DE2139756A1 - Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen filtration von fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen filtration von fluessigkeiten

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Filtration von Flüssigkeiten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Filtration und Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser.
  • Die billigsten Vorrichtungen zur Filtration sehr großer Flüssigkeitsmengen sind übliche Sandfilter mit aufeinanderfolgenden Lagen aus Sand und Kies. Diese Filter sind aber nicht in der Lage, Wasser klar zu filtrieren, das einen Schwemmstoffgehalt von im wesentlichen liter 15 ppm aufweist. Flußwasser, wie beispielsweise Mississippi-Wasser, kann jedoch einen Schwemmstofrgetslt von mehrerer hundert ppm aufweisen.
  • Es ist daher vorgeschlagen worden, die Effizienz von Sandfiltern dadurch zu verbessern, daß die einzelnen Sandpartikel vor der Herstellung des Filterbettes mit einem Polyelektrolyten beschichtet werden, damit die Verunreinigungen im Wasser besser an diesen Partikeln hängenbleiben. Dieses Verfahren erfordert jedoch ein periodisches Auswechseln des so behandelten Filtermaterials. Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, die Flüssigkeit mit Polyelektrolyten zu versetzen und zwar zum Zwecke des Ausflockens, wobei die Flüssigkeit dann solange in einem Absetztank gelagert werden muß, bis die koagulierten Flocken ausgefallen sind, und die Flüssigkeit wird erst dann durch einen üblichen Filter gegeben.
  • Die Absetztanks sind riesige Behälter, die sehr viel Platz beanspruchen und auch nicht für eine schnelle kontinuierliche Reinigung geeignet sind, da sie im allgemeinen eine maximale Füllgeschwindigkeit von etwa 58 lpro 0,1m² pro min. aufweisen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eins faches und wirtschaftliches Verfahren und eine Vorrichtung zul kontinuierlichen Filtration von Flüssigkeiten 5 insbesondere ro.
  • Wasser mit Hilfe eines Sandfilters zu entwickeln.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch umgekehrte Zuführung der zu filtrierenden Flüssigkeit zum Filterbett, so daß die Flüssigkeit vom gröberen zum feineren Material fließt, durch Bedecken der feinkörnigen Schicht mit einem Gitter zur Verhinderung der Kanalbildung in der feinkörnigen Schicht und durch die Trennung der Schichten zur Verhinderung der Auswanderung von grobkörnigem Material in die Schicht des feinkörnigen Materials.
  • Yorzugsweise wird dabei der zu filtrierenden Flüssigkeit ein Polyelektrolyt zugesetzt.
  • Durch dieses-Verfahren läßt sich eine kontinuierliche Klarfiltration in einem Ausmaß und mit einer Schnelligkeit erreichen wie sie durch bisher vorgeschlagene Maßnahmen nicht zu erzielen war. Das vorgeschlagene Verfahren zeigt besonders gute Ergebnisse bei der kontinuierlichen Klarfiltration von Wasser mit einem hohen Schwemmstoffgehalt.
  • Durch die Zugabe des Polyelektrolyten zu der Flüssigkeit vor dem Filtrieren kann eine Ausflockung der größeren Schwemmstoffe erreicht werden. Allerdings wurde festgestellt, daß dann bei der Filtration des mit dem Polyelektrolyten versetzten Wassers in einem üblichen-Abstromrilter, also einem Filter, in dem die Flüssigkeit zuerst durch die Schichten des feinsten Materials fließt, nur unbefriedigende Resultate erhalten werden, da die verunreinigenden Schwemmstoffe anfangen den Filter zu passieren, nachdem der Filter ungefähr 0,5 bis 0,9 kg Feststoffe je 2 0,093 m Filterfläche aufgenommen hat. Wenn dieser "Durch¢ bruch" einmal geschehen ist, muß das Filterbett gereinigt werden, was zumeist durch Durchpressen von Wasser und Luft in umgekehrter Richtung erfolgt. Es ist klar, daß der Filter während der Reinigung aus der Filtrierzone herausbewegt werden muß und daß durch die erforderlichen häufigen Reinigungen ein derartiges Verfahren wirtschaftlich ungünstig ist.
