DE3910200A1 - Vorrichtung zur messung von ultraschallamplituden - Google Patents
Vorrichtung zur messung von ultraschallamplitudenInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung kann überall dort angewendet werden, wo eine
genaue Anzeige und Auswertung von Ultraschallamplituden im
Wirkmedium erforderlich ist. Typische Anwendungsgebiete
sind die Ultraschall-Desintegration in der Biotechnologie
und industrielle Ultraschallverfahren (zum Beispiel Plast
schweißen).
Vorrichtungen zur Messung von Ultraschallamplituden sind
realisierbar mit elektromechanischen Schwingungsaufnehmern,
die direkt oder über ein Koppelmedium die Ultraschallampli
tude aufnehmen und einer nachfolgenden Signalverarbeitung
zuführen.
Dabei kommen die in der elektrischen Informations
technik allgemein üblichen Methoden der analogen Signalver
arbeitung zur Anwendung.
Direkt gekoppelte Vorrichtungen haben den Nachteil einer
unbestimmbaren Rückwirkung auf den elektromechanischen
Resonanzwandler. Hervorzuheben sind insbesondere die zeit
liche Instabilität der Befestigung und eine Rückwirkung
der Messung auf den Wandler. Ebenso wird seine Effektivi
tät nachteilig beeinflußt. Bekannte Schwingungsaufnehmer
dieser Art, zum Beispiel piezoelektrische oder magneto
striktive besitzen außerdem Eigenresonanzen im interes
sierenden Ultraschallfrequenzbereich, die sich störend
auf die genaue Messung auswirken (DE 28 32 762, DE 2 35 792
und DD 2 32 755).
Dehnungsmeßstreifen haben außerdem den Nachteil einer zu
niedrigen Grenzfrequenz (s. beispielsweise DD 25 078).
Ultraschallmikrofone benötigen ein ungestörtes Schallfeld
im Koppelmedium, welches sich in der Praxis nur schwer
realisieren läßt (siehe auch DE 28 23 361 und DE 2 71 422).
Allen diesen Vorrichtungen gemein sind ihre Anfälligkeit
gegenüber betriebsbedingten Überlastungen, die bei Über
schreitung der zulässigen Ultraschallamplitude zum Ausfall
führt, und ihre elektrischen Verkopplungserscheinungen,
die sich störend auf die Signalverarbeitung auswirken. Die
obengenannten Vorrichtungen benötigen einen relativ hohen
Herstellungsaufwand.
Von den möglichen Vorrichtungen mit kapazitiven oder in
duktiven Schwingungsaufnehmern sind nur wenige mit induk
tiven Aufnehmern bekannt, die sich speziell auf Anwen
dungsfälle im niederfrequenten Bereich beschränken (DE
1 81 567).
Es gibt auch strahlungs-optische Vorrichtungen, wie zum
Beispiel in den Patentschriften DE 31 14 355 und DD 2 13 290
dargelegt. Einer breiten Anwendung stehen aber die Kompli
ziertheit und der technische Aufwand dieser Vorrichtungen
entgegen.
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung einer Vorrichtung
zur Messung von Ultraschallamplituden elektromechanischer
Resonanzwandler die jederzeit reproduzierbare Aussagen
über Ultraschallwirkungen ermöglicht und zum Beispiel bei
der Anwendung von Ultraschall-Desintegratoren und -Schweiß
geräten Arbeitszeit und Probenmaterial einspart.
Die Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtung zur Messung
von Ultraschallamplituden zu entwickeln, die eine genaue,
berührungslose, rückwirkungsfreie und überlastungssichere
Messung und Überwachung der Ultraschallamplitude gestat
tet, insbesondere bei unterschiedlichen Belastungen des
Arbeitswerkzeuges und bei Alterung des aktiven Teiles des
Ultraschallwandlers. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe da
durch gelöst, indem von der bekannten Konfiguration eines
Wandlers mit angeschlossenem Arbeitswerkzeug (a), der nach
dem Längsschwingungsmodus arbeitend Ultraschall erzeugt,
ausgegangen wird.
Eine hochfrequente Trägerfrequenz wird mittels der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung mit der mechanischen Resonanz
frequenz des Wandlers frequenzmoduliert.
