DE31097C - Tellurium - Google Patents

Tellurium

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DE31097C
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DE
Germany
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arm
sleeve
horizon
globe
earth
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31097D
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English (en)
Original Assignee
E. LETOSCHEK, K. K. Oberlieutenant in Wien
Publication of DE31097C publication Critical patent/DE31097C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B27/00Planetaria; Globes
    • G09B27/02Tellurions; Orreries

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Instructional Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
EMIL LETOSCHEK in WIEN. Tellurium.
Das nachfolgend beschriebene Tellurium unterscheidet sich dadurch sehr wesentlich von den bisher bekannten Apparaten dieser Art, dafs man mit Hülfe desselben nicht nur die wirkliche, sondern auch die scheinbare Bewegung der Himmelskörper für den Horizont irgend eines am Globus gewählten Punktes darstellen kann. Dabei ist die Einrichtung getroffen, dafs der den Horizont des gewählten Punktes darstellende Ring immer zum Horizonte des Demonstrationsortes parallel gestellt werden kann, was das Verständnifs der Demonstrationen wesentlich erleichtert.
Beiliegende Zeichnung stellt das Tellurium in Fig. ι zur Versinnlichung der wahren Bewegung der Erde und . des Mondes montirt dar, während Fig. 2 die Zusammenstellung zur Erklärung der scheinbaren Bewegung und Fig. 3 einen bei den Demonstrationen gut verwendbaren, am Erdglobus anzubringenden Horizontkreis darstellt. Fig. 4 und 5 zeigen in grofsem Mafsstabe Verticalschnitte der in Fig. 1 und 2 dargestellten Apparate.
Ein Postament α trägt mittelst eines Scharniergelenkes b die abschraubbare Scheibe c, um deren Mittelpunkt der den Globus d tragende Arm e drehbar ist. Das Scharniergelenk b hat den Zweck, dem ganzen System eine geneigte Stellung geben zu können, und ist mit einer Stellschraube versehen. Der zur Aufnahme des Globus d bestimmte Arm e ist röhrenförmig hergestellt und besitzt am inneren Ende eine obere Lasche eL mit der Durchlochung für den auf der Scheibe c angebrachten Drehzapfen, während eine , untere Lasche e2 am äufseren Ende des Armes e eine drehbare Hülse e3 zum Einstecken der Erdachse trägt. Auf dafs die einen Winkel von 23Y2 0 mit der Verticalen einschliefsende Erdachse t bei dem die Umdrehung der Erde darstellenden Bewegen des Armes e um den Drehzapfen der Scheibe c beständig zu ihrer Anfangslage parallel bleibe, sitzen auf diesem Drehzapfen und auf der drehbaren Hülse e3 Schnurscheiben ffx von gleichem Durchmesser sammt durch den hohlen Arm e geführter Schnur s. Um Hülse e3, Fig. 5, sammt Scheibe/j in ihrer Lage zu halten, ist an die Lasche e2 ein Lagerbacken C4 geschraubt, welcher eine die Hülse es concentrisch ümschliefsende, dem Mondmitnehmer als Drehzapfen dienende kurze Hülse e5 trägt. Der Mondmitnehmer besteht aus einer lose auf die kurze Hülse e5 aufgesteckten kleinen Schnurscheibe /2, von welcher ein waagrechter, an seinem Ende einen senkrecht aufgebogenen Haken g1 bildender Drahtarm g abgeht. Um die kleine Schnurscheibe /2 und eine unbeweglich auf dem Drehzapfen der Scheibe c sitzende Schnur-1 scheibe /Ά von grofsem Durchmesser läuft ebenfalls eine durch den hohlen Arm e geführte Schnur sl. Um das Spannen der schlaff gewordenen Schnüre zu ermöglichen, besteht der hohle Arm e nicht aus einem Stück, sondern aus zwei durch eine Schraube m zusammengehaltenen, in einander gesteckten Theilen. Der Mondträ'ger besteht aus einer oberhalb der Monatsscheibe h auf die Erdachsenhülse e3 aufgeschobenen Hülse n, in welche, der Neigung der Mondbahn zur Ekliptik ent-
sprechend, eine aus zwei unter dem Winkel von 5° 8' nach rechts und links ansteigenden halben Schraubengängen zusammengesetzte Nuth n1 eingeschnitten ist. Ueber die Hülse η ist eine zweite Hülse κ2 gesteckt, von welcher eine nach innen vorspringende Führungswarze K3 in die Nuth n1 eingreift, und welche an einem aufsen bis auf entsprechende Höhe über die Ekliptikebene hinaufreichenden Drahtarm κ4 die den Mond vorstellende Kugel w5 trägt. Drahtarm κ4 wird in den Haken g1 des Mondmitnehmers eingelegt.