  • Es wurde festgestellt, daß sich bei einem Abstromfilter eine Schicht des Filtrates oder eine Schmutzdecke oben auf dem Filter absetzt. Zur Verhinderung dieses Vorganges wird jetzt das Wasser zuerst durch die Schicht des gröberen Materials filtriert, indem also eine umgekehrte oder Aufstromfiltration angewendet wird. Auch bei diesem Verfahren ergeben sich jedoch ohne weitere erfindun#sgemäße Verfahrensschritte noch "Durchbrüche", wenn der Filter mit ungefähr 0,5 bis 0,86 kg Verunreinigungen je 0,093 m Filterfläche belastet ist.
  • Beim Betrieb eines Filters in Aufstromrichtung, d.h. also beim Fördern der zu filtrierenden Flüssigkeit zuerst durch die Schicht des gröberen Materials und dann durch die Schichten des feineren Materials ergeben sich aus folgenden Gründen Schwierigkeiten: durch die gewählte Strömungsrichtung werden die Schichten feineren Materials, die sonst durch den Flüssigkeitsdruck zusammengepreßt werden, in verhältnismäßig kurzer Zeit auseinandergebrochen und abgeschwemmt. Weiterhin wird durch diese Strömungsrichtung eine Abwanderung des größeren und gröberen Materials in die Schichten feineren Materials gefördert, wobei sich in dem feineren Material Kanäle ausbilden, die beim weiteren Filtrieren ständig ihren Durchmesser vergrößern und dadurch zu schlechten Filtrationsergebnissen führen.
  • Diese Schwierigkeiten lassen sich erfindungsgemäß dadurch ausschalten, daß auf die Schicht des feineren Materials in Aufstromrichtung ein feines Netz oder Gitter gelegt wird, so daß dieses Material am Ausschwemmen gehindert wird. Zur Behebung der zweiten Schwierigkeit, wird zwischen der Schicht des gröberen und der Schicht des feineren Materials ebenfalls ein Gitter gelegt, dessen Öffnungen einerseits so groß sind, daß eine Beeinträhtigung des freien Fließens der Flüssigkeit vermieden wird, und die andererseits klein genug sind, um eine Auswandertng des groberen Materials in die Schichten des feineren Materials zu verhindern.
  • Die erfindungsgemäß zur Reinigung der Flüssigkeit einzusetzenden Polyelektrolyte können kationische oder anionische Elektrolyte sein, oder es können gegebenenfalls nichtionische Verbindungen einsetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die von der Dow Chemical Co. unter der Handelsmarke "SEPARAN I4P10'! gehandelten polymeren Acrylamide, die der allgemeinen Formel entsprechen. Weiterhin verwendbar sind die von der Dow Chemical Co. unter dem Handelsnamen SEPARAN AP30" gehandelten hochnolekularen Polymere mit der folgenden allgemeinen Formel: Es können für diesen Zweck aber auch andere, eine ausreichende AusSlockung beirkende polymere Verbindungen eingesetzt werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert.
  • Fig. 1 - zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Filteranlage.
  • Fig. 2 - zeigt einen Schnitt entlang der Linie 2-2 aus Fig. 1, wobei die darunter liegende Filtermasse aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen wurde.
  • Fig. 3 - zeigt einen Schnitt entlang der Linie 3-3 aus Fig. 1#.
  • Fig. 4 - zeigt eine vergrößerte Teilansicht des Trenngitters zwischen feinem und grobem Material.
