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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird in den Ansprüchen definiert und betrifft
allgemein das Gebiet der diagnostischen Mikrobiologie, und insbesondere
Verfahren zur Detektion und zur Differenzierung eines oder mehrerer
Viren, die in einem Spezimen vorhanden sind.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Trotz
jüngster
Fortschritte bei Verfahren zur Detektion von Viren, unter Verwendung
molekularer Verfahren, bleibt die Detektion und Identifikation dieser
Organismen in Zellkulturen der „goldene Standard" mit dem die meisten
viralen Krankheiten definitiv diagnostiziert werden, und das Verfahren,
mit dem neuere Verfahren verglichen werden (Vgl. z. B., Wiedbrauk
and Johnston, Manual of Clinical Virology, Raven Press, Inc., New
York, N.Y. [1993], Seiten. 1–17).
Zellkulturen werden auch zur Detektion und Identifikation anderer
intrazellulärer
Parasiten verwendet, insbesondere obligatorische intrazelluläre Parasiten,
wie etwa Chlamydien und Rickettsien.
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Es
gibt zwei allgemeine Arten von Zellkulturverfahren, die für die Virusidentifikation
verwendet werden. Das erste Verfahren verwendet die Identifikation
von virusinduzierten zytopathischen Effekten (CPE) als Endpunkt
für die
Virusdetektion. Das zweite Verfahren nutzt Molekularverfahren, um
das Vorhandensein eines Virus zu identifizieren, bevor CPE in den
infizierten Kulturen evident sind. Beide Verfahren nutzen Zellkulturen, die
kleinen Laboratorien mit begrenztem Fachwissen, Zellkultivierungsverfahren,
Raum, Finanzierung, Ausrüstung
und Betriebsstoffen, Probleme bereiten können. Abhängig von den verwendeten Zellen,
können
Zellkulturen schwierig zu erhalten sein, und erfordern häufig die
Anstrengungen von Fachlaboratorien. Zusätzlich erfordern Zellkulturen
Ausrüstung,
wie etwa Zellkultur-Hoods,
gestürzte
Mikroskope (für
die Beobachtung von Zellen), Inkubatoren mit CO2-Lines
und andere Ausrüstungen,
die in vielen Laboratorien nicht ohne weiteres verfügbar sind.
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Tests auf
CPE-Basis
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Tests
auf CPE-Basis erfordern häufig
lange Inkubationszeiten, da virusinduzierte CPE erst nach vielen Runden
viraler Replikation und Virusausbreitung in benachbarten Zellen
(d. h., die Zellen sind „permissiv" für virale
Infektion), evident werden. Virusausbreitung führt zur Zerstörung der
Zellen, die die ursprünglich
infizierten Zellen umgeben. Tests auf CPE-Basis wurden traditionell
in Röhren
oder Kolben durchgeführt,
die einen Einzelzelltyp enthalten, der an den Seiten und/oder dem
Boden der Röhre
oder des Kolbens anhaftet oder verankert ist. Da der Virus eine
Zelle infizieren, replizieren und sich in benachbarte Zellen ausbreiten
muss, in denen der Prozess wiederholt wird, können sich Ergebnisse mindestens
bis zu 28 Tagen verzögern.
In der Tat sind Ergebnisse häufig
7 bis 28 Tage nach der Inokulation der Zellkultur mit der Virussuspension
noch nicht verfügbar
(Vgl. z. B., Leland, Clinical Virology, W. B. Saunders, Philadelphia
[1996], Seiten 60–65).
Die Zeit, die notwendig ist, um sichtbare CPE festzustellen, ist
von der viralen Replikationsrate abhängig, die je nach Zelltyp und
Viren variieren kann. Somit kann die Menge an Zeit, die benötigt wird,
um einen Virus in einer Probe zu detektieren, stark variieren.
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CPE-Vortests
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Im
Gegensatz zu Tests auf CPE-Basis erfordern CPE-Vortests nur den
Eintritt des Virus in eine empfängliche
Wirtszelle und die detektierbare Expression von mindestens einem
frühen
virusspezifischen Antigen oder einer Nukleinsäure. Die Detektion des virusspezifischen
Analyts oder eines anderen Indikators wird durch eine Reihe von
Verfahren (z. B., markierte Antikörper, Polymerase-Kettenreaktion
[PCR], oder die Verwendung anderer Reporter, wie etwa dem ELVISTM-System) erreicht. Die Expression von frühen viralen
Genen hat sich in vitro in vielen Virus-Wirtszellsystemen als sehr
schnell erwiesen. Somit reduziert die Verwendung von, auf CPE-Vortests
basierenden Virustests, die Zeit signifikant, die erforderlich ist,
um Viren in klinischen Spezimen zu detektieren und zu identifizieren.
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Prä-CPE-Detektion
eines Virus wird häufig
durch die Verwendung eines Monolayers aus anhaftenden Zellen erreicht,
die auf runden 12 mm-Deckgläsern
gewachsen werden, die in 1 dram Shell Vials (Flachbodengläsern) enthalten
sind (d. h., mittels „Shell-Vial"-Verfahren oder -Technik).
Die Shell-Vial-Technik verwendet das Zentrifugieren des Spezimens,
um die virale Einführung
in die Zellen zu forcieren und die virale Isolierung zu verstärken. Diese
Vials werden präpariert,
indem Zellen in sterile Shell Vials, die Deckgläser enthalten, dispensiert
werden. Die Vials werden in senkrechter Posi tion inkubiert, bis
die Zellen einen Monolayer auf dem Deckglas bilden. Für die Shell-Vial-Inokulation
wird das Kulturmedium von dem Vial abgegossen, die prozessierte
Probe, (d. h., das klinische Spezimen) dem Monolayer zugefügt, und
das Vial wird bei niedriger Geschwindigkeit, häufig eine Stunde lang, zentrifugiert.
Nach dem Zentrifugieren wird in jedes Vial frisches Kulturmedium
zugefügt.
Die Vials werden dann für
den gewünschten
Zeitraum inkubiert. Am Ende der Inkubationszeit werden die Deckgläser unter
Verwendung eines Antigen-Detektionsverfahrens (z. B., Immunfluoreszenz)
gefärbt,
oder die Zellen werden mittels molekularer Diagnosetechniken evaluiert.
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Zusätzlich zu
Viren, werden Shell Vials gewöhnlich
auch zur Detektion und Identifikation von Chlamydien verwendet,
da andere Verfahren, die zur Detektion und Identifikation dieser
Organismen verfügbar
sind, ziemlich beschwerlich sowie zeit- und reagensaufwändig sind
(Vgl. z. B. Wiedbrauk und Johnston, oben, Seiten 64–76).
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Der
Hauptvorteil dieser CPE-Vortestverfahren ist, dass häufig schnelle
Testergebnisse möglich
sind. Ein Hauptnachteil von CPE-Vortests von Shell-Vial-Kulturen ist, dass
diese Art von Test nur dann durchführbar und kostengünstig ist,
wenn ein oder wenige virale Agenzien zur Identifikation gesucht
werden, und wenn ein hoher Anteil der Spezimen wahrscheinlich positiv
ist (Vgl. z. B. Schmidt and Emmons, „General Principles of Laboratory
Diagnostic Methods for Viral, Rickettsial, and Chlamydial Infections," in Schmidt und Emmons (eds.),
Diagnostic Procedures for Viral, Rickettsial und Chlamydial Infections,
American Public Health Association, Washington, D.C., [1989], auf
Seite 4).
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Klinische
Spezimen
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Zum
Beispiel weckt das Vorhandensein von Hautbläschen im Genitalbereich eines
Patienten den starken Verdacht auf eine Infektion durch einen Herpes-simplex-Virus (HSV). Typischerweise
wird der Arzt ein Spezimen von der betroffenen Region erhalten (d.
h. ein Bläschen)
und einen CPE-Test oder einen CPE-Virusvortest auf einer einzigen
HSV-empfänglichen
Zelllinie bestellen. Diese Zelllinien werden häufig entweder in Röhren, Shell-Vials
oder Multiwellplatten (z. B. Mikrotiterplatten) geliefert. Nach
der Inokulation der Zelllinie und einer angemessenen Inkubationszeit
kann die Bestätigung
des Vorhandenseins von HSV in der Probe durch die Verwendung eines
oder mehrerer der vielen Analyseverfahren (z. B. Immunfluoreszenz,
Immunoperoxidase, DNA-Sonde oder Substraten für virusinduzierte Reportergene)
erreicht werden.
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Zur
Detektion des Zytomegalovirus (CMV) werden häufig Shell Vials verwendet,
die Zellen aus einer Einzelzelllinie enthalten (z. B. humane Fibroblastzelllinien,
wie etwa Lungenzellen [MRC-5-Zellen] oder Vorhautzellen [HFF]).
Die Zellen werden bis zur Konfluenz auf dem Deckglas innerhalb des
Vials gewachsen, die Probe wird dem Vial zugefügt, das Vial wird 24 bis 48
Stunden lang oder länger
inkubiert, und es wird ein Immunfluoreszenzverfahren verwendet,
um die Expression von frühem
CMV-Antigen zu detektieren.
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Eine
exakte Differentialdiagnose ist bei Virenkrankheiten signifikant
schwieriger, die auf respirato rische, gastrointestinale, genitale
oder parenterale Übertragungswege
zurückzuführen sind,
weil viele pathogene Viren ähnliche
Symptome hervorzurufen können
oder weil die Infektion subklinisch ist (d. h., die Anzeichen und
Symptome sind nicht ohne weiteres wahrnehmbar).
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Von
den respiratorischen Viren sind Rhinoviren und Coronaviren für einen
Großteil
der Infektionen der oberen Atemwege verantwortlich. Sobald diese
Viren die Schleimhaut der oberen Atemwege erreichen, lagern sie
sich an Epithelzellen an und infizieren sie. Typischerweise dauern
diese Infektionen nur wenige Tage und lösen sich von selbst. Andere
respiratorische Viren, wie etwa die Influenzaviren, Parainfluenzaviren,
das Respiratory-syncytial-Virus (RSV) und zahlreiche Adenoviren,
lagern sich an Wimper- und Säulenepithelzellen
an und infizieren sie. Die virusinfizierten Zellen lösen sich
auf, was zu einer Freigabe von Enzymen und zur Komplementaktivierung
führt,
was zu einer lokalen mononuklearen Entzündungsantwort führt. Normale
Reinigungsmechanismen der Atemwege versagen, da die normale Funktion
der Epithelzellen versagt. Diese Zellen können auch abgestoßen werden.
Zelltrümmer
toter oder absterbender Zellen verstopfen die Atemwege häufig, und
der Wirt wird sehr empfänglich
für eine
sekundäre
bakterielle Infektion und/oder eine Superinfektion. Alle diese Viren
können
zu niedrigerer respiratorischer Beteiligung und Pneumonie führen. Nach
der Replikation in den respiratorischen Epithelzellen kann ein Adenovirus über das
Blut zu den lymphatischen Geweben in allen Bereichen des Körpers reisen
und systemische Infektion oder Krankheit auslösen.
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Klinische
virologische Standardpraxis ist es, viele Röhren mit Zellkulturen mit dem
Spezimen zu ino kulieren (z. B. Rachenabstrich, Nasenrachenabstrich
oder Sputumspezimen), da der Tropismus jeder Virusart für spezifische
Zelltypen häufig
sehr gering ist (d. h., nur ein Virustyp kann auf einem Einzelzelltyp
optimal wachsen). Dieser geringe Tropismus des Virus für eine begrenzte
Anzahl von Zelltypen schafft mindestens zwei praktische Hauptprobleme
sowohl für
CPE- als auch für
CPE-Vortests.
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Erstens,
sind primäre
Affennierenzellen gegenwärtig
die Zelllinie der Wahl für
die Isolierung von Influenzaviren. Die Herstellung dieser Zellen
erfordert die Quarantäne
der Quellentiere in langen Zeiträumen
vor der Schlachtung und Zellkulturpräparation. Diese Quarantänezeit wird
verwendet, um die Gesundheit der Tiere zu überwachen, und gibt Zeit, die
Tiere auf die Infektion durch endogene Affenviren, wie etwa Foamy-Virus, SV5 und SV40
zu testen. Die Quarantänezeit
reduziert auch die Möglichkeit
stark, beseitigt sie aber nicht, dass die Affen mit dem Monkey-B-Virus,
einem Herpesvirus infiziert sind, der für Menschen höchst tödlich ist.
Zusätzlich
gibt es andere Probleme im Zusammenhang mit der Verwendung von Affen
für die
Produktion primärer Zellkulturen,
einschließlich
der Verringerung des Bestands geeigneter Tiere, die auf Import-Angelegenheiten und
Rücksichtnahme
auf die Affenpopulation zurückzuführen sind.
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Zweitens,
sind zusätzlich
Dauerzelllinien erforderlich, um andere respiratorische Viren als
den Influenzavirus zu detektieren. Somit werden viele Zelllinien
verwendet, um die virale Infektion/Krankheit eines jeden Patienten
zu diagnostizieren. Der Bedarf an vielen Einheiten individueller
Zelllinien ist in Verfahren zusammengesetzt, die CPE-Vortests zur
Detektion und I dentifikation respiratorischer Viren verwenden. Das
CPE-Vortesten auf respiratorische Viren erfordert signifikanten
Arbeitsaufwand bei der Handhabung der Deckgläser, zusätzliche Ausgaben für molekulare
Reagenzien, die für
die vielen Zelllinien verwendet werden, sowohl für positive als auch für negative
Spezimen, und die signifikante Arbeit im Zusammenhang mit dem mikroskopischen Lesen
jeder der vielen Zelllinien, die in dem Panel der Zelllinien inokuliert
werden.
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Jedoch
trotz dieser Nachteile wird die Shell-Vial-Technologie, bei der Einzelzelltypen
in vielen Einheiten (Röhren,
Shell Vials usw.) verwendet werden, gegenwärtig immer noch verwendet,
um respiratorische Viren zu detektieren, da es ein bewährtes Verfahren
ist. Zum Beispiel ergab die Detektion von RSV in 16 Stunden unter
Verwendung von Shell Vials, die nur HEp-2-Zellen enthalten, mehr positive Zellen
als Antigen-Detektionsverfahren,
die direkt auf dem klinischen Spezimen angewendet wurden, und genauso
viele positive Zellen, wie herkömmliche
Zellkulturen (Smith et al., J. Clin. Microbiol., 29: 463–465 [1991]).
Die Isolierung anderer respiratorischer Viren war auch mit Shell-Vial-Kulturen möglich, die
einen Monolayer eines Einzelzelltyps enthielten. Zum Beispiel wurden
bei der Verwendung von Vials mit primären Affennierenzellen und A549-Zellen, die 40 Stunden
lang inkubiert wurden, 83% Adenoviren, 94% Influenza-B-Viren und
80% Parainfluenzaviren vom Typ 1, 2, und 3 identifiziert (Rabalais
et al., J. Clin. Microbiol., 30: 1505–1508 [1992]). In einem anderen
Bericht 50% Adenoviren, 94% Influenza-A-Viren, 100% Influenza-B-Viren und 100%
Parainfluenzaviren in Shell Vials mit primären Rhesusaffennierenzellen
und 92% RSV in Shell Vials mit HEp-2-Zellen, die 2 bis 4 Tage lang
inkubiert wurden (Vgl. z. B. Olsen et al., J. Clin. Microbiol.,
31: 422–425
[1993]; und Leland, Clinical Virology, W. B. Saunders Company, Philadelphia,
Pa. [1996], auf den Seiten 85–86).
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Auch
wenn diese Verfahren relativ schnell Ergebnisse bereitstellen (d.
h., im Gegensatz zu den langen Inkubationszeiten, die für CPE-Tests
häufig
nötig sind),
besteht weiterhin ein Bedarf bei klinischen Virenlaboren und Referenzvirenlaboren
für Zellkulturverfahren
und Zusammensetzungen für
die verlässliche
Detektion und Identifikation von Viren in einer einzigen, leicht
zu handhabenden Einheit, die die schnelle Detektion und Identifikation
auf kostengünstige
Weise bereitstellt, und dabei gleichzeitig die Sensitivität eines
diagnostischen Assaysystem bereitstellt.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird in den Ansprüchen definiert und betrifft
allgemein das Gebiet der diagnostischen Mikrobiologie, und insbesondere
Verfahren zum Nachweis und zur Differenzierung eines oder mehrerer
Viren, die in einem Spezimen vorhanden sind.
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Insbesondere
stellt die vorliegende Erfindung Verfahren und Zusammensetzungen
bereit, die zur Detektion von Viren unter Verwendung von CPE- und
CPE-Vortest-Verfahren
geeignet sind. Die bevorzugten Ausführungsformen schließen gemischte
Zellkulturen ein, die mindestens zwei verschiedene Zelltypen enthalten.
In einigen bevorzugten Ausführungsformen
enthalten die gemischten Zellkulturen zwei verschiedene Zelltypen,
während
in anderen Ausführungsformen,
die gemischten Zellkulturen drei oder mehr verschiedene Zelltypen
enthalten. Somit ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung
Zusammensetzungen einschließt,
in denen mindestens zwei Zelltypen in einem Behälter (z. B. einem Kolben, Röhre, Shell
Vial oder jedem anderen Behälter,
der für
das Wachsen von Zellen geeignet ist) zusammengemischt werden. Dabei
ist wesentlich, dass jeder Zelltyp innerhalb dieser gemischten Zellkulturen
seine Empfänglichkeit
für Viren
und andere intrazelluläre Parasiten
behält,
genauso als ob er in einer Einzelzellkultur wäre (d. h., eine Zellkultur,
die nur einen Zelltyp enthält,
wie dem Fachmann bekannt). Zusätzlich
bleiben die gemischten Zellkulturen der vorliegenden Erfindung solange
lebensfähig
wie es für
ihre Verwendung in diagnostischen Assays erforderlich ist. In besonders bevorzugten
Ausführungsformen
sind die Zelltypen, die in den gemischten Zellkulturen enthalten
sind, in ungefähr
dem gleichen Verhältnis
vorhanden (d. h., in einer Mischung aus zwei Zelltypen beträgt das Verhältnis der
Zelltypen 50:50). Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass die vorliegende
Erfindung auf irgendein bestimmtes Verhältnis von Zelltypen in einer
gemischten Kultur beschränkt
ist, da zahlreiche Detektionssysteme unter Verwendung verschiedener
Verhältnisse
optimiert werden können.
Zum Beispiel kann unter gewissen Umständen eine Zweizellenmischung
von 45:55, 40:60, oder sogar von 35:75 geeigneter sein als ein Verhältnis von
50:50.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch Verfahren und Zusammensetzungen
bereit, die zur Detektion und Identifikation nicht viraler obligatorischer
intrazellulärer
und intrazellulärer
Parasiten, wie etwa Mitglieder der Chlamydien- und Ricketsienfamilien,
geeignet sind.
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Die
vorliegende Erfindung erwägt
auch Zusammensetzungen, die eine Zellkultur umfassen, die zur Detek tion
intrazellulärer
Parasiten geeignet ist, wobei die Zellkultur mindestens zwei Zelltypen
umfasst, die für die
Infektion durch mindestens einen intrazellulären Parasiten empfänglich sind.