Oberhalb der kleinen Schnurscheibe_/2 steckt die Monatsscheibe h auf der Achshülse e3. Es ist das eine Messingscheibe, deren Umfang in zwölf mit den Namen der Monate bezeichnete Theile getheilt ist; bei jedem Herumdrehen des den Globus tragenden Armes e um 3600 wird infolge des Vorhandenseins der Schnurscheiben ffx nach und nach jeder Theil der Monatsscheibe h dem in das Ende des röhrenförmigen Armes e gravirten Zeiger Zi1 gegenüber zu stehen kommen und so bei entsprechender Einstellung der Scheibe h andeuten, welchem Monate des Jahres die jeweilig im Apparat vorhandene. Stellung des Globus d gegen die durch eine Lampe k sammt Reflector Tc1 dargestellte Sonne einnimmt.
Diese Lampe k steckt in einer mit dem Arm e fest verbundenen kurzen Hülse eR und besitzt eine solche Höhe, dafs die Flamme und der Mittelpunkt des auf der Lampe verschiebbaren Reflectors k1 genau so weit vom Arm e abstehen als der Mittelpunkt des Erdglobus d, da der Mittelpunkt der Sonne in der Ebene der Erdbahn liegen mufs. Auf dem hohlen Arm e ist eine Hülse j verschiebbar, welche einen Arm J1 von einer gleichfalls dem Abstande des Globusmittels vom Arm e entsprechenden Länge trägt. Der Arm J1 ist an seinem freien Ende gegabelt und mit zwei Lagerösen j 2 zur Aufnahme eines geraden Drahtes j3 versehen, welcher die Richtung der Sonnenstrahlen darstellt und zu erkennen gestattet, auf welchen Punkt der Erde diese Strahlen in den verschiedenen Jahreszeiten senkrecht auffallen.
Um das beschriebene, zur Darstellung der wahren Bewegung der Erde um die Sonne und des Mondes um die Erde bestimmte Tellurium zur Darstellung der infolge der Drehung der Erde um ihre Achse in Erscheinung tretenden scheinbaren Bewegungen der Gestirne umgestalten zu können, ist der Trägerarm e über seinen Drehzapfen auf der Scheibe c hinaus etwas verlängert. Der so gebildete Zapfen e7 dient zum Anstecken eines hohlen Armes o, welcher, wie e, gleichfalls mit einer verschiebbaren Hülse j sammt radialem Arm zum Anbringen des die Richtung der Lichtstrahlen versinnlichenden Drahtes j3 versehen ist. Um Drehungen des hohlen Armes ο zu verhindern, besitzt der Zapfen e7 einen diametralen Einschnitt, in welchen sich ein in 0 befestigter Stift einlegt. Am äufseren Ende ist der Arm 0 mit einer Hülse O1 zum Einsetzen der Lampe k sammt Reflector ^1 versehen. In die mittlere Hülse e6 kommt in diesem Falle entweder die Horizontscheibe p, Fig. 2, oder der mit dem Horizontring versehene, auf eine senkrechte Achse t gesteckte Globus d und eventuell auch die Mondhülse K1 n2 K3 ra4 n..