  • Fig. 5 - zeigt eine Einlaßöffnung in Seitenansicht.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Filteranlage aus einem Tank 10 mit beispielsweise einem Durchmesser von ungefähr 3,6 m, der eine untere Schicht 11 enthält, die aus Kies oder einem anderen groben Material mit einem Durchmesser zwischen ungefähr 1,2 und 5,0 cm entsprechend einem mittleren Durchmesser von ungefähr 3,1 cm besteht und ungefähr 15,2 cm stark st. Darauf folgt eine zweite Schicht 12, die aus Kies mit einem Durchmesser von ungefähr 0,5 bis 0,7 cm entsprechend einem mittleren Durchmesser von 0,6 cm besteht und eine Gesamtstärke von ungefähr 15,2 cm hat, worauf eine dritte Schicht 13 folgt, die aus Sand mit einem Durchmesser von 2 bis 3 mm entsprechend einem mittleren Durchmesser von 2,5 mm und einer Schichtstärke von ungefähr 39>5 cm besteht, und als vierte oder oberste Schicht 14 ist eine ungefähr 125 cm starke Filterschicht aus Sand mit einem Durchmesser von 1 bis 2 mm entsprechend einem mittleren Durchmesser von 1,5 mm angebracht. Das Gitter 15 zwischen der zweiten und der dritten Schicht hat eine offene Querschnittsfläche, die nicht kleiner ist als die Querschnittsfläche der Einlaßöffnungen 16, durch welche die zu filtrierende Flüssigkeit dem Filter zugeleitet wird, und insgesamt beträgt die bffnungsfläche des Gitters 9 bis 70 % der Querschnittsfläche des Tanks. Die einzelnen Öffnungen in dem Gitter 15 sind zu klein, als daß einzelne Kiesteile aus der Schicht 12 frei passieren können, und sie sollten vorzugsweise auch nicht viel größer sein als der Querschnitt der Sandpartikel in der Schicht 13, sondern im allgemeinen etwas kleiner. Ein welter s Gitter 17 auf oder kurz unter der Oberfläche der oberen Schicht 14 verhütet ein Auseinanderbrechen des Filterbettes während des Filtrationsvorganges und sollte eine offene Querschnittsfläche in der Größenordnung der effektiven Querschnittsflächen der Düsen 16 besitzen. Dieses Gitter kann aus in einem Winkel von 30 bis 900 zueinander angebrachten Stäben mit einer Stärke von ungefähr 0,42 bis 1,26 cm bestehen und hat eine offene Gesamtdurchtrittsfläche zwischen 9 und 70 % des Tankquerschnittes. Die Düsen 16 sind an einem Boden 18 befestigt, der die unterste Kiesschicht 11 trägt.
  • Die Polyelektrolyte werden dem Wasser in Mengen zwischen 0,1 bis 10,0 ppm zugesetzt. Dieses Wasser wird dem Filter durch die Einlaßöffnung 20 zugeführt und fließt kontinuierlich durch die Ausflußöffnung 21 ab. Die Einlaßöffnung kann mit einem Ventil 22 versehen sein, mit dem sich die Zuflußmenge des Wassers regulieren läßt. Der Filterdruck steigt allmählich an, und zwar von einem Minimum von 305 Torr, wenn der Filter das erstemal voll arbeitet, bis ungefähr 889 Torr, wenn der Filter stark verschmutzt ist und gereinigt werden muß. Die Durchströmgeschwindigkeit während des Reinigungsvorganges ist wesentlich größer als während der Filtration, und während des Reinigungsvorganges muß der Sand im wesentlichen aufgeschwemmt werden. Dabei ist festzus#ellen, daß durch wiederholte Reinigungsvorgänge ein "Zusammenbruch" des Filterbettes eintreten kann, wenn nicht die Wanderung von Kies in dem aufgeschwemmten Sand verhindert wird Das Wasser wird durch die in der Mitte des unteren Bodens angebrachte Leitung in den Tank gepumpt. Das Wasser strömt dann durch die perforierte Bodenplatte 18 und durch die rohrförmigen Düsen 16, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Die Düsen erstrecken sich jeweils von der perforierten Bodenplatte nach unten. Sie sind symmetrisch angeordnet, so daß sich in dem gezeigten Ausführungs beispiel jeweils 3,8 Düsen je 0,093 m2 Bodenplatte ergeben.
  • Jede Düse hat eine errechnete Öffnungsfläche, die einem Arbeitsradius von ungefähr 7,6 cm ergibt und dadurch ein gleichmäßiger Flüssigkeitsstrom in die Kiesschicht ermöglicht. Jede nachfolgende Schicht verbessert die Gleichförmigkeit der Strömung bis zu der Sandschicht.
  • Jede Düse weist drei in achsialer Richtung voneinander entfernte Löcher 31, 32 und auf. Jedes Loch hat jeweils einen größeren /das Durchmesser als das vorangegangene, wobei kleinste Loch am dichtesten an der unteren Oberfläche der Bodenplatte liegt.
