DE3910503C2 - Optisches Kalibriernormal - Google Patents
Optisches KalibriernormalInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein optisches Kalibriernormal,
welches aus einer einen Lichtwellenleiter umfassenden
aufgewickelten optischen Ader, die mechanisch geschützt in
einem zugeordneten Gehäuse angeordnet ist, und optischen
Steckerelementen an ihren Enden besteht.
Ein in der EP-A 294 037 beschriebenes derartiges
Kalibriernormal besteht aus einem Wickel einer optischen
Leitung, welche eine erhöhte optische Dämpfung aufweist und
welche optische Verbindungselemente an eine optische
Übertragungsleitung oder auch an ein zu kalibrierendes
optisches Gerät anschließbar ist. Die optische Leitung ist
zwar in einem Gehäuse mechanisch geschützt. Der im Gehäuse
liegende Wickel kann jedoch beispielsweise beim Transport
seine Lage verändern. Dadurch können Dämpfungsänderungen
entstehen, welche bei einem Dämpfungsnormal natürlich äußerst
unerwünscht sind. Ferner können Umgebungseinflüsse das
Dämpfungsverhalten der optischen Leitung chemisch verändern.
Für das bekannte Kalibriernormal wird eine Sonderausfertigung
einer optischen Leitung benötigt.
Durch die US 4 309 105 ist ein optisches Kalibriernormal
bekannt, das aus einem aufgewickelten faseroptischen Kabel in
einem Prüfgerät besteht und optische Stecker aufweist.
In telcom report 6 (1983), Beiheft
"Nachrichtenübertragung mit Licht", S. 177-181, ist ein
optisches Kalibriernormal in Form einer Referenzfaser
beschrieben.
Im DE-GM 87 10 040 ist ein optisches
Kalibriernormal in Form einer Referenzfaser beschrieben, die
bei der Dämpfungsmessung von Lichtwellenleiter-Sensoren
gebraucht wird.
Durch DE 35 12 186 A1 ist ein optisches
Kalibriernormal in Form eines einstellbaren optischen
Dämpfungsgliedes bekannt, das bei der Überprüfung von OTDR-Geräten
gebraucht wird.
Ein optisches Kalibriernormal in Form eines Kopplers mit
Fasern, der beim Kalibrieren oder Eichen eines OTDR-Gerätes
gebraucht wird, ist durch FR 25 97 986 bekannt.
Auch in
US 4 281 925 ist ein optisches Kalibriernormal beschrieben.
Durch DE 37 20 339 ist es bekannt, daß Lichtwellenleiter
in einer Hülle mit Überlänge angeordnet sein können.
Durch "Technisches Messen tm 49. Jg., 1982, Heft 11, S.
417-427", ist es bekannt, Steckerelemente mit Kupplungsteilen
auszurüsten, welche zur Verbindung mit einem optischen
Gegenstecker dienen. Weiterhin ist es durch diese Druckschrift
bekannt, Kupplungsteile axial beweglich zu einem
Steckerelement auszubilden.
Weiterhin ist durch die Druckschrift bekannt, Lichtwellenleiter
im Steckerkörper "naß" zu fixieren und zu haltern; dabei ist der
Lichtwellenleiter im Steckerkörper durch Kleber festgelegt, also
hermetisch dicht verbunden; dabei ist der Lichtwellenleiter
auch von einer Innenhülse umgeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
Kalibriernormal der eingangs genannten Art derart zu
verbessern, da8 seine Kalibrierdaten auch bei rauhen
Betriebsbedingungen langfristig unverändert bleiben. Ein
solches Kalibriernormal soll ferner derart weitergebildet
werden, daß es zur Kalibrierung von Lichtwellenleiterdämpfungsmeßgeräten,
insbesondere von
Rückstreumeßgeräten (OTDR) geeignet ist. Im Falle der
Verwendung als Kalibriernormal für ein OTDR muß außer der
Kalibrierung der Dämpfungsanzeige auch eine Kalibrierung der
Entfernungsanzeige möglich sein.
Die Lösung besteht gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1 darin, daß die optische Ader den
Lichtwellenleiter und ein Metallröhrchen umfaßt, in dem der
Lichtwellenleiter lose und mit Überlänge geführt ist, und daß
das Metallröhrchen aus einer korrosionsfesten Legierung,
insbesondere aus Edelstahl besteht, und daß der
Lichtwellenleiter hermetisch dicht in je einem Steckerstift
jedes Steckerelements endet und daß das Metallröhrchen
hermetisch dicht mit jedem der Steckerelemente verbunden ist.