In einigen bevorzugten Ausführungsformen
der Zusammensetzung umfassen die Zelltypen einen ersten Zelltyp
und einen zweiten Zelltyp. In einigen Ausführungsformen besteht der erste
Zelltyp aus Buffalo-Green-Affennierenzellen und der zweite Zelltyp
aus Nerzlungenzellen. In anderen Ausführungsformen besteht der erste
Zelltyp aus Nerzlungenzellen und der zweite Zelltyp besteht aus
menschlichen mucoepidermoiden Zellen. In noch anderen Ausführungsformen
besteht der erste Zelltyp aus menschlichen Lungenkarzinomzellen
und der zweite Zelltyp besteht aus menschlichen mucoepidermoiden
Zellen. In noch anderen Ausführungsformen
besteht der erste Zelltyp aus Buffalo-Green-Affennierenzellen und der zweite Zelltyp
aus menschlichen embryonalen Lungenzellen. In weiteren Ausführungsformen
besteht der Zelltyp aus menschlichen epidermoiden Kehlkopf karzinomzellen
und der zweite Zelltyp besteht aus McCoy-Zellen. In zusätzlichen
Ausführungsformen
besteht der erste Zelltyp aus Nerzlungenzellen und der zweite Zelltyp
besteht aus menschlichen diploiden Lungenzellen.
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In
einigen bevorzugten Ausführungsformen
sind die Zelltypen der Zusammensetzung empfänglich für respiratorische Viren, einschließlich, aber
nicht beschränkt
auf Influenzaviren jeden Typs (z. B. Influenza A, Influenza B und
Influenza C) und/oder Stamms, RSV, Zytomegalovirus, Parainfluenzaviren,
Respiratorysyncytial-Virus, Rhinoviren, Coronoviren und Adenoviren.
In noch anderen Ausführungsformen
sind die Zelltypen der Zusammensetzung empfänglich für Enteroviren, einschließlich, aber
nicht beschränkt
auf jeden Typ und/oder Stamm von Echovirus, Poliovirus und Coxsackievirus
(z. B. Coxsackie-A- und -B-Viren) und nummerierte EV-Stämme. Zusätzlich zu
den Enteroviren erwägt
die vorliegende Erfindung Zelltypen, die für Picornaviren, wie etwa Hepatitis
A, empfänglich
sind.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch Verfahren zur Detektion und Identifikation
intrazellulärer
Parasiten in einer Probe bereit, die die Schritte des Bereitstellens
einer Probe, die im Verdacht steht, eine oder mehrere intrazellulären Parasiten
zu enthalten; und eine gemischte Zellkultur, die mindestens zwei
Zelltypen umfasst; Inokulieren der gemischten Zellkultur mit der
Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und Beobachten der
inokulierten Kultur auf das Vorhandensein von dem einen oder mehrerer
intrazellulärer
Parasiten, umfassen.
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In
einigen Ausführungsformen
des Verfahrens ist der intrazelluläre Parasit ein Virus. In einigen
besonders bevorzugten Ausführungsformen
wird der Virus ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Zytomegalovirus, Influenzaviren, Parainfluenzaviren,
Respiratorysyncytial-Virus, Rhinoviren, Coronoviren, und Adenoviren.
In noch anderen Ausführungsformen
des Verfahrens ist der Virus ein Enterovirus. In anderen besonders bevorzugten
Ausführungsformen
wird der Enterovirus ausgewählt
aus einer Gruppe, bestehend aus Poliovirus, Coxsackieviren und Echoviren
(z. B. Coxsackie-A- und -B-viren)
und nummerierten EV-Stämmen.
Zusätzlich
zu den Enteroviren erwägt
die vorliegende Erfindung Zelltypen, die für Picornaviren, wie etwa Hepatitis
A, empfänglich
sind. In noch anderen bevorzugten Ausführungsformen ist der Virus
ein Herpesvirus. In anderen besonders bevorzugten Ausführungsformen
wird der Herpesvirus ausge wählt
aus einer Gruppe bestehend aus Herpes-simplex Typ 1, Herpes-simplex
Typ 2, Zytomegalovirus, Varicella-Zoster-Virus, Epstein-Barr-Virus, Human-Herpes-Virus
6, Human-Herpes-Virus 7 und Human-Herpes-Virus B. In noch anderen
bevorzugten Ausführungsformen
ist der intrazelluläre
Parasit ein Mitlied der Gattung Chlamydia. In noch anderen besonders
bevorzugten Ausführungsformen
ist der intrazelluläre
Parasit C. trachomatis.
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In
einigen bevorzugten Ausführungsformen
der Verfahren umfassen die Zelltypen einen ersten Zelltyp und einen
zweiten Zelltyp. In einigen bevorzugten Ausführungsformen ist der erste
Zelltyp eine Nerzlungenzelle und der zweite Zelltyp ist eine menschliche
mucoepidermoide Zelle. In anderen bevorzugten Ausführungsformen
ist der erste Zelltyp eine Buffalo-green-Affennierenzelle und der zweite Zelltyp
ist eine menschliche mucoepidermoide Zelle. In noch einer anderen
alternativen Ausführungsform
ist der erste Zelltyp eine gentechnisch hergestellte Babyhamsternierenzelle
und der zweite Zelltyp ist eine Nerzlungenzelle. In noch anderen
Ausführungsformen
ist der erste Zelltyp ein gentechnisch hergestellter Zelltyp und
der zweite Zelltyp ein zweiter gentechnisch hergestellter Zelltyp.
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Es
wird in Erwägung
gezogen, dass die Verfahren der vorliegenden Erfindung in Verbindung
mit Kontrollen bekannter Positivität und Negativität für das Virus/die
Viren und/oder anderer interessierender intrazellulärer Organismen
verwendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch Verfahren zur Detektion und Identifikation
intrazellulärer
Parasiten in einer Probe bereit, die die Schritte umfassen des Bereitstellens:
einer Probe, die im Verdacht steht, einen oder mehrere intrazelluläre Parasiten
zu enthalten; und eine gemischte Zellkultur, die mindestens zwei
Zelltypen umfasst; Inokulieren der gemischten Zellkultur mit der
Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und Beobachten der
inokulierten Kultur auf das Vorhandensein von dem einen oder mehrerer
intrazellulärer
Parasiten, umfassen.
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In
einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen ist der intrazelluläre Parasit
ein Virus. In einigen besonders bevorzugten Ausführungsformen wird der Virus
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Zytomegalovirus, Influenzaviren, Parainfluenzaviren,
Respiratory-syncytial-Virus, Rhinoviren, Coronoviren, und Adenoviren.
In noch anderen Ausführungsformen
des Verfahrens ist der Virus ein Enterovirus. In anderen besonders
bevorzugten Ausführungsformen
wird der Enterovirus ausgewählt
aus einer Gruppe, bestehend aus Poliovirus, Coxsackieviren und Echoviren
(z. B. Coxsackie-A- und -B-viren) und nummerierten EV-Stämmen. Zusätzlich zu
den Enteroviren erwägt
die vorliegende Erfindung Zelltypen, die für Picornaviren, wie etwa Hepatitis
A, empfänglich
sind. In noch anderen bevorzugten Ausführungsformen ist der Virus
ein Herpesvirus. In anderen besonders bevorzugten Ausführungsformen
wird der Herpesvirus ausgewählt
aus einer Gruppe, bestehend aus Herpes-simplex Typ 1, Herpes-simplex
Typ 2, Zytomegalovirus, Varicella-Zoster-Virus, Epstein-Barr-Virus,
Human-Herpes-Virus 6, Human-Herpes-Virus 7 und Human-Herpes-Virus
8. In noch anderen bevorzugten Ausführungsformen ist der intrazelluläre Parasit
ein Mitlied der Gattung Chlamydia. In noch anderen besonders bevorzugten
Ausführungsformen
ist der intrazelluläre
Parasit C. trachomatis.
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In
einigen bevorzugten Ausführungsformen
der Verfahren umfassen die Zelltypen einen ersten Zelltyp und einen
zweiten Zelltyp. In einigen bevorzugten Ausführungsformen ist der erste
Zelltyp eine Nerzlungenzelle und der zweite Zelltyp ist eine menschliche
mucoepidermoide Zelle. In anderen bevorzugten Ausführungsformen
ist der erste Zelltyp eine Buffalo-green-Affennierenzelle und der zweite Zelltyp
ist eine menschliche mucoepidermoide Zelle. In noch einer anderen
alternativen Ausführungsform
ist der erste Zelltyp eine gentechnisch hergestellte Babyhamsternierenzelle
und der zweite Zelltyp ist eine Nerzlungenzelle. In noch anderen
Ausführungsformen
ist der erste Zelltyp ein gentechnisch hergestellter Zelltyp und
der zweite Zelltyp ein zweiter gentechnisch hergestellter Zelltyp.
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Es
wird in Erwägung
gezogen, dass die Verfahren der vorliegenden Erfindung in Verbindung
mit Kontrollen bekannter Positivität und Negativität für das Virus/die
Viren und/oder anderer interessierender intrazellulärer Organismen
verwendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner Verfahren zur Detektion eines
Influenzavirus bereit, die die Schritte des Bereitstellens einer
Probe umfassen, die im Verdacht steht, einen Influenzavirus zu enthalten,
und Nerzlungenzellen; Inokulieren der Nerzlungenzellen mit der Probe;
und Detektieren des Vorhandenseins von Influenza in den Nerzlungenzellen.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen
sind die Nerzlungenzellen Mv1Lu-Zellen. In alternativen Ausführungsformen
wird der Influenzavirus ausgewählt
aus einer Gruppe, bestehend aus Influenza A, Influenza B und Influenza
C.
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Es
wird in Erwägung
gezogen, dass die Verfahren der vorliegenden Erfindung in Verbindung
mit Kontrollen bekannter Positivität und Negativität für das Virus/die
Viren und/oder anderer interessierender intrazellulärer Organismen
verwendet werden.
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In
einer Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung Verfahren zur Detektion infektiöser Viren
in einem Spezimen bereit, die die Schritte umfassen: a) Bereitstellen
eines Spezimen, das im Verdacht steht, einen Virus zu enthalten,
eine Zelllinie, die für
die Infektion mit einem Virus permissiv ist, und eine gentechnisch hergestellte
Zelllinie, die ein Oligonukleotid enthält, das eine Sequenz aufweist,
die eine Promotersequenz umfasst, die von dem Virus abgeleitet ist,
wobei die Promotersequenz operativ mit einem Reportergen verknüpft ist,
und wobei die Expression des Reportergens abhängig ist von und quantitativ
proportional zum Vorhandensein des Virus; b) Zusammenmischen der
permissiven Zelllinie und der gentechnisch hergestellten Zelllinie,
um eine gemischte Zellkultur zu schaffen; c) Inokulieren der gemischten
Zellkultur mit dem Spezimen unter Bedingungen, die die Infektion
der gemischten Zellkultur mit dem Virus ermöglichen; und d) Detektieren
der Expression des Reportergens und dadurch Detektieren des Vorhandenseins
des Virus in dem Spezimen. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die gemischte Zellkultur eine Mischung, bestehend aus 80 bis
99% der permissiven Zelllinie und 1 bis 20% der gentechnisch hergestellten
Zelllinie. In anderen bevorzugten Ausführungsformen ist die gemischte
Zellkultur eine Mischung, bestehend aus gleichen Anteilen der Zelltypen,
die in der Mischung verwendet werden.
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In
einer Ausführungsform
des Verfahrens enthält
die gentechnisch hergestellte Zelllinie ein Oligonukleotid, das
eine Sequenz aufweist, die einen Herpesvirus-induzierbaren Promoter umfasst, der
operativ mit einem Reportergen verknüpft ist, ausgewählt aus
der Gruppe, umfassend das Escherichia-coli-lacZ-Gen und ein Luciferasegen.
In einer bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens ist die gentechnisch hergestellte Zelllinie BHKICP10LacZ.
In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist die gentechnisch
hergestellte Zelllinie BHKICP6LacZ. Es ist jedoch nicht beabsichtigt,
dass das Reportergen auf die lacZ- und Luciferasegene beschränkt ist.
Es wird in der Tat erwogen, dass jedes geeignete Reportergen, das
dem Fachmann bekannt ist, in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
verwendbar sein wird.
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Es
wird auch erwogen, dass zahlreiche permissive Zelllinien in dem
Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendbar sein werden. In
einer Ausführungsform
ist die permissive Zelllinie permissiv für die Infektion mit dem Herpesvirus.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die permissive
Zelllinie MRC-5.
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Es
wird erwogen, dass das Verfahren der vorliegenden Erfindung in Verbindung
mit Kontrollen bekannter Positivität und Negativität für das Virus/die
Viren verwendet wird. Somit wird für die gemischten Kulturen,
bei denen gentechnisch hergestellte Zelllinien verwendet werden,
erwogen, dass die Muster der Reportergenexpression, die in einer
Testprobe vorhanden sind (z. B. von einem klinischen Spezimen) mit
den Mustern der Reportergenexpression in Kontrollproben verglichen
werden, von denen bekannt ist, dass sie positiv und/oder negativ
für den/die
interessierenden Virus/Viren sind. Es wird auch erwogen, dass Effekte,
die nicht mit der Expression des Reportergens in Verbindung stehen,
detektierbar sein werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf
CPE. Diese Effekte, allein und in Kombination mit der Reportergenexpression,
können verwendet
werden, um das Vorhandensein viraler Infektion zu detektieren.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch Verfahren für die Typisierung eines infektiösen Herpesvirus
in Spezimen bereit, die die Schritte umfassen: a) Bereitstellen
eines Spezimens, das im Verdacht steht, einen oder mehrere Mitglieder
der Herpesvirusfamilie zu enthalten, eine Zelllinie, die permissiv
ist für
die Infektion durch einen oder mehrere Mitglieder der Herpesvirusfamilie,
eine gentechnisch hergestellte Zelllinie, die ein Oligonukleotid
mit einer Sequenz aufweist, die eine Promotersequenz umfasst, die
abgeleitet ist von einem Mitglied der Herpesvirusfamilie, wobei
die Promotersequenz operativ mit einem Reportergen verknüpft ist,
und die Expression des Reportergens abhängig ist von und quantitativ
proportional zum Vorhandensein des Herpesvirus und wobei die Expression
des Reportergens auf unterscheidbare Weise variiert, als Ergebnis
des Vorhandenseins verschiedener Mitglieder der Herpesvirusfamilie;
b) Zusammenmischen der permissiven Zelllinie und der gentechnisch
hergestellten Zelllinie, um eine gemischte Zellkultur zu schaffen;
c) Inokulieren dieser gemischten Zellkultur mit dem Spezimen unter
Bedingungen, die die Infektion der gemischten Zellkultur durch Mitglieder
der Herpesvirusfamilie ermöglichen,
wobei die Infektion zu einem unterscheidbaren Expressionsmuster
durch das Reportergen führt;
d) Detektieren der Expression des Reportergens und dadurch Detektieren des
Vorhandenseins eines oder mehrerer Mitglieder der Herpesvirusfamilie
in dem Spezimen; und e) Identifizie ren des Vorhandenseins eines
spezifischen Mitglieds der Herpesvirusfamilie auf der Basis des
resultierenden unterscheidbaren Musters. Es wird erwogen, dass dieses
Expressionsmuster beobachtbar sein wird durch zahlreiche unterstützte und
nicht unterstützte
Verfahren, einschließlich
visueller Beobachtung durch das Auge, spektrophotometrischer Beobachtung
usw. Es ist nicht beabsichtigt, dass die Detektion des/der unterscheidbaren
Musters) auf irgendein besonderes Detektionsverfahren beschränkt ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
des Typisierungsverfahrens ist die gemischte Zellkultur eine Mischung
bestehend aus 80 bis 99% der permissiven Zelllinie und 1 bis 20%
der gentechnisch hergestellten Zelllinie. In noch anderen bevorzugten
Ausführungsformen
sind die Zelltypen in ungefähr
gleichen Anteilen in den gemischten Zellkulturen. Wie beim ersten
Verfahren beschrieben, ist es nicht beabsichtigt, dass sich die vorliegende
Erfindung auf irgendeinen besonderen Herpesvirus beschränkt. In
einer besonderen Ausführungsform
wird das Mitglied der Herpesvirusfamilie, das unter Verwendung des
Verfahrens der vorliegenden Erfindung detektiert und typisiert wird,
ausgewählt
aus der Gruppe, die HSV-1, HSV-2, CMV, VZV, EBV, und menschliche
Herpesviren wie etwa HHV-6, HHV-7 und HHV-8, umfasst. Es ist beabsichtigt,
dass einer oder mehrere Herpesviren in einem Spezimen detektiert
und typisiert werden können.
Auf diese Weise kann die Co-Infektion mit mehreren Herpesviren diagnostiziert
werden. Es wird zum Beispiel erwogen, dass gemischte Infektionen
mit HSV-1 und HSV-2 unter Verwendung der Verfahren der vorliegenden
Erfindung detektierbar sein können
und die Infektionen unterschieden werden können.
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In
einer Ausführungsform
des Typisierungsverfahrens umfasst das Reportergen das E.-coli-lacZ-Gen. Es
ist jedoch nicht beabsichtigt, dass das Reportergen auf das lacZ-Gen
beschränkt
ist. Es wird in der Tat erwogen, dass jedes Reportergen in diesem
Verfahren verwendet werden kann. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird die Detektion des Reportergens durch die Verwendung histochemischer
Färbung
erreicht. Es wird erwogen, dass ein Mitglied der Herpesvirusfamilie
ein histochemisches Expressionsmuster produzieren wird, das von
den histochemischen Mustern, die von anderen Mitgliedern der Herpesvirusfamilie
produziert werden, unterscheidbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, die
Verfahren der vorliegenden Erfindung zu verwenden, um die Infektion
mit einem Herpesvirus von der Infektion mit einem anderen Herpesvirus
zu unterscheiden.
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Es
wird erwogen, dass das Verfahren der vorliegenden Erfindung in Verbindung
mit Kontrollen bekannter Positivität und Negativität für das Virus/die
Viren verwendet wird. Somit wird erwogen, dass die Expressionsmuster,
die in einer Testprobe vorhanden sind (z. B. von einem klinischen
Spezimen) mit den Expressionsmustern in Kontrollproben verglichen
werden, von denen bekannt ist, dass sie positiv und/oder negativ für den/die
interessierenden Virus/Viren sind. Es wird auch erwogen, dass Effekte,
die nicht mit der Expression des Reportergens in Verbindung stehen,
detektierbar sein werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf CPE.
Diese Effekte, allein und in Kombination mit der Reportergenexpression,
können
verwendet werden, um das Vorhandensein von viraler Infektion zu
detektieren, sowie Information bereitzustellen, um zwischen den Viren
zu unterscheiden.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung bereit, die
eine gemischte Zellkultur umfasst, wobei die gemischte Zellkultur
die Kombination einer gentechnisch hergestellten Zelllinie, die
mit einer Promotersequenz eines Virus transformiert wurde, wobei
die Promotersequenz operativ verknüpft ist mit einem Reportergen,
und wobei die Expression des Reportergens abhängig ist von und quantitativ
proportional zum Vorhandensein des Virus, und eine nicht gentechnisch
hergestellte Zelllinie, die für
die Infektion mit dem Virus permissiv ist, umfasst.