  • Die Löcher haben folgende Funktion: Während des Luftdurchblaser: mit dem der Regenerationszyklus oder der Reinigungsvorgang normalerweise anfängt, ist es notwendig, die Luft völlig gleien-.assig im Filterbett zu verteilen. In dem Fall, in dem die Bodenplatte nicht völlig eben ist, kann während des ##ftdurcq: blasens durch das zu oberst liegende Loch a #ei unebener Bodenplatte nur die vorberechnete Menge Luft eintre@en. Da Summe der vorberechneten Luftvolumina, die jeweils durch-das oberste och jede: Düse eintreten können, insgesamt kleiner ist als das Gesamtvolumen der in das System gepreßten Luft, wird die Luft gezwungen, jede Düse zu passieren, wodurch sich ein gleichmässiger Luftstrom ergibt Im Betrieb eines solchen Filterbettes in Aufstromrichtung unter Verwendung von mit einem Elektrolyten versetztem Wasser ergibt sich eine wesentlich längere Betriebszeit zwischen den notwendigen. Regenerationszyklen. Eine derartig lange Betriebszeit ließ sich mit den bisher verwendeten oder vorgeschlagenen Filterbetten nicht erreichen. Außerdem wird durch die Aufstromrichtung bei der Filtration'ein wesentlich größerer Teil des Bettes zum Absetzen der Verunreinigungen ausgenutzt. In Abstromfiltern geschieht die Filterwirkung überwiegend auf der obersten Schicht des Bettes, wodurch sich sehr schnell eine Schmutzdecke ausbildet, die dann ihrerseits zu den sehr häufig vorzunehmenden Reinigungsvorgängen führt. Filtrationsanlagen, die in Abstromrichtung betrieben werden, sind unzureichend,wenn der Feststoffgehalt der zu filtrierenden Flüssigkeit mehr als 30 ppm beträgt Durch die erfindungsgeniäße Vorrichtung können Filtrate mit einem Feststoffgehalt von 1 ppm oder weniger erreicht werden, selbst wenn die zu filtrierende Flüssigkeit einen Feststoffgehalt von ,10 bis 600 ppm aufweist. Durch die von dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgeschlagene Aufstromrichtung kann der Polyelektrolytzusatz direkt zum Wasser erfolgen, da im gesamten Filterbett noch eine Ausflockung von Verunreinigungen durch den Polyelektrolyten stattfinden kann, während bei umgekehrter Durchstromrichtung nur die oberste Schicht des Filterbettes zum Festhalten der von den Elektrolyten verursachten Ausflockungen dient. Die Aufstromrichtung wird durch die erfindungsgemäß vorgeschlagenen zwei Gitter ermöglicht, die ein Auseinanderbrechen des ins Schwimmen geratenden Teil des Bettes während der Filtrat Ion und eine Auswanderung des Gießanteils des Bettes während der Filtration und während der Regeneration verhindern.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch ohne Zusatz von Elektrolyten zum Wasser durchgeführt werden, aber jeder Versuch, eine Filteranlage in Aufstromrichtung.mit Elektrolyten, aber ohne die beschriebenen Gitter zwischen den Schichten und auf der oberen Schicht zu betreiben, führt in sehr kurzer Zeit zu einem Zusammenbrechen des Filterbettes.
  • Eine Filteranlage nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ungefähr #>1 kg Verunreinigungen je 0,09 m' Filterfläche aufnehmen, bevor eine Regeneration notwendig wird, während die bisher üblichen Filterbetten ungefähr 1,2 kg je 0>09 m2 Filterfläche aufnehmen konnten. Die bisher üblichen Filteranlagen weisen einen Arbeitsdruck von ungefähr 305 Torr auf und verlieren nach Aufnahme von Verunreinigungen bei einem Arbeitsdruck von ungefähr 355 Torr ihre Filtrierwirkung. Im Gegensatz dazu arbeitet eine Anlage nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, bis der Druck auf einen Wert von 889 Torr angestiegen ist. Im allgemeinen gilt ein Druckanstieg von ungefähr 50 #, d.h. also beispielsweise von 305 Torr bis 457 Torr als Anzeichen dafür, daß der Filter je Flächeneinheit eine beträchtliche Menge an Verunreinigungen zurückgehalten hat, und es sind bislang keine Filtersysteme bekannt, die noch eine ausgezeichnete Filterwirkung haben, wenn der Arbeitsdruck um 50 % des Ausgangsdruckes zugenommen hat. Die erfindungsgemäßen Anlagen hingegen können mit einem Druck weit über 457 Torr arbeiten und werden#zumeist bis zu einem Enddruck von ungefähr 889 Torr betrieben. Aber auch dieser Endwert kann durch eine besonders ausgebildete und sorgfältige Anlage des Filterbettes erhöht werden. Diese in der Beschreibung genannte Grenze von 889 Torr ist daher nur aus wirtschaftlichen und nicht aus physikalischen Gründen gewählt worden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Wirksamkeit des neuen VerfahrenL und die Bedeutung der angegebenen Bedingungen näher erläutern.
