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TECHNISCHES GEBIET
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Die Erfindung betrifft eine Fahrradkindersitzbefestigung.
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HINTERGRUND
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Im Stand der Technik sind Kindersitzbefestigungen bekannt, mit denen ein Fahrradkindersitz beispielsweise am Rahmen des Fahrrads oder dessen Gepäckträger befestigt werden kann.
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Die Montage derartiger Fahrradkindersitzbefestigungen erfolgt dabei üblicherweise durch Klemmen der Fahrradkindersitzbefestigung an das Fahrrad. Dabei muss eine Verbindung zwischen der Fahrradkindersitzbefestigung und dem Fahrrad derart zuverlässig sein, dass ein Lösen des Kindersitzes vermieden wird. Eine Klemmkraft muss daher möglichst zuverlässig auf das Fahrradelement wirken.
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Bei bekannten Fahrradkindersitzbefestigungen ist die Montage für den Nutzer häufig relativ mühsam. Insbesondere ist es bei bekannten Konstruktionen oftmals erforderlich, zunächst ein Klemmelement an dem Rahmen des Fahrrads zu befestigen und anschließend den Fahrradkindersitz bzw. die Fahrradkindersitzbefestigung an diesem Klemmelement zu befestigen. Die bekannten Vorrichtungen haben dabei insgesamt den Nachteil, dass die Befestigung relativ mühsam und zeitaufwendig ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Fahrradkindersitzbefestigung zu schaffen.
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Diese Aufgabe wird mit einer Fahrradkindersitzbefestigung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist dazu eine verbesserte Fahrradkindersitzbefestigung geschaffen. Die Fahrradkindersitzbefestigung weist einen Befestigungsabschnitt zum Befestigen eines Kindersitzkörpers auf. Des Weiteren weist die Fahrradkindersitzbefestigung einen Klemmmechanismus zum Befestigen der Fahrradkindersitzbefestigung an einem Fahrrad auf. Erfindungsgemäß weist der Klemmmechanismus zumindest zwei Klemmbauteile und eine Kraftübertragungswelle auf, die angepasst ist, um von einem Nutzer gedreht zu werden, wobei die Kraftübertragungswelle angepasst ist, um eine Drehbewegung derart auf jedes Klemmbauteil zu übertragen, dass die Klemmbauteile gleichzeitig relativ zu der Kraftübertragungswelle in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden, wenn die Kraftübertragungswelle gedreht wird.
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Unter einem Befestigungsabschnitt ist im Kontext der vorliegenden Erfindung ein Abschnitt zu verstehen, der auf irgendeine Art und Weise eine Befestigung des Kindersitzkörpers an diesem gestattet. Beispielsweise kann der Befestigungsabschnitt Gewindebohrungen zur Aufnahme von Schraubbolzen aufweisen, um einen Kindersitzkörper an dem Befestigungsabschnitt festschrauben zu können.
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Der Klemmmechanismus dient der Befestigung der Fahrradkindersitzbefestigung an einem Fahrrad. Ist ein Kindersitzkörper bzw. ein Kindersitz mit der Fahrradkindersitzbefestigung versehen, erfolgt die Befestigung des Kindersitzes an dem Fahrrad unter Zuhilfenahme des Klemmmechanismus. Der Klemmmechanismus ist dabei eingerichtet, um eine vorbestimmte Klemmkraft auf Komponenten des Fahrrads aufzubringen. Auf diese Weise wird die Fahrradkindersitzbefestigung fest an einer Komponente des Fahrrads gehalten.
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Der Klemmmechanismus weist zumindest zwei Klemmbauteile auf. Diese Klemmbauteile können Kontaktflächen aufweisen, die in Kontakt mit entsprechenden Gegenflächen an Fahrradkomponenten gelangen können. Solche Gegenflächen können beispielsweise die Außenumfangsflächen von Längsstreben eines Gepäckträgers des Fahrrads sein. Die Klemmbauteile können so angeordnet sein, dass die Kontaktflächen einander zugewandt sind. Auf diese Weise kann ein Klemmen zwischen den Klemmbauteilen erfolgen.