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In
einer Ausführungsform
der Zusammensetzung ist die gemischte Zellkultur eine Mischung,
bestehend aus 1 bis 20% der gentechnisch hergestellten Zelllinie
und 80 bis 99% der permissiven Zelllinie. In noch anderen bevorzugten
Ausführungsformen
sind die Zelltypen in ungefähr
gleichen Anteilen in den gemischten Zellkulturen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
der Zusammensetzung kann die gentechnisch hergestellte Zelllinienkomponente
einen Promoter für
ein Gen umfassen, dass Ribonukleotidreductase kodiert. In einer alternativen
bevorzugten Ausführungsform
kann der Promoter Gene umfassen, die eine oder mehrere Untereinheiten
der Ribonukleotidreductase kodieren. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
ist die gentechnisch hergestellte Zelllinie, BHKICP10LacZ, während in
einer anderen besonders bevorzugten Ausführungsform die gentechnisch
hergestellte Zelllinie, BHKICP6LacZ ist. In einer al-ternativen Ausführungsform der
Zusammensetzung umfasst die gentechnisch hergestellte Zelllinie
ein E.-coli-lacZ-Gen,
das 3' zu einem virusinduzierbaren
Promoter positioniert ist. Es wird erwogen, dass dieses lacZ-Gen
direkt 3' zu diesem
virusinduzierbaren Promoter positi oniert ist. Es ist jedoch nicht
beabsichtigt, dass diese Sequenzen angrenzend sein werden. Es wird
in der Tat nur erwogen, dass das Reporter- und das Promotergen operativ
verknüpft
sind. Außerdem
wird erwogen, dass die Zusammensetzung Promotersequenzen von irgendeinem
Virus umfassen wird, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf Mitglieder der Herpesvirusfamilie. Es wird auch erwogen, dass die
nicht gentechnisch hergestellte Zelllinie für die Infektion durch jede
Anzahl von Viren, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf die Mitglieder der Herpesvirusfamilie permissiv ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
beinhaltet die Zusammensetzung eine gentechnisch hergestellt Zelllinie,
die einen Promoter für
ein Gen beinhaltet, der eine große Ribonukleotidreductase-Untereinheit beinhaltet,
und der Virus ist ein Mitglied der Herpesvirusfamilie, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus HSV-1, HSV-2, CMV, VZV, EBV, HHV-6, HHV-7
und HHV-8. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass die vorliegende
Erfindung auf ein bestimmtes Herpesvirus beschränkt ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform
enthält die
gentechnisch hergestellte Zelllinienkomponente einen ICP10-Promoter und das
Herpesvirusfamilienmitglied ist HSV-2, während in einer anderen bevorzugten
Ausführungsform
die gentechnisch hergestellte Zelllinie einen ICP6-Promoter umfasst
und das Herpesvirusfamilienmitglied HSV-1 ist.
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Es
wird erwogen, dass die Detektion der Reportergenexpression durch
die Verwendung zahlreicher Verfahren erreicht wird, einschließlich, aber
nicht beschränkt
auf kolorimetrische, fluorimetrische oder luminometrische Assays
oder Assaysysteme. In einer bevor zugten Ausführungsform kodiert das Reportergen
R-Galactosidase.
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In
einer Ausführungsform
beinhaltet die Zusammensetzung eine gentechnisch hergestellte Zelllinie, die
eine Säugerzelllinie
ist, die empfänglich
für eine
Virusinfektion ist. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die gentechnisch
hergestellte Zelllinie Babyhamsternierenzellen (z. B. Zelllinien,
die von BHK-Zellen abgeleitet
sind). In einer Ausführungsform
beinhaltet die Zusammensetzung eine permissive Zelllinie, die für die Infektion
mit Herpesviren, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf HSV-1 und HSV-2 permissiv ist. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
ist die permissive Zelllinie MRC-5. Es ist nicht beabsichtigt, dass
die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf die Detektion
einer viralen Infektion auf der Basis der Expression des Reportergens
beschränkt
ist, da Effekte, wie etwa CPE auch detektierbar sein können.
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Die
vorliegenden Erfindung stellt auch ein Kit zum Analysieren des Vorhandenseins
eines infektiösen Herpesvirus
in einem Spezimen bereit. Der Kit umfasst: a) eine Lieferung einer
gemischten Zelllinie, umfassend eine Zelllinie aus gentechnisch
hergestellten Säugerzellen,
die für
die Infektion mit einem Herpesvirus empfänglich sind, wobei die Zelllinie
ein Oligonukleotid enthält,
das eine Sequenz aufweist, die eine Viruspromotersequenz umfasst,
die operativ mit einem Reportergen verknüpft ist, und wobei die Expression
des Reportergens abhängig
ist von und quantitativ proportional zum Vorhandensein des Virus
in dem Spezimen; und eine für
den Virus permissive Zelllinie; und b) eine Lieferung von Reagenzien,
um die Expression des Reportergens zu detektieren. Es ist nicht
beabsichtigt, dass die Promotersequenzen, die in der gentechnisch
hergestellten Zelllinie vorhanden sind, auf irgendeinen besonderen
Virus oder eine Virusfamilie beschränkt sind. Es wird erwogen,
dass jeder Viruspromoter im Kit der vorliegenden Erfindung verwendbar
sein wird. In einer bevorzugten Ausführungsform sind jedoch Herpesviruspromotersequenzen
in den gentechnisch hergestellten Zelllinien vorhanden.
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Es
wird erwogen, dass zahlreiche Promotersequenzen im Kit der vorliegenden
Erfindung verwendbar sein werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
kodiert der Promoter jedoch entweder ein vollständiges Ribonukleotidreductaseenzym,
oder als Alternative, Untereinheiten von Ribonukleotidreductase.
In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
die Promotersequenz einen Promoter für ein Gen, der eine große Ribonukleotidreductase-Untereinheit
kodiert, und der Herpesvirus ist ein Herpesvirusfamilienmitglied,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus HSV-1, HSV-2, CMV, VZV, EBV, HHV-6, HHV-7 und HHV-8.
Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass der Kit auf diese Liste von
Herpesviren beschränkt
sein wird. Es wird in der Tat erwogen, dass jeder Herpesvirus unter
Verwendung des vorliegenden Kits detektiert werden kann. In einer
besonders bevorzugten Ausführungsform
des Kits enthält
die Promotersequenz einen ICP10-Promoter und das Herpesvirusfamilienmitglied
ist HSV-2, während
in einer alternativen bevorzugten Ausführungsform, die Promotersequenz
einen ICP6-Promoter enthält,
und das Herpesvirusfamilienmitglied HSV-1 ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
des Kits umfasst die Promotersequenz, die in der gentechnisch hergestellten
Zelllinie vorhanden ist, ein E.-coli-lacZ-Gen, das operativ mit einem Herpesvirus- induzierbaren Promoter
verknüpft
ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die gentechnisch
hergestellten Säugerzellen
BHKICP10LacZ-Zellen, während
in einer alternativen Ausführungsform,
die Zellen BHKICP6LacZ-Zellen sind.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kodiert das Reportergen β-Galactosidase.
Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung
auf ein bestimmtes Reportergen beschränkt ist. Es wird auch erwogen,
dass das Reportergen eine Anzahl von Enzymen kodiert, die zur Detektion
mittels zahlreicher Verfahren, einschließlich, aber nicht beschränkt auf
solche Verfahren, wie kolorimetrische, fluorimetrische oder luminometrische
Assaysysteme geeignet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
des Kits, können
die Reagenzien, die zur Detektion der Reportergenexpression bereitgestellt
werden, beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf Lösungen von 5-Brom-4-chlor-3-indolyl-β-D-galactopyranosid,
o-Nitrophenyl-galactopyranosid-Lösung
und Fluorescein-di-β-D-galactopyranosid.
Es ist jedoch nicht beabsichtigt, den Kit auf diese Assaysysteme
zu begrenzen, da andere Systeme (z. B. radiometrische Assaysysteme)
verwendbar sein können.
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Es
wird erwogen, dass der Kit der vorliegenden Erfindung auch zusätzliche
Komponenten beinhalten kann, wie etwa Materialien, die für positive
und negative Kontrollen geeignet sind, und Gebrauchsanleitungen. Es
ist nicht beabsichtigt, dass der Kit der vorliegenden Erfindung
auf die gemischte Zelllinie und Reagenzien zur Detektion der Reportergenexpression
beschränkt
ist. Es ist auch beabsichtigt, dass der Kit zur Detektion viraler
Effekte auf andere Zellen als und nicht mit der Reportergenexpression
verbundene Zellen verwendbar sein wird. Zum Beispiel wird erwogen,
dass der Kit zur Detektion von CPE verwendbar sein kann.
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Die
Erfindung stellt ferner Verfahren zur Detektion und Identifikation
eines Enterovirus in einer Probe bereit, indem gemischte Zelltypkulturen,
die RD Zellen und menschliche mucoepidermoide Zellen enthalten, verwendet
werden. Insbesondere stellt die Erfindung ein Verfahren zur Detektion
und Identifikation eines Enterovirus in einer Probe bereit, umfassend:
a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht steht, einen Enterovirus
zu enthalten; und ii) eine gemischte Zellkultur, die mindestens
zwei Zelltypen umfasst, wobei die Zelltypen RD-Zellen und menschliche
mucoepidermoide Zellen umfassen; b) Inokulieren der gemischten Zellkultur mit
mindestens einem Teil der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten;
und c) Beobachten der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein
eines Enterovirus. Ohne die Absicht, die Erfindung auf irgendeine
bestimmte mucoepidermoide Zelle zu begrenzen, ist in einer bevorzugten
Ausführungsform
die menschliche mucoepidermoide Zelle H292. Ebenfalls ohne die Absicht,
die Erfindung auf die Art des Enterovirus zu beschränken, wird in
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der Enterovirus
aus Coxsackieviren, Echoviren und Polioviren ausgewählt.
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Ebenso
werden hier Verfahren zur Detektion und Identifikation eines Enterovirus
in einer Probe bereitgestellt, indem gemischte Zelltypkulturen verwendet
werden, die Caco-2-Zellen in Kombination mit anderen Zelltypen enthalten.
Insbesondere stellt die Erfindung ein Verfahren zur Detektion und
Identifikation eines Enterovirus in einer Probe bereit, umfassend:
a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht steht, ei nen Enterovirus
zu enthalten; und ii) eine gemischte Zellkultur, die mindestens
zwei Zelltypen umfasst, wobei die Zelltypen Caco-2-Zellen umfassen;
b) Inokulieren der gemischten Zellkultur mit mindestens einem Teil
der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten
der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein des Enterovirus. Es
ist nicht beabsichtigt, dass die Erfindung auf den Typ oder die
Quelle der Zelltypen beschränkt ist,
die in einer gemischten Zellkultur mit Caco-2-Zellen vorhanden sind.
Dennoch werden in einer Ausführungsform
Zelltypen, die nicht Caco-2-Zellen
sind, ausgewählt
aus RD-Zellen, H292-Zellen, BGMK-Zellen und A549-Zellen. Es ist
nicht beabsichtigt, dass die hier bereitgestellten Verfahren auf
den Enterovirustyp beschränkt
sind. In einer Ausführungsform
wird der Enterovirus jedoch ausgewählt aus Coxsackieviren, Echoviren,
Polioviren, Rotaviren, Astroviren und Adenoviren.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Detektion
und Identifikation von Zytomegalovirus in einer Probe bereit, die
die Schritte umfassen a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht
steht, einen Zytomegalovirus zu enthalten; und ii) eine gemischte
Zellkultur, die MRC-5-Zellen und mindestens einen Zelltyp umfasst,
der ausgewählt
ist aus McCoy-Zellen,
gentechnisch hergestellten Babyhamsternierenzellen, A549-Zellen,
HEp-2-Zellen, Mv1Lu-Zellen und H292-Zellen; b) Inokulieren der gemischten
Zellkultur mit der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten;
und c) Beobachten der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein des
Zytomegalovirus.
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Hier
wird ebenfalls ein Verfahren zur Detektion und Identifikation von
Enterovirus in einer Probe be reitgestellt, das die Schritte umfasst:
a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht steht, einen Enterovirus
zu enthalten; und ii) eine gemischte Zellkultur, die CV-1-Zellen
und mindestens einen Zelltyp umfasst, der ausgewählt ist aus MRC-5-Zellen McCoy-Zellen, gentechnisch
hergestellten Babyhamsternierenzellen, A549-Zellen, HEp-2-Zellen,
Mv1Lu-Zellen und H292-Zellen; b) Inokulieren der gemischten Zellkultur
mit der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten
der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein des Enterovirus.
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Die
Erfindung offenbart zusätzlich
ein Verfahren zur Detektion und Identifikation von Enterovirus in
einer Probe, das die Schritte umfasst: a) Bereitstellen: i) einer
Probe, die im Verdacht steht, einen Enterovirus zu enthalten; und
ii) eine gemischte Zellkultur, die Buffalo-Green-Affenzellen und
mindestens einen Zelltyp umfasst, der ausgewählt ist aus MRC-5-Zellen CV-1-Zellen,
McCoy-Zellen, gentechnisch hergestellten Babyhamsternierenzellen,
A549-Zellen, HEp-2-Zellen, Mv1Lu-Zellen und H292-Zellen; b) Inokulieren
der gemischten Zellkultur mit der Probe, um eine inokulierte Kultur
zu erhalten; und c) Beobachten der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein
des Enterovirus.
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Ferner
wird mit dieser Offenbarung ein Verfahren zur Detektion und Identifikation
von Herpes-simplex-Virus
in einer Probe bereitgestellt, das die Schritte umfasst: a) Bereitstellen:
i) einer Probe, die im Verdacht steht, einen Herpes-simplex-Virus
zu enthalten; und ii) eine gemischte Zellkultur, die gentechnisch
hergestellte Babyhamsternierenzellen und mindestens einen Zelltyp
umfasst, der einen ersten Zelltyp umfasst, ausgewählt aus
MRC-5-Zellen CV-1-Zellen, Buffalo-green- Affennierenzellen, McCoy-Zellen, A549-Zellen,
HEp-2-Zellen, Mv1Lu-Zellen
und H292-Zellen; b) Inokulieren der gemischten Zellkultur mit der
Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten
der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein des Herpessimplex-Virus.
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Es
wird ein weiteres Verfahren zur Detektion und Identifikation von
Adenovirus in einer Probe bereitgestellt, das die Schritte umfasst:
a) Bereitstellen von: i) einer Probe, die im Verdacht steht, einen
Adenovirus zu enthalten; und ii) eine gemischte Zellkultur, die
A549-Zellen und mindestens einen Zelltyp umfasst, der einen ersten
Zelltyp umfasst, ausgewählt
aus MRC-5-Zellen
CV-1-Zellen, Buffalo-Green-Affennierenzellen, McCoy-Zellen, gentechnisch
hergestellten Babyhamsternierenzellen, HEp-2-Zellen, Mv1Lu-Zellen
und H292-Zellen;
b) Inokulieren der gemischten Zellkultur mit der Probe, um eine
inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten der inokulierten
Kultur auf das Vorhandensein des Adenovirus.
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Hier
wird ebenfalls ein Verfahren zur Detektion und Identifikation von
Respiratory-syncytial-Virus in einer Probe bereitgestellt, das die
Schritte umfasst: a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht
steht, einen Respiratory-syncytial-Virus zu enthalten; und ii) eine
gemischte Zellkultur, die Hep-2-Zellen und mindestens einen Zelltyp
umfasst, der einen ersten Zelltyp umfasst, ausgewählt aus
MRC-5-Zellen CV-1-Zellen,
Buffalo-Green-Affennierenzellen, McCoy-Zellen, gentechnisch hergestellten
Babyhamsternierenzellen, A549-Zellen, Mv1Lu-Zellen und H292-Zellen;
b) Inokulieren der gemischten Zellkultur mit der Probe, um eine
inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten der inokulierten
Kultur auf das Vorhandensein des Respiratory-syncytial-Virus.
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Zusätzlich wird
ein Verfahren zur Detektion und Identifikation eines Virus bereitgestellt,
ausgewählt aus
Influenzavirus und Parainfluenzavirus in einer Probe, das die Schritte
umfasst: a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht steht,
einen Virus zu enthalten, ausgewählt
aus Influenzavirus und Parainfluenzavirus; und ii) eine gemischte
Zellkultur, die Mv1Lu-Zellen
und mindestens einen Zelltyp umfasst, der einen ersten Zelltyp umfasst,
ausgewählt
aus MRC-5-Zellen CV-1-Zellen,
Buffalo-Green-Affennierenzellen, McCoy-Zellen, gentechnisch hergestellten Babyhamsternierenzellen,
A549-Zellen, Hep-2-Zellen und H292-Zellen; b) Inokulieren der gemischten
Zellkultur mit der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten;
und c) Beobachten der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein
des Virus, ausgewählt
aus Influenzavirus und Parainfluenzavirus.
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Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Detektion und Identifikation
eines Virus, ausgewählt
aus Respiratory-syncytial-Virus, Adenovirus, Zytomegalovirus und
Parainfluenzavirus in einer Probe bereit, das die Schritte umfasst:
a) Bereitstellen: i) einer Probe, die im Verdacht steht, einen Virus
zu enthalten, ausgewählt aus
Respiratory-syncytial-Virus, Adenovirus, Zytomegalovirus und Parainfluenzavirus;
und ii) eine gemischte Zellkultur, die H292-Zellen und mindestens
einen Zelltyp umfasst, der einen ersten Zelltyp umfasst, ausgewählt aus
MRC-5-Zellen CV-1-Zellen, Buffalo-Green-Affennierenzellen, McCoy-Zellen, gentechnisch
hergestellten Babyhamsternierenzellen, A549-Zellen, Hep-2-Zellen und Mv1Lu-Zellen
und einem zweiten Zelltyp; b) Inokulieren der gemischten Zellkultur
mit der Probe, um eine inokulierte Kultur zu erhalten; und c) Beobachten
der inokulierten Kultur auf das Vorhandensein des Virus, ausgewählt aus
Respiratory-syncytial-Virus, Adenovirus, Zytomegalovirus und Parainfluenzavirus.
Ohne die Absicht, den zweiten Zelltyp auf irgendeine bestimmte Zelle zu
beschränken,
wird in einer Ausführungsform
der zweite Zelltyp ausgewählt
aus MRC-5 Zellen, CV-1-Zellen, Buffalo-Green-Affennierenzellen,
gentechnisch hergestellten Babyhamsternierenzellen, A549-Zellen, HEp-2-Zellen,
Mv1Lu-Zellen und H292-Zellen.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird in den Ansprüchen definiert und betrifft
allgemein das Gebiet der diagnostischen Mikrobiologie, und insbesondere
Verfahren zum Nachweis und zur Differenzierung eines oder mehrerer
Viren, die in einem Spezimen vorhanden sind.
