwendung der über dieser Basisschicht angesiedelten Objekttechnologie erforderlich ist.
  • Oberhalb der Basisschicht 101 liegt eine Schicht, welche allgemeine Geschäftsobjekte 102 umfasst. Diese Schicht der allgemeinen Geschäftsobjekte 102 liefert eine große Anzahl von Objekten, die in einer Geschäftsanwendung allgemein benötigte Funktionen ausführen, z.B. Datum und Uhrzeit, Währung, Adresse, Maßeinheit und Kalender. Diese allgemeinen Geschäftsobjekte stellen Bausteine dar, aus denen der Softwareentwickler bei der Erstellung von Geschäftsanwendungen auswählen kann, wobei diese allgemeinen Geschäftsobjekte kopiert und erweitert werden können, um neue Funktionen auszuführen; so kann zum Beispiel das Objekt „Datum und Uhrzeit" so erweitert werden, dass es den chinesischen Kalender anwendet.
  • Die oberhalb der Schicht 102 der allgemeinen Geschäftsobjekte (Common Business Object) gelegene Schicht 103 umfasst bereits die Kerngeschäftsprozesse (Core Business Process) und kann als Schicht 103 der Kerngeschäftsprozesse bezeichnet werden. Obwohl die Schicht 103 normalerweise noch keinen ausführbaren Code zur Verfügung stellt, zeichnen sich die mit Hilfe der vorliegenden Erfindung entwickelten Geschäftssoftwareanwendungen bereits ab. Jede Schicht der Kerngeschäftsprozesse wird für einen bestimmten Anwendungstyp erstellt, zum Beispiel für das Hauptbuch oder die Lagerverwaltung.
  • Diese Schicht 103 der Kerngeschäftsprozesse kann als eine Art höhere Middleware angesehen werden, die zwar noch kein komplettes Programm einer Softwareanwendung darstellt, aber bereits die Grundfunktionen enthält, welche von allen Anwendungsprogrammen dieses Typs benötigt werden. Aus dieser Schicht 103 der Kerngeschäftsprozesse heraus entstehen dann die Frameworks der Anwendungen, wobei einige der allgemeinen Geschäftsobjekte mit einer großen Anzahl von Objekten verknüpft werden, die für den Typ des entstehenden Framework typisch sind, z.B. für die Lagerverwaltung. Das entstehende Framework ist so aufgebaut, dass es Funktionen enthält, die nicht nur allgemein genutzt werden, sondern auch einfach erweitert werden können.
  • Ganz oben auf dem oben beschriebenen Dreischichtenmodell befindet sich die vom Entwickler geschaffene Softwareanwendung, die durch einen ausführbaren Code gekennzeichnet ist. Ein Entwickler der Softwareanwendung kann wählen, ob er zur Entwicklung seiner Softwareanwendung nur die Basisschicht 101, die Basisschicht 101 in Verbindung mit der Schicht 102 der allgemeinen Geschäftsobjekte oder alle drei Schichten 101, 102 und 103 zusammen zur Entwicklung seiner Softwareanwendung nutzt. Auf jeden Fall muss er einen Rest der Anwendung noch selbst entwickeln, sodass jedes derart entstandene Programm einer Softwareanwendung ein ganz eigenes Produkt ist.
  • Hierzu ist zu bemerken, dass nicht der ausführbare Code der mit Hilfe der vorliegenden Erfindung entwickelten Softwareanwendung 121 den Gegenstand der vorliegenden Erfindung ausmacht, sondern das Dreischichtenmodell mit den Schichten 101, 102 und 103.
  • 2 zeigt das Framework „Finanzintegration", welches die drei Hauptabschnitte 201, 202 und 203 umfasst. Der erste Abschnitt 201 ist eine Anzahl von Basisklassen, die von der jeweiligen Quelle der Finanztransaktionen verwendet werden. Der zweite Abschnitt 202 ist eine allgemeine Datenumwandlungseinheit, welche die Spezialklassen im ersten Abschnitt 201 als eigene abstrakte Basisklassen nutzt, um die entsprechenden interessierenden Posten der jeweiligen Quelle den Posten in der Schnittstelle des Hauptbuchs zuzuordnen. Der dritte Abschnitt 203 besteht aus der Schnittstelle für das Hauptbuch (General Ledger, GL), welche dafür sorgt, dass die Daten grundsätzlich zum Hauptbuch durchgelassen werden.