Um die Bewegung der Sternbilder um den Polarstern darstellen zu können, wird eine entsprechend biegsame Stahlfeder q, deren Länge c I ο
:—π beträgt, mit ihren Enden an die
Enden der Arme e und 0 angesteckt. Zu diesem Zwecke ist Arm 0 neben der Hülse O1 für die Lampe k mit einer radial gestellten Hülse O2 versehen, während am Arm e die Erdachsenhülse e3 zu gleichem Zwecke dient. Die eingesteckte Stahlfeder q nimmt Halbkreisform an und stellt einen Himmelsmeridian dar; man steckt auf dieselbe mit Hülsen versehene Sternbilder in der in Fig. 2 dargestellten Weise auf, und zwar in der Regel den Polarstern α in der Verlängerung der verticalen Globusachse und etwa 400 davon entfernt den grofsen Bären ß. Das Erscheinen der Sterne über dem Horizont eines Ortes und Verschwinden derselben unter dem Horizont kann auch hier durch von den Sternen ausgehende, bis an den Rand der Horizontscheibe reichende Stäbchen von radialer Richtung näher versinnlicht werden, welche Stäbchen, wie der Draht J3, die Richtung der Lichtstrahlen darstellen. Die Horizontscheibe ρ ist eine kreisförmige Pappescheibe, auf deren oberer Fläche die Windrose verzeichnet ist; der senkrechte Stift p1 im Mittelpunkte der Windrose stellt den Beobachter dar. Die Horizontscheibe wird, wie gesagt, über der sonst für die Lampe k dienenden Hülse e6, und zwar auf die auch für den Globus d dienende gerade Achse i1 aufgesteckt, wozu sie in der Mitte ihrer unteren Fläche eine Hülse p2 trägt. Um der Horizontscheibe ρ in der Poldistanz des Beobachtungspunktes entsprechende Neigung gegen die Himmelsachse' geben zu können', ist die Hülse p2 um ein Scharniergelenk drehbar, und neben derselben ist senkrecht auf der Horizontscheibe ρ ein kleiner Limbus p3 von i8o° angebracht. Hat man diese Schiefstellung vorgenommen, so wird durch Drehen des ganzen Systems um das oben erwähnte Scharniergelenk b des Postamentes die Horizontscheibe ρ wieder in die das Verständnifs erleichternde parallele Lage zum Horizont des Demonstrationsortes gebracht.
Statt der Horizontscheibe ρ kann auch der,
wie in Fig. 3 gezeigt, auf eine verticale Achse i1 gesteckte Globus d mit dem Horizontring zur Darstellung der scheinbaren Bewegung dienen. Der Horizontring besteht wesentlich aus dem eigentlichen Horizontring r aus Pappe, welcher den Durchmesser des Globus d besitzt und einen stählernen Meridianreif T1 mit einer kleinen Durchlochung ra sammt dieselbe umgebenden kleinen Scheibe r3 trägt. Zur Erleichterung der Demonstrationen trägt Horizontring r mittelst vier von den Cardinalpunkten abgehender Arme r4 einen concentrischen Ring r5 von gröfserem Durchmesser, welcher eine Stundeneintheilung besitzt und ebenfalls einen stählernen Meridianreif r6 trägt. Ein in der Mitte -des Meridianreifes r6 angebrachtes kleines Pendel r7 gestattet die Demonstrirung des Foucault'sehen Pendelversuches, als Beweis für die Rotation der Erde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Tellurium, bei welchem ein hohler, die Schnurleitungen s s1 für Erd- und Mondbewegung in sich aufnehmender Globustragarm e um eine Achse rotirt, welche um eine innerhalb der dargestellten Himmelskugel liegende Achse b drehbar und feststellbar ist, und welcher Globustragarm derart ausgebildet ist, dafs ein zweiter, ein Lampentragarm 0 sich anstecken läfst, so dafs über beide Arme mittelst der Hülsen o2 o3 ein mit verschiebbaren Sternbildern versehenes, den Himmelsbogen darstellendes elastisches Band q gespannt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31097D Tellurium Expired - Lifetime DE31097C (de)

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