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Die
vorliegende Erfindung stellt Verfahren und Zusammensetzungen zur
Detektion und Identifikation von mehreren verschiedenen Viren sowie
anderer intrazellulärer
Organismen bereit, die in klinischen und anderen Spezimen in einer
Einzelzellkultureinheit vorhanden sind, umfassend eine Mischung
aus Zellen, die auf eine Weise gewachsen wurden, um als Monolayer
mit einem relativ äquivalenten
Verhältnis
zu co-existieren und komplementäre
Empfänglichkeiten
auf ein größeres Spektrum
von Viren und/oder anderen Organismen zu beweisen, als von jeder
einzelnen Zelllinie detektiert werden könnte. Zum Beispiel involvieren
die viralen Assays das Inokulieren einer Zellmischung mit einem
Spezimen, das im Verdacht steht, einen Virus zu enthalten, der den
Virus-Infektionszyklus für
einen ausreichenden Zeitraum ablaufen lässt, gefolgt von der Detektion und/oder
Quantifizierung der Anzahl der virusinfizierten Zellen, um die Anzahl
der infektiösen
Virionen in dem Spezimen zu bestimmen. Dieser Detektionsschritt
kann unter Verwendung einer beliebigen Anzahl an verfügbaren Bestätigungsverfahren
erreicht werden, einschließlich
spezifischer viraler Antigendetektion unter Verwendung antigenspezifischer
Antikörper,
DNA-Sonden und Reportergendetektion. Der Assay stellt auch verlässliche
Verfahren und Zusammensetzungen für die Quantifizierung einer
Anzahl infektiöser
Virionen bereit, die in einer Probe vorhanden sind. Zusätzlich sind
die Verfahren und Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ausreichend
sensitiv, so dass das Vorhandensein eines einzigen Virions in einem
Spezimen detektiert werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch Zusammensetzungen bereit, die
neuartige Mischungen zahlreicher Zelltypen umfassen, die traditionell
in Einzelzellen-Assays
verwendet werden. In bevorzugten Ausführungsformen werden die Zellen
gemischt, um gemischte Monolayer-Zellkulturen
zu erhalten. Eine solche gemischte Zellkultur beinhaltet Nerzlungenzellen
(z. B. Mv1Lu), die mit menschlichen mucoepidermoiden Zellen (z.
B. NCI-H292; auch
als „H292-Zellen" bezeichnet) co-kultiviert
werden. Diese Zellmischung ist empfänglich für Viren, wie etwa Influenza
A, Influenza B, RSV, Parainfluenzatyp 1, 2 und 3, Adenovirus und
CMV (d. h., die Gruppe von Viren, die am häufigsten im Zusammenhang mit
viralen Atemswegserkrankungen steht). In anderen gemischten Kulturen
werden Buffalo-green-Affennierenzellen (BGMK) mit NCI-H292-Zellen
zur Detektion und Identifikation von Enteroviren, wie etwa Poliovirus,
Echoviren und Coxsackie-B-Virus (z. B. Coxsackie-A- und -B-Viren)
und nummerierten EV-Stämmen
co-kultiviert. Zusätzlich
zu den Enteroviren erwägt
die vorliegende Erfindung Zelltypen, die für Picornaviren, wie etwa Hepatitis
A, empfänglich
sind.
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Die
vorliegenden Erfindung stellt auch Zusammensetzungen bereit, die
neuartige Mischungen verschiedener Zelltypen umfasst, die traditionell
in Einzelzellen-Assays verwendet werden, die mit gentechnisch hergestellten
Zellen co-kultiviert werden. In besonders bevorzugten Ausführungsformen,
ist die gentechnisch hergestellte Zelllinie eine DNA-transfizierte
Zelllinie, die für
die Infektion durch einen Virus empfänglich ist, wobei die Zelllinie
mit einem chimären
Gen stabil transformiert worden war, das einen virusinduzierbaren
Promoter und ein Gen umfasst, dass für ein Enzym kodiert, wobei
die Expression des Enzyms vom Vorhandensein des Virus abhängt. Solche
gentechnisch hergestellten Zellen werden zum Beispiel in der US-Patentschrift Nr. 5,418,132
beschrieben, die hier als Bezugsdokument beigefügt ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform
beinhaltet eine Zellmischung menschliche Lungenfibroblasten (z.
B. MRC-5-Zellen) die mit einer stabilen Babyhamsternierenzelllinie
(BHK) co-kultiviert werden, wobei deren Genom gentechnisch so hergestellt
wurde, dass es das E.-coli-lacZ-Gen hinter (d. h., 3' zu) einem induzierbaren
HSV-Promoter, HSV-1-ICP6-Promoter enthält (BHK/ICP6LacZ-5-Zellen
sind über
ATCC als CRL-12072 erhältlich).
Diese Zellmischung ist für
die Infektion mit CMV und HSV-Typ 1 und 2 empfänglich.
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In
noch einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegenden Erfindung Zusammensetzungen bereit, die
neuartige Mischungen verschiedener Typen gentechnisch hergestellter
Zellen umfasst. In besonders bevorzugten Ausführungsformen ist die gentechnisch
hergestellte Zelllinie eine DNA-transfizierte Zelllinie, die für die Infektion
durch einen Virus empfänglich
ist, wobei die Zelllinie mit einem chimären Gen stabil transformiert worden
war, das einen virusinduzierbaren Promoter und ein Gen umfasst,
dass für
ein Enzym kodiert, wobei die Expression des Enzyms vom Vorhandensein
des Virus abhängt.
Die zweite gentechnisch hergestellte Zelllinie ist eine DNA-transfizierte
Zelllinie, die für
virale Infektion empfänglich
ist, die mit einem chimären
Gen stabil transformiert wurde, das einen virusinduzierbaren Promoter
umfasst, und ein Gen, das ein zweites Enzym kodiert (d. h., ein
Enzym, dass verschieden ist von dem, dass mit der ersten Zelllinie
verbunden ist), bei dem die Expression des zweiten Enzyms vom Vorhandensein
eines zweiten Virus abhängig
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird eine Zellmischung präpariert,
in der gentechnisch hergestellte BHK-Zellen (z. B. BHK/ICP6/LacZ-5-Zellen)
mit einer stabilen Nerzlungenzelllinie (Mv1Lu-) co-kultiviert werden,
deren Genom gentechnisch hergestellt wurde, um einen induzierbaren
CMV-Promoter (den CMV-UL45-Promoter) zu enthalten; diese Zellen
werden „MLID5"-Zellen genannt und
sind in der US-Patentanmeldung Ser.-Nr. 08/846,026 offenbart, die
hier als Bezugsdokument beigefügt
wird. Diese Zellmischung ist empfänglich für die Infektion mit CMV und
HSV-Virus Typ 1 und 2 (HSV-1 und HSV-2), wobei CMV die gentechnisch
hergestellten BHK-Zellen infiziert und HSV-1 und HSV-2 vorzugsweise
die Nerzlungenzellen infizieren. In einer anderen Ausführungsform
erwägt
die vorliegenden Erfindung die Verwendung gentechnisch hergestellter
Zellen (z. B. Nerzlungenzellen) bei denen das Zellgenom gentechnisch
so hergestellt wurde, dass es das Glühwürmchenluciferasegen hinter
(d. h., 3' zu) einem
induzierbaren CMV-Promoter enthält;
diese Zellen werden auch in der US-Patentanmeldung Ser.-Nr. 08/846,026
beschrieben. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass die vorliegende
Erfindung auf irgendwelche bestimmten Zelltypen oder Zelllinien
beschränkt
ist, noch ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung auf irgendwelche
bestimmten Kombinationen von Zellen beschränkt ist. Es ist auch nicht
beabsichtigt, dass die vorliegenden Erfindung auf die Form von gentechnisch
hergestellten Zellen beschränkt
ist.
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Die
folgende Tabelle stellt eine Matrix bereit, die die Fähigkeit
zahlreicher Zellen angibt, konfluente Einzelzellen-Monolayer sowie
co-kultivierte konfluente Monolayer aus gemischten Zellen zu bilden.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
stellt die vorliegenden Erfindung Kits zur Analyse von Proben auf
das Vorhandensein infektiöser
Viren bereit. In diesen Kits werden gemischte Zellkulturen bereitgestellt,
die die Detektion und Identifikation bestimmter Virusgruppen (z.
B. Viren, die mit Atemwegsinfektionen/-erkrankungen verbunden sind) erleichtern.
In den Kits werden co-kultivierte Zellen entweder in gefrorener
oder dispensierter Form (d. h., gebrauchsfertig) in Shell Vials,
Röhren
oder Multiwellplatten geliefert. Diese Zellen sind, wie durch den
Probentyp angegeben, empfänglich
für die
Infektion durch die interessierende Virusgruppe. In bevorzugten
Ausführungsformen
enthalten die Kits auch Reagenzien, die notwendig sind, um die Expression viraler
Antigene oder virusinduzierter Reportergenexpression zu detektieren.
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Eine
der vielen Vorteile der vorliegenden Erfindung ist, dass sie schnelle
und sensitive Assaysysteme zur Detektion und Identifikation eines
Einzelvirustyps aus einer Vielzahl von Möglichkeiten in einer gemischten Einzelzelleinheit
bereitstellt, die für
diagnostische Assays geeignet ist. Somit beseitigt die vorliegenden
Erfindung den Bedarf an vielen Zelllinien, die in einzelnen Behälter kultiviert
werden, stellt verlässliche
Ergebnisse innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach dem Inokulieren der
Zellkulturen bereit, anstelle von 1 bis 28 Tagen, beseitigt die
Notwendigkeit mit primären
Zellkulturen zu arbeiten, stellt ein effizientes Screeningverfahren
für die
Gruppierung und vorläufige
Identifikation von Viren bereit, und stellt Assaysysteme bereit,
die höchst
spezifisch für Viren
sind, die eine Reportergenexpression induzieren können. Somit
erfüllt
die vorliegende Erfindung einen Bedarf, der bisher auf dem Feld
der diagnostischen Virologie nicht abgedeckt wurde.
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Definitionen
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Die
Begriffe „Probe" und „Spezimen" werden in der vorliegenden
Spezifikation und den Ansprüchen
in ihrem weitesten Sinn verwendet. Einerseits sollten sie ein Spezimen
oder eine Kultur beinhalten. Andererseits sollten sie sowohl biologische
Proben als auch Umweltproben beinhalten. Diese Begriffe schließen alle
Typen von Proben ein, die von Menschen und anderen Tieren erhalten
werden, einschließlich
aber nicht beschränkt auf
Körperflüssigkeiten,
wie etwa Urin, Blut, Kot, Zerebrospinalflüssigkeit (CSF), Sperma, Sputum
und Speichel, sowie festes Gewebe. Diese Begriffe beziehen sich
auch auf Abstrichtupfer und andere Probennahmegeräte, die
gewöhnlich
verwendet werden, um Proben für
die Kultur von Mikroorganismen zu erhalten.
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Biologische
Proben können
tierisch, einschließlich
menschlich sein, Flüssigkeiten
oder Gewebe, Nahrungsmittelprodukte und Inhaltsstoffe, wie etwa
Molkereiprodukte, Gemüse,
Fleisch- und Fleischnebenprodukt und Abfall. Umweltproben beinhalten
Umweltmaterial, wie etwa Oberflächenstoffe,
Boden, Wasser und industrielle Proben sowie Proben, die von Instrumenten
zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln und Milchprodukten, Instrumenten,
Ausrüstung,
Ein- oder Mehrwegartikeln stammen. Diese Beispiele sind nicht als
Beschränkung der
Probentypen zu verstehen, die für
die vorliegende Erfindung zutreffen.
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Unabhängig davon,
ob es sich um eine biologische Probe oder eine Umweltprobe handelt,
kann (aber muss nicht) eine Probe, die im Verdacht steht, Mikroorganismen
zu enthalten, einem Anreicherungsmittel ausgesetzt werden, um eine „reine
Kultur" der Mikroorganismen
zu schaffen. Mit „Anreicherungsmittel" oder „Anreicherungsbehandlung" erwägt die vorliegenden
Erfindung (i) herkömmliche
Techniken zur Isolierung eines bestimmten interessierenden Mikroorganismus
von anderen Mikroorganismen mittels irgendeines Kulturmediums und/oder
einer Kulturtechnik, und (ii) neuartige Techniken für die Isolierung
bestimmter Mikroorganismen von anderen Mikroorganismen. Es ist nicht
beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung nur auf einen Anreicherungsschritt
oder Typ eines Anreicherungsmittels beschränkt ist. Zum Beispiel fällt es in
den Umfang der vorliegenden Erfindung, dass eine Probe, nachdem
sie einem herkömmlichen
Anreicherungsmittel ausgesetzt wurde, das daraus resultierende Präparat einer
weiteren Reinigung unterzogen wird, so dass eine reine Kultur eines
Stammes einer interessierenden Gattung produziert wird. Diese reine
Kultur kann dann mit dem Medium und dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung analysiert werden.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Organismus" und „Mikroorganismus" auf jede Gattung oder
jeden Typ von Mikroorganismus, einschließlich, aber nicht beschränkt auf
Viren und Bakterien, einschließlich
Rickettsien und Chlamydien. Somit schließt der Begriff DNA- und RNA-Viren
sowie Organismen, innerhalb der Ordnung der Rickettsien und Chlamydien
ein, ist aber nicht darauf beschränkt.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Kultur" auf jede Probe oder jedes Spezimen,
das im Verdacht steht, einen oder mehrere Mikroorganismen zu enthalten. „Reine
Kulturen" sind Kulturen,
in denen die Organismen nur in einem Stamm einer bestimmten Gattung
oder Spezies vorhanden sind. Dies steht im Gegensatz zu den „gemischten
Kulturen", die Kulturen
sind, in denen mehr als eine Gattung und/oder Spezies von Mikroorganismen
vorhanden ist.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Zelltyp" auf jede Zelle, unabhängig von
ihrer Quelle oder ihren Eigenschaften.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Zelllinie" auf Zellen, die in vitro kultiviert
werden, einschließlich
primärer
Zelllinien, finiter Zelllinien, Dauerzelllinien und transformierter
Zelllinien.
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Wie
hier verwendet, beziehen sich die Begriffe „primäre Zellkultur" und „primäre Kultur" auf Zellkulturen,
die direkt aus Tier- oder Insektengewebe erhalten wurden. Diese
Kulturen können
sowohl von adultem als auch fötalem
Gewebe abgeleitet sein.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „finite Zelllinien" auf Zellkulturen,
die zu einer begrenzten Anzahl von Populationsverdopplungen vor
Seneszenz fähig
sind.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Dauerzelllinien" auf Zellkulturen,
die eine „Krisen"-Phase durchgemacht haben, bei der eine
Zellpopulation in einer primären
oder finiten Zelllinie anscheinend zu wachsen aufhört, aber
dennoch eine Zellpopulation mit den allgemeinen Merkmalen einer
reduzierten Zellgröße, höheren Wachstumsrate,
höherer
Klonierungseffizienz, erhöhter
tumorerzeugender Wirkung und einem variablen Chromosomenkomplement
auftritt. Diese Zellen resultie ren häufig aus einer spontanen Transformation
in vitro. Diese Zellen haben eine unbegrenzte Lebensdauer.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „transformierte Zelllinien" auf Zellkulturen,
die in Dauerzelllinien mit den oben beschriebenen Eigenschaften
transformiert wurden. Transformierte Zelllinien können direkt
aus Tumorgewebe abgeleitet werden und auch durch In-vitro-Transformation
von Zellen mit dem gesamten Virus (z. B. SV40 oder EBV), oder DNA-Fragmente, die von
einem transformierenden Virus, der ein Vektorsysteme verwendet,
abgeleitet sind.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Hybridome" auf Zellen, die durch die Fusion von
zwei Zelltypen produziert wurden. Gewöhnlich verwendete Hybridome
beinhalten solche, die durch die Fusion von Antikörper-sekretierenden
B-Zellen von einem immunisierten Tier, mit einer bösartigen
Myelomzelllinie, die in vitro unbegrenzt wachsen kann, geschaffen
wurden. Diese Zellen werden kloniert und verwendet, um monoklonale
Antikörper
zu präparieren.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „gemischte Zellkultur" auf eine Mischung
aus zwei Zelltypen. In einigen bevorzugten Ausführungsformen sind die Zellen
Zelllinien, die nicht gentechnisch hergestellt sind, während in
anderen bevorzugten Ausführungsformen,
die Zellen gentechnisch hergestellte Zelllinien sind. In einigen
Ausführungsformen
sind einer oder mehrere der Zelltypen „permissiv" (d. h., der Virus ist zur Replikation
und zur Ausbreitung von Zelle zu Zelle innerhalb der Kultur fähig). Die
vorliegenden Erfindung schließt
jede Kombination von Zelltypen ein, die zur Detektion, Identifikation
und/oder quantitati ven Bestimmung von Viren in Proben geeignet ist,
einschließlich
gemischte Zellkulturen, in denen alle verwendeten Zelltypen nicht
gentechnisch hergestellt sind, Mischungen, in denen eine oder mehrere
der Zelltypen gentechnisch hergestellt sind, und die verbleibenden
Zelltypen nicht gentechnisch hergestellt sind, und Mischungen, in
denen alle Zelltypen gentechnisch hergestellt sind.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „geeignet zur Detektion intrazellulärer Parasiten" auf Zellkulturen,
die erfolgreich verwendet werden können, um das Vorhandensein
eines intrazellulären
Parasiten in einer Probe zu detektieren. In bevorzugten Ausführungsformen
können
die Zellkulturen ihre Empfänglichkeit für die Infektion
erhalten und/oder die Replikation des intrazellulären Parasiten
unterstützen.
Es ist nicht beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung auf einen
bestimmten Zelltyp oder intrazellulären Parasiten beschränkt ist.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „empfänglich für Infektion" auf die Fähigkeit einer Zelle, mit einem
Virus oder einem anderen intrazellulären Organismus infiziert zu
werden. Auch wenn sie „permissive" Infektionen einschließt, ist
es nicht beabsichtigt, dass der Begriff so beschränkt ist,
da es beabsichtigt ist, dass der Begriff Umstände einschließt, in denen
eine Zelle infiziert wird, aber der Organismus sich nicht zwangsläufig repliziert
und/oder die infizierte Zelle sich zu anderen Zellen ausbreitet.
Der Wendung „virale
Proliferation",
wie hier verwendet, beschreibt die Ausbreitung oder Passage eines
infektiösen
Virus von einem permissiven Zelltyp zu zusätzlichen Zellen mit entweder
permissivem oder empfänglichem
Merkmal.
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Wie
hier verwendet, beziehen sich die Begriffe „Monolayer" „Monolayer-Kultur" und „Monolayer-Zellkultur" auf Zellen, die
sich an ein Substrat anhaften und in einer Schicht gewachsen werden,
die die Dicke einer Zelle hat. Monolayer können in jedem Format gewachsen
werden, einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf Kolben, Röhren,
Deckgläser
(z. B. Shell Vials), drehende Flaschen usw. Die Zellen können auch
angelagert an Mikroträger,
einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf Kügelchen,
gewachsen werden.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Suspension" und „Suspensionskultur" auf Zellen, die ohne
an ein Substrat angelagert zu sein, überleben und proliferieren.