Für das Kalibriernormal können handelsübliche
dämpfungsarme Lichtwellenleiter (LWL) verwendet werden. Dann
sind zwar zum Erreichen eines bestimmten Dämpfungswerts
erheblich größere Längen erforderlich als bei Verwendung
einer speziell herzustellenden hochdämpfenden
optischen Leitung. An sich ist die Empfindlichkeit einer
optischen Leitung insbesondere gegen betrieblich rauhe
Beanspruchungen bei großen Längen erhöht. Durch die
Führung des LWL in einer Hülle und durch die
hermetische Abkapselung gegen Umwelteinflüsse, wie
insbesondere gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, wird
jedoch erreicht, daß die Eichdaten trotz großer Länge des
LWL auch bei rauher Beanspruchung praktisch unverändert
bleiben. Das erfindungsgemäße Kalibriernormal ist trotz
einfachen Aufbaus als Eichnormal für Präzisionsinstrumente
geeignet.
Die hermetische Abkapselung des LWL wird mit
einer als Metallröhrchen ausgebildeten Hülle erreicht. Das
Metallröhrchen besteht aus einer korrosionsfesten
Legierung, insbesondere aus einem Edelstahl.
Bei einer solchen Ausführung ist darüber hinaus die Temperaturempfindlichkeit
besonders gering.
Die Handhabbarkeit wird dadurch verbessert, daß das
Steckerelement mit Kupplungsteilen zur Verbindbarkeit mit
einem optischen Gegenstecker ausgerüstet ist. Solche
Kupplungsglieder konnen einem Stecker eines anzu
schließenden Gerätes oder einem Stecker einer zum Gerät
führenden optischen Leitung angepaßt werden. Vorzugsweise
ist ein Kupplungsteil axial gegenüber einem Steckerelement
federbeweglich, wie es bei hochwertigen optischen Steck
verbindungen an sich bekannt ist.
Ein für optische Rückstreumeßgeräte (OTDR) geeignetes
Kalibriernormal sollte auch die Kalibrierung der Längen
anzeige ermöglichen. Deshalb ist gemäß einer besonders
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß
der LWL ein Monomode-LWL ist mit einer Dämpfung von
weniger als 0,5 db/km, gemessen bei einer Lichtwellenlänge
von 1300 nm, und mit einer Länge von mehr als 0,5 km,
vorzugsweise 2 km, oder daß der LWL ein Multimode-LWL ist
mit einer Dämpfung von weniger als 2 db/km, gemessen bei
850 nm Lichtwellenlänge, und mit einer Länge von mehr als
0,15 km, vorzugsweise 0,5 km. Für die Kalibrierung eines
OTDR ist es vorteilhaft, wenn der LWL des Kalibriernormals
etwa die gleichen Daten wie mit dem OTDR zu vermessende
optische Leitungen aufweist.
Die Enden eines Metallröhrchens können besonders zuver
lässig mit einem gleichfalls aus Metall bestehenden
Steckerstift hermetisch dicht verbunden werden.
Als einfachste zuverlässige Lösung ist vorgesehen, daß die
Enden der Hülle mit Steckerelementen mittels flüssig
eingebrachten und gehärteten Kunststoffs hermetisch
verbunden sind. Besonders gut und dauerhaft ist auch die
Lösung, daß die Enden des Metallröhrchens mit dem Stecker
element verlötet sind. Insbesondere im Falle eines aus
Edelstahl bestehenden Metallröhrchens ist eine Laser
verschweißung mit einem insbesondere ebenfalls aus Stahl
oder Edelstahl bestehenden Steckerelement möglich. Dabei
dringt keine nennenswerte Wärmemenge in den Bereich des
LWL.
Damit Steckvorgänge beim optischen Ankoppeln des
Kalibriernormals an einen Zuleitungsstecker nicht
unkontrolliert mechanisch auf die Hülle des LWL und damit
auf den LWL selbst einwirken können, ist vorgesehen, daß
das Steckerelement an einem Gehäuse des Kalibriernormals
festgelegt ist.
Damit die Windungen der im Gehäuse untergebrachten
optischen Leitung ihre Relativlage zuverlässig beibe
halten, ist vorgesehen, daß die den LWL enthaltende Hülle
auf einen Wickelkörper gewickelt ist, welcher am Gehäuse
befestigt ist und einen Durchmesser von mehr als 25 cm
hat. Da der LWL innerhalb der Hülle lose geführt ist, darf
die Hülle fixiert werden, weil die Fixierungskräfte nicht
dämpfungserhöhend auf den LWL einwirken können.
Anhand der Zeichnung wird ein vorteilhaftes Ausführungs
beispiel der Erfindung erläutert.
Fig. 1 zeigt perspektivisch den prinzipiellen Aufbau eines
Kalibriernormals nach der Erfindung,
Fig. 2 zeigt die Anordnung eines Steckerausganges am
Gehäuse des Kalibriernormals nach Fig. 1.
Auf einem Wickelkörper 1 sind zwei Kilometer einer
optischen Ader 2 gewickelt. Dabei sollten die minimalen
Windungsdurchmesser nicht kleiner als 25 cm sein. Der
Wickelkörper 1 ist am Gehäuse 3 befestigt. Die Enden der
optischen Ader 2 sind über Steckerausgänge 4 und 5
zugänglich und durch diese an einer Wandung des Gehäuses 3
festgelegt.
