DE29615840U1 - Abgaskrümmer mit Flansch - Google Patents
Abgaskrümmer mit FlanschInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01N—GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
- F01N13/00—Exhaust or silencing apparatus characterised by constructional features
- F01N13/08—Other arrangements or adaptations of exhaust conduits
- F01N13/10—Other arrangements or adaptations of exhaust conduits of exhaust manifolds
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Description
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft Abgaskrümmer mit wenigstens einem Flansch zur Verbindung des Rohrkrümmers mit einem Motorblock
und/oder einer Abgasanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs l.
Auspuffkrümmer, die die aus den Auslaßventilen austretenden
heißen Abgase sammeln und zu der Abgasanlage, bestehend aus Abgasrohren, katalytischem Konverter und Schalldämpfer,
führen, wurden ursprünglich als Gußteile hergestellt. Man vergleiche beispielsweise US-A 2 847 819. Dabei bildet der
Flansch, mit dessen Hilfe der Auspuffkrümmer an dem Motorblock angeschraubt wird, die größten Probleme, da der
Flansch gasdicht angeschraubt sein muß. Hinzu kommt, daß der moderne Motorenbau bestimmte Formen und Dicken der Flansche
vorschreibt, was beim Gießen zu einem hohen finanziellen Aufwand führte. Außerdem müssen Gußteile stets
nachbearbeitet werden, was insbesondere wegen der komplizierten Formen teuer ist.
Aus diesem Grunde werden zunehmend Rohrkrümmer verwendet.
Diese bestehen aus Krümmerrohren geeigneter Länge und Form oder gepreßten Halbschalen, die an einen Flansch
angeschweißt werden, der seinerseits dann die Verbindung zum Motorblock herstellt. Auch am anderen Ende der Krümmerrohre
kann ein Flansch vorgesehen sein zur Verbindung mit der weiterführenden Abgasanlage.
Es versteht sich, daß an die Flansche, insbesondere den mit dem Motorblock zu verbindenden Flansch, besondere
Anforderungen gestellt werden. Aus diesem Grunde wurde schon immer vorgeschlagen, diesen Flansch mit einer hohen
Eigensteifigkeit auszurüsten. Man vergleiche diesbezüglich
die DE-OS 15 76 357, die für jeden Zylinderauslaß einen eigenen kleinen Flansch vorsieht.
Die DE 31 29 351 C2 offenbart einen Flansch für Rohrkrümmer an Verbrennungsmotoren, der in Dickenrichtung des Flansches
geteilt ausgebildet ist. Die ankommende Rohrleitung des Krümmers wird nur an dem einen Flanschteil festgeschweißt.
Dieses Flanschteil wird seinerseits dann mit dem anderen Flanschteil verschweißt. Dadurch sollen infolge der
Wärmebeanspruchung auftretende Kräfte besser aufgefangen werden. Trotzdem ist auch hier für jeden Zylinderauslaß ein
eigener, kleinflächiger Flansch vorgesehen.
Die EP 0 178 430 Bl schließlich offenbart einen Auspuffkrümmer mit einem Flansch zur Befestigung des
Auspuffkrümmers am Motorblock. Der Flansch ist aus vier
relativ dünnen Blechplatinen zusammengesetzt, die wenigstens teilweise aus Edelstahl bestehen. Diese sind einzeln
gestanzt, werden mit Hilfe von Paßbohrungen und Paßstiften paßgenau gestapelt und schließlich hart gelötet. Die oberste
der Blechplatinen ist mit einem Durchzug versehen, in den ein Krümmerrohr eingeschweißt werden kann. Dieser Flansch
ist bereits für zwei Zylinderauslässe geeignet.
Allen in der vorstehend genannten Literatur offenbarten Flanschen ist gemeinsam, daß die erforderliche
Eigenstabilität durch eine hohe Flanschdicke hergestellt wird, gleichgültig ob der Flansch einstückig, zweistückig
oder vierstückig ist. Alle diese Flansche haben einen hohen Materialverbrauch, ein hohes Gewicht und einen hohen Preis.