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Die Kraftübertragungswelle ist angepasst, um von einem Nutzer gedreht zu werden. Im Kontext der vorliegenden Erfindung bedeutet das, dass der Nutzer die Kraftübertragungswelle entweder unmittelbar durch Aufbringen einer Drehkraft auf die Kraftübertragungswelle drehen kann oder mittelbar von dem Nutzer gedreht werden kann, indem ein Kraftübertragungsmechanismus mit einer vorbestimmten Übersetzung vorgesehen ist, der die vom Nutzer eingeleitete Kraft auf die Kraftübertragungswelle überträgt.
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Die Kraftübertragungswelle ist angepasst, um eine Drehbewegung derart auf jedes Klemmbauteil zu übertragen, dass die Klemmbauteile gleichzeitig relativ zu der Kraftübertragungswelle in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden, wenn die Kraftübertragungswelle gedreht wird. Demgemäß überträgt die Kraftübertragungswelle eine Drehbewegung auf jedes Klemmbauteil. Der Kraftfluss kann dabei unmittelbar zwischen einem Abschnitt der Kraftübertragungswelle und einem Abschnitt des Klemmbauteils erfolgen. Anders gesagt kann die Kraftübertragung direkt bzw. unmittelbar erfolgen. Dabei ist die Kraftübertragungswelle derart angepasst, dass bei deren Drehung die Klemmbauteile gleichzeitig relativ zu der Kraftübertragungswelle in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden. Jedes der Klemmbauteile bewegt sich somit relativ zu der Kraftübertragungswelle. Anders gesagt ändert sich die Position jedes Klemmbauteils in Bezug auf die Kraftübertragungswelle bzw. werden die Klemmbauteile entlang der Kraftübertragungswelle bewegt.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Kraftübertragungswelle zwei gegenläufig ausgebildete Wellengewindeabschnitte auf, wobei jeweils ein Wellengewindeabschnitt mit jeweils einem Gewindeabschnitt des Klemmbauteils gekoppelt ist. Die Kraftübertragungswelle kann beispielsweise so ausgestaltet sein, dass an deren beiden Enden die Wellengewindeabschnitte vorgesehen sind. Dabei können die Wellengewindeabschnitte angrenzend aneinander ausgebildet sein oder die Kraftübertragungswelle kann zwischen den Wellengewindeabschnitten einen gewindelosen Abschnitt aufweisen. Da jeweils ein Wellengewindeabschnitt mit jeweils einem Gewindeabschnitt des Klemmbauteils gekoppelt ist, werden die Klemmbauteile in entgegengesetzte Richtungen bewegt, wenn die Kraftübertragungswelle gedreht wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Gewindeabschnitt einstückig mit dem Klemmbauteil ausgebildet. Das Klemmbauteil kann beispielsweise aus Metall durch ein Gießverfahren oder aus Kunststoff durch ein Spritzgießverfahren hergestellt sein und der Gewindeabschnitt kann nachträglich in das Klemmbauteil eingebracht worden sein.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Gewindeabschnitt eine Gewindemutter aufweisen, welche in einer Ausnehmung des Klemmbauteils im Wesentlichen formschlüssig in axiale Richtung der Kraftübertragungswelle aufgenommen ist. Bei dieser Ausgestaltung ist die Gewindemutter demnach dazu in der Lage, eine Kraft in axiale Richtung der Kraftübertragungswelle auf das Klemmbauteil zu übertragen. Die Ausnehmung kann dabei im Wesentlichen senkrecht zu der axialen Richtung der Kraftübertragungswelle vorgesehen sein.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann sich die Kraftübertragungswelle durch zumindest ein Klemmbauteil derart hindurch erstrecken, dass ein Endabschnitt der Kraftübertragungswelle von dem Klemmbauteil vorragt, wobei ein Betätigungselement formschlüssig und in Achsrichtung der Kraftübertragungswelle verschieblich auf dem Endabschnitt der Kraftübertragungswelle gehalten ist. Das Klemmbauteil kann beispielsweise eine Durchgangsbohrung aufweisen, durch die die Kraftübertragungswelle hindurchgeführt ist. Vorteilhafterweise ragt ein Endabschnitt der Kraftübertragungswelle dabei so von dem Klemmbauteil