Suspensionskulturen werden typischerweise unter Verwendung blutbildender
Zellen, transformierter Zelllinien und Zellen aus bösartigen
Tumoren produziert.
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Wie
hier verwendet, beziehen sich die Begriffe „Kulturmedien" und „Zellkulturmedien" auf Medien, die geeignet
sind, das Wachstum von Zellen in vitro zu unterstützen (d.
h., Zellkulturen). Es ist nicht beabsichtigt, dass der Begriff auf
irgendein bestimmtes Kulturmedium beschränkt ist. Zum Beispiel ist es
beabsichtigt, dass die Definition Keimungsmedien ebenso einschließt wie Erhaltungsmedien.
In der Tat ist es beabsichtigt, dass der Begriff jedes Kulturmedium
einschließt,
das für
das Wachstum der interessierenden Zellkulturen geeignet ist.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „obligatorischer intrazellulärer Parasit" (oder obligatorischer
intrazellulärer
Organismus) auf jeden Organismus, der eine intrazelluläre Umwelt
für sein Überleben und/oder
seine Replikation erfordert. Obligatorische intrazellulären Parasiten
beinhalten Viren sowie viele andere Organismen, einschließlich gewisser
Bakterien (z. B. die meisten Mitglieder der Ordnungen der Rickettsien
[z. B. Coxiella, Rickettsia und Ehrlichia] und der Chlamydien [z.
B. C. trachomatis, C. psittaci], usw.). Der Begriff „intrazellulärer Parasit" bezieht sich auf
jeden Organismus, der innerhalb der Zellen eines Wirtstiers gefunden
werden kann, einschließlich
aber nicht beschränkt
auf die oben kurz beschriebenen obligatorischen intrazellulären Parasiten.
Zum Beispiel beinhalten intrazellulären Parasiten Organismen, wie
etwa Brucella, Listerien, Mycobacterium (z. B. M. tuberculosis und
M. leprae) und Plasmodium sowie Rochalimea.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „antimikrobiell" auf jede Verbindung,
die das Wachstum von Mikroorganismen hemmt oder die Mikroorganismen
abtötet.
Es ist beabsichtigt, dass der Begriff in seinem weitesten Sinn verwendet
wird, und Verbindungen, wie etwa Antibiotika, die natürlich oder
synthetisch produziert werden, beinhaltet, aber nicht auf sie beschränkt ist.
Es ist auch beabsichtigt, dass der Begriff Verbindungen und Elemente
beinhaltet, die für
die Hemmung des Wachstums oder die Abtötung von Mikroorganismen verwendbar
sind.
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Wie
hier verwendet, beziehen sich die Begriffe „chromogene Verbindung" und „chromogenes
Substrat" auf jede
Verbindung, die in Detektionssystemen durch ihre leichten Absorptions-
oder Emissionsmerkmale verwendbar sind. Es ist beabsichtigt, dass
der Begriff alle enzymatischen Spaltungsprodukte, lösliche ebenso wie
unlösliche,
einschließt,
die entweder visuell oder mit optischen Gerätschaften detektierbar sind.
Die Bezeichnung „chromogen" beinhaltet alle
enzymatischen Substrate, die ein Endprodukt produzieren, dass als Farbänderung
detektierbar ist. Dies beinhaltet, ist aber nicht beschränkt auf,
jede Farbe, wie im traditionellen Sinn von „Farben" verwendet, wie etwa indigo, blau, rot,
gelb, grün,
orange, braun usw. sowie fluorochrome oder fluorogene Verbindungen,
die Farben produzieren, die mit Fluoreszenz (z. B. das gelb-grün von Fluorescenn,
das rot von Rhodamin usw.) detektierbar sind. Es ist beabsichtigt,
dass solche anderen Indikatoren, wie Farbstoffe (z. B. pH-Wert)
und luminogene Verbindungen, in diese Definition eingeschlossen
sind.
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Wie
hier verwendet ist die gebräuchlich
verwendete Bedeutung der Begriffe, „pH-Indikator" „Redox-Indikator" und „Oxidations-Reduktions-Indikator" beabsichtigt. Somit
schließt „pH-Indikator" alle Verbindungen ein,
die gewöhnlich
zur Detektion von pH-Änderungen
verwendet werden, einschließlich
aber nicht beschränkt auf
Phenolrot, Neutralrot, Bromthymolblau, Bromcresolpurpur, Bromcresolgrün, Bromchlorphenolblau,
m-Cresolpurpur,
Thymolblau, Bromcresolpurpur, Xylenolblau, Methylrot, Methylorange
und Cresolrot. Die Begriffe „Redox-Indikator" und „Oxidations-Reduktions-Indikator" schließen alle
Verbindungen ein, die gewöhnlich
zur Detektion des Oxidations-/Reduktionspotentials (d. h., „eH") verwendete werden,
einschließlich,
aber nicht beschränkt
auf zahlreiche Typen oder Formen von Tetrazolium, Resazurin und
Methylenblau.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „inokulierende Suspension" oder „Inokulum" auf eine Suspension,
die mit den Organismen, die getestet werden sollen, inokuliert werden
kann. Es ist nicht beabsichtigt, dass der Begriff „inokulierende
Suspension" auf
eine bestimmte Flüssigkeit
oder eine flüssige
Substanz beschränkt
ist. Zum Beispiel können
inokulierende Suspensionen Wasser, Kochsalzlösung oder eine wässrige Lösung umfassen.
Es wird auch erwogen, dass eine inokulierende Suspension eine Komponente
beinhalten kann, zu der Wasser, Kochsalzlösung oder irgendein wässriges
Material zugefügt
werden kann. Es wird in einer Ausführungsform erwogen, dass die
Komponente mindestens eine Komponente umfasst, die für die betreffenden
Mikroorganismen verwendbar ist. Es ist nicht beabsichtigt, dass
die vorliegende Erfindung auf eine bestimmte Komponente beschränkt ist.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „Kit" auf eine Kombination von Reagenzien
und anderer Materialien.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „primäre Isolierung" auf einen Kulturprozess
von Organismen direkt aus einer Probe. Wie hier verwendet, bezieht
sich der Begriff „Isolierung" auf jede Kultivierung
von Organismen, unabhängig
davon, ob es eine primäre
Isolierung oder irgendeine nachfolgende Kultivierung ist, einschließlich der „Passage" oder des „Transfers" von Bestandskulturen
von Organismen zur Erhaltung und/oder Verwendung.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „präsumtive Diagnose" auf eine vorläufige Diagnose,
die dem behandelten Arzt eine gewisse Orientierung im Hin blick auf
die ätiologischen
Organismen gibt, die in die Krankheit des Patienten involviert sind.
Präsumtive
Diagnosen basieren häufig
auf „präsumtiven
Identifikationen",
die sich, wie hier verwendet, auf die vorläufige Identifikation eines
Mikroorganismus beziehen.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „definitive Diagnose" auf eine endgültige Diagnose,
in der das ätiologische
Ages der Krankheit des Patienten identifiziert wurde. Der Begriff „definitive
Identifikation" wird mit
Bezug auf die endgültige
Identifikation eines Organismus zu einem Level einer Gattung und/oder
Spezies verwendet.
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Der
Begriff „rekombinantes
DNA-Molekül", wie es hier verwendet
wird, bezieht sich auf ein DNA-Molekül, das Segmente von DNA umfasst,
die mit Mitteln molekularbiologischer Techniken zusammengefügt wurden.
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Von
DNA-Molekülen
wird gesagt, dass sie „5'-Enden" und „3'-Enden" haben, weil Mononukleotide reagiert
werden, um Oligonukleotide auf eine Weise zu schaffen, dass 5'-Phosphat eines Mononukleotid-Pentoserings an den
3'-Sauerstoff seines
Nachbarn in einer Richtung mittels einer Phosphodiester-Verknüpfung angelagert
wird. Daher wird das Ende eines Oligonukleotids als das „5'-Ende" bezeichnet, wenn
sein 5'-Phosphat nicht mit
dem 3'-Sauerstoff
eines Mononukleotid-Pentoserings verknüpft ist, und als „3'-Ende", wenn sein 3'-Sauerstoff nicht
mit einem 5'-Phosphat
eines nachfolgenden Mononukleotid-Pentoserings verknüpft ist.
Wie hier verwendet, kann von einer Nukleinsäuresequenz sogar dann gesagt
werden, dass sie 5'-
und 3'-Enden aufweist,
wenn sie innerhalb eines größeren Oligonukleotids
liegt. Sowohl in einem linearen als auch in einem zirkulären DNA-Molekül werden
diskrete Elemente als „stromaufwärts" oder 5' von den „stromabwärts" oder 3' Elementen liegend,
bezeichnet. Diese Terminologie spiegelt die Tatsache wider, dass
die Transkription entlang des DNA-Strangs von 5' bis zu 3' fortschreitet. Die Promoter- und Verstärkerelemente,
die die Transkription eines verknüpften Gens lenken, liegen im
Allgemeinen 5' oder
stromaufwärts
der kodierenden Region (Verstärkerelemente
können
ihre Wirkung sogar dann ausüben,
wenn sie 3' von
dem Promoterelement und der kodierenden Region entfernt liegen).
Transkriptionsterminations- und Polyadenylierungssignale liegen
3' oder stromabwärts der
kodierenden Region.
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Der
Begriff „ein
Oligonukleotid, dass eine Nukleotidsequenz aufweist, die ein Gen
kodiert" bezieht
sich auf eine DNA-Sequenz, die die kodierende Region eines Gens
umfasst, oder, anders ausgedrückt,
die DNA-Sequenz,
die ein Genprodukt kodiert. Die kodierende Region kann entweder
in Form einer cDNA oder einer genomen DNA vorhanden sein. Geeignete
Kontrollelemente, wie etwa Verstärker,
Promoter, Spleißstellen,
Polyadenylierungssignale usw., können,
wenn notwenig, ganz nah an der kodierenden Region des Gens platziert
sein, um die einwandfreie Initiation der Transkription und/oder
das korrekte Processing des primären RNA-Transkripts
zu ermöglichen.
Alternativ kann die kodierende Region, die in den Vektoren der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, endogene Verstärker
und/oder Promoter, Spleißstellen,
Intervening-Sequenzen, Polyadenylierungssignale usw. oder eine Kombination
sowohl von endogenen als auch von exogenen Kontrollelementen enthalten.
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Der
Begriff „Transkriptionseinheit", wie hier verwendet,
bezieht sich auf das DNA-Segment zwischen den Initiations- und Terminationsstellen
der Transkription und auf die Regulatorelemente, die für die effiziente Initiation
und Termination notwendig sind. Zum Beispiel umfasst ein DNA-Segment,
das einen Verstärker/Promoter,
eine kodierende Region und eine Terminations- und Polyadenylierungssequenz
umfasst, eine Transkriptionseinheit.
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Der
Begriff „Regulator", wie hier verwendet,
bezieht sich auf ein genetisches Element, das gewisse Aspekte der
Expression von Nukleinsäuresequenzen
kontrolliert. Zum Beispiel ist ein Promoter ein Regulatorelement,
das die Initiation der Transkription einer operativ verknüpften kodierenden
Region erleichtert. Andere Regulatorelemente sind Spleißsignale,
Polyadenylierungssignale, Terminationssignale usw. (unten definiert).
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Die
Begriffe „Reportergenkonstrukt" oder „Reportergenvektor", wie hier verwendet,
beziehen sich auf ein rekombinantes DNA-Molekül, das eine Sequenz enthält, die
das Produkt des Reportergen und geeignete Nukleinsäuresequenzen,
die für
die Expression der operativ verknüpften kodierenden Sequenz in
einem bestimmten Wirtsorganismus kodiert. Es ist bekannt, dass eukaryotische
Zellen Promoter, Verstärker
und Terminations- sowie
Polyadenylierungssignale nutzen.
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Der
Begriff „Reportergen" bezieht sich auf
ein Oligonukleotid, das eine Sequenz aufweist, die ein Genprodukt
(typischerweise ein Enzym) kodiert, das leicht und quantifizierbar
analysiert werden kann, wenn ein Konstrukt, das die Reportergensequenz
umfasst, die operativ mit einem heterologen Promoter- und/oder Verstärkerelement
verknüpft
ist, in Zellen eingeführt
wird, die die Faktoren enthalten (oder die dazu gebracht werden
können,
zu enthalten), die für
die Aktivierung der Promoter- und/oder Verstärkerelemente notwendig sind. Beispiele
für Reportergene
beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf, bakterielle Gene,
die β-Galactosidase (lacZ)
kodieren, die bakteriellen Chloramphenicol-Acetyltransferasegene (cat), Glühwürmchenluciferasegene und
Gene, die β-Glucuronidase
(GUS) kodieren.
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Transkriptionale
Kontrollsignale in Eukaryoten umfassen „Promoter"- und „Verstärker"-Elemente. Promoter und Verstärker bestehen
aus kurzen Anordnungen von DNA-Sequenzen, die mit zellulären Proteinen, die
in die Transkription involviert sind, spezifisch interagieren (Maniatis,
et al., Science 236: 1237 [1987]). Promoter- und Verstärkerelemente aus einer Auswahl
eurkaryotischer Quellen wurden isoliert, einschließlich Genen
in Hefe-, Insekten und Säugerzellen,
und Viren (analoge Kontrollelemente [d. h., Promoter sind auch in Prokaryoten
zu finden]). Die Auswahl eines bestimmten Promoters und Verstärkers hängt davon
ab, auf welchem Zelltyp er verwendet wird, um das interessierende
Protein zu exprimieren. Einige eukaryotische Promoter und Verstärker haben
ein breites Spektrum an Wirten, während andere in einem begrenzten
Subset von Zelltypen funktionsfähig
sind (für
einen Überblick,
vgl. Voss, et al., Trends Biochem. Sci., 11: 287 [1986], und Maniatis,
et al., oben [1987]). Zum Beispiel ist der frühe Genverstärker SV40 sehr aktiv in einer
breiten Auswahl von Zelltypen aus vielen Säugerspezies und wurde in großem Umfang
für die
Expression von Proteinen in Säugerzellen
verwendet (Dijkema, et al., EMBO J. 4: 761 [1985].). Zwei andere
Beispiele für
Promoter-, bzw. Verstärkerelemente,
die in einem breiten Spektrum von Säugerzelltypen aktiv sind, sind
jene aus dem menschlichen Elongations faktor-la-Gen (Uetsuki et al.,
J. Biol. Chem., 264: 5791 [1989]; Kim et al., Gene 91: 217 [1990];
und Mizushima and Nagata, Nuc. Acids. Res., 18: 5322 [1990]) und
die lange terminale Wiederholung des Rous Sarkom-Virus (Gorman et
al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 79: 6777 [1982]), und der menschliche
Zytomegalovirus (Boshart et al., Cell 41: 521 [1985]).
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Der
Begriff „Promoter/Verstärker" bezeichnet ein DNA-Segment,
das Sequenzen enthält,
die sowohl Promoter- als auch Verstärkerfunktionen bereitstellen
können
(zum Beispiel enthalten die langen terminalen Wiederholungen von
Retroviren sowohl Promoter- als auch Verstärkerfunktionen). Die Verstärker/Promoter können „endogen" oder „exogen" oder „heterolog" sein. Ein endogener
Verstärker/Promoter
ist einer, der mit einem gegebenen Gen im Genom natürlich verknüpft ist.
Ein exogener (heterologer) Verstärker/Promoter
ist einer, der mit Mitteln genetischer Manipulation (d. h., molekularbiologischer
Techniken) in Juxtaposition zu einem Gen platziert ist.
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Das
Vorhandensein eines „Spleißsignals" auf einem Expressionsvektor
führt häufig zu
höheren
Expressionsleveln des rekombinanten Transkripts. Spleißsignale
vermitteln die Entfernung von Introns von dem primären RNA-Transkript
und bestehen aus einer Donor-Spleißstelle
und einer Akzeptorstelle (Sambrook et al., Molecular Cloning: A
Laboratory Manual, 2nd ed., Cold Spring Harbor Laboratory Press,
New York [1989], Seiten 16.7–16.8).
Eine gewöhnlich
verwendete Donor-Spleiß- und Akzeptorstelle
ist die Spleißstelle
von der 16S-RNA von SV40.
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Die
effiziente Expression rekombinanter DNA-Sequenzen in eukaryotischen Zellen erfordert
Signale, die die effiziente Termination und Polyadenylierung des
resultierenden Transkripts lenken. Transkriptionsterminationssignale
befinden sich im Allgemeinen stromabwärts des Polyadenylierungssignals
und sind längs
einige hundert Nukleotide entfernt. Der Begriff „Poly-A-Stelle" oder „Poly-A-Sequenz", wie hier verwendet,
bezeichnet eine DNA-Sequenz, die sowohl die Termination als auch
die Polyadenylierung des entstehenden RNA-Transkripts lenkt. Die effiziente Polyadenylierung
des rekombinanten Transkripts ist wünschenswert, da Transkripts,
denen ein Poly-A-Schwanz fehlt, instabil sind, und sich schnell
abbauen. Das Poly-A-Signal, das in einem Expressionsvektor genutzt
wird, kann „heterolog" oder „endogen" sein. Ein endogenes
Poly-A-Signal ist eines, das natürlich
an den 3'-Enden
der kodierenden Region eines gegebenen Gens im Genom zu finden ist.
Ein heterologes Poly-A-Signal ist eines, das aus einem Gen isoliert
wurde und 3' auf
einem anderen Gen platziert wurde. Ein gewöhnlich verwendetes heterologes
Poly-A-Signal ist das SV40-Poly-A-Signal. Das SV40-Poly-A-Signal ist auf
einem 237bp-BamHI/BcII-Restriktionsfragment
enthalten und lenkt sowohl die Termination als auch die Polyadenylierung
(Sambrook, oben, at 16.6–16.7).
Dieses 237bp-Fragment ist in einem 671bp-BamHI/PstI-Restriktionsfragment
enthalten.
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Der
Begriff „gentechnisch
hergestellte Zelllinie" bezieht
sich auf eine Zelllinie, die eine heterologe DNA enthält, die
in die Zelllinie mit Mitteln molekularbiologischer Techniken (d.
h., rekombinante DNA-Technologie) eingeführt wurde.
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Der
Begriff „stabile
Transfektion" oder „stabil
transfiziert" bezieht
sich auf die Einführung
und Integration fremder DNA in das Genom der transfizierten Zelle.
Der Begriff „stabiler
Transfektant" bezieht
sich auf eine Zelle, die fremde DNA stabil in die genomische DNA
integriert hat.
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Der
Begriff „stabile
Transfektion" oder „stabil
transfiziert" bezieht
sich auf die Einführung
und Integration fremder DNA in das Genom der transfizierten Zelle.
Der Begriff „stabiler
Transfektant" bezieht
sich auf eine Zelle, die fremde DNA stabil in die genomische DNA
integriert hat.