Dazu wird die Ebene der Spule/Koppelschleife (b), die
Teil des Resonanzkreises des HF-Oszillators (1) ist, in
geringem Abstand um den Wandler (a) und im rechten Winkel
zu seiner Achse angeordnet. Damit bewirkt die Longitudi
nalschwingung des Wandlers eine periodische Änderung der
Resonanzkreisfrequenz des HF-Oszillators (1), die um min
destens fünfzigmal größer als die mechanische Resonanz
frequenz des Wandlers (a) sein soll.
Vorzugsweise befindet sich die Spule/Koppelschleife (b)
zwischen der Antriebseinheit und der Wirkungsstelle des
Wandlers (a), im Bereich eines sich verändernden Quer
schnitts und gleichzeitig am geometrischen Ort seines
Schwingungsbauches.
Die im Betrieb entstehende Relativbewegung zwischen dieser
Querschnittsebene des Wandlers (a) und der Spule (b) be
einflußt ihre Induktivität. Der HF-Oszillator (1) und die
nachfolgende Verarbeitungselektronik besitzen keine galva
nische Verbindung zur Antriebsspannung des Wandlers (a).
Das gewählte Prinzip beruht nicht auf einer Induktions
spannungserzeugung und gestattet gegenüber dem bekannten
Stand der Technik eine weitgehende elektrische Entkopplung
zwischen der notwendigen Antriebsspannung des Wandlers und
der Meßanordnung. Die erfindungsgemäße Koppelschleife ist
einfach, berührungslos und rückwirkungsfrei. Gleichzeitig
wird mit der Erfindung erreicht, daß die Messung unabhängig
von der maximalen Ultraschallamplitude des Wandlers ist
und sich betriebsbedingte Überlastungen des Wandlers nicht
auf die Meßvorrichtung auswirken.
Die am Ausgang des HF-Oszillators (1) entstehende fre
quenz- und amplitudenmodulierte HF-Spannung wird mit den
in der elektrischen Informationstechnik üblichen Methoden
für frequenzmodulierte Signale vorteilhaft so weiterverar
beitet, daß eine Vergrößerung des Frequenzhubes (4) mit
dem Ziel einer Aufweitung des Störspannungsabstandes er
folgt und zur Unterdrückung niederfrequenter Störungen und
Drifterscheinungen der Vorrichtung ein Teil der elektri
schen Ausgangsspannung zurückgeführt wird (7).
Als Meßgröße entsteht eine elektrische Wechselspannung
(u), die der mechanischen Ultraschallamplitude des Wand
lers (a) in Betrag und Phase adäquat ist, weitgehend tem
peraturunabhängig ist, leicht angezeigt und/oder als Steu
ersignal für Stabilisierungszwecke verwendet werden kann.
Eine Eichung zur tatsächlichen an der Spitze des Arbeits
werkzeuges auftretenden Ultraschallamplitude erfolgt nur
einmalig für ein bestimmtes Gerät (Wandler und Meßvorrich
tung) und bleibt lange Zeit stabil. Darüber hinaus ist die
Erfindung auch bei Verwendung von elektrisch leitenden
Nichteisen-Werkstoffen für Resonanzwandler anwendbar.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung und ihre Auswerteelektro
nik umfaßt den elektromechanischen Resonanzwandler (a),
die Koppelschleife (b), den HF-Oszillator (1), den HF-
Oszillator (2), die Mischstufe (3), die Vervielfacherstu
fe (4), den Begrenzer (5), den Demodulator für frequenz
modulierte Signale (6) und das Tiefpaßglied (7) im Rück
kopplungszweig.
Die Zeichnung zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung zur
Messung von Ultraschallamplituden eines elektromechani
schen Resonanzwandlers mit angeschlossenem Arbeitswerkzeug.