vor, dass ein Betätigungselement formschlüssig an diesem befestigbar ist. Der Formschluss des Betätigungselements soll dabei in Drehrichtung sichergestellt werden. Anders gesagt ist das Betätigungselement im Wesentlichen drehfest mit dem Endabschnitt der Kraftübertragungswelle verbunden. Des Weiteren ist das Betätigungselement verschieblich auf dem Endabschnitt der Kraftübertragungswelle gehalten. Dies bedeutet, dass das Betätigungselement in Bezug auf die Kraftübertragungselemente in Achsrichtung bewegt werden kann. Der Endabschnitt der Kraftübertragungswelle kann dazu vierkantförmig ausgebildet sein. Dementsprechend kann das Betätigungselement eine vierkantförmige Öffnung aufweisen, die auf den vierkantförmigen Endabschnitt aufgesetzt werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Betätigungselement formschlüssig und drehbar an das Klemmbauteil gekoppelt. Gemäß dieser Ausführungsform ist das Betätigungselement somit nicht nur verschieblich und formschlüssig an dem Endabschnitt der Kraftübertragungswelle gehalten, sondern zusätzlich formschlüssig und drehbar an das Klemmbauteil gekoppelt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Betätigungselement gleichbleibend in Bezug auf das Klemmbauteil angeordnet ist. In anderen Worten wird das Betätigungselement gemeinsam mit dem Klemmbauteil bewegt, wenn sich das Klemmbauteil bewegt. Um das Betätigungselement formschlüssig und drehbar an dem Klemmbauteil zu halten, kann das Betätigungselement beispielsweise einen Wellenabschnitt aufweisen, in welchem eine Ringnut ausgebildet ist, die in einer entsprechenden Ausnehmung in dem Klemmbauteil gehalten werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Betätigungselement einen Drehmomentbegrenzungsmechanismus auf, welcher eine Drehmomentübertragung von dem Betätigungselement auf die Kraftübertragungswelle bis zu einem vorbestimmten Drehmoment gestattet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass über die Kraftübertragungswelle nicht zu viel Kraft auf die Klemmbauteile übertragen wird. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Mechanismus beschädigt wird. Zudem hat eine solche Drehmomentbegrenzung den Vorteil, dass dem Nutzer auf einfache Weise signalisiert werden kann, wann eine vorbestimmte Klemmkraft erreicht ist. Der Drehmomentbegrenzungsmechanismus kann dabei so aufgebaut sein, dass dann, wenn das vorbestimmte Drehmoment überschritten wird, das Betätigungselement bzw. die Kraftübertragung von dem Betätigungselement auf den Endabschnitt der Kraftübertragungswelle unterbrochen wird bzw. gelöst wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Fahrradkindersitzbefestigung eingerichtet sein, um diese vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Dazu kann das Betätigungselement einen Mechanismus zum wahlweisen Unterbrechen des Formschlusses zwischen dem Betätigungselement der Kraftübertragungswelle aufweisen, wobei der Mechanismus vorzugsweise mit einem Schlüssel betätigbar ist. Der Mechanismus kann einen Drehbolzen aufweisen, der je nach Drehstellung eine Kraftübertragung von dem Betätigungselement auf die Kraftübertragungswelle gestattet oder unterbricht. Je nach Schlüsselstellung kann somit der Kraftfluss unterbrochen werden oder gestattet werden. Ist der Kraftfluss unterbrochen, so dreht das Betätigungselement leer ohne jegliche Kraftübertragung.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine vom Nutzer eingeleitete Drehung derart auf die Kraftübertragungswelle übertragen, dass eine Umlenkung der vom Nutzer eingeleiteten Drehung bewirkt wird, wobei die Drehachsen der eingeleiteten Drehung und der Kraftübertragungswelle in einem Winkel zueinander, vorzugsweise rechtwinklig zueinander, angeordnet sind, wobei die Kindersitzbefestigung vorzugsweise ferner eine Krafteinleitungswelle aufweist, die im Wesentlichen senkrecht zu der Kraftübertragungswelle angeordnet und kraftübertragbar mit dieser verbunden ist.