Auch sind sie offensichtlich nicht in der Lage, sämtliche Zylinderauslässe eines Motors, beispielsweise vier bei den
am weitesten verbreiteten Vier-Zylinder-Reihenmotoren, an einem Stück abzudecken.
· ■
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Abgaskrümmer anzugeben, dessen Flansch erheblich
einfacher und leichter und damit auch preiswerter hergestellt werden kann, wobei bei jeder Größe die
erforderliche Eigensteifigkeit und die erforderliche Gasdichtigkeit gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Abgaskrümmer mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der Flansch des erfindungsgemäßen Abgaskrümmers besteht aus
einem dünnwandigen Blech, das durch geeignete Formgebung im Tiefziehverfahren - um etwa 90° abgewinkelter, wenigstens
teilweise umlaufender Rand sowie Durchzüge, gegebenenfalls zusätzliche Versteifungssicken erhält. Die Gasdichtigkeit
wird durch zusätzliche, um die Rohröffnungen herumlaufende, über die Platinenoberfläche geringfügig vorstehende
Ausprägungen erreicht. Diese werden während dem Tiefziehen der Blechplatine oder nach dem Tiefziehen der Blechplatine
in einem weiteren Arbeitsgang hergestellt, so daß sämtliche Dichtflächen absolut eben sind. Eine spanende
Nachbearbeitung kann dadurch völlig entfallen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind
auch um die Befestigungsöffnungen herum entsprechende vorstehende Flächen ausgeprägt. Dies bedeutet, daß
sämtliche, die Durchzüge umgebenden Ringflächen in derselben Ebene liegen. Dadurch ist sichergestellt, daß beim Anziehen
der Befestigungsschrauben der Flansch nicht verformt werden kann.
Versuche haben gezeigt, daß eine ausreichende Formsteifigkeit des Flansches bereits dann erreicht wird,
wenn die Höhe des Randes und/oder der Durchzüge wenigstens dem Einfachen der Blechdicke entspricht.
Vorteilhafterweise und je nach Anwendungszweck besteht der
Flansch aus nicht veredeltem Stahl.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Abgaskrümmer, angeflanscht; an eine ausschnittsweise dargestellte
Abgasanlage,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Rückseite eines Flansches für einen Vier-Zylinder-Reihenmotor,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Flansch der Fig. 2 entlang der Linie IH-III,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Dichtseite eines
Zwei-Rohr-Flansches und
Fig. 5 einen Schnitt durch den Flansch der Fig. 4 entlang der Linie V-V.
Fig. 1 zeigt in rein schematischer Darstellung eine Draufsicht auf einen Abgaskrümmer. Man erkennt zunächst
einen Flansch 10, der die Verbindung zu einem Motorblock {nicht dargestellt) eines Vier-Zylinder-Reihenmotors
herstellt. Am Flansch 10 sind vier Krümmerrohre bzw. -schalen 11 angeschweißt. Jeweils zwei der Krümmerrohre
sind zusammengeführt zu Krümmerrohren 12. Diese sind
ihrerseits an einen Zwei-Rohr-Flansch 20 geschweißt.
Die das Abgas weiterführenden Rohre 21 sind ihrerseits mit einem Zwei-Rohr-Flansch 20 verschweißt. Die beiden
Zwei-Rohr-Flansche 20 sind miteinander verschraubt.
Fig. 2 als Draufsicht und Fig. 3 als Schnitt entlang der Linie III-III zeigen in vergrößerter Darstellung den
Vier-Loch-Flansch 10. Man erkennt, daß die Öffnungen 13, in denen die Krümmerrohre bzw. -schalen Il festgeschweißt
werden, als Durchzüge ausgebildet sind. Außerdem ist ebenfalls im Tiefziehverfahren ein etwa senkrecht
abgewinkelter, teilweise umlaufender oder ganz umlaufender Rand 17 ausgeformt. Diese beiden Maßnahmen garantieren
bereits die erforderliche Steifigkeit des Flansches 10. Der Flansch 10 besteht vorzugsweise aus nicht legiertem Stahl,
z. B. St 52.