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Der
Begriff „selektierbarer
Marker", wie hier
verwendet, bezieht sich auf die Verwendung eines Gens, das eine
Enzymaktivität
kodiert, die Resistenz gegen ein Antibiotikum oder einen Wirkstoff
in der Zelle verleiht, in der der selektierbare Marker exprimiert
wird. Selektierbare Marker können „dominant" sein; ein dominanter selektierbarere
Marker kodiert eine Enzymaktivität,
die in jeder Säugerzelllinie
detektiert werden kann. Beispiele dominanter selektierbarer Marker
beinhalten das bakterielle Aminoglycosid-3'-phosphotransferasegen (auch
als Neogen bezeichnet), das Resistenz gegen den Wirkstoff G418 in
Säugerzellen
verleiht, das bakterielle Hygromycin-G-phosphotransferasegen (hyg), das Resistenz
gegen anti-biotisches
Hygromycin verleiht und das bakterielle Xanthin-guanin-phosphoribosyltransferasegen
(auch als gpt-Gen
bezeichnet), das die Fähigkeit
verleiht, bei Vorhandensein vom Mycophenolsäure zu wachsen. Andere selektierbarer
Marker sind nicht dominant, dahingehend, dass ihre Verwendung in
Verbindung mit einer Zelllinie erfolgen muss, der es an relevanter
Enzymaktivität fehlt.
Beispiele für
nicht dominante selektierbarer Marker beinhalten das Thymidinkinasegen
(tk), das in Verbindung mit tk-Zelllinien verwendet wird, das CAD-Gen, das in Verbindung
mit CAD-defizienten Zellen verwendet wird, und dem Säuger-Hypoxanthin-guaninphosphoribosyltransferasegen (hprt),
das in Verbindung mit den hprt-Zelllinien verwendet wird. Ein Überblick über die
Verwendung selektierbarer Marker in Säugerzelllinien wird in Sambrook
et al., oben, auf den Seiten 16.9–16.15, bereitgestellt.
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Die
Begriffe „Nukleinsäuremolekül-kodierend", „DNA-Sequenz-kodierend" und „DNA-kodierend" beziehen sich auf
die Ordnung oder Sequenz von Desoxyribonukleotiden entlang eines
Desoxyribonukleinsäurestrangs.
Die Ordnung dieser Desoxyribonukleotide bestimmt die Ordnung der
Aminosäuren
entlang der Polypeptid-(protein)-kette.
Die DNA-Sequenz kodiert somit für
die Aminosäuresequenz.
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Die
Begriffe „konfluent" oder „Konfluenz", wie hier bezogen
auf eine anhaftenden Zelllinie verwendet, definieren eine Bedingung,
bei der Zellen überall
in einer Kultur miteinander in Kontakt sind, und das schaffen, was
eine durchgehende Schicht oder „Monolayer" von Zellen zu sein scheint.
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Die
Begriffe „zytopathischer
Effekt" oder „CPE", wie hier verwendet,
beschreiben Veränderungen
der zellulären
Struktur (d. h., einen pathologischen Effekt), der aus externen
Agenzien, wie Viren resultiert. Übliche zytopathische
Effekte beinhalten Zellzerstörung,
Synzytia-Bildung (d. h., fusionierte Riesenzellen), Zell-abrundende
Vakuolenbildung und Bildung von Einschlusskörperchen. CPE resultiert aus
Wirkungen eines Virus auf permissiven Zellen, die die Fähigkeit
des permissiven zellulären
Wirts beeinträchtigen,
die Funktionen durchzuführen,
die erforderlich sind, um lebensfähig zu bleiben. In In-vitro-Zellkultursystemen
ist CPE evident, wenn Zellen, als Teil einer konfluenten Monolayer
nach dem Kontakt mit einen Spezimen, das einen Virus enthält, Regionen
von Nicht-Konfluenz zeigen. Der beobachtete mikroskopische Effekt
ist im Allgemeinen fokaler Natur und die Fokusse werden durch ein
einzelnes Virion initiiert. In Abhängigkeit von der viralen Belastung
in der Probe, kann CPE jedoch nach einer ausreichenden Inkubationszeit überall im
Monolayer beobachtet werden. Zellen, die induzierte CPE aufweisen,
verändern
ihre Morphologie normalerweise in eine abgerundete Form und können über einen
verlängerten
Zeitraum sterben, und von ihren Ankerpunkten in der Monolayer freigegeben
werden. Wenn viele Zellen den Punkt fokal Zerstörung erreichen, wird der Bereich
virale Plaque genannt, der als Loch im Monolayer erscheint. Zytopathische
Effekte sind von Fachleuten schnell zu erkennen und zu unterschieden.
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Die
Abkürzung „ONPG" bedeutet o-Nitrophenyl-β-D-Galactopyranosid.
ONPG ist ein Substrat für
das Enzym β-Galactosidase
(β-gal).
Die Reaktion zwischen ONPG und β-gal
produziert ein gelbes Produkt, das spektrophotometrisch bei 405
nm quantifiziert werden kann.
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Die
Abkürzung „X-gal" bedeutet die chemische
Verbindung 5-Brom-4-chlor-3-indolyl-β-D-galactopyranosid, ein Substrat für das Enzym β-Galactosidase. Die
Reaktion zwischen X-gal und β-Galactosidase führt zur
Bildung eines blauen Präzipitats,
das visuell wahrnehmbar ist.
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Der
Begriff „HYBRIWIXTM" bedeutet
ein Produkt von Diagnostic Hybrids, Inc., Athens, Ohio, das die Quantifizierung
gewisser viraler DNA in einem infizierten Monolayer von Zellen mittels
DNA-Hybridisierung ermöglicht. „DNA-Hybridisierung" ist das Annealing
von zwei komplementären
DNA-Molekülen,
deren Basensequenzen gemäß den Regeln
der Basenpaarung zusammenpassen. DNA-Hybridisierung wird verwendet, um unbekannte
oder „Target"-DNA zu identifizieren
oder zu quantifizieren, mittels Hybridisierung in eine bekannte DNA
oder „Sonde". Die Sonde wird
typischerweise mit einem Reportermolekül markiert, wie etwa 125I, einem Radioisotop, das mit einem Gammazähler detektiert
und quantifiziert werden kann.
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Die
Wendung „Plaquereduktionsassay" oder „PRA,", wie hier verwendet,
beschreibt ein Standardverfahren, das verwendet wird, um die Wirksamkeit
anti-viraler Wirkstoffe zu bestimmen, indem eine Abnahme der Plaquebildung
in einem Zell-Monolayer, der einem Wirkstoff ausgesetzt war, detailliert
aufgelistet wird. Eine „Plaque" ist ein definierter
Bereich von „CPE." Sie ist normalerweise
das Ergebnis der Infektion der Zell-Monolayer mit einem einzelnen infektiösen Virus,
der sich dann repliziert und in die angrenzenden Zellen des Monolayer
ausbreitet. Eine Plaque kann auch als ein „Fokus viraler Infektion" bezeichnet werden.
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Der
Begriff „permissiv", wie hier verwendet,
beschreibt die Sequenz von interaktiven Ereignissen zwischen einem
Virus und dessen mutmaßlicher
Wirtszelle. Der Prozess beginnt mit der Adsorption zur Wirtszellenoberfläche und
endet mit der Freigabe infektiöser
Virionen. Eine Zelle ist „permissiv", wenn sie die Verbreitung
eines Virus oder anderer Zellen schnell ermög licht. Für die Bestimmung der Permissivität einer
gegebenen Zelllinie sind viele Verfahren verfügbar, einschließlich, aber
nicht beschränkt
auf Plaquereduktionsassays, Vergleiche der Produktion und/oder Quantifizierung
viraler Proteine auf der Basis von Ergebnissen, die aus der Gel-Elektrophorese
erhalten werden, relative Vergleiche, die die Hybridisierungsanalyse
verwenden, um den Gehalt an DNA oder RNA zu analysieren usw.
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Der
Begriff „empfänglich", wie hier verwendet,
beschreibt den Umfang, in dem eine permissive oder nicht permissive
Wirtszelle einen Virus absorbieren oder von ihm penetriert werden
kann. Eine Zelllinie kann empfänglich
sein, ohne permissiv zu sein, dahingehend, dass sie penetriert werden
kann, jedoch keine Virionen freigibt. Eine permissive Zelllinie
muss jedoch empfänglich
sein.
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Die
Wendung „aufimpfen", wie hier verwendet,
beschreibt den Akt des Transfers einer wässrigen Lösung mit suspendierten Zellen
in ein Gefäß, dass
Zellen enthält,
die an einer Oberfläche
anhaften, danach wird das Gefäß für einen
ausreichend langen Zeitraum gelagert, damit sich die suspendierten
Zellen oder „Keime" mittels Schwerkraft
abscheiden können
und sich auf relativ einheitliche Weise an die anhaftenden Zellen
anlagern können,
und als Mischung in den endgültige
Zell-Monolayer integriert
werden. Ein „gemischter
Zell-Monolayer" resultiert aus einem „Aufimpfungs"-Prozess.
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Die
Wendung „animpfen", wie hier verwendet,
beschreibt das Mischen von zwei oder mehreren wässrigen Lösungen von suspendiertem Gewebekulturzellen,
wobei jede Zellsuspension verschiedene zelluläre Eigenschaften aufweist,
und der Transfer einer solchen Zellmi schung in ein Gefäß, dass
für einen
ausreichen langen Zeitraum gelagert wird, damit sich die suspendierten
Zellen mittels Schwerkraft abscheiden, und sich auf relativ einheitliche
Weise anlagern können,
so dass, die Distribution eines jeden Einzelzelltyps für das relative
Verhältnis
der Zellen in der Originalmischung anzeigend ist.
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Der
Begriff „Starts", wie hier verwendet,
bezieht sich auf die Reporterzellen, die eine primäre Virusinfektion
darstellen. Der Virus infiziert eine Reporterzelle (eine gentechnisch
hergestellte Zelle) und induziert die Expression des Reportergens.
Eine Reporterzelle kann nicht permissiv sein (d. h. die Permissivität der Reporterzellen
ist nicht erforderlich), um dennoch Starts produzieren.
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METHODIK
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Die
folgenden Beispiele werden bereitgestellt, um bestimmte bevorzugte
Ausführungsformen
und Aspekte der vorliegenden Erfindung zu veranschaulichen und genauer
zu illustrieren und sind nicht als Beschränkung des Umfangs der Erfindung
zu verstehen.
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In
der nachfolgenden Offenbarung der Versuche werden die folgenden
Abkürzungen
verwendet: eq (Val); M (molar); μM
(mikromolar); N (normal); mol (Mol); mmol (Millimol); μmol (Mikromol);
nmol (Nanomol); g (Gramm); mg (Milligramm); μg (Mikrogramm); ng (Nanogramm);
1 oder L (Liter); ml (Milliliter); μl (Mikroliter); cm (Zentimeter);
mm (Millimeter); μm
(Mikrometer); nm (Nanometer); × g
(Vielfaches von g (Schwerkraft)); °C (Grad Celsius); FBS (fötales Rinderserum);
PBS (Phosphatgepufferte Kochsalzlösung; HEPES (N-[2- Hydroxyethyl]piperazin-N'-[2-ethanesulfonsäure]); HBSS
(Hank's Balanced
Salt Solution); MEM (Minimal Essential Medium); EMEM (Eagle's Minimal Essential
Medium); BBL (Becton Dickinson Microbiology Systems, Cockeysville,
Md.); DIFCO (Difco Laboratories, Detroit, Mich.); U.S. Biochemical
(U.S. Biochemical Corp., Cleveland, Ohio); Chemicon (Chemicon, Inc.,
Temecula, Calif.); Dako (Dako Corporation, Carpinteria, Calif.);
Fisher (Fisher Scientific, Pittsburgh, Pa.); Sigma (Sigma Chemical
Co., St. Louis, Mo.); ATCC (American Type Culture Collection, Rockville,
Md.); Bartel's (Bartels,
Issaquah, Wash.); und BioWhittaker (BioWhittaker, Walkersville, Md.).
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Die
Zellen, die während
der Entwicklung der vorliegenden Erfindung verwendet wurden und
die in den folgenden Beispielen beschrieben werden, wurden von der
ATCC bezogen, abgesehen von den BGMK- und PRMK-Zellen, die von BioWhittaker
bezogen wurden, und den MRC-5-Zellen,
die sowohl von ATCC als auch von BioWhittaker bezogen wurden. Die
ATCC-Nummern der Zellen sind in der folgenden Tabelle angegeben.
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BEISPIEL 1
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Co-Kultivierung von Zellen
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In
diesem Beispiel wurden gemischte Zellkulturen etabliert, in denen
dimorphe Einzelzellschichten zur Konfluenz produziert wurden.
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In
diesen Versuchen wurden alle Zellenlinien zur Konfluenz in sterilen
Polystyrolkolben in EMEM (Eagle's
Minimal Essential Medium) mit 25 mM HEPES, 7% fötalem Rinderserum (FBS), 2
mM L-Glutamin und Penicillin/Streptomycin (100 Einheiten/100 μg je ml jeden
Mediums) kultiviert.
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Die
zu kultivierenden Zellen wurden geerntet, indem zuerst die Quellzellen-Monolayer
mit Hank's Balanced
Salt Solution (HBSS) ohne Magnesium oder Calcium gespült wurden.
Abhängig
von den Zelllinien wurden die Zellen abgelöst, indem Trypsin (0,125% in
HBSS, ohne Calcium oder Magnesium) oder Trypsin-EDTA (0,25% in 1
mM EDTA in HBSS, ohne Calcium oder Magnesium), oder direkt zur Zellen-Monolayer
zugegeben, und ungefähr
5 Minuten lang bei Umgebungstemperatur inkubiert wurde. Zehn Mengen
an Zellkulturmedium wurden jeder trypsinisierten Zellsuspension
zugefügt
und die Zellen wurden wiederholt pipettiert, um beinahe-Einzelzellsuspensionen
(d. h., ohne Zellaggregate) zu produzieren. Jede trypsinisierte
Zellsuspension wurde in einer geeigneten Menge Kulturmedium verdünnt, um
eine optische Dichte der Zellsuspension zu produzieren, die geeignet
ist, um innerhalb von 2 bis 3 Tagen Inkubation in einer Mikrotiterplatte
mit 96 Vertiefungen einen konfluenten Monolayer von Zellen zu produzieren.
Für Einzelzellen-Monolayer
(d. h., ein Zelltyp je Vertiefung, wurden 0,2 ml Suspension verwendet,
um jede Vertiefung zu inokulieren. Zum Beispiel reichten die endgültigen Zellpräparate von
einer endgültigen
optischen Dichte bei 500 nm von 0,012 OD-Einheiten/ ml für CV-1-Zellen
bis zu 0,03 OD-Einheiten/ ml für
HEp-2-Zellen.
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Zellmischungsmonolayer
wurden mittels Co-Pflanzung
von zwei unterschiedlichen Zelltypen in einer gleichen Menge in
jeder verdünnten
Zellsuspension (d. h., 0,1 ml jedes Typs wurde verwendet, um jede
Vertiefung einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen zu inokulieren)
hergestellt. Die Zellen durften sich 30 bis 60 Minuten lang mittels
Schwerkraft an der Oberfläche
der Vertiefung anheften und die inokulierten Mikrotiterplatten wurden
bis zu drei Tage lang bei 36°C
in 5% CO2 mit 95% relativer Luftfeuchtigkeit
inkubiert.
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Während der
Inkubation wurden die Monolayer der Einzelzellen und der gemischten
Zellen regelmäßig auf
Gesamtlebensfähigkeit überprüft. Die
Monolayer mit den gemischten Zellkulturen wurden auch daraufhin überprüft, ob die
Zelllinien co-existieren und sich als Einzelzellschicht (d. h.,
als einzige Monolayer), mit zwei unterschiedlichen Zellmorphologien
(d. h., dimorphe Zellschichten), bei einer ungefähr gleichen Dichte jedes Zelltyps,
entwickeln können.
Bei Konfluenz wurden die Zellen mit einer methylenblauen Färbelösung behandelt,
um die Zellen zu fixieren und sie leicht blau zu färben, um
einen Kontrast für
die Visualisierung unter Verwendung von Lichtmikroskopie bereitzustellen.
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Einige
der gemischten Monolayer wuchsen erfolgreich als Monolayer aus gemischten
Zellen, die an der Vertiefungsoberflächen anhaftete, und einen glatten,
gleichmäßig verteilten
Monolayer zeigten. Diese gemischten Kulturen wurden als „morphologische
Kategorie 1" bezeichnet.
In diesen Kulturen konnte jeder Zelltyp leicht unterschieden werden
und schien in einem gemischten Monolayer gut zu überleben, der das Erscheinungsbild
einer Einzelzelldistribution vermittelte. Gemischte Monolayer, die
sich aus HEp-2- und McCoy-Zellen zusammensetzten, wiesen diese Morphologie
auf.
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Einige
der gemischten Monolayer wuchsen erfolgreich als Monolayer aus gemischten
Zellen, die an der Vertiefungsoberflächen anhaftete, zeigten jedoch
bei Konfluenz zwei unterschiedliche Morphologien. Diese gemischten
Kulturen wurden als „morphologische
Kategorie 2" bezeichnet.
In diesen Kulturen co-existierten separate, unterschiedliche Flächen jeder
Zelllinie innerhalb der Monolayer, die das Erscheinungsbild von
mit Wasser vermischtem Öl
vermittelte. Auch wenn es für
die Verwendung der vorliegenden Erfindung nicht notwendig ist, den
Mechanismus zu verstehen, ist es wahrscheinlich, dass dieses Erscheinungsbild
höchstwahrscheinlich
das Ergebnis einer Kontakthemmung zwischen zwei spezi fischen Zelltypen
ist. Es wurde festgestellt, dass die relativen Größen der
Flächen
primär
davon abhingen, wie gleichmäßig die
Zellen bei der Zellpflanzung verteilt wurden. Je gleichmäßiger die
Zellverteilung bei der Pflanzung, umso kleiner waren die Flächen und
Inseln, wenn der Monolayer die Konfluenz erreichte. Beispiele für Monolayer,
die dieses Erscheinungsbild produzierten, waren Nerzlungenzellen,
die mit NCI-H292-Zellen co-kultiviert wurden, Nerzlungenzellen,
die mit Buffalo-green-Affennierenzellen (BGMK) co-kultiviert wurden,
und menschliche Lungenkarzinomzellen A549, die mit NCI-H292-Zellen co-kultiviert
wurden.
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Einige
Zelltypen konnten jedoch keine Monolayer aus gemischten Zellen produzieren,
wenn sie beim Pflanzen in das gleiche Kulturmedium aus einer relativ
gleichen Anzahl von Zellen gemischt wurden. Es wurde festgestellt,
dass bei einigen dieser Kulturen nur ein Zelltyp lebensfähig war
(d. h., die Kultur war tatsächlich ein
Einzelzelltyp). Beispiele für
gemischte Zellkulturen, für
die festgestellt wurde, dass sie für die Produktion von gemischten
Monolayern ungeeignet sind, beinhalten menschliche embryonale Lungenfibroblasten (MRC-5-Zellen),
die mit BGMK-Zellen co-kultiviert wurden. In dieser Mischung werden
die MRC-5-Zellen toxisch und bilden bald nach der Pflanzung Aggregate
toter Zellen. Somit enthält
der Monolayer bei Konfluenz nur einen funktionellen, lebensfähigen Zelltyp,
die BGMK-Zellen.