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Bei dieser Ausführungsform wird demnach eine Drehkraft nicht unmittelbar auf die Kraftübertragungswelle übertragen, sondern durch Zwischenschaltung eines weiteren Kraftübertragungselements, wie beispielsweise einer Krafteinleitungswelle. Eine solche Anordnung ermöglicht es im Gegensatz zu einem Aufbau, bei dem der Nutzer eine Drehung um eine Achse der Kraftübertragungswelle ausführt, um eine Kraft auf die Kraftübertragungswelle zu übertragen, eine Krafteinleitung durch eine Drehbewegung um eine Achse zu ermöglichen, welche nicht mit der Drehachse der Kraftübertragungswelle zusammenfällt. Anders gesagt kann eine Drehachse, um welche eine Kraft in den Mechanismus eingeleitet wird, in einem Winkel zu der Achse der Kraftübertragungswelle angeordnet sein. Besonders vorteilhaft ist dabei eine Ausgestaltung, bei der die beiden Achsen zueinander senkrecht angeordnet sind. Ein solcher Aufbau schafft somit zusätzliche Freiheitsgrade bei der Ausgestaltung des Mechanismus und insbesondere im Hinblick darauf, an welcher Stelle von dem Nutzer eine Kraft in den Mechanismus eingeleitet werden kann. Eine Krafteinleitungsposition kann somit in einem vorbestimmten Abstand von der Drehachse der Kraftübertragungswelle angeordnet sein. Bei einem Aufbau der Fahrradkindersitzbefestigung, bei dem die Klemmbauteile so angeordnet sind, dass diese ein sich in Längsrichtung des Fahrrads erstreckendes Bauteil einklemmen können, ist es möglich, eine Krafteinleitungsposition für den Nutzer in Längsrichtung des Fahrrads entfernt von den Klemmbauteilen vorzusehen, wodurch es für den Nutzer einfacher wird, eine Kraft in den Mechanismus einzuleiten. Wird der Kindersitz an einem Gepäckträger des Fahrrads befestigt, so kann die Krafteinleitungsposition beispielsweise über dem hinteren Ende des Gepäckträgers angeordnet werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Fahrradkindersitzbefestigung ferner ein Kraftaufnahmezahnrad, welches drehfest an die Kraftübertragungswelle gekoppelt ist und einen Kegelradabschnitt aufweist, welcher in Eingriff mit einem Kegelritzel ist, welches an einem Ende der Krafteinleitungswelle drehfest angebracht ist. Auf diese Weise können An- und Abtriebswelle bzw. Krafteinleitungswelle un Kraftübertragungswelle winklig zueinander angeordnet werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Krafteinleitungswelle an ihrem anderen Ende ein Betätigungselement aufweisen, mit welchem ein Nutzer die Krafteinleitungswelle drehen kann. Ein solches Betätigungselement kann beispielsweise ein Greifabschnitt sein, welcher auf das Ende der Krafteinleitungswelle drehfest aufgesetzt ist.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Fahrradkindersitzbefestigung ferner einen Sperrmechanismus auf, der ein Einrückelement aufweist, welches mit einem Verriegelungsabschnitt, vorzugsweise einem geradverzahnten Abschnitt, des Kraftaufnahmezahnrads formschlüssig in Eingriff gebracht werden kann, um eine Drehung des Kraftaufnahmezahnrads zu sperren. Der Sperrmechanismus ist demnach dazu ausgebildet, eine Bewegung der Kraftübertragungswelle wahlweise freizugeben oder zu sperren. Zu diesem Zweck kann das Einrückelement so mit dem Verriegelungsabschnitt in Eingriff gebracht werden, dass ein Formschluss zwischen Einrückelement und Verriegelungsabschnitt entsteht. Auf diese Weise wird der Verriegelungsabschnitt, welcher drehfest mit der Kraftübertragungswelle verbunden ist, undrehbar gehalten. Vorzugsweise ist der Verriegelungsabschnitt ein geradverzahnter Abschnitt, welcher einstückig mit dem Kraftaufnahmezahnrad ausgebildet ist. Das Kraftaufnahmezahnrad kann demnach einen Kegelzahnradabschnitt und einen geradverzahnten Abschnitt aufweisen.