  • Beispiel 1 In diesem Fall wurde eine übliche Filteranlage im Abstromverfahren betrieben und das zu filtrierende Wasser mit Polyelektrolyten versetzt.
  • Durchlauf Nr. Verunreinigungen in kg je 0,09 m² Filterfläche beim "Durchbrechen des Filters 1 0,73 2 0,#9 3 0,91 4 0,77 Beispiel 2 Beim Einsetzen einer üblichen Filteranlage im Abstromverfahren ohne vorgehenden Zusatz eines Polyelektrolyten zum Wasser konnte eine Klarfiltration (1 ppm) des Wassers nicht mehr erreicht werden, wenn Wasser mit einem Schwerrsnstoffgehalt höher als 30 ppm verwendet wurde. Die bislang gebräuchlichen Filteranlagen mit vorgeschaltetem Absetztank haben eine Aufnahmefähigkeit des Filters, die unter 0,45 kg je 0,09 m2 liegt.
  • Beispiel 3 In diesem Test wurde ein Filtersystem in Aufstromrichtung mit Trenngitter zwischen Kies und Sand, aber ohne Gitter über dem feinkörnigen Material betrieben und das Wasser mit Polyelektrolyven versetzt.
  • Durchlauf Nr. Verunreinigungen in kg je 0,09 m2 Filterfläche beim "Durchbrechen't 1 1,2 2 1,4 3 1,3 4 -1,0 Beispiel 4 Diese Versuche wurden in einer Filteranlage in Aufstromrichtung mit einem Gitter über dem feinkörnigen Material, aber ohne Gitter zwischen Kies und Sand betrieben und das zu filtrierende Wasser wurde mit Polyelektrolyten versetzt.
  • Diese Anlage arbeitete bei zweimaliger Regeneration am Tag ungefähr 3 bis 5 Tage mit einer Anfangsfilterwirkung von ungefähr 3,6 bis 4,0 kg Verunreinigungen je 0>09 m2, allerdings wurde die Filterwirkung ständig geringer. Am Ende des 5. Tages konnten folgende Ergebnisse festgestellt werden: Durchlauf Nr. Verunreinigungen in kg je 0,09 m2 Filterfläche beim "Durchbruch" 1 1,3 2 1,4 3 1,6 4 0>9 Beispiel 5 In diese, Beispiel wurden die Versuche mit dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt, indem das Wasser mit Polyelektrolyten versetzt wurde, die Filteranlage in Aufstromrichtung betrieben und mit einem Trenngitter zwischen Sand und Kies und einem Gitter über dem feinkörnigen Material ausgerüstet war.
  • Dabei zeigten ich folgende Ergebnisse: Durchlauf Nr. Verunreinigungen in kg je 0,09 m² 4 Filterfläche-bei Testende 1 4,2 2 3,8 3 3,8 4; 3,8 Dieses Filterbett zeigte keinen "Durchbruch". Die Versuche wurden beendet, als sich nach längerem kontinuierlichem Laufen der Anlage stets die eindeutig besseren Resultate zeigten. Die gleiche Anlage wurde nach mehrmoatiger Laufzeit mit jeweils zweimal pro Tag durchgeführter Regeneration untersucht und ergab sehr ähnliche Resultate.