Der dargestellte Wandler (a) hat die Resonanzlänge π und
weist am geometrischen Ort eines Schwingungsbauches eine
abrupte Querschnittsänderung auf. An dieser Stelle befindet
sich die als Ring ausgebildete Koppelschleife (b) aus elek
trisch leitendem Material. Sie ist in geringem Abstand um
den Wandler und im rechten Winkel zu seiner Achse berührungs
los justiert. Die Koppelschleife ist Teil des Resonanzkrei
ses des HF-Oszillators (1). Die im Betrieb erzeugten Ultra
schallamplituden des Wandlers (a) bewirken dadurch ein fre
quenz- und amplitudenmoduliertes Signal am Ausgang des HF-
Oszillators (1). In der sich anschließenden Gegentaktmisch
stufe (3) wird aus den Frequenzen des HF-Oszillators (1)
und eines spannungsgesteuerten HF-Oszillators (2) ein HF-
Signal mit niederer Differenzfrequenz gebildet und in die
Vervielfacherstufe (4) eingespeist. Das entstehende HF-Signal
weist einen größeren Frequenzhub auf als das ursprüngliche
durch die mechanische Ultraschallamplitude hervorgerufene.
Die nachfolgende Begrenzerstufe (5) unterdrückt die noch vor
handene Amplitudenmodulation und im phasenempfindlichen De
modulator (6) entsteht aus dem frequenzmodulierten HF-Signal
eine elektrische Wechselspannung (u), die in Betrag und Phase
der Ultraschallamplitude entspricht. Zur Unterdrückung nie
derfrequenter Störungen und Drifterscheinungen der Vorrich
tung wird ein Teil der Meßgröße (u) über den Tiefpaß (7) zum
HF-Oszillator (2) zurückgeführt.
Der Betrag der Wechselspannung (u) wird digitalisiert, für
die Ultraschall-Stabilisierung benutzt und als Maß für die
mechanische Ultraschallamplitude angezeigt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Messung von Ultraschallamplituden
eines im Längsschwingungsmodus arbeitenden elektro
mechanischen Resonanzwandlers, die induktiv an ei
nen einen HF-Oszillator (1) mit Verarbeitungselek
tronik angekoppelt ist, gekennzeichnet dadurch, daß
die vom Wandler (a) elektrisch isolierte Spule (b),
die frequenzbestimmender Bestandteil des HF-Oszil
lators (1) ist, sich im Bereich einer Querschnitts
änderung des Wandlers (a) befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Spule (b) eine Koppelschleife aus nur ei
ner Windung ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Spule (b) ringförmig und berührungslos in
geringem Abstand und rechten Winkel zur Achse des
Wandlers (a) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch,
daß die Koppelschleife nicht selbsttragend mit iso
lierendem Stützmaterial verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß im Bereich einer Querschnittsänderung des Wand
lers (a), wo sich die Spule (b) befindet, ein
Schwingungsbauch des Wandlers (a) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Querschnittsänderung des Wandlers (a) im
Bereich der Spule (b) diskontinuierlich ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30024687A DD272203A3 (de) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Vorrichtung zur messung von ultraschallamplituden |
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ID=5587080
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE3910200A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2021234619A1 (en) | 2020-05-21 | 2021-11-25 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phacoemulsification probe comprising magnetic sensors and/or multiple independent piezoelectric vibrators |
| US11877953B2 (en) | 2019-12-26 | 2024-01-23 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phacoemulsification apparatus |
| US12178750B2 (en) | 2020-11-23 | 2024-12-31 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Removal of cataract debris |
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-
1987
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-
1989
- 1989-03-30 DE DE19893910200 patent/DE3910200A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11877953B2 (en) | 2019-12-26 | 2024-01-23 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phacoemulsification apparatus |
| WO2021234619A1 (en) | 2020-05-21 | 2021-11-25 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phacoemulsification probe comprising magnetic sensors and/or multiple independent piezoelectric vibrators |
| EP4529904A2 (de) | 2020-05-21 | 2025-04-02 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phakoemulsifikationssonde mit magnetischen sensoren und/oder mehreren unabhängigen piezoelektrischen vibratoren |
| US12472094B2 (en) | 2020-05-21 | 2025-11-18 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Phacoemulsification probe comprising magnetic sensors and/or multiple independent piezoelectric vibrators |
| US12178750B2 (en) | 2020-11-23 | 2024-12-31 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Removal of cataract debris |
| US12324770B2 (en) | 2021-04-15 | 2025-06-10 | Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. | Compensating for imperfect behavior of multi-piezoelectric crystal |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD272203A3 (de) | 1989-10-04 |
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