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Einrückelement in Richtung des Verriegelungsabschnitts vorgespannt. Ohne Krafteinwirkung auf das Einrückelement wird das Einrückelement demnach so in Richtung des Verriegelungsabschnitts bewegt, bis dieses in Anlage mit dem Verriegelungsabschnitt gelangt. Auf diese Weise kann eine formschlüssige Verbindung zwischen Einrückelement und Verriegelungselement dauerhaft erzeugt werden. Vorzugsweise weist der Sperrmechanismus ferner eine Betätigungsvorrichtung auf, die angepasst ist, um einen Eingriff zwischen dem Einrückelement und dem Verriegelungsabschnitt zu lösen. Die Betätigungsvorrichtung kann somit eine Kraft auf das Einrückelement aufbringen, um den Formschluss des Einrückelements mit dem Verriegelungsabschnitt aufzuheben. Die Betätigungsvorrichtung kann dabei insbesondere so angepasst sein, dass diese eine Kraft in einer Richtung auf das Einrückelement aufbringen kann, die zu der Vorspannrichtung entgegengesetzt ist.
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Vorzugsweise kann die Betätigungsvorrichtung ferner ein Betätigungselement und ein Kraftübertragungselement aufweisen, wobei das Kraftübertragungselement in Kontakt mit dem Einrückelement ist und durch Betätigung des Betätigungselements derart translatorisch verschieblich ist, dass das Einrückelement von dem Verriegelungsabschnitt gelöst wird. Das Betätigungselement kann dabei ein Schließzylinder sein, welcher eine durch Drehen eines Schlüssels eingeleitete Drehkraft in eine translatorische Bewegung des Kraftübertragungselements umgewandelt wird, um das Einrückelement von dem Verriegelungsabschnitt wegzudrücken.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Fahrradkindersitzbefestigung ferner eine Stützstruktur auf, in welcher die Klemmbauteile linear geführt aufgenommen sind, wobei die Kraftübertragungswelle ortsfest an der Stützstruktur gehalten ist. Mit ortsfest an der Stützstruktur gehalten ist im Kontext der vorliegenden Erfindung gemeint, dass sich die Kraftübertragungswelle mit Ausnahme einer Drehbewegung nicht relativ zu der Stützstruktur beweglich ist, insbesondere nicht in einer Richtung beweglich ist, die parallel oder senkrecht zu der Achse der Kraftübertragungswelle ist. Eine lineare Führung der Klemmbauteile kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass in der Stützstruktur entsprechende Führungsnuten ausgebildet sind, in welchen Vorsprünge der Klemmbauteile geführt sind.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Kraftübertragungswelle im Bereich zwischen den Klemmbauteilen drehbar in Eingriff mit der Stützstruktur sein, wobei die Kraftübertragungswelle vorzugsweise eine ringförmige Ausnehmung aufweist und die Stützstruktur vorzugsweise einen Führungsabschnitt aufweist, welcher zumindest teilweise in der ringförmigen Ausnehmung aufgenommen ist.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Fahrradkindersitzbefestigung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
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2 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der in 1 gezeigten Fahrradkindersitzbefestigung;
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3 zeigt eine perspektivische Ansicht der in 1 gezeigten Fahrradkindersitzbefestigung von schräg unten;
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4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Fahrradkindersitzbefestigung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
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5 zeigt eine Ansicht eines Klemmmechanismus der in 4 gezeigten Fahrradkindersitzbefestigung von oben.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
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Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich.
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Werden in der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in verschiedenen Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet, so bezeichnen diese gleiche oder ähnliche Elemente. Gleiche oder ähnliche Elemente können aber auch durch unterschiedliche Bezugszeichen bezeichnet sein.