  • Aus den angeführten Beispielen läßt sich entnehmen, daß bei einer Kombination von drei der vorstehend beschriebenen Merkmale sich noch Resultate erreichen lassen, die mit einem Zurückhalten von Verunreinigungen in der Größenordnung von 1,6 kg je 0,09 m2 Werte ergeben, die nur etwas unterhalb der doppelten Werte der besten Resultate liegen, die mit einer Zurückhaltung von 0,9 kg Verunreinigungen je 0>09 m2 Filterfläche bei Zusatz eines 'Polyelektrolyten zum Wasser und Filtration durch einen gebräuchlichen Abstromfilter erreicht werden. Durch die Kombination der von der Anmelderin vorgeschlagenen Maßnahmen läßt sich aber eine Filterwirkung von wenigstens 3,8 kg erreichen; dies ist eine vierfach bessere Filterwirkung als sie sich in einem üblichen Abstromfilter mit Zusatz eines Polyelektrolyten zum Wasser erzielen läßt.

Claims (9)

  1. Ansprüche
    Verfahren zur kontinuierlichen Filtration von Flüssigkeiten durch einen Kies-Sand-Filter, gekennzeichnet durch umgekehrte Zuführung der zu filtrierenden Flüssigkeit zum Filterrett, so daß die Flüssigkeit vom gröberen zum feineren Material fließt, durch Bedecken der feinkörnigen Schicht mit einem Gitter zur Verhinderung der Kanalbildung in der feinkörnigen Schicht und durch die Trennung der Schichten zur Verhinderung der Auswanderung von grobkörnigem faterial. in die Schicht des feinkörnigen Materials.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu filtrierenden Flüssigkeit ein Polyelektrolyt zugesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1. oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines gleichmäßigen Durchströmens der zu filtrierenden Flüssigkeit Gitter mit einer durchlässigen offenen Fläche in der Größenordnung bis 70 % der Gesamtquerschnittsfläche ler jeweiligen Schicht gewählt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur I;egeneration oder Reinigung des Filters eine Flüssigkeit und/oder ein Gas mit einem solchen Druck durch den Filter gepreßt werden, daß die Schicht feinkörnigen Materials ausgeschwemmt und gereinigt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyelektrolyt der zu filtrierenden Flüssigkeit in einer Menge von 0,1 bis 10,0 ppm zugesetzt wird.
  6. 6. Vorrichtung zur kontinuierlichen Filtration von Flüssigkeiten mit einem eine Reihe von Schichten aus teilchenförmigem Material a#fweisenden Filterbett, dadurch gekennzeichnet, daß im Filterbett mindestens eine Schicht eines grobkörnigen, bei der Regeneration oder Reinigung nicht schwemmbare Materials vorgesehen ist, daß darüber wenigstens eine Schicht eines feinkörnigen, zwar bei der Reinigung aber nicht während der Filtration aufschwemmbaren Materials angeordnet ist, daß die Schicht des grobkornigen Materials und die Schicht des feinkörnigen Materials durch ein Gitter getrennt sind, dessen oeffnungen so kiein sind, daß eine Wanderung des grobkörnigen Materials in das feinkörnige Material verhindert wird, daß die Schicht des feinkörnigen Materials oben mit einem Gitter abgedeckt ist, dessen Öffnungen groß genug sind, eine Ausschwemmung der feinkörnigen Schicht während des Reinigungs- oder Regenerationsvorganges zuzulassen aber klein genug sind, eine Ausschwemmung der Schicht des feinkörnigen Materials zu verhindern und daß Vorrichtungen zum Einbringen der zu filtrierenden Flüssigkeit unterhalb der Schicht des groben Materials und Vorrichtungen zum Ablaufen der filtrierten Flüssigkeit oberhalb der Schicht des feinkörnigen Materials enthält.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine perforierte Bodenplatte als Träger für das grobkörnige Material, die eine Vielzahl von an der Bodenplatte befestigten Düsen aufweist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Düse mehrere in achsialer Richtung voneinander entfernte runde Löcher aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Jedes der Gitter eine freie Fläche in der Größenordnung zwischen 9 und 70 % der Querschnittsfläche der jeweiligen Schicht des Filterbettes aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN112334224A (zh) * 2018-07-11 2021-02-05 乔治洛德方法研究和开发液化空气有限公司 由织物制成的用于限制或防止颗粒在两层之间迁移的设备

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