Am Flansch 10 erkennt man des weiteren eine ganze Reihe von Befestigungsöffnungen 15, die in diesem Ausführungsbeispiel
als einfache Bohrungen und nicht als Durchzüge ausgebildet sind. Diese können aber auch mit Durchzügen versehen werden.
Um die Öffnungen 13 und um die Befestigungsöffnungen 15
herumlaufend erkennt man ringförmige Flächen 14, 16. Deren Oberfläche steht geringfügig über die Oberfläche der
Blechplatine vor. Die Oberflächen der Ringflächen 14, 16 sind durch einen entsprechenden spanlosen
Bearbeitungsvorgang absolut eben und liegen in derselben Ebene. Dadurch wird die Gasdichtigkeit der Verbindung
zwischen Motorblock und Flansch gewährleistet und eine Verformung des Flansches beim Anziehen der
Verbindungsschrauben (nicht dargestellt) mit Sicherheit
verhindert.
Fig. 4 als Draufsicht und Fig. 5 als Schnitt entlang der Linie V-V zeigen den Zweirohr-Flansch 20 in vergrößerter
Darstellung. Man erkennt wieder den ganz oder teilweise umlaufenden, etwa 90° abgewinkelten Rand 26 und die
Durchzüge 22 der Öffnungen. Hier sind auch die
Befestigungsöffnungen 24 als Durchzüge ausgebildet.
In eine der Öffnungen 22 ist ein Abgasrohr 12, 21 eingesetzt. Die Verbindung erfolgt mit Hilfe von umlaufenden
Schweißnähten 27, 28, die entweder außen (Pos. 27) oder innen (Pos. 28) angebracht werden können.
Es hat sich herausgestellt, daß auch bei Anwendung des weit verbreiteten MAG-Schweißverfahrens nur ein minimaler, leicht
tolerierbarer Wärmeverzug auftritt. Dieser läßt sich bei Anwendung des Laserschweißverfahrens weiter minimieren.
Claims (5)
1. Abgaskrümmer mit wenigstens einem Flansch {10, 20) zur Verbindung des Abgaskrümmers mit einem Motorblock und/oder
einer Abgasanlage, wobei im Flansch (10, 20) Öffnungen {13, 22), in die die Krümmerrohre bzw. -schalen (11)
eingeschweißt sind, und Befestigungsöffnungen (15, 24) für
Schrauben oder Steckbolzen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (10, 20) aus einer
Blechplatine tiefgezogen ist, daß ein ganz oder teilweise umlaufender, etwa 90° abgewinkelter Rand (17, 26)
ausgebildet ist, daß die Öffnungen (13, 22) und wenigstens ein Teil der Befestigungsöffnungen (15, 24) als Durchzüge
geformt sind und daß um die Öffnungen (13, 22) herum Dichtflächen (14, 23) ausgeprägt sind, die über die
Oberfläche der Blechplatine vorstehen.
2. Abgaskrümmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch um die Befestigungsöffnungen (15, 24) herum
entsprechende vorstehende Flächen (16, 25) ausgeprägt sind.
3. Abgaskrümmer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Randes (17, 26) und/oder
der Durchzüge (13, 15; 22, 24) wenigstens dem Einfachen der Blechdicke entspricht.
4. Abgaskrümmer nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Flansch (10) aus nicht
legiertem Stahl besteht.
5. Abgaskrümmer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (10) mehr als zwei Öffnungen
(13) für Krümmerrohre bzw. -schalen (11) besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29615840U DE29615840U1 (de) | 1996-09-11 | 1996-09-11 | Abgaskrümmer mit Flansch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29615840U DE29615840U1 (de) | 1996-09-11 | 1996-09-11 | Abgaskrümmer mit Flansch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29615840U1 true DE29615840U1 (de) | 1996-10-24 |
Family
ID=8029109
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29615840U Expired - Lifetime DE29615840U1 (de) | 1996-09-11 | 1996-09-11 | Abgaskrümmer mit Flansch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29615840U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1996
- 1996-09-11 DE DE29615840U patent/DE29615840U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (9)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19961205 |
|
| R120 | Application withdrawn or ip right abandoned |
Effective date: 19980507 |