Somit wurde festgestellt, dass die Zellmischung für die Produktion
von Monolayern gemischter Zellen ungeeignet ist, da die Zellen weder
in der Lage waren, Monolayer gemischter Zellen glatten noch dimorphen
morpholischen Typs zu bilden.
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BEISPIEL 2
-
Detektion von respiratorischen
Viren in gemischten Zellkulturen
-
In
diesem Beispiel wurden gemischte Zellkulturen verwendet, um zahlreiche
respiratorische Viren zu detektieren, einschließlich Influenza A, RSV, Adenoviren,
Parainfluenzaviren und Influenza B, die in klinischen Spezimen vorhanden
waren. Die gemischten Zellen, die in diesen Versuchen verwendet
wurden, waren Mv1Lu (Nerzlungenzellen) und NCI-H292 (menschliche
mucoepidermoide Zellen).
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Zelllinien
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Konfluente
T-225-Kolben mit Mv1Lu- und H292-Zellen
wurden in EMEM mit HEPES, 10% FBS, 2 mM L-Glutamin und 50 μg/ml Gentamicin präpariert.
Die Zellen wurden geerntet, indem sie zuerst in 30 ml HBSS ohne
Magnesium und Calcium gespült
wurden. Die Zellen wurden dann vom Kolben abgelöst, indem sie (d. h., bis sich
die Zellen vom Boden des Kolbens lösten) kurz 7 ml Trypsin-EDTA-Lösung ausgesetzt
wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben. Dann wurde den Zellen 30
ml Medium zugefügt,
um ein Zellsuspensionskonzentrat zu präparieren. Die optische Dichte
jeder Zellsuspension wurde bei 500 nm unter Verwendung von 3 ml
der Zellen bestimmt. Typischerweise betrug die Ablesung der optischen
Dichte 0,2/ml sowohl für
die Mv1Lu- als auch für
die H292-Zellen.
Zusätzlich
zu den Mv1Lu- und H292-Zellen, wurden in dem vorliegenden Beispiel Rhesusaffennierenzellen
(PRMK), A549-Zellen und MDCK-Zellen verwendet. Diese zusätzlichen
Zelllinien wurden in Einzelzellkulturen präpariert, wie dem Fachmann bekannt.
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Gemischte
Zellkulturen
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Wenn
für jedes
Zellsuspensionskonzentrat ein Verhältnis 0,2 OD-Einheiten/ ml
festgestellt worden war, wurden 5,2 ml Mv1Lu- und 8,7 ml H292-Zellsuspensionen
zu 86,1 ml Kulturmedium zugefügt,
um ein akzeptables Arbeitsverhältnis
jedes Zelltyps bereitzustellen (d. h., es war ein Präparat auf
verdünnten
gemischten Zellen). Dieses Verhältnis
wurde erdacht, um eine konfluente Monolayer zu erreichen, in der
jeder Zelltyp jeweils eine im Wesentlichen gleiche Oberfläche innerhalb
von 1 bis 3 Tagen nach der Pflanzung der verdünnten gemischten Zellen bedeckte.
Vor der Dispensierung wurde sorgfältig darauf geachtet, dass
homogene Suspensionen der verdünnten
gemischten Zellen präpariert
wurden. Die gemischten Zellen wurden mit 0,75 ml je Glas-Vial-Shell
dispensiert (d. h., ein Glas-Vial, das ein steriles Deckglas enthält). Nach
der Pflanzung durften die Vials 60 Minuten lang bei Umgebungstemperatur
ruhen, so dass sich die Zellen mittels Scherkraft abscheiden und
eine und optimalere Zelldistribution jedes Zelltyps produzieren
konnten. Die gemischten Zellen wurden dann 1 bis 3 Tage lang bei
36°C in
5% CO2 bei 95% relativer Luftfeuchtigkeit
inkubiert. Danach wurden die Shell Vials bei Raumtemperatur gelagert,
um jeden Zelltyp im Wesentlichen bei gleichen Oberflächenverhältnissen
bis zu 10 Tage nach dem Erreichen der Konfluenz zu erhalten.
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Proben und
Processing
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Nasopharyngeale
Spezimen, die einem virologischen Diagnoselabor übermittelt wurden, wurden von Patienten
erhalten, die Influenza-ähnliche
Symptome zeigten. Die Spezimen wurden zentrifugiert, um ein Zellpel let
für direkte
Antigentests und einen Spezimen-Überstand
für die
Inokulation zahlreicher Zellkulturen zu produzieren. Das Zellpellet
wurde in Phosphatpuffer resuspendiert, um eine Zellsuspension zu
präparieren und
25 μl-Anteile
der Zellsuspension wurden auf einen Objektträger getropft und getrocknet.
Jeder Zellfleck auf dem Objektträger
wurde dann mit Fixierungsmittel (z. B. Aceton) fixiert, und 30 Minuten
lang mit individuellen Antikörperlösungen (Bartel's) inkubiert, die
zahlreiche respiratorische Viren erkennen können, einschließlich Influenza
A und RSV sowie anderer respiratorischer Viren. Eine zweite Antikörperlösung, die
Fluorescein-(FITC)-markierte Ziege-anti-Maus-Antikörper enthält und Kontrastfärbung (Bartel's) wurde zugefügt, um jeden
Zellfleck auf den Objektträgern
zu fixieren, und wurden für
weitere 30 Minuten bei 35 bis 37°C
inkubiert. Die Kontrastfärbung
in der FITC-Ziege-anti-Maus-Antikörperlösung enthält Evans
Blue, das die Zellen färbt und
unter Fluoreszenz rot erscheint. Die Objektträger, die von den Nasopharyngeal-Spezimen
präpariert
wurden, wurden auf positiven (d. h. virusinfizierten), apfelgrünen fluoreszierende
Färbezellen
beobachtet, unter Verwendung von Auflichtfluoresenz bei 100- bis
400-facher Vergrößerung.
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Zusätzlich wurden
0,2 ml Aliquots des Spezimenüberstands
auf zahlreichen Zellkulturen in Shell Vials, die Deckgläser enthalten,
präpariert.
Die Zellkulturen beinhalteten primäre Rhesusaffennierenzellen
(PRMK; ViroMed oder BioWhittaker), Mv1Lu-Zellen (Diagnostic Hybrids)
HEp-2-Zellen (Diagnostic Hybrids), MDCK-, A549-, und H292-Zellen,
als Einzelzellen-Monolayer, sowie Monolayer gemischter Zellen von
Mv1Lu- und H292-Zellen,
die wie oben beschrieben, produziert wurden.
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Jedes
inokulierte Shell Vial wurde 60 Minuten lang bei 700 × g zentrifugiert,
und dann 1 bis 3 Tage lang bei 36 °C in einem geeigneten Kulturmedium
(z. B. EMEM, das 0,5 bis 2% FBS, 2 mM L-Glutamin und Penicillin/Streptomycin
[100 Einheiten/100 μg
pro ml jedes Mediums]) enthält,
inkubiert. Nach der Inkubation wurde das Kulturmedium abgegossen,
und die Zellen wurden mit einer Lösung aus Aceton und Methanol
(50:50, v/v) an das Deckglas fixiert. Eine Antikörperlösung (Chemicon oder Bartel's), die einen Pool
monoklonaler Antikörper
zu vielen respiratorischen Viren, einschließlich Influenza A und RSV,
sowie anderer respiratorischer Viren enthält, wurde zugefügt, um jedes
Deckglas abzudecken. Die Deckgläser
wurden dann 30 Minuten lang bei 35 bis 37°C inkubiert. Die Antikörperlösung wurde
dann entfernt und die Deckgläser
wurden mit PBS gespült.
Eine zweite Antikörperlösung, die
Fluorescein-(FITC)-markierte
Ziege-anti-Maus-Antikörper
enthält,
und Kontrastfärbung
(Bartel's) wurde
zugefügt,
um jedes Deckglas abzudecken, und für weitere 30 Minuten bei 35
bis 37°C inkubiert.
Die Kontrastfärbung
in der FITC-Ziege-anti-Maus-Antikörperlösung enthält Evans
Blue, das die Zellen färbt
und unter Fluoreszenz rot erscheint. Shell-Vial-Deckgläser, die
von den nasopharyngealen Spezimen präpariert wurden (d. h., inokulierte
Kulturen) wurden auf positiven (d. h. virusinfizierten), apfelgrünen fluoreszierenden
Färbezellen
beobachtet, unter Verwendung von Auflichtfluoresenz bei 100- bis
400-facher Vergrößerung.
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Ergebnisse
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Einige
Spezimen wiesen eine positive direkte Antigenreaktion auf dem Zellfleck
auf, der mit monoklonalem Influenza-A-Antikörper inkubiert wurde. Diese
Spe zimens wiesen auch Fluoreszenzfärbung auf dem Einzelzellen-Mv1Lu-Deckglas
und auf dem Deckglas mit den gemischten Mv1Lu/H292-Zellen auf, aber
keine oder nur sehr wenig Fluoreszenz auf dem Einzelzellen- H292-Deckglas. Die H292-Zellen
sind entweder nicht empfänglich
für diesen
Influenza-A-Stamm oder sind signifikant weniger empfänglich,
so dass die Infektion nicht detektierbar ist. Außerdem waren in einigen Fällen (d.
h., in Spezimen mit niedrigen Virustitern) die Kultursysteme sensitiver
als das direkte Antigendetektionsverfahren. Während zudem die PRMK-Einzelzellkulturen
(d. h., die Zellen des „goldenen
Standards", verwendet
wurden, um Influenza A zu detektieren) für das Vorhandensein von Influenza
A bei vielen Spezimen positiv waren, war die Anzahl der infizierten
Zellen und die Gesamtanzahl der positiven Spezimen niedriger, als
jene, die durch die Monolayer aus gemischten Zellen als positiv
identifiziert wurden.
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Zusätzlich erkannten
sowohl die MDCK- als auch die PRMK-Zellen ein Spezimen mit niedrigem
Titer nicht, das bei einem direkten Antigentest (IFA) positiv auf
Influenza A war, und ein anderes Spezimen, das mittels IFA ebenfalls
positiv auf Influenza A war, während
die Mv1Lu-Zellen den Virus in allen Proben detektierten, die auf
der Basis der direkten Antigendetektion (IFA) als positiv bestimmt
worden waren.
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Einige
Spezimen wiesen eine positive direkte Antigenreaktion auf dem Zellfleck
auf, der mit monoklonalem RSV-Antikörper inkubiert wurde. Diese
Spezimen wiesen auch Fluoreszenzfärbung auf dem Einzelzellen-H292-Deckglas und auf
dem Deckglas mit den gemischten Mv1Lu/H292-Zellen auf, aber keine
oder nur sehr wenig Fluoreszenz auf dem Einzelzellen-MV1Lu-Deckglas.
Die H292-Zellen sind empfänglich
für eine RSV-Infektion,
während
die Mv1Lu-Zellen nicht empfänglich
sind (oder sie sind signifikant weniger empfänglich, so dass die Infektion
nicht detektierbar ist). Zusätzlich
zu den gemischten Zellkulturen wurden auch HEp-2-Zellen (d. h.,
die Zellen des „goldenen
Standards" verwendet,
um RSV zu detektieren) auf das Vorhandensein von RSV hin beobachtet;
die Leistung der HEp-2-Zellen war im Allgemeinen weniger sensitiv
als die der Mv1Lu- und H292-Monolayer
aus gemischten Zellen, oder der H292-Einzelzellen-Monolayer. Diese Ergebnisse
mit Influenza A, das in Nerzlungenzellen getestet wurde, war sehr überraschend,
da die Detektion von Influenza A unter Verwendung dieser Zellen
zuvor noch nicht beschrieben worden war.
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Adenoviren,
die aus fünf
klinischen Spezimen auf der Basis eines direkten Antigentests (IFA)
identifiziert wurden, wurden in den H292- und Zellkulturmischungen
detektiert, während
die PRMK-Zellen zwei der Spezimen mit niedrigem Titer nicht erkannten
(d. h., es gab zwei falsche Negativ-Bewertungen). Somit waren die
H292-Kulturen und die gemischten Kulturen zur Detektion von Adenoviren
sensitiver als PRMK. Während die
A549-Zellen etwas
mehr positive Zellen bereitstellen können, detektierten die 292-Zellen,
die gemischten Zellkulturen und die A549-Zellen, eine gleiche Anzahl
positiver Spezimen.
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Parainfluenzaviren
wurden auch in den H292-Kulturen
und den gemischten Zellkulturen detektiert, während die PRMK-Zellen ein Spezimen
mit niedrigem Titer nicht erkannten.
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Diese
Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die gemischten Zellkulturen die
gleiche Sensitivität
aufweisen, wie die Einzelzellenkulturen (H292 und Mv1Lu). Somit
stellen die gemischten Zellen Einsparungen an Material, Zeit, Raum
und Labor bereit, und stellen dabei den gleichen Sensitivätslevel
zur Detektion respiratorischer Viren bereit, wie Einzelzellkulturen,
die gegenwärtig üblicherweise
in virologischen Diagnoselaboratorien verwendet werden.
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Influenza-B-Spezimen
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Zusätzlich zu
den oben diskutierten Proben wurden zahlreiche Verdünnungen
vieler Influenza-B-Stämme,
bezogen von ATCC, in MDCK-, Mv1Lu- und PRMK-Zellen getestet. Die
folgende Tabelle stellt die Ergebnisse dieser Versuche bereit. In
dieser Tabelle bezieht sich „MD" auf den „Maryland"-Stamm, „HK" bezieht sich auf
den „Hongkong"-Stamm, „TW" bezieht sich auf
den „Taiwan"-Stamm und „MA" bezieht sich auf
den „Massachusetts"-Stamm.
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-
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Diese
Ergebnisse zeigen an, dass Mv1Lu, MDCK und PRMK zur Detektion vieler
Influenza-B-Virenstämme
vergleichbar sind. Somit wurden diese Zelllinien als gute Kandidaten
für gemischte
Zellkulturen identifiziert, sowie einige Einzelzellkulturen für die Identifikation
dieses Virus.
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BEISPIEL 3
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Detektion von CMV in gemischten
Zellkulturen
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In
diesem Beispiel wurden gemischte Zellkulturen von Mv1Lu- und NCI-H292-Zellen
verwendet, um das Vorhandensein eines menschlichen Zytomegalovirus
(HCMV) zu detektieren.
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Der
Towne-Stamm von HCMV (ATCC #VR977) wurde in MRC-5-Zellen zu einem
Titer von mehr als 106/ml amplifiziert,
und bei –85°C in einem
EMEM-enthaltenden 10% FBS gefroren. Verdünnungsreihen von HCMV wurden
präpariert
und in Einzelzellen-Monolayer von Nerzlungenzellen (Mv1Lu), MRC-5-Zellen
und Monolayern gemischter Zellen von Mv1Lu- und H292-Zellen inokuliert.
Jedes infizierte Zellkultursystem wurde 60 Minuten lang bei 700 × g zentrifugiert,
und dann 24 Stunden lang bei 36°C
in 5% CO2 in einem geeigneten Kulturmedium
(z. B. EMEM, das 10% FBS enthält)
inkubiert. Das Kulturmedium wurde entfernt und die Zellen wurden
unter Verwendung einer Lösung
von 80% Aceton in Wasser an das Deckglas fixiert. Eine ausreichende Menge
an HCMV-Antikörperlösung (Chemicon)
wurde zugegeben, um jedes Deckglas abzudecken und 30 Minuten lang
bei 35 bis 37°C
inkubiert. Die Antikörperlösung wurde
entfernt und das Deckglas wurde mit PBS gespült. Eine zweite Antikörperlösung, die
aus FITC-markiertem Ziege-anti-Maus-Antiserum
besteht, wurde zugefügt,
um jedes Deckglas abzudecken und weitere 30 Minuten lang bei 35
bis 37°C
inkubiert. Die Spezimen wurden dann unter Aufsichtfluoreszenz bei
100 bis 400-facher Vergrößerung auf
positive (d. h., CMV-infizierte), kerngefärbte, fluoreszierende Zellen
hin, beobachtet.
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Wie
in den vorstehenden Beispielen beschrieben, enthält die Kontrastfärbung in
der FITC-markierten Ziege-anti-Maus-Antikörperlösung Evans Blue, das die Zellen
färbt und
rot erscheint, wenn es von fluoreszierendem Licht angeregt wird.
Fluoreszierender apfelgrüner
Kernfarbstoff wurde in der Mv1Lu-Einzelzellen-Monolayer und in den
Monolayern aus gemischten Zellen beobachtet, aber nicht in den H292-Zellen,
da die Mv1Lu-Zellen für
eine HCMV-Infektion empfänglich
sind, während
die H292-Zellen
es nicht sind (oder die H292-Zellen sind signifikant weniger sensitiv).
Die MRC-5-Zellen (d. h., die Zellen des „goldenen Standards" zur Detektion von
HCMV) leisteten etwa das Gleiche wie die Monolayer aus gemischten
Zellen, da diese Kulturen eine ähnliche
Anzahl an infizierten Zellen aufwiesen, wie die Zellen in der gemischten
Monolayer.
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BEISPIEL 4
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Detektion
von Enteroviren in gemischten Zellkulturen
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In
diesem Beispiel wurden gemischte Zellkulturen verwendet, um die
Enteroviren, Coxsackie-B-Virus und Echovirus, zu detektieren. In
diesen Versuchen wurde ein Monolayer mit gemischten Zellen von BGMK und
NCI-H292-Zellen
verwendet.
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Konfluente
T-225-Kolben mit BGMK und H292-Zellen wurden in EMEM mit 25 mM HEPES,
10% FBS, 2 mM L-Glutamin
und 50 μg/ml
Gentamicin präpariert.
Die Zellen wurden geerntet, indem sie zuerst in 30 ml HBSS ohne
Magnesium und Calcium gespült
wurden, und dann von den Kolben mittels einer kurzen Behandlung
mit 7 ml Trypsin-EDTA-Lösung
(wie in Beispiel 1 beschrieben) abgelöst wurden. Dann wurden zusätzliche 30
ml Kulturmedium (EMEM mit HEPES, 10% FBS, 2 mM L-Glutamin und 50 μg/ml Gentamicin)
zur Lösung zugefügt, um ein
Zellsuspensionskonzentrat zu produzieren. Die optische Dichte bei
500 nm wurde für
jede Suspension unter Verwendung von 3 ml der Zellen bestimmt. Typischerweise
betrug die Ablesung der optischen Dichte 0,2/ml sowohl für die BGMK-
als auch für
die H292-Zellsuspension.