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In 1 ist eine Fahrradkindersitzbefestigung 2 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung perspektivisch von schräg oben dargestellt. Die gezeigte Fahrradkindersitzbefestigung 2 weist einen Befestigungsabschnitt 12 zum Befestigen eines Kindersitzkörpers daran auf. Der Befestigungsabschnitt 12 weist zu diesem Zweck Öffnungen 12a auf. Durch diese Öffnungen können beispielsweise von unten Schrauben eingeführt werden, so dass an dem Befestigungsabschnitt 12 auf dessen Oberseite weitere Elemente befestigt werden können, an denen wiederum Elemente des Kindersitzkörpers befestigt werden können. Der Befestigungsabschnitt 12 befindet sich auf einer Stützstruktur 60 eines Klemmmechanismus 4.
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Der Klemmmechanismus 4 weist zwei Klemmbauteile 6, 8 auf, die in der Stützstruktur 60 translatorisch beweglich geführt sind. Die Klemmbauteile 6, 8 sind durch eine Kraftübertragungswelle 10 miteinander wirkverbunden. Genauer gesagt befinden sich in jedem Klemmbauteil 6, 8 Ausnehmungen 26, 28, in welchen jeweils eine Gewindemutter 22, 24 aufgenommen ist. Die Ausnehmungen 26, 28 bilden somit gemeinsam mit den Gewindemuttern 22, 24 Gewindeabschnitte 18, 20. Die Gewindeabschnitte 18, 20, genauer gesagt die Gewindemuttern 22, 24, sind mit Wellengewindeabschnitten 14, 16 der Kraftübertragungswelle 10 in Eingriff. Die Wellengewindeabschnitte 14, 16 sind gegenläufig ausgebildet. Dementsprechend führt eine Drehbewegung der Welle 10 dazu, dass sich die Klemmbauteile 6, 8 in entgegengesetzter Richtung bewegen. Eine Drehbewegung der Kraftübertragungswelle 10 in einer Richtung bewirkt demnach eine Abstandsverringerung zwischen den Klemmbauteilen 6, 8, wohingegen eine entgegengesetzte Drehbewegung zu einer Abstandsvergrößerung zwischen den Klemmbauteilen 6, 8 führt.
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In der Stützstruktur 60, in welcher die Klemmbauteile 6, 8 linear geführt sind, ist ferner ein Führungsabschnitt 36 angeordnet, der dazu eingerichtet ist, mit einer ringförmigen Ausnehmung 34 der Kraftübertragungswelle 10 in Eingriff zu gelangen. Der Führungsabschnitt 36 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Metallplättchen mit einer U-förmigen Ausnehmung, die bei dem in 1 gezeigten Beispiel nach oben hin offen angeordnet ist. Anders gesagt kann bei dieser Ausführung die Welle von oben in die U-förmige Nut eingesetzt werden. Das Metallplättchen ist wiederum zumindest in axialer Richtung der Kraftübertragungswelle ortsfest in der Stützstruktur 60 gehalten. Auf diese Weise wird auch die in den Führungsabschnitt 36 eingesetzte Kraftübertragungswelle 10 ortsfest gehalten, das heißt, unbeweglich in deren Achsrichtung. Anders gesagt ist die Kraftübertragungswelle 10 bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht dazu in der Lage, sich in axiale Richtung zu bewegen. Gleichzeitig ist die Ausgestaltung derart, dass eine Drehbewegung der Kraftübertragungswelle 10 weiterhin möglich ist. Auf diese Weise werden die Klemmbauteile 6, 8 bei einer Drehung der Kraftübertragungswelle 10 in Bezug auf die Kraftübertragungswelle 10 und in Bezug auf die Stützstruktur 60 entlang der Kraftübertragungswelle 10 bewegt.