  • Eine Komponente einer Geschäftsanwendung, welche das Framework „Finanzintegration" nutzen möchte, muss zuvor eine Gruppe konkreter Klassen definieren, die von den Basisklassen des Framework in Unterklassen eingeteilt werden. Die Funktion dieser konkreten Klassen leitet sich vor allem von den Basisklassen des Framework ab. Die domänenspezifischen konkreten Klassen sorgen für eine zusätzliche Abgrenzung zwischen der Komponente der Geschäftsanwendung und dem Framework und gestatten dem Entwickler, eine domänenspezifische Schnittstelle zu definieren, die für den Rest der Komponente von Bedeutung ist. Dadurch wird die Anwendung des Framework während der Entwicklung der Anwendung beträchtlich erleichtert.
  • Bei einer Ausführungsart der Erfindung können die folgenden durch das Framework definierten Basisklassen vom Entwickler der Komponente der Geschäftsanwendung in Unterklassen eingeteilt werden:
  • AccountControlType:
  • Die Basisklasse AccountControlType (Kontensteuerungstyp) gestattet dem Framework, in der allgemeinen Datenumwandlungseinheit jede domänenspezifische Klasse zu verwenden. Der Entwickler der Komponente der Anwendung muss für jede von der Datenumwandlungseinheit verwendete domänenspezifische Klasse eine Unterklasse definieren. Dann wird der allgemeinen Datenumwandlungseinheit ein Exemplar jeder der für die Komponente definierten Unterklassen übermittelt. Die Datenumwandlungseinheit behält die Reihenfolge dieser Gruppe von Unterklassen bei und nutzt sie während des allgemeinen Zuordnungsprozesses.
  • DomainGenericIntegrationKey:
  • Der Entwickler der Komponente der Anwendung erzeugt aus der Basisklasse DomainGenericIntegrationKey (Domänenspezifischer allgemeiner Integrationsschlüssel) eine einzige Unterklasse. Diese Unterklasse wandelt die allgemeine (generische) Schnittstelle „Integrationsschlüssel" (Integration Key) in eine Schnittstelle um, die der domänenspezifischen Bezeichnungsweise entspricht, z.B. setProduct, setWarehouse. Jede domänenspezifische Schnittstelle der Unterklasse ist mit einer oder mehreren domänenspezifischen Unterklassen der Basisklasse AccountControlType verbunden. Die Unterklassen der Basisklasse AccountControlType dienen bei der Erstellung des während des allgemeinen Zuordnungsprozesses verwendeten GenericKey (Allgemeiner Schlüssel) als Index.
  • GenericGLDissectionCreateTemplate:
  • Die Unterklassen der Basisklasse GenericGLDissectionCreateTemplate (Vorlage zum Erstellen einer allgemeinen Hauptbuchkategorie) dienen zum Abkapseln aller vom Framework „Finanzintegration" zum Erzeugen einer Klasse GenericDissection (Allgemeine Kategorie) benötigten Informationen. Jede Unterklasse der Vorlage ist einem Exemplar von DomainGenericDissectionType (Domänenspezifischer allgemeiner Kategorietyp) zugeordnet, das die allgemeine Datenumwandlungseinheit beim Verarbeiten der Vorlage benötigt, um die richtige Untergruppe zum Zuordnen auszuwählen. Jede Unterklasse der Vorlage gestattet dem Entwickler der Komponente der Anwendung, alle zum Kategorisieren erforderlichen domänenspezifischen Informationen zur Verfügung zu stellen, wenn ein Exemplar der Unterklasse erzeugt wird. Die Unterklasse führt diese Informationen dann in einer Form zusammen, die mit der allgemeinen Datenumwandlungseinheit kompatibel ist. Die Erstellung eines Schlüssels „Integration Key" (Integrationsschlüssel) mit Hilfe der oben beschriebenen domänenspezifischen Unterklasse stellt einen Teil dieser Verarbeitung dar.
  • Die Komponente der Geschäftsanwendung muss ferner ein oder mehrere Exemplare der Klasse DomainGenericDissectionType erzeugen und jedes Exemplar einer oder mehreren Unterklassen AccountControlType zuordnen. Durch diese Zuordnung werden die domänenspezifischen Klassen definiert, die für einen bestimmten Kategorietyp von Interesse sind. Für jede durch die Komponente der Geschäftsanwendung definierte Unterklasse GenericGLDissectionCreateTemplate wird ein Exemplar der Klasse DomainGenericDissectionType erzeugt.
