DE4321149C1 - Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-modulierten HF-Trägers - Google Patents
Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-modulierten HF-TrägersInfo
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- DE4321149C1 DE4321149C1 DE4321149A DE4321149A DE4321149C1 DE 4321149 C1 DE4321149 C1 DE 4321149C1 DE 4321149 A DE4321149 A DE 4321149A DE 4321149 A DE4321149 A DE 4321149A DE 4321149 C1 DE4321149 C1 DE 4321149C1
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- G01R29/06—Measuring depth of modulation
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- Measuring Frequencies, Analyzing Spectra (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 22 44 326 B2 bekannt.
Bei der Aussteuerung von FM-Sendern wurde bislang nur der maximale Frequenzhub
überwacht und ggf. begrenzt. Zur Messung des Frequenzhubs ist es bekannt (DE 22 44 326 B2
und DE 30 28 333 A1), den HF-Träger des Modulationssignals in eine feste
Zwischenfrequenz umzusetzen, zu demodulieren und den Maximalwert des
demodulierten FM-Signals durch Spitzenwertgleichrichtung zu ermitteln. Infolge der
heute insbesondere bei FM-Rundfunksendern üblichen Dynamikkompression treten trotz
Einhaltung des maximal zulässigen Frequenzhubes Störungen in den benachbarten
Kanälen auf. Um solche Nachbarkanalstörungen meßtechnisch zu erfassen, ist es bekannt
(P 42 36 386.1), die Leistung des den HF-Träger modulierten NF-Signals digital zu
messen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, eine vollständige Messung aller
für die Aussteuerung eines FM-modulierten HF-Trägers repräsentativer Kenngrößen zu
ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentan
spruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt ein
Blockschaltbild zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Wie aus der Figur hervorgeht, wird ein FM-modulierter HF-Träger, beispielsweise ein
UKW-Rundfunksignal, dem Eingang 11 eines Empfängers 10 zugeführt. Der Empfänger
10 enthält beispielsweise eine ZF-Stufe, durch welche der HF-Träger in eine ZF-Lage
von 10,7 MHz umgesetzt wird. Dieser FM-modulierte ZF-Träger wird einem Mischer
20 zugeführt, welchem von einem Quarz-Oszillator 30 eine frequenzstabile
Mischfrequenz von beispielsweise 11 MHz zugeführt wird. Hierdurch wird der ZF-
Träger am Eingang 21 des Mischers 20 in eine zweite ZF-Lage von 300 kHz umgesetzt.
Der am Ausgang 22 des Mischers 20 anliegende, FM-modulierte ZF-Träger von 300
kHz wird in einer Begrenzerstufe 40 in der Amplitude begrenzt und anschließend dem
Steuereingang 51 eines Zähltors 50 zugeführt. Das Zähltor 50 erhält von einer Zeitbasis
60 Zählinkremente, deren Frequenz wesentlich größer gewählt ist als die Frequenz des
zweiten ZF-Trägers von 300 kHz. Das Zähltor 50 ist jeweils während der Dauer einer
gesamten Schwingungsperiode des FM-modulierten ZF-Trägers geöffnet, wobei während
der Öffnungszeit des Zähltores 50 Zählinkremente von der Zeitbasis 60 auf den Ausgang
52 des Zähltores 50 gelangen. Dies bedeutet, daß die Anzahl der am Ausgang 52
anliegenden Zählinkremente der Periodendauer einer Schwingung des den ZF-Träger
modulierenden NF-Signals entspricht. Jede Folge von Zählinkrementen am Ausgang 52
wird einem Digitalzähler 70 zugeführt, welcher die Anzahl der Zählinkremente pro
Folge feststellt und ein der festgestellten Anzahl entsprechendes 8-Bit-Signal an seinem
8-Bit-Ausgang 72 bereitstellt.
Für die spätere Verarbeitung kann es zweckmäßig sein, wenn in dem Zähler 70 von der
festgestellten Anzahl von Zählinkrementen pro Folge ein konstanter Wert subtrahiert
wird. Dieser konstante Wert entspricht beispielsweise dem niedrigsten zu erwartenden
Zählergebnis oder der im unmodulierten ZF-Träger sich ergebenden Anzahl von
Zählinkrementen. Gleichzeitig mit der Erzeugung des 8-Bit-Signals am Ausgang 72
erhält der Zähler 70 von dem Begrenzer 40 über dessen Ausgang 41 ein Rücksetzsignal,
welches von dem FM-modulierten ZF-Träger von 300 kHz abgeleitet wird. Das 8-Bit-
Signal am Ausgang 72 wird den Adreßeingängen eines Häufigkeitszählers 80 zugeführt,
welcher 2⁸ Häufigkeitsklassen enthält. Jedes 8-Bit-Signal erzeugt in seiner zugeordneten
Häufigkeitsklasse eine Erhöhung des Häufigkeitsbetrages um den Wert "1". Die
momentanen Häufigkeitsbeträge in den einzelnen Häufigkeitsklassen werden über einen
Datenbus 81 einem Rechner 90 zugeführt, welcher unabhängig von der laufenden
Messung Zugriff auf die Häufigkeitsklassen besitzt. Zum Auslesen der
Häufigkeitsklassen steuert der Rechner 90 über einen Adreßbus 91 die Adressierung des
Häufigkeitszählers 80. Ferner wird dem Übernahmeeingang des Häufigkeitszählers 80
das ggf. verzögerte Rücksetzsignal vom Ausgang 41 zugeführt.