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Zum Einleiten einer Drehkraft in die Kraftübertragungswelle 10 weist die Konstruktion ein Betätigungselement 30 auf. Das Betätigungselement 30 weist einen Greifabschnitt 33 sowie einen zylindrischen Kraftübertragungsabschnitt 31 auf. Der Kraftübertragungsabschnitt 31 weist in seinem Inneren eine Öffnung auf, welche korrespondierend zu einem Endabschnitt 10a der Kraftübertragungswelle 10 ausgebildet ist. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Endabschnitt 10a der Kraftübertragungswelle 10 als Vierkant ausgebildet, wie es aus 2 ersichtlich ist. Demgemäß ist die Öffnung im Kraftübertragungsabschnitt 31 ebenfalls vierkantförmig ausgebildet. Eine solche korrespondierende Ausgestaltung des Kraftübertragungsabschnitts ermöglicht es, dass das Betätigungselement 30 in axialer Richtung der Kraftübertragungswelle 10 verschieblich auf deren Endabschnitt 10a aufgesetzt werden kann, um eine Drehkraft von dem Betätigungselement 30 auf den Endabschnitt 10a zu übertragen. Des Weiteren weist der Kraftübertragungsabschnitt 31 des Betätigungselements 30 eine ringförmige Nut 31a auf, welche eine Führungsfunktion aufweist. Genauer gesagt ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Kraftübertragungsabschnitt 31 in einer Nut 32 des Klemmbauteils 8 drehbar, jedoch nicht in axiale Richtung der Kraftübertragungswelle 10 verschieblich aufgenommen. Anders gesagt ist das Betätigungselement 30 somit drehbar an dem Klemmbauteil 8 gehalten. Auf diese Weise führt eine Bewegung des Klemmbauteils 8 dazu, dass das Betätigungselement 30 mitbewegt wird. Anders gesagt folgt bei dieser Ausgestaltung das Betätigungselement 30 einer axialen Bewegung des Klemmbauteils 8.
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Auf der in 3 gezeigten Unterseite des Klemmmechanismus sind an den Klemmbauteilen 6, 8 klauenartige Vorsprünge 7, 9 vorgesehen, welche Kontaktflächen aufweisen, die einander zugewandt sind. Bei einer Betätigung der Kraftübertragungswelle 10 und entsprechender Bewegung der Klemmbauteile 6, 8 werden demnach die klauenartigen Vorsprünge 7, 9 aufeinander zubewegt und können zwischen sich ein Element des Fahrrads, an dem die Fahrradkindersitzbefestigung befestigt werden soll, einklemmen. Die in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel beschriebenen Elemente sind ebenfalls gut aus 2 ersichtlich, welche die einzelnen Komponenten in Explosionsdarstellung zeigt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die 4 und 5 beschrieben. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel, welches in den 1 bis 3 gezeigt ist, liegt darin, dass bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Krafteinleitung in die Kraftübertragungswelle nicht direkt, sondern indirekt über eine weitere Welle 148 erfolgt. 4 ist eine perspektivische Darstellung der Fahrradkindersitzbefestigung 102 gemäß dem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Fahrradkindersitzbefestigung 102 besteht im Wesentlichen aus einem Befestigungsabschnitt 112, an welchem ein Kindersitzkörper befestigt werden kann, und einem Klemmmechanismus 104, der bei der in 4 gezeigten perspektivischen Darstellung von dem Befestigungsabschnitt 112 größtenteils verdeckt ist. 5 zeigt eine Ansicht der Fahrradkindersitzbefestigung 102 von oben, bei der der Befestigungsabschnitt 112 entfernt ist. Auf diese Weise ist der unter dem Befestigungsabschnitt 112 angeordnete Klemmmechanismus 104 gut ersichtlich.