  • Das Framework „Finanzintegration" beinhaltet ferner eine Gruppe von Basisklassen, welche die von der allgemeinen Datenumwandlungseinheit verwendeten Schnittstellen unterstützt. Dies ermöglicht dem Framework „Finanzintegration", auch ohne eine Komponente der Anwendung „Hauptbuch" (General Ledger) weiterzuarbeiten. Folgende Basisklassen werden vom Framework bereitgestellt:
  • GenericGLJournal
  • Die Klasse GenericGLJournal (Allgemeines Hauptbuchjournal) stellt eine Gruppe von Kategorien dar, die gleichzeitig im Hauptbuch gebucht werden sollen. Damit ein Journal richtig gebucht werden kann, muss die Summe der Debitorenkategorien gleich der Summe der Kreditorenkategorien sein.
  • GenericDissection
  • Die Klasse GenericDissection (Allgemeine Kategorie) stellt einen bestimmten Geldbetrag dar (entweder Soll oder Haben), der als Teil eines Journals im Hauptbuch verbucht werden soll. Sie enthält eine Klasse GenericPostingCombination (Allgemeiner Buchungssatz) zusammen mit Mengen- und Wertangaben.
  • GenericPostingCombination
  • Diese Klasse zeigt dem Hauptbuch an, dass in ihm eine Kategorie verbucht werden soll, und besteht aus einem oder mehreren GenericAnalysisCodes (Allgemeiner Analysecode).
  • GenericAnalysisGroup
  • Die Klasse GenericAnalysisGroup (Allgemeine Analysegruppe) stellt eine Gruppe ähnlicher Unternehmenskategorien dar, z.B. Abteilung, Dienststellung, Kostenstelle, die für den Benutzer einer Anwendung „Hauptbuch" von Interesse sind. Jedes Exemplar einer Gruppe wird durch einen GenericAnalysisCode dargestellt.
  • GenericAnalysisCode
  • Diese Klasse stellt eine bestimmte Unternehmenseinheit innerhalb einer GenericAnalysisGroup dar. Exemplare dieser Klasse werden vom Benutzer definiert. Während der Installation des Framework „Finanzintegration" ordnet der Benutzer ein Exemplar der Klasse GenericAnalysisCode einer Gruppe von Exemplaren des domänenspezifischen Objekts zu. Diese Exemplare des domänenspezifischen Objekts werden aus den Klassen AccountControlType ausgewählt, die vom Benutzer als für die Kombination der Klasse DomainGenericDissectionType und der Klasse GenericAnalysisGroup wichtig angesehen wurden. Diese Zuordnungspaare bilden den Kern der Informationen, welche das Framework „Finanzintegration" bei der Bearbeitung von Finanztransaktionen nutzt.
  • Das Framework „Finanzintegration" kann zwar auch ohne eine Komponente der Anwendung „Hauptbuch" arbeiten, dennoch muss die Anwendung eine solche Komponente bereitstellen, damit eine sinnvolle Bearbeitung der Finanztransaktion ausgeführt werden kann. Eine Komponente des Hauptbuchs kann leicht in das Framework integriert werden, indem einfach die Objekterstellungseinheit des Framework so konfiguriert wird, dass die oben aufgeführten allgemeinen Klassenversionen durch die von der Komponente „Hauptbuch" bereitgestellten Klassen ersetzt werden. Andere das Framework „Finanzintegration" nutzende Komponenten und sogar das Framework selbst bekommen diesen Austausch der Klassen nicht mit, da alle zur Ausführung ihres Anteils in der Task „Finanzintegration" erforderlichen Funktionen auf der allgemeinen Ebene der Basisklasse definiert sind.
  • Auch vererbte nichtobjektorientierte Hauptbuchanwendungen können so in dieses Framework integriert werden. Die für eine solche Integration verwendeten Unterklassen werden so definiert, dass sie eine Zuordnung zwischen den allgemeinen (generischen) Schnittstellen des objektorientierten Framework und den von der vererbten Anwendung mitgebrachten Prozedurschnittstellen herstellen.