Die Häufigkeitsbeträge der 2⁸ Häufigkeitsklassen werden in dem Rechner 90 nach
verschiedenen Richtungen ausgewertet. Zunächst werden die festgestellten
Häufigkeitsbeträge aller Häufigkeitsklassen in reziproker Form verfügbar gemacht, da
die Häufigkeitsbeträge Periodendauern zugeordnet sind, welche in lineare Frequenzwerte
überführt werden. Aufgrund der indirekten Proportionalität zwischen Frequenz und
Häufigkeitsklassen vergrößert sich deren Abstand quadratisch mit zunehmender
Frequenz.
Zusammen mit der proportionalen Anhängigkeit zwischen Klassenhäufigkeit und
Frequenz erfolgt die Linearisierung der Häufigkeitsbeträge.
Aus den linearen Frequenzwerten der einzelnen Häufigkeitsklassen wird der
Maximalwert ermittelt, welcher dem Spitzenhub des gemessenen FM-modulierten HF-
Signals entspricht. Ferner wird für Statistikzwecke aus den linearen Frequenzwerten die
Anzahl der Überschreitungen eines oder mehrerer Schwellwerte ermittelt, wobei
beispielsweise der obere Schwellwert dem zulässigen Spitzenhub entspricht. Die übrigen
Schwellwerte können beispielsweise prozentuale Anteile dieses zulässigen Spitzenhubs
sein. Für die Darstellung der Leistung des den HF-Träger modulierenden NF-Signals
werden die linearen Frequenzwerte der einzelnen Häufigkeitsklassen quadriert und die
resultierenden Quadratwerte summiert. Die Summe dieser Quadratwerte stellt ein Maß
für die Leistung und damit ein Maß für die Nachbarkanalstörungen dar.
Claims (4)
1. Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-
modulierten HF-Trägers, der in eine tieferfrequente ZF-Lage
umgesetzt wird, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) Von dem umgesetzten, modulierten HF-Träger wird die Periodendauer jeder einzelnen Schwingung mit Hilfe von Zählinkrementen mit definierter Zeitdauer erfaßt, wobei die erfaßte Periodendauer ein Maß für den Frequenzhub der FM-Modulation ist;
- b) die Zeitdauer für jedes Zählinkrement wird wesentlich geringer gewählt als die der ZF-Frequenz des umgesetzten, modulierten HF-Trägers zugeordnete Periodendauer;
- c) die Häufigkeiten der erfaßten Periodendauern werden in zugeordnete Häufigkeitsklassen eingeordnet, wobei jede erfaßte Periodendauer in ihrer zugeordneten Häufigkeitsklasse den Häufigkeitsbetrag um den Wert "1" erhöht, und
- d) die Häufigkeitsbeträge aller Häufigkeitsklassen werden in reziproker Form verfügbar gemacht und in lineare Frequenzwerte umgewandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus den linearen
Frequenzwerten der einzelnen Häufigkeitsklassen der Maximalwert ermittelt
wird, welcher dem Spitzenhub entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus den linearen
Frequenzwerten der einzelnen Häufigkeitsklassen die Anzahl der
Überschreitungen eines oder mehrerer Werte ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die linearen
Frequenzwerte der einzelnen Häufigkeitsklassen quadriert und die resultierenden
Quadratwerte summiert werden, wobei die resultierende Summe ein Maß für die
Leistung des den HF-Träger modulierenden NF-Signals darstellt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4321149A DE4321149C1 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-modulierten HF-Trägers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4321149A DE4321149C1 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-modulierten HF-Trägers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4321149C1 true DE4321149C1 (de) | 1995-02-02 |
Family
ID=6491215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4321149A Expired - Fee Related DE4321149C1 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Verfahren zum Ermitteln von Kenngrößen der Aussteuerung eines FM-modulierten HF-Trägers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4321149C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1083433A2 (de) | 1999-09-10 | 2001-03-14 | Deutsche Telekom AG | Verfahren zur Messung der Aussteuerung von Frequenzmodulierten Sendern |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2244326B2 (de) * | 1972-09-09 | 1977-12-01 | Rohde & Schwarz, 8000 München | Ueberlagerungsstufe, insbesondere fuer einen frequenzhubmesser |
| DE3028333A1 (de) * | 1979-07-27 | 1981-02-19 | Marconi Instruments Ltd | Elektrisches pruefinstrument fuer modulierte traegersignale |
-
1993
- 1993-06-25 DE DE4321149A patent/DE4321149C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2244326B2 (de) * | 1972-09-09 | 1977-12-01 | Rohde & Schwarz, 8000 München | Ueberlagerungsstufe, insbesondere fuer einen frequenzhubmesser |
| DE3028333A1 (de) * | 1979-07-27 | 1981-02-19 | Marconi Instruments Ltd | Elektrisches pruefinstrument fuer modulierte traegersignale |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1083433A2 (de) | 1999-09-10 | 2001-03-14 | Deutsche Telekom AG | Verfahren zur Messung der Aussteuerung von Frequenzmodulierten Sendern |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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