Der Aufbau der Steckerausgänge 4 oder 5 ist in Fig. 2
detailliert erkennbar. Die optische Ader 2 besteht aus
einem LWL 6, welche mit erheblichem radialem Spiel und mit
Überlänge gewellt oder gewendelt in einem Edelstahl
röhrchen 7 verläuft. Der Freiraum im Edelstahlröhrchen 7
ist mit einer gelartigen Masse gefüllt.
Durch das Steckerelement 8 wird das Ende der optischen
Ader 2 hermetisch abgeschlossen. Der LWL 6 ist bis zur
Stirnfläche des das vordere Ende des Steckerelements 8
bildenden Steckerstifts 9 geführt und darin koaxial einge
klebt. Das Ende des Edelstahlröhrchens 7 ist mittels einer
aushärtbaren Kunststoffvergußmasse 10 in einem Sackloch
ansatz 11 des Steckerelements 8 festgelegt.
Das Steckerelement 8 ist mit dem Verbindungsteil 12 eines
Koppelelements verschraubt. Mittels einer gegenüber dem
Verbindungsteil 12 drehbaren Überwurfmutter 13 ist das
Steckerelement über das Koppelelement an einer ein Außen
gewinde tragenden Kupplungshülse 14 verschraubt. Dabei
ragt der Steckerstift 9 in eine zentrierende Führungs
hülse 15. Die Kupplungshülse 14 ragt durch eine Bohrung
einer Wandung des Gehäuses 3 und ist beispielsweise
mittels der Kontermuttern 16 und 17 festgelegt, von denen
eine auch als Flansch der Kupplungshülse 14 ausgebildet
sein könnte.
Das außerhalb des Gehäuses 3 zugängliche Ende der
Kupplungshülse 14 kann mit einem nicht dargestellten
Gegensteckerelement beispielsweise eines OTDR derart
verbunden werden, daß dessen Steckerstift die Stirnfläche
des Steckerstifts 9 berührt. Dabei sollte mindestens einer
der Steckerstifte axial federnd in der Führungshülse
nachgiebig gleiten können. Die Federbeweglichkeit eines
Steckerstiftes 9 kann auf beliebige bekannte Art
verwirklicht werden. Im Ausführungsbeispiel ist die
Überwurfmutter 13 axial von dem Verbindungsteil 12
entgegen einer Federkraft wegbewegbar, so daß damit der
Steckerstift 9 entgegen dieser Federkraft um ein gewisses
Maß in der Führungshülse 15 zurückbewegbar ist.
Claims (10)
1. Optisches Kalibriernormal, welches aus einer einen
Lichtwellenleiter umfassenden aufgewickelten optischen Ader,
die mechanisch geschützt in einem zugeordnetem Gehäuse
angeordnet ist, und optischen Steckerelementen an ihren Enden
besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß die optische Ader (2) den
Lichtwellenleiter (6) und ein Metallröhrchen (7) umfaßt, in
dem der Lichtwellenleiter (6) lose und mit Überlänge geführt
ist, und daß das Metallröhrchen (7) aus einer korrosionsfesten
Legierung, insbesondere aus Edelstahl besteht, und daß der
Lichtwellenleiter (6) hermetisch dicht in je einem
Steckerstift (9) jedes Steckerelements (8) endet und daß das
Metallröhrchen (7) hermetisch dicht mit jedem der
Steckerelemente (8) verbunden ist.
2. Kalibriernormal nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steckerelement (8) mit
Kupplungsteilen (12, 13) zur Verbindbarkeit mit einem optischen
Gegenstecker ausgerüstet ist.
3. Kalibriernormal nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Kupplungsteil (13) axial
gegenüber dem Steckerelement (8) federbeweglich ist.
4. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (6) ein
Monomode-Lichtwellenleiter ist mit einer Dämpfung von weniger
als 0,5 db/km, gemessen bei einer Lichtwellenlänge von 1300 nm,
und mit einer Länge von mehr als 0,5 km, vorzugsweise 2 km.
5. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtwellenleiter (6) ein
Multimode-Lichtwellenleiter ist mit einer Dämpfung von weniger
als 2 db/km, gemessen bei 850 nm Lichtwellenlänge, und mit
einer Länge von mehr als 0,15 km, vorzugsweise 0,5 km.
6. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Metallröhrchens (7) mit den
Steckerelementen (8) mittels flüssig eingebrachten und
gehärteten Kunststoffs hermetisch verbunden sind.
7. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Metallröhrchens (7)
mit den Steckerelementen (8) verlötet sind.
8. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Metallröhrchens (7)
mit den Steckerelementen (8) laserverschweißt sind.
9. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerelemente (8) am Gehäuse
(3) des Kalibriernormals festgelegt sind.
10. Kalibriernormal nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das den Lichtwellenleiter (6) enthaltende Metallröhrchen
(7) auf einen Wickelkörper (1) gewickelt ist, welcher am
Gehäuse (3) befestigt ist und einen Durchmesser von mehr als
25 cm hat.
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