  • Die von der vorliegenden Erfindung definierte allgemeine Datenumwandlungseinheit bietet in ihrem Kern einen allgemeinen Zuordnungsprozess, der die Exemplare der von den Komponenten des Framework definierten domänenspezifischen Klassen den Exemplaren der von den nutzenden Komponenten des Framework definierten, für das Hauptbuch spezifischen Basisklassen zuordnen kann. Dieser Zuordnungsmechanismus liefert für jede nutzende Komponente extra Exemplare, sodass jede Komponente die Freiheit hat, unabhängig ihre eigenen Zuordnungsregeln zu definieren, ohne Störungen durch andere Komponenten der Anwendung befürchten zu müssen; ferner ermöglicht der Zuordnungsmechanismus der nutzenden Komponente das Definieren einer beliebigen Anzahl von Kategorietypen, die jeweils einer beliebigen Anzahl von der Zuordnungseinheit verwendeter domänenspezifischer Klassen zugeordnet werden können, und außerdem ermöglicht der Zuordnungsmechanismus dem Benutzer der Anwendung, die Verwendung beliebig vieler durch die nutzende Komponente definierter domänenspezifischer Klassen zuzulassen, indem der Benutzer diese Klassen mit den Exemplaren der zuvor vom ihm definierten Klasse GenericAnalysisGroup koppelt und bestimmte Kombinationen der Exemplare der domänenspezifischen Klassen den vom Benutzer für die Klasse GenericAnalysisGroup definierten Exemplaren der Klasse GenericAnalysisCode zuordnet.
  • Die Zuordnungseinheit stellt auch einen allgemeinen Journalerstellungsprozess zur Verfügung, der die von der Komponente der Anwendung gelieferten allgemeinen Transaktionen in einer kompakten Form zusammenfasst, die mit der Komponente der Hauptbuchanwendung kompatibel ist, welche dem Framework „Finanzintegration" zugeordnet ist.
  • Der allgemeine Zuordnungsprozess muss in der Lage sein, mit domänenspezifischen Klassen zu arbeiten, ohne deren Typ oder Inhalt zu kennen, weil das Framework sonst unzulässig mit einer speziellen Ausführungsform der Domäne gekoppelt und die Erweiterung des Framework auf neue Domänenbereiche umständlich würde.
  • Dies ist ein vorrangiges Problem des Framework, für welches die vorliegende Erfindung eine Lösung bereitstellt. Ein von den Frameworks der vorliegenden Erfindung definierter Mechanismus „AccessKey/Keyables" (Zugangsschlüssel/domänenunspezifischer Schlüssel) gestattet dem Framework „Finanzintegration", ohne Unterschied mit jeder domänenspezifischen Klasse zu arbeiten.
  • Bezüglich AccessKey siehe die verwandte Patentanmeldung „Access Key Objects", eingereicht im Europäischen Patentamt, Anmeldungsnummer 97 119 950.0, Anmeldedatum 14. November 1997. Eine Klasse „Zugangsschlüssel" betrifft einen Zugangsschlüssel zum Zugreifen auf einen Posten in einer Tabelle, und eine Klasse der Komponente „Zugangsschlüssel" betrifft spezielle Komponenten des Zugangsschlüssels. Jede dieser speziellen Komponenten weist eine Anzahl von Einträgen auf, wobei jedes Objekt „Zugangsschlüssel" genau einen aus der Gesamtzahl von Einträgen jeder der speziellen Komponenten in einer bestimmten Folge enthält.
  • Eine Kategorie „Keyable" (domänenunspezifischer Schlüssel) stellt eine Klasse „Zugangsschlüssel" und eine Klasse der Komponente „Zugangsschlüssel" dar, welch Letztere diese Klasse „Zugangsschlüssel" von den Exemplaren der domänenspezifischen Klasse abgrenzt.
  • Jeder für eine Anwendungskomponente interessanten domänenspezifischen Klasse ist eine Kennung (ID) zugewiesen, die stets als Unterklasse der Frameworkklasse AccountControlType geführt wird und dem Framework „Finanzintegration" bekannt ist, sowie eine Position innerhalb des von der Zuordnungseinheit verwendeten „Allgemeinen Schlüssels" (Generic Key). Wenn das Framework eine domänendefinierte Kategorie verarbeitet, wird jedes Exemplar einer domänenspezifischen Klasse in einen allgemeinen domänenunspezifischen Schlüssel (Generic Keyable) aufgenommen und an die zuvor definierte Position im allgemeinen Schlüssel gesetzt. Dieser Schlüssel kann während des Zuordnungsprozesses dieser Kategorie verwendet werden. Sobald das Exemplar auf diese Weise untergebracht worden ist, können die domänenspezifischen Zuordnungsdaten unterschiedslos verarbeitet werden, während nach der Gruppe der benutzerdefinierten Analysecodes (Analysis Codes) gesucht wird, welche den Buchungssatz für diese Kategorie bilden.