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Als
nächstes
wurden 3 ml BGMK-Zellsuspension und 8 ml H292-Zellsuspension (beide
Suspensionen hatten eine optische Dichte von 0,2 OD-Einheiten/ml)
dann zu den 29 ml Kulturmedium (25 mM HEPES, 10% FBS, 2 mM L-Glutamin und 50 μg/ml Gentamicin)
zugefügt,
um ein akzeptables Arbeitsverhältnis
jedes Zelltyps in einer verdünnten
gemischten Zellsuspension bereitzustellen. Dieses Verhältnis war
gedacht, um einen konfluenten Monolayer zu erreichen, bestehend
aus jedem Zelltyp, der jeweils eine im Wesentlichen gleiche Oberfläche inner halb
von 1 bis 3 Tagen nach der Pflanzung der verdünnten gemischten Zellen bedeckt.
Es wurde Sorgfalt geübt,
um eine homogene Suspension der verdünnten gemischten Zellen zu
präparieren,
bevor 0,75 ml auf jede der 100 Glas-Shell-Vials dispensiert wird,
die jeweils ein steriles Deckglas enthielten. Die Vials durften
nach der Pflanzung 60 Minuten lang bei Umgebungstemperatur ruhen,
um es den Zellen zu ermöglichen,
sich mittels Schwerkraft abzuscheiden und eine optimalere Zelldistribution
zu erhalten. Die Vials wurden dann zur Inkubation bei 36°C 1 bis 3
Tage lang in 5% CO2 bei 95% relativer Luftfeuchtigkeit
in einen Inkubator gestellt.
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Lagervirussuspensionen
und klinische Spezimen, die gezeigt haben, dass sie Coxsackie-B-Virus
oder Echovirus enthalten, wurden verwendet, um BGMK/H292-Zellmischungen sowie
Einzelzellen-Monolayer von BGMK-, H292-, MRC-5- und PRMK-Zellen
zu infizieren. Für
klinische Proben wurden Rachenabstrich, Nasenrachenabstrich, Sputum,
Stuhl und Rektalabstriche von Patienten gesammelt, in ein virales
Transportmedium gegeben und durch einen 0,45 μm-Filter gefiltert, um mögliche bakterielle
und fungale Kontaminanten vor der Inokulation der Zellkulturen zu
entfernen. Zerebrospinalflüssigkeit
(CSF), die von Patienten gesammelt wurde, wurde in ein virales Transportmedium
gegeben und direkt für
die Inokulation von Zellen verwendet. Für die Inokulation von Shell
Vials wurden die Medien, die in den Vials vorhanden waren entfernt,
und frische Medien zugefügt.
Dann wurde 0,2 ml Spezimen in jedes Vial inokuliert. Die inokulierten
Vials wurden bei 700 × g
45 bis 60 Minuten lang bei Raumtemperatur zentrifugiert. Danach
wurden die Vials bei 37°C
1 bis 3 Tage lang inkubiert, und das Vorhandensein von Viren wurde
unter Verwendung von Immunfluoreszenzfärbung detektiert.
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Für die Färbung wurde
das Medium aus jedem Vial entfernt, und die Zellen wurden auf dem
Deckglas mit Aceton fixiert. Das Deckglas wurde von jedem Vial entfernt
und mit 25 μl
primärem
Antikörper
(monoklonaler Maus-Antikörper,
der gegen Enteroviren gerichtet ist [Dako]) 30 Minuten lang bei
37°C gefärbt. Nach
dem Waschen mit PBS, wurden 25 μl
des FITC-konkugiertem Anti-Maus-Ig
(Dako) als ein sekundärer
Antikörper für die Färbung verwendet
und bei 37°C
30 Minuten lang inkubiert. Nach einer weiteren Wäsche wurden die Deckgläser auf
Objektträger
gegeben und unter Fluoreszenz beobachtet. Das Vorhandensein von
einer oder mehrerer fluoreszenz-gefärbter Zellen auf dem Deckglas
wurde als positiv eingestuft. Wie in den vorstehenden Beispielen
beschrieben, enthält
die Kontrastfärbung
in der FITC-markierten
Ziege-anti-Maus-Antikörperlösung Evans
Blue, das die Zellen färbt
und rot erscheint, wenn es fluoreszierendem Licht ausgesetzt wird.
Für die Coxsackie-B-Virus-Detektion
wurden fluoreszierende, apfelgrün
gefärbte
Färbung
in vielen der BGMK-Zellen in der BGMK-Einzelzellen-Monolayer und in der Monolayer
gemischter Zellen, primär
in den BGMK-Zellen beobachtet, aber nicht in so vielen H292-Zellen,
da die BGMK-Zellen empfänglicher
für eine
Coxsackie-B-Virusinfektion sind. Für einige Typen der Coxsackie-B-Virus-Isolate
sind die H292-Zellen nicht empfänglich
(oder die H292-Zellen sind signifikant weniger empfänglich).
Die Zelllinie des „goldenen
Standards" (d. h., PRMK-Zellen)
wiesen nicht die gleiche Anzahl an infizierten Zellen auf, wie die
Monolayer aus gemischten Zellen.
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Zur
Detektion des Echovirus, wurde fluoreszierende, apfelgrüne Färbung in
vielen H292-Zellen in der H292 Einzelzellen-Monolayer und in den
Monolayern aus gemischten Zellen beobachtet, primär in den H292-Zellen, aber nicht
in so vielen BGMK-Zellen, da H292-Zellen empfänglicher für eine Echovirus-Infektion sind,
während
BGMK-Zellen nicht so empfänglich
sind (oder die BGMK-Zellen sind signifikant weniger sensitiv). Die
Linie des „goldenen
Standards" (d. h.,
MRC-5-Zellen) erfüllte
ihre Aufgabe, schien aber nicht so viele infizierte Zellen zu haben
wie der Monolayer aus gemischten Zellen. In dem Fall der BGMK/H292-Monolayer aus
gemischten Zellen, die mit Enterovirenproben mit hohem Titer infiziert
waren, war ein zellspezifischer virus-vermittelter zytopathischer Effekt (CPE)
evident (d. h., CPE wurde in BGMK-Zellen beobachtet, wenn Coxsackie-B-Virus
mit einem hohen Titer vorhanden war, und CPE wurde in H292-Zellen
beobachtet, wenn ein Echovirus mit einem hohen Titer vorhanden war).
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BEISPIEL 5
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Detektion
von Herpes-simplex-Virus und HCMV in gemischten Zellkulturen
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In
diesem Beispiel werden gemischte Zellkulturen verwendet, um den
Herpes-simplex-Virus (HSV) und HCMV unter Verwendung einer Monolayer
aus gemischten Zellen aus gentechnisch hergestellten Babyhamsternierenzellen
(BHK) (z. B. ATCC #CCL-12072) und Mv1Lu-Zellen, zu detektieren.
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Die
BHK und Mv1Lu-Zellen werden in Kolben gewachsen, trypsinisiert und
wie in den vorherigen Beispielen beschrieben, gemischt, so dass
eine geeignete Verdünnung
gemischter Zellen produziert wird. Diese gemischten Zellverdünnungen
werden dann verwendet, um sterile Glas-Shell-Vials zu inokulieren,
die wie oben beschrieben, Deckgläser
enthalten. Die Zellen werden dann zentrifugiert und mit Virus oder
klinischen Proben inokuliert, inkubiert und wie oben beschrieben
fixiert.
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HCMV
wird in den Mv1Lu-Zellen detektiert, unter Verwendung von Antikörper, wie
in dem oben genannten Beispiel 3 beschrieben, und HSV (HSV-1 und
HSV-2) werden identifiziert unter Verwendung eines β-Galactosidase-Färbekits
(d. h., Detektieren des Reportergens, das durch den Virus induziert
wird, der die gentechnisch hergestellten BHK-Zellen infiziert).
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BEISPIEL 6
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Detektion
von respiratorischen Viren in gemischten Zellkulturen
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In
diesem Beispiel werden die gemischten Zellkulturen verwendet, um
ein Panel respiratorischer Viren zu detektieren. In diesen Versuchen
werden drei Zelltypen kombiniert, um eine gemischte Zellkultur zu
produzieren, die mindestens drei Viren detektieren kann.
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Zuerst
werden A549-, H292- und Nerzlungenzellen (z. B. Mv1Lu) in Kolben
gewachsen, trypsinisiert und wie in den vorherigen Beispielen beschrieben,
gemischt, so dass eine geeignete Verdünnung gemischter Zellen produziert
wird. In bevorzugten Ausführungsformen
werden die Zellen verdünnt,
so dass die gemischten Zellen in ungefähr den gleichen Verhältnissen
(d. h., 1:1:1) in der Kultur sein werden. Diese gemischten Zellverdünnungen
werden dann verwendet, um sterile Glas-Shell-Vials zu inokulieren, die wie oben beschrieben, Deckgläser enthalten.
Die Zellen werden dann zentrifugiert und mit Virus oder klinischen
Proben inokuliert, inkubiert und wie oben beschrieben fixiert.
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Die
Viren, die diese Zellen infizieren können, werden unter Verwendung
der Verfahren, die in Beispiel 2 oben beschrieben wurden, detektiert
und identifiziert. In diesen gemischten Zellkulturen werden die
292-Zellen verwendet, um das Vorhandensein von Parainfluenzaviren
und RSV zu detektieren, während
die A549-Zellen verwendet werden, um das Vorhandensein von Adenoviren
zu detektieren, und die Nerzlungenzellen werden verwendet, um das
Vorhandensein von Influenzaviren (z. B. Influenza A und B) zu detektieren.
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BEISPIEL 7
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Detektion
von HSV und Chlamydien in gemischten Zellkulturen
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In
diesem Beispiel werden gemischte Zellkulturen bereitgestellt, die
die Detektion von zwei Organismen ermöglichen, die gewöhnlich mit
sexuell übertragenen
Krankheiten verbunden werden. In diesen Versuchen werden Nerzlungenzellen
(z. B. Mv1Lu), die zur Detektion von HSV verwendbar sind, mit McCoy-Zellen gemischt,
die zur Detektion von C. trachomatis verwendbar sind.
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Zuerst
werden McCoy-Zellen und Nerzlungenzellen (z. B. Mv1Lu) in Kolben
gewachsen, trypsinisiert und wie in den vorherigen Beispielen beschrieben,
gemischt, so dass eine geeignete Verdünnung gemischter Zellen produziert
wird. In bevorzugten Ausführungsformen
werden die Zellen verdünnt,
so dass die gemischten Zellen in ungefähr den gleichen Verhältnissen
in der Kultur sein werden. Diese gemischten Zellverdünnungen werden dann
verwendet, um sterile Glas-Shell-Vials zu inokulieren, die wie oben
beschrieben, Deckgläser
enthalten. Die Zellen werden dann zentrifugiert und mit Proben (z.
B. klinischen Proben) inokuliert, inkubiert und wie oben beschrieben,
fixiert.
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Die
Organismen, die diese Zellen infizieren können (z. B. infiziert HSV die
Nerzlungenzellen, während C.
trachomatis die McCoy-Zellen infiziert), werden unter Verwendung
der in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren detektiert und identifiziert.
Wie bei den anderen gemischten Zellkultursystemen kann das Vorhandensein von
Virus und/oder C. trachomatis durch andere Verfahren detektiert
werden, wie etwa die Beobachtung von CPE, tierische Inokulation
usw. Somit ist es nicht beabsichtigt, dass die gemischten Zellkulturassaysysteme dieses
Beispiels oder irgendeines der vorstehenden Beispiele auf ein bestimmtes
Verfahren zur Detektion, Identifikation und/oder Quantifikation
von Mikroorganismen beschränkt
ist.
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BEISPIEL 8
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Detektion von Enteroviren
in gemischten Zellkulturen von menschlichen embryonalen Rhabdomyosarkomzellen
(RD) und H292-Zellen und in gemischten Zellkulturen von BGMK- und
A549-Zellen
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In
diesem Beispiel wurden zwei verschiedene gemischte Zellkulturen
[Mischung A enthält
RD-Zellen (ATCC #CCL 136) und H292-Zellen; Mischung B enthält BGMK-Zellen
und A549-Zellen] verwendet, um achtzig (80) verschiedene Isolate
von Enteroviren zu detektieren. Die gemischten Zellkulturen wurden
im Wesentlichen wie in Beispiel 1 oben beschrieben, präpariert.
Die achtzig Isolate waren gelagerte (gefrorene) klinische Isolate,
die aus Zerebrospinalflüssigkeit,
Rachen und Kot auf MRC5 und/oder PMK geerntet wurden. Die Ergebnisse
werden in Tabelle 4 gezeigt.
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Die
Ergebnisse in Tabelle 4 zeigen, dass alle 80 Enteroviren auf Shell
Vials von Mischung A oder Mischung B wuchsen. Ungefähr 80% aller
Enteroviren wuchsen auf Mischung A; 66% wuchsen auf Mischung B. Über die
Hälfte
der Coxsackieviren (64%) wuchs in Mischung A; 75% wuchs in Mischung
B. Von den Echoviren wuchsen 95% auf Mischung A; 51% wuchsen auf
Mischung B. Alle Polioviren wuchsen sowohl auf Mischung A als auch
auf Mischung B.
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Diese
Ergebnisse beweisen, dass sowohl Mischung A als auch Mischung B
bei der Detektion der großen
Mehrheit (81% bzw. 60%) aller getesteten Enteroviren erfolgreich
waren. Die Daten beweisen auch, dass die Kombination aus Mischung
A und Mischung B 100% aller klinischen Isolate der getesteten Enteroviren
detektierte. Somit ermöglicht
die Kombination von Mischung A und Mischung B die Detektion aller
Enteroviren von klinischen Quellen, wie etwa Zerebrospinalflüssigkeit,
Rachen, und Kot.
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BEISPIEL 9
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Detektion von Enteroviren
in gemischten Zellkulturen die menschliche Kolonadenokarzinomzellen
(Caco-2) enthalten
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In
diesem Beispiel werden gemischte Zellkulturen, die menschliche Kolonadenokarzinomzellen
(Caco-2) (ATCC #HTB 37) enthalten, verwendet, um enterische Viren,
einschließlich
Coxsackieviren, Echoviren, Polioviren, Rotaviren, Astroviren und
Adenoviren, zu detektieren und zu identifizieren. Rotaviren, Astroviren und
Adenoviren sind für
80% der viralen Gastroenteritis verantwortlich, die bei kleinen
Kindern auftreten [Pinto et al. (1994) J. Medical Virol. 44: 310.315].
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Gemischte
Zellkulturen
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Gemischte
Zellkulturen, die menschliche Kolonadenokarzinomzellen (Caco-2)
(ATCC #HTB 37) in Kombination mit einem, zwei oder drei anderen
Zelltypen enthalten, ausgewählt
aus RD-Zellen, H292-Zellen, BGMK-Zellen
und A549-Zellen (Tabelle 5), werden verwendet, um achtzig (80) verschiedene
Isolate von Enteroviren zu detektieren, die wie in Beispiel 8 oben
beschrieben präpariert
wurden. Die gemischten Zellkulturen werden auch verwendet, um den
Poliovirus 1, Coxsackievirus A24, Enterovirus 70, Reovirus 3, menschlichen Rotavirus,
Adenovirus 5, Adenovirus 40 und Adenovirus 41, Astrovirus 1 und
den HAV-Stamm HM175 zu detektieren. Diese Viren wurden bereits von
Pinto et al. (1994), oben, beschrieben. Die gemischten Zellkulturen, die
in der folgenden Tabelle 5 beschrieben werden, werden im Wesentlichen
so präpariert
wie in Beispiel 1 oben beschrieben, und werden mit Einzelzellkulturen
verglichen, die Caco-2-, RD-, H292-, BGMK- oder A549-Zellen enthalten.
-
-
Während der
Inkubation wurden die Monolayer mit Einzelzellen und gemischten
Zellen regelmäßig auf die
Gesamtlebensfähigkeit
und die Fähigkeit
der Zelllinien zu co-existieren und sich als Einzelzellschicht (d.
h., als Einzel-Monolayer), mit zwei unterschiedlichen Zellmorphologien
(d. h., dimorphe Zellschichten), bei einer ungefähr gleichen Dichte jedes Zelltyps,
entwickeln können, überprüft. Es wurden
die erfolgreichen gemisch ten Kulturen ausgewählt, in denen Monolayer gemischter
Zellen an den Vertiefungsoberflächen
anhaften, die einen glatten, gleichmäßig verteilten Monolayer aufweisen,
in dem jeder Zelltyp leicht unterschieden werden kann (d. h., der „Morphologischen
Kategorie 1"). Alternativ
sind erfolgreiche gemischte Kulturen jene, in denen gemischte Monolayer
an den Vertiefungsoberflächen
anhaften, jedoch bei Konfluenz zwei unterschiedliche Morphologien
aufweisen (d. h., der „morphologischen
Kategorie 2").
-
Proben und
Processing
-
Enterische
Viren werden detektiert mittels Identifikation des virusinduzierten
zytopathischen Effekts (CPE), und/oder mittels Detektion der Expression
von mindestens einer frühen
virusspezifischen Nukleinsäure,
bevor CPE in den infizierten Kulturen evident wird. Das Vorhandensein
enterischer Viren wird durch Dot-blot-Hybridisierung vor und nach der Infektion
der gemischten Zellkulturen analysiert, die Caco-2-Zellen enthalten,
wie zuvor oben beschrieben [Pinto et al. (1994). Kurz gesagt wird
Virus-RNA und -DNA 48 Stunden nach der Infektion (p.i.) aus Stuhlsuspensionen
von gemischten Zellkulturen extrahiert. Eine Sonde, die 2.300 bp
von Gen 4 eines Rotavirus Wa entspricht, wird verwendet, um den
menschlichen Rotavirus zu detektieren; eine Sonde, die 1 kb des
3'-Endes des menschlichen
Astrovirus Typ 1 entspricht, wird verwendet, um die menschlichen
Astroviren zu detektieren; und eine Sonde, die dem 1.800 bp-PstI-Fragment H des
Adenovirus 40 entspricht, und eine Sonde, die dem 6.500 bp-PstI-Fragment
B des Adenovirus 41 entspricht, wird verwendet, um Adenovirus 40
bzw. Adenovirus 41 zu detektieren [Pinto et al. (1994), oben. Alle
cDNA-Sonden sind mit Digoxigenin-11-UTP (Boehringer Mannheim), gemäß den Angaben
des Herstellers, markiert. Ein Dot-blot-Hybridisierungsassay mit
den verschiedenen cDNA-Sonden wird gemäß Standardverfahren durchgeführt.
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Ergebnisse
-
Die
Detektion von CPE und/oder Virusnukleinsäuren unter Verwendung von Dot-blot-Hybridisierung
in gemischten Zellkulturen, die Caco-2-Zellen enthalten, beweist,
dass diese Zellen für
die enterischen Viren empfänglich
sind, (d. h., Coxsackieviren, Echoviren, Polioviren, Rotaviren,
Astroviren und Adenoviren) mit denen die gemischten Zellkulturen
inokuliert wurden.
-
Aus
dem Vorstehenden ergibt sich eindeutig, dass die vorliegenden Erfindung
viele Vorteile gegenüber den
gegenwärtig
in der diagnostischen Mikrobiologie verwendeten Verfahren bereitstellt.