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Ähnlich wie der Klemmmechanismus 4 gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel weist der Klemmmechanismus 104 zwei Klemmbauteile 106, 108 auf, die wirkverbunden auf einer Kraftübertragungswelle 110, genauer gesagt auf zwei Endabschnitten der Kraftübertragungswelle 110, angeordnet sind. Die beiden Endabschnitte der Kraftübertragungswelle 110 bilden Wellengewindeabschnitte 114, 116, die gegenläufig ausgebildet sind. Auf diese Weise führt eine Bewegung der Kraftübertragungswelle 110, genauer gesagt eine Drehbewegung der Kraftübertragungswelle 110, dazu, dass sich die Klemmbauteile 106, 108 in entgegengesetzter Richtung bewegen. Zur Befestigung der Klemmbauteile 106, 108 weist jedes Klemmbauteil einen Gewindeabschnitt 118, 120 auf, wobei die Gewindeabschnitte 118, 120 im vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig mit den jeweiligen Klemmbauteilen 106, 108 ausgebildet sind. Die Kraftübertragungswelle 110 ist drehbar, jedoch axial nicht verschieblich an einer Stützstruktur 160 gehalten. Die Stützstruktur 160 ist von unten an den Befestigungsabschnitt 112 geschraubt und bildet demnach ein Gehäuse, welches einen Getriebemechanismus zum Übertragen einer von einem Nutzer eingeleiteten Kraft auf die Kraftübertragungswelle 110 aufnimmt. Die Kraftübertragungswelle 110 ist dabei in einer Ausnehmung des Stützabschnitts 160 bzw. in einer Seitenwand gehalten. Genauer gesagt weist die Kraftübertragungswelle 110 zwei ringartige Vorsprünge 110a auf, welche einen größeren Außendurchmesser als die in dem Stützabschnitt 160 vorgesehene Öffnung aufweisen. Auf diese Weise ist eine Bewegung der Kraftübertragungswelle 110 in axiale Richtung verhindert. Zwischen den Wellengewindeabschnitten 114, 116 ist ein Kraftaufnahmezahnrad drehfest mit der Kraftübertragungswelle 110 verbunden. Das Kraftaufnahmezahnrad 140 weist einen Kegelzahnabschnitt 142 und einen geradverzahnten Abschnitt 144 auf. Der Kegelzahnradabschnitt 142 ist in Eingriff mit einem Ritzel 146 einer Krafteinleitungswelle 148. Die Achse der Krafteinleitungswelle 148 ist im Wesentlichen senkrecht zu der Achse der Kraftübertragungswelle 110 angeordnet. Am gegenüberliegenden Ende der Krafteinleitungswelle 148 ist ein Betätigungselement 130 vorgesehen, mit welchem ein Nutzer die Krafteinleitungswelle 148 drehen kann. Die Fahrradkindersitzbefestigung des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist demnach so konfiguriert, dass eine Drehung der Krafteinleitungswelle 148 zu einer Drehung der Kraftübertragungswelle 110 führt.
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Der Klemmmechanismus 104 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist ferner einen Sperrmechanismus 150 auf, der dazu in der Lage ist, eine Drehbewegung der Kraftübertragungswelle 110 zu sperren. Der Sperrmechanismus 150 weist ein Einrückelement 134 auf, welches mit dem geradverzahnten Abschnitt 144 formschlüssig in Eingriff gebracht werden kann, um die Drehung des Kraftaufnahmezahnrads 140 zu sperren. Da das Kraftaufnahmezahnrad 140 drehfest mit der Kraftübertragungswelle 110 verbunden ist, führt ein formschlüssiger Eingriff dazu, dass die Kraftübertragungswelle 110 drehfest gehalten wird. Das Einrückelement 134 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Richtung des geradverzahnten Abschnitts 144 vorgespannt. Die Drehung der Kraftübertragungswelle 110 ist demnach so lange gesperrt, bis das Einrückelement 134 von dem geradverzahnten Abschnitt 144 gelöst wird. Um den Eingriff zwischen dem Einrückelement 134 und dem geradverzahnten Abschnitt 144 zu lösen, weist der Sperrmechanismus ferner eine Betätigungsvorrichtung 132 auf. Die Betätigungsvorrichtung 132 weist ein Betätigungselement 138 und eine Kraftübertragungselement 136 auf. Das Kraftübertragungselement 136 ist and der Kraftübertragungswelle 110 vorbeigeführt, in Kontakt mit dem Einrückelement 134 und kann durch Betätigung des Betätigungselements 138 derart translatorisch verschoben werden, dass das Einrückelement 134 von dem geradverzahnten Abschnitt 144 gelöst wird. Das Betätigungselement 138 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Kombination von Schließzylinder und Schlüssel verwirklicht.