  • Jeder von einer nutzenden Anwendungskomponente definierte Kategorietyp beschreibt die domänenspezifischen Attribute durch eine Liste von Exemplaren der Unterklasse AccountControlType, welche vom allgemeinen Zuordnungsprozess verwendet werden können. Während der Konfigurierung der Anwendung muss der Benutzer der Anwendung angeben, welche der vorhandenen Attributtypen beim Zuordnungsprozess Verwendung finden werden, sowie die für diese Installation gültigen besonderen Zuordnungen.
  • Gemäß 3 können Zuordnungen entweder für einen bestimmten Kategorietyp 312 und die AnalysisGroup 311 definiert werden, also als spezielle Zuordnung 301, oder einfach nur für eine AnalysisGroup 311, also als eine für alle Kategorietypen geltende Standardzuordnung 302, wenn ein erfolgreicher Vergleich mit einer speziellen Zuordnung Kategorietyp/AnalysisGroup fehlt. Jede dieser vom Benutzer angegebenen speziellen Zuordnungen wird genau so in AccessKeys eingeschlossen wie die Eingabewerte der domänenspezifischen Kategorien während des normalen Betriebs der Anwendung. Wenn also das Framework auf diese Weise konfiguriert wird, läuft der Umwandlungsprozess automatisch ab und kann im Framework unterschiedslos durchgeführt werden, indem Exemplare von GenericKey verglichen werden.
  • 4 zeigt den allgemeinen Zuordnungsprozess als Teil des allgemeinen Prozesses zur Journalerstellung, der von der Datenumwandlungseinheit unterstützt wird. Zu dem Zeitpunkt, da die domänenspezifische Anwendungskomponente ein Exemplar 401 der Kategorievorlage erzeugt, sind weder der Zuordnungsprozess noch der Umwandlungsprozess abgeschlossen. Diese Exemplare werden vielmehr vom Framework „Finanzintegration" aufgenommen und so lange aufbewahrt, bis die Anwendung den allgemeinen Prozess 402 zur Journalerstellung startet. Beim ersten Schritt dieses Prozesses wird ausgehend von einer konfigurierbaren Bearbeitungsstrategie eine Untergruppe von Kategorievorlagen ausgewählt, beispielsweise ausgehend von einer durch die Anwendungskomponente während der Erzeugung der Kategorievorlage bereitgestellten speziellen Kennung JournalCreationId. Dann wird jede Vorlage in dieser Untergruppe bearbeitet, indem zuerst der allgemeine Zuordnungsprozess abgeschlossen wird, was zur Entstehung von GenericPostingCombination führt, und anschließend aus GenericPostingCombination und den restlichen in der Vorlage verbliebenen Informationen ein GenericDissection erzeugt wird. Nach dem Erstellen von GenericDissection kann dieses in GenericJournal 403 eingefügt werden, das für diese Untergruppe von Kategorievorlagen erzeugt worden ist. Nachdem alle Kategorievorlagen auf diese Weise bearbeitet worden sind, wird GenericJournal gebucht und somit die Bearbeitung des Framework Finanzintegration abgeschlossen.
  • 5 zeigt ein Beispiel einer Zuordnung einer Analysegruppe zu einem bestimmten allgemeinen Kategorietyp. In diesem Fall steht für den allgemeinen Kategorietyp der LAGERBESTAND 501, der dem Finanzteil der Anwendung eine Änderung des aktuellen Lagerbestands anzeigt. Die Zielfinanzanwendung stellt ihre Konten in kleineren Untereinheiten dar. Jede dieser Untereinheiten wird als Analysegruppe (Analysis Group) bezeichnet und widerspiegelt einen für den Benutzer interessanten Aspekt. Eine typische Analysegruppe wäre die Abteilung 502. Die einzelnen Werte innerhalb einer Analysegruppe werden als Analysecodes 503 bezeichnet. Die Analysegruppe „Abteilung" beispielsweise kann solche Analysecodes wie beispielsweise UMSATZ (SALES), KONSTRUKTION (ENGINEERING) usw. enthalten. Somit besteht ein Konto aus einer Gruppe von Analysecodes, wobei jeweils ein Code zu einer Analysegruppe gehört.
  • Bei diesem speziellen Beispiel ist nur die Analysegruppe 2 – ABTEILUNG 502 dargestellt. Für die Analysegruppe 2 wird nur die Kontenart für Lager 506 verwendet. 5 zeigt, dass das Lager „BB001" 507 dem Analysecode „BB" 504 zugeordnet ist. Wenn also die allgemeine Kategorie für die Warenart verwendet und als Kontenart des Lagers „BB001" angegeben wird, erhält man den für die Analysegruppe 2 verwendeten Analysecode „BB".
  • 6 zeigt ein komplexeres Beispiel mit zwei Kategoriearten (Bestandsänderung 607 und Lagerbestand 608), drei Analysegruppen (1 = Hauptkonto 609, 2 = Abteilung 610 und 3 = Ware 611) sowie drei Kontenarten (Ware 612, Lager 613 und Kostenart 614). Die Tabelle 601 zeigt einen Sonderfall, bei dem unabhängig davon, welche Kontenart verwendet wird, für die Analysegruppe ein bestimmter Analysecode zu verwenden ist. In diesem speziellen Fall wird immer der Analysecode „4550" verwendet. Die Tabellen 602, 603 und 605 entsprechen der oben beschriebenen 5. Die Tabelle 606 zeigt, dass nicht alle möglichen Analysegruppen verwendet werden müssen und in der Tabelle 606 für die (nicht verwendete) Analysegruppe 3 für diesen Kategorietyp kein Analysecode wünschenswert ist. Die Tabelle 604 zeigt einen Fall, bei dem mehr als nur eine Kontenart verwendet wird. In diesem speziellen Fall werden die Kontenarten „Kostenart" 614 und „Ware" 612 verwendet. Somit wird für eine Kostenart „CNS01" (normal) 615 und eine Ware „BFTR01" (DREIRAD) 616 der Analysecode „1512" 617 verwendet.
  • 7 zeigt ein Beispiel für die Verwendung der in 6 definierten Tabellen. Bei diesem Beispiel werden für jeden Kategorietyp die Werte für die angegebenen Kontenarten dazu verwendet, die entsprechenden zum Erstellen des Kontos erforderlichen Analysecodes zu ermitteln, um Informationen zur Finanzanwendung zu liefern.

Claims (5)

  1. System, welches ein Framework „Finanzintegration" zum Entwickeln einer Geschäftsanwendung in einem Softwaresystem umfasst, wobei das Framework in einem Server gespeichert ist und Folgendes umfasst: • eine Gruppe von Basisklassen, die domänenspezifische Klassen umfassen, von welchen Exemplare erstellt werden können; • eine Schnittstelle zu einem Hauptbuch (General Ledger), wobei die Schnittstelle des Hauptbuchs allgemeine Kategorien (Generic Dissection) umfasst, welche wiederum aus mindestens einem Exemplar von allgemeinen Analysecodes bestehende allgemeine Buchungssätze (Generic Posting Combination) umfassen; und • eine allgemeine Datenumwandlungseinheit, welche Exemplare von domänenspezifischen Klassen der Schnittstelle des Hauptbuches zuordnet, wobei, wenn die allgemeine Datenumwandlungseinheit jedes Exemplar der domänenspezifischen Klassen bearbeitet, die allgemeine Datenumwandlungseinheit das Exemplar der domänenspezifischen Klasse in einen allgemeinen domänenunspezifischen Schlüssel (Generic Keyable) und dieses Ergebnis wiederum in einen allgemeinen Schlüssel (Generic Key) einstellt, und diesen allgemeinen domänenunspezifischen Schlüssel (Generic Keyable) als Klasse „Zugangsschlüssel" (Access Key) sowie als Klasse „Zugangsschlüsselkomponente" (Access Key Component) realisiert, welch Letztere diese Klasse „Zugangsschlüssel" (Access Key) von den Exemplaren der domänenspezifischen Klasse trennen soll.
  2. System nach Anspruch 1, bei welchem die Basisklassen ferner die Klassen „Ware", „Lager", „Kunde" und „Bestandsart" umfassen.
  3. System nach Anspruch 1, bei welchem die Basisklassen ferner die Klassen „Kontenart" (Account Control Type) und „Domänenspezifischer allgemeiner Integrationsschlüssel" (Domain Generic Integration Key) umfasst.
  4. System nach Anspruch 1, bei welchem die Basisklassen ferner die Klassen „Allgemeines Journal" (Generic Journal), „Allgemeine Kategorie" (Generic Dissection), „Allgemeiner Buchungssatz" (Generic Posting Combination), „Allgemeine Analysegruppe" (Generic Analysis Group) und „Allgemeiner Analysecode" (Generic Analysis Code) umfassen.
  5. System nach Anspruch 1, bei welchem die allgemeinen Analysecodes jeweils anderen allgemeinen Analysegruppen zugeordnet sind.
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